Dienstag, 28 Juli 2026 09:47

SPL Crossover Mk2

SPL ist nach meinen Informationen der einzige Audiogeräteproduzent, der überhaupt eine aktive Analogfrequenzweiche im Portfolio führt. Mit der Mk2 steht inzwischen eine Überarbeitung der Ur-Version in den Startlöchern. Höchste Zeit, sich dieses HiFi-Einhorns einmal anzunehmen.

Der Funktionsumfang der zweiten Generation ist immens angewachsen. Während das Crossover erster Generation lediglich bei der optimalen Einbindung eines Subwoofers in die Stereokette helfen konnte, eröffnet die Mark 2 gänzlich neue Möglichkeiten. Statt der Trennfrequenzen von 50, 60, 70, 85, 100 und 120 Hertz beim Mark 1 sind jetzt zusätzlich Trennfrequenzen von 300, 360, 420, 510, 600, 720, 1.500, 1.800, 2.100, 2.600, 3.000 und 3.600 Hertz möglich. Wie schon beim Urmodell kann die Übernahmefrequenz für den Tief- und Hochpass getrennt eingestellt werden. Während Kenner bereits Schnappatmung bekommen, möchte ich das Ganze für alle anderen kurz einordnen. Diese immense Vielfalt an Übernahmefrequenzen macht die aktive Filterung so ziemlich jedes Zweiwege-Lautsprechers möglich. Beim Einsatz eines weiteren Crossover ist sogar die Aktivierung von Dreiwege-Lautsprechern denkbar.

Während ich die Mk2 für die Einbindung eines Subwoofers bedenkenlos jedem an die Hand geben würde, erfordert die aktive Trennung eines Lautsprechers schon deutlich mehr Beschäftigung mit der Materie. Ich denke, hier trennt sich die Zielgruppe in zwei Lager: den Teil, der seine vorhanden Passivlautsprecher aktivieren möchte und den Teil, der Lautsprecher ohnehin selbst baut und genau weiß, was er an der Crossover Mk2 hat. Schon an dieser Stelle kann ich versichern, dass SPLs Frequenzweiche ein hochpräzises Werkzeug ist. Wie aus dem Handwerk bekannt ist ohne die nötige Fingerfertigkeit jedoch das beste Werkzeug kein Garant für ein optimales Ergebnis.

Am zentralen Drehregler kann das Pegelverhältnis des Tief- und Hochpasses zueinander im Bereich von ±10 Dezibel eingestellt werden
Am zentralen Drehregler kann das Pegelverhältnis des Tief- und Hochpasses zueinander im Bereich von ±10 Dezibel eingestellt werden

Der offensichtlichste Vorteil einer analogen Frequenzweiche steckt bereits in der Bezeichnung. Die Trennfrequenzen werden basierenden auf rein analoger und aktiver Schaltungstechnik realisiert. Somit erfolgt keine unerwünschte analog/digital- und anschließende digital/analog-Wandlung wie es beim Betrieb einer DSP-Lösung der Fall wäre. Ebenfalls bleibt keine Leistung in einer passiven Frequenzweiche hängen. Bei der Phonowiedergabe kann folglich der gesamte Signalweg vom Plattenspieler, über den Vorverstärker, die Frequenzweiche bis hin zu den Endstufen und Lautsprechern rein analog erfolgen. Aber selbst in einer digitalen Wiedergabekette kann eine analoge Frequenzweiche einer DSP-Weiche überlegen sein. Es muss nur in einen einzigen richtig guten Digital/Analog-Wandler investiert werden und nicht in einen Wandler pro Kanal. Die Anzahl der benötigten Endstufenkanäle für einen Zweiwege-Lautsprecher multipliziert sich gegenüber dem passiven Lautsprecherbetrieb mal zwei, schließlich wird das Signal für Tief- und Mittelhochton bereits vor der Endstufe voneinander getrennt und muss so folglich auch getrennt voneinander verstärkt werden. Mit dem Nachteil eines höheren finanziellen Aufwands für eine zusätzliche Endstufe, gewinnt man gleichzeitig den Vorteil eines dedizierten Verstärkers für jeden Treiber.


Grundlegend können jeweils sechs vordefinierte Trennfrequenzen in drei verschiedenen Frequenzbereichen zwischen 50 und 3.600 Hertz gewählt werden
Grundlegend können jeweils sechs vordefinierte Trennfrequenzen in drei verschiedenen Frequenzbereichen zwischen 50 und 3.600 Hertz gewählt werden

Lassen Sie uns doch zunächst einmal beim Subwoofer-Betrieb einsteigen. Die erste Generation des Crossovers beherrschte ausschließlich diese Betriebsart und die Mk2 bietet ebenfalls die notwendigen tiefen Trennfrequenzen. Warum ist eine analoge Weiche für einen Subwoofer überhaupt notwendig? Die meisten Subwoofer bieten doch bereits eine interne Frequenzweiche. Klingt doch erstmal ausreichend. Eine sinnvolle Ankopplung an die Hauptstereo-Lautsprecher ist so allerdings nur unterhalb ihrer Grenzfrequenz möglich. Um zu verstehen, warum das nicht immer hilft, ist ein kurzer Ausflug in die Raumakustik notwendig. Wie sie wissen, werden besonders kleine Räume im Bassbereich von Raummoden, also starken lokalen Überhöhungen und Auslöschungen, dominiert. Oberhalb der sogenannten Schröderfrequenz (je nach Raum ungefähr um 300 Hertz) spielen Raummoden dann keine relevante Rolle mehr. Oft ist es ein echtes Kunststück, seine Lautsprecher ideal aufzustellen, so dass möglichst keine Raummoden im Bassbereich angeregt werden und andererseits alle anderen Aufstellungskriterien erfüllt sind. So kommt man oft nicht umhin, eine Raummode in Kauf zu nehmen. Theoretisch könnte man dem mit einem oder mehreren Subwoofern begegnen, indem man sie an einem weniger Moden-kritischen Ort aufstellt. Dies geht aber nur, wenn die eigenen Lautsprecher nicht tief genug spielen, um kritische Raummoden nicht bereits selbst anzuregen. Und genau das macht eine wirklich gelungene Einbindung eines Subwoofers schon deutlich komplexer als gedacht. Man kommt folglich für ein Idealszenario, also nicht nur eine Basserweiterung unterhalb der Grenzfrequenz seiner Lautsprecher, sondern das systematische Einsetzen eines Subwoofers zur „Problembeseitigung“ oft nicht umhin, den Frequenzgang der Hauptlautsprecher nach unten hin zu begrenzen. Et voilà, genau an dieser Stelle ist eine Frequenzweiche, die sowohl Subwoofer- als aus Hauptsystem beeinflusst, unabdingbar. Auftritt: Crossover Mk2. Ihre Daseinsberechtigung für den Subwooferbetrieb wäre somit geklärt.

Die Auswahl der Trennfrequenz erfolgt für Tief- und Hochpass getrennt voneinander. Es ist eine Flankensteilheit von zwölf oder 24 Dezibel pro Oktave wählbar
Die Auswahl der Trennfrequenz erfolgt für Tief- und Hochpass getrennt voneinander. Es ist eine Flankensteilheit von zwölf oder 24 Dezibel pro Oktave wählbar

Ist sie aber auch einer passiven Frequenzweiche eines Lautsprechers überlegen? Diese Frage sollte, so denke ich, differenziert beantwortet werden. Betrachten wir zunächst kurz die Konzeption einer passiven Weiche. Je höher die Flankensteilheit eines Hoch- oder Tiefpasses ausfallen soll, desto höher wird der Bauteilaufwand. Für ein Filter erster Ordnung mit einer elektronischen Flankensteilheit von sechs Dezibel genügt vor dem Hochtöner ein Kondensator und vor dem Tiefmitteltöner eine Spule. Je nachdem, wo man durch Auswahl der Bauteilwerte die Grenzfrequenz des Filters setzt, kann das Filter, da es elektrisch mit der Impedanz des Chassis gemeinsam agiert, zu Flanken führen, die nicht perfekt mit sechs Dezibel pro Oktave abfallen. Für ein Filter zweiter Ordnung bei zwölf Dezibel Flankensteilheit ist dann für den Hochtonzweig zusätzlich eine Spule notwendig, für den Tiefmitteltöner wird ein zusätzlicher Kondensator benötigt. Ein Filter vierter Ordnung mit 24 Dezibel Flankensteilheit benötigt dann bereits die doppelte Anzahl der Bauteile eines Filters zweiter Ordnung. Letztendlich ist ein Filter vierter Ordnung nichts anderes als zwei kaskadierte Filter zweiter Ordnung. Generell kann man mit besonders geschickter Bauteilauswahl bereits Problembereiche der Treiber minimieren, indem man die Filter innerhalb ihres Durchlassbereichs nicht vollständig linear gestaltet. Auch ein Optimieren des Flankenverlaufs ist möglich, indem man die Flanke zwar elektrisch nicht linear gestaltet, die akustische Flanke dann in Kombination mit den elektrischen Werten des Chassis jedoch wieder näher an einer ideal verlaufenden Flanke liegt. Oft werden zusätzlich Saug- oder Sperrkreise eingesetzt, die gezielt bestimmte Frequenzbereiche linearisieren. Diese gezielte Abstimmung ist mit SPLs Aktivweiche nicht ohne zusätzliche Geräte möglich. Sie erzeugt immer eine elektrisch sehr genaue Flanke.

Egal, welcher der Eingänge genutzt wird, das gefilterte Signal liegt sowohl an den symmetrischen als auch unsymmetrischen Ausgängen an
Egal, welcher der Eingänge genutzt wird, das gefilterte Signal liegt sowohl an den symmetrischen als auch unsymmetrischen Ausgängen an


Es gibt Lautsprecherkonstrukteure, deren Ansatz es ist, bereits die Treiber so linear und ideal wie möglich zu gestalten, damit so wenig Frequenzweichen-Bauteile wie möglich verwendet werden müssen. Ein Lautsprecher dieser Art ist für eine Aktivierung mit der Crossover Mk2 ideal. Bei anderen Konzepten und anderen Entwicklungsphilosophien sind umfassende Korrekturen durch die Frequenzweiche unabdingbar. Eine Aktivierung kann in diesen Fällen deutlich schwieriger sein und eine passive Weiche überlegen bleiben. Gerade bei höheren Flankensteilheiten bleibt bei einer passiven Weiche aber ein entscheidender Nachteil: Es befinden sich immer passive elektrische Bauteile im Signalpfad und zwischen verschiedenen Frequenzweichen-Komponenten finden sich teilweise eklatante klangliche Unterschiede. Der Preis ist dabei zwar nicht immer der entscheidende Faktor, in den meisten Fällen aber leider schon. Selbst verhältnismäßig günstige Lautsprechertreiber spielen überraschend hochauflösend, wenn man sie mit sehr guten Weichenbauteilen beschaltet oder mit einer Aktivweiche betreibt. Gerade sehr günstige Lautsprecher werden folglich nicht selten durch ihre Frequenzweichen-Bauteile limitiert – sie ist oft das größere Nadelöhr als die Treiber selbst.

Das Potential für eine bessere Performance als mit einer passiven Weiche ist folglich zweifelsohne vorhanden, eine Garantie dafür ist jedoch nicht uneingeschränkt gegeben. Der Vorteil eines eigenen Verstärkers pro Lautsprecherchassis könnte auch passiv umgesetzt werden. Trotzdem muss in diesem Fall jede Endstufe den gesamten Frequenzbereich verstärken und außerdem werden die Endstufen mit den Weichenbauteilen und nicht nur dem Lautsprecherchassis selbst belastet, auch in diesem Fall bleibt eine aktive Lösung im Vorteil. Theoretisch steigen in jedem Fall mit zwei Endstufen je Kanal die Leistungsreserven. Außerdem öffnet sich Raum für eine Vielzahl an Experimenten. Aufgrund der höheren Effizienz von Hochtönern und ihrer oft etwas höheren Impedanz (was zu weniger Stromfluss und somit Belastung des Verstärkers führt) als der von Tiefmitteltönern, kann man grob von etwa der Hälfte bis zu einem Viertel an benötigter Leistung rechnen. Eine Class-D-Endstufe für den Bassbereich und reiner Class-A-Betrieb des Mittelhochtonzweigs oder andere exotischere Endstufenmischungen wären denkbar. Schlussendlich sollte festgehalten werden, dass einer der großen Vorteile der Crossover Mk2 ihre Variabilität darstellt. Passivweichen benötigen meist spezielle Bauteilwerte, eine Verwendung in einem weiteren Lautsprecher ist somit selten gegeben. Für jemanden, der dazu neigt, Lautsprecher oft zu tauschen, ist SPLs Lösung folglich ideal.

Der Trafo kommt natürlich vom Spezialisten Noratel
Der Trafo kommt natürlich vom Spezialisten Noratel

Das Crossover Mk2 bietet neben den bereits genannten Trennfrequenzen, die für den Tief- und Hochpass separat voneinander gewählt werden können, eine ebenfalls getrennt wählbare Flankensteilheit von 12 oder 24 Dezibel pro Oktave. Für den Tiefpasszweig kann auf Wunsch ein Stereosignal zu Mono gemischt werden – was natürlich nur für Subwoofer sinnvoll ist –, außerdem stehen ein zusätzlicher schaltbarer Lowcut bei 20 Hertz und ein Phasenregler zur Verfügung. Über den großen zentralen Drehregler lässt sich der Tieftonzweig im Bereich von ±10 dB stufenlos regeln. Der Hochpass lässt sich auf Wunsch abschalten. Nutzt man einen Subwoofer am Tiefpassausgang kann dieser auch mal abgeschaltet bleiben und die Hauptlautsprecher einzeln bis zu ihrer Grenzfrequenz gehört werden. Die Verarbeitung ist SPL-typisch solide und die Bedienung der Regler und Schalter geht butterweich von der Hand.

Der neue Funktionsumfang der Mark 2 und somit die Aktivierung von Lautsprechern soll der Fokus des Tests sein. Da mein eigener Lautsprecher ein Dreiwegesystem mit einer doch recht komplizierten passiven Weichenschaltung ist, habe ich mich entschieden, zwei andere Lautsprecher ins Rennen zu schicken. Zum einen ein einfaches Konzept, das ich vor wenigen Jahren konzipiert habe, um für mich auszuloten, wie viel wirklich in günstigen Treibern steckt. Es ist ein kompakter Zweiwege-Lautsprecher in Bassreflex-Auslegung. Als Tieftöner kommt ein Scan-Speak Discovery 15W/4424G00 zum Einsatz, für den Hochton sorgt ein SB Acoustics SB19ST-C000-4. In meiner bisherigen Beschäftigung mit diesen beiden Treibern habe ich ein miniDSP als Frequenzweiche eingesetzt. Für einen weiteren Test habe ich zwei Tage bei Audiophonie, einem HiFi-Händler aus der Nachbarschaft, verbracht und dort mit einem kleinen Standlautsprecher gearbeitet. Er ist ebenfalls als Zweiwege-Lautsprecher, allerding in geschlossenem Gehäuse ausgeführt. Das verbaute SB Acoustic SB15CAC30-8 Tiefmitteltöner-Chassis besitzt eine Aluminiummembran, deren obere Schicht zu einem Keramikmaterial oxidiert wurde. Eine angepasste Variante des 17-Zentimeter Treibers aus dieser Serie spielt beispielsweise in der von mir bereits getesteten Marten Oscar Duo. Der verwendete Scan-Speak D2010/852100 gilt geradezu als Hochtönerlegende. Ebenso wie der in meinem eigenen Konzept eingesetzte SB-Acoustic-Hochtöner ist er kleiner als die gängige Ein-Zoll-Kalotte und weist somit eine geringere Bündelung auf und legt ein gutes Rundstrahlverhalten an den Tag.


In gewohnter Umgebung meines Hörraumes steige ich in den Hörtest ein. Wobei dieser doch eher besondere Test gar nicht unmittelbar mit Hören beginnt, sondern dem Finden eines passenden Tunings. Als Tieftöner-Endstufe nutze ich meine NAD C 275BEE, für den Hochton meine IOTAVX PA3. Mein eigenes Kompaktlautsprecher-Konzept habe ich mit der DSP-Weiche schon in sämtlichen erdenklichen Varianten durchgespielt und weiß inzwischen, dass eine hohe Trennfrequenz ihm sehr zuträglich ist. Ich trenne die Treiber digital gerne bei einer Flankensteilheit von 24 Dezibel bei etwa 3,8 Kilohertz. Zwar bremst der Tiefmitteltöner dann bereits das gute Rundstrahlverhalten des Hochtöners aus, jedoch gewinnt der Lautsprecher so das gewisse Etwas. Beide Treiber summieren sich so außerdem sehr linear. Die Flanken vierter Ordnung erzeugen eine besonders präzise Bühnendarstellung und einen Monitorcharakter, der meinem persönlichen Geschmack sehr entspricht. Diese Einstellung möchte ich mit dem Crossover möglichst genau nachbilden und wähle für Hoch- und Tiefpass die maximalen Trennfrequenzen von 3,6 Kilohertz. So wie das Gehäuse konzipiert ist, muss der Mitteltöner über 100 Hertz bedämpft werden, um ein gleichmäßiges Tiefmittenspektrum wiederzugeben. Da dies mit der aktiven Weiche nicht möglich ist, entscheide ich mich, den Hochtöner zunächst sauber an den natürlichen Frequenzgang des Tiefmitteltöners anzukoppeln und dann beide Treiber in Summe mittels eines Filters in meinem Roon Core zu entzerren. Auch mit der analogen Frequenzweiche und niedrigerer Trennfrequenz von real etwa 2,6 Kilohertz summieren sich beide Chassis vorbildlich und ohne übermäßige Auslöschungen oder Überhöhungen. Das gewünschte Ergebnis ist mit einem Ziel vor Augen und entsprechender Messtechnik äußerst schnell erreicht. Nach weniger als einer Stunde steht ein Setup, dass sich in seinen Eckdaten – von der niedrigeren Trennfrequenz einmal abgesehen – nicht nennenswert von meiner Vorlage, der digitalen Abstimmung mit dem Mini-DSP unterscheidet. Klanglich hingegen sind die Lautsprecher nicht wiederzuerkennen.

