Century heißen die Röhren-Mono-Endverstärker von Linear Tube Audio, die ohne Ausgangsübertrager auskommen und sich dennoch grundlegend von anderen OTL-Konzepten unterscheiden. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, was die patentierte ZOTL-Technologie des Entwicklers so besonders macht und wie sie sich klanglich auswirkt.
Für diesen Test haben Dirk Sommer und ich uns eine Arbeitsteilung vorgenommen, bei der ich (Carsten Bussler) mich auf die Technik der Century-Monos sowie die Hintergründe zu Linear Tube Audio und die Zusammenarbeit mit dem Entwickler David Berning konzentriere. Dirk Sommer wird später im Bericht den klanglichen Part übernehmen. Tatsächlich kannte ich die Wiege unseres Testprobanden bis dato nicht näher: Linear Tube Audio (LTA) ist ein US-amerikanischer High-End-Audiohersteller mit Sitz in Takoma Park, Maryland. Das 2015 von Mark Schneider gegründete Unternehmen entwickelt und fertigt Röhrenverstärker, Vorverstärker, Kopfhörerverstärker und weitere Audiokomponenten. Nach eigenem Bekunden werden die Geräte in der Werkstatt in Takoma Park von Hand aufgebaut. Das technologische Fundament der Endverstärker ist die von David Berning entwickelte und patentierte ZOTL-Architektur (Zero-Hysteresis Output Transformer-Less). Anders als klassische Röhrenverstärker verzichtet die ZOTL-Schaltung auf einen konventionellen Ausgangsübertrager. LTA verbindet diese Technologie mit modernen Schutz- und Bedienfunktionen und positioniert die Geräte zwischen den klanglichen Eigenschaften klassischer Röhrentechnik und den praktischen Eigenschaften moderner Verstärker.
Überhaupt ist die Zusammenarbeit mit Berning ein zentraler Bestandteil der Unternehmensgeschichte: Für die ersten LTA-Produkte entwickelte Berning die Kernschaltung, während LTA die Gesamtkonstruktion, Fertigung und Produktumsetzung übernahm. Seit 2023 liegt die operative Entwicklung und Produktion bei dem inzwischen etablierten LTA-Team, das weiterhin eng mit Berning zusammenarbeitet. Zum aktuellen Portfolio zählen unter anderem die ZOTL40 Reference+, ZOTL Ultralinear+, Z40+, Z10e, die MicroZOTL-Vorstufe, der Velo-Kopfhörerverstärker und der Aero DAC.

David Berning ist ein US-amerikanischer Physiker und seit Jahrzehnten im Bereich der Röhrenverstärkerentwicklung tätig. Nach Angaben von LTA begann seine prägende Phase mit rund zwei Jahrzehnten Entwicklung und Fertigung von Röhrenverstärkern, bevor er 1996 die ZOTL-Architektur entwickelte. Der technische Kern von ZOTL besteht darin, die für Röhren typische hohe Ausgangsimpedanz nicht über einen klassischen Ausgangsübertrager an den Lautsprecher anzupassen. Stattdessen wird die Hochfrequenz- und Impedanzwandlung mit einer elektronischen Schaltung und einem Hochfrequenz-Übertrager realisiert. Dadurch kann die Schaltung die für konventionelle Ausgangsübertrager typischen Einschränkungen bei Bandbreite, Hysterese und Phasenverhalten weitgehend umgehen. Die konkrete Schaltungstechnik ist technisch komplex und wurde von Berning über viele Jahre weiterentwickelt. Berning arbeitete zunächst unter eigenem Namen und entwickelte unter anderem die ZH- und Quadrature-Z-Verstärker sowie den microZOTL. Mit Linear Tube Audio wurde seine Technologie ab 2015 in einer breiteren Produktplattform weitergeführt. LTA bezeichnet Berning als integralen Bestandteil der Entwicklung seiner Verstärker.

Der Century von Linear Tube Audio ist auf den ersten Blick ein klassischer, vergleichsweise kräftiger Röhren-Monoblock: Push-Pull, Class AB, vier Leistungspentoden pro Kanal, Treiberröhren und eine vollständig symmetrische Signalführung. Auf den zweiten Blick ist er das genaue Gegenteil eines konventionellen Röhrenverstärkers. Der entscheidende Punkt ist nicht, dass der Century ohne Ausgangsübertrager auskommt, sondern wie er die Impedanzanpassung zwischen hochohmiger Röhrenstufe und niederohmigem Lautsprecher tatsächlich realisiert. David Bernings ZOTL-System ersetzt den klassischen Audio-Ausgangsübertrager durch einen hochfrequent arbeitenden Impedanzwandler. Das Nutzsignal wird dabei auf eine feste HF-Trägerfrequenz umgesetzt, die Röhren arbeiten weiterhin als eigentliche Verstärkerelemente, und die Impedanztransformation erfolgt über spezielle HF-Übertrager sowie Gleichrichter- und Wandlerstufen. Der wesentliche Unterschied zum klassischen Ausgangsübertrager liegt somit nicht darin, dass im Gerät überhaupt kein magnetischer Kern mehr vorkommt, sondern dass der magnetische Wandler aus dem Audiofrequenzbereich herausgenommen wird.

Genau diese Verschiebung des Problems vom Audiofrequenzbereich in einen kontrollierten HF-Arbeitsbereich ist der technische Kern der ZOTL-Idee, was uns endlich zu unseren Monos mit der folgenden Topologie bringt: Der Century ist ein vollsymmetrischer, differenzieller ZOTL-Push-Pull-Verstärker in Class AB mit einer sogenannten Screen-Drive- und Pentode-Driver-Control-Schaltung. Vier NOS-6JN6-Compactron-Strahlpentoden bilden pro Kanal die Leistungsausgangsstufe; zwei EL84 übernehmen die Treiberfunktion; 7062/E180CC und 12AU7 bilden Eingangs- und Spannungsverstärkungsstufen. Und genau jetzt wird es etwas haarig, denn es folgt ein für das Verständnis dieses Verstärkers notwendiger Ausflug in tiefere technische Gefilde.

Um ZOTL zu verstehen, muss man zunächst die klassische Aufgabe des Ausgangsübertragers betrachten. Eine Leistungspentode oder Beam-Power-Tetrode arbeitet typischerweise mit einer hohen Anodenlastimpedanz. Ein Lautsprecher hingegen liegt – zumindest in seinem elektrischen Grundverhalten – im Bereich weniger Ohm. Ein Audioübertrager transformiert diese beiden Welten über sein Windungsverhältnis. Genau hier beginnen die bekannten Schwierigkeiten des Audioübertragers: große Windungszahlen, Streuinduktivität, Wicklungskapazität, Kernmagnetisierung, Hysterese und Sättigung. Im Klartext heißt das nichts anderes, dass ein Ausgangsübertrager nicht einfach ein idealer Widerstandstransformator ist, denn seine Übertragung ist frequenz- und signalabhängig. Im Tieftonbereich bestimmen Kernquerschnitt, Magnetisierungsinduktivität und Gleichstromanteile die Grenze; im Hochtonbereich begrenzen Streuinduktivität und parasitäre Kapazitäten Bandbreite und Phasenlage. Bernings ZOTL-Patent beschreibt einen anderen Weg. Das Push-Pull-Paar ist über DC-/DC-Schaltwandler mit der Last verbunden. Diese Wandler arbeiten bei einer festen, deutlich über dem Audiobereich liegenden Frequenz. Spezielle HF-Übertrager übernehmen dort die eigentliche Spannungs- und Stromtransformation; Gleichrichterstufen führen das Signal im Ergebnis wieder in eine für den Lautsprecher geeignete Form zurück. Bernings eigene Technologie-Seite beschreibt das als RF-carrier system.

Das ist ein fundamentaler Unterschied zu einem Audioübertrager: Im klassischen Verstärker muss der magnetische Kern unmittelbar das Audiosignal über einen Frequenzbereich von wenigen Hertz bis weit über 20 Kilohertz übertragen. Im ZOTL-Wandler muss der Kern dagegen primär eine fest definierte Hochfrequenz verarbeiten. Die Audioinformation moduliert respektive steuert diesen HF-Prozess. Der HF-Kern im Century arbeitet also unter ganz anderen Randbedingungen als ein Audio-Ausgangsübertrager. Bei fester HF-Frequenz können Kernmaterial, Windungszahl, Wicklungsgeometrie und parasitäre Kapazitäten gezielt für einen relativ engen Arbeitsbereich optimiert werden. Die für Audio problematischen Effekte des klassischen Ausgangsübertragers, insbesondere frequenzabhängige Magnetisierung und die direkte Übertragung des Audiosignals durch den Kern, werden damit aus dem kritischen Frequenzband herausgehalten. Die hohe Röhrenimpedanz bleibt erhalten und die notwendige Impedanztransformation wird elektronisch über den HF-Wandler vorgenommen. Damit wird auch verständlich, warum Berning nicht hunderte Watt aus einem Röhrengrab ziehen muss. Die Röhren können in einem für sie geeigneten Spannungs- und Strombereich betrieben werden, während die ZOTL-Stufe das Impedanzniveau an die reale Last überführt.

Die bemerkenswerteste Besonderheit des Century liegt in der Ausgangsstufe. LTA setzt erstmals in seiner Produktfamilie eine Screen-Drive-Schaltung in dieser ZOTL-Leistungsklasse ein. Vier 6JN6 pro Kanal arbeiten als Strahlleistungspentoden, zwei EL84 übernehmen die Ansteuerung der Schirmgitter. Das Schirmgitter einer Pentode ist hier elektrisch weit mehr als eine statische Hilfselektrode. In einer konventionellen Pentodenschaltung liegt es auf einer weitgehend konstanten Gleichspannung. Wird sein Potential hingegen gezielt mit dem Signal verändert, verändert sich die Übertragungskennlinie der Leistungsröhre. Berning hat diese Screen-Drive-Philosophie bereits in früheren Patenten beschrieben: Die Schirmgittersteuerung kann Wirkungsgrad, mögliche Ausgangsleistung und Betriebssicherheit verbessern. Im Century übernehmen die EL84 damit eine ungewöhnliche Funktion der Steuerung der Screen-Elektroden der Leistungspentoden. Das ist der Grund, warum LTA von Pentode driver control system spricht. Die 6JN6 können dadurch effizient als Pentoden betrieben werden, ohne dass die Auslegung allein auf der statischen Schirmgitterspannung einer konventionellen Pentodenendstufe beruht. Aus Sicht des Signalflusses entsteht damit eine interessante Arbeitsteilung: Die 6JN6 stellen die eigentliche Leistung zur Verfügung; die EL84 beeinflussen deren Betriebszustand über die Schirmgitter und der ZOTL-Wandler sorgt anschließend für die niederohmige Impedanzanpassung an die Lautsprecherlast. Der Century verfügt über drei globale Gegenkopplungsstellungen: LOW, MED und NORM. Mit zunehmender Gegenkopplung sinkt der effektive Ausgangswiderstand. Damit wird die elektrische Rückwirkung des Lautsprechers stärker unterdrückt und die Kontrolle des Chassis nimmt zu. Wie immer darf hier in Abhängigkeit vom verwendeten Lautsprecher der persönliche Geschmack entscheiden. Schön, dass Sie, lieber Leser, nach diesem Ausflug offenbar noch dabei und nicht vor Langeweile in einen Tiefschlaf versunken sind.

Der Century ist deshalb technisch so innovativ, weil mehrere scheinbar widersprüchliche Anforderungen gleichzeitig erfüllt werden: Röhrentechnik mit hoher Betriebsspannung, hohe Ausgangsleistung, niedrige Ausgangsimpedanz, sehr große Bandbreite, geringe thermische Belastung und zugleich ein möglichst direktes Signalverhalten. Man kann den Century am treffendsten als Röhrenverstärker mit elektronisch organisierter Impedanztransformation beschreiben. Seine Besonderheit ist nicht das Fehlen eines großen Ausgangsübertragers an sich, sondern die Tatsache, dass die Funktion des Ausgangsübertragers in mehrere klar getrennte physikalische Aufgaben gegliedert wird: Röhrenverstärkung, HF-Erzeugung, magnetische Hochfrequenzübertragung, Gleichrichtung, Filterung und schließlich Stromlieferung an die Lautsprecherlast.
Marketing-Leute brauchen ja stets griffige Formulierungen und Zero-Hysteresis ist gewiss eine solche. Aber in diesem Fall ist es weit mehr als ein Marketingwort. Ein magnetischer Kern besitzt Gedächtniseffekte: Sein Zustand hängt nicht ausschließlich vom momentanen Signal ab. Gerade asymmetrische und impulsförmige Signalverläufe können dadurch Verzerrungen erzeugen, die mit einem einfachen linearen Übertragungsmodell nicht vollständig beschrieben werden. Der HF-Kern im Century hingegen arbeitet in einem anderen Betriebsmodus und wird nicht dazu gezwungen, das vollständige Audiospektrum als magnetische Flussänderung abzubilden: Die Hysteresemechanismen im direkten Audiopfad werden vermieden. Technisch ist dies das interessanteste Verstärkerkonzept, das mir jemals untergekommen ist. Um so bitterer für mich, dass ich die Century-Monos Umstände halber (noch) nicht persönlich hören konnte. Ab hier übernimmt Dirk Sommer .

