JPLAY hat die Veröffentlichung eines umfangreichen neuen Updates angekündigt, das eine der am häufigsten nachgefragten Funktionen in der jüngeren Geschichte der App sowie eine Reihe neuer Verbesserungen hinsichtlich Produktivität und Entdeckung mit sich bringt. Das Update ist ab sofort in der neuesten Version der JPLAY-App verfügbar.
Die vollständige Integration mit der HQPlayer-Bibliothek ist nun verfügbar. Nutzer, die HQPlayer Embedded oder HQPlayer Desktop verwenden, können ihre HQPlayer-Bibliothek nun direkt über JPLAY durchsuchen, steuern und abspielen – und so die ausgefeilte audiophile Benutzeroberfläche von JPLAY mit den branchenführenden Upsampling- und DSP-Fähigkeiten von HQPlayer kombinieren. Durch diese Integration entfällt für HQPlayer-Nutzer die Notwendigkeit eines separaten lokalen UPnP-Servers, und sie profitieren von derselben schnellen, eleganten Browsing-Erfahrung, für die JPLAY bekannt ist.
Der neue Verlaufsbildschirm macht es extrem einfach, bereits abgespielte Titel erneut anzuhören. Die Titel sind nach Tagen geordnet, und eine Kalenderansicht hebt die Höraktivitäten hervor – Tage mit längeren Hörsitzungen erscheinen als hellere Punkte im Kalendergitter, so dass Nutzer ihre musik-intensivsten Tage sofort finden und direkt dorthin zurückspringen können. Der Verlaufsbildschirm ist über das Seitenmenü oder über ein neues Widget „Zuletzt gehört“ auf dem Startbildschirm für den Zugriff mit einem Fingertipp erreichbar. Intelligente Wiedergabelisten sind dynamische Wiedergabelisten, die automatisch auf der Grundlage benutzerdefinierter Filter erstellt werden – nach Bibliothek, Genre, Audioqualität, Jahr und mehr. Dies automatisiert die Erstellung von Wiedergabelisten nach den eigenen Kriterien des Nutzers und macht sie zu einem sehr praktischen Werkzeug, wenn man keine bestimmte Wiedergabeliste im Sinn hat oder einfach keine Lust hat, selbst eine zu erstellen.
Das neue JPLAY-Update ist ab sofort als kostenloser Download für bestehende Nutzer im App Store verfügbar. Aktualisieren Sie die App, um auf alle neuen Funktionen zugreifen zu können.
JPLAY ist eine revolutionäre Hi-Fi-App, die Musikliebhabern und Audiophilen das ultimative Streaming-Erlebnis bieten soll. Mit der JPLAY-App kann man eine Verbindung zu fast jedem auf dem Markt erhältlichen Streamer oder Netzwerk-DAC herstellen, ohne einen Core zu benötigen. So kann man seine Lieblingsmusik ganz einfach genießen, ohne sich mit komplizierten Verbindungen herumschlagen zu müssen. Die JPLAY-App bietet eine nahtlose Integration von Qobuz, Tidal, HIGHRESAUDIO, HQPlayer und lokalen Dateien (UPnP-Servern), so dass Nutzer ihre gesamte Musik in einer einzigen Bibliothek zusammenfassen oder separat auf jeden Musikserver und Streaming-Dienst zugreifen können. Mit blitzschneller Kontextsuche und einer intelligenten Radiofunktion macht es die JPLAY-App einfach, neue Musik zu entdecken und nachzuschauen, welche Songs Aufmerksamkeit erregt haben. Der größte Vorteil der JPLAY-App ist ihre extreme Optimierung und native iOS-Programmierung, die im Gegensatz zu anderen Hi-Fi-Apps außergewöhnliche Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit garantiert. JPLAY minimiert den Netzwerkverkehr zwischen der App und dem Audio-Endgerät, wodurch Netzwerkrauschen deutlich reduziert und die Klangqualität verbessert wird. Mit JPLAY kann man den reinsten Klang genießen, der möglich ist, ohne unerwünschte Störgeräusche. JPLAY wurde von Musikliebhabern und extremen Audiophilen entwickelt, die die Bedeutung der Klangqualität verstehen. Es bietet unter anderem eine Ordneransicht für Nutzer der alten Schule, zeigt stets die Qualität und Quelle der Musik an und gibt Auskunft darüber, welcher Künstler gerade spielt. JPLAY für iOS kann im App Store heruntergeladen werden. Es ist kompatibel mit iPhone, iPad und Macs mit M-CPU. Um das bestmögliche Benutzererlebnis zu gewährleisten, arbeitet JPLAY im Rahmen des JPLAY-Zertifizierungsprogramms mit ausgewählten Herstellern zusammen. Zertifizierte Geräte werden umfassend auf Stabilität, Kompatibilität und Leistung mit der JPLAY-App getestet, was eine nahtlose Integration und höchste Klangqualität garantiert. JPLAY bietet flexible Preisoptionen, um den Bedürfnissen jedes Audiophilen gerecht zu werden. Das Jahresabonnement ist für 49 erhältlich und bietet während der gesamten Laufzeit uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen und Updates. Um neuen Nutzern den Einstieg in JPLAY zu erleichtern, bieten wir eine kostenlose zweiwöchige Testphase an. Für diejenigen, die einen einmaligen Kauf bevorzugen, ist die JPLAY-Lebenszeitlizenz für 199 US-Dollar erhältlich, mit einem Sonderpreis von 149 US-Dollar für aktuelle Abonnenten.
Weitere Details unter jplay.app
MeroVinger Audio präsentiert die MELO-DI 2, eine kompaktere Version der vor drei Jahren erschienenen MELO-DI. Beide Lautsprecher wurden in Kooperation mit „Audio-Freak“ Markus Wierl entwickelt. Die MELO-DI 2 ist ein aktiv zu betreibendes Lautsprecher-System, das aus einem Array aus Breitbändern und einem Air Motion Transformer von Mundorf besteht.
Das MeroVinger „Time Array“ ordnet die sechs Mitteltieftöner des taiwanesischen Spezialisten Tangband nicht klassisch linear an, sondern stufenweise versetzt nach innen. So erreicht das Signal eines jeden Chassis beim empfohlenen mittleren Hörabstand zeitgleich das Ohr. Dieser Aufbau und die spezielle Position des Dipol-AMTs ergeben zusammen der Aktivweiche einen nahezu linearen Phasengang und ein mustergültigen Impulsverhalten. Das gesamte System ist auf maximale Dynamik und Natürlichkeit getrimmt. Dank der offenen Schallwand und der fehlenden passiven Weiche werden alle Chassis direkt von den frei wählbaren Endstufen kontrolliert. Die Wiedergabe soll damit äußerst präzise und grob- sowie feindynamisch auf höchstem Niveau erfolgen. Des Weiteren soll die MELO-DI 2 ein sehr plastisches, nahezu dreidimensionales Klangerlebnis mit hoher Natürlichkeit und realistischen Bühnen-Dimensionen bieten.
Zum Abdeckung des gesamten Frequenzbereichs bis 20 Hertz empfiehlt MeroVinger hochwertige Subwoofer und bietet eine breite Range an Lösungen aus eigenem Hause an. Zum Betrieb des aktiven Lautsprecher sind 4 Endstufenkanäle und ein Vorverstärker mit DSP- und Weichen-Funktion notwendig, im Idealfall mit professionellem Bass Management. Die neue Trinnov Altitude CI mit 8 Kanälen (ab 9.500 Euro) ist laut Hersteller prädestiniert, um den Lautsprecher inklusive Subwoofer auf höchstem audiophilen Niveau zu betreiben.
Bei den Endstufen und im Hinblick auf optionale externe DA-Wandler hat der Kunde die freie Auswahl. Dank der 89 Dezibel Wirkungsgrad stellen die Lautsprecher keine besonderen Anforderungen an die Endverstärker. Die MELO-DI wird exklusiv über Audio-Freak vertrieben und kann in Klosterlechfeld (Nähe Augsburg) probegehört werden. Der Preis für ein Paar MELO-DI Lautsprecher beträgt 13.500 Euro.
MeroVinger Audio entwickelt handgefertigte High-End-Subwoofer und Lautsprecher sowie hochwertige Verstärker-Elektronik. Für Subwoofer wurde eine eigene Regelungselektronik entwickelt, die auf analogem Weg das Ein- und Ausschwingverhalten optimiert sowie lineare Frequenzgänge in kompakten Gehäusemaßen garantiert.
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Herstellerangaben
MeroVinger MELO-DI 2
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Das Thema thermische Behandlung von Festplatten, Kabeln oder Schallplatten wurde in Hifistatement mehrfach ausführlich behandelt. Heute geht es um den Flatten it Schallplatten-Bügler von Pro-Ject, der dank seines attraktiven Preises ein Angebot für jedermann sein könnte.
Dirk Sommer hat an dieser Stelle seit Jahren immer wieder über Kältebehandlungen zur Klangverbesserung explizit bei der Firma CoolTech berichtet. Das liest sich überzeugend, ist aber mit ein wenig Aufwand verbunden, der selbst manch eingefleischtem Audio-Freak zu lästig erscheint. Warum eigentlich? Denn nach einem Ausprobieren könnte man die ganze Plattensammlung auf einmal einer Kryobehandlung unterziehen. Eine Wärmebehandlung mit 50 bis 58 Grad scheint zumindest in meinem Umfeld eine akzeptierte Methode mit vergleichbaren Aussichten auf eine klangliche Verbesserung zu sein. Viel Aufsehen erregten die Geräte von Audio Fidelity Improvement und hier besonders das Modell AFI Flat.Duo, das aber eine Investition von 2000 Euro bedeutet, die besonders für kleinere Plattensammlungen relativ hoch empfunden werden könnte. Die eigentliche Bestimmung der Plattenbügler ist neben einer erwartbaren Klangverbesserung das Glätten welligen Vinyls. Pro-Ject bietet mit dem Flatten it für 800 Euro einen VinylBügler, der beinahe das Gleiche kann wie die kostspieligeren Mitbewerber. Äußerlich macht Flatten it einen sehr soliden Eindruck, ist überwiegend aus Aluminium sauber gefertigt und besitzt haptisch einwandfreie Bedienelemente sowie eine gut ablesbare Anzeige zur Beobachtung des Prozederes. Flatten it ist jedoch kein Automat und erfordert die manuelle Umschaltung nach dem Heizprozess auf Abkühlen.

Da muss man also etwas aufmerksamer den Vorgang im Auge behalten. Sonst kann es passieren, dass das Vinyl überhitzt wird, und Sie nachher eine LP mit Orangenhaut besitzen. Wir (mein Freund T und ich) haben das mit einer wertlosen LP ausprobiert und diese vier statt zwei Stunden erhitzt. Man kann dieses Risiko aber mit einer Zeitschaltuhr vor dem externen Zwölf-Volt-Netzteil minimieren. Denn das Umschalten auf langsames Abkühlen ist nichts anderes, als das Gerät auszuschalten. Eine aktive Kühlung findet nicht statt, was auch gut ist. Hektik ist hier nicht von Nutzen. Das Abschalten könnte also auch eine Schaltuhr bewirken; allein die Anzeige, die über den Stand der fallenden Temperatur Auskunft gibt, würde dann ebenfalls entfallen. Die Handhabung des Flatten it ist kinderleicht. Man sollte darauf achten, dass sowohl das Vinyl als auch die beiden Auflageflächen des Flatten it staubfrei sind. Ein sauberes Mikrofasertuch ist hier nützlich. Allerdings braucht man beim Pro-Ject diesbezüglich keine große Sorge zu haben. Denn wenn es sich nicht um besonders wärmesensibles Vinyl handelt, wie es gern in den USA verwendet wird, wird das Vinyl nicht aufgeweicht, so dass sich auch nichts in der Oberfläche festsetzt. Wir haben entsprechende Versuche gemacht und Teppichflusen sowie Haare bewusst bei 58 Grad über zwei Stunden mitgebügelt. Die ließen sich nach dem Abkühlen wieder einfach mit einer Plattenbürste entfernen. Überhaupt können wir erfreulicherweise konstatieren, dass bei für diesen Temperaturbereich geeignetem Vinyl nach der Behandlung keine zusätzlichen Störgeräusche, welcher Art auch immer, hörbar waren. Nur: Alle LPs waren jetzt wunderbar plan. Das ist allein schon eine gute Sache, weil die Nadel des Tonabnehmers nun keine störenden Extratouren in der Vertikalen mehr machen muss. Beim Air Force III Plattenspieler meines Freundes T. konnte das Saugsystem jetzt alle LPs per Knopfdruck ansaugen und benötigte keine mechanische Hilfestellung wie beispielsweise bei meiner unbehandelten Decca-LP La Fille Mal Gardée. Eine LP von Lee Ritenour Rio ist durch eine Beule unbrauchbar, die einen Durchmesser einer 10-Cent Münze aufweist. Diese rauszubekommen war auch durch wiederholtes und längeres Bügeln leider unmöglich. So etwas sind aber bedauerliche und seltene Einzelfälle und in diesem Falle durch eine Halogenlampe selbst verursacht…

Pro-Ject selbst spricht in seinem Werbetext für den Flatten it nicht nur vom Glätten der Schallplatten, sondern auch von einer Klangverbesserung. Für mich ist dieser Aspekt des Temperns auch der interessantere, da bei leicht welligem Vinyl das Brinkmann-Fest-Klemmsystem hervorragende Dienste leistet und ich keine nicht spielbaren LPs besitze oder zumindest nicht finde. Eine David-Bowie-LP aus sehr dünnem Vinyl, The Man Who Sold The World, hat eine ausgeprägte Schüsselform, die der Fest problemlos kompensiert. Nach dem Bügeln mit dem Pro-Ject lag sie absolut plan auf, und ich hätte auch ein anderes Plattengewicht, wie beispielsweise das interessante Lehmann 3S mit dem dämpfenden Federsystem einsetzen können. Das wäre zuvor mit der Schüssel nicht möglich gewesen, denn da hätte das Vinyl auf einer LP-Seite in der Luft gestanden. Bügeln bewirkt das Glätten gewellter Platten und entspannt gleichzeitig das Vinyl, was eine gesteigerte Klangqualität bewirken soll. Für das Tempern zur Klangverbesserung alleine würde eine niedrigere Temperatur von 52 Grad wie bei der AFI oder sogar weniger ausreichen. Eine Temperatur-Einstellung in dieser Größenordnung bietet der Pro-Ject nicht. Deshalb sollte man die eine oder andere unwiederbringliche Scheibe im Pro-Ject vorsichtshalber nicht behandeln. Denn es bestehen, wie gesagt, in den USA gefertigte LPs oft aus einem Vinyl, das hohe Temperaturen nicht verträgt. Im Forum der Analog Audio Association (Erfahrungen mit AFI Flattener Flat-Duo - Seite 6 - Phono - allgemein - Analogue Audio Association) lassen sich zu dem Thema interessante Erfahrungsberichte finden, die sich überwiegend auf die von Dirk Sommer hier getestete AFI Flat.Duo beziehen. Auch Pro-Ject weist in der Bedienungsanleitung auf diese Problematik hin. Ebenso ist es nicht ratsam, Picture Discs wegen der zusätzlichen Beschichtung zu bügeln.

Meine etwa gleich alten zwei Exemplare des wunderbaren Klangspektakels La Fille Mal Gardée von Ferdinand Hérold, arrangiert von John Lanchbery, sollen als erstes darüber Aufklärung bringen, was sich klanglich durch das Bügeln oder jetzt besser Tempern verändert. Ein Exemplar der beiden La Fille Mal Gardée wurde behandelt, und zwar entsprechend der Empfehlung für zwei Stunden nach der Aufheizphase plus anschließender langsamen Abkühlung. Die Aufheizphase geriet erheblich kürzer als geplant, nämlich nur etwa zwanzig Minuten. Dann war die Soll-Temperatur von 58 Grad Celsius – man kann den Vinyl-Bügler auch auf Fahrenheit umschalten – erreicht. Ein leise vernehmbarer Thermoschalter ließ den Heizvorgang abbrechen und die Temperaturanzeige sank langsam auf 56 Grad. Wiederum klickte der Thermoschalter und ließ die Temperatur wieder auf 58 Grad ansteigen. Das ging so über die zwei Stunden hin und her. Sind diese verstrichen, muss wie gesagt von Hand von Heating auf Cooling umgeschaltet werden. Pro-Ject gibt die zwei Stunden als Richtwert an. Ein längeres Heizen des Vinyls kann bei starken Verwellungen möglicherweise sinnvoll sein, sicherer ist eine Wiederholung des gesamten Vorgangs durch Aufheizen und langsamen Abkühlen. Der Deckel des Flatten it ist nach diesen zwei Stunden angenehm handwarm. Er ist eine Sandwich-Konstruktion aus zwei Aluminium-Platten, zwischen denen eine graue Dämmschicht liegt. Für die Abkühlung auf unter 26 Grad brauchte die nicht sehr dicke Decca LP deutlich mehr als eine Stunde. Die langsame Abkühlung ist der Sache dienlich und sollte deshalb geduldig akzeptiert werden. Pro-Ject empfiehlt eine Abkühlung bis 30 Grad, was dann auch der in der Anleitung genannten einen Stunde entspricht. Bei 26 Grad entnahm ich also die La Fille Mal Gardée und legte sie auf den Brinkmann Bardo. Sie war perfekt plan im Gegensatz zu dem leicht welligen Vergleichs-Exemplar, das ich bereits zuvor einige Male gehört hatte, um mich an die Musik zu gewöhnen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie groß der Klangunterschied sein würde und wie sehr ich die Ohren würde spitzen müssen.

