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Dan Clark Audio Noire X

03.01.2025 // Dirk Sommer

Lange Zeit war ich fest davon überzeugt, dass offene Kopfhörer geschlossenen prinzipiell überlegen sind. Erst der Dan Clark Audio Stealth hat diese Überzeugung erschüttert. Großen Anteil an dessen nahezu perfektem Klang dürfte das Acoustic-Metamaterial-Tuning-System haben. Das hat Dan Clark nun auch in den deutlich günstigeren Noire X integriert.

Dass ich den Klang meines Stealth nur als „nahezu perfekt“ beschreibe, liegt allein daran, dass dessen offene Variante, der Expanse, in einigen wenigen Teildisziplinen wie etwa der Größe der imaginären Bühne noch einen Tick mehr zu bieten hat. Das ändert aber nicht das Geringste daran, dass ich den Stealth in der Summe seiner Eigenschaften für meinen Anwendungszweck für das Non-Plus-Ultra halte. Und damit stehe ich nicht allein: Auch der renommierte Mastering-Ingenieur Christoph Stickel zieht den Stealth als Arbeitsgerät dem minimal mehr auf Genuss abgestimmten und bei weniger gelungen Aufnahmen eine Spur verzeihenderen Expanse vor.

Das platzsparende Transport-Case gehört mit zum Lieferumfang
Das platzsparende Transport-Case gehört mit zum Lieferumfang

Doch nun zum ungemein eleganten, neuen Noire X. Ihm spendierte Dan Clark Audio – oder kurz DCA – wie seinen beiden Top-Magnetostaten ein gestepptes Kopfband mit eingestickter Modellbezeichnung. Hier sind die Nähte und Buchstaben jedoch in derselben Farbe gehalten wie das Kopfband: Schwarz, der Noire macht seinem Namen alle Ehre. Erfreulicherweise unterscheidet sich auch die praktische Klappmechanik des Kopfbügels nicht von der der teureren Modelle, die es möglich macht, die Kopfhörer für den Transport platzsparend zusammenzufalten. Viel wichtiger ist aber, dass diese Konstruktion für einen sehr hohen Tragekomfort sorgt. Auch beim Noire verwendet DCA Aluminium, Carbon und Titan, um das Gewicht niedrig zu halten. Hier kommt allerdings noch Gorilla-Glas hinzu, mit dem die Rückseiten der Ohrmuscheln verschlossen sind. Insgesamt bringt der Noire X ohne Kabel 400 Gramm auf die Waage und damit knapp 20 Gramm weniger als der Stealth. Ohrpolster aus Alcantara sollen Wärme- und Feuchtigkeitsbildung verhindern und so lange entspannte Hörsitzungen garantieren.

Wie schon erwähnt kommt auch beim Noire X das zum Patent angemeldete Acoustic-Metamaterial-Tuning-System – oder kurz AMTS – zwischen der Membran und dem Ohr zum Einsatz. Es soll durch Diffusionskontrolle und Resonatoren den Frequenzgang glätten und formen, indem es die Amplituden der Frequenzgangspitzen und -senken vom Mitteltonbereich bis zu den höchsten Frequenzen verringert. Aufgabe der Diffusionselemente ist die Verhinderung der Ausbildung stehender Wellen. Der magnetostatische Schallwandler des Noire X ist eine Weiterentwicklung des Aeon-Treibers: Laut Hersteller ist er deutlich steifer, was zu einer höheren Serienkonstanz führe. Zudem würden dadurch auch Verzerrungen minimiert, der Frequenzgang noch weiter linearisiert und die Zuverlässigkeit verbessert. Eine weitere Reduzierung von Verzerrungen und eine Verbesserung der Tieftonwiedergabe bewirke zudem die von den Topmodellen übernommene V-Planar-Randaufhängung.


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