Die High End des Jahres 2026 war für mich ein echter Kraftakt. Vielleicht war die direkte Anreise mittels Nightjet am Donnerstagmorgen und die Abreise am Sonntagabend auf gleiche Weise nicht die beste Idee. Sofern möglich, werde ich mir im nächsten Jahr zumindest vor der Messe ein paar Tage Wien gönnen.
Nachdem ich mich am zweiten Tag etwas an die Weitläufigkeit im Hauptgebäude des Austria Center Vienna gewöhnt hatte und die Orientierung langsam funktionierte, fing die Messe an, richtig Spaß zu machen. Obwohl sich am Samstag zusätzlich zu den Fachbesuchern auch alle anderen Besucher gesellten, kam es nirgendwo zu verstopften Gängen, längeren Wartezeiten und Gedränge. Und tatsächlich waren die Laufwege absolut gesehen gar nicht mal viel länger als noch in München. Zumal in vielen Stockwerken Sitzgelegenheiten vorhanden waren. Dies trug insgesamt zu einem deutlich stressfreieren Messeablauf bei. Diese Ansicht teilten auch alle anderen Beteiligten, mit denen ich mich über die Messemodalitäten unterhielt. Die Organisation des Messebetriebs ging überwiegend strukturiert und glatt über die Bühne. Besonders die Logistik wurde vielerorts von den Vertrieben gelobt. Ich bin gespannt, ob sich diese Meinung nach dem Abbau gehalten hat. Dass am Sonntag bereits kurz nach dem Messeschluss um 16 Uhr erste Sattelzüge einfuhren, während die zur U-Bahn strömenden Besucher mit Absperrpfosten und Ausziehgurt gelenkt wurden, zeugte zumindest von einer hocheffizienten Logistik.
Obgleich es mir wichtig war, zumindest alles auf der Messe gesehen, wenn auch nicht notwendigerweise dokumentiert zu haben, sind Kopfhörer dieses Jahr definitiv zu kurz gekommen und ich habe sehr viele spannende Premieren versäumt. Dennoch war die World of Headphones ein besonders gut besuchter Teilbereich der Messe. Gerade hier war auch jüngeres Publikum zu finden. Auf dem Rest der Messe meiner Meinung nach jedoch noch weniger als in München. Was ich dieses Jahr besonders stark wahrgenommen habe, war die Präsenz chinesischer Produzenten. Im HiFi-Bereich verhält es sich scheinbar ähnlich wie auf dem Rest des Tech-Sektors. Besonders stark ist die Präsenz im In-Ear-Bereich und generell dem erschwinglichen Preissegment. Die Preis sind für in Europa produzierende Unternehmen extrem kompetitiv.Abschließend ist die Ortsveränderung der Messe für mich ein Gewinn. Ich bin sehr gespannt, ob die High End Society Erhebungen dazu durchgeführt hat, wie viele deutsche Besucher sie beim Umzug „mitnehmen“ konnte und wie diese Zahl im Verhältnis zum Zugewinn österreichischer Besucher steht.
Den Anfang meines Messeberichts macht dieses Jahr Dirk Sommer mit einem Gastbeitrag zu AMR: „Schön, dass es auch auf dieser High End Überraschungen gab. Die größte davon waren für mich die neuen Komponenten von Abbingdon Music Research oder kurz AMR. Anfang der 2000er Jahre begründete die Firma mit dem CD-Player und dem Hybrid-Verstärker der 77er Serie ihre hervorragende Reputation. Ab 2012 standen bei den Entwicklungen dann jedoch die erschwinglichen, technisch hochwertigen und meist portablen Gerätschaften der Schwestermarke ifi audio im Vordergrund. Vor rund acht Jahren hat man dann begonnen, die Luna Series für AMR entwickelt. Die wurde jetzt in Wien der Öffentlichkeit präsentiert, aber nicht laut oder gar effekthascherisch: Nur wer sich vorab einen 20- respektive 40-minütigen Termin reserviert hatte, erhielt Zutritt zur HörKabine in einer der Hallen. Das hatten Roland Dietl und ich natürlich getan.
Die Luna Series ist ein reines Cost-No-Object-Projekt: Der Preis, den während der Präsentation noch niemand genau nennen konnte, für die drei Komponenten dürfte aber über 400.000 Dollar liegen. Dafür bekommt man den Luna Ingenii D/A-Wandler, den Luna Medii Vorverstärker und ein Paar Luna Procellarum Mono-Endstufen. DAC und Preamp werden jeweils von zwei großen externen Netzteilen gespeist. Jeder Mono-Block besteht aus zwei sehr voluminösen Gehäusen, von denen eines die Audio-Schaltungen und das zweite die Stromversorgung beherbergt. Die Verstärker sind in Kooperation mit John Curl entstanden, arbeiten auf FET-Basis, sind vollständig symmetrisch ausgelegt und werden von AMR als „echtes Vier-Quadranten-Design“ bezeichnet: „Die echte Vier-Quadranten-Architektur stammt aus hochkritischen technischen Umgebungen, wie sie bei CERN, der NASA und in den EUV-Plattformen von ASML zum Einsatz kommen. Alle vier Ausgangssektionen bleiben kontinuierlich aktiv und werden unabhängig voneinander geregelt, wodurch der Strom symmetrisch über die gesamte musikalische Wellenform verteilt wird… Vorwärtsantrieb und vom Lautsprecher zurückgeführte Energie (Back IMF) werden identisch behandelt.“ Dadurch soll verhindert werden, dass vom Lautsprecher in den Verstärker geleitete Energie die Stromversorgung der Endstufe beeinflusst. Der Procellarum leistet bis zu 800 Watt an acht Ohm und 1.400 Watt an vier Ohm im Class-AB-Betrieb. Ein Display zeigt an, wie groß der reine Class-A-Betrieb dabei ist und wie viel Leistung wirklich gebraucht wird. Per Fingertipp lässt sich der Class-A-Bereich bis auf die Maximalleistung von 100 Watt an acht Ohm steigern.
Während der Präsentation erschien überraschend Entwickler Colin Farch im Raum und beantwortete unsere Fragen – ein Glücksfall, wie WOD-Chef Werner Obst später anmerkte, da der sehr zurückhaltende Neuseeländer ansonsten den Kontakt zur Presse lieber meidet. Sein Luna Ingenii ist ein D/A-Wandler, bei dem die Signalaufbereitung mit 32 Bit erfolgt. Für die Wandlung stehen drei Verfahren zur Verfügung, da sich AMR bewusst ist, „dass die Wandlung selbst ästhetische Auswirkungen hat“. Daher hat man drei legendäre Wandlungstopologien integriert, die sich architektonisch voneinander unterscheiden:
Bei der Ausgangsstufe hat man die Wahl zwischen New-Old-Stock-Röhren des Typs 12AT7 und FETs. Insgesamt kommen sechs Röhren zum Einsatz. Der Vorverstärker Medii kommt dank einer patentierten Schaltung ohne Lautstärke-Regelungselement im Signalweg aus. Die Verstärkung übernehmen auch hier New-Old-Stock-Röhren. Ein Besonderheit ist auch die Stromversorgung, die nach dem Prinzip einer Luftschleuse arbeiten soll: Eine Kondensatorbank wird vom Netzteil geladen und dann davon getrennt, während sie ihre Energie an eine zweite Kondensatorbank abgibt. Während der erneuten Ladung ist dann die Verbindung zwischen den beiden Energiespeichern unterbrochen. Mehr technische Details gibt es dann, wenn eine – oder mehr – dieser einzigartigen Komponenten ihren Weg nach Gröbenzell finden sollte, was Werner Obst keinesfalls für unmöglich hält. Die Anzahl der verfügbaren Geräte ist übrigens limitiert: Vom Ingenii wird es 176 Einheiten geben, vom Medii 186 Einheiten und vom Procellarum 148 Einheiten.“
Das Setup von Acapella hat mich dieses Jahr vollumfänglich begeistert. Die für meine Verhältnisse extrem große, nach Acapella-Maßstäben wohl eher als mittelgroß bis klein zu bezeichnende La Campanella Alto 2 Mark II (67.000 Euro) harmonierte beeindruckend gut mit der akustisch schwierigen Hörkabine. Es herrschte nicht nur Präzision, hoher Detailgrad und Durchhörbarkeit, sondern es wurde schlicht und ergreifend auf höchstem Niveau absolut bruchlos musiziert – eine Fähigkeit, die vielen anderen High End Systemen nicht selten durch Fokus auf andere Superlative verloren geht. Sowohl der Clearaudio Statement als auch der MSB-DAC wurden auf Wunsch von Acapella mit goldenen Akzenten versehen – in dieser Form sind die Geräte Einzelstücke. Das in dieser Kette werkelnde Ferrum HYPSOS durfte seine rostrote Cortenstahlfarbe behalten. Als Streamer diente ein Pink Faun 2.16 Ultra. Im Hörraum spielten die inzwischen bekannten Acapella Monos. Die Stereoendstufe ist inzwischen auch so gut wie fertig. Sie hat lediglich noch nicht auf der Messe gespielt, da sie bisher noch keinen Langzeit-„Stresstest“ unterlaufen hat. Vom vollintegrierten Verstärker mit Hybrid-Röhrenvorstufe gab es bisher nur ein leeres Gehäuse zu bestaunen. Allerdings war dies so schwer wie andernorts der gesamte Verstärker. Es wird beim Gehäuse dermaßen viel Wert auf Resonanzoptimierung gelegt, dass eine dünnwandige Konstruktion keine Option ist. Da kein Schalter gefunden wurde, der haptisch zu überzeugen wusste, wurde eine eigene Schaltermechanik entwickelt. Sowohl Stereoendstufe als auch Endverstärker werden voraussichtlich etwa um die 90.000 Euro kosten.
Die Audio Group Denmark stattete wie üblich für die High End gleich drei Hörräume aus. Einer davon war gespickt mit Weltpremieren. Auf den Außenflächen zeigte sich der Aavik M-880 Monoblock (100.000 Euro). Ein U-288 mit durchsichtigem Deckel zeigt wie Streamer, DAC, Vor- und Endverstärker in einem Gehäuse zusammenkommen, mit Kupferplatten gegen elektromagnetische Störungen abgeschirmt werden und mit 72 Active Tesla Coils, 144 Active Square Tesla Coils, 4 analogen Dither-Schaltungen und 8 Anti-Aerial Resonance Coils direkt an den Lautsprecherterminals für niedrigste Störgeräusche optimiert werden. Sowohl der Kompaktlautsprecher Børresen A1 (Paarpreis 10.000 Euro), die kleinere Bassmodul-Ausführung Børresen BM2 (9.000 Euro) und Vollverstärker/Streamer/DAC Aavik U-301 (15.000 Euro) waren Weltpremieren. Die größeren A2 (16.000 Euro) und A3 (21.000 Euro) wurden vor den Hörkabinen ausgestellt. Nebenan spielte die teuerste der drei Anlagen: M1 Gold Signature (110.000 Euro/Paar) und BM3 (18.000 Euro) an I-880 Vollverstärker mit Streamer/DAC SD-880 (je 67.000 Euro) und Ansuz Komponenten und Kabeln aus der D-TC Gold Signature (ebenfalls nicht unter 20.000 Euro zu haben). Die C3 (35.000 Euro) im dritten Hörraum mit 588-Elektronik zu je 25.000 Euro wirkte preislich vergleichsweise fast gemäßigt. Dass die erschwinglicheren Hörräume kaum schlechter klangen, sollte man je nach Sichtweise nicht so laut sagen, oder ausdrücklich betonen.
Audio Reference lud zu einer umfangreichen Pressekonferenz. Mit einer Fläche von 1.800 Quadratmetern, 2 „Konzertsälen“, einem großen, einem kleinen Kino und vielen weiteren Anlagen auf Freiflächen gab es so einiges zu sehen und zu hören. Vor einer der aufwendigsten und teuersten Ketten der gesamten High End, kamen die Gründer/Geschäftsführer der von Audio Reference betreuten Firmen zu Wort. Dan D'Agostino beispielsweise kündigte die Progression Serie ab. Sie wird von der Progression Neo abgelöst. Relentless 800, 1200 und 1600 werden alle um die Z-Technologie verbessert. Letztendlich jage er nicht nach idealen Messdaten, sondern absoluter Musikalität. Daryl Wilson berichtet über das von seinem Vater hinterlassene Erbe und wie die Entwicklung der Wilson Autobiography (1 Million Euro) nicht nur eine technische, sondern auch emotionale Reise war, stets begleitet und beflügelt von Leidenschaft und dem Streben nach Vortrefflichkeit. VTLs Luke Manley berichtete, dass die über fünf Jahre entwickelte Mono-Endstufe Lohengrin (125.000 Euro/Paar) jetzt in Produktion ist. Kerry St. James verweist auf die Anfänge von SME (Scale Model Equipment) als Fertiger von Miniaturautos und auf das heute breit aufgestellte Unternehmen, das nicht nur im Audio-, sondern auch im Luftfahrt- und medizinischen Sektor tätig ist. Außerdem hat SME ein AAA-Label gegründet. Das Audio-Technica 80-MCD1 (11.000 Euro) feiert seine Weltpremiere und ist wohl das einzige derzeit spielende Modell. Sowie die Transientenwiedergabe ein Vorteil der Diamantnadel ist, bleibt die Masse des Werkstoffs ein Nachteil. Um diesen möglichst auszugleichen, wurde genaustens auf die Gewichtsverteilung geachtet. Mir persönlich hat die Einstellung zur Kreislaufwirtschaft von Vicoustics CEO César Carapinha besonders imponiert. Für den Echo Frame GEO, einem mit Sublimationsdruck bedruckten Absorber im Bilderrahmen (381 Euro/Stück) hat er ein Recyclingmaterial entwickeln lassen, das aus gebrauchten PET-Flaschen gewonnen wird. Die Fasern dieses Materials werden nicht geklebt, sondern mittels eines proprietären Verfahrens durch Nadeln „zusammengefilzt“. Eigens dafür wurde eine Fabrik in Indien gebaut und ausgestattet. César zeigte mir Aufnahmen vor Ort. Es handelt sich um eine hochmoderne Einrichtung, in der extrem sauber und strukturiert gearbeitet wird. Perlisten präsentiert die neue X-Series und stattet zusammen mit dCS' ersten 16-Kanal DAC und Trinnov die Kinosäle aus. Mansour Mamaghani zeigt stolz den neuen Riesen-Subwoofer seiner Marke Velodyne Acoustics mit gewaltigen 11 Kilowatt Endstufenleistung.
Eversolo ist eine der chinesischen Marken aus Shenzhen, die sich innerhalb kürzester Zeit nachdrücklich auf dem europäischen Markt positioniert haben. Mit wenigen Geräten gestartet, besteht das Portfolio inzwischen aus recht klar in drei Ausbaustufen unterteilbare 6er, 8er und 10er Serien mit verschiedensten Komponenten. Ich habe die Gelegenheit genutzt, den Blick ins Innere der Geräte festzuhalten. Ihr Aufbau ist beeindruckend sauber und hochwertig. Der Wandler Z10 kostet „nur“ 2.000 Euro ist vollsymmetrisch mit zwei AKM AK4191 und AK4499 aufgebaut, nutzte eine R2R-Lautstärkeregelung und war bereits bei Dirk Sommer im Test. Mit der C10 gehört jetzt auch eine Masterclock zur 10er Serie. Der „kleinste“ AMP-F6 basiert auf GaN-FET-Technik und ist für mich damit ein hochspannender Testkandidat. Er liefert bereits 225 Watt an 8 Ohm. Der R8 ist ein R2R DAC mit R2R Laustärkeregelung. Der SA200 ein Streaming-Vollverstärker. Den neuen T10 Streamer habe ich bei der Begeisterung für das Platinendesign von Eversolo versäumt zu fotografieren. Luxsin gehört zum selben Mutterkonzern Zidoo Group und zeigt neben dem B9 Kopfhörerverstärker mit R2R-DAC und austauschbaren Verstärkungsmodulen, was passiert, wenn man chinesische Ingenieure von der Leine lässt. Der kleine Lautstärkeregler des BD9-Wandlers ist abnehmbar und als Fernbedienung nutzbar – klar. Welchen Mehraufwand dies in der Entwicklung macht, dürfte jedem technikaffinen Leser klar sein. Mir fällt aktuell kein anderes Gerät mit dieser Fähigkeit ein, schon gar nicht in dieser sub-10.000-Euro Preiskategorie.
Canvas Slogan „The World’s first audiophile Soundbar“ ist zwar durchaus provokativ, man denke beispielweise nur einmal an den Stereomaster von Lyravox, der schon vor gut einem Jahrzehnt das Prinzip Soundbar neu ausgelotet hat, allerdings schmälert dies nicht die Leistung des recht jungen dänischen Unternehmens. Das auf der Messe Premiere feiernde Modell L kostet 7.000 Euro und wusste im Hörraum zu beeindrucken. Durch hochkomplexe DSP-Steuerung und Kombination der Lautsprecher, teilweise kompensieren sie sich gegenseitig, wurde ein Stereobild erreicht, das etwa drei Mal so breit war wie die Canvas selbst. Dabei hörte sich das Ergebnis aber keinesfalls gerechnet, sondern sehr natürlich an. Dank vollständig einstellbarer Halterung passt Canvas zu jedem Fernseher – auch in der Zukunft. Schon beim kleineren Modell konnten verschiedene Fernseherbreiten durch unterschiedlich breite Soundbarblenden optisch nahtlos zu einem einzigen rechteckigen Objekt verschmolzen werden. Die Füße dienen gleichzeitig auch als Wandhalterung. So ist jede Montageart realisierbar – mit oder ohne Fernseher. Natürlich ist die Soundbar App-gesteuert und Streaming-fähig. Mit dem iPhone oder dem Zen Mic (aus dem WiSA-System) ist eine automatische Einmessung auf den Hörraum möglich. Außerdem stehen ein neutrales auf Messtechnik basierendes maximal lineares Preset und ein vom Chefentwickler mit dem Ohr abgestimmtes Organic Preset zu Wahl.
Cayin zeigt nahezu sein gesamtes Produktportfolio. Viele Geräte sind erst im Laufe dieses Jahres erschienen. Mit dem Jazz 70 für 1.600 Euro sind 17 Watt im Triodenmodus möglich. Als Endstufenröhre dienen dabei vier EL34 in Class AB Push-Pull. Der Kopfhörerverstärker HA-1A MK3 (1.300 Euro) arbeitet mit JJ 12AU7 / ECC82 und EL84EH / 6BQ5 in Class A. Der HA-6A MK2 (4.500 Euro) verfügt im Gegensatz zu seinem Vorgänger über ein externes Netzteil. Die Soul 170C Röhrenvorstufe (4.500 Euro) bietet eine in zwei Stufen einstellbare Rückkopplung. Die Flaggschiff-Endstufe Soul 170P (7.500 Euro) soll bis zu 60 Class-A-Watt, im Mono-Modus die doppelte Leistung, liefern. Der CP6 CD-Player (1.000 Euro) ist eine Showpremiere und zusätzlich DAC, Bluetooth-Sender und -Empfänger und CD-Ripper.
Chord Electronics zeigt neuerlich Geräte, die für den Pro-Audio-Bereich konzipiert sind. Die kleine Blade soll 110 Watt an acht Ohm leisten. Genau wie die neue Ultima 7 setzt er auf eine Class-G-Schaltung, die auf Galliumnitrid-FETs basiert. Die in der Tat niedliche Desktop-Kombi bestehend aus QUTEST DAC (1.700 Euro), Huei Phono-Pre (1.600 Euro) und Anni Vollverstärker (1.600 Euro) bleibt allein durch den ungewöhnlichen Formfaktur und die Gesamtanmutung ein Autorenliebling. Der Quartet Upscaler setzt auf gleich fünf Xilinx FPGAs, um Operationen mit vier Millionen Taps durchführen zu können. Damit soll er die für die Signalrekonstruktion wichtige Sinc-Funktion rechnerisch nahezu 100-prozentig nachbilden können. Außerdem bietet der Quartet erstmals einen Analogeingang zur AD-Wandlung beispielsweise eines Plattenspielers. Die Stromversorgung ist extern ausgeführt.
Clearaudios neue Elevation 40 (5.000 Euro) und 55 (5.000 Euro) können mittels USB-Anschluss über eine Powerbank gespeist werden. Besonders sprach mich, obwohl ich nicht mal einen Plattenspieler besitze, aufgrund der künstlerischen Aufmachung das Projekt Vinyl Vision 3000 an. Unter der Feder von DopeYeah! Records, dem Label des Prager Musikclubs Doupě, der dieses Projekt angestoßen hat, sind drei LPs in Sammlerausgaben erschienen. Derzeit umfasst dieses Projekt 3 zu je 300 Stück limitierte LPs: Antonín Dvořák, From the New World, eingespielt von der Tschechischen Philharmonie und Semyon Bychkov, Incognito (InSideOut) ist eine Sammlung verschiedener Coversongs und Isolation (333) ist ein während der Pandemie über Distanz entstandenes Album von Künstlern wie Ian Paice, Glenn Hughes, Don Preston, Chris Jagger, Robbie McIntosh, Blair Cunningham, Hamish Stuart, Laco Déczi.
Eine Degritter Mark II für den Tischbetrieb war bereits bei Dirk Sommer im Test. Für besonders umfangreiche Sammlungen oder kommerzielle Nutzung ist die Fonoteek eine noch bessere Wahl. Zusätzlich zur Ultraschallreinigung wäscht sie auch mit Bürsten, trocknet und wird etwa 7.000 Euro kosten.
Das Kopfband habe ich mir natürlich nicht von Mark Knopfler geliehen, sondern es gehört zum Lieferumfang der Final TONALITE In-Ears. Auf ihm müssen QR-Marker angebracht werden, damit im Analyseprozess die Größe der Ohren ermittelt werden kann. Der Kopfhörer nutzt die individuelle HRTF des Nutzers zur Optimierung des Timbres. Ich habe die Technologie in einem Entwicklungsstadium gemeinsam mit 300 anderen Probanden getestet. Die Scans des Kopfes erfolgten bereits mit einem Smartphone, für die Ohren war noch ein hochspezialisierter Scanner nötig. Außerdem war in einem Hörvergleich die Erstellung eines „Geschmacksprofils“ nötig. Inzwischen hat die Technologie als DTAS (Digital Twin Audio Simulation) Serienreife erlangt. Auf Grundlage der 300 Scans wurde eine KI trainiert, die Video und Fotodaten auswerten kann und keinen vollständigen Scan mehr benötigt. Der Scanprozess ist in Finals TONALITE App integriert. Es wurden außerdem die drei deckungsgleichsten Geschmacksprofile fest in die App integriert. So dauert der gesamte Scanprozess samt Auswertung auf Finals Servern etwa 10 Minuten. Im Entwicklungsprozess war hierfür gut eine Stunde notwendig. Wer sich nicht auf die drei Grundprofile verlassen möchte, kann den Hörvergleich in der App zusätzlich durchlaufen, um ein noch natürlicheres Hörerlebnis zu erzielen. Das Ergebnis eines schnellen Tests auf der Messe war schockierend gut. Zwischen Grundsound der Kopfhörer und der Anpassung auf die eigene HRTF liegen klanglich Welten. Nicht nur klingt die Musik natürlicher und schlicht und ergreifend einfach richtiger, sondern, obwohl die Technologie nicht wie bei der Konkurrenz Apple oder Sony auf das Erzeugen einen künstlichen Raumes abzielt, sich rein auf ein natürliches, individuell angepasstes Timbre konzentriert, erschließt sich mit eingeschaltetem Filter ein fantastisches Layering der Musik in allen Dimensionen. Final zeigte hier nicht weniger als die In-Ear-Zukunft. In Anbetracht eines maßgeschneiderten Hörerlebnisses erscheint mir der Preis von 330 Euro geradezu nebensächlich und alle anderen Bluetooth In-Ears werden für mich schlagartig uninteressant. Außerdem zeigt Final seinen DX 10.000 mit Diamanttreiber. Die limitierte Gold Edition wird 9.000 Euro, die normale Ausgabe mit silbernen Akzenten 8.500 Euro kosten. In der Zukunft möchte Final Konzepte entwickeln, um die Timbre-Anpassung auch für andere Kopfhörer zu nutzen.
Nach der High End im letzten Jahr hat Norbert Theisges die Leitung des Fink Team übernommen. Spot ist der erste Lautsprecher, der vollständig unter seiner Regie entstanden ist. Er ist sichtlich – zurecht – mächtig stolz auf den Zweiwege-Lautsprecher. Vor dem Hörraum zeigt Canor den neuen Kopfhörer-Vorverstärker-DAC Crius H5S (voraussichtlich 2.000 Euro) in Dual-Mono-Aufbau mit ESS ES9038Q2M. Spot hat Norbert farblich passend mit einem pflanzenbasierten Lack abgestimmt. Die Furniere werden geölt und hartgewachst. Das Gehäuse verfügt über einen hochkomplexen Aufbau in mehreren Lagen mit Dämpfungsmaterial und eingefrästen Resonatoren. Der Bassreflexkanal wurde in über einem Dutzend Iterationen auf die Abwesenheit von Strömungsgeräuschen getrimmt und verfügt ebenfalls über einen integrierten Resonator zur Beseitigung der Stehwellen im Kanal. Der Tweeter stammt aus der Kim, der 6,5-Zoll-Tiefmitteltöner wurde eigens für die Spot entwickelt. Der Hochton ist wie üblich auf der Rückseite mit etwa ±0,4 Dezibel anpassbar. Eine Anpassung des Tieftöners an verschiedenen Verstärkerdämpfungsfaktoren wird ebenfalls möglich sein. Norbert möchte Spot gegen Oktober auf dem Markt haben. Sie wird 10.000 Euro kosten. Massive 8 Zentimeter Echtholzfronten kosten etwa 3.000 Euro Aufpreis. Bisher ist nur Eiche verfügbar, andere Hölzer werden folgen. Im Hörraum spielt sie mit einem offenen und weiten Stereobild, mit einer sehr ausgewogenen Charakteristik. Der Bassbereich hat zwar kräftige Fink-Gene – schon bei Karl-Heinz musste es ordentlich drücken –, allerdings behandelt Spot den Bassbereich in meinen Ohren deutlich feinfühliger und linearer. Sie setzt sowohl trockene Attacken hochpräzise als auch warme, runde, flächige Bässe extrem differenziert um. Die Mitten sind genau im richtigen Maß präsent, ohne zu sehr zu fordern und der Hochton ist im bestem Sinne unauffällig. Ein Lautsprecher der wunderbar zwischen Musikalität und Auflösungsfähigkeit ausbalanciert ist.
GSS ist eines der sehr jungen Unternehmen aus der Start-Up Area. Vier junge Menschen, teilweise gerade frisch aus dem Studium, haben hier ein Unternehmen gegründet (seit letztem November ist GSS erst eine GmbH), dass mit einem sehr flachen Subwoofer eine Nische besetzen möchten. Er begünstigt flache Bauweisen, wie sie für Soundbars oder im Automobilsektor gefragt sind. Der Sub verträgt eine Auslenkung von ±17 Millimetern und produziert aus einem geschlossenen Gehäuse mit nur 1,75 Litern 37 Hertz bei -6 Dezibel. Im Gegensatz zu einem Bassreflexgehäuse fällt der Bass unter der Grenzfrequenz weniger steil ab. In der Messevorführung erzeugten die zwei Rücken an Rücken in einem Gehäuse sitzenden Subs mächtig Druck und Tiefgang. Die Anbindung bei 100 Hertz an die kleinen Studiomonitore war dabei absolut mustergültig. Ich hätte die beiden Prototypen am liebsten als hochkompakte Basserweiterung für meinen Audioarbeitsplatz in meinem platztechnisch sehr begrenztem Arbeitszimmer mitgenommen. GSS fertigt bisher den Treiber bisher nur für OEM-Zwecke. So muss ich leider warten, bis erste Hersteller ein fertiges Produkt anbieten.
Der Vertrieb IAD lockt mit einem angedeuteten britischen Landsitzvorzimmer in den Hörraum. Dabei stammen bei weitem nicht alle von IAD vertreten Marken von der Insel. Wharfedale und Entwickler Peter Comeau allerdings ohne Frage. Mit ihm spreche ich über die verschiedenen Auslegungen der Serien. Während die moderne Elysian 4R (9.000 Euro/Paar) auch einen ebenso modernen Sound an den Tag legt, bleibt der bisher größte Lautsprecher der Heritage Serie Rosedale (12.000 Euro/Paar) einem traditionellerem britischen Sound treu. Zavfinos Will Tremblett hat Plattenspielerbasen ausgraben, die ihm vor Jahren ein lokaler Künstler zu Einzelstücken veredelt hat. Er hat sie für die Aufnahme der aktuellen Tonarmbasen und Motoren samt Controller überarbeitet. So ist auch der in Zusammenarbeit mit Helmut Thiele entstandene 9-Zoll-Tonarm, der erstmals auf der Messe spielte und ab sofort erhältlich sein solle, mit den Kunstwerken kompatibel. Will beweist wie flexibel seine Kabelsparte ist, und hat ein speziell konfektioniertes Kabel für den Anschluss eines optischen DS audio Tonabnehmers an Soulnotes E-3 Phonovorstufe im Angebot. Als kleines Gimmick verfügt der Stecker um eine haptische Einbuchtung mit zwei Schrauben auf der einen und nur einer auf der anderen Seite. So können die Seiten auch blind gesteckt erfühlt werden. Auf das grüne Zavfino-Exemplar im Ausstellungsraum hat IADs Krey Baumgartl bereits Anspruch erhoben. Er zeigt mir Audiolabs PPA7, einen Mini-Phono-Preamp, der das Plattensignal via aptX auch an Bluetooth-Equipment senden kann. Quad präsentiert neue Regallautsprecher. Der fotografierte Elegan 2 wird 2.000 pro Paar kosten, der kleinere Elegan 1 1.000 Euro pro Paar. Dass der Leak Truespeed für um die 800 Euro als Neuauflage wiederkommt, dürfte bei einigen Fans Freude auslösen. Nebenan bekomme ich Lumins ersten Switch, den N1 mit Linearnetzteil für 2.300Euro zu sehen. Außerdem den neuen Flaggschiff-Netzwerkplayer X2. Die ebenfalls in der Vorführung agierende Music Library L2 war schon bei Dirk Sommer im Test.
Luxman feiert sein 100-jähriges Jubiläum mit einem neuen Monoblock und einem Class-A-Vollverstärker. Seit 20 Jahren ist der B-100 der erste neue Monoblock im Portfolio. Er soll 125 Watt an 8 Ohm liefern, 25 davon in reinem Class-A-Betrieb und 1.000 Watt an einem Ohm Peakleistung. Dazu schöpft er aus einem 1.250-VA-Trafo und puffert mit 16 mal 10.000 Mikrofarad. In die Fertigung einer Endstufe fließen rund 39 Arbeitsstunden und sie wird 55.000 Euro kosten. Der L-100C Vollverstärker operiert in reiner Class-A-Manier und soll 20 Watt an 8 Ohm leisten. Neben Phono MM/MC bietet er auch einen Kopfhörerausgang mit symmetrischer 4,4-Millimeter-Buchse auf der Front. Die Lecua-Lautstärkeregelung erfolgt über ein prozessorgesteuertes Widerstandsnetzwerk, so können durch Bauteilalterung keine Probleme entstehen. Der Signalpfad wurde so kurz wie möglich gehalten. Der L-100 wird 12.000 Euro kosten.
Matrix ist eine Marke, die mich schon lange fasziniert. Sie ist jetzt bei DREI H im Deutschlandvertrieb. Racks unter der Marke Bastion Audio und Plattenzubehör unter der Marke Oblitz gehören zwar zum Mutterkonzern, werden aber nicht von DREI H vertrieben. Am neuen High-End-DAC ND-1kann per Touchscreen zwischen Übertrager- und OPAmp-Ausgang umgeschaltet werden. Die Streamer/DAC-Kombi MS-1c wird ebenfalls mit Übertragerausgängen gefertigt. Die Audiosektion verfügt über ein lineares, die Elektroniksektion über ein Schaltnetzteil. Der Aufbau des MS-1 ist nicht weniger eindrucksvoll. Nach langer Matrix-Pause bei Hifistatement ist der Test einer neuen Komponente bereits in Planung.
MSBs Sentinel DAC besteht aus drei Teilen in drei separaten Gehäusen: dem eigentlichen DAC mit vorgeschaltetem FPGA, insgesamt 32 DAC-Modulen samt Vorverstärker, dem Digital Director, der die gesamte digitale Vorverarbeitung übernimmt und als Schaltzentrale dient, und dem Netzteil mit drei Kanälen, separat gefiltert und jeweils mit zwei Trafos aufgebaut. Der Digital Director wird über Lichtwellenleiter mit dem DAC verbunden. So gut wie alles wird inhouse gefertigt. Selbst die PCBs kommen nicht aus China, sondern von einem lokalen Fertiger aus der Bay Area. Sie sollen deutlich bessere Messdaten aufweisen. Der Sentinel kostet 375.000 Dollar. Der Cascade (95.000 Dollar) verfügt über 8 DAC-Module und der Palisade (59.000 Dollar) über vier. Ihre Digital Director sind identisch. Der Cascade verfügt über einen eingebauten Vorverstärker, benötigt somit Eingangsstufen, die mit Linearnetzteil gespeist werden. Der Palisade verfügt lediglich über den DAC-Ausgang. Da dieser sowieso immer ohne Output Buffer und mit direktem passivem Ausgang ausgeführt ist, benötigt der Palisade kein dediziertes Linearnetzteil.
PS Audio präsentiert die PMG Signature Endstufen. Sie werden als S200, M400, S400 und M800 ab etwa 10.000 Euro erhältlich sein. Ihre Typenbezeichnung gibt zum einen den Mono- oder Stereoaufbau, zum anderen ihre Leistung an 4 Ohm an. Die S200 schafft 10 Watt pro Kanal im Class-A-Betrieb, die S400 5 Watt, die M400 30 Watt und die M800 50 Watt. Sie verfügen über eine sehr ungewöhnliche stromverstärkende Schaltung, deren Grundidee eigentlich aus der Funktechnik kommt. Sie erreichen Slew Rates von über 200 Volt pro Mikrosekunde und entgegen üblichen Spannungsverstärkern sehr niedrige und vor allem lineare THD-Werte über alle Frequenzen. Normalerweise steigen Verzerrungen bei konventionellen Konzepten zu hohen Frequenzen hin an. Als weitere Besonderheit sei der Verzicht auf Netzteiltrafos zu nennen. Stattdessen kommen Schaltnetzteile von Hypex zum Einsatz. Zwar musste für ihren Einsatz besondere Sorgfalt auf elektromagnetische Schirmung gelegt werden, der eigentliche Netzeilausgang ist allerdings sehr sauber und störungsfrei. Diese Details waren so spannend, dass ich PS Audios Paul McGowan gar nicht weiter zu den Lautsprechern und dem neuen Subwoofer der Marke befragt habe, aber es gibt ihn – Sie sind hiermit informiert.
Bei Raidho wird man vom Prototypen einer TD 4.10 und dem Größengegensatz X1t im Flur begrüßt. Es wird noch etwa ein halbes Jahr dauern, bis der bisher gewaltigste Lautsprecher der TD-Reihe präsentierfertig ist. Er wird wohl 200.000 Euro kosten. Im Vorraum werden die Signature-Ausführungen der TD 1.2, TD 2.2 und TD 3.2 gezeigt. In sie sind die bei der Konstruktion der TD 3.10 gewonnen Erkenntnisse geflossen. Sie verfügen über eine überarbeitete Frequenzweiche, Furutech-Terminals und Isoacoustics Füße. Gegenüber ist die Scanconic HD M-Serie zu sehen. Die „kleine“ M15.2 hat mich im Test kürzlich für sich gewinnen können. Mit der im Hörraum präsentierten X2.8 hält erstmals ein 8-Zoll Treiber in die X-Serie Einzug. In schwarz oder weiß lackierter Ausführung wird der Lautsprecher 27.000 Euro, im matten Walnussfurnier 30.000 Euro kosten. Außerdem neu ist die Reference-Ausführung der X1.6 für 10.000 Euro. Sie wurde mit Nordost Walhalla Innenverkabelung versehen, die Frequenzweiche wurde mit Mundorf-Komponenten veredelt und statt einem Bassreflexrohr, kommt eine Passivmembran zum Einsatz. Die originale X1.6 war ebenfalls bereits bei mir im Test.
Mit Nordyx hat Storgaard & Vestskov einen neuen deutschen Vertrieb, der in seinem Hörraum eine Gro präsentierte. Frida, die letztes Jahr nach ihrem Test mit dem Statement in High Fidelity ausgezeichnet wurde, durfte nur im Flur posieren. Im der eigenen Hörkabine von S&V spielte Astrid (43.000 Euro) am Vitus Audio SD-025 Mk.II DAC (26.500 Euro), SL-103 Mk.I Pre (36.000 Euro) und SM-025 Mk.II Monos (55.000 Euro). Die Verkabelung stammte aus der Zensati Angel-Serie. Als Streamer kam ein SD-025 Mk.II (26.500 Euro) zum Einsatz. Ein Hörraum, der mir in Erinnerung geblieben ist. Nicht nur durch die aufgeräumte Optik der Kette, sondern insbesondere durch die vielseitige Musikauswahl. Einer der wenigen Räume in dem es mich nicht gestört hat, wenn auch mal etwas lauter vorgeführt wurde. Astrid behielt stets die Oberhand und das Hörerlebnis blieb trotz sportlichem Abhörpegel geschmeidig, unangestrengt und frei von Härte. S&V bewies mir neuerlich, dass sie die Auszeichnung nicht zu Unrecht erhalten haben.
Sigma Acoustics Maat Zenith 3°Edition mit ihren sechs Wegen inklusive Basshorn, GOTO-Treibern und Super-Hochtöner ist wirklich ein ungewöhnlicher Anblick. So deplatziert sie im Hörraum auch wirkte, die holografische, freischwebende Bühne zwischen den Lautsprechern war eine echte Überraschung. Viele Komponenten der Elektronik stammen aus seinen persönlichen Rücklagen, erläuterte mir Italiener Marco Minoccheri, der den Raum betreute. Für Systeme mit ähnlich vielen Kanälen dient der Fluksus Stark mit internem DSP und acht Ausgangskanälen, vor- oder endverstärkt im Graphitcase und kostet 120.000 Euro.
Dirk Sommer und Roland Dietl, als von mir ausgewiesener SOtM- und Diretta-Experte, haben auf der High End mit SOtM Chef-Entwickler Il Won Lee ein Interview geführt. Dabei ging es vielmehr um den sMS-500 und generell SOtMs Streamer-Technologie und weniger um das Diretta Protokoll. Dennoch verband dies im Hörraum die Digital-Bausteine der Kette miteinander. Der Entwickler des Diretta-Protokolls war ebenfalls anwesend und zeigte, an welchen Modulen auf Raspberry Pi Basis er aktuell bastelt. Tiefere Einblicke in die Welt von SOtM liefert Ihnen dann schon bald das Interview.
Bei Transparent feierte der XL Powerisolator seine Showpremiere. Das High-End-Gerät bietet vier Ausgänge in zwei Filtergruppen und wird 10.000 Dollar kosten. In seiner Exklusivität übertrifft es damit nochmals den Powerisolator Reference, der acht Ausgänge zur Verfügung stellt. Die Front des massiven Aluminiumgehäuses formt eine unendliche Welle, wenn mehrere Geräte nebeneinander platziert werden. So macht die Stromversorgung der Anlage Eindruck. Die alte geschwungene Bauform der Powerisolatoren wird durch das rechteckige Design abgelöst. Neben den bekannten Magnum Opus Kabeln war das neue Actus zu bestaunen. Es wurde maßgeschneidert für eine noch eindrucksvollere Performance des dCS Varèse entwickelt und wird ab 9.400 Dollar kosten.
Der neue Transrotor Scala ist in der Grundausstattung (4.500 Euro ohne Arme und System) bereits auf den Zweiarmbetrieb vorbereitet. Dies ist auch die Maximalanzahl an Armen, die das auf dem Max basierende Laufwerk aufnehmen kann. Zwischen 9 und 12 Zoll ist alles möglich. Bei anderen Transrotoren ist es oft so, dass man die Tonarmbasen nach und nach aufrüsten kann, dieses Prinzip wurde mit dem Scala vereinfacht. Außerdem gehören ein Mitlaufbesen und spezielle Silikondämpfern in den Füßen zur Grundausstattung. Zusätzlich ist eine universelle Sockelplatte mit vier Spezialfüßen (1.200 Euro) für eine noch bessere Dämpfung erhältlich. Der TRA 9 (ab 5.900 Euro) kann neuerdings mit in-akustik Referenz AIR Pure Silver ausgestattet werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, kostet das Reinsilberkabel 4.000 Euro Aufpreis. Auf Wunsch können vorhandene Arme aufgerüstet werden. Sie werden dazu bei Transrotor zerlegt, bei in-akustik bestückt und wiederum bei Transrotor endmontiert.
Einen ebenfalls spannenden Dreher samt Tonarm fand ich in der Vorführung von Wand, Apertura, Mavis und Kimber Kable. Die spannende Musikauswahl des ursympathischen und dynamischen Wand-Erfinders Simon Brown hielt mich in der Vorführung. Sein 12“ Dark-Light Tonearm kostet 8.900 Euro, der 14-4 Master Turntable 7.500 Euro und wird beim Kauf mit Tonarm um 10 Prozent rabattiert. Die Kalibrator Evo sind Aperturas Neuinterpretation der Ur-Kalibrator. Ihr 22-Zentimter-Woofer soll bis zu 37 Hertz spielen. Sie werden 15.000 Euro kosten.
Mit Toscana veröffentlicht Rosso Fiorentino eine spannende Serie Koaxiallautsprecher. Die Kombination aus Alcantara und Leder für das Gehäuse setzt vollkommen neue Akzente. Ich wundere mich ernsthaft, weshalb vorher noch niemand auf diese Kombination für ein Lautsprechergehäuse gekommen ist. Dass gute Ideen in Verbindung mit Textil aus Italien kommen, ist aber eigentlich nicht weiter verwunderlich. Der Standlautsprecher kostet 4.800 Euro pro Paar, der Regallautsprecher und der Center liegen bei etwa 2.800 Euro. Den in der Kette als Streamer agierende iFi iDSD Phantom war kürzlich bei mir im Test. Der Preis von 4.700 Euro für den Phantom bricht zwar etwas aus dem sonst für iFi sehr erschwinglichen Rahmen aus, mit der neuen Ausbaustufe ihres mobilen Multifunktions-Kopfhörerverstärkers iDSD GR 2 machen sie dies wieder wett. Mit 550 Euro ist dieser nämlich günstiger als sein Vorgänger. Er soll bereits ab Mitte des Monats verfügbar sein. Mit Airo gehört zu iFi jetzt auch ein In-Ear-Hersteller. Verschiedenen Bundles beispielsweise mit dem hip dac 3 oder GO link wurden bereits geschnürt. Mit dem Duo und Duo Pro bietet Airo Bluetooth-In-Ears zu 30 Euro und 40 Euro. Der kabelgebundene Astra kostet 50 Euro. Für den Grell hat Dekoni ein passendes Kabel vorgestellt. Durch die etwas längeren Stecker muss man beim Kabeltausch im Gegensatz zum Standardkabel des Grell nicht mehr am Kabel selbst ziehen, sondern kann den Stecker greifen. Das Grundkabel ist mit einem klugen Wechselverschluss ausgestattet. So können verschiedenste Stecker sowohl verstärker- als auch kopfhörerseitig miteinander verbunden werden. Am kunstvoll dekorierten iFi Stand wird die Störungsfreiheit des Ausgangs eines iPower2 aus der SilentPower Subsparte im Vergleich zu einem günstigen Steckernetzteil hörbar gemacht. Außerdem wurden Lösungen für den Installationsbetrieb gezeigt.
Den Abschluss macht das Unternehmen Yung Cheng. Es wurde 1993 in Taiwan gegründet, operiert inzwischen aber von China aus und ist auf die Herstellung von Treiberkonussen spezialisiert. Obwohl Rebecca Hsu und ihr Ehemann Will Chang gar kein Produkt für den Endkunden anbieten, waren sie dieses Jahr das erste Mal auf der High End. Als Fertiger für viele internationale Kunden, wollten sie nach jahrelangen Beziehungen ihre Kunden einmal persönlich kennenlernen. Bei ihnen habe ich gute eine halbe Stunde am Stand verbracht. Ich wurde zu einem Stück Pizza eingeladen und wir haben uns über alles Mögliche außer HiFi unterhalten. Diese Begegnung soll stellvertretend für die offene und positive Atmosphäre der Messe stehen.
Wien 7.Juni: Hier geht es nicht nur um die vielfältigen Aktivitäten auf der Wiener High End, sondern auch um die Angebote, die sich für Freunde der Technik basierten Musikwiedergabe darum gruppierten. Den Anfang macht aber selbstverständlich die offizielle Messe, die dank des neuen Areals mehr bieten kann als bisher.
Dominique Fils-Aimé und ihre Band bezauberten am Samstagabend das Publikum mit ihrer Musik. Die überzeugende Bühnenpräsenz wurde durch das vom eigenen Soundingenieur verantwortete Klangkonzept in der Halle ergänzt. Ein Life-Erlebnis, eingebettet in die Messe, die für gute Musikwiedergabe steht. Gänsehaut-Feeling beim Konzert – so beschrieben es nicht nur Claudia Kazner und Magret Hocher, die mit der Organisation des Messegeschehens betraut sind, sondern auch andere Konzertbesucherinnen ihr Musikerlebnis. Die Magie des Abends erfasste fast alle der circa 500 Konzertbesucher. Nur der sorgsam inszenierte Abschluss – beim letzten Lied ging während des Gesangs von Dominique Fils die Band einer nach dem andern von der Bühne – wurde durch einen nicht enden wollenden Handyklingelton etwas getrübt. Dennoch ein toller Start für die Erweiterung der Aufgabe der Markenbotschafterin der diesjährigen High End.
Ein für das Gaming-Publikum entwickelter farbenfroher Plattenspieler, der als noch nicht ganz zu Ende entwickelter Prototyp aufgebaut war, soll laut der für diesen Bereich Zuständigen zeigen, dass es auch die Möglichkeit gibt, außerhalb des Spielens die Sound-Tracks auf eine andere, audiophile Art zu erleben. Mit Lautsprechern. Ohne Kopfhörer, einem, eventuell noch bezahlbaren Verstärker und entsprechenden Schallplatten zeigte sich dieses spezielle Angebot. Außerdem wurden in der Gaming-Zone, die es auch schon in der Vergangenheit in München gab, weite Erfahrungsmöglichkeiten wie Kleinstlautsprecher gezeigt und audiophil beschallte Spielbereiche angeboten.
Die Lage der Start-Up Area wurde von den dort angesiedelten „Nachwuchs-Unternehmen“ als besondere Unterstützung des Veranstalters eingeschätzt: Vor dem Zugang zur nächsten Halle und gegenüber eines Imbiss' wäre es ihnen trotz ihrer überschaubaren Größe möglich, von den Besuchern wahrgenommen zu werden, so einer der Angesprochenen.
Die Gelegenheit, im Rahmen einer HiFi-Show an Diskussionsrunden von Experten teilzunehmen habe ich schon vor 20 Jahren bei einer HiFi-Show in New York kennengelernt. Allerdings nicht unter so guten Bedingungen wie hier in Wien. Damals fand das Alles in einem anderen als dem Messehotel statt und war daher auch sehr spärlich besucht. Ob im ACV alle Diskussionen die unter dem Label X- PERDS stattfanden, gut besucht waren, kann ich nicht sagen, da ich immer wieder anderweitig auf der Messe unterwegs war, beim Thema THE EVOLUTION OF HIFI REVIEW moderiert von Paul Miller, dem Chefredakteur des weltweit am längsten erscheinenden HiFI-Magazins, ging es jedenfalls lebendig zu. Denn schon bevor der aus Deutschland stammende Kollege das Quartett auf der Bühne ergänzte, kamen interessierte Frage aus dem internationalen Publikum.
Ein ebenfalls schon in München bestehendes „Neben- oder Erweiterungsangebot“ für HiFi-Interessierte, ist die hifideluxe. Sie hat sich in Wien in direkter Nähe des Austria Center Vienna im 700 Meter entfernten Arcotel Kaiserwasser angesiedelt. Dies war schon in der Vergangenheit Ausstellungsort für die von Dr. Ludwig Flich veranstalteten klangBilder. Die hifideluxe vienna 2026 punktete zwar im Ausstellungsgebäude mit kurzen Wegen, bot aber in diesem Jahr im Erdgeschoß mit zehn und in der fünften Etage mit gerade mal fünf Ausstellungsräumen ein überschaubares Angebot. So konnte man sich in gemächlichem Tempo von Angebot zu Angebot bewegen und in jedem Fall mit Muße hören. Das Genießen der Musik mit den präsentierten Hifi-Komponenten war in einer mit Bedacht gestalteter Umgebung möglich. HiFi hat eben viel mit Ästhetik zu tun. Die zeigte sich besonders im Raum Mississippi. Die Wände waren mit extra für die Messe geschaffen Bildern der Krakauer Künstlerin Małgorzata Karp-Soja gestaltet.
Die letzte der Wiener (High End) Impressionen. Was fehlt? Das Meiste! Wer wissen will, wie der Sound in den Räumen war oder welche spannenden Neuheiten aufgrund der Angebotsvielfalt hier nicht gezeigt werden konnten, sei eingeladen zum Besuch in Wien. Die High End Vienna 2027 findet vom 06.Mai bis 09.Mai statt.
Gefühlt gab es auf der High End 2026 viel mehr zu sehen als noch letztes Jahr in München. Zum Großteil ist dies sicher auf die Vielzahl neuer Eindrücke ob der neuen Räumlichkeiten zurückzuführen. Dennoch, nicht nur die High End selbst, sondern auch das Marken-Portfolio verändert sich.
Ausführlichere Gedanken dazu und generell zu dem neuen High End Erlebnis in Wien werde ich im nächsten, ausführlicheren Bericht mit Ihnen teilen. Bis dahin können Sie sich wie üblich einen ersten mit Bildunterschriften kommentierten Überblick verschaffen.




















