Mit einer intensiveren Wucht eröffnet das Orchester tutti, gefolgt von den Tanzklängen der fein und munter aufspielenden Holzbläser. Alles wirkt eine Spur plastischer und steht konturenschärfer im Raum. Auffällig ist: die Musik klingt angenehmer. Ich bin von der Größenordnung dieses Klanggewinns derart überrascht, dass ich mich frage, ob ich mir da was schönrede. Allerdings hatte mein Kollege Klaus Schrätz den Effekte der Wärmebehandlung mit der AFI Duo seinerzeit ähnlich beschrieben: „Im Vergleich zum wirklich hervorragend aufgenommenen Original ist die Wiedergabe etwas klarer, Instrumente klingen akzentuierter und trotzdem ist das Klangbild insgesamt wärmer, tiefer und hat mehr Wucht. Der natürliche Raum, in dem die Aufnahme im Kloster Noirlac stattfand, wurde größer und erfahrbarer. Die Aufnahme klingt rhythmischer, es macht soviel Spaß, dass es verleitet, die Platte in einem Stück zu hören.“
Mehrfaches Wiederholen meines Hörvergleichs überzeugte mich zunehmend und bestätigte meinen ersten Eindruck. Aber dennoch: Ich rufe nun meinen Freund T. an und verabrede, einige LPs, die wir beide besitzen, auf seiner Anlage zu vergleichen. Diese ist hinsichtlich Auflösung meiner überlegen, kostete aber auch einige Hunderttausend Euro mehr. Wir wählten:
Es handelt sich also in überwiegend um altes Vinyl, das sich theoretisch eher widerspenstig bei den geplanten Prozeduren zeigen würde, weil es eventuelle Weichmacher frischer Fertigungen, die der Elastizität dienen, nicht mehr oder weniger enthält. Zwei dieser LPs behandelte ich im Flatten it jeweils zwei Stunden plus Vorlaufzeit und Abkühlung auf 25 Grad. Die Ludwig Streicher jedoch nur eine Stunde, um später zu ermitteln, ob eine gleichartige Klangveränderung auch nach der halben Hitze-Phase hörbar wird.
Zuerst hörten wir gemeinsam die La Fille Mal Gardée und erlebten die Klangunterschiede ausgeprägter als auf meiner Anlage. Mein Freund war davon angetan und ich beruhigt, das ich mir keineswegs etwas eingebildet hatte. Vor allem die Energie im Grundtonbereich und die Plastizität der feinen spielerischen Instrumentierung waren hier deutlich vernehmbar. Das war eine klare und überzeugende Angelegenheit und lieferte bereits ausreichend Grund, sich den Pro-Ject zuzulegen. Igor Stravinskys Le Sacre du Printemps blühte in ähnlicher Weise auf. Das sehr hoch spielende Solo-Fagott zu Beginn erlebten wir räumlich exakter abgebildet und auch körperlicher als von der nicht getemperten LP zuvor, die aus der selben Charge in der Herstellung stammte. Wir hatten sie einst bei Acapella von Alfred Rudolph bekommen. Wieder fiel auf, dass die Musik ruhiger und aufgefächerter klang, weil auch die auf das Fagott folgenden Holzbläser wie Englischhorn und Klarinetten mit mehr Eigenständigkeit und Körper lebendig und authentischer hörbar waren. Als wir den Wiener Philharmoniker Ludwig Streicher mit seinen Einspielungen von Bottesini mit Begleitung von Norman Shetler am Klavier hörten, und zwar die Tarantella auf Seite 1, war die Überraschung groß, weil meine getemperte LP gegenüber der Scheibe von T erheblich weniger Dynamik aufwies und geradezu langweilig daherkam. Schnell war die Ursache gefunden. Die Rille der LP von T. war wesentlich breiter ins Vinyl geschnitten, während bei meinem Exemplar die Einlaufrille und besonders die Auslaufrille mächtig mehr Platz einnahmen. Auf dem LP-Cover waren keine Exemplar-Unterschiede auszumachen. Ärgerlich, welche Fallen es doch gibt. Da nutzt dann auch das Tempern nichts. Anders auf der B-Seite dieser nur eine Stunde wärmebehandelten LP. Jetzt war wieder der Vorteil durch das Tempern ohne Mühe hörbar. Der Klanggewinn war derselbe wie bei den beiden Scheiben zuvor. Da es sich hier um ein gleichmäßigeres musikalisches Geschehen handelt, waren wir beide überzeugt, dass durch das Tempern etwas Harsches im Obertonbereich eliminiert wird, wodurch der Bottesini erfreulichweise angenehmer und schöner klingt. Verloren geht dabei nichts. Der Glanz und der Nachklang der Klavieranschläge oder des Kontrabasses im Raum bleiben erhalten. Hinsichtlich die räumlichen Darbietung nach der Behandlung mit dem Pro-Ject hatten wir den Eindruck, dass auch hier noch ein leichter Zugewinn spürbar ist, eben weil alles plastischer vermittelt wird. Dieser Mehrwert wurde uns noch einmal ganz deutlich und überzeugend bei Midnight Sugar demonstriert. Auch hier war die tonale Verbesserung durch mehr Energie im Grundton hörbar, was bei orchestraler Musik oder natürlichen Instrumenten allgemein der Echtheit dient. Klavier, Kontrabass und Schlagzeug spielten akzentuierter und greifbarer. Der Rhythmus wirkte ausgeprägter und das Miteinander der Musiker homogener. Wieder war erkennbar, dass die leichte Nervigkeit der nicht behandelten LP verschwunden ist. Ich möchte sagen: Die thermische Entspannung durch Pro-Jects Flatten it führt auch zu musikalischer Entspannung.

