Final Audios In-Ear-Flaggschiff verzahnt sorgfältig Technik und Design. Final Audio setzt auf eine echte Diamantmembran, die durch Kristallisation auf Silizium entsteht, das anschließend entfernt wird. Übrig bleibt ein extrem steifes, hauchdünnes Material, das Schwingungen präzise folgt: Verzerrungen im Treiber sinken auf ein seht niedriges Niveau,
Die Wahl des Materials ist nur der Anfang. Eine spezielle Polyurethan-Sicke hält die Membran in der Spur. Sie bleibt elastisch, altert langsam und vermeidet Resonanzspitzen. Membran und Sicke werden in einem kombinierten pneumatischen und thermischen Verfahren geformt. Diese Verbindung entsteht auf molekularer Ebene und benötigt keinen Klebstoff. So bleibt die Fertigung konsistent, und Gewicht wie Steifigkeit stimmen von Exemplar zu Exemplar. Die Schwingspule folgt dem gleichen Gedanken: doppellagig gewickelt, hoch leitfähig, sauber positioniert – ein Aufbau, der Stabilität und Reproduzierbarkeit schafft.
Der Effekt zeigt sich vor allem im Tieftonbereich. Unter 100 Hertz sinkt die Verzerrungsrate auf weniger als ein Hundertstel vorheriger Konstruktionen. Im Höralltag führt das zu Bassläufen mit klar umrissenen Konturen. Schlagzeugkessel kommen mit Druck und Körper, ohne zu wummern. Stimmen behalten ihre Textur, Becken werden fein aufgelöst und stehen präzise im Raum. Die Ruhe, die zwischen den Tönen entsteht, fällt sofort auf. Musik wirkt dadurch konzentrierter, Details treten hervor, ohne das Gesamtbild zu stören.
Auch das Gehäuse spielt seine Rolle: Präzisionsgefräster Edelstahl verleiht dem Treiber eine stabile Basis und minimiert Vibrationen, die den Klang verschmieren könnten. Das „Côtes de Genève“-Finish stammt aus der Uhrmacherei und ist weit mehr als Dekoration. Die definierte Oberflächenstruktur bedingt eine kontrollierte Geometrie, die sich akustisch günstiger verhält als eine glatt polierte Fläche. Verschraubte Baugruppen ersetzen weitgehend Klebstoffe. Das erleichtert die Wartung und erhält die mechanische Spannung der einzelnen Teile über lange Zeit. Zudem erhöht die Konstruktion die strukturelle Stabilität und minimiert Gehäuseresonanzen.
Für Sammler legt Final Audio den A10000 in einem goldfarbenen Finish auf. Die Auflage ist weltweit auf 300 Exemplare limitiert und nummeriert. Jeder Hörer kommt in einer edlen Paulownia-Holzbox. Ergänzend liegt eine „Suzumi-Platte“ bei, die sich wie Origami falten lässt und als formschönes Display oder Ablage dient. Exklusivität, klar definiert und nachvollziehbar: Wer ein seltenes Stück sucht, findet hier die passende Version.
Die Technik im Überblick
Der A10000 zeigt, wie weit man einen dynamischen In-Ear treiben kann, wenn jedes Detail auf Verzerrungsarmut und Präzision zielt. Die Diamantfolie als Membran, das kleberfreie Formverfahren, die konsequente Gehäusekonstruktion: Hier entsteht ein Klangbild mit außergewöhnlicher Ruhe, hoher Auflösung und beeindruckender Basskontrolle. Wer nach dem nächsten großen Wurf im In-Ear-Segment sucht, sollte dieses Modell hören. Die Chance ist groß, dass hier ein Anwärter auf den Thron steht – und das Probehören zum Aha-Moment wird.
Die Final Audio A10000 sind ab sofort erhältlich. Die Preise liegen bei 3.000 Euro respektive 3.300 Euro für die Collector’s Edition.
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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Es hat mir bislang stets Vergnügen bereitet, mich mit Phonar Lautsprechern zu beschäftigen. Nach einem Test kaufte ich die Veritas 9.2 SE und genieße seitdem ihre Musikalität. Phonar überzeugte immer wieder mit einem außergewöhnlich attraktiven Preis-Klang-Verhältnis. Bestätigt die neue, kompakte Phonar Veritas M4.2 SE diese Erfahrungen?
Mein eindrucksvollstes Phonar-Erlebnis hatte ich vor zwei Jahren mit der Standbox Veritas p4.2 Next, die aktuell für einen Paarpreis von 2400 Euro auf der Phonar-Website zu sehen ist. Genau das gleiche kostet unser Testkandidaten-Paar Veritas M4.2 SE, ein kompaktes Zwei-Wege-Bassreflex-Design mit rückseitiger Ventilieröffnung. Will man dieses kleinvolumige, sauber verarbeitete Juwel frei aufstellen, sind noch ein paar Hunderter in angemessene Ständer zu investieren, die so bemessen sein sollten, dass sich der hochkarätige Scan-Speak-Illuminator-Hochtöner idealerweise in etwa auf Ohrhöhe befindet. Diese Möglichkeit zur optimalen Anpassung an die individuelle Hörsituation darf man gegenüber Standlautsprechern bereits als Vorteil so eines kompakten Lautsprechers sehen, denn nicht selten passt die Anordnung des Hochtöners bei Standboxen nicht zu Raum und zur Entfernung vom Hörplatz.

Auch aus diesem Grunde bietet Phonar für seine Standboxen als Zubehör verschraubbare Sockel an. Mit solchen habe ich unlängst auch meine Veritas P9.2 SE optimiert. Bleiben wir beim Preis. Alle Phonar Veritas SE-Modelle basieren auf dem jeweiligen Basis-Modell Veritas Next. In diesem Falle also auf der Veritas M4.2 Next für einen Paarpreis von gerade mal 1200 Euro. Bei der Verdopplung des Preises darf man, so denke ich, Einiges erwarten, zumal die M4.2 Next in der Fachpresse bereits mächtig Beifall findet. Die Preisunterschied von 100 Prozent mag erstaunen, lässt sich aber leicht erklären. Der wesentliche Mehraufwand besteht in der Verwendung des Scan-SpeakIlluminator-Hochtöners. Der wurde hier nicht einfach aus dem obersten Regal genommen, sondern sogar nach Phonar-Spezifikationen angepasst. Das bekommt man nicht geschenkt. Der Illuminator-Hochtöner ist exzentrisch auf der Montageplatte nach unten versetzt, so dass er akustisch bestmöglich mit dem Mitteltieftöner korrespondiert. Hinzu kommt der Aufwand für die höherwertige Frequenzweiche mit kostspieligen Bauteilen. Interne Veränderungen am Gehäuse bestehen bei der SE darin, dass das Gehäuse durch einen Sandwichaufbau zusätzlich Resonanzen-mindernd gedämmt ist. Details will man nicht verraten. Der Tief-Mitteltöner und das Bi-Wiring geeignete Anschlussterminal der SE sind identisch mit der Next-Version. Für Letzteres hätte ich mir eine andere Lösung als die Messingbrücken zwischen den beiden Anschlusspaaren für Bass und Hochton gewünscht. Ich habe im Laufe des Hörtests an deren Stelle In-Akustik Kabelbrücken oder einen Phonosophie Biwiring-Zobel-Adapter eingesetzt. Dies führte jeweils zu einem hervorragend auflösenden, doch helleren Klangbild und war letztlich musikalisch nicht zwingend vorteilhaft. Man darf also hier gerne die Messingbrücken belassen oder mit hochwertigen Kabelbrücken oder Bi-Wiring experimentieren. Der Tiefmitteltöner stammt, wie auch bei den großen Modellen, von Peerless. Die leichte 17-Zentimeter-Membran aus unbeschichtetem Papier-Nomex soll sich durch einen sehr natürlichen Klang auszeichnen. Die 33 Millimeter große Schwingspule schafft mehr als zehn Millimeter linearen Hub. Die Gehäusefront verläuft schräg, was der Zeitrichtigkeit im Abstrahlverhalten der beiden Treiber dient. Dass auch die Rückwand schräg verläuft, sorgt für die Vermeidung stehender Wellen im Inneren.

Selbstverständlich lässt sich dieser kleinvolumige Lautsprecher prima auf einem geeigneten Möbelstück platzieren, und möglicherweise ist dies ja auch der Grund, weshalb Sie sich für eine Kompaktbox interessieren. Zum Lieferumfang gehören Möbel-Oberflächen schonende abgestumpfte Kegel aus Hartgummi, um eine solide mechanische Ankopplung zu gewährleisten. Sie werden in die Gewindebuchsen in der Unterseite der Veritas M4.2 SE geschraubt und können durch Feinjustage auch leichte Unebenheiten kompensieren. Solch eine Platzierung auf einem Möbel kann ein erheblich besseres Klangbild erzeugen, als eine in die Raumecke gedrängte Standbox. Was bei Lautsprechern mit rückseitiger Bassreflexöffnung stets Sinn macht, ist mit dem Wandabstand zu experimentieren. Das gilt selbstverständlich auch dann, wenn die Veritas M4.2 SE auf Ständern steht. Weitere Vorteile gegenüber einer ausgewachsenen Standbox bleiben für die Kompakte selbst dann, wenn sie durch die Ständer ähnlich viel Raum einnimmt: Das sind die weitaus geringeren Reflektionsflächen des Gehäuses und meist auch der größere Abstand des Bass-Chassis zum reflektierenden Fußboden. Auch wenn dies jetzt ein Plädoyer für gut aufgestellte Kompaktlautsprecher ist, kann man sauber konstruierten Standboxen ihren Mehrwert im Tiefsttonbereich hinsichtlich Frequenzspektrum und Intensität nicht absprechen. Der überzeugendste kleinvolumige Lautsprecher, den ich je in diesem Hörraum unter den aktuellen Bedingungen testete, war der OePhi Acoustics Ascendance 2, der mit 4500 Euro aber auch erheblich teurer war als unsere Phonar Veritas M4.2 SE und zudem ein entsprechendes Oephi Lautsprecherkabel benötigte, um absolut zu überzeugen.

