Nach den anfänglichen Problemen hatten wir ja schon fast die Hoffnung aufgegeben: Aber hier kommt der zweite Teil des Messeberichts, und für morgen hat der Kollege eine weitere Lieferung angekündigt.
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Der Messereigen beginnt jedes Jahr Anfang Januar in Las Vegas: Bei der Consumers Electronic Show spielt Hifi zwischen Computern, Mobiltelefonen und Fernsehern zwar nur eine Nebenrolle. Dennoch ist die CES immer eine Reise wert, findet zumindest Hifistatement-Autor Danny Kaey.
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Seine Anreise ist aber auch bedeutend kürzer als es eine solche aus Deutschland wäre. Für amerikanische Verhältnisse liegt die Wüstenstadt bei Danny gleich um die Ecke, lebt er doch in Long Beach, Kalifornien. Dass Sie seinen Bericht erst heute lesen können, hat übrigens auch im weiteren Sinne mit Unterhaltungselektronik zu tun: Die Bilder seiner neuer Kamera im RAW-Format waren leider nicht mit seinem Fotoprogramm kompatibel. Aber gestern Nacht kamen dann schließlich die langerwarteten Fotos. Da sich die Bildunterschriften in einer Datei namens „CES Day 1‟ befanden, hoffen wir, Ihnen morgen noch ein wenig mehr bieten zu können. Doch hier erst mal Teil eins der amerikanischen Sicht auf die Messe – und darin scheinen deutsche Hersteller einen ausgesprochen hohen Stellenwert zu haben.


 

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Während wir auf den Messebericht unseres amerikanischen Kollegen Danny Kaey warten, der frühestens morgen hier sein könnte, erreichten uns zwei Pressemitteilung aus Las Vegas, die eigentlich aus der Schweiz kommen: Nagra Audio verlässt die Kudelski Group und kündigt eine Hifi-Edition des SD-Recorders an.


Ab dem 1. Januar dieses Jahres ist Nagra Audio nicht mehr Teil der Kudelski Group, die in den letzten drei Jahrzehnten auf dem Feld der Sicherheitstechnologie und des digitalen Fernsehens derart erfolgreich war, dass die Audio-Aktivitäten in der Firmengruppe im Verhältnis mehr und mehr an Bedeutung verloren haben. Es wurde offensichtlich, dass das ehemalige Kerngeschäft nur durch speziell darauf ausgerichtete Strukturen die gewünschte Entwicklung nehmen würde. Und deshalb wurde Nagra Audio Teil der neu gegründeten Firma Audio Technology Switzerland. Die Firma wird von der Kudelsky Familie geführt und wurde so ausgerichtet, dass sie den Audio-Aktivitäten optimale Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung gibt.

Switzerland Audio Technology ist in Romanel-sur-Lausanne beheimatet und widmet sich den drei traditionellen Geschäftsfeldern von Nagra Audio: professionellen Aufzeichnungsgeräten, solchen für Sicherheitsanlagen und High-End-Hifi-Produkten. Dabei werden die Aktivitäten in allen Berichen verstärkt: Forschung und Entwicklung, Fertigung, Verkauf und Marketing. Ziel ist es, der legendären Marke mit ihrer Innovationsfähigkeit und ihrem Streben nach vorzüglicher Qualität neue Dynamik zu verleihen. Audio Technology Switzerland wird von Pascal Mauroux geleitet, und der Abteillung Forschung und Entwicklung steht Marguerite Kudelski, die Tochter des Firmengründers Stephan Kudelski, vor.

Audio Technology Switzerland wird die Fertigung der gesamten Palette von Nagra Geräten fortsetzen und auch deren Service übernehmen. Die Firma wird sowohl im Hifi- als auch im professionellen Sektor Komponenten auf den Markt bringen, die die Bedürfnisse der Kunden antizipieren. Detailiertere Informationen werden in den kommenden Monaten folgen.

Nagra verkündet auf der CES gleich zwei gute Nachrichten
Nagra verkündet auf der CES gleich zwei gute Nachrichten

Als erstes Produkt unter dem Dach von Audio Technoligy Switzerland stellt Nagra eine Sonderedition seines SD Recorders für Hifi-Enthusiasten vor. Dabei orientiert man sich an den zehn letzten nummerierten Exemplaren der prestigeträchtigen Nagra V, die bei der Einstellung der Baureihe die Brücke zwischen dem professionellen Sektor und der audiophilen Öffentlichkeit schlug und zu einem großen Verkaufserfolg wurden. Nun bietet man ein spezielles Paket mit dem erfolgreichsten Pocket-Recorder, der Nagra SD, an. Das Set für Audiophile wird in einem robusten Aluminium-Koffer geliefert, der alles enthält, was für einen hochwertige Aufnahme notwendig ist:

  • ein State-Of-The-Art Nagra Stereo-Mikrofon mit Elektret-Kapseln
  • eine Transporttasche
  • eine SD-Speicherkarte
  • einen Tischdreifuß, um das Gerät optimal auszurichen
  • Batterien
  • USB- und Mikrofonkabel
  • und natürlich den digitalen Nagra SD Recorder


Das robuste, kompakte und leichte Maschinchen ist einfach zu bedienen und verfügt über fortschrittliche Techologie: Zur Speicherung wird eine wechselbare SD Flash Card verwendet. Es sind auf Aufnahmen mit 16 oder 24 Bit bei 24 bis 96 Kilohertz in PCM oder im Daten reduzierten MPEG-Format möglich. Es gibt darüber hinaus einen Drei-Sekunden-Aufnahme-Buffer, einen eingebauten Lautsprecher und dank der beiden AA-Batterien einen Betriebsdauer von fünf Stunden. Die Nagra SD Hifi-Edition ist ab Januar 2012 bei allen Nagra Hifi-Vertrieben erhältlich.

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Auch 2012 bleibt Phonar ganz und gar der musikalischen Wahrheit verpflichtet: Mit der Veritas p4 will man ihr sehr nahe kommen.


Die p4 aus der Veritas Serie zeigt ihre Verwandtschaft mit Phonars Topmodell Credo Reference schon durch Neigung der Box um fünf Grad nach hinten, die bei beiden Modellen eine akustische Phasenkorrektur der Lautsprechereinheiten bewirkt und den Gehäusen eine Asymmetrie verleiht, die stehenden Wellen im Gehäuseinneren entgegenwirkt. Wohl einmalig in dieser Preisklasse dürfte der Einsatz von Chassis der Nobelhersteller Scan Speak (Hochtöner) sowie Peerless sein. Die Bauteile der Frequenzweiche sind laut Herstellerangaben ebenfalls von hoher Güte und in ihren Werten eng toleriert. Der formschöne Standlautsprecher sei nicht nur optisch ansprechend, sondern spiele auch über seine Preisklasse hinaus auf hohem Niveau: Präzise und punktgenau soll die p4 die Musik reproduzieren und sowohl Instrumente als auch Stimmen sehr natürlich erscheinen lassen. Ihre dynamischen Fähigkeiten, gepaart mit  klanglichen Ausgewogenheit machen die p4 laut Phonar zu einer „musikalischen Größe“.