Noch etwas zu den Kosten: Der Flatten it ist mit seiner maximalen Leistungsaufnahme von 120 Watt kein Sparfuchs und verbraucht erheblich mehr als die Geräte von AFI. Wenn man jedoch bedenkt, dass bei einer zweistündigen Wärmebehandlung wegen des Auf und Ab nur etwa eine Stunde erhitzt wird, würde der Stromverbrauch zuzüglich der circa 20 Minuten Aufheizphase in den 80 Minuten mit 160 Watt zwischen fünf und zehn Cent liegen. Da braucht man schon eine viele tausend LPs umfassende Sammlung, um den höheren Anschaffungspreis anderer Bügelautomaten zu kompensieren. Pro-Ject hat das Gehäuse zwar thermisch gedämmt, aber nicht maximal optimiert wie etwa AFI bei der Flat.Duo. Dafür sieht Pro-Jects Flatten it aber auch nach einem soliden Arbeitsgerät aus und ist im Betrieb einfach zu handhaben. Mein Wunsch ist allerdings: Bitte eine zweite Heizstufe mit 52 Grad zur Auswahl anbieten, falls es eines Tages eine MKII-Version geben sollte.
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Gehört mit Anlage T.
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| Plattenspieler | TechDas Air Force III mit Tonarm ViV Laboratory 12“ |
| Tonabnehmer und Phono-Vorstufe | DS Audio Master 3 Set |
| Vorverstärker | Air Tight ATC-7 |
| Endstufe | Air Tight ATM-3211 Monos |
| Lautsprecher | Eigenbau nach Wolf von Langa Chicago erweitert |
| Subwoofer | 4 Klipschhorn-Gehäuse mit JBL-Bestückung und Hypex Endstufen mit DSP-Raumkorrektur |
| Zubehör | Netzfilter und Strom: Shunyata und Audioplan, Signalkabel: Sternklang, Plattengewicht: Lehmann Audio 3S |
| Möbel | Taoc ASRIII |
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Gehört mit
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| Plattenspieler | Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 20 |
| Phono-Vorstufe | Plinius Koru |
| Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
| Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 |
| Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
| Lautsprecher | Triangle Grand Concert |
| Kopfhörer- Verstärker | Gold Note HP-10 deluxe |
| Kopfhörer | HEDD D1, Denon AH-D2000, Denon AH-D7200, RHA T20 In-Ear |
| Zubehör | Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Aquaeus Aureus Luminist Rev.,Elementa Advance und Alzirr XLR, Silversmith Fidelium Speaker und QED Genesis Silver Spiral mit Enacom, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen, Levin Design Vinylbürste |
| Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Herstellerangaben
Pro-Ject Flatten it
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|---|---|
| Gerätekonzept | Schallplatten-Bügler |
| Stromanschluss | 230/240 Volt, 50 Hz |
| Netzteil | 12V / 12A DC |
| Maximale Leistungsaufnahme | 120 Watt |
| Stromverbrauch im Leerlauf | <0,5 Watt |
| Abmessungen | 365 x 60 x 420 mm (B x H x T) |
| Gewicht | 4 kg |
| Preis | 800 Euro |
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Eine Autobiografie ist eine persönliche Chronik. In diesem Sinne sind die Wilson Audio Lautsprecher Autobiography eine kunstvoll gestaltete Erzählung der Unternehmensgeschichte, des Strebens nach musikalischer Wahrheit und der Hingabe an die Verfeinerung handwerklicher Kunst.
Die Autobiography ist aber nicht nur eine persönliche Chronik des Gründers, sondern eine Chronik aller Menschen dahinter. Sie ist der Höhepunkt von über einem halben Jahrhundert Ausbildung und kompromissloser Ausführung durch die weltweit engagierteste Zunft von Lautsprecherbauern. Jedes Element, jede Kurve und jede akustische Entscheidung spiegelt eine Reise wider, die mit dem Gründer von Wilson Audio, David A. Wilson, und seinen frühesten Experimenten zu zeitlicher Ausrichtung, Resonanzkontrolle und emotionaler Verbindung zur Musik begann. Dieser Lautsprecher bezieht sich nicht nostalgisch auf die Vergangenheit. Er destilliert Erfahrung zu Klarheit, bewahrt das Wesentliche und treibt gleichzeitig das Mögliche voran. Dieses bahnbrechende Design dokumentiert den Weg, den Wilson Audio zurückgelegt hat – von den frühesten Experimenten mit den ursprünglichen WAMM- und WATT-Modellen bis hin zu einer zukunftsweisenden Aussage, die nur mit heutigen Mitteln möglich ist. Die Autobiography ist also nicht einfach eine Ansammlung früherer Lösungen. Es ist die Essenz aus dem Verständnis, warum diese Lösungen erfolgreich waren und wie sie verfeinert, neu gedacht und weiterentwickelt werden könnten. Das Herzstück der Autobiography bildet eine komplett neuentwickelte Treiberbestückung. Es handelt sich um einen Fünf-Wege-Lautsprecher, der in einer M(MTM)M-Anordnung konfiguriert ist, wobei jeder Schallwandler erstmals in diesem System zum Einsatz kommt. Jeder Treiber wurde speziell für die Autobiography konzipiert. Nicht als isolierte Komponente, sondern als Teil einer einheitlichen akustischen Architektur.
Die vertikale Anordnung besteht aus je einem 7-Zoll-Mitteltöner oben und unten am Gehäuse, welche die symmetrische, halbmondförmige MTM-Einheit umgeben. Letztere besteht aus zwei 2-Zoll-Mitteltönern, die den nach vorne abstrahlenden Hochtöner flankieren. Diese Anordnung schafft eine Spiegelstruktur, die die Kohärenz in den kritischen Stimm- und Instrumentenbereichen verstärkt. Die tiefen Frequenzen werden von zwei unterschiedlichen Tieftönern übernommen, einem 12-Zoll- und einem 15-Zoll-Chassis, die exklusiv für den gemeinsamen Betrieb entwickelt wurden. Vervollständigt wird die Treiberkonfiguration durch einen nach hinten abstrahlenden Ambiente-Hochtöner, der dazu dient, die räumlichen Informationen zu bereichern. Das Ergebnis ist ein Lautsprecher, der über das gesamte hörbare Spektrum hinweg zeitliche Präzision, dynamischen Ausdruck und klangliche Integrität bewahrt. Jeder Schallwandler bringt seine Stärken ein, ohne dem Klang seinen eigenen Charakter aufzudrängen, so dass das System mit einer einzigen, überzeugenden Stimme spricht. Der nach vorne abstrahlende Hochtöner (FFT) mit Convergent Synergy Laser Sintered (CSLS)-Technologie stellt die neueste Weiterentwicklung der Convergent Synergy-Technologie von Wilson Audio dar. Seine neu gestaltete rückseitige Schalkammer verbessert die Energieableitung, reduziert interne Reflexionen und mindert Rauschen. Diese Verfeinerung verbessert die Klarheit, ohne Körnigkeit oder Übertreibungen einzuführen, so dass mikrodynamische Informationen natürlich zur Geltung kommen.
Flankiert wird der CSLS-Hochtöner von zwei neu entwickelten 2-Zoll-Mitteltönern, die mit optimierten Schallwänden kombiniert sind. Diese 2" MID (Midband Integration Driver) genannten Einheiten wurden entwickelt, um die Lücke zwischen der Schnelligkeit hoher Frequenzen des Hochtöners und der üppigen, naturgetreuen Wiedergabe der größeren Mitteltöner zu schließen. Ihre Anordnung gewährleistet eine symmetrische Abstrahlung und präzises Zeitverhalten im wahrnehmungsmäßig empfindlichsten Bereich des menschlichen Gehörs. Der 2" MID lässt die Grenzen zwischen den individuellen Treibern verschwimmen und integriert das Mitteltonband mit solcher Präzision und natürlichem Fluss, dass der Hörer nur Musik wahrnimmt, nicht die Technik.
Oberhalb und unterhalb der MTM-Anordnung befinden sich zwei 7-Zoll-PentaMag-Mitteltöner. Diese sind eine direkte Weiterentwicklung der QuadraMag-Plattform und verwenden nun fünf AlNiCo-Magnete (Aluminium/Nickel/Kobalt), die so angeordnet sind, dass sie eine höhere Antriebskraft, eine verbesserte Flussstabilität und eine verbesserte Linearität unter dynamischer Belastung erzeugen. Diese Weiterentwicklung sorgt für eine Mitteltonwiedergabe, die sowohl kraftvoll als auch nuancenreich und in der Lage ist, das volle emotionale Gewicht von Stimmen und Instrumenten ohne Anstrengung zu vermitteln.
Die Autobiography verfügt über einen Rear Firing Tweeter (RFT) mit Invers-Kalotte, welcher die räumliche Tiefe, die Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen und den harmonischen Ausklang verbessert. Dieser Treiber besteht aus unidirektionaler, gespreizter Kohlefaser (Spread Tow Carbon) in Luft-und Raumfahrtqualität, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Steifigkeit und Konsistenz ausgewählt wurde. Die Membran verfügt über ein variables Dickenprofil, das die Trägheit minimiert und gleichzeitig die strukturelle Integrität maximiert. Der RFT ist ein Breitband-Design, das darauf optimiert ist, Rauminformationen zu transportieren, ohne die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Sein Arbeitsbereich reicht von 6 bis 22 Kilohertz. Ein integrierter Dämpfungsregler ermöglicht eine Einstelung von 0 bis minus 40 Dezibel, wobei die maximale Einstellung so kalibriert ist, dass sie bei 10 Kilohertz bei typischen Hörentfernungen bei minus 7 Dezibel im Verhältnis zur FFT beginnt. Dies ermöglicht eine präzise Anpassung an die Raumakustik und die Vorlieben des Hörers und sorgt für eine subtile Verstärkung räumlicher Information und der Nachhall-Energie. Die Tieftonarchitektur der Autobiography wurde von dem anspruchsvollen Ziel geleitet, einen Bass zu liefern, der unmittelbar, klar und kraftvoll ist, während gleichzeitig klangliche Nuancen und musikalischer Realismus in den tiefsten Frequenzbereichen bis hin zum Mitteltonbereich erhalten bleiben. Um dies zu erreichen, wurden zwei völlig neue Tieftöner unterschiedlicher Größe – ein 12-Zoll- und ein 15-Zoll-Modell – parallel entwickelt und als einheitliches System abgestimmt. Dafür passend wurde die gesamte Gehäusearchitektur der Tieftöner neu gestaltet.
Die Entwicklung unterschiedlicher Treiber, die als eine einheitliche Stimme in Erscheinung treten sollen, stellt erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Timing, Druckbelastung und harmonische Konsistenz dar. Bei der Autobiography wurden diese Herausforderungen durch exklusive, speziell entwickelte Antriebsstrukturen, Aufhängungsgeometrien und die Unterbringung dieser maßgeschneiderten Tieftöner in einem meisterhaft konstruierten Gehäuse bewältigt. Jeder Tieftöner bringt eigene Stärken ein, doch keiner arbeitet isoliert. Gemeinsam bilden sie eine nahtlose Tieftonbasis, die mit Schnelligkeit, Kontrolle und Größe reagiert. Diese neuen Tieftöner verkörpern die jahrzehntelange Erfahrung von Wilson Audio bei der Bewältigung der Komplexität der realistischen Wiedergabe von Tieftoninformationen. Das Ergebnis ist eine Basswiedergabe, die kraftvoll, ohne Übertreibung ist und eine erweiterte Präzision bietet, ohne dabei an emotionaler Wirkung einzubüßen.
Wilson Audio hat im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Arten von Ausrichtungsmechaniken eingesetzt. Bei der Autobiography kommt maßgeschneiderte Hardware zum Einsatz, die speziell für dieses System entwickelt wurde. Was das Ingenieurteam hier geschaffen hat, lässt sich am besten als eine Weiterentwicklung der mechanischen Zeitausrichtung der Module beschreiben. Sowohl die oberen als auch die unteren PentaMag-Mitteltöner-Module sind über das Modulausrichtungs-Schlittensystem unabhängig voneinander einstellbar. Jeder Ausrichtungsanzeiger, alle Schlittenzahnräder und die Referenz-Ausrichtungsskalen sind kalibriert und durch einfaches Verstellen des drehbaren Nockengriffs leicht ablesbar. Der MTM-Halbmondrahmen ist ähnlich ausgestattet. Diese innovative Ausrichtungs-Hardware ermöglicht eine Präzision im Zeitbereich, die sowohl die der WAMM Master Chronosonic als auch die der Chronosonic XVX übertrifft.
Die neue Port-Hardware ermöglicht schnelle Konfigurationsänderungen und die Integration in den Raum ohne Werkzeug. Durch Drücken der beiden Schnellverschlussknöpfe lassen sich die Port-Abdeckung und der Port-Ring anpassen, was die Einrichtung vereinfacht, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen. Das Cross-Load-Flow-Porting-System wurde weiterentwickelt, um eine kontrollierte Anpassung der Interaktion im Tieftonbereich mit dem Hörraum zu ermöglichen. In einer nach vorne gerichteten (FF) Konfiguration wird die Tieftonwiedergabe im Bereich von 10 bis 75 Hertz um circa 1,0 bis 1,5 Dezibel reduziert, während die Wiedergabe zwischen 75 und 130 Hertz um 1,5 bis 2,0 Dezibel zunimmt. Die Umschaltung auf eine nach hinten gerichtete (RF) Konfiguration ergibt das umgekehrte Frequenzverhalten und bietet Flexibilität, um sich an Raumgegebenheiten und die allgemeinen Vorlieben des Hörers anzupassen.
Durchgehend kommen maßgefertigte Wilson Audio-Gabelstecker zum Einsatz, die perfekt auf die firmeneigenen Anschlussklemmen abgestimmt sind und eine optimale elektrische Kopplung gewährleisten. In den Rahmen sind gefräste Kabelhalterungen integriert, die für eine übersichtliche Kabelführung sorgen. Hochwertige Widerstände sind auf Kühlkörpern aus reinem Kupfer montiert, was die Wärmeübertragung verbessert und gleichzeitig den Einfluss von Vibrationen minimiert; sie sind leicht zugänglich und können ohne Werkzeug über die gerahmte Widerstands-Montageplatte an der Rückseite des Tieftönergehäuses ausgetauscht werden.
Ein umfassendes neues Hardware-Ökosystem prägt das physische und mechanische Erscheinungsbild der Autobiography. Zu den optischen Highlights der edel anmutenden Hardware gehören die dekorative, massive Tieftöner-Schallwand, die skelettierte Dämpfungsblende des Tieftöners, der Ausrichtungs-Schlittenstift und die Stiftfassung, die Getriebefenster, die XO-Querstreben, die Schlittenhülsen, der Verriegelungshebel mit integrierten Verriegelungszähnen, die Dämpfungsblende, die kalibrierte Wasserwaage und der facettierte metallische Mittelteil des Hochtönersr. Nicht zu vergessen sind die preisgekrönten Wilson Audio Acoustic Diodes, die standardmäßig zur Resonanzkontrolle an die Bodenberührungsfläche im Lieferumfang enthalten sind.
Es gibt kein einziges Material, das in allen akustischen und konstruktiven Anwendungsbereichen optimal funktioniert. Die Autobiography ist ein mechanisches Meisterwerk, das diese Tatsache durch eine vielschichtige Architektur widerspiegelt, die aus gezielt entwickelten Materialien besteht, von denen jedes aufgrund spezifischer mechanischer und akustischer Eigenschaften ausgewählt wurde. Jeder Teil des Systems wird analysiert und verfeinert, um sicherzustellen, dass er einen authentischen Beitrag zum Gesamterlebnis des Hörers leistet.
Zu den im Design der Autobiography verwendeten Materialien gehören verschiedene Varianten von hochdichten Phenolharz-Verbundwerkstofen (H-Material, intern gedämpfte V- und X-Materialien mit eingeschränkter Schicht), Kohlefaser, Aluminium in Luft- und Raumfahrtqualität, Edelstahl, Kupfer, Gold und so weiter. Diese Elemente dienen nicht dem Marketing-Hype, sondern der Funktion. Ihre raffinierte Anwendung bestimmt, wie Energie gesteuert, gelenkt, abgeleitet und letztendlich als Musik wiedergegeben wird. Die Tieftöner-Schallwand ist mit einer Dämpfungsmasse aus Aluminium verstärkt. Im Gegensatz zu früheren Tieftöner-Gehäusedesigns, bei denen X-Material entfernt wurde, um die Tieftöner bündig montieren zu können, behält die Autobiography die volle Dicke des X-Materials hinter den Tieftöner-Körben bei. Dieser Ansatz erhöht die Steifigkeit an der Kopplungsfläche und verbessert die gleichmäßige Wiedergabe tiefer Frequenzen.
Das Frequenzweichen-Gehäuse besteht aus gewebter Kohlefaser und ist auf einem Schwingungsdämpfer aus V-Material befestigt. Die Frequenzweichen-Kammer wird durch zwei Metallverstrebungen zusammengehalten, die diesen Raum verstärken und für strukturelle Festigkeit sorgen. Jede Gehäuse- und Modulschnittstelle enthält V-Material, einschließlich aller Oberflächen, mit denen die Präzisions-Gleitspitzen in Kontakt kommen. Zusätzlich ist in der Mitte des Schlittenarms ein V-Material-Kern befestigt, in dem der Ausrichtungsstift des Schlittens in der Stiftnabe ruht. Sogar der Boden des Tieftönergehäuses erhält ein Upgrade: Eine neue Version von V-Material wurde für den gesamten Boden des Tieftönergehäuses entwickelt, um die Schwingungsdämpfung an der Schnittstelle zu den Acoustic Diodes zu verbessern.
Beim Zusammenbau des Autobiography ist deutlich zu erkennen, dass der Gantry mit einer isolierenden Schicht aus V-Material an der Oberseite des Tieftönergehäuses befestigt ist. Die Gantry-Elemente sind skelettiert, was an frühere Flaggschiffe von Wilson Audio erinnert, jedoch in einer fließenderen und skulpturaleren Ästhetik. Stilistisch steht die Autobiography für ein organisches Zusammenspiel zwischen H-Material-Verbundwerkstofen und präzisionsgefertigtem Aluminium im gesamten Gantry, einschließlich der Schallwand jedes oberen Moduls. Eine ineinandergreifende Dämpfungshülle aus Phenolharz sorgt für strukturelle Integrität und visuelle Eleganz. Maßgefertigte Metalloberflächen, die in Zusammenarbeit mit bewährten lokalen Maschinenbaupartnern entwickelt wurden, spiegeln eine Handwerkskunst wider, wie sie nur bei den richtigen Künstlern hinter den Werkzeugen zu finden ist.
Vor fünf Jahrzehnten waren Lautsprecherentwickler durch eine begrenzte Auswahl an Bauteilen eingeschränkt. Kondensatoren wiesen oft einfache einlagige Konstruktionen auf, und Leiterplatten waren trotz ihrer Neigung zur dynamischen Kompression des Klangs weit verbreitet. Wilson Audio hat diese Einschränkungen durch Innovation und akribische Ausführung konsequent in Frage gestelt. Die Autobiography setzt diese Tradition fort, indem sie handgefertigte, Punkt-zu-Punkt-verdrahtete, im eigenen Haus gefertigte Frequenzweichen verwendet. Die im gesamten System verwendeten mehrteiligen Reliable Capacitors (Rel-Cap) werden bei Wilson Audio mit speziell angefertigten Maschinen hergestellt. Diese Kondensatoren werden von Hand mit einer Toleranz von +/- 0,2 Prozent gefertigt. Die eingesetzten firmeneigenen Wickelmaschinen stellen die bislang konsistentesten, gleichmäßigsten und präzisesten Rel-Cap-Produktionsmethoden dar, was zu den musikalisch ausdrucksstärksten Kondensatoren führt, die Wilson Audio je hergestellt hat.
Im Carbonfaser-Frequenzweichen-Gehäuse der Autobiography finden sich einzigartige Kupfervarianten des AudioCapX-WA-Kondensators, die die Leistung weiter verfeinern. Diese Konfiguration verbessert die Mikrodetails im Hochtonbereich und bringt subtile räumliche Hinweise zum Vorschein, die andernfalls verdeckt bleiben könnten. Ein neu konfigurierter Tieftöner-Kondensator sorgt dafür, dass sich die Informationen im Tieftonbereich nahtlos in das Mittelton-Signal einfügen, wodurch die Bassenergie reichhaltig und dennoch stets kontrolliert präsentiert wird. Jede Frequenzweichenkomponente wird entweder bei Wilson Audio gefertigt oder einzeln ausgewählt, ausgerichtet und von Hand gelötet, ohne dass Leiterplatten zum Einsatz kommen. Dieser Ansatz bewahrt die dynamische Ausdruckskraft und vermeidet die klanglichen Verzerrungen, die mit den in Lautsprechern verwendeten Leiterplatten-basierten Schaltungen einhergehen.
Die Autobiography verkörpert den Höhepunkt aus technischer Vision und handwerklicher Meisterschaft. Entworfen auf der Grundlage eines fortschrittlichen analogen Ausrichtungssystems, das eine außergewöhnliche zeitliche Präzision gewährleistet, setzt dieses Model neue Maßstäbe hinsichtlich der zeitlichen Genauigkeit von Lautsprechern. Das Ergebnis ist ein Lautsprecher von außergewöhnlicher mechanischer Integrität, tiefer emotionaler Verbundenheit und musikalischer Wiedergabetreue. Jede Oberfläche, jede Schnittstelle und jeder strukturelle Punkt ist so konzipiert und gefertigt, dass er einen Zweck bei der originalgetreuen Wiedergabe von Tonaufnahmen erfüllt. Handgefertigt in Provo, Utah, USA, verkörpert die Autobiography die beständigen Standards und die Kultur der Exzellenz in allen Dingen von Wilson Audio – ein wahrhaft unermüdliches Streben nach musikalischer Wahrheit.
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Vertrieb
Audio Reference GmbH
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| Anschrift | Alsterkrugchaussee 435 22335 HAMBURG |
| Telefon | +49 40 53320359 |
| Fax | +49 40 53320459 |
| Web | audio-reference.de |
Sumikos Firmensitz befindet sich in Mineapolis, USA im Bundesstaat Minnesota. Von hier aus werden die Tonabnehmer weltweit vertrieben. Hergestellt werden sie allerdings in Japan bei Excel Sound in Yokohama. Dort werden die Systeme seit 1982 von ausgewählten Handwerkern handgefertigt.
Das neu auf dem Markt befindliche Oriole aus der Reference-Serie von Sumiko liegt preislich und klanglich in der Mitte zwischen dem Starling und Songbird aus gleichem Hause. Oriole ist übrigens die englische Bezeichnung für den hierzulande als Pirol bekannten Singvogel und so passt die Namensgebung zum Starling und Songbird. Das Oriole ist ein Low-Output-MC-Abtaster mit Ausgangsspannung von 0,3 Millivolt und einer Innenimpedanz von 5,5 Ohm. Die niedrige Impedanz macht es kompatibel mit den meisten MC-Phonovorverstärkern am Markt, die Einstellmöglichkeiten für die Abschlussimpedanz bieten. Auf den aus einer speziellen Aluminiumlegierung bestehendem hohlen Nadelträger ist der nackte Abtastdiamant aufgeklebt.

Sumiko verpasst dem Diamanten einen Shibata-Schliff. Dieses Profil wurde 1973 von Norio Shibata für JBL entwickelt. Seine asymmetrische Geometrie verleiht ihm in der Praxis mehrere nützliche Eigenschaften: Die vergrößerte Kontaktfläche mit den Rillenflanken reduziert den lokalen Druck, was den Verschleiß von Platte und Diamant verringert. Zudem kann der Shibata-Schliff Bereiche der Rille abtasten, die von konischen oder elliptischen Nadeln unberührt bleiben – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei abgenutzten oder gebraucht gekauften Schallplatten. Im Gegenzug verlangt er eine sehr präzise Justage: Jede Unsauberkeit in der Einstellung rächt sich unmittelbar.

Die „nackte“ Montage ohne zusätzliche Fassung zwischen Nadelspitze und Nadelträger senkt die effektive Masse der bewegten Teile, was zu einer Verbesserung des Abtastverhaltens bei Transienten und einer Hochtonerweiterung führen kann. Die niedrige Impedanz von 5,5 Ohm deutet darauf hin, dass zur Spulenwicklung nur wenige Lagen Draht verwendet werden, was ebenfalls zu einer geringen beweglichen Masse führt. Die Spulen werden aus speziell ausgewähltem, hochreinem Kupfer gewickelt, das Signale mit minimalen Verlusten und Verzerrungen übertragen kann. Für den Dämpfer verwendet Sumiko eine spezielle synthetische Gummimischung, um Resonanzen zu kontrollieren, Verzerrungen zu minimieren und eine gute Spurführung zu ermöglichen.

Alle Tonabnehmer der Reference-Serie besitzen ein offenes Gehäuse. Diese Gehäusekonstruktion senkt das Risiko von resonanzbedingten Verzerrungen und Verfärbungen, die durch herkömmliche Tonabnehmergehäuse entstehen können. Um interne Resonanzen weiter zu reduzieren, werden die einzelnen Komponenten des Magnetkreises mechanisch gedämpft. Für die Anschluss- und Montageplatten verwendet Sumiko ein Material namens PEEK. Dieses Material wird aufgrund seiner extrem hohen mechanischen Stabilität, Steifigkeit und Langlebigkeit typischerweise in anspruchsvollen Anwendungen wie der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt. Über die Kopfplatte des Minimalgehäuses werden verbleibende Resonanzen zum Tonarm abgeleitet. Der Tonabnehmer wiegt 7,3 Gramm, so dass sich bei einer lateralen Nadelnachgiebigkeit von zwölf Mikrometer pro Millinewton folgerichtig die Montage in einem Tonarm mit mittlerer Masse empfiehlt. Da mein Linn Ittok mit 12 Gramm effektiver Masse den Anforderungen entspricht, montierte ich das Oriole an den Linn-Tonarm. Dank des Gehäuses mit seinen geraden und zum Teil rechtwinkligen Flächen und des gut sichtbaren Nadelträgers ist die Montage des Systems unter dem Headshell des Ittoks recht gut zu bewerkstelligen.

