Die SE100 setzen auf ein zeitloses, quadratisches 29-Zentimeter-Gehäusedesign mit tiefem, mattem PU-„Starry“-Finish, das sowohl im Rack als auch frei im Raum äußerst hochwertig wirkt. Das hochdichte MDF-Gehäuse minimiert Resonanzen und bildet damit die Grundlage für eine neutrale und kontrollierte Wiedergabe.

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Im Hochtonbereich arbeitet ein 25-Millimeter-Seidenkalotten-Tweeter mit Neodym-Antrieb, der feinste Details mit luftiger Bühne und exzellenter Auflösung bis weit über 10 Kilohertz transportiert. Instrumente und Stimmen werden klar umrissen im Raum platziert, so dass ein breites, dreidimensionales Klangbild entsteht.

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Der 5,25-Zoll-Papierkonus-Tief/Mitteltöner sorgt für natürliche Mitten und einen warmen, körperhaften Grundton, der Stimmen und akustische Instrumente besonders authentisch erscheinen lässt. Dank der hervorragenden Dämpfungseigenschaften des Papierkonus spielt der SE100 kontrolliert, ohne Härten oder künstliche Betonungen.

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Im Inneren der SE100 arbeitet die von Eversolo entwickelte Blackedge Core Zwei-Wege-Architektur mit audiophilen Bauteilen, die ein präzises Timing und konsistente Phasenlage sicherstellt. Das Ergebnis ist ein stimmiger, kohärenter Klang, bei dem alle Frequenzbereiche nahtlos ineinandergreifen. Die Frequenzweiche wird mit eng selektierten Bauteilen abgestimmt, unterstützt durch Messdaten aus dem hauseigenen Akustiklabor. So erreicht die SE100 einen weitgehend linearen Frequenzgang mit sauber durchgezeichnetem Bassbereich bis hinunter auf etwa 50 Hertz, wodurch sie auch ohne Subwoofer bereits erstaunlich voll klingt.

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Eine hochreine, sauerstofffreie Kupfer-Schwingspule ermöglicht schnelle Impulsantworten und hohe Dynamikreserven. Ob leise, detailverliebte Jazz-Aufnahmen oder dynamische elektronische Musik: Die SE100 wechselt mühelos zwischen feinen Nuancen und kräftigen Peaks.

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Die klare Geometrie und die edle Oberfläche machen die SE100 zu einem optischen Highlight, das sich harmonisch in moderne Wohn- und Arbeitsumgebungen einfügt. Die Lautsprecher lassen sich sowohl frei auf Ständern als auch in Möbeln platzieren und bleiben dabei stets elegant zurückhaltend. Ein besonderes Detail ist die Kompatibilität mit Ikea Kallax-Regalen, wodurch sich hochwertige HiFi-Wiedergabe nahtlos in modulare Wohnkonzepte integrieren lässt. Die mitgelieferte, magnetische, akustisch nahezu transparente Frontbespannung schützt die Treiber, ohne die Hochtonwiedergabe hörbar zu beeinflusse

Technische Daten

  • Modellbezeichnung: SE100
  • Abmessungen (BxHxT): 290 × 290 x 180mm
  • Empfindlichkeit (2.83V @ 1m): 88dB
  • Empfohlene Verstärkerleistung: 20 - 100W
  • Maximale Belastbarkeit: 180W
  • Maximaler Schalldruckpegel: 96dB
  • Nominale Impedanz: 4Ω
  • Minimale Impedanz: 3,2Ω
  • Frequengang (+/-3 dB): 55Hz - 2 kHz
  • Untere Grenzfrequenz (- 6dB): 50Hz
  • Trennfrequenz TMT/HT: 2,6kHz
  • Preis: 400 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Die SE100 setzen auf ein zeitloses, quadratisches 29-Zentimeter-Gehäusedesign mit tiefem, mattem PU-„Starry“-Finish, das sowohl im Rack als auch frei im Raum äußerst hochwertig wirkt. Das hochdichte MDF-Gehäuse minimiert Resonanzen und bildet damit die Grundlage für eine neutrale und kontrollierte Wiedergabe.
Freitag, 16 Januar 2026 08:57

Final UX5000

Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups.

Allein optisch spricht mich der UX5000 an. Schlicht und unauffällig, ohne ein Statement setzten zu wollen, um sich zwanghaft von der Masse abzuheben. Aber genau diese unaufgeregte Präsentation in Verbindung mit der auch haptisch spannenden Oberfläche sorgt dann doch wieder für eine starke Eigenständigkeit. Trotz Plastik vermittelt die Oberfläche durchaus Qualität und Wertigkeit. Final nennt sie nicht ohne Grund „shibo“, was etwas frei übersetzt rau oder texturiert bedeutet. Auch das Kopfband und die magnetisch gehaltenen Ohrpolster aus Kunstleder fühlen sich gut an und runden den positiven Ersteindruck ab.

Das stabile Case gehört zum Lieferumfang
Das stabile Case gehört zum Lieferumfang

Das auf der Innenseite der Polster groß aufgedruckte „L“ und „R“ lässt keine Missverständnisse aufkommen. Das ist jetzt keine bahnbrechende Idee und ich bin mir sicher, dass man die Seiten im Alltag ohnehin kaum verwechseln wird, aber immerhin ein kleines Detail, das zeigt, dass auch scheinbaren Nebensächlichkeiten Beachtung geschenkt wurde. Die Größenverstellung mittels des üblichen Schiebemechanismus funktioniert gut und ist robust. Der Tragekomfort der mittelgroßen, etwas härteren Ohrmuscheln ist angenehm. Der dynamische Treiber ist mit 40 Millimetern genau so groß, wie die Treiber so ziemlich aller Konkurrenzprodukte. Das Rechenzentrum des Kopfhörers ist ein Qualcomm QCC3095 System-on-a-Chip. Mal abgesehen davon, dass Qualcomm einer der global Player in Sachen Mikrochips insbesondere im Smartphonesektor)ist, sagt mir die Bezeichnung nicht viel. Ich weiß nur, dass er der aufwendigste Chip der 30xx-Reihe ist und eine verlustlose Bluetooth-Übertragung ermöglicht. Mit Qualcomms eigenem aptX- und Sonys LDAC-Codec unterstützt er neben dem eher rudimentären Bluetooth-Standard SBC und anderen die zwei wichtigsten hochauflösenden Bluetooth-Codecs.

Alle wichtigen Funktionen wie Play/Pause, Vor/Zurück und die Lautstärke lassen sich über den praktischen kleinen Stick steuern
Alle wichtigen Funktionen wie Play/Pause, Vor/Zurück und die Lautstärke lassen sich über den praktischen kleinen Stick steuern


Was mir schon auf der Messe gefallen hat, ist die Möglichkeit, nicht nur die Ohrpolster auszutauschen, sondern auch das Kopfband. Etwas überraschend, aber aus Entwicklersicht alles andere als unklug: Kopfband und Ohrmuscheln werden über USB-C verbunden. Man sollte hier aber nicht davon ausgehen, dass diese Schnittstellen auch „USB“ sprechen, es wurde sich in der Entwicklung lediglich der breit verfügbaren Hardware bedient. Ein wirklich gewichtiges Kaufargument für den UX5000 ist meiner Meinung nach der leicht zugängliche, austauschbare 700-Milliamperestunden-Akku.

Hinter einem der Ohrpolster verbirgt sich das Akkufach
Hinter einem der Ohrpolster verbirgt sich das Akkufach

Die Bedienelemente sind auf der Außenseite der rechten Ohrmuschel untergebracht. Anstatt auf eine Touch-Oberfläche und Wischgesten zu setzen, ist zur Mediensteuerung ein kleiner Joystick verbaut. Ein langer Druck auf den Stick schaltet den Kopfhörer an und ab. Ein einfacher Klick fungiert als Play/Pause und zum Annehmen und Auflegen eines Anrufs. Ein Doppelklick lehnt einen Anruf ab oder öffnet den jeweiligen Sprach-, respektive KI-Assistenten des verbundenen Endgeräts. Ein Klick nach oben oder unten dient dem Regeln der Lautstärke, und ein Klick vor oder zurück eben genau dieser Aktion in der jeweiligen Playlist. Im Gegensatz zu einer Touch-Lösung sind so kaum Fehleingaben und vor allem die Bedienung mit Handschuhen möglich. Ein zweiter einfacher Knopf dient zum Umschalten zwischen dem Noise-Cancelling- und Ambient-, respektive Pass-Through-Modus.

Der Bügel ist austauschbar und wird mit den Ohrmuscheln mittels eines USB-C-Steckers verbunden
Der Bügel ist austauschbar und wird mit den Ohrmuscheln mittels eines USB-C-Steckers verbunden

Der Kopfhörer kann entweder über Bluetooth oder per mitgeliefertem 3,5-Millimeter-Klinkenkabel betrieben werden. Beide Modi benötigen allerdings einen geladenen Akku. Damit arbeitet der DSP des Qualcomm-Chips und auch Noise-Cancelling ist in beiden Betriebsmodi möglich, ich sehe aber nicht wirklich den Vorteil einer Kabelverbindung. Außer unter Umständen eine geringere Latenz für Echtzeitanwendungen wie beispielsweise Gaming. Eine eigene App bietet weitere Einstellungsmöglichkeiten. Auf Wunsch kann das Noise-Cancelling hier abgestellt werden. Ich würde mir wünschen, dass dies auch über den Schalter am Kopfhörer direkt möglich ist, zumal die App auf meinem – zugegeben mit Android 10 veralteten Smartphone – nicht lauffähig ist. Um den ANC-Modus testweise abzuschalten habe ich auf das Smartphone eines Freundes zurückgegriffen. Zusätzlich bietet die App einen 10-Band-Equalizer, Multipoint Verbindungen und Firmwareupdates sind hier ebenfalls möglich. Als Tonschaffender hätte ich mir – zumindest als Option – einen parametrischen Equalizer gewünscht. Zwar ist auch mit den Oktavbändern des 10-Bänders einiges möglich, eine wirklich gezielte Anpassung aber nicht uneingeschränkt.


Der 10-Band-Equalizer der UX5000-App ist für alle Nutzer nachvollziehbar zu bedienen
Der 10-Band-Equalizer der UX5000-App ist für alle Nutzer nachvollziehbar zu bedienen

Grundlegend isolieren die Kopfhörer bereits mechanisch deutlich besser als ich angenommen hatte. Gute Grundvoraussetzungen für das solide agierende Active-Noise-Cancelling. Bei monotonen, rauschähnlichen Geräuschen ist es besonders effektiv. Ich würde mir wünschen, dass Gespräche noch besser gefiltert werden würden. Gerade im Bus oder Zug werden die meisten Hintergrundgeräusche gut unterdrückt und dann stechen weniger gut ausgefilterte Stimmen stärker hervor. Dafür fällt das Noise-Cancelling für meine Ohren sehr angenehm aus. Von einigen anderen ANC-Kopfhörern kenne ich eine Art unnatürliches Druckgefühl auf dem Ohren bei aktiviertem Noise-Cancelling. Das kann ich beim UX5000 nicht feststellen. Die Speerspitze des ANC machen für mich dennoch die Platzhirsche des Marktes unter sich aus. Rein klanglich dominieren für meinen Geschmack die mehr als doppelt so teureren Offerten von Apple oder Bowers & Wilkins. Wie sehr das ANC den Musikgenuss beeinflusst, lässt sich dank der Möglichkeit, die Kopfhörer gänzlich ohne zu betreiben, gut feststellen. Um es abzukürzen: in lauten Umgebungen hat das Noise-Cancelling in meinen Tests immer auch zu einem besseren musikalischen Ergebnis geführt. In sehr stillen Umgebungen kann es vorkommen, dass eingeschaltetes Noise-Cancelling ein Grundrauschen erzeugt. Aber genau in dieser Konstellation kann man es ja dankenswerterweise abschalten.