Die Produkte von Acoustical Systems respektive Dietrich Brakemeier haben mich bisher nie enttäuscht, sondern vielmehr begeistert, wie man in den Tests des Tonarms Aquilar und des Tonabnehmers Palladian nachlesen kann. Von diesem gibt es übrigens inzwischen die XO-Boron-Variante, die unbedingt auch mal den Weg nach Gröbenzell finden sollte. Aber Acoustical System glänzt nicht allein mit den eigenen Produkten. Bei einem Analog-Workshop in den Firmenräumen erfuhr ich, dass die noble Analog-Schmiede die Vollbereichselektrostaten von Sound Labs nicht nur im eigenen Hörraum favorisiert, sondern auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreibt. Als Kontrabass-Fan sind Elektrostaten nicht unbedingt meine bevorzugte Lautsprechergattung. Und daran änderten auch die Sound Labs wenig – obwohl ich ihrem Mittel- und Hochtonbereich sowie ihrer extrem offenen und transparenten Spielweise eine Menge abgewinnen konnte. Rundum überzeugten sie dann schließlich doch, nachdem Chris Stubbs von Sound Labs die Majestic 845 PX im Acoustical-Systems-Hörraum mit der neuen Elektronik, der „Full Range Auto Bias“- Spannungsversorgung, ausstattete. Als mir Dietrich Brakemeier das neueste Produkt im Vertrieb Acoustical Systems, die Linear-Tube-Audio-Monoendstufen, zum Test anbot, sagte ich gerne zu – allerdings erst, nachdem Carsten Bussler zugestimmt hatte, den Technikteil des Artikels zu übernehmen. Der Hersteller und sein Vertrieb bezeichnen die Verstärker als „ZOTL Zero-Hysteresis Output Transformer-less Amplifier“. Zumindest mit dem Begriff OTL kann ich etwas anfangen und nach der Beschäftigung mit Einsteins The Silver Bullet verbinde ich damit auch sehr hohe klangliche Erwartungen.
Vielleicht weil ich die Optik der Einsteins vor Augen hatte, überraschte mich das Äußere der Linear-Tube-Audios völlig: keine Spur von sattem Chrom, glänzendem Schwarz oder wirkungsvoll in Szene gesetzter Röhren. Dietrich Brakemeier und ich entnahmen den Kartons zwei mit 12 Kilogramm unerwartet leichte, fast quadratische Aluminiumgehäuse mit der üblichen Hifi-Komponenten-Breite und einer Höhe von gerade mal 14 Zentimetern – gut verarbeitet und von schlichter Eleganz. Auf der Front findet sich nur eine LED und ein Schalter, mit den sich das Maß der Gegenkopplung in drei Stufen variieren lässt. Mit ihrem Erscheinungsbild haben mich die LTAs sofort für sich ein genommen. Schon seit einigen Jahren ziehe ich ein reduziertes, funktionales Design jeglichem Bling-Bling vor. Den ersten positiven Eindruck brauche ich auch nicht zu revidieren, nachdem ich Dino Saluzzis Once Upon A Time – Far Away In The South von der Festplatte des SOtM sMS-2000 gestartet habe. Auf „The Revelation“ erklingen Pierre Favres Percussioninstrumente in einem großen, wenig bedämpften Raum.
Die tiefen Trommeln besitzen eine Menge Energie, und dabei haben die LTAs die sechs Konus-Chassis der Børresen T5 aller bestens im Griff. Palle Mikkelborgs Trompete und Flügelhorn kommen ohne Rauigkeit und dennoch mit dem nötigen Biss rüber. Das Bandoneon ist auf dem rechten und linken Kanal zu hören, und selbst im sehr dichten Mittelteil gibt es eine Reihe von Detail- und Rauminformationen zu entdecken. Für die Aufnahme ist wieder einmal Martin Wieland verantwortlich: bester ECM-Sound aus dem Tonstudio Bauer. Gut, ich habe das Stück lange nicht gehört, aber so gut klingend wie mit den LTAs habe ich es nicht in Erinnerung – wozu gewiss auch der MSB Cascade seinen Teil beiträgt. Da der nach fast zwei Monaten den Hörraum verlassen muss, schleife ich an seiner Stelle Chord Electronics' DAVE und M-Scaler mit ihren externen Netzteilen ein. Dadurch scheint die imaginäre Bühne zwar minimal zu schrumpfen und die Musik fließt einen Hauch weniger geschmeidig, Fokus und Präzision der Abbildung sowie Definition und Wucht im Tieftonbereich bleiben aber auf ähnlich hohem Niveau wie zuvor. Da manifestiert sich die Qualität der LTAs, die mit der höchstmöglichen Gegenkopplung arbeiten: Der Schalter steht auf NORM.
Kürzlich war Marko Licanin, der leitende Forschungs- und Entwicklungsingenieur der Siltech Group, in Gröbenzell zu Besuch und spielte zur Überprüfung seiner Lautsprecheraufstellung unter anderem Brian Bromberg Solo-Bass-Version von „Come Together“ vom Album Wood. Die streame ich jetzt noch einmal, wobei die Kette keinerlei Wünsche offen lässt: Der Grundtonbereich des Kontrabasses besitzt Wucht und Wärme, und Griff- und Saitengeräusche vermittelten eine gute Vorstellung von der Größe des – virtuellen? – Aufnahmeraums. Timing und Groove des amerikanischen Bassisten sind einfach mitreißend. In diesen Disziplinen und auch in Sachen Lautsprecherkontrolle überzeugen die Centurys voll und ganz. Auf dem auch ansonsten recht Kontrabass-zentrierten Trio-Album finden sich übrigens noch zwei Jazz-Klassiker, bei denen Brian Bromberg auf die Unterstützung seiner Kollegen verzichtet: „Freedom Jazz Dance“ und „All Blues“. Nicht nur für Freunde des Viersaiters ein wahrer Genuss!
Das brachte mich dazu, bei Qobuz im umfangreichen Oeuvre des Bassisten nach einem reinen Solo-Bass-Alben zu suchen. Vergeblich! Aber eine Entdeckung, die ich dabei machte, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Auf Downright Upright habe ich eine ebenso spannende wie eingängige Fassung von „Mercy Mercy Mercy“ entdeckt, auf der der Tieftöner von Saxophon, einer dezenten Hammond, Flügel und Drums begleitet wird. Dieses musikalische Schmankerl sollten Sie sich nicht entgehen lassen – auch wenn in Ihrer Kette keine LTAs für Wohlklang sorgen.
Wie erwähnt spielten die LTAs bisher in der Normal-Einstellung für die Gegenkopplung. Auch wenn ich bisher mit dem Gehörten vollständig glücklich bin, sollte ich die beiden anderen Einstellungen auch noch ausprobieren – wohlwissend dass die Höreindrücke sehr von der Interaktion der Endstufen mit den angeschlossenen Lautsprechern geprägt werden. Der erste Satz von Mahlers Symphonie Nr. 3, dirigiert von Mariss Jansons, fordert die Endstufen mit seinen dynamischen Kontrasten, einem weit ausgedehnten, kräftigen Tieftonbereich, einer Fülle an Details und einer farbstarken Instrumentierung. Auch bei diesem ebenso anspruchsvollen wie vertrauten Stück erfüllen die Centurys alle Erwartungen, die die bisherigen Höreindrücke geweckt haben. Mit etwas weniger Gegenkopplung, Schalterstellung MED, öffnet sich der virtuelle Raum in allen Dimensionen, die Pauken kommen noch mächtiger rüber, wenn auch nicht besser artikuliert, und das ein oder andere Detail schafft es über die Wahrnehmungsschwelle. Mir gefällt diese minimal spektakulärere Wiedergabe einfach besser.
Bei der Einstellung LOW ist die Wiedergabe noch luftiger, offener, dabei aber weniger gut definiert und dynamisch etwas weniger pointiert. Was für mich diese Einstellung aber disqualifiziert, ist die leichte tonale Veränderung: Obere Mitteltöne und der Hochtonbereich werden minimal stärker betont, die Wiedergabe wirkt auf mich leicht unausgewogen und anstrengend. Zumindest beim ersten Satz von Mahlers 3. Symphonie würde ich die NORM-Einstellung wählen, wenn ich eine neue Komponenten in meiner Kette beurteilen müsste, und die Lautsprecher weniger stark von den Endstufen kontrollieren lassen, wenn es um reinen Genuss geht. Bleibt festzuhalten, dass der Schalter an der Frontseite keine Spielerei ist: Er verändert den Klang nicht nur marginal und erlaubt so eine Anpassung des Charakters der Endstufen an den Laufsprecher, den eigenen Geschmack oder schlicht die aktuelle Musikauswahl.
Sozusagen als Kür gönne ich mir noch die erste Seite von Charlie Haden und Christian Escoudés Gitane: eine Schwelgerei in auf einer großen Bühne aufgenommenen, akustischen Sounds, wobei aber aufgrund der nahen Mikrofonierung der Raum eher in den Hintergrund tritt und Griffbrett- und Saitengeräusche stärker in den Fokus geraten. Auch in puncto Klangfarben lassen die Centurys nichts anbrennen. Wohlklang pur!
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Gehört mit
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| Laufwerk | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith |
| Tonarm | Einstein The Tonearm 12“ und 9“, Thiele TA01, AMG 12jT |
| Tonabnehmer | Einstein The Pickup, Lyra Etna, DS Audio W3 |
| Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (sym), DS-Audio-Phono Einschub für WestminsterLab Quest |
| Streamer | SOtM sMS-2000 mit externen Netzteilen für Ethernet- und USB-Card und mit integrierter, kryobehandelter 4-TB-SSD |
| Up-Sampler | Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
| D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil, MSB Cascade |
| LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature |
| 10-MHz-Clock | SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8 |
| Vorstufe | WestminsterLab Quest mit |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition |
| Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Ansuz Digitalz D-TC Supreme, Mainz D2 und Speakz D-TC SUPREME |
| Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Acapella Basis, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD und Statement, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Waversa Isolator-EXT-1 (2x), ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME, Degritter MK II, ramar Plattenbürste |
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Herstellerangaben
Linear Tube Audio Century
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|---|---|
| Geräteart | Röhren-Mono-Endverstärker |
| Röhren | 4x 6JN6; 2x EL84; 2x 7062/E180CC; 1x 12AU7 |
| Netzspannung | 230 V AC/50 Hz |
| Eingänge | Cinch und XLR, umschaltbar |
| Eingangsempfindlichkeit | 2,0 Vrms |
| Eingangsimpedanz | 20 kOhm (LOW, Cinch); 26 kOhm (MED, Cinch); 47 kOhm (NORM, Cinch); 28 kOhm (LOW, XLR); 36 kOhm (MED, XLR); 94 kOhm (NORM, XLR) |
| Ausgangsimpedanz | 5,6 Ohm (LOW); 2,1 Ohm (MED); 0,85 Ohm (NORM) |
| Impedanz Lautsprecherausgänge | 4-8 Ohm |
| Gain | 22-24 dB |
| Frequenzgang | 1,2 Hz - 90 kHz (-3 dB) |
| Ausgangsleistung | 110W (8 Ohm), 144W (4 Ohm) |
| Schaltung | Class AB, Push-Pull, ZOTL (Zero-Hysteresis Output TransformerLess) |
| Gehäusefarbe | silber |
| Frontblende | silber |
| Abmessungen (B x T x H) | 47x48x14 cm |
| Gewicht | 12 kg pro Monoblock |
| Preis | 32.800 Euro |
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Hersteller
Acoustical Systems
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|---|---|
| Anschrift | Axinia Schäfer Am Büchele 2 86928 Hofstetten |
| info@acoustical-systems.com | |
| Web | www.acoustical-systems.de |
Der neue Cayin HA-1A Mk3 bietet echte Single-Ended-Class-A-Verstärkung mit sichtbaren Röhren zu einem erstaunlich kleinen Preis. Dank Impedanzanpassung, hoher Leistung und symmetrischer Ausgangsbuchse ist er flexibel und erlaubt Freiheit bei der Wahl des Kopfhörers. So kann jeder den unvergleichlichen Charme des Röhrenklanges erleben.
Um feinste Klangnuancen und unverfälschten Klangfarbenreichtum auf den Kopfhörer zu zaubern, arbeiten die Endröhren des HA-1A Mk3 im klangreinen Class-A-Betrieb. Eine der Endröhren vom Typus EL84EH / 6BQ5 übernimmt die komplette Signalverstärkung eines Kanals, was einer klassischen Single-Ended-Schaltung entspricht. Dank der eigens für das Schaltungskonzept entwickelten Ausgangsübertrager leistet der HA-1A Mk3 stolze 2,8 Watt pro Kanal, und treibt auch Kopfhörer mit geringem Wirkungsgrad zu dynamischen Höchstleistungen. Auch das Netzteildesign ist konsequent auf Stabilität und klangliche Sauberkeit ausgelegt. Die Schaltungen von Vorverstärker, Endverstärker und Heizung werden getrennt versorgt, um Störeinflüsse zu reduzieren und Dynamik sowie die Ruhe im Klangbild zu verbessern. Der hervorragende Signal-Rauschabstand von 110 Dezibel (A-bewertet) machen ihn deshalb auch zum idealen Partner von sehr lauten Kopfhörern mit hohem Kennschalldruck. Der Aufbau der Schaltung erfolgt per Punkt-zu-Punkt-Handverdrahtung im eigenen Werk von Cayin.
Der Cayin HA-1A Mk3 ist nicht als reiner Kopfhörerverstärker konzipiert, sondern kann dank der Cinch-Pre-Outs auch als wohlklingender Vorverstärker für Aktivlautsprecher oder Endstufen genutzt werden. Zwei analoge Quellen können Signale per Cinch-Buchsen zuspielen, der jeweils gewünschte aktive Eingang lässt sich per Schalter auf der Frontplatte anwählen. Der Cayin HA-1A Mk3 bietet nicht nur eine hervorragend klingende Single-Ended Verstärkung, er lässt sich auch individuell an die angeschlossenen Kopfhörer und die Wünsche des Benutzers anpassen. Kopfhörer können sowohl asymmetrisch als auch symmetrisch versorgt werden, und zwar über die 6,3-Millimeter-Klinken- oder die 4-Pol-XLR-Buchse. Der Innenwiderstand der Ausgangsübertrager kann zweistufig an die Impedanz des Kopfhörers angepasst werden. Somit treibt der HA-1A Mk3 Hörer in einem breiten Impedanzbereich von 8 bis 600 Ohm optimal an.
Der Cayin HA-1A Mk3 ist ab sofort wahlweise mit silberner oder mattschwarzer Front erhältlich und wird 1.300 Euro inklusive Mehrwertsteuer kosten.
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Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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| Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
| Telefon | +49 6174 9554412 |
| Fax | +49 6174 9554424 |
| info@cayin.com | |
| Web | www.cayin.de |
Finals Tonalite ist nicht nur ein neuer In-Ear, sondern macht gleichzeitig Finals Timbreanpassung jedem Nutzer mittels einer App zugänglich. Seit der noch etwas kryptischen Ankündigung dieser Technologie auf der High End 2022 habe ich Ihnen über den Entwicklungsprozess berichtet. Das fertige Produkt halte ich persönlich für einen Meilenstein.
Tonalite ist eine grundlegende Neuentwicklung mit neuem Formfaktor und neuer Technik. Die Tonalite In-Ears verfügen über eine eher ovale Form, in der die gesamte Elektronik untergebracht ist. ANC-MEMS-Mikrofone und Prozessoren sollen dabei zum Besten gehören, was der Markt aktuell herzugeben vermag. Außerdem verfügt der In-Ear über Bluetooth 6.0 und unterstützt neben SBC auch AAC und LDAC. Letzterer Codec ist insofern eine sehr kluge Wahl, da das Android Open Source Project Sonys proprietären Codec schon seit Android 8 integriert hat. So ziemlich jedes Android Gerät dürfte folglich LDAC unterstützen. iOS-Nutzer hingegen müssen sich ohne den Einsatz eines externen Bluetoothadapters mit AAC begnügen. Der dynamische 10-Millimeter-Treiber wurde ebenfalls speziell für den Tonalite entwickelt. Er ist von der besonders großen Verzerrungsfreiheit von Finals Diamanttreibern inspiriert und soll der verzerrungsärmste Treiber aller aktuell auf dem Markt befindlicher kabelloser In-Ear-Systeme sein. Die Integration der Touch-Bedienung ist gut gelungen. Sobald man sich daran gewöhnt hat, wo genau die Kopfhörer berührungsempfindlich sind und wo nicht, kommt es eigentlich kaum noch zu Fehleingaben, auch nicht beim Einsetzen- oder Herausnehmen aus den Ohren.
Die Passform der Tonalite empfinde ich als angenehm. Das Kombi-System aus den Eartips und dem zusätzlichen Gummiring, der sich in der Ohrmuschel abstützt, funktioniert bei mir gut. Die Tonalite werden mit vier verschieden Größen Eartips und zwei verschiedenen Gummiringen geliefert. In meinen tendenziell eher kleinen Ohren wird der ideale Sitz recht weit außerhalb des Gehörgangs mit dem zweitgrößten Eartip und dem großen Gummiring erreicht. Andere Kombinationen führen zu einem eher schlechteren Seal. Insgesamt ist die physische Dämpfung somit zwar gut, aber nicht vergleichbar mit einem In-Ear, der samt Comply-Eartip unmittelbar im Gehörgang sitzt. Das gute Noise Cancelling holt diesen Rückstand allerdings zuverlässig auf. Im normalen Modus bietet der Tonalite ein auf Klangqualität und ein auf Geräuschunterdrückung optimiertes ANC. Ersteres ist frei von Druckgefühl oder anderen unangenehmen Wahrnehmungen, die sonst mit ANC verbunden sein können. Letzteres Profil erzeugt bei mir ein minimales aber kaum störendes Druckgefühl. Mit 100 Milliampererstunden in den Kopfhörern soll der Tonalite bis zu neun Stunden lang spielen. Gemeinsam mit den 700 Milliampererstunden des Ladecases soll die Akkulaufzeit bis zu 27 Stunden betragen. Ich habe die Laufzeiten nicht überprüft, wurde aber auch an langen Tagen mit Dauerbetrieb auf Reisen nicht im Stich gelassen. Die Möglichkeit, das Case kabellos zu laden, finde ich persönlich großartig.

