tests/23-11-10_rose
 

Hifi Rose RSA 780

10.11.2023 // Bert Seidenstücker

Warum sich im Jahr 2023 noch mit einem Audio-CD-Laufwerk von dem HiFi-Spezialisten Hifi Rose beschäftigen? Es gibt doch Tidal, Qobuz und eine Menge anderer Streaming-Plattformen? Weil nicht nur ich es noch tue: CDs rippen für die eigene lokale Musikbibliothek. Im Schnitt einmal im Monat, manchmal aber auch sehr viel öfter wiederholt sich der Vorgang.

Ein Album mit gedrucktem Cover und Booklet, ist nun mal der Gegenentwurf zum körperlosen gestreamten Content. Und es ist die eigene Musik, die unabhängig von Internet jederzeit verfügbar ist. Dazu gesteht man den Künstlern mit dem Kauf eines physischen Tonträgers ein höheres Honorar für seine Kunst zu. Neben den klanglichen Aspekten, also genügend gute Gründe ganz old school Töne zu archivieren.

Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse ruht schwer auf der Oberfläche, das Markenlogo ist eingraviert und die Verarbeitung erstklassig
Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse ruht schwer auf der Oberfläche, das Markenlogo ist eingraviert und die Verarbeitung erstklassig

Nach dem Öffnen der Verpackung des RSA 780 war ich geneigt, den ausgewiesenen Verkaufspreis zu überprüfen. Ich hielt schon weitaus teurere Gadgets in der Hand, die nicht annähernd diese hochwertige Anmutung boten. Überaus akkurat in einem Stoffbeutel verpackt und sicher in einem Schaumstoff-Inlet versenkt tritt das Laufwerk die Reise von Südkorea nach Europa an. Einmal ausgepackt beeindruckt das matt silberne Kabinett aus Aluminium mit seinem für die Größe überraschend hohen Eigengewicht. Ursächlich hierfür ist der zur Unterdrückung von unerwünschten Schwingungen getriebene Materialeinsatz. Daneben ist das Laufwerk, so Hifi Rose, effektiv vom Gehäuse mechanisch isoliert.

Optisch ist der RSA 780 ein Klon des RSA 720 USB-Hub , den Dirk Sommer vor wenigen Wochen in seiner Anlage getestet hat. Eine umlaufende dunkel hinterlegte Nut lässt den oberen Teil des Gehäuses mit dem eingravierten Firmenlogo, schwebend erscheinen. Diese Vertiefung ist zugleich der Schlitz für das Slot-In-Laufwerk. Flankiert wird der Einzug von einer kleinen Öffnung für eine problemlösende Büroklammer, sollten digitale Unpässlichkeiten einen Zwangsauswurf des Tonträgers erfordern. Eine Funktion, die im Testzeitraum nicht geprüft werden konnte respektive musste. Auf der Rückseite befindet sich der kombinierte Daten- und Stromanschluss, ausgeführt als USB-B-Buchse. Die Verbindung ist galvanisch getrennt, das heißt mittels nicht leitfähiger Kopplungsglieder werden die elektrischen Leitungen aufgetrennt, um Störungen im Audiosignal auszuschließen, von Rose als USB-Isolator-Technologie bezeichnet. Einen weiteren Zugang für Energie gibt es nicht.

Der Rose RSA 780 kann auch als CD-Brenner eingesetzt werden Der Schieber schaltet die Funktion frei
Der Rose RSA 780 kann auch als CD-Brenner eingesetzt werden Der Schieber schaltet die Funktion frei


  • Keces Euphony

    Die taiwanesische Marke Keces ist inzwischen nicht allein wegen ihres Portfolios exzellenter Analog-Netzteile bekannt und angesehen. Für die neue Phonostufe und den neuen Switch aus der Essential Serie bekam Keces unlängst ebenfalls viel Applaus. Jetzt steht der brandneue Streaming-DAC Essential Euphony zum Test bereit. Als Dirk Sommer unlängst die Keces Phono-Stufe Ephono+ und den Ewave Switch beschrieb, gefielen mir diese Geräte auch wegen ihrer sinnvollen und beim Ewave sogar sehr fortschrittlichen Ausstattung, nämlich den zu-…
    30.06.2026
  • Aavik Acoustics R-588

