Ich hatte schon einiges über die Kabel der englischen Chord Company gehört, aber bisher noch nicht das Vergnügen, eines davon in meiner Anlage zu hören. Deshalb war meine Vorfreude ausgesprochen groß, als ich den Auftrag erhielt, XLR-Verbindungen und Lautsprecherkabel der Top-Linie mit dem Namen ChordMusic einem ausführlichen Test zu unterziehen.

Die Chord-Produkte werden seit 2017 von DREI H in Deutschland und Österreich vertrieben. Da ich in Hamburg lebe und der Vertrieb ebenfalls in der Hansestadt ansässig ist, ließ ich es mir nicht nehmen, die Probanden persönlich bei DREI H-Chef Mika Dauphin und seinem Mitarbeiter Dalibor Beric abzuholen. Also nahm ich Kontakt auf und wir verabredeten einen Termin. Wie der Zufall es wollte, hatte sich an dem vorgesehen Tag auch Ian Kemsley, Export Sales Manager der Chord Company aus Amesbury, zum Besuch angesagt. „Dann kann der Chord-Experte gleich alle gewünschten Infos zu den Produkten geben und Sie können ihn mit ihren Fragen löchern“, schlug Vertriebsmann Beric vor. Eine prima Idee. „Tester-Herz was willst du mehr?“, dachte ich. Ich konnte nicht ahnen, was mich noch erwartete. Mika Dauphin, Dalibor Beric und Ian Kemsey nahmen mich am verabredeten Tag in Empfang und es ergab sich eine entspannte Runde, in der mich der Chord Sales-Manager mit reichlich Informationen über die britische Kabel-Company, ihre Entwicklungen und die Besonderheiten der exklusiven ChordMusic-Linie fütterte. Zudem beantwortete er jede meiner sinnigen und (und manchmal vielleicht auch) unsinnigen Fragen mit britischer Freundlichkeit und fachlicher Expertise.

Die ChordMusic Linie stellt die derzeitige Spitze des renommierten britischen Herstellers dar. Alle Top-Modelle werden im englischen Headquarter in Amesbury von Hand produziert
Die ChordMusic Linie stellt die derzeitige Spitze des renommierten britischen Herstellers dar. Alle Top-Modelle werden im englischen Headquarter in Amesbury von Hand produziert

Als sich unser Treffen dem Ende näherte und ich mich mit den bereitgelegten Testkandidaten – 2,5 Meter Lautsprecherkabel sowie 1,2 und 2 Meter XLR-Kabel – auf den Weg machen wollte, überraschte mich Dalibor Beric mit dem interessanten Vorschlag, was ich davon hielte, wenn er und Ian Kemsley mich begleiten würden, um die Kabel in mein Setup zu integrieren und wir gemeinsam die ersten Höreindrücke gewinnen. Das Angebot war zu verlockend, als dass ich es hätte ablehnen konnte. Wann bekommt man schon einmal die Möglichkeit, mit dem Sales Manager eines Herstellers im eigenen Hörraum zu sitzen und die Produkte seiner Company zu hören? In meinem Musikzimmer angekommen, inspizierten die beiden erst einmal ausgiebig mein Setup und die Verbindungen zwischen den einzelnen Geräten. Um ihnen einen klanglichen Eindruck meiner Anlage zu geben, wurde der Brinkmann LaGrange mit ein paar LPs gefüttert. Die Vorführung fand Gefallen und sodann machten wir uns daran, meine angestammten Kondo-Lautsprecherkabel gegen die ChordMusic Kabel zu tauschen. Für den Hör-Check hatten wir uns auf die UHQR-Ausgabe von Steely Dans Aja geeinigt. Eine Aufnahme, mit der man auch kleinste Veränderungen in der Anlage bestens nachvollziehen kann. Nach und nach wechselten wir die XLR-Verbindung zwischen Phono- und Vorverstärker sowie zwischen Vorverstärker und Monos. Ich will meinen Testergebnissen nicht vorgreifen, nur eines sei an dieser Stelle angemerkt: Ian Kemsley und Dalibor Beric nickten sich zu. Ich interpretierte das als Zeichen stillschweigender Zustimmung für die Performance. Aber dazu später mehr.

Die auffälligen eisblauen Alu-Klemmen halten die beiden einzelnen Leiter zusammen und geben zudem die Richtung für den Anschluss vom Verstärker zu den Lautsprechern an
Die auffälligen eisblauen Alu-Klemmen halten die beiden einzelnen Leiter zusammen und geben zudem die Richtung für den Anschluss vom Verstärker zu den Lautsprechern an


„Die Chord Company wurde 1985 in Salisbury in der südenglischen Grafschaft Wiltshire von Sally Gibb gegründet. Heute hat das Unternehmen seinen Sitz in Amesbury, Wiltshire“, erklärt Ian Kemsley. Der Ort ist nur wenige Kilometer von Stonehenge, dem geschichtsträchtigen Weltkulturerbe entfernt. Ein Vertrieb aus Übersee hatte damals angefragt, ob Gibb ein optimiertes Kabel für Naim-Verstärker herstellen könnte. „Das kann ich“, antwortete Sally Gibb. Ehemann Alan hatte gute Kontakte zu dem britischen Hersteller und so begannen die beiden mit Unterstützung von Naim die ersten Kabel auf dem heimischen Küchentisch anzufertigen. In mehr als 40 Jahren hat sich die britische Kabelmanufaktur einen exzellenten Ruf in der Hifi-Szene erarbeitet und führt eine breite Palette von erschwinglichen (C-series) bis hin zu hochpreisigen Highend-Kabeln (ChordMusic) in seinem Portfolio. Die ChordMusic-Serie ist derzeit das Nonplusultra im Programm des renommierten Kabelherstellers. „Wie bei Chord üblich, baut jede Neuentwicklung auf die vorherige Spitzentechnologie auf und wird mit weiteren Entwicklungen auf ein neues Level gehoben“, erklärt Kemsley den Status des aktuellen Spitzenkabels. In diesem Fall bauen die analogen Kabel sowie die Lautsprecherkabel auf die Kabel des vorherigen Top-Modells Sarum Super Aray auf. „Die Effekte der Aray-Technologie – ein spezielles Verfahren bei der Leiterherstellung – wurden erstmals während der Entwicklungsarbeit an Digitalkabeln wahrgenommen. Durch unzählige Trial and Error-Versuche im Labor wurde die Technologie schließlich für alle Kabel optimiert“, erklärt der Sales Manager. Der Aufbau der ChordMusic Kabel ist identisch mit dem der Sarum Super Aray-Modelle. Die hochreinen OFC-Kupferstränge werden extrem sorgfältig poliert und anschließend mit einer feinen Silberschicht versehen. Als Dielektrikum dient beim Sarum der Kunststoff PTFE (Polytetraflourethylen). Diese Kombination war für den britischen Kabelhersteller lange Zeit das klangliche Optimum und sorgte für Neutralität und ausgewogene Tonalität bei der Musikwiedergabe. Bei der Entwicklung des ChordMusic sind die Entwickler neue Wege gegangen: Sie experimentierten mit einem Isolationsmaterial, das in der Militärtechnik eingesetzt wird und bisher noch nie bei der Herstellung von Hifi-Kabeln verwendet wurde.

Die relativ unflexiblen Lautsprecherkabel sind verdrillt und wahlweise mit 4mm ChordOhmic Bananensteckern oder mit Spade-Verbindern ausgestattet, die nach Chord-Spezifikationen mit einer Silberbeschichtung versehen sind
Die relativ unflexiblen Lautsprecherkabel sind verdrillt und wahlweise mit 4mm ChordOhmic Bananensteckern oder mit Spade-Verbindern ausgestattet, die nach Chord-Spezifikationen mit einer Silberbeschichtung versehen sind

Ian Kemsley erklärt, wie es dazu kam: „Man kann sagen, dass es eine glückliche Fügung war. Der Chord Managing Director traf zufällig im Flugzeug jemanden, der in der Kabelindustrie, jedoch nicht im Hifi-Bereich, tätig war und der erzählte ihm, dass sein Unternehmen qualitativ hochwertige Kabel für amerikanische Flugzeugbauer und das US-Militär entwickeln und herstellen würde.“ Die Entwickler hätten entdeckt, dass der Kunststoff PTFE ein Problem mit der Phasenstabilität bei Raumtemperaturen habe. Sie konnten das Problem beheben und stellten ein Kabel her, das die Temperaturanfälligkeit eliminierte. „Die Chord Company hat das Potential für den Hifi-Bereich erkannt und die einzigartige Technik in seine ChordMusic-Linie integriert. Wir haben dem neuen Dielektrikum den Namen Taylon gegeben“ sagt Kemsley. Genug der grauen Theorie. Jetzt müssen die Chord-Spitzenkräfte zeigen, besser hören lassen, was sie draufhaben. Zuerst einmal sind die Lautsprecher-Kabel dran. Ich hatte ja bereits mit meinen beiden Gästen Ian Kemsley und Dalibor Beric zum Eingrooven Aja von Steely Dan (Acoustic Sounds AUHQR 0014-45) gehört. Das hatte ich noch gut im Ohr und bin deswegen wieder damit eingestiegen. Ich kann sagen, dass mich die Chords gleich zu Beginn stark beeindruckt haben. Ich habe sofort das Gefühl, ein neues Level des Hörens zu erleben. Meine Consensus-Lautsprecher scheinen leicht, locker und wie befreit aufzuspielen. Rede ich mir ob des zugegeben respektablen Preises vielleicht etwas ein? Es gibt für mich beim Song „Aja“ zwei entscheidende Momente: Wayne Shorters Saxophonsolo springt einen förmlich an. Es ist unmittelbar und knallhart, dass man sich dem kaum entziehen kann. Als ich das Stück über die ChordMusic-Lautsprecherkabel höre, bin ich baff. Was für ein wahrhaftiger Ton, was für eine Energie – so habe ich es in meinem Setup bisher nicht wahrgenommen. Der zweite Wow-Moment überkommt mich beim finalen Drum-Solo von Steve Gadd. Beim Schließen der Augen sehe ich das Bild vor mir, wie Gadd zu jedem Schlag ausholt und seine Felle immer schneller und dabei hochpräzise bearbeitet. Die Performance ist transparent, stimmig und emotional und ich hatte das Gefühl, dass den brinkmann-Monos und den Consensus-Speakern etwas mehr Energie zugeführt wurde.

Unter der weißen Ummantelung befindet sich der silberbeschichtete hochreine Kupferleiter, der mit Taylon isoliert ist. Chord ist der einzige Hersteller, der dieses Material aus der Militärforschung für Hifi-Kabel nutzt
Unter der weißen Ummantelung befindet sich der silberbeschichtete hochreine Kupferleiter, der mit Taylon isoliert ist. Chord ist der einzige Hersteller, der dieses Material aus der Militärforschung für Hifi-Kabel nutzt

Bevor ich das erste XLR-Kabel an die Buchsen des Edison Phono-Pre und der Marconi Vorstufe anstecke, schnell noch ein Quercheck mit der remasterten Version von Tracy Chapmans Erstlingswerk, bei dem sie höchstpersönlich das Remastering überwacht hat. Das hört man dieser wunderbaren 35th Anniversary Edition (Elektra R1 60774) auch an. Ich besitze eine frühe deutsche Ausgabe sowie eine Amiga-Version. Keine von beiden kommt klanglich an die neue Ausgabe heran. Nachdem die Nadel in der Rille ist, lehne ich mich zurück und höre „Talkin‘ Bout A Revolution“: 2:38 Minuten können ja so kurzweilig sein, wenn die Anlage so relaxt und musikalisch aufspielt. Ich lasse die Nadel in der Rille, gönne mir gleich noch „Fast Car“ und lasse die Stimmen-Textur auf mich wirken. Der Klangcharakter ist berührend und die Klangfarben der Instrumente empfinde ich als authentisch. Nächst Runde. Das XLR-Kabel wird zwischen Edison und Marconi platziert. Die Chord-Lautsprecherkabel bleiben angeschlossen. Wieder beginne ich mit „Aja“. Der Effekt ist genauso wie bei der Hörsession zuvor mit den Chord-Experten: umwerfend. Das Speaker-Kabel hebt die Performance der Anlage. Das XLR-Kabel ist ein Game Changer. Die Dynamik und die Power, die der Edison dem Marconi zuführt ist exorbitant. In allen Bereichen legt die Musik zu. Die Transienten sind noch klarer, das emotionale Erlebnis steigert sich. Bei Steely Dan ist der Aufnahmeprozess immer langwierig gewesen, auch bei dieser Platte. Viele Instrumentalisten, in noch mehr Takes eingespielt. Dennoch wirkt die Aufnahme organisch, wie aus einem Guss. Die vorher erwähnten Beispiele mit Drum und Saxophon wirken noch dynamischer und transparenter. Habe ich schon die superbe Wiedergabe der Backgroundsängerinnen und -sänger erwähnt? Das ist ein Phänomen, das ich so noch nicht kannte. Bei vielen Aufnahmen sind sie lediglich notwendiges Beiwerk, mit den ChordMusic Kabeln nehme ich wahr, wie sie Donald Fagens Gesang mit ihren Harmonien unterstützen und so die Musik bereichern. Jetzt verbinde ich die Vorstufe per ChordMusic-XLR mit den beiden Monoendstufen. Es wird kaum überraschen, dass auch hier noch einmal ein veritabler Zugewinn an Transparenz, Emotionalität, Klarheit und Fluss festzustellen ist. Für die finale Beurteilung aller drei eingeschleiften Kabel habe ich noch einmal das Plattenregal durchforstet und bin bei Ben Webster hängengeblieben. Mit seinem Quintet – dabei sind die Legenden Oscar Peterson, Ray Brown, Herb Ellis und Stan Levey – hat er 1957 für Verve das traumhafte Album Soulville aufgenommen. Die 45-RPM-Version von Analogue Productions (AP-8274) stellt für mich das klanglich Machbare dar. Wenn der Ton seiner „Old Betsy“ einsetzt, habe ich das Gefühl, dass er nur für mich spielt. Sanft dahingehauchte Noten mit wunderbarem Timbre machen sein Spiel unnachahmlich. Da hält sich selbst ein Meister wie Oscar Peterson zurück und rückt erst in den Vordergrund, wenn Ben Webster sein Solo beendet hat. Man kann diese musikalische Unterhaltung der beiden Granden förmlich fühlen, dank der Energie, die die ChordMusic-Kabel vom Phono-Pre bis zu den Lautsprechern transportieren.


