
Wie zuvor erwähnt, gibt es die GAIA Neo-Füße in drei Gewichtsklassen. Das macht Sinn, weil die Dämpfungsleistung von der Belastung durch die Lautsprecher abhängig ist. Wenn also ein Isolator zu wenig Gewicht trägt, dann kann es sein, dass sein Dämpfungssystem zu steif bleibt, um entstehenden Schwingungen zu bedämpfen. Andererseits kann bei Überlastung die Leistung nachlassen, weil das Dämpfungssystem außerhalb des vorgesehenen Betriebsbereichs arbeitet. Insofern ist die Wahl des korrekten GAIA-Modells ein wesentlicher Bestandteil für eine verbesserte Performance der Lautsprecher.
Soweit die technischen Eräuterungen über die Funktionsweise, aber entscheidend ist natürlich, wie die GAIA Neo I sich in der Praxis bewähren und ob sie eine positive Wirkung auf die Musikwiedergabe meiner Consensus-Lautsprecher haben.

Ich starte ganz entspannt mit einer meiner Lieblingsplatten. Dexter Gordons Go ist eines der Highlights aus dem Blue Note-Katalog. Wer schon einmal zu mitternächtlicher Stunde in einer Jazz-Bar in Manhattan bei einem Drink das wunderbare „I guess I‘ll hang my tears out to dry“ im Hintergrund hören durfte, der weiß, was für eine intensive Stimmung Gordon mit seinen Mitspielern Sonny Clark, Butch Warren, und Billy Higgins erzeugen kann. Ich hatte dieses Glück. Diese Stimmung habe ich im Kopf, wenn ich mein hervorragendes Reissue von Music Matters, MMBST-48112, auflege. Was dann passiert, überrascht mich. Wow, denke ich. Das ist eine starke Performance. Gordons Saxofonspiel ist so klar, präzise und emotional, der Bass von Butch Warren steht wie eine Eins und das Drum-Spiel von Billy Higgins ist einfach perfekt. Da ist sofort eine positive Veränderung gegenüber meinen Consensus-Spikes hörbar, die für mich bisher das Maß der Dinge waren.
Jetzt muss meine Referenz ran: Rickie Lee Jones mit „Chuck E.’s in love“ von ihrem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1979. Ohne sie geht kein Test. Ich weiß ja, wie knackig die Westerngitarre von Buzzy Feiten loslegt, aber der Punch, den ich jetzt erlebe, ist neu. Ich habe den Eindruck, dass das Stück noch losgelöster ist und die Drumsticks von Steve Gadd definitiv freier durch die Luft wirbeln. Es liegt wohl daran, dass die GAIA Neo-Füße die reflektierenden Schwingungen tatsächlich fernhalten und somit die Musik freier aufspielen kann. Ganz wichtig zu erwähnen ist, dass sich die Tonalität nicht verändert. Es spielt alles so, wie es soll – nur überall ein bisschen klarer und offener.
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