Der USB-Port ist lediglich zum Laden gedacht. Für den kabelgebundenen Betrieb muss der Akku ebenfalls geladen sein
Der USB-Port ist lediglich zum Laden gedacht. Für den kabelgebundenen Betrieb muss der Akku ebenfalls geladen sein

Nach dem Besprechen aller übrigen relevanten Punkte können wir uns jetzt endlich im Detail mit der akustischen Leistung befassen. Mit GoGo Penguins „Fallowfield Loops“ vom neusten Album Necessary Fictions beweist der Final für einen Bluetooth-Kopfhörer eine überraschend ausgewogene Wiedergabe. Wie bei anderen Bewerbern auch steht der Bassbereich im Vordergrund, ist dabei jedoch keinesfalls so absurd überbetont, wie es manchmal der Fall ist. Vor allem maskiert er andere Frequenzbereich nicht. Er ist gut kontrolliert, konturiert und detailreich. Es lässt sich beispielsweise wunderbar heraushören, dass im Stück zwei verschiedene Bass Drums, respektive Bass Drum Sounds eingesetzt werden. Zum Beginn des Stücks klingt die Bassdrum eher hoch gestimmt und knackig, wie es bei einer kleinen (Jazz- oder Fusion-) Bass Drum oft der Fall ist. Sobald das Stück Fahrt aufnimmt, wird die kleine Bass Drum von einer tieferen Bass Drum abgelöst. Zwei der meiner Meinung nach mindestens drei verschiedenen Snare Drums sind leicht voneinander zu unterscheiden, da sie deutlich unterschiedlich hoch gestimmt sind. Die anderen zwei liegen in ihrer Größe und Stimmung nah beieinander. Der vierte Sound gegen Ende des Stücks könnte durchaus eine der ersten drei Trommeln sein, lediglich mit gelockertem Teppich. Kurzum, mit dem UX5000 sind schon eine ganze Menge Details herauszuhören. Auch die Becken werden fein herausgearbeitet, ohne aufdringlich zu werden. Für meinen Geschmack dürfte hier zwar noch etwas mehr Hochtonglitzer im Spiel sein, aber unterbelichtet sind die Höhen dennoch auf keinen Fall. Überhaupt gefällt die Verteilung der verschiedenen Instrumente auf dem Stereopanorama. Die einzelnen Trommeln, Becken und auch der Bass und das Klavier sind klar positioniert und sehr gut voneinander differenziert. Die Bühne wird weniger tief dargestellt, als das beispielsweise mein Beyerdynamic dt 880 black edition vermag. Letzterer ist jedoch halboffen konzipiert. Auch wenn der Palma DHS-1 bewiesen hat, dass kaum Klangunterschiede zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern bestehen können, würde ich mal argumentieren, dass eine geschlossene Konstruktion es, besonders im unteren Preisbereich, schwerer hat, eine „luftige“ Wiedergabe zu erzeugen. Bühnentiefe hin- oder her, während der dt 880 eher etwas diffus spielt, zeichnet sich der UX5000 durch seine besonders präzise Instrumentenseparation aus. Gerade bei komplexer moderner Musik und dichten, weniger dynamischen Mischungen passt diese Präzision richtig gut ins Bild.

Das mitgelieferte 3,5-Millimeter-Kabel ist für eine bequeme Nutzung etwas kurz
Das mitgelieferte 3,5-Millimeter-Kabel ist für eine bequeme Nutzung etwas kurz


„The Light“ der Progressive-Metal-Band Seventh Wonder vom Album The Testament marschiert mit dem UX5000 mit einem ordentlich Schub Energie durch die Gehörgänge. Und dennoch lassen Gitarren, Synth-Flächen, Drums und Bass genügend Platz für die Stimme von Sänger Tommy Karevik. Überhaupt macht das Album auf den Kopfhörern eine Menge Spaß. Sie schaffen genau den Spagat zwischen einer guten Auflösung, die mich kein Detail vermissen lässt und einer doch gefälligen, im besten Sinne „gesoundeten“ Wiedergabe, die imperfekte Aufnahmen verzeiht.

Bei Ravels Piano Trio in A-Moll, das mich kürzlich in der Elbphilharmonie zutiefst beeindruckt hat, kommt der UX5000 an seine Grenzen. Die für mich besonders emotionale Einspielung des Florestan Trios für Hyperion (1999) wird nicht ganz mit der Dynamik und Prägnanz herausgearbeitet, die ich mir wünschen würde. Die Instrumente klingen zwar durchaus natürlich und nicht verfälscht, aber es fehlt ihnen doch etwas Lebendig- und Leichtigkeit. Selbst dieses Stück macht das Noise-Cancelling in lauten Umgebungen genießbar, auch wenn ich es nur für diesen Test außerhalb der Ruhe meiner eigenen vier Wände gehört habe. Zu Hause, in stiller Umgebung, sorgt das Abschalten des ANC nicht nur für weniger Hintergrundrauschen, sondern beschert der Wiedergabe tatsächlich etwas mehr Raum und gibt den Instrumenten zumindest einen Hauch mehr an sonst vermisster Lebendigkeit.

STATEMENT

Finals UX5000 geht mehr auf die klanglichen Wünsche des anspruchsvollen Audiophilen ein als Produkte andere Hersteller in dieser Preisklasse. Er bietet dabei einen zwar ebenfalls eher starken, aber natürlicheren und vor allem konturierten Bassbereich, bei einer gut definierten Instrumentenseparation und einer insgesamt gutmütigen Abstimmung. Dank austauschbarem Akku verspricht er Langlebigkeit.
Gehört mit
Router & Zubehör Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3)
Server PrimeCore Audio A7
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE, IOTAVX PA3
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz)
Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO)
Kopfhörerverstärker iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH
Kabel Audioquest Diamond USB & Carbon USB, Chord Company Shawline USB, Belden, Boaacoustic Evolution BLACK.power-16, EAhibrid EAL 2000, Furutech LAN-8 NCF Plus, Glockenklang/Eupen, Sommer Epilogue
Herstellerangaben
FINAL UX5000
Kommunikationsmethode Bluetooth® 5.4
Frequenzbereich 20 Hz bis 40 kHz
Unterstützte Codecs SBC, AAC, aptX™, aptX™ Adaptive, LDAC™
Unterstützte Profile A2DP, AVRCP, HSP/HFP
Kontinuierliche Musikwiedergabezeit ANC aktiviert: bis zu 45 Stunden, ANC deaktiviert: bis zu 65 Stunden
Ladezeit Ungefähr 2 Stunden
Batteriekapazität 700 mAh
Gewicht 310 g
Preis 250 Euro

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups.
Donnerstag, 15 Januar 2026 02:14

Pro-Ject Head Box S3 B & DS3 B

Pro-Ject hat Anfang der 2000er Jahre die Box Design Mini-High-End-Audiokomponenten auf den Markt gebracht, darunter Phono-Vorverstärker, DACs, Kopfhörerverstärker und Vorverstärker. Dieser waren zwar deutlich kleiner als der klassische 44-Zentimeter-HiFi-Standard waren, verfügten aber über eine hervorragende Hardware.

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Durch die Verkleinerung der Gehäuse und die Verwendung von externen Netzteilen, die negative magnetische und elektrische Einstrahlungen reduzieren, konnte Pro-Ject den Preis für die gegebene Klangqualität drastisch senken. Heute wird dieses Konzept von vielen Marken kopiert, insbesondere aus Fernost, aber auch aus Europa. Pro-Ject hat nun beschlossen, sein Programm zu erneuern und mit überlegener Hardware und Funktionen erneut Maßstäbe zu setzen. Die ersten beiden Produkte werden die Head Box S3 B und dievs Head Box DS3 B sein.

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Heutzutage werden moderne Kopfhörer immer besser in ihrer Qualität und erfordern leistungsstärkere Kopfhörerverstärker. Pro-Ject hat nun neue Kopfhörerverstärker mit hervorragender Konnektivität und leistungsstarken, echten symmetrischen Schaltungen entwickelt, die in dieser Preisklasse ungewöhnlich sind. Gestützt auf umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit und sorgfältige Hörtests war es das übergeordnete Ziel, den besten Kompromiss zwischen Klangqualität und Leistung zu finden.

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Es gibt viele Angebote, insbesondere aus Fernost, die enorme Leistungsdaten bieten, manchmal sogar mehr als zwei Watt an 30 Ohm. Das sieht im Datenblatt gut aus, garantiert aber nicht die beste Klangqualität. Wie bei normalen Leistungsverstärkern für Lautsprecher gilt auch hier: Die richtige Kombination sorgt für den besten Klang. Die Head Box S3 B treibt 98 Prozent aller gängigen Kopfhörer mühelos an und sorgt dabei für eine hervorragende Klangreinheit. Die Headbox DS3 B verdoppelt die Leistung des S3 auf 1,5 Watt an 30 Ohm und treibt damit auch seltene und komplexe Kopfhörer an.

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Viele Kopfhörerverstärker verfügen über symmetrische Anschlüsse, was jedoch nicht bedeutet, dass die Verstärkung wirklich symmetrisch ist. Oft sind nur die Anschlüsse parallel zu den unsymmetrischen Single-Ended-Anschlüssen angeordnet. Sowohl die Head Box S3 B als auch die DS3 B sind vollständig symmetrisch ausgelegt. Während die Head Box S3 B aufgrund des Preises einige hochwertige ICs verwendet, ist die Head Box DS3 B vollständig diskret aufgebaut. Der Klang der S3 ist reichhaltig und offen, voller Details, während die DS3 mehr Wärme und Kraft hinzufügt.

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Die Head Box S3 B ist ab Januar zum Preis von 400 Euro, die Head Box DS3 B für 700 Euro im Fachhandel erhältlich.

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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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Den letzten Bericht über eine Vor-/Endstufen-Kombination schrieb ich vor beinahe anderthalb Jahren. Bis jetzt kam lediglich Wolfgang Kempers Test des Senna-Sound-Duos dazu. Sollte das daran liegen, dass es in diesem Bereich nicht allzu viele Innovationen gibt? Die edlen Amps von Riviera Audio Laboratories sind jedenfalls alles andere als Mainstream.