Die Standardfarbe der ChordMusic Linie ist Weiß. Wer seine Kabel gern in einer anderen Farbe möchte – kein Problem. Die Chord Company erfüllt auch besondere Farbwünsche ihrer Kunden
Die Standardfarbe der ChordMusic Linie ist Weiß. Wer seine Kabel gern in einer anderen Farbe möchte – kein Problem. Die Chord Company erfüllt auch besondere Farbwünsche ihrer Kunden

Beim Stöbern in der Plattensammlung habe ich einen alten Klassiker entdeckt, den ich unbedingt noch in diesem Setup hören will: Musik von einem anderen Stern, den Sampler von Daniela Manger. Mit der exzellenten Produktion von Günter Pauler und dem Pressen bei Pallas in Diepholz kann man Stärken und Schwächen einer Anlage problemlos aufdecken. Das passt doch als Abschluss für diesen Kabeltest. Ich habe mich für das Klanggewitter „Jazz Variants“ der O-zone Percussion Group entschieden und will erfahren, wie die Probanden mit den vielen unterschiedlichen Instrumenten und dem abgrundtiefen Bass umgehen. Tatsächlich wird das finale Hören zu einem Erlebnis der Extraklasse. Ich ertappe mich dabei, wie ich mit den Augen den einzelnen Instrumenten folge und bei den unglaublichen tiefen und knackigen Bassattacken darauf warte, ob etwas unsauber spielt oder das Timing nicht korrekt ist. Nichts von dem trifft ein. Ich habe stattdessen das Gefühl, dass ich den Lautstärkeregler immer ein Stücken weiter aufdrehen muss, um den Instrumenten auf der riesigen Bühne noch näher zu sein. Ich möchte Ihnen nicht die Einschätzung meiner beiden Gäste, Ian Hemsley und Dalibor Beric, vorenthalten. Als sie sich verabschiedeten zeigten sie sich von der spontanen Hörsession mit den ChordMusic Kabeln beeindruckt und sie waren überzeugt, dass die Performance noch zulegen würde. Ganz überrascht über die ausgezeichnete Vorstellung waren sie nicht. Der Export Sales Manager erklärte abschließend: „Die Chord Company versucht nicht nur herauszufinden, warum Kabel einen fundamentalen Unterschied machen, sondern wir wollen wissen, warum das so ist und wie wir mit Hilfe der Kabel Hifi-Systeme verbessern können. Einer der wichtigsten Punkte ist, dass Chord verstanden hat, dass Kabel keine Accessoires sind, sondern wesentliche Komponenten einer Musikanlage sind. Sie, liebe Leser, hören höchstwahrscheinlich andere Musik und legen vielleicht einen anderen Schwerpunkt bei der Zusammenstellung Ihrer Hifi-Anlage. Wenn Sie allerdings ebenso gern Musik hören wie ich, dann teilen Sie sicher auch den Anspruch, diese in der höchstmöglichen Qualität zu genießen. Die hier vorgestellten Kabel ChordMusic beeindrucken mit ihrer Tonalität, ansteckender Emotionalität und geben der Musik eine Intensität, die man nicht alle Tage erlebt.

STATEMENT

Kabel sind nicht einfach nur Accessoires. Kabel sind die Lebensader jeder Hifi-Anlage. Natürlich kommt es darauf an, welche Komponenten man hat und wie wichtig einem gutes Musikhören ist. Ich kann ernsthaften Hörern nur raten, sich mit dem Thema Kabel zu beschäftigen. Ganz besonders möchte ich Ihnen einen persönlichen Check der ChordMusic Kabel empfehlen. Sie sind kostspielig, stimmt. Wer über die monetären Mittel verfügt und eine hochwertige Anlage besitzt, sollte einen Chord-Händler aufsuchen und die Kabel bei ihm ausleihen. Aber Achtung: hohes Suchtpotenzial!
Gehört mit
Plattenspieler brinkmann LaGrange mit beheiztem Tellerlager
Tonarm TW-Acustic Raven 10.5, brinkmann 12.1, Schwietzer 12.1
Tonabnehmer Kondo IO-M, Fuuga, brinkmann EMT ti
Phonostufe brinkmann Edison MK II
Übertrager Consolidated Audio Silber
NAS QNAP TS-473
Streamer/DA-Wandler brinkmann Nyqvist
LAN-Switch Aqvox Switch SE
Vorstufe brinkmann Marconi mk II
Endstufen brinkmann Mono
Lautsprecher Consensus Conspiracy
Kabel Kondo Theme LS-41, HMS Suprema, HMS Grand Finale Jubilee, Cardas Clear Beyond, Kondo KSL-LPz, Breuer, Aqvox LAN Edge
Zubehör Copulare Rack, Acapella Fondato Silenzio, HMS Energia 4/3, Prime Mini 5, AHP-Klangmodul IV G, Furutech Wandsteckdose, Synergistic Research Active Ground Block SE, Plattenwaschmaschine Levar Amano
Herstellerangaben
CordMusic Lautsprecherkabel
Herstellung Handmade in Amesbury, UK
Design Single Wiring
Leiter Sauerstoffreines Kupfer, versilbert
Isolierung Taylon
Abschirmung einzeln abgeschirmte Leiter, silberbeschichtete Alu-Folie mit hoher Dichte, doppelt versilbertes Kupfergeflecht
Durchmesser 2 x 8mm
Querschnitt 5,26mm²
Stecker ChordOhmic 4 mm Bananenstecker oder Kabelschuhe
Länge 1,5m, 3m, 5m
Geflechtschlauch Weiß
Preis 1,5m (Banana, Spade) ab 6450 Euro
Herstellerangaben
ChordMusic XLR-Kabel
Herstellung Handmade in Amesbury, UK
Leiter Sauerstoffreines Kupfer, versilbert
Isolierung Taylon
Abschirmung einzeln abgeschirmte Leiter, silberbeschichtete Alu-Folie mit hoher Dichte, doppelt versilbertes Kupfergeflecht
Länge 1m, 1,5m, 2m
Geflechtschlauch Weiß
Preis 1m Paar ab 8500 Euro

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Ich hatte schon einiges über die Kabel der englischen Chord Company gehört, aber bisher noch nicht das Vergnügen, eines davon in meiner Anlage zu hören. Deshalb war meine Vorfreude ausgesprochen groß, als ich den Auftrag erhielt, XLR-Verbindungen und Lautsprecherkabel der Top-Linie mit dem Namen ChordMusic einem ausführlichen Test zu unterziehen.
Dienstag, 12 Mai 2026 00:01

Cambridge Audio

Cambridge Audio lanciert die kleinsten Aktivlautsprecher seiner neuen L/R-Serie, die L/R S. Hochwertiger Klang mit überraschend vollwertigen Bässen gelingt dem Stereoset aus kompakten, minimalistisch gestalteten Gehäusen. Mit vier Eingangsoptionen inklusive Bluetooth und USB können sie eine kleine HiFi-Anlage vollständig ersetzen.

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Mit ihren sehr kompakten Maßen und geradlinigem Design in sechs Farbvarianten empfiehlt sich die Cambridge Audio L/R S für klassische Anwendungen auf dem Schreibtisch, dem Lowboard oder auf dem Regal. Mithilfe zweier Schalter kann sie akustisch auf den jeweiligen Aufstellungsort angepasst werden. Zusätzlich stehen drei Klang-Presets auf der Fernbedienung zur Verfügung.

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Die drahtlose Zuspielung von Musik zur Masterbox erfolgt per Bluetooth mit aptX HD Codec. Kabelgebundene Quellen können per analogem Cinch-Eingang, USB-C und optischem Toslink andocken. Ob die Masterbox mit der Elektronik links oder rechts steht, lässt sich per Schalter anpassen.

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Eine mitgelieferte Funk-Fernbedienung ermöglicht eine Vielzahl von Optionen von Lautstärke, Wiedergabesteuerung bei Bluetooth, Eingangswahl, Sound-Presets und Mute. Das Verbindungskabel zwischen den beiden Lautsprechern ist in zwei verschiedenen Längen erhältlich – die längere Variante für Lowboards oder größere Regale gibt es als optionales Zubehör.

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Die L/R S ist mit ihrer aktiven Verstärkertechnologie auf einen vollwertigen Klang aus minimalen Gehäuseabmessungen hin optimiert. Dank des Bassreflexsystems mit speziell geformtem Reflexschlitz ist ein präziser Tiefton und dröhnfreier Groove auch im Regal oder auf dem Schreibtisch garantiert. Die speziell angepassten Class-D-Verstärkerstufen leisten in Summe 100 Watt RMS, und jedes der vier Chassis wird einzeln angetrieben, um einen besonders ausgewogenen, räumlichen und detaillierten Klang zu erzeugen. Das Hochtonsystem mit eigens berechnetem Waveguide wurde speziell für die L/R S entworfen und abgestimmt. Bei höheren Anforderungen an Bass und Maximalpegel kann ein externer Subwoofer am dafür vorgesehenen Ausgang angeschlossen werden.

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Die Cambridge L/R S sind ab Mai in fünf Lackfarben – Weiß, Schwarz, Mitternachtsblau, Racing Grün, Orange – sowie in Echtholzfurnier Walnuss als Stereoset verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland wird für die Lackversionen 500 Euro und für die furnierte Variante 550 betragen.

Hersteller/Vertrieb
Cambridge Audio Deutschland 
Anschift Alter Wandrahm 15 
20457 Hamburg 
Telefon +49 40 94792800
Web www.cambridgeaudio.com/deu/de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-05-12_cambridge

I reviewed Wilson Benesch's first turntable in 1996, and the second two years later. Getting hold of the third for a review shouldn't have been a big deal, I thought. But it was – for several reasons: It's a really big thing, weighing over 350 kilograms, and the accompanying white paper is 138 pages long.

The fact that the Prime Meridian system, if I remember correctly, is the most expensive product ever tested by hifistatement.net is just a side note. This doesn't make writing this report any more difficult, but the information provided by Wilson Bensch's design director, Craig Milnes, on the numerous innovations in the three white papers certainly does. As grateful as I am for technical explanations not found on the website, fully appreciating all the turntable's unique features would exceed even the fairly generous length limits of an online magazine and render the article virtually unreadable for anyone but serious buyers – and how many of those are there in this country, I wonder? Therefore, the challenge is to filter out the truly compelling aspects and present them appropriately when discussing the various considerations and resulting solutions.

The Prime Meridian system has replaced the Studer A80 in my listening room
The Prime Meridian system has replaced the Studer A80 in my listening room

It's fortunate that I already introduced you to the TESSALLATE Ti-S Sapphire Cartridge, installed in the headshell of the GRAVITON® Ti tonearm and part of the Prime Meridian system, some time ago. Nevertheless, it's virtually impossible to do justice to Wilson Benesch's exceptional turntable in a single article. This topic will certainly occupy us more than once, and in the second part, you'll find images in the usual studio quality, though these weren't taken by Helmut Baumgartner, but rather by the manufacturer according to our specifications: Dismantling the 369-kilogram component in the listening room, setting it up in our photo studio, and then dismantling it again for transport was simply too much for anyone involved. The first part of this article is interspersed with photos taken upon delivery of the Prime Meridian system.

The base element of the R1 rack is in its designated location
The base element of the R1 rack is in its designated location


The longer I studied the system's components and the technical specifications in the white papers, and the more often I spoke with Craig Milnes, the stronger my impression became that probably no other turntable has challenged and re-evaluated so many supposed certainties as the Prime Meridan system. Just one example: Anyone who has ever seen the GMT® One system in all its splendour and size at a trade show, or even just in good pictures, will likely be just as surprised as I was by Craig Milnes' answer to my question about what is responsible for the system's incredibly high resolution and level of detail: "The tonearm cable." I'll explain what that means later…

The R1's spikes rest on three spheres. The tonearm's bearing works similarly
The R1's spikes rest on three spheres. The tonearm's bearing works similarly

First, I would like to describe which components belonged to the Prime Meridian system in my listening room and how it differs from the GMT® One system. The following components were used in my setup:

  • OMEGA Drive: the drive mechanism of the platter
  • ALPHA Drive: the power supply and control electronics for the turntable
  • FrACTal Damping System: Damping system for motor and tonearm
  • GRAVITON® Ti Armwand: the tonearm
  • TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge: the cartridge
  • PIEZO VTA Control System: the tonearm height adjustment and lift lower
  • WB GMT® Control APP: the app for controlling the turntable and tonearm height adjustment
  • R1 Rack System: self-explanatory

A spike with three ball bearings
A spike with three ball bearings

Thanks to this concise list, you'll not only be familiar with the components involved, but also with Wilson Benesch terminology and its spelling. Sales and Marketing Director Luke Milnes wrote in an email: “The fundamental difference between the GMT® One system and the Prime Meridian system is the use of a pneumatic, microprocessor-controlled isolation system in the GMT® One, which is self-levelling, while in the Prime Meridian we use the FrACTal damping system. … It's also important to note that Prime Meridian owners can upgrade to the GMT® One system by upgrading the FrACTal system to the LeVeL system by adding four pneumatically driven contact points and an air compressor.”


The lower level is adjusted using a very precise spirit level to set up the waves
The lower level is adjusted using a very precise spirit level to set up the waves

Allow me a longer quote from the white paper to illustrate Wilson Benesch's scientific approach to the technical challenges of designing a turntable component: “The primary objective of the FrACTal chassis is to establish a consistent and unchanging geometric relationship between the tonearm and the centre of the motor. To achieve this, a machined component is required that provides an external shape with unchanging precision. However, due to its size, such a structure is susceptible to vibrations. To address this issue, a two-piece design was developed. Each side of the assembly is machined from a single piece in a single operation, ensuring exceptionally high precision with tolerances of less than 0.01 millimetres. This critical geometry allows for no adjustments, as the geometric accuracy is fixed after the tonearm base is bolted in place. …

Craig Milnes is preparing the connecting pieces that will be located between the elements of the rack
Craig Milnes is preparing the connecting pieces that will be located between the elements of the rack

The geometric considerations are crucial, but the resulting structure was designed to absorb any energy from the environment. Through innovative fractal geometric damping techniques, the FrACTal chassis effectively prevents the occurrence of resonance artifacts by mimicking the energy absorption properties found in fractals in nature. The success of this design was confirmed by independent measurements at Sheffield Hallam University using laser vibrometers. Composed of 18 different materials, the FrACTal chassis represents a significant development. Wilson Benesch worked closely with Glass Technology Services (GTS) in Chesterfield…

The first rack element was placed on the base element
The first rack element was placed on the base element


The company is the leading centre for glass science and research in the UK. In collaboration with Dr. Katrina Skerratt-Love, Andrew Broadhurst, and Martyn Marshall of GTS, a groundbreaking damping system was developed. This innovative system holds great potential for various applications in future Wilson Benesch product developments. … This design incorporates a variety of different materials and utilizes the principles of fractal science to achieve broadband damping. The careful arrangement of the materials and the specific geometry within the two-part design are made possible by pockets integrated into the chassis to house the damping materials. The initial results, listed below, clearly demonstrate the effectiveness of this design. These results highlight the significant impact of the FrACTal chassis on achieving superior damping characteristics in a system that requires no adjustment and remains effective indefinitely. … The main objective in developing the FrACTal chassis is to eliminate any potential excitation of the solid metal chassis by air vibrations.” To these explanations Wilson Benesch adds a number of examples of fractal geometries for energy dissipation in nature, of which only one will be mentioned here: The fractal geometry of a coastline converts the energy of the waves into heat and sound: an effective way of energy dissipation.