Ich stelle die Phonar M4.2 SE zuerst recht wandnah mit einem Abstand von 20,5 Zentimetern auf und schließe sie mit dem HMS Harmonia Carbon Kabel an meinem Pier Audio Hybrid-Vollverstärker an. Der klingt konstruktionsbedingt grundtonwärmer als mein Soulnote A2. Ich streame von Qobuz in CD-Qualität Live At Shanghai Jazz vom Marian McPartland Trio. Joe Morello am Schlagzeug und Rufus Reid am Kontrabass begleiten die großartige, damals 82-jährige Jazz-Pianistin, die schon 1950 in New York mit ihrem eigenen Trio auftrat und bereits in dieser Zeit gemeinsam mit Joe Morello musizierte. Die Phonar 4.2SE vermitteln diese swingende und dynamische Musik gekonnt und erfreulich unprätentiös mit Schwung und Lebendigkeit. Mich überrascht jedoch ein wenig die schöne, vollmundige und homogene Diktion. Ich hatte soviel Grundton-Intensität nicht erwartet. Meine große Phonar SE spielt im Vergleich etwas schlanker. Die Veritas M4.2 SE erzeugt ein ausgesprochen angenehmes Klangbild, lässt bei diesem Jazz-Trio jedoch erstaunlicherweise nichts an Transparenz und Spritzigkeit vermissen. Doch ich möchte wissen, was passiert, wenn ich sie noch freier im Raum aufstelle und erhöhe den Wandabstand erheblich auf 65 Zentimeter. Die Seitenwände mit Dachschräge bleiben weiterhin etwa zwei Meter entfernt. Das Klangbild gewinnt durch diese Aufstellungsveränderung an Transparenz, verliert in erträglichem Umfang an Wärme, behält aber seine musikalische Geschlossenheit und Homogenität. Die Bühne verändert sich kaum. Die räumliche Darstellung ist bei dieser Aufnahme in angenehmer Weise etwas plakativer als in der Tiefe gestaffelt. Fesselnd ist nach wie vor die schwungvolle, mitreißende Spielweise. Ich verändere die Position der Lautsprecher nochmals, jetzt auf genau 50 Zentimeter Rückenfreiheit. Anders als für die zwei Ventilieröffnungen bei meiner P9.2 SE gehören bei der M4.2 SE keine Schaumstoff-Pfropfen zur Veränderung der Bedämpfung zum Lieferumfang. Man hat sich bei der Abstimmung darauf festgelegt, dass hier nichts zu verändern sei. Dies stimmt auch mit der Erfahrung mit meinen Standboxen überein, wo die werksseitige Abstimmung durch Phonar trotz mehrfachen Versuchen mit den diversen Optionen bei zwei Reflex-Öffnungen nicht zu verbessern war, zumindest nicht in meinem Hörraum. Bei den jetzigen 50 Zentimetern Wandabstand scheint die goldene Mitte gefunden. Ein wenig mehr von dieser angenehmen Wärme, die aber nicht zu Lasten der Transparenz geht, sondern idealerweise das leicht Sezierende vermeidet, was zuvor beim größeren Abstand zur Rückwand unterschwellig zu spüren war und beim Langzeithören auf die Nerven hätte gehen können. Ich bleibe bei dieser Aufstellung und genieße das Album dieser großartigen Musikerin und ihren kongenialen Begleitern mit Vergnügen. Der Beifall zwischen den Stücken kling bei dieser Aufstellung ebenfalls recht glaubwürdig, nicht zu hell und auch nicht stumpf.

Dem Marian McPartland Trio folgt die junge englische Violinistin Leia Zhu mit Stücken von Camille Saint-Saëns im Zusammenspiel mit dem ORF Vienna Radio Symphony Orchestra, dirigiert von Howard Griffiths (Qobuz 24/96). Das hört sich gleichermaßen schön wie spannungsvoll an, was ein Zeichen hervorragender Abstimmung des Lautsprechers ist. Denn gerade bei Musikstücken mit Streichern geht bei transparenter Wiedergabe schnell der Klangkörper vor allem einer Solo-Violine verloren oder es fehlt andersherum bei körperlicher Abbildung an feinsten Nuancen. Die Phonar Veritas wirkt hier perfekt abgestimmt und ich höre mir mit Vergnügen einige Stücke – ein wirklicher Ohrenschmaus. Diese filigrane Feinzeichnung lässt mich immer wieder gespannt in die Musik hineinhorchen, was bei der seidig-warmen Diktion der M4.2 SE eben mühelosen Genuss bedeutet.

Bei Lester Bowies „The Great Pretender“ vom gleichnamigen ECM-Album wird klar, dass diese Phonar Veritas kein Genré fürchtet. So schön Leia Zhu eben klang, jetzt erlebe ich diesen The Platters-Titel in der faszinierenden, kreativen und vehementen Interpretation von Lester Bowie. Da muss man einfach hinhören, lachen und jeden Ton großartig finden. Die Phonar ermöglicht dies mit ihrer unauffälligen, fein auflösenden, lebendigen Spielweise, die ohne jegliche Aggressivität daherkommt. Sie schnürt die Bissigkeit und den Humor dieses Stückes keineswegs ein, sondern setzt sie hautnah und packend in Szene. Die räumliche Staffelung ist bestens und gesellt sich als Bonus zu den begeisternden Klangfarben – beeindruckend schön.

Bislang habe ich das HMS Armonia Carbon Lautsprecherkabel eingesetzt, das hinsichtlich seines Preises wohl etwas überzogen sein könnte und wechsele deshalb auf das wesentlich erschwinglichere QED Genesis Silver Spiral. Nun ja, ein leichter Verlust hinsichtlich Lebendigkeit und Detailauflösung ist nicht zu leugnen. Dennoch musiziert auch das QED bei Respighis „Gli Uccelli“ vom Album Karneval der Tiere (for Kids) mit der Academy of St. Martin in the Fields unter Neville Marriner tonal stimmig und schön. Auch jetzt verspüre ich nicht das Bedürfnis, die am Anschlussterminal mögliche Anhebung oder Absenkung um jeweils ein Dezibel per Steckverbindung auszuprobieren. Nein, es kann alles so bleiben, und ich werde ab jetzt mit diesem Kabel weiter hören. Der Wechsel beweist aber auch, das die Phonar feinfühlig reagiert und es sich lohnen kann, bei der Wahl des Lautsprecherkabels aufmerksam zu sein. Ich höre mir noch einige Musikstücke von diesem Album an und finde, dass zum Beispiel das Klavier beim zweiten Stück von Camille Saint-Saëns Karneval der Tiere „Poules et coqus“ fülliger und imposanter klingt als mit dem feiner auflösenden HMS. Die Musik ertönt mit angenehmer Grundtonintensität. Dass auch in dieser Konfiguration die Phonar Veritas M4.2 SE toll musiziert, bestätigt ein Genre-Wechsel auf Eric Clapton Unplugged. Seine Stimme hat Volumen, wirkt artikuliert aber nicht übertrieben analytisch. Gleiches gilt für sein und seines Begleiters Gitarrenspiel. Die Saiten tönen nicht stählern, das filigrane Spiel ist dennoch im Detail hörbar. Das gefällt, und auch der Beifall des Publikums und der Raum werden glaubwürdig vermittelt. Dieses Clapton-Konzert genieße ich entspannt, und es ist vielleicht die stärkste Disziplin der Veritas M4.2 SE: ein den Hörer nie anstrengendes Klangbild. Dass dabei Feinzeichnung und Vielfalt an Nuancen nicht vermisst werden, zeichnet diese Lautsprecher aus und unterscheidet sie positiv von vielen Mitbewerbern. Die Veritas M4.2 vermittelt sicher nicht das absolute Maximum an Auflösung und Nuancierung. Sie macht das aber in auf eine derart gekonnte Weise, dass man nicht nach mehr sucht. Der Wechsel der Lautsprecherkabel vom HMS auf das QED zeigt deutlich, in welchem erfreulich hohen Maße die Phonar ihre klanglichen Fähigkeiten beibehält und durchsetzt. Der Genuss- und Spaßfaktor bleibt, trotz der vom Kabel abhängigen Differenzen unversehrt – ein seltenes positives Phänomen. Mindestens so intensiv wie bei Clapton Unplugged berührt mich emotional Lhasa De Sela Live In Reykjavik (Qobuz 44,1/24). Auch hier ist beim Gesang auf Anhieb keine sezierende Analytik zu spüren, sondern einfach eine schöne und lebendig echt wirkende Frauenstimme zu erleben. Die sie bei „Is Anything Wrong“ begleitenden Background-Stimmen sind räumlich hinter ihr gut sortiert vernehmbar. Dieses Live-Konzert kann auf guten Anlagen eine phantastische Nähe und ergreifende Atmosphäre vermitteln. Das gelingt mit der Phonar nicht ganz auf dem Level wie kürzlich in meiner großen Anlage beim Test des Oladra Presence, aber auch nicht wirkllich viel schlechter, trotz des erheblich geringeren finanziellen Aufwands für meine „kleine“ Kette. Da bleibe ich gerne dabei und höre mir das Konzert bis zum Beifall am Schluss an.