Wien, 6. Juni: Zu Parallelmessen mag man stehen, wie man will, ich erinnere aber immer gerne daran, dass die heute wohl bedeutendste Show weltweit, die High End, vor über 40 Jahren erstmals parallel zur etablierten Hifi-Messe in Düsseldorf stattfand. Heuer gab es die „Xclusive High End Show Vienna“, mit der Michael Kromschröder hoch hinaus wollte.
Der Geschäftsführer des Klangloft aus der Nähe von München und Importeur von Aries Cerat für Deutschland und Österreich hielt die „Wolke 19“ im Ares Tower acht Gehminuten vom eigentlichen Veranstaltungsort entfernt für das geeignetere Umfeld zur Präsentation seiner Produkte. Die Räumlichkeiten der Wolke 19 umfassen die drei oberen Etagen des Towers im Vienna International Center. Vom 21. Stockwerk aus hat man einen überwältigen Blick über die Stadt und ihr Hinterland, besonders von der den Showroom umgebende Freifläche. Aber das Ambiente war wohl nur ein Argument für die Wahl dieses Veranstaltungsortes. Ein weiteres war gewiss auch, dass hier längere Öffnungszeiten möglich sind, was für eine Business-Messe nicht für Belang sein dürfte, wohl aber für den Musikgenuss in exklusiver Umgebung.
Leider waren alle unsere Abende verplant, so dass wir nicht in den Genuss des abendlichen Stadtpanoramas kamen. Dafür wurden wir aber durch vier absolute High-End Ketten entschädigt, in denen unter anderen Streaming-Komponenten von Pink Faun und ein Kronos Plattenspieler die Signale bereitstellten. Akustikelemente von Rdacoustic aus Tschechien sorgten trotz der großen Fensterflächen der Räume für guten Sound. Im ersten Raum waren die Lautsprecher von Aequo Audio aus Eindhoven zum Preis von 50.000 Euro zu hören, die sich mittels zweier Regler an die Raumakustik anpassen lassen.
Im nächsten Raum wurden die Elektrostaten von Prodigio aus Ungarn präsentiert und zwar das elegante Modell Vitorla, das mit 95.000 Euro in der Preisliste steht. Für die nötige Leistung und analoge Signale sorgten natürlich auch hier die Verstärker von Aries Cerat.
Die Signale des Kronos Perpetual zum Preis von 70.000 Euro plus Discover RS Tonarm –wie immer bei Kronos mit Ein-Punkt-Lager – bereitete die firmeneigenen Phonostufe auf. Digitale Signale wandelte der Aries Cerat Ithaka. Die Schallwandlung übernahmen hier in der Schweiz entwickelten und in Vietnam gefertigten Aria MK2. Das Topmodell der Marke kostet 160.000 Euro und beeindruckte mit einem sehr soliden Bassfundament. Die beiden Elemente pro Seite agierten absolut bruchlos und homogen.
Im großen Raum von Aries Cerat spielten vor dem aufsehenerregenden Akustikmodul von Rdacoustic die Sirenes zum Paarpreis von 265.000 Euro, ein Konzept bei dem auch Field-Coil-Wandler zum Einsatz kommen. Mindesten ebenso interessant ist das Laufwerk mit zwei Tangential-Tonarmen, von denen einer aus Titan gefertigt wurde. Auch für das nächste Jahr hat Michael Kromschröder wieder einen eigenen Auftritt geplant, diesmal aber in einem anderen der das ACV umgebenden Türme.
Wien, 4. Juni: Auch langjährigen Analogfans dürfte diese Zahl nicht unbedingt geläufig sein: Auf der Ortofon-Pressekonferenz konnte man erfahren, dass seit rund 40 Jahren kein neuer Nadelschliff entwickelt wurde. Das hat sich nun geändert. In Ortofons neuem Topmodell MC Vertex kommt erstmals ein neuer Nadelschliff zum Einsatz.
Aus diesem Grund machte das Team von Ortofon die Pressekonferenz zum Champagner-Empfang. Sparsamer gab man sich allerdings in Sachen technischer Information. Zwar wurde darauf hingewiesen, dass ein neuer Schliff auch eine modifizierte Bedämpfung erforderlich mache und der Magnetfluss im Generator optimiert worden sei. Wichtig sei auch, dass der Diamant mit seinem neuartigen Schliff in eine quadratische Öffnung im Diamantnagelträger eingesetzt werde. Was aber den neuen Schliff von bisherigen unterscheidet, verriet man den zahlreich erschienenen Pressevertreter jedoch nicht. Wie hifistatement.net jedoch aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich beim neuen Schliff um eine Kombination von Micro Ridge und Replikant 10, die besonders bei kritisch ausgesteuerten Passagen im Mitteltonbereich sauberer abtaste. Mehr Informationen gibt es im Test des Vertex zum Preis von rund 15.000 Euro. Ein Exemplar ist schon bestellt.
Wien, 4. Juni: Kaiserwetter bei der Eröffnung der ersten High End am Kaiserwasser in Wien. Wie so oft in München wurden die zahlreichen Fachbesucher und Pressevertreter, es sind ca. 500 akkreditiert, von strahlendem Sonnenschein ins Austria Center Vienna geleitet.
Bei der erstmals von Manuel Pinke, dem neuen Geschäftsführer der High End Society Service GmbH, gemeinsam mit Claudia Karzner moderierten obligatorischen Pressekonferenz zu Beginn der Messe wurde nicht nur auf die Möglichkeiten der neuen Lokalität, wie viel Raum und so weiter, sondern auch auf das Motto der diesjährigen High End „The Power Of Music“ und die ideale Verbindung zu Wien hingewiesen. Wien ist nun mal ein Ort, bei dem fast jeder Assoziationen zu Musik hat. Seien es Komponisten,Spielstätten oder Musiker. Die diesjährige Markenbotschafterin Dominique Fils-Aimé betonte die Kraft der Musik, sie zeige sich für sie in Schwingungen, Leidenschaft und Emotionen. Musik sei für sie therapeutisch. Auf ihre Inspiration angesprochen verwies sie unteranderem auf Nina Simon. BB King sowie Mozart und schloß mit dem Satz „Jazz Is Freedom“.
Das diese sympathische Musikerin während der High End ein Konzert, das abends und nicht nur für Messebesucher zugänglich ist, gibt, ist eine der Neuheiten dieser Messe. Insgesamt werden im Verlauf der Messe 40 Listening-Session bei verschieden Ausstellern stattfinden.
Was sicher auch eine neue Messeerfahrung ist, ist die sicher gewöhnungsbedürftige Weitläufigkeit des Geländes. Da werden schon einige Kilometer gemacht und das in angenehmer Luft. Kein Mief, keine Hitze. Der Besucherstrom vom Eingang verteilt sich wohltuend. Die folgenden Fotos sind Impressionen des ersten Tags und hauptsächlich in den Hallen der World Of Headphone entstanden.
Das Austria Center Vienna stellt eine Herausforderung an HiFi-Redakteure dar. Gleich fünf Stockwerke und vier Hallen summieren sich zu einer gewaltigen Fläche, die es abzulaufen gilt. Dabei unterscheidet sich der Charakter der einzelnen Stockwerke teilweise deutlich.
Generell sind die Flure viel weitläufiger als noch in München, was eine luftige und angenehme Atmopshäre schafft. Während auf einigen Stockwerken die Freiflächen dominieren, sind es auf anderen sehr große bis mittelgroße Ausstellungsräume, ein Stockwerk weiter kommt dann fast schon wieder ein Hotelmessencharakter auf. Gemeinsam mit den vier Hallen bietet die „neue“ High End viel Abwechslung. Sowohl die Stockwerke des Hauptgebäudes mit der speziellen vieleckigen Form als auch die Hallen eint die sehr moderne Ausstattung. So schaffen nicht nur die Freiflächen sprichwörtlich „Luft“, sondern überhaupt ist die Atemluft sehr angenehm klimatisiert, die Beleuchtung ist gleichmäßig und flimmerfrei. Im Direktvergleich merkt man dann doch, dass das MOC in München, so gute Dienste es für die High End auch geleistet hat, hier und dort bereits etwas abgerockt war. Und obwohl das MOC zwar durchaus vermisst wird, schließlich waren hier Wege und Abläufe bekannt, zeigt sich das Austria Center Vienna, wie ich finde, von seiner besten Seite. Ich freue mich auf die kommenden Tage und vor allem auf Sie, liebe Besucherinnen und Besucher.
Im Folgenden teile ich mit Ihnen meine Impressionen des ersten Tages in Bildform. Ich musste mich erst einmal darauf konzentrieren, mich überhaupt zurecht zu finden. So bin ich zwar nahezu überall schon einmal gewesen, aber habe es bei weitem nicht geschafft, die Messe in einem ähnlichen Umfang wie unser Fotograf Helmut Baumgartner abzulichten. Ich denke, Sie können dennoch bereits einen Eindruck gewinnen.
Der Umzug der wohl wichtigsten Hifi-Messe weltweit stellt nicht nur die Veranstalter, Aussteller – und Besucher? – vor neue Herausforderungen. Für uns war die Show in München in Heimspiel: Im letzten Jahr kamen fünf der sieben hifistatement.net-Teilnehmer aus München oder dem nahen Umfeld, auch wenn nicht alle Bild- oder Textbeiträge lieferten.
Auch in diesem Jahr wird die Hauptlast die Berichterstattung wieder auf den Schultern von Finn Corvin Gallowsky liegen. Er hat die Aufgabe im letzten Jahr und schon mehrfach mit seinen Berichten über die Audio Video Show in Warschau mit Bravour erledigt. Natürlich werden weder er noch Birgit Hammer unseren Fotografen Helmut Baumgartner ersetzen können, der in den Vorjahren mit seinen Bildern jeweils schon am Abend des ersten Messetages einen nahezu vollständigen Überblick über die Messe anbieten konnte. Dennoch sollte es auch heuer die ein oder andere unkommentierte Fotostrecke geben. Diese sollen durch kurze, Tagebuch-ähnliche Notizen zu Pressekonferenzen, Listening-Sessions und persönliche Eindrücke in lockerer Folge ergänzt werden. So auch heute:
Wien, 3. Juni: Wenn wir schon die Reise in unsere Lieblingsstadt machen, können wir dabei auch gleich zwei Aufgaben erledigen. Es bietet sich an, neben dem Messebesuch auch wieder einmal bei Christoph Stickel in seinem Mastering Studio vorbeizuschauen, damit er den Aufnahmen von Rikard From, die wir im November letzten Jahres im A-Trane in Berlin gemacht hatten, den letzten analogen Schliff verpasst. So sehr wir seinem Können und seinem Geschmack auch vertrauen: Dabei zu sein und bei der ein oder anderen klanglich-ästhetischen Entscheidung mit einbezogen zu werden, ist einfach etwas ganz anderes. Und was der Mastering-Profi macht, ist natürlich nicht nur für uns spannend.
Die Treffen mit Ortofons Ex-Chef-Entwickler Leif Johannsen an einem Tag vor der High End – in den letzten Jahren natürlich in Gröbenzell – sind schon zur Tradition geworden. Warum sollten wir daran etwas ändern, nur weil die High End nach Wien umzieht? Also haben wir ihn einfach ins Mastering Studio eingeladen. Nicht ohne Hintergedanken: Vielleicht gibt er ja schon ein paar Details zum neuen Topmodell von Ortofon preis, das am Donnerstag um 14 Uhr offiziell der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Doch dann kam das Gespräch auf Deep Purple, deren letztes Album Christoph Stickel für eine spezielle LP- und Tonband-Edition gemastert hatte. Die Band wird ebenfalls am Donnerstag um 14 Uhr Stand von Revox Autogramme geben. Schade, dass Leif Johannson zu der Zeit schon was anderes vor hat: Wie der Deep-Purple-Fan im Interview über das Ortofon Verismo enthüllte, war es deren Album Made In Japan, das seine Technik- und Musikbegeisterung weckte. Als dann auch noch Künstlerhafen-Chef Dirk Mahlstedt im Studio erschien, der neben De-Phazz auch Rikard From hierzulande managt, ging es endgültig nur noch um Musik. Das neue Tonabnehmersystem geriet in Vergessenheit…
Inzwischen hatte Christoph Stickel einige Konzepte zur Klangverbesserung erarbeitet, alle ebenso subtil wie elegant und dezent. Schließlich einigten wir uns neben den notwendigen Pegelanpassungen auf minimale Eingriffe, die für viele bei ersten Hören vielleicht unwichtig erscheinen mögen, dem Langzeitgenuss, dem musikalischen Fluss und der Raumdarstellung bei mehrmaligem Anhören aber ungemein förderlich sind. Die LP sollte im Herbst bei einem großen deutschen Label erhältlich sein. Danach ging es dann zu einer Veranstaltung eines renommierten deutsches Vertriebes, der auf der Messe nicht selbst vertreten ist, aber dort natürlich seinen Herstellern hilfreich zu Seite steht. Darüber morgen mehr. DS









