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Ferrum OOR

14.09.2021 // Dirk Sommer

Anfang des Jahres stellten Finn Corvin Gallowsky und ich Ihnen das erste Produkt von Ferrum vor: das Netzteil Hypsos, das Spannungen im Bereich von fünf bis 30 Volt bereitstellt und uns mit seiner Flexibilität und seinen klanglichen Auswirkungen auf die angeschlossenen Geräte überzeugte. Der Kopfhörerverstärker OOR ist nun Ferrums zweites Produkt.

Unsere Begeisterung für das universell einsetzbare Netzteil – es deckt einen sehr großen Spannungs- und Leistungsbereich ab – hatte übrigens zur Folge, dass wir das Hypsos in Kooperation mit unseren polnischen Kollegen mit einem Statement in High Fidelity auszeichneten. Bisher haben wir den Award noch nicht zugestellt, da wir hoffen, ihn noch in diesem Jahr persönlich übergeben und uns bei dieser Gelegenheit einmal in den neuen Räumen von Ferrum umsehen zu können, denn HEM- und Ferrum-Chef Marcin Hamerla und sein inzwischen über 20-köpfiges Team sind seit unserem letzten Besuch in ein größeres Firmengebäude in Pruszków in der Nähe von Warschau umgezogen. Und dort werden nun vorrangig die Produkte von Ferrum entwickelt und gefertigt.

Auf der Front des OOR gibt es eine vierpolige XLR-Buchse zur symmetrischen Ansteuerung von entsprechend verkabelten Kopfhörern und eine klassische 6,35-Millimeter-Klinken-Buchse
Auf der Front des OOR gibt es eine vierpolige XLR-Buchse zur symmetrischen Ansteuerung von entsprechend verkabelten Kopfhörern und eine klassische 6,35-Millimeter-Klinken-Buchse

Der für OOR zuständige Entwickler Maksymilian Matuszak erläuterte per Skype und einem Hifistatement vorab zugänglich gemachten technischen White Paper, was OOR seiner Meinung nach zu etwas Besonderem macht: „Zunächst einmal verfügt OOR über eine einzigartige diskrete Ausgangsstufe. Es handelt sich um eine Mischung aus Class A und AB. Die spezielle Schaltung lässt es nie zu, dass einer der beiden Ausgangstransistoren abschaltet, die ähnlich wie in Class AB gepolt sind. Der Strom beider Transistoren wird von unabhängigen Schaltungen überwacht, die verhindern, dass der Strom unter einen bestimmten Schwellenwert fällt. Auf diese Weise ist die Verzerrung viel geringer, da die Transistoren nicht durch den am stärksten nichtlinearen Bereich ihrer Kennlinie gehen. Die Schaltung unterschiedet sich recht deutlich vom bekannten „Sliding Bias“ und wurde von Ferrum „Gapless Current Transistor Bias“ oder kurz „GCTB“ genannt.

Das Angebot an Bedienungselementen ist sehr übersichtlich: der kombinierte Standby/Eingangswahlschalter, ein dreistufiger Pegelschalter und ein Potentiometer
Das Angebot an Bedienungselementen ist sehr übersichtlich: der kombinierte Standby/Eingangswahlschalter, ein dreistufiger Pegelschalter und ein Potentiometer


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