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Rega Mercury / Solis

20.01.2026 // Carsten Bussler

Zurück zu unseren Probanden. Sowohl der Vorverstärker Mercury als auch der Endverstärker Solis kosten jeweils 8450 Euro. Preislich und optisch bilden die beiden Geräte also eine Einheit und ich will nicht verhehlen, dass ich das Design dieser Kombination einfach umwerfend schön finde. Aufeinandergestapelt wie auf unserem Foto bringen die Geräte knapp 40 Kilogramm auf die Waage, da braucht es schon ein stabiles Rack, gleichwohl ich beiden für meine Hörtests jeweils eine eigene Ebene spendiert habe. Haptisch sind die Verstärker schlichtweg perfekt, die Fertigungsqualität ist superb, die Spaltmaße sind durchgehend konstant, es gibt keine scharfen Kanten an den Kühlrippen der Endstufe und selbst die Gehäuseecken sind handschmeichlerisch gerundet.

Das leuchtende Rega Logo indiziert den Betrieb des Geräts, das hochauflösende Display des Vorverstärkers informiert über alle Betriebszustände
Das leuchtende Rega Logo indiziert den Betrieb des Geräts, das hochauflösende Display des Vorverstärkers informiert über alle Betriebszustände

Der Vorverstärker Mercury verfügt über einen hochwertigen DAC, allerdings bin ich nicht die richtige Person, dieser Digitalsektion auf den klanglichen Zahn zu fühlen; wer mich kennt, weiß, dass ich es nicht so sehr mit der Digitalis in Sachen HiFi habe. Kurz und knapp die technischen Details: Der USB-Eingang ist galvanisch getrennt, um Störungen und Jitter zu reduzieren, die Abtastraten liegen zwischen 44,1 und 192 Kilohertz (USB) respektive zwischen 32 und 192 Kilohertz (koaxial/optisch). Alle üblichen Hi-Res-Dateien, inklusive hochauflösender PCM-Signale und DSD64, können also direkt über den Vorverstärker verarbeitet werden, ohne dass ein externer DAC nötig wäre. Der Mercury verwendet zwei parallel geschaltete Wolfson-DACs zur Verbesserung der Rauschabstände und zur Minimierung von Verzerrungen. Lediglich für ambitionierte Nutzer, die zum Beispiel DSD128, DSD256, MQA oder Sampleraten über 192 Kilohertzbenötigen, wäre ein externer High-End-DAC sinnvoll beziehungsweise notwendig.

Die Endstufe Solis lässt sich sowohl über Cinch-Kabel als auch über symmetrische XLR-Verbinder ansteuern. Die Lautsprecherbuchsen nehmen alle gängigen Anschlüsse auf
Die Endstufe Solis lässt sich sowohl über Cinch-Kabel als auch über symmetrische XLR-Verbinder ansteuern. Die Lautsprecherbuchsen nehmen alle gängigen Anschlüsse auf

Was mich zunächst etwas enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass der Mercury keine Phonosektion mit an Bord hat. Und dass bei den Analog-Experten von Rega! Allerdings wäre es durchaus eine Herausforderung, diese störungsfrei in ein- und demselben Gehäuse zusammen mit dem DAC unterzubringen. Insofern ist dieser Verzicht konsequent und begrüßenswert. Das im Farbton angenehme und hochauflösende Display informiert den Bediener über alle wesentlichen Funktionen und Betriebszustände, die eigentliche Bedienung des Vorverstärkers erfolgt per solider Fernbedienung, die in Sachen Übersicht und Bedienkomfort keine Wünsche oder Fragen offenlässt.

Die Endstufe Solis ist quasi in Doppel-Monobauweise designt. Auffällig sind die beiden feisten Ringkerntrafos, die einen Großteil des Gesamtgewichts ausmachen
Die Endstufe Solis ist quasi in Doppel-Monobauweise designt. Auffällig sind die beiden feisten Ringkerntrafos, die einen Großteil des Gesamtgewichts ausmachen


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