Spendor hat seinen Klassiker A1 verfeinert. Der wichtigste technische Unterschied ist eine zusätzliche Verstrebung, die jetzt direkt hinter dem Tiefmitteltöner sitzt und über eine Sorbothane-Dämpfung mechanisch gekoppelt ist. Dadurch sollen störende Resonanzen reduziert werden. Wir haben uns die Evolutionsstufe A1.2 angehört.
Einleitend möchte ich kurz auf meine persönliche Perspektive zu diesem Lautsprecher eingehen. Denn was um Himmels Willen interessiert einen Hochwirkungsgrad-Junkie eine kleine Regalbox mit bescheidenem Wirkungsgrad? Tatsächlich habe ich mir diesen Lautsprecher selbst für einen Test ausgesucht, denn im Laufe der Jahrzehnte der Beschäftigung mit HiFi sind die bei mir zu Hause herumstehenden Lautsprecher immer größer und auch einfach „mehr“ in der Anzahl geworden. Das stößt nicht immer bei allen häuslichen Mitbewohnern auf uneingeschränkte Gegenliebe und tatsächlich fragte ich mich irgendwann selbst: Wie lange hast du eigentlich noch Lust, diese großen Trümmer zu Hause zu ertragen? Gibt es nicht kleine, einfache Plug-and-Play-Lösungen zum In-die-Ecke-stellen, die genauso viel Spaß machen? So wie zu Jugendzeiten, als die Boxen dort hingestellt wurden, wo halt Platz im Zimmer war. Und oft kommt es mir heute so vor, als hätte ich damals viel mehr Spaß am Musikhören gehabt.