Phonar startet mit der Veritas p4 ins neue Jahr
Phonar startet mit der Veritas p4 ins neue Jahr

 

 

HERSTELLERANGABEN
Phonar Veritas p4
Leistung Musik (Watt) 175
Leistung Sinus (Watt) 130
empfohlene Verstärkerleistung (Watt) 50 - 200
für Verstärkerimpedanz (Ohm) 4-8
Konstruktion 2 1/2 Wege
Wirkungsgrad (dB 1W/1m) 89
Frequenzgang gem. IEC268-5 (Hz) 34 - 27000
Übergangsfrequenz ( Hz) 800 / 1.900
Nennimpedanz (Ohm) 4
Hochtöner (mm) 26 (Scan Speak)
Tief-Mitteltöner (mm) 130 (Peerless)
Bass (mm) 130 (Peerless)
Gehäusemaße H/B/T (mm) 927/190/295
Gewicht (kg) 19
Ausführungen matt schwarz, matt silber (Standard), Kirschbaum Furnier, Nussbaum Furnier, Hochglanz weiß, Hochglanz schwarz (Aufpreis)
Stückpreis (Standard) in Euro 800
Aufpreis in Euro 100

 

HERSTELLER
Phonar Akustik GmbH
Telefon 04638 89240
Internet www.phonar.de

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Donnerstag, 05 Januar 2012 01:00

PS Audio Power Plant P5

geschrieben von
Es gibt Komponenten, die schon bei ihrer ersten Erwähnung eine gewisse Nervosität verursachen – und dazu zählt für mich das Power Plant 5. Ich lebe und höre nämlich schon Jahre glücklich und zufrieden mit einem Power Plant Premier. Da sorgt allein die Ankündigung, dass PS Audio etwas vermeintlich besseres auf den Markt bringt, für Unruhe!
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Der Touchscreen des Power Plant P5 zeigt den Sinus, der an den Ausgängen anliegt
Der Touchscreen des Power Plant P5 zeigt den Sinus, der an den Ausgängen anliegt

Das Power Plant Premier war bisher – von dem kurzen Gastspiel eines nicht gerade preisgünstigen Accuphase P1210 einmal abgesehen – der einzige Stromaufbereiter, der in meiner Kette auch den Brinkmann-Mono-Endstufen zu besserem Klang verholfen hat. Da gab es nicht einmal einen Anflug von Dynamikbegrenzung, dafür aber mehr Raum, Offenheit und Geschmeidigkeit. Gegenüber audiophil auch nur halbwegs Interessierten braucht man ja gewiss nicht mehr zu betonen, dass eine saubere Netzversorgung auch allen übrigen Geräten zu klanglichen Bestleistungen verhilft.. Eine Diskussion über Sinn und Zweck einer solchen kann ich mir an dieser Stelle also getrost schenken. Doch bevor ich zu den Unterschieden zwischen dem Premier und der Numero 5 komme, erlauben Sie mir eine kurze Abschweifung darüber, warum ich so sehr an ersterem hänge.

Das hat natürlich zuerst und vor allem damit zu tun, dass das Premier meine Anlage klanglich noch einmal ein ganzes Stück nach vorne brachte – aber eben nicht nur diese. Ich habe mich bei der Produktion der schwarzen Scheiben von sommelier du son, meiner und meiner Gattin kleinen Plattenfirma, nämlich nicht gescheut, das PPP auch im professionellen Umfeld einzusetzen – wohlwissend, dass man in diesen Kreisen allein durch die Erwähnung solcher mit dem Generalverdachts des Voodoos belegter Geräte jegliche Glaubwürdigkeit verspielen kann. Zum meinem Glück erwies sich Thorsten Scheffner, Inhaber und Betreiber des Organic Music Studios, in dem wir unsere erste LP schneiden ließen, meinen audiophilen Anwandlungen gegenüber aber sehr zugänglich: Wir überspielten ein und denselben Song auf dieselbe Lackfolie: einmal wie üblich und ein zweites Mal, nachdem wir alle elektrischen Verbraucher inklusive der Zuspielmaschine, eine Telefunken M15, über das PPP angeschlossen hatten. Lediglich die mächtigen Schneideverstärker waren direkt mit der Trafo-symmetrierten Stromversorgung des Studios verbunden, an der auch das PPP hing.

Diese Wellenform zeigt den Unterschied zwischen dem verzerrten Eingangssignal und dem perfekten Sinus an den Steckdosen des P5
Diese Wellenform zeigt den Unterschied zwischen dem verzerrten Eingangssignal und dem perfekten Sinus an den Steckdosen des P5

Die Lackfolie habe ich dann einigen Kollegen und Analogspezialisten wie Micha Huber, dem Konstrukteur des Thales Tonarms, vorgespielt und sie anschließend um eine Bewertung gebeten, ohne dass sie wussten, auf welche Art die jeweilige Version zustande gekommen war. Das Ergebnis war eindeutig: Alle bevorzugten den Song, bei dessen Schnitt das PPP beteiligt war. Seitdem ist ein solches nicht nur fester Bestandteil von Thorsten Scheffners Schneideanlage. Auch an meinem PPP sind die Gussteile zur Montage in 19-Zoll-Racks fest montiert, und immer, wenn eine Aufnahme unseres Labels ansteht, darf das Premier aus dem heimischen Pagode-Rack ins Flightcase umziehen und mit auf die Reise. Beim Gewicht des analogen Equipments fallen die zusätzlichen 25 Kilogramm mehr fast nicht auf, und wenn doch, werden sie von der Gewissheit aufgewogen, in allen Situationen beste Arbeitsbedingungen für Mischpult und Bandmaschinen geschaffen zu haben. Winkel zur Rackmontage sind beim Power Plant P5 leider nicht vorgesehen.


