Samstag, 31 März 2012 02:00

Transrotor Phono 8-MC

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Über viele Jahrzehnte hat Jochen Räke aus Bergisch-Gladbach uns Musikfreunde mit seinen Laufwerkskreationen optisch und akustisch verwöhnt. Jetzt bringt sein Sohn und Nachfolger Dirk mit dem Phono 8-MC die passende Ergänzung dazu.
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Zwei kleine Endstufen hat man da vor sich, möchte man denken, nachdem man den zweiteiligen Phono-Entzerrer aus seinen Kartons gehoben hat, einen für den eigentlichen Entzerrer-Vorverstärker und einen für das Netzteil. Die Verpackung ist auffällig: Die von Hand ausgeschnittenen Styropor-Einlagen zeugen von handwerklicher Einzelanfertigung und erinnern mich an meine Jahre bei der ehemaligen Detmolder Edelschmiede Audiolabor, wo wir unsere „fein“, „klar“ und „stark“ ebenso liebevoll verpackten.

Netzstrom rein – Wunschstrom raus. Hier wird die Energie für den separaten MC-Vorverstärker aufbereitet
Netzstrom rein – Wunschstrom raus. Hier wird die Energie für den separaten MC-Vorverstärker aufbereitet

Stellt man nun beide Teile nebeneinander, sehen sie beinahe gleich aus. Die glänzenden Chromfronten offenbaren ihre Herkunft durch die Gravur JR Transrotor.  Unter dieser ist eine kleine LED zur Anzeige des Betriebszustandes eingelassen. Eines der beiden Geräte hat einen verchromten Ein-Aus-Schalter. Nichtmagnetische Aluminium U-Profile mit reichlich Kühlungs-Oberfläche, sehr sauber verarbeitet, bilden die Gehäuse. Rückseitig geben sich die beiden Zwillinge dann klar zu erkennen: Das frontal schaltbare Kästchen ist das Netzteil mit nur einer Kaltgeräte-Buchse und dem sechspoligen Anschluss für das beiliegende Kabel für die Versorgung des eigentlichen Entzerrer-Vorverstärkers. Der hält nun eine Überraschung parat: Zwar finden wir neben Buchse für das Netzteil-Kabel und dem Masseanschluss erwartungsgemäß ein Paar Cinch-Ausgänge, jedoch sind die Eingänge als symmetrische dreipolige XLR-Buchsen mit vergoldeten Kontakten ausgeführt. Und das macht Sinn: Tonabnehmersysteme sind sowohl als Moving Magnet als auch als Moving Coil grundsätzlich symmetrisch. An jedem Plattenspieler befindet sich deshalb eine separate Masseleitung zum Anschluss an den Verstärker – zumindest seitdem keine DIN-Stecker mehr verwendet werden.

Symmetrischer XLR-Eingang,· Ausgang asymmetrisch über Cinch, mittig oben die 6-polige Buchse zur Stromversorgung, darunter der Masse-Anschluss
Symmetrischer XLR-Eingang,· Ausgang asymmetrisch über Cinch, mittig oben die 6-polige Buchse zur Stromversorgung, darunter der Masse-Anschluss

Der symmetrische Eingang erlaubt es, die extrem niedrig-pegeligen Signale eines MC-Tonabnehmers sehr störungsarm aufzubereiten. Sie sind von der Größe mit Mikrofonspannungen vergleichbar, die in der professionellen Studiotechnik stets symmetrisch verarbeitet werden. Deshalb enthält der 8-MC auch Bauteile, die üblicherweise in der Studiotechnik zuhause sind. Nun ist der Phonoentzerrer nicht durchgängig vollsymmetrisch aufgebaut. Bei der weiteren Aufbereitung wird das symmetrische Signal zusammengeführt und asymmetrisch weiter verstärkt und letztlich über Cinch ausgegeben. Auch sind alle Einstell-Optionen bewusst auf der doppelseitig kupferkaschierten Leiterplatte zu finden und nicht, wie es vielleicht praktischer erscheint, auf von außen bedienbare Schalter gelegt. Aus klanglichen Gründen haben hier ganz eindeutig der klare und geradlinige Schaltungsaufbau und die saubere Signalführung Vorrang vor der Bequemlichkeit. Und das finde ich gut so.

Das Konzept des Transrotor Phono 8-MC überzeugt aber nicht nur in Teilbereichen, sondern auch insgesamt. So wurde der Entzerrer in puncto Empfindlichkeit und Schaltungsaufbau konsequent für Moving Coil Tonabnehmern optimiert. In den Regionen, in denen sich der  Phono 8-MC tummelt, stellen Systeme mit bewegter Spule sowieso die überwältigende Mehrheit. Besitzer von MM-Systemen müssen da leider nach anderen Spielpartnern Ausschau halten.


Auch den technischen Aufbau des Phono 8-MC kann man nach einem Blick auf die Details nur loben: Hier wurde nur Bestes verwendet, wie zum Beispiel Kondensatoren aus dem Hause Mundorf und anderes Edelmaterial. Ein Mute-Relais garantiert ein geräuscharmes Ein- und Ausschalten, und das „Quasi Akkunetzteil“, wie Transrotor sein Stromversorgung nennt, mit einem vergossenen Ringkern-Transformator, ultraschnellen Gleichrichterdioden und einer Elko-Bank mit 54400 Mikrofarad liefert der Audioschaltung saubere Energie im Überfluss.

Klarer Aufbau mit gekapseltem Ringkern-Trafo und der stattlichen Kondensatoren-Batterie
Klarer Aufbau mit gekapseltem Ringkern-Trafo und der stattlichen Kondensatoren-Batterie

MC-Tonabnehmer entfalten ihr musikalisches Können bekanntlich erst bei richtiger Anpassung in Sachen Empfindlichkeit und Abschluss-Widerstand. Diesem Aspekt hat Transrotor selbstverständlich Rechnung getragen: Die Eingangsimpedanz lässt sich in 16 Stufen wunderbar fein abgestuft von 60 Ohm bis 4,7 Kiloohm anpassen. Die Empfindlichkeit kann ebenfalls in 16 Schritten zwischen 0,07 mV und 2,0 mV gewählt werden. Über das Entfernen von Jumpern lässt sich zusätzlich ein Subsonicfilter aktivieren, was ich aber im Test nicht getan habe. Die Geräte konnten also ungefiltert ihr Können zeigen. Wie schon erwähnt, sind alle Anpassungsmöglichkeiten  kanalgetrennt im Gerät über Dip-Schalter einstellbar. Da hat Transrotor wohl den Musikfreund im Blick, dem es völlig ausreicht ist, wenn die Anlage einmal optimal eingestellt wird und dann tut, was sie soll: Musik machen.

Rechts die Anleitung für die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten, links im Schaltungsaufbau die Dip-Schalter für Empfindlichkeit und Abschlusswiderstand. Die Subsonic-Jumper sitzen links von den dicken MKP-Kondensatoren.
Rechts die Anleitung für die unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten, links im Schaltungsaufbau die Dip-Schalter für Empfindlichkeit und Abschlusswiderstand. Die Subsonic-Jumper sitzen links von den dicken MKP-Kondensatoren.

Der Phono 8-MC bekam seinen Spiel-Platz auf gespiketen Granitplatten und wurde mit einem MudrAkustik Netzkabel an den Strom angeschlossen. Die Kühlrippen der Gehäuse sind sicher äußerst großzügig dimensioniert: Beide Einheiten wurden nicht wirklich warm, auch nicht nach den fünf Stunden der ersten Hör-Session. Als Spielpartner braucht so ein Testkandidat naturgemäß eine adäquate Umgebung und bekam sie in Form eines Brinkmann Balance-Laufwerks, bestückt mit Breuer Tonarm und einem van den Hul Colibri XGP mit Goldspulen. Diese Kombination sollte mit unserem Probanden sicherlich sicherlich auf Augenhöhe musizieren. Die Pegelanpassung wurde auf 0,33mV eingestellt, die Abschlussimpedanz auf ein Kiloohm. Selbst bei sehr weit geöffnetem Lautstärke-Regler war kaum Rauschen zu hören, Brummen schon gar nicht. Wann gibt es das schon bei Phono?

Zum entspannten Einhören wurde das Paul Kuhn Trio Live At Birdland von Hifistatement aufgelegt, beginnend mit „One Morning In May‟, das Vogel-Trillern passend zum Colibri-System. Schon nach einer halben LP-Seite war klar: Der Transrotor Phono 8-MC ist richtig gut, und diese Einschätzung sollte sich auch nicht mehr ändern, sondern weiterhin bestätigen und zu unerwarteten Wahrnehmungen vermeintlich bekannter Schallplatten führen. „Dass da noch so viel möglich ist!“, darf ich meinen Freund Thomas B. zitieren, der als Besitzer einer sehr hochwertigen und musikalischen Anlage weiß, wovon er spricht, und mit dem ich den ersten Teil des Hörtest gemeinsam machte.

Schon mit dem Paul Kuhn Trio offenbarte der 8-MC herrlich glanzvolle Schlagzeugbecken, farbig und feindynamisch ohne auch nur den geringsten Anflug von Härte. Alle drei Instrumente und Paul Kuhns Stimme hatten ihren Raum, ordentlich und stimmig zueinander geordnet. Keine künstliche Räumlichkeit, sondern überzeugend differenziert. Farbenfroh dargeboten wurde auch Midnight Sugar vom Tsuyoshi Yamamoto Trio. Das machte wirklich Spaß. Vor allem kam alles total locker und völlig entspannt beim Hörer an. Tin Can Alley von Jack DeJohnette´s Special Edition, ECM 1189, ging dann wirklich zur Sache. Die beiden Saxophone, vor allem das Bariton-Sax rechts von John Purcell rotzte uns seine Töne richtig entgegen. Niemals überbetont oder holprig in den Basslagen. Vergnügen pur.


Das minimalistischen Pop Arrangement von Dillon in This Silence Kills hatte Transparenz, Farbe und vor allem Griffigkeit und Standfestigkeit. Das war ohnehin bei allen Platten deutlich: Die Instrumente oder Stimmen hatten stabile Plätze und schwankten nicht, auch nicht in Abhängigkeit von ihrer Tonlage in der Höhe. Das ist wirklich bemerkenswert und lässt auf ein extrem sauberes Phasenverhalten des Phono 8-MC schließen.

Pink Floyd Shine On You Crazy Diamond in der Pressung von 1975 war berauschend, plakativ, farbenprächtig, fein gezeichnet, überwältigend, affeng… . Von diesem Erlebnis mussten wir uns wirklich „erholen“,  bevor wir uns dann nach einer verdienten Kaffeepause der E-musik widmeten.

Auf dem Glas-Teller des Balance lag Manuel De Fallas Dreispitz, DG von 1977, mit der Mezzosopranistin Teresa Berganza, gespielt vom Boston Symphony Orchestra unter Seiji Ozawa: eine Aufnahme, in der Alles drin steckt, wie man so sagt. Es klingt, wie ich es mir wünsche: Gut durchgezeichnet, die Pauken sauber und platziert, die Stimme ehrlich körperhaft, die Streicher mit realistischem Schmelz, dynamisch, differenziert. Bravo!

In einer weiteren Hörsitzung – diesmal allein – habe ich wissen wollen, was der Phono 8-MC macht, wenn man ihn mit einem einfacheren Frontend speist. So habe ich meinen Kenwood KD-990 mit Benz Glider L2 davor gespannt, die Empfindlichkeit der Phonostufe blieb unverändert, die Eingangsimpedanz wurde jedoch auf 4,7 Kiloohm erhöht. Natürlich hörte ich dieselben Aufnahmen: Auch hier das gleiche sehr positive Bild, aber weit weniger ausgeprägt. Eigentlich keine Überraschung, denn was man dem Phono MC-8 nicht gibt, kann er auch nicht umsetzen. Er ist halt kein Zauberkasten, sondern – viel besser – brilliert in allen Disziplinen wie Grob- und Feindynamik, Klangfarbe, Transparenz und Ortbarkeit, spielt dabei aber ungeheuer musikalisch mit bisher so nicht gehörter Echtheit. Da sind 2400 Euro wirklich eher günstig. Zudem bekommt man eine ansprechende Optik und eine exzellente Verarbeitung.

