Montag, 19 Oktober 2026 00:57

KLH Audio Model Four

Endlich steht mal etwas ganz anderes in meinem Hörraum. Der Lautsprecher des traditionsreichen amerikanischen Herstellers KLH entspricht einem Design von vor mehr als 50 Jahren, wie man es auch heutzutage bei Edelmarken wie Harbeth oder Audio Note findet. Bislang hatte ich nicht das Vergnügen, einen solchen Lautsprecher im Hörraum zu erleben.

Neben dem Design mit breiter Schallwand und geringer Bautiefe macht der Paarpreis von knapp 2000 Euro die KLH Model Four hochgradig interessant. Auf zum Lieferumfang gehörenden, einwandfrei verarbeiteten, schwarz pulverbeschichteten Ständern steht die Box um sechs Grad nach hinten geneigt. Das trägt zu einem homogenen Abstrahlverhalten bei kürzeren Hörabständen bei und entkoppelt akustisch vom Fußboden.

Der Mitteltöner und der Hochtöner des Model Four sind identisch mit denen des größeren Model Five
Der Mitteltöner und der Hochtöner des Model Four sind identisch mit denen des größeren Model Five

Die KLH Model Four ist ein drei Wege-System im geschlossenen Gehäuse (acoustic suspension). Dieses technische Konzept wurde 1954 von Edgar Villchur, dem Firmengründer von Acoustic Research, entwickelt, dessen berühmtes Modell AR-3 unserer KLH Model Four nicht unähnlich sieht. Edgar Villchur erfand diese Technologie jedoch nicht allein. Ihm zur Seite stand Henry Kloss, der damals noch Student war und mit ihm zusammenarbeitete. Henry Kloss gründete nur wenig später, anno 1957, zusammen mit Malcolm S. Low und Josef A. Hofmann in Cambridge, Massachusetts das eigene Unternehmen KLH – namensgebend waren die Anfangsbuchstaben der drei Nachnamen – als Forschungs- und Entwicklungsunternehmen. KLH wuchs schnell zum weltweit umsatzstärksten Unternehmen im Lautsprecherbau mit 500 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von bis zu 30.000 Lautsprechern jährlich. In die späten 50er Jahre datiert auch die Entwicklung des KLH Model Nine, eines Vollbereichselektrostaten, in Zusammenarbeit mit Arthur Janszen, bevor dieser sein eigenes Untenehmen gründete und Elektrostaten mit dynamischen Tieftönern kombinierte. Ich habe KLH Lautsprecher erstmals erlebt, als ich Ende der siebziger Jahre in einem HiFi-Studio in Hannovers Altstadt arbeitete. Ich gebe zu, damals hatte ich andere Favoriten wie beispielsweise Electro Voice oder Tannoy oder meine Magneplanar. KLH Mastermind Henry Kloss war an vielen technischen Innovationen maßgeblich beteiligt. Sein populärstes Werk dürfte wohl das enorm erfolgreiche Tivoli Audio Radio Tivoli Model One sein. Für all seine Leistungen wurde Henry Kloss in der Consumer Electronics Hall of Fame geehrt. Er verstarb 2002 im Alter von 72 Jahren. 2017 wechselte die Marke KLH in die Hände von Kelley Global Brands, dessen CEO David Kelley lange für Klipsch erfolgreich tätig war und in seiner Karriere stets mit Audio zu tun hatte. Ab jetzt heißt die Marke KLH Audio, entwickelt die Lautsprecher in den USA, produziert jedoch in China. Anders wären die attraktiven Preise der aktuellen 2021 wieder aufgenommenen Traditions-Produktlinie mit den Modellen Three, Four, Five und Seven kaum denkbar. Seit dem Frühjahr 2025 ist KLH eine Marke des traditionsreichen, besonders für seine Plattenspieler bekannten Unternehmens Victrola in Denver. David Kelley ist bei Victrola in Denver, wo jetzt auch die Entwicklungsabteilung ansässig ist, weiterhin als Brand President von KLH tätig.

Die KLH Model Four kann selbstverständlich auch ohne die mitgelieferten Ständer betrieben werden
Die KLH Model Four kann selbstverständlich auch ohne die mitgelieferten Ständer betrieben werden


Werner Möhring, der sich seit langem erfolgreich um den Vertrieb von Transparent Kabeln und die edlen Tonmöbeln von Finite Elemente kümmert, war es, der uns die Model Four zum Test anbot. Als ich auf der Website feststellte, dass die aktuellen KLH Modelle denen aus meiner Hannover-Ära extrem gleichen, war ich mit Interesse und Neugierde dabei. Es zeugt ja von fester Überzeugung, wenn ein Hersteller über so eine lange Zeitspanne seinen Grundsätzen treu bleibt und den ästhetischen Zeitgeist kaum beachtet. Oder will er sich gerade von ihm unterscheiden? Es ist das akustisch-technische Konzept des geschlossenen Gehäuses, an dem KLH Audio festhält. Dieses Prinzip bewirkt die ideale Rückstellenergie der auslenkenden Membran durch gleichwertigen Unterdruck. Die bei diesen traditionell gestalteten KLH Modellen breite Front kontrolliert das Abstrahlverhalten, und die geringe Tiefe erlaubt eine wandnahe Aufstellung. Letzteres ist in der Praxis ein wichtiger Aspekt, da die Hörraumgegebenheiten häufig eine optimalen Aufstellung von nach hinten ventilierenden Bassreflex-Konzepten in modernen, schlanken Gehäusen nicht zulassen. Wird solch prinzipiell guten und oft schönen Standboxen die entsprechende Aufstellung nicht gewährt, sind klangliche Einbußen nicht nur unvermeidlich, sondern häufig drastisch.

Diese Abbildung des Herstellers zeigt die verschiedenen Ausführungen auf den zum Lieferumfang gehörenden Ständern
Diese Abbildung des Herstellers zeigt die verschiedenen Ausführungen auf den zum Lieferumfang gehörenden Ständern

Es gibt die KLH Model Four in drei Ausführungen: Schwarze Esche mit grauem Stoffgitter oder weiße Eiche mit schwarzem Stoffgitter oder die unserer Testexemplare: Englischer Nussbaum mit steingrauem Stoffgitter. Das Nussbaum strahlt eine gewisse Noblesse aus, die aber mit der kühlen Optik der drei Chassis in der breiten Front nach meinem Geschmack nicht so recht harmoniert. Und so tat ich etwas, was sonst sehr selten passiert: Ich setzte die helle, auf einen Holzrahmen gezogene Frontbespannung aus Akustik-Stoff ein. Die ist ordentlich gemacht, denn die Befestigung geschieht über unsichtbar im Gehäuse eingelassene Magnete und, für den Fall, dass man die Frontbespannung wieder entfernen möchte, bietet eine kleine Stofflasche unten links den Zugriff. Besonders gefreut hat mich, dass die Frontabdeckung akustisch nicht auffiel. Sollte dadurch eine klangliche Veränderung passierenß Ich habe nichts derartiges gehört. Statt dessen tritt die KLH Four jetzt elegant und optisch untechnisch auf. Mit der Aufstellung habe ich selbstverständlich auch experimentiert. Zuerst recht frei im Raum mit viel Platz zu den Seiten und einem knappen Meter Rückenfreiheit. Beim ersten Höreindruck konnte ich trotz des doch etwas schlanken Klangbildes nicht klagen, da die Auflösung und Präzision überzeugten. Dabei erfreute die homogene und erfrischende Spielweise mit extrem guter Sprach- oder besser Gesang-Verständlichkeit zum Beispiel bei Johnny Cash American IV: The Man Comes Around. Selbst bei 60er Jahre Oldies wie Aftermath von den Rolling Stones, die nicht durch Tieftonvolumen glänzen, war die Darbietung mit dieser KLH enorm lebendig, überhaupt nicht nervig, und die emotionale Ansprache übertrug sich in Fußwippen.

Das Testexemplar: Englischer Nussbaum mit steingrauem Stoffgitter
Das Testexemplar: Englischer Nussbaum mit steingrauem Stoffgitter

Der Unterschied zur anschließenden Aufstellung direkt vor der Rückwand mit nur zehn Zentimetern oben am geneigten Kabinett und auch links und rechts jetzt von Gegenständen eingepfercht, empfand ich dann doch als spannender und richtiger, weil jetzt in den tiefen Tonlagen, vor allem bei Johnny Cash spürbar mehr Druck da war. Der belastete jedoch nicht die Genauigkeit der Detailzeichnung und vor allem nicht diese erfrischende Spielfreude. Belassen wir es also erst einmal bei dieser auch leicht nach innen gewinkelten Positionierung. Mein Hörraum ist durch einen neuen Teppich leicht schallhart, so dass ich mich über das rückseitige Angebot der Modell Four freue und es auch nutze: Oberhalb des Anschlusspaares mit vergoldeten Polklemmen, die praktisch jede Art von Kabelende aufnehmen können, befindet sich ein dreistufiger Drehschalter zur Anpassung an die Raumakustik. Der Hersteller beschreibt diesen Akustik-Balance-Schalter begrüßenswerter weise nicht als Linear und deren Abweichungen, sondern ordnet die drei Alternativen bestimmten akustischen Raumgegebenheiten zu. So sieht er „HI“ als ideal für stark gedämmte Räume mit kaum schallharten Reflexionsflächen. „MID“ nimmt im Vergleich zu „HI“ oberhalb von 400 Hertz den Pegel um 1,5 Dezibel zurück und ist der Vorschlag für viele Räume mit abwechslungsreichem Interieur. Meine Wahl fiel nach einigem Experimentieren auf „LO“ für Räume mit mehr Reflexionen. Hier wird der Schalldruck ab 400 Hertz um drei Dezibel gemildert. Werner Möhring hatte mir netterweise ein eingespieltes Paar mitgebracht, erzählte mir aber auch von bisherigen Erfahrungen, bei denen die KLH bereits out-of-the-box überzeugend aufgespielt hätten. Der Hersteller selber empfiehlt bescheidene acht Stunden als Einspielzeit. Das ist nicht nur für jedermann leicht machbar sondern auch seriös, vor allem, wenn ich an Empfehlungen anderer von 300 Stunden denke, in denen man sich dann selber an die Boxen gewöhnen kann. Nichts für ungut – aber ist doch so.


Um den Tieftöner geht´s beim acoustic suspension Prinzip
Um den Tieftöner geht´s beim acoustic suspension Prinzip

Zu den drei Chassis in der KLH Model Four gibt es zu sagen, dass sie praktisch eine Kombination der Bestückung von Model Three und Model Five darstellen. KLH-Europa-Verkaufsleiter Dylan Turner teilte mir folgende technischen Details aus der Entwicklungsabteilung in Denver mit: „Das Modell 4 teilt einen Großteil seines technischen Kernkonzepts mit dem Modell 5, einschließlich der Treiberarchitektur und der Frequenzweichenphilosophie. Die Frequenzweiche nutzt eine Topologie zweiter Ordnung mit vier Filtern. Insgesamt kommen acht Induktivitäten und Kondensatoren sowie fünf Widerstände für die Feinstabstimmung und die Acoustic Balance Control zum Einsatz, was insgesamt dreizehn Bauteile ergibt. Die Bauteilwerte wurden speziell auf den 8-Zoll-Tieftöner, das Gehäusevolumen und die Gesamtklangfarbe des Modells 4 abgestimmt. Der 8-Zoll-Tieftöner mit hoher Auslenkung wurde speziell für ein geschlossenes Gehäuse mit akustischer Aufhängung entwickelt. Er verfügt über eine 1,5-Zoll-Flachdraht-Schwingspule, einen fluxstabilisierenden Ring aus Aluminium, einen resonanzfreien Rahmen aus Aluminiumdruckguss sowie eine robuste Antriebsgruppe, die dafür ausgelegt ist, die Kontrolle zu gewährleisten und Verzerrungen bei zunehmender Membranauslenkung zu reduzieren. Der spezielle 4-Zoll-Mitteltöner arbeitet in einem eigenen internen Gehäuse und verfügt über eine Membran aus Zellstoffpapier sowie eine inverse Gummisicke. Da er ausschließlich für den mittleren Bereich des Frequenzspektrums vorgesehen ist, kann er für den Bereich optimiert werden, in dem Stimmen und viele Instrumente am deutlichsten zur Geltung kommen. Der 1-Zoll-Hochtöner verfügt über eine Aluminiumkalotte mit einer weichen Gummiaufhängung. Das übergeordnete Ziel bestand darin, die Klangbalance, die Kohärenz, die Abbildung und den musikalischen Charakter der größeren KLH-Modelle beizubehalten und gleichzeitig das Design an das kleinere, raumfreundlichere Gehäuse des Model Four anzupassen.“

Das Basschassis besitzt einen Korb aus Aluminium-Druckguss
Das Basschassis besitzt einen Korb aus Aluminium-Druckguss

Der Model Four sprechen seine amerikanischen Entwickler die lebendigste Spielweise der gesamten Serie zu. Das scheint zu stimmen und führte die Model Four beim ersten Album, mit dem ich mich ihr intensiver widmete, A Tribute To Charlie Parker (with Strings) von Charlie Watts und seinem Quintet (BMG 1992), dank ihrer frischen und dynamischen Gangart in erfreulicher Weise vor. Bei der wandnahen Aufstellung erklingz bei dieser abwechslungsreichen Musik – besonders schön „Perdido“ als letztem Titel – das kleine Orchester extrem lebendig und mitreißend – als wollten die Musiker im Finale noch mal alles geben und all ihre Energie in diesen Abschied investieren. Das Live-Album ist mit der Model Four vom ersten Wort der Ansage bis zum letzten Takt ein spannendes Hörvergnügen. Den Schwung in der Musik transportiert dieser Lautsprecher in fantastischer Weise. Das Klangbild gestaltet sich gleichzeitig transparent aufgefächert und reproduziert ein homogenes Miteinander der Musiker mit realistisch wirkenden Klangfarben. Das gilt für sämtliche Instrumente wie auch für die Stimme von Erzähler und Sänger Bernard Fowler. Auch die räumliche Öffnung ist angenehm, jedoch nicht sehr tief, und bei aller feinen Differenzierung wird sich keine dreidimensionale Bühne gezeichnet. Das macht aber hier nichts, weil Dynamik und Auflösung sowie der Verve die Musik derart authentisch wirken lassen, dass ich hier hinsichtlich Raum absolut nichts vermisse. Der Live-Charakter wird nämlich dennoch glaubhaft vermittelt. Ich habe noch die unlängst besprochene kleine, preisähnliche Phonar Veritas M4.2 SE ganz gut im Ohr. Die spielte zarter, feiner, lieblicher. Die KLH wirkt vergleichsweise etwas draufgängerisch, was bitte nicht negativ verstanden werden soll. Beide Lautsprecher überzeugen in Sachen Nuancenreichtum, Klangfarben und Authentizität, sind aber dennoch nicht aus gleichem Holz geschnitzt, sondern sehr andersartig. Während ich die Phonar auch durchaus mal leise im Hintergrund genießen konnte, obwohl ihre klanglichen Vorzüge mich immer wieder zum Hinhören aufforderten und in ihren Bann zogen, ist die Model Four ein Lautsprecher, der mich zwingt, zuzuhören, ein Spieler, der mich am Ärmel packt und fordert: „Komm, mach mit!“. Bei sehr niedrigen, ich möchte sagen reinen Hintergrundpegeln, klingt die KLH immer noch ausgewogen, aber dann doch ruhiger, so dass man dabei auch lesen könnte. Diese Art von Spielweise ist nach meinem Gusto geradezu ideal, weil die Model Four so für beinahe alle Situationen bestens gerüstet ist.