Mir war klar, dass die Spendor A1.2 nicht unbedingt röhrenkompatibel ist, aber hier komme ich zum zweiten „Trigger“, der in Kombination mit dem oben genannten Platzfrust der eigentliche Auslöser für meine Wahl war. Ein geschätzter Freund und gleichzeitig sehr geerdeter HiFi-Fan, der mich oft genug auf den Boden der Tatsachen zurückholt, spielte mir seinen neuen Vollverstärker Musical Fidelity A1 vor. Sie wissen schon, das ist dieser neu aufgelegte Class-A-Klassiker aus den 1980er-Jahren. Ich bin von dem Gerät völlig begeistert und mein Bekannter, seines Zeichens bekennender UK-HiFi-Fan und Anti-HiFi-Gigantomane, ist (beziehungsweise war) auf der Suche nach einem neuen Lautsprecher. Also machte ich mich auf die Pirsch und schließlich waren sie bei mir zu Hause eingezogen, die beiden kleinen, schnuckeligen Spendor A1.2 Regalboxen. Zusammen mit dem leihweise ebenfalls bei mir eingezogenen Musical Fidelity A1, versteht sich. Und meinem Freund, der dank langer begeisterter Hör-Sessions, die er sich nicht entgehen lassen wollte, gefühlt nun ebenfalls bei mir zu wohnen schien…

