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Cen.Grand 9i-92SA III

26.07.2022 // Dirk Sommer

Der 9i-92SA III besitzt einen symmetrischen und einen unsymmetrischen Analog-Eingang und empfängt über vier unterschiedliche Eingänge Digital-Signale
Der 9i-92SA III besitzt einen symmetrischen und einen unsymmetrischen Analog-Eingang und empfängt über vier unterschiedliche Eingänge Digital-Signale

Wählt man über den Taster an der Frontplatte oder per beigepackter (Kunststoff-)Fernbedienung „Normal“, ist pro Kanal nur ein Verstärker aktiv, in der Einstellung „Paralle“ – nein, das ist kein Tippfehler – arbeiten dann zwei Verstärker parallel, die Stromlieferfähigkeit verdoppelt sich, die maximale Ausgangsspannung bleibt gleich. Doch damit nicht genug; Drückt man die „OUT“-Taste länger als drei Sekunden, schaltet man zwischen dem „High-“ und „Low-Resistance-Mode“ um: Für Kopfhörer mit einer Impedanz oberhalb von 100 Ohm ist es laut Cen.Grand sinnvoll, die höhere Ausgangsspannung zu wählen, was bei In- oder OverEars mit niedrigem Widerstand und recht hohem Wirkungsgrad nicht nur den Regelbereich des Potis einschränke, sondern auch zu vernehmlichem Rauchen führen könnte. Aber auch nachdem ich Gina Schwarz' „For C & C“ vom Album Jazzista mit durchaus kräftigem Pegel gehört habe und auf Pause schalte, lässt der 9i-92SA III über den Peacock mit seiner Impedanz von 50 Ohm nicht das geringste Rauschen vernehmen – egal ob im „High-“ oder „Low-Resistance-Mode“: Der Cen.Grand verfügt über einen vorbildlichen Fremdspannungsabstand. Momentan dient er als reiner Kopfhörerverstärker und bezieht sein Signal über den XLR-Eingang direkt von Chord Electronics DAVE.

Das Display zeigt an, dass der TOSLINK-Eingang gewählt wurde, der vierpolige XLR-Ausgang ein symmetrisches Signal ausgibt (BTL), die Lautstärke 29 Dezibel unter Maximumg beträgt, der Verstärker im „High-Resistance-Mode“ arbeitet und das Digitalfilter 2 aktiv ist
Das Display zeigt an, dass der TOSLINK-Eingang gewählt wurde, der vierpolige XLR-Ausgang ein symmetrisches Signal ausgibt (BTL), die Lautstärke 29 Dezibel unter Maximumg beträgt, der Verstärker im „High-Resistance-Mode“ arbeitet und das Digitalfilter 2 aktiv ist

Nutzt man hingegen die analogen Cinch-Eingänge, lassen sich zwar alle vier Betriebsarten für den vierpoligen XLR-Kopfhörerausgang wählen. Aber egal, ob man sich für „Normal“, „BTL“ oder „Active G“ entscheidet, der Kopfhörer bekommt immer nur das „Normal“-Signal. Die einzige Alternative ist hier „Paralle“. Das gilt für die Klinkenbuchse ebenso und wäre hier auch gar nicht anders möglich. Aber warum geben weder die XLR-Kopfhörerbuchse noch die XLR-Vorverstärker-Ausgänge ein symmetrisches Signal aus, wenn man die Cinch-Eingänge benutzt? Der 9i-92SA III symmetriert per Cinch angelieferte Signale nicht: Unsymmetrisch bleibt unsymmetrisch. Und daher empfiehlt Cen.Grand in der Bedienungsanleitung: „Wenn ein unsymmetrisches Signal (Cinch) eingespeist wird, sollten Sie den symmetrischen Ausgang des Geräts besser nicht an einen symmetrischen Verstärker anschließen.“ Da es in meiner Kette im Wohnzimmer – dem üblichen Umfeld für einen Test von Wandler/Kopfhörer/Vorverstärker-Kombination als Vorstufe – eine symmetrische und eine unsymmetrische Quelle gibt und XLR-Kabel die Verbindung zur Endstufe herstellen, werde ich darauf verzichten, die Fähigkeiten des Cen.Grand als Vorstufe auszuprobieren.

Der Cen.Grand bietet eine 6,35-Millimeter-Kopfhörer-Klinkenbuchse und einen vierpoligen XLR-Anschluss, an dem aber nicht immer ein symmetrisches Ausgangssignal anliegt
Der Cen.Grand bietet eine 6,35-Millimeter-Kopfhörer-Klinkenbuchse und einen vierpoligen XLR-Anschluss, an dem aber nicht immer ein symmetrisches Ausgangssignal anliegt


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