Nach einer Einspielzeit von mehreren Tagen und etlichen abgespielten Schallplatten konnte dann der Hörtest beginnen. Dass sich das in meinem Besitz befindliche Benz Micro Glider Tonabnehmersystem in der gleichen Preisklasse wiederfindet, machte diesen Hörtest besonders spannend. Zuerst legte ich das In-Akustik-Album Great Cover Versions auf. Los ging es mit dem Stück „All The Way Lover“, dargeboten von Chris Farlowe And The Thunderbirds. Die Reibeisenstimme Chris Farlowes kommt hier gleichermaßen kraftvoll wie einfühlsam rüber, die würzigen Gitarrensoli sind ein Genuss. Transparenz, Luftigkeit und ein warmes Bassfundament zeichnen diese Aufnahme aus, die vom Oriole mühelos wiedergegeben werden. Eine weitere von mir bevorzugte Testplatte stammt vom Label Vital Records aus Kalifornien, produziert von David Manley, dem Gründer von VTL, Vacuum Tube Logic. „The River Bends“ vom Album Todd ist live eingespielt und komplett analog unter ausschließlicher Verwendung von Röhrenmikrofonen auf einem 2-Spur-Studer C37 Tonbandgerät aufgenommen. Die Band ist ein klassischen Piano Trio, auf dem gehörten Stück ergänzt durch eine akustische Gitarre und Congas. Das Stück grooved wunderschön, hier kommt die Ausgewogenheit des Klangbildes des Oriole großartig zur Geltung. Spätestens wenn Michael O`Neill das Solo auf der Gitarre spielt, wird man vom Fluß der Musik und der Wiedergabequalität mitgerissen. Die Stahlseiten der Gitarre klingen, als ob O´Neill direkt vor einem sitzen würde und die Seiten anreißt. Man hört das Piano klar und deutlich, nimmt wahr, dass die Tasten für die hohen Töne rechts und die der tiefen Töne links angeschlagen werden. Schlagzeug und Congas sind hinter den Leadinstrumenten positioniert, das Schlagzeug etwas links von der Mitte, die Congas rechts. Dies alles dermaßen plastisch darstellen zu können, verlangt eine sehr gute Wiedergabekette, an deren Spitze das Tonabnehmersystem steht. Das Oriole macht hier seine Arbeit so gut, dass ich mir überlege, ob ich das Benz Glider überhaupt noch einmal montieren möchte.
Das dritte Stück „Natty Stick“ ist auf dem Album Slow Motion verewigt und stammt vom Steel-Drum-Spieler Andy Narell. Die Steel Drums klingen so akzentuiert wie es besser nicht sein kann, mit viel Luft um die einzelnen Töne herum und nie nervig. Der Bass und die Snare Drum werden knackig und wuchtig wiedergegeben. Die Percussionsinstrumente setzen klare Akzente und die Gitarre von Steve Erquiaga ist ebenso wie alle anderen Instrumente klar ortbar. Beim Stück „Have you ever seen the Rain“ vom 1983 erschienenen Album Faster Than The Speed Of Night von Bonnie Tyler erklingt die Stimme von Bonnie neutral und präzise aus den Schallwandlern, wirkt aber zu keiner Zeit aggressiv. Auch die verwendeten Instrumente werden mit Nachdruck im Hörraum abgebildet und lassen es nicht an Präzision fehlen. Die Wiedergabe ist mit einer ausgezeichneten Auflösung über den gesamten Frequenzbereich versehen und bietet eine echt wirkende Räumlichkeit. Auf der virtuellen Bühne wird die Stimme Bonnies sehr gut von den instrumentalen Anteilen getrennt, ohne dass die Wirkung des Liedes als homogenes Ganzes negativ beeinträchtigt wird. Als nächstes legte ich die RCA-Victor-Produktion von Jacques Offenbachs Gaité Parisienne, gespielt vom Boston Pops Orchestra unter Arthur Fiedler. Dass bei dieser Einspielung keine Wünsche hinsichtlich Dynamik und Räumlichkeit offen bleiben, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Gleich bei den ersten Takten spürt man die Wucht des Orchesters geradezu körperlich. Die Luftigkeit der gesamten Komposition wird vom Oriole unverfälscht wiedergegeben, die Flöten spielen munter auf, die Höhenwiedergabe ist exzellent, ohne jemals nervig oder überspitzt zu wirken. Nun wechselte ich doch das Tonabnehmersystem und installierte wieder das Benz Glider, um noch einmal den Unterschieden der beiden Systeme nachzuspüren. Ich empfinde beide Systeme klanglich als gleichermaßen ausgewogen, das Oriole hat klare Vorteile in der Höhenwiedergabe und Luftigkeit. Die Auflösung ist ebenfalls etwas besser und somit auch die räumliche Wiedergabe. Kleine Abstriche muss man bei der Basswiedergabe machen. Die Wiedergabe ist zwar knackig und gut akzentuiert, allerdings geht das Benz noch etwas tiefer hinunter in den Basskeller.
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Gehört mit
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| Plattenspieler | Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager |
| Tonarm | Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern |
| Tonabnehmer | Benz Micro Glider |
| Phonostufe | Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil |
| Vorverstärker | VTL TL 6.5 II |
| Endstufen | QUAD II |
| Lautsprecher | Consensus Audio Lightning |
| Kabel | Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord |
| Zubehör | Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G |
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Herstellerangaben
Sumiko Oriole
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| Ausgangsspannung | 0,21mV |
| Verstärkeranschluss | Phono MC |
| Nadelträger | hohl, gehärtetes Aluminium |
| Nadelnachgiebigkeit, lateral | 12µm/mN |
| Empf. Tonarm-Typ | mittelschwer |
| Abtastdiamant | Nude Shibata (6,5µm x 40µm) |
| Empf. Auflagekraft | 20mN (2,0g) |
| Impedanz | 5,5 Ohm |
| Empf. Abschlusswiderstand | > 60 Ohm |
| Frequenzgang | 12 - 45.000Hz |
| Kanalseparation | 30dB bei 1kHz |
| Gewicht | 7,3g |
| Preis | 1.700 Euro |
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Mit dem HD 480 PRO bringt Sennheiser einen geschlossenen Referenzkopfhörer für Studio- und Live-Anwendungen auf den Markt. Mit großer Sorgfalt und Präzision entwickelt, behebt er die beiden häufigsten Schwachstellen geschlossener Kopfhörer: Er liefert eine präzise Basswiedergabe und bietet höchsten Komfort für Audio-Profis.
Bei geschlossenen Kopfhörern ist eine gute Wiedergabe der tiefen Frequenzen in der Regel schwer zu erreichen. „Hier glänzt der HD 480 PRO. Im Vergleich zu anderen geschlossenen Kopfhörern ist der Bass deutlich präziser. Die Wiedergabe der tiefen Frequenzen ist äußerst genau und realistisch“, erklärt Jimmy R. Landry, Category Market Manager, Music Industry bei Sennheiser.
„Komfort ist entscheidend, wenn Kopfhörer als Arbeitsinstrument genutzt werden“, fügt Gunnar Dirks, Senior Product Manager für professionelle Kopfhörer, hinzu. „Toningenieur*innen sind oft stundenlang an ihren Mischpulten. Sie benötigen einen leichten, ergonomisch geformten Kopfhörer, um ihre Aufmerksamkeit und Konzentration aufrechtzuhalten. Der HD 480 PRO verhindert jegliche Druckstellen und passt sich jedem Kopf präzise und bequem an – selbst wenn man eine Brille trägt.“
Ob der Kopfhörer im Studio bei Produzent*innen, Mixer*innen, Musiker*innen, Toningenieur*innen und Kreativen, in Live-Umgebungen bei FOH- und Monitor-Techniker*innen oder unterwegs zum Einsatz kommt, der HD 480 PRO ist die ideale Wahl für Monitoring, Produktion, Aufnahme und Mixing und damit der bislang vielseitigste professionelle Kopfhörer von Sennheiser. Seine absolute Präzision, sein unverfälschter Frequenzgang und sein authentischer Bass sorgen dafür, dass der Klang in jeder Hörsituation zuverlässig wiedergegeben wird.
Der HD 480 PRO ermöglicht volle Konzentration auf den Klang und jedes Detail. Eine mehrstufige passive Geräuschabschirmung sowie bequeme Ohrpolster mit weichen Aussparungen für Brillenbügel sorgen für die präzise Abdichtung, die eine optimale Klangwiedergabe gewährleistet. Eine Reihe von Designmaßnahmen – zusammengefasst unter dem Begriff „Vibration Attenuation System“ – eliminieren unerwünschte Vibrationen, Reflexionen und Verzerrungen und bewahren so die Klarheit des Audiosignals. Die ultraleichten Schwingspulen des HD 480 PRO sorgen für eine bemerkenswert authentische und dynamische Wiedergabe. Wie sein offenes Pendant, der HD 490 PRO, nutzt auch der HD 480 PRO mehrere patentierte Technologien von Sennheiser:
Spezielle Achsengeometrie: Dank seines mechanischen Designs passt sich der Kopfhörer optimal an den Kopf an und gewährleistet unabhängig von der Kopfform einen gleichmäßigen Kontaktdruck. Das sorgt für ein konsistentes Hörerlebnis.
Komfortzone für Brillenträger: Die Ohrpolster drücken nicht auf die Bügel der Brille, sondern verfügen über eine weiche Nut, die gleichzeitig für eine gute Abdichtung und hohen Tragekomfort sorgt. Unterdrückung von Kabelgeräuschen: In der Nähe der Ohrmuschel sorgen die Wendel des Kopfhörerkabels dafür, dass der HD 480 PRO effektiv von Körperschall- und Kabelgeräuschen entkoppelt wird – etwa wenn das Kabel gegen den Schreibtisch schlägt.
Um sich an unterschiedliche Set-ups anzupassen, kann das abnehmbare Kabel links oder rechts in den HD 480 PRO gesteckt werden. Diese flexible Kabelführung eignet sich beispielsweise ideal für Soloaufnahmen von Instrumenten, da das Kabel so nicht im Weg ist. Zur besseren Erkennbarkeit sind die linke und rechte Ohrmuschel mit Braille-Markierungen versehen. Der HD 480 PRO wurde von Sennheisers erfahrenem Entwicklungsteam auf Langlebigkeit ausgelegt und liefert über lange Zeit hinweg gleichbleibende Ergebnisse.
Der offene HD 490 PRO und der geschlossene HD 480 PRO stehen an der Spitze der 400er-Serie professioneller Audio-Kopfhörer. Welcher eignet sich also am besten für welche Anwendung? „Unsere Entwickler*innen haben akribisch daran gearbeitet, den Klang des geschlossenen HD 480 PRO so nah wie möglich an den des offenen HD 490 PRO heranzubringen. Welches Modell die bessere Wahl ist, hängt wirklich davon ab, wie man arbeitet“, erklärt Gunnar Dirks. „Der offene HD 490 PRO eignet sich ideal für das Mixing in ruhigen Umgebungen, während ich den geschlossenen HD 480 PRO für Anwendungen empfehlen würde, wo du eine gute Abschirmung benötigst, zum Beispiel, wenn du deinen Gesang direkt bei der Aufnahme monitoren möchtest, als FOH-Referenz oder wenn du einen Raum gemeinsam mit anderen nutzt.“
Der HD 480 PRO ist zum Preis von 400 Euro erhältlich. Er verfügt über Recording-Ohrpolster, ein drei Meter langes Spiralkabel und wird mit einer Transporttasche geliefert. Anstelle der Tasche wird der HD 480 PRO Plus mit einem Case geliefert und kostet 449 Euro.
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Herstellerangaben
Sennheiser HD 480 PRO
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www.sennheiser.com
sennheiser-hearing.com
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Hersteller
Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
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| Anschrift | Am Labor 1 30900 Wedemark |
| Telefon | +49 5130 6000 |
| contact@sennheiser.com | |
Beim Referenz-Player im Kompaktformat kommt das Flaggschiff-Chipsets von AKM zum Einsatz: Für den Delta-Sigma-Modulator und die D/A-Wandlung gibt es getrennte Chips. Von den AK4191EQ kommt jeweils einer pro Kanal zum Einsatz, vom AK4499EXEQ sogar ein Paar, um eine vollsymmetrische Wandlung mit Stromdifferenzausgangsstufe zu ermöglichen.
Die elektronische Lautstärkeregelung erfolgt nicht im DAC, sondern mittels einer eigenen Regeleinheiten vom Typ MUSE 728320V. Sie erlaubt eine feinfühlige Anpassung des Pegels in 256 Stufen zu je 0,5 Dezibel durch ein eigenes Metalldrehrad an der Oberseite des Players, die sich wie eine analoge Regelung anfühlt. So ist garantiert, dass der vollsymmetrische Kopfhörerverstärker alle in Frage kommenden Kopfhörer wahlweise über die 3,5-Millimeter-Buchse oder über den Pentaconn-Anschluss (4,4mm) im optimalen Regelbereich antreiben kann.
Das Gehäuse wurde aus einer speziellen Aluminium-Legierung mit der Bezeichnung 6063 präzisionsgefertigt. Es dient gleichzeitig als Kühlkörper. Das 6-Zoll-Full-HD-TFT-Display des N8iii lässt mit Multi-Touch und kratzresistentem Glas keine Wünsche offen. Die Kaltkathodenröhren Nutube 6P1 sind im Cayin N8iii in doppelter Ausführung vorhanden, um eine vollsymmetrische Verstärkung beider Kanäle zu ermöglichen. Die Doppeltrioden werden im N8iii nicht nur durch eine eigens entwickelte Stoßdämpfung und Schirmung vor Außeneinflüssen bewahrt, sondern auch per Hand selektiert und auf geringste Toleranzen hin paarweise kombiniert. Wegen dieses aufwändigen Prozesses ist der N8iii auch auf 1000 Exemplare weltweit limitiert.
Die analoge Verstärkerstufe erlaubt dem Benutzer beliebige Kombinationen verschiedener Klangcharaktere: klassischer Röhrensound, moderner Röhrensound mit reduzierten Verzerrungen, oder voll transistoriert. Zusätzlich kann die Treiberstufe wahlweise in verschiedenen Betriebsarbeiten zwischen A, AB und A+ umgeschaltet werden. Für besonders leistungshungrige Kopfhörer gibt es zudem eine Betriebsart mit erhöhter Ausgangsleistung. So kann der Benutzer schnell und flexibel den Klangcharakter an die Schallwandler oder den jeweiligen Geschmack anpassen.
Rauschen und Verzerrungen werden auf das absolute technische Minimum reduziert, und die Leistung auf 900 Milliwatt im asymmetrischen und 1285 Milliwatt im symmetrischen Betrieb gesteigert. Der Cayin N8iii ist nicht nur ein Referenzplayer für Dateien und Datenströme bis zu PCM768 mit 32 Bit, sowie DSD512, sondern kann noch viel mehr. So stehen asymmetrische wie symmetrische analoge Ausgangsbuchsen zur Verfügung, die ihn auf Wunsch auch zum kompakten Vorverstärker mit geregelten Ausgängen werden lassen. Ebenso ist ein Betrieb als Netzwerkstreamer und DAC mit festem Ausgangspegel möglich, so dass auch die heimische Anlage von seinen Wandler- und Verstärkerqualitäten profitiert.
Der interne Speicher von 256 Gigabyte lässt sich mit einer Speicherkarte erweitern. Die WiFi-Konnektivität macht ihn zum modernen Streaming Device, für Updates und die Einbindung von Streaming-Diensten. Das eigens angepasste und vorinstallierte Betriebssystem auf Android-Basis garantiert mit einer speziellen Direct-Transport-Audio-Technologie eine puristische Signalverarbeitung unter Umgehung interner Datenverarbeitungsprozesse. Mit seinem starken eingebauten Akku hält der N8iii bis zu 12 Stunden Dauerbetrieb bis zum nächsten Nachladen durch.
Der Cayin N8iii ist ab Ende April 2026 bei der Cayin Distribution sowie im Fachhandel in limitierter Stückzahl verfügbar. Er wird mit einem hellblauen Etui in Lederoptik ausgeliefert und kostet 4.280 Euro.
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Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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| Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
| Telefon | +49 6174 9554412 |
| Fax | +49 6174 9554424 |
| info@cayin.com | |
| Web | www.cayin.de |
Ich schätze WestminsterLab-Komponenten für ihre Musikalität und Authentizität, die den Zugang zur Musik ganz selbstverständlich öffnen. Diese Qualität verspricht nun WestminsterLab in Form des Omne, einem Vollverstärker, der das gesamte Westminster-Lab Erlebnis in einem All-in-One-Paket vereinen soll. Ein Versprechen, das neugierig macht.
Als Angus Leung den Omne Vollverstärker Anfang Februar 2025 in Hamburg präsentierte, ging es ihm erkennbar nicht um die übliche Choreografie aus Neuheit und Superlativen. Im Zentrum stand für ihn vielmehr die Antwort auf die Frage, was geschieht mit einer kompromisslos gedachten Verstärkerarchitektur, wenn man sie in einem einzigen Gehäuse verdichtet. Das gesetzte Ziel formulierte er klar: Die Entwicklung soll „das ganze WestminsterLab Erlebnis“ in einem einzigen Gerät bündeln, ohne die Architektur zu vereinfachen, die Stromversorgung zu verkleinern oder die Kanaltrennung zu verschlechtern. Wer WestminsterLab kennt versteht, wie hoch und kompromisslos dieser Anspruch ist. Vom Entwicklungsstart bis zur Marktreife hat es dann auch fast drei Jahre gebraucht. Es wundert also nicht, wenn Angus Leung die Entwicklung als das bislang ambitionierteste Projekt von WestminsterLab bezeichnet. Mit dem Omne bringt das Unternehmen nun nicht einfach einen Vollverstärker auf den Markt, er ist die Umsetzung einer bereits klar umrissenen klanglichen und konstruktiven Unternehmensphilosophie in konzentrierter, kompakter Form.