Dieses Pärchen ist ein absolut gelungenes Kunstwerk
Dieses Pärchen ist ein absolut gelungenes Kunstwerk

 

 

STATEMENT

Zitat Thomas B.: „Ein deutlicher Schritt für Analog auf dem Weg weg von der CD.“ So ist es. Der Räke Transrotor Phono 8-MC ist ein Meisterstück in Verarbeitung, Optik und vor Allem in seinen musikalischen Fähigkeiten. Probieren Sie ihn aus – eine Investition, die mit viel Freude verzinst wird.
GEHÖRT MIT
Plattenspieler Brinkmann Balance mit Breuer Tonarm und v.d.Hul Kolibri GXP, Kenwood KD-990 mit Benz Glider L2
Vorverstärker T+A  P-10
Equalizer für Bass LA-Audio EQ 231G
Endstufen Primare A-32 (2 x) für Bass, Spectral DMA 100 S mit Enacom für Mittelhochton
Lautsprecher Triangle Magellan Grand Concerto sw2 (Bi-Amping)
Kabel Inakustik Black&White NF-1302, Mogami 2549, QED Genesis Silver Spiral mit Enacom LS, MudrAkustik Max Netzleiste, Mudra Netzkabel

 

HERSTELLERANGABEN
Transrotor Phono 8-MC
Verstärkung MC einstellbar 0,1 mV bis 2mV
Frequenzgang (RIAA) 20Hz bis 20KHz, +/-0,1dB
Eingangswiderstand MC 60 Ohm bis 4,7 kOhm einstellbar
Stromaufnahme < 9VA
Gehäuse 6 mm Aluminium
Frontblende 12 mm Aluminium
Eingang 1 x XLR
Ausgang 1 x Cinch
Abmessungen (B/H/T) je 176/757/300 mm
Preis 2400 Euro

 

VERTRIEB
Räke HiFi Vertrieb GmbH
Anschrift Irlenfelder Weg 43
51467 Bergisch Gladbach
Telefon 02202 31046
Internet www.transrotor.de

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Dienstag, 27 März 2012 02:00

Weiss-Wandler im Dreierpack

Gleich drei der spannenden Digital-Audio-Komponenten von Weiss präsentiert WOD am 31. März im firmeneigenen Showroom in Nidderau.


Am 31. März 2012 werden bei WOD Audio nicht nur die bestens beleumundeten Weiss-Wandler DAC202 und MedeaPLUS, sondern auch der brandneue Netzwerkplayer MAN301 im direkten Vergleich zu hören sein. Eine Kette mit Ypsilon-Elektronik, Lautsprechern von Estelon und Kabeln von Kubala•Sosna sorgt dafür, dass auch kleinste Klangnuancen deutlich herausgearbeitet werden. Aber man kann die Wandler nicht nur hören, sondern auch nach Herzenslust darüber fachsimpeln – zum Beispiel mit Andrea Weiss von Weiss Engineering, der sein Kommen fest zugesagt hat.

Die Veranstaltung findet von 12.00 bis 16.00 Uhr in der Eugen-Kaiser-Straße 54 in 61130 Nidderau statt. Um Anmeldung wird gebeten unter den Telefonnummern 01713033169 und 06187900077 oder unter der E-Mail-Adresse info@wodaudio.de.

PS: Vorabinformationen gibt es auf Homepage, die WOD kürzlich von Grund auf neu· gestaltet hat. Jetzt ist sie ganz gewiss einen Besuch wert: www.wodaudio.de.

Weiss-Wandler DAC202
Weiss-Wandler DAC202

Netzwerkplayer MAN301
Netzwerkplayer MAN301

 

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Montag, 26 März 2012 02:00

Prolight + Sound und Musikmesse 2012

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Auch wenn die Doppelmesse für Veranstaltungstechnik und Musik mit 2388 Ausstellern aus 54 Ländern und rund 110000 Besuchern nach den Maßstäben unserer Branche unvorstellbar groß ist, bleiben Produkte, die auch Hifi-Fans begeistern, recht dünn gesät. Aber sie sind es wert, vorgestellt zu werden.

 

teaser

Die Messen in Frankfurt sind auf ihrem Gebiet weltweit führend, was man ja wohl auch von der High End behaupten darf. Doch dann hört es mit den Gemeinsamkeiten – von den Geräten, die in beiden Bereichen auf Interesse stoßen, einmal abgesehen – schon auf: Selbst wenn ich mich nach vier Tagen im Münchener IOC meist ein wenig urlaubsreif fühle, bedaure ich die Kollegen, die vier Tage auf dem Messegelände unterwegs sind, egal ob in ständig vollbesetzten Shuttle-Bussen oder im Individualverkehr per Tretroller – oder zeitgemäßer formuliert per Scooter.  Aber es sind nicht nur die Entfernungen, die die Arbeit in Frankfurt nicht gerade zu einem Zuckerschlecken machen. In München umspült einen zwar auch überall Musik und nicht selten so laut, dass selbst in benachbarten Ausstellungsräumen noch viel zu viel davon zu hören ist, aber auf der Musikmesse herrschen offene Stände vor, was jedoch niemand daran hindert, seine Produkte von einer Band präsentieren zu lassen. Zudem müssen die Ausstellungsstücke ja auch mal ausprobiert werden. Besonders beliebt sind zum Beispiel voll übersteuerte Gitarrenverstärker in Kombination mit dem unvermeidlichen „Smoke On The Water‟. Man braucht sich also nicht zu wundern, wenn der Gesprächspartner nach der Begrüßung erste einmal den Gehörschutz entfernt …

Wie auch auf der High End sind es für mich meist nicht die Geräte, die die Messe zu einem Erlebnis machen. Viel spannender gestaltet es sich meist, die Menschen zu treffen, die die Komponenten entwickelt haben. So war am Stand von Pro Audio Services Michal Jurewicz zugegen, der Gründer, Inhaber und Entwickler von Mytec. Er sprach recht freimütig über künftige Projekte: Ein dem kürzlich in Hifistatement getesteten D/A-Wandler entsprechender Analog/Digital-Converter sei in Planung. Auch dieser werde dann sowohl im 24- als auch im 1-Bit-Format arbeiten.

Mytek Chef Michal Jurewicz hat allen Grund zu guter Laune: Seine Wandler sind so gefragt, dass es immer wieder zu Lieferengpässen kommt. Er führte auch mit DSD-Files vor, die über Pure Music zugespielt wurden
Mytek Chef Michal Jurewicz hat allen Grund zu guter Laune: Seine Wandler sind so gefragt, dass es immer wieder zu Lieferengpässen kommt. Er führte auch mit DSD-Files vor, die über Pure Music zugespielt wurden

Bei Mytek denkt man auch intensiv über einen speziell für audiophile Anwendung ausgelegten Wandler nach, der sich nicht nur durch ein aufwändigeres Gehäuse vom bisherigen Modell unterscheiden soll: Wenn man beispielsweise deutlich mehr Geld in ein größeres, für die digitalen und analogen Bereiche getrenntes Netzteil und vielleicht noch in eine potentere Ausgangsstufe investiere, ließe sich der bewährten Grundschaltung noch ein wenig mehr Klang entlocken.

Michal Jurewicz mit seinem Produktionsleiter Marcin Hamerla, der momentan darum kämpfen muss, die benötigten Stückzahlen des begehrten Wandlers zu fertigen. Die Entwicklung findet in USA statt, die Geräte werden in Polen gebaut
Michal Jurewicz mit seinem Produktionsleiter Marcin Hamerla, der momentan darum kämpfen muss, die benötigten Stückzahlen des begehrten Wandlers zu fertigen. Die Entwicklung findet in USA statt, die Geräte werden in Polen gebaut

 

Anders als Mytek setzt Antelope Audio auf die Synchronisation aller Wandler einer Kette oder eines Studios mit hochpräzisen, externen Taktgebern. Neben den Uhren – die hochpräzise Rubidium-Clock soll gerade mal eine Abweichung von einer Sekunde in 1000 Jahren haben – umfasst das Programm auch den Zodiac D/A-Wandler, der in drei Varianten angeboten wird. Ein externes Netzteil zur verbesserten Stromversorgung der Wandler ist ebenfalls lieferbar.

Igor Levin entwickelt sämtliche Antelope-Komponenten. Er setzt auf immer höhere Abtastraten im PCM-Verfahren. DSD hingegen lehnt er vehement ab, da es nahezu unmöglich sei, Ein-Bit-Aufnahmen ohne Wandlung ins Hochbit-Format nachzubearbeiten
Igor Levin entwickelt sämtliche Antelope-Komponenten. Er setzt auf immer höhere Abtastraten im PCM-Verfahren. DSD hingegen lehnt er vehement ab, da es nahezu unmöglich sei, Ein-Bit-Aufnahmen ohne Wandlung ins Hochbit-Format nachzubearbeiten

Neuste Komponente im Antelope-Angebot ist der Eclipse 384, wobei die Zahl für die höchste mögliche Taktrate steht: Der Eclipse kann also analoge Signale mit einer Frequenz von 384 Kilohertz in 24-Bit-Worte umsetzen. Selbstverständlich übernimmt er auch die Wandlung in die umgekehrte Richtung. Einen zweiten D/A-Wandler gibt es für das Monitoring der Aufnahmen. Die D/A-Wandler-Chips bezieht Antelope von Burr Brown. Der Eclipse verfügt auch über eine hochpräzise Clock mit thermisch kontrolliertem Oszillator, die externe Geräte steuern kann. Die Synchronisation des Eclipse mit einer externen Rubidium-Clock ist ebenfalls möglich.

Oben der Eclipse Mastering-Wandler, darunter die Rubidium-Clock. Schon die Bauform verrät, dass sie fürs Studio konzipiert wurden. Die Zodiac-Wandler jedoch fallen aus dem 19-Zoll-Rahmen
Oben der Eclipse Mastering-Wandler, darunter die Rubidium-Clock. Schon die Bauform verrät, dass sie fürs Studio konzipiert wurden. Die Zodiac-Wandler jedoch fallen aus dem 19-Zoll-Rahmen

 

Bricasti Design war mir bisher nur auf dem Gebiet digitaler Hallgeräte ein Begriff. Nun nehmen die Amerikaner, die lange Zeit für Lexicon entwickelten, auch den Hifi-Markt ins Visier. Während man sich bei der Ablehnung von DSD mit Antelope völlig einig ist, unterscheiden sich die Konzepte, wie man Jitter bekämpft, grundlegend. Statt auf Hardware setzt Bricasti – vorausgesetzt der Lärm der Messe hat meine Erinnerung an die detailreichen technischen Ausführungen von Bricasti Design-President Brian Zolner nicht getrübt – hier auf die digitale Synthese eines idealen PLL-Oszillators. Je einer davon arbeitet in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Wandler-Chips des strikt kanalgetrennt aufgebauten Gerätes. Mit Hilfe eines DSPs sollen die beiden Oszillatoren synchronisiert werden. Für die Auslegung der analogen Ausgangsstufe zog Bricasti einen Spezialisten zur Rate, der auch schon für Madrigal tätig war. Das Gehäuse wird nicht zugekauft, sondern auf den Bricasti-eigenen CNC-Maschinen gefertigt. In Kürze werden die ersten Geräte mit USB Eingang zu haben sein. Ich habe beim deutschen Vertrieb Mega Audio schon ein Exemplar zum Test in Hifistatement bestellt.

