tests/25-07-15_silentpower
 

SilentPower OMNI USB

15.07.2025 // Roland Dietl

Das Stromnetz ist bekanntlich eine nicht zu unterschätzende Störquelle in unseren Audiosystemen, welche die Klangqualität erheblich beeinträchtigen kann. Der OMNI USB möchte diese vollständig eliminieren. Im Batterie-Modus ist der OMNI vollständig vom Stromnetz und von der Quelle isoliert, regeneriert das USB-Signal, versorgt unsere USB-Geräte mit stabiler, rauschfreier Spannung und unterbricht potenzielle Masseschleifen. Der kräftige 8.000-Milliamperestunden-Lithium-Ionen-Akku ermöglicht auch längere Hörsitzungen ohne auf das störungsanfällige Stromnetz angewiesen zu sein. Ein intelligentes Batteriemanagementsystem optimiert den Ladevorgang und hält den Ladezustand zwischen 20-80 Prozent, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern. Der OMNI USB verhält sich wie ein handelsübliches USB-Hub und benötigt keinen eigenen Treiber. Der Computer „sieht“ quasi durch den Hub hindurch direkt den daran angeschlossenen DAC. Das hat seine Vorteile, denn welche Digital-Formate und Sampling-Raten (einschließlich DSD) verarbeitet werden können, wird so durch den angeschlossenen DAC bestimmt. Für Setups, die optische oder koaxiale Verbindungen erfordern, verfügt der OMNI USB zusätzlich über eine Digital-zu-Digital-Konvertierung mit koaxialen und optischen S/PDIF Ausgängen. Mit den beiden voneinander unabhängigen Standard- und Hochspannungs-Koaxialausgängen können Benutzer die Signalverträglichkeit für jeden DAC optimieren.

Das Display zeigt, dass eine externe Clock den Takt vorgibt
Das Display zeigt, dass eine externe Clock den Takt vorgibt

Völlig ungewöhnlich für ein Gerät dieser Preisklasse ist der 10-Megahertz-Master-Takteingang für den Anschluss einer externen Master-Clock. Die umfangreiche Elektronik ist in ein solides Metall-Gehäuse verpackt. Auf der Vorderseite finden wir links ein kleines, aber scharfes TFT-Farbdisplay, das umfassend Auskunft gibt über die optische Verbindung SFP 10G/1,25G, die Taktung intern oder extern, die Verbindung zur NEXIS-Anwendung, den Akkuladestand, die Akkuladungsdauer und die aktiven und verbundenen USB-Anschlüsse. Je nachdem, ob der OMNI USB liegend oder stehend betrieben wird, dreht sich die Anzeige automatisch. Mit dem Drehregler in der Mitte können für jeden Pure Port USB-Anschluss zusätzlich Detailinformationen, wie Spannung, Strom, Leistung und Rauschen auf dem Display visualisiert werden. Mit einem kleinen Druckknopf kommen wir in die Menü-Einstellungen. Sobald wir uns dort befinden, können wir mit dem Drehknopf durch die Optionen scrollen und diese durch Drücken des Reglers auswählen.

Die rechte Hälfte der Vorderseite mit zusätzlichem USB-C Port
Die rechte Hälfte der Vorderseite mit zusätzlichem USB-C Port

Für den Hörtest wähle ich zum Einstieg ein Notebook, auf dem eine mit AudiophileOptimizer 3.0 optimierte Installation von Windows Server 2019 läuft und bei dem als Medienplayer JRiver 24 zum Einsatz kommt. Weitere Tuning-Maßnahmen gibt es nicht, außer dass ich das Notebook beim Musikhören grundsätzlich im Akku-Betrieb laufen lasse. An dieser Stelle gilt es eine Hürde zu überwinden. Das Notebook hat nur einen USB-A Port, der USB OptiLink nur einen USB-C Port. Ich benötige also ein Adapter-Kabel von USB-A auf USB-C, das glücklicherweise im Lieferumfang enthalten ist. Für den Hörtest muss es bei diesem Kabel bleiben, da ich kein anderes Adapter-Kabel zur Hand habe. Ich kann Ihnen deshalb auch nicht sagen, ob die Kabelwahl an dieser Stelle einen hörbaren Einfluss hat oder nicht. Hier hätte ich mir zusätzlich einen USB-B Port am OptiLink gewünscht, um bei der Kabelwahl flexibler zu sein. Eine weitere Besonderheit ist, dass der OptiLink seinen „Saft“ grundsätzlich aus der angeschlossenen Quelle über das USB-Kabel zieht. Für den Fall, dass die Quelle nicht genügend Strom liefern kann, muss man ein externes Netzteil an den OptiLink anschließen, das nicht im Lieferumfang enthalten ist. Mein Notebook liefert genügend Strom und die LED am OpiLink leuchtet grün.


  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers. Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb,…
    04.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
    24.02.2026
  • Takumi TT level 2.1DC

    Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern. Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten,…
    17.02.2026
  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026
  • Alluxity Int One mkII

    Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken. Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der…
    27.01.2026
  • Rega Mercury / Solis

    Hifistatement hatte die Möglichkeit, Regas brandneue, im November 2025 erschienene Vor-/Endstufenkombination Mercury/Solis umfassend zu testen. Die Vorstufe hat einen hochwertigen DAC an Bord, die Endstufe liefert circa 300 Watt Ausgangsleistung an vier Ohm Impedanz. Mit diesen Boliden liefert Rega sein Verstärkerstatement! Der Name Rega löst bei mir unmittelbar diverse positive Assoziationen hervor, bislang zugegeben allesamt in der rein analogen Welt der Plattenspieler und Tonabnehmer verortet. So besaß ich unter anderen bereits einen Planar 1 oder…
    20.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.