An dieser Stelle tausche ich den Pier Audio Verstärker gegen den mehr als doppelt so teuren Soulnote A2: Da kommt dann auch wieder das HMS zum Einsatz, so dass, wenn Sie so wollen, jetzt preislich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, einfach um zu ermitteln, was aus der Phonar Veritas M4.2 SE herauszukitzeln ist. Vor allem der Soulnote, aber auch das HMS liefern jetzt jede Menge feinster Auflösung. Dies überträgt die Phonar angenehm gelassen in eine verbesserte räumliche Darstellung, indem sie dem Gesang und den Instrumenten mehr Plastizität und Aura zugesteht. Besonders positiv auffällig ist die nuanciertere Tieftonwiedergabe. Das Bassspiel ist konturierter, die Töne platzen fast wie Seifenblasen in den Raum. Auch wenn ich weiß, dass meine großen Phonar Veritas SE hier noch mehr Intensität vermitteln, die M4.2 SE schafft es auch jetzt wieder, charmant über ihre minimalen Defizite hinsichtlich tiefster Töne hinweg zu spielen und stattdessen den Zuhörer in den Bann der Musik zu ziehen. Der finanzielle Mehraufwand durch Verstärker und Kabel spiegelt sich zweifelsfrei in einer noch spannenderen Darbietung, aber grundsätzlich ändert sich nicht viel gegenüber der vorigen Konfiguration, weil die kleinen Phonar sich mit ihrem bewundernswerten musikalischen Charakter durchsetzen. Ich höre in der Luxus-Konfiguration noch einmal den Karneval der Tiere: Da gesellt sich zur feinen Detailzeichnung noch eine beschwingte Lebendigkeit, die ausgezeichnet zu dieser Musik passt und das Spektakel noch mitreißender vor Augen führt. Auch das Marian McPartland Trio soll zeigen, inwieweit sich der Mehraufwand bei den Zuspielern auswirkt. Deutlich ist der Unterschied beim Klavier, das jetzt sauber und extrem klar klingt – vielleicht sogar ein bisschen zu viel des Guten. Das lässt sich mit der Ein-Dezibel-Absenkung am Anschlussterminal ins Positive kompensieren, so dass das Klavier an Volumen gewinnt. Die Drums profitieren ebenso vom gesteigerten Detailreichtum. Die Eingangskonfiguration hat mich bei dieser Musik aber emotional mehr angesprochen. Es müssen also nicht unbedingt kostspielige Zuspieler sein, um die Phonar Veritas M4.2 SE grandios klingen zu lassen. Wie bei allen Phonar-Lautsprechern, die ich bei mir hören durfte, ist es auch hier: Ich würde sie am liebsten behalten. Die Veritas M4.2 SE besitzt das gewisse Etwas an Musikalität, was bedeutet, dass ich mit ihr gerne und unangestrengt in die Musik eintauche, ganz unabhängig in welchem Genré ich mich bewege. Insofern besitzt diese Phonar keine Ausprägung, die einem Musikstil besonders dienlich wäre, sondern ist in dieser Hinsicht ein perfekter Allrounder.

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Gehört mit
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| CD-Laufwerk | Wadia WT 3200 |
| Streamer | PS Audio Bridge II, Eversolo T-8 |
| Server | Dell i7 mit Windows 11, AudiophileOptimizer 3.0, Roon Core und Minimserver |
| Player | Software Roon, JPLAY, Bubble UPnP |
| Switch | Chord Company English Electric 8 |
| Reclocker | Mutec M-3+ Smartclock USB |
| DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine und Furutech Netzanschluss |
| Vollverstärker | Soulnote A-2, Pier Audio MS-880SE |
| Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE mit Sockel |
| Zubehör | Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral oder HMS Armonia Carbon LS oder Shunyiata Constellation Andromeda Speaker, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters |
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Herstellerangaben
Phonar Veritas P4.2 SE
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| Konzept | 2 Wege Bassreflex Kompaktlautsprecher |
| Belastbarkeit | 90 / 120 Watt |
| Wirkungsgrad | 87,5 dB (1 W/1m) |
| Frequenzbereich | 38 - 40000 Hz |
| Trennfrequenzen | 2200 Hz |
| Nennimpedanz | 6 Ohm |
| Hochtöner | Scan Speak Illuminator-Serie 27 mm |
| Tief-Mitteltöner | 160 mm |
| Abmessungen | H 35 x B 20 x T 28 cm |
| Gewicht | 8,8 kg / Stück |
| Ausführungen |
Walnuss, matt Schwarz, Hochglanz Schwarz, Hochglanz Weiß, gegen Aufpreis RAL-Farben |
| Herstellergarantie | 60 Monate |
| Paarpreis | 2400 Euro |
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Vertrieb
Phonar Akustik GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Industriestr. 8 – 10 24963 Tarp |
| Telefon | +49 4638 89240 |
| info@phonar.de | |
| Web | www.phonar.de |
Vincent aktualisiert den Hybrid-Röhren-Vorverstärker SA-32: Dabei bleiben die exzellenten klanglichen Eigenschaften unangetastet. An der bewährten Grundschaltung mit vier Röhren des Typs 6N16 ändert sich nichts. Die Neuauflage SA-32MK ist aber mit einem Bluetooth-Modul ausgestattet, um kabelloses Streaming von Handy oder Tablet zu ermöglichen.
Der Hybrid-Röhren-Vorverstärker Vincent SA-32 konnte mit seinem Klang sowohl Fachpresse als auch audiophile Anwender nachhaltig überzeugen. Dafür zeichnet die durchdachte Kombination aus Class-A-Transistorschaltungen und vier 6N16-Röhren verantwortlich. Das Ergebnis ist ein dynamischer und musikalischer Klang mit klarem, weitläufigem Stereobild. Kein Grund also, an diesem Erfolgskonzept zu rütteln, weshalb die Neuauflage SA-32MK auch auf die gleiche erfolgreiche Grundschaltung setzt.Das Update konzentriert sich darauf, den Vorverstärker an den modernen Musikgenuss anzupassen.
Hierfür ist der Vincent SA-32MK mit einem eingebauten Bluetooth-Modul ausgestattet. So kann jetzt auch Musik von Mobilgeräten wie Handy oder Tablet und vom Rechner ganz unkompliziert und kabellos an die heimische Anlage übertragen werden. Die auf der Rückseite angebrachte Antenne sorgt dabei für besten Empfang. So steht Bluetooth als kabellose und digitale Quelle zusätzlich zu den zahlreichen analogen Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung.
Wie schon das Originalmodell bietet auch der aktualisierte SA-32MK trotz kompakter Bauweise eine Fülle analoger Ein- und Ausgänge, um verschiedenste Quellen ins heimische HiFi-System einzubinden. Vier Stereo-Cinch-Eingänge stehen zur Verfügung, darüber hinaus gibt es auch einen symmetrischen XLR-Eingang. Ausgangsseitig sind zweimal Stereo-Cinch und einmal symmetrisches XLR sowie einen Cinch-REC-Out mit festem linearen Pegel vorhanden. Damit ist der SA-32MK auch perfekt geeignet, um im Bi-Amping-Modus betrieben zu werden.
Der aktualisierte Hybrid-Röhren-Vorverstärker Vincent SA-32MK ist im Fachhandel erhältlich, die Preisempfehlung liegt bei 1.500 Euro. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Produktseite.
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Vertrieb
Sintron Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Christian Fröhling Südring 14 76473 Iffezheim |
| Telefon | +49 7229 182931 |
| info@sintron.de | |
| Web | sintron.de |
Vor rund vier Monaten testete Klaus Schrätz das Sumiko Oriole, und es gefiel ihm so gut, dass er unbedingt wissen wollte, was das Startling, das in der Firmen-Hierarchie über dem Oriole rangiert, mehr zu leisten in der Lage ist. Das muss einiges sein, denn in seinem Statement, weist er dem Starling einen Platz im oberen High End Kosmos zu.
Auch wenn wir gerne Aufnahmen mit zuvor beschrieben Tonabnehmern machen – nicht zuletzt, weil diese Rubrik wie wir Ihren Zuschriften entnehmen, viel Anklang findet – klappt das leider nicht immer. So habe ich beispielsweise das Vertere Ruby One wegen des größeren Angebots an passenden Abschlusswiderständen am Aavik Acoustics R-588 statt an Einsteins ansonsten bewährtem The Turntable's Choice getestet. Der R-588 verfügt aber leider nur über unsymmetrische Ausgänge, während die Nagra VI nur symmetrische Eingänge bietet. Ein Symmetrierer im Signalweg hätte die Vergleichbarkeit mit den Tracks, die mit dem Einstein aufgenommen wurden, noch weiter eingeschränkt, weshalb wir im diesem Fall lieber gleich auf die Produktion von Klangbeispielen verzichtet haben. Dass es keine Aufnahmen mit dem Sumiko Oriole gibt, hat hingegen logistische Gründe: Der Tonabnehmer kam zuerst nach Gröbenzell, wo er fotografiert wurde. Mit dem nicht eingespielten Oriole Tracks für eine Klangvergleich aufzunehmen, verbot sich von selbst, und nachdem der Kollege das System eingespielt und seinen Bericht verfasst hatte, musste das Sumiko zurück zum Vertrieb. Zu beiden Tests ist noch nachzutragen, dass bei Klaus Schrätz' Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil ein Lastwiderstand von 100 Ohm eingestellt war, da Sumiko für das Oriole 60 oder mehr Ohm und für das Starling 100 oder mehr Ohm empfiehlt. Bei Einsteins The Turntable's Choice gibt es in diesem Bereich nur Stecker für Lastwiderstände von 85 und 150 Ohm. Ich habe die drei Songs daher aufgenommen, während bei Einstein der höhere der beiden Werte eingestellt war, bin mir aber sicher, dass das Starling die drei Stücke auch an einer Lastimpedanz von 150 Ohm zum Genuss macht.
Klangbibliothek.
| Tonabnehmer | Sumiko Starling |
| Tonarm | SME V |
| Verkabelung | Forceline |
| Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm) |
| Musik | „How Deep Is The Ocean“ |
| Downloadgröße | 112,8mb |
| Recorder | Nagra VI |
Klangbibliothek.
| Tonabnehmer | Sumiko Starling |
| Tonarm | SME V |
| Verkabelung | Forceline |
| Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm) |
| Musik | „Griff“ |
| Downloadgröße | 158,3mb |
| Recorder | Nagra VI |
Klangbibliothek.
| Tonabnehmer | Sumiko Starling |
| Tonarm | SME V |
| Verkabelung | Forceline |
| Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm) |
| Musik | „Duet“ |
| Downloadgröße | 130,3mb |
| Recorder | Nagra VI |
Die Modelle Børresen M1, M2, M3 und M6 sind jetzt in den „Gold Signature“-Versionen erhältlich, die Technologien enthalten, die ursprünglich für das Flaggschiffmodell M8 Gold Signature entwickelt wurden
Audio Group Denmark präsentiert die Gold Signature-Version der Børresen M-Serie und stellt damit die Modelle M1, M2, M3 und M6 Gold Signature vor. Die neuen Versionen bieten Fortschritte in den Bereichen Treiberkonstruktion, Resonanzkontrolle und Rauschunterdrückung, wodurch Børresens ambitionierteste Lautsprecherserie weiter verbessert wird. Jedes Modell behält sein bewährtes Design bei und bietet gleichzeitig ein noch höheres Niveau an musikalischer Leistung.
Die M8 Gold Signature entstand aus der Frage, wie weit die Leistung der M-Serie noch gesteigert werden könnte. Anstatt sich auf eine einzelne Komponente zu konzentrieren, haben Michael Børresen und sein Ingenieurteam das gesamte Treibersystem neu überarbeitet – von der Korb- und Membrankonstruktion bis hin zum Verhalten des Magnetmotors.
Das Herzstück der Entwicklung ist ein neuer Treiberkorb, der aus massivem austenitischem Edelstahl gefräst, mit der neuesten und fortschrittlichsten Ansuz Signature-Oberflächenbeschichtung behandelt und kryogenisch veredelt wurde, um die mechanische Stabilität weiter zu verbessern. Innerhalb dieser starren Basis befindet sich eine vierlagige Membran, bestehend aus einem Aramid-Wabenkern, Spread-Tow-Kohlefaser-Außenlagen und einer äußeren Titanschicht mit der Ansuz Signature-Beschichtung, was eine außergewöhnliche Steifigkeit mit einer bemerkenswert geringen Masse garantiert.
Der patentierte eisenfreie Magnetmotor wurde zudem durch einen neuen Hybrid-Polring aus einer Kombination von Kupfer, Silber und Gold optimiert. Durch die weitere Reduzierung der Induktivität und die Verbesserung der Linearität ermöglicht diese Konstruktion der Schwingspule und der Membran, auf das Musiksignal mit größerer Geschwindigkeit, Kontrolle und Präzision zu reagieren.
Zusammen mit dem fortschrittlichen RP94 Signature-Bändchenhochtöner, der internen Verkabelung von Ansuz Gold Signature sowie den integrierten Technologien zur Rauschunterdrückung sorgen diese Entwicklungen für eine leisere und kontrolliertere Betriebsumgebung im gesamten Lautsprecher. Das Ergebnis ist nicht nur eine höhere Auflösung, sondern auch ein natürlicheres Gefühl für Timing, Dynamik und Räumlichkeit, wodurch die musikalische Darbietung mit größerer Klarheit, Realismus und Leichtigkeit zur Geltung kommt.
Die Gold Signature-Performance wird nicht auf neu hergestellte Modelle beschränkt sein. Bestehende Lautsprecher der Børresen M-Serie können ein Upgrade erhalten, das die neuen Gold Signature-Treiber zusammen mit dem RP94 Signature-Bändchenhochtöner umfasst. So können bestehende Besitzer von den neuesten Entwicklungen profitieren und gleichzeitig ihre bereits vorhandenen Lautsprecher behalten. Das Upgrade wird über autorisierte Børresen-Partner angeboten, die die Besitzer während des gesamten Prozesses unterstützen.
Sie Die komplette M Gold Signature-Serie ist unter audiogroupdenmark.com zu entdecken
„Was wir bei der Entwicklung der Treiber für den M8 gelernt haben, schuf einen völlig neuen Raum – einen neuen Realismus, den wir zuvor noch nicht erlebt hatten. Und natürlich wollten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, diese Qualitäten ebenfalls zu erleben.“ Michael Børresen, CTO, Audio Group Denmark
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Hersteller
Audio Group Denmark
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|---|---|
| Anschrift | Rebslagervej 4 DK-9000 Aalborg |
| Web | audiogroupdenmark.com |
Auf der High End Vienna haben Dirk Sommer und ich den Ayon Iris erstmals entdeckt – nun steht der außergewöhnliche Streaming-Player bei uns bereits zum Test. So frisch ist der Iris, dass selbst die Roon-Zertifizierung zum Testzeitpunkt noch läuft.
Brandneu, doch der Iris kommt keineswegs aus dem Nichts: Wer die Entwicklung der digitalen Ayon-Komponenten verfolgt hat, erkennt eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema Streaming. Auch wir konnten diesen Weg begleiten – nach dem S3 und dem S10 hatten wir zuletzt den S10 II im Test. Umso interessanter ist, was von rund zwei Jahrzehnten Erfahrung mit Digitaltechnik und Streaming nun im Iris steckt.