Die Verbreitung von digitalen Verstärkermodulen hat zumindest bei mir dazu geführt, dass mich ein Großteil der modernen Endstufen-Kreationen einfach nicht mehr interessiert. Schaltnetzteile in Kombination mit analogen Verstärkerschaltungen hingegen schrecken mich seit den positiven Erfahrungen mit Chord Elektronics' Leistungsverstärkern schon länger nicht mehr ab. Wenn man aber beispielsweise bei Plattenproduktionen weder Kosten noch Mühen scheut, um das Signal, das in die Rille gepresst wird, durchgängig auf der analogen Ebene zu belassen, erscheint es einem nahezu als Sakrileg, es nur für den letzten Verstärkungsschritt bei der Wiedergabe ins Digitale und zurück zu wandeln. Das gilt zumindest für mich. Glücklicherweise sehen das die meisten meiner Kollegen deutlich entspannter. Bei mir kommt auch noch dazu, dass ich durch Einsteins The Preamp und The Poweramp, Audio Exklusivs Vorstufe P7 sowie WestminsterLabs Quest schon relativ verwöhnt bin. Da passiert es dann immer seltener, dass eine zum Test bestellte Vor-/Endstufen-Kombination den audiophilen Erlebnishorizont noch einmal erweitert. Das geschah zuletzt mit den beiden DarTZeels. Und auch das Riviera-Trio scheint das Zeug dazu zu haben.

Das Gehäuse der Vorstufe ist über 16 Zentimeter hoch. Sie verfügt auch über klassische Ausstattungsmerkmale wie eine Balance-Regelung und eine Tape-Schleife
Das Gehäuse der Vorstufe ist über 16 Zentimeter hoch. Sie verfügt auch über klassische Ausstattungsmerkmale wie eine Balance-Regelung und eine Tape-Schleife

Einerseits ist es mir von digitalen Endstufenmodulen abgesehen recht egal, mit welchen Bauteilen und Schaltungen ein Entwickler versucht, seine Vorstellung vom besten Klang umzusetzen. Andererseits hinterläßt die nachdrücklich vertretene Ansicht der Kollegen Helmut Baumgartner und Roland Dietl, dass für höchsten Musikgenuss Class-A-Endstufen nahezu unverzichtbar seien, auch bei mir ihre Spuren – und genau in dieser Betriebsart arbeiten Riviera Audio Laboratories' Mono-Endstufen. Doch bevor ich mich näher damit beschäftige, sollte ich Ihnen die Firma kurz vorstellen, da hier bisher noch keine Produkte des italienischen Herstellers Thema waren: Riviera Audio Laboratories wurde im Jahr 2017 von Luca Chiomenti und Silvio Delfino gegründet. Zu dieser Zeit konnten beide schon auf lange Tätigkeiten in der Audio-Industrie zurückblicken. Ihre Werdegänge werden auf der Website recht ausführlich dargestellt. Einige mir wichtig erscheinende Fakten habe ich für Sie extrahiert.

Die Front der Endstufe schmückt dieses warm leuchtende VU-Meter
Die Front der Endstufe schmückt dieses warm leuchtende VU-Meter


Luca Chiomenti wuchs einem Umfeld auf, in dem Musik, sowohl live als auch reproduziert, eine zentrale Rolle spielte. Daher studierte er zunächst Elektrotechnik am Polytechnikum Mailand und arbeitete dann seit Anfang der 1990er Jahre als Designer in der Audio-Industrie. Sein besonderes Interesse galt seit seiner Studienzeit den Beziehungen zwischen elektronischen respektive elektroakustischen Geräten und biologischen und neurosensorischen Systemen. Zu Anfang seiner beruflichen Tätigkeit entwickelte er ein Ruhestrom-Servoregelungsssytem für die Endstufen von Bartolomeo Aloia. Als ehemaliger Besitzer einer Referenza D100 – und natürlich der passenden Vorstufe PST 200 – kann ich übrigens nur Gutes über die Produkte dieses Herstellers sagen. Luca Chiomenti schrieb auch für einige italienische und internationale Publikationen wie etwa Fedeltà del Suono, Stereo und Sound Practices. Bei Costruire HiFi war er Chefredakteur. Nach der Gründung einer eigenen Marke zur Entwicklung und Produktion von Verstärkern, hocheffizienten Lautsprechern und handgefertigten Kabeln beriet er weitere Hersteller und Marken, bevor er 2017 beschloss, die Ergebnisse seiner Forschung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck gründete er mit seinem Partner Silvio Delfino das Unternehmen Riviera Audio Laboratories.

Silvio Delfinos' Vaters vermittelte ihm schon in jungen Jahren die Liebe zur HiFi-Technik. In seiner Kette fanden sich Komponenten von Micro Seiki, Marantz und AR. Silvio Delfino erwarb im Alter von zwölf Jahren seine erste E-Bassgitarre und teilte seine Leidenschaft und sein Wissen mit Freunden, indem er half, ihre Stereoanlagen zusammenzustellen und aufzubauen. Die Faszination für sein Hobby ging so weit, dass er – gerade 18 Jahre alt geworden – statt sein erstes Autos zu kaufen, lieber seine Lautsprecher aufrüstete. Vier Jahre später machte er sein Hobby zum Beruf und gründete mit zwei Partnern die CSL Sound Ltd in San Diego, Kalifornien, um Sonus Faber, Cabre und Chario in den USA zu vertreiben. 1985 kehrte er nach Italien zurück und schrieb für die Magazine Stereoplay, Digital Audio Club und Suono. In letzterem war er als Kolumnist, Koordinator und Chefredakteur tätig. Danach hob er zusammen mit Gianfranco Maria Binari Fedeltà Del Suono aus der Taufe und war bis 1998 dessen Direktor. Danach war er beratend tätig – unter anderem auch für Aloia – und an der Entwicklung von Klipsch' Heritage- und Palladium-Linie beteiligt. Seit 2017 arbeitet er wieder mit Luca Chiomenti zusammen und zwar in ihrer eigenen Firma: Riviera Audio Laboratories.

Mit der Vollmetall-Fernbedienung lässt sich lediglich die Lautstärke regeln
Mit der Vollmetall-Fernbedienung lässt sich lediglich die Lautstärke regeln

Ich hatte ja anfangs schon angemerkt, dass die Riviera-Verstärker aus dem Mainstream herausragen. Dabei geht es weder um das eigenständige – und wie ich finde, sehr gelungene – Design, die hervorragende Verarbeitung noch die hohe Qualität der Bauteile und Grundschaltungen. Nein, es ist leider etwas komplizierter: Am Anfang des Riviera-Projekts definierte Luca Chiomenti, dass ein Verstärker ein Audio-Signal so originalgetreu wie möglich reproduzieren muss – und zwar für den Zuhörer und nicht für Messequipment. Das sei ein gewaltiger Unterschied. Aber dazu müsse man zuerst einmal verstehen, wie das menschliche Gehör funktioniert. Schon zu Beginn seiner Studien habe er gelernt, dass durch zahlreiche Abhandlungen belegt sei, dass beim Hören eines reinen Tons harmonische Verzerrungen im Ohr und insbesondere in der Cochlea erzeugt würden. Bei einem Pegel von 90 Dezibel betrügen die Verzerrungen der zweiten Harmonischen etwa 10 Prozent, bei Obertönen höherer Ordnung nehme der Pegel proportional zur Ordnung des Obertons ab. Das Spektrum der Obertöne hänge auch noch vom Pegel und der Frequenz des reinen Tons ab.

Die Tape-Schleife zur Hinterband-Kontrolle ist wie die gesamte Schaltung der Vorstufe unsymmetrisch ausgeführt
Die Tape-Schleife zur Hinterband-Kontrolle ist wie die gesamte Schaltung der Vorstufe unsymmetrisch ausgeführt


Um es nicht zu kompliziert zu machen: Die für Luca Chiomenti wichtigsten Erkenntnisse sind, dass das Ohr in seinem Inneren einen hohen Anteil an Harmonischen erzeuge und Ohr und Gehirn diese harmonischen Verzerrungen unterdrücke. In der Folge nähmen wir nur den reinen Klang wahr. Das gelte aber nicht nur für die vom Ohr selbst erzeugten Obertöne, sondern auch für andere harmonische Verzerrungen, wenn sie die gleiche Obertonverteilung aufwiesen. Bei einer anderen Verteilung der Harmonischen allerdings nehme das Gehör die Obertöne als unterschiedliche Töne und damit als störend wahr. Daher wirke ein Verstärker, der ein dem des menschlichen Ohr ähnelndes Verzerrungsspektrum erzeuge, sehr transparent und sauber, selbst wenn sein messbarer Wert für Totale Harmonische Verzerrungen (THD) relativ hoch sei. Das klassische Mittel, um diese Verzerrungen zu vermindern, sei die negative Rückkopplung. Doch leider reduziere sie die niedrigen harmonischen Verzerrungen viel stärker als die hohen Obertöne. Sie verzerre also das Verzerrungsspektrum, so dass es nicht mehr dem des menschlichen Ohrs entspreche. Deswegen vermeide Riviera Audio Laboratories Gegenkopplung so weit wie möglich, indem man auf Über-Alles-Gegenkopplung ganz verzichte und die lokale auf ein Minimum reduziere: Riviera-Verstärker würden nur für diejenigen Messungen optimiert, die eine echte Korrelation mit dem Hörerlebnis zeigten, ohne unnötige technische Virtuosität anzustreben.

Die Eingangsübertrager zur Desymmetrierung der an den XLR-Eingängen ankommenden Signale liegen ebenso wie die Ausgangsübertrager für die Cinch- und XLR-Vorverstärker-Ausgänge unter den schwarzen Abdeckungen
Die Eingangsübertrager zur Desymmetrierung der an den XLR-Eingängen ankommenden Signale liegen ebenso wie die Ausgangsübertrager für die Cinch- und XLR-Vorverstärker-Ausgänge unter den schwarzen Abdeckungen

Wem diese Zusammenfassung von Luca Chiomentis Ausführungen zu wenig detailreich erscheint, dem sei die ausführliche Version auf der Website von Riviera Audio Labs ans Herz gelegt. Dort nennt er auch die Punkte, auf die er bei der Entwicklung seiner Verstärker den höchsten Wert legte: Nach dem oben Dargestellten verwundert es nicht, dass die Optimierung – nicht Minimierung – der Amplituden- und Frequenzverzerrung oberste Priorität genießt. Luca Chiomenti betont, dass sich sein Vorgehen grundlegend von dem anderer Hersteller unterscheidet, die dem Signal künstlich erzeugte, als euphonisch geltende Verzerrungen hinzufügen. Ihm gehe es vielmehr darum, dass Restverzerrungen minimiert wurden und in ihrer Form denen des menschlichen Ohrs so nahe wie möglich kommen. Dass eine negative Gegenkopplung dabei keinesfalls hilfreich ist, hatte ich ja schon erwähnt. Um niedrige Verzerrungswerte zu erreichen, arbeiten alle Verstärkerstufen in den Riviera-Amps in Class A, da dies die Garantie für eine maximal mögliche Linearität sei. Darüber hinaus sei bei Leistungsverstärkern die Kombination von Röhren und MOSFets die beste Lösung, da die Triode in der Single-Ended-Konfiguration der beste Spannungsverstärker sei und eine Form der „natürlichen” Verzerrung biete, die der gewünschten sehr nahe komme. Insbesondere MOSFets seien die erste Wahl, wenn es um hohe Leistungen und niedrige Impedanzen gehe. Bei korrekter Ansteuerung zeigten sie ein ausgezeichnetes Verzerrungsverhalten.

