Freitag, 14 August 2026 00:01

Dan Clark Audio Aeon Core

Anfang letzten Jahres stellte ich den Dan Clark Audio Noire X vor, dessen Klangsignatur der meines absoluten Favoriten, dem Stealth, sehr nahe kommt – und das zu einem Viertel des Preises des Dan Clark Audio-Topmodells. Jetzt charakterisiert der kalifornische Kopfhörerspezialist den Aeon Core sehr ähnlich: „Flagship Performance. Breakthrough Price.“

Dazu, wie sich die Hierarchie zwischen Stealth, Noire X und Aeon Core darstellt, möchte ich später kommen, denn bei seiner Arbeit für den Aeon Core ging es Dan Clark zuerst einmal um Grundlegenderes: die sogenannten Harman Curve, die Dr. Sean Olive und Todd Welti entwickelten. Sie beschreibt einen Zielfrequenzgang für Kopfhörer, den die meisten Hörer bevorzugen, weil er dem eines sehr guten Lautsprechers im Raum entspricht. Die Harman Kurve gilt als allgemein akzeptiert, auch wenn einzelne Kopfhörer-Konstrukteure sie in Frage stellen wie zum Beispiel Skylar Gray. Seine Kreationen, der Audioquest Nighthawk und der NightOwl Carbon sind im Bereich oberhalb von zwei Kilohertz deutlich zurückhaltender als es die Zielkurve von Olive und Welti vorgibt.

Das „Gehäuse“ des Core besteht aus Aluminium und Holz
Das „Gehäuse“ des Core besteht aus Aluminium und Holz

Dazu sollte man wissen, warum es bei der Harman Curve zu dieser Anhebung kommt: Die Ohrmuschel verstärkt diesen Frequenzbereich, wenn man beispielsweise ein lineares Lautsprechersignal in einem speziellen Winkel wahrnimmt. Für die Messungen von Kopfhörern werden Mikrofone am Ende eines künstlichen Gehörgangs und einer ebensolchen Ohrmuschel verwendet. Würde man mit dieser Anordnung den Frequenzgang von Lautsprechern im Raum messen, ergäbe sich oberhalb von zwei Kilohertz auch eine Anhebung von rund zehn Dezibel gegenüber dem Pegel bei einem Kilohertz. Da die Kopfhörer ebenfalls mit der Ohrmuschel interagieren, sollten auch sie bei Messungen mit einem Mikrofon am Ende eines künstlichen Gehörgangs die bewusste Anhebung aufweisen. Das heißt aber keinesfalls, dass dafür der Frequenzgang des Kopfhörers verantwortlich ist. Diese Anhebung entsteht nur im Zusammenspiel mit der künstlichen – oder echten – Ohrmuschel. Die Harman Kurve beschreibt also einen Zielfrequenzgang am Ende des Gehörgangs.

In einem Interview mit Jude Mansilla vom Magazin Head-Fi.org, das auch auf deutsch auf YouTube zu sehen ist, führt Dan Clark aus: „Als Sean Olive und das Team die ursprüngliche Harman Zielkurve entwickelt haben, nutzten sie ein proprietäres Ohr-Design – inzwischen Welti-Ohren genannt –, das sie für ihren GRAS-Messaufbau gefertigt hatten. Die damals verfügbaren Ohren waren gewissermaßen „Ross-Perot-Ohren“: Sie ragten zu weit heraus und waren zu hart, so dass die Kopfhörer nicht richtig auf dem Kunstkopf saßen und man keine zuverlässigen Bass-Messungen bekommen konnten – also konnte man die Tests nicht sinnvoll durchführen. Die Welti-Ohren wurden als weichere, nachgiebigere Ohren mit geringerem Härtegrad entwickelt, die weniger weit hervorstehen. Trotzdem sind sie nicht identisch mit den Ohren, die GRAS heute produziert und kommerziell anbietet. Dann passierten zwei weitere Dinge: GRAS brachte ein neues Mikrofon heraus, das RA0402, und eine neue Generation von Ohren, die KB5000-Serie, und genau die nutzt inzwischen jeder, der mit GRAS misst. Das bedeutet: Das Messsystem, mit dem die Harman-Kurve ursprünglich erstellt wurde, hat eine andere Frequenzgangcharakteristik als das System, mit dem heute alle arbeiten.“


Auch beim Aeon wird die Modellbezeichnung ins Kopfband eingestickt
Auch beim Aeon wird die Modellbezeichnung ins Kopfband eingestickt

Dazu sollte man noch anmerken, dass die Welti-Ohren nach Todd Welti, mit dem Sean Olive die Harman Curve entwickelte, benannt sind und GRAS ein dänisches, 1994 von Akustikpionier Gunnar Rasmussen gegründetes, privat geführtes Unternehmen ist, das sich auf seiner Website so beschreibt: „GRAS ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Schall- und Schwingungstechnik. Wir entwickeln und fertigen hochmoderne Messmikrofone und zugehörige Geräte für Branchen, in denen die Genauigkeit und Wiederholbarkeit akustischer Messungen von größter Bedeutung sind.“ Der Begriff „Ross-Perot-Ohren“ bezieht sich übrigens auf die auffallend großen und abstehenden Ohren des US-amerikanischen Milliardärs und Präsidentschaftskandidaten H. Ross Perot.

Doch zurück zu Dan Clark und Sean Olive. Bei ihren Untersuchungen konnten sie auf die ursprünglichen Welti-Ohren zurückgreifen. Dan Clark führt im Interview dazu aus: „Es ist ein ziemlicher Vorteil, dass wir diese Ohren noch haben, und so kann ich die ursprüngliche Harman-Kurve auf jeden unserer Kopfhörer anwenden und eine genaue Abbildung zum 5128 herstellen. Das ist sehr hilfreich, weil wir finden, dass der 5128 oberhalb von sechs Kilohertz deutlich genauer ist und besser abbildet, was wir hören, während das GRAS-System dort schwächer ist. Man sieht das in einigen unserer Messungen: Auf GRAS gibt es oberhalb von sechs Kilohertz deutliche Abweichungen von der Zielkurve, während es auf dem 5128 extrem glatt verläuft und eng an der Kurve bleibt. … Zwischen etwa ein und drei Kilohertz ergab die ursprüngliche Welti-Kurve – auf GRAS gemessen – rund ein Dezibel mehr Pegel als das, was wir auf den KB5000-Ohren fanden. Die KB5000-Ohren zeigten zwischen ungefähr 3,5 und 6,5 Kilohertz etwa ein bis zwei Dezibel mehr Pegel als die Welti-Ohren. Das sind keine riesigen Unterschiede, aber genug, dass wir beim Retuning des Aeon Core die KB5000-Kurve respektive die 5128-Kurve enger verfolgt haben, also etwas weniger Energie von ein bis drei Kilohertz und etwas mehr von 3,5 bis 6 Kilohertz, und das führt zu einem sehr natürlichen, lebendigen Klang.“ Bleibt mir nur noch zu ergänzen, dass die KB5000 Ohren Bestandteil des GRAS-Systems sind und der 5128 ein Kunstkopf inklusive Mikrofonen von Brüel & Kjaer.

Auf einen Faltmechanismus wurde beim Aeon Core aus Kostengründen verzichtet
Auf einen Faltmechanismus wurde beim Aeon Core aus Kostengründen verzichtet

Für das Feintuning des Frequenzgangs kommt im Aeon Core anders als beim Noire und Stealth nicht Dan Clark Audios zum Patent angemeldetes Acoustic-Metamaterial-Tuning-System – oder kurz AMTS – zwischen der Membran und dem Ohr zum Einsatz, das durch Diffusionskontrolle und Resonatoren den Frequenzgang glättet und formt. Dennoch habe der Aeon Core von der Entwicklung des AMTS profitiert, verriet dessen Entwickler. Auch beim neuen Modell glätte eine Kombination aus Diffusion und Absorption den Hochton, wobei man sich dem Niveau von AMTS annähere, allerdings ohne dessen Kosten und Komplexität. Auch der Verzicht auf ein Case und ein Drehgelenk im Kopfbügel sowie die Beschränkung auf das einfache DUMMER-Kabel helfen, den Preis knapp unter 1000 Euro zu halten.


Eine weitere Einsparung wurde durch das beim Aeon Core erstmals eingesetzte Membranmaterial möglich, das auf Kapton statt auf PET basiert. Laut Dan Clark habe es lange gedauert, die Zusammensetzung des Materials und dann Hersteller dafür zu finden, denn es durfte nicht den Eigenrauschpegel aufweisen, der bei Kapton üblicherweise über dem von PET liegt. Die Verzerrungswerte des Aeon Core bewiesen, dass das gelungen sei. Doch genug der Technik.

Gleich nach seinem Eintreffen habe ich den fabrikneuen Aeon Core mit dem Lotoo Mjönir verbunden und ihn rund 100 Stunden eingespielt. Wie meist bei Kopfhörertests versuche ich zu Beginn herauszubekommen, welche Anforderungen sie an einen Verstärker stellen. Die an der 6,3-Millimeterbuchse der Nagra VI zur Verfügung stehende Leistung hat sich beispielsweise beim Stealth als zu gering herausgestellt. Jetzt versuche ich es dort mit der digitalen Sicherheitskopie, die ich bei der Aufnahme von Bugge Wesseltoft erstellte habe. Obwohl ich auf einen Headroom von rund sechs Dezibel geachtet habe, treibt die Nagra den Aeon Core beim Rechtsanschlag des Potis zu Pegeln, die gerade noch angenehm sind. Ob das in einer lauten Aufnahmeumgebung ebenfalls reicht, ist schwer vorherzusagen. Fest steht, dass der Aeon Core deutlich empfindlicher und damit universeller einsetzbar ist als der Stealth.

Stecker und Buchsen sind die gleichen wie beim Stealth. Der Core wird aber mit dem günstigen DCA-DUMMER-Kabel geliefert
Stecker und Buchsen sind die gleichen wie beim Stealth. Der Core wird aber mit dem günstigen DCA-DUMMER-Kabel geliefert

Nachdem die erste Hürde genommen ist, geht’s mit dem MacBook Air, Audirvana und Chord Electronics' MOJO weiter. Bei Ravi Shankars „West Eats Meat“ vom Album Tana Mana drücke ich die Plus-Kugel für die Lautstärke am MOJO so oft, bis sie leicht violett stahlt: Der Pegel bewegt zwischen der Hälfte und zwei Dritteln des Maximums. Der Aeon Core bringt den mobilen DAC also keineswegs an seine Grenzen. Beim Tabla-Intro des vertrauten Songs bekommt man eine gute Vorstellung des imaginären Aufnahmeraums. Die Schläge auf die einzelnen Trömmelchen werden sehr gut differenziert, ohne dass der packende Rhythmus dadurch etwas von seiner Faszination verliert. Im Hauptteil groovt der E-Bass dann knochig knarzend. Die Pauke im Hintergrund kommt mit Druck und ist bestens definiert, aber bei weitem nicht so fett wie ich es beispielsweise von meinem Audeze in Erinnerung habe. Da ist der Aeon Core näher an der Wahrheit und macht bei diesem Track trotzdem – oder gerade deswegen? – jede Menge Spaß. Schon an dieser vergleichsweise unaufwändigen Kette zeigt Dan Clarks neuste Kreation, dass sie fest in der klanglichen Firmentradition verankert ist und über ähnliche Qualitäten verfügt, wie ich sie vom Noire X und Stealth her kenne. Während des Schreibens habe ich übrigens noch Ry Cooders Jazz gehört. Bei dieser Produktion musste ich die Lautstärke am MOJO ein paar Stufen herunter regeln, da der mittlere Pegel hier deutlich höher liegt als bei „West Eats Meat“. Die Bass Drum und die Tuba in „Face To Face That I Shall Meet Him“ stellen auch schnell klar, dass es dem Aeon Core im Tieftonbereich keinesfalls an Druck mangelt.