The ALPHA Drive is already located in the second rack element. The rack also houses the mounting bracket for the unit with motor and tonearm
The ALPHA Drive is already located in the second rack element. The rack also houses the mounting bracket for the unit with motor and tonearm

It should be clear by now how intensely Wilson Benesch dedicates itself to a single component, and also that it's impossible to present all of their research in this breadth here – however fascinating some areas might be. At least as interesting, however, is explaining how a company the size of Wilson Benesch finances the research underlying its products. The OMEGA Drive motor of the GMT® One system shall serve as an example: In 2019, the GMT consortium was founded to develop the OMEGA Motor Drive with a team including Dr. Faris Al Naemi, Dr. Jon Travis, and Professor Cockerham from Sheffield Hallam University, as well as CAAS Audio, with the help of £326,000 in public funding from Innovate UK. I'm not aware of any government funding available in this country for the realisation of hi-fi or high-end projects, but I am aware that Wilson Benesch managed to secure public funding right from the company's inception. This is likely due to the fact that the developments planned by Wilson Benesch are not variations of existing technology, but rather groundbreaking innovations.

The coils of the linear motor
The coils of the linear motor

But back to the OMEGA Drive: After several trials with other drive designs, Wilson Benesch decided to use a linear motor with 21 coils in the stator and neodymium-iron-boron magnets in the rotor. To manufacture the coils, Wilson Benesch invested in coil winding machines and hired a university graduate dedicated solely to this task. The OMEGA Motor Drive, a slotless synchronous motor, is designed to have negligible torque ripple and achieve high speed stability. According to the formula "force x diameter = torque," the desired high torque can be achieved through either high force or a large motor diameter. Wilson Benesch opted for a large diameter: At 456 millimetres, the OMEGA Drive motor is the largest ever used as a direct drive in a turntable. This exceptionally large diameter guarantees high torque with relatively low electromagnetic force, resulting in reduced torque ripple.


The mount for the tonearm and its height adjustment, and part of the motorized tonearm lift
The mount for the tonearm and its height adjustment, and part of the motorized tonearm lift

The OMEGA Drive's platter is made of acrylic because its acoustic impedance is similar to that of vinyl, allowing for efficient dissipation of the energy generated by the stylus tracking the groove. The white paper explains this by comparing the mass of a 180-gram LP to that of the platter – but that's a topic for another time. The OMEGA Drive's bearing, which Wilson Benesch calls an Ångström bearing and which was developed by Professor Cockram of Sheffield Hallam University, is a Class 1 thrust bearing. This is a relatively simple bearing type, but load, surface speed, play, lubricant viscosity, and temperature directly affect the bearing's resistance and noise level. The white paper notes that machining phosphor bronze with the latest CNC machines to precise tolerances is only possible after years of experience.

An element of the height adjustment
An element of the height adjustment

Shaun Wild, the machine shop manager at Wilson Benesch, has been working with such bearings for over three decades. After machining, the bushing's surface is measured with a stylus that creates a map of the microscopic depressions and elevations on the phosphor bronze surface. The valleys and peaks machined into the phosphor bronze must adhere to tight tolerances to ensure that the synthetic oil molecules maintain complete separation between the bushing and the shaft at all times. The bearing shaft is made of tungsten carbide. It must be ground to a very small diameter without any deflection to achieve the lowest possible surface velocity. The higher the surface velocity, the greater the noise generated by the oil molecules. The shaft diameter also determines the specifications of the phosphor bronze bushing and the viscosity of the bearing oil used.

The EcoGrip hydraulic chuck guarantees that the tonearm mount is firmly connected to the chassis in any position
The EcoGrip hydraulic chuck guarantees that the tonearm mount is firmly connected to the chassis in any position


To reduce the pressure of the axle, which carries the mass of the moving parts, on the bearing point, Sheffield Hallam University, under the leadership of Dr. Faris Al-Naemi, developed a magnetic counterforce design using two powerful N30H neodymium iron boron magnets. This minimizes bearing wear while still providing sufficient force for efficient energy transfer from the platter to the FrACTal motor chassis.

The OMEGA Drive motor is driven by the ALPHA Drive, which Dr. Carl Broomfield and Neil Broomfield of CAAS Audio developed in parallel. For the reasons mentioned above, it only needs to deliver a low torque. To overcome the considerable air gap between the stator and rotor in the OMEGA drive during the start-up phase, an integrated microprocessor provides a special starting algorithm. The ALPHA Drive then accelerates the motor until it reaches synchronisation. A further microprocessor in the control electronics then maintains a constant speed. The electronics generate three pure sine waves based on the time base of the integrated 11.2896 MHz quartz crystal, which are processed by three discrete, linear Class A amplifiers. The result is three low-distortion, high-quality sine waves, each with 1.2 amps: one for driving seven of the 21 coils. Together with the high inertia of the turntable due to the externally inserted stainless-steel weights, the synchronous motor guarantees the extremely high speed stability of the OMEGA Drive.

The acrylic platter shown here without the steel weights
The acrylic platter shown here without the steel weights

Even though the Continuum Caliburn with Cobra and Castellon cartridges was in my listening room 18 years ago, and the Techdas Air Force One with the Graham Phantom Elite tonearm and the Techdas TDCO1 cartridge, which even then carried a six-figure price tag, was in my listening room 12 years ago, I am quite sure that no other turntable has had so many technical solutions questioned and so often re-evaluated as the combination of the OMEGA Drive motor and the ALPHA Drive control electronics.

The platter with the weights in its final position
The platter with the weights in its final position


With the Continuum and other less expensive turntables, it has proven to be a significant advantage when the manufacturer considers the matching rack as part of the system and incorporates its resonance dissipation and damping into the turntable's design. Wilson Benesch has, of course, done just that: The chassis containing the drive control unit resides in the upper of the two elements of the R1 rack, developed in 2015, with the drive unit sitting atop it. The rack is a modular construction specifically designed with the GMT® One system in mind. According to Wilson Benesch, the R1 is the first rack to utilise highly compressed carbon fibre and features cross braces that weigh less than 130 grams yet offer a load-bearing capacity of one ton. The R1 rack provides the shortest and most direct structural connection between the surface and the GMT® One system. With this wealth of technical information, I'll leave it at that for now. The second part then deals with the GRAVITON® Ti armboard and the associated PIEZO VTA Control system for its height adjustment, which is possible via the WB GMT® Control APP using a tablet, as well as briefly again with the TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge – but above all with the sound of the Prime Meridian system.

The arm with the already adjusted pickup is placed on the bearing
The arm with the already adjusted pickup is placed on the bearing

If you can afford two or more GRAVITON® Ti tonearms, comparing preset cartridges is a matter of minutes
If you can afford two or more GRAVITON® Ti tonearms, comparing preset cartridges is a matter of minutes

Craig Milnes adjusts the height of the tonearm
Craig Milnes adjusts the height of the tonearm

The Prime Meridian System is ready to play
The Prime Meridian System is ready to play

Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
Anschrift Johann-Georg-Halske-Str.11
41352 Korschenbroich
Telefon 02161/61783-0
Web www.iad-audio.de
E-Mail hifi@iad-gmbh.de

Manufacturer/Distribution
IAD GmbH
Address Johann-Georg-Halske-Str.11
41352 Korschenbroich
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Weitere Informationen

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  • Social Introtext I reviewed Wilson Benesch's first turntable in 1996, and the second two years later. Getting hold of the third for a review shouldn't have been a big deal, I thought. But it was – for several reasons: It's a really big thing, weighing over 350 kilograms, and the accompanying white paper is 138 pages long.

Der HL5 ist das älteste Modell von Harbeth und gehört nach wie vor zum aktuellen Sortiment. Seine Geschichte reicht fast 50 Jahre zurück und begann 1977, als H.D. Harwood, ein ehemaliger BBC-Ingenieur, als Erster Polypropylen für die Membranen der Treiber einsetzte. Übrigens steht „HL“ für die Vornamen von Harwood und seiner Frau Elisabeth.

Vom HL5 zum Super HL5plus XD2

Die originalen HL-Monitor-Modelle, vom Mk 1 bis zum Mk 4, wurden zwischen 1977 und 1988 hergestellt. Sie verfügten über auf Polypropylen basierende Tiefmitteltöner, die von Dudley Harwood entworfen wurden und auf einer Idee von Spencer Hughes (Spendor) beruhten, der zu dieser Zeit, also 1969, als Labortechniker bei der BBC tätig war und eine der ersten Kunststoff-Tieftönermembranen entwarf und herstellte, die praktische Anwendung fanden. Der HL Monitor Mk 4 wurde 1988, kurz nachdem Alan Shaw das Unternehmen übernommen hatte, durch den HL5 Compact abgelöst. Zusammen mit dem HL5 Compact ES waren dies die ersten Modelle, die unter Shaws Leitung entwickelt wurden; sie verzichteten zwar noch auf einen Superhochtöner, verfügten jedoch bereits über eine neue TPX-Membran, die ebenfalls aus Kunststoff bestand und 1984 von Audax erfunden worden war.

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Nachdem Shaw das Unternehmen 1986 übernommen hatte, begann die Forschung an einem neuen Material für Membranen, was Mitte der 1990er Jahre zur Entwicklung der RADIAL-Technologie (Research and Development In Advanced Loudspeakers) führte. RADIAL ersetzte das zuvor verwendete Polypropylen und bot eine höhere Steifigkeit bei geringerem Gewicht. Dadurch verhielt sich der Treiber über einen breiteren Frequenzbereich wie ein Kolben. Die Arbeit erwies sich als schwierig, so dass die ersten überarbeiteten Modelle mit den neuen Treibern erst 1995 auf den Markt kamen. Auch die Frequenzweichen wurden entsprechend angepasst. Lediglich die Hochtöner blieben unverändert; sie wurden von SEAS auf Bestellung gefertigt (die RADIAL-Hochtöner werden bei Harbeth selbst hergestellt). Die betreffende Forschung wurde damals nicht aufgegeben und dauert bis heute an. Die nachfolgenden Arbeiten führten zu einer verbesserten Materialformel, bekannt als RADIAL2. Und obwohl Harbeth die Lautsprecher in seinem Sortiment nur selten aktualisiert, wurde entschieden, dass die Vorteile der neuen Membranen bedeutend genug waren, um ihre Einführung in nachfolgende Modelle zu rechtfertigen. So wurde 2014 der M40 vom M40.1 abgelöst, der M30 entwickelte sich zum M30.1 weiter und der Super HL5 wich dem Super HL5plus. Seine „Jubiläums“-Version, der Super HL5plus 40th Anniversary, kam 2017 auf den Markt. Es handelte sich um eine Sonderedition mit verbesserten WBT-Anschlüssen der nächsten Generation, einem neuen „Super-Hochtöner“ mit Schutzgitter und einer verbesserten internen Verkabelung. Der Super HL5plus XD (Xtended Definition) wies weitere Änderungen an der Frequenzweiche auf und verfügte in einigen Versionen über eine neue Staubschutzkappe für den RADIAL2-Treiber.

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Die neueste Version dieser Lautsprecher mit der Bezeichnung XD2 nutzt ähnliche Lösungen, verfügt jedoch über einen neuen Tiefmitteltöner mit einer RADIAL4-Membran. Diese Technologie ist das Ergebnis einer fünfjährigen Forschungsarbeit, die teilweise von der britischen Regierung finanziert wurde, um ein firmeneigenes Polymermaterial der nächsten Generation für die Membranherstellung zu entwickeln. Diese Änderung erfolgte Anfang 2025 und findet sich in allen Lautsprechermodelle im Harbeth-Sortiment.

SuperHL5plus XD2

Das können wir alle sehen, oder? – Der Name dieses Modells verkörpert die gesamte Geschichte seiner Entwicklung, ähnlich wie die DNA-Helix, der im Laufe der Zeit neue Segmente hinzugefügt wurden, wodurch sich die Struktur und das Erscheinungsbild der daraus gebildeten Organismen veränderten. Wie bereits erwähnt, steht „HL“ für die Initialen der Entwickler. Die Zahl „5“ bezeichnete die fünfte Version des HL-Monitors, das Präfix „Super“ wies auf den Einbau eines Superhochtöners hin, „plus“ bezog sich auf die RADIAL-Membran und XD sowie XD2 auf die Versionen „2“ und „4“. Das Erscheinungsbild und die äußere Bauweise der Lautsprecher wurden zusammen mit dem Modell Super HL5plus endgültig festgelegt. Somit ist ihre neueste Version mit der Bezeichnung XD2 ein großer 3-Wege-Regallautsprecher mit Bassreflexgehäuse. Eigentlich müsste man von „2½-Wege“ oder „2-Wege+“ sprechen, was in den letzten Jahren in Mode gekommen ist, und das wäre auch zutreffend. Die Bassreflexöffnung befindet sich an der Vorderseite und ist durch eine dünne Schaumstoffschicht gedämpft; die Lautsprecher sind nicht symmetrisch. Aufgrund des neuen Treibers, der die tiefen und mittleren Frequenzen übernimmt, verfügen die Lautsprecher der XD2-Serie über ein neues, verbessertes Frequenzweichen-Design, das laut Hersteller „die Integration zwischen Bass, Mittelton und Höhen deutlich verbessert“. Die Weiche ist auf einer großen Leiterplatte montiert und direkt an die Anschlüsse auf der Rückseite geschraubt. Sie enthält eine beträchtliche Anzahl von Bauteilen, darunter Folienkondensatoren und Luftkernspulen. Die Frequenzweiche ist über OFC-Kupfer-Twisted-Pair-Kabel mit den Treibern verbunden. Diese werden von Van Damme für den Studio- und Bühnengebrauch hergestellt.