SPLs Voltair Technik sorgt bei der Frequenzweiche für den optimalen Arbeitspunkt der Bauteile
SPLs Voltair Technik sorgt bei der Frequenzweiche für den optimalen Arbeitspunkt der Bauteile

Das Crossover Mk2 macht unmissverständlich klar, dass es absolut transparent agiert. Dass das Mini-DSP akustischen kaum etwas hergibt, war mir bewusst. Es dient bei mir eher als schnelles Entwicklungs- und Prototyping-Tool. Wie viel mehr Brillanz, Präzision, Auflösung und Durchhörbarkeit noch in den Treibern steckt, überrascht mich dann doch. Der unaufwendig konstruierte Lautsprecher bringt dank der SPL-Weiche die charakteristischen Klangeigenschaften meines D/A-Wandlers deutlich rüber. Die Bruchlosigkeit im Zusammenspiel beider Chassis fällt souveräner aus, als ich es von der digitalen Lösung gewohnt bin. Der für ein derart günstiges Lautsprecherkonzept verblüffend gute virtuelle Raum wird mit der analogen Frequenzweiche in alle Richtungen noch weiter geöffnet und Instrumente schweben viel freier und feiner aufgelöst im Raum. Diese Fähigkeiten weist die Wiedergabe auch ohne eine Entzerrung auf, jedoch ist für echten Hörgenuss die Linearisierung notwendig. Der Tiefmitteltöner aus der Scan-Speak Discovery Serie hat in der Szene einen guten Leumund, ist mit etwa 60 Euro pro Stück jedoch kein Vertreter der extrem günstigen Klasse mehr. Der SB Acoustic Hochtöner besetzt mit etwa 25 Euro pro Stück durchaus das untere Ende der Skala. Wie frei, unbeschwert und detailreich er ohne passive Beschaltung (und ohne den minderwertigen D/A-Wandler des Mini DSP) spielt, macht Eindruck, auch wenn die Frequenzweiche in einem krassen monetären Kontrast steht. Ein ähnliches Ungleichverhältnis würde ebenso bei einer transparent klingenden Passivweiche auftreten.

Das für die Phase verwendete Poti stammt von Alps
Das für die Phase verwendete Poti stammt von Alps

Mit dem SB Acoustic SB15CAC30-8 (etwa 105 Euro) und dem Scan-Speak D2010/852100 (etwa 90 Euro) spielt der zweite Testlautsprecher schon in einer anderen Liga. Bei einer passiven Beschaltung der Treiber aus der CAC-Reihe wirkt sich eine Dämpfung des durch das harte Membranmaterial verursachten Resonanzpeaks am oberen Frequenzende durch einen Saugkreis meiner Erfahrung nach äußerst positiv auf das Ergebnis aus. Zwar ist auch der zuvor beschriebene Scan-Speak Discovery nicht gänzlich frei von einem Peak, allerdings verhält sich dieses deutlich gutmütiger. Somit ist besonders der CAC eine Herausforderung für die Frequenzweiche und stellt gewissermaßen den Extremfall dar. Wie lange dauert es, einen vollkommen unbekannten Lautsprecher mit dem Crossover abzustimmen und wie gut ist dies ohne Messtechnik möglich? Dies sind die zwei Fragen, die ich mir in diesem zweiten Testabschnitt stelle. Die Verstärkung des Hochtons erledigt der kleinste Rega Vorverstärker IO. Für den Tiefpasszweig verwende ich einen günstigen Class-D-Amp auf TPA3255-Basis. Ich beginne bei einer Flankensteilheit von 12 Dezibel für beide Zweige und schalte die verschiedenen Trennfrequenzen durch. Ein Geschmacksurteil über die klanglichen Ergebnisse ist ohne Frage möglich. Wann die Treiber sich optimal summieren, kann ich allerdings eher erahnen als mit Sicherheit bestimmen. Schlussendlich gilt in gewisser Weise, dass erlaubt ist, was gefällt, insofern ist eine Abstimmung auf diese Art und Weise durchaus denkbar – mir persönlich wäre das allerdings zu viel Blindflug. Interessanterweise klingen tiefere Trennfrequenzen etwas voller, tiefmittiger, obwohl der Hochtöner viel mehr vom Frequenzbereich abdeckt als bei höheren Trennfrequenzen. Ein ausgewogenes Klangbild stellt sich bei drei Kilohertz ein. Die tatsächliche Trennfrequenz liegt bei grob einjustierter Hochtönerlautstärke genau bei drei Kilohertz. In dieser Einstellung lässt sich bereits richtig gut Musik hören. Ein Umschalten auf 24 Dezibel Flankensteilheit im Tieftonzweig führt zu einer runderen, angenehmeren Wiedergabe. Der schnellere Abfall und die somit stärkere Unterdrückung des Resonanzpeaks des Tiefmitteltöners scheint der Wiedergabe zuträglich, obwohl sie bereits im 12-Dezibel-Betrieb um etwa 18 Dezibel gegenüber dem mittleren Nutzsignal abfällt. Die beiden Treiber summieren sich in dieser Einstellung rund um den Übernahmebereich schlechter als bei reiner Zwölf-Dezibel-Beschaltung. Mit beiden Filtern auf 24 Dezibel wird es besser, dennoch nicht so sauber wie in der Zwölf-Dezibel-Variante. Die reale Trennfrequenz liegt bei 3,1 Kilohertz. Mittels des Phasenreglers lässt sich eine Einstellung finden, die zu einer noch besseren Summierung führt. Möchte man diese Einstellung ohne Messtechnik finden, hilft rund um die Trennfrequenz bandbegrenztes Rauschen. Wenn es am lautesten klingt, sollten sich die Chassis am passendsten summieren. Allerdings sollte nochmals angemerkt werden, dass der Phasenregler den Tieftonweg beeinflusst. Für den Subwooferbetrieb ist dies gängig, bei der Anpassung von Lautsprecherchassis aneinander wird für gewöhnlich an der Phase des Hochtöners Hand angelegt. Alles in allem benötige ich doch gut zwei Tage, um sicher zu sein, die optimale Abstimmung gefunden zu haben. Gerade für die im nächsten Absatz beschriebene Linearisierung nutze ich zur Rückversicherung und Arbeitserleichterung durchaus Messtechnik. Allerdings halte ich nach diesem Experiment eine Justage rein nach Ohr gar nicht mehr für so abwegig.


Mit „Gondol“ von Album Silence des Quartetts Coşkun Karademir, Tord Gustavsen, Derya Türkan und Ömer Asian höre ich die Zwölf- und 24-Dezibel-Beschaltung im Vergleich. Der Detailgrad und die Präzision mit dem 24-Dezibel-Filter ist fantastisch. Es öffnet sich ein großzügiger Raum, in dem die Instrumente absolut klar und unverrückbar, geradezu holografischer positioniert sind. Es wird jede Nuance von Tord Gustavsens Klavierspiel offenbart. Das feine Sirren von einzelnen Saiten, wenn die Dämpfer in einer Halbpedalstellung gehalten werden, ihr freischwebendes Singen, wenn der Dämpfer gänzlich abgehoben wird und das akzentuierte Tupfen beim vollständigen Abdämpfen der Saiten: Jeder Zustand wird minutiös und hochpräzise nachgezeichnet. Mit zwölf Dezibel wirkt das Klangbild etwas weniger trennscharf und minimal unaufgeräumt, die Instrumente wirken insgesamt etwas größer und weniger hart umrissen. Das Timbre beider Abstimmungen unterscheidet sich trotz deutlich unterschiedlicher Frequenzverläufe kaum. Die beeindruckende Räumlichkeit des 24-Dezibel-Filters jedoch fehlt vollkommen. Die Wiedergabe wirkt nahezu ohne jegliche Tiefe, fast wie auf einer zweidimensionalen Bühne nur zwischen den Lautsprechern, ohne Ausdehnung nach vorne oder hinten.

Das Widerstandsnetzwerk vermittelt einen Eindruck davon, wie aufwendig das Schaltungsdesign für den gebotenen Funktionsumfang ausfallen muss
Das Widerstandsnetzwerk vermittelt einen Eindruck davon, wie aufwendig das Schaltungsdesign für den gebotenen Funktionsumfang ausfallen muss

Auch dieser Lautsprecher profitiert wieder ungemein von einer spezifischeren Entzerrung. Während beim kleinen Kompaktlautsprecher der Hochmittelton deutlich bedämpft werden musste, würde der Standlautsprecher auch ohne eine Bedämpfung sehr gut auskommen. Meinem persönlichen Geschmack kommen ein etwas aufgeräumterer Mittenbereich und leicht entschärfte Höhen gelegen, auch wenn der Lautsprecher dadurch etwas weniger spektakulär klingt. Eine Anhebung unter 120 Hertz dürfte jedoch allen Geschmäckern entgegenkommen. Die durch das geschlossene Gehäuse eher zurückhaltende Basswiedergabe wird so kräftiger, bleibt aber genauso impulsiv und präzise wie ohne Filter. Außerdem wirkt auch der gesamte Mittelhochtonbereich so noch ausgewogener und unangestrengter – der Lautsprecher gerät insgesamt in Balance. Der Titeltrack des Albums Cloudland vom Lars Danielsson Liberetto offenbart in diesem leicht angepassten Setup neuerlich, dass insbesondere die Räumlichkeit von einer Beschaltung mit dem Crossover Mk2 profitiert – eine Tendenz, die mit dem Kompaktlautsprecher bereits deutlich wahrnehmbar war. Mit den noch potenteren Treibern und einem größeren Hörraum, bei einer Lautsprecher-Basisbreite von ziemlich genau 2 Metern würde ich in diesem Fall sogar bereits von einer Referenz an räumlicher Wiedergabe sprechen. Obwohl die Lautsprecher nur ganz leicht eingedreht sind, kann man sie quasi nicht mehr verorten. „Cloudland“ wird ohne jegliche Einbrüche oder Ungleichmäßigkeiten auf eine virtuelle Bühnenfläche projiziert, die sich als perfektes Rechteck deutlich vor und hinter die Lautsprecher, sogar etwas links und rechts außerhalb der Lautsprecher erstreckt. Eine ähnlich perfekte Bühnendarstellung habe ich zuletzt mit den Raidho X1.6 erlebt. Der nächste Song des Albums „The Fifth Grade“ setzt gleich die nächste Referenz. Abgesehen davon, dass das verspielte Intro bei wunderbar natürlichen Instrumententimbres und mitreißender Dynamik präsentiert wird, offenbart das Ride-Recken die Rafinesse des Hochtöners. Die verschiedenen Details von Stickanschlag, Sustain und Sizzle-Kette konnte ich selten so differenziert und in einem so spannenden räumlichen Kontext heraushören.

Mit „War“ der belgischen Band Brutus zeigt sich, dass auch gänzlich andere Genres ausgezeichnet funktionieren. Die Fähigkeit, verschiedenste Arten von Musik ähnlich überzeugend zu präsentieren, schreibe ich zumeist einer besonders linearen Wiedergabe zu. In der Beschäftigung mit SPLs Frequenzweiche erwächst die Vermutung, dass auch eine höhere Ordnung der Frequenzweiche dieser Fähigkeit zuträglich sein könnte. Diese Aufnahme zeigt nochmals nicht nur die Grüße der Raumabbildung, sondern darüber hinaus eine selten erlebte räumliche Präzision. Die individuelle Größe verschiedene Elemente der Mischung konnte ich noch nie so klar heraushören. Die verzerrten Gitarren wirken wirklich wie die oft zitierte „Wall of Sound“. Sie verfügen, links und rechts im Stereopanorama platziert, über eine deutliche Ausdehnung in horizontaler Richtung. Eben genau so wie eine große Verstärkerwand wirken würde. Die sanfteren Arpeggios der E-Gitarren und der knorrige E-Bass wirken hingegen wie ein einzelner Verstärker. Die Stimme von Sängerin Stefanie Mannaerts klingt wiederum etwas größer. Die Separation von Reverb und Stimme wirkt fast greifbar. Als wäre ein Ring aus Luft um die Stimme positioniert, bevor der darum gebettete Hall einsetzt. Dass Regas IO ein hervorragender Verstärker ist, steht vollkommen außer Frage. Dass ein solches Ergebnis allerdings mit zwei verhältnismäßig erschwinglichen Verstärkern möglich ist, zeigt welches Potential dem Crossover Mk2 innewohnt und wie sehr man auch mit einfachen Verstärkern von der Abwesenheit einer passiven Frequenzweiche profitieren kann. Der Niveau nach oben scheint dank der Durchhörbarkeit der Frequenzweiche kaum begrenzt.


Abschließend zeigen beide getesteten Lautsprecher, dass für eine rein analoge Trennung die Grundbedingungen hinsichtlich Treiberauswahl, ihrer spezifischen Parameter und die Gehäuseauslegung auch ohne eine passive Frequenzweiche bereits eine gute Linearität aufweisen sollten. Alle, die den Signalpfad rein analog halten möchten, sollten sich dessen bewusst sein. Falls das konzeptbedingt nicht möglich ist oder der Lieblingslautsprecher um jeden Preis aktiviert werden soll, könnte SPLs PQ, ein parametrischer Studioequalizer eine zwar kostspielige aber mitunter lohnende Lösung sein. Der Einsatz eines analogen parametrischen Equalizers wäre ebenfalls denkbar. Wird ohnehin nur eine digitale Quelle betrieben, halte ich eine Filterung direkt an erster Stelle der Signalkette, wie es beispielweise in Roon möglich ist, für eine Lösung sehr nahe am Optimum.

STATEMENT

SPLs Crossover Mk2 beweist im Test eine verblüffende Transparenz. Es ist akustisch im besten Sinne unsichtbar und gibt das Eingangssignal in zwei Frequenzbereiche geteilt, aber ansonsten vollkommen unbeeinflusst weiter. So wird der Weg frei, das Potential einer hochwertigen Quelle unmittelbar mit den ohne weitere Bauteile direkt an den Lieblingsverstärkern spielenden Lautsprecherchassis zu verheiraten. Insbesondere die räumliche Darstellung profitierte im Test enorm von der analogen Weiche. Es lässt sich ohne Übertreibung festhalten: Einzigartig!
Gehört mit
Router & Zubehör Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3)
Server PrimeCore Audio A7
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE, IOTAVX PA3
Vollverstärker Rega IO
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz)
Smartphone

Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO)

Kopfhörerverstärker iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition
In-Ears & Zubehör

Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH

Kabel Audioquest Diamond USB & Carbon USB, Chord Company Shawline USB, Belden, Boaacoustic Evolution BLACK.power-16, Furutech LAN-8 NCF Plus, Glockenklang/Eupen, Sommer Epilogue
Herstellerangaben
SPL Crossover Mk2
Analoge Ein- und Ausgänge XLR (symmetrisch), Cinch
Maximaler Ein- und Ausgangspegel 32,5 dB
Eingangsimpedanz (Cinch) 20 kΩ
Eingangsimpedanz (XLR) 20 kΩ
Ausgangsimpedanz 75 Ω
Gleichtaktunterdrückung (XLR) -82 dBu
Frequenzgang (-3 dB) 10 Hz – 100 kHz
Übersprechen (1 kHz) -70 dB
Klirrfaktor (0 dBu, 1 kHz, HIGHPASS-Filter ein) 0,0008 %
Klirrfaktor (0 dBu, 30 Hz, LOWPASS-Filter ein) 0,0009 %
Rauschen (A-bewertet, HIGHPASS-Ausgang) -106 dBu
Rauschen (A-bewertet, LOWPASS-Ausgang) -105 dBu
Dynamikumfang (HIGHPASS-Ausgang) 138 dB
Dynamikumfang (LOWPASS-Ausgang) 137 dB

Interne Stromversorgung; Linear-Netzteil mit geschirmtem Ringkerntransformator
 
Betriebsspannung für analoge Audio-Elektronik +/- 60 V
Betriebsspannung für Relais und LEDs + 12 V

Netzteil
 
Netzspannung (wählbar, siehe Sicherungskammer) 230 V AC / 50; 115 V AC / 60 Hz
Sicherung für 230 V T 0,5 A
Sicherung für 115 V T 1 A
Leistungsaufnahme max. 50 VA
Stand-By Stromaufnahme < 0,3 W

Maße & Gewicht
 
W x H x T (Weite x Höhe inkl. Füße x Tiefe) 278 x 100 x 300 mm
Gewicht des Geräts 4,6 kg
Versandgewicht (inkl. Verpackung) 5,85 kg
Preis 3.400 Euro

Hersteller
SPL electronics GmbH

Anschrift Sohlweg 80
41372 Niederkrüchten

Telefon +49 2163 98340

Fax +49 2163 983420
E-Mail info@spl.audio
Web www.spl.audio

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-07-28_spl
  • Social Introtext SPL ist nach meinen Informationen der einzige Audiogeräteproduzent, der überhaupt eine aktive Analogfrequenzweiche im Portfolio führt. Mit der Mk2 steht inzwischen eine Überarbeitung der Ur-Version in den Startlöchern. Höchste Zeit, sich dieses HiFi-Einhorns einmal anzunehmen.
Montag, 27 Juli 2026 10:55

Velodyne Acoustics' 1824

Auf der High End Vienna 2026 gehörte er zu den auffälligsten Premieren der Messe. Mit seiner außergewöhnlichen Konstruktion und imposanten Erscheinung sorgte der Velodyne Acoustics 1824 vor Ort und in den sozialen Medien für große Aufmerksamkeit. Jetzt stellt Velodyne Acoustics sein neues Topmodell mit allen Details vor.

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Der 1824 ist ein Subwoofer jenseits der üblichen Kategorien. In seinem Gehäuse arbeiten ein 18-Zoll- und ein 24-Zoll-Schallwandler gemeinsam an einem Ziel: tiefste Frequenzen mit großer Autorität und zugleich präziser Kontrolle wiederzugeben. Drei Endstufen stellen dafür zusammen 6.000 Watt RMS-Leistung und 10.000 Watt Spitzenleistung bereit. Zwei davon treiben den 24-Zoll-Schallwandler an, eine weitere ist dem 18-Zoll-Schallwandler zugeordnet. Der Tiefgang reicht bis sieben Hertz.

