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Phonar Veritas p6.2 NEXT vs p6.2 Match Air – Teil 2

18.04.2023 // Dave Marras Grünwalds

Der Anschluss der mitgelieferten Kaltgerätekabel an die Lautsprecher ist schnell erledigt, und die Verbindung mit den Pairing Tasten an HUB und dem rückseitigen Panel der Lautsprecher gelingt unkompliziert. Nach einer kurzen Kanalüberprüfung, die mit der sehr hochwertigen und mit gefühlten tausend LEDs ausgestatteten Fernbedienung bestätigt wird, kann es an die Einrichtung des Systems mit der Google Home App für Android oder iOS gehen. Anschließend können die gewohnten Apps von Streaming-Diensten wie Qobuz, Spotify und Tidal genutzt werden um die beiden je 27 Kilogramm schweren Phonars via Chromecast oder Airplay anzusteuern.

Für einen ersten Klangvergleich darf zuerst die Steve Miller Band mit „Abracadabra“ ran. Die Remastered-Version von 2017 eignet sich perfekt, um die Stereodarstellung zu testen. Und hier steht die aktive Match Air ihrer passiven Schwester in nichts nach. Der Übergang vom rechten zum linken Speaker der Synthi- und Gitarrenparts und wieder zurück erfolgt nahtlos, das eingängige Bassriff geht nicht unter und das markante Keyboardthema steht im Vordergrund, ohne aufdringlich zu wirken.

Gut versteckt am Tieftöner befinden sich die Steckhalterungen für das Boxengitter
Gut versteckt am Tieftöner befinden sich die Steckhalterungen für das Boxengitter

Als nächstes ist eine meiner Lieblingsversionen von Led Zeppelins Meisterwerk „Stairway to Heaven“ an der Reihe: Die imposante Tribute-Version, live vorgetragen von Heart im Kennedy Memorial Center im Jahre 2012. Schon die ersten Klänge des wohl berühmtesten und meistgespielten Gitarrenriffs erfüllen den Raum. Ann Wilsons unnachahmliche Vocals rühren sogar Robert Plant zu Tränen und hier lässt sich sofort ein markanter Unterschied der beiden Phonar Boxen erkennen: Bei der Höhenwiedergabe und den von John Bohams Sohn Jason gespielten Drums sehe ich die Match Air mit Ihrem Drive leicht im Vorteil. In Sachen Bühnendarstellung, den mittenlastigen Gitarrenriffs und der Emotionalität bevorzuge ich hingegen die passive Next 6.2. Generell gefällt mir die Abstimmung der passiven Version extrem gut und ich probiere, ein wenig mit den Setups der aktiven Schwestern herum. Hier gefällt mir das Setup 5 mit dem leicht abfallenden Hochtonbereich ab zwei Kilohertz recht gut.

Für einen Vergleich mit meinem Referenz-Streamer Rivo von Volumio binde ich nun den kompakten italienischen Network-Player ins Google-Home-Netzwerk ein. Bei Eric Bibbs „New Home“ spielt der Rivo lebendiger als der Platin-Hub. Die Dynamik der Blues-Gitarre bewegt mich sofort zum Mittwippen und das Blues-Harp-Solo zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. Hier leistet der integrierte Streamer des HUB schon gute Arbeit, doch aufgrund des DSP-Plugins des Rivos lassen sich hier feinere Klangkorrekturen als allein mit den zehn verschiedenen Setups des Match Air Moduls erzielen.

Der Hansong-HUB ist die Schaltzentrale des WISA-Systems: Die hochwertige Fernbedienung zeigt mit zahlreichen LEDs die aktuellen Einstellungen auf
Der Hansong-HUB ist die Schaltzentrale des WISA-Systems: Die hochwertige Fernbedienung zeigt mit zahlreichen LEDs die aktuellen Einstellungen auf

In einem sehr aufschlussreichen Gespräch mit Karsten Grämkow werden mir die Feinsicherungen von AHP empfohlen, und die sind dank der exzellenten Organisation des Phonar-Teams innerhalb eines Werktages bei mir im Briefkasten. Schnell sind die Sicherungen nach ein wenig Fummelei an den DSP-Panels ausgetauscht und schon nach dem ersten Vergleich kann ich dieses preiswerte Tuning nur empfehlen. Sofort wird bei Slashs „Where do I begin? (Theme from Love Story)“, wo noch zuvor ein wenig Seele fehlte, der musikalische Vortrag emotionaler und die Match Air beginnt zu atmen. Die Gitarrenklänge des berühmten Zylinderträgers erfüllen den Raum und der Maestro erweckt mit seiner Les Paul jegliche Emotion – Gänsehautfeeling inkludiert. Besonders im unteren Mittenbereich ist die Klangveränderung klar und deutlich wahrzunehmen.


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