Brian Zolner, der President von Bricasti Design, hört sich jeden M1 Stereo DAC nach dem Einbrennen an
Brian Zolner, der President von Bricasti Design, hört sich jeden M1 Stereo DAC nach dem Einbrennen an

Ebenfalls bei Mega Audio im Vertrieb ist Fostex. Der japanische Hersteller war früher für semiprofessionelle Bandmaschinen bekannt, bei denen sich eine Vielzahl von Spuren auf einen relativ schmalen Band aufzeichnen ließ. Für einen passablen Fremdspannungsabstand sorgten dann ausgeklügelte Rauschunterdrückungsysteme. Heute hingegen hat man in puncto Digital einiges zu bieten: Mitte des Jahres wird dieser Wandler zu haben sein, der besonders Freunde von Computer-Hifi ansprechen dürfte: der HPA8, der Digitalsignale intern mit 32 Bit verarbeitet.

Laut Frontplatte handelt es sich hier um einen Kopfhörerverstärker. Der eigentliche Clou ist allerdings der 32-Bit-D/A-Wandler
Laut Frontplatte handelt es sich hier um einen Kopfhörerverstärker. Der eigentliche Clou ist allerdings der 32-Bit-D/A-Wandler

Der HPA8 bietet einen S/PDIF-, eine AES/EBU- und zwei Toslink-Eingänge. Digitale Signale werden optisch und per Cinch-Buchse ausgegeben. Computer können per USB Verbindung mit dem Fostex aufnehmen, der sogar Musik-Dateien von SD-Karten abspielt. Ob der Wandler auch per USB angelieferte DSD-Files verarbeiten kann, stand noch nicht endgültig fest.

 

Ein analoger Cinch-Eingang macht es möglich, den HPA8 als Vorstufe einer puristischen Anlage einzusetzen
Ein analoger Cinch-Eingang macht es möglich, den HPA8 als Vorstufe einer puristischen Anlage einzusetzen

Weniger puristisch geht es beim HQ-Precision Pre-Amp vom Kompressor-Spezialisten Drawmer zu, der sich als zentrale Steuereinheit fürs Studio ebenso eignet wie für eine hochwertige Hifi-Anlage. Er bietet symmetrische und unsymmetrische Eingänge, von denen einer sogar von Line auf Phono-MM umschaltbar ist. Ein DAC ist ebenfalls mit an Bord: Er bietet USB-, S/PDIF-, AES/EBU- und TosLink-Eingänge. Sämtliche Eingänge können im Pegel voreingestellt werden, so dass Lautstärkesprünge beim Umschalten sicher ausgeschlossen werden. Herzstück des Vorverstärkers ist die „Seamless Relay Volume Control‟, die über den gesamten Regelbereich eine Kanalgleichheit von 0,05 Dezibel garantieren soll.

Drawmer-Chef Ken Giles hat lange Zeit ein Studio betrieben, bevor er sich der Entwicklung von Equipment zuwandte
Drawmer-Chef Ken Giles hat lange Zeit ein Studio betrieben, bevor er sich der Entwicklung von Equipment zuwandte

Auf den ersten Blick glaubte ich, bei Manger eine Neuheit entdeckt zu haben. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich aber eine MSM c1, die technisch der gerade eben in Hifistatement vorgestellten MSN s1 entspricht, hier aber um ein passives Bassmodul erweitert wurde. Dies erlaubt einen höhere Schalldruck, verändert aber selbstverständlich nicht die tonale Balance. Und ein hoher Schalldruck ist, wie oben erwähnt, bei einer Messe ohne Vorführkabinen oberstes Gebot.

 

Bei Manger kam ein Antelope Zodiac Gold samt Volticus-Netzteil als Wandler und Vorstufe zum Einsatz
Bei Manger kam ein Antelope Zodiac Gold samt Volticus-Netzteil als Wandler und Vorstufe zum Einsatz

Noch leichter als Manger macht der britische Monitor-Spezialist ATC Hifi-Kunden den Umstieg auf Profischallwandler: Man fertigt nicht nur spezielle wohnraumfreundliche, furnierte Modelle, sondern bietet sogar Varianten ohne die aktive, analoge Verstärkerelektronik an. Da bleibt dann genug Platz für lustvolles Experimentieren mit Kabeln und Endstufen.

Besonders charakteristisch für die Lautsprecher von· ATC ist die riesige Mitteltonkalotte im Modell SCM50ASLPro, recht neben Chassis-Entwickler Ben Lilly. Ein Pärchen in Profi-Schwarz ohne Schutzgitter ist für 12000 Euro zu haben
Besonders charakteristisch für die Lautsprecher von· ATC ist die riesige Mitteltonkalotte im Modell SCM50ASLPro, recht neben Chassis-Entwickler Ben Lilly. Ein Pärchen in Profi-Schwarz ohne Schutzgitter ist für 12000 Euro zu haben

 

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Mittwoch, 21 März 2012 01:00

Mytek Digital Stereo 192-DSD-DAC Silver Preamp Version

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D/A-Wandler mit USB-Eingang haben in Zeiten von Computer-Hifi Konjunktur. Viel seltener findet man DACs mit Firewire-Schnittstelle. Und absolut rar sind solche Exemplare, die beide Anschlussarten aufweisen. Einer dieser wenigen ist der Mytek. Und er hat noch mehr zu bieten, nämlich die Fähigkeit, selbst DSD-Signale zu wandeln.
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Die Tasten FN1 und FN2 sind über das Menu ganz nach Wunsch des Benutzers zu belegen. Die Werkseinstellung weist FN1 die Eingangswahl und FN2 die Muting-Funktion zu
Die Tasten FN1 und FN2 sind über das Menu ganz nach Wunsch des Benutzers zu belegen. Die Werkseinstellung weist FN1 die Eingangswahl und FN2 die Muting-Funktion zu

Doch bevor ich mich intensiver mit dem spannenden Mytek-Wandler beschäftige, sollten wir einen Blick auf die Firmengeschichte werfen. Mytek Digital wurde im Jahr 1992 von Michal Jurewicz gegründet, der in der Blütezeit der großen Studios in Manhattan erst in der Hit Factory und anschließend in den Skyline Studios arbeitete. Er hatte in Warschau ein Studium in Elektronik und Akustik abgeschlossen, war 1989 in den USA eingetroffen und folgte dort seiner Leidenschaft für guten Sound. Mit 20 Jahren Erfahrung und nach mehr als 20 selbstkonstruierten Wandler-Modellen legte Michal Jurewicz bei Mytek besonderen Wert auf musikalische Reinheit und Transparenz. Einige der Wandler waren  Auftragsarbeiten für andere Firmen. So entwickelte Michal Jurewicz auch einen DAC für Mark Levinsion – die Person, nicht die Marke. Eines der ersten Produkte von Mytek war das Private Q cue system für die Skyline Studios. Dieses modulare Monitor-System gibt den Musikern größtmögliche Freiheit bei der Gestaltung ihres Kopfhörer-Mixes. Unter anderen setzten die Rolling Stones und Kiss das System bei ihren Aufnahmen ein.

Um das Jahr 1992 herum entwickelte Michal Jurewicz Prototypen von A/D-Wandlern für den Zwei-Kanal-Mixdown auf DAT, die bei Produktion solch illustrer Musiker wie James Taylor zum Einsatz kamen. In den späten 90-ern arbeitete Mytek kontinuierlich an der Verbesserung der PCM-Technik, von 16 zu 24 Bit und mit Abtastraten bis 192 Kilohertz. Auch bei der Ein-Bit-Wandlung sammelte Michal Jurewicz so viel Erfahrungen, dass Sony ihm ab 2001 ein DSD-Projekt anvertraute: die Endwicklung eines DSD-Festplatten-Master-Recorders. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse schlugen sich in zwei kommerziell  erfolgreichen Mytek-Produkten nieder: dem achtfach 192-Kilohertz-Analog-Digital- und -Digital-Analog-Wandler sowie unserem zweikanaligen D/A-Wandler.

Unsere Preamp-Variante des Mytek bietet zwei Cinch-Eingänge für eine weitere analoge Quelle. Die Mastering-Version verfügt stattdessen über kanalgetrennte DSD-Eingänge mit BNC-Buchsen
Unsere Preamp-Variante des Mytek bietet zwei Cinch-Eingänge für eine weitere analoge Quelle. Die Mastering-Version verfügt stattdessen über kanalgetrennte DSD-Eingänge mit BNC-Buchsen

Bei der Produktentwicklung setzt Mytek auf kontinuierliche Hörtests, dann auf Messungen und daraus resultierenden Schaltungsmodifikation. Die Firma betreibt in Brooklyn, New York, ein Mastering- und Aufnahme-Studio, das aber vorrangig für wissenschaftliche Experimente und die Entwicklung von Geräten genutzt wird. Bis 2011 fertigte Mytek seine Wandler ausschließlich für professionelle Anwendungen, da es das erste Firmenziel ist, Werkzeuge für eine naturgetreue Aufnahme und Wiedergabe von Sounds bereitzustellen. Und nun will Mytek auch den privaten Musikfreunden einen sehr hohen Gegenwert für‘s Geld bieten, und das bei absolut betrachtet ausgesprochen moderaten Preisen, wie Michal  Jurewicz in einer E-mail an den Autor betont.

In puncto Ausstattung übertrifft der Wandler locker die meisten Mitbewerber in seiner Preisklasse: Sie möchten nicht lange mit Treibern hantieren und einfach Musikdateien bis 96 Kilohertz aus Ihren Windows-Rechner abspielen? Kein Problem: Verbinden Sie den Computer mit dem USB 1.1-Eingang und los geht‘s. Sie wollen doch lieber Abtastraten bis192 Kilohertz verwenden? Installieren Sie den entsprechenden Treiber von der Mytek-Website und verbinden Sie Ihren Computer mit dem USB 2.0-Eingang. Hier akzeptiert der Mytek auch DSDIFF-Dateien, also einen DSD-Datenstrom. Bisher geht das mit der bei SACDs üblichen Frequenz von 2,8 Megahertz. Eine neue Software, die sogar die doppelte Frequenz erlaubt, ist aber bereits in Arbeit. Dass der Wandler auch Ein- und Ausgänge für eine Wordclock bietet, überrascht wegen der Herkunft aus dem Profilager schon fast nicht mehr. Erstaunt hat mich jedoch, dass Michal Jurewicz auf die Frage, ob ich den Wandler nicht auch einmal mit der firmeneigenen Studioclock192 CX ausprobieren solle, davon abriet: Die im Wandler eingebaute Clock sei von sehr guter Qualität und allein schon wegen der nötigen Kabel würde ein externer Taktgeber keine besseren Ergebnisse bringen.


Bei einigen Bauteile möchte sich Mytek nicht in die Karten schauen lassen: Dort wurden die Aufdruck unleserlich gemacht
Bei einigen Bauteile möchte sich Mytek nicht in die Karten schauen lassen: Dort wurden die Aufdruck unleserlich gemacht

Für den Anschluss an die Kette – seien es nun Endstufen, Aktiv-Lautsprecher oder eine Vorstufe – stehen XLR- und Cinchbuchsen zur Verfügung, deren Pegel regelbar ist. Und zwar auf dopppelte Art: einmal analog in der Ausgangstufe in ein Dezibel-Schritten und zum anderen auf digitaler Ebene im Wandler-Chip. Die analoge Regelung wird auch für die beiden Cinch-Eingänge wirksam, die den Mytek zu einer puristischen Vorstufen-Lösung machen. Noch puristischer ist es allerdings, auf jegliche Regelung zu verzichten, und die analoge Pegelbeeinflussung gleich per Relais zu umgehen. Was ich dann auch getan habe. In diesem Fall ist der Drehregler nur für die Lautstärkeregelung des integrierten Kopfhörerverstärkers zuständig. Allerdings sind hier die 100 Schritte nicht gerade praxisgerecht gewählt: Fängt man vorsichtig bei -∞ an, dauert es eine ganze Weile, bis man überhaupt etwas hört, was allerdings nicht heißen soll, dass der Verstärker zu schwach ist: Er soll bis zu 500 Milliampere bereitstellen und treibt selbst hochohmige Kopfhörer souverän. Schaltet man den Mytek in den Menu-Modus, dient der Drehregler der Auswahl der gewünschten Parameter. Trotz der Fülle der möglichen Einstellung geht das recht locker von der Hand – auch wenn man sich hier schon mal ein größeres, höher auflösendes Display wünschte. Ein, wie ich gerne zugebe, in dieser Preisklasse allerdings sehr vermessener, fast schon unverschämter Wunsch.

