tests/19-06-03_playback
 

Playback Designs MPD-8 DREAM DAC und Stream-IF

03.06.2019 // Dirk Sommer

Eine der beiden analogen Ausgangsstufen, die Bert Gerlach doppelt differentiell aufgebaut hat
Eine der beiden analogen Ausgangsstufen, die Bert Gerlach doppelt differentiell aufgebaut hat

Die aufwändige Ausgangsstufe des MPD-8 und seine analoge, 200-stufige Lautstärkeregelung legen es natürlich nahe, ihn auch einmal direkt mit der Endstufe zu verbinden – zumindest, wenn ich voraussetze, dass Sie an einer Kette ohne Vorstufe interessiert sein könnten. Für mich persönlich ist diese Anschlussvariante völlig uninteressant, denn um Endverstärker jedesmal, wenn ich eine LP oder ein Tonband hören möchte, anders zu verkabeln, bin ich schlicht zu faul. Hinzu kommt, dass ich mit der Einstein-Vorstufe schon seit Jahren glücklich genieße. Deshalb habe ich den MPD-8 bisher auch nur mit einem fix eingestellten Pegel von null Dezibel über Einsteins The Preamp gehört. Das tue ich jetzt auch noch einmal mit dem vierten Satz von Saint-Saëns' Symphonie Nr. 3 mit den Boston Symphonikern unter Charles Munch, bevor ich Einstein The Poweramp mit der Ausgangsstufe des MPS-8 verbinde. Die sorgt für eine minimal bessere Durchzeichnung, einen Hauch mehr Klarheit und Druck in den unter Oktaven und die Illusion einer noch breiteren Bühne. Aber mir gefällt das bisschen mehr Raumtiefe und das gewisse Flair des Preamp einen Hauch besser – ich habe mich ja auch fast schon ein Jahrzehnt daran gewöhnt. Dennoch gebe ich gerne zu, dass die Ausgangsstufe des Playback Designs auf dem Niveau einer Vorstufe agiert, die sich preislich im Bereich des gesamten MPD-8 bewegt.

Auch im Stream-IF arbeitet ein XILINX-FPGA
Auch im Stream-IF arbeitet ein XILINX-FPGA

Sei's drum: Ich mache ich noch einen Versuch mit Dee Dee Bridgewaters „Slow Boat To China“ vom Album Live At Yoshi's. Die Bass-Drum und das Tambourin klingen wirklich spektakulär und trotz recht hohen Pegels bleibt die Stimme angenehm. Rhythmisch stimmt alles, der Bass groovt: ein Hochgenuss! Und daran ändert auch The Preamp im Signalweg nicht das geringste. Er verleiht dem Tambourin noch eine Spur mehr Biss – den Sibilanten der Stimme aber leider auch. Wahrscheinlich kommt der direkt angeschlossene Playback Designs der Idee der High Fidelity ein Stückchen näher, dafür sorgt The Preamp für ein Quäntchen mehr Drama. Wie gesagt: Geschmacksache. Ohne mein analoges Equipment und die lange Gewöhnung an den Einstein könnte ich auch mit der Ausgangsstufe des Wandlers rundum glücklich werden. Und mit dem „Rest“ des MPD-8 so wie so!

STATEMENT

Bisher habe ich unter kontrollierten Bedingungen keinen besseren Wandler gehört als Playback Designs' MPD-8. Allerdings benötigt er die Hilfe des Stream-IF, um diese klanglichen Höchstleistungen zu erreichen. Für all diejenigen, die nicht hin und wieder auf feinstes Analog-Equipment zurückgreifen möchten, relativiert sich auch der Preis der beiden digitalen State-Of-The-Art-Komponenten: Dank der aufwändigen Ausgangsstufe und der feinschrittigen, analogen Lautstärkeregelung können sie getrost auf eine Vorstufe verzichten. Ein wahres DREAM-Duo!
Gehört mit
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
Server Auralic Aries G2 mit 5GB HDD
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE
Up-Sampler Chord Electronics M-Scaler
LAN-Switch SOtM sNH-10G i mit Keces P8
10-MHz-Clock SOtM SCLK-OCX10 mit Keces P8
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Eintein The Poweramp
Lautsprecher Göbel Epoque Aeon Fine
Kabel Göbel High End Lacorde, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, SOtM dBCL-BNC
Zubehör Audioquest Niagara 5000 und 1000, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Playback Designs MPD-8 DREAM DAC
Netzspannung AC 230V, 50Hz
Stromverbrauch 100W max.
Analoge Ausgänge XLR, RCA
Ausgangsspannung @1kHz, Vollaussteuerung, Festwerte -6db: 2,1V rms
-3db: 3,0V rms
0db: 4,2V rms
+3db: 6,0V rms
+6db: 8,4V rms
Ausgangsspannung @1kHz, Vollaussteuerung, variabel 13.5Vrms max.
Ausgangsimpedanz <1Ω
Gewicht 19kg
Abmessungen (B/H/T) 46/13/43cm
Arbeitstemperatur +5°C to +30°C
Batterien für Fernbedienung 2x AAA
Netzsicherung 1,6A / 250V träge, 20mm
Preis 25.000 Euro
Herstellerangaben
Playback Designs Stream-IF
  • USB für PCM bis zu 384kHz und DSD bis zu 4x
  • Streaming von Tidal, Qobux, Deezer, vTuner
  • PLINK Eingang von anderen Playback-Designs-Komponenten (um Aufnahmen zu unterstützen)
  • Roon-ready d.h. Roon End Point – jeder angeschlossene DAC kann in ein Roon-Server-System eingebunden werden
  • Dateiwiedergabe von einem NAS per DLNA und UPnP (Renderer und Server)
  • PDFAS-Clocking-Technoligie der neuesten Generation für extrem niedrigen Jitter
  • Verbindung zu 5-er-Serien-Produkten über optischen PLink
  • Verbindung zu 3-er-Serien-Produkten über Coax
  • Firmware-Update vom Besitzer möglich
  • Preis: 3.900 Euro

Vertrieb
Highendscout
Anschrift Gottschalk & Pietersen GmbH
Gervinusstr. 21
10629 Berlin
Telefon +49 30 22015093
E-Mail info@highendscout.de


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