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Die neuen Lautsprecher basieren auf zwei Treibern: einem 25-Millimeter-Hochtöner mit einer Aluminiummembran, der von SEAS speziell für Harbeth gefertigt wurde, und einem 200-Millimeter-RADIAL4-Mitteltöner, der vom britischen Unternehmen selbst hergestellt wird. Ergänzt wird das System durch einen 20-Millimeter-„SuperTweeter“ mit einer Titanmembran, der nur einen Teil der hohen Frequenzen abdeckt. Diese Aufteilung soll ein breiteres Abstrahlverhalten für den oberen Frequenzbereich gewährleisten. Das zweite charakteristische Merkmal der Harbeth-Lautsprecher neben der RADIAL-Membran ist ihr Gehäuse. Es besteht aus dünnen MDF-Platten, die beidseitig furniert sind. Dieses Konzept entstand in den 1960er Jahren bei der BBC. Die Ingenieure argumentierten, dass man sich statt auf die Dämpfung von Schwingungen auf deren Nutzung konzentrieren sollte. Die Wände des SHL5plus XD2 sind wie beim ursprünglichen LS 3/5A auf der Rückseite mit einer Bitumenfolie und an den Seiten sowie auf der Rückseite stark mit Schaumstoffplatten gedämpft. Sie sind jedoch nicht verstärkt. Der Hersteller weist darauf hin, dass die neue Lautsprechergeneration noch sorgfältiger gefertigt wird als die vorherigen: „Wir wählen für die Herstellung unserer Lautsprecher sorgfältig nur die besten und hochwertigsten Furniere aus, um sicherzustellen, dass jedes Stück nicht nur höchsten Ansprüchen gerecht wird, sondern auch zeitlose Eleganz ausstrahlt. Jedes Premium-Furnier wird sorgfältig ausgewählt und genauestens geprüft, was unser Engagement für Handwerkskunst und unsere Liebe zum Detail widerspiegelt. Das Ergebnis ist ein Lautsprecher, der nicht nur einen außergewöhnlichen Klang liefert, sondern auch eine optisch beeindruckende Bereicherung für jeden Hörraum darstellt.“

Es stehen fünf Furnieroptionen zur Auswahl: Nussbaum, Kirsche, Eiche, Palisander und schwarze Esche. Eine schwarze Abdeckung, die auf einem Metallrahmen montiert ist, lässt sich in den Spalt zwischen Front- und Seitenwänden einschieben. Der Hersteller empfiehlt, mit aufgesetzter Abdeckung zu hören, da die Lautsprecher mit dieser im Einbauzustand abgestimmt und vermessen wurden. Ich ziehe es vor, die Treiber zu sehen… Das Signal wird an robuste Einzelanschlüsse angeschlossen.


Ständer

Die Harbeth-Lautsprecherständer stellt das Unternehmen nicht selbst her, daher muss man selbst entscheiden, ob man schwere Ständer wie die von Rogoz Audio oder die von mir verwendeten – hergestellt von Acoustic Revive – oder durchbrochene Ständer möchte. Jede dieser Lösungen hat ihre Vor- und Nachteile. Jahrelang bewarb das Unternehmen leichte Metallständer von Skyline.

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Der japanische Vertrieb wiederum entwarf eigene Holzständer, die wie Hocker aussehen. Anscheinend haben diese auch Alan Shaws Zustimmung gefunden, da sie mit dem Harbeth-Logo verkauft werden. Das deutsche Unternehmen TonTräger Audio ist einen ähnlichen Weg gegangen. Seine Ständer sind aus Holz und durchbrochen. Sie stehen über vier Vorsprünge mit gefrästen Aussparungen („ToneBed“) in Kontakt mit dem Boden und den Lautsprechern. Der Hersteller bezeichnet sie als „verlängerte Zapfen“ und gibt an, dass sie Spikes ersetzen sollen.

Der Testablauf

Die Harbeth Super HL5plus XD2-Lautsprecher wurden genau dort aufgestellt, wo meine M40.1-Lautsprecher seit 2011 stehen: im Mittelfeld. Das bedeutet, dass sie 252 Zentimeter von der Hörposition und 232 Zentimeter voneinander entfernt stehen (gemessen von der Mitte der Frontblende). Sie wurden 78 Zentimeter von der Wand hinter ihnen entfernt aufgestellt, gemessen von der Mitte ihrer Rückwand. Während des Tests wurden die Lautsprecher so eingewinkelt, dass sich die Achsen der Treiber genau über meinem Kopf kreuzten. Den Abstand zwischen den Lautsprechern habe ich mit einem Bosch PLR 50 C-Gerät ermittelt. Diese Lautsprecher reagieren empfindlich auf ihre Umgebung, weshalb ich sie mit den Lautsprecherfiltern von SPEC, den Real-Sound Processors, getestet habe – einem System, das aus den Filtern RSP-W1EX und RSP-AZ9EX besteht, die im Gehäuse RSP-W1-CEX untergebracht sind. Der Real-Sound Processor ist eine der besten Methoden, um den Klang dieser Art von Lautsprechern zu verbessern. Die Lautsprecher wurden vom Endverstärker Soulution 710 angesteuert, und das Signal wurde über Siltech Triple Crown-Lautsprecherkabel übertragen. Als Referenzlautsprecher dienten der Harbeth M40.1 und der JBL Summit Ama. Die Musikquellen waren ein Ayon-Audio-CD-35-HF-SACD-Player und einen Rega-P8-Plattenspieler mit einem Denon-DL-103R-Tonabnehmer sowie einem RCM-Audio-Phono-Vorverstärker.

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Tatsache ist, dass jede Audiomarke, jeder Hersteller Lautsprecher im Angebot hat, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Dabei handelt es sich in der Regel um Modelle, die in irgendeiner Weise mit den Anfängen des Unternehmens oder mit für das Unternehmen bedeutenden Ereignissen oder Technologien verbunden sind. Im Falle von Harbeth sind dies die SHL5plus XD2-Lautsprecher. Es fällt nicht schwer, die Verwandtschaft zwischen diesen Modellen und dem Flaggschiff M40.1 zu erkennen, mit dem sie verglichen wurden. Natürlich gibt es auch Unterschiede, aber dazu später mehr; konzentrieren wir uns vorerst auf die Gemeinsamkeiten. Und diese Gemeinsamkeiten sind vor allem die beeindruckende Klangfülle und wie erstaunlich natürlich der Klang ist. Produkte, die auf der „BBC-Schule“ basieren, können auf Anhieb etwas leisten, was selbst die technologisch und technisch fortschrittlichsten Produkte der Konkurrenz nur mit Mühe erreichen – und selbst dann nicht alle: Das ist die Fähigkeit, einen Klang als ein einziges, wunderbar funktionierendes Ganzes zu erzeugen. Man könnte sogar versucht sein zu sagen „wie ein Schweizer Uhrwerk“, doch das würde die Sache zu sehr vereinfachen. Präzision ist schließlich nur eine Komponente dieser Wiedergabe. Die zweite ist die Auflösung. Die Harbeths und auch der SHL5 Plus XD2 präsentieren den Klang sowohl von außen – mit exzellenter Definition und Abbildung – als auch von innen, indem sie Klänge zu festen Körpern entwickeln und diese zu einem größeren, kohärenten Ganzen verbinden. Deshalb erklang „Utopia“, ein Titel aus Brendan Perrys Album Ark, auf so wunderbar inspirierte Weise und zugleich voll und greifbar. Die getesteten Monitore sind in der Lage, eine tiefe Klangbühne zu erzeugen und gleichzeitig den Vordergrund nah an uns heranzubringen – näher als die Referenzlautsprecher. Perrys Gesang und später der von Billie Holiday von der Testpressung des Albums Body and Soul wurden so nah bei mir platziert, fast in Reichweite, während das gesamte Arrangement tief in den Hintergrund der Klangbühne reichte. Holidays Stimme auf dem Titeltrack von Body and Soul klang leicht heiser; sie war nicht geglättet worden, und man hörte, dass die Aufnahme im unteren Bereich beschnitten war und einen betonten oberen Mitteltonbereich aufwies. Auch die 1996 von Mobile Fidelity Sound Labs veröffentlichte Remaster-Version auf Gold-CD kaschierte dies nicht, und in der Verve-Neuauflage von 2024 klingt es ähnlich. Die getesteten Lautsprecher brachten diese Details mühelos zur Geltung, da sie eine hohe Auflösung aufweisen.

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Außerdem gaben sie den Mitteltonbereich offener wieder als meine Referenzlautsprecher vom selben Herstellers. Diese Veränderung habe ich auch beim aktuellen Flaggschiffmodell, dem M40.5 XD2, gehört, das ich im vergangenen April getestet habe. Dies scheint auf die Verwendung eines neuen Treiberdesigns für den Mitteltonbereich zurückzuführen zu sein. Es mag nicht wie eine so große Veränderung erscheinen; doch wie sich herausstellt, ist sie entscheidend. In Sachen Klangdefinition ist der neue Tiefmitteltöner schneller und klarer. Es fehlt ihm etwas von der Geschmeidigkeit des RADIAL2, doch dies wird hier durch eine größere Detailfülle ausgeglichen, die auch jene natürliche Wärme liefert, um die es bei diesen Lautsprechern letztendlich geht. Der Super HL5plus bietet einen warmen, dichten Klang – daran besteht kein Zweifel. Die neue Generation dieser Lautsprecher taucht jedoch tiefer in die Nuancen des Klangs ein. Sie definiert diese zeitlich und räumlich besser und formt ihren Anschlag deutlicher. Der erste Titel, den ich während der Vergleiche hörte – Perrys „Utopia“ – offenbarte etwas, das ich später sowohl auf Holidays Album als auch auf Miles Davis’ Miles Davis And The Modern Jazz Giants wahrnahm und das mit noch größerer Intensität auf dem unglaublichen „Manhã de Carnaval“ vom Album Miwaku des Mayo Nakano Pianp Trios zurückkehrte, abgespielt von einer Hard-Glass-CD-R-Version: Es dreht sich alles um die Kraft, die Erhabenheit und die Fülle des Klangs. Der Punkt ist, dass die Harbeth Super HL5plus XD2 so gut ausbalanciert sind, dass diese Elemente keineswegs weniger intensiv wirken als beim kraftvollen M40.1. Und somit sind sie besser als 90 Prozent der anderen Lautsprecher, unabhängig vom Preis. Ich kann erkennen, dass die Entwickler dies durch eine leichte Betonung des Mittelbasses erreicht haben. Er ist satter und kräftiger. Deshalb erscheinen die Schallereignisse im Vordergrund näher bei uns, und deshalb ist der Klang so lebensecht.

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Mit den Harbeths, über die wir hier sprechen, erhalten wir also eine echte „Zeitkapsel“, in der Musiker aus „Fleisch und Blut“ in unseren Raum treten. Ich sage das, weil der Klang unglaublich natürlich ist. Schnell, natürlich; offen, das ist ebenfalls selbstverständlich; aber vor allem: stimmig. Ich spreche von einem Klang, der innerlich organisiert und gewissermaßen auf die jeweilige Aufgabe „fokussiert“ ist – nämlich ein musikalisches Ereignis an einem Ort nachzubilden, an dem es nie tatsächlich stattgefunden hat. Dies ist eine vollständige Nachbildung. Das bedeutet, dass sie alle Aspekte umfasst – nicht nur Klangfarbe und Dynamik oder den Frequenzgang, sondern auch den Raum. Das von den „BBC“-Lautsprechern erzeugte stereoskopische Klangbild ist meiner Meinung nach vorbildlich und widerlegt die Behauptung, dass Lautsprecher mit einer breiten Klangbühne dies nicht erreichen können; solche Behauptungen beruhen eher auf Fehlern bei der Aufstellung und Positionierung – oft aufgrund schlechter Designentscheidungen – als auf inhärenten Einschränkungen. Die SHL5plus XD2s gaben alle zuvor erwähnten Alben auf eine ausgedehnte Weise wieder, sowohl in Bezug auf die Hörachse als auch horizontal. Der Bass, der zu Beginn von „Frozen“ einsetzt, sowie andere räumliche Elemente in diesem Madonna-Titel wurden von diesen Lautsprechern klar, präzise und kraftvoll wiedergegeben. Das heißt, es waren keine hohlen, sondern dichte Klänge, die hinter meinem Kopf, von den Seiten der Lautsprecher und hinter einem her kamen. Wenn ich etwas hervorheben müsste, das sich sowohl beim 40.5 XD2 als auch beim getesteten Modell im Vergleich zu früheren Versionen geändert hat, dann wäre es in erster Linie die stärkere Präsenz des Vordergrunds, die Öffnung des oberen Mitteltonbereichs und die Betonung der Detailfülle. Dieser Klang hat weniger Wärme und „fließende“ Geschmeidigkeit, dafür aber mehr Energie. Die Energie in den neuen Harbeth-Lautsprechern, einschließlich der hier getesteten, wird stärker und eindeutiger vermittelt. Sie sind daher vielseitiger und entsprechen besser dem heutigen Verständnis von High-End-Klang. Es geht nicht einmal um einen anderen Klang, sondern um eine andere Interpretation desselben. Im Test spielten die Harbeths „Get Back“ von The Beatles aus Let It Be, in der neuen Abmischung von Giles Martin und Sam Okell, mit mehr Kraft und einer aggressiveren Note. Der Anschlag war bei ihnen ausgeprägter, und die Becken und Gitarren waren klarer. Es war ein wahrhaft rockiger Stil, während die M40.1 dasselbe Material auf entspanntere Weise präsentierten, als wären die Musiker distanzierter von dem, was sie taten.


Zusammenfassung

Die neuen Harbeth-Lautsprecher scheinen leichter anzusteuern zu sein als ältere Modelle. In der Audiophilen-Szene gelten Lautsprecher im „BBC-Stil“ als ideale Partner für Röhrenverstärker. Das mag stimmen, aber es gibt ein „Aber“, ein großes „ABER“: Es mag funktionieren, aber nur in kleinen Räumen, nur bei moderater Lautstärke und nur, wenn der Verstärker eine hohe Strom- und Spannungsleistung bietet. Es geht nicht einmal um die in Watt angegebene Ausgangsleistung, sondern um die Fähigkeit, eine schwierige Impedanzkurve zu bewältigen. In Wirklichkeit brauchen Harbeths – lassen Sie es mich so sagen – Leistung! Wenn wir diese bereitstellen, erhalten wir etwas, das dem Klang des Super HL5plus XD2 ähnelt: Fülle, Energie und Dichte. Und eine hervorragende Auflösung. Hier ist auch Raum für Details, was eine Neuheit ist. Ich denke dabei an Details, die den Klang bereichern, nicht an die Art von Haarspalterei, die ihn verarmt. Die getesteten Lautsprecher vermitteln diese Eigenschaft auf wahrhaft ehrliche Weise.