Der dritte Zuspieler ist Chord Electronics' HUGO, an den der 2go angedockt ist, der über WLAN die Musik-Dateien von der internen Festplatte des SOtM sMS-2000 bezieht. Das ist gegenüber MOJO und Co. natürlich noch einmal ein Verbesserung. Aber dass der Aeon Core die Qualität seiner Signallieferanten deutlich zur Geltung bringt, ist ja keine Überraschung. Deutlich mehr treibt mich um, wie sich der Core zum Noir X verhält. Dazu spiele ich drei mal Keith Jarrett und Jack DeJohnetts „You Know, You Know“ vom Album Ruta And Daitya. Mit dem Schlagzeug und dem mit Effekten verfremdeten Sound des Fender Rhodes ist das zwar kein besonders aussagekräftiger Test-Track, macht dafür aber umso mehr Spaß. Nach dem ein oder anderen Wechsel vom Core zum Noire X und wieder zurück bin ich mir aber auch mit bei „You Know, You Know“ sicher, wo die, wenn auch recht geringen Unterschiede zwischen den beiden Dan Clark Audios – oder kurz DCAs – liegen: Der neue suggeriert eine einen Hauch größere und luftigere Aufnahmeumgebung. Die Instrumente werden minimal besser differenziert und schärfer fokussiert. Allerdings besitzen hier die Bass Drums und die Toms einen Tick weniger Druck, erklingen dafür aber ein bisschen besser definiert. Die Becken zeichnet der Core feiner durch, sie wirken jedoch eine Spur zurückhaltender. Er lädt geradezu zu langem Hören ein, während der Noire X etwas spektakulärer agiert. Doch die Differenzen zwischen beiden sind, wie gesagt, marginal.


Der Blick in die Ohrmuschel des Aeon Core
Der Blick in die Ohrmuschel des Aeon Core

Bei der Beurteilung der Unterschiede kann ich mich selbstverständlich nicht nur auf ein File verlassen. Gerade bei oft über Lautsprecher gehörten Sequenzen wie dem Anfang des ersten Satzes von Mahlers Symphonie Nr.3 mit Mariss Jansons ist es aufschlussreich, sie einmal über Kopfhörer zu erleben: Der auch beim Tragen einer Brille angenehm sitzend Core verwöhnt mit ebenso vielen Details wie Schallwandler vom Kaliber einer Børresen T5 SSE oder Acapella Hyperion. Auch die Klangfarben des Orchesters und die Dynamik lassen keine Wünsche offen. Das ist auch beim Noire X nicht anders. Der wirkt allerdings nicht ganz so frisch, lebendig, offen und schnell, punktet jedoch mit einem minimal sonoreren Bassbereich und einem Hauch mehr Dramatik. Ich kann bisher keine klaren Vorteile für eines der beiden Modelle erkennen. Da kann nach sorgfältigem Vergleichen nur der eigene Geschmack entscheiden.

Mit dem Lotoo Mjölnir ist der Aeon Core über das zum Lieferumfang gehörende DAC-DUMMER-Kabel mit 6,3-Millimeter-Klinkenstecker verbunden, das als Ersatzteil zu einem Preis von 120 auf der Website des deutschen Vertriebs audioNEXT angeboten wird. Von der internen SD-Card spiele ich noch einmal den Anfang des ersten Satzes von Mahlers Symphonie Nr. 3: Die Pauken werden mit mehr Wucht reproduziert als beim HUGO 2 und die Instrumente und Instrumentengruppen stehen ein wenig plastischer, ja dreidimensionaler auf der nun etwas weiter in die Tiefe reichenden Bühne. Für die Ausgangsspannung ist die zweithöchste Stufe, „High“, gewählt und mit dem teilvergoldeten Poti-Knopf ein Pegel von 88 eingestellt. Auch wenn ich zuvor mit dem HUGO nichts vermisst habe, steigert der Mjölnir den Genuss doch noch ein bisschen.

Wenn ich herausfinden möchte, wie positiv sich eine symmetrische Ansteuerung des Aeon Core bemerkbar macht, komme ich nicht umhin, vorher ein wenig mit Kabeln zu experimentieren, denn ein solches mit vierpoligem XLR-Stecker habe ich nur in der höheren VIVO-Qualität zur Hand. Also höre ich den Beginn von Keith Jarretts „God Bless The Child“ vom Album Standards, Vol. 1 erst mit dem Standard-Kabel: Wie erwartet entwickelt schon das Piano-Intro mit wenigen Tönen, dem Geräusch des Pedals und dem Fußstampfen des Pianisten einen packenden Groove. Gary Peacocks Bass treibt knarzend mindesten ebenso unwiderstehlich wie die recht fette Bass Drum, die Snare und das High Hat: einfach immer wieder schön! Der Wechsel zum VIVO-Klinkenkabel lässt den Raum größer erscheinen, die Klangereignisse beim Intro werden besser gegeneinander abgesetzt, es fällt noch schwerer, die Füße ruhig zu halten, und es gibt mehr Feininformationen zum High Hat. Spätestens, wenn die Erneuerung des Standard-Kabels ansteht sollte man die höhere Ausgabe für die Vivo-Variante nicht scheuen. Der Aeon Core hat es verdient – zumindest wenn ein Verstärker von der Qualität des Mjölnir für Leistung sorgt. Mindestens ebenso groß wie beim Wechsel vom DUMMER zum VIVO mit Klinke ist der klangliche Zugewinn von der unsymmetrischen zu symmetrischen Anschlussart. Erst jetzt zeige der Aeon Core, zu welchen Leistungen er wirklich fähig ist. Wer ihn unsymmetrisch mit einem einfachen Kabel betreibt, verschenkt jede Menge Wohlklang. Symmetrisch angesteuert verwöhnt einen der DCA mit mehr Details, einem intensiveren Swing, mehr Spielfreude, noch besserer Durchzeichnung und satteren Klangfarben. Großartig.

Der Core mit den zum Lieferumfang gehörenden Utensilien
Der Core mit den zum Lieferumfang gehörenden Utensilien


Da kann man sich schon fragen, was der Stealth da noch mehr zu bieten hat. Eine Antwort versuche ich mithilfe des SPL Phonitor x zu finden, der sein Signal direkt von Chord Electronics' DAVE bezieht. Aeon Core und Stealth werden dazu symmetrisch mit dem SPL verbunden. Ich starte „Melted Matter“ von Tord Gustavsens Albums Changing Places, und könnte spontan in diesem Wohlklang versinken: die wechselnde Intensität der einzelnen Töne der eingängigen Melodielinie, der mächtige Bass mit den filigranen Griffgeräuschen und die sparsam hingetupften Akzente des Schlagzeugs im leicht halligen Raum – das kann einen schon bezaubern, auch wenn bisher „nur“ der Aeon Core die Signale des Phonitor in Schall wandelt. Dennoch braucht es keine Minute, um zu erkennen, dass der Stealth auf einem noch höheren Niveau spielt: Das Drum Set umgibt ein größerer Raum, die Tastenanschläge besitzen mehr Energie, der gesamte Track scheint mehr Dynamik zu besitzen und trotzdem fließt die Musik noch entspannter. Die Klangcharakteristiken der beiden DCAs kommen einander sehr nahe, aber einen Stealth kann auch der herausragende Aeon Core nicht ersetzen.

STATEMENT

Mit dem Aeon Core ist es Dan Clark gelungen, einen Magnetostaten mit einem fast schon verboten günstigen Preis/Leistungs-Verhältnis zu kreieren. Der Core bietet ein Menge der Vorzüge des Topmodells Stealth, ohne dessen Qualität vollständig zu erreichen. Darin ähnelt er dem Noire X, der in Teilbereichen anders abgestimmt ist. Für welchen der beiden man sich entscheidet, ist eine reine Geschmacksfrage. Schön, dass Dan Clark gleich zwei Modelle mit enormen klanglichen Leistungen zu relativ moderaten Preisen anbietet.
Gehört mit
Streamer SOtM sMS-2000 mit 4TB SSD, Chord Electronics 2go
10 MHz Clock SOtM sCLK-OCX10
Up-Sampler Chord Electronics M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil, MSB Cascade
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature
Kopfhörerverstärker mit / ohne DAC SPL Phonitor x, Chord Electronic MOJO und HUGO 2, Lotoo Mjölnir, Nagra VI
Kopfhörer Sendy Audio Peacock, Dan Clark Audio Noire
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 (2x), Rossaudio Kabel
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20, Waversa WLAN-Isolator-EXT-1 (2x), ifi Silent Power Lan iPurifier Pro
Herstellerangaben
Dan Clark Audio Aeon Core
Treiber planarmagnetisch (Magnetostat)
Wirkungsgrad 94dB/mW laut Website, 97db/mW laut Interview
Impedanz 17 Ohm
Empf. Verstärkerleistung 125mW an 16 Ohm
Kopfbügel Titanium mit selbstjustierendem Kopfband
Gehäuse Aluminium
Gewicht ohne Kabel 328 Gramm
Preis 1.000 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-08-14_danclark
  • Social Introtext Anfang letzten Jahres stellte ich den Dan Clark Audio Noire X vor, dessen Klangsignatur der meines absoluten Favoriten, dem Stealth, sehr nahe kommt – und das zu einem Viertel des Preises des Dan Clark Audio-Topmodells. Jetzt charakterisiert der kalifornische Kopfhörerspezialist den Aeon Core sehr ähnlich: „Flagship Performance. Breakthrough Price.“
Donnerstag, 13 August 2026 08:55

iFi Audio präsentiert den iDSD GR 2

iFi audio gibt die Markteinführung des neuen iDSD GR 2 bekannt, die nächste Evolution eines der meistgeschätzten tragbaren Audioprodukte des Unternehmens. Der iDSD GR 2 führt das Erbe des xDSD Gryphon fort und präsentiert sich als tragende Kraft für Audiophile, die kompromisslosen Klang jenseits des Desktop-Bereichs suchen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-13_ifi_idsd-gr-2-web-banner-1280.jpg

Der iDSD GR 2 wurde von Grund auf neu entwickelt und bietet eine neuartige DAC-Architektur, ein verbessertes vollsymmetrisches Verstärkungssystem, einen intuitiven OLED-Touchscreen sowie die K2HD-Technologie von JVCKENWOOD. Zudem ermöglicht er verlustfreies Bluetooth-Streaming. Das Ergebnis ist ein perfektioniertes Produkt, das den Titel als iFi Audios vielseitigsten tragbaren DAC/Amp verdient. Im Zentrum des GR 2 steht eine bedeutende Weiterentwicklung der D/A-Wandler-Architektur: Der PCM1795 DAC-Chip sorgt für eine warme, analoge Klangcharakteristik und bietet 32-Bit-Auflösung, niedrigere Verzerrungen und einen größeren Dynamikbereich. Der Einsatz von Class A-Operationsverstärkern und eine aufwändige Schaltungstopologie reduzieren Verzerrungen und verbessern die Transparenz.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-13_ifi_iDSD-GR2.jpg

Der neue kapazitive OLED-Touchscreen-Display ermöglicht eine direkte und intuitive Steuerung. Wesentliche Einstellungen sind sofort zugänglich, was die Bedienung vereinfacht und die Nutzererfahrung verbessert. Der GR 2 ist vollständig mit der iFi Nexis-App kompatibel, die eine einfache Anpassung und Updates bietet, um die Funktionalität des Geräts langfristig zu verbessern. Der iDSD GR 2 bietet bis zu 1.513mW RMS, was eine erhebliche Steigerung der Leistung im Vergleich zum xDSD Gryphon darstellt. Dies führt zu mehr Kontrolle und einem klar definierten Klangbild, selbst bei anspruchsvollen Kopfhörern. Die K2HD-Technologie von JVCKENWOOD bringt digitale Aufnahmen näher an die ursprüngliche Darbietung, indem sie verlorene harmonische Inhalte wiederherstellt. Dies sorgt für ein natürlicheres und emotionaleres Hörerlebnis.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-13_ifi_iDSD-GR2-1.jpg

