tests/23-10-10_dagostino
 

Dan D’Agostino Progression Integrated

10.10.2023 // Roland Dietl

Der Progression Integrated ist nicht der erste Verstärker von Dan D´Agostino, mit dem wir uns bei Hifistatement beschäftigen, aber das erste Gerät aus der Progression Serie und gewissermaßen der „Einstieg“ in die Marke.

Wobei, „Einstiegsprodukt“ durchaus relativ zu verstehen ist. Denn wer sich mit Dan D’Agostino und seinen Verstärkern schon einmal beschäftigt hat, weiß, dass seine Devise seit jeher lautet: nicht kleckern, sondern klotzen! So ist auch der „kleine“ Progression Integrated mit einem Gewicht von satten 26 Kilogramm und nicht gerade zierlichen Abmessungen ein richtiger „Brocken“. Das gilt auch in finanzieller Hinsicht, bei der der eine oder andere von uns Schnappatmung bekommen dürfte. Doch Dan D’Agostino spielt nur in der Top-Liga und dort ganz oben.

Der Progression Integrated von vorne mit dem dominierenden Lautstärkeregler in der Mitte
Der Progression Integrated von vorne mit dem dominierenden Lautstärkeregler in der Mitte

Der gewaltige Materialaufwand, den Dan D'Agostino bei allen seinen Modellen betreibt, sollte aber nicht über sein großes Know-how hinwegtäuschen. Er ist ein Designer mit jahrzehntelanger Erfahrung und geradezu legendärem Ruf in der Entwicklung höchstwertiger High-End-Elektronik, auf den eine Vielzahl von Entwicklungen und Innovationen zurückgehen. Der Progression Integrated ist eine Kombination aus dem Progression-Vorverstärker und der Progression-Stereo-Endstufe in einem Gehäuse, das die typische D'Agostino-Ästhetik ausstrahlt. Das Gerät verfügt über ein äußerst solides Aluminiumgehäuse, wobei die in die Seiten integrierten Kühlkörper mit ihrem markanten, abgerundeten Profil ohne scharfe Kanten und ohne das berüchtigte Kühlkörperklingeln ein echtes Highlight sind. Auf der Vorderseite dominiert in der Mitte der mit einer Kupfereinlage versehene riesige Lautstärkeregler. Auf der linken Seite der Frontplatte finden wir eine Reihe von mit verschiedenfarbigen LEDs illuminierten Drucktasten für grundlegende Funktionen wie Eingangswahl, Standby und Stummschaltung. Auf der rechten Seite stechen die beiden hintergrundbeleuchteten Zeigerinstrumente ins Auge, die in ihrer Ausführung an Schweizer Uhrenzifferblätter erinnern.

Die mit LEDs in verschiedenen Farben illuminierten Eingangswahltasten
Die mit LEDs in verschiedenen Farben illuminierten Eingangswahltasten

Auf der Rückseite befinden sich alle Anschlussbuchsen. Standardmäßig verfügt der Progression über zwei unsymmetrische Line-Eingänge (Cinch) und drei symmetrische Line-Eingänge (XLR). Ein weiterer XLR-Eingang („Theater“) ist für die Verbindung mit einem Mehrkanal-Heimkinosystem vorgesehen und umgeht die Lautstärkeregelung. Der Progression Integrated arbeitet dann als Endverstärker für die Frontlautsprecher. Zusätzlich gibt es einen symmetrischen Vorverstärkerausgang (XLR), beispielsweise zur Ansteuerung eines aktiven Subwoofers. Auf der Rückseite befindet sich außerdem noch ein Kopfhörerausgang (Klinke 6,35 Millimeter). Sie möchten auch Schallplatten abspielen? Kein Problem, wenn Sie das optionale Phonostufen-Modul nachrüsten. Damit wird einer der Cinch-Eingänge in einen Phono-Eingang umgewandelt. Sie bevorzugen eher die digitale Wiedergabe? Auch kein Problem, wenn Sie das optionale Digitalmodul hinzufügen; damit erhalten Sie zusätzlich einen DAC sowie Netzwerk-Streaming-Funktionen. Und falls Sie sich wundern: Ja, es ist möglich, sowohl das Digital- als auch das Phono-Modul gleichzeitig einzubauen. Spätestens dann wird der Progression zur One-Box-Lösung. Der Verzicht auf zusätzliche externe Komponenten, Anschlüsse und Verstärkungsstufen reduziert nicht nur die Komplexität, sondern kann auch handfeste klangliche Vorteile haben.


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