Und damit sind wir wieder beim Thema. Der P5 arbeitet nach demselben Prinzip wie der PPP: Um einen günstigen Wirkungsgrad zu erzielen und den Bauteileaufwand nicht zu dem ausufern zu lassen, der für Endstufen mit Leistungen im Kilowatt-Bereich notwendig ist, setzt PS Audio auf eine patentierte Schaltung, die einen größeren Teil der gelieferten Netzspannung verwendet, ihn aber auf intelligente Art so ergänzt, dass an den Steckdosen ein idealer Sinus zur Verfügung steht. Die vier Ausgänge des P5 – leider einer weniger als bei seinem Vorgänger – sind jeweils mit einer passiven Filterung versehen, so dass Rückwirkungen aus angeschlossenen Geräten über das Netz andere mit dem P5 verbundene Komponenten nicht beeinträchtigen können. Anders als beim PPP hat man nun beim Fünfer die Möglichkeit, den Ausgängen über den Touchscreen individuelle Namen zuzuordnen. Auch die Ausgangsspannung des PS Audio lässt sich per Menu und Screen wählen, damit etwa Hifi-Oldies mit 220 statt 230 Volt versorgt werden.

So ideale Bedingungen gibt es wohl nur im Fotostudio: In meinen Hörraum sank die Verzerrung im Ausgang nie unter 0,3 Prozent. Die Ausgansspannung näherte sich kurz nach dem Einschalten allerdings bis auf 0,2 Volt den vorgegebenen 230 Volt an
So ideale Bedingungen gibt es wohl nur im Fotostudio: In meinen Hörraum sank die Verzerrung im Ausgang nie unter 0,3 Prozent. Die Ausgansspannung näherte sich kurz nach dem Einschalten allerdings bis auf 0,2 Volt den vorgegebenen 230 Volt an

Software Updates empfängt das P5 über eine SD-Karte oder eine Ethernet-Schnittstelle. Wenn das Power Plant mit dem Internet verbunden ist, kann man die einzelnen Ausgänge aus der Ferne kontrollieren und auch ein- oder ausschalten. Natürlich kann das P5 so programmiert werden, dass es die Anlage Schritt für Schritt hochfährt: Zur gewünschten Stunde ist dann die gesamte Anlage auf Betriebstemperatur. Sollten zum Einschalten einiger Geräte Triggerspannungen oder Infrarotsignale nötig sein, so ist dies auch kein Problem, das P5 liefert alles, was die Komponenten brauchen.

So schön und nützlich all diese Spielereien seien mögen, wichtiger erscheint mir, was PS Audio getan hat, um der Anlage noch bessere Arbeitsbedingungen zu verschaffen: DAS P5 besitzt laut Produktinformation eine zehnmal geringere Impedanz als das PPP, das die Impedanz des Netzes immerhin auch schon um den Faktor zehn reduzierte. Der niedrige Innenwiderstand soll die Bereitstellung von Energie für die angeschlossenen Geräte deutlich beschleunigen. Zudem wurde eine Schaltung implementiert, die sämtliche Gleichstromanteile eliminiert und damit dem akustischen Brummen von Netztrafos entgegenwirkt. Auch wurde die Speicherkapazität des P5 vergrößert, so dass beispielsweise spontane Leistungsanforderungen von Endstufen nun noch souveräner erfüllt werden können. Das Bedeutendste aber dürfte sein, dass die Verzerrungen auf der Netzspannung nun noch effektiver vermindert werden.

Die vier Steckdosen des P5 lassen sich über den Touchscreen ein- und ausschalten. Auch weitere Einstellungen sind hier verfügbar
Die vier Steckdosen des P5 lassen sich über den Touchscreen ein- und ausschalten. Auch weitere Einstellungen sind hier verfügbar

Den genannten Effekt sehe ich bestätigt, gleich nachdem ich das P5 im Pagode-Rack eine Ebene über das Premier platziert und ans Netz angeschlossen habe. Bei letzterem sieht man beim Hin- und Herschalten der Anzeigen im Display, dass der mit etwa zwei Prozent Verzerrungen belastete Netzstrom den PS Audio mit 0,6 Prozent Verunreinigungen wieder verlässt. Der Touchscreen des P5 hingegen, der in der Scope-Einstellung auch einen Blick auf die Wellenform des Netz-Sinus erlaubt, weist neben den Verzerrungen des Netzstroms, den aktuellen Ein- und Ausgangsspannungen sowie der abgegebenen Leistung eine restliche Verunreinigung von lediglich 0,4 Prozent aus. Die Werte lassen also auf noch einmal verbesserte klangliche Leistungen aller am P5 angeschlossenen Geräte hoffen.


Leider bietet der komplett in den USA gefertigte P5 eine Steckdose weniger als sein Vorgänger. Dafür sind hier aber ein SD-Card-Slot und ein Ethernet-Anschluss zur Kommunikation über das Internet integriert
Leider bietet der komplett in den USA gefertigte P5 eine Steckdose weniger als sein Vorgänger. Dafür sind hier aber ein SD-Card-Slot und ein Ethernet-Anschluss zur Kommunikation über das Internet integriert

Das vergleichende Hören gestaltet sich aber leider nicht ganz so einfach, denn bisher hatte ich alle fünf Steckdosen des PPP belegt: Zwei versorgten die beiden Einstein Phonoentzerrer, die dritte die Marconi Vorstufe, die vierte den Audioplan Powerstar und die fünfte über eine Sun-Leiste die Brinkmann-Monos. Der Audioplan Powerstar verteilt den Strom an die Heizung und das Röhrennetzteil des LaGrange-Laufwerks sowie an die ein oder andere Bandmaschine. Wadia-Laufwerk, verschiedene Wandler und iMac beziehen ihre Energie aus einem passiven Netzfilter eines längst nicht mehr am Markt vertretenen Herstellers – vor allem, um die Analog-Komponenten vor hochfrequenten Takten über die Netzleitung zu schützen. Und deshalb werde ich den P5 mit analogen Quellen ausprobieren. Ich komme also nicht darum herum, die beiden Netzkabel für die Entzerrervorverstärker von Einstein in einen Stecker zu pfriemeln, um mit den nur vier Steckdosen des neuen Power Plant auszukommen. Anschließend ist es nur noch eine Sache von Minuten, zwischen den beiden Power Plants zu wechseln, wobei man aber darauf achten sollte, den Stecker der Netzzuleitung zu drehen, damit die Phase an den Steckdosen der beiden Netztgeneratoren gleich bleibt, und die Endstufen mal mit der von vorne betrachtet ganz linken – beim PPP – oder rechten – beim P5 – Dose zu verbinden, da diese jeweils für „High Current‟, also Geräte mit hohem Strombedarf ausgelegt sind.

