
Auch die Anschlussvielfalt geht völlig in Ordnung. Vier Hochpegeleingänge via Cinch stehen bereit, hinzu kommt ein HT-Bypass-Eingang zur Nutzung als reine Endstufe. Lautsprecherausgänge für vier und acht Ohm sind ebenfalls vorhanden. Im Zweifel ist der Acht-Ohm-Anschluss vorzuziehen. Lautsprecherseitig kommt alles ab circa 88 Dezibel Wirkungsgrad in Frage, bitte möglichst ohne Sauereien im Impedanzverlauf. Natürlich verfügt die Push-Pull-Schaltung über einen vernünftigen Dämpfungsfaktor, aber gerade bei Röhrenverstärkern gilt: je leichter die Last, desto besser der Klang.
Für den Hörtest habe ich mir oft gehörte „Lieblinge“ aus dem Plattenregal gezogen, die mir als Einstieg oft als eine Art Standard dienen, zum Beispiel Automatic for the People von R.E.M. (Warner Bros. Records, 1992). „Man on the Moon“, „Everybody Hurts“ und „Nightswimming“ klangen lebendig und sehr druckvoll. Im Class-AB-Modus gewann der Tiefton etwas mehr Punch, im von mir favorisierten Class-A-Modus hingegen wurde der Tiefton auf eine federnde Art spielerischer und Stimmen wurden merklich plastischer und natürlicher wiedergegeben. Trotz gegenüber dem AB-Betrieb reduzierter Leistung brach die großartige Dynamik rein subjektiv kein bisschen ein. Das ist jedoch gewiss ein Effekt, der grundsätzlich sehr stark vom angeschlossenen Lautsprecher abhängen dürfte. Faustregel: Leicht zu treibende Lasten mit hohem Wirkungsgrad wie zum Beispiel stramm aufgehängte Breitbänder oder kleine Zweigwegsysteme mit wenig komplexem Filternetzwerk dürften eher vom Class-A-Modus profitieren, schwierigere Kandidaten mit geringerem Wirkungsgrad und dem Erfordernis eines höheren Dämpfungsfaktors eher vom Class-AB-Modus. Einfach ausprobieren!

Im Weiteren hörte ich zunächst wieder via Class A. Eine meiner Lieblingsplatten aus den 1980er-Jahren ist The Queen Is Dead von The Smiths (Rough Trade Records/Sire Record, 1986). Dieser Meilenstein des Indie-Rock begeistert mich mit Klassikern wie „Bigmouth Strikes Again“ oder „Some Girls Are Bigger Than Others“. Morrisseys charakteristische Stimme war feindynamisch und in Sachen Klangfarben einfach umwerfend. Insgesamt schien der Galion ein wenig „aus der Mitte heraus“ zu spielen, ohne Hoch- und Tiefton zu vernachlässigen. Vielmehr wirkte die gesamte Darstellung wie aus einem Guss und hochmusikalisch. Der TS34 ist kein Analytiker, sondern eher ein Schöngeist. Aber wenn ich es wollte, konnte ich in die Musik „hineinhören“ und ohne Probleme bestimmten Instrumenten oder feinen Untermelodien folgen, ein „Integrierter“ im besten Sinne also.
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