Kein Grund zur Geheimniskrämerei: In unmittelbarer Nähe zum Taktgeber findet man den ESS Sabre32 Ultra DAC. Hier arbeiten acht Mono-Wandler mit 32 Bit
Kein Grund zur Geheimniskrämerei: In unmittelbarer Nähe zum Taktgeber findet man den ESS Sabre32 Ultra DAC. Hier arbeiten acht Mono-Wandler mit 32 Bit

Nahezu wunschlos glücklich dürfte der Mytek mit der Vielzahl seiner Digitaleingänge Besitzer von CD-Laufwerken und -Playern machen, die ihr Gerät mit moderner Wandlertechnik auf den neusten Stand bringen möchten: Es gibt Tos-Link-, AES/EBU- und S/PDIF-Buchsen. Zum Glück bewahrt mich mein bewährtes wie betagtes Wadia WT-3200-Laufwerk mangels diverser Ausgänge davor, die Qualität der Verbindungsvarianten zu vergleichen. Der Wadia und der Mytek haben lediglich die S/PDIF-Schnittstelle gemein. Aber selbst bei der Beschränkung auf S/PDIF bietet Myteks kleines Kistchen eine Vielzahl von Optionen, die in Vor-Computer-Audio-Zeiten allein für einen spannenden Wandler-Test völlig ausgereicht hätten: Soll ein steiles (sharp) oder eher sanftes (slow) Digitalfilter den Klang prägen?  Ist Upsampling dem Sound zuträglich oder bleibt es besser ausgeschaltet? Wird der DAC auf die Daten vom Laufwerk synchronisiert oder werden die ankommenden Informationen intern neu getaktet? Die letzte Frage ist schnell beantwortet: Wenn der Wadia dem Wandler den Takt vorgibt, klingt das ausgesprochen anständig und stimmig, versetzt einen aber nicht in Entzücken, wenn man schon Wandler-Boliden wie die von dCS oder Wadia gehört hat. Die Leistung des fremdbestimmten Mytek durfte man auch schon vor vier, fünf Jahren von einem Wandler dieser Kategorie erwarten. Heute ist es zum Glück deutlich mehr: Wenn die Clock des Mytek den Takt vorgibt, wird der Hörer beispielsweise von jeder Menge Luft um die Instrumente, dem gewissen Funkeln des Blechs und der sonoren Kraft eines Kontrabasses betört.


Todd Garfinkels Zwei-Mikrofon-Aufnahme eines pianolosen Jazz-Quartetts fasziniert mit Klangfarben, Dynamik und jeder Menge Rauminformationen
Todd Garfinkels Zwei-Mikrofon-Aufnahme eines pianolosen Jazz-Quartetts fasziniert mit Klangfarben, Dynamik und jeder Menge Rauminformationen
Noch vor zwei Jahren hätte ich das Upsampling aktiviert, voller Überzeugung, mich so für die bessere Wiedergabe entschieden zu haben. Seit der Begegnung mit dem famosen PS Audio Perfect Wave DAC , der die klanglich besten Ergebnisse im sogenannten „Native Mode‟ ohne Upsampling brachte, bin ich mir da aber nicht mehr so sicher, weshalb ich bisher auf jegliche Datenmanipulation verzichtete. Um es auch hier kurz zu machen, greife ich mal wieder zu „Davy The Baby‟ von Marty Krystalls Seeing Unknown Colors (MA Recordings M015A): Wie gewohnt musiziert das Quartett in einem riesigen Raum und ist präzise fokussiert, der Drive ist einfach mitreißend, und die Bass Drum kommt mit richtig viel Druck. Wenn man nun über das Menu das Upsampling auf 192 Kilohertz einschaltet – ein anderer Wert ist nicht verfügbar – und den Wandler danach aus- und wieder einschaltet, öffnet sich der imaginäre Raum noch einmal ein gutes Stück und im Hochtonbereich überzieht Becken und Blech ein besonderer Glanz. Mir gefällt der Klang des Mytek so noch einmal ein ganzes Stück besser. So etwas habe ich noch vor ein paar Jahren nur von Wandlern gehört, die mindestens das Fünffache kosteten. Die Macht der Bass Drum lässt einen eher eine „fette‟ diskret aufgebaute Ausgangsstufe samt entsprechendem Netzteil vermuten als die integrierte Schaltung, der Michal Jurewicz bei seinem Wandler diesen Wohlklang entlockt.

Während man in Hifi-Kreisen bei Wandlern mit umschaltbaren Filtern meist ausführlich deren Vor- und Nachteile im puncto Frequenz- und Zeitverhalten diskutiert, begnügt sich Mytek mit dem Hinweis, dass sich die Filter darin unterscheiden, wie das Audioband außerhalb des Hörbereichs beschnitten wird. Da der Wandler gerade in den Tiefen jede Menge Druck zu bieten hat, gönne ich mir ein Bad in wohligen Basswellen beim Titelstück von Bela Flecks The Flight Of The Cosmic Hippo. Die Erwartungen in Sachen Schub werden nicht enttäuscht, und auch der Raum aus dem Mischpult vermag zu gefallen. Da machen die Filter keinen entscheidenden Unterschied. Das steilere Filter fokussiert die Instrumente ein wenig genauer und sorgt so für einen Tick mehr Präzision, das flachere Filter hingegen verleiht der Wiedergabe etwas Weiträumiges, Schwebendes – und das können meine Lautsprecher, die beinahe überakkuraten LumenWhite, durchaus vertragen. Ich bleibe hier bei der  Einstellung „slow‟, für die folgenden Stücke aus dem Computer deaktiviere ich jedoch wieder das Upsampling, damit Unterschiede in der Sampling-Frequenz der Audio-Files deutlich werden können.

Das Titelstück mit dem Solo auf dem fünfsaitigen E-Bass ist ein harter Test für alle Ketten
Das Titelstück mit dem Solo auf dem fünfsaitigen E-Bass ist ein harter Test für alle Ketten
Als Audioplayer läuft auf dem iMac die neueste Version von Amarra, die Verbindung zum Mytek übernehmen zwei Audioquest Diamond eines in USB-, das andere in Firewire-Ausführung, und ein Sunwire Reference verbindet die symmetrischen Ausgänge des Wandlers mit der Vorstufe. Ich denke nicht, dass die Unterschiede – wenn es denn welche geben sollte – zwischen den beiden Anschlussvarianten eins zu eins auf andere Geräte übertragbar sind, dennoch möchte ich wissen, wie ich dem Mytek in meiner Kette das Maximum entlocken kann. Dazu habe ich eine CD auf die Festplatte überspielt, die Europas bester Tubaspieler Michel Godard mit Kollegen im ehemaligen Kloster Noirlac in natürlicher Akustik eingespielt hat. Die Stücke sind inspiriert von Düften, die eine Parfümeurin für die Aufnahmesessions kreierte. Die Improvisation des Perkussionisten Patrice Heral, der übrigens auch bei Otello, der von sommelier du son produzierten, neuen LP Dieter Ilgs, mit von der Partie ist, findet in einen enorm großen, völlig unbedämpften Raum statt und weckt beste Erinnerungen an einen audiophilen Klassiker: Däfos (Reference Recordings RR-12). Auf der LP finden sich spektakulärere Schlagzeug-Sounds – Patrice Heral geht mit seinem Schlagwerk und seiner Stimme weitaus feinfühliger um als Mickey Hart –, dafür aber gerät die Raumabbildung auf Le Concert Des Parfums geradezu sensationell – zumindest wenn der Mytek die Daten in Musik umsetzt. Dabei spielt es so gut wie keine Rolle, welcher Eingang des Wandlers das Signal empfängt. Darauf, dass die Firewire-Verbindung vielleicht doch für eine Nuance mehr Präzision sorgt, möchte ich mich nicht festlegen: Im Blindtest könnte ich gewiss nicht sagen, welche der beiden Anschlussarten aktiv ist. Damit haben wir endlich mal ein Ergebnis, wie wir es uns von der Digitaltechnik schon immer gewünscht haben: Daten bleiben Daten, egal über welchen Weg sie transportiert werden. Auch wenn ich meinen iMac fast nur für Musik benutzte, ist – außer für diesen Test – meist doch mehr als ein USB-Anschluss belegt, wohingegen es nur eine Firewire-Buchse gibt, womit eine Beeinträchtigung dieser Verbindung durch andere Geräte per se ausgeschlossen ist. Ich bleibe also bei Firewire.

Michel Godard und seine Kollegen präsentieren eine Musik, die sich jeder Einordnung wiedersetzt und gerade deshalb ungemein spannend ist. Die unterschiedlichen Räume des Klosters Noirlac bieten den passenden Rahmen. Selbst eine Kostprobe der Düfte ist beigefügt
Michel Godard und seine Kollegen präsentieren eine Musik, die sich jeder Einordnung wiedersetzt und gerade deshalb ungemein spannend ist. Die unterschiedlichen Räume des Klosters Noirlac bieten den passenden Rahmen. Selbst eine Kostprobe der Düfte ist beigefügt
Bei seinem Bericht von der CES mutmaßte der Kollege Danny Kaey, dass DSD das High-Resolution-Download-Format der Zukunft sein würde. Noch ist das Angebot an entsprechenden Files sehr gering, ich konnte mir aber die ein oder andere Datei besorgen, ohne allerdings zu wissen, ob bei ihrem Entstehen nicht doch irgendwann einmal ins Hochbit-Format gewandelt wurde. Um die Ein-Bit-Dateien abzuspielen, muss ich allerdings den Player wechseln, da Amarra das Format bisher nicht unterstützt. Audirvana Plus reicht den Datenstrom jedoch problemlos an den Wandler weiter, der dann auch prompt dSd in seinem Display anzeigt. Die Dateien, die ich ergattern konnte, klingen durch die Bank sehr gut, allerdings tun das über den Mytek – wie oben zu lesen – auch einige ganz normale CDs.

Da ich auch immer auf der Suche nach Verbesserungen für die Hifistatement-Downloads bin, steht nicht ganz zufällig ein Korg MR-2000 im Hörraum, mit dem man beispielweise Mastertapes ins Ein-Bit-Format übertragen kann. Das klappte sogar mit doppelter SACD-Frequenz, die der Mytek aber erst nach einem Firmware-Update wird wiedergeben können. Also beschränken ich mich darauf, ein Band einmal mit dem Korg ins 2,8-Megahertz-Ein-Bit-Format zu wandeln und mit der Nagra LB in eine 24-Bit-192-Kilohertz-Datei. Bei Abspielen über den Mytek ergeben sich dann leichte Vorteile für die DSD-Variante: Hier erklingt der Song vom Quinton-Album Gansch and Roses noch eine Spur farbiger, detaillierter und dynamisch feiner strukturiert. Leider kann man aber auch nach diesem Experiment nicht behaupten, dass DSD das überlegene Format ist – die Unterschiede könnten ja auch die verschiedenen Wandler zu verantworten haben. Fest steht aber, dass der Mytek auch mit DSD ganz hervorragend klingt und damit für alle Eventualitäten gerüstet ist, die die Zukunft bringen mag.