In diesen Grafiken von KLH lässt sich der Aufbau der drei Chassis gut erkennen
In diesen Grafiken von KLH lässt sich der Aufbau der drei Chassis gut erkennen


Andere Musik: Hot August Night von und mit Neil Diamond (Qobuz 96/24). Das passt hervorragend, denn die Atmosphäre des Konzerts im Los Angeles Greek Theatre ist spürbar. Noch besser die Instrumentierung. Feines Rhythmusgitarrenspiel erklingt ebenso sauber und differenziert wie die Bassläufe, denen man außergewöhnlich leicht folgen kann. Die Differenzierung der einzelnen Instrumente ist frappierend und Preisklassen unabhängig auf sehr hohem Niveau. Auch hier ist das Klanggemälde mehr plakativ als räumlich tief. Das spielt das für den Hörspaß jedoch keinerlei Rolle. Bei aller Klarheit – diese ist bei diesem Album besonders beim E-Bass phänomenal – gerät die Wiedergabe nicht anstrengend, von lästig oder nervig rede ich erst gar nicht. Ich kann auch keine Verfärbung irgendwelcher Art ausmachen. Auch die Sprachverständlichkeit ist perfekt. Neil Diamonds Gesang und auch seine Erzählungen während der unterhaltsamen Vorstellung seiner Musiker klingt etwas härter und rauer als ich dies von anderen Systemen kenne. Auch wenn ich damals am 24.August 1972 leider nicht im Greek Theatre war: Genau so kann er geklungen haben. Bevor ich zu klassischer Musik wechsele, höre ich noch einige Titel dieses Live-Konzerts, weil es so schön, authentisch und mitreißend klingt.

Die Frequenzweiche ist mit guten Bauteilen aufgebaut
Die Frequenzweiche ist mit guten Bauteilen aufgebaut

Ich beginne den Klassik-Part mit Mozart, Klarinettenkonzert in A-Dur, KV622, live mit Slava Cernavaca (Qobuz 96/24). Da mag man dem Lead-Instrument und seinen beschwingten Tönen ebenso gern lauschen wie den geschmeidigen, filigranen und transparenten Streichern. Da ist keine Spur von Topfigkeit im Grundton zu spüren und ebenso wenig Harsches in Präsenz oder Hochton. Vielmehr gefällt das Klarinettenkonzert durch akkurat umrissene Töne und schöne Klangfarben. Die Details, die nicht zur Musik gehören, aber in der Aufnahme eingefangen wurden, wie die Klappengeräusche, stören nicht, obwohl sie deutlich zu hören sind. Ein Vergnügen, diesem kurzweiligen Werk von Wolfgang Amadeus Mozart zu lauschen. Gehen wir zur deutlich komplexeren Musik von Jaques Offenbach, dem flirrenden und spektakulären Gaité Parisienne. Beschwingt und mitreißend geht's zur Sache. Fein aufgelöst die Glöckchen nach den ersten Takten – wunderbar. Die Boston Pops mit Arthur Fiedler laden frohgemut zu etwas höherem Wiedergabepegel ein. Beim „Tempo di marcia“ ertönt die große Trommel mit Wucht, bleibt sauber konturiert und schmiert ihre Mitinstrumentalisten nicht zu – Klasse! Auch wenn ich diese tolle Musik von meinen beiden aufwändigeren Anlagen noch etwas geschmeidiger und in die räumliche Tiefe gestaffelt kenne, bleibt eigentlich kein Grund zu meckern. Denn was die KLH Model Four auch hier zeigt, ist, dass sie das Allerwichtigste der Musik perfekt beherrscht, nämlich den Zuhörer emotional zu berühren und ihn genussvoll dabei sein zu lassen. Diese Leichtigkeit und direkte emotionale Ansprach kann selbst mein großes Triangle-Setup so nicht bieten. Dafür erfreut sie allerdings mit noch mehr Klangfarben Nuancen und Plastizität – allerdings für den 25-fachen Preis. Das gibt mir zu denken. Den KLH Entwicklern kann ich zu diesem meisterhaft konzipierten Model Four nur gratulieren. Und glauben Sie mir bitte: Ich habe mich mit vielen weiteren Musikstücken bemüht, ein Haar in der Suppe zu finden. Es ist mir nicht gelungen. Auch nicht bei einem weiteren schönen Stück von Jaques Offenbach mit dem Gesang von von Regula Mühlemann bei „Die Rheinnixen“ aus ihrem Album Fairy Tales (Qobuz 96/24). Wunderschön, auch wenn wieder die von anderen Anlagen gewohnte räumliche Tiefenstaffelung weniger ausgeprägt ist. Aber dies ist nicht das gesuchte Haar. Denn nach meiner Auffassung ist räumliche Tiefenstaffelung im Hörraum gefühlt wunderbar schön und angenehm und steigert auch die Transparenz des musikalischen Geschehens und damit das Hörvergnügen. Aber erstens hat die KLH Model Four dies kaum nötig, da sie auch so transparent und nuancenreich abbildet. Und zweitens entspricht die audiophile Sehnsucht nach Räumlichkeit oftmals nicht der Realität. Das kann jeder ganz leicht überprüfen, wenn er in einem Konzert mit natürlichen Instrumenten einmal die Augen schließt. Da empfinde ich stets eine ergreifende Direktheit und Körperlichkeit der Instrumente, mit deren Staffelung in die Tiefe des Raumes ist es aber nicht so weit her. Also liegt die KLH Model Four auch hier ziemlich richtig.

Der dreistufige Schalter für die Anpassung an die Raumakustik kann sehr nützlich sein
Der dreistufige Schalter für die Anpassung an die Raumakustik kann sehr nützlich sein

Obwohl ich bis hierher zwar mit unterschiedichen Quellen wie Streaming und CD gehört habe, spielte stets der Pier Audio Hybridverstärker mit den QED Genesis Silver Spiral LS-Kabeln. Letztere bleiben, aber der Soulnote A2 soll mal zeigen, ob er gegenüber dem Pier Audio noch zulegen kann. Nehmen wir nochmals das Gaité Parisienne. Gut, der Soulnote steigert die Feinzeichnung, aber davon hat die KLH Model Four auch mit dem halb so kostspieligen Pier Audio MS-880SE ausreichend zu bieten. Da bringt es mehr, ein HMS Armonia Carbon LS-Kabel mit dem Pier Audio zu kombinieren, weil dies den Bass etwas strafft und damit der Feinzeichnung gut tut und zudem eine liebliche Geschmeidigkeit hinzufügt. Denn unsensibel hinsichtlich ihrer Spielpartner ist die Model Four nicht, was eine weitere gute Eigenschaft ist.


STATEMENT

Die KLH Model Four sind für ihren Preis unverschämt musikalische Lautsprecher. Sie verwöhnen mit Attributen, nach denen man sich oft bei erheblich kostspieligeren Mitbewerbern sehnt. Ungemein begeistert hat mich ihre lebendige Spielweise und die emotionale Ansprache der Musik.
Gehört mit
CD-Laufwerk Wadia WT 3200
Streamer PS Audio BridgeII, Eversolo T-8
Server Dell i7 mit Windows 11, AudiophileOptimizer 3.0, Roon Core
Switch Chord Company English Electric 8
Reclocker Mutec M-3+ Smartclock USB
DA-Wandler PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine
Vollverstärker Soulnote A-2, Pier Audio MS-880SE
Lautsprecher Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE mit Sockel
Zubehör JIB Boaacoustic Black Edition Digital S/PDIF, Audio-gd NF Cinch und XLR, Wireworld Eclipse 8 Silver Cinch und XLR , QED Genesis Silver Spiral oder Real-Cable HD-TDC oder HMS Armonia Carbon Speaker, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, Audioquest Hurricane HC und Thunderbird Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters
Herstellerangaben
KLH Audio Model Four
Konzept Zwei-Wege Lautsprecher in geschlossener Bauweise (Acoustic Suspension)
Frequenzgang 46 Hz – 20.000 Hz ±3 dB
Tiefton-Verlauf -10 dB bei 35 Hz
Empfindlichkeit im Raum 88 dB bei 2,83 V / 1 m
Maximaler Schalldruckpegel im Raum 108dB
Belastbarkeit 150 Watt (Dauer) / 600 Watt (Spitzen)
Impedanz 6 Ohm (Minimum 3,5 Ohm bei 120 Hz)
Frequenzweiche Mittelton: 380 Hz | Hochton: 2.500 Hz (elektroakustisch, 2. Ordnung)
Tieftöner 8-Zoll-Membran aus Zellstoff/Papier mit inverser Gummisicke
Mitteltöner 4-Zoll-Membran aus Zellstoff/Papier mit inverser Gummisicke
Hochtöner 1-Zoll-Aluminiumkalotte mit weicher Gummisicke
Abmessungen ohne Sockel H 66,0 × B 33,0 × 20,9 T cm, mit Sockel: H 81,8 × B 33,0 × T 27,7 cm (wegen der 6 Grad Neigung)
Anschlüsse Gold beschichtet
Gewicht je 17,9 kg ohne Ständer; je 21,3 kg mit Ständer; 28,35 kg je Stück inklusive Verpackung
Ausführungen englischer Nussbaum mit steingrauem Stoffgitter, schwarze Esche mit grauem Stoffgitter, weiße Eiche mit schwarzem Stoffgitter
Zubehör im Lieferumfang Schwarzer Sockel mit 6° Neigung, magnetisch befestigbare Lautsprecherabdeckung
Garantie 10 Jahre bei Registrierung innerhalb 120 Tagen nach Kauf bei einem autorisieren Händler für den Erstbesitzer
Paarpreis 2000 Euro inklusive Ständer

Vertrieb
G8 & friends GmbH
Anschrift Werner Möhring
Ferdinand-Poggel-Str. 17
59065 Hamm
Telefon +49 5254 660188
E-Mail info@g8friends.de
Web www.g8friends.de

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Vor zwei Wochen fand der Making-Vinyl-Congress in der Phil(harmonie) in Haarlem statt, ein „Treffpunkt für Fachleute, die sich mit den treibenden Kräften der Vinylbranche auseinandersetzen – von Marktdynamik und Verbraucherverhalten bis hin zu Fortschritten in Fertigung und Technologie“. Daran nahmen auch die High End Society teil.

Jürgen Timm, der Vorstandsvorsitzende der High End Society e.V., im Gespräch mit Anouk Rijnder, der CCO von Record Industries Haarlem, die auch stark in die Organisation des Making-Vinyl-Congress eingebunden war
Jürgen Timm, der Vorstandsvorsitzende der High End Society e.V., im Gespräch mit Anouk Rijnder, der CCO von Record Industries Haarlem, die auch stark in die Organisation des Making-Vinyl-Congress eingebunden war

Die Veranstaltung wendet sich nicht an engagierte Vinyl-Fans, sondern nur an in der Branche Tätige. Zwar braucht man dafür keine Belege oder Nachweise, doch wird der Zugang über die – wie ich finde – prohibitiven Teilnahmegebühren geregelt. Erfreulicherweise engagiert sich die High End Society e.V. – nicht zu verwechseln mit der High End Society Service GmbH, welche die bekannte internationale und die regionalen Messen ausrichtet – in diesem Jahr zum zweiten Mal für die Zusammenkunft in Haarlem, und das nicht nur als Teilnehmer, sondern auch als sogenannter Gold-Sponsor. Jürgen Timm, der Vorsitzende des Vorstands, und Martina Laubert, die Assistenz des Vorstandes, wurden heuer von Repräsentanten zweier Mitgliedsfirmen des Verbandes nach Haarlem begleitet: Thorens-Inhaber Gunter Kürten und -Vertriebler Patrick Kaschel sowie Dirk Räke, Geschäftsführer von Transrotor. Letzterer schlug meiner Gattin und mir bei einem unserer Treffen vor, den Making-Vinyl-Congress zu besuchen, um darüber in hifistatement.net zu berichten: Dank unseres Labels sommelier du son und seiner Vinyl-Veröffentlichungen hätten wir ja sowie eine gewisse Affinität zur Szene, die sich in Haarlem treffen würde. Da musste uns Dirk Räke nicht lange überreden.

Martina Laubert erläutert Interessenten das Konzept der kommenden High End Vienna
Martina Laubert erläutert Interessenten das Konzept der kommenden High End Vienna

Ein schöner Nebeneffekt der Teilnahme war, dass wir ein wenig mehr über die Verbandsarbeit der High End Society e.V. erfuhren, die ja für die meisten Hifi-Interessierten eher im Verborgenen stattfindet. Sie setzt sich unter anderem gegenüber gesetzgebenden Institutionen für die Belange der Branche ein, etwa um den Binnenmarkt gefährdende EU-Richtlinien entgegenzuwirken, die Konzerne sowie große, international tätige Hersteller und Händler relativ leicht befolgen können, nicht aber engagierte kleine Firmen aus der Hifi-Szene. In den Niederlanden ging es neben der Werbung für die High End Vienna im Mai kommenden Jahres vor allem um Kontakte zu Mastering- und Schneideingenieuren, um sie als Referenten für die X-PERT Stage der Messe zu gewinnen. In diesem Jahr war es Jürgen Timm beispielsweise gelungen, Miles Showell nach Wien einzuladen. Der hatte schon damals, als ich ein Mastering-Seminar in den Metropolis Studios in London besuchte, Halfspeed-Mastering praktiziert und führt dies nun in den Abbey Road Studios weiter. Doch dazu später mehr.