Wie mir Gerhard Hirt erläutert hat, sind in den Iris die gesammelten Erfahrungen mit der Digital-Technik im Allgemeinen und Streaming im Besonderen aus den letzten 15 bis 20 Jahren eingeflossen. Ja, Sie lesen richtig: Auch wenn Ayon vor allem für seine erstklassigen Röhrengeräte bekannt ist, gab und gibt es beim österreichischen Hersteller keinerlei Berührungsängste mit dem Thema Streaming. Bereits 2012 veröffentlichte Ayon einen bemerkenswerten „Leitfaden (Guideline) zum Aufbau einer Infrastruktur für Netzwerkspieler“. Schauen wir uns den Iris genauer an. Schon beim ersten Blick ist klar: Ayon bleibt seiner bisherigen Linie treu. Das massive, schwarz gehaltene Aluminiumgehäuse mit gebürsteten Oberflächen wirkt ausgesprochen hochwertig, während die sanft gerundeten Kanten für die typische Ayon-Optik sorgen. Große Überraschungen bleiben aus – und das ist positiv. Schließlich hat sich genau dieses konsequent umgesetzte Erscheinungsbild längst zu einer Art Markenzeichen des Herstellers entwickelt.
Auch die aufgeräumte Front bleibt dem Ayon-Konzept treu. Unübersehbar dominiert das große, gestochen scharfe 5-Zoll-QVGA-Farb-TFT die Vorderseite. Es informiert über Menüs und Betriebszustände und bleibt dank seiner hohen Darstellungsqualität auch aus größerer Entfernung gut ablesbar. Rechts daneben zeigt ein kleineres Display wichtige Informationen wie Lautstärke, Eingang und Balance an. Auf vielfachen Kundenwunsch zurückgekehrt sind der große Lautstärkeregler links und der dazu symmetrisch angeordnete Eingangswahlschalter rechts. Alternativ lassen sich sämtliche wichtigen Funktionen per Fernbedienung oder App steuern.

Die Rückseite zeigt, dass der Iris mehr ist als eine schnöde Weiterentwicklung des Vorgängers S 10 II. Analog stehen ein unsymmetrischer Cinch- und ein vollsymmetrischer XLR-Ausgang zur Verfügung, die nicht parallel betrieben werden können. Zwei Cinch-Eingänge machen den Iris zur vollwertigen Vorstufe. Bei den digitalen Eingängen hat Ayon das Konzept verändert. Der USB-Type-B-Anschluss des S 10 II für die direkte Computerverbindung ist entfallen. Angesichts der konsequenten Ausrichtung auf Netzwerk-Streaming erscheint das logisch. Wer seine Musik ohnehin über das Netzwerk zuspielt, benötigt nicht zwingend eine zweite, parallel dazu verlaufende Verbindung per USB. Ein zusätzlicher USB-Übertragungsweg wäre in diesem Konzept weitgehend redundant. Ob dabei auch Gerhard Hirts mir gegenüber geäußerten Vorbehalte gegenüber USB eine Rolle gespielt haben, sei dahingestellt. Dafür kehren zwei Schnittstellen zurück, die beim S 10 II fehlten, beim noch früheren S3 aber schon einmal vorhanden waren: AES/EBU über XLR und I²S über HDMI. Gerade für hochwertige CD- und SACD-Spieler bieten beide Eingänge eine interessante Anschlussmöglichkeit.

Besonders interessant ist der I²S-Eingang, denn für diese Schnittstelle gibt es bei externen Geräteverbindungen keinen einheitlichen Standard. Die Signalbelegung kann von Hersteller zu Hersteller variieren, was die Kombination verschiedener Geräte in der Praxis mitunter zur Herausforderung macht. Ayon begegnet diesem Problem elegant: Die I²S-Schnittstelle lässt sich komfortabel per App flexibel konfigurieren und damit an den jeweiligen Zuspieler anpassen. Das macht sie außerordentlich flexibel. Daneben stehen weiterhin ein koaxialer S/PDIF Eingang (Cinch) und ein TOSLINK-Anschluss zur Verfügung. Unverändert geblieben sind auch die beiden USB-Type-A-Anschlüsse an Front und Rückseite zum direkten Anschluss von USB-Speichern. Die Netzwerkanbindung erfolgt kabelgebunden über RJ45 oder drahtlos per WLAN. Damit ist der Iris für seine eigentliche Kernaufgabe, die netzwerkbasierte Musikwiedergabe, bestens aufgestellt. Ein koaxialer S/PDIF-Ausgang erlaubt schließlich die Verbindung mit einem digitalen Aufnahmegerät oder externen D/A-Wandler.

Betrachtet man S3, S10 und Iris, zeigt sich damit eine interessante Entwicklung: Einige Schnittstellen wurden zwischenzeitlich gestrichen und finden nun wieder zurück, während USB-B endgültig dem stärker auf Netzwerk-Streaming ausgerichteten Konzept weichen muss. Eine Konstante gibt es: Die Streaming-Einheit stammt weiterhin vom österreichischen Spezialisten StreamUnlimited, mit dem Ayon seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Gerhard Hirt spricht offen darüber, dass Ayon die rasante Entwicklung in diesem Bereich allein kaum stemmen könnte. Beim Iris ist man entsprechend auf der Höhe der Zeit: Tidal Connect, Qobuz Connect und Spotify HiFi Connect lassen sich direkt aus den jeweiligen Apps heraus nutzen. Gegenüber der älteren App-Infrastruktur des S10 II ist das ein deutlicher Komfortgewinn.