    Keces' Vorverstärker S4 war der erste Anlass, mich mit einem DS-Audio-Tonabnehmer zu beschäftigen. Für den Erwerb eines W3 sprachen dann meine sehr positiven klanglichen Erfahrungen damit, aber auch die Tatsache, dass immer mehr hoch interessante Phonostufen einen dafür geeigneten Eingang aufweisen würden. Eine davon ist die Aavik R-588. Schon vor meinem Entschluss, meinen Tonabnehmerfundus um ein photoelektrisches Exemplar zu erweitern, hatten beispielsweise Kato san, Angus Leung und Michael Børresen angekündigt, dass in den in Entwicklung…
    26.06.2026
  • Qln Prestige Three Gen 2

    Mit Lautsprechern der schwedischen Marke Qln haben wir uns bei Hifistatement bisher noch nicht beschäftigt. Ein Versäumnis – wie sich gleich zeigen wird. Also kommen wir schleunigst zum Test der brandneuen QLN Prestige Three Gen 2, einem eleganten Standlautsprecher in klassischer Zwei-Wege-Bestückung mit ambitioniertem Anspruch. Die Ursprünge von Qln reichen bis ins Jahr 1977 zurück. Die fundamentale Zielsetzung der damaligen Gründer ist von Beginn an audiophiler Natur, nämlich einen Lautsprecher zu entwickeln, der die Klangbühne…
    23.06.2026
  • Vertere Ruby one

    Die Beschäftigung mit dem Vertere Xtrax vor beinahe anderthalb Jahren hatte richtig Spaß gemacht. Daher nahm ich das Angebot von Andreas Kayser, dem Inhaber des deutschen Vertere-Vertriebs Beat Audio, das neue Topmodell Ruby one zu testen, gerne an. Dafür habe ich sogar eine meiner selbstauferlegten Regeln für Tests gebrochen. Dazu später mehr. Vorrangig freute ich mich darauf, nach Monaten endlich mal wieder längere Zeit nur Schallplatten zu hören. Außerdem unterscheiden sich Xtrax und Ruby one…
    19.06.2026
  • Canor Foundation Line Virtus I4S und Verto D4S

    Die neue Vollverstärker und Digital/Analog-Wandler der Canor Foundation Line erfreuen nicht allein wegen ihrer eleganten Optik, sondern auch dank ihrer Preise. Die kostspieligeren Komponenten aus dem Hause Canor verwöhnten stets mit beeindruckender Musikalität und waren daran gemessen preiswert. Profitiert die Foundation Line von deren Genen? Auf der Canor Website findet man in der Beschreibung des Virtus-I4S-Vollverstärkers gleich als Überschrift den Hinweis, dass mit „modernsten, teilweise aus der Referenzserie adaptierten Technologien und Konzepten für ein überzeugendes…
    16.06.2026
  • Spendor A1.2

    Spendor hat seinen Klassiker A1 verfeinert. Der wichtigste technische Unterschied ist eine zusätzliche Verstrebung, die jetzt direkt hinter dem Tiefmitteltöner sitzt und über eine Sorbothane-Dämpfung mechanisch gekoppelt ist. Dadurch sollen störende Resonanzen reduziert werden. Wir haben uns die Evolutionsstufe A1.2 angehört. Einleitend möchte ich kurz auf meine persönliche Perspektive zu diesem Lautsprecher eingehen. Denn was um Himmels Willen interessiert einen Hochwirkungsgrad-Junkie eine kleine Regalbox mit bescheidenem Wirkungsgrad? Tatsächlich habe ich mir diesen Lautsprecher selbst für…
    02.06.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.