Der GR 2 bietet modernste drahtlose Konnektivität über Bluetooth 5.4 und aptX Lossless, die einen kabellosen Klang in CD-Qualität ermöglicht. LDAC-Unterstützung sorgt für Premium-Playback mit hohen Bitraten. Ein neuer Hybridstrommodus optimiert die Nutzung von externem Strom und Batterie, was die Akkulaufzeit verlängert und die Lebensdauer des Geräts verbessert. Der iDSD GR 2 ist zum Preis von 550 Euro über WOD Audio und autorisierte Händler erhältlich.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-13_ifi_iDSD-GR2-3.jpg

Hauptmerkmale des iDSD GR 2

  • Neuer PCM1795 DAC mit maßgeschneidertem Balancestromkreis
  • Farb-OLED-Touchscreen mit kapazitiver Steuerung
  • Bis zu 1.513mW RMS bei 32 Ohm
  • K2HD-Technologie von JVCKENWOOD
  • Bluetooth 5.4 mit aptX Lossless und LDAC-Unterstützung
  • Hybridstrommodus zur Verlängerung der Akku-Lebensdauer
  • Vielseitige Anschlussmöglichkeiten: BT, USB, S/PDIF und Line-Optionen
  • Analoge Verarbeitungsmodi XSpace und XBass+

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-13_ifi
Samstag, 12 August 2006 11:58

audio agency

Vertrieb
audio agency HIGH-END AUDIO HIFI DISTRIBUTION
Kontaktperson Torsten Fink
Adresse Kölner Straße 46
41464 Neuss
Telefon +49 2131 8852444
E-Mail info@audio-agency.net
Web audio-agency.net
Dienstag, 11 August 2026 08:26

Oladra Presence

Die Server und Streamer von Antipodes Audio sind kostspielig. Das ist nicht neu. Sie bieten für's Geld eine hervorragende Klangqualität. Das begann seinerzeit für mich mit dem EX, ging über die S-Serie zum K50 und schließlich sogar bis zum Oladra G4. Jetzt steht der brandneue Oladra Presence bei mir zum Test.

Der Oladra Presence kostet enorme 58.000 Euro. Das ist für mich eigentlich Grund genug, mich nicht mit ihm zu befassen. Aber mein Interesse und meine Sympathie aufgrund der jahrelangen Erfahrung mit dieser neuseeländischen Manufaktur hat dann doch gewonnen. Trost hinsichtlich des Preises spendete gleich im ersten Telefonat Torsten Fink vom neu firmierten audio agency Vertrieb, indem er mir erklärte, dass das preisgünstigere Modell Oladra Sentia für immer noch stattliche 35.000 Euro klanglich ganz dicht am Presence dran sein soll. Da muss man dann als ehemaliger Besitzer eines Oladra G4 fair bleiben, denn der liegt mit 31.650 Euro nicht weit weg vom Sentia und würde, aktuell und zeitgemäß kalkuliert, wohl ähnlich oder sogar über dem Sentia eingepreist werden müssen. Wer sich die beiden Neuen nicht leisten kann oder will, findet möglicherweise mit zwei in wenigen Wochen erhältlichen Musikservern/Playern Kala 50 und Kala 20 das passende Antipodes Audio Modell. Zusätzlich dürfte sich ein interessanter Sekundärmarkt für die bisherigen Spitzenmodelle auftun. Die Produktpalette ist mit diesen vier Modellen komplett erneuert. Alle vier folgen einem vergleichbaren Konzept.

Das Antipodes Audio Entwicklungsteam um Firmengründer Mark Jenkins ist stets rührig und um Verbesserungen bemüht. Teilweise fließen diese per Software Update und in der Vergangenheit kostenlos ein, was den Besitzer selbstverständlich freut. Oder aber, wenn es um Erneuerungen in der Hardware geht, konnte man das Gerät nach Neuseeland schicken, bezahlte und bekam ein sein aktualisiertes Gerät mit ebenfalls neu beginnender Garantie zurück. So erlebte ich es mit meinem Oladra, aus dem dann ein Oladra G4 wurde. Die Abwicklung inklusive Transport war erstklassig organisiert, ich brauchte mich um nichts anderes zu kümmern als den Oladra zu verpacken. Ich habe über dieses Upgrade seinerzeit geschrieben. Antipodes Audio ist eine kleine Manufaktur, die sich seit 2009 auf die Entwicklung bestens klingender Musikserver und Streamer konzentriert. Schon seit 2004 hatte man Kabel hergestellt. Diese Sparte verkaufte man jedoch nach den ersten Erfolgen mit den digitalen Quellgeräten, um sich allein mit diesem hochkomplexen Thema Digital zu befassen. Sie wissen wie ich, wie kompliziert die saubere und fehlerfreie Verarbeitung von Einsen und Nullen ist und wie kritisch und sensibel das geschulte Ohr auf kleinste Fehler in Taktung und Phase reagiert. Nur deshalb existiert ein riesiges Angebot an speziellen externen Filter-Komponenten, Reclockern und ähnlichem.

Mit der S-Serie bot Antipodes Audio auch eine Zeit lang Einzelkomponenten, die zu einer klanglich maximalen Lösung kombiniert werden konnten. Das bot den Vorteil, dass man nach und nach investieren und optimieren konnte. Der Nachteil: Man benötigte viele Gehäuse, die natürlich Kosten verursachen und, nicht zu vergessen, reichlich Stellplatz und teure Stromkabel. Denn mit Beipackstrippen gibt man sich in dieser Anspruchsklasse nicht zufrieden. Ganzheitliche Lösungen sind da attraktiver. Als Flaggschiff bot Antipodes Audio mit dem K50 ein Gerät, in dem separate Computerboards für den Server und für den Player verbaut waren, was man bei den Oladra-Modellen nochmals vor allem hinsichtlich der Stromversorgung, perfektioniert hat. Einst waren diese Computer-Boards von Intel gekaufte Einheiten, die bei Antipodes Audio akribisch fein justiert und für den Audio-Einsatz hinsichtlich digitalem Rauschen und Störarmut optimiert wurden. Das Konzept überzeugte musikalisch, fand international Anerkennung und bekam jede Menge Auszeichnungen. Mark Jenkins, Mark Cole und die neuen weiteren kreativen Köpfe an der neuseländischen Kapiti-Coast forschten und testeten weiter. Inzwischen ist Greg Bauer der leitende Ingenieur hinter dem Hardware-Design von Oladra. Prince Pablo leitet die Software-, System- und Infrastrukturentwicklung.

Das massive Gehäuse des Oladra Presence ist weitgehend identisch mit dem des Oladra G4. Die Bedienung und Anzeige wurde überarbeitet
Das massive Gehäuse des Oladra Presence ist weitgehend identisch mit dem des Oladra G4. Die Bedienung und Anzeige wurde überarbeitet


Auf der HighEnd 24 erfuhr ich, dass für das folgende Jahr ein neues Topmodell geplant sei. Toll, ich hatte soeben einige Tausender für das Oladra G4-Upgrade ausgegeben und war mit dessen Klang sehr zufrieden. Aber das war ich mit dem K50 seinerzeit auch und mit dem ersten Oladra nicht minder. Zu meiner Freude passierte 2025 nichts. Auffällig war, dass keine Software Updates mehr angeboten wurden. Das Oladra G4-Konzept schien ausgereift. In Neuseeland dachte man über neue technische Strukturen nach. Im Zuge des neuen Konzepts wurde Antipodes Audio umgestaltet und etablierte Oladra als Markennamen für die neuen Spitzenmodelle Presence und Sentia. Auf der Antipodes Audio Website ist der Anspruch an die neuen Oladra sehr schön poetisch formuliert: Übersetzt lautet dieser in etwa so:

„Digitale Audiotechnik hat sich enorm weiterentwickelt.
Die Systeme sind leiser als früher. Präziser. Einfacher im Umgang.
Und doch scheint etwas Wesentliches außer Reichweite zu bleiben.
Musik kann beeindruckend klingen, ohne zu fesseln.
Klar, aber nicht mitreißend.
Alles scheint an seinem Platz zu sein, und doch kommt es nicht ganz an –
das Element, das die Aufmerksamkeit fesselt,
das den Wunsch weckt, zu bleiben.
Und doch ist der Moment selbst unverkennbar, wenn er sich einstellt.
Nicht immer hörbar, aber tief im Inneren spürbar.
Ein Gefühl der Präsenz.
Ein Punkt, an dem die Musik aufhört, nach Bewertung zu verlangen
und einen einfach nur in ihren Bann zieht.
Deshalb gibt es Oladra.
Das ist der Grund, warum wir überhaupt zuhören.“

Dabei sieht man bei Antipodes Audio das richtige Timing als die unabdingbare Voraussetzung für Musikalität. Denn wenn die Zeitrichtigkeit im Datenfluss nicht gegeben ist, entstünden irreparable Fehler und unwiederbringliche klangliche Verluste. So sei es auch folgerichtig, die gehörmäßige Beurteilung als höchste Instanz über die einwandfreien Messwerte zu stellen, da die in ihrer Aussagefähigkeit limitiert sind. Ein altbekanntes Thema, das Technokraten nicht gerne oder gar nicht beherzigen. Das Oladra-Konzept, so erfährt man aus Neuseeland, geht das Problem der sauberen Führung und Verarbeitung des digitalisierten Musiksignals direkt an der Quelle an: Es handele sich um einen maßgeschneiderten Audio-Computer, der als ein komplettes System konzipiert ist – vom Kern über die Stromversorgung und Erdung bis hin zum thermischen Verhalten, dem Layout und den digitalen Ausgängen –, wodurch der spätere Korrekturaufwand reduziert wird.

Die drei Füße werden von Isoacoustics für Oladra gefertigt. Der neue, kleine Ein-Ausschalter ersetzt den für Fingerabdrücke empfindlichen großen Taster beim G4
Die drei Füße werden von Isoacoustics für Oladra gefertigt. Der neue, kleine Ein-Ausschalter ersetzt den für Fingerabdrücke empfindlichen großen Taster beim G4

Das Gehäuse des Oladra Presence ist weitgehend identisch mit den Oladra-Modellen zuvor, jedoch 4,5cm breiter. Allein die Rückseite zeigt sich völlig anders und die Front hat ebenfalls einige Design-Änderungen erfahren. Dieses hochwertig verarbeitete, massive Gehäuse besteht aus einem einzigen Werkstück und nur der Geräteboden ist mit zwölf Schrauben befestigt und lässt sich leicht abnehmen. In diesem Boden finden sich Belüftungsschlitze. Drei Füße von Isoacoustics sind mit ihm verschraubt. Nach meiner Erfahrung mit Isoacoustics fördern diese unter anderem die Offenheit und Luftigkeit des Klangbildes. Schaut man in den Presence hinein, sieht man sofort, was Mark Jenkins und sein Entwicklerteam unter „weniger ist mehr“ verstehen. Hat man hier ein üppig bestücktes Innenleben erwartet wie es einst der K50 bot, liegt man daneben. Schon der Oladra war sehr reduziert und beim Presence haben die Neuseeländer das puristische Konzept perfektioniert. Denn unnötige Bauteile oder Platinen, Features, die dem Komfort aber nicht dem Klang förderlich sind, sind hier fehl am Platze. Hier wird die reine Lehre sichtbar realisiert. Eine aufwändige, solide Stromversorgung mit reichlich Kapazität ist die elektrische Basis. Das Netzteil selber verkraftet Eingangspannungen von 80 bis 305 Volt und ist in seinem Kunststoff-Gehäuse mit Silikon vergossen. Das dient der Wärmeableitung und eliminiert Vibrationen. Es besitzt laut Hersteller einen hohen Wirkungsgrad von 93 Prozent und verbraucht im Leerlauf weniger als 0,21 Watt. Die Stromversorgung ist die erste Stufe des Oladra Konzepts, gefolgt vom Rechenkern, der Softwareumgebung und dem digitalen Ausgang. Diese einfach wirkende Architektur ist sehr durchdacht. Das Weglassen allen Unnötigen ist zielführend und einzig an der Musik-Wiedergabe orientiert. Der stolze Preis spiegelt sich beim Oladra Presence nicht im Materialaufwand wieder. Er begründet sich vielmehr in der Entwicklungsleistung und Sorgfalt, die hier angewendet wurde, und in der Wahl der Bauteile. Dazu gehören auch die beiden ausgesuchten Festplatten von Samsung, von denen die vier Terabyte-Version zum Speichern der Musik-Files dient. Die zweite enthält das Betriebssystem.