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Was mir jedoch wichtiger erscheint, ist, dass sie eine große, innerlich dichte und zugleich innerlich abwechslungsreiche Klangbühne erzeugen. Neben und vor den Harbeth M40.1 – also riesigen Lautsprechern (ich habe sie in beiden Konfigurationen getestet) – wirken sie in ihrer Klangdarstellung keineswegs kleiner. Eine leichte Betonung im Mittelbass, ein wenig Anhebung im unteren Mitteltonbereich, und – voilà – erhalten wir eine Klangbühne, die fast so weitläufig und allumfassend ist wie die der Spitzenlautsprecher dieses Herstellers. Deshalb halte ich den Super HL5 Plus XD2 für die beste Version dieses Modells aller Zeiten und für eines der besten Modelle im aktuellen Sortiment des Herstellers. Um noch eine wichtige Frage zu beantworten: Ja, sie bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, so dass sie den „goldenen Mittelweg“ der Marke darstellen.

Gehört mit
Lautsprecher Harbeth M40.1
Lautsprecherständer Acoustic Revive (Sonderanfertigung)
Vorverstärker Ayon Audio Spheris III
SACD-Player Ayon Audio CD-35 HF Edition No. 01/50
Vorverstärker Ayon Audio Spheris EVO
Endverstärker Soulution 710
Rack Finite Elemente Master Reference Pagode Edition Mk II
Lautsprecherfilter Spec Real Sound Processor RSP-AZ9EX (Prototyp)
Signal-Kabel Siltech Triple Crown, Siltech Royal Single Crown, Siltech Triple Crown, Acoustic Revive LAN und USB
Stromversorgung Siltech Triple Crown, Acrolink Mexcel 7N-PC9500, Acoustic Revive Power Reference Triple-C, AC Acoustic Revive RTP-4eu ULTIMATE
Herstellerangaben
Harbeth Super HL5plus XD2
Treibereinheiten 200-mm-RADIAL4-Mitteltöner von Harbeth; 25-mm-Hochtöner mit Ferrofluid-Kühlung; 20-mm-SuperTweeter mit Kalottenmembran
Frequenzbereich 40Hz - 20kHz ±3dB im Freiraum, mit Abdeckung, gleichmäßiger Frequenzgang außerhalb der Achse
Impedanz 6 Ohm
Empfindlichkeit 86dB/2,83V/1m axial
Verstärkerempfehlung ab 25W/Kanal, funktioniert mit einer Vielzahl von Verstärkern
Belastbarkeit 150W Programm
Anschlüsse 4-mm-Anschlussklemmen der Marke Harbeth
Platzbedarf Wiedergabe für den Einsatz abseits von Wänden optimiert
Ständer Optimal, um die Ohren auf Höhe der Hochtöner zu bringen, (Hochtöner: 475 mm über dem Gehäuseboden)
Abmessungen (HxBxT) 635×322×300mm (+12mm Abdeckung und Anschlüsse)

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Donnerstag, 07 Mai 2026 09:16

Lotoo Gungnir + LPX-01

Mit dem Gungnir erweitert Lotoo sein Portfolio um einen Desktop-DAC/Kopfhörerverstärker, der kompromisslose Klangtreue, hohe Ausgangsleistung und präzise Signalführung in einem kompakten, vollständig integrierten System zusammenführt. Das LPX-01 ist die zum Referenz-DAC/Kopfhörerverstärker passende Referenz-Stromversorgung

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Bereits die Namensgebung unterstreicht den Anspruch des neuen Modells: Gungnir, der sagenumwobene Speer Odins aus der nordischen Mythologie, steht für Präzision, Kraft und unfehlbare Genauigkeit. Genau diese Eigenschaften spiegeln sich in der technischen Auslegung wider, die auf exakte Signalkontrolle, Performance auf Referenzniveau und hohe Betriebssicherheit zielt. Das Ergebnis ist eine Wiedergabe, die sich durch Souveränität, Stabilität und ein hohes Maß an klanglicher Selbstverständlichkeit auszeichnet. Entwickelt für anspruchsvolle Hörer und hochwertige Audioketten, empfiehlt sich der Gungnir als zentrale Schaltstelle für moderne Desktop-Setups – von der Ansteuerung hochohmiger Kopfhörer über die Ansteuerung von referenztauglichen Lautsprechersystemen bis hin zur verlustfreien Audioübertragung via LTTP-Wireless.

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Die konstruktive Basis des Gungnir bildet eine Audioarchitektur, wie sie sonst in deutlich größeren High-End-Systemen zu finden ist. Trotz seiner kompakten Abmessungen ist das Gerät auf Flaggschiff-Niveau ausgelegt und vereint DAC, Line-Ausgang sowie einen leistungsstarken Kopfhörerverstärker in einem sorgfältig abgestimmten Gesamtsystem. Ergänzt wird dieser Ansatz durch vielseitige Anschlussoptionen für den Einsatz in stationären Heim-Audiosystemen ebenso wie mit portablen Digitalquellen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der verlustfreien LTTP-Wireless-Übertragung, die hochauflösendes Audio ohne klangliche Kompromisse in das System integriert. Hinzu kommt eine diskret aufgebaute Schaltungstopologie mit exzellenter Kanaltrennung, sauber geführtem Signalweg, hoher Dynamik und äußerst niedrigen Verzerrungen. Zusammen mit dem sehr niedrigen Grundrauschen schafft dies die Voraussetzung für eine präzise, saubere und verfärbungsarme Wiedergabe.

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Im Zentrum der D/A-Wandlung arbeitet ein Dual-DAC-Design mit zwei AK4499-Chips in Kombination mit zwei AK4191, ausgelegt auf maximale Leistungsfähigkeit und das vollständige Ausschöpfen des Potenzials dieser Wandlerarchitektur. Darüber hinaus folgt der Gungnir einem konsequent kanalgetrennten Aufbau mit unabhängigen Signalwegen für den linken und rechten Kanal, dedizierten analogen Stromversorgungen und diskret realisierten Schaltungsmodulen.

Leistungs-, Digital- und Analogsektionen sind physisch voneinander separiert, um Einstreuungen, Interferenzen und gegenseitige Beeinflussungen konsequent zu reduzieren. Diese Architektur sorgt für eine außergewöhnliche Kanaltrennung, hohe Signalintegrität und einen bemerkenswert niedrigen Rauschpegel – auch bei hohen Ausgangsleistungen.

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Mit dem Gungnir überträgt Lotoo die klanglichen und technischen Qualitäten ausgewachsener High-End-Komponenten in ein kompaktes Desktop-Format. Das Gerät ist klein genug für den Schreibtisch, zugleich leistungsstark genug für ein vollständiges Audio-Setup und flexibel genug für unterschiedlichste Anwendungsszenarien. Die Kombination aus umfangreicher Konnektivität, hoher Ausgangsleistung, verlustfreier Wireless-Integration und kompromissloser Systemarchitektur macht Gungnir zu einem vielseitigen Audiowerkzeug für gehobene Desktop-HiFi-Anwendungen, präzise abgestimmte Wireless-Setups und die nahtlose Integration in anspruchsvolle Audioketten. Damit positioniert Lotoo den Gungnir als Desktop-Komponente für Hörer, die auch im kompakten Format keine Abstriche bei technischer Auslegung und klanglichem Anspruch akzeptieren.

Um eine saubere und stabile Stromversorgung für den Lotoo Gungnir sicherzustellen, hat Lotoo die LPX-01 USB-Strombasis als HiFi-USB-PD-Netzteil entwickelt. Mit einer Spitzenleistung von 160 Watt versorgt sie nicht nur Lotoos Profi-Audiogeräte wie Mjolnir und Gungnir, sondern auch digitale Quellgeräte wie USB-DACs, Kopfhörerverstärker, Smartphones und Festplatten mit stabiler Energie. Dank ihres extrem niedrigen Rauschpegels von nur 200 Mikrovolt im Bereich von 20 Hertz bis 40 Kilohertz ermöglicht sie eine besonders saubere Stromversorgung und minimiert hörbare Störeinflüsse. Das robuste Metallgehäuse mit vollständiger elektromagnetischer Abschirmung schützt effektiv vor externen Störungen und trägt so zur Klangreinheit bei. Mechanisch und optisch passt die LPX-01 Basis perfekt zum Gungnir, lässt sich technisch aber auch mit vielen anderen Audiogeräten nutzen, die auf eine saubere USB Stromversorgung angewiesen sind.

Die unverbindliche Preisempfehlung für Lotoos Gungnir beträgt 3400 Euro und 630 Euro für die optionale Stromversorgung LPX-01. Sowohl Lotoos Gungnir als auch das LPX-01 sind ab Lager Essen verfügbar und können von und über die audioNEXT Handelspartner ab sofort bestellt werden.

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

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Econik Speakers freut sich, die Econik 1851 vorzustellen, einen vollaktiven High-End-Designlautsprecher, der skulpturale Ästhetik mit modernster Audiotechnik vereint. Ab sofort kann der Lautsprecher angehört und bestellt werden. Der Preis beträgt 16.800 Euro pro Paar.

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„Mit der Econik 1851 habe ich einen Lautsprecher geschaffen, der skulpturale Klarheit, deutsche Ingenieurskunst und kompromisslose Klangpräzision zu einem einzigen, zeitlosen Objekt vereint.“ – Anton Erbenich, Designer

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Die Econik 1851 ist ein vollaktives High-End-System, das durch sein 3D-gedrucktes Quarzsand-Gehäuse, das anschließend mit Epoxidharz infundiert wird, eine außergewöhnlich steife und resonanzarme Basis für maximale Klangpräzision bietet. Hochwertige Keramiktreiber von Eton Audio und ein integriertes, WiSA-fähiges Elektronikmodul sorgen für beeindruckende Dynamik, Transparenz und kabellose Freiheit. Entwickelt und gefertigt in Deutschland, steht die Econik 1851 für kompromisslose Qualität und wurde bereits mit drei renommierten Design-Awards ausgezeichnet.

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Im Zentrum der Econik 1851 arbeiten spezialisierte Keramiktreiber von Eton Audio, die für extrem steife, resonanzarme Membranen und höchste Fertigungspräzision bekannt sind. Jeder Treiber wird in Deutschland gefertigt, einzeln vermessen und über den integrierten DSP exakt auf das Gehäuse abgestimmt. Die präzise Anbindung zwischen Hoch-, Mittel- und Tiefton erfolgt aktiv und phasenoptimiert, was ein hochauflösendes, impulstreues Klangbild mit beeindruckender Neutralität ermöglicht.

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Als vollaktives System integriert die Econik 1851 alle Verstärker, DSP-Einheiten und Signalverarbeitungsstufen direkt im Gehäuse. Dank WiSA-Technologie arbeitet sie vollständig kabellos und empfängt hochauflösende Audiosignale latenzarm und störungsfrei. Ein einziges Netzkabel pro Lautsprecher genügt – externe Verstärker oder komplexe Verkabelungen entfallen.

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Die Econik 1851 wird über ein speziell entwickeltes Stahlseil-System getragen, das den Lautsprecher optisch schweben lässt und gleichzeitig das Gehäuse vom Untergrund entkoppelt, um Körperschall zu vermeiden. Die monolithische Außenform und das sphärische Innenvolumen reduzieren stehende Wellen und interne Druckreflexionen, während die Materialstärke und Wandstruktur per FEM-Simulation optimiert wurden.

Technische Daten

  • Frequenzgang: 34 – 40.000 Hz (± 3dB)
  • Verstärker: Woofer 150W, Tweeter 150W Class-D
  • Hochtöner: 1 x 28mm Magnesium-Keramik
  • Tiefmitteltöner: 1 x 181 mm Langhub-Chassis aus Magnesium-Verbundwerkstoff
  • DSP: Quad Core Prozessor
  • DAC: Dual CS4398
  • Wireless: WiSA 24 Bit / 96 kHz lossless
  • Trennfrequenzen: 3.200 Hz

Vertrieb
HifiPilot GmbH
Anschrift Carl-Benz-Str. 5
75056 Sulzfeld
Telefon +49 7269 9196993
E-Mail kontakt@hifipilot.de 
Web www.hifipilot.de

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Dienstag, 05 Mai 2026 08:58

iFi iDSD Phantom

Der iDSD Phantom vereint Streamer, DAC und Kopfhörerverstärker in bester iFi-Manier zu einem Alleskönner. iFi erreicht damit die höchstmögliche Ausbaustufe von stationärem HiFi. Abgerundet wird das Paket von einem aufwendigen Gehäuse und sowohl einer Transistor- als auch einer Röhren-Ausgangsstufe.

Gerade im mobilen Bereich hat iFi in der Vergangenheit viele Geräte entwickelt, die einen Vergleich mit dem berühmten Schweizer Allzwecktaschenmesser nicht im Geringsten scheuen müssen. Mit dem Phantom hält die – nahezu – unbegrenzte Vielfalt an Möglichkeiten auch stationär Einzug. Wie bereits einleitend erwähnt, wird ein hochauflösender DAC mit einem Streamer und einem leistungsstarken Kopfhörerverstärker, ähnlich dem des iCAN Phantom ohne Elektrostatenverstärker, verschmolzen. Die Ausgangssektion ist zwischen Transistor- und NOS GE5670S-Röhren umschaltbar. Im Tube+-Modus wird die negative Rückkopplung der Röhre zusätzlich auf ein Minimum begrenzt, um eine noch stärkere Röhren-Charakteristik zu erzeugen. Mit Bit-Perfect, Bit-Perfect+, GTO, Apodising, Transient Aligned sind wie üblich ebenfalls eine Vielzahl digitaler Filter wählbar. Erstmalig ist ein Hochrechnen auf DSD2048 möglich. Zusätzlich ist JVCKENWOODs K2 Filter wie auch schon beim mobilen Valkyrie wieder mit an Bord. Sowohl für die Kopfhörer- als auch Lautsprecherwiedergabe ist XSpace Pro und XBass Pro zum Beeinflussen der räumlichen und der Basswiedergabe verfügbar. Die Einstellung von Gain und eine Abschwächung des Pegels für den Betrieb ultraempfindlicher In-Ears gehört bei iFi zur selbstverständlichen Grundausstattung. Der integrierte Streamer kann sowohl per Spotify-, Tidal- und Qobuz-Connect, aber auch per Roon, Airplay, DLNA und UPnP angesprochen werden. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch ein iPower Elite Netzteil und einen Formatkonverter von Kupfer- auf Glasfasernetzwerkkabel.

