Für meine 70 Kilogramm schweren Consensus Conspiracy Speaker hat mir der Vertrieb folgerichtig die GAIA Neo I zugeschickt. In den zwei schicken vierer-Boxen befinden sich neben den Isolatoren Gewindeadapter mit den Maßen M12-1,25, M8-1,25 und ¼‘‘-20. Außerdem sind vier sogenannte Compression Washer dabei. Das sind flache Druckscheiben, die für eine optimale Anbindung der Isolatoren an den Boden des Lautsprechers sorgen, wenn die eingelassenen O-Ringe nicht den nötigen Kontakt haben, weil sie im Durchmesser zu groß sind. Dann gibt es vier Untersetzer aus Kunststoff, die man nach dem Anbringen unter die IsoAcoustics setzt, um die Lautsprecher auf dem Teppichboden leichter in ihre richtige Position zu schieben. Auch für den Fall, dass sie auf dem glatten Boden stehen, ist mit vier Filzpads Vorsorge getroffen. Die können bei Bedarf auf die Unterseite der Kunststoffuntersetzer geklebt werden. So können die Lautsprecher positioniert werden, ohne den Boden zu beschädigen. „Aber Vorsicht, die Filzpads dürfen auf keinen Fall unter die Füße geklebt werden, sonst können sich die an der Unterseite leicht konkav geformten Isolatoren nicht wie gewünscht sanft am Boden festsaugen, um ein Verrutschen der Lautsprecher zu verhindern “, warnt Jan Sieveking.

Die Montage der Isolatoren ist dank der präzisen – englischsprachigen – Anleitung ein Kinderspiel. Zuerst wird der Adapterstift mit dem passenden Gewinde an der Unterseite des Lautsprechers befestigt. Darauf werden anschließend die GAIA-Füße geschraubt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Logo nach vorn oder nach hinten zeigt. Warum, das erkläre ich später. Damit die Lautsprecher korrekt ausgerichtet werden können, hat sich Dave Morisson bei den GAIA Neos etwas Neues einfallen lassen. Der mechanische Aufbau ist ein wenig verändert worden und es gibt einen zusätzlichen Drehring für die Höhenverstellung um bis zu 8,5 Millimeter, mit dem der Stand ganz geschmeidig und genau eingestellt werden kann. Die gesamte Prozedur des Anbauens und Ausrichtens dauert keine 15 Minuten.
Von den technischen Veränderungen bei den GAIA Neo-Isolatoren gegenüber den GAIA-Vormodell habe ich bereits gesprochen. Über viele Jahre galt das feste Ankoppeln von Lautsprechern mit Spikes als optimale Lösung, bei der diese die Schwingungen, die die Chassis über das Gehäuse transportieren, in den Boden ableiten. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass ein Teil der Energie vom Boden über die mechanische Verbindung wieder zurückgeleitet wird. Das Ergebnis: Es können Details bei der Musikwiedergabe überdeckt, die Präzision des Basses sowie das Klangbild beeinträchtigt werden. Dave Morris hat bei seinen Untersuchungen herausgefunden, dass das Beherrschen dieser internen Reflexionen entscheidend für den Erhalt von Klarheit, Präzision und räumlicher Musik ist.
Da sich die Membranen von Lautsprechern in der Regel vorwärts und rückwärts bewegen sind die IsoAcoustic-Füße so konstruiert, dass sie entlang dieser Achse eine kontrollierte Nachgiebigkeit zulassen und zugleich überflüssige Bewegungen in andere Richtungen verhindern. „IsoAcoustics Isolatoren kombinieren eine harte Ankopplung, die nur lateral wirkt und das Schwingen der Membran von vorne nach hinten und umgekehrt bedämpft“, sagt Jan Sieveking. Aus diesem Grund ist auch die Ausrichtung der GAIA Neo beim Anschrauben wichtig. In der Bedienungsanleitung wird explizit darauf hingewiesen, dass das Logo der Isolatoren stets in die Richtung zeigen, in die die Membranen sich bewegen. Die Entwickler von IsoAcoustic beschreiben die Wirkungsweise so: Durch die korrekte Ausrichtung kann die interne Geometrie die Energie auf der Achse steuern und gleichzeitig dazu beitragen, dass die Wiedergabe der Lautsprecher stabil bleibt.
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