Das Alleinstellungsmerkmal der Tonalite ist Finals Digital Twin Audio Simulation, kurz DTAS. Diese Technologie basiert auf Finals Feststellung, dass die sogenannte Head-Related Transfer Function (HRTF) also die individuelle Beeinflussung von Schallereignissen durch unsere Oberkörper-, Kopf- und Ohrmuschelform, nicht nur unsere räumliche Wahrnehmung bestimmt, sondern auch die Wahrnehmung von Klangfarben oder Timbre entscheidend prägt. Im Spatial Audio Bereich ist die HRTF folglich der Dreh- und Angelpunkt schlechthin. Sie kann beispielsweise durch eine Kunstkopfaufnahme nachgeahmt werden. Es gibt auch Systeme, bei denen In-Ears als Mikrofon dienen. Die so gemachte Aufnahme ist dann ideal auf die individuelle HRTF der aufnehmenden Person zugeschnitten. Die Koeffizienten einer HRTF lassen sich auch digital nachbilden. Dazu werden meist gemittelte Datensätze zugrunde gelegt. Apple beispielsweise bietet AirPods-Max-Nutzern die Möglichkeit, ihren eigenen Kopf zu scannen, um die Wiedergabe von Spatial Audio zu verbessern und an die eigene HRFT anzupassen. Dolby Atmos ist in diesem Zusammenhang ein Innovationstreiber. Bei der Wiedergabe über Kopfhörer werden die verschiedenen Kanäle des objektbasierten Mehrkanalformats dann mit Hilfe einer HRTF-Funktion um den Hörer herum platziert. Zwar werden Dolby Atmos Mischungen von Musik immer häufiger, aber nach wie vor ist das Stereoformat der de-facto-Standard. Deshalb zielt Final mit DTAS eben nicht auf das Schaffen einer virtuellen Räumlichkeit ab, sondern möchte Musik im Stereoformat für den Hörer so natürlich wie möglich klingen lassen. Der Schlüssel hierzu ist Timbre. Um die individuellen Faktoren einer HRTF zu bestimmen, müsste man eine Vielzahl akustischer Messungen über sich ergehen lassen. Deshalb simuliert Final die Messungen in einer virtuellen Umgebung mit einem 3D-Modell, dem Digital Twin des Nutzers.

2023 hat Final begonnen, Nutzern in ihrem Hauptquartier in Kawasaki einen 3D-Scan und die anschließende Optimierung ihrer ZE8000 anzubieten. Der Service kostete etwa 400 Euro. Für den Scan war teilweise hochspezialisiertes Equipment notwendig. Die Berechnung des individuellen Profils auf der Grundlage des virtuellen 3D-Zwillings mit einem Hochleistungsrechner hat gute acht Stunden in Anspruch genommen. Um diesem Prozess zu vereinfachen, musste Final einen umfangreichen Datensatz verschiedenster Scans aufbauen. Dazu wurden 2024 auf verschiedenen Audiomessen Scans von Probanden angefertigt. Auf der High End konnte ich an diesem Prozess teilnehmen und habe im Anschluss ein spezielles Paar ZE8000 mit meinem persönlichen Hörprofil erhalten. Zusätzlich zu den Scans war außerdem eine recht umfangreiche Online-Hörsession angesetzt, die zum einen der weiteren Abstimmung meines Hörprofils, zum anderen dem Sammeln weiterer Forschungsdaten diente.
Mit der eigens für den Tonalite entwickelten App wurde der gesamte Prozess so weit vereinfacht, dass er in etwa 10 bis 15 Minuten zu bewerkstelligen ist. Anstatt eines gesamten Scans von Kopf, Ohrmuschel und Oberkörper genügen das fotografische Erfassen der Front und beider Seiten des Kopfes in einem automatischen Prozess innerhalb der App und zwei detaillierte Fotos der Ohren. In Versuchen hat sich herausgestellt, dass anhand dieser Daten und dem Abgleich mit der umfangreichen Datenbank bereits sehr genaue Ergebnisse möglich sind. Nach einigen Minuten Berechnungen auf dem Final Server steht das individualisierte Hörprofil dann bereit. Genau genommen sind es drei leicht verschiedene Hörprofile, sogenannte Timbre Koeffizienten, die gewählt werden können. Korreliert mit den gesammelten Daten ergab sich eine Normalverteilung und so werden lediglich die drei häufigsten Koeffizienten angeboten. Dennoch gibt es die Möglichkeit, in zwei Schritten mit jeweils einer mehrminütigen Unterbrechung zum Datenaustausch auf den In-Ears die Koeffizienten noch präziser anhand eigener Musik zu bestimmen.
Ab Werk ist der LDAC-Modus deaktiviert. Er muss über die Tonalite-App aktiviert werden. Gemeinsam mit der High-Gain- und Low-Latency Option befindet sich die Einstellung im über das Menü-Icon oben links auf der App erreichbare Untermenü „Settings“. Es hat etwas gedauert, bis ich das Menü überhaupt entdeckte und habe dementsprechend eine ganze Weile mit dem AAC-Codec gehört. Obwohl er theoretisch transparent sein soll, erschienen besonders Becken oft unsauber und schlecht aufgelöst. Der Wechsel zu LDAC schaffte Abhilfe. Mit dem aufwendigeren Codec kürzere Akkulaufzeiten in Kauf nehmen zu müssen, stört mich persönlich überhaupt nicht. Dass der Aktionsradius der In-Ears bei abgelegten Zuspielgerät in der Wohnung geringer wird, fällt da schon eher ins Gewicht. Im selben Raum habe ich allerdings sehr selten Verbindungsabbrüche erlebt.

Im Auslieferungszustand begeistert mich der Sound der Tonalite offengestanden nicht besonders. Der Detailgrad der Wiedergabe ist zwar gut, die Bühne dabei aber eher klein und eindimensional, sowohl in ihrer Breite, besonders in ihrer Tiefe. Der Präsenzbereich rund um 2 Kilohertz, insbesondere oberhalb fällt für meinen Geschmack etwas zu forsch aus. Es fehlt mir einfach ein bisschen Entspanntheit im Sound, obwohl ich sonst eher Typ Etymotic ER4SR bin. Bei Manu Katchés „Keep On Trippin‘“ vom Album Third Round kommt das Gefühl von unbeschwertem, geschmeidigem Groove nicht gänzlich auf, obwohl die Bassline gut dosiert daherkommt. Das Saxophon klingt etwas zu metallisch, wenig organisch und fast gänzlich ohne diese sonst übliche schmeichelhafte Wärme. Mir fällt auf, dass ich bereits durchaus „audiophile Maßstäbe“ anlege. Im Hinterkopf habe ich meine Vision Ears VE7, die selbst zwar noch etwas Luft zu absolutem High-End lassen, aber bereits als Referenz angesehen werden dürfen. Im Vergleich zu dem typischen „Hauptsache Bass“ Sound vieler Wireless-In-Ears, der zudem meist andere Frequenzbereiche verdeckt, zeichnen die Tonalite ein eher neutrales, ausgewogenes Bild.