Aber ich greife vor. Mit der A1.2 führte Spendor bereits im letzten Jahr die zweite Generation des kleinsten Modells der A-Line-Baureihe ein. Der Lautsprecher ist als passiver Zwei-Wege-Kompaktmonitor ausgelegt und verwendet wie der evolutionäre Vorgänger ein geschlossenes Gehäusekonzept ohne Bassreflexöffnung. Das ist bemerkenswert, denn die meisten Hersteller helfen den unteren Oktaven gerne mit einem Bassreflexrohr auf die Sprünge, was oft genug in effekthaschenden Luftpumpen-Hüben endet und nicht mehr viel mit High Fidelity im eigentlichen Sinn zu tun hat. Gut ausgelegte geschlossene Konzepte hingegen können aufgrund des als zusätzliche Feder wirkenden eingeschlossenen Luftvolumens durch präziseres Ausschwingen im Bass überzeugen. Die meisten Helmholtz-Resonatoren – also Bassreflex-Boxen – verfügen nach meiner Erfahrung zwar über mehr Tiefbass und mehr Wirkungsgrad aufgrund der zusätzlichen Energie um die Abstimmfrequenz herum, aber das wird in der Regel durch Resonanzen, Phasendrehungen und längere Ausschwingzeiten erkauft. Diese Nachteile wiegen meist schwerer als das vordergründige „Mehr“ an Bass. Geschlossene Konzepte wie die A1.2 kennen solche Sauereien nicht. Die Spendor ist als Regal- beziehungsweise Stativlautsprecher konzipiert, kostet als Pärchen circa 1900 Euro und wird vollständig in Großbritannien hergestellt. Das ist doch mal ein Wort.

Die elektroakustische Konstruktion basiert auf einem Zwei-Wege-System mit einer relativ hohen Trennfrequenz bei 4200 Hertz, was für eine breitbandige Auslegung des Tiefmitteltöners spricht, denn ein 150-Millimeter-Treiber bündelt bei vier Kilohertz bereits recht stark. Der Tief-Mitteltonbereich wird nämlich von einem solchen 150-Millimeter-Chassis mit EP77-Polymermembran übernommen, für den Hochtonbereich verwendet Spendor eine 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte. EP77 ist ein von Spendor entwickeltes Membranmaterial, das auch in den anderen Modellen des Herstellers eingesetzt wird. Über die konkrete Topologie der Frequenzweiche sowie die eingesetzten Bauteile veröffentlichen die Briten keine technischen Einzelheiten. Da der Lautsprecher aber aus der BBC-Tradition hervorgeht, die für möglichst saubere Phasenverhältnisse, breite Überlappung der Chassis und wenig komplexe Filter steht, gehe ich von sechs oder zwölf Dezibel Flankensteilheit pro Oktave aus.
Spendor gibt den typischen Frequenzumfang im Hörraum mit 60 Hertz bis 26 Kilohertz an, die Nennimpedanz beträgt acht Ohm und der Wirkungsgrad liegt bei 83 Dezibel pro Watt und Meter. Bäume ausreißen kann die A1.2 also kaum und als empfohlene Verstärkerleistung nennt Spendor einen Bereich zwischen 25 und 100 Watt. Die Anschlusssektion besteht aus einem einzelnen Paar versenkter Präzisions-Lautsprecherklemmen; Bi-Wiring- oder Bi-Amping-Anschlüsse sind nicht vorgesehen. Kleinleistungstrioden scheiden als Antrieb also aus, trotzdem habe ich einen kleinen Almarro A205A MkII mit fünf Watt Class A Nennleistung zumindest mal ausprobiert, was sich jedoch als Mismatch herausgestellt hat – soviel vorab.

Die wesentliche technische Änderung gegenüber der ursprünglichen A1 betrifft die mechanische Struktur des Gehäuses. Für die A1.2 wurde die interne Konstruktion überarbeitet; nach Herstellerangaben kommt ein verfeinertes internes Verstrebungssystem zum Einsatz, das Gehäusevibrationen reduzieren und die Wechselwirkungen zwischen Chassis und Gehäuse minimieren soll. Spendor nennt in diesem Zusammenhang die Verringerung von Gehäuseresonanzen, also die Reduktion von „cabinet interaction“ sowie die Verminderung von „time smearing“. Zusätzlich wird eine Sorbothane-Dämpfung innerhalb der mechanischen Kopplung des Gehäuses eingesetzt. Sorbothane ist ein viskoelastisches Dämpfungsmaterial, das Schwingungsenergie in Wärme umwandelt und zur mechanischen Entkopplung verwendet wird. Spendor weist ausdrücklich darauf hin, dass die A1.2 auch bei wandnaher Aufstellung sowie in kleineren Räumen eingesetzt werden kann und so habe ich es dann auch gehalten: Die beiden Lautsprecher durften es sich in einem 20 Quadratmeter großen Raum auf Ohrhöhe auf einem Ständer ungefähr 30 Zentimeter von der Rückwand gemütlich machen, mit einem Basisabstand von circa zweieinhalb Metern zueinander. Und weil hier bei mir gerade noch der Röhrenvollverstärker Gallion AudioTS34 gastierte, durfte dieser zunächst die beiden kleinen Briten befeuern. Im Class-AB-Betrieb bringt der Gallion immerhin 40 Watt Ausgangsleistung an die Klemmen, was nominell für die Spendors ausreichen sollte.

Tatsächlich gingen der Galion und die Spendors eine sehr harmonische Liaison ein. Zwar etwas gemein von mir, aber um dem Tiefton gleich mal auf den Zahn zu fühlen, musste ein Klassiker herhalten: Das Intro von „Hells Bells“ von AC/DC (Back in Black, Atlantic Records, 1980) offenbart unmittelbar jede Schwäche im Tieftonbereich. Ich erwartete keine Wunder, aber die „Höllenglocken“ kamen klar konturiert und mit guter Kontrolle, ohne tumbe Effekthascherei. Natürlich stiegen die Briten nicht so tief in den Keller wie ausgewachsene Standboxen, aber das, was sie darstellten, hatte schon richtig Qualität. Trocken, knackig, konturiert und wieselflink wirkte der Bass, das können viele Bassreflex-Kollegen dieser Gewichtsklasse eben nicht so gut.
Etwas gediegenere Kost wie zum Beispiel Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ (Yehudi Menuhin, His Master´s Voice, 1985) überzeugte in Sachen Raumstaffelung und Klangfarbentreue ungemein. Streicher und Blasinstrumente kamen in ihren Klangfarben sehr echt und authentisch rüber, hier half der Galion Audio gewiss ein gutes Stück mit, in der Tendenz leicht warme und weiche Hochtonglanzlichter zu setzen. Die Instrumente hatten ausreichend Luft zur Entfaltung um sich herum und sowohl die Breiten- als auch die Tiefenstaffelung überzeugten mich.
Gänsehautmomente erzeugte das Album Aion (4Ad, 1990) von Dead Can Dance. Renaissance-Musik mit gregorianischem Gesang und mittelalterlichen Instrumenten wie Drehleier und Dudelsack erfordern tonale Sauberkeit und subtile Feindynamik. Und auch hier erlaubten sich die kompakten Monitore von Spendor nicht die geringsten Schwächen: Fein nuancierte Vokale beim Gesang klangen realistisch und sehr fein aufgelöst, S-Laute kamen ohne crispe oder scharfe Akzente aus. Die historischen Instrumente spielten farbstark und natürlich auf, feinste Klangverästelungen wurden sehr sauber aufgelöst und schwangen detailliert aus.

Beim Wechsel des Verstärkers traute ich zunächst meinen Ohren nicht. Der Galion Audio TS34 wurde in die Pause geschickt und nun durfte der Musical Fidelity A1 ran. Trotz geringerer Nennleistung als der Galion wurde die gesamte Spielart nun schneller, frischer, spritziger und irgendwie einfach lebendiger. Es gibt so Momente im HiFi-Leben, da hast du das Gefühl, dass etwas einrastet, dass zwei Komponenten einfach wie füreinander geschaffen sind. Dies war so ein Moment! Das kann auch daran liegen, dass beide aus einem britischen Stall kommen. Was lag also näher als Brit-Pop aufzulegen: Oasis spielten etwa „Don´t Look Back In Anger“ und „Wonderwall“ so enthusiastisch und aus einem Guss, wie ich es selten erlebt habe –und das meine ich absolut und völlig preisklassenunabhängig. Oder The Verve mit mit „Lucky Man“ (Urban Hymns, Hut Recordings/Virgin, 1997): Das Klangbild baute sich aus der Mitte heraus auf, aus dem Stimmenbereich, und die Frequenzbandenden fügten sich einfach harmonisch ein. Klar, es fehlte die autoritäre Substanz feister Großboxen oder die feinstoffliche Hochtonauflösung guter Hörner, aber hey, solche Vergleiche verboten sich einfach, denn hier spielten hochmusikalische, integrierende Monitor-Lautsprecher, die fast so bruchlos wie sehr gute Breitbänder klangen.
Für mich persönlich war die Spendor A1.2 ein sehr heilsamer Ausflug heraus aus Hochwirkungsgrad- und Röhrengefilden, hinein in das Hier-und-jetzt-HiFi zum Auf-dem-Teppich-bleiben. Wer bezahlbare und aufstellungsunkritische hifidele Kleinlautsprecher sucht, der höre sich die Spendor A1.2 unbedingt an und hänge sie an den richtigen Verstärker. Die von mir verwendeten Geräte können dabei nur ein kleiner Fingerzeig sein, aber es würde mich stark wundern, wenn es da draußen noch viele vergleichbare „Matches“ wie das mit dem Musical Fidelity A1 gäbe.
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Gehört mit
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| Phonovorverstärker | Pro-Ject Phono Box S2 Ultra mit Pro-Ject Accu Box S2 |
| Plattenspieler | Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO |
| Tonabnehmer | Pro-Ject Pick it PRO |
| Vollverstärker | Galion Audio TS34; Almarro A205A MkII, Musical Fidelity A1 |
| Zubehör | Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject, Connect-it RCA-E |
| Möbel | Hi-Fi Racks Ltd |
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Herstellerangaben
Spendor A1.2
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|---|---|
| Prinzip | geschlossener 2-Wege-Regallautsprecher |
| Treiber | Hochtöner: 2mm Polyamid-Kalotte; Tief-/Mitteltöner: 150 mm EP77 Polymer-Membran |
| Empfindlichkeit | 83dB/W/m |
| Frequenzgang | 60–2600Hz |
| Übergangsfrequenz | 4200 Hz |
| Nennimpedanz | 8 Ohm (Minimum 6,4 Ohm) |
| Abmessungen(HxBxT) | 308 x 165 x 186mm (T) |
| Gewicht | 4,8kg pro Lautsprecher |
| Belastbarkeit | 100W |
| Empfohlene Verstärkerleistung | 25-100W |
| Furniere | Black Oak, Walnut, Oak, Satin White |
| Gehäusematerial | MDF |
| Preis | 1900 Euro |
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Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
| mika.dauphin@drei-h.biz | |
| Telefon | +49 40 37507515 |
Inzwischen dürfte es sich herumgesprochen haben: In Sachen High End ist in diesem Jahr alles anders. Sie findet nicht wie üblich im Mai und oft beginnend am Tag von Christi Himmelfahrt in München, sondern erstmal im Austria Center Vienna in der österreichischen Hauptstadt statt und beginnt heuer an Fronleichnam, dem 4. Juni.
An der Dauer hat sich natürlich nichts geändert: Vier Tage lang werden spannende Innovationen und bewährte Klassiker präsentiert. Wie üblich sind die beiden ersten Tage Fachbesuchern und Pressevertretern vorbehalten, während die Messe am Samstag und Sonntag allen Interessierten offensteht. Schon Ende Januar zeichnete sich ab, dass die Messe ein Erfolg sein würde. Die High End Society formulierte es in eine Pressemitteilung so: „Der Umzug ins Austria Center Vienna ist ein bedeutsamer Schritt in der Geschichte der HIGH END. Der neue Veranstaltungsort punktet mit vielversprechenden Perspektiven in einem modernen, zukunftsorientierten Umfeld und bietet Ausstellern sowie Besuchern gleichermaßen ein ansprechendes, innovatives Umfeld für den Austausch über neueste Technologien, Trends und Visionen. Wien, als Welthauptstadt der Musik, verbindet Tradition und Zukunft und macht die Veranstaltung 2026 zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. … Ein weiteres Highlight: Die kanadische Sängerin Dominique Fils-Aimé begleitet die HIGH END Vienna 2026 als Markenbotschafterin. Mit ihrer einzigartigen Stimme und künstlerischen Ausdruckskraft hat sie es zu internationalem Ansehen gebracht und wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Dominique Fils-Aimé wird auf der Messe anwesend sein und die Veranstaltung mit ihrer charismatischen Ausstrahlung bereichern. Als Künstlerin, die Musik in ihrer emotionalen Tiefe und kulturellen Bedeutung lebt, unterstreicht sie die kreative Dimension der Audiobranche und die verbindende Kraft des Musikhörens. … Die vollständige Ausbuchung und die starke internationale Beteiligung spiegeln die enorme Relevanz der HIGH END Vienna 2026 wider. Mit großer Vorfreude blickt die Branche auf inspirierende Begegnungen, innovative Lösungen und unvergessliche Klangmomente. Eine lebendige Atmosphäre, die Mischung aus B2B-Plattform und emotionalem Messeerlebnis sowie eine herausragende Klangkultur machen die HIGH END VIENNA zu einem Event, das sowohl die Fachwelt als auch Musikliebhaber aus aller Welt begeistert. Das Publikum ist eingeladen, Teil dieses einzigartigen Ereignisses zu werden und gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten die Zukunft des guten Tons zu feiern.“
Inzwischen steht auch fest, dass die Markenbotschafterin Dominique Fils-Aimé am Samstag, 6. Juni 2026 ein exklusives Konzert im Austria Center Vienna gibt und gemeinsam mit ihrer Band das aktuelles Album „My World Is The Sun“ präsentiert, mit dem sie seit einigen Monaten erfolgreich auf Welttournee ist. Das Konzert markiert ein Debüt: Erstmals steht mit Dominique Fils-Aimé eine Markenbotschafterin der Messe selbst auf der Bühne. Damit entsteht ein außergewöhnlicher Live-Auftritt, bei dem die Verbindung von Musik und audiophiler Klangkultur auf besondere Weise spürbar wird. „Mit diesem Konzert schaffen wir ein einzigartiges Event, das weit über den Messekontext hinausgeht“, betont Manuel Pinke, Geschäftsführer der HIGH END SOCIETY Service GmbH. „Dominique Fils-Aimé verkörpert perfekt das diesjährige Motto „Power of Music“ – der emotionalen Kraft von Musik, die Menschen verbindet. Wir freuen uns sehr, dass sie diese für uns live im Rahmen der HIGH END zum Ausdruck bringt.“
Die Eintrittskarten für das Konzert kann man ebenso wie die für die Messe ausschließlich online im Ticketshop erwerben.
Veranstaltungsort
Austria Center Vienna (ACV)
Bruno-Kreisky-Platz 1
1220 Wien | Österreich
Veranstaltungsdatum
4. bis 7. Juni 2026
Öffnungszeiten
Donnerstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag: 10:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag und Freitag nur geöffnet für Fachbesucher:innen mit Vorabregistrierung.
Ticketpreise
B2B-2-Tagesticket: 39 Euro
B2B-4-Tagesticket: 59 Euro
Tagesticket Samstag: 20 Euro
Tagesticket Sonntag: 20 Euro
Die Tickets gibt es ausschließlich online im Ticketshop.
Studierende erhalten bei Vorlage Ihres Studentenausweises freien Eintritt!
Veranstalter
HIGH END SOCIETY Service GmbH
Vorm Eichholz 2g
42119 Wuppertal
Telefon: +49 202 702022
E-Mail: info@highendsociety.de
web: www.highendsociety.de
The first, rather lengthy article about Wilson Benesch' Prime Meridian system dealt solely with the turntable unit, consisting of the OMEGA Drive, ALPHA Drive, the FrACTal damping system in which the motor and tonearm are mounted, and the R1 Rack. Now, in addition to introducing the tonearm and cartridge, we finally turn to the sound of the turntable.
The fact that the Prime Meridian system's turntable is driven by a motor with one and a half times the diameter of a long-playing record -the largest drive ever used in a turntable - is the reason I devoted so much space to the technical description. Furthermore, it should be clear that Craig Milnes and his team fundamentally questioned all supposed certainties regarding record reproduction and developed their own scientifically sound solutions - regardless of the resulting costs.