Gunter Kürten zeigt den Coturn CT-01
Gunter Kürten zeigt den Coturn CT-01

Thorens hatte nicht nur die Anlage im Van Beinum Zaal mit zwei Plattenspielern ausgestattet, sondern präsentierte im Foyer den enorm kompakten, transportablen Coturn Plattenspieler CT-01 im und um einen schwarz-orangenen Fiat Topolino. Da fällt es schwer zu entscheiden, was mehr Aufmerksamkeit auf sich zog. Eine frühe Version dieses kleinen, vom Bonner Industriedesigner Benjamin Großjohann entwickelten Plattenspielers hatten wir übrigens schon im Bericht vom Analog Forum in Moers im Jahr 2024 vorgestellt. Nun kümmert sich Thorens im Rahmen einer Kooperation um die handwerkliche Produktion in Deutschland sowie das Marketing. Das clever konstruierte Ding möchte man einfach besitzen, auch wenn man sich fast hundertprozentig sicher ist, es selten oder gar nicht zu benutzen... Transrotor spendierte mit einem seiner wie immer auch optisch faszinierenden Plattenspieler dem Stand der High End Society einen Blickfang und hatte im Vortragssaal ein schlichtes schwarzes Exemplar zur optischen Kontrolle frisch geschnittener Lackfolien aufgebaut.

Der Transrotor Alto TMD ist der Blickfang am Stand der High End Society
Der Transrotor Alto TMD ist der Blickfang am Stand der High End Society

Rein zufällig begegneten wir am Mittwoch Keith Jopling, dessen Badge ihn als „Song Sommelier“ auswies. Da mussten wir ihn einfach ansprechen. Song Sommelier ist eine website auf der Keith Jopling seine Bücher, Podcasts und Playlist zugänglich macht. Er arbeitete unter anderem für Spotify, wo es sich aber immer nur um einzelne Titel, nie aber um komplette Alben der Künstler drehte. Im Interview stellte er in Haarlem sein neustes Werk vor: „Body of Work“ mit dem schönen Untertitel „How the album outplayed the algorithm and survived the playlist culture“. Er berichtete, dass er sich zu seinem 50sten Geburtstag einen Plattenspieler zulegte und dass das sein Leben verändert habe. Nach seiner Präsentation hat er zusagt, für das Feuilleton von hifistatement.net einen kurzen Artikel zu diesem Thema zu verfassen. Wir freuen uns schon jetzt darauf. Der Tag klang mit einem sogenannten „Meet and Greet“ aus.

Der schlichte und elegante Transrotor Max Nero mit der Apparatur zur Kontrolle des Schnitts
Der schlichte und elegante Transrotor Max Nero mit der Apparatur zur Kontrolle des Schnitts


Da uns Marktdynamik und Verbraucherverhalten eher weniger interessieren, hatten wir uns für einige technische Vorträge angemeldet. Mit „Lacquer Cutting and Direct Metal Mastering in Vinyl Production: A Comparative Study“ ging es los. Sidney Claire Meyer, die im Emil Berliner Studio in Berlin Lack- und Kupferfolien schneidet, war zwar leider wegen eines Direktschnitts mit den Berliner Philharmonikern verhindert, doch in einem spannenden Video zu sehen. Für ihren Vergleich standen ihr eine Neumann VMS 82 mit SX82 Schneidekopf und eine VMS 80 mit SX74 für Kupfer- respektive Lack-Schnitte zur Verfügung. Einziger Wermutstropfen: Die VMS 82 arbeitet mit den original Neumann-Schneideverstärkern, während die Leistung für den Schneidekopf bei der VMS 80 von zwei Ortofon GO 741 Schneideverstärkern geliefert wird – was die Aussagekraft der Untersuchung ein wenig schmälert. Einer der größten Unterschiede zwischen beiden Verfahren ist außer dem Material der Winkel, in dem der Schneidestichel zur Folie steht.

Die verschiedenen Winkel des Schneidstichels bei Lack- und Kupferfolien
Die verschiedenen Winkel des Schneidstichels bei Lack- und Kupferfolien

Schon allein daraus können Unterschiede beim Laufgeräusch, bei den harmonischen Verzerrungen und bei der Kanaltrennung herrühren. Sidney Claire Meyer hat verschiedene Messsignale und ein Reihe von kurzen Musikbeispielen auf die Folien überspielt. Davon wurden dann bei Optimal unter der Aufsicht des Qualitätsmanagers Thorsten Megow Pressstempel erstellt und einige Anpressungen gefertigt. Diese wurden dann in den Emil Berliner Studios messtechnisch und per Gehör bewertet. Um es kurz zu machen: Sidney Claire Meyer konnte in keinem Bereich Vorteile für das DMM-Verfahren nachweisen. Wir werden die Schneideingenieurin der nächsten Woche fragen, ob es möglich ist, auf das spannende Video zugreifen und auch ansonsten am Thema dranbleiben.

Nach dem Video von Sidney Claire Meyer beantwortete Thorsten Megow Fragen zum DMM/Lack-Vergleich
Nach dem Video von Sidney Claire Meyer beantwortete Thorsten Megow Fragen zum DMM/Lack-Vergleich

Direkt im Anschluss interviewte Barry Grint aus den Londoner Air Studios Miles Showell zum Thema Halfspeed-Mastering: Der größte Vorteil sei, dass der Schneidestichel doppelt so viel Zeit habe, die Rille auszuformen wie beim Schnitt mit normaler Geschwindigkeit. Allerdings ist es nicht damit getan, die Bandmaschine mit halber Geschwindigkeit laufen zu lassen. Denn dadurch ändern sich natürlich auch die wiedergegebenen Frequenzen. Die Zeitkonstanten für die Scheideentzerrung, die ansonsten von der RIAA vorgegeben werden, müssen entsprechend angepasst werden. Auch bewährte Peripheriegeräte wie beispielsweise ein DeEsser zur Verminderung störender Zischlaute arbeitet frequenzabhängig, ist also beim Halfspeed-Mastering nicht mehr verwendbar. Miles Showell führte aus, dass er jeden einzelnen S-Laut vor der Überspielung in seiner Digital Audio Workstation (DAW) entschärfe. Auch in Abbey Road verwende er nur seine eigene, nach seinen Anforderungen modifizierte Halfspeed-Schneideanlage.


Barry Grint und Miles Showell im Gespräch über Halfspeed-Mastering
Barry Grint und Miles Showell im Gespräch über Halfspeed-Mastering

Nach seinem Vortrag habe ich ihn dann gefragt, ob ich es richtig verstanden hätte, dass er ausschließlich zuvor digital aufbereitete Signale in die Folie schneide. Er bestätigte, dass das so sei: Nur so könnte er besten Klang aus der Rille garantieren. Das sei wichtiger, als während des gesamten Produktionsprozesses auf der analogen Ebene zu bleiben – zumal fast alle neuen Produktionen heute digital erstellt würden. Wohl als Reaktion auf meine skeptische Miene schlug er vor, eine rein analog erstellte Aufnahme einmal mit seinem System zu schneiden und dann im Studio eine Etage höher bei einem Kollegen, der mit einer rein analogen Schneideanlage arbeite. Wahrscheinlich könne man Thorsten Megow ja für den Vergleich gewinnen, so dass er Anpressungen fertigt, bei denen auf jeder Seite der Scheibe einer der beiden Schnitte zu hören ist. Allerdings finde ich das Projekt viel zu spannend, um es nur einem kleinen Kreis Interessierter zugänglich zu machen. Vielleicht hat die High End Society ja Interesse daran, eine solche LP herausbringen. Der Making-Vinyl-Congress ist augenscheinlich aller bestens dazu geeignet, neue Projekte anzustoßen…

Miles Showell schneidet in Abbey Road Lackfolien mit halber Bandgeschwindigkeit
Miles Showell schneidet in Abbey Road Lackfolien mit halber Bandgeschwindigkeit

Im „Kleine Zaal“ geht es um Marketing
Im „Kleine Zaal“ geht es um Marketing

Im „Van Beinum Zaal“ wurde diese mobile Schneidmaschine vorgeführt
Im „Van Beinum Zaal“ wurde diese mobile Schneidmaschine vorgeführt


Die Vorträge waren durchweg gut besucht
Die Vorträge waren durchweg gut besucht

Die Konferenz ermöglichte auch manch unerwartetes Wiedersehen: Udo Karduck, bei der Pallas unter anderem für die Qualität der Pressstempel verantwortlich ist, hat mit sommelier du son intensiv an den ersten Veröffentlichungen gearbeitet
Die Konferenz ermöglichte auch manch unerwartetes Wiedersehen: Udo Karduck, bei der Pallas unter anderem für die Qualität der Pressstempel verantwortlich ist, hat mit sommelier du son intensiv an den ersten Veröffentlichungen gearbeitet

Es werden wieder Plattenpressen gerfertigt …
Es werden wieder Plattenpressen gerfertigt …

… und nicht nur von einem Hersteller
… und nicht nur von einem Hersteller

Hier gibt es Granulat für Schallplatten in allen Farben. Aber das schwarze soll immer noch am besten klingen
Hier gibt es Granulat für Schallplatten in allen Farben. Aber das schwarze soll immer noch am besten klingen

Auch Spezialpapier für Labels wurde angeboten
Auch Spezialpapier für Labels wurde angeboten

Einfach schön: das Motiv auf einer LP-Tasche
Einfach schön: das Motiv auf einer LP-Tasche

Weitere Informationen

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Donnerstag, 15 Oktober 2026 09:13

Rega Replay

Mit dem neuen Rega Replay macht Rega den Einstieg in die analoge Musikwiedergabe so einfach wie nie zuvor. Über drei Jahre Entwicklungsarbeit und mehr als 50 Jahre Erfahrung im Plattenspielerbau fließen in dieses konsequent auf Klang, Bedienkomfort und Langlebigkeit ausgelegte Modell ein.

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Der in Großbritannien handgefertigte Replay ist in weniger als einer Minute spielbereit und bietet echten HiFi-Klang ohne komplizierte Einstellungen. Einfach auspacken, anschließen und die Lieblingsplatte auflegen. Dank vormontiertem Tonabnehmer, voreingestelltem Tonarm und durchdachtem Plug-and-Play-Konzept steht die Musik sofort im Mittelpunkt. Ob als erster hochwertiger Plattenspieler oder als unkomplizierter Begleiter für langjährige Vinyl-Liebhaber: Der Replay überzeugt mit dynamischem Klang, hoher Detailauflösung und der für Rega typischen Musikalität.

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Key Features

  • Handgefertigt in Großbritannien
  • Plug-and-Play-Konzept, einsatzbereit in unter einer Minute
  • RB110 Präzisionstonarm mit voreingestelltem Bias
  • Werkseitig montierter und perfekt justierter Rega Carbon Tonabnehmer
  • Hochwertiger 24-V-Synchronmotor mit präziser Drehzahlstabilität
  • EBLT-Antriebsriemen für optimale Laufruhe
  • Phänolharz-Plattenteller mit verbessertem Schwungradeffekt
  • Leichtes, hochsteifes Skelettdesign-Chassis
  • Überarbeitetes Entkopplungs- und Füßesystem zur Vibrationskontrolle
  • Staubschutzhaube im Lieferumfang
  • Preis: 350 Euro
  • Liefertermin: voraussichtlich Mitte November 2026

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Vertrieb
TAD Audiovertrieb GmbH
Anschrift Hallwanger Strasse 14
83209 Prien am Chiemsee
Telefon +49 8052 9573273
E-Mail hifi@tad-audiovertrieb.de
Web www.tad-audiovertrieb.de

Weitere Informationen

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Das Magazin meines Kollegen Wojciech Pacuła, highfidelity.pl, und hifistatement.net zeichneten zu den Messen in München und in Warschau traditionell jeweils eine Komponente aus, die uns im vorausgegangenen Halbjahr begeisterte. Da die High End heuer in Wien stattfand, werden wir ab sofort von der Vienna und der Warsaw Edition der Awards sprechen.

Die Wahl des Kollegen fiel auf den Vollverstärker darTZeel Audio CTH-8550 Mk II und er begründete sie so: „Der Klang des darTZeel-Vollverstärkers lässt sich recht einfach beschreiben: Er ist warm, reichhaltig, voll, natürlich und geschmeidig. Ich könnte noch ein paar weitere Adjektive hinzufügen, die ebenfalls zutreffend wären. Wenn wir damit Musik hören, nehmen wir diese Eigenschaften nicht wirklich wahr; sie kommen uns nicht einmal in den Sinn. Und das liegt daran, dass sie etwas schaffen, das weit über sich selbst hinausgeht, etwas, das diese Grenzen überschreitet. Denn die Weichheit und Wärme bedeuten hier einen natürlichen Einstieg in den Klang – seidig, weich und dennoch gut kontrolliert und detailreich. Dieser Verstärker ist also nicht für jeden geeignet; so etwas wie ein „Schweizer Taschenmesser“ gibt es in der Audio-Welt nicht. Wenn Sie jedoch auf der Suche nach der inneren Wahrheit der Musik sind, sollten Sie ihn unbedingt ein einmal probehören. Er kann viele – sogar sehr gute – Anlagen mit separatem Vorverstärker und Endverstärker erfolgreich ersetzen. Dies ist ein Gerät, das uns in eine bessere Welt entführt.“

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Für mich war wieder eine technische Innovation das ausschlaggebende Kriterium. Ich entschied mich also für das Ortofon MC Vertex: „Es ist der erste Tonabnehmer mit einem Diamanten mit Vertex-Schliff. Soweit mir bekannt, ist das der erste neue Nadelschliff seit rund 40 Jahren. Der zeichnet sich durch einen geringeren Abtastradius und einen größeren Kontaktradius aus – und das hört man: Neben allen klanglichen Meriten überzeugt das MC Vertex durch ungemein leise Rillengeräusche. Aber es wär unfair, diesen Aspekt in den Vordergrund zu rücken, da die Entwickler den übrigen Baugruppen dieselbe Sorgfalt angedeihen ließen. Das Vertex ist eines der weltweit besten Tonabnehmersysteme überhaupt: Es liefert auf allen Gebieten ein Quäntchen mehr: mehr Dynamik, mehr Raum, mehr Definition, mehr Durchhörbarkeit, mehr Klangfarben – und macht damit einfach mehr Spaß. Da die enormen Fähigkeiten des großen Ortofon gleichmäßig auf alle Disziplinen verteilt sind, entwickelt es keinen charakteristischen Eigenklang. Es agiert ungemein stimmig und homogen.“

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Die zweiten Statements in High Fidelity dieses Jahres gehen also an den darTZeel Audio CTH-8550 Mk II und den Ortofon MC Vertex. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Die bisherigen Statements in High Fidelity:

2026 VIENNA EDITION

Harbeth Super HL5plus XD2
Wilson Benesch Prime Meridian

2025 POLISH EDITION

SV Audio by Storgaard ß Vestskov Frida
Bladelius Oden Class-A II

2025 GERMAN EDITION

Taiko Audio Olympus XDMI + I/O XDMI
Stenheim Alumine FIVE SX

2024 POLISH EDITION

Ancient Audio Lektor Joy
MSB Technology Cascade DAC

2024 GERMAN EDITION

Norma Audio Electronics REVO CDP-2
Keces S4

2023 POLISH EDITION

J.Sikora KV12 MAX
WestminsterLab Quest und Rei

2023 GERMAN EDITION

Ayon Crossfire Evo
dCS Vivaldi APEX DAC

2022 POLISH EDITION

Crystal Cable Da-Vinci-Serie
Raidho X1t

2022 GERMAN EDITION

Børresen 05 Silver Supreme Edition
Soulnote P-3 SE

2021 POLISH EDITION

Siltech Classic Legend Kabelserie
Thiele TA01

2021 GERMAN EDITION

Ferrum Hypsos
RCM Audio Big Phono

2020 POLISH EDITION

Ayon CD-35 II HF Edition
Transrotor TRA 9

2020 GERMAN EDITION

Gryphon ETHOS
Melco S100

2019 POLISH EDITION

Nordost QPOINT
Audioquest NIAGARA 1000, 5000, 7000, TORNADO, THUNDER, NRG-Z3

Weitere Informationen

  • Flags
    Deutsch English|
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My colleague Wojciech Pacuła’s magazine, highfidelity.pl, and hifistatement.net have traditionally recognised one component at each of the trade fairs in Munich and Warsaw that had impressed us over the previous six months. As High End was taking place in Vienna this year, we will henceforth be referring to the Vienna and Warsaw Edition of the Awards.