Im Zentrum der digitalen Signalverarbeitung stehen zwei AKM-4493-Wandler von Asahi Kasei Microdevices im Dual-Mono-Aufbau. Jeder Kanal verfügt damit über eine eigene Wandler-Einheit. Die Verarbeitung unterschiedlicher PCM- und DSD-Formate gehört bei einem modernen D/A-Wandler-Baustein inzwischen zum erwartbaren Leistungsumfang. Interessanter wird es bei dem, was nach den eigentlichen Wandler-Chips passiert. So wurde das Tiefpassfilter grundlegend überarbeitet und dabei besonderer Wert auf die stimmige Ankopplung an die nachfolgende analoge Röhrenstufe gelegt. Das Tiefpassfilter hat eine entscheidende Funktion im Gesamtkonzept: es bildet die Brücke zwischen digitaler und analoger Welt.

Auch bei der Lautstärkeregelung geht Ayon einen eigenen Weg. Die im AKM 4493 integrierte digitale Pegelregelung bleibt ungenutzt. Stattdessen übernimmt eine vollständig symmetrisch ausgelegte, analoge Schaltung mit dem hochwertigen Chip PGA 2320 die Pegelanpassung. Geregelt wird dabei über ein Widerstandsnetzwerk direkt im analogen Signalweg. Bemerkenswert ist, wie nahtlos diese analoge Lautstärkeregelung in das moderne Bedienkonzept des Iris integriert wurde. Die Lautstärke lässt sich selbstverständlich über die mitgelieferte Fernbedienung verändern, ebenso aber während des Streamings über die Ayon-App auf Smartphone oder Tablet. Besonders elegant ist, dass dafür nicht ausschließlich die Ayon-eigene Anwendung infrage kommt. Auch Apps anderer Anbieter, etwa JPLAY iOS, können diese Funktion nutzen. Die entsprechenden Steuerinformationen werden dazu von der Streaming-Plattform über eine Schnittstelle an die Steuerelektronik des PGA 2320 weitergegeben. Wer den Iris an eine externe Vorstufe anschließt, kann die Lautstärkeregelung auch vollständig aus dem Signalweg nehmen.

Besonderes Augenmerk gilt bei Ayon schon immer der analogen Ausgangsstufe. Ayon verfolgt dabei einen bewusst minimalistischen Ansatz: wenige, aber dafür sehr hochwertige Bauteile und ein möglichst kurzer Signalweg. Im Zentrum steht eine 6H30-Doppeltriode in einer Single-Ended-Class-A-Schaltung, bei der auf Spannungsgegenkopplung vollständig verzichtet wird. Die symmetrischen Ausgänge verfügen jeweils über einen eigenen, vollständig symmetrisch aufgebauten Signalweg. Gegenüber dem S 10 II wurde die Röhrenstufe weiter verfeinert. Neu ist unter anderem die getrennte Regelung der Heizspannung für jede Röhre, wodurch linker und rechter Kanal auch an dieser Stelle vollständig voneinander getrennt werden. Bei der Bauteileauswahl setzt Ayon auf hochwertige audiophile Komponenten, darunter Jantzen-Koppelkondensatoren und eng tolerierte MKP-Folienkondensatoren. Wer den Iris direkt mit einer Endstufe betreiben möchte, sollte darauf achten, dass deren Eingangsimpedanz nicht extrem niedrig ist.

Der hohe Aufwand im Signalweg setzt sich in der Stromversorgung fort. Bereits am Netzeingang sorgt eine verbesserte Filterung dafür, dass störende Einflüsse vom Gerät ferngehalten werden. Ein leistungsfähiger R-Core-Transformator versorgt Digital- und Analogsektion über getrennte Wicklungen. Großzügig dimensionierte Siebkondensatoren und insgesamt acht Spannungsregler schaffen stabile Betriebsbedingungen und reduzieren die gegenseitige Beeinflussung der Baugruppen. Der Iris ist vollständig modular aufgebaut und lässt sich jederzeit nachträglich aufrüsten. Den Einstieg bildet der Iris XS mit 6N6-Röhre, einfacherer Bauteilebestückung und ohne DSD-Konverter-Modul. Die Signature-Version bringt im Analog-Teil besonders hochwertige Koppelkondensatoren und eine andere Röhrenbestückung mit. So sind in meinem Testgerät Jantzen Silver Z-Cap und Jantzen Superior Z-Cap und die Röhre 6H30PI-EB verbaut. Die Ultimate-Version legt bei den Bauteilen mit Mundorf Silber/Gold/Oil-Kondensatoren mit speziell selektierten 6H30-Röhren nochmals nach.

Eine weitere Besonderheit der höheren Ausbaustufen ist das DSD-Konverter-Modul. Es wandelt eingehende PCM-Signale per DSP wahlweise in DSD64, DSD128, DSD256 oder DSD512 um. Native DSD-Signale werden unverändert am Modul vorbeigeführt. Der verwendete Konvertierungsalgorithmus bleibt Ayon-Geschäftsgeheimnis. Entwickelt wurde das Modul gemeinsam mit StreamUnlimited und weiteren Spezialisten für digitale Audiotechnik. Wie überzeugend dieses Konzept umgesetzt wurde und wie sich die zahlreichen Änderungen klanglich tatsächlich bemerkbar machen, muss letztlich der Hörtest zeigen. Und damit wird es Zeit, die technischen Daten und die Gespräche mit Gerhard Hirt hinter sich zu lassen und den Iris dorthin zu schicken, wo sich seine Qualitäten am unmittelbarsten zeigen: in meine Anlage. Dazu ist der Iris per LAN über meinen SOtM Switch mit meinem Netzwerk verbunden. Die Musik kommt entweder von der internen Festplatte meines SOtM Audio PCs oder direkt von Qobuz. Audio PC und Switch beziehen ihren Takt von der SOtM 10-Megahertz Clock. Gesteuert wird das Ganze mit der JPLAY iOS App. Analogseitig geht es direkt zu den Class-A Mono-Endstufen Stax DA-80M.

Schon nach den ersten Takten wird klar: Der Iris ist klanglich alles andere als ein typischer Vertreter des vermeintlich „warmen“ Röhrenklangs. Seine 6H30-Ausgangsstufe klingt weder weich noch romantisierend, sondern ausgesprochen präzise, transparent und gleichzeitig bemerkenswert selbstverständlich. Den Einstieg macht Michael Jacksons Klassiker „Billie Jean“ (Thriller - Qobuz 24/176). Schon die ersten Bassläufe zeigen, dass der Iris im Tieftonbereich keineswegs auf Zurückhaltung setzt. Der Bass kommt kräftig, trocken und sauber konturiert. Entscheidend ist dabei weniger die Menge an Tieftonenergie als die Kontrolle: jeder Impuls sitzt präzise und bleibt auch bei höheren Pegeln klar nachvollziehbar. Der Iris lässt den Bass arbeiten, ohne ihn unnötig in den Vordergrund zu rücken.
Seine eigentliche Paradedisziplin findet der Iris in den Mitten. Patricia Barbers „What A Shame“ (Café Blue – Qobuz 16/44) gehört zu den Klassikern unter den audiophilen Jazzproduktionen und zeigt eindrucksvoll, wie selbstverständlich der Iris Stimmen in den Raum stellt. Patricia Barbers Stimme besitzt Körper und außergewöhnliche Klarheit, feinste Nuancen der Artikulation werden mühelos nachvollziehbar, ohne dass eine künstliche Präsenz entsteht. Noch eindrucksvoller zeigt sich diese Stärke bei Rebecca Pidgeons „Spanish Harlem“ (The Raven – Qobuz 16/44). Titel und Album stammen aus dem Chesky-Umfeld, das für klanglich ausgezeichnete Produktionen bekannt ist. Pidgeons Stimme steht nicht einfach nur zwischen den Lautsprechern, sondern scheint körperhaft im Raum präsent zu sein. Gleichzeitig bleibt die akustische Umgebung der Aufnahme erstaunlich gut nachvollziehbar. Hier verbindet der Iris Detailauflösung mit einer ausgesprochen natürlichen und plastischen Darstellung.

Auch in den Höhen zeigt sich die gelungene Abstimmung. Bei Dave Brubecks „Take Five“ (Take Five – Qobuz 16/44) werden Besenarbeit und Beckenspiel fein aufgefächert, Anschläge und Ausklingvorgänge präzise nachgezeichnet. Bemerkenswert ist, dass diese hohe Auflösung nie analytisch oder scharf wirkt. Der Iris spielt offen und detailreich, bleibt dabei aber stets angenehm geschmeidig. Ein schönes Beispiel dafür, wie gut der Iris all diese Eigenschaften zu einem homogenen Ganzen verbindet, ist Nils Lofgrens „Keith Don't Go (Live)“ (Acoustic Live – Qobuz 16/44). Die akustische Gitarre besitzt eine beeindruckende Präsenz, gleichzeitig bleiben die vielen kleinen Informationen der Live-Aufnahme erhalten: das Rutschen der Finger über die Saiten, das Klopfen auf den Gitarrenkorpus und das Echo des Konzertsaals weit hinter den Lautsprechern. Nichts davon wirkt aufgesetzt oder effekthascherisch – der Iris vermittelt vielmehr einen ausgesprochen glaubwürdigen Eindruck von Raum und Live-Atmosphäre.
Besonders beeindruckt hat mich die Qualität der räumlichen Abbildung bei guten Orchesteraufnahmen. In ihrer langjährigen Zusammenarbeit haben Charles Mackerras und das Scottish Chamber Orchestra einen unverwechselbaren und äußerst gelungenen Stil entwickelt, der das Beste aus moderner und historischer Aufführungspraxis vereint. Wie wirkungsvoll diese Mischung sein kann, zeigen die hervorragenden Einspielungen von Mozarts letzten vier Sinfonien (Mozart: Symphonies Nos 38-41 - SCO/Mackerras – Linn Records 24/88). Die auch klanglich sehr gelungene Aufnahme fordert Dynamik, Übersicht und eine überzeugende Tiefenstaffelung. Und genau hier glänzt der Iris. Er bildet das Orchester mit großer Tiefe und glaubwürdiger Staffelung weit hinter den Lautsprechern in einen imaginären Raum ab, ohne mit einer spektakulär aufgeblähten Bühne Eindruck zu schinden. Zusammen mit der ausgeprägten Körperhaftigkeit entsteht ein ausgesprochen realistischer, dreidimensionaler Eindruck. Spannend ist schließlich die Möglichkeit des Iris, PCM-Material per DSP in DSD umzuwandeln. Gerade beim Streaming in CD-Qualität, etwa über Qobuz, empfinde ich sie als reizvolle Option. Dabei geht es für mich weniger um die Frage, ob DSD grundsätzlich besser klingt als PCM, sondern vielmehr darum, welche Variante dem persönlichen Geschmack und der jeweiligen Aufnahme am besten entspricht.