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Die ersten Überlegungen zum 1824 entstanden rund um das 40-jährige Bestehen von Velodyne Acoustics. Geplant war jedoch nie ein klassisches Jubiläumsmodell. Das Produkt sollte vielmehr zeigen, was aus vier Jahrzehnten Erfahrung in der Entwicklung leistungsstarker Subwoofer entstehen kann, wenn das technisch Machbare und nicht ein Termin den Rahmen bestimmen. So rückte das Jubiläum während der Entwicklung in den Hintergrund. Der 1824 musste nicht zu einem bestimmten Datum fertig werden. Entscheidend war, dass Gehäuse, Schallwandler, Verstärker, Elektronik und Bedienung ein geschlossenes System bilden.

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„Der 1824 ist für uns kein klassisches Jubiläumsmodell, sondern das Ergebnis aus mehr als 40 Jahren Arbeit an kontrollierter Tieftonwiedergabe“, erklärt Mansour Mamaghani, CEO von Velodyne Acoustics. „Natürlich beeindrucken seine Größe und die Leistungsdaten. Noch wichtiger ist aber, was er daraus macht. Der 1824 verbindet enorme Reserven mit Präzision und Ruhe. Er zeigt, wie weit sich Tiefton treiben lässt, wenn das Ergebnis wichtiger ist als der Kalender.“

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Schon die Kombination der beiden Schallwandler macht den 1824 zu einer Ausnahmeerscheinung. Ihre enorme Membranfläche erlaubt es, große Luftmengen zu bewegen, ohne das System permanent an seine Grenzen zu bringen. Die hohe Verstärkerleistung schafft die dafür nötigen Reserven.

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Wie ernst Velodyne Acoustics diesen Ansatz nimmt, zeigt ein Detail auf der Rückseite: Der 1824 besitzt zwei Netzanschlüsse. Sie tragen dem hohen Strombedarf seines dreifachen Endstufensystems Rechnung und machen bereits bei der Installation deutlich, dass hier andere Leistungsdimensionen gelten als bei einem herkömmlichen Aktiv-Subwoofer. Trotzdem geht es beim 1824 nicht um Leistung als Selbstzweck. Seine 6.000 Watt RMS dienen der kontrollierten Wiedergabe bis hinab zu sieben Hertz. Gerade bei sehr tiefen Frequenzen sind Reserven entscheidend. Sie geben dem Subwoofer die Fähigkeit, selbst anspruchsvolle Bassimpulse souverän aufzubauen, ohne an Präzision zu verlieren.

Im Inneren arbeitet die neueste Generation der Velodyne-Acoustics-Elektronik. Für die Einrichtung und Steuerung des 1824 wird eine vollständig neue App entwickelt. Sie wird mindestens den Funktionsumfang der bisherigen Velodyne Acoustics AutoEQ-App übernehmen und das System präzise auf den Raum, die verwendeten Lautsprecher und die persönlichen Hörvorlieben abstimmen.

Die Einmessung ist ein wesentlicher Teil des Gesamtkonzepts. Denn gerade ein Subwoofer mit der Reichweite und Leistung des 1824 muss eng mit seinem Umfeld zusammenarbeiten. Die App ermöglicht den Zugriff auf die relevanten Klangparameter und macht die gewaltigen Reserven des Systems im jeweiligen Raum kontrollierbar. Auch bei der Integration zeigt sich der professionelle Anspruch. Der 1824 bietet unsymmetrische Cinch-Anschlüsse und symmetrische XLR-Ein- und Ausgänge. Hochpegelanschlüsse, Mikrofoneingang, Trigger-Steuerung und eine Ethernet-Schnittstelle erweitern die Einsatzmöglichkeiten in hochwertigen Stereoanlagen, Heimkinos und individuell geplanten Installationen.

Mit Abmessungen von 1.400 mal 770 mal 607 Millimetern und einem Gewicht von rund 350 Kilogramm besitzt der 1824 eine unübersehbare Präsenz. Sein Gehäuse wurde dennoch so kompakt ausgelegt, wie es die beiden großen Schallwandler, die drei Endstufen und die notwendige Gehäusestabilität erlauben. Denn tiefe Frequenzen erzeugen erhebliche mechanische Kräfte. Das hohe Gewicht und die massive Konstruktion schaffen die nötige Ruhe, damit sich diese Energie nicht unkontrolliert auf das Gehäuse überträgt. So bleibt der Bass auch bei hohen Pegeln sauber und präzise. Bei der Entwicklung wurde zugleich an den Weg zum endgültigen Aufstellort gedacht. Griffe sind direkt in das Design integriert. Spezielle Lifter auf Rollen gehören zum Lieferumfang und erleichtern Transport und Positionierung. Damit bleibt ein Subwoofer dieser Größenordnung auch in anspruchsvollen Installationen handhabbar.

Der Velodyne Acoustics 1824 entsteht am Unternehmenssitz in Hamburg und wird ausschließlich auf Bestellung gebaut. Weltweit sind nur 50 Exemplare vorgesehen. Jeder Besitzer erhält eine individuelle Plakette mit seinem Namen.

Die Limitierung folgt dem besonderen Charakter des Projekts. Der 1824 ist kein Serienmodell im üblichen Sinn. Seine Konstruktion, sein Gewicht und der damit verbundene Aufwand machen jedes Exemplar zu einem besonderen Stück Velodyne Acoustics Geschichte. Der Flaggschiff-Subwoofer kann ab sofort vorbestellt werden und wird voraussichtlich im Winter 2026 in Produktion gehen. Der Preis beträgt 50.000 Euro.

Vertrieb
Audio Reference GmbH
Anschrift Alsterkrugchaussee 435
22335 HAMBURG
Telefon +49 40 53320359
Fax +49 40 53320459
Web audio-reference.de

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Auf der High End Vienna 2026 gehörte er zu den auffälligsten Premieren der Messe. Mit seiner außergewöhnlichen Konstruktion und imposanten Erscheinung sorgte der Velodyne Acoustics 1824 vor Ort und in den sozialen Medien für große Aufmerksamkeit. Jetzt stellt Velodyne Acoustics sein neues Topmodell mit allen Details vor.

Tests außergewöhnlicher Komponenten werfen ihren Schatten voraus: Im Umfeld der Beschäftigung mit Chord Electronics' DAVE besuchte mich sein Entwickler in Gröbenzell, ebenso zur Vorstellung des M-Scalers. Die Technik des Maßstäbe setzenden BLU MKII erläuterte mir Rob Watts in Maidstone. Ebendort fand auch das Interview zum Thema Quartet statt.

Die Frage, ob wir uns lieber in Gröbenzell oder in Maidstone treffen würden, entschied Mika Dauphin, der Inhaber des deutschen Chord-Vertriebs, recht pragmatisch: Da die englischen Verstärker- und Digital-Spezialisten erst kürzlich ein zweites Gebäude am Firmenstandort bezogen hätten, läge es doch nahe, sich dort einmal umzusehen.

Das ehemalige Maschinenhaus mit dem neu aufgesetzten Penthouse
Das ehemalige Maschinenhaus mit dem neu aufgesetzten Penthouse

Regelmäßige hifistatement-Leser dürften vom bald lieferbaren Chord Electronics Quartet Upscaler schon gehört haben. Nach der High End des Jahres 2024 veröffentlichten wir ein Interview, das Roland Dietl mit dessen Entwickler Rob Watts geführt hatte. Da schon abzusehen war, dass es nach der Präsentation des Prototyps noch eine Weile dauern würde, bis eine Serienversion verfügbar sein würde, wollte sich Rob Watts damals nur recht allgemein zum Konzept und den Besonderheiten des neuen Upscalers äußern. Ein gutes Stückchen konkreter waren dann schon die Informationen, die Chord Electronics kurz vor der diesjährigen High End schickte und die wir in unserer News-Rubrik veröffentlicht haben. Aber auch die ersetzen keinesfalls ein längeres Gespräch mit Rob Watts. Das fand dann im Hörraum im Pumphouse statt, das Chord Electronics bereits im Jahre 1997 – Firmengründer John Franks erinnert sich, dass es in der Woche nach dem Tod von Lady Di war – bezogen hat und von dem auch schon einige Bilder in hifistatement.net zu sehen waren. Doch noch einmal kurz zurück zum Quartet Upscaler: Bisher existieren zehn frühe Produktionsmuster, Seriengeräte sollen im nächsten Monat verfügbar sein. Eines davon wird in Gröbenzell erwartet. Ein Teil des Artikels wird dann das Interview mit seinem Entwickler sein.

John Franks in seinem neuen Büro
John Franks in seinem neuen Büro


Am Flughafen in München traf ich Thomas Heckel, der im Süden der Republik den Drei H Vertrieb vertritt. In Heathrow wurden wir dann von Chord Electronics International Sales Manager Doug Graham abgeholt, mit dem wir auf dem Weg nach Maidstone eine geraume Zeit im Stau auf der M25 verbrachten. Endlich am Firmensitz angekommen stand für mich das Gespräch mit Rob Watts und seinem Sohn Daniel, einem studierten Toningenieur auf dem Programm. Beim Dinner waren dann Thomas Heckel und Doug Graham wieder mit dabei und John Franks komplettierte die illustre Runde.

Am nächsten Morgen überquerte ich die einspurige, 700 Jahre alte Farleigh Bridge, um von der anderen Seite des Flusses Medway einen guten Blick auf das neue Firmengebäude zu haben: Im ehemaligem Maschinenhaus stand früher einmal die Dampfmaschine für den Betrieb der Pumpe an der Ost-Farleigh-Schleuse. Das Pumphouse direkt gegenüber, in dem bisher neben der Fertigung und dem Hörraum auch die Büros für die Administration sowie die Marketing-Abteilung untergebracht waren, bot den aktuell 25 Mitarbeitern nicht wirklich viel Platz.

Der Schreibtisch des Firmenchefs
Der Schreibtisch des Firmenchefs

Deshalb beschloss man vor rund fünf Jahren, das Maschinenhaus zu erwerben. Das wurde zuvor bei Hochwasser überflutet und war in keinem guten Zustand. Daher entschied man, es komplett zu entkernen. Die Planung, Genehmigung und Umsetzung der Ideen dauerten über drei Jahre. Anfang des Jahres war es dann soweit und die neuen Büros, ein kleinerer Besprechungsraum sowie das neue errichtete Penthouse konnten bezogen werden. Im Inneren des ehemaligen Maschinenhauses dominieren nun Glas und Stahlkonstruktionen für die Treppe, welche die drei Geschosse verbindet. Wie auch bei der Fertigung der Produkte – die Gehäuse fertigen Firmen aus Südengland, die Platinen bezieht Chord ebenfalls aus dem Heimatland – legt man Wert auf regionale, oder zumindest englische respektive europäische Zulieferer. Nicht ohne einen gewissen Stolz wies Doug Graham daher auf die Herstellerbezeichnung eines U-Profil an der Treppe zur kleinen Terrasse am Fluss hin: British Steel.

Sara Hickford residiert ebenfalls im neuen Bürotrakt und ist für die Finanzen zuständig
Sara Hickford residiert ebenfalls im neuen Bürotrakt und ist für die Finanzen zuständig


Auf einem Sideboard in John Franks Zimmer liegt eine Reihe von Platinen, eine weitere auf seinem Schreibtisch. Sie ist von einigen wenigen Messgeräten, einer kleinen Sammlung von Bauteilen und einer Lötstation umgeben. Gegenüber einem Sessel stehen zwei Kerr-Acoustic-Regallautsprecher auf Ständern. Die teils bodentiefen Fenster mit dem Ausblick mit auf den Medway und die darauf dümpelnden Freizeit-Schiffe wecken dennoch eher Assoziationen an Urlaub als an eine Werkstatt. Die neuen Büros im Maschinenhaus dürften recht begehrte Arbeitsplätze sein. Nicht weniger angenehm lässt sich Zeit auf der Terrasse verbringen. Und das tun John Franks, Doug Graham, Thomas Heckel und ich bei einem zweiten Morgenkaffee. Ersterer erzählt einige der hier schon geschildert Fakten zum neuen Gebäude und zeigt auch eine Zeichnung, auf der zu sehen ist, dass früher ein recht hoher Schornstein Teil des Gebäudes war. Beim Umbau seien auf der Fläche Toiletten eingerichtet worden.

Monika Nalepa ist Sachbearbeiterin für Export und Vertrieb in Großbritannien und hat ebenfalls ein Arbeitsplatz mit Blick auf den Medway
Monika Nalepa ist Sachbearbeiterin für Export und Vertrieb in Großbritannien und hat ebenfalls ein Arbeitsplatz mit Blick auf den Medway

Er erzählt, dass ihm Rob Watts bei einer ihrer frühen Begegnungen eine große Platine mit einigen FPGAs präsentiert habe. Diese seien damals ausgesprochen kostspielig gewesen. Dennoch konnte Rob Watt ihn von seinem Design für den D/A-Wandler ohne die üblichen Chip-Sätze überzeugen. In der Folge wurde die Platine verkleinert, was nicht nur die Herstellung erleichterte, sondern auch dem Klang zugute kam: Der DAC 64 begründete Chord Electronics' Ruf als Digital-Spezialist. Rob Watts Projekte erforderten eine ausgesprochene lange Entwicklungszeit, das Ergebnis seien jedoch in jedem Falle bahnbrechende neue Technologien.

Der Maschinenbauingenieur Johnathan Sutton setzt die Ideen für die Gehäuse um
Der Maschinenbauingenieur Johnathan Sutton setzt die Ideen für die Gehäuse um

Auf die Frage, ob er sich vorrangig mit dem Design der Chord Electronics Produkt beschäftigte, antwortete John Franks, dass das für ihn nur ein Nebenschauplatz sei, er habe vielmehr seit der Covid-Pandemie zwölf neue Schaltungen erdacht und zur Serienreife gebracht. Momentan beschäftige er sich intensiv mit vertikalen MOSFETs. So seien einige Galliumnitrid-Halbleiter auch schon in einigen seiner Verstärker zu finden seien. Doch einige Entwicklungen seien nicht im Geringsten produktbezogen, er mache sie nur wegen seines Interesses an Schaltungen. So etwas mache ihm eben Spaß. Selbst wenn er dann eigentlich zu viel Zeit in der Firma verbringt: Er mag, was er tut.


Das auf dem Maschinenhaus neu errichtete Penthouse
Das auf dem Maschinenhaus neu errichtete Penthouse

Von oben hat man einen herrlichen Blick auf einen Teil der Schleusenanlage
Von oben hat man einen herrlichen Blick auf einen Teil der Schleusenanlage

Von der anderen Seite des Penthouses blickt man flussaufwärts
Von der anderen Seite des Penthouses blickt man flussaufwärts

Auf der Terrasse (v.l.n.r.): Thomas Heckel, John Franks und Doug Graham
Auf der Terrasse (v.l.n.r.): Thomas Heckel, John Franks und Doug Graham

Das Chord-Duo diesmal mit dem Autor
Das Chord-Duo diesmal mit dem Autor

Das Chord-Electronics-Domizil seit 1997: The Pumphouse
Das Chord-Electronics-Domizil seit 1997: The Pumphouse

Unter der Stahlkonstruktion für die Pumpe arbeitet Paweł Nalepa, der für den technischen und IT-Support zuständig ist
Unter der Stahlkonstruktion für die Pumpe arbeitet Paweł Nalepa, der für den technischen und IT-Support zuständig ist


Tom Vaughan ist Ingenieur für den Pro-Audio-Bereich
Tom Vaughan ist Ingenieur für den Pro-Audio-Bereich

Blick in die Produktion: links der Elektroniker Viktor Kreiner
Blick in die Produktion: links der Elektroniker Viktor Kreiner

Im Hörraum traf ich Rob Watts
Im Hörraum traf ich Rob Watts

Der unverstellte Blick auf die Testanlage
Der unverstellte Blick auf die Testanlage

Im Hörraum werden auch „historische“ Chord-Komponenten gesammelt: rechts oben die erste Endstufe
Im Hörraum werden auch „historische“ Chord-Komponenten gesammelt: rechts oben die erste Endstufe

Eine Rarität: ein Video-Server von Chord
Eine Rarität: ein Video-Server von Chord

Dieses stimmungsvolle Video von seinem neuen Arbeitsplatz hat John Franks aufgenommen:

Chord Electronics Ltd.
The Pumphouse, Farleigh Bridge
Farleigh Lane, East Farleigh,
Kent, ME16 9NB, United Kingdom

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  • Social Introtext Tests außergewöhnlicher Komponenten werfen ihren Schatten voraus: Im Umfeld der Beschäftigung mit Chord Electronics' DAVE besuchte mich sein Entwickler in Gröbenzell, ebenso zur Vorstellung des M-Scalers. Die Technik des Maßstäbe setzenden BLU MKII erläuterte mir Rob Watts in Maidstone. Ebendort fand auch das Interview zum Thema Quartet statt.

“Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit.