Will man die bemerkenswerte Haltung und Philosophie von WestminsterLab besser verstehen, lohnt ein Blick auf die Menschen und die Entwicklung des Unternehmens. WestminsterLab wurde 2007 in London gegründet und hat sich bis heute zu einer Marke mit international hohem Ansehen, heute mit Sitz in Hongkong, entwickelt. Der Weg begann nicht gleich mit dem Bau von Verstärkern, sondern mit der Entwicklung von Kabeln und dem ersten USB-Kabel speziell für die Audioanwendung. Erst später folgte die Elektronik, beginnend mit der Endstufe Unum, die auf der Münchner High End 2015 vorgestellt wurde, 2020 der Mono-Endstufe Rei, der Vorstufe Quest und 2023 die separate Phonostufe Monologue. Wer sich mit diesen Geräten beschäftigt, erkennt eine klare Linie sowohl in der Entwicklung als auch in der Arbeitsweise von WestminsterLab. Es ist ein Denken, das kontinuierlich auch Bewährtes in Frage stellt, ohne den Kern und die Philosophie der Marke aus den Augen zu verlieren. Die Geräte variieren schon deshalb nicht im Wesen und ihrer substanziellen Qualität. Dabei geht es WestminsterLab um die Reinheit der Signalführung, um Reduktion auf das Essentielle, um saubere Energieversorgung, oder um die mechanische und elektrische Ruhe. Letztendlich geht es aber im Kern darum, Musik als Ganzes und ohne irgendeine Präferenz zu vermitteln. Alles, was getan und gedacht wird, folgt somit glaubhaft dem Leitmotiv und Arbeitsansatz des Unternehmens „Rediscovering your music“.
Im Zentrum dieser Philosophie steht Angus Leung. Er ist Gründer, Gestalter und Entwickler und sichtbar die prägende Figur hinter der Marke. Dass er in Großbritannien Architektur studiert hat, ist mehr als eine biografische Fußnote. Es erklärt vielleicht sogar den Kern dessen, was WestminsterLab so anders und aus meiner Sicht so besonders macht. Angus Leung denkt und entwickelt in Zusammenhängen und versteht Elektronik, Gehäuse, Fertigung und ästhetische Wirkung als eine zusammenhängende Disziplin. Er schafft so eine stimmige und sichtbare innere Ordnung, die auch das Äußere bruchlos in eine klare Form bringen lässt. Man sieht es seinen Komponenten an, dass hier jemand am Werk ist, der Gestaltung nicht nur als äußerliches Marken-Stilmittel versteht. Bei der Weltpremiere des Omne in Hamburg beschreibt Angus genau diese Synergie, die sein architektonisches Verständnis in die Produktarchitektur und dem Produktdesign einfließen lassen. Sowohl seine Arbeitsweise als auch die Ergebnisse erinnern mich schon deshalb an das Bauhaus von Walter Gropius, das ohne Grenzen verschiedenste Disziplinen zu einem neuen Denken und zu neuen Formen gebracht hat. Oder an Dieter Rams, der in den 60-er Jahren für Braun Elektrogeräte in eine moderne Form gebracht hat. Heute sind sie allesamt Klassiker, die in den Museen der Welt zu sehen sind.
Was das Unternehmen WestminsterLab angeht, beschreibt es Angus Leung als ein bewusst kleines Unternehmen, das Handwerk, Hörtests, Messungen und Computersimulationen miteinander verbindet und zudem möglichst viel mit den eigenen Händen herstellen möchte. Dieser Verzicht ist mehr als ein sympathisches Selbstporträt, sondern er macht viele WestminsterLab eigene Herstellungsschritte erst möglich. Die Form der Herstellung und die vielseitigen Fähigkeiten im Team charakterisieren das Unternehmen. Und sie erklären, mit welcher Sorgfalt Produkte vom Entwurf bis zum fertigen Produkt mit den Menschen und dem Geist im Unternehmen verbunden sind. Auf der WestminsterLab-Seite heißt es dazu, man suche nicht nach einzelnen Fragmenten des Musikerlebnisses, also nicht nur nach Details, Bass, Bühne, Klarheit oder Emotion, sondern nach dem Ganzen, nach dem vollständigen Erlebnis von Musik. Ein solcher Satz könnte schnell nach wohlklingender Esoterik klingen. Bei WestminsterLab ist er jedoch glaubhaft, weil er sich in den Produkten wiederfindet.
Birgit Hammer-Sommer und Dirk Sommer waren bei der Weltpremiere des Omne im Februar 2025 in Hamburg mit dabei und hatten die ersten Informationen und Bilder mitgebracht. Jetzt kamen Angus Leung und Krey Baumgartl, vom Deutschland-Vertrieb IAD, zu Besuch nach Gröbenzell und hatten den nun spielbereiten Omne mitgebracht. Die ersten Höreindrücke waren gleich so vielversprechend, dass Dirk Sommer den möglichen Zugewinn an Qualität erwartungsvoll auf die Einzelkomponenten projizierte. Es bleibt weiter spannend mit WestminsterLab. Doch bleiben wir beim Ome. Er repräsentiert die aktuell fortschrittlichste Entwicklungsstufe von Westminster und somit bereits die Weiterentwicklung der renommierten Vorstufe Quest und den Endstufen Rei. Das lässt aufhorchen!

Der erste Blick auf den Omne macht deutlich, er ist unverkennbar ein WestminsterLab. Ohne effektheischende Elemente, ist die Form insgesamt ausgewogen und zeigt das gestalterische Können von Angus Leung. Die Frontseite besitzt das charakteristische, reduzierte Frontlayout mit dem dezent integrierten Display. Auch der Omne folgt damit in jedweder Hinsicht dem puristischen Konzept und verzichtet auf jegliche äußere Bedienoption wie Lautstärkenregler oder Umschalter. Dass der Omne mit nur 14 Zentimetern Höhe und 35 Kilogramm Gewicht als Class-A-Vollverstärker realisiert wurde, ist konstruktiv bemerkenswert. Das Chassis ist entsprechend aus mehreren massiven Blöcken Flugzeugaluminium gefertigt, um so die optimale strukturelle Steifigkeit und Wärmeableitung zu bieten. Der Omne wird sowohl in Silber als auch in Schwarz erhältlich sein, der Preis wird bei 40.000 Euro liegen. Ein Preis, der sich zum einen aus dem erheblichen Entwicklungsaufwand erklärt, zum andern aus der Tatsache, dass im Inneren Quest und Rei in verdichteter Form zu finden sind.
Blicken wir auf die Rückseite, findet sich auch hier der gewohnt aufgeräumte Aufbau. Der Onme bietet drei symmetrische Eingänge und einen symmetrischen Pre-Ausgang. Den kann man nutzen, will man mehr Leistung für seine Lautsprecher und möchte ein Paar Rei Endstufen zusätzlich hinzufügen. 12-Volt Trigger Ein-und Ausgänge machen dann auch deren Bedienung unkompliziert möglich. Wünscht man sich mehr Eingänge, so bietet WestminsterLab zwei optionale Modul-Steckplätze, die man mit einem weiteren XLR, Cinch, Phono MC/MM und einem DS Audio Equalizer bestücken kann. Mit dem Test der separaten Phonovorstufe, WestminsterLab Monologue, hat Dirk Sommer im Juli 2024 bereits die Qualität der Phonomodule beschrieben. Seine klanglichen Erwartungen wurden klar übertroffen. Sie brauchen sich also keine Sorgen in Hinblick denkbarer Erweiterungen aus der WestminsterLab-Familie machen. Perspektivisch wäre sogar ein DAC denkbar. Lassen wir uns überraschen.
Nun zum Inneren des Omne: Er ist ein vollständig symmetrischer Vollverstärker in Doppelmono-Manier, in dessen Gehäuse eine komplette Vorstufe und zwei Class-A-Monoblöcke arbeiten. Die Ausgangsleistung der Endstufen liegt bei 50 Watt an acht Ohm, 100 Watt an vier Ohm und 200 Watt an zwei Ohm – die Spitzenstromleistung beträgt 12 Ampere. Eine Leistung, mit der meine Wilson Audio Sasha V mit ihren 88 Dezibel Wirkungsgrad und der unteren Impedanz von 2,36 Ohm bei 82 Hertz, ihre Qualität entfalten kann. Ich konnte auch die Verbindung Ome – nur Vorstufensektion – und den Rei-Monos probieren (Dank an meinen fränkischen Händler). Die Rei-Monos haben mehr Leistung und bringen etwas mehr Lockerheit, die dynamischen Schattierungen wirken noch impulsiver und kraftvoller, das Geschehen wird noch einen Tick prominenter. Diese Tatsache schmälert aber keineswegs die Qualität des Omne, sondern unterstreicht das Konzept der Ausbaufähigkeit mit den Rei-Monos. Natürlich stand der Onme in seiner Gesamtheit im Fokus, ich konnte es aber nicht lassen, auch meine Quest-Vorstufe mit der Vorstufe im Omne zu vergleichen. Kurz gesagt: der Zugewinn an Klangqualität war unüberhörbar.

Dass WestminsterLab bei der Verstärkung auf Class A setzt, ist auch beim Omne Mittel zum Zweck. Die Betriebsart soll souveräne Kraft mit einer glaubhaft stimmigen natürlichen Wiedergabe verbinden und hat das von WestminsterLab beschriebene, typische Klangbild als Ziel: „Ruhe im Klangbild, hohe Transparenz, feine Durchzeichnung und eine sehr natürliche, unangestrengte Art der Wiedergabe“. WestminsterLab beschreibt auch sehr deutlich, wie hoch der technische Aufwand war, um diese Entscheidung in einem kompakten Gehäuse zu realisieren. Die Kühlkörper werden aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst. WestminsterLab verweist dazu auf umfangreiche thermische Simulationen und darauf, dass die Kombination aus Kühlkörpern und eigener Schaltungstopologie stabile Betriebstemperaturen und Langzeitkonstanz sichern soll. Das ist keine Ingenieursromantik, sondern eine Prämisse, um die klanglichen Eigenschaften einer Schaltung unter realen Bedingungen zu bewahren. Bemerkenswert finde ich auch den strukturellen Aufbau, der die Kühlkörper der Endstufen zur Frontseite hin orientiert. Ein Aufbau, den ich mir auch bei der Rei wünschen würde, um die Mono-Endstufen aneinanderstoßend und somit als Einheit, ohne thermische Probleme, betreiben zu können. Von außen betrachtet ergibt sich durch das optische Zusammenspiel der Lüftungsschlitze in der Abdeckung und den davorliegenden, leicht abgesenkten Kühlkörpern, ein stilistischer Eyecatcher, der dem Verstärker seine kraftvolle Note verleiht.
Was den Aufwand und den Anspruch an die aktiven Bauteile angeht, hebt WestminsterLab besonders hervor, dass die Transistoren nicht nur innerhalb eines Prozentpunkts gematcht, sondern über mehrere Arbeitspunkte hinweg gepaart und anschließend viele Stunden unter Last geprüft werden. Hier spürt man eine Beharrlichkeit in der Entwicklung, die nichts als belanglos einstuft. Beim Kunden kommt diese Sorgfalt in Form von Betriebssicherheit, Stabilität in der Wiedergabe und letztlich in einem hörbaren klanglichen Gewinn an.
Auch typisch für WestminsterLab ist der überlegte und konsequente Aufbau der Stromversorgung. Vier O-Core-Transformatoren und 18 separate lineare Versorgungsstränge versorgen jeden Abschnitt im Omne. WestminsterLab ist überzeugt, dass nur mit einem sauber aufgebauten Netzteil eine verfärbungsfreie und authentische Wiedergabe erreicht werden kann. Deshalb werden auch der Steuerungsmikroprozessor und das Display durch ein eigenes, nur für diesen Zweck bestimmtes, lineares Netz versorgt, um das Rauschen auf ein Minimum zu beschränken. Das insgesamt smarte Versorgungskonzept, das die Abschnitte von Vorverstärker und Leistungsverstärker trennt, behält somit die volle Audioleistung auch dann, wenn der Omne nur als Vorverstärker genutzt wird. In diesem Fall lässt sich die Endstufe via Fernsteuerung komplett abschalten. Auch hier wurde musikalische Performance bis ans Ende gedacht.
Was aber die akribische Arbeit und die Entwicklungstiefe bei WestminsterLab dann völlig von jeglicher Norm abhebt, sind Dinge wie die „Power-on-Demand“-Funktion, die das Netzteil für optionale Module nur dann mit Strom versorgt, wenn es benötigt wird – alles für einen Betrieb ohne störende Einflüsse auf die aktiven Teile. Oder es wird, um die Lebensdauer des Systems zu verlängern, der DS Audio Equalizer abgeschaltet. Oder beim Display-Auto-off wird sogar die Prozessorgeschwindigkeit reduziert, um das interne Störniveau zu senken. Selbst solche scheinbaren Nebensächlichkeiten ordnet WestminsterLab dem Klang unter.
Bemerkenswert konsequent ist auch die Nähe der Vorstufensektion zur Vorstufe Quest: der Omne nutzt dieselbe Architektur und dasselbe Schaltungsschema wie der größere Bruder, bei maximal lediglich sechs Dezibel Verstärkung. Alles folgt dem Konzept der kurzen Wege mit möglichst wenig Zwischenstufen, um das Signal so unbeeinflusst wie nur irgend möglich zu halten. Bei der Premiere sprach Angus Leung von nur 22 Bauteilen, die ein Signal vom Eingang bis zum Ausgang im Omne durchlaufen. Was die Funktionalität und Bedienbarkeit angeht, sind nun viele von Kunden gewünschte Komfortfunktionen integriert – zu steuern über die optisch passende Fernbedienung. Möglich wurde dies durch die vollständige In-House-Entwicklung eines Audio-Controllers, mit einer 99-stufigen Lautstärkeregelung, einer dimm- oder abschaltbaren Anzeige im Display, und einer kanalgetrennten Balance-Einstellung. Auch ist es nun möglich, einen der Eingänge als Heimkino-Bypass zu wählen, was den Omne zu einem erstklassigen Partner für Home-Entertainment-Systeme macht.

