tests/26-01-20_rega
 

Rega Mercury / Solis

20.01.2026 // Carsten Bussler

Hifistatement hatte die Möglichkeit, Regas brandneue, im November 2025 erschienene Vor-/Endstufenkombination Mercury/Solis umfassend zu testen. Die Vorstufe hat einen hochwertigen DAC an Bord, die Endstufe liefert circa 300 Watt Ausgangsleistung an vier Ohm Impedanz. Mit diesen Boliden liefert Rega sein Verstärkerstatement!

Der Name Rega löst bei mir unmittelbar diverse positive Assoziationen hervor, bislang zugegeben allesamt in der rein analogen Welt der Plattenspieler und Tonabnehmer verortet. So besaß ich unter anderen bereits einen Planar 1 oder auch einen Planar 8, wobei ich bei den Änderungen der Bezeichnungen über die Jahre nie ganz mitkam, ob es nun korrekt zum Beispiel P1, RP1 oder Planar 1 heißt. Jedenfalls bedürfen diese Dreher keiner weiteren Erläuterung und alle spielen in ihren jeweiligen Preisklassen immer ganz vorn mit. Umso erstaunter war ich, als Chefredakteur Dirk Sommer mich fragte, ob ich Interesse am Test einer neuen Rega Vor-/Endverstärkerkombination hätte. Regas Verstärker sind mir nicht besonders geläufig und bei den Briten rechnete ich auch nicht damit, dass sich Röhren in den Geräten befinden würden. Würde sich meine Begeisterung deshalb in Grenzen halten? I wo! Aber das hat ganz unterschiedliche Gründe, und einer davon liegt sogar außerhalb HiFi-technischer Aspekte.

Klares Design bei Rega: Mercury und Solis nehmen die Formgebung der Vollverstärker aus gleichem Hause auf. Für meinen Geschmack ist diese Kombination an Schlichtheit und Eleganz kaum zu übertreffen
Klares Design bei Rega: Mercury und Solis nehmen die Formgebung der Vollverstärker aus gleichem Hause auf. Für meinen Geschmack ist diese Kombination an Schlichtheit und Eleganz kaum zu übertreffen

Roy Gandy, Gründer und langjähriger Kopf von Rega Research, gründete das britische HiFi-Unternehmen Rega im Jahr 1973 und prägte die Marke über mehr als fünf Jahrzehnte als Ingenieur, Designer und Leiter der Firma. Er genießt in der Branche hohes Ansehen, so wurde er unter anderem mit dem „Outstanding Contribution Award“ bei den What Hi-Fi-Awards 2025 für sein Lebenswerk geehrt. Bereits im Oktober 2024 hat Gandy die Firma Rega nicht etwa an externe Investoren verkauft, sondern die volle Eigentümerschaft an einen Trust übertragen, von dem die Mitarbeitenden indirekt profitieren: 100 Prozent seiner Anteile an der Rega Research Ltd. wurden in einen Employee Ownership Trust (EOT) eingebracht, welcher das Unternehmen im Interesse aller Mitarbeitenden besitzt. Dadurch ist Rega offiziell ein mitarbeiterbeteiligtes Unternehmen geworden. Der Trust hält das Unternehmen für die Mitarbeitenden, die als „Begünstigte“ gelten (indirektes Eigentum), der tägliche Betrieb, die Firmenkultur und die Produktentwicklung sollen unverändert fortgeführt werden. Roy Gandy bleibt weiterhin Direktor und ist vor allem in Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb aktiv, also im operativen Geschäft, obwohl er seine Eigentumsanteile abgegeben hat. Die Mitarbeiter profitieren finanziell über Gewinnbeteiligungen, tragen aber kein unternehmerisches Risiko. Hand aufs Herz: Kennen Sie viele Personen in ihrem eigenen Umfeld, denen Sie so ein nobles Verhalten zutrauen würden?

