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SPL Crossover Mk2

28.07.2026 // Finn Corvin Gallowsky

Grundlegend können jeweils sechs vordefinierte Trennfrequenzen in drei verschiedenen Frequenzbereichen zwischen 50 und 3.600 Hertz gewählt werden
Grundlegend können jeweils sechs vordefinierte Trennfrequenzen in drei verschiedenen Frequenzbereichen zwischen 50 und 3.600 Hertz gewählt werden

Lassen Sie uns doch zunächst einmal beim Subwoofer-Betrieb einsteigen. Die erste Generation des Crossovers beherrschte ausschließlich diese Betriebsart und die Mk2 bietet ebenfalls die notwendigen tiefen Trennfrequenzen. Warum ist eine analoge Weiche für einen Subwoofer überhaupt notwendig? Die meisten Subwoofer bieten doch bereits eine interne Frequenzweiche. Klingt doch erstmal ausreichend. Eine sinnvolle Ankopplung an die Hauptstereo-Lautsprecher ist so allerdings nur unterhalb ihrer Grenzfrequenz möglich. Um zu verstehen, warum das nicht immer hilft, ist ein kurzer Ausflug in die Raumakustik notwendig. Wie sie wissen, werden besonders kleine Räume im Bassbereich von Raummoden, also starken lokalen Überhöhungen und Auslöschungen, dominiert. Oberhalb der sogenannten Schröderfrequenz (je nach Raum ungefähr um 300 Hertz) spielen Raummoden dann keine relevante Rolle mehr. Oft ist es ein echtes Kunststück, seine Lautsprecher ideal aufzustellen, so dass möglichst keine Raummoden im Bassbereich angeregt werden und andererseits alle anderen Aufstellungskriterien erfüllt sind. So kommt man oft nicht umhin, eine Raummode in Kauf zu nehmen. Theoretisch könnte man dem mit einem oder mehreren Subwoofern begegnen, indem man sie an einem weniger Moden-kritischen Ort aufstellt. Dies geht aber nur, wenn die eigenen Lautsprecher nicht tief genug spielen, um kritische Raummoden nicht bereits selbst anzuregen. Und genau das macht eine wirklich gelungene Einbindung eines Subwoofers schon deutlich komplexer als gedacht. Man kommt folglich für ein Idealszenario, also nicht nur eine Basserweiterung unterhalb der Grenzfrequenz seiner Lautsprecher, sondern das systematische Einsetzen eines Subwoofers zur „Problembeseitigung“ oft nicht umhin, den Frequenzgang der Hauptlautsprecher nach unten hin zu begrenzen. Et voilà, genau an dieser Stelle ist eine Frequenzweiche, die sowohl Subwoofer- als aus Hauptsystem beeinflusst, unabdingbar. Auftritt: Crossover Mk2. Ihre Daseinsberechtigung für den Subwooferbetrieb wäre somit geklärt.

Die Auswahl der Trennfrequenz erfolgt für Tief- und Hochpass getrennt voneinander. Es ist eine Flankensteilheit von zwölf oder 24 Dezibel pro Oktave wählbar
Die Auswahl der Trennfrequenz erfolgt für Tief- und Hochpass getrennt voneinander. Es ist eine Flankensteilheit von zwölf oder 24 Dezibel pro Oktave wählbar

Ist sie aber auch einer passiven Frequenzweiche eines Lautsprechers überlegen? Diese Frage sollte, so denke ich, differenziert beantwortet werden. Betrachten wir zunächst kurz die Konzeption einer passiven Weiche. Je höher die Flankensteilheit eines Hoch- oder Tiefpasses ausfallen soll, desto höher wird der Bauteilaufwand. Für ein Filter erster Ordnung mit einer elektronischen Flankensteilheit von sechs Dezibel genügt vor dem Hochtöner ein Kondensator und vor dem Tiefmitteltöner eine Spule. Je nachdem, wo man durch Auswahl der Bauteilwerte die Grenzfrequenz des Filters setzt, kann das Filter, da es elektrisch mit der Impedanz des Chassis gemeinsam agiert, zu Flanken führen, die nicht perfekt mit sechs Dezibel pro Oktave abfallen. Für ein Filter zweiter Ordnung bei zwölf Dezibel Flankensteilheit ist dann für den Hochtonzweig zusätzlich eine Spule notwendig, für den Tiefmitteltöner wird ein zusätzlicher Kondensator benötigt. Ein Filter vierter Ordnung mit 24 Dezibel Flankensteilheit benötigt dann bereits die doppelte Anzahl der Bauteile eines Filters zweiter Ordnung. Letztendlich ist ein Filter vierter Ordnung nichts anderes als zwei kaskadierte Filter zweiter Ordnung. Generell kann man mit besonders geschickter Bauteilauswahl bereits Problembereiche der Treiber minimieren, indem man die Filter innerhalb ihres Durchlassbereichs nicht vollständig linear gestaltet. Auch ein Optimieren des Flankenverlaufs ist möglich, indem man die Flanke zwar elektrisch nicht linear gestaltet, die akustische Flanke dann in Kombination mit den elektrischen Werten des Chassis jedoch wieder näher an einer ideal verlaufenden Flanke liegt. Oft werden zusätzlich Saug- oder Sperrkreise eingesetzt, die gezielt bestimmte Frequenzbereiche linearisieren. Diese gezielte Abstimmung ist mit SPLs Aktivweiche nicht ohne zusätzliche Geräte möglich. Sie erzeugt immer eine elektrisch sehr genaue Flanke.

Egal, welcher der Eingänge genutzt wird, das gefilterte Signal liegt sowohl an den symmetrischen als auch unsymmetrischen Ausgängen an
Egal, welcher der Eingänge genutzt wird, das gefilterte Signal liegt sowohl an den symmetrischen als auch unsymmetrischen Ausgängen an


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