tests/23-08-25_transrotor
 

Transrotor TRA 9 – 12 Zoll

25.08.2023 // Dirk Sommer

Das habe ich jetzt davon: Als ich das mit seiner Ausgewogenheit und tonalen Stimmigkeit faszinierende Palo Santos teste, kam mir der elegante Transrotor-Arm aufgrund seiner effektiven Masse sehr gelegen. Die Klangbeschreibungen der Kombination war folglich vor gut zwei Wochen im Sumiko-Artikel lesen. Da wird mir hier wohl schnell der Stoff ausgehen.

Das ist prinzipiell kein Problem, denn es dürfte ja letztlich egal sein, ob ich Ihnen die klanglichen Meriten des perfekt harmonierenden Duos im Bericht über den Tonabnehmer oder an diese Stelle schildere. Andererseits sollte hier – zumindest ein wenig auch vom Umfang her – meine Wertschätzung für den langen TRA 9 deutlich werden. Denn die 12-Zoll-Version gefällt mir rein optisch und – Vorsicht: Spoiler – auch klanglich noch besser als die mit dem Statement in High Fidelity ausgezeichnete kurze Variante. Sich in eine ausufernde technische Beschreibung zu flüchten, ist auch keine Alternative, da ich Transrotor vor der Vorstellung des TRA 9 besuchte und mir Jochen und Dirk Räke sowie Lars Hornung, die den Arm entwickelten, die Liste ihrer Anforderungen und die daraus resultierenden technischen Lösungen ausführlich erläuterten – Informationen, die ich Ihnen damals natürlich nicht vorenthalten habe. Wer es genau wissen möchte, dem empfehle ich, den Artikel über den TRA 9 noch einmal anzuschauen.

Auf der exzentrischen Basis für den LaGrange wirkt der lange TRA 9 ausgesprochen elegant
Auf der exzentrischen Basis für den LaGrange wirkt der lange TRA 9 ausgesprochen elegant

Auf kurze Anmerkungen zur Technik will ich hier dennoch nicht verzichten: Beim Tonarmrohr soll die zweiteilige Konstruktion mit einem konisch zulaufenden, mit dem Lagerblock verbunden Teil für Resonanzfreiheit sorgen. Bei einer größeren Überlappung mit dem darin eingesteckten zweiten Rohr mit dem Headshell bedämpfen sich die Rohre dann gegenseitig. Das funktioniert natürlich nur bei sehr geringen Toleranzen der beiden Durchmesser, weswegen Transrotor auch das vordere Rohrstück aus dem Vollen herausarbeitet und bohrt. Zudem hat das kreative Trio mit seiner Erfahrung beim Bau von Plattenspielern für die beiden Rohre verschiedene Aluminium-Legierungen so kombiniert, dass Resonanzen minimiert werden. Um eine schnelle Schwingungsableitung zu erreichen, werden die beiden sich dank der geringen Toleranzen großflächig berührenden Rohre nicht verklebt, sondern nur durch drei Schrauben fixiert.

Nach dem Lösen der Sicherungsschraube oben lässt sich das Gegengewicht mit der Rändelschraube butterweich bewegen. Damit es sich immer nah am Drehpunkt des Arms befindet, können je nach Gewicht des Tonabnehmers und erforderlicher Auflagekraft Zusatzgewichte montiert werden, zur besseren Anschauung hier nur eines auf der linken Seite
Nach dem Lösen der Sicherungsschraube oben lässt sich das Gegengewicht mit der Rändelschraube butterweich bewegen. Damit es sich immer nah am Drehpunkt des Arms befindet, können je nach Gewicht des Tonabnehmers und erforderlicher Auflagekraft Zusatzgewichte montiert werden, zur besseren Anschauung hier nur eines auf der linken Seite


  • Oladra Presence

    Die Server und Streamer von Antipodes Audio sind kostspielig. Das ist nicht neu. Sie bieten für's Geld eine hervorragende Klangqualität. Das begann seinerzeit für mich mit dem EX, ging über die S-Serie zum K50 und schließlich sogar bis zum Oladra G4. Jetzt steht der brandneue Oladra Presence bei mir zum Test. Der Oladra Presence kostet enorme 58.000 Euro. Das ist für mich eigentlich Grund genug, mich nicht mit ihm zu befassen. Aber mein Interesse und…
    11.08.2026
  • MSB Technology Cascade DAC – aktuelle Version

    Die Bilder könnten zwar den Anschein erwecken, aber ich recycele hier nicht den Cascade-Test von vor zwei Jahren – auch wenn das bei den Temperaturen im Hörraum ein verlockender Gedanke wäre. Der aktuelle MSB-Wandler unterscheidet sich rein äußerlich nicht von dem, den ich Ihnen bereits vorgestellt habe, in Sachen Technik und Klang aber sehr wohl. Ich habe Jürgen Sachweh, den Inhaber des deutschen MSB-Vertriebs gefragt, was mein damaliges Testmodell von der neuen Version unterscheidet, und…
    04.08.2026
  • MSB Technology The Sentinel DAC

    Hier geht es um einen D/A-Wandler, der zum Aufwändigsten zählt, das in dieser Gerätegattung gebaut wurde – vergleichbar höchstens noch mit dCS' Varèse. Hören konnte ich das Ausnahmegerät zwar nicht in meinem Hörraum, allerdings in einer bereits etwas vertrauten Umgebung. Reicht das, um meine Eindrücke in der Rubrik Tests zu veröffentlichen? Üblicherweise finden Sie die Schilderung meiner in fremden Gefilden bei Firmenbesuchen gemachten Erfahrungen unter dem Menü-Punkt Feuilleton. Aber diesmal ging es nicht um eine…
    31.07.2026
  • SPL Crossover Mk2

    SPL ist nach meinen Informationen der einzige Audiogeräteproduzent, der überhaupt eine aktive Analogfrequenzweiche im Portfolio führt. Mit der Mk2 steht inzwischen eine Überarbeitung der Ur-Version in den Startlöchern. Höchste Zeit, sich dieses HiFi-Einhorns einmal anzunehmen. Der Funktionsumfang der zweiten Generation ist immens angewachsen. Während das Crossover erster Generation lediglich bei der optimalen Einbindung eines Subwoofers in die Stereokette helfen konnte, eröffnet die Mark 2 gänzlich neue Möglichkeiten. Statt der Trennfrequenzen von 50, 60, 70, 85,…
    28.07.2026
  • Matrix Audio mini-i Pro 4

    “Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit. Der Name Matrix Audio beruft sich eigentlich auf das gleichnamige mathematische Konzept, aber bei der Namensverwandtschaft zu dem stilprägenden Film kam ich…
    21.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 SSE – das Interview

    Während meines letzten Besuchs der Audio Group Denmark in Aalborg hatte ich am Tag nach der Präsentation der Børresen M8 und der Aavik M-880 Gelegenheit, mit dem Entwickler der T5 SSE über sein Produkt zu sprechen. Wenn Sie im ersten Teil technische Details vermisst haben sollten: Hier finden Sie sie in Hülle und Fülle. Dirk Sommer: Nun zu etwas ganz anderem, den T5. Was ist anders im Vergleich zum 05? Ich muss zugeben, dass ich…
    17.07.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.