Höre ich Borknagars „Lights“ vom Album True North: Losgelöst von einem frühzeitigen Vergleich, zeigen die Tonalite insgesamt, dass sie jeden Frequenzbereich grundsätzlich beherrschen. Trotz tendenziell eher neutral abgestimmtem Bassbereich lässt sich deutlich feststellen, dass er bis in den Frequenzkeller reicht. Die Bass Drum gerät klingt organisch mit gutem Körper. Im Mitteltonbereich ist für meinen Geschmack insgesamt ohnehin etwas zu viel als zu wenig Pegel vorhanden. Stimmen werden dementsprechend gut durchgezeichnet und detailreich wiedergegeben. Durch den eher präsenten Mittenbereich gerät die Balance zum Hochton jedoch etwas aus dem Gleichgewicht. Die leicht schneidend gemischten Gitarren müssen im oberen Mittenspektrum mit den Becken konkurrieren. Letzteren fehlt es ein wenig an Glanz im oberen Frequenzbereich. Hier scheint der dynamische Treiber von der Physik eingeholt zu werden. Eigentlich sind alle Voraussetzungen für eine gelungene Wiedergabe vorhanden. Dennoch kommt im Song „Lights“ einfach keine Stimmung auf, die Tonalite schaffen es nach wie vor nicht, mit einem spezifischen Charakter oder einer besonderen Fähigkeit zu begeistern. Ich kann zwar alle Instrumente gut isoliert voneinander hören, aber trotzdem bleiben sie eher undefiniert und spannungslos.

DTAS soll genau hierfür Abhilfe schaffe und aus einem „generischen“ In-Ear ein individualisiertes Hörerlebnis machen. Den Scanprozess hatte ich bereits auf der High End durchlaufen und konnte ihn so zu Hause recht schnell durchführen. Samt Vorbereiten des Stirnbandes mit QR-Markern zur Bestimmung absoluter Positionen und Größenrelationen und Verfeinern der Timbre-Koeffizienten in einem zusätzlichen Schritt, ist mein Profil nach etwa 20 Minuten einsatzbereit. „Lights“ verändert sich dadurch fundamental. Etwas, was ich bereits beim Erstkontakt mit dieser Technologie und den ZE8000 JDH erlebte, nehme ich wieder vor allem anderen wahr: Die Instrumente werden aus ihrer Eindimensionalität herausgelöst, positionieren sich klarer auf der Stereobreite und vor allem überhaupt erst in einer wirklich wahrnehmbaren virtuellen Bühnentiefe. Aus einer eindimensionalen linienhaften Bühne wird eine im Halbkreis aufgespannte Positionierung der Instrumente. Aus fast beliebigen Instrumenten werden charakterstarke Bestandteile der Komposition, mit einem klaren Kern, einer definierten Ausdehnung. Es ist doch recht verblüffend, wie die spezifischen akustischen Eigenschaften jedes Instruments stärker hervorgehoben werden, ohne dass sich die Frequenzbereiche der verschiedenen Instrumente gegenseitig stören oder überlagern würden. Gerade im Chorus entsteht um die Stimme herum viel mehr Raum, die Gitarren rücken insgesamt etwas näher an mich heran, alle Bestandteile des Schlagzeugs werden viel greifbarer. Die bemängelte Konkurrenz zwischen Becken und Gitarren wird aufgelöst indem paradoxerweise beide Instrumente mehr Körper in ihren jeweiligen Grundtonfrequenzen erhalten. Der Biss der Gitarre wird etwas gemildert und dem Treiber wird doch noch etwas mehr Energie im oberen Frequenzbereich entlockt.

Im nächsten Stück auf dem Album, „Wild Father’s Heart“, setzt sich der Trend fort. Gleich das Intro wirkt ohne das personalisierte Timbre seltsam farblos und beliebig. Mit aktiviertem DTAS wird das Zusammenspiel aus Gitarre und Streichern überhaupt erst einfühlsam und ausdrucksstark. Die stark von nordischer Spielweise geprägten Streicher entfalten ihre feinen melancholischen Zwischentöne. Während Cello und Violine gerade im für meinen Geschmack viel zu kurz geratenen sanften Outro des Stücks ohne Timbre-Anpassung synthetisch wirken, bringt DTAS echte akustische Instrumente zum Vorschein und vermittelt einen Eindruck von dem Zusammenspiel aus Korpus, Saiten und Bogen und deren Materialien Holz, Stahl und Rosshaar. In diesem Fall ist das Herausstellen der klanglichen Schönheit der Instrumente bedeutsamer und prägt die Wiedergabe stärker als die Verbesserung der Lokalisation. Dennoch hatte mich bereits beim ZE8000 diese Gleichzeitigkeit von Veränderungen in der räumlichen Instrumentenwahrnehmung mit dem Gefühl von einfach richtigem, authentischen Klangcharakter aka Timbre fasziniert, und ich bin froh, dass diese Verschmelzung auch beim Tonalite vorherrscht. Die Verbesserung der Räumlichkeit fällt mit den Tonalite sogar noch einen Hauch größer aus, obwohl das gar nicht das erklärte Ziel von Finals Ingenieuren ist. In Sachen Timbre klingt der angepasste ZE8000 JDH noch einmal etwas mehr nach „nach Hause kommen“. Im Hochton bleibt er zwar etwas harscher und insgesamt weniger rund und geschmeidig, aber dennoch fühlt er sich noch authentischer an. Der Bassbereich fällt insgesamt, insbesondere in den oberen Bässen, etwas sauberer und aufgeräumter aus, was den Eindruck von weniger Wärme verstärkt. Letztendlich spielen eben nach wie vor zwei verschiedene Treiber in verschiedenen Systemen an verschiedener Elektronik. Dass ein zehnminütiger fotobasierter Scanprozess und automatisierte Optimierung allerdings derart ähnliche Ergebnisse produziert, wie ein aufwendiger vollständiger 3D-Scan des gesamten Oberkörpers und Kopfes samt einem Detailscan der Ohren und anschließender manueller Optimierung zeugt von der hohen Effektivität und Reife von Finals DTAS Algorithmus.