Das Gehäusedesign teilt sich der iDSD Phantom mit dem iCAN Phantom
Das Gehäusedesign teilt sich der iDSD Phantom mit dem iCAN Phantom

Dass ich gleich zu Beginn mit einer Flut an technischen Informationen ins Haus falle, soll lediglich untermalen, wie vielseitig der iDSD Phantom ist. Für meinen Test muss ich schon gezielt überlegen, welche seiner Fähigkeiten mich besonders interessieren und in welchen Gerätekombinationen ich ihn gerne hören möchte. Was Spotify und Co schon seit Jahren beherrschen, kann endlich auch Qobuz – eine Ansteuerung von Endgeräten direkt aus der Qobuz App. Da mich in der Vergangenheit besonders die WiFi-Schnittstelle von iFi-Streamern beeindruckt hat, wie beispielsweise 2021 beim ZEN Stream, möchte ich den iDSD Phantom zuallererst in seiner zugänglichsten Konfiguration testen: und als unmittelbaren Zuspieler für meine Endstufe mit WLAN-Verbindung und Qobuz Connect.

Dank der neuen iFi-Nexis-App für Android und iOS ist die Einbindung ins heimische WLAN denkbar einfach. Wurde der Phantom frisch gestartet, findet die App seine Bluetooth-Schnittstelle. Das Passwort für das heimische WiFi kann dann in der App eingegeben und die WiFi-Schnittstelle wird entsprechend aus der App heraus konfiguriert werden. Sofern Ethernet als Quelle am Phantom selektiert wurde, ist er in der Qobuz-App als Abspielgerät anwählbar. Der Name des abgespielten Tracks, des Künstlers, die Bitrate und das Albumcover werden beim Zuspielen über die Qobuz-App auf dem Display des iDSD angezeigt. Akustisch macht dieses leicht einzurichtende Setup bereits Eindruck: Das fantastische Album Hvis ikke de er døde, lever de endnu des dänischen Folk-Trios Stundom erglänzt in freischwebender Räumlichkeit und Schönklang. Gemeinsam mit hochwertigen Aktivlautsprechern kann man mit dem Phantom und Qobuz schon sehr glücklich werden – aber er kann noch viel mehr.


Das mittig platzierte Display lässt sich über den linken Encoder steuern
Das mittig platzierte Display lässt sich über den linken Encoder steuern

Auf der Rückseite des Geräts stehen vier Möglichkeiten zur Wahl der Ausgangsspannung zur Verfügung. Der HiFi-Modus liefert am symmetrischen Ausgang maximal 4,2 Volt, der Studio-Modus 11,2 Volt. Beide Modi können entweder über die analoge Lautstärkeregelung variabel gesteuert oder fest auf ihren Maximalwert gesetzt werden. Trotz einer Wiedergabe im HiFi-Modus über die unsymmetrischen Ausgänge, an denen die Hälfte der Spannung des symmetrischen Ausgangs zur Verfügung gestellt wird, verträgt sich der Pegel nicht gänzlich mit der hohen Verstärkung von 29 Dezibel meiner Endstufe. Auf der Nullstellung des Lautstärkereglers wird mit, grob ermittelt, 50 Dezibel attenuiert. So bin ich selbst bei gehobenen Lautstärken weit von der 9-Uhr Stellung des Reglers entfernt. Bei besonders komprimiert produzierten Songs, bewege ich den Regler kaum von seiner Nullstellung weg, sofern ich nur eine leicht gehobene Lautstärke erreichen möchte. Der große Vorteil einer analogen Lautstärkeregelung gegenüber einer digitalen ist zwar theoretisch keine Einbuße des Dynamikumfangs. Doch selbst ein noch so hochwertiges Potentiometer regelt im untersten Bereich nie ganz kanalgleich, ich würde das Poti folglich lieber im Bereich der 12-Uhr-Stellung betreiben. Soll der Phantom eine Endstufe direkt ansteuern, ist es durchaus vorteilhaft, wenn diese über einen eher niedrigen Verstärkungsfaktor verfügt. Dass allerdings auch an meiner stark verstärkenden Endstufe Stille herrscht, wenn keine Musik spielt, spricht enorm für die sehr saubere Schaltung des Phantom.

Die hochwertige und gewichtige Metallfernbedienung ermöglicht eine Steuerung sämtlicher Funktionen
Die hochwertige und gewichtige Metallfernbedienung ermöglicht eine Steuerung sämtlicher Funktionen

Im nächsten Schritt möchte ich dem Digital-Analog-Wandler und der Verstärkerschaltung des Phantom unmittelbar auf den Zahn fühlen. Dafür speise ich ihn direkt mit der USB-Verbindung aus meinem PrimeCore Audio A7 Roon-Server. Meinen Mutec-Reclocker, den ich als essenziellen Spielpartner meines Mytek-Wandlers betrachte, lasse ich aus dem Spiel. Wie sich zeigt zurecht, denn „The Tunnel“ vom gleichnamigen Album des Tord Gustavsen Trio stellt die Qualitäten des Phantom sofort stichhaltig und unmittelbar heraus – ohne dass der Mutec beteiligt ist. Der Burr-Brown-Wandlerverbund spielt mit einer angenehmen Rundheit bei einer fantastischen Auflösung des Hochtonbereichs. Die Beckenanschläge werden mit einer schwebenden Leichtigkeit und Akkuratesse herausgearbeitet, die ich von meinem eigenen System nicht gewohnt bin. Der reproduzierte Dynamikumfang verleiht den Instrumenten eine große Lebendigkeit und Souveränität. Die Instrumentenseparation ist sehr gut, so dass sogar der Kontrabass, der bei diesem Stück oft etwas diffus platziert wirkt, einen klaren Platz im Stereopanorama erhält. Während ich meinem eigenen Setup einen Hauch Analytik diagnostizieren würde, spielt der Phantom charaktervoller und etwas weniger schnörkellos.

Aktuell höre ich vermehrt wieder das erste Album All My Demons Greeting Me As A Friend der norwegischen Künstlerin Aurora. Im Opener „Runaway“ werden alle Frequenzbereiche mit voller Gleichberechtigung wiedergegeben. Das harmonische Grundgerüst zu Beginn des Stücks ist zurückhaltend, lediglich mit verschiedenen summenden Stimmen arrangiert. Auch die eher im Hintergrund gehaltenen Stimmen, ohne besondere Effekte, werden mit viel Nachdruck und Gewichtigkeit dargestellt. Auroras Stimme wird von dem verwendeten Hallraum umspielt und steht deutlich im Vordergrund. Später wird das Stück durch kleine elektronische Percussionselemente und verschiedene Synthesizer ergänzt. Insgesamt spielt der Phantom das Stück etwas sanfter als ich es gewohnt bin. Er packt zwar im Bassbereich kräftig zu, die Bässe zu Beginn des Stücks werden tief, ansatzlos und sehr kraftvoll in den Raum gestellt. Die Auflösung im Mittelhochtonbereich ist makellos. Insgesamt legt der Phantom jedoch einen größeren Fokus auf die gesamtmusikalische Darbietung. Einzelnen Elementen wird etwas weniger Wichtigkeit zugemessen, so sind die durchaus klar umrissenen Einzelinstrumente etwas stärker miteinander verwoben und verbunden. Interessant, dass gerade ein tendenziell eher gewöhnlich produzierter Song, diese Eigenschaften stärker hervorhebt als die luftige ECM-Produktion des vorherigen Tracks. Insgesamt lässt sich ebenfalls eine leicht größere und breitere Abbildung einzelner Instrumente ausmachen. Besonders die Stimmdetails werden so interessant dargestellt. Die einzelnen feinen, differenzierten Klänge von Auroras Stimme werden eher nebeneinander als hintereinander, respektive übereinander entfaltet.


Für die Stromversorgung setzt iFi auf das hauseigene iPower Elite Netzteil – der Netzteilanschluss lässt Raum für Experimente mit anderen Netzteilen
Für die Stromversorgung setzt iFi auf das hauseigene iPower Elite Netzteil – der Netzteilanschluss lässt Raum für Experimente mit anderen Netzteilen

Der Scheibe Deep: The Baritone Sessions, Vol. 2 steht die griffige, verwobene Charakteristik des Wandlers ausgezeichnet. Er stellt die Instrumente direkt, unumstößlich und ungekünstelt auf die virtuelle Bühne. Die Kompositionen von Mark Lettieri rund um seine Baritongitarre und hochkarätige Gastmusiker marschieren ohne Irritation und anstrengungsfrei durch. Die Becken in „Blue Straggler“ zeigen neuerlich, wie ausgewogen der Wandler agiert. Die Crashes explodieren genau so, wie es ein Crash-Becken tun soll, krachend akzentuiert im Anschlag mit einem opulenten Ausklang ohne dabei klirrend oder schneidend zu klingen. „Magnetar“ ist einer der Tracks auf dem Album, der einfach alles hat. Die scharf nach außen gepannten Gitarren mit dem tiefen Baritone-Timbre grooven mit Shakern und dem akzentuierten Hi-Hat von Drummer Adam Deitch dem Sonnenuntergang entgegen, die Keys und die Vocoderstimme von Shaun Martin geben dem Track den Rest.

Es wird Zeit, die Röhren im Phantom anzuwärmen und umzuschalten. Der Röhrenbetriebsmodus bringt noch etwas mehr Biss, zugleich jedoch auch noch etwas mehr Geschmeidigkeit und die, zugegeben, etwas vermisste Luftigkeit im Solid-State-Betrieb. Die Instrumente rücken in der Bühnentiefe etwas weiter auseinander und nach hinten. Auch bei orchestraler Musik, beispielsweise Dvořáks 9. Sinfonie „From the New World“ in der Liveeinspielung des LSO unter Sir Colin Davis, gefällt mir die Röhre ebenfalls besser. In ihrer Tonalität unterscheidet sie sich in meinen Ohren kaum von der Transistortechnik, jedoch gerät die musikalische Darbietung eben etwas luftiger, lebendiger mit etwas feineren Zwischentönen. Der fokussierte Charakter des DACs prägt das Klangbild. Das Orchester spielt als geschlossener Klangkörper. Einzelne Instrumentengruppen sind gut herauszuhören und nahtlos miteinander verbunden. Das Zusammenspiel von Oboe und Klarinette im zweiten Satz gerät organisch und einfühlsam statt analytisch und isoliert reproduziert.

Die Rückseite zeigt die Anschlussvielfalt des Geräts. Sogar die Nutzung einer externen 10-Megahertz-Clock ist möglich
Die Rückseite zeigt die Anschlussvielfalt des Geräts. Sogar die Nutzung einer externen 10-Megahertz-Clock ist möglich

Der integrierte Streamer des Phantom ist die ideale Gelegenheit, meinen Roon-Core als unmittelbaren USB-Zuspieler aus der Gleichung zu nehmen und das Signal über Roons Netzwerkprotokoll an den Phantom weiterzugeben. In diesem Kontext möchte ich mich auch mit seiner Glasfaserschnittstelle auseinandersetzten. Nach meiner Erfahrung ist eine Glasfaserverbindung einer Kupferverbindung nicht grundsätzlich überlegen. Das Argument einer galvanischen Trennung bei Glasfaser gilt für mich nicht, da nach IEEE-Standard jede EJ-45-Buchse durch Übertrager getrennt sein muss. Außerdem holen die benötigten Signalkonverter von Kupfer zu Glas eine weitere Spannungsquelle ins System – nicht unbedingt ein Vorteil. So gelten beide Verbindungen für mich als ebenbürtig, jedoch mit unterschiedlichem Charakter. Kupfer wirkt für mich meist organischer und geerdeter, Glas etwas räumlicher und präziser, dabei aber nicht partout hochauflösender. Seitdem das EAhibrid EAL 2000 in meiner Kette spielt, mache ich mir über LAN-Verbindungen allerdings sowieso keinerlei Gedanken mehr. Es schweißt alle Komponenten meiner vergleichsweise bescheidenen Anlage zu einer homogenen Einheit zusammen und lässt sie zu Höchstleistungen auflaufen. Ich belasse dieses Kabel für alle Tests am PrimeCore. Für die Zuleitung zum Phantom nutze ich ein Furutech LAN-8 NCF Plus, das neben dem EAhibrid für alle anderen Netzwerkaufgaben in meinem System eingesetzt wird.


Zunächst höre ich mich noch einmal in den DAC mit direkter USB-Verbindung zu meinem Roon-Core ein und schalte dazu zurück auf den Transistorbetrieb. Schlicht und ergreifend, weil ich diese Konfiguration insgesamt bereits am längsten gehört habe. Ich ziehe es übrigens vor, den Lautstärkeregler nahe der 12-Uhr Stellung fahren zu können und nehme dafür eine Pegelabsenkung von 20 Dezibel in Roon in Kauf. Roon rechnet mit 64-Bit und ich rechne an dieser Stelle mit keinerlei Qualitätseinbußen. Brad Mehldaus wunderbar feinfühlige Interpretation von „Between the Bars“ seines aktuellen Albums Ride into the Sun zeigt nochmals, wie unglaublich sanft und musikalisch der Phantom agiert. Klavier und Kontrabass umspielen sich derart leichtfüßig und harmonisch, dass das Musikstück noch eindrücklicher und ausdrucksstärker wirkt. In jeder Note liegen Lebendigkeit und Ausdruck. Dies ist die große Stärke des Phantom.

Außerdem gehört ein Formatkonverter von Kupfer- auf Glasfasernetzwerkkabel zum Lieferumfang
Außerdem gehört ein Formatkonverter von Kupfer- auf Glasfasernetzwerkkabel zum Lieferumfang

„Kirken, den er et gammelt hus“, ein von mir sehr oft gehörter Track des Tord Gustavson Trios zeigt, dass der Phantom auch in Sachen Räumlichkeit auf sehr hohem Niveau agiert. Messerscharfe Instrumentenseparation und absolute Raumtiefe um jeden Preis sind dabei allerdings nicht seine Kernfähigkeiten. Im ersten Moment wirkt die Wiedergabe gerade im Vergleich zu meinem eigenen Setup, das einen deutlichen Überhang zu diesen Disziplinen hat und dafür andere Disziplinen etwas vernachlässigt, weniger spektakulär, bietet dafür aber eine sehr große Glaubwürdigkeit und Nahbarkeit in der Raumabbildung. Der Phantom wirkt insgesamt ungekünstelt, organisch und ausgewogen. Gerade die nahtlose Einbindung auch hoher Frequenzen in die Rauminformation macht seinen Charakter anziehend. Gewissermaßen stehen sich hier zwei Schulen gegenüber. Mein eigener DAC kann seine Studiogene nicht verstecken, Tords Klavierspiel ist von etwas mehr Raum umgeben und Informationen werden etwas plakativer, aber dabei auch nüchterner, technischer präsentiert. Der Phantom ist klar ein HiFi-Gerät. Des Klavier ist mehr von reichhaltigem, reinen Klang umgeben. Alle anderen Infos sind auch vorhanden, aber werden stärker verwoben, konzentrierter und trotzdem weniger exponiert präsentiert. Sie prägen so den starken Ausdruck des Wandlers.