Der Name Matrix Audio beruft sich eigentlich auf das gleichnamige mathematische Konzept, aber bei der Namensverwandtschaft zu dem stilprägenden Film kam ich nicht umhin, ein Zitat anzubringen. Auch wenn die schmutzige Dystopie des Films nicht zu der klaren, eleganten Designsprache der Marke passt, so passen die Technologieverliebtheit und der unbändige, jugendliche Charakter des Films umso besser. 2001, zwei Jahre nachdem The Matrix auf der Leinwand erschien, legten die drei Firmengründer von Matrix Audio mit dem gemeinsamen Bau eines Lautsprechers zu Schulzeiten den Grundstein für ihre Freundschaft. Im Jahr 2006, nach dem Studienabschluss führte die Entwicklung eines DACs zur Gründung von Matrix Audio in der 13-Millionen-Stadt Xi'an. Dass das Unternehmen nach wie vor von den drei Schulfreunden gelenkt wird, zeichnet Matrix Audio aus. Entscheidungen werden nach wie vor auf der Grundlage von Leidenschaft getroffen und nicht notwendigerweise (nur) unter finanziellem Aspekt.

v.l.n.r.: Chenguang Zeng (Mitgründer: Zuständig für die Lieferketten, Produktion und Qualitätsmanagement), Jing Jang (Gründer und CEO: Verantwortlich für das gesamte Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung und die Produktauslegung), Tao Yang (Mitgründer, VP und Marketingdirektor: Zuständig für globale Markenentwicklung und Vertrieb)
v.l.n.r.: Chenguang Zeng (Mitgründer: Zuständig für die Lieferketten, Produktion und Qualitätsmanagement), Jing Jang (Gründer und CEO: Verantwortlich für das gesamte Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung und die Produktauslegung), Tao Yang (Mitgründer, VP und Marketingdirektor: Zuständig für globale Markenentwicklung und Vertrieb)

Schon in meinem Bericht der High End dieses Jahr kündigte ich die Übernahme des Deutschlandvertriebs durch DREI H aus Hamburg an. Kurz nach der Messe meldete sich Vertriebschef Mika Dauphin bei mir, um den ersten Test dingfest zu machen. Einige Tage später besuchte ich ihn im Vertrieb, um das Testgerät abzuholen und über die Marke zu plaudern. Vor der endgültigen Übernahme des Vertriebs flog Mika spontan nach Xi’an. Er wollte sich vor Ort ein Bild machen. Seine Erzählungen vom Firmenbesuch bestätigten meinen Eindruck von Matrix Audio: Leidenschaft, Sorgfalt und Qualität sind oberstes Gebot. Sowohl die Software- als auch Hardwareentwicklung und das Design liegt vollständig in den Händen von Matrix. Ihre PCBs werden bei einem Auftragsfertiger, ebenfalls in Xi’An, gefertigt. Die Produktion der Grundbestandteile der Gehäuse obliegt unter genauen Vorgaben einem weiteren Spezialisten. Die Endfertigung der Geräte übernimmt Matrix wiederum selbst. Ein Matrixprodukt wird auch von einem Matrixspezialisten zusammengebaut. Jedes einzelne Gerät erhält einen Laufzettel, auf dem Toleranzen und Testergebnisse vermerkt werden. Die Qualitätskontrolle wird bei Matrix sehr ernst genommen. Für den deutschen Markt möchte Mika die Benutzeroberfläche der MA Remote App und der Geräte auf Deutsch übersetzen. Innerhalb kürzester Zeit erhielt er aus Xi’an Excel-Tabellen sowohl mit den chinesischen Originalbegriffen als auch englischen Übersetzungen, so dass seine Mitarbeiter eine präzise Übersetzung ins Deutsche anfertigen können. Die Übersetzung der App ist schon sehr weit fortgeschritten. Die Übersetzung der Gerätesoftwares wird noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Der mini-i Pro 4 ist in zwei Gehäusefarben verfügbar: Dunkelgrau und Schwarz. Dass die Seitenpanele aus Kunststoff gefertigt sind, tut dem hochwertigen Gesamteindruck überhaupt keinen Abbruch
Der mini-i Pro 4 ist in zwei Gehäusefarben verfügbar: Dunkelgrau und Schwarz. Dass die Seitenpanele aus Kunststoff gefertigt sind, tut dem hochwertigen Gesamteindruck überhaupt keinen Abbruch


2014 war mit dem X-sabre der erste Matrix DAC noch eher als Exot bei Hifistatement im Test. Zu diesem Zeitpunkt war ich selbst noch nicht sonderlich tief in der HiFi-Materie. Im Jahr 2018 sah das bereits ganz anders aus, und Matrix Audio war mir seitdem sehr wohl ein Begriff. Fast zehn Jahre später, im Jahre 2026, erlebe ich mit dem mini-i Pro 4 meinen ersten unmittelbaren Markenkontakt in einem beeindruckend hohen Entwicklungsstadium. Matrix hat inzwischen ein eigenes Ökosystem geschaffen. Im Mittelpunkt steht ihre Streamer-Betriebssystem MA Player und die MA Remote App. Warum mich das so begeistert, wird die Inbetriebnahme des Streamers darlegen. Doch zunächst ein paar Eigenschaften des Geräts: Mit dem i-mini Pro 4 schnürt Matrix ein All-in-One-Paket bestehend aus Streamer und DAC mit Preamp. Der Streamer spricht AirPlay 2, DLNA/UPnP, Qobuz Connect, TIDAL Connect, Spotify Connect, ist RoonReady und beherrscht mittels der MA Remote App unter anderem vTuner, Radio Paradise, HIRESAUDIO. Außerdem kann er von lokalen Datenträgern bis 768 Kilohertz PCM-Material und vierfach DSD spielen. Als Rechenzentrale dient ein ARM Cortex-A55 Quad-Core. Der aktuelle Flaggschiff-Zweikanal-Wandler ES9039Q2M von ESS Technology soll ein SNR von 121 Dezibel am unsymmetrischen Ausgang liefern.

Der mini-i Pro 4 bietet sämtliche gängigen Digitaleingänge. Die Typ-C-Schnittstelle kann für den Anschluss eines Datenträgers genutzt werden. Die HDMI-Buchse dient der Einbindung eines ARC und ist nicht für I²S ausgelegt
Der mini-i Pro 4 bietet sämtliche gängigen Digitaleingänge. Die Typ-C-Schnittstelle kann für den Anschluss eines Datenträgers genutzt werden. Die HDMI-Buchse dient der Einbindung eines ARC und ist nicht für I²S ausgelegt

Die Integration von i-mini und App funktioniert einfach großartig. Kaum ist der i-mini per LAN in mein Netzwerk eingebunden, wird er automatisch in der MA Remote App auf meinem Smartphone gefunden und kann von dort vollständig gesteuert und konfiguriert werden. Eine Verbindung ins WLAN ist auf Wunsch direkt über das Display des i-mini konfigurierbar. Die Fernbedienung des Geräts kann ich eigentlich gleich wieder einpacken. Die App bietet eine wunderbar responsive Software-Fernbedienung, die sich über ein kleines Icon des Wiedergabebildschirms öffnen lässt. Ein Drehen des Lautstärkeregler unterstützt der Vibrationsmotor des Smartphones mit haptischem Feedback. Es lässt sich wählen, welche Eingänge als Schnellzugriff vorliegen sollen. Über das kleine Filter-Icon lassen sich die Digitalfilter des Wandlerchips wählen. ESS-Kennern nicht neu: Je nach Filter verändern sich Nuancen bezüglich Timbre, Auflösung, Layering und Tiefenstaffelung. Ich bleibe beim Linear Phase Fast Roll-Off, da dies für mich ein persönliches Standardfilter geworden ist, wenn ich mit ESS-Wandlern arbeite. Sämtliche andere Einstellungen wie Displayhelligkeit oder Auto Sleep Mode lassen sich ebenfalls aus der App tätigen. Und falls man mal gar nicht weiterwissen sollte, lässt sich direkt in der App die passende Bedienungsanleitung abrufen. Außerdem finden sich direkte Verknüpfung zu Youtube-Tutorials über verschiedenen Themen rund um den Betrieb des Streamer/DACs, die ebenfalls direkt in der App angeschaut werden können.

Eine Übersicht über verschiedene Menüs der App. Besonders die Softwarefernbedienung hat mich begeistert
Eine Übersicht über verschiedene Menüs der App. Besonders die Softwarefernbedienung hat mich begeistert

Natürlich bieten auch viele andere Hersteller Apps für ihre Geräte und ich habe die letzten Jahre nicht hinter dem Mond gelebt, trotzdem weiß mich die Matrix Remote App zu begeistern. Sie bietet genau den Funktionsumfang, den es braucht, ohne überladen oder unübersichtlich zu sein. Sie ist intuitiv, schick, schnell und stabil. Egal, ob ich meine externe Musikdatenbank von einer Festplatte einlesen lasse oder meinen Qobuz-Account mit der MA Remote App verknüpfe, ich nutze die App einfach gerne und nicht, weil ich sie notgedrungen nutzen muss. Zugegeben, ginge es mir rein um die Nutzung von Qobuz, wäre der Umweg über die Matrix App gar nicht notwendig, denn sogar die Lautstärke des mini-i lässt sich direkt aus der Qobuz-App steuern. Außerdem fühle ich mich in der Qobuz-App doch noch mehr zu Hause als in der MA Remote App. Nutzer, die eine noch vollständigere Verknüpfung von Streamingdiensten und lokaler Musik wünschen, nutzen möglicherweise wie ich ohnehin Roon. Auch aus Roon ist die zuverlässige Steuerung der Lautstärke des Matrix möglich. Wenn ich Musik abspielen möchte, der i-mini aber gerade im Standby ist, kann Roon das Gerät sogar aufwecken.

Es ist schön, dass trotz der überzeugenden Fernsteuerungsmöglichkeit per App eine hochwertige Fernbedienung zum Lieferumfang gehört
Es ist schön, dass trotz der überzeugenden Fernsteuerungsmöglichkeit per App eine hochwertige Fernbedienung zum Lieferumfang gehört


Über LAN mit meinem Audionetzwerk verbunden, funktioniert jedwedes Streaming absolut stabil und unaufwendig. Für den Hörtest nutze ich den mini-i Pro 4 zunächst gemeinsam mit meinem Roon Core und lasse die Daten über das Roon-eigene RAAT-Protokoll an den Streamer senden. So kann ich meine in Roon hinterlegte Raumkorrektur nutzen. Die Einrichtung ist in wenigen Sekunden erledigt. Der mini-i verhält sich als Vorstufe direkt an meinem Verstärker absolut mustergültig: frei von jedwedem Grundrauschen und mit einem fein steuerbaren und sinnvoll nutzbaren Lautstärkeregelbereich. Gerade bei günstigeren DACs wie beispielsweise dem in meinem Schreibtischsetup agierenden Soncoz SGD1 ist mir die Lautstärkeregelung im unteren Regelbereich oft zu unsensibel.

Als erstes höre ich Brendan Perrys „Wintersun“ vom Album Ark. Der Matrix stellt sofort eine großartige Detailauflösung unter Beweis, bei einem modernen Wandler ist das zwar nicht mehr weiter verwunderlich, aber dennoch erwähnenswert. Ein tiefer Synthbass bildet den markanten Unterbau des Musikstücks. Er wird kräftige und sehr stabil positioniert in den Hörraum projiziert. Dabei wirkt er dennoch unbeschwert und nicht mit Bassenergie überladen. Brendans Stimme und das Reverb sind musikalisch miteinander verwoben, aber doch getrennt voneinander wahrnehmbar. Insgesamt sind die Instrumente sehr klar positioniert und haben tendenziell eine eher kleine, konzentrierte Ausdehnung. Ihr Layering gelingt dem Wandler gut. Beim Übergang des Stücks in den dichter orchestrierten Abschnitt nach dem eher ruhigen Intro, könnten die Instrumente allerdings für meinen Geschmack in der Bühnentiefe etwas besser voneinander differenziert sein. Trotzdem sind insbesondere die Schellen auf der linken Seite und die Trommel auf der rechten Seite sehr schön zwischen den Synthklängen platziert. Die choralen Klänge umrahmen das deutlich im Vordergrund stehende Gitarrensolo. Die Unterschiede zu meiner eigenen Kette finden sich lediglich in Nuancen. Mein eigener Wandler agiert insgesamt etwas weicher mit minimal geringerem Gesamtdetailgrad, Instrumente wirken weniger scharf umrissen. Der Basssynth zu Beginn steht nicht ganz so unverrückbar im Raum wie mit dem Matrix. Dafür kann ich einzelnen Klängen etwas mehr mikrodynamische Details entnehmen. Der im mittleren Frequenzbereich spielende Synth scheint etwa feiner zu oszillieren. Die Bühne wirkt einen Hauch tiefer, das Layering der Instrumente fällt etwas eindrücklicher aus. Zusammenfassend ist der Brooklyn DAC+ zur Abwechslung mal der musikalischere Wandler und nicht das Studiowerkzeug, dessen Gene er nie ganz abstreifen kann. Die gehörten Unterschiede lassen sich hauptsächlich ziemlich sicher auf seine Ausgangsstufe, analoge Lautstärkeregelung und das Aufbereiten des Signals durch den Mutec MC-3+ USB schieben.

Der Kopfhörereingang treibt meinen Sennheiser HD 800 s am symmetrischen Pentaconn-Ausgang zuverlässig an. Meine Vision Ears VE7 zeigen mit einem hörbaren Grundrauschen am unsymmetrischen Ausgang, dass der Kopfhörerverstärker nicht auf den Betrieb aller In-Ear-Typen optimiert wurde
Der Kopfhörereingang treibt meinen Sennheiser HD 800 s am symmetrischen Pentaconn-Ausgang zuverlässig an. Meine Vision Ears VE7 zeigen mit einem hörbaren Grundrauschen am unsymmetrischen Ausgang, dass der Kopfhörerverstärker nicht auf den Betrieb aller In-Ear-Typen optimiert wurde

Auch “From Gargarin’s Point of View” des Esbjörn Svensson Trios vom gleichnamigen Album meistert der Pro 4 „laid back“ und vor sich hin perlend. Die Aufnahme wirkt auch mit meinem eigenen DAC insgesamt etwas stumpf und nicht ganz so differenziert, wie sie sein könnte. Ich möchte testen, ob der Umstieg von Roon-Streaming auf S/PDIF am Pro 4 noch etwas mehr Leben aus der Aufnahme kitzeln kann. Tatsächlich klingt die Schnittstelle in meinen Ohren noch einmal besser als das Roon-Streaming. Hier sind es noch kleinere Nuancen als beim Direktvergleich des Matrix-Wandlers mit meinem Brooklyn DAC. Der Mutec-Reclocker (samt Schnittstellenwechsel) verhilft auch dem Matrix zu einem etwas gelösteren Klangbild, mit einem Hauch mehr Tiefe und etwas befreiter spielenden Instrumenten. Über die S/PDIF-Schnittstelle wirkt das Stück etwas weicher, analoger, insgesamt mit einem minimal geringeren Detailgrad, aber einer feineren Nuancierung der Spieldynamik des Trios – ein ähnlicher Unterschied wie ich ihn initial beim Vergleich des Pro 4 mit meinem Brooklyn DAC+ beschrieben habe. Die Wandler selbst ohne weitere Peripherie liegen klanglich folglich sehr nah beieinander. Würde man den Matrix jetzt noch mit einer hochwertigen Vorstufe paaren und die interne Lautstärkeregelung umgehen, kann ich mir gut vorstellen, dass er am Brooklyn vorbeiziehen könnte.

Zu den symmetrischen und unsymmetrischen Ausgängen gesellt sich ein unsymmetrischer analoger Eingang
Zu den symmetrischen und unsymmetrischen Ausgängen gesellt sich ein unsymmetrischer analoger Eingang


Spannend wird es dann noch einmal bei einem anderen Genre und Iron Maidens 18-Minuten Epos „Empire of the Clouds“ vom Album The Book of Souls. Ich betriebe wieder beide Wandler über die S/PDIF-Schnittstelle. Das Musikstück ist zwar genretypisch recht komprimiert, allerdings in sonstiger Hinsicht nicht so vollumfänglich ausproduziert wie andere Stücke des Albums. Es wirkt eher roh, teilweise fast unfertig mit einem guten Schwung der Klangästhetik der Studioräume garniert, die zumeist in ähnlichen Produktionen keine große Rolle spielt. Zwar vermisse ich bei der Interpretation des Matrix eine etwas eindeutigere Reproduktion dieser spezifischen räumlichen Ästhetik, jedoch überzeugt er mich mit der Akkuratesse der restlichen Darbietung. Bruce Dickinsons Stimme ist perfekt ausbalanciert. Ihr Grundton wird kräftig genug herausgearbeitet, ohne zu schwer zu wirken und lässt genügend Raum für sein hohes Gesangsregister. Die Platzierung der eher kammermusikalisch verstandenen Orchestrierung im Mix gefällt mir mit dem Matrix außerordentlich gut. Während sie bei meinem eigenen Wandler in ihrer Einbindung in die Mischung etwas unstet wirkt, bleibt sie beim Matrix präsenter und konstant als zusammenhängende Einheit wahrnehmbar. Die virtuell Größe der Instrumente gefällt mir ebenfalls besser als bei meinem eigenen Wandler. Das Spannungsfeld zwischen Bass und Snare Drum und den Becken wirkt harmonischer und das Schlagzeug so gebundener wie ein Gesamtinstrument.

Der Austausch von Metadaten funktioniert in allen Streaming-Betriebsarten ausgezeichnet. Bei Bedienung des Touchscreens erfolgt eine kleine akustische Rückmeldung, die auf Wunsch auch abgestellt werden kann
Der Austausch von Metadaten funktioniert in allen Streaming-Betriebsarten ausgezeichnet. Bei Bedienung des Touchscreens erfolgt eine kleine akustische Rückmeldung, die auf Wunsch auch abgestellt werden kann

Nochmals wird deutlich auf welch hohem Niveau der Matrix spielt. Obwohl nicht ESS‘ großer Achtkanalwandler zum Einsatz kommt, sondern auf die Stereovariante gesetzt wird, ist die DAC-Sektion alles andere als „mini“, sondern macht den i-mini zu einem vollausgewachsenen Wandler. Ich habe es beim Testen verschiedenster DACs oft erlebt: Detailauflösung, Durchhörbarkeit und absolute Dynamikfähigkeit unterscheiden sich über eklatante Preisunterschiede hinweg kaum. Die markantesten Unterschiede finden sich zumeist in der Größe der Raumdarstellung, Mikrodynamik und der Gesamtmusikalität des Wandlers. Die besonders schwer zu fassenden und recht allgemein klingenden Attribute Authentizität und Selbstverständlichkeit sind oft die Zünglein an der Waage. Dementsprechend spielt der mini-i Pro 4 in seinen Grundfähigkeiten aufwendigeren Wandlern nahezu ebenbürtig. In einigen Disziplinen zieht er klar an meinem Brooklyn DAC+ mit ES9028PRO vorbei, in anderen bevorzuge ich meinen eigenen Wandler. Ruft man sich noch einmal den Funktionsumfang und den Preis des Matrix Audio mini-i Pro 4 vor Augen, eine geradezu fantastische Leistung.