Dank DTAS kann ich auch mit „Keep on Trippin‘“ wieder Frieden schließen. Schon die ersten Klavierklänge begeistern unmittelbar. Die Reichhaltigkeit an Klangfarben und das Zusammenspiel von Klavier und Hall werden mit einer Tiefe gezeichnet, die mich sofort in das Musikstück zieht. Manu Katchés Sammelsurium an kleinen Effektbecken ist wie immer unverkennbar und bildet die Grundlage für den unwiderstehlichen Groove des Stücks. Das Saxophon hat überhaupt nichts mehr von der artifiziellen Härte, die ich vorher beschrieben habe. Ganz im Gegenteil, die Balance von warmem Grundton und dem typischen, minimal näselnden Obertonsound des Saxophons ist perfekt getroffen und erzeugt einen wunderbar geschmeidigen Sound, der Details im Anblasen mit Leichtigkeit hörbar macht. Überhaupt erschließt sich mir der musikalische Aufbau des Musikstücks viel intuitiver. Dass zum Beispiel gemeinsam mit dem Saxophoneinsatz eine weitere hohe Tonlage auf dem Piano ergänzt wird, hat vorher kaum eine Rolle gespielt. Jetzt wird die neue hohe Lage aufs genauste herausgearbeitet und klar differenziert von den bereits etablierten tiefen Akkorden abgebildet. Die Spielfertigkeit und der Mikrogroove in diesem grundsätzlich eher simplen Arrangement erschließen sich absolut unbeschwert und lassen ein Stillhalten des Kopfes nicht mehr zu. Spätestens bei der Variation des Stücks und dem Einsatz des Sopransaxophons über dem wunderbar weich vor sich hin blubbernden Basslauf und Manus stärkerer Forcierung des Grooves ist ein nicht-Mitnicken körperlich unmöglich. Erst mit DTAS kann auch der Tonalite zeigen, welch fantastischen Job Produzent Manfred Eicher geleistet hat, das Stück macht so fast so viel Spaß wie auf meiner Anlage.
Die Möglichkeit der Optimierung mit DTAS ist für mich wie in der Einleitung erwähnt ohne Frage ein Meilenstein. Wie bereits initial im Erfahrungsbericht zu den ZE8000 JDH erwähnt, ist die Suche nach dem In-Ear, der genau dem eigenen Geschmack entspricht nicht mehr nötig. Dank ihrer umfangreichen Datenbank konnte Final für die Tonalite bereits eine Grundabstimmung schaffen, die einen Mittelwert darstellt und selbst ohne DTAS schon deutlich näher an meinem persönlichen Hörgeschmack liegt als die Vorstellung vieler anderer Hersteller. Dass DTAS es schafft, sämtliche Faktoren, die mir an diesem Grundsound nicht gefielen, auszumerzen und darüber hinaus ins Gegenteil zu verkehren ist für mich Kaufgrund genug. Der Detailreichtum, die hohe Auflösung, die Natürlichkeit und gute räumliche Darstellung sind für ein Wireless-In-Ear bemerkenswert – der Abstand zu meinem Vision Ears VE7 ist erschreckend gering. Final denkt DTAS sogar noch größer und erforscht Optionen, den Algorithmus für andere ihrer Produkte und beispielsweise Over-Ears verfügbar zu machen.
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Gehört mit
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| Router & Zubehör | Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3) |
| Server | PrimeCore Audio A7 |
| Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
| DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+) |
| Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
| Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
| Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
| DAP | FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz) |
| Smartphone | Oppo Find X9 Ultra |
| Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
| Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition |
| In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH |
| Kabel | Audioquest Diamond USB & Carbon USB, Chord Company Shawline USB, Belden, Boaacoustic Evolution BLACK.power-16, Furutech LAN-8 NCF Plus, Glockenklang/Eupen, Sommer Epilogue |
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Herstellerangaben
Final Tonalite
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|---|---|
| Basisinformationen | |
| Modell | TONALITE (Aussprache: /ˌtoʊ.nəˈliː.teɪ/) |
| Typ | True-Wireless-Stereo-(TWS)-In-Ear-Kopfhörer |
| Bluetooth-Version | Bluetooth 6.0 |
| Unterstützte Codecs | SBC, AAC, LDAC |
| Unterstützte Profile | A2DP, AVRCP, HFP, HSP |
| Wasserbeständigkeit | IPX4 |
| Herkunftsland | Made in China |
Hardware |
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| Treiber | 10-mm-f-CORE-DTAS-Dynamiktreiber |
| Mikrofone | pro Seite 3 × Infineon IM73A135 MEMS-Mikrofone, 1 × Sprachmikrofon |
| ANC-Prozessor | Sony Semiconductor CXD3784 |
| Chipsatz | Airoha AB1585 |
Akku und Laden |
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| Akkukapazität der Ohrhörer | 100 mAh |
| Akkukapazität des Ladeetuis | 700 mAh |
| Wiedergabezeit der Ohrhörer | bis zu 9 Stunden |
| Gesamte Wiedergabezeit mit Ladeetui | bis zu 27 Stunden |
| Ladeanschluss | USB-C / kabelloses Laden |
| Ladezeit | Ohrhörer: ca. 1,5 Stunden; Ladecase: ca. 1,5 Stunden (USB-C), ca. 2,5 Stunden (kabelloses Laden); (Ein vollständig geladenes Ladecase ermöglicht zwei vollständige Ladevorgänge beider Ohrhörer) |
Audio & Funktionen |
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| Geräuschunterdrückung | Noise Cancelling mit Priorität auf Klangqualität, Noise Cancelling mit Priorität auf Geräuschreduzierung, Umgebungsgeräuschmodus |
| Klangmodus | DTAS General, DTAS Personalized, DTAS Personalized (Guest Mode) |
| Equalizer | 10-Band-EQ, über die App individuell konfigurierbar |
| Multipoint-Verbindung | über die App aktivierbar |
| Modus mit niedriger Latenz | über die App aktivierbar |
| Kompatibilität mit Sprachassistenten | Siri, Google Assistant und weitere |
App & Personalisierung |
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| Begleit-App | TONALITE (verfügbar im Apple App Store und Google Play Store) |
| App-Kompatibilität | iOS 17 und höher / Android 14 und höher |
| App-Sprachen | Englisch, vereinfachtes Chinesisch, Japanisch |
| Funktionen | Firmware-Updates, DTAS-Einstellungen, Geräuschunterdrückung, Optimierung der Lautstärkestufen, 10-Band-EQ, Multipoint- Verbindung, Modus mit niedriger Latenz |
| Preis | etwa 330 Euro |
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Der britische Kabelspezialist QED präsentiert die neue Generation seiner beliebten Performance Serie. Mit einem neuen Lautsprecherkabel, passenden Bi-Wiring-Brücken und einem deutlich erweiterten Angebot an USB-Audiokabeln deckt die Serie wichtige analoge und digitale Verbindungen. Insgesamt umfasst die neue Performance Familie 13 Modelle.
Von Vinyl und CD über TV-Ton bis hin zu hochauflösendem Streaming: Moderne HiFi-Systeme vereinen heute eine Vielzahl unterschiedlicher Quellen. Genau hier setzt die neue QED Performance Serie an. Sie bietet eine durchgängige Lösung für die analoge und digitale Verkabelung und soll gleichzeitig dafür sorgen, dass sich die passende Verbindung möglichst unkompliziert auswählen lässt.
QED beschäftigt sich seit fast fünf Jahrzehnten mit der Entwicklung von Audio- und AV-Kabeln. Einen wichtigen Meilenstein setzte das Unternehmen 1979 mit dem QED 79 Strand. Das Lautsprecherkabel gilt als eines der ersten speziell für hochwertige Audiowiedergabe entwickelten Kabel und trug dazu bei, den Einfluss der Kabelkonstruktion auf die Wiedergabequalität stärker in den Fokus zu rücken.
Auch bei der neuen Performance Serie folgt QED seinem wissenschaftlich orientierten Entwicklungsansatz. Erkenntnisse aus dem QED Genesis Report, dem Forschungsprogramm des Unternehmens zum Einfluss verschiedener Kabelparameter auf die Signalübertragung, fließen bis heute in die Entwicklung neuer Produkte ein. Auch optisch wurde die Performance Serie vollständig überarbeitet. Ein neuer, weicherer und flexiblerer TPE-Mantel (Thermoplastisches Elastomer) erleichtert die Verlegung und sorgt dafür, dass sich die Kabel unkompliziert in unterschiedliche Anlagen integrieren lassen. Silbergraue Steckverbinder verleihen der gesamten Serie gleichzeitig ein modernes und einheitliches Erscheinungsbild. Diese neue Designsprache soll künftig auch bei den QED Serien Reference und Signature aufgegriffen werden und so für eine klar erkennbare gestalterische Linie innerhalb des QED Kabelprogramms sorgen. Bei den Leitern setzt QED auf 99,999 Prozent sauerstofffreies Kupfer. Die meisten Modelle verfügen über 24-Karat-vergoldete Kontakte; bei den USB-Kabeln kommen vernickelte Steckverbinder zum Einsatz.
Zu den wichtigsten Neuheiten gehört das QED Performance Speaker Cable. Es verfügt über einen Leiterquerschnitt von 2,5 Quadratmillimeter und nutzt QEDs X-Tube™ Plus Technologie. Die Konstruktion soll den Widerstand reduzieren und eine möglichst gleichmäßige Signalübertragung über den gesamten Audiobereich gewährleisten. Das Ergebnis soll eine saubere, detailreiche und natürliche Wiedergabe mit möglichst geringen Verzerrungen sein. Werkseitig montierte, vergoldete QED Airloc™-Stecker beziehungsweise Kabelschuhe sorgen für eine sichere und dauerhaft zuverlässige Verbindung. Passend dazu bietet QED neue Performance Bi-wire Links an.
Auch die QED Performance Audio Cinch-Verbindungskabel wurden überarbeitet. QED kombiniert hier die Solid Complementary Conductor Technology™ mit Leitern aus 99,999 Prozent sauerstofffreiem Kupfer. Eine aufwendige Abschirmung und die Ferrite Insulation Technology™ sollen störende Einstreuungen reduzieren. Der flexible TPE-Mantel minimiert zugleich mechanisch verursachte Störgeräusche, während vergoldete Cinch-Stecker für einen dauerhaft zuverlässigen Kontakt sorgen.
Einen besonderen Schwerpunkt legt QED bei der neuen Performance Generation auf die zunehmende Zahl digitaler Audioquellen. Neben Digital Audio, Optical und Ethernet umfasst das Programm deshalb jetzt auch verschiedene USB-Verbindungen für den Anschluss von Computern, Streamern, Netzwerkplayern und D/A-Wandlern. Zur Auswahl stehen Verbindungen von USB-A auf USB-B, USB-A auf USB-C, USB-C auf USB-C sowie USB-C auf USB-B. Damit bietet die Performance Serie eine durchgängige Lösung für klassische analoge Komponenten ebenso wie für moderne digitale HiFi- und AV-Systeme.
Auch die Verpackungen der neuen Performance Serie wurden überarbeitet. QED reduziert den Kunststoffanteil und setzt, wo immer möglich, auf recyclingfähige Materialien auf Papierbasis. Alle Produkte entsprechen den europäischen RoHS- und REACH-Anforderungen. Die USB-Kabel verfügen zusätzlich über eine unabhängige USB-IF-Zertifizierung. Beim Performance Speaker Cable kommt anstelle des TPE-Mantels LDPE (Low-Density Polyethylene) zum Einsatz.
In Deutschland, Österreich und den Niederlanden wird QED von IDC Klaassen International Distribution vertrieben: Die neue QED Performance Serie ist über den autorisierten QED Fachhandel erhältlich.
Performance Speaker Cable
2 m 159,00 € UVP
3 m 179,00 € UVP
5 m 239,00 € UVP
Performance Bi-wire Links
0,2 m, zwei Sets 129,00 € UVP
Performance Audio
0,75 m 69,00 € UVP
1,5 m 79,00 € UVP
3 m 119,00 € UVP
Performance Subwoofer
3 m 79,00 € UVP
6 m 129,00 € UVP
10 m 169,00 € UVP
Performance J2J, 3,5 mm
1,5 m 55,00 € UVP
3 m 65,00 € UVP
Performance J2P, 3,5 mm auf Cinch
1,5 m 55,00 € UVP
3 m 65,00 € UVP
Performance Digital Audio
0,75 m 55,00 € UVP
1,5 m 65,00 € UVP
3 m 79,00 € UVP
Performance Optical
0,75 m 65,00 € UVP
1,5 m 79,00 € UVP
3 m 99,00 € UVP
Performance Ethernet
0,75 m 39,00 € UVP
1,5 m 55,00 € UVP
3 m 65,00 € UVP
6 m 79,00 € UVP
Performance USB A–B
0,75 m 39,00 € UVP
1,5 m 55,00 € UVP
3 m 65,00 € UVP
Performance USB A–C
0,6 m 39,00 € UVP
1,2 m 55,00 € UVP
Performance USB C–C
0,6 m 39,00 € UVP
1,2 m 55,00 € UVP
Performance USB C–B
0,6 m 39,00 € UVP
1,2 m 55,00 € UVP
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Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
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|---|---|
| Anschrift | Am Brambusch 22 44536 Lünen |
| Telefon | +49 231 22178822 |
| info@mkidc.eu | |
| Web | www.idc-klaassen.com |
Nach dem großen Model Seven erweitert KLH Audio seine Heritage-Serie um das neue Model Four. Der kompakte 3-Wege-Lautsprecher verbindet klassisches KLH-Design mit moderner Chassis-Technik und dem traditionellen Acoustic-Suspension-Prinzip im geschlossenen Gehäuse.
Das Model Four arbeitet mit 8-Zoll-Tieftöner, 4-Zoll-Mitteltöner und 1-Zoll-Aluminium-Hochtöner. Der Frequenzgang wird mit 46 Hz bis 20 kHz (+/-3 dB), die Empfindlichkeit mit 88 dB und die Nennimpedanz mit 6 Ohm angegeben. Erhältlich ist es in English Walnut, White Oak und Black Ash; die mattschwarze Riser Base ist im Preis enthalten.
Während das Model Seven als 3-Wege-Lautsprecher mit 13-Zoll-Tieftöner vor allem für größere Räume ausgelegt ist, eignet sich das kompaktere Model Four auch für kleinere und mittelgroße Hörräume. Das Model Seven ist in English Walnut und African Mahogany erhältlich.
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Vertrieb
G8 & friends GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Werner Möhring Ferdinand-Poggel-Str. 17 59065 Hamm |
| Telefon | +49 5254 660188 |
| info@g8friends.de | |
| Web | www.g8friends.de |
Leider kommen die Süddeutschen Hifi-Tage nicht zur Ruhe: Nach längerer Zeit im Holiday Inn Stuttgart gab's einen Abstecher in die Nähe von Karlsruhe, danach zwei gelungene Messen im Le Meridien in der Nähe des Stuttgarter Bahnhofs und nun den kurzfristigen Umzug ins Mövenpick am Flughafen. Dort zählten die Veranstalter etwas über 1000 Besucher.
Wir reisten mit dem Auto an, zogen ein Parkticket für die Hotelgarage und mussten feststellen, dass die diese komplett besetzt war. Nach einigem Hin und Her fanden wir dann aber einen Parkplatz gegenüber dem Mövenpick, der sogar noch günstiger war: Hier kostete nicht jede Stunde acht Euro, sondern nur die erste. Durch die verlängerte Parkplatzsuche verpassten wir leider den Messebeginn, so dass wir weder einschätzen, noch mit einem Foto belegen können, wie viele Besucher um 10 Uhr auf den Einlass warteten.
Erfreulicherweise gab es ein paar mehr Ausstellungsräume als zum Zeitpunkt unserer Ankündigung auf der Website der Süddeutschen Hifi-Tage genannt wurden: In der ersten Etage waren 15 Hotelzimmer und ein Saal belegt, während im Erdgeschoss in acht größeren Räumen und einem imposanten Saal Anlagen präsentiert wurden. Letzteren hatte wie so oft Audio Reference mit gleich drei, im Wechsel vorgeführten Ketten aus seinem reichhaltigen Portfolio bestückt. Natürlich waren auch wieder einige Hersteller vertreten, die auch schon an den beiden Ausstellungen im Le Meridian teilgenommen, aber keine Neuentwicklungen im Gepäck hatten. Dennoch werden sie hier Erwähnung finden, da uns die überschaubare Anzahl an Räumen nicht dazu zwingt, selektiv zu berichten.












































Elipson gehört zu den traditionsreichsten HiFi-Marken Europas. Seit 1938 entwickelt das französische Unternehmen Lautsprecher, deren außergewöhnliches Design und technische Eigenständigkeit die Geschichte des Lautsprecherbaus nachhaltig geprägt haben. Ab sofort übernimmt ATR – Audio Trade den Vertrieb der Marke in Deutschland.
Bekannt wurde Elipson vor allem für seine charakteristischen Kugellautsprecher. Ihre Form entstand nicht allein aus gestalterischen Überlegungen, sondern auch, um die akustischen Nachteile klassischer Gehäuse konsequent zu reduzieren. Das Ergebnis entwickelte sich zu einem Designklassiker, der das Markengesicht prägt.
Diese Verbindung aus technischer Innovation und zeitloser Gestaltung zieht sich bis ins heutige Portfolio. Ob Planet-Serie, Heritage-Linie oder moderne HiFi- und Installationslösungen: Elipson verbindet außergewöhnliche Produkte mit einer unverwechselbaren Markenidentität und bietet damit eine spannende Ergänzung für anspruchsvolle HiFi-Studios und designorientierte Wohnwelten:
Zum Portfolio gehören darüber hinaus Verstärker, Streaming-Komponenten und Plattenspieler, so dass Elipson heute komplette HiFi-Systeme aus einer Hand anbietet.
Ein weiterer Höhepunkt zeichnet sich bereits ab: Mit der Legacy II bereitet Elipson die Neuauflage seiner renommierten Legacy-Serie vor. Die neue Generation verbindet den Anspruch der ursprünglichen Baureihe mit aktuellen Entwicklungen im Lautsprecherbau und erweitert das Portfolio um eine außergewöhnliche High-End-Familie
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Vor zwei Wochen eröffnete Alfred Rudolph pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum das Audio Forum Duisburg neu. Seit sein Sohn Richard die Entwicklung und Fertigung der Acapella-Lautsprecher und Unbelievable Audio deren Vertrieb übernahm, kümmert er sich unter dem Stichwort Acapella Vintage um ältere Modelle der Marke und natürlich um LaMusika.
LaMusika war von Anbeginn ein ganzheitliches Konzept. Dabei geht es nicht um einzelne Komponenten, sondern um eine Kette mit aufeinander abgestimmten Geräten. Neben speziellen, von Alfred Rudolph entwickelten Lautsprechern kommen dabei auch Verstärker von Symphonic Line respektive Rolf Gemein zum Einsatz. Je nach Preislage liefert ein Acapella Plattenspieler oder ein Basismodell von Pro-Ject Signature die Signale. Natürlich wird dies ebenso wie die Elektronik von Alfred Rudolph intensiv modifiziert – vor allem, um störende Resonanzen abzuleiten. Mit diesem Thema hat sich der Entwickler fast sein ganz Leben lang beschäftigt. Er beruhigt Gehäuse, aber auch Baugruppen im Inneren mit Holzelementen und einer plastischen Masse. Ein gutes Bespiel für seine Materialkenntnis ist seine Plattenklemme Musikus, bei der an zwei Stellen wie bei Musikinstrumenten unterschiedliche Hölzer zum Einsatz kommen können. Er favorisiert keine spezielle Kombination, sondern sucht die beiden Holzarten passend zu aktuellen Kette aus. Innerhalb einer Anlage sieht Alfred Rudolph den Lautsprecher niemals als Selbstzweck, sondern immer nur als Botschafter der Musik. Er sieht seine wichtigste Aufgabe darin, Geräte einer Anlage so zu tunen, dass sie auf demselben hohen Niveau musizieren.
Ein weiteres Anliegen ist es ihm, den Klang der Schallplatte von mechanischen Artefakten zu befreien. Dafür macht er unter anderem die Reibung der Abtastnadel in der Rille verantwortlich. Dieser wirkt er mit dem Auftrag eines extrem dünnen Films von Squalan-Öl, einem gesättigten, hochvernetzten Kohlen/Wasserstoff (C30/H62), entgegen. Wie er nicht müde wird zu demonstrieren, ist es mit dem Auftragen auf die Plattenoberfläche allein nicht getan. Erst nach mindestens fünf Abspielvorgängen hat die Nadel das Öl in die Rillenflanken „eingearbeitet“: Der Klang wird nach dem Aufbringen des Öls mit jedem Abspielen besser.