Die beiden einzigen aktiven Bauelemente im Signalweg der Vorstufe
Die beiden einzigen aktiven Bauelemente im Signalweg der Vorstufe

Weitere Entwicklungsziele sind eine gute Open-Loop-Bandbreite, die absolute Stabilität bei jeder Last und ein angemessener Dämpfungsfaktor, den Luca Chiomenti mit Werten zwischen 15 und 30 – ähnlich wie bei sehr guten Röhrenverstärkern – beziffert. Des weiteren verzichtet er auf aktive Schutzschaltungen und widmet den Netzteilen besondere Aufmerksamkeit: In allen Riviera-Geräten gebe es immer mindestens zwei Trafos und fünf separate Stromversorgungen. Die für die Röhrensektion verfüge immer über π-Filter und sei stabilisiert. Bei der Stromversorgung von Endstufen und Vollverstärkern setze er ebenfalls auf π-Filter und viele kleine und schnelle Kondensatoren statt auf zwei große. Netztrafos werden von Hand in einem Betrieb in der Nähe der Fertigungsstätte gewickelt unter Luca Chiomentis Aufsicht gewickelt. Die Line-Ein- und Ausgangsübertrager werden nach Riviera-Spezifikationen von Lundahl hergestellt.


Nach einer solchen Menge technischer Informationen sollten wir einen Blick auf die Komponenten werfen: Der APL1 ist eine Hochpegel-Vorstufe mit drei unsymmetrischen und zwei symmetrischen Eingängen. Dazu kommt noch ein weiterer Cinch-Eingang für die Tape-Schleife. Die Schaltung ist durchgängig unsymmetrisch, hinter den XLR-Eingängen desymmetrieren Übertrager das Signal. Ausgangsseitig stehen neben dem Tape-Anschluss noch drei Anschlusspaare zur Verfügung; vor den beiden Cinch-Ausgängen liegen ebenso wie vor den XLR-Buchsen Ausgangsübertrager, da diese nach Meinung Luca Chiomentis auch dem Klang der beiden Single-Ended-Ausgänge zugute kommen. Ganz klassisch gibt es ein motorbetriebenes Drehpotentiometer – hier stammt es von Alps – und eine Balance-Regelung über Festwiderstände, die hinter den für die Verstärkung zuständigen ECC82 respektive 12AU7 liegt. Die Veränderung des Ausgangspegels ist die einzige Funktion, die auch mit der ganz aus Metall bestehenden Fernbedienung möglich ist.

Die beiden Signale der Vorstufe werden jeweils durch drei parallel liegende Kondensatoren ausgekoppelt
Die beiden Signale der Vorstufe werden jeweils durch drei parallel liegende Kondensatoren ausgekoppelt

Die AFM70 sind Class-A-Mono-Endstufen mit einer nominellen Leistung von 70 Watt an acht respektive 140 Watt an vier Ohm. Neben dem harten Netzschalter auf der Rückseite und der „Power“-Taste auf der Frontplatte ist der Schalter für die Wahl des Cinch- oder XLR-Eingangs das einzige Bedienelement. In meinem Hörraum stehen die Monos jeweils auf einer SSC Big Magic Base und sind über Audioquest Tornado HC mit den Hochstromausgängen des Niagara 5000 verbunden. Dafür, dass ich erst nur die AFM70 in meine Kette integriere, gibt es gleich zwei Gründe: Zum einen ist die Vorstufe so hoch, dass ich sie nicht einfach im Rack gegen die WestminsterLab Quest auswechseln kann, sondern größere Umstellungen vornehmen muss, um die APL1 unterzubringen und zum anderen bin ich wirklich neugierig, wie die Monos mit den hübschen VU-Metern klingen.

Da das Verstärkertrio bereits eingespielt ist, brauchen die AFM70 nur eine relativ kurze Zeit zum Akklimatisieren im Hörraum. Nachdem sie diesen im Leerlauf um zwei, drei Grad erwärmt haben, geht’s mit Seeing des Tord Gustavsen Trios los. Das Album gehört weder zu denen, von denen ich Stücke zum Testen verwende, noch habe ich es in letzter Zeit häufig gehört. Aber dennoch ist mir sofort klar, dass ich es nie zuvor so intensiv, klangfarbenstark und emotional ansprechend gehört habe. Die Musik fließt und ist dennoch dynamisch und rhythmisch akzentuiert. Die Instrumente werden bestens differenziert und scheinen trotzdem eng mit einander verflochten zu agieren. Da geht es nicht einfach nur um die Tiefe der imaginären Bühne – die lässt sowieso keine Wünsche offen –, sondern die Nähe des Zuhörers zum musikalischen Geschehen. Sie merken schon: Die AFM70 nehmen mit Qualitäten für sich ein, die sich den üblichen Hifi-Kriterien entziehen und nur schwer in Worte zu fassen sind. Aber das war bei den DarTZeels ja auch nicht anders.

Die großen Kühlkörperflächen der Endstufe werden während des Betriebs deutlich mehr als handwarm. Jedem Endstufen-Transistor ist ein Elko zugeordnet
Die großen Kühlkörperflächen der Endstufe werden während des Betriebs deutlich mehr als handwarm. Jedem Endstufen-Transistor ist ein Elko zugeordnet


Nach diesem ersten, ungemein positiven Eindruck hörten meine Gattin und ich am Abend den zweiten Teil einer Qobuz-Neuerwerbung, Sonus Variegata vom Jazzorchester Voralberg, auf die wir durch eine Kritik im Jazz Podium aufmerksam geworden waren, natürlich auch über die Riviera-Monos. Schon nach dem ersten Stück, merkte meine Gattin an, dass der zweite Teil des neuen Albums sie deutlich stärker anspreche, als der am Vorabend, was ja wahrscheinlich an den Verstärkern mit den warm leuchtenden Leistungsanzeigen liege. Das bestätigte zwar meine bisherigen Erfahrungen mit den Monos, machte mich aber gleichzeitig um so neugieriger darauf, wie sie mit einem der aussagekräftigen Teststücke klingen. Die sind eigentlich beim abendlichen Musikgenuss tabu, aber mir wurde eine Ausnahme erlaubt. Bei den Blechbläsern zu Beginn des ersten Satzes von Mahlers Symphonie Nr. 3 wurde unsere ungemein positive Einschätzung der AFM70 bestätigt: Die plastisch abgebildete Instrumentengruppe weit hinten auf der tiefen Bühne schien einen geradezu in den Raum zu ziehen, und Reflexionen von der gegenüberliegenden Wand des Saales waren klar und deutlich zu vernehmen.

Dann setzten die Pauken und die tiefe Trommel ein – und Enttäuschung machte sich breit. Zwar stimmte im Folgenden fast alles: Detailfülle, Durchzeichnung, Luftigkeit und tonale Ausgewogenheit. Doch der Druck, den wir von den Kesseln und Fellen gewohnt waren, baute sich nicht zu hundert Prozent auf. Dadurch wirkte die gesamte Darbietung ein wenig gebremst. Da der Musikgenuss ja nicht in Arbeit umschlagen sollte, ließen wir es damit bewenden und hörten keinen weiteren der bekannten Test-Tracks. Am nächsten Morgen starte ich dann Arild Andersens I You Look Far Enough: Bei den Pauken auf „If You Look“ vermisste ich ein wenig Energie, war aber von der plastischen Darstellung der Perkussionsinstrumente und der Positionierung der Synthesizer-Klänge weit hinten links im imaginären Raum begeistert. Auf „Svev“ und den folgenden Stücken fehlte es dem holzig-warmen Sound des Kontrabasses keinesfalls an Volumen, die Klangfarben der Instrumente umschmeichelten den Zuhörer, sprachen ihn auf der Gefühlsebene stark an. Wenn da doch nur noch ein bisschen mehr „Slam“ in der untersten Oktave gewesen wäre! Aber vielleicht war dieser Wunsch auch nur mein Luxusproblem: Viele Lautsprecher sind in diesem Frequenzbereich schon längst ausgestiegen…

Die Endstufen-Transistoren wurden gematcht
Die Endstufen-Transistoren wurden gematcht

Jetzt gilt es abzuwägen, worauf ich beim Test der Vorstufe am leichtesten verzichten kann: Das wäre gewiss – Achtung Spoiler! – der hervorragend klingende SOtM sMS-2000, aber der residiert im rechten der beiden Artesania-Racks, während meine Vorstufe eine Ebene im linken beansprucht. Will heißen: Die Kabel von der Vorstufe zu Endstufe könnten zu kurz sein, wenn der APL1 den Platz des SOtM einnimmt. Da bleibt nur eines: Der Melco muss dem Riviera-Vorverstärker weichen, mit der Konsequenz, dass ab sofort die Dateien nicht mehr von den Festplatten des Melco, sondern aus dem Netz von Qobuz gestreamt werden. Aber auch da gibt es ja Mahlers Symphonie Nr. 3, auch wenn sie auf diesem Weg bezogen erfahrungsgemäß ein paar Prozent schlechter klingt als vom Melco. Doch ein paar Prozent fallen jetzt nicht mehr ins Gewicht: Der APL1 verhilft den AFM70 zu meiner großen Überraschung genau zu dem, was ich bisher vermisst habe: Druck und Geschwindigkeit auch bei den tiefsten Frequenzen! Erklären kann ich mir das nicht, wohl aber hören. Nun stehen die Class-A-Monos Einsteins The Poweramp auch im extremen Tieftonbereich in so gut wie nichts mehr nach. Und die beschriebenen, begeisternden Fähigkeiten der AFM70 werden durch den Wechsel zum Riviera-Vorverstärker keinesfalls geschmälert, eher ist das Gegenteil der Fall. Hier muss man einfach zusammen hören, was zu zusammen entwickelt wurde.

Die Röhre übernimmt die Spannungsverstärkung
Die Röhre übernimmt die Spannungsverstärkung


Da das Verstärkertrio so gut miteinander harmoniert, verzichte ich darauf, die Vorstufe mit meinem Endverstärker auszuprobieren. Anders als die digitale Wiedergabekette wird die analoge durch die Unterbringung des Riviera-Vorverstärkers im Rack nicht beeinträchtigt, und deswegen kommt das letzte Stück in diesem Bericht von einer Schallplatte: Carla Bleys Life Goes On. Das Titelstück des Albums hatte mich ja auch schon bei der Wiedergabe über das DarTZeel-Duo sofort in seinen Bann gezogen und geradezu euphorisiert: „Zwischen den sparsamen Tönen und Akkorden des Intros entsteht Dank der darTZeels eine spannende Beziehung, Ein- und Ausschwingvorgänge und die klanglichen Färbungen der einzelnen Töne erlangen plötzlich eine Bedeutung, die zuvor nicht erkennbar war.“ Mit dem Riviera-Trio geht es mir sehr ähnlich. Auch hier ist das gewisse Etwas, dass sie von anderen High-End-Verstärkern unterscheidet, sehr schwer in Worte zu fassen – aber deutlich zu erleben.