My colleague chose the integrated amplifier darTZeel Audio CTH-8550 Mk II and explained his choice as follows: “The sound of the darTZeel integrated amplifier is quite easy to describe: it’s warm, rich, full-bodied, natural, and smooth. I could add a few more adjectives that would also be accurate. When we listen to music with it, we don’t really hear those qualities; they don’t even come to mind. And that’s because they create something much greater than themselves, something that transcends those limitations. … Because the softness and warmth here mean a natural entry into the sound – silky, soft, yet well-controlled and detailed. So this won’t be an amplifier for everyone; there’s no such thing as „swiss knife” in audio. However, if you’re looking for the inner truth of music, you have to give it a listen. It can successfully replace many – even very good – sets with separate preamplifier and amplifier. This is a device that transports us to a better world.”

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For me, once again, technical innovation was the deciding factor. So I opted for the Ortofon MC Vertex: “It is the first cartridge to feature a Vertex diamond. As far as I am aware, this is the first new stylus cut in around 40 years. … It is characterised by a smaller tracking radius and a larger contact radius – and you can hear the difference: alongside all its sonic merits, the MC Vertex impresses with exceptionally low groove noise. But it would be unfair to focus solely on this aspect, as the developers have applied the same level of care to the rest of the components. The Vertex is one of the very best cartridge systems in the world: it delivers that little bit more in every respect – more dynamics, more space, more definition, more transparency, more timbres – and it is therefore simply more fun to listen to. As the immense capabilities of this great Ortofon are evenly distributed across all disciplines, it does not develop any characteristic sound of its own. It performs with remarkable coherence and homogeneity.”

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So, the second Statements in High Fidelity this year go to the darTZeel Audio CTH-8550 Mk II and the Ortofon MC Vertex. Congratulations to the winners!

Previous Statements in High Fidelity:

2026 VIENNA EDITION

Harbeth Super HL5plus XD2
Wilson Benesch Prime Meridian

2025 POLISH EDITION

SV Audio by Storgaard ß Vestskov Frida
Bladelius Oden Class-A II

2025 GERMAN EDITION

Taiko Audio Olympus XDMI + I/O XDMI
Stenheim Alumine FIVE SX

2024 POLISH EDITION

Ancient Audio Lektor Joy
MSB Technology Cascade DAC

2024 GERMAN EDITION

Norma Audio Electronics REVO CDP-2
Keces S4

2023 POLISH EDITION

J.Sikora KV12 MAX
WestminsterLab Quest und Rei

2023 GERMAN EDITION

Ayon Crossfire Evo
dCS Vivaldi APEX DAC

2022 POLISH EDITION

Crystal Cable Da-Vinci-Serie
Raidho X1t

2022 GERMAN EDITION

Børresen 05 Silver Supreme Edition
Soulnote P-3 SE

2021 POLISH EDITION

Siltech Classic Legend Kabelserie
Thiele TA01

2021 GERMAN EDITION

Ferrum Hypsos
RCM Audio Big Phono

2020 POLISH EDITION

Ayon CD-35 II HF Edition
Transrotor TRA 9

2020 GERMAN EDITION

Gryphon ETHOS
Melco S100

2019 POLISH EDITION

Nordost QPOINT
Audioquest NIAGARA 1000, 5000, 7000, TORNADO, THUNDER, NRG-Z3

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Dienstag, 13 Oktober 2026 08:12

darTZeel Audio CTH-8550 Mk II

darTZeel ist ein Schweizer Unternehmen, das 2001 in Genf von Hervé Delétraz gegründet wurde. Der Name ist ein Anagramm des Nachnamens Delétraz. Die Arbeit an den ersten Geräten begann bereits 1984 im Rahmen einer Diplomarbeit, und nach 18 Jahren Forschung wurde 2002 der Leistungsverstärker NHB-108 offiziell vorgestellt.

Es gibt Marken, auf die man viele Jahre warten muss, aber man wartet trotzdem weiter. So war es für mich bei der Marke darTZeel. Zufällig traf ich ihren Gründer, Konstrukteur und Geschäftsführer, Herrn Hervé Delétraz, im ersten Jahr des Bestehens von „High Fidelity“, damals im Jahr 2004. Ein Zufall, aber ein bedeutender. Es geschah auf der ersten Ausgabe der Münchner High-End-Messe, wo ich zuvor ein Treffen mit einer weiteren Koryphäe der Audiowelt – damals bereits eine Legende – vereinbart hatte: Herrn Bé Yamamura. Yamamura-san war ein in Paris lebender japanischer Audio-Entwickler und Musiker, bekannt für den Bau äußerst luxuriöser, maßgefertigter Hornlautsprechersysteme – wie die leistungsstarken „Requiem“- und „Dionisio“-Sets – sowie für Röhrenelektronik, die unter der Marke Yamamura Churchill vertrieben wurde. Außerdem schrieb er für französische Audiozeitschriften. Ich vereinbarte das Treffen mit ihm, um die Kabel von Oyaide und Acrolink kennenzulernen, bei deren Einführung auf den europäischen Markt er damals half. Etwas exzentrisch, aber voller Leidenschaft, fragte er mich nach unserem Treffen, ob ich jemanden Besonderes kennenlernen wolle – jemanden, dessen Verstärker er äußerst hoch schätze. Allerdings, wie er hinzufügte, handele es sich dabei nicht um Röhrenverstärker. Nun, natürlich wollte ich das. So lernte ich Herrn Delétraz kennen.

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Im Jahr 2004 war die Marke darTZeel in der Audiophilen-Branche bereits gut bekannt. Sie hatte Auszeichnungen wie den „Positive Feedback Brutus Award“ gewonnen und von „Stereophile“ Ehrungen für ihre Verstärker erhalten, die sich durch ein innovatives Design ohne globale Rückkopplung auszeichneten. Darüber hinaus stellte das Unternehmen Anfang 2004 auf der T.H.E. Show in Las Vegas seinen ambitionierten Prototyp des Referenzvorverstärkers NHB-18NS vor. Mit einem Wort: „Ein Star war geboren“ … 22 Jahre später fand dieser Verstärker seinen Weg in meine Höranlage. Die Geschichte eines auf Verstärker spezialisierten Unternehmens beginnt in der Regel mit Vollverstärkern, doch bei manchen sieht es anders aus: Ihre Produktpalette beginnt mit einem Endverstärker. Dies war beispielsweise bei Krell der Fall, das zunächst eine Serie von Endstufen auf den Markt brachte, beginnend 1981 mit dem Modell KSA-100; Pass Labs könnte als weiteres Beispiel dienen, da ihr erstes Produkt 1992 die Aleph-0-Monoblöcke waren. Dasselbe galt für darTZeel: Der Vollverstärker kam erst nach dem Vorverstärker auf den Markt.

Der Vollverstärker CTH-8550 wurde 2008 vorgestellt und sollte, wie in den Pressematerialien zu lesen war, trotz seines kompakten, schlanken Gehäuses mit separaten Vor-/Endverstärker-Kombinationen mithalten können. Ein besonderes Merkmal dieses Modells war der Verzicht auf die herkömmliche globale Gegenkopplung in den Ausgangsstufen sowie der Einsatz von lichtabhängigen Widerständen (LDRs) am Eingang zur Quellenauswahl. Der Verstärker stach auch aus einem anderen Grund hervor: der Farbe seines Gehäuses. Die Frontblende war goldfarben – ein Merkmal, das wir bereits von Accuphase-Geräten kannten –, doch das Gehäuse – also der Rest des Gehäuses – fiel durch eine ungewöhnliche rote Farbe ins Auge. Die zweite Generation (Mk II), die 2020 vorgestellt wurde, brachte eine Reihe von konstruktiven Verbesserungen mit sich, darunter ein Aluminiumgehäuse, das Hochfrequenzstörungen (RFI) besser unterdrückte, sowie ein überarbeitetes Netzteil und einen neu gestalteten Phono-Vorverstärkerbereich; das Erscheinungsbild blieb jedoch unverändert.


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Als der CTH-8550 im Jahr 2008 auf den Markt kam, galt er als einer der besten Vollverstärker – nach Meinung vieler sogar als der allerbeste. Als sein Konstrukteur zwölf Jahre später zu dem Schluss kam, dass es noch Verbesserungspotenzial gab, fielen die Änderungen daher gering aus: Ein Aluminiumgehäuse ersetzte das Stahlgehäuse; die Phono-Vorverstärkerschaltung erhielt sechs Dezibel mehr Verstärkung, um MC-Tonabnehmer mit einer Ausgangsspannung unter 0,3 Millivolt besser zu unterstützen; und das Netzteil wurde mit zwei für jeden Kanal unabhängigen Gleichrichterbrücken ausgestattet. Der CTH-8550 Mk II ist ein Vollverstärker mit einer Ausgangsleistung von zweimal 200 Watt (230 Watt Spitzenleistung) an einer 8-Ohm-Last, 330 (360) Watt an einer 4-Ohm-Last und bis zu 400 (500) Watt an einer 2-Ohm-Last (softwaremäßig begrenzt). Der Hersteller beschreibt ihn wie folgt: „Der CTH-8550 beinhaltet alles, was ein Vollverstärker bieten sollte: Kompaktheit, Praktikabilität, Vielseitigkeit, Musikalität, Eleganz und Leistung.“ Auf der Rückseite finden Sie neun Line-Eingänge, darunter sowohl Cinch- als auch XLR-Anschlüsse sowie Zeel-BNC-Buchsen mit einer Impedanz von 50 Ohm. Zwei der Cinch-Paare sind Phono-Eingänge, jeweils separat für MM- und MC-Tonabnehmer. Sie können zunächst eine Basisversion dieses Geräts ohne aktive Phono-Eingänge erwerben und diese Funktion später jederzeit durch das Hochladen einer Datei über den USB-Anschluss des Verstärkers freischalten. Der RIAA-Vorverstärker ist in jedem verkauften Gerät integriert.

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Die Frontplatte ist in gewisser Weise klassisch, aber auch sehr typisch für diesen Hersteller. Es ist ein nettes Detail, dass man die Lautstärke über einen klassischen Drehregler steuern kann. Er hat eine etwas ungewöhnliche Form und Beschriftung – statt „Volume Control“ steht dort: „Pleasure Control“. Er lässt sich mit leichtem Widerstand drehen und es ist ein Vergnügen, ihn zu bedienen. Darunter befinden sich kleine Funktionstasten wie „Mono“ und „Balance“. Der Aufruf des Menüs bietet weitere Optionen – dort kann man beispielsweise den Namen des Geräts ändern. Die gewählte Lautstärke, die Quelle und andere Parameter werden auf einem bernsteinfarbenen „Plasma“-Display angezeigt, wie es der Hersteller beschreibt. Es bietet einen guten Kontrast und die Helligkeit ändert sich auch bei seitlichem Blick nicht merklich. Darunter befinden sich weitere Tasten. Diese dienen zum Umschalten der Eingänge. Die Tasten haben, wie anzumerken ist, eine abgerundete Vorderseite und lassen sich angenehm bedienen. Die gleichen Tasten finden sich auch auf der Fernbedienung. Die goldene Fernbedienung besteht aus Aluminium. Ein interessantes Feature ist der beiliegende spezielle USB-Stick. Er enthält den Vor- und Nachnamen des Besitzers, die Seriennummer des Geräts, die installierte Firmware-Version sowie die Spannungseinstellungen. Diese Daten können dann verwendet werden, um beliebige Firmware- oder Softwareeinstellungen zu ändern. Deshalb „begrüßt“ der Verstärker seinen Besitzer beim Einschalten mit dessen Namen.

Der Verstärker CTH-8550 Mk II arbeitet in Klasse AB, obwohl Herr Hervé Delétraz der Meinung ist, dass es sich genauso gut um ein Gerät der Klasse A oder sogar der Klasse D handeln könnte … Er verwendet keine globale negative Rückkopplung, und die lokale negative Rückkopplung wird auf ein Minimum beschränkt. Die transistorbasierten Ausgangsstufen sind auf beiden Seiten direkt an Kühlkörper angeschraubt. Die Trennung der Stromversorgungen ermöglicht es dem Hersteller, von einer Dual-Mono-Topologie zu sprechen. Das Gehäuse ist sehr steif und fungiert als ein großer Kühlkörper. Im Mittelpunkt des Designs des Geräts steht ein großer Ringkerntransformator von Noratel. Er nimmt den größten Teil des Innenraums ein und versorgt den linken und rechten Kanal der Ausgangsstufe separat mit Spannung. An diesen ist ein kleinerer Ringkerntransformator angeschraubt. Er ist sowohl für den Vorverstärker als auch für die Logikschaltungen vorgesehen – genau wie im Endverstärker verfügt auch hier jeder Kanal des Vorverstärkers über eine separate Sekundärwicklung. Seine Wicklungen sind elektrostatisch abgeschirmt, was eine gegenseitige kapazitive Kopplung verhindert.


