Was mir schon auf der Messe gefallen hat, ist die Möglichkeit, nicht nur die Ohrpolster auszutauschen, sondern auch das Kopfband. Etwas überraschend, aber aus Entwicklersicht alles andere als unklug: Kopfband und Ohrmuscheln werden über USB-C verbunden. Man sollte hier aber nicht davon ausgehen, dass diese Schnittstellen auch „USB“ sprechen, es wurde sich in der Entwicklung lediglich der breit verfügbaren Hardware bedient. Ein wirklich gewichtiges Kaufargument für den UX5000 ist meiner Meinung nach der leicht zugängliche, austauschbare 700-Milliamperestunden-Akku.

Die Bedienelemente sind auf der Außenseite der rechten Ohrmuschel untergebracht. Anstatt auf eine Touch-Oberfläche und Wischgesten zu setzen, ist zur Mediensteuerung ein kleiner Joystick verbaut. Ein langer Druck auf den Stick schaltet den Kopfhörer an und ab. Ein einfacher Klick fungiert als Play/Pause und zum Annehmen und Auflegen eines Anrufs. Ein Doppelklick lehnt einen Anruf ab oder öffnet den jeweiligen Sprach-, respektive KI-Assistenten des verbundenen Endgeräts. Ein Klick nach oben oder unten dient dem Regeln der Lautstärke, und ein Klick vor oder zurück eben genau dieser Aktion in der jeweiligen Playlist. Im Gegensatz zu einer Touch-Lösung sind so kaum Fehleingaben und vor allem die Bedienung mit Handschuhen möglich. Ein zweiter einfacher Knopf dient zum Umschalten zwischen dem Noise-Cancelling- und Ambient-, respektive Pass-Through-Modus.

Der Kopfhörer kann entweder über Bluetooth oder per mitgeliefertem 3,5-Millimeter-Klinkenkabel betrieben werden. Beide Modi benötigen allerdings einen geladenen Akku. Damit arbeitet der DSP des Qualcomm-Chips und auch Noise-Cancelling ist in beiden Betriebsmodi möglich, ich sehe aber nicht wirklich den Vorteil einer Kabelverbindung. Außer unter Umständen eine geringere Latenz für Echtzeitanwendungen wie beispielsweise Gaming. Eine eigene App bietet weitere Einstellungsmöglichkeiten. Auf Wunsch kann das Noise-Cancelling hier abgestellt werden. Ich würde mir wünschen, dass dies auch über den Schalter am Kopfhörer direkt möglich ist, zumal die App auf meinem – zugegeben mit Android 10 veralteten Smartphone – nicht lauffähig ist. Um den ANC-Modus testweise abzuschalten habe ich auf das Smartphone eines Freundes zurückgegriffen. Zusätzlich bietet die App einen 10-Band-Equalizer, Multipoint Verbindungen und Firmwareupdates sind hier ebenfalls möglich. Als Tonschaffender hätte ich mir – zumindest als Option – einen parametrischen Equalizer gewünscht. Zwar ist auch mit den Oktavbändern des 10-Bänders einiges möglich, eine wirklich gezielte Anpassung aber nicht uneingeschränkt.
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