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Matrix Audio mini-i Pro 4

21.07.2026 // Finn Corvin Gallowsky

2014 war mit dem X-sabre der erste Matrix DAC noch eher als Exot bei Hifistatement im Test. Zu diesem Zeitpunkt war ich selbst noch nicht sonderlich tief in der HiFi-Materie. Im Jahr 2018 sah das bereits ganz anders aus, und Matrix Audio war mir seitdem sehr wohl ein Begriff. Fast zehn Jahre später, im Jahre 2026, erlebe ich mit dem mini-i Pro 4 meinen ersten unmittelbaren Markenkontakt in einem beeindruckend hohen Entwicklungsstadium. Matrix hat inzwischen ein eigenes Ökosystem geschaffen. Im Mittelpunkt steht ihre Streamer-Betriebssystem MA Player und die MA Remote App. Warum mich das so begeistert, wird die Inbetriebnahme des Streamers darlegen. Doch zunächst ein paar Eigenschaften des Geräts: Mit dem i-mini Pro 4 schnürt Matrix ein All-in-One-Paket bestehend aus Streamer und DAC mit Preamp. Der Streamer spricht AirPlay 2, DLNA/UPnP, Qobuz Connect, TIDAL Connect, Spotify Connect, ist RoonReady und beherrscht mittels der MA Remote App unter anderem vTuner, Radio Paradise, HIRESAUDIO. Außerdem kann er von lokalen Datenträgern bis 768 Kilohertz PCM-Material und vierfach DSD spielen. Als Rechenzentrale dient ein ARM Cortex-A55 Quad-Core. Der aktuelle Flaggschiff-Zweikanal-Wandler ES9039Q2M von ESS Technology soll ein SNR von 121 Dezibel am unsymmetrischen Ausgang liefern.

Der mini-i Pro 4 bietet sämtliche gängigen Digitaleingänge. Die Typ-C-Schnittstelle kann für den Anschluss eines Datenträgers genutzt werden. Die HDMI-Buchse dient der Einbindung eines ARC und ist nicht für I²S ausgelegt
Der mini-i Pro 4 bietet sämtliche gängigen Digitaleingänge. Die Typ-C-Schnittstelle kann für den Anschluss eines Datenträgers genutzt werden. Die HDMI-Buchse dient der Einbindung eines ARC und ist nicht für I²S ausgelegt

Die Integration von i-mini und App funktioniert einfach großartig. Kaum ist der i-mini per LAN in mein Netzwerk eingebunden, wird er automatisch in der MA Remote App auf meinem Smartphone gefunden und kann von dort vollständig gesteuert und konfiguriert werden. Eine Verbindung ins WLAN ist auf Wunsch direkt über das Display des i-mini konfigurierbar. Die Fernbedienung des Geräts kann ich eigentlich gleich wieder einpacken. Die App bietet eine wunderbar responsive Software-Fernbedienung, die sich über ein kleines Icon des Wiedergabebildschirms öffnen lässt. Ein Drehen des Lautstärkeregler unterstützt der Vibrationsmotor des Smartphones mit haptischem Feedback. Es lässt sich wählen, welche Eingänge als Schnellzugriff vorliegen sollen. Über das kleine Filter-Icon lassen sich die Digitalfilter des Wandlerchips wählen. ESS-Kennern nicht neu: Je nach Filter verändern sich Nuancen bezüglich Timbre, Auflösung, Layering und Tiefenstaffelung. Ich bleibe beim Linear Phase Fast Roll-Off, da dies für mich ein persönliches Standardfilter geworden ist, wenn ich mit ESS-Wandlern arbeite. Sämtliche andere Einstellungen wie Displayhelligkeit oder Auto Sleep Mode lassen sich ebenfalls aus der App tätigen. Und falls man mal gar nicht weiterwissen sollte, lässt sich direkt in der App die passende Bedienungsanleitung abrufen. Außerdem finden sich direkte Verknüpfung zu Youtube-Tutorials über verschiedenen Themen rund um den Betrieb des Streamer/DACs, die ebenfalls direkt in der App angeschaut werden können.

Eine Übersicht über verschiedene Menüs der App. Besonders die Softwarefernbedienung hat mich begeistert
Eine Übersicht über verschiedene Menüs der App. Besonders die Softwarefernbedienung hat mich begeistert

Natürlich bieten auch viele andere Hersteller Apps für ihre Geräte und ich habe die letzten Jahre nicht hinter dem Mond gelebt, trotzdem weiß mich die Matrix Remote App zu begeistern. Sie bietet genau den Funktionsumfang, den es braucht, ohne überladen oder unübersichtlich zu sein. Sie ist intuitiv, schick, schnell und stabil. Egal, ob ich meine externe Musikdatenbank von einer Festplatte einlesen lasse oder meinen Qobuz-Account mit der MA Remote App verknüpfe, ich nutze die App einfach gerne und nicht, weil ich sie notgedrungen nutzen muss. Zugegeben, ginge es mir rein um die Nutzung von Qobuz, wäre der Umweg über die Matrix App gar nicht notwendig, denn sogar die Lautstärke des mini-i lässt sich direkt aus der Qobuz-App steuern. Außerdem fühle ich mich in der Qobuz-App doch noch mehr zu Hause als in der MA Remote App. Nutzer, die eine noch vollständigere Verknüpfung von Streamingdiensten und lokaler Musik wünschen, nutzen möglicherweise wie ich ohnehin Roon. Auch aus Roon ist die zuverlässige Steuerung der Lautstärke des Matrix möglich. Wenn ich Musik abspielen möchte, der i-mini aber gerade im Standby ist, kann Roon das Gerät sogar aufwecken.

Es ist schön, dass trotz der überzeugenden Fernsteuerungsmöglichkeit per App eine hochwertige Fernbedienung zum Lieferumfang gehört
Es ist schön, dass trotz der überzeugenden Fernsteuerungsmöglichkeit per App eine hochwertige Fernbedienung zum Lieferumfang gehört


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