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Beim getesteten Verstärker erfolgt die Umschaltung der Eingänge über Chips von Analog Devices. Die Lautstärkeregelung basiert auf einem integrierten Schaltkreis mit einer Widerstandsleiter von Burr Brown, dem PGA23201, kombiniert mit einem optischen Encoder von Elma, der mithilfe von Magneten für das bereits erwähnte angenehme Gefühl beim Drehen des Lautstärkereglers sorgt. Wie der Entwickler sagt, handelt es sich hierbei um „eine äußerst fortschrittliche und teure Lösung, die bisher noch kein anderer Hersteller verwendet hat“. In einer E-Mail von Herrn Delétraz heißt es: „Für das Modell CTH-8550 wollten wir eine Lautstärkeregelungsschaltung finden, die den Klangeigenschaften des NHB-18NS so nahe wie möglich kommt. Wir haben viele verschiedene Lösungen getestet, und in Bezug auf die Klangqualität hat uns diese Schaltung von Burr Brown respektive Texas Instruments am besten gefallen.“

Eines der Add-ons, die man zu einem späteren Zeitpunkt erwerben kann, ist ein Phono-Vorverstärker. Tatsächlich kauft man ihn nicht physisch, sondern schaltet ihn lediglich frei – die Schaltung ist ein integraler Bestandteil des Verstärkers. Man kann zwischen MM- und MC-Eingängen wählen. Ersterer bietet eine Impedanz von 47 Kiloohm, während letzterer die für MCs recht hohe Impedanz von 1 Kiloohm aufweist. Das liegt daran, dass es sich um einen stromgesteuerten Phono-Vorverstärker handelt. Zu seinen Vorteilen zählen die Klangqualität sowie die Tatsache, dass keine Lastanpassung erforderlich ist. Beide Phono-Stufen von darTZeel nutzen die sogenannte Neumann-Korrektur mit einem vierten Korrekturpunkt, zu dem Hervé Delétraz anmerkt: „Tatsächlich ist Neumanns vierter Pol kein echter Pol im eigentlichen Sinne. Es handelt sich vielmehr um eine Korrektur der Hochfrequenzdämpfung, die letztendlich ein Plateau erreicht, so wie es ganz natürlich auch am unteren Frequenzende der RIAA-Korrektur geschieht. Bei niedrigen Frequenzen wird das Signal um 20 Dezibel leiser aufgezeichnet, bevor seine Amplitude allmählich erhöht wird. Bei der Wiedergabe steigt die Verstärkung im Tieftonbereich mit abnehmender Frequenz an, wobei bei 20 Hertz ein Plateau erreicht wird, unterhalb dessen das Signal nicht weiter verstärkt wird, um erstens unerwünschtes Brummen zu vermeiden und zweitens die Resonanzen des Tonarm-Tonabnehmer-Systems nicht zu verstärken. Übrigens wäre es – auch wenn dies nicht der Hauptgrund ist – ohnehin unmöglich, die Verstärkung mit derselben Steigung weiter zu erhöhen, wenn die Frequenz abnimmt, da dies mathematisch zu einer unendlichen Verstärkung bei null Hertz führen würde, was physikalisch unmöglich ist.

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Bei hohen Frequenzen geschieht genau das Gegenteil. Bei der Aufnahme wird die Amplitude des Signals mit steigender Frequenz schrittweise erhöht, bei der Wiedergabe gilt das Gegenteil. Die Standard-RIAA-Kurve sieht zwar zur Vereinfachung eine Dämpfung mit einer Steigung vor, die in etwa -20 Dezibel relativ zum 1000-Hertz-Bereich der Mittelbandkurve entspricht, doch diese Dämpfung wirkt auch bei höheren Frequenzen mit derselben Steigung weiter. Mathematisch würde dies bedeuten, dass bei der Aufnahme die Höhen mit steigender Frequenz immer stärker angehoben werden, und auch hier gibt es eine physikalische Grenze, da der Schneidekopf seine Leistung nicht unbegrenzt erhöhen kann, ohne dass seine Spulen durchbrennen. Aufnahmesysteme sind daher durch einen zusätzlichen Filter begrenzt, das bei etwa 50 Kilohertz ansetzt und oberhalb dessen das Signal nicht weiter angehoben wird.


Das ist alles schön und gut, und jeder wird Ihnen sagen, dass das menschliche Ohr oberhalb von 20 Kilohertz nichts mehr hören kann: Warum also all diese Mühe umsonst auf sich nehmen? Wenn das Signal bei der Aufnahme nicht mehr verstärkt, bei der Wiedergabe jedoch weiterhin gedämpft wird – auch wenn dies als Frequenzgang-Effekt nicht wahrnehmbar ist, da es oberhalb der menschlichen Hörgrenze geschieht –, erzeugt diese Asymmetrie eine Phasendrehung, die zu einer Verringerung der räumlichen Genauigkeit des Stereobildes führt. In einem System, das in der Lage ist, feinste Nuancen wiederzugeben, nimmt man einen gewissen Mangel an „Luft“ in der Wiedergabe wahr, als hätte die Musik weniger „Höhe“. Durch die Anwendung der sogenannten Vierpolkorrektur unterbinden wir die Dämpfung von Frequenzen oberhalb von 50 Kilohertz. Dadurch wird die zuvor induzierte Phasendrehung aufgehoben und das natürliche Gefühl von Luft wiederhergestellt, das ursprünglich in der Aufnahme vorhanden war. Das ist eine lange Erklärung für eine Kleinigkeit, aber jede Kleinigkeit zählt, wenn man der Wahrheit näherkommen möchte – sofern so etwas überhaupt möglich ist.“

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Es sei darauf hingewiesen, dass die Phono-Vorverstärkerschaltung im Modell CTH-8550 aus denselben Gründen, die mit der technischen Komplexität und den Produktionskosten zusammenhängen, nicht vollständig diskret ausgelegt ist, wie dies beim Modell NHB-18NS der Fall ist. Herr Delétraz erklärt, dass er sich nach zahlreichen Vergleichstests dafür entschieden habe, „die hochwertigen professionellen integrierten Schaltkreise“ zu verwenden, wie sie in Mikrofonvorverstärkern zu finden sind. Darüber hinaus habe er eine vollständig diskrete und vollständig passive RIAA-Entzerrungskurve implementiert. Er fährt fort: „Das Ergebnis liegt zwar nicht ganz auf dem gleichen Niveau wie bei unseren Referenzvorverstärker, dem NHB-18NS, ist aber in Bezug auf Klangcharakter und Klarheit diesem sehr ähnlich. Die Ähnlichkeit ist so groß, dass wir beschlossen haben, diese Lösung in den CTH-8550 zu integrieren. Viele eigenständige Phono-Vorverstärker können in dieser Hinsicht nicht mit uns mithalten, worauf wir ziemlich stolz sind.“ Ich möchte hinzufügen, dass die Verarbeitungsqualität des hier getesteten Verstärkers ausgezeichnet ist und die darin verwendeten Bauteile wirklich erstklassig sind. Das Netzteil verfügt über Leclanché-Kondensatoren, im gesamten Gerät kommen Wima-Kondensatoren zum Einsatz, und im Ausgangsbereich Präzisions-Durchsteckwiderstände. Bemerkenswert sind auch die hochwertigen Verbindungen zwischen dem Vorverstärker und dem Ausgangsbereich, die eine Impedanz von 50 Ohm gewährleisten und mit entsprechenden Anschlüssen abgeschlossen sind. Das Gerät verfügt zudem über robuste, vergoldete Cinch- und Lautsprecheranschlüsse.

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So haben wir gehört: Der Vollverstärker darTZeel CTH-8500 Mk II wurde im High Fidelity-Referenzsystem getestet. Er wurde mit meinem zweiteiligen Referenzverstärkersystem verglichen, das aus dem Vorverstärker Ayon Audio Spheris Evo und der Transistor-Endstufe Soulution 710 bestand. Während des Tests stand das Gerät auf eigenen Füßen auf der obersten Carbonfaser-Ebene des Racks „Finite Elemente Pagode Edition Mk II“. Als Quelle für den Vollverstärker verwendete ich den SACD-Player Ayon Audio CD-35 HF Edition. Die Signalübertragung zwischen Player und Verstärker erfolgte über ein Crystal Cable Absolute Dream Cinch-Verbindungskabel, und das Signal an die Lautsprecher wurde über ein Crystal Cable Da Vinci Lautsprecherkabel übertragen. Der Verstärker trieb Harbeth M40.1-Lautsprecher an und wurde über ein Acrolink Mexcel 7N-PC9500 Netzkabel mit Strom versorgt.


Ich gebe zu, dass mein Herz schneller schlug als sonst – und meine Ruheherzfrequenz ist eigentlich recht niedrig –, als ich mich zum ersten Mal vor eine Anlage setzte, in der der Verstärker darTZeel CTH-8550 Mk II spielte. Meine Erwartungen waren extrem hoch. Ich kenne diese Marke von unzähligen Hörsitzungen auf den Münchner High-End-Messen, hatte sie aber noch nie in meinem eigenen Zimmer gehört. Schon in den ersten Sekunden von „I’ve Got a Crush on You“, einem Titel, den Frank Sinatra 1948 auf einer 16-Zoll-Transcription-Disc aufgenommen hatte, wusste ich, dass sich das Warten gelohnt hatte. Ich höre mir diesen Titel schon seit seiner Veröffentlichung durch Legacy, einem Sublabel von Sony Music, im Jahr 2003 an, und ich kann mich daran einfach nicht satt hören. Er ist außergewöhnlich in der „Präsenz“ des Gesangs und in der Art und Weise, wie die hinter ihm liegenden Klangschichten aufgebaut sind – sei es das Orchester, die Trompeten oder das Schlagzeug. Schon bei den ersten Takten wusste ich, dass der Schweizer Verstärker die Musik so natürlich und mühelos wiedergibt, dass man für einen Moment sogar denken könnte, es gäbe darin keine Dynamik, keine Details und keinen Raum. Nach dem Umschalten von fast jedem anderen Gerät wäre das ein kurzer Moment der Desorientierung – ein Moment, der deutlich machen würde, wie anders die Welt durch diesen Verstärker klingt. Denn es gab eine unglaubliche Dynamik, eine außergewöhnliche Detailfülle und eine herausragende – einfach herausragende – räumliche Anordnung der Instrumente auf der Klangbühne.

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Wie bereits erwähnt, präsentiert uns dieses Gerät Musik auf eine Weise, die ihm ganz eigen ist. Es ist ein Klang, der fast warm, seidig, voller Brillanz und von einer inneren Ruhe durchdrungen ist. Deshalb haben wir zunächst das Gefühl, dass uns Elemente fehlen, die andere Verstärker normalerweise betonen, um uns zu beeindrucken. Hier ist es das Gesamtpaket, das beeindruckt. Die Detailfülle, die schiere Menge an Informationen, ist unglaublich. Aus diesem warmen, dichten Klang treten Details hervor, die normalerweise von Studiomonitoren hervorgehoben werden – die sehr präzise sind und daher für den alltäglichen Hörgenuss unerträglich sind. Nehmen wir zum Beispiel die Tatsache, dass bei 0,13 Minuten im Titel „Embraceable You“ aus demselben Album und dann nach Ablauf der zweiten Minute ein Schnitt zu hören ist. Wie ist das möglich? – Es handelt sich um eine Übertragung von einer 78-Schellackplatte; Tonbandaufnahmen gab es damals noch gar nicht …

Die Sache ist die: Das Schnitttechnik gab es schon damals; man spielte einfach ein Fragment einer Aufnahme von einer Acetatplatte ab und dann, an einer bestimmten Stelle, das nächste Fragment von einer zweiten Acetatplatte, wobei alles auf eine dritte Acetatplatte aufgenommen wurde (deshalb klingen viele ältere Aufnahmen so schlecht – sie stammen von mehreren Generationen von Acetatplatten). Diese Schnittstellen sind hörbar; jeder Verstärker macht sie deutlich. Doch das Gerät von Herrn Delétraz leistete etwas, was selbst leistungsstarke Studiomonitore nicht können: Es offenbarte die Absicht der Produzenten, nicht nur den technischen Aspekt dieser Manöver. Der Titel ergab musikalisch einfach Sinn und klang als Ganzes gut.

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Sinatras Gesang bei „I’ve Got…“ war in Bezug auf die „Präsenz“ herausragend – genau der Aspekt, der mich dazu bringt, ihn immer wieder anzuhören und ihn für Tests zu verwenden. Er hatte viel Volumen, das jedoch nicht übertrieben wirkte. Zurückhaltung ist neben Natürlichkeit tatsächlich das zweite Merkmal, das den hier getesteten Verstärker auszeichnet. Der CTH-8550 Mk II pumpt den Klang weder auf, noch bläht er ihn auf. Dennoch füllt er alles aus und schafft ein greifbares musikalisches Bild. Man könnte daher meinen, der Klang würde in diese Richtung leicht „herausstechen“. Das war jedoch nicht der Fall. Die Zurückhaltung, von der ich spreche, ist tatsächlich Teil der Auflösung, die der darTZeel-Verstärker mitbringt. Das hatte ich schon zuvor bei einigen Vollverstärkern gehört, zum Beispiel beim Ypsilon Phaeton Neo oder beim Accuphase E-800S. Eine noch höhere Auflösung als diese beiden Modelle bot der Aavik I-800. Und doch…

Als ich mir die E-Gitarre auf „Cool Jojo“ von „Jojo“ Takayanagi Second Concept anhörte – eine Gibson ES-175 aus dem Jahr 1963, eine Hollow-Body-Gitarre –, konnte ich gar nicht genug davon bekommen. Ich schreibe schon seit der Veröffentlichung der Remaster-Version dieses Albums über diese Musik, denn es handelt sich um eine 14-Bit-Aufnahme, die mit einem experimentellen Diatone-Prozessor (Mitsubishi) auf U-matic-Band erstellt wurde. Eigentlich dürfte sie gar nicht so gut klingen, tut es aber doch. Der getestete Verstärker gab sowohl den Korpus der Gitarre als auch den Verstärker, an den sie angeschlossen war, wieder. Er tat dies auf eine „entspannte“ Art und Weise, dabei jedoch mit voller Kontrolle über den gesamten Frequenzbereich. „Weich“, „warm“, „seidig“ – das sind Begriffe, die oft im Zusammenhang mit Röhrenverstärkern verwendet werden. Und diese Verstärker verlieren fast immer die Kontrolle über den Tieftonbereich, besonders wenn sie stark ausgesteuert und über große Lautsprecher wiedergegeben werden. Das stört beim Musikhören nicht; die Röhren sättigen den Klang schön, so dass die Verzerrung nicht unangenehm ist. Ein Nebeneffekt ist jedoch ein Verlust an Fokus.