STATEMENT

Es würde Riviera Audio Laboratories' Vor-/Endstufen-Kombination nicht gerecht werden, sie an schnöden Hifi-Kriterien zu messen. Sie machen Musik zu einer lange nachwirkenden emotionalen Erfahrung. Wer die nötigen finanziellen Ressourcen – und den Raum, der die Abwärme der Monos verkraftet – sein eigen nennt, sollte nicht länger träumen und diese famosen Kreationen unbedingt einmal in seiner Kette hören!
Gehört mit (Arbeitszimmer)
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith
Tonarm Einstein The Tonearm 12“ und 9“, AMG 12JT, Thales Simplicity II
Tonabnehmer Einstein The Pickup, Lyra Olympos, DS Audio W3
Phonostufe Einstein The Turntable's Choice
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil
Streamer Auralic Aries G2.2, SOtM sMS-2000
Streaming App JPLAY for iOS 1.0.21
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature, SOtM sNH-10G
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8
Vorverstärker WestminsterLab Quest
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen T5 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, Dragon XLR, ForceLines, Swiss Cables, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 (2x), Rossaudio Kabel, SOtM dCBL-BNC75
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, Chord Company PhonoARAY, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Finite Elemente Carbofibre°-HD und Statement, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Degritter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Waversa EXT- 1 und EXT-Reference, Thixar Silent Feet 20
Herstellerangaben
Riviera Audio Laboratories APL1 Vorverstärker
Schaltung Vollröhren-Audioschaltung, rein Class A, Zero Feedback, stabilisierte Stromversorgung mit doppeltem π-Filter
Eingänge 2 x XLR sym. (transformatorgekoppelt), 3 x Cinch unsym., 1 x Tape (Cinch)
Ausgänge 2 x Cinch unsym. (transformatorgekoppelt), 1 x XLR sym. (transformatorgekoppelt), 1 x Tape (Cinch)
Verstärkung 8dB
Eingangsimpedanz 47k
Verwendete Röhren 2x ECC82/12AU7
Abmessungen (B/H/T) 44/16,4/50,5cm
Gewicht 21kg
Preis 27.000 Euro
Herstellerangaben
Riviera Audio Laboratories AFM70 Mono-Endstufe
Leistung 70W (an 8 Ohm)
Besonderheiten keine Rückkopplung, rein Class A, Hybridschaltung
Eingänge 1 x Cinch unsym, 1 x XLR sym. (Transformator)
Verstärkung 22dB
Eingangsempfindlichkeit 220mVrms für 1W an 8 Ohm (2,83Vrms); 1,87Vrms für 70W an 8Ohm (24 Vrms)
Eingangsimpedanz 47k
Röhrenbestückung 1x ECC82/12AU7
Abmessungen (B/H/T) 34/19,5/48,5cm
Gewicht 30kg
Paarpreis 60.700 Euro

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-01-14_riviera
  • Social Introtext Den letzten Bericht über eine Vor-/Endstufen-Kombination schrieb ich vor beinahe anderthalb Jahren. Bis jetzt kam lediglich Wolfgang Kempers Test des Senna-Sound-Duos dazu. Sollte das daran liegen, dass es in diesem Bereich nicht allzu viele Innovationen gibt? Die edlen Amps von Riviera Audio Laboratories sind jedenfalls alles andere als Mainstream.
Montag, 12 Januar 2026 01:45

New@ATR: Der Stax SR-009D

Manche Produkte verschwinden aus den Katalogen, andere aus dem kollektiven Gedächtnis. Und dann gibt es Modelle wie den STAX SR-009: Kopfhörer, die so deutlich Maßstäbe setzten, dass sie zum Bezugspunkt einer ganzen Gerätegeneration wurden. Der SR-009D knüpft unmittelbar an das legendäre 009er-Original an und bringt dessen Gene in die Gegenwart.

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Der historische Hintergrund ist schnell erzählt: Mit seiner großen, runden Membran und festen Elektroden galt der SR-009 lange als das High-End-Referenzmodell im STAX-Portfolio. Er prägte die moderne Elektrostatik-Kopfhörerkultur und legte die Grundlage für die aktuelle Flaggschifflinie rund um SR-X9000 und SR-009S. Als mit dem neuen Topmodell die Produktion eingestellt wurde, blieb eine Lücke zurück, die viele STAX-Fans nur ungern akzeptierten. Weltweit gingen bei STAX Anfragen ein, ob und wann man den „Null-Null-Neun“ zurückbekommen könne. Die Antwort ist nun da: Der SR-009D kehrt zurück, technisch eng an das Original angelehnt, jedoch mit einigen gezielten Detailänderungen. Gehäusefarbe, Kabelmaterial und Gehäuseausführung wurden überarbeitet, gleichzeitig liegt der Preis unter dem ursprünglichen Niveau zur Markteinführung. Für viele interessierte Hörer wird der 009D damit zu einem vergleichsweise erschwinglichen Eintrittsticket in die Top-Liga der STAX-Elektrostaten.

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Herzstück des Konzepts bleibt die MLER-Technologie (Multi Layer Electrode), jene Schlüsseltechnologie, die auch in den heutigen High-End-Modellen von STAX eingesetzt wird. Der SR-009 war 2011 das erste Modell, in dem MLER-Elektroden serienmäßig zum Einsatz kamen. Die Fertigung ist alles andere als trivial: Fotogeätzte Metallplatten werden unter Vakuum auf atomarer Ebene thermodiffusionsgebunden. Ziel dieser aufwendigen Prozedur ist eine besonders hohe Planarität der festen Elektrode und ein sehr kontrolliertes Resonanzverhalten. Für den Hörer führt das zu einem extrem sauberen, präzise durchgezeichneten Klangbild, das selbst bei hohen Pegeln erstaunlich entspannt bleibt. Das Schallelement arbeitet als Push-Pull-Elektrostat in offener Gehäusekonstruktion. Die großflächige, runde Membran deckt einen enormen Frequenzbereich von 5 bis 42.000 Hertz ab. Die hohe Schalldruckempfindlichkeit von 101 Dezibel und die für STAX typische Vorspannung von 580 Volt Gleichstrom spielen perfekt mit einem passenden STAX-Treiberverstärker zusammen. Die technische Finesse bleibt für den Anwender im Hintergrund, macht sich aber im Alltag durch souveräne Kontrolle und eine außergewöhnlich feine Auflösung bemerkbar.

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Ein praxisrelevantes Detail, das der SR-009D von der aktuellen Modellgeneration übernimmt, ist das austauschbare Kabel. STAX setzt hier ein paralleles, sechsadriges, kapazitätsarmes Breitbandkabel aus OFC ein. Mit der abnehmbaren Ausführung steigt die Alltagstauglichkeit erheblich: Kabelbrüche lassen sich einfach beheben, ohne den Hörer selbst öffnen zu müssen, und wer mag, kann später auf hochwertige Alternativkabel upgraden. Beim Tragekomfort bleibt STAX seiner Linie treu. Die Ohrpolster bestehen an den hautberührenden Flächen aus echtem Schafsleder, während der umgebende Bereich aus Kunstleder gefertigt ist. Das Gewicht von 452 Gramm ist für einen großen, offenen Elektrostaten noch gut handhabbar, insbesondere im Zusammenspiel mit der großzügigen Polsterung und der typischen STAX-Passform. Der SR-009D ist weiterhin die günstigste Möglichkeit, in den Klangkosmos der aktuellen STAX-High-End-Modelle einzusteigen. Wer also die MLER-Technologie und die charakteristische Mischung aus Transparenz, Schnelligkeit und Luftigkeit erleben möchte, ohne direkt zum SR-X9000 greifen zu müssen, findet im 009D einen sehr attraktiven Einstiegspunkt. Gefertigt wird der SR-009D in Japan, wie gewohnt mit dem hohen Anspruch, den man mit STAX verbindet. Unterm Strich verbindet dieser Kopfhörer die Aura eines modernen Klassikers mit den praktischen Tugenden der aktuellen Generation: bewährte Technologie, erneuerte Details, ein hörbar ambitionierter Klanganspruch – und ein Preispunkt, der den Zugang zur Legende erleichtert.

Technische Daten

  • Typ: Push-Pull-Elektrostatik-Schallelement, offenes Gehäuse
  • Form des Schallelements: groß, rund
  • Frequenzgang: 5 - 42.000Hz
  • Elektrostatische Kapazität: 110pF
  • Impedanz: 145kΩ
  • Schalldruckempfindlichkeit: 101dB
  • Vorspannung: 580V Gleichstrom
  • Kabel: paralleles 6-adriges, kapazitätsarmes Breitbandkabel aus OFC
  • Kabellänge: 2,5m
  • Ohrpolster: echtes Schafsleder (hautberührender Teil), Kunstleder (umgebender Teil)
  • Gewicht: 452g (Ohrhörer)
  • Hergestellt in Japan

Der Preis beträgt 3.700 Euro. Der Stax SR-009D ist ab sofort verfügbar.

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

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Freitag, 09 Januar 2026 01:49

Keces Ewave

Nein, wir werden nicht zur PR-Abteilung von Keces oder Robert Ross' Vertrieb, der die Produkte aus Taiwan in Europa betreut und hierzulande vertreibt. Doch bei einem Gespräch über den Ephono+ merkte Robert Ross an, dass er soeben das erste Null-Serien-Modell des Keces-Switch erhalten habe und uns zusenden könne. Da konnte ich nicht widerstehen.

Da die Serienmodelle noch im Januar ausgeliefert werden, kann ich mir mit dem Bericht über das Switch auch nicht allzu lange Zeit lassen, wenn hifistatement.net das erste Magazin sein möchte, dass über die relativ preisgünstige Komponente berichtet. Dafür nehme ich gerne in Kauf, dass zwei Tests von Keces-Produkten nacheinander erscheinen – nur durch die neunteilige Vorstellung der Autoren und Fotografen unseres Magazins getrennt.

Mit den Kippschaltern lassen sich die acht Ports einzeln aktiveren. Numero 1 ist als „Eingang“ vorgesehen und verfügt über eine eigene Stromversorgung
Mit den Kippschaltern lassen sich die acht Ports einzeln aktiveren. Numero 1 ist als „Eingang“ vorgesehen und verfügt über eine eigene Stromversorgung

Keces nennt sein Switch „Ewave“, hat es in einem gut verarbeiteten, recht unauffälligen Gehäuse untergebracht und mit acht LAN-Ports ausgestattet. Jeder einzelne von ihnen kann durch einen Schalter auf der Frontplatte ein- und ausgeschaltet werden, um „Übersprechen zu reduzieren und die Signalintegrität aufrechtzuerhalten“, wie es in der Produktinformation heißt. Dort wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Ports 1 und 2 bis 8 von gegeneinander isolierten Stromversorgungen gespeist werden und der Port 1 vorzugsweise als „Eingang“ verwendet werden sollte. Alle Ports unterstützen Datenraten von 1000, 100 und 10 Megabit pro Sekunde. Eine Limitierung der Datenraten ist nicht möglich. Die von Robert Ross zur Verfügung gestellten Informationen zum Ewave sind übrigens umfangreicher als die zu anderen Keces-Geräten, unter anderem deshalb, weil er in seiner begleitenden E-mail recht detailliert ausführt, warum ein übliches Netzwerk-Switch für Streaming-Anwendungen nicht wirklich geeignet ist. Aber nach der Vielzahl von Tests von Switches für audiophile Zwecke an dieser Stelle kann ich auf die Wiederholung seiner Argumente verzichten, da den Lesern von hifistatement der Nutzen von Signalverteilern speziell für Audio-Anwendungen hinlänglich bekannt sein dürfte.