Die beiden genannten Themenbereiche kamen natürlich auch bei der Neueröffnung wiederholt zur Sprache. Aber am Freitag und Samstag – sonntags war ich schon zurück in Gröbenzell – gab es kein festgelegtes Programm: Man traf sich in wechselnden Gruppen im Eingangsbereich, um mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln, in Erinnerungen an erste Besuche im Audio Forum zu schwelgen oder begab sich in den Hörraum mit den Sphäron Excalibur. Angetrieben wurde dieser Traum-Lautsprecher von einer Variante des LaMusika-Vollverstärkers,für dem es zum 50jähriges Jubiläum der Firma Audio Forum Winters KG im März 2027 50 Geräte mit einer geschwungenen Front als Jubiläums-Unikate geben wird. Die vielen aufmerksamen Zuhörer im großen Raum genossen es, einmal intensiver einen Lautsprecher vom Kaliber eines Excalibur erleben zu können.. Auf mindesten ebenso so viel Interesse stießen die technischen Erklärungen und Anekdoten aus der Hifi-Szene, mit denen Alfred Rudolph sein Publikum unterhielt. Er saß entspannt in seinem Sessel weit außerhalb des Sweet Spots und ließ sich auch gern auf Fragen ein. Es herrschte eine sehr angenehme, familiäre Atmosphäre auch im großen Raum.

Der ist es wohl auch zu verdanken, dass einer der Besucher freundlich fragte, ob man denn nicht auch mal Schlager spielen könnte oder ob das die übrigen Gäste störe. Schnell war man sich einig, dass jeder den ein oder anderen Song aus seinem Lieblingsgenre hören können sollte. Diese Offenheit gegenüber Musikstilen ging aber nicht mit der gegenüber qualitativ mittelmäßigen Quellen wie Streaming einher. So etwas gibt es im Audio Forum nicht: The Beast bezog seine Daten natürlich von einem Netzwerk gebundenen Speicher, auf dem aber leider kein Stück von Helene Fischer zu finden war, das sich der erwähnte Gäste gewünscht hatte. Stattdessen gab es eine Reihe von Liedern von Udo Jürgens. Die hätten mich eher kaltgelassen, hätte Alfred Rudolph nicht sehr kenntnisreich über die verschiedenen Aufnahmeorte und die -umstände berichten können. Mit so viel Hintergrundinformationen wird sogar Musik spannend, der ich üblicherweise nichts abgewinnen kann.
So gut es im Audio Forum auch klang und so spannend Alfred Rudolphs Erzählung aus 50 Jahren intensiv erlebter Hifi-Geschichte auch waren: Deshalb war ich nicht nach Duisburg gekommen, sondern vor allem deshalb, weil meine eigene Hifi-Vita vor über 45 Jahren eng mit dem Audio Forum verflochten war. Daran war anfangs das legendäre Album Esther und später das enorm kundenfreundliche Audio-Forum-Programm zum schrittweise Aufbau einer High-End-Kette Schuld. Und wenn es in Studentenzeiten finanziell nicht für eine neue Komponente reichte, waren die Three-Blind-Mice-LPs immer noch ein ausreichender Grund, von Dortmund in die Koloniestraße 203 zu pilgern. Ich habe die Rückkehr an die Anfänge meiner Hifi- oder vielleicht schon High-End-Begeisterung sehr genossen und möchte rückblickend kühn behaupten, dass es ohne das Audio Forum heute wahrscheinlich kein hifistatement.net gäbe.










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Information
Audio Forum Duisburg
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|---|---|
| Adresse | AUDIO FORUM Koloniestraße 203 47057 Duisburg |
| Öffnungszeiten | freitags 13 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr oder nach Vereinbarung |
| Kontakt | Tel. 0172-2626020 |
Der AC iPurifier 2 ist ein kompaktes Mains-Conditioning-Gerät, das EMI/RFI-Störungen und Erdungsprobleme bereits an der Steckdose bekämpft. Mit patentierter Active Noise Cancellation, intelligenten Pol- und Erdungs-Diagnoseanzeigen, integriertem Überspannungsschutz und einer Erdungs-Schnittstelle liefert das Gerät eine saubere Strombasis.
Wesentliche Vorteile des SilentPower AC iPurifier 2
Die ANC Technologie analysiert EMI/RFI auf der Netzleitung und generiert ein invertiertes Signal zur gezielten Auslöschung der Störanteile. Ergänzend identifizieren die LED-Indikatoren fehlerhafte Polung oder Erdungsprobleme, so dass Installationen schnell und sicher optimiert werden können.
SilentPower AC iPurifier 2 LED-Diagnose
SilentPower AC iPurifier 2: Technische Daten (Auszug)
SilentPower AC iPurifier 2: Anwendungs und Positionierungsempfehlung
Der AC iPurifier 2 ist zum Preis von 130 Euro über WOD Audio und autorisierte Händler erhältlich.
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Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
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|---|---|
| Anschrift | Westendstr. 1a
61130 Nidderau |
| Telefon | +49 6187 900077 |
| info@wodaudio.de | |
| Web | www.wodaudio.de |
Die bisherigen Topmodelle von Ortofon, das Anna, das Anna Diamond und das Diamond, ähnelten einander auch optisch stark. Das Vertex macht schon durch sein Erscheinungsbild klar, dass es anders ist. Es ist der erste Tonabnehmer mit einem Diamanten mit Vertex-Schliff. Soweit mir bekannt, ist das der erste neue Nadelschliff seit rund 40 Jahren.
Aber das ist nicht die einzige Veränderung gegenüber dem MC Diamond: Der Generator des Vertex besitzt einen deutlich höheren Innenwiderstand, die Nadelnachgiebigkeit und das Gewicht des gesamten Abtasters sind etwas geringer, und die Spulen bestehen hier anders als etwa beim MC Diamond aus hochreinem Silber. Selbstverständlich besitzt aber auch das MC Vertex ein Gehäuse, das im Selective-Laser-Melting-Prozess entsteht, bei dem Titan-Partikel mit einem Laser in einer Art 3D-Druck miteinander verschmolzen werden. Dabei werden die Partikel an der Außenseite so stark erhitzt werden, dass sie eine Metallgitterstruktur ausbilden. An bestimmten Stellen im Inneren führt weniger Hitze dazu, dass die Struktur amorph bleibt. Man erhält ein Gehäuse mit sehr hoher Festigkeit und starker innerer Dämpfung. Das ist für Resonanzen weitaus weniger anfällig als ein aus einem massiven Stück Metall mit CNC-Maschinen herausgearbeiteter Körper.

Natürlich kommt beim neuen Topmodell auch das Wide Range Damping (WRD)-System zum Einsatz, eine Kombination von zwei Dämpfungsgummis unterschiedlicher Härte, zwischen denen eine dünne, aber schwere Platinscheibe verhindert, dass Schwingungen von einem Dämpfer auf den anderen übertragen werden. Das WRD-System sorgt für eine möglichst gleichmäßige Kontrolle der Bewegung des Nadelträgers über einen großen Frequenzbereich. Dazu merkt Dovydas Vaitkus, der das MC Vertex zusammen mit Pawel Wozniak in Kooperation mit Leif Johannsen, Ortofons ehemaligem Chief Officer Acoustic & Research, entwickelte, in einer E-mail an: „Die Formen der Dämpfer sind dieselben wie beim MC Diamond, jedoch unterscheidet sich die Gummimischung. Die Gummimischung wurde entwickelt, um die Dämpfung und die allgemeine Stabilität des Tonabnehmers zu verbessern. Wie üblich wurden die Dämpfer im eigenen Haus bei Ortofon entwickelt, und nach Tests mit mehreren Iterationen wurde die beste Gesamtlösung ausgewählt.“
Auf die Frage, warum man den bewährten Generator geändert habe, schrieb Dovydas Vaitkus: „Der neue Generator basiert auf seinem MC-Diamond/Anna-Vorgänger, der für den Einsatz mit einem nichtmagnetischen Spulenträger ausgelegt ist. Dies erfordert jedoch ein recht großes und schweres Magnetsystem. Für das MC Vertex konnten wir mithilfe von Magnet-Simulationssoftware die Gesamtmasse des Generatorsystems reduzieren und gleichzeitig die gewünschte Ausgangsleistung bei verbesserter Kanaltrennung beibehalten.“ Die verbesserte Kanaltrennung werde durch die Erzeugung eines homogeneren Magnetfelds im Luftspalt erreicht. Dafür sei die Anbringung eines kleinen Schlitzes an einer idealen Position am vorderen Joch verantwortlich. Die Position des Schlitzes sei durch mehrere Optimierungssimulationen ermittelt worden, bis das bestmögliche Ergebnis gefunden worden sei. Die reduzierte Gesamtmasse des Tonabnehmers biete eine bessere Kompatibilität mit verschiedenen Tonarmen und Plattenspielern. Ein Teil der Gewichtsreduzierung sei durch die Verwendung eines leichteren und moderneren Neodym-Magneten höherer Qualität im Vergleich zu dem im magnetischen System des MC Diamond erreicht worden.

Den Grund für den höheren Innenwiderstand nennt Ortofons Elektroakustik-Ingenieur auch: „Es wurden mehr Wicklungen hinzugefügt, um die Ausgangsleistung des Tonabnehmers zu verbessern. Darüber hinaus wurde ein dünnerer Draht verwendet, was ebenfalls die Impedanz erhöhte. Der dünnere Draht ermöglichte es uns, mehr Wicklungen unterzubringen, ohne den Luftspalt zu vergrößern oder die bewegliche Masse von Spulen und Spulenträger zu verändern, was den Frequenzgang beeinträchtigt hätte.“
Für Besitzer von Entzerrervorverstärkern mit MC-Eingang ist die Erhöhung des Innenwiderstands unproblematisch: Man stellt beispielsweise beim Upgrade vom MC-Diamond zum Vertex lediglich einen höheren Lastwiderstand ein oder wechselt – wie etwa bei Einsteins The Turntable's Choice – den Widerstandsstecker. Bevorzugt man allerdings die erste Pegelerhöhung durch Übertrager, sollte man für Tonabnehmer mit einem Innenwiderstand von sechs Ohm wie beim MC Diamond einen anderen Step-Up-Transformer wählen als für das MC Vertex mit einer Impedanz von 19 Ohm. Die Verringerung des Gewichts des Abtasters macht es trotz der leichten Reduzierung der Nadelnachgiebigkeit zumindest in meinem Fundus mit eher mittelschweren Tonarmen leichter, einen geeigneten Spielpartner für das MC-Vertex zu finden, wie die kurze Beschäftigung mit einem Rechner zur Bestimmung der gewünschten Resonanzfrequenz der Tonarm/Tonabnehmer-Kombination zeigt.

Doch nun zur bedeutendsten Innovation beim MC Vertex, dem gleichnamigen Nadel-Schliff. Schon während der High End hatte ich gehört, dass der Vertex-Schliff eine Kombination dem Replicant 100 und dem Micro Ridge sei und das auch in einem Mini-Artikel veröffentlicht. Aber sicherheitshalber habe ich noch einmal bei Dovydas Vaitkus nachgefragt. Seine Antwort: „Ja, in gewisser Weise ist der neue Schliff von beiden inspiriert. Die Form des Vertex-Diamanten ähnelt eher dem Replicant 100, da beide eine sehr breite Kontaktfläche aufweisen. Der Vertex-Diamant verfügt gegenüber dem Replicant 100 über einen verbesserten Abtastradius (niedriges r) und einen größeren Kontaktradius (großes R), was die Wiedergabe der hohen Frequenzen verbessert, insbesondere in den inneren Rillen.
Der Abtastradius ist etwas größer als beim MicroRidge, da dies aufgrund der größeren Kontaktfläche zur Verbesserung der Haltbarkeit des Diamanten beiträgt. Dank dieses Abtastradiuses tastet der Vertex-Diamant in den Innenrillen bis zu 32 Kilohertz ab, was für die stereophone Wiedergabe mehr als ausreichend ist. Der neue Schliff ermöglicht dank seiner langen Kontaktfläche das Abtasten tieferer Rillenregionen. Dies ist ein großer Vorteil bei der Wiedergabe gebrauchter Schallplatten. Am deutlichsten macht sich dies bei den höheren Frequenzen bemerkbar, wo der Verschleiß der Schallplatte am schnellsten voranschreitet. Die Verbindung zwischen Abtast-Diamant und Diamant-Nadelträger wird mittels eines Laserschneidverfahrens mit extrem engen Toleranzen hergestellt, was eine präzise Ausrichtung und Wiederholgenauigkeit gewährleistet. Dadurch sitzt die Nadel in einer engen, mikroskopisch kleinen Bohrung im Nadelträger, was eine extrem hohe Steifigkeit und eine nahezu perfekte Verbindung zwischen den beiden Teilen gewährleistet.“

Auch ohne den Hinweis, dass der spezielle Nadel-Schliff tieferliegende Bereiche der Rille abtastet, die bisher vom Verschleiß verschont blieben, fällt schon in der Einspielphase auf, dass beim MC Vertex das Laufgeräusch in der Rille sehr niedrig ist. Das mag auch damit zu tun haben, dass die Oberfläche des Diamanten – wie in der Produktinformation nachzulesen ist – per Laser poliert wurde. Nicht nur zum Sammeln von Betriebsstunden habe ich das Vertex in ein Ortofon-LH-9000-Headshell montiert und dieses mit dem firmeneigenen AS-309R verbunden. Da spielt nicht nur zusammen, was beim Hersteller gewiss miteinander entwickelt wurde, sondern darüber hinaus habe ich dem Tonarm auch schon bei unserer Begegnung ein hervorragendes Preis/Klang-Verhältnis attestiert – und auch beim Zusammenspiel mit dem MC-Diamond erwies sich der AS-309R als adäquater Spielpartner.