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Beim darTZeel ist das nicht der Fall. Alle drei Klangcharakteristika waren während der gesamten Hörsitzung präsent, und doch waren sie kein „Zusatz“ zu etwas anderem – sie existierten sozusagen „für sich allein“. Das heißt, sie beschrieben nichts über sich selbst hinaus, suggerierten keine Überheblichkeit und kaschierten keinen Mangel an Klangschärfe. Letztere ist hervorragend, auch wenn sie anders umgesetzt ist als in den meisten Fällen – auf eine Weise, die ich in meiner eigenen Kette erreicht habe. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch anders gehen kann. Alle drei zuvor erwähnten Geräte sind hervorragend, und der Aavik geht in Sachen Selektivität und Präzision am weitesten. Wenn wir jedoch etwas anderes wollen, etwas mit einem eher „künstlerischen, unkonvetionellen“ Stil, dann ist der CTH-8500 Mk II einfach perfekt für diesen Zweck. Wir wissen also bereits, dass er einen weichen, warmen und greifbaren Klang liefert. Es ist ein Klang, der perfekt kontrolliert und definiert ist. Die Kontrolle liegt hier darin, den Klang auszufüllen und zu einem Abschluss zu bringen, ohne die Ausklingzeiten zu verlängern. Gleichzeitig geschieht dies, ohne sie zu verkürzen, wie es Verstärker mit einem trockeneren Klang oft tun. Hier herrscht Fülle und ein Gefühl der Meisterschaft über das Material. Selbst bei einer anspruchsvollen Veröffentlichung wie Big Band Supreme von der Kenichi Tsunoda Big Band.

Die SACD-Version der Aufnahme hat einen leicht basslastigen Klang, aber genau das ermöglicht es mir zu beurteilen, wie gut die Anlage damit umgeht. Der Schweizer Verstärker gab sie mit einem wunderschön satten und tiefen Klang wieder. Während des gesamten Titels blieb er gelassen, und selbst bei sehr tieffrequenten Schlägen der Trommel oder beim Bass verschwamm die Klangbühne nicht – als hätten diese kurzen, sehr starken Stromspitzen keinerlei Auswirkungen auf den darTZeel. Verstärker ohne globale Rückkopplung lassen diesen Teil des Spektrums meist außer Acht und konzentrieren sich auf den Mitteltonbereich. Der darTZeel behält alles im Blick, den gesamten Frequenzbereich, und bleibt dabei dennoch warm und voll. Interessant war, dass das Gerät den Alben keine eigene Interpretation aufzwang, sondern sie lediglich in diese Richtung lenkte, so dass sie letztendlich mit ihrer eigenen „Stimme sprechen“ konnten. Als ich von Big Band Supreme zu einer Sammlung von ABBA-Singles auf 7-Zoll-Platten wechselte, änderte sich fast alles. Der Klang konzentrierte sich auf den Mitteltonbereich mit angehobenen Höhen um 5–8 Kilohertz. Das liegt daran, dass diese Aufnahmen nun einmal so klingen. Sie sind nicht besonders basslastig; sie betonen eher den oberen Bassbereich und sind dabei besonders selektiv. Und doch bekommt man Gänsehaut, wenn man den Anfang von „Money, Money, Money“ hört. Der CTH-8550 Mk II erzeugt diese Gänsehaut nicht nur, sondern verstärkt sie sogar noch.


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Der Phono-Eingang des Schweizer Verstärkers erwies sich als sehr interessant. Zunächst einmal: Er klingt überhaupt nicht wie eine in einen Line-Vorverstärker integrierte Schaltung, sondern eher wie ein hochwertiges, eigenständiges Gerät. Mir wurde ziemlich schnell klar, dass er besser ist als mein eigener kleiner RCM Audio, den ich immer so sehr geschätzt habe. Und das kommt so selten vor, obwohl ich auch sehr teure Geräte teste. Zweitens erzeugte selbst ein so einfaches Setup wie ein Rega P8 mit einem Denon DL-103R-Tonabnehmer in Kombination mit dem MC-Eingang dieses Verstärkers einen unglaublich farbenreichen Klang, der dennoch präzise war. Interessanterweise hatte ich jedes Mal – egal, ob ich Wes Montgomery mit dem Wynton-Kelly-Trio, Clifford Brown mit Max Roach oder später auch Jean-Michel Jarre hörte – tatsächlich den Eindruck, dass dieser Eingang mehr in Richtung Definition tendiert war als das, was ich mit meinem SACD-Player erreichte. Und das, obwohl es diesem SACD-Player sicherlich nicht an Definition mangelt.

Der Klang dieses Phono-Vorverstärkers lässt sich als voll, farbenreich, unglaublich dynamisch und sehr nah am Geschehen beschreiben. Ja, dies ist genau die Art von Vorverstärker, die die Musik auf greifbare Weise zum Leben erweckt – nicht „irgendwo da draußen“, sondern „genau hier und jetzt“. Mir persönlich gefällt diese Art der Wiedergabe sehr gut; sie gibt mir das Gefühl, direkt vor den Musikern zu sitzen, statt in einem Stadion. Ich weiß jedoch, dass nicht jeder Musik auf diese Weise hört – daher sollten diese Leute sich diesen Phono-Vorverstärker selbst anhören, bevor sie sich zum Kauf entschließen.

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Wenn Sie sich jedoch von Musik und den Emotionen, die sie hervorruft, angezogen fühlen – Emotionen, die Sie gerade erst für sich entdecken, direkt vor Ihren Augen –, dann dürfte die Phono-Stufe des CTH-8550 Mk II absolut ausreichend sein. Es sei denn, man entscheidet sich für den Kauf eines teuren externen Geräts wie beispielsweise den Phono Entzerrer Mk III von Thöress. In jedem anderen Fall wäre dies meiner Meinung nach eine unnötige Ausgabe und eine unnötige Aufblähung des Systems. Der Phono-Vorverstärker im hier getesteten Verstärker ist so dynamisch und so ausgewogen, dass Ihnen die meisten anderen Geräte einfach langweilig erscheinen werden. Allerdings höre ich in diesem Klang keine „künstliche Aufbesserung“ – er klingt einfach so. Er ist klanglich reichhaltig, dynamisch und natürlich. Und obendrein ist er hervorragend definiert. Erwähnenswert ist auch, dass das Gerät Knack- und Knistergeräusche nicht betont – das heißt, es reagiert nicht nervös auf Impulse mit steilen Anstiegszeiten –, dabei ist es jedoch vollkommen transparent, schnell und hervorragend darin, Details herauszuarbeiten.


Zusammenfassung

Der Klang des darTZeel-Vollverstärkers lässt sich recht einfach beschreiben: Er ist warm, reichhaltig, voll, natürlich und geschmeidig. Ich könnte noch ein paar weitere Adjektive hinzufügen, die ebenfalls zutreffend wären. Wenn wir damit Musik hören, nehmen wir diese Eigenschaften nicht wirklich wahr; sie kommen uns nicht einmal in den Sinn. Und das liegt daran, dass sie etwas schaffen, das weit über sich selbst hinausgeht, etwas, das diese Grenzen überschreitet.

Denn die Weichheit und Wärme bedeuten hier einen natürlichen Einstieg in den Klang – seidig, weich und dennoch gut kontrolliert und detailreich. Dieser Verstärker ist also nicht für jeden geeignet; so etwas wie ein „Schweizer Taschenmesser“ gibt es in der Audiowelt nicht. Wenn Sie jedoch auf der Suche nach der inneren Wahrheit der Musik sind, sollten Sie ihn unbedingt einmal Probehören. Er kann viele – sogar sehr gute – Anlagen mit separatem Vorverstärker und Endverstärker erfolgreich ersetzen. Dies ist ein Gerät, das uns in eine bessere Welt entführt.

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Und es hält, was es verspricht – ganz gleich, welche Art von Musik wir hören oder welches Format wir verwenden. Sein unglaublich farbenreicher und dynamischer Klang hat mich bei Sepultura, Clifford Brown, anspruchsvollen Aufnahmen aus der Crystal-Disc-Reihe und sogar bei einer gewöhnlichen polnischen Pressung von Takt überzeugt. Dieses Gerät hat etwas an sich, das die Musik von innen heraus antreibt und jene bessere Welt, von der wir gesprochen haben, in greifbare Nähe rückt. Der Verstärker erhält den Statement in High Fidelity-Award, die Warsaw Edition 2026, der gemeinsam von den Magazinen hifistatement.net und „High Fidelity“ verliehen wird. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Audio Video Show 2026 in Warschau statt.

Gehört mit
Lautsprecher Harbeth M40.1
Lautsprecherständer Acoustic Revive (Sonderanfertigung)
Plattenspieler Rega P6
Tonabnehmer Denon DL-103R
Phonostufe RCM Audio
SACD-Player Ayon Audio CD-35 HF Edition
Vorverstärker Ayon Audio Spheris EVO
Endverstärker Soulution 710
Rack Finite Elemente Master Reference Pagode Edition Mk II
Lautsprecherfilter Spec Real Sound Processor RSP-AZ9EX (Prototyp)
Signal-Kabel Crystal Cable Absolute Dream und Da Vinci, Siltech Triple Crown, Siltech Royal Single Crown, Siltech Triple Crown, Acoustic Revive LAN und USB
Stromversorgung Siltech Triple Crown, Acrolink Mexcel 7N-PC9500, Acoustic Revive Power Reference Triple-C, AC Acoustic Revive RTP-4eu ULTIMATE
Herstellerangaben
darTZeel Audio CTH-8550 Mk II
Nennleistung 200W RMS (230W Spitzenleistung) bei 8Ω, 330W RMS (360W Spitzenleistung) bei 4Ω, 400W RMS (500W Spitzenleistung) bei 2Ω (softwaremäßig begrenzt)
Eingangs-/Ausgangsimpedanz Zeel BNC 50/75Ω, Cinch >30kΩ/75Ω, XLR >30kΩ
Frequenzbereich 2Hz - 200kHz, +0, -3 dB
Signalanstiegszeit <0,8µs
Klirrfaktor (THD) <1% ( Hz–77kHz)
Übersprechen <-90dB (20Hz-20kHz)
Signal-Rausch-Verhältnis >115dB (A) bei Nennleistung
Leistungsaufnahme 3W im Leerlauf, 40W im Standby-Modus, 1000W bei maximaler Leistung
Abmessungen (B/T/H) 440/350/170mm (Tiefe mit Griffen: 415mm)
Gewicht 28kg
Preis ab 40.000 Euro

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

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  • Awards Statement in High Fidelity
Montag, 12 Oktober 2026 09:02

Finest Audio Show Darmstadt

Aus den Deutschen Hifi Tagen, der herbstlichen Messe in Darmstadt, wurden die HiFi Tage Darmstadt. Heuer firmiert die Ausstellung unter dem Namen Finest Audio Show Darmstadt, so die Ankündigung der High End Society Service GmbH, die auch darauf hinweist, dass sie die Show in Kooperation mit den Kollegen von Low Beats ausrichtet.

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Die Messeprofis beschreiben die geplante Veranstaltung so: „Die Messe richtet sich in erster Linie an Endverbraucher und bietet die Gelegenheit, aktuelle Produkte und Technologien verschiedener Hersteller und Marken bei persönlichen Vorführungen kennenzulernen. Lautsprecher, Verstärker, Streaming-Komponenten und weitere HiFi-Lösungen können unter realistischen Bedingungen erlebt und miteinander verglichen werden. Ergänzt wird das Angebot durch die WORLD OF HEADPHONES, die zum Ausprobieren von Kopfhörern und tragbarem Audioequipment einlädt, eine GAMING ZONE mit bestem Sound an der Spielkonsole und einem McLaren-Fahrsimulator sowie eine Plattenbörse. „Mit der WORLD OF HEADPHONES und der GAMING ZONE möchten wir gezielt ein jüngeres Publikum für das Thema Musikerlebnis mit hochwertigem Equipment begeistern und Schritt für Schritt unsere Zielgruppen erweitern", sagt Claudia Kazner, Pressesprecherin der HIGH END SOCIETY Service GmbH. Darüber hinaus erwarten das Publikum weitere Highlights wie das HIGH-END-Kino von Audio Reference mit 40 Plätzen sowie ein Golfsimulator beim Aussteller Leica.

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Im Mittelpunkt der Messe steht der persönliche Austausch: Besucher können mit Herstellern, Vertrieben, Fachhändlern und Branchenexperten ins Gespräch kommen, Fragen stellen und sich umfassend über Produkte und Lösungen für die eigene Musikwiedergabe informieren. Gleichzeitig bietet die FINEST AUDIO SHOW Fachbesuchern eine Plattform, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Gespräche mit Branchenpartnern zu führen.

Mit dem darmstadtium setzt die FINEST AUDIO SHOW auf einen bewährten Standort. Bereits in den vergangenen Jahren fanden hier erfolgreiche HiFi-Messen statt, die zahlreiche Besucher aus der Region und darüber hinaus anzogen. Kooperationspartner in Darmstadt ist LowBeats: Das Online-Magazin kennt die HiFi-Szene der Region seit Jahren und bringt seine Branchenkenntnis und redaktionelle Erfahrung in die Messe ein.

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Diese Marken werden vertreten sein: Accuphase, Analog-Tools, Analogtage, Ansuz, AP-Elektroakustik, Aries Cerat, Artvovion, ATC, Atlantic Labs, ATOLL Electronique, Audes, Audio Physic, AUDIUM, Aurender, Avantgarde Acoustic, AVID, AVM, Ayon Audio, Backes & Müller, Bergmann, Birkenfeld Audio, Bladelius, Bluesound, Bowers & Wilkins, Braun, BRICASTI, Brodmann, Burmester, Cambridge Audio, Canton, Cayin, Celexon, Clearaudio, DALI, Dan Clark Audio, Dan D'Agostino Master Audio Systems, dCS, Denon, Deutsch-Acoustics, Dynaudio, Dynavector, Ecoute, ELAC, Elipson, EMT + Garrott Brothers, Eversolo, Fezz, Final, FOSTEX, Genelec, Gold Note, Goldring, Grell, HANNL, Harman/Kardon, Helmut Thiele, HiFiMAN, Humminguru, iFi, in-akustik, INKLANG, J. Sikora, JVC, Keces, KEF, KSDigital, LAB12, Lehmannaudio, Leica, Loewe, Lotoo, Lumagen, Luxman, Luxsin, Lyric, Magaudio, MAGNEPAN, MalValve, Marantz, Matter, McIntosh, Meze Audio, MILLENNIA Imersive, Monitor Audio, MOON, MSB, Music Hall, MUSICAL FIDELITY, myHRTF, NAD, Naim, Nakamichi, Neoson, NESSIE, Nordost, NU-VISTA, Nubert, Ortofon, Ø-Audio, Palma, Panamorph, Pantheone, Perlisten, Phono.logic, Platine Verdier, Pro-Ject, ProAc, PS Audio, Pylon Audio, Raal, Revox, RME, ROOM's Audioline, Rotel/Michi, Sendy Audio, Sennheiser, Sharkwire, Shunyata, SME, Sonitus, Sonoro, Sonus Faber, SPL, Stax, Stenheim, T+A, Technics, Thorens, Torus Power, Transrotor, Uwe Flocke Restauration, Velodyne Acoustics, VERDIER, Vertere, ViaBlue, Vienna Acoutics, VPI, VTL, Warwick Acoustics, Weiss, Westend Audio Systems, WiiM, Wilson Audio, Yamaha, Yomei, Ypsilon, Zingali, Zähl

Der Eintritt ist wie bisher frei.

