tests/23-05-17_dcs
 

dCS Vivaldi Master Clock, Upsampler und APEX DAC

17.05.2023 // Dirk Sommer

Das dCS-Trio aus Master Clock, Upsampler und APEX D/A-Wandler beeindruckt durch sein Äußeres, noch mehr aber durch die eigenständigen technischen Lösungen – und die Vielzahl der Möglichkeiten, subtil auf den Klang einzuwirken: Dither für's Clock-Signal? Welches Filter für PCM und DSD? Welches der drei Mappings? Mit oder ohne 10-Megahertz-Clock?

Kleiner Spoiler am Anfang: ich habe nicht jede mögliche Kombination gehört. Denn leider standen mir die dCS-Komponenten gerade einmal für zehn Tage zur Verfügung und davon einen ganzen Tag im Fotostudio. Dennoch glaube ich, herausgefunden zu haben, was diese Kombination zu etwas Besonderem macht. Als mich bei meiner ersten Begegnung mit dCS vor nun schon fast 22 Jahren Delius und Purcell ins Schwärmen gebracht haben, ging es mir übrigens ähnlich: Die die Zeit, die die Geräte in meinem Hörraum verbrachten, war selbst objektiv betrachtet viel zu kurz, um jede Einstellung auszuprobieren – rein subjektiv wäre mir wohl auch eine Verweildauer von über einem Jahr zu wenig erschienen…

Die Frontplatten der drei Vivaldi-Komponente ziert jeweils ein individuelle, schwungvolle Welle
Die Frontplatten der drei Vivaldi-Komponente ziert jeweils ein individuelle, schwungvolle Welle

Der Wandler hat den Beinamen APEX bekommen, als der proprietäre Ring DAC und auch die Ausgangsstufe des Wandlers komplett überarbeitet wurde. Der Ring DAC unterscheidet sich grundlegend von allen Ladder-DACs und Ein- oder Hochbit-Wandlern, egal ob diskret aufgebaut oder als Chip-Set realisiert. Nach der Evaluierung aller bekannten Wandler-Varianten stellte sich für die Entwickler von dCS die Frage, wie ein DAC aussehen würde, der Fehler im DAC selbst effektiv dekorreliert und die daraus resultierenden Verzerrungen beseitigt. Ergebnis dieser Überlegungen ist der Ring DAC, der in allen dCS-DACs steckt. Auf den ersten Blick sieht der Ring DAC aus wie ein Ladder DAC: Für jede Stromquelle gibt es ein Latch – laut Wikipedia ein zustandsgesteuertes Flipflop – und einen Widerstand. Diese Stromquellen werden in einen Summenbus eingespeist. Der Hauptunterschied zwischen dem Ring-DAC und Ladder-DACs besteht jedoch darin, dass der Ring-DAC Stromquellen mit gleichem Wert verwendet. Dies ist ein sogenannter „unitär gewichteter“ DAC-Aufbau.

Der DAC empfängt über den AES-Doppeleingang 3 und 4 ein auf DSD128 hochgerechnetes Signal. Der Pegel wird nicht abgeschwächt. Das Filter 1 ist aktiv, und der DAC extrahiert den Takt aus dem Audiosignal
Der DAC empfängt über den AES-Doppeleingang 3 und 4 ein auf DSD128 hochgerechnetes Signal. Der Pegel wird nicht abgeschwächt. Das Filter 1 ist aktiv, und der DAC extrahiert den Takt aus dem Audiosignal


  • Scansonic HD M15.2

    Scansonic HD gehört seit 2013 wie die wohlbekannte dänische Edelschmiede Raidho zur Firmengruppe Dantax. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass in die Lautsprecherlinien von Scansonic immer auch die in der Entwicklung der High-End Lautsprecher von Raidho gewonnenen Erkenntnisse einfließen. Der Bändchenhochtöner der M-Serie kommt folglich nicht von ungefähr. Trotzdem spricht Scansonics M-Serie eine eigene, starke und wie ich finde sehr moderne Designsprache. Für eine Serie, bei der eine besonders attraktive Preisgestaltung eine große Rolle…
    15.05.2026
  • Chord Company ChordMusic Kabel

    Ich hatte schon einiges über die Kabel der englischen Chord Company gehört, aber bisher noch nicht das Vergnügen, eines davon in meiner Anlage zu hören. Deshalb war meine Vorfreude ausgesprochen groß, als ich den Auftrag erhielt, XLR-Verbindungen und Lautsprecherkabel der Top-Linie mit dem Namen ChordMusic einem ausführlichen Test zu unterziehen. Die Chord-Produkte werden seit 2017 von DREI H in Deutschland und Österreich vertrieben. Da ich in Hamburg lebe und der Vertrieb ebenfalls in der Hansestadt…
    13.05.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – an approximation

    I reviewed Wilson Benesch's first turntable in 1996, and the second two years later. Getting hold of the third for a review shouldn't have been a big deal, I thought. But it was – for several reasons: It's a really big thing, weighing over 350 kilograms, and the accompanying white paper is 138 pages long. The fact that the Prime Meridian system, if I remember correctly, is the most expensive product ever tested by hifistatement.net…
    11.05.2026
  • Harbeth Super HL5plus XD2

    Der HL5 ist das älteste Modell von Harbeth und gehört nach wie vor zum aktuellen Sortiment. Seine Geschichte reicht fast 50 Jahre zurück und begann 1977, als H.D. Harwood, ein ehemaliger BBC-Ingenieur, als Erster Polypropylen für die Membranen der Treiber einsetzte. Übrigens steht „HL“ für die Vornamen von Harwood und seiner Frau Elisabeth. Vom HL5 zum Super HL5plus XD2 Die originalen HL-Monitor-Modelle, vom Mk 1 bis zum Mk 4, wurden zwischen 1977 und 1988 hergestellt.…
    08.05.2026
  • iFi iDSD Phantom

    Der iDSD Phantom vereint Streamer, DAC und Kopfhörerverstärker in bester iFi-Manier zu einem Alleskönner. iFi erreicht damit die höchstmögliche Ausbaustufe von stationärem HiFi. Abgerundet wird das Paket von einem aufwendigen Gehäuse und sowohl einer Transistor- als auch einer Röhren-Ausgangsstufe. Gerade im mobilen Bereich hat iFi in der Vergangenheit viele Geräte entwickelt, die einen Vergleich mit dem berühmten Schweizer Allzwecktaschenmesser nicht im Geringsten scheuen müssen. Mit dem Phantom hält die – nahezu – unbegrenzte Vielfalt an…
    05.05.2026
  • Pro-Ject Flatten it

    Das Thema thermische Behandlung von Festplatten, Kabeln oder Schallplatten wurde in Hifistatement mehrfach ausführlich behandelt. Heute geht es um den Flatten it Schallplatten-Bügler von Pro-Ject, der dank seines attraktiven Preises ein Angebot für jedermann sein könnte. Dirk Sommer hat an dieser Stelle seit Jahren immer wieder über Kältebehandlungen zur Klangverbesserung explizit bei der Firma CoolTech berichtet. Das liest sich überzeugend, ist aber mit ein wenig Aufwand verbunden, der selbst manch eingefleischtem Audio-Freak zu lästig erscheint.…
    28.04.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.