Die Fernbedienung ist Pflicht, denn nur mit ihrer Hilfe erschließt sich der volle Funktionsumfang
Die Fernbedienung ist Pflicht, denn nur mit ihrer Hilfe erschließt sich der volle Funktionsumfang


  • Ayon Iris Signature Streamer

    Auf der High End Vienna haben Dirk Sommer und ich den Ayon Iris erstmals entdeckt – nun steht der außergewöhnliche Streaming-Player bei uns bereits zum Test. So frisch ist der Iris, dass selbst die Roon-Zertifizierung zum Testzeitpunkt noch läuft. Brandneu, doch der Iris kommt keineswegs aus dem Nichts: Wer die Entwicklung der digitalen Ayon-Komponenten verfolgt hat, erkennt eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema Streaming. Auch wir konnten diesen Weg begleiten – nach dem S3 und…
    01.09.2026
  • Sumiko Starling

    Mein letzter Test eines Tonabnehmersystems befasste sich mit dem Sumiko Oriole. Nun drehen sich für diesen Test meine Schallplatten unter dem Sumiko Starling, dem teuersten System aus der Sumiko Referenz Serie. Nachdem ich überaus positiv überrascht vom Test des Oriole war und dies Peter Laitenberger vom deutschen ATR Vertrieb mitteilte, empfahl mir dieser mir doch einmal das Sumiko Starling anzuhören. Gesagt, getan und bereits wenige Tage später kam das kleine Päckchen mit dem Starling zu…
    28.08.2026
  • Ayon Spark V

    Der Röhrenvollverstärker Spark ist mittlerweile seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil des Produktportfolios von Ayon. Preislich eher im Einstiegssegment der Österreicher und nominell unterhalb der Evolution-Serie angesiedelt, hat dieses Gerät aufgrund der eingesetzten russischen Triode 6C33 das Potenzial zum Hidden Champion. Spätestens seit meinem Test des Boliden Ayon Crossfire Evo maße ich mir an, ein Kenner der Marke Ayon zu sein, zumal mir diverse andere Geräte der Marke im Laufe der Jahre zu Gehör…
    25.08.2026
  • Eversolo T10

    Eversolos Streamer DMP-A10 beeindruckte mit seinem hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis und seiner prallen Ausstattungsfülle. Aber in meiner Kette im Wohnzimmer mit M-Scaler und HUGO 2 arbeitet er nur als reiner Datenlieferant. Kann das Eversolos neuer Streaming Transport T10 noch besser? Zumindest nach dem ersten Blick auf das rückseitige Anschlussfeld darf man das vermuten, denn dort befinden sich wie beim Eversolo DAC-Z10 zwei BNC-Anschlüsse für die Verbindung mit einer externen Clock, entweder mit einer Impedanz von 75 oder…
    21.08.2026
  • Dan Clark Audio Aeon Core

    Anfang letzten Jahres stellte ich den Dan Clark Audio Noire X vor, dessen Klangsignatur der meines absoluten Favoriten, dem Stealth, sehr nahe kommt – und das zu einem Viertel des Preises des Dan Clark Audio-Topmodells. Jetzt charakterisiert der kalifornische Kopfhörerspezialist den Aeon Core sehr ähnlich: „Flagship Performance. Breakthrough Price.“ Dazu, wie sich die Hierarchie zwischen Stealth, Noire X und Aeon Core darstellt, möchte ich später kommen, denn bei seiner Arbeit für den Aeon Core ging…
    14.08.2026
  • Oladra Presence

    Die Server und Streamer von Antipodes Audio sind kostspielig. Das ist nicht neu. Sie bieten für's Geld eine hervorragende Klangqualität. Das begann seinerzeit für mich mit dem EX, ging über die S-Serie zum K50 und schließlich sogar bis zum Oladra G4. Jetzt steht der brandneue Oladra Presence bei mir zum Test. Der Oladra Presence kostet enorme 58.000 Euro. Das ist für mich eigentlich Grund genug, mich nicht mit ihm zu befassen. Aber mein Interesse und…
    11.08.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.