Los geht es dann mit „Southpark And Richard‟ von Richard Davis‘ Album Persia My Dear (DIW-8015). Der Song fasziniert mit seinen schnellen Unisono-Linien von Piano und Bass, und die Bass-Drum macht im Frequenzkeller gehörig Druck. Da möchte man nicht meinen, dass das Ganze noch ein wenig besser geht – tut es aber, wenn der P5 die Stromaufbereitung übernimmt: Die Wiedergabe wirkt ein wenig offener, luftiger, subjektiv empfunden sogar etwas schnelle und besser differenziert, aber der nun ein bisschen größere Raum fühlt sich dafür einen Hauch kühler an. Insgesamt bringt der P5 etwas mehr Information und die Impulse mit zusätzlichen Druck.

Die Lüfter waren während des Betriebes in meinem Hörraum nicht aktiv – oder einfach nicht zu hören
Die Lüfter waren während des Betriebes in meinem Hörraum nicht aktiv – oder einfach nicht zu hören

Auch bei großorchestralen Werken bleiben die Unterschiede zwischen den beiden Power Plants tendenziell dieselben: „Asturias‟ aus Albéniz Suite Espagnola (Reissue der Decca SXL 6355) erklingt eine Spur behäbiger, aber auch eine Nuance farbenstärker, wenn statt des P5 das PPP Dienst tut. Das „neue‟ sorgte allerdings wieder für eine detailliertere und spritzigere Spielweise. Hört man eine Scheibe erst mit dem PPP und wechselt dann zum P5, könnte man meinen, hier ginge es um Geschmacksfragen und die Spur mehr Wärme mit ihren minimal satteren Klangfarben könnte die größere Lebendigkeit und die zusätzlichen Details wie die präziseren Rauminformationen beim P5 aufwiegen. Beginnt man jedoch mit dem P5, um dann dieselbe Platte noch einmal mit dem PPP zu hören, wirkt dessen Abbildung minimal verhangen. Hier tritt der Informationsverlust beim PPP doch recht deutlich zu Tage. Ich favorisiere ganz eindeutig die Spielweise meiner Anlage mit dem Power Plant P5. Allerdings sei noch einmal daran erinnert, dass ich hier die klanglichen Leistungen meiner Kette mit einem sehr guten Netzgenerator mit denen mit einem noch besseren Generator vergleiche. Es stehen sich also zwei Systeme auf sehr hohem Niveau gegenüber, weshalb die Unterschiede zwar deutlich nachvollziehbar, aber keineswegs krass ausfallen. Auch ohne mich selbst zu kasteien und meine Anlage nach Jahren wieder ganz zu ohne Power Plant zu hören, kann ich Ihnen versichern, dass der klangliche Unterschied zwischen einer Kette mit und ohne Netzgenerator sehr viel größer ist, als der zwischen einer Anlage mit dem P5 und einer, die von seinem Vorgänger mit Strom versorgt wird.


An beiden Seiten des Lüftungsschachtes mit den Ventilatoren sitzen acht Leistungstransistoren. Kurzzeitig kann der P5 1500 Watt bereitstellen. Mir gelang es auch bei lautem Hören nicht, ihn auch nur zu 40 Prozent auszulasten
An beiden Seiten des Lüftungsschachtes mit den Ventilatoren sitzen acht Leistungstransistoren. Kurzzeitig kann der P5 1500 Watt bereitstellen. Mir gelang es auch bei lautem Hören nicht, ihn auch nur zu 40 Prozent auszulasten

Mehr zum Vergnügen denn zum Erkenntnisgewinn höre ich noch einen Testklassiker aus den 80-er Jahren: „Manha De Caravla‟ aus dem Three Blind Mice-Album Black Orpheus (tbm2563) mit gestrichenem und gezupftem Bass, Cello und herrlich angezerrtem Fender Rhodes sowie treibenden Drums. Neben einem minimal größeren, vor allem höheren Raum fasziniert beim P5 die flüssigere und dennoch rhythmisch intensivere Melodieführung des Cellos, die den Song emotional stärker unter die Haut gehen lässt. Das bessere P5 ist des guten PPP Feind.

STATEMENT

Schon seit Jahren ist das PS Audio PPP in meiner Kette für höchsten Musikgenuss unverzichtbar. Und das neue P5 kann einiges sogar noch ein gutes Stück besser. Wenn Sie Ihren Komponenten das Optimum entlocken wollen, sollten Sie also in einen Netzgenerator investieren, zumal diese Ausgabe selbst beim Wechsel der gesamten Kette ihren Wert behält. Perfektionisten, die nicht auf den Euro achten müssen, greifen zum P5, Sparfüchse hingegen sehen sich nach einem gebrauchten Power Plant Premier um.
GEHÖRT MIT
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Brinkmann 12.1, Kuzma 4Point
Tonabnehmer Brinkmann EMT ti, Lyra Olympos
Phonostufe Einstein The Turntable’s Choice symmetrisch
Bandmaschine Studer A80
CD-Laufwerk Wadia WT 3200
D/A-Wandler M2Tech Young und Palmer, Prototyp
Vorverstärker Brinkmann Marconi
Endstufe Brinkmann Monos
Lautsprecher LumenWhite DiamondLight Monitors
Kabel Precision Interface Technology,  HMS Gran Finale Jubilee, Audioplan Powercord S, CharismaTech
Zubehör PS Audio Power Plant Premier, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus

 

VERTRIEBSANGABEN
Stromlieferfähigkeit 1200 Watt permanent, 1500 Watt kurzfristig
Ausgangsnetzspannung 200 – 280 Volt
Ausgangsnetzfrequenz 50 Hz
Verzerrung (THD + N) unter 0,5 %
Eingangsspannung 230 Volt
Eingangsfrequenz 50 Hz
Leerlauf Stromverbrauch < 20 Watt eingeschaltet (ohne angeschlossene Komponenten)
Stromverbrauch max. 800 Watt
Maße (B/H/T) 43/10/36 cm
Gewicht 24 kg
Preis 4350 Euro

 

HERSTELLER
PS Audio International
Anschrift 4826 Sterling Drive

Boulder, CO 80301
Telefon +1 720 4068946
E-Mail customerservice@psaudio.com
Internet www.psaudio.com

 

VERTRIEB
HiFi2Die4
Anschrift Austrasse 9
73575 Leinzell
Telefon 07175 909032
E-Mail hifi2die4@gmx.de
Internet www.hifi2die4.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/12-01-05_psaudio
Montag, 02 Januar 2012 01:00

SW Speakers kündigt neue Modelle an

Seit Paul Messengers Test der Magic Flute ist es zumindest auf diesen Seiten recht ruhig um die aufsehenerregenden Schallwandler von SW Speakers geworden. In diesem Jahr wird es kleinere und erschwinglichere Modelle geben.