STATEMENT

All-in-One-Geräte haben oft einen schwierigen Stand. Ihnen wird nicht zugetraut, auf einem gleichen Level wie dedizierte Geräte zu agieren. Beim Matrix Audio mini-i Pro 4 besteht darüber für mich kein Zweifel. Software, Streaming-Sektion und DAC sind auf gleichermaßen hohem Niveau ausgeführt. Trotz kleinem Formfaktor hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, Abstriche machen zu müssen. Folglich lege ich das „mini“ als große Stärke aus, da sich mit dem Streamer/DAC auf sehr begrenztem Raum eine bestechend hochwertige Wiedergabekette realisieren lässt.
Gehört mit
Router & Zubehör Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3)
Server PrimeCore Audio A7
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE, IOTAVX PA3
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz)
Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO)
Kopfhörerverstärker iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH
Kabel Audioquest Diamond USB & Carbon USB, Chord Company Shawline USB, Belden, Boaacoustic Evolution BLACK.power-16, Furutech LAN-8 NCF Plus, Glockenklang/Eupen, Sommer Epilogue
Herstellerangaben
Matrix Audio mini-i Pro 4
Hardwareplattform CPU: Quad-Core Cortex-A55, 2,0 GHz; D/A-Wandler: ES9039Q2M
Digitale Eingänge – Koaxial & Optisch PCM: 16–24 Bit / 44,1 kHz, 48 kHz, 88,2 kHz, 96 kHz, 176,4 kHz, 192 kHz; DSD: 2,8 MHz (DoP)
Digitaler Eingang – HDMI ARC PCM: 16–24 Bit / 44,1 kHz, 48 kHz, 88,2 kHz, 96 kHz, 176,4 kHz, 192 kHz
Digitaler Eingang – USB Audio PCM: 16–24 Bit / 44,1 kHz, 48 kHz, 88,2 kHz, 96 kHz, 176,4 kHz, 192 kHz, 352,8 kHz, 384 kHz, 705,6 kHz, 768 kHz; MQA: 16–24 Bit / 44,1 kHz bis 384 kHz (MQA oder MQA Studio); DSD (DoP): 2,8 MHz, 5,6 MHz, 11,2 MHz; DSD (Native): 2,8 MHz, 5,6 MHz, 11,2 MHz, 22,4 MHz
Analogeingang (AUX) Signal-Rausch-Abstand: 100 dB (A-bewertet); THD+N: < 0,0035 % bei 1 kHz, < 0,0035 % von 20 Hz–20 kHz; Frequenzgang: 20 Hz–20 kHz ±0,1 dB, –3 dB bei 46 kHz; Kanalübersprechen: > –105 dB; Maximaler Eingangspegel: 2,1 V RMS
Line-Ausgang – XLR Signal-Rausch-Abstand: 127 dB (A-bewertet); THD+N: < 0,00008 % bei 1 kHz, < 0,00010 % von 20 Hz–20 kHz; Frequenzgang: 20 Hz–20 kHz ±0,1 dB, –3 dB bei 90 kHz; Übersprechen: > –146 dB; Ausgangspegel: 4,4 V RMS bei 0 dB
Line-Ausgang – RCA (Cinch) Signal-Rausch-Abstand: 121 dB (A-bewertet); THD+N: < 0,00015 % bei 1 kHz, < 0,00020 % von 20 Hz–20 kHz; Frequenzgang: 20 Hz–20 kHz ±0,1 dB, –3 dB bei 90 kHz; Kanalübersprechen: > –133 dB; Ausgangspegel: 2,2 V RMS bei 0 dB
Kopfhörerausgang – 4,4 mm symmetrisch Signal-Rausch-Abstand: 117 dB (A-bewertet); THD+N: < 0,0004 % von 20 Hz–20 kHz bei 4 V RMS; Frequenzgang: 20 Hz–20 kHz ±0,1 dB, –3 dB bei 90 kHz; Ausgangsimpedanz: < 22 Ω; Ausgangsleistung: 2.200 mW an 33 Ω, 950 mW an 300 Ω, 500 mW an 600 Ω (1 % THD)Verstärkung: +14 dB
Kopfhörerausgang – 6,35 mm unsymmetrisch Signal-Rausch-Abstand: 116 dB (A-bewertet); THD+N: < 0,0005 % von 20 Hz–20 kHz bei 2 V RMS; Frequenzgang: 20 Hz–20 kHz ±0,1 dB, –3 dB bei 90 kHz; Ausgangsimpedanz: < 11 Ω; Ausgangsleistung: 1.200 mW an 33 Ω, 260 mW an 300 Ω, 130 mW an 600 Ω (1 % THD); Verstärkung: +14 dB
Netzwerk LAN: 10/100/1000 Mbit/s; WLAN: 2,4 GHz / 5 GHz
USB Typ C liefert maximal 5 V / 1 A.; unterstützt USB-Massenspeicher mit FAT, FAT32, exFAT und NTFS. Die Kompatibilität mit allen Speichermedien kann nicht garantiert werden.
MA Player Steuerungs-App: MA Remote App
Lokale Wiedergabe unterstützte Formate: MP3, WMA, WAV, AIF, AIFC, AIFF, AAC, FLAC, OGG, APE, ALAC, M4A, DSF, DFF, CUE; PCM: 16–24 Bit / 44,1 kHz bis 768 kHz; MQA: 16–24 Bit / 44,1 kHz bis 384 kHz (MQA oder MQA Studio); DSD: 2,8 MHz, 5,6 MHz, 11,2 MHz, 22,4 MHz; Roon Ready PCM: 16–24 Bit / 44,1 kHz bis 768 kHz; MQA: 16–24 Bit / 44,1 kHz bis 384 kHz (MQA oder MQA Studio); DSD: 2,8 MHz, 5,6 MHz, 11,2 MHz, 22,4 MHz
Streaming-Dienste AirPlay 2, DLNA/UPnP, TIDAL Connect, Spotify Connect, vTuner, Radio Paradise, HIRESAUDIO (unterstützte Audioformate abhängig vom jeweiligen Dienst)
Stromversorgung Netzspannung: AC 100–240 V, 50/60 Hz; Leistungsaufnahme im Standby: < 5 W; Maximale Leistungsaufnahme: < 30 W
Gewicht 1,3 kg
Abmessungen (B × T × H) 224 × 186 × 53 mm
Preis 1.200 Euro

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

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  • Social Introtext “Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit.
Montag, 20 Juli 2026 02:30

Vincent solidLine 2.0

Mit dem Class-A-Vollverstärker SV-600 und dem CD-Spieler CD-600 stellt Vincent die ersten Geräte einer neuen solidLine 2.0 vor. Das zeitlose und elegant Design mit der dreifach unterteilten Frontblende ist eine Hommage an die Modelle der ersten solidLine Generation. Der Klang bleibt der Tradition treu: kraftvoll, präzise, natürlich und lebendig.

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Sintron gründete die Marke Vincent bereits 1995 mit demFokus auf Stereo-Elektronik auf höchstem technischen Niveau. Die in Deutschland entwickelten Geräte zeichnen sich durch hochwertige Bauteile und exzellent verarbeitete Gehäuse aus. Unter dem Markennamen Vincent entstehen Produkte mit zwei unterschiedlichen Konzepten: Zum einen reine Transistor-Geräte, zum anderen Hybrid-Modelle, welche die Vorteile von Röhren- und Transistor-Technologie elegant vereinen.

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1999 rief Vincent mit der Vor-/Endstufen-Kombination aus SA-91 und SP-991 die solidLine ins Leben, die sich ganz der Transistor-Technologie widmete. Sie zeichnete sich von jeher durch ein präzises, luftiges und dynamisches Klangbild aus. Diese Tradition führt jetzt die solidLine 2.0 fort, deren erste Vertreter der Class-A-Vollverstärker SV-600 und der dazu passende CD-Spieler CD-600 sind. Den beiden neuen Produkten ist ihre Herkunft auf den ersten Blick anzusehen, das zeitlose Design mit dreifach unterteilter Frontblende ist eine elegante Hommage an die ursprüngliche solidLine.

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Der Stereo-Vollverstärker SV-600 nutzt Class-A-Verstärkertechnologie und ist vollsymmetrisch aufgebaut. Vincent setzt hier auf eine FET-Differenzverstärkung in Kombination mit einer Basisschaltung. Das Ergebnis ist eine hohe Slew-Rate, also eine extrem schnelle Reaktionszeit, sowie ein besonders sauberes Signal und maximale Stabilität auch bei komplexen Lasten. Ganze 16 Hochleistungstransistoren tun in der Ausgangsstufe ihren Dienst und erzeugen eine Ausgangsleistung von bis zu 306 Watt pro Kanal an 4 Ohm. Hierfür kommen neben einem sehr stabilen Netzteil auch ein Hochleistungs-Ringkerntrafo und Pufferkondensatoren mit einer Gesamtkapazität von 40.000 Microfarad zum Einsatz. So wird die Versorgungsspannung für eine tiefe und kraftvolle Basswiedergabe rigoros gefiltert.

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Mit einem Frequenzgang von 20 Hertz bis 20 Kilohertz und einem Signal-Rauschabstand von über 90 Dezibel lässt der SV-600 auch sonst keine Wünsche offen. Die Masse von knapp 22 Kilogramm unterstreicht den Anspruch als audiophiles Schwergewicht. Hinzu kommen zahlreiche Anschlussmöglichkeiten, die den flexiblen und vielseitigen Einsatz ermöglichen. So stehen sechs analoge Eingänge in den Formaten Cinch und XLR zur Verfügung. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Quellgeräte digital über Coax, Optical und HDMI (ARC) anzuschließen. Darüber hinaus ist der SV-600 mit Bluetooth kompatibel, so können Inhalte unkompliziert kabellos von Handy oder Tablet zugespielt werden.

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Mit dem über ach Kilogramm schweren CD-600 stellt Vincent dem SV-600 den perfekten Spielpartner zur Seite, der sich auf das Wesentliche konzentriert: natürlichen Klang auf höchstem Niveau. Dabei fällt direkt das zentrale Schubladenlaufwerk auf, das von Sanyo speziell für die Audiowiedergabe konzipiert wurde. Die eigens entwickelte Servo-Software garantiert eine exakte und präzise Abtastung der CD. Ein ES9038Q2M Chip mit einer Sampling-Rate von 24 Bit / 192 Kilohertz sorgt für saubere Decodierung und ein dynamisches Klangbild. Bemerkenswert sind auch die vier unabhängigen Kanalschaltungen, jeder Kanal besitzt eine eigene Filterschaltung sowie eine separate Verstärker- und Pufferschaltung zur weiteren Optimierung des Klangbildes. Neben analogen Cinch- und XLR-Ausgängen kann das Signal auch digital per Coax oder optischem Anschluss ausgegeben werden, wenn beispielsweise der SV-600 die Rolle als DAC übernehmen soll.

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Der neue Vincent solidLine 2.0 Vollverstärker SV-600 und der CD-Spieler CD-600 werden exklusiv über die Sintron Distribution GmbH vertrieben und sind ab sofort im Fachhandel erhältlich. Beide Geräte sind jeweils in Schwarz und Silber verfügbar. Die unverbindlichen Preisempfehlungen betragen 3.200 Euro für den SV-600 und 1.900 Euro für den CD-600. Weitere Informationen zu diesen und weiteren Produkten aus dem Hause Vincent gibt es auf https://www.vincent-tac.de/home.html

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Vertrieb
Sintron Vertriebs GmbH
Anschrift Christian Fröhling
Südring 14
76473 Iffezheim
Telefon +49 7229 182931
E-Mail info@sintron.de
Web sintron.de

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Während meines letzten Besuchs der Audio Group Denmark in Aalborg hatte ich am Tag nach der Präsentation der Børresen M8 und der Aavik M-880 Gelegenheit, mit dem Entwickler der T5 SSE über sein Produkt zu sprechen. Wenn Sie im ersten Teil technische Details vermisst haben sollten: Hier finden Sie sie in Hülle und Fülle.

Dirk Sommer: Nun zu etwas ganz anderem, den T5. Was ist anders im Vergleich zum 05? Ich muss zugeben, dass ich diesen großen Klangunterschied nicht erwartet hatte. Der T5 klingt wie ein völlig neuer Lautsprecher. Er sieht fast genauso aus wie das alte Modell, klingt aber viel präziser.
Michael Børresen: Die Sache ist die: Man könnte meinen, ein Lautsprechertreiber sei einfach nur ein Lautsprechertreiber. Aber wenn man anfängt, die kleinen Details in den Lautsprechertreibern wirklich zu optimieren, erhält man eine bessere Auflösung. Und die große Veränderung ist natürlich die Membran. Die des 05 hatte eine Papierwabe mit karbonverstärktem Papier innen und außen. Die neue Membran mit den gespreizten Karbonfasern und der Nomex-Wabe ist wesentlich steifer. Aber da das Spread-Tow nicht mehr gleichmäßig verteilt ist, kann es sich verbiegen. Wenn man die Membran nimmt, kann man sie zum Beispiel so verbiegen. Und wenn man sie dann um 45 Grad dreht, lässt sie sich kaum noch verbiegen. Die Steifigkeit ist also rundherum sehr, sehr unterschiedlich. Und der erste grundlegende Schwingungsaufbruch, den man in einer Membran hat, tritt genau dort auf, wo die Membran wie eine Feder wirkt. Sie beginnt also, einen Knoten zu bilden, der sich verbiegt. Und das geschieht bei jedem Radius. Aber plötzlich entsteht eine Situation, in der die Spannung unterschiedlich ist, weil die Steifigkeit unterschiedlich ist. Man hat also einen Bereich, der schwingen will, und der Bereich daneben will mit einer anderen Frequenz schwingen und so weiter. All das eliminiert das Break-up erster Ordnung. Das Break-up erster Ordnung auf der Membran bestimmt die Klangfarbe und setzt auch der Auflösung eine Grenze, da das durch die Biegung entstehende Rauschen die feinen Details überdeckt. Sobald man also eine andere Membran hat, die so viel besser ist, ist auch die Leistung so viel besser. Deshalb kann man niemals Treiber von jemand anderem zukaufen. Man muss diese winzigen Details kennen. Wie soll man anhand der technischen Datenblätter eines OEM-Treibers erkennen, was man bekommt? Man bekommt etwas und muss dann daraus den bestmöglichen Lautsprecher bauen. In der Audio Group Denmark haben wir den Vorteil, dass wir den Treiber tatsächlich maßschneidern können. Siehst Du, dass diese Membranen eine leicht unterschiedliche Farbe haben? Das liegt daran, dass wir die Membran hier verbessern, indem wir etwas hinzufügen, das man „Scrim“ nennt – das sind winzige Fasern aus Bor und Graphen, die wir der Matrix hinzufügen, bevor wir die Membran herstellen. Dadurch entsteht ein stärkerer Matrixmaterial über den Fasern, denn diese winzigen Materialfasern verbinden den Kohlenstoff tatsächlich miteinander. Wenn man nur Epoxidharz verwendet, das ein recht weiches Material ist, werden die Karbonfasern lediglich zusammengehalten. Wenn man jedoch das „Scrim“ hinzufügt, werden sie tatsächlich miteinander verbunden, miteinander verklebt. Sie gleiten nicht mehr aneinander vorbei.

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DS: Ich glaube, das ist die Farbe der Membranen in dem Lautsprecher, den ich zu Hause habe.
MB: Ja. Diese Farbe erhält man, wenn man diese Graphenfasern verwendet.
DS: Und wo werden diese Membranen hergestellt?
MB: Sie werden an verschiedenen Orten hergestellt. Wir haben zwei Hersteller, einen in Deutschland und einen in Taiwan.
DS: Liefern sie die Membranen komplett fertig oder muss man sie danach noch nachbearbeiten?
MB: Nein, denn sie werden tatsächlich bereits komplett in der Form fertiggestellt. Ich kann dir zeigen, wie das gemacht wird. Wir haben hier Werkzeuge für Prototypen. Die ersten haben wir also hier gebaut, aber in Dänemark mit Epoxidharz, Lösungsmitteln und solchen Sachen zu arbeiten, ist fast unmöglich. Deshalb haben wir das an große Betriebe ausgelagert, die diesen Prozess besser im Griff haben als wir. Man darf keine Membranen mit unterschiedlichem Gewicht haben. Wenn wir das hier machen würden, wäre die Frage: „Wie viel Epoxidharz hast du dieses Mal aufgetragen?“ Und wenn man es dann ins Vakuum gibt: „Wie viel Epoxidharz wurde abgesaugt?“ Diese Prozesse müssen alle identisch ablaufen. Es spielt eigentlich keine Rolle, wenn eine Membran ein Gramm schwerer ist. Aber dann müssen alle ein Gramm schwerer sein. Es darf keine Abweichungen geben. Der Produktionsprozess, den wir hier durchführen können, ist gut genug für Prototypenbau, Tests und Ähnliches. Aber für die Serienfertigung verfügen wir nicht über die entsprechenden Kapazitäten. Wir sind kein Verbundwerkstoffunternehmen. Deshalb lagern wir diese Produktionen aus.
DS: Hast du etwas am Gehäuse verändert?
MB: Ja. Schau dir die Struktur an. Wir haben diese seitlichen Einschnitte eingebaut. Die Wand verläuft ungefähr so. Wenn man sich alte Dachkonstruktionen ansieht, sehen die auch so aus. Und der Grund dafür ist, eine enorme Steifigkeit zu erzielen. Die Gehäuse sehen wunderschön aus, verstärkt mit Carbon und Metallstreifen aus Edelstahl. Aber das sieht nicht nur sehr schön aus, sondern ist auch strukturell sehr sinnvoll für die Steifigkeit des Gehäuses.
DS: Du hast erwähnt, dass du auch die Frequenzweiche geändert hast.
MB: Ja. Das muss man immer tun, wenn man ein neues Gehäuse verwendet, weil sich die Wechselwirkung mit den Treibern ändert.
DS: Wenn ich mich recht erinnere, hast du bei unserem letzten Gespräch gesagt, dass es auch strukturelle Änderungen gab.

