tests/21-09-17_burson
 

Burson Funk

17.09.2021 // Dirk Sommer

Dies ist wohl ein eher ungewöhnliches Gerät: eine Kombination aus Kopfhörer- und extrem puristischem Vollverstärker. Darüber hinaus wird der Funk auch noch von einem externen Schaltnetzteil versorgt. Für mich ist die Beschäftigung mit so einem Kistchen wirklich nicht alltäglich – was aber keinesfalls heißt, dass ich keine Verwendung dafür hätte.

Natürlich vergeht eine Menge Zeit beim Testen von Komponenten im meinem Hörraum. Aber auch wenn die Kette dort noch so gut klingen mag: In meiner Freizeit dürfte ich mehr Zeit mit Musikhören – oft auch nur so nebenbei – in der Küche als vor der großen Anlage verbringen. Das mag daran liegen, dass meine Gattin nicht allzu lange nach unserem Einzug mit dem Küchenradio nicht mehr zufrieden war und wir dort erst Castle-Boxen und einen Braun-Receiver installierten und später Dynaudio-Lautsprecher mit einem in die Jahre gekommenen NAD-Receiver, dessen Radioteil wir – anders als beim Braun – aber nicht mehr verwenden. Die Signale liefert ein Auralic Aries Mini, egal ob sie per Netzwerk vom Speicher mit eigener Musik, per Internet-Radio oder von Qobuz kommen. Ein zweiter Mini ist übrigens im Schlafzimmer mit einen kleinen Teak-Verstärker verbunden, der klassische englische Zwei-Wege-Monitore von ARC speist.

Der Funk verfügt über zwei Kopfhörerbuchsen: 3,5 und 6,35 Millimeter
Der Funk verfügt über zwei Kopfhörerbuchsen: 3,5 und 6,35 Millimeter

Es gibt also sogar zwei Ketten, in denen ich den Funk als Vollverstärker ausprobieren könnte. Aber nach der Beschäftigung mit dem Weiss DAC502 mit seinen beiden Kopfhörerausgängen und den speziellen Headphone-DSP-Plugins, dem Sendy Audio Peacock und dem Ferrum OOR bleibe ich erst einmal beim Thema und höre, was der Burson als Kopfhörerverstärker zu leisten vermag. Dazu verbinde ich dessen Cinch-Eingänge mit dem Ausgang von Chord Electronics' HUGO 2, der seine digitalen Signale per 2go aus dem heimischen Netzwerk bezieht. Ich fange mit einem meiner neuen Favoriten, Tord Gustavsons Changing Places an. Zu Beginn von „Deep Love“ bin ich wieder vom Wohlklang des superb aufgenommenen Trios begeistert. Die Wiedergabe des Funk reicht zwar – wenn die Erinnerung nicht trügt – nicht ganz an die des famosen und mehrfach teureren Ferrum OOR heran, lässt mich aber dennoch in warmen Klangfarben und Details schwelgen.

Mit der Taste links lassen sich zwei Verstärkungsstufen für den Kopfhörerverstärker wählen, mit der mittleren zwischen Kopfhörer- oder Verstärker-Betrieb umschalten und mit rechten wird der Funk ein- und ausgeschaltet
Mit der Taste links lassen sich zwei Verstärkungsstufen für den Kopfhörerverstärker wählen, mit der mittleren zwischen Kopfhörer- oder Verstärker-Betrieb umschalten und mit rechten wird der Funk ein- und ausgeschaltet


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