Anders als üblich habe ich mir nicht gleich mit Art Farmer und Jim Halls Big Blues einen ersten Eindruck von den Fähigkeiten des neuen Tonabnehmers verschafft, sondern dem Vertex rund 20 Stunden Einspielzeit gewährt, in denen die Lautstärke gerade mal leicht über der Wahrnehmungsgrenze lag. Mindestens ebenso lange habe ich abends mit Genuss die Neuerwerbungen aus den Plattenläden in Erlangen und Augsburg gehört. Weitere Betriebsstunden sammelte der Abtaster, als der Kollege Thomas Heinemann vor seinem Urlaub mit einigen seiner Lieblingstücke in Erfahrung bringen wollte, was das MC Vertex auch im noch nicht völlig eingespielten Zustand klanglich zu leisten in der Lage ist. Vor den üblichen Test-Scheiben habe ich dann Deep Purples neues Album Splat! gehört – schließlich hat ihr Made In Japan Leif Johannsens Interesse an Hifi geweckt, wie er bei der Vorstellung des Verismo verriet. Das MC Vertex tastet die hohen Pegel der mit 45 Umdrehungen rotierenden LP souverän ab. Schon der erste Song, „Arrogant Boy“ macht richtig Spaß: Ian Gillans Stimme klingt alterslos, die Band legt ein halsbrecherisches Tempo vor, aus den Boxen strömt jede Menge Tieftonenergie. Trotz des enorm dichten Arrangements wirkt der Studiosound des Songs nicht überladen – der feinen Differenzierung des Ortofons sei Dank.
Beim Auflegen des violetten Vinyls habe ich mich ein wenig erschreckt, da sich ein ziemlich breiter Kratzer über den gesamten ersten Track zieht. Der scheint aber recht oberflächlich zu sein, da die Nadel mit dem Vertex-Schliff völlig unbeeindruckt davon durch die Rille gleitet: Kein störendes Geräusch ist zu vernehmen. „Third Call“ weckt Erinnerungen an die – für mich klassischen – ersten sechs Alben: Das beginnt mit dem feinen Hammond-Intro, setzt sich mit dem unwiderstehlichen Midtempo-Groove und dem klar strukturierten Gitarrensolo fort, bevor Don Airey sein Instrument in bester John-Lord-Manier traktiert. Das MC Vertex – und Christoph Stickels Mastering – sorgen dafür, dass das Klangbild nur so vor Energie strotzt und dennoch sehr gut durchhörbar und offen bleibt: Hard Rock und High End in Vollendung!

Das Titelstück von Carla Bleys Life Goes On höre ich noch immer mit Freude. Allerdings prädestinieren es die Aufnahme in natürlicher Akustik, der weit hinabreichende, akustische Elektro-Bass, die sonoren Tiefen des großen Flügels und die energiegeladenen Anblasgeräusche des ansonsten einschmeichelnden Saxophons zum Teststück. All die erwähnten klanglichen Genüsse vermittelt auch das MC Vertex – und ein bisschen mehr: Der große Saal wirkt noch etwas voluminöser, das sehr reduzierte Piano-Intro rhythmisch noch präziser und zum Greifen plastisch, der Bass erklingt gewohnt kraftvoll, doch so wohl definiert, dass er im Hörraum nichts mehr zum Mitschwingen anregt. So gut habe ich den Titel in meinen vier Wänden noch nicht gehört. Auch die beiden ersten Titel auf dem beinahe unverzichtbaren Bang, Barroom And Harp belegen die besonderen Qualitäten des MC Vertex. Es liefert auf allen Gebieten ein Quäntchen mehr: mehr Dynamik, mehr Raum, mehr Definition, mehr Durchhörbarkeit, mehr Klangfarben – und macht damit einfach mehr Spaß. Da die enormen Fähigkeiten des großen Ortofon gleichmäßig auf alle Disziplinen verteilt sind, entwickelt es keinen charakteristischen Eigenklang. Es agiert ungemein stimmig und homogen.
Abschließend lege ich Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 mit den Duisburger Philharmonikern auf: Auch hier fasziniert das MC Vertex mit einer völlig von den Lautsprechern losgelösten Raumdarstellung und einer weit in die Tiefe reichenden Bühne. Klangfarben, Separierung und Fokussierung der Instrumente respektive Instrumentengruppen lassen keinerlei Wünsche offen und zeigen damit auch, wie gut der Tonabnehmer mit dem firmeneigenen Tonarm harmoniert. Dennoch muss der AS-309R seinen Platz für den Einstein in der Zwölf-Zoll-Variante räumen. Die wiederholte Justagearbeit macht sich klanglich bezahlt: Das Ortofon suggeriert in The Tonearm eine in allen Dimensionen noch einen Hauch weiter ausgedehnte Bühne, die Farben der Instrumente strahlen jetzt noch einen Tick intensiver und der Tieftonbereich erscheint ein bisschen kräftiger, gleichzeitig aber auch farbiger. Obwohl ich in dieser Hinsicht beim Vertex in Kombination mit dem AS-309R wunschlos glücklich war, freue ich mich jetzt über eine noch eine Spur stabilere Abbildung und eine schärfere Fokussierung. Der sehr rigide Einstein-Arm entlockt dem Ortofon noch ein wenig mehr Wohlklang. Ich könnte rundum zufrieden mit dem MC Vertex im AS-309R leben, The Tonearm lässt aber noch mehr seiner enormen Fähigkeiten zur Geltung kommen. Während ich die LP weiterlaufen lasse und auch den zweiten Satz der Symphonie Nr. 15 genieße, fällt mir fast nebenbei auf, dass das fast völlige Verschwinden von Laufgeräuschen die Wiedergabe von mechanischen Artefakten befreit. Das MC Vertex lässt sich die Musik sehr natürlich entfalten: einfach großartig.
Zum Vergnügen lege ich zum Schluss noch die amerikanische Living-Stereo-Pressung von Virgil Fox Encores auf, um zu erfahren, ob sie ein Schnäppchen ist oder nicht. Jedenfalls habe ich die Scheibe für gerade einmal 2,50 Euro in Erlangen erstanden. Nach dem Waschen sieht die LP fast wie neu aus, lässt in leisen und ruhigeren Passage nur sehr geringe Laufgeräusche und ganz selten mal einen Knackser hören. Die Wechselwirkung von Raum und Instrument ist klar nachzuvollziehen. Selbst an Stellen, an den die Musik sehr dicht wird, lassen sich die einzelnen Schallquellen sehr gut voneinander differenzieren. Die der verschiedenen Register der großen Orgel kommen sehr farbig und satt rüber: ein beeindruckendes Klangspektakel – nicht zuletzt wegen des vorzüglich klingenden Ortofon MC Vertex.
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Gehört mit
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| Laufwerk | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith |
| Tonarm | Einstein The Tonearm 12“ und 9“, Thiele TA01, Ortofon AS-309R mit LH 9000 Headshell |
| Tonabnehmer | Einstein The Pickup, Lyra Etna |
| Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (sym) |
| Vorstufe | WestminsterLab Quest |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Børresen T5 SSE |
| Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, ForceLines, Ansuz Speakz D-TC Supreme und Mainz D2 |
| Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Acapella Basis, Harmonix Room Tuning Disks, Degritter 2, ramar Plattenbürste, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME |
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Herstellerangaben
Ortofon MC Diamond
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|---|---|
| Ausgangsspannung | 0,3mV bei 1kHz und 5cm/sec |
| Nadelträgermaterial | massiver Diamant |
| Nadelträgeroberfläche | Laser poliert |
| Nadeltyp | Vertex Diamond |
| Nadelradius | r/R 4/110 µm |
| Spulenmaterial | Silber hoher Reinheit |
| Kanalbalance | 0,1dB bei 1kHz |
| Kanaltrennung | 30dB bei 1kHz |
| Frequenzgang | 20Hz - 20kHz ±1dB |
| Dynamische Nadelnachgiebigkeit | lateral 9µm/mN |
| Empfohlene Lastimpedanz | >100Ω |
| Empfohlene Auflagekraft | 2,6g (26mN) |
| Abstastwinkel | 23° |
| Innengleichstrom-Widerstand | 19Ω |
| Gehäusematerial | SLM Titanium |
| Gehäuseoberfläche | DLC Beschichtung |
| Gewicht | 15g |
| Preis | 15.000 Euro |
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Hersteller
ORTOFON A/S
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|---|---|
| Anschrift | Stavangervej 9 DK-4900 Nakskov Denmark |
| support@ortofon.dk | |
| Web | ortofon.com |
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Vertrieb
Ortofon Deutschland
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|---|---|
| Anschrift | Amelsbürener Strasse 211 48163 Münster |
| Telefon | +49 251 20263053 |
| support@ortofon.dk | |
| Web | ortofon.com |
Die Süddeutschen HiFi-Tage finden heuer am 19. und 20. September 2026 statt, aber nicht wie in den beiden letzten Jahren in der Stuttgarter Innenstadt im Le Méridien, sondern im Mövenpick Hotel Stuttgart Airport.
Beim Verfassen dieser Ankündigung am Sonntagmittag waren auf der Website (https://www.hifitage.de/sdht/) die Links zu den Ausstellern und zum Herunterladen des Programms als PDF leider noch nicht aktiv. Etwas versteckt konnte man aber die in den 22 Zimmern und Sälen präsentierten Marken finden:
A&L, AMC, AP Elektroakustik ART DÉCO ACOUSTICS, ASCENDO, ATE, Atohm, AudiaZ, Audio Note UK, Avantgarde Acoustics, Beaudioful, Boulder, Cayin, Dan D’Agostino Master Audio Systems, dCS, Defini, EliAcoustic, ESOTERIC, Eversolo, Final Audio, FINK Hifi Kompetenzzentrum, Furutech, Harzsch, Hifi4Life, indiana line, Inklang, Kii Audio, LaiV, Lansche Audio, Loutd, LUMIN, Manger, Melodika, Menzel, da staunt das Ohr, Nordost, PADIS, Perlisten, Pier Audio, Progressive Audio, Real Cable, Reflector Audio, Relco Audio Ribbon Loudspeaker, Rowen, SME, Sonox, SoReal-Audio, SPL, Staltmanis LAB, Starke Sound, SV-Audio, Symphonic Line, Thales, Transrotor, Unitra, Velikinac Audio Lab, Velodyne Acoustics, VPI, VTL, Wilson Audio, WSS, YG Acoustics
Die Süddeutschen Hifi-Tage finden statt im:
Mövenpick Hotel Stuttgart Airport
Flughafenstrasse 50
70629 Stuttgart
Tel. +49 711 553440
Öffnungszeiten
Sa von 10-18 Uhr
So von 10-16 Uhr
Eintrittspreise im Vorverkauf
Normalpreis: 11,34 Euro
Studierende: 5,67 Euro
Schüler: 5,67 Euro
Schwerbehinderte: 5,67 Euro
Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei Eventim oder an der Tageskasse.
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Mit Ø Audio bereichert ATR sein High-End-Portfolio um eine der aufregendsten Lautsprechermarken Skandinaviens. Statt auf Standardteile zu setzen entwickelt das norwegische Unternehmen wichtige Komponenten wie Treiber, Waveguide-Designs der Kompressionstreiber und die Frequenzweichen mit viel Hingabe im eigenen Haus.
Optisch macht Ø Audio keinen Hehl aus seiner nordischen Herkunft. Klare Linien, hochwertige Materialien und zeitlose Oberflächen prägen Lautsprecher, die sich ebenso harmonisch in moderne Wohnräume einfügen wie in ambitionierte High-End-Anlagen.
Die Modelle Frigg 02, Icon 12, Verdande und Ymir überzeugen durch ihren hohen Wirkungsgrad, kontrollierte Abstrahlung und eine Konstruktion, die speziell für ein harmonisches Klangbild in echten Wohnräumen konzipiert wurde. Besonders die neueste Kreation, das Top-Modell Ymir, hebt diesen Ansatz mit einer komplett neu entwickelten Plattform auf ein noch höheres Qualitätsniveau. Damit zeigt die Marke deutlich ihren außergewöhnlichen technischen Anspruch.
Die Lautsprecher von Ø Audio sind ab sofort zu Preisen zwischen 13.400 und 65.000 Euro über ATR erhältlich. Weitere Informationen gibt’s hier.
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Manchmal stolpert man ja einfach über etwas oder in etwas hinein, ohne zu wissen, was daraus wird. So geschehen als mein Mann und ich Mitte April im vergangenen Jahr in Erlangen waren, um das Projektorchester Orchester concertare der Universitäten Erlangen und Regensburg in der Heinrich-Lades-Halle aufzunehmen.
Wir waren an dem Tag für Aufbau und Soundcheck zu früh dran. Was tun mit der gewonnenen Zeit? Ein bisschen die Umgebung erkunden. So schlenderten wir durch die Haupteinkaufsstraße und diverse Nebensträßchen der Universitätsstadt und stolperten eben dort über ein kleines Lädchen, in dem offensichtlich Schallplatten verkauft wurden. Einige Zeit später verließen wir das Geschäft mit ein paar LPs, einem Tipp für eine Kaffee-Pause und der Gewissheit an, diesen Ort zurück zu kommen, um ihn in diesem kleinen Fachmagazin vorzustellen.