Wie beim Topmodell so soll auch beim kleinen, einer Punktschallquelle sehr nahe kommenden Fidelio und dem an ein UFO erinnernden Apollo Subwoofer die Symbiose aus perfekter Klangqualität und extraordinärem Design gelingen: Der Figaro wird aus Carbonfiber und eleganten Aluminium Design-Elementen gefertigt. Den Treiber bezieht man von Seas: ein High-End-Koaxial-Chassis, das laut Herstellernangabe den Bereich von 33 Hertz bis 25 Kilohertz abdeckt. SWS steuert eine Frequenzweiche mit besten Bauelementen und Kabel aller höchster Qualität bei. Das Ergebnis sei ein kleiner Lautsprecher mit großem Klang, offen, räumlich und angenehm. Ein Paar Fidelio ist ab 4900 Euro zu haben. Die Produktion beginnt im Februar.

Beim Fidelio strahlt ein Koax-Chassis den gesamten Frequenzbereich ab
Beim Fidelio strahlt ein Koax-Chassis den gesamten Frequenzbereich ab

Der Subwoofer Apollo arbeitet mit einen aktiven Treiber und einer Passivmembran in einem geschlossenen Carbonfaser-Gehäuse und soll die tiefsten Frequenzen bei Musik und Filmen wiedergaben. SW Speakers verspricht: It will rock you as you are listening to it. Die Fertigung beginnt im Mai und der Preis pro Stück wird bei 3900 Euro liegen.

Noch sind leider keine detailierteren technischen Daten zu bekommen. Bei Interesse wende man sich daher am besten direkt an den Vertrieb.

Der Subwoofer Apollo kann parallel zum Boden platziert werden
Der Subwoofer Apollo kann parallel zum Boden platziert werden


Der Fuß lässt aber auch eine vertikale Aufstellung zu
Der Fuß lässt aber auch eine vertikale Aufstellung zu


Der Flügel hilft, die Größe der Fidelios richtig einzuschätzen
Der Flügel hilft, die Größe der Fidelios richtig einzuschätzen

 

 

HERSTELLER
SWSpeakers
Anschrift Oskarsgatan 9
41463 Göteburg
Sweden
E-Mail info@swspeakers.com
Internet www.swspeakers.com

 

VERTRIEB
Sinan Wasif – SWSpeakers
Anschrift Feldgasse 5
5301 Eugendorf
Austria
Telefon 00436769182160

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/12-01-02_swspeakers
Beim 501 Mono-Verstärker kommen viele bewährte technische Lösungen der Serie 7 Verstärker zum Einsatz. Schon allein deshalb braucht sich der „kleine‟ Mono-Verstärker nicht hinter seinen großen Brüdern zu verstecken.


5-er Serie, die zweite: Soulution bringt neue Monos
5-er Serie, die zweite: Soulution bringt neue Monos

Abmessungen der Solution 501 Mono-Verstärker
Abmessungen der Solution 501 Mono-Verstärker
Wie bei den Verstärker 710 und 700 bildet ein neuartiger Spannungsverstärker ohne Spannungsrückführung auf den Eingang (kein Differenzverstärker) den Kern der Schaltung. Dieser besteht aus linearisierten Verstärkerstufen, die bis zu einer Grenzfrequenz von 80 Megahertz arbeiten. Die Stromverstärkung erfolgt dann in drei Schritten, wobei jede Stufe einen sehr kleinen und damit beinahe linearen Arbeitsbereich nutzt. Der hohe Class-A-Betrieb und Kondensatoren mit 47000 Mikrofarad Speicherkapazität sollen zu einer beinahe unbegrenzten Impulswiedergabe führen. Massive Kupferschienen auf der Verstärkerplatine sowie zu den Lautsprecherklemmen sorgen dafür, dass die Kraft des Verstärkers dem Lautsprecher auch tatsächlich zur Verfügung steht. Dank der hochpräzisen Ruhestromreglung für den Class-A-Betrieb soll optimaler Klang bereits unmittelbar nach dem Einschalten garantiert sein. Für sicheren Betrieb in allen Situationen sorgen aufwendige Schaltungen, die vor hochfrequenten oder Gleichstrom-Signalen am Eingang oder Kurzschluss im Ausgang schützen. Der Eingangspegel wird ebenfalls permanent überwacht.

Netzteil

Insgesamt sechs für den jeweiligen Schaltungsteil optimierte Netzteile versorgen den 501. Die Netzteile zur Versorgung der Control- und Audioschaltungen sind mittels Optokopplern und Übertragern galvanisch voneinander getrennt. Zwei moderne switched-mode Power-Netzteile mit insgesamt 1200VA ergänzt durch HighPerformance Filterung im Eingang und Ausgang der Netzteile versorgen die Audioschaltungen des Verstärkers. Lokal werden die Versorgungsspannungen zusätzlich mit sehr schnellen Reglern stabilisiert.

HERSTELLERANGABEN
Solution 501 Mono-Verstärker
Eingänge 1 x symmetrisch (XLR)
Ausgänge 1 x symmetrisch (XLR), 1 x Lautsprecherklemmen
Netzspannung 100 - 120V, 50-60 Hz, 220 - 240V, 50-60 Hz
Leistungsaufnahme 1400W
Standby Verbrauch <0.5W
Eingangsimpedanz 10 kOhm
Ausgangasleistung 125W @ 8 Ohm, 250W @ 4 Ohm, 500W @ 2 Ohm
Ausgangsstrom 45A max
Verstärkung +26dB
Frequenzgang DC-800kHz
Slew rate 0.9 microsecond
Verzerrungen (THD+N)<0.001%
Dämpfungsfaktor >10000
Fremdspannungsabstand >120dB
LINK-IN +12V
Gewicht ca. 22kg
Produktionsstart Februar 2012
Preis 36000 Franken pro Paar

 

HERSTELLER
Solution
Anschrift Spemot AG
Industriestrasse 70
CH 4657 Dulliken
E-Mail info@soulution-audio.com
Internet www.soulution-audio.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/11-12-28_solution
Als kleines Präsent des Birdlands, von Helmut Kargerer, Helmut Nieberle, Hifistatement und sommelier du son gibt es hier eine „Stille Nacht‟ ohne Sentiment, dafür aber mit jeder Menge Power, Groove und Esprit: die für mich momentan schönste der unzähligen Versionen.