Die Anzeige der aktiven Ports und der verarbeiteten Datenrate lässt sich abschalten
Die Anzeige der aktiven Ports und der verarbeiteten Datenrate lässt sich abschalten


Um gegenseitige Störungen zwischen verschiedenen Baugruppen zu minimieren, gibt es beim Ewave unabhängige Stromversorgungen – ich gehe davon aus, dass damit verschiedene Spannungsstabilisierungen gemeint sind – nicht nur für die beiden Gruppen von Ports, sondern auch für den zentralen Chip, den Mikrocontroller und den beheizten 25-Megahertz-Quarzoszillator, der sich durch extrem niedriges Phasenrauschen auszeichnen soll. Im Gehäuse des Switch ist allerdings lediglich die Spannungsaufbereitung zu finden, die ihre Energie über eine Buchse von einem externen 12-Volt-(Stecker-)Schaltnetzteil bezieht. Das gehört zwar zum Lieferumfang, kam im Test aber nicht zur Anwendung, da ich – wie in der Bedienungsanleitung empfohlen – ein Linearnetzteil verwendete, und zwar das Keces P8. Das Layout der Leiterplatten soll nach umfangreichen Tests so optimiert worden sein, dass elektromagnetische Interferenzen und hochfrequente Störungen minimiert werden.

Darüber hinaus sorge der sogenannte Audio-Priority-Quality-of-Service für einen guten Klang. Falls Ihnen der Begriff bekannt vorkommen sollte, mag das daran liegen, dass er beim Test des mit dem Statement in High Fidelity ausgezeichneten, aber nicht mehr erhältlichen Melco S100 hier erstmals erwähnt wurde: Das ist ein Verfahren, bei dem Audiopakete im Datenstrom identifiziert und diese dann priorisiert werden, wodurch die Güte der Übertragung verbessert werden soll. Durch einen Druck auf die „Dim“-Taste lassen sich die 16 LEDs auf der Frontplatte abschalten, welche die Aktivität und die Datenrate der einzelnen Ports anzeigen: Bei der Entwicklung des Ewave hat Keces vielen Parametern Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sich auch schon bei anderen, durchweg teureren Switches als klangfördernd erwiesen haben.

Der Ewave benötigt Energie aus einem externen Netzteil: 12 Volt und 1 Ampere. Ein Schaltnetzteil gehört zum Lieferumfang
Der Ewave benötigt Energie aus einem externen Netzteil: 12 Volt und 1 Ampere. Ein Schaltnetzteil gehört zum Lieferumfang

Um dem Ewave das bestmögliche Umfeld zu bieten, integriere ich ihn anstelle des Ansuz Gold Signature PowerSwitch in die Kette im Hörraum. Dabei geht es natürlich nicht um einen extrem unfairen Vergleich, sondern erst einmal um ein paar Tage ununterbrochenes Einspielen. Dazu ist der Ausgang des ADOT-Medienkonverters mit dem Port 1 verbunden und der als NAS fungierende Melco und der Aries G2.2 mit den Ports 3 und 5. Die beiden letzteren habe ich ausgewählt, da die ungeraden LAN-Anschlüsse in der gleichen Ausrichtung montiert sind wie die des Ansuz, während Buchsen mit gradzahligen Nummern um 180 Grad versetzt eingebaut wurden. Bei der Benutzung der Ports 3 und 5 brauchen die nicht gerade flexiblen Digitalz D-TC Gold Signature nicht gedreht zu werden. Wenn ich für den Ewave vergleichbare Bedingungen schaffen will wie für das PowerSwitch, müssen auch die Ansuz Sortz mit umziehen, die einen nicht umbeträchtlichen Anteil zum Wohlklang meiner digitalen Wiedergabekette beitragen. Man kann natürlich trefflich darüber streiten, ob es sinnvoll ist, ein relativ günstiges Switch mit Zubehör zum je nach Ausführung geringfügig höheren oder niedrigeren Preis zu tunen. Doch bevor ich zu kritischem Hören komme, lasse ich mich einmal mehr von Till Brönner und Dieter Ilgs Nightfall verzaubern: stimmungsvolle Dialoge von Trompete respektive Flügelhorn und Kontrabass, klangfarbenstark, rhythmisch ungemein spannend und hin und wieder mit ein wenig Elektronik gewürzt – ein Genuss.

Auf der Hauptplatine sitzt an zentraler Stelle der Temperatur-kontrollierte Taktgeber
Auf der Hauptplatine sitzt an zentraler Stelle der Temperatur-kontrollierte Taktgeber


Aus der Liste meiner Test-Tracks wähle ich den Beginn von Mahlers Symphonie Nr. 3 mit Mariss Jansons und bin überrascht, wie gut das Ewave viele der Qualitäten der Aufnahme rüberbringt. Ich weiß noch, dass es einer Vielzahl von Verbesserungen in der Anlage bedurfte, bevor die Reflexion der Blechbläser an der linken Wand des Saales durchgängig zu vernehmen waren. Das gelingt auch dem Keces-Switch. Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, wirkte die Bühne in der höchsten Ausbaustufe meiner Kette allerdings noch einen Tick tiefer. Geschenkt, wenn man die Preisschilder des Ewave und des Ansuz PowerSwitch vor Augen hat. Da kann man auch leicht verschmerzen, dass ersteres ein paar Details unterschlägt – solange es bei der Energie im Tieftonbereich, bei der tonalen Stimmigkeit und bei der Emotionen weckenden Spielweise absolut nichts vermissen lässt – auch wenn bisher kein Sortz in einer der LAN-Buchsen des Keces steckt.
Wenig überraschend ist schon die Wirkung eines Sortz deutlich hörbar, vorausgesetzt natürlich, dass der Port, in dem es steckt, aktiviert wurde: Der Aufnahmeraum wirkt größer, die Differenzierung der einzelnen, leichten Schläge auf die Felle der Pauken gelingt besser, und Details wie das Atmen eines der Ausführenden wird klarer aus dem musikalischen Geschehen herausgelöst. Wenn dann – wie in meiner etatmäßigen Kette üblich – auch noch ein Sortz Signature in einem Port des Switch steckt, werden die geschilderten klanglichen Verbesserungen noch einmal größer: Das Ewave besitzt noch mehr klangliches Potential als es in nicht getuntem Zustand offenbart. Zum Aufbau einer digitalen Wiedergabekette auf sehr hohem Niveau wäre es sicherlich ein guter Weg, mit dem Erwerb des recht erschwinglichen Keces-Switch zu beginnen und es, sobald weitere Investitionen möglich sind, mit einem Linearnetzteil und in einem dritten Schritt mit LAN-Filtern wie dem English Electric EE1 Plus, dem Silent Power LAN iPurifiert Pro oder eben den Sortz aufzurüsten.

Vor den einzelnen Ports kommen Hochfrequenz-Übertrager zum Einsatz
Vor den einzelnen Ports kommen Hochfrequenz-Übertrager zum Einsatz

Vor weiteren Vergleichen höre ich nur zum Vergnügen eine meiner letzten Qobuz-Neuerwerbung, John Scofield und Dave Hollands Memories of Home. Von den neun Zwiegesprächen zwischen elektrischer Gitarre und Kontrabass haben es mir John Scofields ruhige Komposition „Meant To Be“ und „Mr. B“, das Dave Holland schrieb und Ray Brown widmete, besonders angetan. Im erstgenannten Stück erklingt die nur ein wenig angezerrte Gitarre von Hall umgeben nach einem Bass-Intro in höheren Lagen sehr farbstark und melodiös. Dazu passt sehr gut, dass auch der Tieftöner in einem nicht allzu großen imaginären Raum platziert wurde: zumindest für mich ein Song zum Dahinschmelzen. Mehr Groove verströmt die Gitarre über einem soliden Walking-Bass-Fundament auf „Mr. B“. Da muss man einfach mitwippen. Timing und Spielfreude des Duos lassen keine Wünsche offen. Während des gesamten Albums habe ich mir nicht einmal Gedanken über die Wiedergabekette gemacht: Die klingt mit dem Keces Ewave einfach klasse.

Nachdem ich die Sortz wieder entfernt habe, höre ich, da ich mit dem Klang des Ewave in der Anlage noch nicht wirklich vertraut bin, dreimal die ersten zwei Minuten des ersten Satzes der Symphonie Nr.15 von Schostakowitsch mit dem Duisburger Philharmonieorchester. Dann stecke ich die drei LAN- und das 12-Volt-Gleichstromkabel vom Ewave auf das SOtM-Switch SNH-10G um. Dieses ist mit dem High-End-Clock-Module sCLK-EX mit Eingang für eine Masterclock ausgestattet und steht in dieser Ausstattungsvariante aktuell mit 2.150 Euro in der Preisliste. Den höheren Preis rechtfertigt das SOtM-Switch durch eine einen Tick bessere Auflösung und eine in der Tiefe ein Stückchen größeren Bühne. Mit der tonalen Abstimmung meiner Anlage harmoniert aber das Keces-Switch besser: Damit wirkt der Hochtonbereich eine Spur geschmeidiger und gefälliger. Da geht es natürlich um Geschmacksfragen. Nicht fraglich ist meines Erachtens nach aber, dass man beide Switches vor einer Kaufentscheidung in seiner eigenen Kette gehört haben sollte.

Wie üblich legt Keces auch beim Ewave Wert auf eine saubere Spannungsversorgung
Wie üblich legt Keces auch beim Ewave Wert auf eine saubere Spannungsversorgung


Das Ewave zieht nun in die Anlage im Wohnzimmer um, um seine positive Wirkung allein zwischen dem 10Gtek-Medienkonverter und dem lediglich als Renderer eingesetzten Eversolo DMP-A10 zu beweisen. Es ersetzt dabei den Silent Power Lan iPurifier: Die Musiker scheinen auf einer etwas breiteren und deutlich tieferen Bühne zu spielen und wirken um einiges motivierter. Die Instrumente erklingen in kräftigeren Farben, und der Groove des Stücks „West Eats Meat“ lässt einen nicht unbeteiligt. Dabei sind die beschriebenen Verbesserungen alles andere als Marginalien: Der Keces Ewave bewährt sich auch als reines LAN-Filter.