Mit dem eingebauten Pre-Out kann der Verstärker später zudem mit einem zusätzlichen Rei-Paar zum horizontalen Bi-Amping erweitert werden. Genau diese Tatsache macht seine Stellung im Portfolio für mich verständlich. Er ist weder nur der Einstieg in die Marke noch eine vereinfachte Alternative zu Quest und Rei, noch ersetzt er Quest und Rei. Er ergänzt das Programm sinnvoll und erfüllt Kundenwünsche und Anforderungen. Für den einen mag es die kompakte Erscheinung sein, für den anderen ist es die Wahlmöglichkeit und Ausbaufähigkeit durch ein Paar externer Rei, oder die Anforderungen eines Heimkinos. Das Entscheidende ist doch, dass er sich von seinen Geschwistern nicht durch geringeren Anspruch unterscheidet, sondern primär durch die höhere Integrationsdichte und den Vorteilen kürzerer Wege einer integrierten Verstärkung.
Nun stellt sich die Frage, erfüllt er die gestellten hohen Anforderungen und Zielsetzungen auch in musikalischer Hinsicht, und trägt er die bekannten WestminsterLab-Tugenden in sich. Jene besondere Mischung aus Musikalität, Ruhe, Transparenz und Authentizität, die ich an der Quest so schätze. Meine klangliche Beschreibung des Omne möchte ich mit Prince' „One Nite Alone“ aus dem gleichnamigen Album (NPG Records, 2002) beginnen. Das Album erschien ursprünglich exklusiv über den NPG Music Club und wurde nicht regulär im Handel vertrieben. „One Nite Alone“ ist eine ungewöhnlich intime, reduzierte Aufnahme – nur Stimme und Klavier, sonst nichts. Gerade daraus bezieht dieses Stück seine besondere Spannung und Kraft. Prince zeigt hier keine große Pose, sondern eine spürbare Nähe zu seinem musikalischen Empfinden. Seine Stimme wirkt unmittelbar, verletzlich, dann wieder nachdrücklich. Genau dieses Wechselspiel aus Zartheit, Präsenz und zurückgenommener Intensität macht den besonderen Charakter aus. Das Klavier begleitet mit Substanz, führt ein, begleitet, akzentuiert und schafft die verbindende Linie. Das Spektrum reicht von perlend und leicht, bis kraftvoll, mit Wucht in die Tiefe. Genau aus diesem Wechsel bezieht das Stück einen guten Teil seiner inneren Spannung. Stimme und Klavier lassen Raum und verdichten ihn wieder. Der WestminsterLab Omne zeigt hier sein Können. Er folgt mühelos der Inszenierung, lässt der Stimme ihre geschmeidige Nähe und bewahrt zugleich die feinen Schattierungen in Phrasierung und Tongebung. Ebenso überzeugend zeigt er das Klavier in seiner ganzen tonalen Spannweite: leicht und fließend, dann wieder mit kraftvollem, energischem Zugriff und spürbarer Substanz in den verdichteten Passagen. Der Omne macht die Dramaturgie und Spannung wunderbar hörbar: Zartheit und Druck, Intimität und Ausdruck, fließen zu einer glaubhaften Nähe zusammen. Das Stück ist kein leichter Tobak und schon von daher ein Prüfstein, der eine Komponente qualifiziert.
Wenn Sie Tiefbass und treibende Kraft mit dem Omne erleben möchten, dann hören Sie mal in Bernhard Schimpelsberger / Chris Gall Myriad (GLM Music, 2022) und dort beispielsweise in das Stück „Interlude II“. Percussionsinstrumente – vermutlich Kanjira oder Mridangam – füllen den Raum mit purer Energie. Oder Sie mögen den psychedelischen Rock von The Doors „Riders On The Storm“ (L.A. Woman, 50th Anniversary Deluxe Edition, 2021 Remaster, Rhino Entertainment, 2021). Diese Aufnahme lebt von der schwebend rhythmischen, dunklen Atmosphäre, die The Doors so unverwechselbar machen. Das Remaster 2021 klingt offener, feiner gestaffelt und in den Details luftiger. Mit dem Omne perfekt durchhörbar und genau mit der so wichtigen treibenden Energie, die dieses Stück zum Klassiker macht.

Ein klassisches Stück das ich sehr liebe ist von Jacqueline du Pré – „Haydn: Cello Concerto No. 1 in C-Dur, Hob. VIIb:1: II. Adagio“ (EMI, 1967). Diese Aufnahme entstand 1967 in London mit Jacqueline du Pré, dem English Chamber Orchestra und Daniel Barenboim. Das Album koppelt Haydns C-Dur-Cellokonzert mit dem Boccherini-Konzert in B-Dur und gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden du-Pré-Aufnahmen im klassischen Repertoire. Auch in späteren Wiederveröffentlichungen wird gerade diese Aufnahme immer wieder als Referenz genannt, nicht zuletzt wegen der Verbindung aus technischem Können, Klangschönheit und der unverwechselbaren Präsenz du Prés. Dieses Adagio verlangt vor allem Ruhe, eine natürlich geführte Melodie und einen warmen, kultivierten Ton. Jacqueline du Pré begegnet dem mit einer Phrasierung, die unangestrengt wirkt und dem Satz genau jenes Maß an Fluss und innerer Spannung verleiht, die Haydns langsame Sätze auch für mich so besonders machen. Der WestminsterLab Omne begegnet dieser Aufnahme mit genau der richtigen Mischung aus Ruhe und kraftvoller Präsenz. Das Cello behält seinen warmen, leuchtenden Charakter, ohne ihn zu verdicken, und bewahrt zugleich jene feinen dynamischen Abstufungen, die du Prés Spiel so besonders machen. Auch das Zusammenspiel mit dem Orchester bringt der Omne mit genau der richtigen Balance an Durchhörbarkeit und Geschlossenheit – ein wichtiges Kriterium, will man diese besondere Interpretation und das Können von Jacqueline du Pré entdecken. Ist die Wiedergabe authentisch, erlebt man den Zauber, der diese Aufnahme so besonders macht. Der Ome leistet genau das.
Giovanni Ceccarelli – „The Windmills of Your Mind“, aus Le Grand Michel – A Journey With Michel Legrand (Bonsaï Music / Kuroneko, 2025) ist ein akustisches Bild kreisender Gedanken, wie der Titel bereits verrät. Michel Legrand komponierte ihn Ende der sechziger Jahre für den Film „The Thomas Crown Affair“. Die Melodie folgt keiner linearen Dramaturgie, sondern ist vielmehr ein kreisender innerer Monolog, der kein Ende findet. Ein Stück mit hoher emotionaler Kraft. In dieser Interpretation wird dieser Charakter vor allem durch die Stimme getragen, die wie ein leises Nachdenken erzählt. Die Linien der Interpretation sind weich geführt, stets mit einem feinen Gespür für das Ineinander von Text und der instrumentalen Begleitung. Der WestminsterLab Omne zeigt hier seine bemerkenswerte Sensibilität, lässt tief in die Musik blicken und macht sie in ihrer Gesamtheit hörbar. Mal sind es die feinen Nuancen – ein leichtes Anrauen der Stimme, das Zurücknehmen einzelner Silben, das kaum hörbare Atmen zwischen den Phrasen, mal ist es diese faszinierende Begleitung der Band, die den tragenden Klangteppich aufspannt und zur Stimme akzentuiert, mal ist es das prägnante Klavier das träumerische Räume öffnet. Die Instrumente und die Stimme sind greifbar nah und präsentieren sich glaubhaft im Raum – einfach fantastisch! Kleine Verzögerungen, minimale rhythmische Verschiebungen – all das verlangt nach einer Wiedergabe, die nicht glättet, sondern differenziert. Der Omne folgt diesen Nuancen mit beeindruckender Selbstverständlichkeit und jener unaufdringlichen Souveränität, die man bereits von Quest und Rei kennt. So wird diese Interpretation zu einem leisen, aber umso eindringlicheren Statement: Nicht die große Geste entscheidet, sondern die Fähigkeit, Feinheiten zuzulassen – und genau darin offenbart der Omne seine Zugehörigkeit zur klanglichen Familie der großen Westminster-Komponenten.

Der Klang des Omne ist beeindruckend. Der Omne schafft realistische, dreidimensionale Bilder, kann Kraft und ebenso Stille und er besitzt die für Westminster typische Musikalität, Selbstverständlichkeit und Authentizität. Da stimmt nicht allein die Tonalität, oder das Timing – das die Füße mitwippen lässt, es ist diese besondere Fähigkeit des emotionalen Einbeziehens, die diesen Verstärker besonders kennzeichnet. Passen die Rahmenbedingungen in einer Anlage, lässt sich mit dem Omne echtes High End erleben, ohne die zusätzlichen Kosten, die durch separate Komponenten entstehen – denken Sie nur an adäquate Stromkabel, oder NF-Kabel.
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Gehört mit
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|---|---|
| Laufwerk | Reed Muse 1c Reibrad |
| Tonarm | Reed 5A |
| Tonabnehmer | Xquisite Fire |
| Streamer | DCS Bartok |
| LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch/Netzwerkswitch A3 |
| CD-Player | Mark Levinson ML39 |
| Vorstufe | WestminsterLab Quest |
| Endstufe | WestminsterLab Rei, Pass XA25 Stereoendstufe |
| Lautsprecher | Wilson Audio Sasha V |
| Kabel | Ansuz Speaker Cable D3, Signalz C2, Digitalz D2 und Mainz Power D3, D2, C3, A1, Vovox Fortis IC Balanced, Westminster Speaker und NF |
| Zubehör | Ansuz Sparkz Harmonizer TC3, Darkz Control T2, Darkz Control Serie 3, Sortz Signatue Anti Arial Resonance Coil, Ansuz Mainz8 C3 Power Distributor, Asuz Mainz8 D-TC3 Power Distributor, Degritter Mk2, SBooster Netzteil Mk2, AHP Klangmodul, JPLAY Streaming App |
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Herstellerangaben
Omne - Class-A Verstärker
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|---|---|
| Eingänge | 3 symmetrische XLR-Eingänge, 2 optionale Eingangs-Module |
| Eingangsimpedanz | 51 kΩ |
| Eingangsspannung | 6 Vrms |
| Pre-Out | 1 Satz symmetrischer XLR-Ausgänge |
| Pre-Out Frequenzgang | 2 Hz bis 100 kHz, ± 0,1 dB |
| Pre-Out Spannung | 12 Vrms |
| Pre-Out Verstärkung | 6 dB |
| Gesamt System Verstärkung | 32,5 dB |
| Lautstärkeregelbereich | 99 Schritte 0 bis -63dB / Stummschaltung | 0-32 pro 1dB | 33-99 pro 0,5 dB |
| Leistungsverstärker | Class-A, 50 Watt @ 8Ω | 100 Watt @ 4Ω | 200 Watt @ 2Ω |
| Frequenzgang | 5 Hz bis 40 kHz, ± 0,1 dB | 2 Hz bis 52 kHz, -1 dB |
| Dämpfungsfaktor | >300 (5 Hz bis 20 kHz) |
| Ausgangsimpedanz | 0,030Ω |
| Abmessungen | Breite 470 x Höhe 140 x Tiefe 447 mm |
| Gewicht | 35 KG |
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Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
| Telefon | 02161/61783-0 |
| Web | www.iad-audio.de |
| hifi@iad-gmbh.de | |
Klanglich, optisch und in Sachen Verarbeitung hat mich der SOtM sMS-2000 rundum begeistert. Im täglichen Betrieb erweist er sich als komfortabel und bisher völlig stabil. Die Einrichtung einer zusätzlichen internen Festplatte hätte allerdings Programmierkenntnisse in Linux erfordert. Ich habe deshalb die zum Lieferumgang gehörende SSD aktiviert.
Beim kürzlich erschienenen Test agierte der sMS-2000 ja lediglich als Streaming Bridge. Die Musikdaten bezog er vom Melco N1Z H60/2 über Ethernet, denn die Kombination eines netzwerkgebunden Servers als Datenlieferant mit Streamern oder Streaming Bridges hatte sich in allen bisherigen Tests als bestklingende Konfiguration erwiesen. Der Zugriff auf externe Festplatten per USB konnte klanglich nie überzeugen und selbst die Wiedergabe von auf internen SSDs abgelegten Musik-Files erreichte nicht hundertprozentig das Niveau der von einem NAS bezogenen. Bei der ersten Beschäftigung mit dem SOtM bin ich schlicht davon ausgegangen, dass das auch für diesen gilt. Dazu kam, dass es mir zwar gelang, eigene Files auf die serienmäßig in Geräten mit Intel i7-9700 Prozessor verbaute 500-Gigabyte-Platte zu überspielen, nicht aber, diese dann in Verbindung mit der JPLAY-App abzuspielen – was aber nicht an letzterer lag. In einer E-mail erklärte mir SOtMs Chefentwickler Il Won Lee dann später, wie ich die SSD in der Eunhasu-App aktivieren kann, was mit telefonischer Assistenz von Roland Dietl auch ohne Komplikationen gelang.

Ich hatte auch schon eine der beiden kryogen behandelten SSDs auf dem freien Platz für NVMe-M2-Disks im sMS-2000 eingesetzt. Doch dann musste ich von hifistatements Digitalspezialist, der ja schon länger SOtMs Motherboard sMB-Q370, das auch das Herzstück des sMS-2000 bildet, in seiner Kette benutzt, hören, dass es ihn eine Menge Zeit gekostet habe, die auf der Platine installierte SSD in Betrieb zu nehmen. Il Won Lee hatte angeboten, eine Platte per Chrome Remote Desktop zu konfigurieren, was jedoch eine halbe bis zu einer ganzen Stunde in Anspruch nehmen würde. In Kürze werde er aber eine Funktion zur Einbindung einer neuen SSD in Eunhasu integrieren. Ich werde mich also noch ein wenig gedulden und inzwischen eine größere Festplatte als Vorbereitung auf den Einbau kryogen behandeln lassen.
Aber welche Qualität die Wiedergabe der Files von einer integrierten Festplatte hat, kann ich ja auch mit ausgewählten Titeln von der kleinen 500-Gigabyte-Platte ausprobieren. SOtM setzt hier auf einen Speicher von Crucial. Übrigens stammen die SSDs, mit denen ich die Hard Disk meines Melco ersetzt habe, vom selben Hersteller. Da Unterschiede ja nicht nur bei Test-Tracks zu hören sein sollten, die besondere Anforderungen an die Wiedergabekette stellen, beginne ich einfach mit toller Weltmusik: „Houdouth“ von Anouar Brahem, John Surman und Dave Hollands Album Thimar. Die Klänge von Oud, Bassklarinette und Kontrabass ziehen einen sofort in ihren Bann, vor allem durch den ruhigen, aber intensiven Rhythmus und die Feindynamik der Bassklarinette: ein Genuss. Wenn der Track vom in den SOtM integrierten Speicher kommt, ändert sich – vertraut man seinem ersten Eindruck – so gut wie nichts. Nach dreimaligem Hin- und Herschalten kann ich aber wahrnehmen, dass der Kontrabass einen Hauch harmonischer rüberkommt, wenn das File vom Melco bezogen wird: Hier verbinden sich der Grundton des Kontrabasses und die Griff- und leicht schnalzenden Saitengeräusche zu einem homogeneren Ganzen. Die Klarinette umgibt ein ganz leichter Hauch mehr Luft. Aber wie oben erwähnt, sind das keine ohrenfälligen Differenzen, sondern Marginalien, die sich einem nur über eine extrem hochauflösende Kette erschließen.

Mit JPLAY ist es übrigens sehr einfach, Tracks aus zwei unterschiedlichen Bibliotheken zu vergleichen: Oberhalb der Cover-Ansichten werden die Server angezeigt, die auf die jeweiligen Daten zugreifen. In diesem Fall sind das „Minimserver(Eunhasu)“ und „Minimserver(N-184C)“. Durch Tippen auf die ebenfalls in der Zeile eingeblendeten beiden Server-Symbole kann man wählen, ob nur die Alben eines oder beider Server dargestellt werden. Das schließt Verwechselungen aus und ist ausgesprochen komfortabel. Natürlich kann ich die Qualität der Wiedergabe von der internen Festplatte nicht nur mit einem Musikstück beurteilen. Deshalb wechsle ich zu einem meiner Teststücke, dem Anfang des ersten Satzes von Schostakowitschs Symphonie Nr. 15. Die hatte ich bisher nicht über den sMS-2000 gehört und bin erstaunt, wie unverrückbar und präzise die Instrumentengruppen auf der ungewohnt großen Bühne platziert sind. Auch rhythmisch und tonal stimmt alles. So gut wird die Aufnahme von meiner üblichen Digitalkette jedenfalls nicht wiedergegeben. Aber vielleicht geht ja noch ein wenig mehr, wenn die Daten vom Melco kommen.

Nein, tut es nicht. Auch wenn ich hin und wieder glaube, einen hauchfeinen Unterschied entdecken zu können, erweist sich der Eindruck bei der Gegenprobe als nicht verifizierbar. Selbst wenn ich bei anderen Titeln noch minimale Unterschiede entdecken könnte, steht jetzt schon für mich fest, dass es sich bei etwaigen kleinsten klanglichen Differenzen keinesfalls um Qualitätsunterschiede handelt. An dieser Stelle reicht die Auflösung meiner in dieser Hinsicht gewiss nicht schlechten Kette einfach nicht aus, um präzise Aussagen zu machen. Auch die oben beschriebenen klanglichen Unterschiede bei der Wiedergabe von „Houdouth“ vom Melco und der internen SSD waren weniger stark ausgeprägt als die, die beispielsweise zwischen demselben Stück auftraten, wenn es einmal von einer „normalen“ NVMe-M2-Disk und einmal von einer kryogen behandelten Variante auf dem Eversolo DMP-A10 abgespielt wurde. Daher kann ich nur empfehlen statt in eine Streaming Bridge und einen netzwerkgebundenen Speicher zu investieren, lieber gleich einen sMS-2000 zu erwerben und ihn mit einer großen SSD auszustatten. Wer sicher gehen möchte, das Optimum aus dieser Konfiguration herauszuholen, sollte den Datenspeicher vor oder nach dem Aufspielen von Musik-Daten tiefgefrieren lassen.