Die Front gefällt mir besser als die des Oladra G4, weil der empfindliche große Kunststoffknopf zum Ein- und Ausschalten jetzt durch einen kleinen mit haptisch sympathischem Druckpunkt ersetzt ist. Wichtig zu wissen ist, dass der Presence bei der Inbetriebnahme erst einmal keinerlei Reaktion zeigt. Man könnte meinen, man habe vergessen, das Stromkabel anzuschließen. Es dauert eine Weile, bis die LED zu blinken beginnen und eine weitere Weile, bis die blaue LED dauerhaft dezent leuchtet und so die erfolgreiche Verbindung zum Router und zum D/A-Wandler, den man bitte zuvor eingeschaltet hat, anzeigt. Diese LED ist mit einem Schalter links in der Symboleiste abschaltbar, falls das Lichtlein stören sollte. Beim Herunterfahren des Presence blinkt eine blaue LED bis im abgeschalteten Zustand dauerhaft eine rote leuchtet, solange man den Presence nicht danach ganz vom Strom nimmt, was mit dem rückseitigen Netzschalter möglich ist. Auch die Rückseite des Presence folgt dem Grundsatz „weniger ist mehr“ rigoros. Statt der von den bisherigen Oladra-Modellen angebotenen Anschluss-Vielfalt gibt es nur einen Ethernet-Eingang – WLan kommt für den puristischen Presence nicht in Frage –, eine USB-A Schnittstelle für den Anschluss eines externen Speichermediums, einen Service-HDMI-Anschluss und den USB-A-Ausgang zum D/A-Wandler. Das ist abgesehen von der Erdungs-Bananenbuchse schon alles. Das USB-Ausgangsboard ist mit der Rückseite verschraubt, falls es gegen ein anderes, jetzt noch nicht erhältliches, ausgetauscht werden soll. Antipodes kündigt optional auch Kombinationen von USB mit S/PDIF als BNC oder Cinch sowie USB plus AES/EBU an. Die Reduzierung auf den einen USB-Ausgang, den gängigsten und universellsten aller Anschlüsse zum D/A-Wandler, ist konsequent puristisch. Damit werden unnötige Einstreuungen jeglicher Art über ungenutzte Schnittstellen vermieden. Schon beim Oladra G4 konnte ich praktisch keinen Klangunterschied zwischen USB und dem von mir favorisierten, aber nicht standardisierten I2S mehr feststellen. Zwei SATA-Slots erlauben eine Erweiterung des internen Speichers für Musikfiles, und zwar auf großzügige 20 Terabyte.

Bevor ich zur Klangbeschreibung komme, noch etwas in eigener Sache: Anfang April erfuhr ich von den zwei neuen Spitzenmodellen, die Torsten Fink mir für die erste Mai-Hälfte ankündigte. Aber nicht nur deshalb suchte und fand ich schnell einen Käufer für meinen Oladra. Ich hatte bei Cayin ein CD-Laufwerk gefunden, das ich nicht mehr hergeben wollte und das den Oladra klanglich übertraf. Gut, für HighRes-Files brauche ich auch weiterhin einen Server/Player, aber CDs rippen war plötzlich kein Thema mehr. Somit ist die Messlatte für diesen Test auch der Cayin Pearl 30 C. Es gibt ein Thema, was ich notwendig finde zu besprechen. Das ist das Zusammenspiel von Musik-Server/Player Hardware, also hier dem Oladra Presence und der Software, wie Roon, Audirvana, HQ-Player, Jplay oder Squeeze, was jetzt Lyrion heißt. Wie ich auch aus dem Kollegenkreis weiß, darf man durchaus in Betracht ziehen, dass nicht jede Hardware optimal mit jeder Software harmoniert. Bei Antipodes Audio ist Squeeze in der Vergangenheit favorisiert worden. Das sagte mir Mark Jenkins vor ein paar Jahren. Das stürzt uns Anwender in ein Dilemma, da Roon uns bekanntlich mit einer erheblich informativeren Benutzer-Oberfläche verwöhnte als das doch recht rudimentäre Squeeze. Andere Software wie Audirvana oder Jplay bieten ebenfalls eine schönere Bedienung und bessere Informationen. Antipodes Audio ermöglicht meines Wissens als einziger Anbieter die alternative Nutzung von Roon, Lyrion und DLNA kombiniert mit Minimserver als Server. Die neue Software „Oladra Play“ für Android, Apple und Windows macht ein Umschalten möglich, zwar nicht direkt hin und her, aber doch mit erträglichem Zeitaufwand und vor allem unkomplizierter Vorgehensweise. Sie haben also freie Wahl. Auf dem Oladra G4 nutzte ich stets Roon, auch weil Jplay mir und anderen Hörern in meiner Anlagen-Abstimmung zu hell klang. Squeeze oder Lyrion habe ich für Tests nie verwendet, weil diese Software nur wenige Leser nutzen. Mit dem Presence gilt es, diese drei Alternativen neu zu bewerten. Ich habe mit etlichen Musikstücken verschiedener Genres immer wieder verglichen und bin zu folgender Einschätzung gelangt: Roon sieht gegenüber Lyrion oder Jplay nicht besonders gut aus. Es klingt vergleichsweise weniger aufgelöst und weniger lebendig. Hat man mit Jplay oder Lyrion eine Weile gehört, fällt das Zurück auf Roon sehr deutlich ab. Es wirkt gegenüber den beiden Alternativen regelrecht langweilig. Am meisten begeistern konnte mich Lyrion, da es die Spannung in der Musik grandios vermittelt. Dies imponierte mir auch im Vergleich zu Jplay besonders beim Live-Album von Lhasa de Sela Live in Reykjavik. Die Präsenz der Sängerin, ihre Artikulation und die Atmosphöre mit der Resonanz aus dem Publikum vermittelt Lyrion in emotional packender Weise. Sogar Oldies wie Aftermath der Rolling Stones mit den schrecklichen links-rechts Zuordnungen dieser Zeit faszinierte, weil jeder Ton extrem plastisch, farbintensiv und konturenscharf zu hören war. Da wippen die Füße unweigerlich. Jplay punktete hingegen mit etwas mehr Schönheit und mehr Ruhe bei einigen Musikstücken. So gefiel mir mit Jplay das Live-Album The „In“ Crowd vom Ramsey Lewis Trio besser, weil für meinen Geschmack die Tonalität mit Lyrion hier im Grundton ein wenig zu üppig erschien und deshalb Jplay eine Spur lebendiger wirkte. Hinsichtlich der räumlichen Auflösung überzeugt der Presence auch bei Roon voll und ganz; Er staffelte Stimmen und Instrumente stets sehr schön und standfest auf großer Bühne und in keinster Weise an den Lautsprechern haftend ab – perfekt!

Die neue App Oladra Play bietet die Wahl zwischen drei Server- und Player-Kombinationen. Auch wenn man alle drei zum schnelleren Umschalten gleichzeitig aktivieren kann, sollte man sich doch jeweils für eine entscheiden, damit nicht mehrere gleichzeitig agierende Programme einander stören können. Local Play aktiviert den Normalfall Server und Player, Network Play macht den Presence zum reinen Server, um ihn zum Beispiel mit einem Streaming-DAC zu kombinieren
Die neue App Oladra Play bietet die Wahl zwischen drei Server- und Player-Kombinationen. Auch wenn man alle drei zum schnelleren Umschalten gleichzeitig aktivieren kann, sollte man sich doch jeweils für eine entscheiden, damit nicht mehrere gleichzeitig agierende Programme einander stören können. Local Play aktiviert den Normalfall Server und Player, Network Play macht den Presence zum reinen Server, um ihn zum Beispiel mit einem Streaming-DAC zu kombinieren

Da seinerzeit beim Vergleich meines Oladra G4 mit dem Cayin Pearl 30c Transport Roon benutzt wurde, starte ich den Vergleich auch mit Roon. Oladra Presence und das Cayin CD-Laufwerk verbinde ich mit klanglich gleichen Habst-USB- und -AES/EBU-Kabeln, sodass es hierdurch nicht zu Verfälschungen kommen kann. Schon bei der ersten CD, dem Piano Quartet op.47 von Robert Schumann, eingespielt bei Tacet vom Auryn Quartet, höre ich deutlich, wie sehr sich der Klang des Oladra Presence gegenüber dem Oladra G4 verbessert hat. Zwar hatte der Cayin Pearl immer noch leicht die Nase vorn, aber die Unterschiede waren beinahe gegen Null geschrumpft. Wenn damals der G4 diese Musik relativ hart und wenig emotional ansprechend wiedergab, erlebe ich mit dem Presence Klangfarbenpracht und mitreißendes Spiel. Ganz anders wird es, wenn ich statt Roon zu Jplay wechsle. Dann gerät der Cayin ins Hintertreffen, weil der Presence noch feiner auflöst und die Musik noch spannender darbietet. Der Presence musiziert jetzt lebendiger und auch schöner. Auch bei The „In“ Crowd vom Ramsey Lewis Trio bestätigt sich genau dieser Eindruck. Der Presence ist ein Meister des Rhythmus. Er zwingt geradezu zum Fußwippen und vermittelt ein packendes Musik-Erlebnis von begeisternder Intensität. Erstaunlich, wie gut Jplay jetzt klingt, ganz anders und überzeugender als mit dem G4. Lyrion setzt noch eins drauf und macht bei vielen Musikstücken das Erlebnis noch spannender. Details wirken noch klarer herausgearbeitet und lassen noch intensiver in die Musik hineinhorchen. Gut, mit Jplay hört man sie auch, aber Lyrion vermittelt diese Nuancen präzise und unangestrengt. Auch bei Rock-Musik wie Free Live klingt die Musik anmachend, die Drums mächtig, wenn auch weniger fett als mit dem Cayin, der hierbei ein wenig eigenen Sound ins Spiel bringt und im Grundton zu dick aufträgt.