STATEMENT

Das recht erschwingliche Keces-Switch sorgt auch schon bei einer minimalistischen digitalen Kette für deutliche Klangverbesserung, macht aber auch im Zusammenspiel mit vergleichsweise kostspieligen Tuning-Maßnahmen immer noch eine gute Figur: überaus empfehlenswert!
Gehört mit (Arbeitszimmer)
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil
Streamer Auralic Aries G2.2, SOtM sMS-2000
Streaming App JPLAY for iOS 1.0.21
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature, SOtM sNH-10G
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8
Vorstufe WestminsterLabQuest
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen T5 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 (2x), Rossaudio Kabel, SOtM dCBL-BNC75
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD und Statement, Harmonix Room Tuning Disks, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Hifi Rose Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Hifi Rose RSA720 mit Keces P8, Waversa EXT- 1 und EXT-Reference, Ansuz Sparks, Darkz Z2S und T3w, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20
Gehört mit (Wohnzimmer)
Streamer Eversolo DMP-A10
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics Hugo TT2 mit Ferrum Hypsos
NAS Melco N1Z H60/2 mit externem Audiaz Linearnetzteil
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Göbel Epoque Aeon Fine
Kabel Audioquest Dragon Bi-Wiring, Swiss Cables Reference (Plus), Goebel High End Lacorde Statement
Zubehör Einstein The Octopus, HighEndNovum Multivocal Resonator, Sieveking Quantum Noise Resonator, Silent Power Lan iPurifier, 10Gtek-Medienkonverter mit SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter
Herstellerangaben
Keces Ewave
Anschlüsse 8 mal Ethernet, 10/100/1000Mbps
Lieferumfang Ewave, Benutzerhandbuch, Schaltnetzteil 12V/1A
Abmessungen (B/H/T) 2207220/66MM
Gewicht 4kg
Preis 1.500 Euro

Vertrieb
Robert Ross Audiophile Produkte GmbH
Anschrift Schulstraße 1
18375 Ostseebad Prerow
Telefon +49 38233 455
E-Mail r.ross@robertross.de
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  • Social Introtext Nein, wir werden nicht zur PR-Abteilung von Keces oder Robert Ross' Vertrieb, der die Produkte aus Taiwan in Europa betreut und hierzulande vertreibt. Doch bei einem Gespräch über den Ephono+ merkte Robert Ross an, dass er soeben das erste Null-Serien-Modell des Keces-Switch erhalten habe und uns zusenden könne. Da konnte ich nicht widerstehen.
Mittwoch, 07 Januar 2026 02:46

hifistatement.net intern – Teil 9

Wider Erwarten habe ich die Selbstdarstellungen der Kollegen mit viel Freude gelesen, da ich noch einiges Neues erfahren konnte. Selbst wenn man sich schon lange kennt, hat man vielleicht nie darüber gesprochen, wie man zu unseren Hobby gekommen ist. Doch mit meinem Text beschließen wir die Reihe. Ab sofort geht’s mit Tests weiter. Versprochen.

Dirk Sommer
Dirk Sommer

Ich beschäftigte mich schon während der Schulzeit mit simplen Radio- und Lautsprecherbasteleien und, sobald es die Finanzen erlaubten, mit richtigem HiFi. Während des Studiums – ich bin Deutsch- und Lateinlehrer, genoss aber auch ein Jahr lang die Elektrotechnik-Vorlesungen an der Uni Dortmund – jobbte ich in diversen HiFi-Läden des östlichen Ruhrgebietes und spielte nur zum privaten Vergnügen den Elektrobass in einer Rhythm’n’Blues-Band. Nach einer weiteren Ausbildung zum technischen Redakteur stand ich vor der Wahl, in einer Firma für technische Dokumentation in Wilhelmshaven für die Qualitätssicherung zuständig zu sein oder in Gröbenzell für HiFi Exklusiv zu schreiben. Entgegen meiner geographischen Vorliebe entschied ich mich, lieber eigene Texte über interessante Themen zu verfassen, statt die drögen technischen Werke anderer Autoren zu korrigieren, und zog 1994 nach Bayern. Am Ende des Jahres ging dann aus HiFi Exklusiv das High-End-Magazin image hifi hervor. Seit dem Heft 01/99 war ich dort als Chefredakteur tätig und produzierte seit 2002 für den Image Verlag fünf Schallplatten, wobei mich die professionelle Studiotechnik und der Klang von (Master-)Tonbändern auf Anhieb faszinierten. Durch die berufliche Beschäftigung mit den Dingen, die vor Jahren allein Gegenstand meines Hobbys waren, verloren diese ein wenig von ihrem Status als Objekte der Begierde: So rückte professionelles Aufnahmeequipment und der Umgang damit immer stärker in den Fokus. Bald darauf war ich im Besitz von fünf Studer-Bandmaschinen, zwei analogen Mischpulten, einer Auswahl recht feiner Mikrofone und der entsprechenden Peripherie. Aber all das macht nur Freude, wenn man es auch benutzt. So gründete ich mit meiner musikbegeisterten und der Tonbandtechnik zugetanen Gattin die Plattenfirma sommelier du son mit dem Ziel, völlig analog produzierte LPs auf den Markt zu bringen. Die Folge: vier LPs auf sommelier du son, acht Scheiben für Triple A, unserem Label unter dem Dach von Edel Kultur, und eine Vielzahl von Reissues aus dem MPS-Katalog, ebenfalls für Edel. Danach folgten noch einige Schallplatten für wechselnde Auftraggeber.

So Mitte 2009 waren dann Divergenzen mit den Herausgebern über die weitere Ausrichtung des Magazin für mich der Grund, image hifi den Rücken zu kehren. Einen Monat später übernahm ich die Position des Chefredakteurs bei hifistatement.net, wo ich Helmut Baumgartner wiedertraf, dessen vollsymmetrische Vorstufe ich schon zu image-Zeiten durch Vermittlung eines Kollegen ausprobieren durfte. Er sorgte für die informativen, technisch perfekten Fotos des damals im Aufbau befindlichen online-Magazins. Als ich zwei Jahre später zur Begleitung analoger Aufnahmen für Edel Kultur beim Jazz Festival in Montreux weilte, musste ich feststellen, dass der Herausgeber von hifistatement.net seine Publikation nicht weiter fortführen konnte. Ich war eine Zeit lang zwischen einem Neustart in Sachen Hifi und der Intensivierung der Tätigkeit im professionellen Audio-Bereich hin- und hergerissen. Bei einem unserer Gespräche erinnerte Helmut Baumgartner daran, wie viel Aufbauarbeit wir schon für hifistatement.net geleistet hätten: Es wäre schade, wenn diese ganz umsonst gewesen wäre – Argumente, denen ich nur zustimmen konnte. Wir beschlossen also weiterzumachen, und ich erwarb die Namensrechte am Magazin. Am 23.10.2011 war es dann soweit: Der erste Artikel in hifistatement.net unter eigener Regie erschien.

Wir können also im Oktober unser 15-jähriges Jubiläum feiern. Und solange weiter spannende Komponenten ins Haus geliefert werden und wir in diesem fantastischen Team – zu dem noch Claudia Kuhn, die sich um's Rechungswesen kümmert, und unser Webdesigner Simon Barthelt gehören – zusammenarbeiten, denkt so schnell niemand ans Aufhören!

Der Autor, zu erkennen am diesmal zwar nicht bunten, aber zumindest gemusterten Hemd, neben seinem Freund, dem Gitarristen der Blues-Band aus alten Zeiten: Volker Bohlmeier, Inhaber der Einstein Elektronik- und Lautsprecher-Manufaktur
Der Autor, zu erkennen am diesmal zwar nicht bunten, aber zumindest gemusterten Hemd, neben seinem Freund, dem Gitarristen der Blues-Band aus alten Zeiten: Volker Bohlmeier, Inhaber der Einstein Elektronik- und Lautsprecher-Manufaktur

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  • Social Introtext Wider Erwarten habe ich die Selbstdarstellungen der Kollegen mit viel Freude gelesen, da ich noch einiges Neues erfahren konnte. Selbst wenn man sich schon lange kennt, hat man vielleicht nie darüber gesprochen, wie man zu unseren Hobby gekommen ist. Doch mit meinem Text beschließen wir die Reihe. Ab sofort geht’s mit Tests weiter. Versprochen.

Wenn es um Fotos in hifistatement.net geht, und zwar meist um solche von Messen, Firmenbesuchen oder Aktivitäten im Hörraum, taucht oft ein anderer Name auf als der von Helmut Baumgartner: Birgit Hammer. Meine Gattin macht aber nicht nur Aufnahmen für's Magazin, sondern erledigt auch organisatorische Aufgaben und betreut unseren Instagram-Auftritt.

Birgit Hammer
Birgit Hammer

Ein Leben ohne Musik ist für mich nicht vorstellbar. Schon als Kind war Musik für mich enorm wichtig, zuerst beim Zuhören, wenn meine Mutter beispielsweise schaurig-schöne Moritaten zum Besten gab, und dann beim Selbstsingen, wenn ich zu Hause oder im Chor Volks- und anderes Liedgut schmetterte. Kein Wunder also, dass Musik so für mich zu einem Lebensmittel wurde. Dabei war es nicht nur schön zu musizieren, sondern auch spannend, sich mit der Reproduktionstechnik auseinander zu setzen. Begonnen habe ich Anfang der sechziger Jahre mit der elterlichen Musiktruhe von Grundig, die mit Plattenspieler, Radio und Tonbandgerät bestückt war. Ich hörte nicht nur die vorhandenen LPs, EPs, Singles von Armstrong, Beethoven über Knef bis Porter, sondern bannte auch Songs aus dem Radio als „eigene Sendungen“ erst auf Tonbandgerät, später auf meinen eigenen Kassettenrecorder. So kam die Musik der guten Sendungen des WDR dazu, da seien exemplarisch nur Joachim Ernst Berend und Winfried Trenkler als Redakteure genannt. Dann natürlich auch Musik, die in meiner Peer-Group gehört wurde – vom Tonband oder Schallplatte – wie Uriah Heep, Birth Control und so weiter.

Als ich von meinen Eltern in eine eigene Wohnung zog, war klar, dass ich sofort eine Stereo-Anlage brauchte. So begann ich mein Erwachsenenleben mit einer kleinen Plattensammlung, einem Rotel-Verstärker und was sonst noch zur guten Musikwiedergabe nötig ist. Im Lauf der Zeit entwickelte sie sich sukzessive mit ARC-Lautsprechern und Nytech-Verstärker weiter, was sicher auch am Einfluss meines Hifi-interessierteren Freundes lag. Beim Umzug in eine gemeinsame Wohnung kam selbstverständlich auch meine Anlage mit. Bis zum heutigen Tag, fast 46 Jahre später, habe ich eine eigene Hifi-Anlage und eine eigene Plattensammlung. Falls eine Beziehung scheitert und eine neue Wohnung her muss, hat die Anschaffung einer zufriedenstellenden Anlage vielleicht nicht immer höchste Priorität...