Seventeenth Download From Birdland: Kagerer und Nieberles Weihnachtskonzert
Seventeenth Download From Birdland: Kagerer und Nieberles Weihnachtskonzert
Doch zuerst ein kleiner Hinweis für alle, die unserer Zählung zu recht mit Skepsis begegnen – beim Download Ralph Lalamas war mir ein Fehler unterlaufen, auf den mich aber unsere aufmerksamen Leser hinwiesen, so dass er schnell berichtigt werden konnte – und den 16. Download vermissen: Als Numero 16 rechne ich Kagerer und Nieberles Interpretation von „Oh Tannenbaum‟ aus dem Weihnachtskonzert 2010, das wir in unserer Advent-Aktion zum Download bereitstellten. Auf unsere Frage erhielten wir dankenswerterweise eine Reihe aufschlussreicher Zuschriften. Die glücklichen Gewinner heißen übrigens

Maes Marcel, Peter Müller und Brigitte Wahl


und werden ihre sommelier du son-LP im neunen Jahr erhalten. Doch nun zurück zum Weihnachtskonzert diesen Jahres, das unser Rezensent und Fotograf Christian Wurm so erlebte:

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Kagerer - Nieberle


Beim jährlichen Konzert der beiden Spitzengitarristen Helmut Kagerer und Helmut Nieberle herrschte dieses Mal großer Bahnhof. So wurde das Konzert von Dirk Sommer (HiFi-Statement) mit audiophilen Spulengeräten analog mitgeschnitten und außerdem vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet

Allein schon diese Tatsache spricht für die Klasse der beiden Gitarristen aus Regensburg. Wie immer war deren Zusammenspiel wie aus einem Guss, wobei sie sich während der einzelnen Stücke ständig in Melodie- und Rhythmusarbeit abwechselten.

Ihr Repertoire scheint nahezu unerschöpflich zu sein, wurde doch auch bei diesem Konzert im Vergleich zum Vorjahr ein anderes Programm geboten. Einzelne Stücke herauszuheben, fällt schwer, überzeugen sie doch allesamt in ihren Interpretationen und Ausführungen. Als Beispiele seien hier nur einige Songs erwähnt, wie „Waltz For Sonny“ mit rasanten, teils synchronen oder gegenläufigen Melodielinien, das großartige „Double Deal“ von West Montgomery oder auch das ansteckende „Mambo Inn“ von Mario Bauza, bei dem Nieberle auf seiner siebensaitigen Gitarre nicht nur die Rhythmusarbeit sondern zwischendurch auch die Bassläufe übernahm.

Beim zweiten Set nach der Pause gab es dann auch noch eine Premiere, trugen die Protagonisten doch einige Stücke auf ihren akustischen Klassikgitarren vor; darunter den mit einem gewissen Augenzwinkern versehenen Walzer „Malvasia“ (For Fritz) und die Bossa Nova „Minha“.

Nachdem jeder der beiden noch ein Solostück vortrug, glänzten Sie zum Abschluss des offiziellen Konzertes im Duo noch einmal mit dem swingenden „Meteor“. Und als Zugabe gab es dann noch einmal eine kleine Überraschung; dieses Mal eben nicht ihre bekannte Interpretation von „Oh Tannenbaum“ sondern „Stille Nacht“, dargeboten als astreiner Blues. So (schön) hat man diesen Weihnachtsklassiker auch noch nicht gehört.

Hinweis: Einen kleinen Ausschnitt des Konzertes kann man heute (19.12.2011) in der Abendschau des bayerischen Fernsehens zwischen 18 und 18.40 Uhr sehen. Außerdem ist eine Publizierung auf Vinylschallplatte geplant.

Christian Wurm


Helmut Nieberle mit seiner Siebensaitigen: Roger Borys baute dieses Modell im Jahre 1987 in New York speziell für den Regensburger Gitarristen
Helmut Nieberle mit seiner Siebensaitigen: Roger Borys baute dieses Modell im Jahre 1987 in New York speziell für den Regensburger Gitarristen

Wenn Sie schell genug sind, können Sie auch noch einen Blick auf das Konzert und die Aufnahmesituation werfen: Das Bayerische Fernsehen hat den Beitrag ins Internet gestellt, wo er mindesten eine Woche lang verfügbar sein soll:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/schwaben-und-altbayern-aktuell/wolf-schallplatte-vinyl100.html


Doch nun zur Aufnahme respektive Ihren Kommentaren zu der des letzten Jahres: Die Ein-Punkt-Stereo- und die Multimikrofon-Aufnahme erhielten annähernd die gleiche Zahl von Stimmen, was einige Schreiber aber bereits vorausgesehen hatten. Einer von ihnen hatte sogar vorgeschlagen zu würfeln, mit welcher Technik wir heuer aufnehmen sollen. Dem Zufall wollten wir es aber dann doch nicht überlassen.

Helmut Kagerer mit seiner D‘Angelico aus dem Jahre 1948
Helmut Kagerer mit seiner D‘Angelico aus dem Jahre 1948

Wir haben schließlich versucht, das Beste aus beiden Varianten zu kombinieren und sowohl jeder Gitarre und jedem Verstärker ein Mikrofon spendiert – je ein Neumann KM140 und ein TML 49 – und noch zusätzlich zwei Kleinmembranmikros in den Raum gerichtet. Wie‘s klingt? Überzeugen Sie sich selbst:

 
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Kagerer / Nieberle
Silent Night
16 bit / 44,1 kHz
ca. 49,4 mb (wav)
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Kagerer / Nieberle
Silent Night
24 bit / 96 kHz
ca. 161,2 mb (wav)

Weitere Informationen

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Der USB-Converter wird erstmal auf der CES 2012 in Las Vegas vorgestellt und ab Februar erhältlich sein.


Soulution kündigt für die 5-er Serie einen USB-Converter an
Soulution kündigt für die 5-er Serie einen USB-Converter an

Audiophilen, die den Bedienungskomfort von Computer Music Playern und die klanglichen Meriten der Wiedergabe von High Resolution Files schätzen, empfiehlt Soulution den 590 USB-Converter als perfektes Bindeglied zwischen dem Computer und ihrem D/A-Wandler. Der 590 wandelt USB zu SPDIF-, AES- oder optischen Signalen und das bis 192 Kilohertz  und 24 Bit. Er kann also mit allen D/A-Wandlern betrieben werden, die über einen digitalen Eingang verfügen.

Abmessungen des Solution 590 USB-Converters
Abmessungen des Solution 590 USB-Converters
Der 590 arbeitet im asynchronen Modus mit einem Hochleistungs-DSP. Die Clock ist ebenso präzise wie die, die in den Soulution CD-Playern 745 und 540 eingesetzt werden. Die Abtastraten der über USB ankommenden Dateien werden erkannt und die Clock automatisch auf die entsprechende Frequenz umgeschaltet. Die gesamte digitale Wiedergabekette kann mit der Word-Clock des 590 synchronisiert werden. Der Converter wird durch seine USB-Verbindung mit Energie versorgt, die aber mit sehr effektiven Filtern und ebenso schnellen wie genauen Spannungsreglern aufbereitet wird. Ein stabile Stromversorgung sieht Soulution als Grundlage für für eine ultra präzise Master-Clock.