In diesem August war es dann so weit. Der zweite Besuch stand an. Das Ladenlokal in der Helmstraße 9 befindet sich in einem zwar zweigeschossigem, aber nicht sehr großen Haus, in der Nähe des Erlangener Bahnhofs in der Nachbarschaft von weiteren kleinen Ladenlokalen. Wenn man dann das Musicland betritt, kann, wie oben angedeutet, der Eindruck entstehen es handele sich um ein nicht besonders großes Geschäft, in dem hauptsächlich Schallplatten veräußert werden. Unspektakulär. Während der Geschäftszeiten gibt es allerdings schon außen, entlang der Fensterfront auch jede Menge CDs. Ist man erstmal eingetreten, drängen sich jedoch Schallplatten ins Blickfeld. Nicht nur in Covern, sondern etwa als Getränkeuntersetzer oder Getränkedeckel. Und dann beginnt eine Entdeckungsreise. Eine Öffnung an der Rückseite des Ladenlokals lockt in einen länglichen Raum mit weiteren Schallplatten und einer Abhöranlage für dieselben.

Weiter geht’s an T-Shirts, die gut zum Angebot passen, und an Büchern vorbei um die Ecke in den nächsten Raum. Jazz-Platten, Bücher und Schallplatten-Spieler. Noch ist das Ende des Angebots nicht erreicht. Erst wenn man alle acht Räume angeschaut hat, sollte man beginnen, für sich zu sortieren, nach was man eigentlich schauen mag. Schallplatten, Bücher, Comics, CD, DVD, Noten, diverser Nippes? Hilfreich sind die überall aushängenden Beschreibungen von den Zimmer-Inhalten nur für den Anfang. Denn wenn man beispielsweise beim Jazz gelandet ist, dann heißt es erst mal, geduldig sämtliche Fächer zu durchblättern. Eine Sortierung nach Interpreten gibt es nicht.

Das Schallplatten des jeweils benannten Genres da sind, ist gewiß. Allerdings muss bei der Suche durch sämtliche Cover geblättert werden. Das Angebot präsentiert sich so mehr als eine Art Wundertüte. Dafür werden einige Plattensammler-Herzen, die nicht unbedingt bestimmte Interpreten oder Musikrichtungen suchen, höher schlagen: Audiophile Schätze sind gar nicht so rar!

Unser zweiter Besuch endete mit dem Erwerb weiterer Schallplatten, einiger Bücher und dem Wissen, dass es ein weiteres Musicland in größerer Nähe zu unserem Wohnort, nämlich in Augsburg, gibt. Das mussten wir natürlich schnellstens ebenfalls besuchen.
Auf dem Weg zum Obstmarkt 9 in Augsburg spekulierten wir darüber, ob das hiesige Musicland beim Betreten wohl auch so einen Sog entwickeln würde wie das Geschäft in Franken. Von Außen sieht es mit seiner Allerweltsfassade dem in Erlangen ähnlich. Innen ist es komplett anders:

Im geräumigen Verkaufsraum, der allerdings auch mit Nippes und Andrem aufwartet, sind keine Jazz-Platten zu sehen: Nachdem wir uns danach erkundigt und die Auskunft „sind im Keller“ erhalten haben, nehmen wir die links von Schallplatten gesäumte Treppe in einen ebenfalls weitläufigen Raum. Hier bilden, nicht mehr zur Gänze gefüllte, Bücherregale eher ein „Wohnambiente“ als einen Verkaufsanreiz. Das Herzstück sind die wunderbar mit Sachverstand sortierten Schallplatten. Hier herrscht nicht das Prinzip Wundertüte, sonder Liebe zum Detail.

Den Abschluss bildet ein weiterer Raum mit Schallplatten und CDs und der Möglichkeit, in die zu Verkauf angebotenen Medien hineinzuhören. Da werden Erinnerungen an gute Einzelhandelsläden wach, die früher immer diese Möglichkeit ganz selbstverständlich anboten,.

Erlangen/Augsburg. Wie passt das zusammen? Im Gespräch mit Tanja Krapf, einer der beiden Gesellschafter des Musicland-Bayern, klären sich diese und noch weitere Fragen, die der Internet-Auftritt so nicht beantwortet. Die studierte Kunsthistorikerin ist vor über 20 Jahren mit dem „Schallplatten-Virus“ infiziert worden und hat, nachdem sie von Franken ins Schwabenland wechselte, eine Dependance in Augsburg eröffnet.

Eine wechselvolle Geschichte mit weiterem Geschäftspartner und diversen Filialen ist Vergangenheit. Was bis heute Bestand hat, ist der regelmäßige Austausch der Ware der beiden Geschäfte. Was für ein Aufwand, wenn man dafür jedes Mal rund 170 Kilometer in eine Richtung fahren muss. Das sehr gut gefülltes Lager des Musicland trägt dazu bei, dass derzeit kaum noch Schallplatten angekauft werden. Als es vor längerer Zeit eher einen Mangel an gebrauchten Schallplatten gab, wurden auch Neuerscheinungen ins Programm genommen.
Deren Verkauf ist besonders vor dem Hintergrund, dass es in Augsburg dafür keinen weiteren Fachhändler gibt, ein doppelter Gewinn für jeden Liebhaber der materiellen Variante der Musikwiedergabe. Zum Verkauf der Upcycling-Produkten drängt sich vielleicht die Frage auf „braucht's das?“ Wenn man aber weiß, dass diese Dinge in Zusammenarbeit mit den Regnitzwerkstätten der Lebenshilfe in Erlangen hergestellt werden und damit auch verkratze, sonst unverkäufliche Schallplatten eine sinnvolle Zweitverwertung erfahren, sieht das schon anders aus. Es ist doch schöner beispielsweise einen Getränkedeckel zum Schutz vor allzu lästigen Insekten aus richtigen Schallplatten als einen extra aus irgendeinem Kunststoff hergestellten für einen sicherlich höherem Betrag in einem Nippes-Laden zu erwerben. Die professionelle Präsentation der Schallplatten in Augsburg ist einem der Mitarbeiter dort, einem Musiker, zu verdanken.

Interessanterweise unterscheidet sich auch das Kaufverhalten an den beiden Standorten: Während in Augsburg, auch wegen der nachlassenden Frage, Bücher fast nur noch Dekorationscharakter haben, werden sie in Erlangen gut verkauft. Was sich auch in der Gestaltung der Räume dort widerspiegelt. Wie in einem guten, kleinen Buchladen sind die Bücher nach Themen sortiert und den vielen kleinen Kämmerchen zugeordnet. Wer etwas zu Themen wie Kunst und Malerei, Geschichte – die auch noch zeitlich geordnet ist – oder Biographien, Kochbücher oder sonstigen Themen sucht, der kann auch hier Schätze finden. Besonders erwähnenswert ist dabei der Raum sieben: Hier finden Musikfreunde Lexika und andere Nachschlagewerke zum Thema genauso wie diverse Notenbücher.

An beiden Standorten werden Kunden im ersten Verkaufsräumen aus den verschieden Kategorien Neuerscheinungen offeriert. Die Möglichkeit, in das gewählte Medium zu hören ist schon für sich bemerkenswert, dass jedoch in Erlangen nicht nur Hifi-Equipment, besonders Plattenspieler, ausgestellt ist, sondern auch noch eine Mappe mit vielen zum Kauf angebotenen Geräten aushängt, wirkt unkonventionell und sehr sympathisch.

Gesichert ist das Abhören der Platten im Laden somit nicht nur durch Ersatzgeräte, sondern auch durch die Zusammenarbeit mit einer kleinen Firma aus Augsburg, die auch Plattenspieler repariert. Aber ist eine andere Geschichte.
Musicland Bayern
Musicland Augsburg
Obstmarkt 9
86152 Augsburg
Tel.: +49 821 508466
Musicland Erlangen
Helmstraße 9
91054 Erlangen
Tel.: +49 9131 209392
Röhrenverstärker gelten unter Audiophilen als Garanten des guten Klanges, doch hohe Preise und Einschränkungen bei der Lautsprecherwahl trüben für viele Einsteiger die Freude. Nicht so beim neuen Cayin Jazz 70: Für nur 1600 Euro macht er den Traum vom echten Röhrensound für viele erschwinglich.
Feinste Röhrenklänge, ordentliches Leistungsniveau und Alltagstauglichkeit verbinden sich im Cayin Jazz 70 auf günstige Weise: Im Ultralinear-Modus seiner vier Endröhren liefert er erstaunliche zwei mal 35 Watt Leistung. Die Verstärkung selbst erfolgt im besonders effektiven Class-A/B-Gegentaktbetrieb für kraftvolle Dynamik aus den vier EL34 Röhren. Für höhere Klangpräzision und geringere Verzerrungen im Übergangsbereich werden die Endröhren selektiert. Die Ausgangstransformatoren wurden für eine Kompatibilität mit handelsüblichen Lautsprechern hin entwickelt und vertragen auch niedrigere Impedanzen. Das hochwertige Alps-Potentiometer sorgt für exakte und kanalidentische Lautstärkeregelung.
Mit drei Cinch-Eingängen eignet sich der Jazz 70 auch als Herzstück einer komplexeren HiFi-Anlage. Zusätzlich ist ein Bluetooth-Empfänger für die direkte drahtlose Zuspielung von Digitalsignalen eingebaut. Mit Bluetooth 5.1 und hochwertigen Codecs wie AAC, aptX HD und LDAC ist hohe Klangqualität auch bei drahtloser Zuspielung garantiert. Ein vollwertiger Kopfhörerausgang mit 6,6-Millimeter-Klingenbuchse auf der Frontseite treibt handelsübliche Kopfhörer von 16 bis 300 Ohm Impedanz. Die Bedienung erfolgt ganz bequem vom Hörplatz aus mit der mitgelieferten Fernbedienung. Die beiden hinterleuchteten VU-Meter zeigen auf Wunsch die momentane Leistungsaussteuerung an, dienen aber auch einer Einstellung und Kontrolle des Ruhestroms, gleichzeitig für jeweils zwei der Endstufenröhren.
Die Verstärkerschaltung des Jazz 70 ist eine Eigenentwicklung von Cayin, und bringt das erfolgreiche Konzept der Jazz-Serie mit handgefertigtem Ringkerntrafo und optimiertem Ausgangsübertragern erstmalig in das Einsteigersegment. Mit vier Endröhren des Typs EL34 erzeugt er ausreichend Leistung für viele handelsübliche Lautsprecher. Unterschiedliche Abgriffe an den speziell entwickelten, breitbandigen Ausgangstransformatoren mit eigenen Klemmen für 4 oder 8 Ohm ermöglichen eine optimale Anpassung wahlweise an hoch- oder niederohmige Lautsprecher. Die Endstufenröhren können wahlweise im leistungsstärkeren Ultralinear/Pentodenmodus betrieben werden oder im Triodenmodus eingesetzt werden. Wird über den Schalter auf der Oberseite letzterer aktiviert, halbiert sich zwar die effektive Leistung auf zweimal 17 Watt, dafür wird der Klangcharakter für Puristen feiner, eben triodentypischer.
Die Vorspannung (Bias) lässt sich mit einem Trimmer für jede Röhre einzeln optimieren, das zentrale Zeigerinstrument dient dabei als einfache Anzeige für eine optimale Einstellung. In der Vorstufe kommen klassische Röhren vom Typ 12AU7 / ECC82zum Einsatz. Die Möglichkeit des Tube Rollings, also des Austausches der Endröhren mit dem Ziel des Klangtunings, bietet der Cayin Jazz für kompatible Röhrentypen wie 6CA7, 6L6, 5881 oder ähnliche.
Der Cayin Jazz 70 ist ab sofort mit silberner Front und in schwarz erhältlich. Der Preis beträgt jeweils 1.600 Euro.
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Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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| Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
| Telefon | +49 6174 9554412 |
| Fax | +49 6174 9554424 |
| info@cayin.com | |
| Web | www.cayin.de |