Als ich Il Won Lee meine Erfahrungen mitteilte, merkte er an, dass für die sehr gut klingende Wiedergabe von Dateien von der internen Festplatte eine ganz besondere Technologie zur internen Rauschunterdrückung verantwortlich sein. Bei den „System Tune“-Einstellungen favorisiert er übrigens „Latency Performance“, eine Konfiguration, die sich für meinen Geschmack nach „Network Throughput“ zusammen mit „Network Latency“ den zweiten Platz teilt. Darüber hinaus empfahl er, unbedingt einmal mit dem Diretta Protokoll für die Ethernet-Verbindung zu experimentieren. Nach der High End, wenn die dazu nötige Hardware eingetroffen sein sollte, werde ich seiner Anregung gerne nachkommen.
In meiner Kette würde der Verzicht auf den Melco bedeuten, dass auch die beiden Aries Mini in der Küche und im Schlafzimmer ihre Daten von der internen Festplatte im sMS-2000 beziehen müssten. Da es an beiden Orten vorrangig um Hintergrundbeschallung geht, mache ich mir um etwaige Qualitätseinbußen dadurch nicht groß Gedanken. Das sieht im Wohnzimmer, wo Daten aus dem Netzwerk über Medienkonverter und Lichtwellenleiter angeliefert werden, schon ganz anders aus. Deshalb werde ich kurz ausprobieren, ob der lediglich als Streaming Bridge verwendete Eversolo DMP-A10 und in der Folge der Hugo M-Scaler und der Hugo TT2 klangliche Unterschiede zwischen Files vom Melco und den internen Speicher des SOtM erkennen lassen. Zuerst läuft „If You Look“ vom Arild Andersens Album If You Look Far Enough von der Festplatte des sMS-2000, dann vom Melco: In beiden Fällen bin von der hohen Auflösung, dem Klangfarbenreichtum und Schnelligkeit der Göbel Epoque Aeon Fine begeistert, der ich lange nicht so konzentriert zugehört habe – das sollte ich unbedingt wieder öfter tun. Obwohl ich den Song von beiden Quellen insgesamt sechs Mal abgespielt habe, konnte ich keinen Vorteil für einen der beiden Speicher entdecken.

Wenn es minimale klangliche Differenzen gibt, sollte Patrice Herals „Improvisation“ vom Album Le Concert des Parfums sie aufzeigen: Trotz mehrmaligen Hörens konnte ich keine eindeutigen Unterschiede festmachen. Mal schien es mir, dass das Klangbild beim Track vom Melco minimal heller timbriert sei, dann wieder, dass die Bühnen beim File vom Melco eine paar Zentimeter weniger weit in die Tiefe reichte. Bei abermaligen Anhören ließen sich die Eindrücke dann doch nicht bestätigen. Der Wille, klangliche Differenzen aufzuspüren, scheint seine autosuggestiven Folgen zu haben… Hier muss ich einfach aufgeben: Für mich sind beider Speicherorte absolut gleichwertig.
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Gehört mit
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|---|---|
| NAS | N1Z H60/2 mit externem Audiaz Linearnetzteil |
| Streaming Bridge | Auralic G2.2 |
| Streaming App | JPLAY for iOS 1.0.21 |
| Up-Sampler | Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
| D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil |
| LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature |
| 10-MHz-Clock | SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8 |
| Vorverstärker | WestminsterLab Quest |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Børresen T5 SSE |
| Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, Dragon XLR, Swiss Cables, Ansuz Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 |
| Zubehör |
AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD und Statement, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20, Waversa WLAN-Isolator-EXT-1 (2x), English Electric EE1 Plus |
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Gehört mit (Wohnzimmer)
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| Streamer | Eversolo DMP-A10 |
| Up-Sampler | Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
| D/A-Wandler | Chord Electronics Hugo TT2 mit Ferrum Hypsos |
| NAS | Melco N1Z H60/2 mit externem Audiaz Linearnetzteil |
| Vorverstärker | Einstein The Preamp |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Göbel Epoque Aeon Fine |
| Kabel | Audioquest Dragon Bi-Wiring, Swiss Cables Reference (Plus), Goebel High End Lacorde Statement |
| Zubehör | Einstein The Octopus, HighEndNovum Multivocal Resonator, Sieveking Quantum Noise Resonator, Silent Power Lan iPurifier, 10Gtek-Medienkonverter mit SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter |
Die Herstellerangaben zum getesten Gerät finden Sie im Test des SOtM sMS-2000.
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Vertrieb
audioNEXT GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
| Telefon | 0201 5073950 |
| info@audionext.de | |
| Web | www.audionext.de |
Ist man, wie ich, seit zwei Jahren zufriedener und stolzer Besitzer eines Soulnote A2 Vollverstärkers, kann man durchaus unruhig werden, wenn da eine Version 2 auf den Markt kommt. Klingt diese nun besser? Sollte ich meinen A2 verkaufen, um den neuen zu erwerben? Lohnt das, und macht der Vorteil auch den Preisunterschied wett?
Mein Soulnote A2 stand damals mit rund 7.000 Euro in der Preisliste. Sein Nachfolger A2 ver.2 ist exakt 1500 Euro teurer, also gut zwanzig Prozent. Da kann man sich fragen, ob wir es hier mit einer gut versteckten Preiserhöhung zu tun haben. Die Antwort ist eindeutig: Nein. Vor gut zwei Jahren kaufte ich meinen A2, nachdem ich den kleineren A1 gehört und als sehr musikalisch empfunden hatte. Vom erheblich aufwändigeren A2 erwartete ich mehr Detailreichtum und großzügigeres Leistungsverhalten, was sich erfreulicherweise auch bewahrheitete. Ich stellte schnell fest, dass A1 und A2 sich tonal nicht unerheblich unterscheiden. Der A1 bietet mehr Grundtonwärme und zeigt sich weit weniger leichtfüßig im Ausarbeiten der feinen Nuancen in der Musik. Der A2 generiert mit seiner schnellen Kraftentfaltung stets ein sauber gezeichnetes, aber auch leicht ins Helle tendierende Klangbild. Dieser fein auflösende Charakter macht zwar ungemein Spaß beim Hören, ist jedoch in Kombination mit dem einen oder anderen Test-Gerät oder Kabel nicht unproblematisch, weil diese Tonalität kontraproduktiv sein kann, wenn der Rest der Kette nicht dazu passt. So ist die Kombination auch mit meinen Analysis-Audio Epsylon Vollbereichs-Bändchen schwierig. An den Phonar Veritas P9.2 SE hingegen klingt der A2 hervorragend, nachdem ich mir bei der Feinabstimmung mit der Verkabelung die gebührende Mühe gab. Inzwischen benutze ich bevorzugt das neue HMS Armonia Carbon Speaker Kabel, was seinerseits sogar auch eher den Diskant betont. Dennoch bereitet dieses Setup Hörvergnügen, gerade weil es nuancenreich und konturiert, niemals basslastig und aufgedunsen spielt. Räumlichkeit und Präzision gehören ebenfalls zu den Stärken des Soulnote A2. Was macht der A2 in der neuen Version nun anders?

Erst einmal sieht er anders aus. Wie jetzt bei allen neuen Soulnote Geräten der 2-er Linie ist sein Design mit dem der 3-er Linie identisch. Das mag auch begrüßenswert sein, denn 2-er und 3-er Linie werden gern miteinander kombiniert, wie auch im Testbericht meines Kollegen Roland Dietl über den Soulnote D-2 mit X-3. Den Klang beeinflusst das neue Gehäuse-Design nicht. Es wirkt auch nicht mehr oder weniger wertvoll und ist ebenfalls erstklassig verarbeitet. Das Prinzip des losen, schwingenden Deckels wird auch beim Neuen in gleicher Weise angewandt. Die Abdeckung besteht wieder aus zwei Lagen, einer gelocht schwarzen, und darüber einer mit großen rechteckigen Aussparungen in der Gehäusefarbe Schwarz oder Silber. Die lose Deckelkonstruktion hat nur an drei Stellen durch puffernde Verbindungen mit dem Boden Kontakt. Diese einzigartige Gehäusekonstruktion wählte Entwickler Hideki Kato zur Optimierung des Resonanzverhaltens. Auch wenn beim Antippen des Deckels Geräusche entstehen, bei denen man üblicherweise sagen würde: „Hier stimmt was nicht“, ist im Spielbetrieb keinerlei Vibration vernehmbar. Vielmehr vermeidet Hideki Kato auf diese Weise die sonst übliche starre Gesamtmasse, was hier im Zusammenwirken mit dem soliden Gehäuse aus Aluminium der Resonanzvermeidung dient. Einziges Manko: Man darf nichts auf den Verstärker stellen, was Puristen ohnehin nicht tun. Ergänzt wird diese Gehäuse-Konzeption durch die Aufstellung auf drei harten Standfüßen, die gegen mitgelieferte Spikes ausgetauscht werden können – je nach Untergrund.

Sämtliche Ausstattungsmerkmale des bisherigen A2, sei es auf der Front oder auf der Rückseite, finden sich genau so bei der Version 2 angeordnet. Nur die roten Zahlen der Lautstärke-Anzeige im Display strahlen etwas dezenter. Auch der Mono-Betrieb für vertikales Bi-Amping oder die Option zur Verwendung als reinen Endverstärker sind geblieben. Bei letzterem werden Eingangswahl und die Pegelreglung, die mit per Relais gesteuerten symmetrischen Widerständen präzise und kanalgleich arbeitet, aus dem Signalweg genommen, was dem Rauschabstand zugute kommen soll. Beim Studium der technischen Daten fällt auf, dass der A2 ver.2 jetzt weniger Ausgangsleistung zur Verfügung stellt. Mit 80 Watt an acht Ohm und 160 an vier Ohm ist das auf dem Papier klar weniger als beim Vorgänger mit 100 und 200 Watt. Begründet wird dies damit, dass nun weniger Wert auf die maximale Ausgangsleistung gelegt wird, sondern die Stromlieferfähigkeit bei niedrigen Impedanzen optimiert wurde, was bei Lautsprechern mit wenig linearem Impedanzverlauf zu deutlich verbesserter Kontrolle führen soll. Ein wesentlicher Unterschied der Ver.2 liegt in der Transistor-Bestückung. Treiberstufe und Leistungsstufe nutzen nun TO-3P-Transistoren und ähneln dadurch dem Spitzenmodell A3. Das stand ohnehin Pate für den neuen A2 und man darf es, so Krey Baumgartl vom Soulnote Vertrieb IAD, dessen kleinen Bruder nennen. Die Spannungsverstärkung wurde vereinfacht und die Vorspannungsschaltung neu konzipiert. Zugunsten der Rauscharmut gibt es beim A2 ver.2 keine LED-Widerstände mehr. Deshalb leuchtet es auch nicht mehr Rot durch die gelochte Abdeckung. Der Soulnote ist ein Vollverstärker ohne Gegenkopplung. Der Vorteil liegt in einer schnellen Signalverarbeitung. Spart man die Fehler kompensierende Gegenkopplung, ist entsprechender Aufwand bei den verwendeten Bauteilen und deren Selektion von Nöten. Der Soulnote A2 ver.2 wurde dadurch optimiert, dass um die 800 neue Bauteile zum Einsatz kommen. Einen optisch auffälligen Unterschied gibt es aber doch: Die Fernbedienung des Ver.2 mutet wesentlich hochwertiger an, ist nun länger und schlanker und strahlt etwas breiter ab.

Zum Hörtest wurden alle Verbindungskabel, inklusive des Audioquest Hurricane HC Netzkabels stets umgesteckt, der jeweils nicht spielende Verstärker wurde mit einer Mudra Netzleitung warm gehalten. Der Hörtest fand ausschließlich als Stereo-Vollverstärker statt, zuerst an den Phonar Veritas P9.2 SE. Erfreulicherweise hatte man mir ein eingespieltes Exemplar geschickt. Sehr schnell wird offenkundig, dass der A2 ver.2 sich deutlich vom Vorgänger abhebt. Letzterer ist und bleibt ein erstklassiger Vollverstärker und soll hier keineswegs in Misskredit gebracht werden. Doch der Neue führt eindeutig zu Gehör, wo seine Stärken liegen. Bereits der Beifall, bevor das Live-At-Shanghai-Jazz-Konzert vom Marian McPartland Trio mit „Scratchin´In The Gravel“ startet, eine Aufnahme von 2001, gestreamt in CD-Qualität von Qobuz, klingt voller und eindeutig realistischer nach Händeklatschen. Mehr Grundtonwärme ist sofort und mühelos als angenehme Klangsignatur des A2 ver.2 herauszuhören. Dank des deshalb schlankeren Klangbildes wirkt der alte A2 erst einmal spritziger, was dieser Musik keineswegs schadet. Die wärmere Diktion des A2 ver.2 verleiht dem Piano aber angemessen mehr Substanz und Körper. Auch das Schlagzeug klingt farbiger, die einzelnen Trommeln geben ihren typischen Sound deutlicher zum Besten. Hinsichtlich der räumlichen Darstellung wirkt die Musik mit dem ver.2 homogener, wobei McPartlands Flügel über die gesamte Stereobreite abgemischt ist. Von einer virtuellen Bühne mag ich hier nicht sprechen, auch wenn die Instrumente konturiert und plastisch wiedergegeben werden. Sehr wohl ist das Ambiente des Jazz Clubs in Madison, New Jersey, gut eingefangen und spürbar. Mein A2 klingt lichter, offener, wirkt dadurch eine Spur frischer, lässt es jedoch im Vergleich an der Authentizität der Klangfarben mangeln. Beim Umstecken muss ich mich jedes Mal einige Takte lang eingewöhnen, da der Charakter meines A2 etwas effekthascherisch scheint. So funkeln die Becken im zweiten Albumtitel „For All We Know“ eine Spur schillernder, was ja auch seinen Reiz hat. Der A2 ver.2 zeigt aber eine ehrlichere Spielweise, die einer kurzen Gewöhnung bedarf. Das Klangbild ist beim Neuen ruhiger und gefällig, sicher dichter an der Wahrheit und einfach musikalisch richtiger, und, wie mir scheint, sogar ein wenig dreidimensionaler in den tiefen Tonlagen.

Übrigens spielen beide Verstärker bei gleicher Pegelanzeige (24) gleich laut. Nun mal ganz andere Musik: Das Quintet für Oboe, zwei Violinen, Viola & Cello No. 1 in B-Dur vom bedauerlicherweise wenig bekannten böhmischen Komponisten Josef Mysliveček mit dem Doležal Quartet und Michaela Hrabánková an der Oboe (Qobuz Stream 96/24). Dies stellt mein A2 konturiert und wahrheitsliebend, mit feinen Details wohl aufgefächert, nicht diffus auf eine nicht sehr tiefe imaginäre Bühne. Das gefällt, bis dann sein Nachfolger aufzeigt, was mehr geht. Bei dieser Musik ist der ver.2 klar überlegen. Er malt die Instrumente nicht nur nuancenreicher, sondern gleichzeitig wärmer und plastischer. Auch gestaltet er den Raum leicht offener nach vorne, was mehr Nähe zur Darbietung vermittelt. Die Musik klingt ein wenig unspektakulärer. Aber gerade das scheint mir hier angemessen und der Authentizität dienlich. Hier besteht kein Interesse, wieder zurück zu wechseln, denn bei dieser Art Musik überzeugt der neue A2 auf Anhieb. Die Musik klingt wunderschön, voller Feinheiten, klar strukturiert und mit sensibler Dynamik. Da höre ich erst einmal weiter zu und genieße. Jetzt möchte ich ein großes Orchester erleben und wähle meinen Test-Standard von der Oladra Festplatte: Scheherazade von Rimsy-Korsakov mit L'Orchestre de la Suisse Romande und Ernest Ansermet. Beachtlich, mit welcher Wucht und feiner Strukturierung der A2 ver.2 bei „The Sea and Sindbad´s Ship“ beginnt. Die Schwärze bei den tiefen Streichern ist grandios. Und erst der Schmelz und das Körperliche der Solo-Violine, die nach einigen Takten einsetzt. Nichts wirkt überzeichnet, sondern überzeugend wirklichkeitsnah. Den gewaltigen, grundtonintensiven Orchesterklang seziert der ver.2 nicht, zeichnet ihn aber facettenreich und dreidimensional geordnet, homogen mit glaubhafter Bindung zur Solo-Violine. Das Auf- und Abschwellen des Orchester-Pegels hat er im Griff und zeigt auch bei maximaler Lautheit kein Limit in Sachen Dynamik. Unspektakulär und ehrlich, beeindruckend gewaltig musiziert dieser Verstärker. Auch Satz zwei der Scheherazade „The Story of the Calender Prince“ beginnt mit einer eindrucksvoll körperhaften Violine und der zart gestreichelten Harfe, gefolgt zuerst von den Holzbläsern aus der Tiefe des Raumes und einem fein gesponnenen Teppich der Celli. Das klingt wunderschön.