Bei Mozarts Violinkonzert Nr. 3 mit Iona Brown als Solistin und dem Orchester Academy of St. Martin-in-the-Fields (Mozart: Violinkonzerte Nr. 3 & 4 - Qobuz 16/44) verleiht die DSD128-Konvertierung der Wiedergabe für meine Ohren mehr Geschmeidigkeit und Glanz. Die Solovioline wirkt in den oberen Lagen weniger angestrengt bei gleichzeitig mehr natürlicher Strahlkraft und Intensität. Gleichzeitig gewinnt die Abbildung des Orchesters deutlich an räumlicher Tiefe. Die direkte PCM-Wiedergabe bleibt dagegen für mich einen Hauch detailreicher und unmittelbarer. Bei DSD256 und DSD512 entfernt sich der Charakter zunehmend vom ursprünglichen Ausgangspunkt in PCM. Die Wiedergabe bleibt geschmeidig und gewinnt noch weiter an räumlicher Tiefe, wirkt für mich aber auch kompakter und verliert etwas von Direktheit und Detail. DSD128 ist deshalb mein persönlicher Sweet Spot – gerade bei gestreamtem CD-Material kann diese Einstellung dem Klang das gewisse Extra verleihen.
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Gehört mit
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| Computer | SOtM Audio PC mit Motherboard sMB-Q370, Clock Modul sCLK-EX, USB-Modul tX-USBhubIN und Netzwerk Modul sNI-1G Musikserver mit Intel Xeon E3-1225 3,2 GHz, 4 GB RAM, Windows Server 2019 mit AudiophileOptimizer 3.0, HDPLEX 400W ATX Linear-Netzteil und HDPLEX 200W Linear-Netzteil Diretta Lucia Piccolo Bridge, LattePanda Alpha 864s mit Intel 8th m3--8100y mit Diretta Target Bridge und HDPLEX 200W Linear-Netzteil |
| Software | JPLAY iOS App, MinimServer, JPLAY Femto, JPLAY femtoServer, Roon Server |
| 10-MHz-Clock | SOtM SCLK-OCX10 |
| USB | SOtM USB Hub tX-USBultra, MUTEC MC-3+ USB |
| Vorstufe | Erno Borbely |
| Endstufe | Stax DA-80m |
| Kabel und Zubehör | AIM NA9, NA6, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Audioquest Pegasus Analog XLR, Van den Hul, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable, SOtM dBCL-BNC, Audioquest Niagara 5000, Sortz RCA, Sortz LAN, Sortz BNC |
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Herstellerangaben
Ayon Iris Signature Streamer
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| Digital-Eingänge | 75 Ω S/PDIF, TosLink, AES/EBU, I2S/HDMI, 2 x USB-A (externe Festplatte, Vorder- und Rückseite) |
| Netzwerk-Eingänge | RP-SMA Stecker Wifi Antenneneingang (“drahtlose” Netzwerkverbindung), RJ45/LAN Gigabit Ethernet socket (“verkabelte” Netzwerkverbindung) |
| Digitale Ausgänge | 75 Ω S/PDIF (RCA) |
| Abtastrate | bis zu 768 kHz / 32 Bit und DSD512 |
| PCM zu DSD-Konvertierung | wahlweise alle PCM-Signale auf DSD64, DSD128, DSD256 oder DSD512 |
| Formate | WAV, FLAC, AIF, DSD (DFF, DSF) |
| Streaming (Protokolle) | Tidal Connect, Qobuz Connect, Spotify HiFi Connect, HiResAudio, Airable Radio & Podcasts, Roon ready, UPnP/DLNA |
| Analog-Hochpegel Eingänge | 2 Paar RCA |
| Analog-Ausgänge | 1 Paar RCA und 1 Paar XLR |
| Gewicht | 12kg |
| Abmessungen | 48 x 36 x 12 cm (B x T x H) |
| Preis | Ayon Iris Signature 10.995 Euro Ayon Iris XS 7.995 Euro Ayon Iris Ultimate 14.995 Euro |
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Hersteller/Vertrieb
Ayon Audio
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|---|---|
| Anschrift | Hart 18 A-8101 Gratkorn |
| Telefon | +43 3124 24954 |
| ayon@ayonaudio.com | |
| Web | www.ayonaudio.com |
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Vertrieb
AUDIUM / VISONIK
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|---|---|
| Anschrift | Inh. Frank Urban Catostr. 7B 12109 Berlin |
| Telefon | +49 30 6134740 |
| Fax | +49 30 7037939 |
| kontakt@audium.de | |
| Web | www.audium.com |
Zum 50-jährigen Jubiläum wird das Audio Forum Duisburg neu eröffnet. Das Ziel von Acapella-Senior-Entwickler Alfred Rudolph ist die Weitergabe seines ganzheitlichen Ansatzes „LaMusika“. LaMusika war schon immer der Kerngedanke bei der Entwicklung von Acapella Lautsprechern. Erst wenn die Musik in der Zeit spielt, spielen die Lautsprecher Musik.
Für alle Musikfreunde ist LaMusika im Audio Forum nun in Form von Hausmessen und in Zusammenarbeit mit synergiestarken Hersteller- und Händler-Kooperationen, wie zum Beispiel mit music & more in Moers, zu erleben. Zur Eröffnung erwarten die Besucer drei Tage Musik im Audio Forum mit dem Acapella Sphäron Excalibur!
Alfred Rudolph schreibt zu diesem Anlass: „Das Audio Forum Duisburg feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Zur gleichzeitigen Neueröffnung möchte ich Sie herzlich einladen. Gerne teile ich auch zu diesem Anlass meine Gedanken, um unseren gemeinsamen Austausch zu bereichern: Das Schönste und Großartigste, was der menschliche Geist je hervorgebracht hat, ist die Musik. Sie begleitet alle Kulturen des Menschen seit Anbeginn und ist gleichzeitig ihre kosmische Dimension. Sie überwindet Grenzen, Generationen und Zeiten und vermag etwas auszudrücken, wofür Worte oftmals nicht ausreichen.
Heute, im Jahr 2026, ist mir klarer denn je, dass ich mein Leben der Musik gewidmet habe – in all ihren Facetten und Ausdrucksarten. In diesem Jahr werde ich 84 Jahre alt, und vor nunmehr rund 64 Jahren begann ich, mich intensiv mit den technischen Aspekten der Musikwiedergabe auseinanderzusetzen. Damals entstand meine erste Lautsprecherbox. Diese „Apfelsinenkiste“ mit Löchern, denen Töne entkamen, hatte für meine Ohren einen so guten Klang, dass ich über sechs Jahre mit ihr Musik hörte. Auch meine Freunde besuchten mich gerade deshalb sehr häufig. Weil auch sie solche Lautsprecher besitzen wollten, gab ich schließlich ihrem Drängen nach – und begann, mich immer intensiver mit dem Bau von Lautsprechern zu beschäftigen.
Was damals aus Neugier, Leidenschaft und dem Wunsch nach besserer Musikwiedergabe begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem wesentlichen Teil meines Lebens. Auf dem Weg über die Architektur begann ich, das Thema „Lautsprecher“ in allen Dimensionen auszuloten. Eine Erkenntnis wurde mir dabei schon sehr früh bewusst: Musik spielt in der Zeit.
Ist es einer Musikwiedergabeanlage gelungen, diesen zeitlichen Zusammenhang richtig wiederzugeben, vergisst man beim Zuhören die Technik. Man hört nicht länger eine Anlage oder einen Lautsprecher – man hört Musik. Bereits damals wurde bei vielen Wiedergabegeräten verlangt, dass das Zeitverhalten, heute meist als „Timing“ bezeichnet, eine herausragende Stellung einnimmt. Nur beim Lautsprecher wurde dieser Gesichtspunkt lange Zeit nicht mit derselben Konsequenz verfolgt. Ein Rechtecksignal, das praktisch alle Frequenzbereiche in sich vereinigt und dadurch sehr viel über das zeitliche Verhalten eines Systems verrät, spielte im klassischen Lautsprecherbau nur selten eine entscheidende Rolle. Für mich war das anders. Als ich diese Gedanken 1992 formulierte, schrieb ich: „In diesem Jahr 1992 beginnt für mich eine neue Zeitrechnung: Musik spielt in der Zeit und die Lautsprecher spielen Musik.“
Heute, 34 Jahre später, hat dieser Satz für mich nichts von seiner Bedeutung verloren. Im Gegenteil. Die technischen Möglichkeiten der Musikwiedergabe haben sich seitdem gewaltig verändert. Digitale Signalverarbeitung, hochauflösende Aufnahmen, Streaming, moderne Verstärkertechnik, neue Materialien und immer präzisere Messverfahren haben Möglichkeiten geschaffen, von denen man Anfang der 1990er-Jahre nur träumen konnte. Doch trotz aller technischen Entwicklung ist das eigentliche Ziel unverändert geblieben: Die Technik darf nicht zum Selbstzweck werden. Ein guter Lautsprecher soll den Hörer nicht ständig daran erinnern, wie aufwendig seine Konstruktion ist. Er soll vielmehr zurücktreten und der Musik den Raum geben, den sie benötigt. Denn letztendlich geht es nicht um Frequenzgänge, Messwerte oder technische Superlative.Es geht um den Moment, in dem die Wiedergabe so selbstverständlich wird, dass man die Technik vergisst. Es geht um die Stimme eines Sängers, die plötzlich im Raum steht. Um den Anschlag eines Klaviers. Um den Atem eines Musikers. Um die Dynamik eines Orchesters. Und um jene Augenblicke, in denen aus elektrischen Signalen wieder das wird, was am Anfang stand: Musik.
Nach mehr als sechs Jahrzehnten der Beschäftigung mit Lautsprechern und Musikwiedergabe bin ich heute vielleicht mehr denn je davon überzeugt: Technik kann Musik nicht erschaffen. Aber richtig eingesetzt kann sie uns der Musik sehr nahebringen. Und deshalb gilt für mich auch im Jahr 2026 noch immer: Musik spielt in der Zeit. Lautsprecher spielen Musik.“
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Information
50 Jahre Audio Forum Duisburg
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| Ort der Veranstaltung | AUDIO FORUM, Koloniestraße 203, 47057 Duisburg |
| Spezielle Öffnungszeiten | Freitag, 04.09., 10:00 Uhr – 19:00 Uhr, Samstag, 05.09. 10:00 Uhr – 19:00 Uhr und Sonntag, 06.09.2026 von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr. Der Eintritt ist frei! |
| Kontakt | Tel. 0172-2626020 |
Buchardt Audio stellt den neuen E50-S vor, der durch sein durchdachtes Design, präzise Handwerkskunst und innovative Technologie überzeugt. Ab sofort kann der Lautsprecher vorbestellt werden. Der Preis beträgt 4.300 Euro pro Paar. Bis einschließlich 15.09.2026 gibt es 200 Euro Rabatt auf Vorbestellungen. Die Auslieferung erfolgt ab Oktober 2026.
„Der E50-S ist kein Lautsprecher, der in allen Disziplinen der Beste sein will. Er ist ein Lautsprecher mit Charakter, der Klangliebe über Messwerte stellt.“
Buchardt Audio
Der E50-S ist eine Weiterentwicklung des gefeierten E50 und vereint dessen bewährte DNA mit einer Reihe von Optimierungen. Mit einem maßgefertigten Satori 7,5-Zoll-Tieftöner aus TeXtreme®-Material, zwei Passivmembranen statt Bassreflex-Öffnung und einer widerstandsfreien Frequenzweiche bietet er einen präzisen, detaillierten Klang – besonders in den Mitteltönen. Der optimierte Scan-Speak-Hochtöner sorgt für eine natürliche, ermüdungsfreie Wiedergabe.
Im E50-S arbeiten hochwertige Komponenten wie der CNC-gefräste Waveguide in der massiven Holzfront und Jantzen-Komponenten in der Frequenzweiche. Die Passivmembranen ermöglichen ein kompakteres Design – 30 Prozent kleiner als ein Bassreflex-Design – bei gleichzeitig tiefem, kontrolliertem Bass. Dank seiner hohen Empfindlichkeit von 91 Dezibel lässt er sich selbst mit weniger leistungsstarken Verstärkern problemlos antreiben.
Der E50-S ist ideal für kleinere Räume oder Aufstellungen nahe an Wänden. Er überzeugt mit einer breiteren Klangbühne und einem kontrollierten Bass, der trotz seiner Tiefe nie aufdringlich wirkt. Jedes Detail ist durchdacht – von der ästhetischen Beschichtung der TeXtreme®-Kegel bis hin zur optimierten Abstrahlung des Hochtöners.
Weitere Informationen und Vorbestellung: https://www.hifipilot.de/Buchardt-Audio-E50-S
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Vertrieb
HifiPilot GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Carl-Benz-Str. 5 75056 Sulzfeld |
| Telefon | +49 7269 9196993 |
| kontakt@hifipilot.de | |
| Web | www.hifipilot.de |
Mein letzter Test eines Tonabnehmersystems befasste sich mit dem Sumiko Oriole. Nun drehen sich für diesen Test meine Schallplatten unter dem Sumiko Starling, dem teuersten System aus der Sumiko Referenz Serie.
Nachdem ich überaus positiv überrascht vom Test des Oriole war und dies Peter Laitenberger vom deutschen ATR Vertrieb mitteilte, empfahl mir dieser mir doch einmal das Sumiko Starling anzuhören. Gesagt, getan und bereits wenige Tage später kam das kleine Päckchen mit dem Starling zu mir nach Hause. Auspacken und am Linn Ittok Tonarm installieren war schnell erledigt. Nun begann die eher langweilige Einspielphase. In der Zwischenzeit trug ich einige technische Details über das System zusammen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Das Starling ist ein Low-Output-MC-Abtaster mit einer Ausgangsspannung von 0,5 Millivolt und einer Innenimpedanz von 28 Ohm. Mit dieser Impedanz ist es kompatibel mit den meisten MC-Phonovorverstärkern am Markt. Auf den aus massivem Bor bestehendem Nadelträger ist der Abtastdiamant aufgeklebt.