Die analoge Lautstärkeregelung ist sauber gekapselt, motorisiert und an die Lautstärkeanzeige im Display gekoppelt
Die analoge Lautstärkeregelung ist sauber gekapselt, motorisiert und an die Lautstärkeanzeige im Display gekoppelt

Der Umstieg auf die Ethernetverbindung und den roon ready Betrieb geht problemlos von der Hand. Ich nehme die Wiedergabe in diesem Betriebsmodus mit einer großzügigeren Räumlichkeit und Luftigkeit wahr. Die virtuelle Bühne öffnet sich sowohl nach vorne als auch nach hinten. Gewissermaßen rückt der Phantom näher an die Charakteristik, die ich von meinem eigenen Wandler kenne. Dies spricht für die Transparenz des verbauten Streamers. Ich fühle mich in diesem Betriebsmodus deutlich mehr zu Hause, die leicht schwebende, sphärenhafte Darstellung gefällt mir grundsätzlich. Es ist herrlich, wie die feinen Akzentuierungen bei Diminuendi des Kontrabasses ins Nichts verschwinden. Mit dem Einsatz des Formatwandlers auf Lichtwellenleiter, lässt sich dieser Eindruck sogar noch verstärken. Als Stromquelle nutze ich ein einfaches lineares Netzteil aus meinem Fundus. Einzelne Klangquellen wirken noch etwas konzentrierter, einzelne Saitenanschläge noch akzentuierter. Die Durchsichtigkeit und Durchhörbarkeit verschiedener Frequenzbereiche erreicht in diesem Betriebsmodus fraglos einen Höhepunkt. In dieser Konfiguration zieht der Phantom an meinem eigenen Wandler vorbei. Manu Katchés „Keep on Trippin‘“ wird in einer neuen Prägnanz, Nachdrücklichkeit, Dynamik und gleichberechtigter Auflösung in meinen Hörraum projiziert. Allein schon die ersten Akkorde des Klaviers versprühen mit dem iDSD derartig viel schiere Energie, Präsenz und Klangprächtigkeit, dass sich mein Brooklyn geschlagen geben muss. Auch die Kontrolle über den Bass und die Bass Drum ist ungleich höher, der minutiöse Ansatz von Saxophon und Gitarre gleichermaßen. Während die Raumauflösung besonders im USB-Betrieb hinter den Möglichkeiten des Phantom zurückblieb, sind die Instrumente jetzt derartig passgenau und unaufgeregt in einen zwar großzügigen, aber eben vollkommen unaufdringlichen Raum eingebettet. Bei dieser unaufwändigen Selbstverständlichkeit kommt mein Wandler nicht mit. Allerdings benötigt der Phantom dazu die Ansteuerung als roon-ready-Endpoint über das Netzwerk und die Hilfe der iFi OptiBox, die von Kupfer auf Glasfaser übersetzt.


Es kann im laufenden Betrieb zwischen NOS GE5670 Röhren und Transistorschaltung gewechselt werden
Es kann im laufenden Betrieb zwischen NOS GE5670 Röhren und Transistorschaltung gewechselt werden

Abschließend teste ich auch noch den konfigurierbaren Eingang für 10-MHz-, DARS- und Wordclock. Erstmals kommt der Mutec zum Einsatz und liefert das S/PDIF-Signal samt zusätzlicher Wordclock. In diesem Betriebsmodus spielt der iDSD auf ähnlich hohem Niveau wie in zuletzt beschriebener Konfiguration. Dass auch das Abspielen von Festplatten und USB-Sticks über die Nexis-App möglich ist, sollte man ebenfalls nicht vergessen. Außerdem sitzt unter der magnetisch gehaltenen Frontplatte eine Kopfhörersektion, die ebenfalls nicht an Betriebsmodi geizt. Lediglich die Spezialschaltung für den Betrieb elektrostatischer Kopfhörer und eine deutlich höhere Leistung bleibt dem iCAN Phantom vorbehalten. Gleich zwei unsymmetrische Anschlüsse unterschiedlicher Polarität als XLR-Klinke-Kombibuchse, eine vierpolige symmetrische XLR-Buchse, eine Pantaconnbuche und eine S-Balanced-3,5-er-Klinkenbuche werden geboten. Was S-Balanced genau ist, erläutere ich im Test über den xDSD Gryphon recht ausführlich. Features wie K2, das DSD-Upsampling, XBass und XSpace Pro möchte ich in diesem Test gar nicht weiter behandeln. Der iDSD Phantom ist bereits ohne „Gimmicks“ als Streamer und Wandler derart ernst zu nehmen, dass es ihrer Betrachtung in meinen Augen überhaupt nicht bedarf.

STATEMENT

Mit dem iDSD Phantom wagt sich iFi zurecht in eine neue Preiskategorie vor. Nicht nur ist der Funktionsumfang wie üblich überdurchschnittlich hoch, sondern auch in der Wiedergabe setzt der Phantom Maßstäbe für das iFi-Portfolio und darüber hinaus.
Gehört mit
Router & Zubehör Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3)
Server PrimeCore Audio A7
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE, IOTAVX PA3
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz)
Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO)
Kopfhörerverstärker iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH
Kabel Audioquest Diamond USB & Carbon USB, Chord Company Shawline USB, Belden, Boaacoustic Evolution BLACK.power-16, EAhibrid EAL 2000, Furutech LAN-8 NCF Plus, Glockenklang/Eupen, Sommer Epilogue
Herstellerangaben
iFi iDSD Phantom
Analoge Eingänge
Kopfhörerausgang (symmetrisch), RMS ≥ 4.676 mW / 17,3 V (@ 64 Ω); ≥ 564 mW / 18,4 V (@ 600 Ω)
Line-Ausgänge (symmetrisch), VRMS 1× USB-B 3.0; 2× USB-A (Host); 1× USB-C (Host); 1× S/PDIF (koaxial); 1× AES3 (XLR); 1× RJ45; 1× M12; 1× Optisch (SC); 1× BNC (Sync In)
Abmessungen 256 × 185 × 120 mm
Dynamikumfang (DNR), 10 Hz – 20 kHz ≥ 116 dB(A) @ 600 Ω (symmetrisch); ≥ 115 dB(A) @ 600 Ω (unsymmetrisch)
Kopfhörerausgänge 1× 3,5 mm S-Balanced; 1× 4,4 mm symmetrisch; 1× 4-pol XLR;1× 3-pol XLR (L/R); 1× 6,3 mm (positive Phase); 1× 6,3 mm (invertierte Phase)
Hi-Res-Unterstützung PCM 768 kHz; DSD512 (DSD2048 mit Remastering)
Line-Ausgänge 1× symmetrisch XLR (L/R); 1× Cinch (RCA) (L/R)
Nettogewicht 3,6 kg
Ausgangsrauschen (max. Ausgang, 20 Hz – 20 kHz) < 30 µV(A) @ 600 Ω (symmetrisch); < 20 µV(A) @ 600 Ω (unsymmetrisch)
Leistungsaufnahme < 27 W (Leerlauf); 75 W (max.)
Kopfhörerausgang (unsymmetrisch), RMS ≥ 2.311 mW / 8,6 V (@ 32 Ω); ≥ 144 mW / 9,3 V (@ 600 Ω)
Line-Ausgänge (unsymmetrisch), VRMS 0–2,2 V (Hi-Fi); 0–9 V (Pro)
Signal-Rausch-Verhältnis (SNR), max. Ausgang, 20 Hz – 20 kHz ≥ 116 dB(A) @ 600 Ω (symmetrisch); ≥ 114 dB(A) @ 600 Ω (unsymmetrisch)
Streaming-Plattformen Tidal Connect, Spotify Connect, Qobuz Connect, Roon, AirPlay, DLNA, UPnP
THD+N < 0,005 % @ 16 Ω (symmetrisch, 2,4 V, 20 Hz – 20 kHz); < 0,01 % @ 16 Ω (1,27 V, 20 Hz – 20 kHz)
Preis 4.700 Euro

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

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Donnerstag, 04 Mai 2006 07:53

LAD - Livestyle Audio Division

Vertrieb
LAD - Livestyle Audio Division by ATR - Audio Trade
Anschrift Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Schenkendorfstraße 29
D-45472 Mülheim an der Ruhr
Telefon +49 208 882660
E-Mail email@audiotra.de
Web www.audiotra.de
Montag, 04 Mai 2026 07:42

Audio Pro W-Serie: Drumfire II W.

Der schwedische Hersteller vervollständigt sein Portfolio mit dem Drumfire II W, einem zweiteiligen Lautsprechersystem aus dem Hauptlautsprecher D2 W und dem Aktiv-Subwoofer D-SUB II. Der Drumfire II W vereint Multiroom-Funktionalität, Streaming-Vielfalt und kraftvollen Klang in einem Design, das an klassische E-Gitarrenverstärker angelehnt ist.

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Der Drumfire II W ist die weiterentwickelte Version der beliebten Drumfire-Reihe und liefert einen klaren, dynamischen Sound bei allen Pegeln. Dank des aktiven, kraftvollen Subwoofers erschafft er ein druckvolles Klangbild mit substanziellem Bass und zugleich detailreicher, sauberer Musikwiedergabe. AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect sowie die Multiroom-Steuerung über die Audio Pro App powered by Linkplay sorgen für moderne Konnektivität und eine flexible Nutzung über WiFi und Bluetooth.

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Dank der Integration in die W-Netzwerkgeneration „powered by Linkplay“ lässt sich der Drumfire II W nahtlos mit anderen W-Modellen und bestehenden WiFi-Lautsprechern von Audio-Pro oder Linkplay (zum Beispiel WiiM) gruppieren und im Multiroom-Verbund betreiben. Die neuen Geräte zeichnen sich nicht nur durch ihre klanglichen Qualitäten, sondern auch durch eine vereinheitlichte Designsprache und eine hochwertige Verarbeitung aus.

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Mit der Markteinführung des Drumfire II W ist die neue Audio Pro W-Serie komplett. So bietet Audio Pro anspruchsvollen Musikliebhabern eine breite Auswahl an modellübergreifenden Multiroom-Lösungen – vom kompakten Regallautsprecher bis hin zur kraftvollen Stereo-Station mit Subwoofer. Man kann die neuen Modelle live beim Audio-Pro-Fachhändler erleben!

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LAUTSPRECHER D2 W

  • Verstärker: Class D, 2x20 W + 60 W
  • Hochtöner: 2 x 2,5cm Textilkalotte
  • Tieftöner: 2 x 12cm
  • Frequenzbereich: 45-22.000Hz
  • Übergangsfrequenz: 2.500Hz
  • Abmessungen HxBxT: 155 x 365 x 190mm
  • WiFi mit AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect und Audio Pro Multiroom
  • Bluetooth 4.2
  • Eingänge: 1 x Cinch
  • Ausgänge: Cinch-Subwoofer-Ausgang
  • Leistungsaufnahme STB (WiFi) / ON: 1,8W / 5,2W
  • Kompatibilität mit drahtlosen Netzwerken: 802.11 b/g/n, 2,4 und 5GHz
  • Unterstützte Audioformate: MP3, WMA, AAC, FLAC, Apple Lossless
  • Leistungsaufnahme WiFi/STB/ON: 1,75W/0,48 W/7,4W

SUBWOOFER D-SUB II

  • Verstärker: Class-D-Verstärker, 200W
  • Tieftöner: Frontfiring 20cm
  • Frequenzbereich: 30-120Hz
  • Variable Frequenzweiche: 50-120Hz
  • Variable Phase: 0-180 Grad
  • Abmessungen HxBxT: 500 x 365 x 190mm
  • Eingang: Cinch-Eingang

Der Audio Pro Drumfire II W ist in Weiß, Schwarz und Grau erhältlich und kostet 700 Euro.

Vertrieb
LAD - Livestyle Audio Division by ATR - Audio Trade
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D-45472 Mülheim an der Ruhr
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Vor einem Jahr erlebte ich die Göbel Divin Comtesse bei Dirk Sommer – das kleinste Modell der Divin-Serie. Schon sie überzeugte mich klanglich. Und doch schwärmte Dirk Sommer bei dieser Gelegenheit über die geradezu unglaubliche Wiedergabe der großen Systeme, die er im Showroom von Oliver Göbel in Landshut hören durfte.

Oliver Göbel zeigt uns die präzise und feine Metallbearbeitung am Prototypen der Divin Monarque
Oliver Göbel zeigt uns die präzise und feine Metallbearbeitung am Prototypen der Divin Monarque

Nun hat Göbel High End die Premiere seines neuen Ultra-High-End-Standlautsprechers Divin Monarque auf der kommenden High End im Juni in Wien angekündigt und hifistatement.net vorab zu einem Preview in den Showroom nach Landshut eingeladen. Eine vielversprechende Einladung und für mich gleichzeitig die Erfüllung eines Wunsches, endlich die großen Systeme und die neue Divin Monarque hören zu dürfen. Mit dabei waren Birgit Hammer-Sommer und Dirk Sommer, die bereits das Haus von vorherigen Besuchen kannten. Schon äußerlich setzt das Firmengebäude einen charaktervollen Status, der sich im Inneren nahtlos fortsetzt. Da wirkt nichts zufällig, sondern akribisch geplant, strukturiert und ebenso umgesetzt. Der hohe Anspruch, den ich von der Marke in Hinblick Verarbeitung und klanglicher Performance der Boxen kenne, findet sich dann auch in jedem Raum wieder. Da wirkt nichts beliebig, sondern vielmehr bis ins kleinste Detail perfekt organisiert und strukturiert.