Was macht mein alter A2 daraus? Der erste Satz eröffnet ebenso beeindruckend mit etwas plakativerer Darbietung und weit weniger Schwärze im Orchester. Für sich genommen durchaus gelungen, nur doof, wenn man vorher den Nachfolger hörte. Auch mein A2 spielt mit glaubwürdigen Klängen, jedoch fehlt es an Grundton-Energie, was bei dieser Musik eine Menge ausmacht und ihre emotionale Wirkung wesentlich mitbestimmt. Die Pauken kommen kräftig und artikuliert, aber der Orchesterkörper wirkt vergleichsweise blass. Im zweiten Satz klingt die Violine zu Anfang weniger plastisch, allerdings scheinen die Holzbläser aus noch tieferem Raum zu kommen. Dieser Effekt überrascht mich nicht, weil die hellere Abstimmung meines A2 dies begünstigt. Dafür klingt aber die Solo-Violine ebenso wie das gesamte Orchester weniger intensiv und kraftvoll sowie auch ein bisschen flächiger. Jetzt wechsele ich bei dieser Musik am A2 vers.2 das HMS Armonia Carbon Lautsprecherkabel gegen ein deutlich preisgünstigeres QED Genesis Silver Spiral und wundere mich über den geringen Unterschied. Denn der ist mit meinem A2 ausgeprägter. Zwar klingt die Solo-Violine einen Hauch weniger aufgelöst und das vom Orchester geprägte gewaltige Klangbild etwas gedrungener und weniger luftig, aber der neue A2 bringt seine musikalischen Fähigkeiten ansonsten voll umfänglich zur Geltung. Das Orchester imponiert auch hier mit seiner Kraftentfaltung und der Schwärze der tiefen Streicher. Mit dem A2 ver.2 harmoniert auch das günstige QED an den Phonar ausgezeichnet. Wieder zurück zum HMS Armonia Carbon höre ich das Ramsey Lewis Trio mit dem Live-Album The In Crowd von der Festplatte des Servers. Wieder ist es bereits der Beifall zu Beginn, der klar macht, dass der neue Soulnote in puncto Ehrlichkeit und Wirklichkeitsnähe die Nase vorn hat. Die Club-Atmosphäre ist jederzeit spürbar, das Trio musiziert unmittelbarer im Raum als es mein A2 darzustellen vermag. Die noch bessere Dynamik, vor allem im Feinen, und der gesteigerte Reichtum an Nuancen beim Ver.2 untermauern diese Direktheit, die das Hörvergnügen fraglos steigert. Auch mein A2 inszeniert dieses Album mit großem Spaßfaktor, aber der Neue malt die Klangfarben, hier auch wieder gut beim Schlagzeug erkennbar, noch echter und keinesfalls weniger plastisch. Dem A2 vers.2 gelingt es besser als meinem A2, den musikalischen Fluss und damit auch mehr Emotion zu vermitteln. Beim nächsten Album, Eric Clapton Unplugged Live, sind die Unterschiede zwischen den beiden Amps überraschend klar ausgeprägt. Die Überlegenheit des neuen im Grundton hinsichtlich Energie und Feinzeichnung wirkt sich hier sehr deutlich aus. Claptons Gesang wie auch seine Gitarre überzeugen mit gesteigerter Körperlichkeit, die sie „optisch“ wahrnehmbar macht. Trotz dieses wärmeren Timbres liegt auf der Musik kein Schleier oder gar eine Verdunkelung. Der Rhythmus springt über, und das Fußwippen ist unvermeidlich. Jetzt soll der A2 ver.2 noch kurz zeigen, wie er mit meinen Analysis Audio Vollbereichsbändchen zurechtkommt, mit denen mein A2 ja nicht so recht harmonieren will, weil diese Kombination einfach zu cool und emotionsarm klingt. Auch an diesen Lautsprechern beweist der ver.2, dass er mit seiner Tonalität musikalisch mehr zu bieten hat und realistischer und schwungvoller agiert. Mit ihm bekommen Instrumente und Stimmen weitaus mehr realistische Größe und Dreidimensionalität.

Nach all dem sind die in der Einleitung gestellten Fragen leicht zu beantworten, denn der Soulnote A2 ver.2 klingt besser als sein Vorgänger. Er spielt eindeutig musikalisch ausgewogener und damit richtiger. Ob man seinen alten A2 verkaufen muss, kann ich nicht eindeutig bejahen. In einer Anlage, wo sein vergleichsweise schlankes Timbre kompensatorisch wirkt, kann er durchaus stimmig sein. Ich glaube dennoch, dass die Grundtonqualitäten des A2 ver.2 sich stets positiv auswirken müssten. Ganz sicher ist und bleibt der ursprüngliche A2 ein prima Verstärker. Als ich damals meinen A2 aufgrund der Hörerfahrung mit dem A1 bestellte, hatte ich eigentlich genau das erhofft, was der A2 ver.2 jetzt klanglich darstellt. Er scheint mir die perfekt gelungene Synthese aus den jeweiligen Stärken und Vorzügen des A1 hinsichtlich dessen Timbres und des alten A2 hinsichtlich Lebendigkeit, Spielfreude und großartigem Auflösungsvermögen zu sein. Für meinen Geschmack ist der Mehrpreis für den A2 ver.2 fair und klanglich gerechtfertigt. Wenn man den Vergleich wagen will, sollte man mit der Konsequenz rechnen, den Neuen kaufen zu wollen.

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Gehört mit
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| CD-Laufwerk | Wadia WT 3200 |
| Reclocker | Mutec M-3+ Smartclock USB |
| Streamer | Eversolo T8, PS Audio BridgeII |
| Server | Antipodes Audio Oladra G4 |
| Switch | Chord Company English Electric 8 |
| Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
| DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine oder Antelope Zodiac plus oder Sonic Frontiers SFD-1 |
| Vollverstärker | Soulnote A-2, Pier Audio |
| Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE mit Sockel |
| Zubehör | Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver Cinch, Audio-gd NF Cinch und XLR, HMS Armonia Carbon Speaker oder QED Genesis Silver Spiral oder Real-Cable HD-TDC oder Shunyiata Constellation Andromeda Speaker, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters |
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Herstellerangaben
Soulnote A2 ver.2
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|---|---|
| Gerätekonzept | Vollverstärker |
| Nennleistung | 2 x 80 Watt an 8 Ohm; 2 x 160 Watt an 4 Ohm |
| Gesamte harmonische Verzerrungen | 0,16% (1 W, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 3 Hz bis 240 kHz (± 1,0 dB), Lautsprecher 8 Ohm, 1 Watt |
| Eingangsempfindlichkeit | Line 1, 2, 3, 4: 700 mV |
| Eingangsimpedanz | Line 1: 16 kΩ; LINE 2, 3, 4: 8 kΩ |
| Signal/Rausch Verhältnis | 110 dB (IHF A Netzwerk) |
| Mögliche Betriebsarten | Stereo-Vollverstärker, Bi-Amp Mono-Vollverstärker, Stereo-Endstufe, Bi-Amp Mono-Endstufe |
| Netzspannung | 230 V Wechselstrom, 50 Hz |
| Leistungsaufnahme | 210 Watt, 70 Watt (Leerlauf) |
| Maximale Außenabmessungen | 430 mm (Breite) x 160 mm (Höhe) x 423 mm (Tiefe) |
| Gewicht | 20 kg |
| Zubehör | Fernbedienung, Spikes und Netzkabel |
| Preis | 8.490 Euro |
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Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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| Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
| Telefon | 02161/61783-0 |
| Web | www.iad-audio.de |
| hifi@iad-gmbh.de | |
Das POWERGRIP PowerRail-System ist ein modulares System, das entwickelt wurde, um Geräte vor Überspannungen und Störgeräuschen zu schützen und so höchste Ton- und Bildqualität zu gewährleisten. Das Hauptmerkmal von PowerRail ist seine Modularität, wobei jedes Modul über zwei geschützte Hochleistungssteckdosen verfügt.
Das System unterstützt die Verkettung von bis zu 20 Modulen, was eine schrittweise Erweiterung des Hifi- oder AV-Systems des Anwenders bei steigender Geräteanzahl ermöglicht. PowerRail kann maximal 40 Geräte mit einer Gesamtleistung von 3,6 Kilowatt filtern. Jedes Modul ist vollständig autonom, da es mit einem eigenen Schalter, Filter und Schutzsystem ausgestattet ist. Selbst wenn die Module zu einem einzigen System verbunden sind, bleibt die Autonomie erhalten, und jede Einheit kann einzeln ein- und ausgeschaltet werden. Der Parallelbetrieb der Filter verstärkt die reinigende Wirkung auf die Stromversorgung, so dass die Filtereffizienz mit der Anzahl der Module sogar zunimmt.
PowerRail bietet zuverlässigen Schutz für alle Audio und Videokomponenten. Das System arbeitet dabei durch das parallele Filtersystem gleichermassen effektiv mit leistungsstarken Verstärkern und empfindlichen Schwachstromkomponenten. Die Klangqualität der angeschlossenen Geräte wird konsequent verbessert.
Wichtigste Vorteile
Merkmale
Seit der Markteinführung der ersten YG-1-Konsole im Jahr 2015 entwickelt POWERGRIP innovative Lösungen zur Optimierung der Stromversorgung und zum Schutz von Audio- und Videogeräten. Powergrip ist einfach ein „Muss“ für alle, die von ihrer HiFi- oder AV-Anlage die bestmögliche Musik- und Filmwiedergabe erwarten. Weitere Informationen gibt es unter powergrip.com.
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Vertrieb
Phonar Akustik GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Industriestr. 8 – 10 24963 Tarp |
| Telefon | +49 4638 89240 |
| info@phonar.de | |
| Web | www.phonar.de |
Wir bei Göbel High End freuen uns sehr, die Vorstellung unseres neuen Ultra-High-End-Standlautsprechers Divin Monarque bekannt zu geben. Die offizielle Weltpremiere unseres neuen Divin Monarque-Lautsprechers findet auf der Vienna High End 2026 vom 3. bis 7. Juni 2026 im ACV Wien statt.
Seit langer Zeit haben wir an diesem neuen Standlautsprechermodell innerhalb unserer Divin-Serie gearbeitet, um Kunden anzusprechen, die unsere Spitzenmodelle der Divin Majestic-Serie nicht in ihren Hörräumen unterbringen können, aber nach der absolut besten Lautsprecherlösung für ihre Anlagen suchen. Daher ist es uns gelungen, die fantastischen, einzigartigen Klangeigenschaften, die herausragenden und einzigartigen Technologien sowie die Designmerkmale unseres Divin Majestic Lautsprechers in eine kleinere Bauform zu übertragen. Beim Divin Monarque haben wir nicht an Qualität gespart, Darüber hinaus ist der Divin Monarque ein Lautsprecher in einteiliger Gehäusekonstruktion: Nichts muss beim Kunden vor Ort gestapelt oder montiert werden. Einfach auspacken und sich begeistern lassen!
Wie jedes einzelne Produkt von Göbel High End ist auch der neue Divin Monarque ein Produkt feinster deutscher Ingenieurskunst, mit absoluter Leidenschaft in allen Details ausgeführt und vollständig auf dem Gipfel der Perfektion gefertigt.
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Herstellerangaben
Göbel High End Divin Monarque
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Hersteller
Göbel High End
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| Anschrift | Roedersteinstr. 9 84034 Landshut |
| Telefon | +49 87197511657 |
| info@goebel-highend.de | |
| Web | www.goebel-highend.de |
Ärgerlich ist, wenn „schmutziger“ Strom, sich auf die Performance der Anlage auswirkt und den Spaß am Musikhören verdirbt. Gerade in der heutigen Zeit, in der im Haushalt in der Regek viele Verbraucher am Stromnetz betrieben werden, kann es vermehrt zu Strom- und Spannungsschwankungen und sogenannten Netzrückwirkungen kommen.
Auch können Photovoltaikanlagen unerwünscht Gleichspannung ins häusliche Stromnetz einstreuen, die dann im schlimmsten Fall ein mechanisches Trafobrummen verursachen kann. Der PF-3 von Vincent eliminiert Störeinflüsse, die vom Stromnetz verursacht werden und gibt stabilen und sauberen Strom and die angeschlossenen Verbraucher weiter. Gleichspannungsanteile (DC-Offset) werden konsequent durch den eingebauten DC-Blocker entfernt. Insgesamt ist der PF-3 mit sechs Schuko-Steckdosen ausgestattet. Alle Dosen sind EMI und DC gefiltert. Zwei Steckdosen sind speziell für Digitalquellen ausgelegt. Vier weitere Steckdosen stehen für Geräte mit hohem Stromverbrauch zur Verfügung. Ein automatischer Überlastschutz sichert den Filter ab.
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Herstellerangaben
Vincent PF-3 Netzfilter mit DC-Blocker
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Vertrieb
Sintron Vertriebs GmbH
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| Anschrift | Christian Fröhling Südring 14 76473 Iffezheim |
| Telefon | +49 7229 182931 |
| info@sintron.de | |
| Web | sintron.de |
Das Norddeutsche Museum für HiFi- und Studiotechnik auf dem Gelände des Hannoverschen Straßenbahnmuseums im Sehnder Ortsteil Wehmingen zeigt auf 640 Quadratmetern Ausstellungsfläche knapp eintausend Exponate rund um die Wiedergabe von Sprache und Musik.
Das Spektrum reicht vom Walzenphonographen über Grammophone und Schallplattenspieler bis hin zum CD-Spielern und hält auch einige Exoten wie beispielsweise ein Librophon bereit. Aber auch Tefifone, Tonbandgeräte, Radios und Verstärker sowie Lautsprecher gehören selbstverständlich zu den Exponaten.
Zum Saisonstart Anfang April wurde die Ausstellung neu arrangiert. Dabei gibt es gleich mehrere wesentliche Änderungen. In einer Sonderausstellung werden über 40 Exponate rund um das Thema Röhrenradios vorgestellt. Weiterhin wurde die UHER-Ecke neugestaltet. Hier werden Geräte der Marke UHER präsentiert, wobei diese Saison der Schwerpunkt auf der synchronen Vertonung mittels Tonbandgeräten von Bildwiedergabe mittels Dia- und Filmprojektoren liegt.
Unverändert sind dagegen das beliebte „Oma’s Wohnzimmer“, das zum Verweilen einlädt, sowie der Revox-Raum, der Geräten der Marke Revox gewidmet ist. Ein besonderes Highlight ist sicherlich nach wie vor die liebevolle und fundierte regelmäßige Vorführung im Hörraum. Hier erleben die Besucher eine akustische Reise durch die Zeit. Dabei werden anhand ausgewählter Musikstücke und Wiedergabeketten (beispielsweise vom Tonband über den Verstärker bis zum Lautsprecher) die Entwicklung und die Vorzüge beziehungsweise Leistungsmerkmale aber auch Grenzen und Einschränkungen der vorgeführten Geräte aufgezeigt. Für viele HiFi-Enthusiasten ein Highlight sind nach wie vor die aufgrund ihrer Größe auch „Telefonzelle“ genannten Quadral Titan IV Lautsprecherboxen. Die Referenzlautsprecher der 1990er Jahre waren für viele damals unerschwinglich, kosteten sie doch so viel wie ein Mittelklasse-Pkw. Nun können sich Titan IV-Verliebte von der Klangqualität der Lautsprecher persönlich überzeugen. In dieser Saison können Besucher im Hörraum auch erstmals Quadrofonie live erleben. Die Vierkanaltechnik ist der Vorläufer der insbesondere aus Kinosälen bekannten Surround-Sound-Technik.
Das Museum ist bis Ende Oktober jeden Sonntag sowie zusätzlich am Maifeiertag (01.05.) und am Samstag vor Muttertag (09.05.) in der Zeit 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der letzte Öffnungstag ist der Reformationstag (31.10.) mit geänderten Öffnungszeiten (14-20 h). Der Eintritt beträgt zwei Euro (ermäßigt ein Euro) zuzüglich Eintritt in das Straßenbahnmuseum. Weitere Informationen und Details sind auf www.hifimuseumnord.de zu finden.
Darüber hinaus ist es möglich, exklusive Termine im Museum zu buchen, um beispielsweise eigene Tonträger mit Lieblingsstücken mitzubringen und im Hörraum anzuhören. Außerdem bietet das Museum außerhalb der regulären Öffnungszeiten die Möglichkeit für Workshops oder anderweitige Veranstaltungen und eignet sich auch als Ziel für Teamausflüge. Entsprechende Anfragen können an info@hifimuseumnord.de gerichtet werden.
Norddeutsches Museum für HiFi- und Studiotechnik e.V.
Am Straßenbahnmuseum 2 | 31319 Sehnde