Ich habe den Oladra Presence aufgeschraubt und fotografiert: Klasse statt Masse
Ich habe den Oladra Presence aufgeschraubt und fotografiert: Klasse statt Masse


Nun könnte man durchaus einwenden, dass mein Testbericht möglicherweise etwas Schieflage hat, da mein D/A-Wandler für gut 6000 Euro kein adäquater Spielpartner sei und die Vorzüge des Presence nicht ausreichend ans Licht bringt. Okay. Mein Freund T. hat vor kurzem einen Lampizator Horizon 360X erworben. Diesen steuert er mit einem Lampizator Gulfstream Roon-Musikserver an. Sein Problem liegt also eher anders herum und T. freut sich, den Oladra Presence am Horizon probieren zu können. Obwohl seine sehr aufwändige Anlage mit selbstgebauten Feldspulen-Lautsprechern nach Wolf von Langa und vier Klipschhorn-Nachbauten für den Tiefstbass auf seine Tonquelle Gulfstream mit Roon abgestimmt ist, kann der Oladra Presence hier sehr schnell seine Überlegenheit beweisen. Schon mit Roon erleben wir nicht nur bei natürlichen Instrumenten, Solostimmen und Chor wie Händels Giustino mehr Auflösung. Die Abbildung gewinnt bei dieser Musik ebenfalls an räumliche Tiefe Das überlegene Timing des Presence vermittelt Lebendigkeit und Rhythmus. Der Wechsel zu Lyrion bringt im Vergleich zu Roon eine Veränderung, die aber nicht immer eine Verbesserung bedeutet. So klingt „You Look Good to Me“ vom Oscar Peterson Trio-Album We Get Request mit Roon überzeugender. Das Bassspiel von Ray Brown wirkt dreidimensionaler. Vor allem das Klavier begeistert, weil es so authentisch zu hören ist, dass ich meine, den schwarz lackierten Flügel-Deckel zu sehen. So habe ich diesen seit 50 Jahren immer wieder gehörten Test-Dauerbrenner auch über noch kostspieligere Anlagen nie erlebt. Es schien also so, als hätte T. mit seiner Feinabstimmung Roon optimal integriert. Als wir danach jedoch mit Jplay hörten, war alles andere vergessen und zweitklassig. Beim Giustino erklangen die Stimmen großartig plastisch, die Streicher spielten zarter, seidiger. Zur einzigartigen Auflösung des Presence gesellte sich nun eine authentische Fülle der Klänge, die mein Freund mit „unglaublich“ kommentierte. Das Händel-Werk klang frappierend detailliert und gleichzeitig homogen und voller Schönheit. Zwar spielte in „You Look Good to Me“ Ray Brown den Bass jetzt nicht mehr ganz so knurrig und wuchtig; aber das war auch der einzige Titel unter vielen, wo Roon nicht zu schlagen war. Denn der E-Bass auf Lee Ritenour Rio spielte mit Jplay wieder wesentlich glaubwürdiger und schöner konturiert, während er mit Roon schlichtweg zu dick auftrug und die tonale Balance bei „Rio Funk“ kippen ließ. Jplay ist in diesem Anlagen Setup zusammen mit Minimserver der optimale Spielpartner. Das von Antipodes Audio gepflegte Angebot, verschiedene aufeinander abgestimmte Server- und Player- Software zur Verfügung zu stellen, und zwar jederzeit über die App abrufbar, beweist sich auch hier als ein Segen.

Ich wage mal, meinen Gesamteindruck so zu formulieren: Wenn der Oladra G4 bereits mehr als 30.000 Euro kostete, halte ich den Mehrpreis des Oladra Presence mit seinem minimalistischen, geradlinigen, im Detail präzise abgestimmten Konzept nicht nur für vertretbar sondern für fair. Diese ganzheitliche Optimierung bestätigt sich auch bei dem kurzen, zugegeben praxisfremden Versuch – jetzt wieder in meiner Anlage –, den Presence als reinen Server für meinen Eversolo-T8 als Lyrion Player einzusetzen. Das klangliche Ergebnis ist weit, weit unterhalb des Presence als in sich geschlossenes, harmonisches Gesamtkonzept.

STATEMENT

Mit dem Oladra G4 bot Antipodes Audio bereits eine hervorragende Musikmaschine. Weil der Oladra Presence klanglich so viel mehr zu bieten hat, spielt er in der obersten Liga und womöglich auf Platz Eins weltweit.
Gehört mit
Streamer Eversolo T-8
Netzwerk AVM 5590 Fiber mit Ferrum Hypsos, Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2
CD-Transport Cayin Pearl 30c
Digital/Analog-wandler HoloAudio May Ketsuné Edition oder Gold Note HP-10 deluxe
Vorverstärker Audio-gd Master 1 Vacuum
Endstufe für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 auf Isoacoustics
Equalizer LA-Audio EQ231G für Bass
Lautsprecher Triangle Grand Concert
Kopfhörer- Verstärker Gold Note HP-10 deluxe
Kopfhörer HEDD D1, Denon AH-D2000
Zubehör Audioquest Dragon 48 HDMI, Audioquest Diamond, USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB, Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black, S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Aquaeus Aureus Luminist Rev.,Elementa, Advance und Alzirr XLR, Silversmith, Fidelium Speaker und QED Genesis Silver Spiral mit Enacom, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP, Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange, Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang, Klangschalen, Levin Design Vinylbürste
Geräte-Erdung Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis
Herstellerangaben
Oladra Presence
Geräteart Musik-Server und Streamer
Musik-Speicher 4 Terabyte SSD integriert und bis zu 20 TB über zwei integrierte Einschübe für SATA SSDs sowie externe Zuspieler wie NAS
Betrieb Soft-Start und umfassender Schutz
Ausgang USB Audio Class 2.0 (UAC2) – vollständige Konformität über USB A
Wiedergabe Lyrion, Roon, DLNA
Stromversorgung Universalspannung mit weltweiter Konformität, optimiert für schnelle Stromabgabe bei Transienten
Gehäuse CNC-gefrästes 3-teiliges Gehäuse
Breite 491 mm
Tiefe 402 mm
Höhe 114 mm
Gehäusefarbe Schwarz oder Silber eloxiert
Gewicht 18,9 kg
Garantie 3 Jahre, mit Registrierung 5 Jahre, lebenslang für in D, A, Ch bei autorisierten Händlern erworbenen
Preis 58.000 Euro

Vertrieb
audio agency HIGH-END AUDIO HIFI DISTRIBUTION
Kontaktperson Torsten Fink
Adresse Kölner Straße 46
41464 Neuss
Telefon +49 2131 8852444
E-Mail info@audio-agency.net
Web audio-agency.net

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-08-11_oladra
  • Social Introtext Die Server und Streamer von Antipodes Audio sind kostspielig. Das ist nicht neu. Sie bieten für's Geld eine hervorragende Klangqualität. Das begann seinerzeit für mich mit dem EX, ging über die S-Serie zum K50 und schließlich sogar bis zum Oladra G4. Jetzt steht der brandneue Oladra Presence bei mir zum Test.
Montag, 10 August 2026 08:49

PS Audio Foundry F12

Dank des Foundry F12 ist Bass in Referenzqualität nicht länger durch Raumgröße, Aufstellungsbeschränkungen oder Kompromisse begrenzt. Er wurde für die mühelose Integration in jedes Hochleistungssystem entwickelt und bringt echte Vollbereichsleistung in reale Hörräume – wo bisher die Physik und nicht die Lautsprecher der begrenzende Faktor war.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-10_psaudio_Foundry-12-Front-no-background.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-10_psaudio_Foundry-12-rear-no-background.jpg

Der Foundry F12 ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung im Verständnis des Bassverhaltens in realen Räumen; PS Audio hat gelernt, warum die Raumakustik unterhalb von 200 Hertz dominiert, warum die meisten Subwoofer Musikalität zugunsten der Lautstärke opfern, warum Bassreflexöffnungen und handelsübliche Treiber versagen, wenn es auf Präzision ankommt. Jedes Element des F12 – vom ultralinearen 12-Zoll-Langhub-Treiber über das geschlossene Gehäuse bis hin zum 1000-Watt-Hochleistungsverstärker und dem intelligenten DSP – wurde von Grund auf neu entwickelt, um einen schnellen, kontrollierten und musikalisch authentischen Bass zu liefern. Als bestehende Lösungen zu kurz griffen, hat PS Audio seine eigene entwickelt – ohne Kompromisse. Man Muss sich nicht mehr zwischen Leistung und Präzision entscheiden. Mühelos zu integrieren, atemberaubend in seiner Wirkung, kompakt genug, um dort platziert zu werden, wo es die Akustik erfordert, und fähig, einen Bass zu erzeugen, der sowohl kraftvoll als auch nuanciert ist – der Foundry F12 verwandelt ein System von beeindruckend zu vollkommen. Wenn man einmal richtig guten Bass gehört hat, gibt es kein Zurück mehr. In die F12 kann ein Sender integrieren werden, so dass via App alle vorhandenen Foundry Subs zu bedienen sind, ohne irgendein Kabel vom Vorverstärker benötigen – vom Netzkabel einmal abgesehen. Mehrere Foundries übereinander lassen sich mechanisch fest miteinander verbinden. Erhältlich ist der Foundry F12 jeweils in Satin-schwarz und Satin-silber. PS Audio-typisch sind diese Subwoofer echt Preis-wert: Der Foundry F12 kostet 3.350 Euro.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-10_psaudio_Foundry-F12.jpg

Vertrieb
HiFi2Die4
Anschrift Austrasse 9
73575 Leinzell
Telefon +49 (0) 7175 909032
E-Mail hifi2die4@gmx.de
Web www.hifi2die4.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-10_psaudio
Freitag, 07 August 2026 12:44

Benno Baun-Meldgaard wird CTO bei SV Audio

SV Audio ernennt Benno Baun-Meldgaard zum Chief Technology Officer (CTO). Benno genießt in der High-End-Audiobranche hohes Ansehen und bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Konstruktion und Entwicklung von Lautsprechern mit. Er ist als Konstrukteur hinter Lautsprecherserien wie der Gryphon EOS-Serie und der Raidho TD-Serie bekannt

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-07_sv_Casper-Vestskov-Poulsen-Benno-Baun-Meldgaard--horizontal.jpg

Für SV Audio bedeutet diese Ernennung weit mehr als nur die Aufnahme eines der angesehensten Lautsprecherentwickler der Branche ins Team. SV-Audio wurde aus Leidenschaft für die Musik und in der Überzeugung gegründet, dass großartige Lautsprecher niemals im Mittelpunkt stehen sollten. Sie sollten in den Hintergrund treten und nur die Aufnahme sowie die emotionale Verbindung zwischen dem Künstler und dem Zuhörer im Vordergrund stehen lassen. Diese Überzeugung bildet das Fundament von SV Audios Klangphilosophie und des Leitprinzips „Sound That Matters“. Sie bestimmt weiterhin jede Entscheidung und jeden Lautsprecher, den die Dänen bauen. Für sie ist daher unglaublich bereichernd zu sehen, dass diese Vision Spitzenfachleute anzieht, die wirklich an AV Audios Kurs glauben. Benno hat während seiner gesamten Karriere eine ähnliche Philosophie vertreten, so dass er perfekt zur Firma passt. Was seine Ernennung besonders bedeutsam macht, ist nicht nur seine Erfahrung, sondern auch sein Glaube an das, was AV Audio aufgebaut hat: die Philosophie, die Grundsätze und die Richtung, die eingeschlagen wurde. Bennos Erfahrung wird helfen, die Vision mit noch größerem Wissen und noch größerer Präzision zu verfolgen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-07_sv_Benno-Baun-Meldgaard---Portrait.jpg

„Bennos Erfahrung und Erfolge sind außergewöhnlich, doch was mich überzeugt hat, war der Mensch dahinter. Wir teilen dieselben Werte, den Respekt vor handwerklichem Können und die Überzeugung, dass langfristiger Erfolg auf Vertrauen, Integrität und der Treue zu den eigenen Prinzipien beruht.“
Casper Vestskov Poulsen, Geschäftsführer und Mitbegründer von SV-Audio

„Was mich an SV-Audio gereizt hat, war die Chance, Teil eines Teams aus engagierten, leidenschaftlichen Menschen zu werden, die eine starke Vision, eine klare Philosophie und eine zielgerichtete Ausrichtung für die Zukunft haben. Ich freue mich darauf, dem Team beizutreten und dazu beizutragen, den vor uns liegenden Weg zu festigen und voranzutreiben.“
Benno Baun Meldgaard, CTO, SV-Audio

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-07_sv_Casper-Vestskov-Poulsen-Benno-Baun-Meldgaard-and-his-dog-Benjamin.jpg

Über SV Audio

SV-Audio entwickelt und fertigt in Dänemark High-End-Lautsprecher nach einem einfachen Leitprinzip: „Sound That Matters“. Jeder Lautsprecher wird nach einer Philosophie entwickelt, die auf Ausgewogenheit, Timing und Musikalität basiert, damit die Zuhörer eine tiefere Verbindung zu den Emotionen und der Intention der Musik herstellen können. Durch die Kombination aus skandinavischer Handwerkskunst und kompromissloser Technik wird jeder Lautsprecher in Dänemark entworfen, gefertigt und einzeln getestet.