Das USB-Interface arbeitet in der Audio Class 2, so dass beim Windows-Betriebssystem sepezielle Treiber benötigt werden, die zum Lieferumfang gehören. Alle üblichen Protokolle (ASIO, WASAPI, Direct Sound, etc.) für den Datentransfer zwischen dem Computer und dem 590 werden unterstützt. Für Mac sind keine zusätzlichen Treiber notwendig.

 

 

HERSTELLERANGABEN
Solution 590 USB-Converter
Stromversorgung USB 5V
Label USB B-type
Digital-Eingang AES/EBU 110 Ohm 5V p-p
SPDIF (RCA) 75 Ohm 0.5V p-p
Optisch (Toslink, BNC)
Digital-Ausgang 75 Ohm 5V p-p
Clock ca. 2kg
Produktionsstart Februar 2012
Voraussichtlicher Preis 3000 Franken

 

HERSTELLER
Soulution
Anschrift Spemot AG
Industriestrasse 70
CH 4657 Dulliken
E-Mail info@soulution-audio.com
Internet www.soulution-audio.com

Weitere Informationen

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Dienstag, 20 Dezember 2011 01:00

Channel D Pure Music Computer Music Player

geschrieben von
Als ich zum ersten Mal von den vermeintlichen klanglichen Vorteilen spezieller Aufnahme- und Wiedergabe-Software hörte, war ich, wie ich zugeben muss, ausgesprochen skeptisch. Dennoch habe ich den Pure Music Player ausprobiert.


introIch sehe mich in keiner Weise als Software-Experten und noch viel weniger als jemanden, der die Tricks für Coding-Software oder zum Schreiben von Treibern für populäre Peripherie-Geräte kennen würde. Aber sollten ein paar – in diesem Fall meinetwegen auch eine ganze Reihe von – Programmzeilen und Befehlen die zu erreichende Klangqualität der Musik bestimmen, die auf heimischen oder Studio-Computern wiedergegeben wird? Das ist ja nicht so, als würde man Widerstände, Kondensatoren oder MOSFets in einem Verstärker tauschen: Diese Unterschiede kann ich hören und, wie es scheint, auch verstehen.

Pure Music dockt oben an iTunes an. Bei der integrierten Level-Anzeige ist die Dynamic Range-Funktion eingeschaltet. Alles zwischen 18 und 21 ist gut. Aber meist wird man sehen, wie stark die dynamische Bandbreite beim Mastering limitiert wurde
Pure Music dockt oben an iTunes an. Bei der integrierten Level-Anzeige ist die Dynamic Range-Funktion eingeschaltet. Alles zwischen 18 und 21 ist gut. Aber meist wird man sehen, wie stark die dynamische Bandbreite beim Mastering limitiert wurde

Bis jetzt war iTunes – und in den ersten Jahren der letzten Dekade der Windows Media Player – für mich die Software der Wahl, wenn ich Musik von meinem Computer hören wollte. Zu Recht könnte man sagen: Was soll einem daran nicht gefallen? Cleveres Musik-Management, leichte und schnelle Erstellung von Playlists, Verwendbarkeit auf allen Betriebssystemen und eine generell einfache Bedienung haben iTunes für fast alle iPod/Pad/Phone-Nutzer an die erste Stelle katapultiert. Zu unterstellen, eine Zusatz-Software würde bessere klangliche Ergebnisse bringen als iTunes, erscheint da als Vertrauensbruch, besonders wenn man sich einige Foren-Beiträge auf so populären Seiten wie Engadget, Gizmodo Hydrogen Audio et cetera ansieht, die sich darüber und andere Behauptungen von Audiophilen lustig machen.

In diesem Fenster kann man die lückenlose Wiedergabe und die Hybrid Memory Funktion anwählen, die die Wiedergabe deutlich verbessert
In diesem Fenster kann man die lückenlose Wiedergabe und die Hybrid Memory Funktion anwählen, die die Wiedergabe deutlich verbessert
Dennoch: Es sieht so aus, dass es bestimmte – ich wage es zu sagen, wohlwissend, dass dieser Begriff in unserer Zeit sehr unscharf definiert ist – wissenschaftliche Gründe für ein verbessertes Leistungsspektrum gibt: bessere, das heißt präzisere mathematische Berechnungen, ein besseres generelles Software-Design et cetera. Das alles führt technisch zu einer überlegenen Wiedergabe Ihrer Lieblings-Audio-Dateien. Dadurch, dass Pure Music von Channel D es auch erlaubt, Plug-Ins nach Industriestandard zu verwenden, um die Musikausgabe weiter zu beeinflussen, wie zum Beispiel Raumakustik-Korrekturen und Bassmanagement, bietet es die Möglichkeit, das Musikwiedergabesystem in starkem Maße aufzuwerten. Selbstverständlich habe ich mich auch mit diesen Aspekten des Konzepts beschäftigt. Aber dieser erste Artikel konzentriert sich nur auf Pure Music allein. In nicht allzu ferner Zeit werde ich auch über die klanglichen Meriten einiger zusätzlicher Audio-Plug-Ins berichten.

Pure Music ist genau so einfach wie jede andere OSX Software zu installieren: Einmal heruntergeladen, kurz in den Programme-Ordner kopieren, gefolgt von einem Doppelklick, und schon läuft es. Einfacher geht‘s nicht. Sobald das Programm gestartet wurde, hat man die Option, Pure Music im „simple‟ oder „advanced mode‟ zu betreiben, der mehr Möglichkeiten bietet, das Programm Ihren eigenen Vorlieben entsprechend anzupassen. Für Anfänger ist alles ganz einfach: Auf „simple‟ zeigen, anklicken und – voila – schon geht‘s los. Wenn Sie aus unerfindlichen Gründen – nehmen wir mal an, Sie sind ein Audiophiler – kreativ sein und echt daran arbeiten möchten, sich alle Magie zu erschließen, die Pure Music bietet, dann können Sie sehr tief in die Software einsteigen und eine Menge unterschiedlicher Parameter ändern und optimieren.

Pure Music funktioniert gänzlich anders als die übrigen Computer Music Player, denn obwohl es de facto als Musik-Dekodierungs- und -Wiedergabe-Software arbeitet, bleibt iTunes die aktuelle Oberfläche oder – technisch gesehen – das Graphic User Interface. Und daher darf man das beste aus zwei Welten erwarten: Überlegene klangliche Leistungen und die Möglichkeit, iTunes für das Musik-Management, die Erstellung von Playlists und so weiter zu verwenden. Und das ist wie gesagt definitiv meine Lieblingsart, meine beständig wachsende Musik-Bibliothek zu verwalten, die momentan aus über 950 Alben besteht, die alle in AIFF lossless Dateien umgewandelt wurden, und zwar mit einem Programm, das ausschließlich unter Windows läuft und als Poikosoft Easy CD Extractor bekannt ist. Natürlich habe ich andere Musik-Management-Software ausprobiert, aber irgendwie lande ich immer wieder bei iTunes.