Der Diamanten des Starling besitzt einen MicroRidge-Schliff. Hierzu gibt man dem Diamanten zunächst eine stark elliptische Form, aus der dann ein umlaufender Kontakt-grat herausgearbeitet wird. Hierdurch entsteht zur Rillenflanke hin ein lediglich 3-4µm betragender Verrundungsradius. Viel feiner geht‘s nicht und man könnte sich angesichts eines so scharfen Stichels Sorgen um seine Platten machen. Muss man aber nicht, da die Kontaktfläche des MicroRidge-Schliffs durch ihre lange vertikale Ausdehnung im Vergleich zum klassischen sphärischen Schliff ungleich größer ist – zur feinen Abtastung kommt also bei korrekter Justage ein besonders schonender Umgang mit dem Vinyl und hierdurch eine deutlich höhere Lebensdauer.
Dieser besondere Nadelschliff erfordert allerdings eine erheblich präzisere Montage als bei normalen elliptischen oder konischen Nadeln. Wegen der langen vertikalen Ausdehnung der Kontaktfläche sorgen bereits kleine Azimuthfehler – also ein von vorne betrachtet verkantetes Eintauchen der Nadel in die Rille – für hörbare Asymmetrien und Verzerrungen. Auch der durch die Tonarmhöhe beeinflussbare vertikale Abtastwinkel (VTA) macht sich bei falscher Einstellung bemerkbar. Trotzdem ist die korrekte Justage kein Hexenwerk. Zum einen helfen die geraden und zum Teil rechtwinkligen Flächen des Gehäuses und der gut sichtbare Nadelträger bei der Montage. Zum anderen bekommt man während der Justage eine direkte akustische Rückmeldung, man hört sofort, wenn was nicht stimmt. Und weiß sofort, wenn alles passt. Die offene Bauweise des Systems hat leider auch Nachteile, denn da die gesamte Generator-Baugruppe ungeschützt frei liegt braucht es nicht viel, um die empfindliche, exponierte Hardware unwiederbringlich in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Also ist Vorsicht bei jeglicher Handhabung während der Installation des Tonabnehmers geboten.

Die Montage der Nadelspitze mittels einem Tröpfchen Klebstoff auf dem Nadelträger senkt im Vergleich zu in einer Fassung befestigten Nadeln die Masse der bewegten Teile. Ebenso ist das sehr steife Borstäbchen mit seinen 0,3 Millimeter Durchmesser leichter als ein Nadelträger aus Aluminium. Die Spulen des Generators sind aus extra dünnem Kupferdraht gewickelt, was ebenfalls zu einer geringen beweglichen Masse führt. Die Spulen werden aus speziell ausgewähltem, hochreinem Kupfer gewickelt, das Signale mit minimalen Verlusten und Verzerrungen übertragen kann. Für den Dämpfer verwendet Sumiko eine spezielle synthetische Gummimischung, um Resonanzen zu kontrollieren, Verzerrungen zu minimieren und eine gute Spurführung zu ermöglichen.

Alle Tonabnehmer der Reference-Serie besitzen ein offenes Gehäuse mit einer vergleichsweise massiven Montageplatte aus einer speziellen Aluminiumlegierung. Diese Gehäusekonstruktion senkt das Risiko von resonanzbedingten Verzerrungen und Verfärbungen, die durch herkömmliche Tonabnehmergehäuse entstehen können. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung der neuen Tonabnehmern lag Sumiko zufolge auf der Resonanzkontrolle – die massiven Montageköpfe kommen ja nicht von ungefähr. Um interne Resonanzen weiter zu reduzieren werden die einzelnen Komponenten des Magnetkreises mechanisch gedämpft. Der Tonabnehmer wiegt 9,5 Gramm, so dass sich bei einer lateralen Nadelnachgiebigkeit von zwölf Mikrometer pro Millinewton die Montage in einem Tonarm mit mittlerer bis schwerer Masse empfiehlt.
Wie oben beschrieben besteht der Nadelträger beim Starling aus Bor und der daran befestigte Diamant besitzt einen MicroRidge-Schliff. Als Vergleichssystem diente ein Benz Micro Glider Tonabnehmer, ein Klassiker bei Systemen mit einer offenen Bauweise. Beim Glider ist der Nadelträger ebenfalls aus Bor und der Diamant besitzt genau wie der beim Starling einen MicroRidge-Schliff.