Wo findet man so etwas sonst noch? Gleich zweimal USB und Firewire in friedlicher Koexistenz
Wo findet man so etwas sonst noch? Gleich zweimal USB und Firewire in friedlicher Koexistenz

 

 

STATEMENT

Lassen Sie sich von Preis und Größe nicht täuschen: Der Mytek macht auch in einer wirklichen High-End-Kette die allerbeste Figur. Nie war es so günstig, CDs und Computer so viel Wohlklang zu entlocken – und das ganz nach Wahl über USB oder Firewire, DSD oder Hochbit. Da bleibt – zumindest bei mir – nur ein Wunsch offen: der nach einem A/D-Wandler auf demselben extrem hohen Niveau!
GEHÖRT MIT
Computer iMac 27‟, 3.06 GHz Intel Core 2 Duo, 8 GB, OS X Version 10.6.7
D/A-Wandler Prototyp
CD-Laufwerk Wadia WT3200
Audioplayer Amarra 2.3
Vorverstärker Brinkmann Marconi
Endstufe Brinkmann Monos
Lautsprecher LumenWhite DiamondLight Monitors
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, AudioQuest Coffee (USB), Audioplan Powercord S
Zubehör PS Audio Power Plant P5, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus

 

HERSTELLERANGABEN
Mytek Digital Stereo 192-DSD-DAC Silver Preamp Version
Wandler 32bit, PCM bis zu 192Kilohertz, 64xDSD (2,8 MHz)
Dynamikumfang 128dB (ESS Sabre chipset in 8 Mono zu 2 Kanal-Stereo-Konfiguration)
Harmonische Verzerrung -110dB
Digitale Audio-Eingänge 1 x S/PDIF, 1x AES/EBU,1 x Toslink (bis 192 kHz)
Clock interner Clock Generator (10ps Jitter,) Wordclock In and Out, or
Hardware Upsampling Intern asynchron vor der Wandlung auf 24 bit 192 kHz mit Eliminierung von Jitter
Analoge Pegelreglung in Ein-dB-Schritten, getrennt für Main-Out und Kopfhörer, Bypass per Relais möglich
Vorverstärker-Eingang 1 x Cinch, analoge Pegelregelung möglich
Kopfhörerverstärker 500mA Ausgangsstrom
Spannung weltweit anpassbar
Firmware-Update per online-Download
Interface Standard Digitaleingänge zu Computer-Eingang (Firewire oder USB)
Fernbedienung mit handelsüblichem Infrarotgeber möglich
Abmessungen (B/H/T) 22/5/22 cm
Gewicht 2,7 kg
Preis 1330 Euro

 

HERSTELLER
Mytek Digital
Anschrift 148 India Street 1FL
Brooklyn, NY 11222
USA
Telefon +1 347 384 2687
E-Mail highend@mytecdigital.com
Internet mytekdigital.com

 

VERTRIEB
Pro Audio Services
Anschrift E. Kröckel
Kleiststraße 6
65187 Wiesbaden
Telefon 0611 205 60 31 / 32
E-Mail e.kroeckel@pro-audio-services.com
Internet www.pro-audio-services.de

Weitere Informationen

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Nach 28 Jahren Abstinenz im Analogmarkt kehrt Luxman jetzt mit dem PD-171, einem von Grund auf neu konstruierten Plattenspieler zurück.


Über drei Jahre hat man sich Zeit gelassen, um wieder einen „echten“ Luxman-Plattenspieler, Made in Japan, zu entwickeln. Die hochpräzise 32-Bit-Micon-Schaltung kontrolliert einen Wechselstrom-Synchronmotor mit hohem Drehmoment und sorgt so für den präzisen Gleichlauf des Laufwerkes. Der massive, aus sehr dichtem Aluminium gefertigte, von einem Riemen aus synthetischem Material angetriebene Plattenteller, dessen hochpräzise Spindel nahezu reibungsfrei in einem Teflon-Lager mit großem Durchmesser läuft, steuert die nötige Trägheit bei.

Luxman goes analogue und präsentiert ein neues Laufwerk
Luxman goes analogue und präsentiert ein neues Laufwerk

Der hervorragende, statisch ausbalancierte S-Tonarm verfügt über Kugellager für die horitzontale und vertikale Bewegung, ein OFC-Phonokabel mit 5-poligem DIN-Stecker auf der einen und Cinch-Steckern auf der anderen Seite. Das abnehmbare Headshell wirc aus einer resonanzarmen Magnesium-Aluminium-Legierung gefertigt.

Die abnehmbare LED-Beleuchtung erlaubt die Kontrolle der Geschwindigkeit und bietet auch in dunkler Umgebung ausreichend Licht, um die Nadel sicher aufzusetzen.Das aus 15 Millimeter dicken Aluminiumplatten gefertigte und mit Holz verkleidete Gehäuse, das Subchassis und die massive Abdeckhaube aus vier Millimeter starkem Acrylglas tragen maßgeblich zum Gesamtgewicht von 23 Kilogramm bei und sollen strukturbedingte oder durch Luftschall verursachte Vibrationen gar nicht erst aufkommen lassen.

HERSTELLERANGABEN
Luxman PD-171
Antrieb Riemenantrieb reaktiver synchroner AC-Motor
Elektronik hochgenauen Oszillator-Verstärker
Plattenteller Diamond Cut Aluminium
Gewicht Plattenteller 5,0 kg
Drehzahl 33 1/3 RPM, 45 RPM umschaltbar (± 4%-Einstellung)
Gleichlaufschwankungen <0,04%
Tonarm S-Form Tonarm
Überhang 15mm
Kompatible Tonabnehmer 4 - 12g
Tracing ± 1,9 ° -1,1 °
Abmessungen inkl. Deckel (B/H/T) 465/195/390 mm
Gewicht 23.0kg
Zubehör Netzkabel, Staubschutzhülle, Stylus Licht, Headshell,  Antriebsriemen, EP-Adapter, Plattenteller, Handbuch
Preis 6500 Euro

 

VERTRIEB
TCG Handels GmbH
Anschrift Döppers Esch 7
48531 Nordhorn
Telefon 05921/78849-27
Internet www.tcg-gmbh.de

Weitere Informationen

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Freitag, 16 März 2012 01:00

WideaLab Aurender S10

geschrieben von
Seit geraumer Zeit überlegt Helmut Baumgartner, womit er mich hinterm Ofen vorlocken kann, um mich zu überreden, einen Artikel für Hifistatement zu schreiben. Anstatt Musik zu hören. Nun weiß er, dass mein CD-Laufwerk bereits stark schwächelt und hatte dann mit dem Aurender S10 ein Angebot, das ich unmöglich ablehnen konnte. Komisch, warum mir dabei immer „der Pate“ einfällt...
teaser


Aurender also. Nie gehört. Es handelt sich hier um ein Wortspiel, bestehend aus Audio und Renderer, wie mich die Homepage des Vertriebs aufklärte. Oberflächlich betrachtet ist der S10 ein Musikserver, kombiniert mit einem Datenspeicher. Verantwortlich hierfür sind die Koreaner, genauer gesagt die Firma WideaLab, eine Tochtergesellschaft der Wonik Corp., einem Industriegiganten der sich mit Halbleiter- und Medizintechnik befasst. Warum das für uns interessant ist? Weil es sich um eine Firma handelt, der es offenbar weder an Geld für die Entwicklung noch an kompetenten Ingenieuren mangelt. Und die Kosten für Forschung und Entwicklung dürften für den S10 nicht unerheblich gewesen sein.

Jetzt kommt natürlich gleich der Einwand, wozu brauche ich so ein Gerät? Ich habe doch einen Computer, der dies nebenbei auch alles kann. Mit einem entsprechend aufgebauten PC und einer geeigneten Software lässt sich natürlich ebenfalls Musik hören und auch sehr gut. Wenn man aber mehr darüber nachdenkt, kommen auch gewisse Bedenken: Ein Computer wurde für einen völlig anderen Zweck konstruiert, er soll möglichst viele Prozesse in möglichst kurzer Zeit und möglichst gleichzeitig abarbeiten. Primär wird er erst einmal alle Systemdienste bedienen, auch diejenigen, die wir zum Musikhören gar nicht benötigen. Das sind die meisten; Audio ist hier nur einer von vielen. Für die Anwendung im Audiobereich ist einzig wichtig, einen gleichmäßigen Stream ohne Jitter an den DAC zu senden. Hierbei sind konkurrierende Prozesse für Keyboard, Maus, Videokarte, Fernbedienung, Drucker, Viren(!) und was sonst noch alles im Hintergrund läuft, eher hinderlich. Ganz so einfach ist die Sache offenbar doch wieder nicht.

Die Anzeigeinstrumente haben sogar ein historisches Flair
Die Anzeigeinstrumente haben sogar ein historisches Flair

Computer Nerds wollen herausgefunden haben, dass hohe Prozessor Taktraten auch mit Einstreueffekten in die Schaltung verbunden sind, so dass der schnellste Computer nicht zwangsläufig auch der am besten klingende sein muss. Festplatten verursachen mechanische Geräusche. Elektromechanische Störungen ebenfalls. Klingt die Festplatte mit 5400 Upm dann besser? Oder gar schlechter? Die Untergrund-Computerszene versucht schon seit längerer Zeit, durch Weglassen möglichst vieler Funktionen den Klang zu verbessern. Und dies mit Erfolg, je mehr deaktivierte Prozesse, desto besser das Ergebnis.

Die Qualität der Hardware spielt natürlich ebenfalls eine entscheidende Rolle. Der handelsübliche PC wird in erster Linie nach kostenorientierten Gesichtspunkten hergestellt. Auf den Platinen befinden sich dann Bauteile aus aller Herren Länder, von Indonesien bis Mexiko. Je nachdem, was der Einkauf gerade am billigsten bekommen hat. Man darf also nicht erwarten, dass das Schnäppchen vom Discounter um die Ecke irgendwo in der oberen Liga mitspielen kann. Es gibt natürlich Geräte aus der Profiszene, die befinden sich aber in ganz anderen Preisregionen. Da gäbe es auch professionelle Soundkarten, die sehr gut klingen. Diese werden aber dann nur mit 16 Kanälen geliefert, was für unsere Zwecke auch nicht ideal ist.

Bis auf I2S sind alle digitalen Anschlussmöglichkeiten vorhanden
Bis auf I2S sind alle digitalen Anschlussmöglichkeiten vorhanden

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Aurender S10. Der Aurender gehört zu einer neuen Gerätegruppe, für die sich findige Werbefuzzis den Begriff Transport ausgedacht haben. Das soll wahrscheinlich den potentiellen Käufer ein bisschen an ein klassisches CD-Laufwerk erinnern. Jedenfalls ist der S10 gedacht und gemacht für Hörer, die sich nicht mit der Komplexität und den Befindlichkeiten eines Computers auseinandersetzen wollen. Also für mich. Plug and Play!


Ob man will oder nicht, das Design und die Anfassqualität entscheiden mit, ob man ein Hi-Fi Gerät gerne bedient oder nicht. Ich war schon immer ein Fan von gutem Industriedesign und der S10 sieht für meinen Geschmack einfach super aus!