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Die Termine

Samstag, 17.10.2026: 10 – 18 Uhr
Sonntag, 18.10.2026: 10 – 17 Uhr

Der Veranstaltungsort

darmstadtium
Schlossgraben 1,
64283 Darmstadt

Der Veranstalter

HIGH END SOCIETY Service GmbH
Vorm Eichholz 2g
42119 Wuppertal
Telefon: +49 202 702022
E-Mail: info@highendsociety.de
www.highendsociety.de

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Weitere Informationen

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Freitag, 09 Oktober 2026 08:37

IsoAcoustics GAIA Neo I

Erinnern Sie sich noch? Es ist bereits eine ganze Weile her, da haben Hifi-Fans ihre Lautsprecher auf Tennisbälle gestellt, um einen besseren Klang aus ihnen herauszukitzeln. Oder sie haben abenteuerliche Selfmade-Konstruktionen gebastelt, auf denen die vielleicht nicht ganz highendigen Schallwandler platziert wurden.

Das ist lange her und in der Zwischenzeit hat sich in Sachen Lautsprecher-Füße einiges getan. Es gibt eine große Zahl an Herstellern, die Basen, Spikes oder Ständer mit unterschiedlichen Konzepten und Materialien produzieren, um den Klang von Hifi-Anlagen zu verbessern. Ich bin ausgesprochen zufrieden mit der Performance meiner Consensus CRT Spikes, die der viel zu früh verstorbene Stefan Fekete eigens für seine Lautsprecherlinie entwickelt hat. Deswegen habe ich einem Test der gut beleumundeten Isolatoren – so werden die Füße vom Entwickler bezeichnet – von IsoAcoustics entspannt entgegengesehen. Was soll sich schon großartig ändern? Meine Lautsprecher fühlen sich auf ihren spitzen Füßen äußerst wohl und beweisen das seit vielen Jahren in meinem Set-up. Sie klingen für meine Ohren richtig gut!

Doch der Reiz, etwas Neues auszuprobieren, ist nach vielen Messen und Gesprächen mit Gleichgesinnten und Fachleuten immer stärker geworden und so habe ich meinem Kollegen Dirk Sommer vorgeschlagen, die GAIA Neo-Füße von IsoAcoustics für Hifistatement zu testen. Ein Anruf bei Jan Sieveking, der vor zwei Jahren den Vertrieb der kanadischen Produkte übernommen hat, schon waren die Probanden auf den Weg nach Hamburg.

IsoAcoustics-Gründer Dave Morrison startete seine berufliche Karriere in Radio- und Fernsehstudios. Mehr als 20 Jahre lang plante und realisierte Morrison zahlreiche Studios für die Canadian Braodcast Corporation. Er war unter anderem bei der Entwicklung eines der größten Multi Media Centers weltweit mit Studios für Theater, Musik, Film, Sounddesign, Radio und Fernsehen involviert.

Für den Studiobereich entwickelte der Tüftler dann auch seine ersten Isolatoren. Jan Sieveking hat eine Geschichte dazu parat: „Morrison hatte festgestellt, dass die gleichen Abhörmonitore in verschiedenen Aufnahmestudios der öffentlich-rechtlichen Sender unterschiedlich klangen, je nach Mischpult, Beschaffenheit des Raumes und des Fußbodens. Die Konsequenz daraus war, dass die Aufnahmen in unterschiedlichen Studios anders abgemischt wurden. Mit dieser Erkenntnis hat Morrison seine experimentellen Studien zur Entwicklung von Isolatoren begonnen und sie schließlich auf den Markt gebracht.“

Nach der erfolgreichen GAIA-Serie für den audiophilen Bereich ist mittlerweile die runderneuerte GAIA Neo-Serie auf dem Markt, die hier Gegenstand meiner akustischen Untersuchungen sein soll. Die hochwertig verarbeiteten und geschmackvoll designten Lautsprecherfüße gibt es in drei Modellvarianten, die sich in Größe und Tragfähigkeit unterscheiden. GAIA I trägt Lautsprecher bis zu 100 Kilogramm, GAIA II bis zu 55 Kilogramm und GAIA III bis 32 Kilogramm. Der Hersteller empfiehlt, unbedingt das von der Tragfähigkeit geeignete Modell für das entsprechende Gewicht des Speakers zu verwenden. Auf der Website von Sieveking Sound gibt es dafür einen Produktfinder, der die Suche nach dem passenden Produkt erleichtert. „Ein größeres Modell mit höherer Tragkraft sorgt auf keinen Fall für ein besseres Klangerlebnis“, erklärt Sieveking die Wichtigkeit der Auswahl. Die GAIA Neo sind wahlweise im edlen Dark Chrome oder im halbmatten Schwarz zu haben.

Mit der Verpackung kann sich IsoAcoustics beim Design-Wettbewerb für den Red Dot Award bewerben. Alle Teile sind klar beschriftet und übersichtlich angeordnet
Mit der Verpackung kann sich IsoAcoustics beim Design-Wettbewerb für den Red Dot Award bewerben. Alle Teile sind klar beschriftet und übersichtlich angeordnet


Für meine 70 Kilogramm schweren Consensus Conspiracy Speaker hat mir der Vertrieb folgerichtig die GAIA Neo I zugeschickt. In den zwei schicken vierer-Boxen befinden sich neben den Isolatoren Gewindeadapter mit den Maßen M12-1,25, M8-1,25 und ¼‘‘-20. Außerdem sind vier sogenannte Compression Washer dabei. Das sind flache Druckscheiben, die für eine optimale Anbindung der Isolatoren an den Boden des Lautsprechers sorgen, wenn die eingelassenen O-Ringe nicht den nötigen Kontakt haben, weil sie im Durchmesser zu groß sind. Dann gibt es vier Untersetzer aus Kunststoff, die man nach dem Anbringen unter die IsoAcoustics setzt, um die Lautsprecher auf dem Teppichboden leichter in ihre richtige Position zu schieben. Auch für den Fall, dass sie auf dem glatten Boden stehen, ist mit vier Filzpads Vorsorge getroffen. Die können bei Bedarf auf die Unterseite der Kunststoffuntersetzer geklebt werden. So können die Lautsprecher positioniert werden, ohne den Boden zu beschädigen. „Aber Vorsicht, die Filzpads dürfen auf keinen Fall unter die Füße geklebt werden, sonst können sich die an der Unterseite leicht konkav geformten Isolatoren nicht wie gewünscht sanft am Boden festsaugen, um ein Verrutschen der Lautsprecher zu verhindern “, warnt Jan Sieveking.

Wenn der geeignete Gewindestift im Lautsprecher befestigt ist, wird der Isolator auf das Gewinde geschraubt, bis der Gummiring gegen die Unterseite des Lautsprechers gedrückt wird
Wenn der geeignete Gewindestift im Lautsprecher befestigt ist, wird der Isolator auf das Gewinde geschraubt, bis der Gummiring gegen die Unterseite des Lautsprechers gedrückt wird

Die Montage der Isolatoren ist dank der präzisen – englischsprachigen – Anleitung ein Kinderspiel. Zuerst wird der Adapterstift mit dem passenden Gewinde an der Unterseite des Lautsprechers befestigt. Darauf werden anschließend die GAIA-Füße geschraubt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Logo nach vorn oder nach hinten zeigt. Warum, das erkläre ich später. Damit die Lautsprecher korrekt ausgerichtet werden können, hat sich Dave Morisson bei den GAIA Neos etwas Neues einfallen lassen. Der mechanische Aufbau ist ein wenig verändert worden und es gibt einen zusätzlichen Drehring für die Höhenverstellung um bis zu 8,5 Millimeter, mit dem der Stand ganz geschmeidig und genau eingestellt werden kann. Die gesamte Prozedur des Anbauens und Ausrichtens dauert keine 15 Minuten.

Von den technischen Veränderungen bei den GAIA Neo-Isolatoren gegenüber den GAIA-Vormodell habe ich bereits gesprochen. Über viele Jahre galt das feste Ankoppeln von Lautsprechern mit Spikes als optimale Lösung, bei der diese die Schwingungen, die die Chassis über das Gehäuse transportieren, in den Boden ableiten. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass ein Teil der Energie vom Boden über die mechanische Verbindung wieder zurückgeleitet wird. Das Ergebnis: Es können Details bei der Musikwiedergabe überdeckt, die Präzision des Basses sowie das Klangbild beeinträchtigt werden. Dave Morris hat bei seinen Untersuchungen herausgefunden, dass das Beherrschen dieser internen Reflexionen entscheidend für den Erhalt von Klarheit, Präzision und räumlicher Musik ist.

Da sich die Membranen von Lautsprechern in der Regel vorwärts und rückwärts bewegen sind die IsoAcoustic-Füße so konstruiert, dass sie entlang dieser Achse eine kontrollierte Nachgiebigkeit zulassen und zugleich überflüssige Bewegungen in andere Richtungen verhindern. „IsoAcoustics Isolatoren kombinieren eine harte Ankopplung, die nur lateral wirkt und das Schwingen der Membran von vorne nach hinten und umgekehrt bedämpft“, sagt Jan Sieveking. Aus diesem Grund ist auch die Ausrichtung der GAIA Neo beim Anschrauben wichtig. In der Bedienungsanleitung wird explizit darauf hingewiesen, dass das Logo der Isolatoren stets in die Richtung zeigen, in die die Membranen sich bewegen. Die Entwickler von IsoAcoustic beschreiben die Wirkungsweise so: Durch die korrekte Ausrichtung kann die interne Geometrie die Energie auf der Achse steuern und gleichzeitig dazu beitragen, dass die Wiedergabe der Lautsprecher stabil bleibt.


Die GAIA Neo I kommen in Dark Chrome sehr edel daher. Der eingelassene schwarze Gummiring dient zur Ankopplung an den Lautsprecher
Die GAIA Neo I kommen in Dark Chrome sehr edel daher. Der eingelassene schwarze Gummiring dient zur Ankopplung an den Lautsprecher

Wie zuvor erwähnt, gibt es die GAIA Neo-Füße in drei Gewichtsklassen. Das macht Sinn, weil die Dämpfungsleistung von der Belastung durch die Lautsprecher abhängig ist. Wenn also ein Isolator zu wenig Gewicht trägt, dann kann es sein, dass sein Dämpfungssystem zu steif bleibt, um entstehenden Schwingungen zu bedämpfen. Andererseits kann bei Überlastung die Leistung nachlassen, weil das Dämpfungssystem außerhalb des vorgesehenen Betriebsbereichs arbeitet. Insofern ist die Wahl des korrekten GAIA-Modells ein wesentlicher Bestandteil für eine verbesserte Performance der Lautsprecher.
Soweit die technischen Eräuterungen über die Funktionsweise, aber entscheidend ist natürlich, wie die GAIA Neo I sich in der Praxis bewähren und ob sie eine positive Wirkung auf die Musikwiedergabe meiner Consensus-Lautsprecher haben.

Durch die unterschiedlichen Gewindestifte hat der Benutzer genügend Optionen, um die passende Maße für seinen Lautsprecher zu finden
Durch die unterschiedlichen Gewindestifte hat der Benutzer genügend Optionen, um die passende Maße für seinen Lautsprecher zu finden

Ich starte ganz entspannt mit einer meiner Lieblingsplatten. Dexter Gordons Go ist eines der Highlights aus dem Blue Note-Katalog. Wer schon einmal zu mitternächtlicher Stunde in einer Jazz-Bar in Manhattan bei einem Drink das wunderbare „I guess I‘ll hang my tears out to dry“ im Hintergrund hören durfte, der weiß, was für eine intensive Stimmung Gordon mit seinen Mitspielern Sonny Clark, Butch Warren, und Billy Higgins erzeugen kann. Ich hatte dieses Glück. Diese Stimmung habe ich im Kopf, wenn ich mein hervorragendes Reissue von Music Matters, MMBST-48112, auflege. Was dann passiert, überrascht mich. Wow, denke ich. Das ist eine starke Performance. Gordons Saxofonspiel ist so klar, präzise und emotional, der Bass von Butch Warren steht wie eine Eins und das Drum-Spiel von Billy Higgins ist einfach perfekt. Da ist sofort eine positive Veränderung gegenüber meinen Consensus-Spikes hörbar, die für mich bisher das Maß der Dinge waren.

Jetzt muss meine Referenz ran: Rickie Lee Jones mit „Chuck E.’s in love“ von ihrem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1979. Ohne sie geht kein Test. Ich weiß ja, wie knackig die Westerngitarre von Buzzy Feiten loslegt, aber der Punch, den ich jetzt erlebe, ist neu. Ich habe den Eindruck, dass das Stück noch losgelöster ist und die Drumsticks von Steve Gadd definitiv freier durch die Luft wirbeln. Es liegt wohl daran, dass die GAIA Neo-Füße die reflektierenden Schwingungen tatsächlich fernhalten und somit die Musik freier aufspielen kann. Ganz wichtig zu erwähnen ist, dass sich die Tonalität nicht verändert. Es spielt alles so, wie es soll – nur überall ein bisschen klarer und offener.


Gerade ist eine Platte erschienen, auf die ich lange gehofft, aber nicht mit ihrem Erscheinen gerechnet habe. Donald Fagens Kamakiriad. Aufmerksame Hifistatement-Leser werden bemerken, dass in meinen Berichten stets ein Song von Steely Dan oder Donald Fagen dabei ist. Das ist für mich einfach großartige Songschreiber-Kunst gepaart mit herrlich vertrackten Arrangements und großartigem Klang. Das Mastering von Krieg Wunderlich ist großartig und Mobile Fidelity hat bei der 45er Überspielung hervorragende Arbeit geleistet. „Trans-Island Highway“ ist ein typisches Fagen-Kleinod. Es geht um eine Reise in die Zukunft mit seinem Traumauto – dem Kamakiri. Ich ertappe mich dabei, wie ich sofort mit den Fingern schnippe, weil der Rhythmusgitarre zackig und mitreißend ist. Ein sehr detailreicher und konturierter Bass durchdringt den Raum. Die – natürlich digitale – Aufnahme ist extrem dynamisch und die Lautsprecher inklusive der GAIA Neos bringen das ungebremst rüber. Die springt mich an und ich habe das Gefühl, als wenn ich bei den Aufnahmesessions im New Yorker River Sound Studio gewesen wäre.