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MB: Ja. Die T-Serie verfügt über ein Parallel-Filter, während die M-Serie mit einer seriellen Frequenzweiche arbeitet. Es handelt sich jedoch nicht um ein normales Parallel-Filter, denn wir haben das übliche Parallel-Filter – bei dem man eine Spule und dann eine Masse hat – aufgeteilt. Was wir gemacht haben, ist, dass wir die Spulen aufgeteilt haben. Wir haben also eine Spule für den Eingang zum Treiber und eine Spule für den Ausgang. Man erhält sozusagen eine Art Push-Pull-Filter, ein symmetrisches Filter. Das Gleiche machen wir für den Hochtöner. Messtechnisch ist es dasselbe, klanglich jedoch ganz anders. Und die Herstellung ist doppelt so teuer, da man die Anzahl der Bauteile verdoppeln muss: zwei Spulen statt einer, zwei Kondensatoren statt eines.
DS: War es in der 0-Serie auch ein Parallel-Filter?
MB: Nein, in der 0-Serie war es ein serielles Filter.
DS: Was ist Deiner Meinung nach das Wichtigste für die höhere Auflösung des T5?
MB: Es ist der bessere Treiber: Er hat einen Titankorb, einen sehr guten Korb. Er verfügt über ein sehr gutes Magnetsystem mit sehr geringer Induktion und einen Titan-Schwingspulenkern. Wir wickeln die Spulen mit einer Innen- und einer Außenwicklung. Das bedeutet, dass die auf die Schwingspule einwirkende Kraft immer zu 100 Prozent parallel verläuft, anstatt Biegemomente auszuüben. Wenn man nur die Außenwicklung hat, kommt es zu einer Verbiegung und man erhält zudem eine Resonanz an der Schwingspule. Es gibt also viele kleine Details, die wirklich in diese Richtung wirken. Aber das Wichtigste ist die unterschiedliche Steifigkeit der Membran. Das ist wirklich der Hauptgrund für die höhere Auflösung.
DS: Haben nur die Mitteltöner einen Titankorb?
MB: Ja, bei den 8-Zoll-Treibern haben wir keinen. Der Titankorb ist nur für die Mitteltöner des T5 vorgesehen.
DS: Kommen wir noch einmal auf das serielle Filter zurück. Durchläuft das Signal jeden Treiber?
MB: Bei einem seriellen Filter wird der Übergangsbereich gemeinsam genutzt. Bei einem seriellen Filter wird das Signal zum Hochtöner über einen Kondensator geleitet. Die höchsten Frequenzen des Hochtöners durchlaufen weder den Bass- noch den Mitteltöner. Aber im Übergangsbereich gibt es eine gewisse Impedanz im Kondensator und eine gewisse Impedanz in der Spule. Dort teilen sie sich also den Strom.
DS: Würdest Du sagen, es handelt sich um ein Zwei-Wege-System?

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MB: Es ist ein Zweieinhalb-Wege-System, da die Mitteltöner im unteren Bereich nicht ausgeblendet werden. Sie sind über den gesamten Frequenzbereich aktiv. Sie werden aber konstruktiv oder durch das Gehäuse ausgeblendet. Wenn man ein geschlossenes Gehäuse hat, drückt der Treiber Luft hinein, wodurch ein Druck entsteht, der die Membran wieder nach außen drücken will. Wir haben es so gelöst, dass beim Einfedern der Membran das Gehäuse ein wenig Luft entweichen lässt. Und wenn sie sich dann in die andere Richtung bewegt, saugt sie ein wenig Luft an. Man hat also ein belüftetes Gehäuse, aber in der Belüftungsöffnung gibt es einen gewissen Strömungswiderstand. Die Luft strömt also nicht einfach ungehindert hinein und hinaus. Sie bewegt sich nicht frei. In der Konstruktionsphase haben wir durch Messungen sichergestellt, dass es im Inneren des Gehäuses keine Resonanz gibt, die eine Spitze erzeugt. Aber wir haben einen Widerstand eingebaut, so dass es wie ein geschlossenes System wirkt, obwohl es offen ist. Man erhält also diesen Strömungswiderstand. Und das bedeutet, dass wir den Treiber passiv ab 100, vielleicht 80 Hertz ausklingen lassen können. Er fällt einfach ab und hat einen Q-Faktor von 0,5, was bedeutet, dass er in ein Filter zweiter Ordnung übergeht. Und dann haben wir die Frequenzweiche so abgestimmt, um das zu kompensieren. Die Sache ist die: Wenn man das mit elektrischen Bauteilen macht, fügt man dem Treiber eine elektrische Phasenverschiebung hinzu. Die lässt sich unmöglich vermeiden. Und dann erhält man ein Drei-Wege-System, das wie ein Drei-Wege-System klingt. Das wollen wir nicht. Wir wollen etwas, das wie ein Zwei-Wege-System klingt, aber mit erweitertem Bass. Und genau das kann man erreichen, wenn man Zweieinhalb-Wege-Lautsprecher baut.
DS: Ein offensichtlicher Unterschied zwischen dem 05 und dem T5 in Sachen Mechanik ist der Fuß. Was habt ihr dort verändert?
MB: Zunächst einmal haben wir bessere Materialien verbaut, und jetzt haben wir die Möglichkeit, darin Darkz zu verwenden, und die Höhe ist verstellbar. Da Sandwich-Materialien in der Regel sehr gut klingen, besteht die Fußplatte aus einem Sandwich. Und auch hier handelt es sich um winzige Details, bei denen man keine Veränderungen im Frequenzgang messen kann. Aber man kann es hören.
DS: Handelt es sich beim Sandwich um Euer Verbundmaterial und zwei Schichten Titan?
MB: Es ist Verbundmaterial und Edelstahl. Es gibt Materialien, mit denen wir hier gerne arbeiten und die klanglich immer zur Spitzenklasse gehören. Edelstahl ist ein sehr gutes Material. Auch Titan, Zirkonium – das sind Materialien, die wirklich gut klingen. Eine Sache, die wirklich seltsam oder ein Zufall ist, ist, dass diese Materialien auch Materialien sind, die auch unser Körper mag. Man kann sie in der Chirurgie verwenden. Man nutzt sie für Implantate und ähnliches.
DS: Das weiß ich von Titan und Edelstahl. Aber kann man Zirkonium auch für Implantate verwenden?
MB: Ja, es ist sehr inert.
DS: Hast du auch die Verkabelung im Inneren des Lautsprechers geändert?
MB: Ja, sie wurde geändert. Ich kann dir aber nicht genau sagen, wie sie geändert wurde. Ich glaube, im Kabelbaum kommen mehr Tesla-Spulen zum Einsatz. Außerdem gibt es in der Frequenzweiche der T-Serie bessere Kondensatoren als zuvor.

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DS: Warum benutzt ihr Vorspannung für die Kondensatoren?
MB: Warum wir das tun? Weil wir Übergänge vermeiden wollen. So hat man keine Platte, die man vollständig füllen und wieder leeren muss. Wenn man die Vorspannung erhöht, arbeitet das System ohne jegliche Übergänge. Wenn man etwas vollständig entladen und wieder aufladen muss, entsteht dabei immer so etwas wie – ich weiß nicht, ob man es so nennen kann – Reibung. Es ist wie bei einem Elektroauto: Ein Kondensator ist wie eine Batterie. Es ist immer schwierig, ihn vollständig zu entladen, aber es ist auch schwierig, ihn vollständig aufzuladen. Mit der Vorspannung bewegt man sich in einem mittleren Bereich. Dadurch erzielt man eine viel bessere Linearität.
DS: Ich habe keine weiteren Fragen. Möchtest du noch etwas hinzufügen?
MB: Ich finde das wirklich lustig, das die alten 05er wirklich sehr, sehr gut mit Deinem Raum harmonieren. Aber wir hatten in anderen Räumen einige Probleme mit diesem Lautsprecher, weil er im Bassbereich ziemlich kräftig war. Das ist eben seine klangliche Signatur. Deshalb ist die Abstimmung des Basses beim T5 ein wenig anders. Sie reicht tatsächlich etwas tiefer. Und das führt dazu, dass es im Bass keine Ausbuchtung, keinen Buckel, keine Spitze, oder wie auch immer man es nennen mag, gibt. Man hat also das Gefühl, dass der Tieftonbereich zurückgenommen ist, aber tatsächlich reicht er tiefer. Es gibt jedoch keine Resonanz bei etwa 50 oder 60 Hertz, da wir die Reflexabstimmung nach unten verschoben haben.
DS: Du hast gesagt, dass ihr die Impedanz der Tieftöner geändert habt.
MB: Im Modell 05 haben wir vier Tieftöner verwendet, und das waren hochohmige Treiber, die wir alle parallel geschaltet haben. Jetzt schalten wir jedoch zwei in Reihe, zwei in Reihe und diese dann parallel. So erhält man eine Nennimpedanz von sechs Ohm. Die hatten wir vorher auch schon. Aber die Kopplung ist jetzt anders. Und das hat zwei Vorteile: Wir können überall dieselbe Schwingspule verwenden. Das ist natürlich eine gute Sache. Aber es scheint auch dazu zu führen, dass sich die Basssysteme besser verhalten. Der M8, den Du gestern gehört hast, wurde auf dieselbe Weise aufgebaut: in Reihe, in Reihe, in Reihe, parallel, in Reihe, in Reihe, in Reihe, parallel. Das bedeutet, dass man beim M8 auf vier Ohm kommt, und bei Deinem Lautsprecher mit vier Treibern auf sechs Ohm. Wir kombinieren sie also und verwenden sie sowohl in Reihe als auch parallel.
DS: Glaubst du, es wäre sinnvoll, in meinem Zimmer Subwoofer hinzuzufügen?
MB: Ja, natürlich.
DS: Welche?
MB: Die nebenan. Ich weiß nicht, ob sie gerade laufen. Aber wir können hingehen und sie zum Laufen bringen. Ich kann dir zeigen, was die Subwoofer leisten.
DS: Ich bin gespannt.

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  • Social Introtext Während meines letzten Besuchs der Audio Group Denmark in Aalborg hatte ich am Tag nach der Präsentation der Børresen M8 und der Aavik M-880 Gelegenheit, mit dem Entwickler der T5 SSE über sein Produkt zu sprechen. Wenn Sie im ersten Teil technische Details vermisst haben sollten: Hier finden Sie sie in Hülle und Fülle.

Einerseits war ich mit der Børresen 05 Silver Supreme Edition in meinem Hörraum wunschlos glücklich, andererseits begeisterte mich das Nachfolgemodell, die T5 SSE, schon bei ihrer Vorstellung damals noch in München allein durch ihr Erscheinungsbild: Die schwarze Hochglanzlackierung mit Karbonfaser-Applikationen wirkte einfach unheimlich elegant.

Aber natürlich geht es mir bei Lautsprechern nicht vorrangig um die Optik. Dass die Børresen 05 SSE solange bei mir zu Gast war und ich mich schon auf die T5 SSE freute, liegt an der doch recht ungewöhnlichen Bauform der beiden, bei der eines der vier Basschassis oben im Gehäuse montiert ist. Dadurch regt der unter der Dachschräge stehende Schallwandler meinen Hörraum im Tieftonbereich anders an als alle Lautsprecher, die bisher dort standen. Dass es in meinem klanglich ansonsten sehr stimmigen Arbeitszimmer ein Problem mit einem steilflankigen Einbruch um 64 Hertz gibt, hatte ich in einem Artikel zur Raumakustik vor nicht allzu langer Zeit ja schon beschrieben und auch, dass die Børresen 05 SSE ganz abgesehen von ihren sonstigen Meriten das Problem dank ihrer speziellen Chassis-Anordnung einfach verschwinden lässt. Das sollte bei der T5 SSE nicht anders sein. Neben den logistischen Herausforderungen gibt es noch eine kleine Unwägbarkeit beim Austausch der Fünfer: Wie man es schon vom Modellwechsel bei Autos her kennt, hat auch bei Børresen die aktuelle Version in allen Dimensionen im Verglich zum Vorgänger den ein oder anderen Zentimeter zugelegt. Die 05 SSE passte so gerade unter die Schräge. Bei der T5 SSE muss ich schlimmstenfalls bei der Ausrichtung minimale Abweichungen von der bisher bestens bewährten Position in Kauf nehmen.

Die elegante T5 SSE ist 1,66 Meter hoch
Die elegante T5 SSE ist 1,66 Meter hoch

Doch vor Anmerkungen zur Platzierung des Schallwandler im Raum und der Schilderung der ersten Höreindrücke mache ich üblicherweise die technische Besonderheiten eines Testobjekts zum Thema. Doch mit der üblichen Routine ist es bei der T5 SSE gleich aus mehr als einem Grund nicht getan: Zum einen verwendet Michael Børresen auch bei seinen Lautsprechern eine Reihe von Technologien zum Schutz vor hochfrequenten Störungen, die er für die Kabel, Ethernet-Switches und Stecker für freie Buchsen für Ansuz entwickelte: So habe ich „Analog Dither“, „Active Tesla Coils“ und „Anti-Arial & Resonance Coils“ schon beim Test des PowerSwitch D-TC und des D-TC Gold Signature beschrieben, während Roland Dietl ausführlich über seine Erfahrungen mit den Sortz berichtete. Auch Elemente zur Resonanzkontrolle wie die Darkz waren hier schon mehrfach Gegenstand der Betrachtung. Um ermüdende Wiederholungen zu vermeiden, werde ich im Folgenden nur die bei der T5 SSE zum Einsatz kommenden Ansuz-Lösungen nennen, sie aber nicht noch einmal detailliert beschreiben. Da kann ich nur auf die Eigeninitiative aller technisch Interessierten hoffen und auf die obigen Links verweisen.

Die Chassis werden auf die Schallwand montiert. Die Schallführungen werden aufgesteckt
Die Chassis werden auf die Schallwand montiert. Die Schallführungen werden aufgesteckt


Zum anderen hatte ich am Tag nach der Symphony of Innovation der Audio Group Denmark Mitte Februar die Gelegenheit, von Michael Børresen mehr über seine Weiterentwicklung der 05 zur T5 zu erfahren und mit ihm über meine Erfahrungen mit seiner Kreation zu sprechen. Das Interview werden Sie in Kürze an dieser Stelle lesen können. Auch deshalb kann es kein Fehler sein, die technischen Details der Børresen an dieser Stelle nur recht kurz abzuhandeln: Auch bei der T5 bestehen die Membranen aus drei Schichten. In der Mitte befindet sich ein Aramid- oder Nomex-Wabenkern, der oben und unten von sogenannten „Spread-Tow“-Kohlefaserschichten bedeckt ist. Dabei besteht das Gewebe aus gespreizten, bandartigen Faserbündeln, die flach nebeneinandergelegt und verwoben werden. Die Vorteile dieses Gewebes sind eine höhere Festigkeit und Steifheit, eine Gewichtsreduzierung von etwa 20 Prozent gegenüber klassischen runden Faserbündeln und eine exzellente Oberflächenstruktur. Dem Epoxidharz, das die Schichten miteinander verbindet, sind Graphen und Bor-Fasern beigemischt. Das sind hochkristalline, eindimensionale Nano- oder Mikrostrukturen, die sich den theoretischen Grenzen der Zugfestigkeit und Elastizität annähern sollen. Sie werden in erster Linie als Verstärkungsadditive in Metall-, Keramik- und Polymerverbundwerkstoffen eingesetzt. In den Membranen erhöhen sie abermals die Festigkeit, ohne nennenswertes zusätzliches Gewicht hinzufügen. Dadurch soll die Membran nicht nur stabiler werden, sondern auch geräuschärmer arbeiten.

Der Bändchen-Hochtöner hat einen Wirkungsgrad von 94 Dezibel
Der Bändchen-Hochtöner hat einen Wirkungsgrad von 94 Dezibel

Angetrieben werden die beiden 5-Zoll-Tiefmitteltöner und vier 8-Zoll-Tieftöner von Michael Børresens patentiertem eisenlosem „Motor“: An Anfang und Ende des Antriebs sitzen inner- und außerhalb des Luftspalts für die Schwingspule Neodym-52-Ringmagnete, zwischen denen sich bei der Silver Supreme Edition Ringe aus reinem Silber befinden: Die Schwingspuleninduktivität werde durch diese Konstruktion auf ein Zwölftel des bei herkömmlichen, eisenbasierten Treibern Übliche reduziert, führte der Entwickler schon beim Test der 05 SSE aus. Natürlich werden die Kupfer- und Silberringe, die Körbe, die Frequenzweichen-Spulen, der Hochtöner und die interne Ansuz-Gold-Signature-Verkabelung kyrogen behandelt, um die Leitfähigkeit, die Festigkeit und die Gesamtleistung zu verbessern. Beim Børresen-RP94-Bändchen-Hochtöner wurde mithilfe ausgefeilter Finite-Elemente-Verfahren das Magnetflussfeld optimiert, um einen hohen Wirkungsgrad sowie eine hervorragende Linearität zu gewährleisten. Auch bei dieser Version ist die bewegte Masse mit 0,01 Gramm extrem gering, so dass der Hochtöner in der Lage sein soll, selbst die subtilsten und feinsten Klangdetails wiederzugeben. Zu seiner Ansteuerung ist kein Transformator notwendig.