Dankbar hat dies auch meine bessere Hälfte zur Kenntnis genommen; die ist nämlich durch meine Selbstbauaktionen diesbezüglich nicht sonderlich verwöhnt. Designergerät? Außen hui, innen naja? Von wegen! Keine unsinnige Materialschlacht, aber alles massiv und solide gebaut mit einer perfektionistischen Liebe zum Detail. Bei der Frontplatte fällt sofort ein riesiges, gestochen scharfes AMOLED Display auf, dessen Anzeigemodus über das user-interface, äh, eine kleine Klaviatur rechts verändert werden kann. Mit der Tastatur könnte man auch die wichtigsten Laufwerkfunktionen steuern, das geht aber wesentlich eleganter. Dazu später mehr. Eingeschaltet guckt mich der S10 mit blauen Augen an – wobei das Display in hervorragender Weise zwei analoge VU Meter simuliert. Farblich einstellbar für McIntosh Fans in blau und Accuphase Fans in gelb. Toll gemacht! Natürlich kann man das Display auch für die Anzeige von Titel, Komponist et cetera einstellen.

Die rückseitigen Anschlussmöglichkeiten bieten das Nötigste um einen DAC anschließen zu können. S/PDIF, AES/EBU, Toslink sowie Ethernet und zwei USB Ports. Mehr soll das Gerät ja auch nicht können. Allerdings hätte ich mir bei einem derart durchdachten Design für den S/PDIF Ausgang eine BNC Buchse gewünscht. Dies ist nun mal der offizielle 75 Ohm Standard.

Oben rechts erkennbar, die analoge Stromversorgung für die S/PDIF Platine. Darunter die beiden Festplatten samt Digitalmanagement
Oben rechts erkennbar, die analoge Stromversorgung für die S/PDIF Platine. Darunter die beiden Festplatten samt Digitalmanagement

Das Innenleben bietet dieselbe hervorragende Verarbeitungsqualität wie das Gehäuse. Für die Abschirmung gibt es getrennte Kompartimente mit einem Zwischenboden, oben für die Signalverarbeitung und analoge Stromversorgung, darunter für das Digitalmanagement. Lediglich der Sinn der seitlichen Kühlkörper hat sich mir nicht erschlossen; hier sind keinerlei Bauteile angeschlossen. Vielleicht wird hier die CPU auf irgendwelchen verschlungenen Pfaden gekühlt.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, das können andere Hersteller auch, worin liegt denn die Besonderheit dieses Gerätes? Die Grundidee von WideaLab war, alle möglichen Störeinflüsse zu eliminieren, um den Jitter auf ein vernachlässigbares Niveau zu reduzieren. Und hierfür ist die Firma einen weiten Weg gegangen. Wenn man den Innenaufbau genauer betrachtet, stellt man fest, dass für die Steuerung keine der gängigen Computerplatinen verwendet wird. Auch die S/PDIF-Ausgangskarte ist eine komplett eigene Entwicklung. Die Boards sind traumhaft gefertigt, für Technikfans eine Augenweide!

Offenbar stellt die Platine bereits die 2. verbesserte Version dar
Offenbar stellt die Platine bereits die 2. verbesserte Version dar

Um den Jitter so gering wie möglich zu halten, wird ein extrem genauer Quarz Oszillator, clock auf neudeutsch, benötigt. WideaLab benutzt hier einen OCXO (oven controlled crystal oscillator) bei dem sich Temperaturschwankungen nicht auf die Resonanzfrequenz des Quarzes auswirken. Damit ist dieser Oszillator um ein Vielfaches genauer als ein traditionelles Modell.

Die Musikdateien werden auf einer 2TB-Festplatte gespeichert, zum Abspielen jedoch in einen 64G-SSD-Cache übertragen. Während des Musikhörens läuft die Festplatte also nicht. Und kann auch somit keine Vibrationen oder elektromagnetische Störungen verursachen. Der 64G-Cache ist groß genug, um etliche  Alben im FLAC Format zu speichern, zudem ist er so intelligent, dass er häufig gespielte Alben automatisch im Speicher behält. Die gefühlten zwei bis drei Sekunden Wartezeit für das Übertragen der Datei von der Festplatte in den Cache entfällt dann. Angeschlossen wird der Aurender an einen DAC Ihrer Wahl, übertragen kann er alle gängigen Formate bis 192 Kilohertz. Auch AIFF oder Apple Lossless und auch alle Formate gemischt.


Eines der Kernelemente des Aurender, der temperaturstabilisierte Oszillator
Eines der Kernelemente des Aurender, der temperaturstabilisierte Oszillator

Ebenso beeindruckend wie die Hardware ist die Software. Sie basiert auf dem professionellen Linux Betriebssystem, hier optimiert für den reinen Gebrauch als Audio Computer und für die Bedienung des Gerätes über eine iPad Applikation. Auch hier haben sich die WideaLab Ingenieure etwas Neues ausgedacht. Die gesamten Informationsdaten über Alben, Titel, Komponist, Cover et cetera werden auf dem iPad gespeichert. Damit müssen die Daten beim Browsen nicht erst vom Server geladen werden, was mitunter sehr zäh funktionieren kann. Und natürlich auch wieder die CPU beschäftigt.

Dies bedeutet aber auch, dass zur Bedienung des Aurender ein iPad vonnöten ist und der Server sowohl über WLAN als auch über die Ethernetleitung verbunden sein muss. Wenn man das iPad gerade mal verlegt hat, gibt es auch keine Musik! Die Bedienung des graphischen „user interface“ (schon wieder neudeutsch) auf dem iPad ist vollkommen intuitiv und selbsterklärend. Ich habe während der gesamten Testphase nicht einmal die Bedienungsanleitung benötigt! Was ich allerdings immer zu vermeiden versuche. Die Darstellung erinnert ein bisschen an iTunes; wer sich damit auskennt, kommt mit der Aurender App sofort klar.

Wie kommen nun die Dateien auf den Aurender? Ein CD-Laufwerk zum Rippen der CDs fehlt ja. Deshalb gibt es zwei andere Möglichkeiten: Am elegantesten über das hauseigene Ethernet. Dort angeschlossen lädt sich der S10 automatisch die Dateien vom NAS Laufwerk oder einem PC auf seine interne Festplatte. Dies ist auch die von WideaLab empfohlene Methode. Damit ist auch gleichzeitig das Problem mit der Datensicherung gelöst. Zum Rippen der CDs auf den hauseigenen Computer bietet sich für Mac Benutzer XLD als Software an, für Windows PCs EAC oder dBpoweramp. Der zweite Weg funktioniert über externe Datenträger wie beispielsweise einen USB Stick oder eine USB Festplatte. Unsere Freunde jenseits des Atlantiks haben sich dafür den Begriff „Sneakernet“ ausgedacht. Ebenso ist es möglich, via USB ein externes CD-Laufwerk anzuschließen, der S10 rippt dann automatisch die Alben in das FLAC Format und sucht sich die Metadaten aus dem Internet. Diese Funktion ist aber laut Hersteller nur für Demo Zwecke gedacht.

64 GB Cache sind schon ein Wort!
64 GB Cache sind schon ein Wort!

Probleme? Im praktischen Betrieb keine. Die Frage ist nur, was mache ich, wenn die interne 2TB-Festplatte voll ist? Das ist zwar ein riesiger Speicher, aber mit hochauflösenden Formaten kommt man irgendwann doch an dessen Grenze. WideaLab bietet über das Internet Updates der Software an, so gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit, Musik über ein externes NAS zu spielen. Allerdings unterstützt der S10 momentan keine Metadaten oder Cover, wenn das Album auf dem NAS gespeichert ist. Vielleicht nach dem nächsten Update? Unabhängig davon gibt es die Möglichkeit, sich vom Vertrieb eine 3TB-Festplatte einbauen zu lassen. Die mögliche Plattengröße ist offenbar nur abhängig vom momentanen Stand der Technik.

Bevor mir jetzt der eine oder andere Leser das Handtuch schmeißt und sagt, so genau wollte ich das alles gar nicht wissen, komme ich zu dem entscheidenden Punkt: Wie klingt es mit dem Aurender als Quelle überhaupt? Kurz, hervorragend! Offensichtlich hat sich der ganze Aufwand gelohnt. Mit dem S10 kann jeder DAC sein Potenzial voll ausschöpfen. Am Auffallendsten zunächst ist die feine Auflösung der Wiedergabe. Akustische Instrumente werden dadurch mit viel natürlicheren Klangfarben wiedergegeben. Die Auflösung ist aber Bestandteil der Musik und bewirkt nicht, dass alles in einzelne Teile zerfällt. Es entsteht fast der Eindruck, man habe aus Versehen eine 24/96-Datei erwischt. Hat man aber nicht. Die klingen nämlich noch feiner. Auch der weitere Zugewinn an Natürlichkeit mit 24/192-Dateien ist leicht nachvollziehbar. Im Vergleich zu meinem Sony Laufwerks-Methusalem fällt die deutlich präzisere Fokussierung des S10 auf. Hat man es mit einer guten Aufnahme zu tun, dann steht die Sängerin schon mal vor einem im Raum: Privatauftritt von Diane Krall im eigenen Wohnzimmer!


Beim alten Dave Brubeck Klassiker Live at Carnegie Hall kommt das filigrane, fast zerbrechlich wirkende Saxophonspiel von Paul Desmond richtig zur Geltung. Das ist nicht ganz einfach neben Joe Morello am Schlagzeug, der zwar unheimlich flüssig spielt, aber die Toms auch schon mal mit Vehemenz bedient. Mit dem Aurender gelingt aber noch etwas viel Wichtigeres: Man bekommt einen viel besseren Einblick in die kongeniale Kommunikation der Musiker untereinander. Die etwas eckige Spielweise von Dave Brubeck versucht der Schlagzeuger durch ein eher lässiges, aber trotzdem extrem dynamisches Spiel ein bisschen abzumildern. Bei vielen Anlagen hört man hier eben nur vier Musiker auf einer Bühne spielen. Auch kommt die brodelnde Live Atmosphäre Dank des S10 hier extrem gut rüber, still sitzen kann man dabei nicht!

Ein schwerer Prüfstein für jede Anlage ist für mich die CD Anno 1630 von dem kleinen Label Winter und Winter. Es handelt sich hier um Musik des 17. Jahrhunderts, aufgenommen in einer kleinen Kirche in der Lombardei. Die schwierige Raumakustik in Zusammenhang mit der rustikalen Tonalität der antiken Violine kann einen schon mal zur Verzweiflung bringen. Dabei ist die Musik aus der Frühbarock-Zeit höchst interessant. Mit dem S10 wird der tonale Charakter der Instrumente noch stärker hervorgehoben, aber es nervt nichts, man kann einfach die wunderbare Musik genießen.

Nette Darstellung der Cover, die ausgewählten Alben werden nacheinander abgespielt und in der Playlist links angezeigt
Nette Darstellung der Cover, die ausgewählten Alben werden nacheinander abgespielt und in der Playlist links angezeigt

Interessante Musik gibt es auch auf dem Album Calima des andalusischen Flamencogitarristen Gerardo Núñez zu hören. Interessant in sofern, als Núñez Jazzelemente in den Flamenco mit einbezieht und auch mit Jazzgrößen wie dem Bassisten John Patitucci auftritt. Die Seele des Flamenco bleibt immer erhalten, die Verschmelzung mit anderen Stilrichtungen jedoch ist perfekt. Für alle Anlagen ist die Wiedergabe der Flamenco Rasgueo Technik extrem schwierig. Oftmals klingt es irgendwie verhuscht, als würden die Saiten nur leicht gestreift, oder es knallt so, als hätte jemand aus Versehen Stahlsaiten aufgezogen. Der hölzerne Klang des Instruments muss aber trotz des „Gerassels“ erhalten bleiben. Unabhängig von der Holzauswahl klingt eine Ramirez trotzdem anders als eine Hermanos und dies sollte über die Anlage auch zu hören sein. Mit dem Aurender kommen wir dem Original einen großen Schritt näher. Aber eben nur näher, was mir der Gitarrist meiner Band wieder eindrücklich vor Ort bewiesen hat.