Allgemein wird bei MM und MC Systemen eine Einspielzeit von 40 bis 100 Stunden empfohlen. Der positive Effekt einer Einspielzeit lässt sich sowohl messen als auch erklären: Der Nadelträger ist im Tonabnehmer in elastischen Gummipuffern gelagert. Natürlich unterscheiden sich verschiedene Tonabnehmer in Material und Qualität auch dieser Gummilager. Allen aber ist gemein, dass sich ihre Elastizität sich mit der Zeit ändert. Gute Gummilager werden nach einer Einspielzeit elastischer, während sie nach längerer Zeit hart und spröde werden. In der Einspielzeit orientieren sich die Moleküle der Gummimischung neu. Dies führt zu einer schnelleren und flexibleren Auslenkung des Tonabnehmers. Er kann den Rillenauslenkungen schneller folgen, die Abtastfähigkeit des Systems nimmt zu.

Nach der Einspielzeit legte ich zuerst das Album Jazz at the Pawnshop, Atr Mastercut Recording, auf. Das Sumiko Starling öffnet bei diesem Album einen grösseren Raum als das Benz Glieder, strukturiert diesen nochmals besser und stellt das Klanggeschehen holografischer und dreidimensionaler dar. Das Starling richtet den Fokus merklich stärker auf die Detailauflösung und die Ausleuchtung des Hochtons und es ist objektiv gesehen das tonal neutraler spielende System, zumal es im Bass die Zügel fester in der Hand hält und den Tiefton straffer kontrolliert. Weniger körperlich spürbaren Druck erzeugt es dabei nicht – im Gegenteil, die Drum-Impulse von Egil Johansen im Solo während „Take Five“ blitzen überfallartig hervor und sind ebenso schnell wieder weg. Das Vibraphon beim „Limehouse Blues“ klang mit dem Starling klarer und transparenter als mit dem Glider. Wie bei den Höhen zeichnete sich auch die Mitteltonwiedergabe des Starling durch Klarheit, Offenheit und die Fähigkeit aus, instrumentale und gesangliche Klangfarben überzeugend wiederzugeben. Die Streicherklänge waren vorbildlich, wie ich im dritten Satz von Haydns Streichquartett in d-Dur op. 76 Nr. 2 „The Quinten“ hörte, aufgeführt vom Lindsay String Quartet, Live At The Wigmore Hall. Dieser Satz enthält einen Kanon mit zwei Violinen, die in Oktaven zusammenspielen, drei Takte später folgen Bratsche und Cello. Das Starling vermittelte die unterschiedlichen Rhythmen sowie die Resonanzen der Bratsche und die Tonalitäten von Holz und Bogen.

In Erinnerung an die großartige Bonnie Tyler legte ich "Faster Than The Speed Of Night" vom 1983 erschienenen gleichnamigen Album auf. Das opulente Intro erklingt raumgreifend und wuchtig aus den Schallwandlern. Die raue Stimme von Bonnie klingt kräftig und wird präzise abgebildet, wirkt aber zu keiner Zeit aggressiv. Überhaupt ist die Neutralität bei der Stimmenwiedergabe eine der großen Stärken des Starling. Davon profitiert der zahnlos nuschelnde RL Burnside auf I Wish I Was In Heaven Sitting Down, Fat Possum Records, genauso wie Muddy Waters, bei dessen hochdynamischen Einsätzen auf „My Home Is In The Delta“, Album Folk Singer, MFSL, jedes Mal das wippende Bein ein kleines bisschen höher ausschlug. Die Wiedergabe zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Auflösung über den gesamten Frequenzbereich aus und bietet eine echt wirkende Räumlichkeit. Das Starling ist hochgenau, aber nie zu detailverliebt, samtig schimmernd im Ton, aber zugleich struktur- und timing-stark, kräftig und kontrolliert im Bassbereich ist es ein System, das einen Platz im oberen High End Kosmos finden wird.
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Gehört mit
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|---|---|
| Plattenspieler | Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager |
| Tonarm | Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern |
| Tonabnehmer | Benz Micro Glider |
| Phonostufe | Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil |
| Vorverstärker | VTL TL 6.5 II |
| Endstufen | QUAD II |
| Lautsprecher | Consensus Audio Lightning |
| Kabel | Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord |
| Zubehör | Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G |
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Herstellerangaben
Sumiko Starling
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|---|---|
| Ausgangsspannung | 0,5mV |
| Verstärkeranschluss | Phono MC |
| Nadelträger | Bor |
| Nadelnachgiebigkeit, lateral | 12µm/mN bei 100Hz |
| Empf. Tonarm-Typ | mittelschwer bis schwer |
| Abtastdiamant | MicroRidge (r/R 2,5 x 75μm) |
| Empf. Auflagekraft | 20mN (2,0g) |
| Impedanz | 28 Ohm |
| Empf. Abschlusswiderstand | > 100 Ohm |
| Frequenzgang | 12 - 50.000Hz |
| Kanalseparation | 35dB bei 1kHz |
| Gewicht | 9,5g |
| Preis | 2.400 Euro |
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
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Wo bei klassischen Subwoofern das Gehäuse den Blick auf die Technik versperrt, gewährt die Acrylglas-Version des MiniVee X einen direkten Einblick in sein Innenleben. Die gegenüberliegenden Treiber im Force-Cancelling-Design, die massive Konstruktion der Frontplatte und die aufwendig ausgelegte Antriebstechnik werden so zu Gestaltungselementen.
Auch mit diesem spektakulären Erscheinungsbild steht die technische Performance weiterhin im Mittelpunkt. Die aufwendige Konstruktion mit zusätzlichen Gehäuseverstrebungen sorgt für hohe Stabilität und eine besonders resonanzarme Wiedergabe. Die beiden 8-Zoll-Treiber, dabei ein aktiver und ein passiver, sind gegenüberliegend angeordnet und reduzieren durch das Force-Cancelling-Design zusätzlich, dass es unerwünschte Gehäuseschwingungen gibt. Eine 2-Zoll-Schwingspule mit vierlagiger Wicklung ermöglicht dabei einen kraftvollen und präzisen Membranhub. Mit 350 Watt RMS bietet der MiniVee X reichlich Leistung für druckvolle und zugleich kontrollierte Tieftonwiedergabe im Heimkino und für den Bass der Lieblingsmusik.
Mit der Acrylglas-Version zeigt Velodyne Acoustics, dass ein Subwoofer nicht nur akustisch, sondern auch optisch eine zentrale Rolle im Wohnraum spielen kann. Die sichtbare Technik macht den MiniVee X zu einem Designobjekt, das sich besonders für moderne HiFi- und Heimkino-Installationen eignet. Gleichzeitig bleibt die umfangreiche Konnektivität erhalten: Neben Cinch- und LFE-Eingängen stehen Lautsprecherklemmen sowie XLR-Anschlüsse zur Verfügung. Die Steuerung und Anpassung an den Hörraum erfolgt komfortabel über die Velodyne Acoustics Auto EQ App, mit der sich unter anderem Lautstärke, Übergangsfrequenz, Phase und die automatische Raumkorrektur einstellen lassen.
Die Acrylglas-Version des Velodyne Acoustics MiniVee X ist ab sofort erhältlich. Der Preis beträgt 2.000 Euro.
Was müssen Endverstärker leisten? Die ankommenden Signale, so gut es geht, so zu verstärken, dass Lautsprecher in der Lage sind, die sie in Musik zu übersetzen. Dafür gibt es unzählige Verfahren im bald 100-jährigen Entwicklungsprozess mit teils überragenden, emotionalen Ergebnissen. PS Audio hat nun einen neuen Weg gefunden
Das sind die Resultatet solcher Überlegungen: Die vier Modelle S200, S400, M400 und M800. Eine Topologie – entworfen von Darren Myers, zur Perfektion entwickelt von Bob Stadtherr. Das Außergewöhnliche: Normalerweise werden alle Amps intern via Spannungsänderungen gesteuert. Nicht so hier: Die PMG-Signature-Verstärker werden durch die Stromstärke geregelt. Vorteil: extreme Geschwindigkeit mit 200 Volt pro Mikrosekunde und Verzerrungswerte jenseits von Gut und Böse (>0,002%). Um solche exorbitanten Anstiegswerte zu erreichen, kommt man mit herkömmlichen, passiven Transformatoren nicht mehr aus, da diese den Strom nicht so schnell liefern könnten. Deshalb werden hochmoderne Schaltnetzteile eingesetzt.
Darüber hinaus laufen alle PMG-Signature-Amps über einen weiten Bereich im Class-A Betrieb. Bei den M800 Monos sind das bis zu 50 Watt. Das bedeutet, dass die Musik zu 99 Prozent im linearen Betriebsbereich des Verstärkers wiedergegeben wird. Auch reicht die Bandbreite bei sehr geringer Gesamtrückkopplung über 500 Kilohertz hinaus. Daraus resultiert eine transparente, schnelle und dynamische Wiedergabe, bei der die Lautsprecher und die Quelle in der Musik verschwinden. Nur das emotionale Intention des Künstlers wird offenbart, wenn die Aufnahme und der Vortrag das zulassen. Denn Highend in reinster Form muss erreichen, dass der Künstler den Zuhörer auf eine Reise mitnimmt und ihm seine Welt zeigt. Genau das vermag die in Boulder, Colorado handgefertigte PMG-Signature-Serie erlebbar zu machen.
Alle 4 Modelle erreichen dieses Ziel und treiben alle Lautsprecher der Audiowelt mit müheloser Souveränität an, die es wert sind, angesteuert zu werden. Diese neuen PS-Audio-Endstufen definieren auf diese Art die Musikwiedergabe auf korrekte, elegante und emotionale Weise neu.
Die Leistung der einzelnen Modelle
S200: 2 x 200 Watt an 4 Ohm, 2 x 100 Watt an 8 Ohm), 10 Watt in Class A
S400: 2 x 400 Watt an 4 Ohm, 2 x 200 Watt an 8 Ohm, 5 Watt in Class A
M400: 1 x 400 Watt an 4 Ohm, 1 x 200 Watt am 8 Ohm, 30 Watt in Class A
M800: 1 x 800 Watt an 4 Ohm, 1x 400 Wann an 8 Ohm, 50 Watt in Class A
Die Preise
S200: 9.200 Euro
S400: 11.500 Euro
M400: 19.950 (Paar)
M800: 34.500 (Paar)
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