Der Tiefmitteltöner besitzt eine Sandwich-Membran aus einer Nomex-Wabenstruktur, die von zwei Lagen Kohlefasergeflecht bedeckt ist
Der Tiefmitteltöner besitzt eine Sandwich-Membran aus einer Nomex-Wabenstruktur, die von zwei Lagen Kohlefasergeflecht bedeckt ist

Wie alle Børresen-Lautsprecher sind auch die T5 SSE mit einer seriellen Frequenzweiche ausgestattet, so dass sich die Treiber im Übergangsbereich denselben Stromfluss teilen, der auch im Übergangsbereichs phasenstarr ist. Ziel dieser Beschaltung der Chassis ist ein kohärentes Klangbild. In der Weiche werden Folienspulen verwendet, die mit einer Papierisolierung gewickelt und unter Vakuum mit Harz imprägniert sind, was die mechanische Stabilität erhöht. Michael Børresen setzt hier „Stack-Foil“-Kondensatoren nach Militärspezifikation ein, denen er „die beste mechanische Stabilität und die geringste Induktivität aller auf dem Markt erhältlichen Kondensatortypen“ bescheinigt. Außerdem klängen sie ausgezeichnet. Die Widerstände zur Anpassung des hohen Wirkungsgrades des Hochtöners an den des Tiefmitteltonbereichs sind Metallfolientypen, da sie extrem geringe Rauschwerte und eine ebensolche thermische Variation aufweisen. Anders als die 05 sind die T5 mit Bi-wiring-Terminals ausgestattet, so dass die Tieftöner und die Tiefmitteltöner inklusive Hochtöner mit jeweils eigenen Kabeln respektive Endstufen angesteuert werden können. In beiden Fällen kommt die integrierte passive Frequenzweiche zum Einsatz. Selbstverständlich können die T5 auch mit aktiven Frequenzweichen kombiniert werden, wie sie beispielsweise die Aavik Vorstufe und die Aavik Vollverstärker mit an Bord haben.


Das Material des im 3D-Druck entstandenen Korbes des Tiefmitteltöner dürfte der Serie ihren Namen gegeben haben: Titan
Das Material des im 3D-Druck entstandenen Korbes des Tiefmitteltöner dürfte der Serie ihren Namen gegeben haben: Titan

Die mit Hartholz und Kohlefaser-Elementen verstärkten Lautsprechergehäuse, die in schwarzer Hochglanzlackierung oder mit hochglanzlackiertem Nussbaum-Furnier zu haben sind, beherbergen auch – wie erwähnt – eine Reihe von bewährten Ansuz-Technologien, zum Schutz vor hochfrequenten elektromagnetischen Störungen und zur Resonanz-Kontrolle. Letzterer dienen die zum Lieferumfang gehörenden Darks T2 Supreme, die aber nach meinen Erfahrungen mit der 05 SSE nicht zum Einsatz kamen: Lars Kristensen und Michael Børresen hatten damals zum Aufbau ihrer Lautsprecher auch zwei Sätze Darks Z2 Signature mitgebracht, die zu einer noch deutlich besseren Definition im Bassbereich führten, ohne auch nur das Mindeste an Energie wegzunehmen. Von den Topmodellen der Darks sollten natürlich auch die neuen Fünfer profitieren. Zur Rauschunterdrückung und gegen Einstreuungen kommen auch in der T5 SSE Ansuz' Tesla-Spulen so wie die in Leiterplatten integrierten aktiven Tesla-Spulen zum Einsatz. „Anti-Arial & Resonance Coils“ schützen die interne Verkabelung der Boxen. Die analoge Dither-Technologie, die inzwischen zur dritten Generation weiterentwickelt wurde, wird in der T-Serie natürlich ebenfalls verwendet.

Die Belüftungsöffnungen für die beiden Tiefmitteltöner und drei unteren Tieftöner
Die Belüftungsöffnungen für die beiden Tiefmitteltöner und drei unteren Tieftöner

Wie schon kurz nach dem Eintreffen der T5 in einem Artikel beschrieben, war es aus logistischen Gründen nicht möglich, die beiden Fünfer direkt nacheinander zu hören. Mit allen Vorbereitungen verging mehr als ein Tag, bis ich die T5 SSE an annähernd der gleichen Stelle in meinem Arbeitszimmer aufstellen konnte, den zuvor die 05 SSE innegehabt hatten. Das war übrigens nicht der Ort, an dem die beiden Firmengründer ihre 05 SSE nach deren Anlieferung platziert hatten. Ich gebe gerne zu, dass bei der von ihnen gewählten, stark eingewinkelten Aufstellung sehr nah an den Seitenwänden kräftige Impulse noch einen Tick intensiver zu erleben waren und auch die Maße der imaginären Bühne noch beeindruckender rüber kamen. Allerdings konnte lediglich eine exakt in Mitte des Raumes sitzende Person in den Genuss dieser phantastischen Darbietung kommen. Rechts oder links vom zentralen Sessel waren die immensen Qualitäten der Børresen T5 allenfalls zu erahnen.

Der obere Tieftöner wird wie alle Konuslautsprecher der T5 SSE von einem eisenlosen „Motor“ angetrieben
Der obere Tieftöner wird wie alle Konuslautsprecher der T5 SSE von einem eisenlosen „Motor“ angetrieben


Auch wenn mir Lars Kristensen zu mehr Mut zum Egoismus riet, experimentierte ich solange mit der Platzierung der 05, bis man deutlich mehr als 95 Prozent ihres Leistungsvermögens auf zwei nebeneinander liegenden Plätzen erleben konnte. Als eine Art vertrauensbildende Maße ist das gemeinsame Hören mit Herstellern und Vertrieben für mich unverzichtbar, denn nur so können sie nach der Anlieferung ihrer Testgeräte sicher sein, dass diese sich auch im meinem Arbeitszimmer so verhalten, wie sie es gewohnt sind. Noch wichtiger für mich ist aber, dass meine Kette nicht den Eindruck erweckt, High End sei ein autistisches Vergnügen. Dafür teile ich audiophile Erlebnisse viel zu gerne mit Freunden und Kollegen. Und auf den entspannten Musikgenuss mit meiner Gattin zur Stunde des Aperitifs möchte ich gleich gar nicht verzichten. Langer Rede kurzer Sinn: Auch die T5 wird dort stehen, wo sie zwei Zuhörer mit möglichst vielen ihrer enormen Fähigkeiten beglückt.

Der auf konventionelle Art hergestellte Korb des 8-Zöllers
Der auf konventionelle Art hergestellte Korb des 8-Zöllers

Dank des Fliesenbodens lässt sich der Standort der 05 SSE im Hörraum präzise einzeichnen – und diese Markierung später auch rückstandslos wieder entfernen. An diesen Kreisen und Linien orientiere ich mich bei der Aufstellung der T5 SSE: Aufgrund der etwa größeren Höhe und der Balken der Dachschräge muss ich die neuen Boxen mit etwa drei Zentimeter mehr Abstand von den Seitenwänden aufstellen, an der Ausrichtung der Schallwand auf den Hörplatz ändert sich nichts. Schon nach den ersten beiden Test-Tracks bin ich schier überwältigt: Die Musik entfaltet sich freier in einem größeren imaginären Raum, die physische Existenz der Lautsprecher gerät sofort in Vergessenheit. Man glaubt, die fest auf der Bühne verankerten Instrumente als dreidimensionale Objekte vor sich zu haben. Auch Ein- und Ausschwingvorgänge sind präziser nachzuvollziehen. Vielleicht habe ich mich ja vom sehr ähnlichen Aussehen der beiden Fünfer täuschen lassen: Mit einer solchen klanglichen Verbesserung habe ich jedenfalls nicht gerechnet. Auch der Tieftonbereich wirkt nun noch besser strukturiert, ganz einfach sauberer. Kein Wunder, dass ich die T5 SSE einige Tage und Abende mit einer Reihe von Lieblingsscheiben, von denen die meisten bei ECM erschienen sind, ohne jegliche Erkenntnisabsicht genieße. Für dieses Vorgehen spricht auch, dass ich keinerlei Informationen darüber habe, ob und wie lange das Pärchen in der Firma eingespielt wurde. Da kann das ein oder andere Album mehr vor dem kritischen Hinhören nicht schaden.

Die Kammer des oberen Tieftöners. Das Metallteill in der hinteren Öffnung beeinflusst das Strömungsverhalten der Luft
Die Kammer des oberen Tieftöners. Das Metallteill in der hinteren Öffnung beeinflusst das Strömungsverhalten der Luft

Nach der Phase der spontanen Begeisterung darüber, viel mehr die T5 SSE in Sachen Raumabbildung, Detailverliebtheit und Spielfreude zu bieten haben als ihre Vorgänger, geht es dann doch mit den üblichen Test-Stücken zu der Einschätzung der Fähigkeiten der Fünfer weiter: Sollten etwa die Pauken zu Beginn des ersten Satzes von Mahlers Symphonie Nr. 3 mit Mariss Jansons mit einem Tick weniger Druck rüberkommen, als dies bei den 05 SSE der Fall war? Die Pauken besitzen mindestens so viel Energie wie zuvor, nur sind jetzt die einzelnen Schläge klarer voneinander zu unterscheiden und auch der Anteil der Felle an der Entstehung des Klang wird deutlicher. Die etwas weiter links stehende große Trommel lässt in der untersten Oktave ihres Klangspektrums jedoch einen Hauch Druck vermissen. Michael Børresen meint auf meine Nachfrage, dass die 05 SSE die Räume einiger ihrer Besitzer mit zu viel Tieftonenergie überladen habe. Deshalb habe er sich bei der endgültigen Abstimmung der neuen Fünfer für mehr Präzision und minimal weniger Fülle entschieden. Alles weitere, was er zu diesem Thema zu sagen hat, werden Sie in Kürze im Interview mit ihm lesen können.


Die 14 bis 15 Volt Gleichspannung für die Vorspannung der Kondensatoren in der Frequenzweiche und die Dither-Schaltungen werden über eine BNC-Buchse zugeführt
Die 14 bis 15 Volt Gleichspannung für die Vorspannung der Kondensatoren in der Frequenzweiche und die Dither-Schaltungen werden über eine BNC-Buchse zugeführt

Glücklicherweise konnte ich mich bisher mehr als ein halbes Jahr mit Børresens T5 SSE beschäftigen – und mich vielleicht auch daran gewöhnen. Oder sollte der unterste Bassbereich der Schallwandler nach der Ankunft in Gröbenzell einfach nur eine längere Einspielzeit gebraucht haben? Ich kann jedenfalls außer dem ersten Satz von Mahlers Symphonie Nr. 3 konkret kein anderes Musikstück benennen, bei dem ich tieffrequente Wucht vermisste, dafür aber einige, die mir nicht zuletzt wegen ihres besonders überzeugenden Bassbereichs nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Bei zweien war eine weitere Ausnahme-High-End-Komponente beteiligt, Wilson Beneschs Prime Meridian System. In dessen Test hatte ich erwähnt, dass ich mit Krey Baumgartl vom deutschen Wilson-Benesch-Vertrieb „Radioaktivität“ von der seltenen deutsche Ausgabe des Vierfach-Albums Minimum – Maximum von Kraftwerk hörte und die Bass Drum und die tieffrequenten Synthie-Sounds enorm viel Druck im Tiefton-Bereich entfachten – und das mit einer ungeheuer exakten Definition: Bässe wie in Marmor gemeißelt!

Die Adapter erlaubt die Verwendung von Single-Wiring-Lautsprecherkabeln trotz Bi-Wiring-Anschlüssen
Die Adapter erlaubt die Verwendung von Single-Wiring-Lautsprecherkabeln trotz Bi-Wiring-Anschlüssen

Wie oben beschrieben, kann man mit den T5 SSE in meinem Arbeitszimmer auch zu zweit Musik hören. Für einen Freund und Led-Zeppelin-Fan und seine Gattin hatte ich „Bring It On Home“ vom Album Led Zeppelin II aufgelegt und wollte gerade den Raum verlassen, damit die beiden den Song ungestört genießen konnten, blieb dann aber doch kurz stehen: Den Elektrobass hatte ich in diesem Song noch nie so präsent, energiegeladen und treibend gehört wie mit der Kombination aus Prime Meridian und Børresens Fünfer. Aber der Tieftonbereich der T5 SSE war jetzt lange genug Gegenstand der Betrachtung – und wird es erst wieder sein, wenn die Audio Group Denmark ein Pärchen BM3 liefern kann. Es war geplant, dass Roland Dietl die Bass Module in Kombination mit seinen Børresen 01 Cryo testet, jedoch ich bin einfach zu neugierig, um sie nicht auch einmal mit den T5 SSE auszuprobieren… Es dürfte klar geworden sein, dass meines Erachtens nach Børresens Fünfer das Beste sind, was meiner Kette und meinem Raum passieren konnte. Das sehen übrigens die Kollegen Roland Dietl, Thomas Heinemann und Achim Schneider genauso. Ersterer war schon direkt nach der Ankunft der Børresens in meinem Arbeitszimmer davon überzeugt, dass sie das Niveau des Vorgängermodells klar übertrifft. Thomas Heinemann verbrachte einige Zeit mit Qobuz und dem iPad vor den T5 SSE, da man Alben mit Frauenstimmen ja weder in meinem Plattenregal noch auf irgendeiner Festplatte finden kann. Da wir bei anderem Programmmaterial in unserer Bewertung nahezu hundertprozentig übereinstimmen, kann ich jetzt ruhigen Gewissens behaupten, dass die Fünfer auch Liebhaber von Stimmen rundum glücklich machen können. Achim Schneider war schon bei der digitalen Quelle davon begeistert, dass die T5 SSE völlig aus dem Klangbild verschwindet, man einfach nur Musik hört und keine Lautsprecher. Dabei würden die Dimensionen des realen Aufnahmeraumes oder der imaginären Bühne plastisch erfahrbar.

Die Darks T2 Supreme gehören zum Lieferumfang
Die Darks T2 Supreme gehören zum Lieferumfang


Da für ihn ein eine überzeugende Wiedergabe auf einem soliden Bass-Fundment fußen müsse, hob er bei seiner Einschätzung meiner Kette den überaus stimmigen und substanzreichen Tieftonbereich hervor. Realitätsnahe Transienten sind ihm ähnlich wichtig wie mir, und die liefert die T5 SSE auf überzeugende Weise. Besonders gefiel ihm das hohe Auflösungsvermögen der Kette und damit der Schallwandler, das es bei unserem Tonabnehmervergleich ermöglichte, die Charaktere der einzelnen Abtaster bestens von einander zu unterscheiden. Erfreulicherweise geht die Detailverliebtheit und perfekte Durchzeichnung nicht mit einem Anflug von Härte oder der Betonung des Hochtonbereichs einher und lenkt nie vom musikalischen Geschehen ab. Ganz egal, ob die Quelle eine Festplatte, eine Vinylscheibe oder ein Tonband ist: Die Musik sprich einen unmittelbar an, die Technik gerät in Vergessenheit. Dem brauche ich wohl nichts mehr hinzuzufügen.

STATEMENT

Dass die Børresen T5 SSE mit ihren patentierten eisenlosen Chassis in meinem Hörraum noch besser spielen als ihre Vorgänger, ist absolut ohrenfällig. Auch in Sachen Eleganz und Verarbeitung haben sie noch ein gutes Stück zugelegt. Die 05 SSE markierten für mich den Stand der Lautsprechertechnik. Die T5 dokumentieren, dass Michael Børresen und sein Team in der Zwischenzeit die Grenzen noch ein Stück weiter verschieben konnten. Einfach grandios!
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith
Tonarm Einstein The Tonearm 12“ und 9“, Thales Symplicity II, AMG 12JT, Thiele TA01
Tonabnehmer Vertere Ruby one und Xtrax, DS Audio DS-W3, Jan Allaerts MC 2 Finish, Lyra Etna und Olympos sL
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym), Aavik Acoustics R-588
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil, WDMyCloud
Streamer Auralic G2.1 mit 2TB SSD, SOtM sMS-2000 mit externen Netzteilen für Ethernet- und USB-Card und mit integrierter, kryobehandelter 4-TB-SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8
Bandmaschine Studer A80
Vorstufe WestminsterLab Quest
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen Acoustics 05 Silver Supreme Edition
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Forcelines, Ansuz Digitalz D-TC Supreme, Mainz D2 und Speakz D-TC SUPREME, Ortofon TSW-5000 Silver, AC 5000Si Silver
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Waversa Isolator-EXT-1 (2x), ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME, Degritter MK II, ramar Plattenbürste
Herstellerangaben
Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition
Frequenzgang 25Hz-50KHz
Wirkungsgrad 88dB/1W
Impedanz
Empfohlene Verstärkerleistung >50W
Kryo-Behandlung ja
Hochtöner Børresen RP94 Bändchen-Hochtöner
Tiefmitteltöner 2 x 5" Børresen IronFree Titanium-SSE-Treiber
Tieftöner 4 x 8“ Børresen IronFree Titanium-SSE-Treiber
Ausführung Schwarz hochglanzlackiert oder Nussbaum-Echtholzfurnier, hochglanzlackiert
Abmssungen (B/H/T) 24 x 68 x 166cm incl. Darks, 36 x 75,8 x 164,6cm incl. Fuß
Gewicht 105 kg
Preise 200.000 Euro (T5 Silver Supreme Edition)
3.340 Euro (Darks Z2S) x 8

Hersteller
BØRRESEN Acoustics
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web borresen-acoustics.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-07-14_borresen
  • Social Introtext Einerseits war ich mit der Børresen 05 Silver Supreme Edition in meinem Hörraum wunschlos glücklich, andererseits begeisterte mich das Nachfolgemodell, die T5 SSE, schon bei ihrer Vorstellung damals noch in München allein durch ihr Erscheinungsbild: Die schwarze Hochglanzlackierung mit Karbonfaser-Applikationen wirkte einfach unheimlich elegant.
Montag, 13 Juli 2026 00:56

Cayin

Für Freunde der Silberscheiben, die auf mobilen Musikgenuss nicht verzichten wollen, bringt Cayin den CP6 auf den Markt. Der tragbare, akkubetriebene CD-Spieler mit Röhrenverstärkerstufe liefert den Sound der Glaskolben für CD- und mobile HiRes-Quellen. Er beherrscht den Kopfhörerbetrieb oder kann als D/A-Wandler die heimische Anlage versorgen.