Hersteller
SV-Audio by Storgaard & Vestskov
Anschrift Lillevangsvej 6
3700 Rønne
Dänemark
Telefon +45 8844 8500
E-Mail info@sv-audio.com
Web sv-audio.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-07_sv

Bauer Audio ist vor allem für den Plattenspieler dps bekannt, der vor mehr als 25 Jahren vorgestellt wurde und mittlerweile als Modern Classic gilt. Über die Jahrzehnte hat Willi Bauer aber auch eine Reihe Lautsprechern entwickelt, die stets abseits des Mainstreams angesiedelt waren. Das trifft auch auf das neue Zwei-Wege-Modell OM 25 zu.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-06_bauer_baueraudio_om25_1_300dpi.jpg

Betrachtet man die Gehäusefront, sieht man nur einen Hochtöner; der Mittel-/Tieftöner ist an der Oberseite der Box montiert. Diese ungewöhnliche Konfiguration sorgt für ein gleichmäßiges Abstrahlen in der Horizontalen und damit für einen gesteigerten Eindruck von Räumlichkeit. Lautsprecher, bei denen der Mittel-/Tieftöner nach oben ausgerichtet ist, sind selten, aber nicht ganz neu: Schon in den 60ern und 70ern wurde diese Konstruktionsweise eingesetzt, beispielsweise von Roy Allison (Acoustic Research, Allison Acoustics). Der größte Vorteil, den auch die OM 25 für sich beansprucht, liegt darin, dass der Mittel-/Tieftöner durch diese Anordnung sehr gleichmäßig in die Horizontale und nach oben abstrahlt. So wird die Akustik des Raums genutzt, um eine realistischere Bühne und Abbildung zu ermöglichen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-06_bauer_baueraudio_om25_2_300dpi.jpg

Ein weiterer Vorteil der unkonventionellen Chassisanordnung besteht darin, dass sie sich dem Ideal der Punktschallquelle nähert: Die Schallausbreitung beginnt direkt vor den Schwingspulen, die im Inneren der OM 25 sehr nah beieinander liegen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-06_bauer_baueraudio_om25_3_300dpi.jpg

Mit der wohnraumfreundlichen OM 25 feiert Willi Bauer das 25-jährige Bestehen seiner Münchner Manufaktur. Gegenüber der Vorgängerin OM 2 weist das Jubiläumsmodell zwei Änderungen auf: Der neue Mittel-/Tieftöner aus der Satori-Reihe von SB Acoustics hat eine ungefärbte Papyrus-Membran, was sie noch leichter und steifer macht. Außerdem verwendet Bauer in der OM 25 nun einen von SB Acoustics eigens für ihn hergestellten Hochtöner mit Aluminiumkalotte und Aluguss-Frontplatte, der eine noch feinere Hochtonwiedergabe ermöglicht.

Paarpreis: 5.400 Euro
Ausführungen: Nussbaum, Wildeiche, Weiß (andere Ausführungen auf Anfrage)
Garantie: 3 Jahre
Verfügbar: ab sofort

Vertrieb
Bauer Audio
Anschrift Pollinger Straße 4 
81377 München
Telefon +49 89 7194265
Web www.bauer-audio.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-06_bauer
Mittwoch, 05 August 2026 09:00

Q Acoustics' Standbox 3040c

Mit der neuen Q Acoustics 3040c erweitert der britische Lautsprecherspezialist seine erfolgreiche 3000c-Serie um eine besonders kompakte Standbox. Die 3040c richtet sich an Musikliebhaber, eine zwae Standbox haben möchten, dabei aber weder wertvollen Wohnraum noch eine wohnraumfreundliche Optik opfern wollen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-05_qacoustics_Q-Acoustics-3040c_lifestyle_satin-black-2.jpg

Als finales Modell komplettiert die 3040c die preislich attraktivste Lautsprecherserie von Q Acoustics. Sie verbindet die technischen Entwicklungen, das moderne Design und den musikalischen Anspruch der 3000c-Serie in einem schlanken Standlautsprecher-Konzept, das besonders gut in kleinere und mittelgroße Wohnräume passt. Im Mittelpunkt steht die Idee, Musik mit mehr Maßstab, Räumlichkeit und Ausdruck zu erleben – ohne dass der Lautsprecher selbst optisch dominiert. Ob intime Akustikaufnahme, elektronische Musik mit präzisem Puls oder die räumliche Größe eines Orchesters: Die Q Acoustics 3040c wurde entwickelt, um Details, Wärme, Dynamik und Klangfülle überzeugend miteinander zu verbinden.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-05_qacoustics_Q-Acoustics_3040c_group-shot_above.jpg

Wie die anderen Modelle der 3000c-Serie nutzt auch die 3040c die von Q Acoustics entwickelte C3 Continuous Curved Cone™ Mittel-/Tiefton-Technologie. Dieses Treiberprofil kombiniert die kraftvolle Basswiedergabe eines klassischen konischen Treibers mit der kontrollierten Mitteltonabbildung und dem verbesserten Hochfrequenzverhalten eines aufgeweiteten Membranprofils. In der 3040c arbeiten zwei 120-Millimeter-C3-Mittel-/Tieftöner. Sie sorgen für einen kontrollierten Bass, einen ausdrucksstarken Mitteltonbereich und eine besonders harmonische Anbindung an den Hochtöner.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-05_qacoustics_Q-Acoustics-3000c-series_group-shot_pin-oak.jpg

Der 22-Millimeter-Hochtöner der Q Acoustics 3040c ist von der Concept-Serie inspiriert. Er ist hermetisch abgedichtet und mechanisch von der Schallwand entkoppelt. Dadurch werden unerwünschte Einflüsse durch Gehäusedruck und Vibrationen der Mittel-/Tieftöner reduziert. Zusammen mit einer belüfteten inneren Kammer ermöglicht diese Konstruktion eine besonders saubere Hochtonwiedergabe mit geringer Verzerrung und feiner Detailauflösung.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-05_qacoustics_Q-Acoustics-3040c_lifestyle_claro-walnut-1.jpg

Auch das Gehäuse der 3040c folgt dem technischen Anspruch der Serie: Die interne P2P™ Point-to-Point™ Versteifung stabilisiert gezielt jene Bereiche des Gehäuses, die besonders anfällig für niederfrequente Vibrationen sind. Das Ergebnis ist eine fokussiertere Stereoabbildung und eine kontrollierte, präzise Bühne. Zusätzlich setzt Q Acoustics auf HPE™ Helmholtz Pressure Equaliser™ Technologie. Speziell entwickelte Röhren im Inneren des Gehäuses reduzieren stehende Wellen und unerwünschte Druckeffekte. So kann die 3040c auch bei unterschiedlichen Lautstärken sauber, kontrolliert und musikalisch spielen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-05_qacoustics_Q-Acoustics-3040c_lifestyle_satin-white-1.jpg

Die Q Acoustics 3040c verbindet ihre technische Konstruktion mit einem eleganten, modernen Erscheinungsbild. Das schlanke Gehäuse mit der typischen, sanft gerundeten Q-Acoustics-Formensprache lässt sich unauffällig in zeitgemäße Wohnräume integrieren.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-05_qacoustics_Q-Acoustics-3040c_lifestyle_pin-oak-1.jpg

Sichtbare Schrauben oder Fugen werden vermieden. Die Lautsprecherfront wird von einer einteiligen Treiberblende in Satin Nickel beziehungsweise Satin Chrome bei der weißen Ausführung geprägt. Erhältlich ist die 3040c in vier Ausführungen: Satin Black, Satin White, Pin Oak und Claro Walnut. Wie das größere Schwestermodell 3050c verfügt die 3040c über einen soliden Aluminium-Stabilisator mit von oben justierbaren Spikes. Das flache Anschlussterminal mit versenkten Polklemmen erleichtert zudem eine saubere, wohnraumfreundliche Platzierung auch näher an der Wand.

Der Preis liegt bei 900 Euro pro Paar.

Herstellerangaben
Q Acoustics' Standbox 3040c
  • Bass/Mittelton 2 × 120 mm
  • Hochton 1 × 22 mm
  • Frequenzgang (-6 dB) 43 Hz - 30 kHz
  • Nennimpedanz 6 Ohm
  • Minimale Impedanz 4 Ohm
  • Empfindlichkeit 88 dB
  • Empfohlene Verstärkerleistung 25 - 120 W
  • Übergangsfrequenz 2,4 kHz
  • Effektives Volumen 26,8 l
  • Abmessungen inkl. Spikes und Stabilisator 942 × 285 × 281 mm
  • Gewicht 14,6 kg pro Lautsprecher

Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
Anschrift Am Brambusch 22
44536 Lünen
Telefon +49 231 22178822
E-Mail info@mkidc.eu
Web www.idc-klaassen.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-05_qacoustics/

Die Bilder könnten zwar den Anschein erwecken, aber ich recycele hier nicht den Cascade-Test von vor zwei Jahren – auch wenn das bei den Temperaturen im Hörraum ein verlockender Gedanke wäre. Der aktuelle MSB-Wandler unterscheidet sich rein äußerlich nicht von dem, den ich Ihnen bereits vorgestellt habe, in Sachen Technik und Klang aber sehr wohl.

Ich habe Jürgen Sachweh, den Inhaber des deutschen MSB-Vertriebs gefragt, was mein damaliges Testmodell von der neuen Version unterscheidet, und er gab die Frage an den MSB Geschäftsführer und Mitinhaber Jonathan Gullman weiter. Der antwortete per E-Mail unter anderem: „Im Grunde genommen ist der Cascade DAC dank Bit Diffusion Technolgie und der neu veröffentlichten Firmware mittlerweile so gut wie ein brandneuer DAC. … Wir hätten beide Upgrades als „Cascade 2“ und „Cascade 3“ verkaufen können, haben dies aber nicht getan, sondern die Upgrades kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Dazu sollte man wissen, dass die Implementierung der Bit Diffusion Technology oder kurz BDT einer – wie MSB es ausdrückt – geringfügigen Hardware-Aktualisierung bedarf: Das Gehäuse, das den DAC beherbergt, muss ins Werk geschickt werden, wo dann in kurzer Zeit eine entsprechende Modifikation vorgenommen wird. MSB berechnet dafür lediglich die Transport- und Handling-Kosten, die Hardware wird ebenso wie die Aktualisierung der Firmware von MSB als kostenloser Service für die Kunden betrachtet. Bei weiteren Fragen zu den Updates sollte man sich hierzulande an Hifi2Die4 wenden.

Der dreiteilige Cascade besteht aus dem Digital Director, dem Gehäuse mit den Wandlern und der analogen Vorstufe sowie der dazugehörigen Powerbase
Der dreiteilige Cascade besteht aus dem Digital Director, dem Gehäuse mit den Wandlern und der analogen Vorstufe sowie der dazugehörigen Powerbase

Zwar war mir bei der Themenplanung schon klar, dass mich die zeitnahe Beschäftigung mit zwei MSB-Wandlern vor das ein oder andere Problemchen stellen würde. Aber wer würde schon nein sagen, wenn er die Gelegenheit bekommt, MSBs Sentinel in einer nicht gänzlich unbekannten Umgebung zu hören, eine Menge Informationen zum Topmodell sowie den Modifikationen des hochgeschätzten Cascade vom Europavertrieb zu erhalten und letzteren DAC anschließend mit in den eigenen Hörraum nehmen zu können? Da nicht feststeht, wie lange ich Zugriff auf den Cascade habe, konnte ich mir mit diesem Bericht auch nicht allzu viel Zeit lassen. Ich kann nur hoffen, dass Sie es für die ansonsten nirgendwo zu findenden Informationen gern in Kauf nehmen, die ein oder andere technische Erklärung ein zweites Mal zu lesen oder etwa zusätzliche Fakten im vor 24 Monaten erschienenen Artikel über den Cascade nachzulesen. Dort können Sie beispielsweise erfahren, warum MSB keine unterschiedlichen Filter mehr anbietet, warum man auf Buffer für den Ausgang verzichten kann, wie die Lautstärkeregelung konzipiert ist, welche Eingänge die integrierte analoge Vorstufe bietet, worauf es bei der hochpräzisen Clock ankommt und was es mit dem „ProISL Interface“ auf sich hat. Das sollte reichen, um Sie auf den ersten Cascade-Test neugierig zu machen.