Um die empfindlichen Oberflächen und Bauteile zu schützen, wird jeder Lautsprecher in einem exakt auf die Box abgestimmten Flightcase geliefert
Um die empfindlichen Oberflächen und Bauteile zu schützen, wird jeder Lautsprecher in einem exakt auf die Box abgestimmten Flightcase geliefert

Beim Rundgang mit Oliver Göbel sprachen wir über die beiden Produktlinien Divin und Epoque, über ihre Unterschiede und Besonderheiten und natürlich über die Fertigung – und glauben Sie mir, auch die ist außergewöhnlich! Allein schon wegen des hohen Eigenfertigungsanteils und der sichtbaren Präzision und Qualität. Betrachtet man beispielsweise eine noch rohe Aluminium-Frontpartie der Divin Monarque, fühlt man nicht nur ihr Gewicht, sondern sieht eine unglaubliche Präzision in der Oberflächenbearbeitung. Unser Team war sich einig, uns würde die Oberfläche bereits in diesem Bearbeitungsstadium absolut zufriedenstellen. Oder die elektrischen Sollwerte, die auch in der Serienproduktion absolut auf den Punkt gebracht werden. So muss, um auch minimale Abweichungen durch präzise Messtechnik zu erkennen, jeder Lautsprecher am Ende der Produktion in die refelxionsarme Messkammer und wird final feinjustiert. Und dann sind da noch diese kleinen, fast unbemerkten Details, wie bei den Kabeln. Da kommt zum eleganten und hochwertigen Äußeren die smarte Kanalmarkierung mit einem kleinen farbigen Swarovski-Kristall auf der Rückseite.


Der Prototype hat uns mit seiner Metallfront und den mattschwarzen Seitenflächen begeistert
Der Prototype hat uns mit seiner Metallfront und den mattschwarzen Seitenflächen begeistert

Auf meine Frage zur Entwicklung seines Unternehmens, nennt Oliver Göbel ein paar essenzielle Punkte, die ihn dorthin gebracht haben, wo er nun steht. Natürlich gehört dazu die intensive Auseinandersetzung mit der Biegewellen-Technologie, mit der er sich bereits während seiner industriellen Tätigkeit beschäftigte und die heute untrennbar mit dem Namen Göbel verbunden ist. Oder der Start seiner ersten Lautsprecherserien im unteren Preissegment, die noch im Wettbewerb zu den Großserien bekannter Hersteller standen. Die Technologie und der Klang fanden schon damals Anerkennung, dennoch, der Markt in diesem Preissegment bot zu geringe Entwicklungschancen. Aus heutiger Sicht ein Glück, denn damit begann die Entwicklung und die Geschichte dieser außergewöhnlichen Lautsprecher, die nicht auf konventionelle Lösungen zurückgreifen, sondern ans Limit eines Denkansatzes und einer Entwicklung gehen.

Ein Ur-Biegewellenwandler der Epoque-Serie ist eines der zentralen Alleinstellungsmerkmale der Marke Göbel High End
Ein Ur-Biegewellenwandler der Epoque-Serie ist eines der zentralen Alleinstellungsmerkmale der Marke Göbel High End

In der Vergangenheit hat Dirk Sommer immer wieder über die Entwicklung, das Unternehmen und die Produkt berichtet. Falls Sie die Marke und die Produkte noch nicht kennen, sind seine beiden Testberichte zur Göbel Epoque Fine und zuletzt zur Göbel Divin Comtesse lesenswert. Kommen wir zum eigentlichen Grund unseres Besuchs, dem neuen Ultra-High-End-Standlautsprecher Divin Monarque. Die Positionierung im Gesamtprogramm ist klar und definiert den Kundenwunsch nach einer kompakteren Version des Spitzenmodells, der Divin Majestic. Entsprechend übernimmt sie wesentliche Technologien und konstruktive Prinzipien des Flaggschiffs Divin Majestic, übersetzt diese jedoch in eine kompaktere Bauform, mit derselben kubistischen Formensprache. Auf den ersten Blick sind sie deshalb leicht verwechselbar, wäre da nicht der Größenunterschied von circa 30 Zentimetern in der Höhe und die „einteilige“ Konstruktion der Monarque.

Die seitliche Ansicht zeigt den einteiligen Aufbau der Divin Monarque und die im Vergleich zur Divin Majestic spürbar schlankere Silhouette
Die seitliche Ansicht zeigt den einteiligen Aufbau der Divin Monarque und die im Vergleich zur Divin Majestic spürbar schlankere Silhouette


Der strukturelle Aufbau basiert auf einem aufwendigen Verbund aus unterschiedlichen Materialien, bei dem insbesondere das Prinzip des Constrained Layer Damping eine zentrale Rolle spielt. Ziel ist eine möglichst vollständige Kontrolle von Gehäuseresonanzen durch die Kombination steifer und dämpfender Schichten. Im Inneren finden sich die bewährten massiven Versteifungen und gezielt eingesetzte Helmholtz-Resonatoren, frontseitig die mechanisch entkoppelte Frontschallwand aus einer Aluminiumlegierung mit variierenden Materialstärken von bis zu 105 Millimetern! Die Bestückung folgt dem Drei-Wege-Prinzip, mit zwei groß dimensionierten 15-Zoll-Tieftönern in einer symmetrischen Bassreflex-Anordnung, zwei Göbel eigenen 8-Zoll-Mitteltöner und einem deutlich verbesserten Air-Motion-Transformer-Hochtöner in der Mitte. Mit einer Empfindlichkeit von 96 Dezibel und einem Gewicht von 380 Kilogramm je Box zeigt sie auch ihre Familienzugehörigkeit und positioniert sich technisch wie klanglich klar im Referenzbereich. Mit einem Preis von 470.000 Euro wird die Monarque für den Großteil der auch noch so ambitionierten Hifi-Freunde ein unerreichbarer Traum bleiben.

Unverkennbar wurden die Designmerkmale der Divin Majestic auf die kleinere, nun einteilige Bauform, der Divin Monarque übertragen
Unverkennbar wurden die Designmerkmale der Divin Majestic auf die kleinere, nun einteilige Bauform, der Divin Monarque übertragen

So viel sei schon verraten: Der Klang der Monarque ist traumhaft gut. Deshalb unbedingt auf der kommenden High End die Chance zum Hören dieses außergewöhnlichen Lautsprechers nutzen, allein schon dieser Lautsprecher ist eine Reise nach Wien wert. Im noch größeren, ebenfalls akustisch perfekt optimierten Raum des Hauses, steht das Spitzenmodell, der Divin Majestic. Er darf sich fraglos auch so nennen und beeindruckt allein schon durch seine mächtige Größe. Im speziell für Göbel modifizierten FalkenOhr Klangmöbel reihen sich angemessene High-Level-Komponenten von Wadax, CH Precision und Vitus Signature Series. Zwischen den Boxen die mächtigen Endstufen der CH-Precision-10-Series und von Vitus die Signature Series. Alle Kabel kommen aus dem eigenen Haus.

Feinstes Equipment findet seinen Platz im FalkenOhr Klangmöbel – speziell für Göbel High End modifiziert
Feinstes Equipment findet seinen Platz im FalkenOhr Klangmöbel – speziell für Göbel High End modifiziert

Und der Klang? Kennen Sie diese seltenen Begegnungen mit Audiokomponenten, die den Blick auf eine Marke und deren Produkte dauerhaft verändern? Nicht einfach durch ihr spektakuläres Äußeres, sondern mit einem Hörerlebnis, das einen tiefen und deshalb bleibenden Eindruck hinterlässt. So erging es mir mit der Divin Majestic, dem Spitzenmodell bei Göbel. Das warum und wieso, oder die Form und Größe, spielen keine Rolle mehr, erlebt man diese unglaubliche musikalische Qualität mit einer räumlichen Darstellung, die den Erlebnissen und Eindrücken im Konzerthaus gleichen – keine Miniaturisierung, kein akustisches Puppenhaus mit dicht gedrängten Akteuren. Oder es ist die Kraft, ganz großer oder auch kleiner und feiner musikalischer Impulse, Dynamik, Klangfarben und Präsenz – alles ist da, unverstellt, unglaublich echt und gleichzeitig absolut entspannt.


Um Ihnen ein paar Eindrücke zum Gehörten zu geben: Aus dem Bereich Jazz hörten wir zu Anfang das Stück „Calypso Minor“ des Pianisten Abdullah Ibrahim, aus seinem Album Sotho Blue. Das Stück beginnt mit dem federnden, kräftigen Bass, der rhythmisch vom Takt des Schlagzeugs akzentuiert wird. Dann der Einsatz der Saxophone, kräftig und klangfarbenreich, gefolgt vom leichtfüßigen, pointierenden Spiel von Abdullah Ibrahim. Da stimmt die Balance zwischen den Instrumenten, der Dialog ist glaubhaft und fügt sich gleichzeitig selbstverständlich zu einem Ganzen zusammen. Impulse haben echte Attacke, und Pausen die Ruhe, die es braucht, um musikalische Spannung zu erzeugen und den Rhythmus mitnehmend lebendig zu machen. Hinzu kommt das Vermögen, feinste Details aufzulösen, was dem musikalischen Geschehen mehr Charakter und Ausdruck zu gibt.

Die imposante Divin Majestic im großen Hörraum lieferte ein außergewöhnliches klangliches Hörerlebnis
Die imposante Divin Majestic im großen Hörraum lieferte ein außergewöhnliches klangliches Hörerlebnis

Oder nehmen wir die Aufnahme von Mahlers Symphonien 1-9, Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Symphony No. 3 in D Minor: I. Kräftig. Entschieden (Live), dirigiert von Mariss Jansons. Gleich zu Beginn ist dieses markante, fast archaisch wirkende Signal der Blechbläser, gefolgt von der Kraft wuchtiger Paukenschläge mit einer druckvollen Ausdehnung im Raum, und dem Vibrieren des Trommelwirbels, wenn sich das Orchester langsam zurücknimmt und ausklingt. Gerade in diesen frühen Takten zeigt sich, wie überragend die Kontrolle im Tiefton ist. Die große Trommel setzt ihre Impulse nicht als dumpfen Druck, sondern als klar umrissene Ereignisse mit definierter Ausdehnung im Raum. Die Kontrabässe wirken dabei eingebunden und tragen die Bewegung mit. Ebenso eindrucksvoll gelingt die Darstellung der großen dynamischen Bögen. Wenn Jansons das Orchester erneut in Richtung Tutti führt, entsteht keine bloße Lautstärkezunahme, sondern eine Verdichtung von Energie. Die Göbel macht dabei hörbar, dass Dynamik nicht nur Pegel ist, sondern vielmehr die Präsenz der einzelnen Orchestergruppen. Die Blechbläser behalten ihre Strahlkraft, ohne aggressiv zu wirken, die Streicher tragen ohne zu verschleifen, einzelne Ereignisse setzen sich klar ab, ohne zu verschmieren. Der Dynamikbereich der Divin Majestic scheint unbegrenzt, wie auch die Darstellung der Dimension des Orchesters. Alles wirkt glaubhaft real und räumlich, als säße man im Herkulessaal in München. Ebenso beeindruckt die Leichtigkeit der Wiedergabe, die in einem völligen Gegensatz zu der physikalischen Größe der Box steht. Fantastisch!

Oliver Göbel und der Autor sprechen über den Aufbau und den markanten Designmerkmalen der Divin-Serie
Oliver Göbel und der Autor sprechen über den Aufbau und den markanten Designmerkmalen der Divin-Serie

Betrachten wir die ideale Hörposition, so konzentriert sie sich auch bei einem System mit einer derartigen Größe auf „einen“ definierten Hörplatz. Das ist gar nicht ungewöhnlich und findet sich auch bei anderen Herstellern und Systemen mit einer ähnlichen Dimension. Der Grund dafür ist das perfekte zeitliche Verhalten und das korrekte Zusammenklingen aller Frequenzbereiche am Ohr. Natürlich kann man auch außerhalb dieser Position noch wunderbar hören, wer es allerdings absolut perfekt möchte, der muss in der ersten Reihe Platz nehmen. Und was der Divin Majestic ebenso kann, er kann die feinen Unterschiede von Komponenten deutlich machen. Und die gibt es auch im absoluten High-End, weil letztendlich Menschen den Klang und das Vermögen von Komponenten definieren. So konnten wir den Klang der mehr auf der durchhörbaren Seite liegenden CH-10-Series-Komponenten klar von der wärmeren Wiedergabe der Vitus Signature Series unterscheiden. Hier sind wir dann bei der geschmacklichen klanglichen Präferenz des Hörers angekommen, und die gibt dem Unterschied auch seine gewinnbringende Berechtigung.


Die mächtigen Endstufen von CH Precision und Vitus Signature Series zeigten beim Hören ihre Qualität und ebenso ihre unterschiedliche Klangsignatur
Die mächtigen Endstufen von CH Precision und Vitus Signature Series zeigten beim Hören ihre Qualität und ebenso ihre unterschiedliche Klangsignatur

Musikhören ohne ein erkennbares Limit, das gelingt der Divin Majestic beeindruckend. Falls Sie mal eine Göbel hören können, kann ich Ihnen nur empfehlen die Gelegenheit zu nutzen. Es ist High End par excellence und ein besonderes Erlebnis! Vielen Dank an Oliver Göbel für die exklusive Einladung und für das beeindruckende Hörerlebnis.

Sichtbare Präzision und Qualität auch bei der Serienproduktion der Füße
Sichtbare Präzision und Qualität auch bei der Serienproduktion der Füße

Dirk Sommer und Thomas Heinemann kommen in den Genuss, die Divin Monarque bereits vor der Premiere auf der kommenden High End zu hören
Dirk Sommer und Thomas Heinemann kommen in den Genuss, die Divin Monarque bereits vor der Premiere auf der kommenden High End zu hören

Das B--Wiring-Terminal der Divin Monarque, gebrückt mit hochwertigen Göbel High End Lacorde Statement Jumpern
Das B--Wiring-Terminal der Divin Monarque, gebrückt mit hochwertigen Göbel High End Lacorde Statement Jumpern

Oliver Göbel und Thomas Heinemann im Gespräch zum Thema Akustik in der schalltoten Messkammer
Oliver Göbel und Thomas Heinemann im Gespräch zum Thema Akustik in der schalltoten Messkammer

Weitere Informationen

  • Imagefolder boulevard/26-05-01_goebel
  • Social Introtext Vor einem Jahr erlebte ich die Göbel Divin Comtesse bei Dirk Sommer – das kleinste Modell der Divin-Serie. Schon sie überzeugte mich klanglich. Und doch schwärmte Dirk Sommer bei dieser Gelegenheit über die geradezu unglaubliche Wiedergabe der großen Systeme, die er im Showroom von Oliver Göbel in Landshut hören durfte.
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