This also applies, of course, to the tonearm, which in the company's own terminology is called the GRAVITON® Ti Armwand and, despite its many innovations, appears quite familiar. This is certainly due to the fact that one of the first two Wilson Benesch components was the A.C.T. One tonearm. Even back in the early 1990s, it was manufactured from a carbon fibre composite – an absolute novelty in the hi-fi and high-end sector. At that time, measurements and listening tests had already revealed that the fibre orientation, material damping, and structural geometry significantly influenced resonance control and energy transfer. In its final form, the carbon fibre composite arm possessed an exceptionally favourable stiffness-to-mass ratio combined with outstanding damping properties.
From September 2017 to August 2021, Wilson Benesch participated in the EU-funded SSUCHY project - "Sustainable Structural and Multifunctional Biocomposites from Hybrid Natural Fibres and bio-based polymers" - along with 16 other manufacturers, universities, and research institutes from seven countries. The Femto Institute in Besançon contributed insights at the molecular level into the resonance behaviour of composite materials. These insights revealed that for the A.C.T. One, the hyperbolic curve of the arm represents the optimal geometry: it offers no material redundancy, and its diameter decreases with increasing distance from the pivot point. The 0/90-degree fibre orientation in the carbon fibre fabric also ensures maximum torsional stiffness and increases the surface area. This increases the fibre length and thus the path that the energy to be dissipated must travel. In this process, it encounters countless fibres arranged at 90-degree angles. At the intersections, this energy is damped and can be dissipated. Thus, the right-angled alignment of the fibres guarantees excellent damping. Finally, the one-piece construction of tonearm tube and headshell avoids discontinuities in the technical structure that can occur, for example, with a removable, screwed-on headshell. These discontinuities create a reflective boundary for the energy dissipated via the tonearm tube.

There was therefore no reason not to use the proven tonearm tube as the starting point for the development of the GRAVITON® Ti arm wall. It was further reinforced with a graphene-epoxy matrix and improved by the addition of unidirectional carbon fibre and a Rohacell sandwich section. Bio-composite damping layers, developed in the SSUCHY project, were also incorporated. Wilson Benesch can control every aspect of the design and manufacturing in-house: the creation of custom moulds, the hand-applied carbon fibre, and the execution of the Vacuum Resin Transfer™ (VRTM) process, in which dry carbon fibres are placed in a precision mould and then impregnated with resin under vacuum pressure. The resulting favourable fibre-to-resin ratio leads to stronger, lighter, and more homogeneous structures than conventional lamination methods.
Wilson Benesch chose titanium for the counterweight and pivot structure of the carbon fibre composite tonearm tube because it ideally combines strength, stiffness, and damping properties for this application. Titanium powder is shaped using selective laser sintering: it is designed to follow the spiral structure of the carbon fibre tube so that no energy is reflected at the interface and flows back to the cartridge. Above the stylus, the titanium component must have no excess mass to prevent any wobbling of the tonearm. Selective laser sintering not only enables the unusual external shape of the counterweight and bearing unit but also a non-homogeneous internal structure: while the titanium on the surface of the unit exhibits the usual crystal lattice structure, the interior also contains sections of titanium powder, which - similar to a sandbag - provides high damping. Furthermore, the resonance behaviour of the structure is optimized by the fine hexagonal tessellated structures already seen in the Wilson Benesch cartridge.

The GRAVITON® Ti Armwand bearing is a single-point bearing with a stabilization system whose shape was optimized using artificial intelligence. Inside, it also incorporates tessellated structures and un-sintered titanium powder for damping. The bearing shell contains three balls: two very finely polished zirconium balls and one made of an unspecified hybrid material, which provides both damping and, thanks to its conductivity, electrical grounding for the arm. Since overly rigid metal contacts vibrate, while excessively damped contacts impair resolution, the correct ratio of contact stiffness to vibration damping is crucial for the three balls. The bearing shell sits on an axle held by an EcoGrip hydraulic chuck and moved by a piezoelectrically driven mechanism. This allows for height adjustments of the bearing shell, and thus the arm, after the hydraulic chuck is automatically released. The linear piezo actuator moves in nanometre increments, which is far too fine for adjusting the vertical tracking angle (VTA). Wilson Benesch's PIEZO VTA system can be controlled from the listening position via the WB GMT® Control APP using a smartphone included with the Prime Meridian system, and allows height adjustments of one micrometre – still orders of magnitude more precise than what is possible by hand or with fine-threaded screws on conventional tonearms.

Since even micrometre-level adjustments aren't necessarily practical, the app includes a slider to pre-select the size of the height adjustment steps: very convenient and well-designed. The app also allows you to start and stop the turntable's motor and operate the tonearm lift. What might initially sound like an unnecessary gimmick quickly becomes indispensable: even in my relatively small listening room, it's extremely pleasant to lower the arm only after settling comfortably into my chair. Returning briefly to the PIEZO VTA system: Aligning the tonearm parallel to the platter by eye is extremely difficult due to its hyperbolic shape. However, because it's manufactured in two parts, the GRAVITON® Ti tonearm has an almost invisible ridge in the middle, which allows it to be horizontally adjusted using a cross-lens laser. I didn't change this setting afterward, as the geometry is only correct in precisely this position. If, for example, you wanted to change the VTA for sonic reasons and raise the tonearm slightly at the rear, the effective length would also change, and consequently, the offset angle would have to be adjusted. This applies not only to the GRAVITON® Ti tonearm, but to any tonearm. Nevertheless, the remote-controlled height adjustment makes sense. The current app, which wasn't yet available during the Prime Meridian system's stay in my listening room, offers various presets that can be assigned to records of different weights or thicknesses, for instance. Settings for a second or third GRAVITON® Ti tonearm with a perfectly aligned cartridge are also conceivable.

As the ongoing development of the app demonstrates, Wilson Benesch is constantly optimizing the GMT® One and the Prime Meridian systems. Compared to earlier versions, the STAGE One system has also undergone improvements: Initially, a small, wing-shaped housing, mounted on a plexiglass plate attached to the rear of the turntable so that it sits directly above the tonearm's pivot point, contained a 1:10 step-up transformer. This prepared the cartridge's output voltage for the phono stage. This step-up transformer has now been omitted, but the "piano" tonearm remains – and for good reason: Its underside features a socket, the counterpart to the plug of the cables that exit the tonearm precisely at its pivot point. The highly flexible cables are therefore not bent or looped as with other tonearms but run straight upwards.
Furthermore, due to its length, the tonearm moves through a smaller angle when playing an LP than, for example, a nine-inch arm. Therefore, the cables exert virtually no force on the tonearm and consequently on the cantilever suspension. This allows the cantilever to more easily track even very slight groove excursions and read out more detailed information. It's no wonder, then, that Craig Milnes attributes an important role to the tonearm cable in terms of fine detail resolution. On the back of the "Piano" tonearm, you'll find RCA or XLR connectors, depending on customer preference. Continuous cabling from the connector above the arm to the phono stage is also possible. Wilson Benesch recently began offering the arm as the GRAVITON® Ti tonearm for use on turntables from other manufacturers, without the remote-controlled height adjustment, but naturally with a version of the STAGE One cable routing. I wouldn't rule out trying it out on my LaGrange turntable myself – as soon as a base for the Brinkmann turntable has been designed.
When Wilson Benesch delivered the Prime Meridian system after last year's High End show, a TESSELLATE Ti-S cartridge was mounted in the headshell of the GRAVITON® Ti tonearm – the middle model in the hierarchy of Wilson Benesch's three cartridges. Regular readers of hifistatement will be very familiar with it from the report on a pre-production version and the test of the production version (now the links lead to texts in German, soon after this year's High End in Vienna English versions will be available). Therefore, I won't describe it again in detail here: I refer you to the two articles mentioned above, reiterate the most important design details, and focus on the mechanical interface between the cartridge and the tonearm.
The TESSELLATE Ti-S features a sapphire cantilever, but this is only one part of its hybrid cantilever design. Wilson Benesch is the first manufacturer to surround the sapphire rod with a unidirectional carbon fibre damping ring. This same ring is also found on the boron and diamond cantilevers of the other two TESSELLATE cartridges. The damping ring is asymmetrically positioned around the cantilever and, although it adds virtually no mass, it provides significant damping: vibrational energy on the cantilever is suppressed before it can be fed back into the generator. Thanks to this combination of stiffness and damping, the hybrid cantilever is said to offer unprecedented tracking accuracy, resulting in reduced distortion and exceptional reproduction of fine musical details.

As with all Wilson Benesch products, the housing of the TESSELLATE Ti-S is designed with a focus on high rigidity, low mass, and excellent resonance control. Therefore, a housing without perfectly parallel surfaces was constructed, featuring a tessellated lattice structure manufactured through selective laser sintering of titanium powder. The design of the internal structures, like the titanium components of the tonearm, was based on biomimetic principles, such as those used to develop the bones of a starling. The tessellated lattice structure of the sides creates a semi-open housing that significantly influences the sound less than a closed one. The housing surface that makes contact with the headshell also features a lattice structure. Since even seemingly flat surfaces are not perfectly even, contact is established only at various microscopically small points. Ideally, this connection should be mechanically stable and acoustically damped, but in this case, it is not, allowing reflected resonance energy to travel back to the cartridge's generator. During cartridge mounting, a thin layer of viscoelastic adhesive is applied to the headshell. As the mounting screws are tightened, this adhesive flows into the hexagonal grid, forming precisely shaped polymer cushions. This creates, firstly, a large, continuous contact surface instead of microscopically small contact points. Secondly, the viscoelastic material converts vibrational energy at the interface into heat, preventing it from being reflected back to the cartridge. Thirdly, once the adhesive has cured, the cartridge and headshell behave as a single unit: micro-movements between them cease.

But that's not all: The cartridge isn't simply screwed into the headshell with two Allen screws and washers, as is usually the case. Instead, Wilson Benesch includes a fin. This is a titanium arc with a tessellated lattice structure, which is, of course, also manufactured using selective laser sintering to achieve maximum rigidity with minimal mass. The wide base of the fin distributes the clamping forces evenly across the interface between the cartridge and tonearm. Wilson Benesch sees the fin not merely as a mounting component, but as an integral part of the resonance control system. While the white paper offers further insights into the special properties and Poisson's ratio of cork, I'll leave it at that with the technical features of the Prime Meridian system described so far. It should be clear that Wilson Benesch has thoroughly examined all aspects of vinyl playback and developed a wealth of innovative solutions. The Wilson Benesch system is unlike any turntable that has previously visited my listening room.

Immediately after setting up the turntable, while Christina, Craig, and Luke Milnes were still present, I put on Art Farmer and Jim Hall's Big Blues out of habit, and after the first few bars, I was certain I was going to have a lot of fun with the Prime Meridian system. I hadn't even sat down in the listening chair yet. Nevertheless, the transient response immediately captivated me; the Wilson Benesch cartridge played with pinpoint accuracy, there were no tonal anomalies, and even listening almost casually, the wealth of detail and the precise rendering of the musical events were striking. On the other hand, it was already becoming clear that describing the sound wouldn't be easy: you certainly wouldn't be satisfied with the simple statement, "I've never heard my LPs sound as good as with the Prime Meridian system." I postponed solving the problem for the time being, refrained from playing any familiar test records, and used the high-tech machine exclusively for enjoying music with my wife that evening.
But even then, the underlying evaluation system can't be completely switched off - not even when a record is on the turntable that already thrilled us in the mid-80s: musically, not necessarily sonically. Yes, you guessed correctly that a double bass plays an important role on it, namely the one played by Eddy Gomez, who recorded Music For Flute And Double Bass with Jeremy Steig at the end of 1978. The CMP record is so dear to me that I've had a second, brand-new copy on my shelf for some time now, just in case something happens to the copy that's been played for over 40 years.

The rhythmically and harmonically nuanced interplay between these contrasting instruments, in which additional voices also participate thanks to studio technology, is what makes the album so appealing. While the use of numerous effects such as octave divider, Mutron Bi-Phase, Echoplex, and ring modulator for the flutes provides variety, it often lends the sound a somewhat inorganic quality. Eddie Gomez's basses, including a 5/8 model, were recorded via a pickup. When the Wilson Benesch takes over the recording, additional micro-details suddenly become apparent here and there; the flute's sound isn't masked by the effects, as the instrument's tone and the layers of effects above it are simply more clearly differentiated, and even the less-than-ideal bass sound becomes more realistic and grounded. I haven't heard the album sound so finely detailed and emotionally engaging in over 40 years. The transients, which now come remarkably close to those of a live acoustic instrument, certainly contribute to this. The interaction of flute and bass with the virtual space was also previously not so clearly perceptible. I'm really not exaggerating when I say that I've never experienced the LP as intensely as with the Prime Meridian system.

Naturally, after my initial, overwhelmingly positive experiences with the Wilson Benesch, I was curious to see what other unheard-of details it might reveal from the familiar test records. The answer is simple: more information. Sometimes it's a handling noise, sometimes a bit more air surrounding an instrument, sometimes a more lingering reverb tail, sometimes a touch more depth to the soundstage – and all this without ever sounding even remotely cold or analytical. The Prime Meridian system seamlessly integrates these sonic nuances into the musical flow: they are present when listening critically, but never intrude when you primarily want to focus on the music itself: simply perfect! However, I'll spare you and myself the trouble of assigning these new discoveries to specific test records. There simply isn't a single record where the Wilson Benesch didn't offer a little something extra compared to all the other turntables in my listening room.

No record? Well, there was one: Jonas Hellborg's Elegant Punk. No, the Prime Meridian certainly didn't lack energy or precision in the low bass. The almost subsonic "Drone" sounded – as expected – more powerful and better defined than ever. But the very fast "It's The Pits, Slight Return," which I've often described as a slap bass onslaught, seemed, at least at first impression, to have lost a bit of its drama. I remembered the track as wilder, more exuberant. On second listen, I understood why: The rapid succession of impulses with abrupt stops simply came across cleaner: There was no ringing, no blurring of sonic events. The Wilson Benesch remained completely unfazed by the concentrated low-frequency force and added no artifacts to the bass roar: Precision instead of agitation.

Word quickly spread among my friends and acquaintances about the exceptional turntable that was visiting my listening room. Since visitors often brought their own records, I was frequently encouraged – or perhaps compelled – to broaden my musical horizons. This led to Krey Baumgartl from the German Wilson Benesch distributor. He had brought along the rare German edition of Kraftwerk's quadruple album, Minimum – Maximum, and wanted to hear "Radioactivity." This wasn't really my cup of tea until the – electronic - bass drum kicked in, followed by the low-frequency synth sounds. I simply wasn't used to hearing so much low-end punch from a record in my listening room. It wasn't just the high energy density, but also the precision of the reproduction: the bass sounded as if carved from marble! And yet, it didn't overpower the rest of the frequency spectrum. The electronically generated reverberation was always just as clearly perceptible as the many decorative electronic sounds. I was so impressed by Kraftwerk and Wilson Benesch that I immediately checked Discogs to see if one of their quadruple albums was available. It was, but at a prohibitive price, especially considering that the Wilson Benesch will be picked up again in the not-too-distant future. This was a source of regret not only for me, but also for a friend and dedicated Led Zeppelin fan who had brought along reissues of the first three albums. I let him and his wife have the armchairs in the listening room for a while. When I wanted to have a quick listen myself, "Bring It On Home" from the album Led Zeppelin II, which I also know quite well, was playing. Although I was standing quite far from the sweet spot, I'm absolutely certain I've never heard the electric bass sound so present, energetic, and driving: simply fantastic.