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Der mobile CD-Spieler Cayin CP6 ist der ideale Begleiter für unterwegs, der außer den Daten von der Silberscheibe auch solche bis zu einer Auflösung von 384 Kilohertz und 32 Bit bei PCM und DSD256 von Smartphone, Mobilplayer oder Laptop über einen besonders hochwertigen D/A-Wandler auf die analoge Ebene bringt. Kabelgebundene High-End-Kopfhörer steuert er wahlweise über den asymmetrischen 3,5-Millimeter-Klingenausgang, oder die symmetrische 4,4-Millimeter-Pentaconn-Buchse am. Die Kopfhörer dürfen Impedanzen zwischen 8 und 600 Ohm aufweisen, die maximale Ausgangsleistung beträgt zweimal 1300 Milliwatt Der eingebaute vollsymmetrische Vier-Kanal-Verstärker treibt auch technisch anspruchsvollste Kopfhörer mit höchster Wiedergabequalität.

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Für die digitale Signalverarbeitung kommen zwei Cirrus Logic CS4308P DACs, ein XMOS XU316 USB-Prozessor und der Qualcomm QCC3083 Bluetooth-Chipsatz zum Einsatz.

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Der CP6 verwendet keine Kaltkathodenröhre, sondern eine vollwertige Pentode mit direkter Kathodenheizung: die JAN 6418 des Herstellers Raytheon. Diese robuste, ursprünglich für militärische Zwecke entwickelte Vakuumröhre hat unter Highendern einen exzellenten Ruf und ist für einen musikalischen, sehr transparenten, eben röhrentypischen Klang bekannt. Als eine der wenigen direktgeheizten Röhren kann sie dank ihres geringen Spannungsversorgungsbedarfs im mobilen HiFi-Einsatz ohne praktische Nachteile betrieben werden. Durch die Integration in eine spezielle Silikondämpfereinheit, eine Anti-Shock-Funktion des CD-Laufwerks, und die Lüftungsbohrungen im Gehäuse, werden die Röhren optimal vor Hitze und Erschütterungen bewahrt, und machen den CP6 voll alltagstauglich. Durch die Timbre-Schaltung lassen sich drei verschiedene Klangcharakteristika mit oder ohne Röhren im Signalweg auswählen. Die Kopfhörerverstärkerschaltung unterstützt je nach Geschmack des Musikhörers Class-A oder Class-A/B-Betrieb.

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In Sachen Anschluss- und Einsatzmöglichkeiten ist der CP6 erstaunlich vielfältig: Neben CD-Wiedergabe und USB vom Smartphone oder Laptop unterstützt er auch das Zuspielen per Bluetooth 5.4 mit hochwertigen Codecs wie LDAC, AAC und Apt-X HD sowie die Steuerung per App. Neben den Kopfhöreranschlüssen stehen sowohl symmetrische wie asymmetrische Line-Ausgänge, und koaxiale wie optische Digitalausgänge für den Anschluss an höherwertige Heim-DACs zur Verfügung. Ein Bluetooth-Transmitter für die Übertragung von drahtlosen Signalen an mobile Kopfhörer rundet die Wiedergabemöglichkeiten ab.

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Ein besonderes Highlight für alle Besitzer eines Laptops ohne CD-Laufwerk ist die CD-Rip-Funktion. Der CP6 ermöglicht es, über den USB-C-Anschluss die eingelegte CD direkt zu digitalisieren und als verlustfreie WAV-Dateien zu speichern.

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Er kann am Netzteil ebenso betrieben werden wie über den eingebauten Akku. Letzterer bietet eine Schnellladefunktion und eine Spieldauer von bis zu 7,5 Stunden.

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Der Cayin CP6 ist ab sofort verfügbar und kostet rund 1.000 Euro. Ein Etui mit Trageriemen wird zu einem späteren Zeitpunkt als Zubehör erhältlich sein.

Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
Anschrift An der Kreuzheck 8
61479 Glashütten-Schloßborn
Telefon +49 6174 9554412
Fax +49 6174 9554424
E-Mail info@cayin.com
Web www.cayin.de

Weitere Informationen

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Freitag, 10 Juli 2026 07:39

Temperatur und Tonabnehmer

Vor rund 20 Jahren, als noch von Jahrhundertsommern statt von Hitzedomen die Rede war, trieb mich erstmals die Frage um, ob es Tonabnehmersystemen schade, wenn sie oberhalb der üblichen Raumtemperatur benutzt werden. Damals gab Benz-Eigner Albert Lukaschek bereitwillig Auskunft, heuer befragte ich Ortofons ehemaligen Chefentwickler Leif Johannsen.

Heute kann man nur neidvoll an die Sommer vergangener Jahrzehnte zurückdenken, als es schon bemerkenswert war, wenn das Thermometer mehrere Tage lang mal mehr als 25 Grad anzeigte. Da hat man dann seine Freizeit wahrscheinlich lieber im Freien verbracht, als vor der heimischen Anlage zu sitzen, die das Wohnzimmer oder den Hörraum mit Röhren- oder Class-A-Endstufen weiter aufheizte. Die Flucht in die Natur war allerdings keine Alternative, wenn man sich beruflich mit dem Thema Hifi beschäftigt und Abgabe- oder Veröffentlichungstermine anstanden. Also hat man mit mehr oder weniger schlechtem Gewissen die Nadel des Tonabnehmers trotzdem in die Rille gesenkt.

Das EMT ist ein weitverbreiteter Tonabnehmer: hier ein Brinkmann EMT ti. Der Nadelträger führt durch das Joch zum Spulenträger, der auf dem Dämpfungsgummi aufliegt. Die schwarzen Schrauben dienen der Einstellung des Spanndrahts
Das EMT ist ein weitverbreiteter Tonabnehmer: hier ein Brinkmann EMT ti. Der Nadelträger führt durch das Joch zum Spulenträger, der auf dem Dämpfungsgummi aufliegt. Die schwarzen Schrauben dienen der Einstellung des Spanndrahts

Höhere Temperaturen wirken sich vor allem auf das Dämpfungssystem des Tonabnehmers mit seinem Gummi und dem Spanndraht aus: Das Gummi wird weicher und der Spanndraht, der ja nicht wirklich ein Draht sein muss, sondern auch ein Kunststofffaden sein kann, dehnt sich minimal aus. Der Abtaster wird sich also ein klein wenig anders verhalten als bei der durchschnittlichen Raumtemperatur. Albert Lukaschek führte damals aus, dass die „Tonzellen“ bei circa 23 Grad optimale Betriebsbedingungen vorfänden. Bei diesem Wert erreichten sie die angegebenen Spezifikationen. Drei Grad mehr oder weniger sollten sich kaum bemerkbar machen. Darüber hinaus veränderten sich jedoch die Dämpfungseigenschaften des Gummis merklich, was den Klang durchaus in Mitleidenschaft ziehe. Selbst Temperaturerhöhungen von über fünf Grad sollten keine Auswirkung auf die Funktion des Spanndrahtes haben, wenn dieser wie bei den Benz-Systemen aus Stahl gefertigt sei. Bei Tonabnehmern, bei denen an dieser Stelle etwa Anglerschnur zum Einsatz komme, sei schon eher mit Abweichungen vom idealen Verhalten zu rechnen. Aber ganz egal, ob der Tonabnehmer nun bei 26 oder erst bei 29 Grad klanglich zu schwächeln beginne: Außer dass der Musikgenuss vielleicht minimal getrübt werde, drohe keinerlei Ungemach. Der Betrieb des Systems jenseits seines Wohlfühlbereichs könne nicht zu bleibenden Schäden führen. Soweit der Erbauer der renommierten Benz-Tonabnehmer.

Der Spulenträger und das Dämpfungsgummi
Der Spulenträger und das Dämpfungsgummi

An diese Aussagen erinnerte ich mich kürzlich, als ich eine Reihe von Tonabnehmern im Kombination mit der Aavik-Phonostufe, der R-588 hörte: Die etwas höheren Temperaturen im Hörraum dürften den Abtastern also keinen Schaden zufügen, und die klanglichen Ergebnisse waren so überzeugend, dass ich mir keine Gedanken darüber machte, ob es bei einigen Grad weniger vielleicht noch ein ganz klein bisschen besser klingen könnte. Für das darauffolgende Wochenende aber hatte der Kollege Achim Schneider seinen Besuch angekündigt und es war absehbar, dass der Analogfan auch eine Reihe verschiedener Abtaster in meiner Kette würde hören wollen. Da schien es mir dann doch sicherer, eine zweite Meinung zum Thema Tonabnehmer und Temperatur einzuholen. Und wer wäre geeigneter, entsprechende Fragen zu beantworten, als Leif Johannsen, der ehemalige Chief Officer of Acoustics and Technology von Ortofon, der in den letzten Jahrzehnten für alle Tonabnehmer der Dänen verantwortlich zeichnete und auch einen beträchtlichen Anteil an der Entwicklung des neuen Nadelschliffs für das MC Vertex hatte. Ein Exemplar des neuen Topmodells ist übrigens gerade auf dem Weg nach Gröbenzell.

Tonabnehmerspezialist Leif Johannsen
Tonabnehmerspezialist Leif Johannsen

Auch Leif Johannsen sieht keine Gefahr für Tonabnehmer, die bei hohen Temperaturen benutzt werden. Selbst beim Betrieb bei 35 bis 40 Grad im Hörraum seien keine bleibenden Schäden zu erwarten. Dadurch, dass das Gummi weicher werde, ändere sich natürlich der Klang und zwar nicht zum Besseren. Auch wenn er bei seinen Experimenten nicht über 30 Grad hinausgegangen sei, halte er es für ausgeschlossen, dass man das System durch die Benutzung bei Hitze ruiniere. Vorsicht sei allerdings bei der Herstellung angebracht: Wenn das Gummi aufgrund der Umgebungsbedingungen in der Fertigung zu weich sei, würde die Gegenkraft durch den Spannfaden zu hoch eingestellt, um den Nadelträger in der Idealposition zu fixieren. Bei Normaltemperatur sei dieser dann zu wenig beweglich, die Abtastfähigkeit einfach zu gering. Deshalb werde bei Ortofon darauf geachtet, dass in den Produktionsräumen entsprechende Temperaturen herrschten, was natürlich auch der Konzentrationsfähigkeit der dort tätigen Spezialistinnen zugute käme. Selbstverständlich fänden auch die Messungen der fertigen Abtaster unter kontrollierten Klimabedingungen statt: Auf den Messschrieben sei auch die Temperatur während der Tests vermerkt. Sie haben also die Wahl: klanglich leicht eingeschränkter Musikgenuss von der LP selbst bei hochsommerlichen Temperaturen oder doch lieber der Aufenthalt im Biergarten, im Freibad oder auf Balkon oder Terrasse.

PS: Momentan könnte ich mich sogar für Class-D-Endstufen und Geräte mit hocheffektiven Schaltnetzteilen erwärmen…

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  • Social Introtext Vor rund 20 Jahren, als noch von Jahrhundertsommern statt von Hitzedomen die Rede war, trieb mich erstmals die Frage um, ob es Tonabnehmersystemen schade, wenn sie oberhalb der üblichen Raumtemperatur benutzt werden. Damals gab Benz-Eigner Albert Lukaschek bereitwillig Auskunft, heuer befragte ich Ortofons ehemaligen Chefentwickler Leif Johannsen.
Mittwoch, 08 Juli 2026 23:48

Volumio Primo V3

Der Volumio Primo V3 ist ein audiophiler Streaming-DAC und Netzwerkplayer mit ESS Sabre ES9039Q2M und linearer, ultra-rauscharmer Stromversorgung für hochauflösende Wiedergabe bis 384 Kilohertz und 32 Bit sowie DSD. Er verfügt über symmetrische XLR- und unsymmetrische Cinch-Ausgänge, Gigabit-Ethernet, Dual-Band-WLAN, USB-Host-Ports und HDMI.

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Der Primo V3 arbeitet mit Volumio OS, einem auf Musik-Wiedergabe spezialisierten Betriebssystem, das ohne integriertes Display auskommt. Die Steuerung erfolgt über die Volumio App für Android/iOS, per Browser im selben Netzwerk oder über ein per HDMI angeschlossenes Display mit optionaler Maus, Tastatur oder Touchscreen.

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Der integrierte ESS Sabre ES9039Q2M unterstützt PCM bis 384 Kilohertz und 32 Bit, der USB-Digitalausgang PCM 1536 Kilohertz und 32 Bit sowie DSD1024. Über das Volumio-Menü stehen acht DAC-Filter – lineare und Minimum-Phase-Charakteristiken mit verschiedenen Roll-Off-Varianten – sowie ein schaltbarer NOS-Modus zur Verfügung, der Oversampling und interne DAC-Filter umgeht.

Der Primo V3 bietet eine symmetrische Stereo-XLR- und eine unsymmetrische Stereo-Cinch-Ausgangsstufe. Beide Ausgänge verfügen über acht schaltbare Ausgangspegel, so dass die maximale Ausgangsspannung präzise an die Eingangsreserve nachgeschalteter Vor- und Vollverstärker angepasst werden kann.

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Zwei USB-A-Host-Ports (5 V / 0,56 A und 5 V / 1,33 A) erlauben den Anschluss von SSDs, HDDs, USB-Sticks, Eingabegeräten oder externen DACs. Ein Micro-SD-Slot steht für lokale Musikspeicherung zur Verfügung, so dass der Primo V3 auch ohne permanente Netzwerkverbindung genutzt werden kann.

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Für Streaming stehen Gigabit-Ethernet (10/100/1000 Mbit/s) und Dual-Band-WLAN (2,4/5 GHz, 802.11 a/b/g/n/ac) zur Verfügung. Der HDMI-Ausgang spiegelt die Volumio-Oberfläche bis 4K/60 fps auf externe Displays. Ein Front-ON/OFF-Taster und eine mehrfarbige Status-LED (mit einstellbarer Helligkeit) signalisieren Betriebszustände wie Booten, Standby oder Netzwerkverbindung.

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Der Primo V3 bietet Auto-Power-Saving mit wählbaren Timeouts und Aktionen (Standby oder Power Off) sowie eine Auto-Power-On-Funktion beim Anlegen der Versorgungsspannung. Ein Quad-Core-A72-Prozessor mit 1,5 GHz, 2 GB DDR4-RAM und 16 GB eMMC sorgen für eine reaktionsschnelle Bedienung, OTA-Updates halten das System auf aktuellem Stand.

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Gegenüber der Vorgängergeneration nutzt der Primo V3 eine neue Hardware-Plattform mit schnellerem Quad-Core-A72-Prozessor, überarbeiteter linearer Netzteilsektion und dem ESS Sabre ES9039Q2M DAC. Hinzu kommen eine verbesserte Ausgangsstufe mit geringeren Verzerrungen, acht DAC-Filter, ein schaltbarer NOS-Modus, fein abgestufte Ausgangspegel, höhere unterstützte Samplingraten und OTA-Firmwareupdates.

Herstellerangaben
Volumio Primo V3
  • CPU: Quad-Core A72, Quad Core 1,5 GHz
  • RAM: 2 GB DDR4
  • Interner Speicher: 16 GB eMMC
  • LAN: Gigabit Ethernet 10/100/1000 M
  • WLAN: Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz)
  • Bluetooth: Version 5.0
  • USB-Ports: 1 x USB-A 2.0 (5 V / 0,56 A), 1 x USB-A 2.0 (5 V / 1,33 A)
  • Video-Ausgang: HDMI, bis 4K / 60 fps
  • DAC: ESS Sabre ES9039Q2M
  • Netzwerk-/Net-Eingang: bis PCM 384 kHz / 32 Bit und DSD256
  • USB-Digitalausgang: bis PCM 1536 kHz / 32 Bit und DSD1024
  • Stromversorgung: Lineare, ultra-niederrauschende 5 V / 3 A Versorgung
  • Analoge Ausgänge symmetrisch: XLR, 1,00 / 1,55 / 2,00 / 3,00 / 4,00 / 5,00 / 6,00 / 6,30 Vrms
  • Analoge Ausgänge unsymmetrisch: Cinch, 0,50 / 0,775 / 1,00 / 1,50 / 2,00 / 2,50 / 3,00 / 3,15 Vrms
  • Analoge Ausgangsimpedanz: ca. 140 Ω
  • DAC-Filter: 8 wählbare PCM-Filter
  • NOS Mode: Schaltbar ON/OFF
  • 12V-Trigger-Ausgang: 3,5 mm Klinke
  • Abmessungen (B x T x H): 27 x 15 x 5 cm
  • Gewicht: 2,5 kg
  • Preis: 900 Euro

Michelangelo Guarise, Gründer und CEO von Volumio, der das Team aus kreativen Köpfen, Ingenieuren, Musikbegeisterten und Audiophilen bei Volumio leitet, sagte: „Der Primo V3 ist keine bloße Weiterentwicklung. Er ist eine komplette Neugestaltung unseres Flaggschiff-Streaming-DACs. Auf der Grundlage der neuesten technischen Plattform von Volumio spiegelt er unser Engagement wider, die Grenzen der Leistung zu erweitern und gleichzeitig der Musikalität und Benutzerfreundlichkeit treu zu bleiben, die unsere Nutzer erwarten.“

„Der Primo V3 baut auf all dem auf, was unsere Community an den Vorgängergenerationen geschätzt hat, und führt gleichzeitig bedeutende Verbesserungen in Bezug auf Leistung, Flexibilität und Steuerung ein“, fügte Guarise hinzu.

Der Primo V3 wurde, wie alle Produkte von Volumio, im Herzen von Florenz in der Toskana von Hand entworfen und entwickelt. Er läuft auf Volumio, dem Musik-Betriebssystem, das ausschließlich mit dem Ziel entwickelt wurde, die beste Audio-Streaming-Qualität und das beste Hörerlebnis zu gewährleisten. Nutzer können Musik von jeder lokalen Quelle abspielen und auf Online-Streaming-Dienste wie Tidal, Qobuz, HighResAudio, TuneIn und Spotify zugreifen – alles über die Volumio-App oder eine beliebige andere Streaming-App, sei es Tidal Connect, Qobuz Connect oder Roon.

Vertrieb
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Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

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