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Sumiko Oriole

24.04.2026 // Klaus Schrätz

Das dritte Stück „Natty Stick“ ist auf dem Album Slow Motion verewigt und stammt vom Steel-Drum-Spieler Andy Narell. Die Steel Drums klingen so akzentuiert wie es besser nicht sein kann, mit viel Luft um die einzelnen Töne herum und nie nervig. Der Bass und die Snare Drum werden knackig und wuchtig wiedergegeben. Die Percussionsinstrumente setzen klare Akzente und die Gitarre von Steve Erquiaga ist ebenso wie alle anderen Instrumente klar ortbar. Beim Stück „Have you ever seen the Rain“ vom 1983 erschienenen Album Faster Than The Speed Of Night von Bonnie Tyler erklingt die Stimme von Bonnie neutral und präzise aus den Schallwandlern, wirkt aber zu keiner Zeit aggressiv. Auch die verwendeten Instrumente werden mit Nachdruck im Hörraum abgebildet und lassen es nicht an Präzision fehlen. Die Wiedergabe ist mit einer ausgezeichneten Auflösung über den gesamten Frequenzbereich versehen und bietet eine echt wirkende Räumlichkeit. Auf der virtuellen Bühne wird die Stimme Bonnies sehr gut von den instrumentalen Anteilen getrennt, ohne dass die Wirkung des Liedes als homogenes Ganzes negativ beeinträchtigt wird. Als nächstes legte ich die RCA-Victor-Produktion von Jacques Offenbachs Gaité Parisienne, gespielt vom Boston Pops Orchestra unter Arthur Fiedler. Dass bei dieser Einspielung keine Wünsche hinsichtlich Dynamik und Räumlichkeit offen bleiben, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Gleich bei den ersten Takten spürt man die Wucht des Orchesters geradezu körperlich. Die Luftigkeit der gesamten Komposition wird vom Oriole unverfälscht wiedergegeben, die Flöten spielen munter auf, die Höhenwiedergabe ist exzellent, ohne jemals nervig oder überspitzt zu wirken. Nun wechselte ich doch das Tonabnehmersystem und installierte wieder das Benz Glider, um noch einmal den Unterschieden der beiden Systeme nachzuspüren. Ich empfinde beide Systeme klanglich als gleichermaßen ausgewogen, das Oriole hat klare Vorteile in der Höhenwiedergabe und Luftigkeit. Die Auflösung ist ebenfalls etwas besser und somit auch die räumliche Wiedergabe. Kleine Abstriche muss man bei der Basswiedergabe machen. Die Wiedergabe ist zwar knackig und gut akzentuiert, allerdings geht das Benz noch etwas tiefer hinunter in den Basskeller.

STATEMENT

Wer ein bezahlbares Tonabnehmersystem der Oberklasse sucht, der ist mit dem Oriole von Sumiko bestens bedient. Zum guten Preis von 1700 Euro bekommt man ein sehr ausgewogenes System, das viel Spaß bereitet, egal aus welchem Genre man die Musik genießen möchte.
Gehört mit
Plattenspieler Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager
Tonarm Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern
Tonabnehmer Benz Micro Glider
Phonostufe Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil
Vorverstärker VTL TL 6.5 II
Endstufen QUAD II
Lautsprecher Consensus Audio Lightning
Kabel Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord
Zubehör Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G
Herstellerangaben
Sumiko Oriole
Ausgangsspannung 0,21mV
Verstärkeranschluss Phono MC
Nadelträger hohl, gehärtetes Aluminium
Nadelnachgiebigkeit, lateral 12µm/mN
Empf. Tonarm-Typ mittelschwer
Abtastdiamant Nude Shibata (6,5µm x 40µm)
Empf. Auflagekraft 20mN (2,0g)
Impedanz 5,5 Ohm
Empf. Abschlusswiderstand > 60 Ohm
Frequenzgang 12 - 45.000Hz
Kanalseparation 30dB bei 1kHz
Gewicht 7,3g
Preis 1.700 Euro

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de


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