It's getting a bit tedious writing about which records the Prime Meridian system offers more than any other turntable I've had in my listening room in the past. Reading about it probably wouldn't be any more exciting – and so I'll end the sound description here.

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Listened with
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|---|---|
| Turntable | Brinkmann LaGrange with tube power supply, Einstein Aerolith |
| Tonearm | Einstein The Tonearm 12” and 9”, Thiele TA01, AMG 12JT |
| Cartridge | Einstein The Pickup, Lyra Etna, DS Audio W3 |
| PhonoStage | Einstein The Turntable’s Choice, WestminsterLab DS Audio phono module |
| Preamplifier | WestminsterLab Quest |
| Power amplifier | Einstein The Poweramp |
| Speakers | Børresen 05 SSE, T5 SSE Kabel Goebel High End Lacorde Statemen |
| Cables | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) and NRG-Z3, Dragon XLR, ForceLines, Swiss Cables, Ansuz Mainz and D2 Ansuz D-TC SUPREME |
| Accessories | AHP Sound Module IV G, Audioquest Niagara 5000 and 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS wall sockets, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella bases, Acoustic System feet and resonators, Artesania Audio Exoteryc, Finite Elemente Carbofibre°-HD and Statement, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Degritter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, various Sortz, PowerBox D-TC SUPREME |
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Manufacturer's Specifications
Wilson Benesch Prime Meridian System
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|---|---|
| OMEGA Drive | |
| Description | Synchronous 15” diameter, 21 coreless-slotless, 3 phase zero-cogging, zero torque ripple, patent applied for direct drive motor. The time-average torque is 0.718 N.m @ 1.2A RMS & rated speed of 33.3 rpm. The RMS value of the torque ripple is 0.001342 (N.m). The torque ripple includes all the components (like cogging torque and the current commutation and air-gap flux harmonics). |
ALPHA Drive |
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| Description | Computer controlled quartz referenced high precision sine waves. 3 super linear class A amplifiers. Computer controlled remote control systems |
| Upgrade-Option | The ALPHA Drive supplied with the Prime Meridian System can be upgraded to add a computer controlled pneumatic self-levelling control system for the LeVeL isolation system in the GMT® One System. Supplied as standard in the GMT® One System. |
| Speed Range | 33.3, 45, and 78 rpm |
| Control | fully adjustable via dedicated Smart Device WB Control APP in 0.01 increments |
| Wow and Flutter | not measurable |
GRAVITON® Ti Armwand |
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| Description | Kinematic bearing provides 3-point location ensuring zero Brinelling and the optimal hertzian forces to ensure energy transfer through two different materials. Bearing is designed to allow easy change of Graviton® Armwand in less than a minute. Shortest possible lead out wire to avoid signal corruption. |
| Internal Wiring | Silver / Teflon wire |
| Effective Length | 304.8mm |
| Mounting distance | 291.6mm |
| Offset Angle | 18° |
| Overhang | 13.2mm |
| Effective Tonearm Mass | 14g |
| Cartridge Weight Range | All possible |
TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge |
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| Hybrid Cantilever | Sapphire cantilever with a U.D. carbon fibre damping ring |
| Stylus | Micro Ridge |
| Stylus Tip Radius | 5x80µm |
| VTA | 20-degrees |
| Coil | Pure Iron Square Coil |
| Weight | 17.1g |
| Cartridge Body & Headshell | SLS 3D additively manufactured titanium structure, with tessellated semi-open geometry |
| Output Voltage | 0.35mV @ 3.54CM/S |
| Internal Impedance | 6 Ohms |
| Frequency Response | 20-30,000Hz +/- 1dB |
| Channel Separation | Better than 35dB at 1KHz |
| Channel Balance | Better than 0.5dB |
| Tracking ability | at 315Hz at optimum tracking force 80uM |
| Dynamic Compliance | 15µM/mN |
| Recommended Loading | 100-330 Ohms |
| Recommended Tracking Force | 1.1-1.4g |
| Optimum Tracking Force | 1,35g |
| Recommended Tonearm Mass | Medium |
| Optimum Working Temperature | 23 Centigrade // 73.4 Fahrenheit |
| Break-In Period | 30-hours |
| Price | 12,000 euros |
STAGE One |
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| Description | Cable management system eliminating tonearm wire mechanical influence whilst providing RF shielding |
R1 Rack |
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| Description | Provides optimal location of all Alpha Drive & Omega Drive systems. Enables complete concealment of all energy systems |
WB GMT® Control APP |
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| Description | Provide GUI for complete remote control over all critical aspects of system including VTA (accurate to 1nM) start / stop, speed and lift lower |
Router & LAN Router |
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| Description | Router provided with the unit, preconfigured with wifi connection to the Smart Device preinstalled with the WB Control APP. Does not connect to the internet |
Finish Options |
The GMT® One System can be specified with Polished Silver or Polished Gold accents to match the GRAVITON® Ti Armwand and TESSELLATE Ti Cartridge finishes. Bespoke component finish options can be applied to the four caps on the glass top of the turntable, the platter weights around the periphery of the platter and the metal components used to finish the R1 Rack |
| Total System Weight | 369.5Kg // 523lbs |
| Prices | € 240,000 (Prime Meridian Turntable) € 32,000 (GRAVITON® Ti Tonearm (Matt Titanium)) € 10,700 (TESSELLATE Ti-S Cartridge (Matt Titanium)) € 23,000 (R1 Carbon Rack (3 levels)) |
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Manufacturer/Distribution
IAD GmbH
|
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|---|---|
| Address | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich GERMANY |
| Phone | +49 2161/61783-0 |
| Web | www.iad-audio.de |
| hifi@iad-gmbh.de | |
Chord Electronics, der britische HiFi-Hersteller im Besitz des Gründers, hat den Upscaler „Quartet“ offiziell auf den Markt gebracht – den radikalsten Fortschritt in der digitalen Audiotechnik dieses Jahrhunderts – und alle Details, technischen Daten und den Preis bekannt gegeben wurden.
Der Quartet ist ein digitaler Upscaler der Referenzklasse: ein hochmodernes Gerät, das digitale Audiodaten aufnimmt und mit einer zeitlichen Genauigkeit rekonstruiert, an die herkömmliche digitale Technologie nicht heranreicht. Es ist das bedeutendste digitale Audioprodukt in der 37-jährigen Geschichte von Chord Electronics. Upscaler nutzen Interpolation: Sie rekonstruieren mathematisch die Lücken zwischen digitalen Abtastwerten und verwenden dabei fortschrittliche Algorithmen, um Informationen wiederherzustellen, die bei der Umwandlung von analogem Klang in digitale Daten verloren gehen. Die Qualität der Rekonstruktion und letztlich die Klangqualität hängen vollständig von der Ausgereiftheit des verwendeten Filters ab. Für das Quartet hat Rob Watts von Chord Electronics den fortschrittlichsten Filter entwickelt, der jemals in ein Consumer-Audioprodukt integriert wurde: den brandneuen Blackbird WTA (Watts Transient Aligned), das Ergebnis von 46 Jahren Forschung.
Der Quartet verfügt zudem über einen integrierten Analog-Digital-Wandler, wodurch analoge Quellen, einschließlich Plattenspieler, erstmals in einem Upscaler von Chord Electronics von seiner leistungsstarken Upscaling-Technologie profitieren können. Der Quartet wurde für die Kombination mit allen DACs von Chord Electronics entwickelt und erschließt das volle Potenzial des Flaggschiff-DACs DAVE mit seiner Auflösung von 768 Kilohertz. Wenn analoger Klang in digitale Form umgewandelt und wieder zurückkonvertiert wird, geht etwas verloren. Die Anstiegsflanken der Musiknoten, sogenannte Transienten, sind subtil, aber durchgängig zeitlich verschoben. Transienten sind entscheidend dafür, wie das Gehirn Musik interpretiert: Sie vermitteln Tonhöhe, Klangfarbe und die räumliche Platzierung der Instrumente. Zeitlich verschobene Transienten bedeuten einen Verlust an Tiefe, Individualität und dem organischen Gefühl einer Live-Aufführung. Rob Watts erklärt: „Herkömmliches digitales Audio ist so, als würde man ein Steak durch einen Fleischwolf drehen und erwarten, das Original aus dem Hackfleisch wiederherzustellen.“
Während der vorherige Upscaler von Chord Electronics, der preisgekrönte M-Scaler, eine Million Filter-„Taps“ zur Rekonstruktion des Audio-Timings verwendete (Taps: der technische Indikator für die Komplexität des Interpolationsfilters), setzt der Quartet vier Millionen ein, die über 5x Xilinx-FPGAs implementiert sind. Das Ergebnis ist eine zehnfache Verbesserung gegenüber dem WTA-Filter der vorherigen Generation und eine zehnfache Verbesserung der Transienten-Timing-Genauigkeit – ein Quantensprung statt einer schrittweisen Weiterentwicklung. Entscheidend ist, dass fast 100 Prozent der mathematischen Koeffizienten des Blackbird WTA das theoretische Ideal erreichen – was Toningenieure als „Sinc-Funktion“ bezeichnen: der Goldstandard für einen perfekten Rekonstruktionsfilter. In der Praxis bedeutet dies,dass der Quartet das Timing einer musikalischen Darbietung mit einer Genauigkeit wiederherstellen kann, die im digitalen Bereich bisher unerreichbar war. Entscheidend ist, dass die gesamte Filterung direkt in der Hardware erfolgt und nicht über FFT-Faltung – die Abkürzung der Softwareindustrie, bei der Audio in Frequenzdaten umgewandelt, dort gefiltert und wieder zurückkonvertiert wird, ein Prozess, der genau jene Timing-Fehler verursacht, die er eigentlich korrigieren soll. Die Wirkung des Blackbird WTA auf die Musik ist transformativ: Instrumente erhalten eine greifbare Präsenz und ein natürlicheres Klangbild. Die Basswiedergabe wird klarer und besser definiert. Nachhall und räumliche Tiefe, das Gefühl eines echten akustischen Raums, werden deutlich verbessert.
Der Quartet ist der erste Upscaler von Chord Electronics, der einen ADC enthält, wodurch seine Upscaling-Technologie erstmals auch für analoge Quellen zugänglich wird. Während sich die Audio-Welt häufig auf den DAC konzentriert, kann der anfängliche ADC als „Torwächter“ der digitalen Klangqualität betrachtet werden. Herkömmliche ADCs leiden unter einem grundlegenden Fehler, der als „Aliasing“ bekannt ist: eine zerstörerische Form der Verzerrung, bei der hochfrequentes digitales Rauschen in die hörbaren Musikfrequenzen zurückfließt und die präzisen Timing-Informationen der Originalaufnahme dauerhaft beschädigt. Um dies zu umgehen, verwenden professionelle Standard-Recorder grobe „Halbband“-Filter, die die Klangqualität beeinträchtigen und bereits an der Quelle Timing-Fehler verursachen. Der speziell für den Quartet entwickelte Pulse Array ADC schreibt dieses Szenario komplett neu. Durch den Einsatz proprietärer, fortschrittlicher Dezimierungsfilter eliminiert er Aliasing-Verzerrungen vollständig aus seinem massiven 104-Megahertz-Noise-Shaper-Ausgang. Für den Musikliebhaber bedeutet dies, dass die anfängliche Umwandlung von einem Live-Mikrofon oder Masterband in digitale Daten endlich mit absoluter Kleinsignalgenauigkeit und ohne messbare Rauschpegelmodulation erfolgt.
Der klangliche Vorteil dieser fortschrittlichen ADC-Architektur ist eine radikale Verbesserung der Transparenz und des Realismus beim Archivieren oder Anhören analoger Quellen. In Hörtests, bei denen der Quartet-ADC mit branchenüblichen, professionellen High-End-Studio-Wandlern unter Verwendung reiner Masterbänder verglichen wurde, war der klangliche Sprung enorm. Da der Pulse-Array-ADC die ultrafeinen zeitlichen Hinweise bewahrt, auf die sich das menschliche Gehirn stützt, um ein Klangbild zu erzeugen, klingen Instrumente nicht mehr mechanisch. Der Quartet-ADC stellt sicher, dass das entscheidende An- und Ausklingen jeder einzelnen Note vollkommen intakt bleibt.
Zwei-Box-Konzept: Von Rob Watts entworfenes Netzteil mit ausgefeilter HF-Entstörung
Der Quartet ist als Zwei-Box-System konzipiert und verfügt über ein separates, von Rob Watts entworfenes Netzteil mit ausgefeilter HF-Entstörung. Eine proprietäre „Pinch-off“-HF-Filterarchitektur verhindert, dass sich internes Rauschen über den Signalweg ausbreitet, wodurch ein Gerät, das an das Stromnetz angeschlossen ist, die klangliche Reinheit erreicht, die man normalerweise von batteriebetriebenen Geräten kennt. Zu den weiteren Funktionen gehört ein 108-Bit-Digital-EQ mit zehn Reglern und verlustfreier Bearbeitung, der erstmals im Mojo 2 zum Einsatz kam und einen Einstellbereich von ±18 Dezibel bietet. Dadurch kann das Quartet große Unterschiede in der Dateiqualität über verschiedene Genres und Jahrzehnte hinweg ausgleichen und dem Nutzer die vollständige Kontrolle über die Klangregelung ohne Qualitätsverlust ermöglichen. Die Rückseite verfügt über einen isolierten USB-B-Anschluss, zwei BNC-Anschlüsse, die eine Ausgabe von bis zu 768 Kilohertz unterstützen, sowie optische Anschlüsse, analoge Cinch-Eingänge für den ADC und eine programmierbare Latenz von 10 Millisekunden bis drei Sekunden für eine unkomplizierte audiovisuelle Integration.
Besondere Merkmale
Das „Quartet“ kann ab sofort zum Preis von 32.000 Euro bestellt werden. Es wird mit einer fünfjährigen Garantie geliefert und ist in den Farben „Argent Silver“ oder „Jett Black“ erhältlich. Das dazugehörige Choral Ensemble Stand System ist separat erhältlich.
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Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
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| Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
| mika.dauphin@drei-h.biz | |
| Telefon | +49 40 37507515 |
Der kanadische Hersteller Galion Audio hat seinen KT88-bewehrten Vollverstärker TS120 SE als Basis für die Entwicklung eines günstigeren Modells mit EL34-Röhren genommen, den TS34. Ein interessantes Feature ist die Möglichkeit, zwischen Class A und Class AB umzuschalten, was ihn von vielen anderen EL34-Designs unterscheidet.
Mir war Galion Audio bis zum Test des Röhrenvorverstärkes „Navy“ im Herbst des letzten Jahres noch nicht bekannt. Das junge Unternehmen aus Québec in Kanada wurde von Thomas Tan gegründet, der vielen Audiophilen bereits über seinen YouTube-Kanal „Thomas & Stereo“ bekannt sein dürfte. Tan versteht es dabei hervorragend, technische Kompetenz mit einer ausgesprochen emotionalen Sicht auf die Musikwiedergabe zu verbinden. Genau dieser Ansatz spiegelt sich auch im TS34 wider, einem Röhrenvollverstärker, der sich ausdrücklich nicht bloß möglichst neutral messen soll, sondern vor allem Musik lebendig und involvierend transportieren möchte.

Optisch bleibt Galion seiner inzwischen bekannten Designsprache treu. Das massive Gehäuse wirkt ausgesprochen hochwertig verarbeitet, die charakteristisch gerundeten Seitenelemente erinnern sofort an den bereits von uns getesteten Vorverstärker Navy. Die Verarbeitung bewegt sich insgesamt auf erfreulich hohem Niveau: Sauber gefräste Aluminiumteile, präzise eingepasste Bleche und eine hochwertige Haptik vermitteln bereits beim ersten Kontakt echtes High-End-Feeling.

