tests/18-03-23_mytek
 

Mytek Liberty DAC

23.03.2018 // Finn Corvin Gallowsky

Die futuristische Front des Mytek Liberty DAC, auf der die Farbe der linken LED das aktuell wiedergegebene Format anzeigt. Ist die Quelle einmal gewählt, zeigt jede der Quellenwahl-LEDs 20 Lautstärkeschritte an, indem sie ein Farbspektrum von Grün, über Blau zu Rot durchläuft
Die futuristische Front des Mytek Liberty DAC, auf der die Farbe der linken LED das aktuell wiedergegebene Format anzeigt. Ist die Quelle einmal gewählt, zeigt jede der Quellenwahl-LEDs 20 Lautstärkeschritte an, indem sie ein Farbspektrum von Grün, über Blau zu Rot durchläuft

Während über USB bis zu 384 Kilohertz und 32 Bit PCM, DSD256 und DXD verarbeitet werden können, bieten die anderen Schnittstellen maximal 192 Kilohertz PCM und DSD64 via DOP. Bei DOP wird der DSD-Stream in PCM-Container eingebettet und kann unverändert rekonstruiert werden. Ein MQA-Decoder ist zusätzlich mit an Bord. Ich muss zugeben, dass ich MQA aktuell noch gespalten gegenüberstehe. Die ersten MQA-Höreindrucke sind durchaus positiv, allerdings finde ich das gesamte Konzept etwas undurchsichtig. Für Streaming mag das, ich nenne es mal, verschachteln des Höchstfrequenzbereiches einer High-Res-Datei in das Grundrauschen einer niedriger abgetasteten Datei sinnvoll sein, um Bandbreite einzusparen. Für den direkten Download von Hi-Res-Titeln ist diese Prozedur eher überflüssig. Als sinnvoller erachte ich es, sich auf zugrundeliegende Filter der Digitalwandlung und Aufnahme- und Masteringqualität an sich zu konzentrieren, was auch außerhalb von proprietären Codecs geschehen kann. Wie dem auch sei, ich schweife ab. Der Liberty DAC kann zumindest MQA decodieren. Einen Eindruck davon sollte man sich ohnehin mit eigenen Ohren machen. Schlussendlich ist man mit der umfassenden Ausstattung der Liberty DAC für alle Formate gerüstet, die in der heimischen Musiksammlung auftauchen oder beim Lieblings-Streamingdienst angeboten werden.

Zu den gängigen Hi-Fi-Standards gesellt sich eine XLR-Eingangsbuchse nach professioneller AES/EBU-Normung und ein zusätzlicher 12-Volt-Anschluss für ein externes Netzteil
Zu den gängigen Hi-Fi-Standards gesellt sich eine XLR-Eingangsbuchse nach professioneller AES/EBU-Normung und ein zusätzlicher 12-Volt-Anschluss für ein externes Netzteil

Mytek, allen voran Michal Jurewicz, schreibt sich höchsten Anspruch, vor allem in Hinblick auf möglichst unverfälschte Reproduktion des digitalen Ausgangsmaterials, auf die Fahnen. Insofern ist das letztendlich abgespielte Format fast zweitrangig, wenn doch der Wandler schon auf extrem hohem Niveau agiert. Ob dem tatsächlich so ist, wird der folgende Hörtest zeigen. Ich werde den Liberty ausschließlich an meinem PC betreiben und meinen guten, alten Pioneer A-878 mit dem unsymmetrischen Ausgangssignal des Mytek erfreuen. Die Installation des von Thesycon entwickelten Treibers und des Mytek Control Panels auf Windows 7 Professional gehen problemlos vonstatten. Sowohl ASIO als auch WASAPI sind möglich, natives DSD nur über das erstgenannte Protokoll. Mein inzwischen etwas in die Jahre gekommener Eigenbau-PC hat leider Masseprobleme mit vielen USB-DACs, diese haben ihren Ursprung wahrscheinlich in der nicht perfekten Entkopplung der USB-Masse von anderen Komponenten auf dem Mainboard. Mit dem Liberty DAC herrscht allerdings absolute Ruhe! Ein erster riesen Pluspunkt, mit der proprietären internen USB-Schaltung hat Mytek schon grundlegend einiges richtig gemacht. Über das Mytek Control Panel überprüfe ich das Gerät auf die aktuelle Firmware und stelle die Helligkeit der LEDs auf der Vorderseite nach meinem Geschmack ein. Die Status-LED lässt sich so konfigurieren, dass sie bei ausgeschaltetem Gerät gar nicht mehr leuchtet, die Quellen/Lautstärke-LEDs lassen sich während des Betriebs nicht ganz ausschalten, dafür sind sie aber auf dunkelster Stufe erträglich. Ich kann ebenfalls die Puffergröße und den Output Mode (2 Kanäle bei 16 oder 24 Bit) bestimmen.


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