Von oben nach unten: der Digital Director, der „analoge“ DAC mit integrierter Vorstufe und sein Netzteil, die Powerbase
Von oben nach unten: der Digital Director, der „analoge“ DAC mit integrierter Vorstufe und sein Netzteil, die Powerbase


Doch jetzt noch einmal ganz kurz zu den beiden technischen Änderungen beim Cascade – auch wenn ich sie schon im Artikel über den Sentinel erwähnt habe. Bei der Beschreibung der „Bit Diffusion Technology“ kommt mir zugute, dass sich MSB entschieden hat, sie exklusiv zu verwenden und das Wissen darum nicht mit Mitbewerbern teilen möchte. Die eine von zwei verfügbaren Information dazu, dass Dustin Symanski, MSBs Chef-Schaltungsentwickler, die BDT ursprünglich aus der Betrachtung der Beziehung zwischen einem Atom und der Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion eines Elektrons abgeleitet habe, scheint mir jedenfalls nicht dazu angetan sein, die Konkurrenz auf die richtige Fährte zu bringen. In Daniel Francis' Post im MSB Forum kann man noch die kurze Ergänzung finden, dass durch die BDT leichte Umgebungsgeräusche und digitale Artefakte gemildert würden, was zu einem analog-ähnlichen Klang und einer deutlich entspannteren, ermüdungsfreien Wiedergabe beitrage.

Laut Jonathan Gullman hat die Entwicklung des Palisade-DAC Dustin Symanski vor besondere Herausforderungen gestellt, da das unter dem Cascade angesiedelte Modell mit zwei statt mit vier Hybrid-DAC-Modulen auskommen müsse. Dustin Symanskis Lösung für den Palisade habe dann extrem gut funktioniert und die daraus resultierenden klanglichen Ergebnisse seien so beeindruckend gewesen, dass er sie auch in die Firmware des Cascade und des Sentinel integriert habe. Das seien nur geringfügige Änderungen gewesen, die aber enorme klangliche Verbesserungen bewirkt hätten. Mehr Informationen zu den Modifikationen waren beim besten Willen nicht zu bekommen.

Die Powerbase stellt die Energie für die DAC/Vorstufen-Kombination bereit
Die Powerbase stellt die Energie für die DAC/Vorstufen-Kombination bereit

Wie schon beim ersten Besuch des Cascade in meinem Hörraum war es auch diesmal nicht einfach, drei Gehäuse mit zwei Netzanschlüssen in meine Kette zu integrieren. Da ich die Stromversorgung von digitalen und analogen Komponenten strikt trenne – dafür sind ein Audioquest Niagara 1200 und 5000 im Einsatz –, wird es vor allen bei den Steckplätzen im Netzaufbereiter für Digitales eng. Diesmal hat mich gerettet, dass seit der Integration des SOtM sMS-2000 mit der eingebauten Vier-Terabyte SSD in die Anlage die Verwendung des Melco als Datenzulieferer obsolet geworden ist – und dass MSB den reinen Wandler inklusive der Vorstufe als analoge Komponente einstuft, da jegliche digitale Signalaufbereitung bereits im Director stattfindet. Im Niagara 5000 für die analogen Gerätschaften gibt es glücklicherweise noch die ein oder andere freie Steckdose. Laut Frank Vermeylen schadet es dem Klang nicht, das Gehäuse mit dem Wandler und den Director übereinander zu stellen, was ja auch durch die speziellen Aufnahmen für die Füße anderer MSB-Komponenten auf der Oberseite der Gehäuse ohne Beschädigungen gut möglich ist. Lediglich zum Netzteil sollte der DAC einen gewissen Abstand wahren. Daher schiebe ich die Powerbase auf ihren vier Cascade Basen dort unter das Artesania Rack, wo zuvor das externe Netzteil des Melco gestanden hat.

Der Blick in die DAC/Vorstufen-Kombination: oben die acht Hybrid-Ladder-DACs und darunter die Widerstände und Relais zur Laustärkeregelung
Der Blick in die DAC/Vorstufen-Kombination: oben die acht Hybrid-Ladder-DACs und darunter die Widerstände und Relais zur Laustärkeregelung


Der Cascade bekommt 48 Stunden Zeit, bevor meine Gattin und ich abends einen ersten Funktionstest machen und zwar mit dem gerade von Qobuz heruntergeladenen Album Joyful Noise von Carla Bley, das sie mit neun Kollegen – unter anderen Michael Mantler, Steve Swallow, Gary Valente und Bob Steward – im März 1984 in einem Studio des NDR in Hamburg vor Publikum eingespielt hat. Schon der Applaus klingt authentisch, der Hall recht natürlich, die Instrumente klangfarbenstark und sehr gut definiert. Aber das zuvor unbekannte Album kann selbstverständlich nicht zur Einschätzung der Fähigkeiten des Cascade beitragen. Dennoch wollte ich es nicht unerwähnt lassen, da es musikalisch für uns bisher die Entdeckung des Jahres ist. In einer idealen Hifi-Welt hätte sich in den vergangenen beiden Jahren nichts in meiner Kette verbessert: Abgesehen von einigen Kleinigkeiten stünden statt der Børresen T5 SSE noch immer die 05 SSE gegenüber den Hörsesseln und die Files kämen vom Melco statt wie jetzt vom SOtM. Außerdem verfügte ich über ein untrügerisches Gedächtnis für Klänge und hätte die des damals genutzten Cascade noch im Ohr – oder aber einen solchen zum Vergleich mit dem aktuellen in meiner jetzigen Anlage…

Der einzige optische Unterschied zwischen der Ur- und der aktuellen Version: Der FPGA mit dieser Kennzeichnung
Der einzige optische Unterschied zwischen der Ur- und der aktuellen Version: Der FPGA mit dieser Kennzeichnung

Trotz der Änderungen in der Kette und des großen zeitlichen Abstands höre ich wieder zwei der drei Alben, mit denen ich den Cascade der ersten Generation eingespielt habe. Die hohe Auflösung und präzise Differenzierung sorgen jetzt dafür, dass bei „Pepple Dance“ von John Surmans Words Unspoken selbst die dichten, gedrängten Passagen nie Nervosität verbreiten. Bei den anfangs nur wie hingetupft wirkenden Schlägen auf die Bass Drum, die der Mix keinesfalls präsent, sondern eher in der Tiefe der imaginären Bühne platziert, scheint man Schlegel und Fell fast sehen zu können, so satt und tief erklingen sie. Beim Titelsong knarzt die Bassklarinette melodienverliebt, während sie von zurückhaltenden Vibraphon- und Gitarrensounds umspielt wird. Das Drum Set gibt keinen durchgehenden Takt vor, sondern garniert das Ganze mal mit tiefem Grummeln, mal mit matt strahlendem Blech: eine Schwelgerei in Klangfarben und Harmonie. Der Cascade lässt die Musik fröhlich und beschwert schweben.

„Finding Your Place“ auf dem Album Stormy Beauty des Nils Kugelmann Trios lebt vom Rhythmus und Timing: verblüffend, wie viel Energie Flügel, Bass und Schlagzeug freisetzen, wenn sie exakt auf den Punkt spielen. Der MSB macht klar, dass die drei jungen Musiker genau das tun. Bei „Unexspected Love“ lassen es Flügel und Viersaiter etwas entspannter angehen, um dann das Tempo und die Intensität zu steigern. Die ungemein detailreich wiedergegebenen Drums treiben von Anfang an das Geschehen für mich ein wenig zu prominent an, aber dafür ist die Aufnahmetechnik verantwortlich, nicht der Casade. Er enthüllt ebenfalls, dass auf der ACT-Produktion die Kreation eines imaginären Raumes keinen so hohen Stellenwert eingenommen hat wie etwa bei Words Unspoken. Nach diesen beiden selten gehörten Alben kann ich lediglich sagen, dass mir der Cascade ausgesprochen gut gefällt. Da passt einfach alles: Timing, Auflösung, Klangfarben, Raumabbildung, Homogenität und Spielfreude. Die bisherigen Eindrücke reichen jedoch nicht, um mit Gewissheit zu sagen, dass der aktuelle MSB mehr zu bieten hat als die erste Version.

Die DAC-Module verarbeiten PCM- und DSD-Dateien
Die DAC-Module verarbeiten PCM- und DSD-Dateien


Bei einem Kopfhörer-Test hatte ich entdeckt, dass sich einige Stücke von Changing Places, einem Album des Tord Gustavsen Trios, hervorragend zur Beurteilung von Komponenten eignen. Dabei bieten die seitdem oft verwendeten Stücke keinerlei Klangspektakel. Es geht hier um Subtileres: Anschlagsdynamik, die Größe imaginärer Räume, die Länge des Verklingens einzelner Töne oder die Intensität der Schwingungen eines Fells einer Trommel. Außerdem verströmen die Songs von Changing Places Ruhe und gleichzeitig eine Intensität, die sie deutlich von üblichen Test-Tracks unterscheidet. Deshalb habe ich „Deep as Love“, „Graceful Touch“ und „Melted Matter“ auch bei meiner ersten Begegnung mit dem Cascade gehört – und konnte feststellen, dass dieser in Sachen Geschmeidigkeit und innere Spannung deutlich mehr zu bieten hatte als mein Aries G2.2 mit Chord Electronics' M-Scaler und DAVE. Auch ohne direkten Vergleich mit meiner Kette oder dem ursprünglichen Cascade bin ich mir schon beim ersten der drei Stücke sicher, dass ich es in meinem Hörraum noch nie so faszinierend gehört habe: Selbst das zarteste Reiben der Besen auf der Snare ist nun beständig zu vernehmen. Piano, Kontrabass und Schlagzeug werden in einem sehr großen Raum von mehr Luft umgeben. Die variierende Intensität der Anschläge teilt sich einem direkt mit und plötzlich wird auch ihre Interaktion mit dem Raum zum Thema und beim kurzen Bass-Solo gibt es mehr Griff- und Saitengeräusche zu entdecken. Und all diese Feinheiten lenken nicht vom intensiven musikalischen Fluss des Titels ab: einfach großartig.

Der Digital Director wird von einem eigenen Analognetzteil gespeist
Der Digital Director wird von einem eigenen Analognetzteil gespeist

Zu Beginn von „Graceful Touch“ kann man nur staunen, wie tief auf der imaginären Bühne das Schlagzeug positioniert ist, ohne dass es dadurch an Unmittelbarkeit verliert. Die Melodien des Flügels laden zum Träumen ein, doch daraus wird man immer wieder von heftigen Anschlägen – die legendären Three-Blind-Mice-LPs lassen grüßen – aufgeschreckt. Es wäre ja viel zu schade, nur schwelgend zu genießen, denn dann entginge es der Aufmerksamkeit, dass dank es Cascade nun selbst ganz leichte Schläge auf die Drums von länger verebbenden Hall umgeben werden. Auf „Melted Matter“ fließt die Melodie über eine minimalistische Bassbegleitung dahin, einzelne Töne des Pianos und der ein oder andere Schlag auf die Trommeln lassen die Größe des Raumes erahnen, und das sanft angetippte Fell der Bass Drum vermittelt eine Ahnung von der dem Instrument innewohnenden Energie – und trotzdem könnte man sich in dieser Fülle von Wohlklang verlieren. Ich war mir der Qualitäten des Albums durchaus bewusst, aber der aktuelle Cascade macht mehr davon erfahrbar als alle andere Wandler, die ich in meinem Hörraum genießen durfte.