Zum Schluss kann ich mir eine Anmerkung zu dieser Gerätegattung allerdings nicht verkneifen: mit einer kleinen Fingerbewegung lässt sich das gesamte Musikarchiv vom Sessel aus bedienen. Wenn man von Miles Davis auf Beethoven wechseln will, braucht man seinen Hintern nicht mehr in Bewegung setzen. Ich denke da jetzt weniger an eine Gewichtszunahme durch Musikhören. Sondern eher an die Gefahr, die Musik nicht mehr als Ganzes, sondern nur noch stückweise zu hören. Dies wird noch zusätzlich durch das Erstellen von Playlisten gefördert. Aber vielleicht ist das ein Zeichen der Zeit. Und dafür kann der Aurender nun überhaupt nichts.

STATEMENT

Exzellentes Design. Perfektionistische Verarbeitung. Hervorragender Klang. Durchdachte Konstruktion. Einfache Bedienung. Was will man eigentlich mehr?
GEHÖRT MIT
Laufwerk Sony X5
DAC Borbely Audio
Vorstufe Shindo Monbrison
Endstufe Shindo Cortese
Lautsprecher TAD Hornsystem

 

HERSTELLERANGABEN
WideaLab Aurender S10
Clock OCXO
Festplatte 2 TB
Cache 64 GB
Ausgang AES/EBU, S/PDIF, Toslink
Abmessungen (B/H/T) 430/96/353 mm
Gewicht 14 kg
Preis 5990 Euro

 

VERTRIEB
Hoergenuss für Audiophile
Anschrift Jörg Klein
Fichardstr. 56
60322 Frankfurt
Telefon 069 40326292
E-Mail info@hgfa.de
Internet www.hgfa.de

Weitere Informationen

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Mittwoch, 14 März 2012 01:00

T+A stellt drei neue Criterion-Modelle vor

Rechtzeitig zur High-End präsentiert der ostwestfälische Elektronik- und Lautsprecherspezialist in seiner Criterion-Baureihe drei von insgesamt sechs neuen Modellen.


Für T+A sind die Lautsprecher der Criterion-Serie nichts weniger als der audiophile Maßstab. Die TCD-Modelle wurden nun in allen Bereichen wesentlich verbessert und weiterentwickelt. Selbstverständlich ist man bei den Standlautsprechern dem nach eigener Einschätzung „einmaligen und überlegenen‟ Transmissionline-Prinzip treu geblieben, wobei durch die neuen Gehäuseformen die effektive Wirkung der Lines vergrößert werden konnte, was sich in noch tieferen Grenzfrequenzen und höheren Tiefbasspegeln niederschlage. Aber nicht nur bei der Größe, sondern auch in der Rigidität und Resonanzarmut haben die Gehäuse zugelegt: Sie bestehen nun aus einem geschlossenen Innenkorpus, auf den bis zu 30 Millimeter starke Seitenteile auflaminiert werden. Die Oberflächen der Seitenteile bilden ausgesuchte, sehr hochwertige Furniere, die wahlweise seidenmatt oder hochglänzend lackiert geordert werden können. In jedem Fall harmonieren sie perfekt mit dem hochglänzenden Deckel aus schwarzem Sicherheitsglas.

T+A stellt drei neue Criterion-Modelle vor
T+A stellt drei neue Criterion-Modelle vor

In Sachen tonale Ausgewogenheit und Präzision der Abbildung, beim Detailreichtum und bei der Auflösung, im trockenen und tiefen Bass und den seidigen Höhen soll die TCD-Linie neue Maßstäbe setzen. Zwei Standboxen, die TCD 210 S und die TCD 310 S, sowie  eine Regalbox, die TCD 410, machen den Anfang, ab Mai werden dann drei weitere Modelle das Programm komplettieren: das Topmodell, eine große Standbox mit 25-Zentimeter-Tieftönern, ein Center-Lautsprecher in Dreiweg-Konstruktion mit einem völlig neu entwickelten Koaxial Mittel-Hochtonchassis und perfektem Rundstrahlverhalten sowie ein großer Subwoofer mit 12-Zoll-Woofer und 1000-Watt-Endstufe.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_12-03-14_ta_News-TA-2.jpgVom 3. Bis 6. Mai 2012 werden die TCD-Modelle auf der High End 2012 in München im Atrium 3 in Raum D 102 zu sehen und zu hören sein.

Noch detailliertere Informationen bietet die Criterion-Broschüre, die Sie als pdf hier herunterladen können.

HERSTELLER
T+A elektroakustik GmbH & Co. KG
Anschrift Planckstr. 9 - 11
32052 Herford
Telefon +49 (0) 52 21 / 7676-0
Internet www.ta-hifi.com
E-Mail info@ta-hifi.com

Weitere Informationen

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Sonntag, 11 März 2012 01:00

Auralic ARK MX+

geschrieben von
Neuland ist für alte HiFi-Hasen wie mich ein USB-Analog-Digital-Wandler nicht, aber in den vergangenen zwei Jahren hat sich das Angebot an anspruchsvollen Wandlern vervielfacht und die Preis-Gegenwert-Relation erfreulich verbessert. Seien Sie neugierig auf einen besonderen Vertreter seiner Art!
teaser


Wohl proportioniert und schlicht zeigt sich der fernöstliche Wandler
Wohl proportioniert und schlicht zeigt sich der fernöstliche Wandler

Die junge Geräte-Kategorie Digital-Analog-Wandler unterscheiden sich von anderen HiFi-Komponenten auch dadurch, dass sich niemand an irgendeine Größen- oder Abmessungsvorgabe hält. Alle haben ein irgendwie beliebiges Äußeres und erwarten vom Nutzer, dass er ihnen ein individuelles Stellplätzchen einrichtet. Denn wirklich groß sind sie selten – zumindest was die Gehäusemaße betrifft. So auch hier. Ich nahm den sympathisch schweren  Auralic ARK MX+ aus seiner Verpackung, räumte meinen Antelope und RME zur Seite und stellte ihn auf das Creaktiv Audio Rack. Ich mag Geräte mit Gewicht – der ARK MX+ bringt 5,5 Kilogramm auf die Waage –, weil ich zu den Menschen gehöre, die glauben, dass materieller Aufwand ein Indiz für Qualität sein kann. Ob das hier wahr wird, wird sich zeigen.

Dem wohlproportionierten „Schwergewicht“ beigefügt sind eine Bedienungsanleitung (englisch), ein Netzkabel, ein sehr ordentlich wirkendes, silbriges und überdurchschnittlich dickes USB-Kabel sowie eine CD mit den für Windows-Rechner benötigten Treibern. Im beiliegenden Manual ist die Installation mit foobar 2000 beschrieben. Die auf Apple üblichen Player wie Amarra, PureMusic oder auch andere konfigurieren sich selbst.

Dieses ordentliche USB-Kabel gehört zum Lieferumfang. Das ist zumindest mal ein Anfang und muss nicht gleich getauscht werden
Dieses ordentliche USB-Kabel gehört zum Lieferumfang. Das ist zumindest mal ein Anfang und muss nicht gleich getauscht werden

Zuerst nun ans Netz mit dem Teil, und zwar an eine der mit Trenntrafo und Filterung  versehene Steckdosen meines MudrAkustik Max, einschalten und warm werden lassen. Schließlich hat der ARK MX+ ja eine lange Reise hinter sich. Hergestellt in Hongkong kam er nach Deutschland zu seinem Vertrieb in Essen, nämlich Higoto, von dort zu uns nach Gröbenzell, dort zum Fotografen und nun im meine Anlange

Ich muss gestehen, dass der Hersteller Auralic mir bislang nicht bekannt war. Falls es Ihnen genauso geht:  Auralic bietet ein Portfolio bestehend aus dem Gaia Kabel-Sortiment, dem Kopfhörer-Vorverstärker Taurus und eben diesem DA-Wandler ARK MX+. Gegründet wurde die Firma erst vor wenigen Jahren, nämlich 2008, nachdem sich Herr Xuanqian Wang, Ingenieur für  Elektronik und Aufnahmetechnik und seit seiner Kindheit begeisterter Pianist, und Herr Yuan Wang, Inhaber eines Unternehmens zur Herstellung von Präzisions-Instrumenten, bei einer Musikveranstaltung in Berlin kennengelernt hatten.

Das optische Erscheinungsbild des Auralic ARK MX+ wird geprägt durch die massive, neun Millimeter starke Frontplatte, die dem Gerät einen äußerst soliden Auftritt verschafft. In der mittig längs über die Front verlaufenden drei Millimeter tiefen Nut zeigt eine rote LED den Betriebszustand an, mehr nicht. Der halbkugelige Ein/Ausschalter befindet sich ebenfalls in der drei Millimeter Vertiefung in der Frontplatte. Das macht einen sehr ansprechenden, soliden Eindruck. Auch die haptische Qualität lässt nichts zu wünschen übrig. Was zeigt uns die Rückseite? Von vorn gesehen rechts findet man je ein Paar analoger Ausgänge: einmal symmetrisch XLR, einmal unsymmetrisch in Cinch ausgeführt. Auralic gibt für Cinch eine Ausgangspannung von zwei Volt an, für XLR vier. In meiner Anlage ergibt sich beim Anschluss über Cinch ein nahezu idealer Regelbereich: Der Lautstärkeregler meines T+A P10 Vorverstärkers bewegt sich zwischen 9 und 12 Uhr.

Eine aufgeräumte Rückfront macht das Anschließen einfach. Ungewöhnlich nur der AES/EBU-Digitalausgang zum Anschluss an digitale Komponenten
Eine aufgeräumte Rückfront macht das Anschließen einfach. Ungewöhnlich nur der AES/EBU-Digitalausgang zum Anschluss an digitale Komponenten

 

Neben den analogen Outputs befinden sich drei digitale Anschlüsse. Zuerst kommt der AES/EBU Ausgang, der, so die Bedienungsanleitung, vom Benutzer im „Asio Virtual Device Editor“ konfiguriert werden soll, und links daneben dann der USB-Anschluss, der übliche Typ B, gefolgt von der SPDIF Coax-Buchse. Diese beiden Eingänge sind alternativ und nicht gleichzeitig zu benutzen. Sie können auch nicht umgeschaltet werden.

So, und nun öffne ich den mit Inbus-Schrauben säuberlich montierten, schwarz eloxierten Gehäusedeckel. Und da lacht das Herz! Der saubere, solide Aufbau mit hochkarätigen Bauteilen verspricht viel. Zuerst springt der imposante Ringkern Trafo ins Auge. Kernstück ist der Auralic Sanctuary Audio Processor, den man zusammen mit dem Schweizer Partner Archwave AG entwickelte. Die Auralic-Entwickler setzen auf das Upsampling Konzept und versprechen sich davon gesteigerten Detailreichtum, mehr Tiefe und Auflösung im musikalischen Geschehen. Das sich selbst justierende und optimierende Upsampling erfolgt in Verdopplungen, will sagen: aus 44,1 und 88,2 werden 176,4 Kilohertz und aus 48 und 96 werden 192 Kilohertz.

Das „Herz“: der viel versprechende  Auralic Sanctuary Audio Prozessor
Das „Herz“: der viel versprechende Auralic Sanctuary Audio Prozessor

Kommen wir zur akustischen Betrachtung.  Als Quelle benutze ich einen Apple MC Mini Intel Core 2-Duo mit 8 GB und zwei Festplatten mit je 500 GB, eine fürs System, die andere für die Musikdateien, die ich alle in aiff oder wav abspeichere. Meine Abspiel-Software ist Amarra Mini. Verbunden wurde der Rechner und unser Auralic ARK MX+ mit einem 0,7m Audioquest Carbon USB-Kabel. Den ersten Eindruck verschaffte ich mir mit der 24-Bit-96-Kilohertz-Version von Duke Ellington und Johnny Hodges Side By Side. Danach spielte ich eine gerippte Mono-Aufnahme von MFSL Billie Holliday Body And Soul. Und das ist mir noch nie passiert: Ich habe dieses Album zum ersten Mal komplett gehört, ohne Unterbrechung – und mit Begeisterung. Diese musikalische Direktheit, diese Wärme verbunden mit straffer Wiedergabe, Feindynamik in der Stimme und einer glaubhaften, standfesten Bühne habe ich so nie zuvor gehört. Auch das gerippte Album Vuela Tu Vuelo der völlig zu Unrecht kaum bekannten Südamerika-Folklore interpretierenden Gruppe aus dem Großraum Berlin namens Cantaré habe ich mit Vergnügen komplett durchgehört. Irgendwie hat der Auralic eine besondere Note in der tonalen Balance, die ungeheuer musikalisch wirkt.