In den Berliner LowSwing Studios von Produzent Guy Sternberg entstehen regelmäßig hervorragende Alben. Unter anderem von dem Sänger und Multiinstrumentalisten Alon Lotringer. Die rein analog aufgenommene Platte bietet in musikalischer und klanglicher Hinsicht einen hohen Klanggenuss. Der Song „The Moments That I Couldn’t Beat“ beginnt mit Lotringers sehr präsenten Gesangstimme, die mich sofort einnimmt. Eine besondere innere Ruhe zeichnet den Song aus. Ich gewinne den Eindruck, dass die Isolatoren alles eliminieren, was die Harmonie und Schönheit der Darbietung stören könnten. Die Klarinette von James Scannell klingt unfassbar realistisch, so habe ich sie bisher noch nicht wahrgenommen. Die Musik fließt so entspannt durch den Raum, dass ich sie einfach genieße und die Scheibe bis zum Ende durchhöre.

Die Isolatoren von IsoAcoustics haben mich mit ihrer Performance überrascht. Bisher bin ich ein Vertreter der Spike-Fraktion und wenn die Probanden den Rückweg zum Vertrieb antreten, werden die spitzen Consensus-Füße auch wieder unter die Speaker geschraubt. Festzuhalten bleibt aber, dass die Wirkung der GAIA Neo I auf die Wiedergabe nicht nur marginal war. Im Gegenteil: Verbesserung der Stereoabbildung, straffer und präziser Bass, mehr Tiefe, Räumlichkeit, klare Fokussierung – all diese Einzelelemente führen schließlich zu einer Gesamtperformance, die nicht nur überzeugen, sondern viele Highender glücklich machen kann.

Prima Idee: Die Kunststoff-Unterleger werden nach der Installation unter die Füße gelegt, damit man die Speaker auf dem Teppich positionieren kann. Um die Lautsprecher auf hartem Boden zu bewegen, können Filzpads auf die Kunststoffteile geklebt werden
Prima Idee: Die Kunststoff-Unterleger werden nach der Installation unter die Füße gelegt, damit man die Speaker auf dem Teppich positionieren kann. Um die Lautsprecher auf hartem Boden zu bewegen, können Filzpads auf die Kunststoffteile geklebt werden

STATEMENT

Wer bereits eine gut klingende Hifi-Anlage hat, aber sich nicht scheut, etwas Neues auszuprobieren, dem kann ich wärmstens empfehlen, sich die IsoAcoustics-Füße unter seine Lautsprecher zu schrauben. Ich bin sicher, dass der eine oder andere GAIA Neo-Tester die technisch durchdachten und bestens verarbeiteten Füße in seinem Set-up belassen wird.
Gehört mit
Plattenspieler brinkmann LaGrange mit beheiztem Tellerlager
Tonarm TW-Acustic Raven 10.5, brinkmann 12.1, Schwietzer 12.1
Tonabnehmer Kondo IO-M, Fuuga, brinkmann EMT ti
Phonostufe brinkmann Edison MK II
Übertrager Consolidated Audio Silber
Vorstufe brinkmann Marconi mk II
Endstufen brinkmann Mono
Lautsprecher Consensus Conspiracy
Kabel Kondo Theme LS-41, HMS Suprema, HMS Grand Finale Jubilee, Cardas Clear Beyond, Kondo KSL-LPz, Breuer, Aqvox LAN Edge
Zubehör Copulare Rack, Acapella Fondato Silenzio, HMS Energia 4/3, Prime Mini 5, AHP-Klangmodul IV G, Furutech Wandsteckdose, Synergistic Research Active Ground Block SE, Plattenwaschmaschine Levar Amano
Herstellerangaben
GAIA 3 Neo
Durchmesser 5,6 cm
Höhe 4,5 cm
Max. Belastbarkeit 32 kg
Preis 4er-Set Dark Chrome 299 €, Schwarz 299 €
Im Lieferumfang enthalten Gewindeadapter in den gängigsten Größen M6-1.0, M8-1.25 und ¼-20
Herstellerangaben
GAIA 2 Neo
Durchmesser 6,5 cm
Höhe 5 cm
Max. Belastbarkeit 55 kg
Preis 4er-Set Dark Chrome 450 €, Schwarz 450 €
Im Lieferumfang enthalten Gewindeadapter in den gängigsten Größen M6-1.0, M8-1.25 und ¼-20
Herstellerangaben
GAIA 1 Neo
Durchmesser 7,7 cm
Höhe 5,2 cm
Max. Belastbarkeit 100 kg
Preis 4er-Set Dark Chrome 700 €, Schwarz 699 €
Im Lieferumfang enthalten Gewindeadapter in den gängigsten Größen M6-1.0, M8-1.25 und ¼-20

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

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  • Social Introtext Erinnern Sie sich noch? Es ist bereits eine ganze Weile her, da haben Hifi-Fans ihre Lautsprecher auf Tennisbälle gestellt, um einen besseren Klang aus ihnen herauszukitzeln. Oder sie haben abenteuerliche Selfmade-Konstruktionen gebastelt, auf denen die vielleicht nicht ganz highendigen Schallwandler platziert wurden.
Donnerstag, 08 Oktober 2026 00:01

Matrix Audio SU-1

Der Matrix Audio SU-1 ist ein professionelles USB-Isolations- und Entstörgerät für hochwertige HiFi- und AV-Anwendungen. Durch den Einsatz einer galvanischen USB-Isolation zwischen Host- und Endgerät wird die elektrische Verbindung zwischen Sende- und Empfangsseite vollständig unterbrochen.

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Der SU-1 vereint drei zentrale Funktionen: die vollständige elektrische Isolation von USB-Ein- und -Ausgängen, vielseitige Ein- und Ausgangsschnittstellen für die gemeinsame Nutzung mit mehreren Geräten sowie eine mehrzügige, linear geregelte Stromversorgung. Dadurch verbessert der SU-1 wirkungsvoll den Signal-Rausch-Abstand des gesamten Systems. Masseschleifen werden unterbrochen und daraus resultierende Störgeräusche beseitigt. Gleichzeitig werden Übertragungsfehler reduziert und feinste Klangdetails besser hörbar. Darüber hinaus schützt die galvanische Isolation angeschlossene Geräte vor möglichen Schäden durch Überspannungen und Spannungsspitzen, beispielsweise infolge eines Blitzeinschlags.

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Der SU-1 wurde speziell für anspruchsvolle Audio- und Videoanwendungen entwickelt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Netzteildesign, der Auswahl hochwertiger Bauteile sowie der präzisen Verarbeitung des Gehäuses.

Technische Ausstattung im Überblick

  • umfassende Unterstützung von USB Type-A, Type-B und Type-C
  • 3 Eingänge und 2 Ausgänge zur flexiblen Nutzung mit mehreren Geräten
  • optimierte USB-Übertragungsimpedanz zur Minimierung von Signalverlusten, Verbesserung der Signalqualität und Erhöhung der Verbindungsstabilität
  • erweiterte USB-Übertragungsdistanz: Gesamtlänge von Ein- und Ausgangskabel zusammen bis zu 8 Meter
  • lineares Netzteil mit vollständig vergossenem Ringkerntransformator
  • besonders rauscharmer 5V-/1A-Stromausgang
  • Statusanzeige auf der Frontseite zur direkten Kontrolle des Betriebszustands
  • vollständig CNC-gefrästes Gehäuse aus Aluminiumlegierung
  • Abmessungen: 120 mm (B) × 205 mm (T) × 44 mm (H)
  • Gewicht: 1,58 kg
  • UVP: 900 Euro

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Über Matrix Audio

Matrix Electronic Technology Co., Ltd. wurde 2006 in China von drei befreundeten Audioenthusiasten gegründet, die ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik und hochwertige Wiedergabetechnik zum Unternehmenszweck machten. Von Beginn an setzte das Unternehmen auf eigene Forschung und Entwicklung, verbunden mit dem Anspruch, sämtliche Bereiche der Produktentwicklung – von der Hardware über die Firmware bis zur Steuerungs-App – im eigenen Haus zu kontrollieren.

Als sich die Musikwiedergabe zunehmend von physischen Tonträgern hin zu vernetztem Streaming verlagerte, positionierte sich Matrix Audio früh als Anbieter Streaming-orientierter High-End-Komponenten. Die selbst entwickelte Plattform MA Player bildet dabei bis heute das technische Rückgrat nahezu aller Netzwerkgeräte des Herstellers und steuert Wiedergabequalität, Formatunterstützung sowie den Aufbau lokaler Musikbibliotheken.

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Bekannt wurde Matrix Audio vor allem durch seine Element-Serie, die die technologische Speerspitze des Herstellers bildet und unter anderem die Modelle Element S, Element P2, Element I2 sowie Element X2 umfasst – hochwertige Streamer und Verstärker für anspruchsvolle Hörumgebungen. Mit der mini-i-Serie, zu der auch der aktuelle mini-i Pro 4 zählt, adressiert das Unternehmen zusätzlich Nutzer, die eine kompakte All-in-one-Lösung für Schreibtisch, Regal oder Wohnzimmer suchen, ohne auf audiophile Ansprüche zu verzichten.

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

Weitere Informationen

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Mittwoch, 07 Oktober 2026 03:11

Canor Essential Line: Crius H5S

Mit dem Crius H5S schlägt CANOR Audio ein neues Kapitel auf. Das kompakte Audiogerät ist das erste Modell der neuen Essential Line und vereint gleich drei zentrale Funktionen in einem Gehäuse: High-End-Kopfhörerverstärker, DAC und vollsymmetrischer Vorverstärker.

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Mit der Essential Line erweitert CANOR sein Portfolio um Produkte, die den charakteristischen Anspruch der slowakischen HiFi-Manufaktur an Klangqualität, Konstruktion und Verarbeitung in eine neue, kompaktere Geräteklasse übertragen. Die Serie richtet sich insbesondere an Musikliebhaber, die den Einstieg in hochwertiges Audio suchen, dabei aber bei den entscheidenden Punkten keine Kompromisse eingehen möchten.

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Der Crius H5S wurde dabei konsequent als hochwertige Desktop-Lösung entwickelt. Im Mittelpunkt steht eine aufwendige, vollständig diskret aufgebaute Schaltung. Operationsverstärker und Koppelkondensatoren kommen im Signalweg nicht zum Einsatz. Das Ziel: eine saubere, detailreiche und transparente Wiedergabe bei gleichzeitig hoher Flexibilität.

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Auch die Digital-Analog-Wandlung ist aufwendig ausgeführt. Im Crius H5S arbeiten zwei ESS ES9039Q2M, wobei jedem Kanal ein eigener Wandlerchip zur Verfügung steht. Der DAC ist damit konsequent im Dual-Mono-Aufbau realisiert. Symmetrische und unsymmetrische Anschlussmöglichkeiten sorgen für eine flexible Einbindung in unterschiedliche Audiosysteme. Zusätzlich steht ein symmetrischer Bypass-Modus zur Verfügung.

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Ein weiteres technisches Highlight ist der integrierte Kopfhörerverstärker. Eine adaptive Bias-Schaltung verbindet die klanglichen Eigenschaften von Class A und Class AB.

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Mit einer Ausgangsleistung von bis zu 4 Watt ist der Crius H5S auch für anspruchsvolle dynamische und magnetostatische Kopfhörer ausgelegt. Direkt an der Gerätefront stehen vier Kopfhörerausgänge zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem ein symmetrischer 4-poliger XLR-Anschlusssowie ein 4,4-Millimeter-Anschluss. Damit lässt sich eine große Bandbreite unterschiedlicher Kopfhörermodelle ohne zusätzliche Adapter anschließen.

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Der Crius H5S verbindet damit drei Funktionen, die in einer hochwertigen Desktop- oder kompakten HiFi-Anlage häufig separat realisiert werden:

  • High-End-Kopfhörerverstärker
  • Dual-Mono-DAC
  • vollsymmetrischer Vorverstärker

Trotz der kompakten Abmessungen bleibt CANOR seiner typischen Designsprache und seinem konstruktiven Anspruch treu. Der Crius H5S bildet zugleich den Auftakt der neuen Essential Line und reagiert auf die wachsende Nachfrage nach hochwertigen, leistungsfähigen und platzsparenden Audiolösungen. Der CANOR Crius H5S wird voraussichtlich ab November 2026 verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.900 Euro.

Herstellerangaben
Canor Essential Line: Crius H5S
  • Ausgangsleistung Kopfhörer (symmetrisch): 4W @ 30Ω, 500mW @ 300Ω
  • Ausgangsleistung Kopfhöer (unsymmetrisch): 1W @ 30Ω, 130mW @ 300Ω
  • Verstärkungseinstellungen für Cinch-Ausgang: -6dB / 0dB / +5 dB
  • Verstärkungseinstellungen für XLR-Ausgang: 0dB / + 6dB / + 11dB
  • Kopfhörer Ausgänge:
  • Symmetrische Kopfhörerausgänge: 4-poliger XLR-Anschluss, 4,4-mm-Klinkenstecker
  • Asymmetrische Kopfhörerausgänge: 6,3-mm-Klinkenstecker, 3,5-mm-Klinkenstecker
  • Dynamikbereich (digital): 128 dB (A-bewertet)
  • Dynamikbereich (XLR): 115 dB (A-bewertet)
  • Frequenzbereich (max. -3dB) : 2Hz - 150kHz (Vorverstärker)
  • Ausgangsimpedanz: < 0,02 Ω
  • THD (Vorverstärker); < 0,0006% / 2V
  • THD (Kopfhörerverstärker + Vorverstärker); < 0,003% bei 500mW / 30Ω
  • Signal-Rausch-Verhältnis (digital): > 128dB (A-bewertet)
  • Signal-Rausch-Verhältnis (analog): > 114 dB (A-bewertet)
  • DAC-Konfiguration: 2 x ES9039Q2M (Dual-Mono)
  • Digitale Eingänge: 1 x USB-C (PCM bis zu 32 Bit / 768kHz sowie DoP-DSD bis zu DSD256 und natives DSD bis zu DSD512); 1 x OPTO (PCM bis zu 24 Bit / 192kHz); 1 x COAX (PCM bis zu 24 Bit / 192kHz)
  • Filtereinstellungen: 9 x Digitalfilter
  • Analoge Eingänge: 1 Paar XLR, 1 Paar Cinch
  • Analoge Ausgänge; 1 Paar XLR, 1 Paar Cinch, 1 Bypass XLR
  • Eingangsimpedanz ; 100kΩ (Cinch), 140kΩ (XLR)
  • Trigger-Anschluss (12 V): 1 x OUT (3,5-mm-Klinke)
  • Stromversorgung: 230V / 50 - 60Hz / 40 VA
  • Abmessungen (B/H/T): 210/75/300mm
  • Gewicht: 4kg (Netto), 5kg (Brutto)

Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
Anschrift Am Brambusch 22
44536 Lünen
Telefon +49 231 22178822
E-Mail info@mkidc.eu
Web www.idc-klaassen.com

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