Ich hätte es wissen können: Nur mit wohlvertrauten Musik-Files lässt sich auch nach zwei Jahren noch beurteilen, ob die Modifikationen beim Cascade wirklich etwas gebracht haben. Deswegen komme ich um Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 mit den Duisburger Philharmonieorchester einfach nicht herum, auch wenn ich mir nach dem Erlebnis in Isen mit dem Sentinel und den Hyperions zur Vermeidung von Frustrationen vorgenommen hatte, sobald keine Stücke mehr anzuspielen, die ich dort genossen hatte. Die Angst ist aber nur zum Teil berechtigt: Eine so große Abbildung, eine solche Plastizität, ein so solides Bassfundament und eine so tiefe Bühne wie jetzt mit dem Cascade hatte ich in meinem Hörraum bisher nicht erleben dürfen: Der MSB treibt auch WestminsterLab, Einstein und die Børresen T5 zu Höchstleistungen.

Auf dem Gehäuseboden des Digital Director werden alle ankommenden digitalen Signale für die Wandler-Module aufbereitet und dann am MSB-Cascade-Link oben links zur Weiterleitung bereitgestellt
Auf dem Gehäuseboden des Digital Director werden alle ankommenden digitalen Signale für die Wandler-Module aufbereitet und dann am MSB-Cascade-Link oben links zur Weiterleitung bereitgestellt


Dass der Cascade mit tontechnisch hervorragendem Jazz und Großorcherstralem eine gute Figur machen würde, war ja eigentlich zu erwarten. Aber wie sieht es mit überproduziertem Rock aus? Es waren wohl eine nostalgische Anwandlungen die mich beim letzten LP-Einkauf auch bei den populären Neuerscheinungen vorbeischauen ließ. Ich war schon auf dem Weg zur Kasse, als ich las, dass Foreign Tongues von den Rolling Stones in Tschechien gepresst wurde – und Pressungen von dort haben nicht den besten Ruf. Bei meinem Besuch bei Chord Electronics machten wir einen kurzen Abstecher zum örtlichen HMV-Laden: Leider waren die Stones-LP hier auch keine englischen Pressungen, weshalb ich lieber die Files 24 Bit und 96 Kilohertz von Qobuz runtergeladen habe. „Rough and Twisted“ zwingt mich dann, hektisch zur Fernbedienung zu greifen: Bei diesem Pegel könnte man meinen, der sogenannte Loudness War wäre noch immer nicht überwunden. Abgesehen davon klingen die alten Herren aber wie erwartet: mitreißend, anmachend und vor Spielfreude strotzend. Trotz gefährlich hoher Aussteuerung verwöhnt der Cascade mit einem ausgesprochen differenzierten Klangbild, das auf einem grundsoliden Tieftonfundament ruht. Einziger kleiner Wermutstropfen: Bei einigen Songs hätte ich mir einen etwas sorgfältiger eingestellten Deesser gewünscht, am störendsten sind die Sibilanten auf „Side Effects“. Aber das kann man ja nicht dem ganz hervorragenden, aktuellen Cascade anlasten.

STATEMENT

Außerordentlich erfreulich: Der akuelle MSB Cascade hat klanglich noch einmal mehr zu bieten als die Version von vor zwei Jahren – und ist je nach Bestückung mit Eingangsmodulen sogar noch minimal günstiger. Genau so ein Grund zur Freude ist, dass MSB für das Update bereits ausgelieferter Geräte lediglich die Fracht- und Handlingkosten berechnet. Vor allem aber verwöhnt der Cascade mit allerbestem Klang: ein digitaler Traum!
Gehört mit
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil, WDMyCloud
Streamer Auralic G2.1 mit 2TB SSD, SOtM sMS-2000 mit externen Netzteilen für Ethernet- und USB-Card und mit integrierter, kryobehandelter 4-TB-SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8
Vorstufe WestminsterLab Quest
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Ansuz Digitalz D-TC Supreme, Mainz D2 und Speakz D-TC SUPREME
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Waversa Isolator-EXT-1 (2x), ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME
Herstellerangaben
MSB Technology Cascade Digital Director
Unterstützte Formate 44,1kHz bis 3.072kHz PCM bis zu 32 Bit, DSD64, DSD128, DSD256, DSD512, unterstützt DSD über DoP auf allen Eingängen
Digitaleingänge 4x Erweiterte Steckplätze für isolierte Eingangsmodule
Stromverbrauch 24 W im Betrieb, 17 W Standby
Garantie 2 Jahre Standard + 3 weitere Jahre bei Registrierung
Abmessungen (B/T/H) 444,5/393,7/79,4mm
Fußgewinde M10x1,5
Gewicht 13,7kg
Enthaltenes Zubehör Benutzerhandbuch, MSB-Fernbedienung, USB-Ladekabel, IEC-Netzkabel, 4x Cascade Basis
Enthaltene Eingangsmodule Optical/Coaxial Module (S/Pdif)
Optionale Eingangsmodule Renderer-Modul, USB2-Modul, XLR/AES-EBU-Modul 192/24 und 1xDSD vi DoP.
Herstellerangaben
MSB Technology Cascade Converter
XLR-Analogeingänge 50kΩ symmetrisch, 6V Maximal, isoliert, wenn nicht ausgewählt
XLR-Analogausgänge 3,32V maximal (Digitaleingang), 6V maximal (Analogeingang), 75Ω symmetrisch
Lautstärkeregelung rein passive analoge Dämpfung mit konstanter Impedanz, 1-dB-Schritte
Leistungsaufnahme (DAC + Netzteil) 78 W eingeschaltet, 0,48 W Standby
Garantie 2 Jahre Standard + 3 zusätzliche Jahre bei Registrierung
Abmessungen (B/T/H) 444,5/393,7/79,4mm
Fußgewinde M10x1,5
Gewicht 14,5kg
Enthaltenes Zubehör 4x Cascade-Basis
Herstellerangaben
MSB Technology Cascade Powerbase
Leistungsaufnahme (DAC + Netzteil) 78 W eingeschaltet, 0,48 W Standby
Garantie 2 Jahre Standard + 3 weitere Jahre bei Registrierung
Abmessungen (B/T/H) 444,5/393,7/79,4mm
Fußgewinde M10x1,5
Gewicht 19,5 kg
Enthaltenes Zubehör IEC-Netzkabel, Summit-Netzkabel, 4x Cascade-Basis
Preise 110.000 Euro inkl. Eingangsmodulen

Vertrieb
HiFi2Die4
Anschrift Austrasse 9
73575 Leinzell
Telefon +49 (0) 7175 909032
E-Mail hifi2die4@gmx.de
Web www.hifi2die4.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-08-04_msb
  • Social Introtext Die Bilder könnten zwar den Anschein erwecken, aber ich recycele hier nicht den Cascade-Test von vor zwei Jahren – auch wenn das bei den Temperaturen im Hörraum ein verlockender Gedanke wäre. Der aktuelle MSB-Wandler unterscheidet sich rein äußerlich nicht von dem, den ich Ihnen bereits vorgestellt habe, in Sachen Technik und Klang aber sehr wohl.
Montag, 03 August 2026 10:17

in-akustiks Micro AIR-Serie

Mit dem NF-404 Micro AIR und dem AC-404 Micro AIR erweitert in-akustik die Referenz Micro AIR Serie um ein NF-Kabel und eine Netzanschlussleitung und komplettiert damit die 404-Familie. Neben dem LS-404 Micro AIR Lautsprecherkabel, stehen Musikliebhabern nun aufeinander abgestimmte Verbindungen für NF-Signale und Stromversorgung zur Verfügung.

Alle Kabel der Micro AIR-Serie folgen demselben physikalischen Entwicklungsansatz: Ziel ist es, unvermeidbare elektrische Einflüsse einer Kabelverbindung konsequent zu reduzieren und das Musiksignal möglichst unverfälscht zu übertragen. Die Micro AIR-Technologie basiert auf einem Luft-Dielektrikum und einer komplexen, rautenförmigen Isolationsstruktur. Dadurch wird der Luftanteil in der Isolation erhöht, die Kapazität des Kabels reduziert und die Übertragung sensibler Audiosignale optimiert.

Jedes Kabel besitzt aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften eine elektrische Kapazität. Das verwendete Isolationsmaterial – das sogenannte Dielektrikum – beeinflusst deren Größe maßgeblich. Während Kunststoffe elektrische Energie speichern und zeitversetzt wieder abgeben können, besitzt Luft hervorragende dielektrische Eigenschaften und erhöht die Kapazität praktisch nicht. Die von in-akustik entwickelte Micro AIR Technologie nutzt deshalb eine aufwendige Luftkammerstruktur innerhalb der Isolation. Dadurch wird der Luftanteil zwischen den Leitern erhöht, die Kabelkapazität reduziert und die Signalübertragung optimiert.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_NF-404-01.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_NF-404-03.jpg

NF-404 Micro AIR

Das NF-404 Micro AIR wurde für die besonders empfindliche Signalübertragung zwischen Quellgeräten und Verstärkern entwickelt. Neben der Micro AIR Technologie kommt erstmals der Guided Copper-Leiteraufbau zum Einsatz. Dabei werden die einzelnen OFC-Kupferleiter in einer definierten Geometrie geführt und voneinander getrennt. Unerwünschte Wechselwirkungen innerhalb des Leiters werden reduziert und ein gleichmäßiger Signalfluss gefördert. Eine symmetrische Konstruktion und die doppelte Schirmung schützen zusätzlich vor elektromagnetischen Störeinflüssen. Das NF-404 Micro AIR ist mit Cinch- oder XLR-Steckverbindern erhältlich.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_AC-404-01.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_AC-404-03.jpg

AC-404 Micro AIR

Mit dem AC-404 Micro AIR überträgt in-akustik den Entwicklungsansatz der Micro AIR Technologie erstmals auf die Stromversorgung. Eine neu entwickelte 6-fach-Multicore-Architektur reduziert Ausgleichsströme zwischen verbundenen Audiokomponenten und sorgt für eine niederohmige Energieversorgung über ein breites Frequenzspektrum. Das Luft-Dielektrikum der Micro AIR Technologie minimiert kapazitive Verluste, während die doppelte Schirmung hochfrequente Störeinflüsse reduziert.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_Manufaktur-01.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_AC-404-Manufaktur-05.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_AC-404-Manufaktur-07.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_NF-404-Manufaktur-03-XLR.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_NF-404-Manufaktur-04-XLR.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-03_in_NF-404-Manufaktur-10.jpg

NF-404 Micro AIR

  • Micro AIR Technologie
  • Guided Copper Leiteraufbau
  • Symmetrische Konstruktion
  • Luft-Dielektrikum
  • Zweifache Schirmung
  • OFC-Kupferleiter
  • Cinch- und XLR-Version
  • Längen: 0,75 m / 1,0 m / 1,5 m / 2,0 m
  • UVP ab 625 €

AC-404 Micro AIR

  • Micro AIR Technologie
  • 6-fach-Multicore-Architektur
  • Luft-Dielektrikum
  • Zweifache Schirmung
  • OFC-Kupferleiter
  • Leiteraufbau:24 x 0,20 mm (0,75 mm²)
  • SCHUKO–C15 und SCHUKO–C19
  • Längen: 1,0 m / 1,5 m / 2,0 m
  • UVP ab 749

Gemeinsame Merkmale

  • Entwicklung und Fertigung in der in-akustik Kabelmanufaktur
  • Reduzierte Kabelkapazität durch Luft-Dielektrikum
  • Minimierung elektromagnetischer Störeinflüsse
  • Hochreine OFC-Kupferleiter
  • Sonderkonfektionen auf Anfrage
  • 14 Tage kostenlos Probehören
  • Erhältlich über den autorisierten Fachhandel sowie direkt bei in-akustik

Alle Kabel der Referenz Micro AIR Serie können 14 Tage lang kostenlos zu Hause getestet werden. Der Probehör-Service umfasst Versand und Rücktransport und ermöglicht einen direkten Vergleich in der eigenen HiFi-Anlage.

Zum Probehör-Service

in-akustik GmbH & Co. KG
Untermatten 12 - 14
79282 Ballrechten-Dottingen
Tel: +49 (7634) 5610 0
Fax: +49 (7634) 5610 80
E-mail: service@in-akustik.de
Internet: www.in-akustik.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-03_in
Seite 1 von 222

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.