Der TS34 verwendet eine 12AX7-Röhre pro Kanal als Eingangsstufe und Spannungsverstärker. Sie übernimmt die erste Verstärkung des Musiksignals und prägt den Klangcharakter des Verstärkers besonders stark. Aufgrund ihrer hohen Verstärkung eignet sie sich ideal für diese Aufgabe. Die 12AT7 (ebenfalls eine pro Kanal) arbeitet dagegen als Treiber- und Phasenumkehrstufe. Sie bereitet das Signal für die EL34-Endröhren auf und erzeugt die beiden gegenphasigen Signale, die für die Push-Pull-Endstufe benötigt werden. Gleichzeitig liefert sie genügend Strom, um die EL34 sauber und kontrolliert anzusteuern. Die vier EL34 bilden schließlich die eigentliche Leistungsendstufe des Verstärkers und verstärken das Signal auf Lautsprecherniveau. Die mitgelieferten Exemplare gehen klanglich vollkommen in Ordnung. Wer jedoch feine NOS-Kolben besitzt, der merkt schnell: Dieser Verstärker ist so gut, dass er die qualitativen Unterschiede hochwertiger Röhren hör- und erlebbar macht; Tube Roller wird das freuen. Für die späteren Hörsessions habe ich allerdings wieder die Originalröhren eingestöpselt.
Besonders spannend ist die Möglichkeit, zwischen Class-A- und Class-AB-Betrieb umzuschalten. Im reinen Class-A-Modus liefert der Verstärker 25 Watt pro Kanal, während im Class-AB-Betrieb bis zu 40 Watt bereitstehen. Bei einem Push-Pull-Verstärker in Class-AB übernimmt am Nulldurchgang jeweils die andere Endröhre das Signal. Dabei können sogenannte Übernahme- oder Crossover-Verzerrungen entstehen, wenn beide Röhren kurzzeitig nicht vollständig leiten. Um diese Verzerrungen zu verringern, werden die EL34 mit einem höheren Ruhestrom betrieben. Dadurch arbeitet die Endstufe nach dem Umschalten mit etwas geringerer Leistung im Class-A-Betrieb, bei dem beide Röhren ständig leiten.

Galion verfolgt beim TS34 den Ansatz, durch großzügig dimensionierte Ausgangsübertrager sowie ein kräftiges Netzteil mit groß dimensioniertem Ringkerntransformator einerseits die tonale Wärme und Geschmeidigkeit klassischer EL34-Schaltungen zu liefern, gleichzeitig aber eine deutlich straffere und schnellere Basswiedergabe zu besitzen als viele vergleichbare Röhrenkonzepte. Nach dem Entfernen des Deckels offenbart sich ein ausgesprochen sauberer Aufbau. Auffällig sind die zahlreichen hochwertigen Kondensatoren von Jupiter, ClarityCap und Solen. Gerade die Jupiter-VitaminQ-Kondensatoren im Signalweg dürften Röhrenliebhaber sofort aufhorchen lassen. Wer bereits Erfahrungen mit hochwertigen Papier-in-Öl- oder Wachs-Kondensatoren gesammelt hat, weiß, wie deutlich solche Bauteile den Charakter eines Verstärkers positiv beeinflussen können.

Besonders gelungen erscheint mir die Bedienung. Der TS34 bietet nicht nur eine hochwertige Metallfernbedienung, sondern verfügt zusätzlich über eine automatische Bias-Einstellung der Endröhren. Gerade bei Röhrenverstärkern dieser Leistungsklasse ist das ein echter Komfortgewinn. Dennoch bleibt die eigentliche Bias-Schaltung vollständig vom Audiosignal entkoppelt, um keinerlei negative klangliche Auswirkungen zu riskieren. Hinzu kommt eine interessante Klangregelung, die laut Galion gezielt Sibilanten und unangenehme Härten reduziert, anstatt pauschal ganze Hochtonbereiche anzuheben oder abzusenken. Das klingt zunächst nach Marketing, ergibt in der Praxis aber durchaus Sinn: Viele moderne Aufnahmen leiden unter aggressivem Präsenzbereich, während klassische Klangregler oft zu grob eingreifen. Freilich weicht Galion hier von der rein audiophilen Lehre ab: Die Reglerstufe A am Sound-Schalter sorgt für eine geringe Gegenkopplung bei ausgeschalteten Klangregelwerk, in der Stufe B wird eine etwas höhere Gegenkopplung aktiv und mit T werden die Bass- und Höhenregler aktiviert, wobei der Höhenregler nicht im Bereich der meist üblichen zehn Kilohertz eingreift, sondern im darunter liegenden Zischlaut-Bereich der Sibilanten. Für den Hörtest habe ich meistens den Regler in der Stufe A in Verbindung mit dem Class-A-Betrieb belassen.

Auch die Anschlussvielfalt geht völlig in Ordnung. Vier Hochpegeleingänge via Cinch stehen bereit, hinzu kommt ein HT-Bypass-Eingang zur Nutzung als reine Endstufe. Lautsprecherausgänge für vier und acht Ohm sind ebenfalls vorhanden. Im Zweifel ist der Acht-Ohm-Anschluss vorzuziehen. Lautsprecherseitig kommt alles ab circa 88 Dezibel Wirkungsgrad in Frage, bitte möglichst ohne Sauereien im Impedanzverlauf. Natürlich verfügt die Push-Pull-Schaltung über einen vernünftigen Dämpfungsfaktor, aber gerade bei Röhrenverstärkern gilt: je leichter die Last, desto besser der Klang.
Für den Hörtest habe ich mir oft gehörte „Lieblinge“ aus dem Plattenregal gezogen, die mir als Einstieg oft als eine Art Standard dienen, zum Beispiel Automatic for the People von R.E.M. (Warner Bros. Records, 1992). „Man on the Moon“, „Everybody Hurts“ und „Nightswimming“ klangen lebendig und sehr druckvoll. Im Class-AB-Modus gewann der Tiefton etwas mehr Punch, im von mir favorisierten Class-A-Modus hingegen wurde der Tiefton auf eine federnde Art spielerischer und Stimmen wurden merklich plastischer und natürlicher wiedergegeben. Trotz gegenüber dem AB-Betrieb reduzierter Leistung brach die großartige Dynamik rein subjektiv kein bisschen ein. Das ist jedoch gewiss ein Effekt, der grundsätzlich sehr stark vom angeschlossenen Lautsprecher abhängen dürfte. Faustregel: Leicht zu treibende Lasten mit hohem Wirkungsgrad wie zum Beispiel stramm aufgehängte Breitbänder oder kleine Zweigwegsysteme mit wenig komplexem Filternetzwerk dürften eher vom Class-A-Modus profitieren, schwierigere Kandidaten mit geringerem Wirkungsgrad und dem Erfordernis eines höheren Dämpfungsfaktors eher vom Class-AB-Modus. Einfach ausprobieren!

Im Weiteren hörte ich zunächst wieder via Class A. Eine meiner Lieblingsplatten aus den 1980er-Jahren ist The Queen Is Dead von The Smiths (Rough Trade Records/Sire Record, 1986). Dieser Meilenstein des Indie-Rock begeistert mich mit Klassikern wie „Bigmouth Strikes Again“ oder „Some Girls Are Bigger Than Others“. Morrisseys charakteristische Stimme war feindynamisch und in Sachen Klangfarben einfach umwerfend. Insgesamt schien der Galion ein wenig „aus der Mitte heraus“ zu spielen, ohne Hoch- und Tiefton zu vernachlässigen. Vielmehr wirkte die gesamte Darstellung wie aus einem Guss und hochmusikalisch. Der TS34 ist kein Analytiker, sondern eher ein Schöngeist. Aber wenn ich es wollte, konnte ich in die Musik „hineinhören“ und ohne Probleme bestimmten Instrumenten oder feinen Untermelodien folgen, ein „Integrierter“ im besten Sinne also.

Der Galion Audio TS34 bevorzugt kein besonderes Musik-Genre, er spielte einfach alles gleichermaßen gut, auch Rockstücke wie „All My Life“ von den Foo Fighters (One by One, RCA/Legacy, 2002). Ich schaltete nun doch mal wieder in den Class-AB-Betrieb. Ansatzlos hämmerte Drummer-Genie Taylor Hawkins auf sein Drum-Set und ließ mich dank des authentischen Tieftondrucks glauben, er säße wieder in Fleisch und Blut direkt vor mir. Der Verstärker stellte rein subjektiv große Leistungsreserven bereit, die seine nominelle Leistung Lügen straften. Genau das ist es, was aus einem HiFi-Gerät ein High-End-Gerät werden lässt.
Auch wenn Klassik nicht bei jeder Gelegenheit so ganz mein Ding ist, schien es mir jetzt geboten, mal etwas anderes aufzulegen. Und zurück in den Class-A-Betrieb. In Sachen Raumstaffelung und Klangfarbentreue überzeugten mich zum Beispiel Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ (Yehudi Menuhin, His Master´s Voice, 1985). Streicher und Blasinstrumente kamen in ihren Klangfarben erfreulich echt und sehr authentisch rüber. Hinsichtlich der Raumabbildung stimmte subjektiv einfach alles. Instrumente hatten stets genug „Luft zum Atmen“, einfach genügend Raum um sich herum zur Entfaltung. Tiefenstaffelung und Breite der Bühne erschienen mir im richtigen Größenverhältnis.


Interessant fand ich schließlich, dass der TS34 nicht ausschließlich auf EL34-Röhren festgelegt ist. Laut Hersteller können alternativ auch KT88-Röhren verwendet werden, wodurch sich der Klangcharakter nochmals in Richtung mehr Druck und Autorität verschieben lässt. Röhren-Enthusiasten erhalten damit reichlich Spielraum zum Experimentieren. Bei mir wirft das die Frage auf, ob der höher im Regal angesiedelte TS120 damit nicht sogar obsolet wird, aber das könnte freilich nur ein direkter Vergleich aufklären.
Besonders erwähnenswert erscheint mir das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis. Hochwertig aufgebaute Röhrenvollverstärker mit dieser Ausstattung, automatischer Bias-Funktion, umschaltbaren Betriebsarten und derart aufwendiger Bauteileauswahl bewegen sich normalerweise in höheren Preisregionen. Genau hierin liegt vermutlich auch die eigentliche Stärke von Galion Audio: Das Unternehmen versucht offenbar nicht, möglichst sterile Messwerte oder spektakuläre Marketingversprechen in den Vordergrund zu stellen, sondern konzentriert sich auf musikalischen Hörspaß durch hochwertige Bauteile an den entscheidenden Stellen.

Der TS34 wirkt wie ein Verstärker von Audiophilen für Audiophile, die preislich aber noch auf dem Teppich bleiben wollen. Wer eine klinisch-neutrale Wiedergabe sucht, wird möglicherweise bei Transistorverstärkern glücklicher. Wer dagegen Wert auf emotionale Musikalität, dreidimensionale Raumabbildung und eine organische, involvierende Klangsignatur legt, dürfte mit dem Galion TS34 einen ausgesprochen spannenden Kandidaten finden.
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Gehört mit
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| Phonovorverstärker | Pro-Ject Phono Box S2 Ultra mit Pro-Ject Accu Box S2 |
| Plattenspieler | Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO |
| Tonabnehmer | Pro-Ject Pick it PRO |
| Lautsprecher | Diverse DIY Vollbereichsbreitbänder: Open Baffle (Ciare CH250), Transmissionline (Seas FA22RCZ & Seas Exotic F8), Tapered Quarter Wave Tube (Tang Band W8-1772), Backloaded Horn (Fostex FE206En) |
| Zubehör | Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject Connect-it RCA-E |
| Möbel | Hi-Fi Racks Ltd |
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Herstellerangaben
Galion Audio TS34
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|---|---|
| Geräteart | Röhrenvollverstärker |
| Röhren | 4x EL34, 2x 12AX7, 2x 12AT7 |
| Ausgangsleistung (RMS) | Class A: 25W/Kanal, Class AB: 40W/Kanal |
| Ausgangsleistung (max.) | Class A: 50W, Class AB: 60W |
| Klirrfaktor (THD) | ≤ 0,32% (Class A), ≤ 0,8% (Class AB) |
| Frequenzgang (+/-1dB) | 10Hz – 35kHz |
| Signal-Rauschabstand | ≥ 90dB |
| Eingänge | 4x RCA Line, 1x HT-Bypass |
| Ausgänge | 1x Tape Out, 1x Sub Out |
| Eingangsimpedanz | 50kOhm |
| Eingangsempfindlichkeit Line | 340mV |
| HT Bypass Eingangsempfindlichkeit | 1,2V |
| Ausgangsimpedanz Lautsprecher | 4Ohm oder 8Ohm |
| Gehäusefarbe | Schwarz |
| Abmessungen (B x T x H) | 435 x 360 x 210 mm |
| Gewicht | 28kg |
| Sonstiges | Auto-Bias, Fernbedienung, umschaltbar Class A / AB |
| Preis | 3900 Euro |
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Vertrieb
HifiPilot GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Carl-Benz-Str. 5 75056 Sulzfeld |
| Telefon | +49 7269 9196993 |
| kontakt@hifipilot.de | |
| Web | www.hifipilot.de |
My colleague Wojciech Pacuła’s magazine, highfidelity.pl, and hifistatement.net have traditionally recognised one component at each of the trade fairs in Munich and Warsaw that had impressed us over the previous six months. As High End is taking place in Vienna this year, we will henceforth be referring to the Vienna and Warsaw Edition of the Awards.
Apart from the name change, there are no surprises this time. My colleague indulged his fondness for British loudspeakers in the BBC tradition, chose the Harbeth – with the catchy name Super HL5plus XD2 – as his winner, and explained his choice as follows: “The fact is that every audio brand, every manufacturer, offers speakers that offer the best balance between price and quality. These are usually models that are in some way linked to the company’s early days or to events or technologies that are significant to them. In the case of Harbeth, these are the SHL5plus XD2 speakers. It doesn’t take much effort to hear the connection between them and the flagship M40.1 model to which they were compared. Obviously, there are differences as well, but more on that later; for now, let’s focus on the similarities. And these similarities are, above all, the powerful scale of the sound and how amazingly natural it is. Products based on the “BBC School” can do something right off the bat that even the most technologically and technically advanced products from the competition can achieve only with effort - and even then, not all of them. I am referring to the ability to produce a sound as a single, wonderfully functioning whole.”
For me, technical innovation was once again the deciding factor – and there’s simply no getting around the Wilson Benesch Prime Meridian System. My reasoning: “The longer I studied the system's components and the technical specifications in the white papers, and the more often I spoke with Wilson Benesch's technical director Craig Milnes, the stronger my impression became that probably no other turntable has challenged and re-evaluated so many supposed certainties as the Prime Meridan system. … It should be clear that Wilson Benesch has thoroughly examined all aspects of vinyl playback and developed a wealth of innovative solutions. The Wilson Benesch system is unlike any turntable that has previously visited my listening room. … Thanks to applied engineering and materials science, the Wilson Benesch Prime Meridian system extracts more information from even old LPs than ever before. More importantly, however, it also offers an extremely intense emotional connection to the music: a dream for audiophiles and music lovers!”
So, the first awards in High Fidelity this year go to the Harbeth Super HL5plus XD2 and the Wilson Benesch Prime Meridian system. Congratulations to the winners!
The earlier Statements in High Fidelity:
2025 POLISH EDITION
SV Audio by Storgaard ß Vestskov Frida
Bladelius Oden Class-A II
2025 GERMAN EDITION
Taiko Audio Olympus XDMI + I/O XDMI
Stenheim Alumine FIVE SX
2024 POLISH EDITION
Ancient Audio Lektor Joy
MSB Technology Cascade DAC
2024 GERMAN EDITION
Norma Audio Electronics REVO CDP-2
Keces S4
2023 POLISH EDITION
J.Sikora KV12 MAX
WestminsterLab Quest und Rei
2023 GERMAN EDITION
Ayon Crossfire Evo
dCS Vivaldi APEX DAC
2022 POLISH EDITION
Crystal Cable Da-Vinci-Serie
Raidho X1t
2022 GERMAN EDITION
Børresen 05 Silver Supreme Edition
Soulnote P-3 SE
2021 POLISH EDITION
Siltech Classic Legend Kabelserie
Thiele TA01
2021 GERMAN EDITION
Ferrum Hypsos
RCM Audio Big Phono
2020 POLISH EDITION
Ayon CD-35 II HF Edition
Transrotor TRA 9
2020 GERMAN EDITION
2019 POLISH EDITION
Nordost QPOINT
Audioquest NIAGARA 1000, 5000, 7000, TORNADO, THUNDER, NRG-Z3