Als kleines zusätzliches Schmankerl ist Pure Music voll mit Apples Remote App kompatibel, die es erlaubt, mit iPhone, iPod Touch oder iPad die iTunes Musik-Biblithothek aus der Ferne zu bedienen – eine, wie ich finde, ausgesprochen clevere Art mit seiner Musik umzugehen. Zudem verbessert Pure Music standardmäßig die Qualität von mp3-, AAC- oder anderer verlustbehaftet komprimierter Dateien und steigert so auch den Genuss Ihres Lieblings-Internet-Streams. Das ist mir gerade, wenn ich mal mp3s in guter Qualität oder AAC-Streams aus dem Netz höre, ein sehr willkommenes Feature.


Ohne all zu weit in die spezielleren Möglichkeiten und Einstellungen von Pure Music einzusteigen, was den Umfang dieses Tests sprengen würde, möchte ich doch einen wichtigen Punkt ein wenig näher beleuchten. Ich empfehle nachdrücklich, in der Standardeinstellung „memory playback‟ zu aktivieren. Dies stellt sicher, dass jede Musikdatei ausschließlich aus dem Arbeitsspeicher des Computers abgespielt wird, und nicht von der rotierenden Festplatte oder einem Solid State Drive – wobei es fraglich bleibt, was den Unterschied zwischen der Wiedergabe aus dem Arbeitsspeicher und dem Solid State Drive bewirkt. Ich hörte jedenfalls sofort eine fraglos bessere Wiedergabe, sobald „memory playback‟ gewählt war. Es gibt also keinen Grund, es wieder auszuschalten.

Kommen wir auf den Punkt: Ganz egal welchen Track ich auch auswählte, Pure Music brachte immer den gewünschten Erfolg: Es klang klar und deutlich besser als iTunes allein. Der übliche Mix aus Euro-Pop, Ambient und Electronica (Kraftwerk, Yello, Trentmøller, Tosca) profitierte vor allem vom einer überlegenen Bass-Definition und -Artikulation, während im Klassik-Genre die größere, klarer skizzierte Bühne ebenso wie eine lebendigere, packendere Dynamik erfreute – selbst wenn sich das wie eines dieser wohlbekannten lahmen Urteile im Stil von „Vertrauen Sie mir, es klingt einfach besser‟ anhören mag.

Dieses Fenster erlaubt es einem, die Sampling Rate und das Ausgabegerät zu wählen – wenn man mehrere davon angeschlossen hat. Auch die Sampling Rate für die DSD-Wiedergabe wird angezeigt
Dieses Fenster erlaubt es einem, die Sampling Rate und das Ausgabegerät zu wählen – wenn man mehrere davon angeschlossen hat. Auch die Sampling Rate für die DSD-Wiedergabe wird angezeigt

Bei einigen Tracks waren die Verbesserungen recht drastisch, so zum Beispiel beim Soundtrack von American Beauty, der für mich Referenzqualität besitzt: Hier fließen unterirdische Sythi-Bass-Linien und die großen Leinwände für Thomas Newmans kompositorische Ideen weiten sich zu musikalischen Gobelins. Der dritte Track beginnt mit einem sensationellen, in den Magen drückenden Tiefbass – wenn der Rest der Kette ihn denn reproduzieren kann –, den man eher fühlen als hören kann. Im direkten Vergleich mit der Wiedergabe über iTunes allein bringt Pure Music mehr Tiefe, Druck und Kraft und eröffnet einem den Blick in tiefere Schichten auf einer vermeintlich größeren Leinwand.

Auf der Website von Channel D, der Firma, die Pure Music progammiert, findet man Schlagworte wie „optional real-time 64bit upsampling", „adjustable dithered volume control" – aber ich bin, wie gesagt, kein Software-Entwickler. Dennoch kann ich sagen, was auch immer Pure Channel D da zusammenbraut, funktioniert und es funktioniert verdammt gut. Eine weitere prima Eigenschaft von Pure Music stellt die Möglichkeit dar, High Resolution Files mit unveränderter Auflösung aus iTunes abzuspielen. Und das schließt wohlgemerkt die Fähigkeit ein, neben PCM- auch DSD-Dateien wiederzugeben. Und von dieser hohen Datenrate darf man mit Fug und Recht noch bessere klangliche Ergebnisse erwarten, auch wenn meines Erachtens momentan noch zu wenig Musik in diesem überlegenen Datenformat angeboten wird, um jetzt schon größere Investitionen in Equipment zur Wiedergabe von High-Resolution-Files zu rechtfertigen. Eingedenk der Tatsache, dass Pure Music eine reine Software-Lösung ist, darf man Updates in Scharen erwarten. Verbunden mit Updates des Betriebssystem iOS baut Channel D beständig neue Features ein – was bei einer Hardware-Lösung schlicht unmöglich wäre.

Diese Bildschirmfoto zeigt das typische Single-Album-iTunes-Fenster während der Wiedergabe. Pure Music ist lediglich im Hintergrund sichtbar
Diese Bildschirmfoto zeigt das typische Single-Album-iTunes-Fenster während der Wiedergabe. Pure Music ist lediglich im Hintergrund sichtbar

STATEMENT

Auch mit Blick auf die praktisch garantierten Updates ist Pure Music die Gans, die goldene Eier legt, ein Geschenk, das sich selbst erneuert. Gerade jetzt, wo eine immer größere Zahl von Computern als Music Server eingesetzt wird, ist Pure Music klanglich ganz vorne mit dabei. Und das Beste von allem: Der Preis ist wirklich günstig. Pure Music muss man haben.
HERSTELLERANGABEN
Gerätebezeichnung
Computer MacBook 2 Ghz, 4 GB, OSX 10.6, iTunes 10.5.1
D/A Wandler Playback Designs MPS-5
USB-Konverter Sonicweld USB / SPDIF Diverter 24/96
Vollverstärker Brinkmann Integrated
Lautsprecher Zu Audio Definition Mk II.
Kabel Kubala-Sosna Emotion (komplette Kette)

 

HERSTELLERANGABEN
Channel D Pure Music Computer Music Player (v 1.83)
Betriebssystem Mac OS X
max. Sample Rate 384 kHz
Demoversion 15 Tage gratis
Preis 129 $ (ca. 99 Euro)


Bezugsadresse: www.channld.com

Weitere Informationen

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