Mit meiner Berufstätigkeit begann ich mich auch für das Fotografieren zu interessieren. Zur Erklärung: Ich bin in der Kinderbetreuung tätig gewesen. Um Kinder passgenau in ihrer Entwicklung unterstützen und Eltern über die Entwicklung des Kindes informieren zu können, ist es wichtig zu beobachten und zu dokumentieren. Dies lässt sich gut mit Fotografien machen. Mit Foto-Serien, Fotobilderbüchern kann man ebenfalls Bildungsangebote gestalten. Mich hat dabei die Sendung mit der Maus mit ihren, auch für Erwachsene, informativen Filmen – etwa: Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta? – sehr geprägt. Ein Beispiel für meine Adaption dieser Art der Darstellung finden Sie beispielsweise in der Fotostory über Sikora. Fotos von industriellen Herstellungsprozessen finde ich einfach spannend.

Als ich mit meinem Mann vor über 31 Jahren nach Gröbenzell zog – er arbeitet seit dieser Zeit als Journalist im Hifi-Bereich –, bekam ich die Gelegenheit, Musik, Hifi und Fotografieren miteinander zu verbinden. Das Magazin, für das mein Mann erst als Redakteur und später als Chefredakteur einige Jahre arbeitete, konnte anfangs nicht durchgängig einen Fotografen beschäftigen und so machte ich gemeinsam mit der Frau des damaligen Chefredakteurs die Fotos für komplette Ausgaben. Seit dieser Zeit begleite ich, wenn möglich, meinen Mann auf seinen Reportage-Reisen, zu Messen und Fertigungsorten. Dabei begeistern mich einerseits die Möglichkeit, direkt in Produktionsabläufe schauen und sie fotografieren zu können, und andererseits die vielen netten und interessanten Begegnungen in der Hifi-Szene. Zu guter Letzt gibt es dann noch etwas aus dem Bereich der Musik, das ich seit 2008 immer wieder gerne mache: Aufnahmen von Musik mit Studer-Tonbandgeräten. Jetzt sogar live für unsere Plattenfirma! Was für ein Glück.

Birgit Hammer präsentiert während der Audio Video Show in Warschau die jüngste Produktion von sommelier du son. Mit dabei: Wojciech Pacuła, Chefredakteur von highfidelity.pl, unserem Kooperationspartner in Polen, und Dirk Sommer
Birgit Hammer präsentiert während der Audio Video Show in Warschau die jüngste Produktion von sommelier du son. Mit dabei: Wojciech Pacuła, Chefredakteur von highfidelity.pl, unserem Kooperationspartner in Polen, und Dirk Sommer

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  • Social Introtext Wenn es um Fotos in hifistatement.net geht, und zwar meist um solche von Messen, Firmenbesuchen oder Aktivitäten im Hörraum, taucht oft ein anderer Name auf als der von Helmut Baumgartner: Birgit Hammer. Meine Gattin macht aber nicht nur Aufnahmen für's Magazin, sondern erledigt auch organisatorische Aufgaben und betreut unseren Instagram-Auftritt.

In dieser Folge sehen Sie das Gesicht hinter dem Gesicht von hifistatement.net: Letzteres wird geprägt von Helmut Baumgartners Fotografie. Viele, selbst gedruckte Hifi-Magazine verwenden inzwischen Herstellerfotos oder gar KI-generierte Bilder. Wir setzen auch in Zukunft auf Helmut Baumgartners informative Ästhetik – und sein enormes Fachwissen.

Helmut Baumgartner
Helmut Baumgartner

Manchmal hat man eine Idee und äußert sie, ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen sich daraus für einen selbst ergeben. Aber eigentlich hätte ich es ja ahnen können, denn schließlich bin ich mit Dirk Sommer lange genug befreundet, um zu wissen, dass, wenn ich ihm vorschlage, unser Team, Ihnen, unseren Lesern vorzustellen, er auch mich in die Pflicht nimmt. Dann kam bei mir natürlich die Frage auf, wie hat das denn eigentlich angefangen mit diesem wunderbaren Hobby Hifi? Es war einer unserer Autoren, Dr. Roland Dietl, mein drei Jahre älterer Cousin, von dem ich mit dem „Virus“ infiziert wurde und zwar nachhaltig, denn unsere Begeisterung für das Thema hält bis heute an. Allerdings musste ich damals aber auch leider sehr schnell feststellen, dass die wunderbaren Objekte der Begierde weit weg von meinen finanziellen Möglichkeiten waren. Deshalb fing ich schon gegen Ende meiner Schulzeit an, in Münchner Highend Studios zu jobben, unter anderem auch in einem Laden für Lautsprecher-Selbstbaubau, was meinen technischen Horizont in Bezug auf Hifi immens erweiterte. Auf der Highend 1982 lernte ich Klaus Renner kennen, den Herausgeber des Magazins Das Ohr. Wir wurden enge Freunde und ich schrieb dann bis zum Ende der Zeitschrift im Jahr 1991 für Das Ohr, denn nach dem viel zu frühen Tod von Klaus wurde die Veröffentlichung eingestellt. Aber es gab noch einen Menschen, der mir profundes Wissen mit auf den Weg gab, mein Großvater, ein begnadeter und genialer Feinmechaniker und Maschinenbauer. Und es kam was kommen musste, wenn man in seiner Jugend viel Zeit mit Feinmechanik verbringt und gleichzeitig die Möglichkeit hat, die damals besten Plattenspieler genauer unter die Lupe zu nehmen. Es entstanden eigene Gedanken, von denen viele Anfang der 90er im Apolyt technisch umgesetzt wurden. Meine zweite große Leidenshaft wurde dann zu meinem Beruf, die Fotografie und Highend rutschte auch aus zeitlichen Gründen etwas in den Hintergrund – bis mich 2009 Helmut Rohrwild, ein langjähriger Wegbegleiter in Sachen HIFI, kontaktierte und mir mitteilte, dass es ein neues Highend-online-Magazin namens hifistatement.net gäbe, das auf der Suche nach einem Fotografen war. Nach kurzer Überlegung, ob neben meinen Jobs für Werbung und Kataloge noch Zeit für ein weiteres Projekt wäre, sagte ich zu. Mir war zu bewusst, dass es die Chance, Beruf, Leidenschaft und Hobby zu kombinieren nicht allzu oft gibt, und ich bin bis heute froh über meine damalige Entscheidung, ich hoffe Sie auch.

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Auch bevor Roland Dietl zum Team stieß, berichteten wir über – wie es damals hieß – Computer-Hifi. Aber sein Einstieg steigerte die digitale Kompetenz der Redaktion merklich – und nicht nur diese: Wenn er etwa mit Chord Electronics Digital-Spezialist Rob Watts über R. R. Cordells „Nested Feedback Loops“ spricht, gehe ich schon mal einen Tee kochen…

Roland Dietl
Roland Dietl

„Time is flying by!“ Seit mittlerweile zehn Jahren schreibe ich nun schon in loser Folge mit viel Begeisterung für Hifistatement. Seit unserem ersten Treffen verstehen Dirk Sommer und ich uns ganz ausgezeichnet. Den Kontakt hatte seinerzeit mein Cousin, unser Fotograf Helmut Baumgartner, vermittelt, der meine „HiFi“-Vergangenheit gut kannte. Von Haus aus bin ich ja Diplom-Kaufmann und verantworte in einem mittelständisch geprägten Großhandelsunternehmen für Computerbauteile die Bereiche Finanzen und Personal.

Meine „audiophile Biografie“ beginnt so richtig Anfang der 1980-er Jahre, in der Blütezeit der klassischen, analogen HiFi-Geräte und -Kultur, lange bevor die einsetzende Digitalisierung die HiFi-Landschaft nachhaltig veränderte. Als Schüler und später Student beschäftigte mich die Frage, wie man mit kleinem Budget zu einer hochwertigen HiFi-Anlage kommt. Da war Selbstbau angesagt, nicht nur Lautsprecher, sondern auch Elektronik. Ich startete mit Bauanleitungen von Magazinen wie Elrad oder Elektor. So richtig erschüttert wurde meine damalige HiFi-Welt dann, als ich Klaus Renner (Das Ohr) kennenlernte und bei ihm zu Hause zum ersten Mal eine „richtige“ High-End Anlage hören konnte. Sukzessive tauchte ich immer tiefer in die Materie ein. Ich verschlang die Artikel des französischen Magazins L’AUDIOPHILE und lernte die Bedeutung von Schaltungskonzepten, Netzteilen und Bauteilen auf den Klang kennen. Noch heute besitze ich aus dieser Zeit eine selbstgebaute Kaneda-Vorstufe mit riesigem Netzteil und exotischen Bauteilen. Später gab mir dann der brillante Entwickler Erno Borbely wertvolle Hinweise bei der Entwicklung einer eigenen Endstufe im reinen Class-A-Betrieb. Im Digital-Bereich beschäftigte mich die Frage, warum ein Titel über einen guten CD-Player abgespielt deutlich besser klang, als auf Festplatte gerippt von einem selbstgebauten PC. Noch heute heize ich gerne den Lötkolben für kleinere Projekte an und besitze einen professionellen Audio-Analyzer, mit dem ich zwischendurch so manchem Testgerät messtechnisch auf den Zahn fühle.

Bei aller Liebe zur Technik steht für mich aber immer die Musik an erster Stelle. Ich habe eine musikalische Ausbildung am Akkordeon genossen und spiele aktiv in einem Orchester, dessen Ziel es ist, anspruchsvolle Konzertmusik auf musikalisch höchstem Niveau zu präsentieren und damit das musikalische Potential des Akkordeons zu verdeutlichen. Bei hifistatement genieße ich den Luxus, die Themenbereiche betreuen zu dürfen, die mich am meisten interessieren, und das sind – eigentlich alle. Leider fehlt mir für die Beschäftigung mit Tonarmen und Tonabnehmersystemen aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit die notwendige Zeit und Muße.

Analog, digital, Streaming, alle Formen der Wiedergabe von Musik existieren bei mir friedlich nebeneinander. Das Festlegen auf eine bestimmte Form der Musikwiedergabe ist nicht mein Fall. Die Neugier ist es, die mich antreibt. Ich schaue deshalb gerne hinter die Kulissen und versuche jenseits des „Marketinggeblubbers“ die technischen Fakten zu extrahieren. Mein Ziel ist es, Ihnen, liebe Leser, zu vermitteln, wie ich den Klang einer Komponente im Kontext von unterschiedlichen Musikgenres und anderen Komponenten empfinde. Ich möchte mit meinen Berichten Anregungen geben und Interesse wecken, sich mit einer Komponente selbst zu beschäftigen. Denn eines sollte klar sein: Ein absolut richtig oder falsch, besser oder schlechter im objektiven Sinne gibt es in unserem Bereich eher nicht – zu unterschiedlich sind die individuellen Geschmäcker und Hörgewohnheiten. Doch genau das macht für mich den Reiz aus.

Neben Musik-Hören und dem Umgang mit edlem Equipment eine der Lieblingsaktivitäten Roland Dietls: Der intensive Austausch mit den Köpfen der Hifi-Szene, hier Michael Børresen, Entwickler der Audio Group Denmark
Neben Musik-Hören und dem Umgang mit edlem Equipment eine der Lieblingsaktivitäten Roland Dietls: Der intensive Austausch mit den Köpfen der Hifi-Szene, hier Michael Børresen, Entwickler der Audio Group Denmark

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