Hier sieht man ein aufgeräumtes Innenleben, wie man sich es anderswo oft wünscht. Da schaut man gerne näher hin
Hier sieht man ein aufgeräumtes Innenleben, wie man sich es anderswo oft wünscht. Da schaut man gerne näher hin

Auch bei der Denon-Aufnahme von Mahlers 1. Sinfonie unter Eliahu Inbal zeigte der ARK MX+ seine Stärke in Farbigkeit und Detailzeichnung. Das Gleiche bei dem Allegro aus Mozarts Violinkonzert in D-Dur, gespielt von Marianne Thorsen und den TrondheimSolistene, in 24 Bit und 192 Kilohertz: auch hier Detailreichtum ohne Aggression. Bei diesem Stück wirken nicht stimmige Konfigurationen schnell nervig, so dass man lieber die gleiche Aufnahme in 24-Bit 96 KHz hören mag. Nicht beim Auralic, der trägt die 192-Kilohertz-Version überzeugend vor. Auf der anderen Seite klangen auch Oldies, beispielsweise die Rolling Stones mit „19th Nervous Breakdown“ und „Paint It Black“ gerippt von der London Years Single Collection durchhörbar und anmachend. So soll das sein, and I can get satisfaction.

Abschließend habe ich den wunderbaren Anschlag von Emil Gilels bei Beethovens Klaviersonaten einfach nur genossen.

Mit dem Foobar-Player unter Windows gestalte sich der Klangeindruck ähnlich. Jedoch waren die musikalischen Eigenschaften der Gerätesoftware bei klassischer Musik nicht zu überhören. Das fiel besonders bei der 192-Kilohertz-Version von Mozarts Violinkonzert auf.  Aber dafür kann ich ja den Wandler nicht verantwortlich machen.


Jetzt interessiert mich, mehr der Vollständigkeit halber, auch, was der Auralic über den S/PDIF-Eingang mit meinen CD-Player macht. Ich benutze einen Alles „fressenden“ Primare 30 DVI, weil ich gerne auch mal Konzert-DVDs sehe und höre und mit dem Primate auch SACDs und DVD-Audio abspielen kann. Nun sollte man sehr wohl berücksichtigen, dass das Zusammenspiel von Playern und Wandlern eine sehr individuelle Sache ist. Was ein Wandler an Laufwerk A klanglich bringt, muss bei Laufwerk B nicht genau so sein. Für diesen Versuch verwende ich ein sündhaft teures Verbindungskabel, nämlich das Wild Digital von Audioquest, da ich normalerweise den Primare über AES/EBU mit meinem Wandler verbinde. Einen solchen Eingang hat der Auralic aber nicht zu bieten. Wieder kamen einige der oben erwähnten CDs zum Einsatz, nun allerdings im Original und nicht gerippt. Sie bestätigten die musikalischen Fähigkeiten und den Charakter des Auralic, den ich über den USB-Eingang so erfreut erlebt hatte. Dennoch wird, so denke ich, der ARK MX+ seine Freunde und Käufer im Kreis der USB-Anwender finden.

So ist´s ordentlich: abgeschirmte Gehäuse-Oberseite
So ist´s ordentlich: abgeschirmte Gehäuse-Oberseite

 

 

STATEMENT

Ich habe Wandler gehört, die noch feiner auflösen und die Räumlichkeit noch weiter nach hinten öffnen können. Aber die waren teurer und boten vor allem nicht immer diese musikalische Stimmigkeit, mit der dieser Wandler spielt – und das für einen Preis von 1798 Euro. Dies ist zugegeben nicht low budget, aber nach meiner Überzeugung ausgesprochen preiswert. Sollte bei Ihnen die Anschaffung eines USB-Wandlers ins Haus stehen, machen Sie einen Fehler, wenn Sie den Auralic nicht in Ihre Auswahl miteinbeziehen.
GEHÖRT MIT
Computer Apple MacMini  / OS X 10.6.8 / Amarra  Mini 2.3
Dell Laptop / Vista / Foobar2000 1.1.11
CD-Player Primare DVD 30
Vorverstärker T+A  P-10
Equalizer für Bass EQ 231G
Endstufen Primare A-32 (2 x) für Bass
Spectral DMA 100 S mit Enacom für Mittelhochton
Lautsprecher Triangle Magellan Grand Concerto sw2 (Bi-Amping)
Kabel Audioquest Wild Digital und Coffee USB, Inakustik Black&White NF-1302, Mogami 2549, QED Genesis Silver Spiral mit Enacom LS, MudrAkustik Max Netzleiste, Mudra und Audiquest NRG-X2 Netzkabel

 

HERSTELLERANGABEN
Auralic ARK MX+
Frequenzgang DC – 20 KHz, +/- 0,02 dB
Rauschabstand 118 dB, 20 Hz – 20 KHz, A-bewertet
Gesamtverzerrung bei maximalem Pegel <0,0005 %, 20 Hz – 20 KHz
Dynamik-Umfang 124 dB, 20 Hz – 20 KHz, A-bewertet
Ausgänge symmetrisch analog XLR 4 Vrms bei > 5 KOhm, Cinch analog, 2 Vrms bei > 5 KOhm, und AES/EBU Digital, unterstützt 44,1 bis 192 KHz Sampling Frequenz bis 24 Bit
Digitale Eingänge USB 2.0 ( 44,1 bis 192 KHz bis 32 Bit ), S/PDIF (44,1 bis 192 KHz bis 24 Bit )
Leistungs-Aufnahme 20 Watt
Abmessungen (B/T/H) 33/23/6,5 cm
Gewicht 5,5 kg
Preis 1798 Euro

 

VERTRIEB
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstr. 20
D-45130 Essen
Telefon +49(0)201-5073950
Fax +49(0)201-5073949
E-Mail info@audionext.de
Internet www.audioNEXT.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/12-03-11_auralic
Laut Pressemitteilung wird Electrocompaniet in diesem Jahr auf der Messe in München seiner ebenso bekannten wie geschätzten Classic Linie ein „revolutionäres neues Produkt‟ hinzufügen: den ECI 6 DS.


Das All-In-One-Musik-System besteht aus vorrangig aus einem Vollverstärker einem intergrierten High-End-DAC
Das All-In-One-Musik-System besteht aus vorrangig aus einem Vollverstärker einem intergrierten High-End-DAC

 

 

Die Fernbedienung mit Display ist ein echter Hingucker
Die Fernbedienung mit Display ist ein echter Hingucker

Dabei handelt es sich um ein All-In-One-Musik-System, das Musik von solch unterschiedlichen Quellen wie iPod, WiFi, Blue-ray- und CD-Spielern und sogar Satelliten-Tunern wiedergeben kann. Die Steuerung des Ganzen übernimmt eine einfach zu handhabende und hübsche Fernbedienung, die mit einem farbigen Display ausgestattet ist. Die digitalen Daten werden von einem High-End-Wandler verarbeitet, der in den Vollverstärker mit einer Leistung von zweimal 125 Watt integriert wurde. So soll der ECI 6 DS moderne Digitaltechnologie mit der Kraft und den klanglichen Leistungen von Electrocompaniets Classic Linie vereinen. Selbstverständlich verfügt der Verstärker auch über ganz konventionelle analoge Eingänge: einmal XLR und dreimal Cinch. Der Wandler hat USB-, S/PDIF- und Toslink-Eingänge, das iPod-Dock verarbeitet digitale Daten, und Streaming ist über WiFi und LAN möglich.

Der Preis wird voraussichtlich bei 5500 Euro liegen, wenn das 21 Kilogramm schwere Gerät im Sommer verfügbar ist.

 

 

HERSTELLER
Electrocompaniet Europe GmbH
Anschrift Rathenaustr. 18
91052 Erlangen
Telefon +49-(0)9131-4002857
Mobil +49-(0)172-6127816
Internet www.electrocompaniet.eu

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/12-03-09_electrocompaniet
Es war nie günstiger, in die audiophile Welt von Acoustic Signature einzusteigen: Quasi als Geburtstagsgeschenk bieten die Laufwerksspezialisten den !ECCO als Limited-Edition mit Rega RB 251 und Ortofon Red M zum besonders günstigen Komplettpreis an.


Die Motorsteuerung des !Ecco wurde in ein separates Gehäuse ausgelagert
Die Motorsteuerung des !Ecco wurde in ein separates Gehäuse ausgelagert
Anlässlich des 15-jährigen Bestehens ergänzt Acoustic Signature seine erfolgreiche Art-Edition um das nicht nur preislich äußerst attraktive !ECCO-Laufwerk, das auf dem BARZETTI basiert und wie dieser grundlegende Acoustic Signature Technologien nutzt: Da wäre beispielsweise das wartungsfreie High-Tech-TIDORFOLON-II-Lager, auf das auch hier zehn Jahre Garantie gewährt werden. Ebenfalls mit dabei ist die vom Laufwerk getrennte Alpha-S-Motorelektronik, die unabhängig von eventuellen Störsignalen im Stromnetz einen perfekten Sinus garantiert – und das, obwohl der !ECCO 40 Prozent günstiger ist als sein größerer Bruder! Selbstverständlich kann auch der !ECCO später mit der einzigartigen Alpha-DIG-Motorsteuerung aufgerüstet werden. Der Motor selbst ist in einem eigenen Gehäuse untergebracht, das nicht mit der Zarge verbunden ist, so dass mechanische Wechselwirkungen durch Vibrationen ausgeschlossen sein sollen. Der Plattenteller des !ECCO besitzt eine Masse von 4,2 Kilogramm und eine Stärke von 24 Millimetern und seine Unterseite wird zur Verminderung von Resonanzen beschichtet. Das Laufwerk ist für auf die Bestückung mit Rega-Tonarmen ausgelegt und mit oder ohne Tonarm erhältlich. Im Werk können wahlweise die Tonarme RB 101, RB 251 oder 301 montiert werden. Der !ECCO wird komplett in Deutschland gefertigt.

Die limitierte Geburtstags-Edition wird mit einem Ortofon Red M geliefert
Die limitierte Geburtstags-Edition wird mit einem Ortofon Red M geliefert

 

 

HERSTELLERANGABEN
ACOUSTIC SIGNATURE !Ecco
Preise 1250 Euro für den !ECCO ohne Tonarm
1400 Euro für den !ECCO mit Rega RB 101 (montiert)
1500 Euro für den !ECCO mit Rega RB 251 (montiert)
1650 Euro für den !ECCO mit Rega RB 301 (montiert)
1500 Euro für den !ECCO Limited Edition mit RB 251 und Ortofon Red M (montiert)
Abmessungen (B/H/T) 430/135/340 mm
Gewicht 11 Kkg
Ausstattung Externer AC-Synchronmotor mit Alpha-S-Motorelektronik
Ausführungen MDF-Zarge seidenmatt lackiert in Schwarz oder Weiß
Garantie 3 Jahre / Lager 10 Jahre

 

HERSTELLER
AS Distribution GmbH
Anschrift Salacher Str. 88
73054 Eislingen
Telefon 07161 - 3898135
Internet www.acoustic-signature.com
E-Mail info@acoustic-signature.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/12-03-08_signature
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