Donnerstag, 12 Februar 2026 01:19

Neueröffnung: Der HEC-Store in Isen

Artikel über Hifi-Läden finden sich in hifistatement.net nur ausgesprochen selten, und gar nicht, wenn in ihrem Namen „Home Entertainment“ auftaucht. Aber für die Vielzahl der Studios im insgesamt 1780 Quadratmeter großen Gebäude mache ich gern eine Ausnahme. Ja auch, weil eines davon sehr viel mit meiner eigenen Hifi-Geschichte zu tun hat.

Der HEC Store heißt mit vollem Namen „Home Entertainment Concept Store“ und war seit mehr als 15 Jahren in München beheimatet. Ende des Jahres zog der Inhaber Martin Ludwig mit seinem Team in den rund 5800-Seelen-Ort Isen im Landkreis Erding im Osten Münchens um, wo sie einen repräsentativen Bau mit zwei Etagen bezogen. Hier gibt es nicht nur ungeheuer viel Platz für die 19 Verkaufsräume, zwei große Heimkinos und eine große Lobby, sondern auch eine bestens ausgestattete Küche für's Catering und Parkplätze in Hülle und Fülle. Martin Ludwig stellt seinen langjährigen Partnern, seien es Vertriebe oder Hersteller, jeweils einen Raum zur Verfügung, den sie nach eigenen Vorstellungen mit Geräten ausstatten könnten. Die Kundenberater des HEC-Stores werden dann mit diesen Komponenten vertraut gemacht, um alle Kunden kompetent beraten zu können. Auch spezielle Events der Hersteller und Vertriebe werden vom Team unterstützt.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_intro.jpg

Wer – wie ich – noch nie die Münchener Geschäftsräume besucht hatte, dürfte in den Studios in Isen erstaunt sein, wie viel Sorgfalt dort auf unauffällige akustische Maßnahmen, Designer-Möbel, möglichst unsichtbare Kabelverlegung und die Wohnraumverträglich der Anlagen gelegt wurde. Martin Ludwig verkauft seinen Kunden keine Hifi-Geräte, sein Ziel ist es vielmehr, intensives musikalisches Erleben mit harmonisch ins heimische Umfeld integrierten Komponenten möglich zu machen. Kein Wunder, dass im HEC-Store beispielsweise auch nach individuellen Wünschen gefertigte Racks zu haben sind. Hier geht es eher um ein Konzept für den Musikgenuss, statt einfach nur um technische Geräte.

Da die offizielle Eröffnung des HEC-Stores heute stattfindet, die Münchener Kollegen während der Woche ihren „richtigen“ Beschäftigungen nachkommen müssen und meine Gattin und ich auf dem Weg zu einer Präsentation in Dänemark sind, waren wir schon am Montagabend in Isen, um uns einen ersten Eindruck des neuen HEC-Stores zu verschaffen und ihn pünktlich zur Einweihung mit Ihnen zu teilen. Vor drei Tagen waren natürlich noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen und auch einige Ausstattungsdetails fehlen noch. In einigen Fällen dürfte das auch bei der Einweihungsparty noch so sein, da, wie Martin Ludwig erzählte, einige Zulieferer ihre Zusagen nicht einhalten konnten. Egal, dass der HEC-Store alles andere ist als eines der üblichen Hifi-Geschäfte und allemal einen Besuch wert, dürften auch die folgenden Bilder vermitteln.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_6645.jpg


Bliebe noch die Frage zu beantworten, was Home Entertainment mit meiner Hifi-Historie zu tun hat: gar nichts. Die Antwort liegt vielmehr in der dritten Etage des Gebäudes in Isen: Im rund 400 Quadratmeter großen Penthouse präsentiert Unbelievable Audio die Lautsprecher von Acapella. Und die haben mich schon zu Studentenzeit fasziniert. Damals und bis vor kurzem waren sie allerdings im Audioforum in Duisburg zu bestaunen und zu hören, was ich zuletzt vor sieben Jahren mit viel Freude getan habe. Wie Acapella, Isen und Unbelievable Audio zusammenhängen, erfahren Sie morgen an dieser Stelle in einem Interview, das ich nach den Norddeutschen Hifi-Tagen mit Richard Rudolph und Marc Lindike geführt habe.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_6654.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_6655.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_6656.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7256.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7259.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7266.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7267.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7270.jpg


b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7272.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7273.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7274.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7275.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7276.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7279.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7281.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7284.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7285.jpg


b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7288.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7289.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7292.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7293.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7295.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7335.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7336.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7345.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-12_isen_IMG_7349.jpg

HEC-Store
Martin Ludwig
84424 Isen, Bürgermeister-Hallwachs-Straße 8.
0178 / 7200273

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/26-02-12_isen
  • Social Introtext Artikel über Hifi-Läden finden sich in hifistatement.net nur ausgesprochen selten, und gar nicht, wenn in ihrem Namen „Home Entertainment“ auftaucht. Aber für die Vielzahl der Studios im insgesamt 1780 Quadratmeter großen Gebäude mache ich gern eine Ausnahme. Ja auch, weil eines davon sehr viel mit meiner eigenen Hifi-Geschichte zu tun hat.

Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität?

Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung, und zwar der integrierte Digital/Analog-Wandler des Deluxe. Der 400 Euro günstigere BT kommt ohne ihn daher, ist aber mit dem Bluetooth-Empfänger des Deluxe ausgestattet, auf den der noch einmal 100 Euro günstigere HP-10 auch verzichtet. Man mag sich fragen: Wozu ein Bluetooth-Empfänger in einem hochwertigen Kopfhörerverstärker? Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, diesen im Kopfhörerbetrieb zu nutzen. Nur: Der HP-10 ist in allen drei Varianten auch ein Vorverstärker mit symmetrischem XLR- und asymmetrischen Cinch-Ausgängen. Da kann ein Bluetooth-Eingang genau richtig sein, will man beispielsweise anlässlich einer Party mal vom Smartphone etwas über die Anlage zu Gehör bringen. Oder doch per Kopfhörer? Ja, wenn der TV- oder Video-Ton über Bluetooth ausgegeben wird. Dann vermittelt der Deluxe ein enorm detailreiches und vor allem räumlich spektakuläres Klanggeschehen. Dank Bluetooth aptx geschieht dies ohne Zeitverzögerung lippensynchron. Eingänge in Cinch und XLR ermöglichen auch das Durchschleifen des Musiksignals. So kann der HP-10 zum Beispiel hinter einem D/A-Wandler oder einem Phono-Vorverstärker als reiner Kopfhörer-Verstärker angeschlossen sein und das Signal von ihm zu einem Verstärker oder Vorverstärker weitergeleitet werden. Das ist erfreulich praxisgerecht, bedarf aber einer gleichartiger Verbindung: Man kann nicht von XLR auf Cinch oder umgekehrt durchschleifen.

Beim schwarz/weiß/gelben Display kann man zwischen zwei Helligkeitsstufen oder der Abschaltung bei Nichtbetätigung wählen. „Remote Selection“ ordnet die Fernbedienung nur dem HP-10 oder zusätzlich einem Gold Note Verstärker zu
Beim schwarz/weiß/gelben Display kann man zwischen zwei Helligkeitsstufen oder der Abschaltung bei Nichtbetätigung wählen. „Remote Selection“ ordnet die Fernbedienung nur dem HP-10 oder zusätzlich einem Gold Note Verstärker zu

Der HP-10 deluxe ein Kopfhörerverstärker besonderer Art, der sich von sämtlichen Mitbewerbern unterscheidet. Denn die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig und keineswegs Spielerei. Im Benutzerhandbuch – erfreulicherweise auch deutschsprachig – finden sich für sehr viele Kopfhörer Einstell-Empfehlungen. So ist der Benutzer nicht gleich überfordert. Selbstverständlich kann man jeden Kopfhörer auch ohne Nutzung der Optimierungen, also sozusagen den HP-10 pur hören. Es stehen vier Ausgänge zur Verfügung. Dies sind zwei unsymmetrische als 6,3- und 3,5-Millimeter-Klinke, sowie zwei symmetrische als XLR 4-Pin oder 4,4-Millimeter-Pentaconn. Die werden mittels der Fernbedienung oder am 6 mal 4,5 Zentimeter großen Touch-Display ausgewählt. Mehrere Kopfhörer gleichzeitig lassen sich nicht betreiben. Die Bedienung ist ebenso übersichtlich wie intuitiv und erfreulicherweise nicht in tiefen Menüs verschachtelt. Ein längerer Druck auf der Pegelsteller an der Front lässt ihn als Ein/Aus-Schalter agieren. Nach dem Hochfahren des HP-10 zeigt das Display die aktuellen Einstellungen. Durch kurzes Drücken und anschließendes Drehen des Lautstärkestellers erreicht man weitere Fenster wie „Options“ für die Auswahl der Helligkeit des Displays und die Zeitwahl für automatisches Abschalten. Das Fenster „Device Information“ gibt Auskunft über Seriennummer und Firmware, ein weiteres erlaubt den Reset auf die Werkseinstellungen. Zwischen den im Display angebotenen Einstellungen wählt man stets durch Wischen und Antippen, zum Beispiel bei der Wahl des Einganges oder Ausganges. Auch hat man auf der Studio Ebene die Wahl zwischen Stereo, Mono, nur Links, nur Rechts und Stereo seitenverkehrt, was manchmal zu Kontrollzwecken sehr dienlich sein kann. Das alles ist leicht getan, da auch die Fernbedienung eine begrüßenswerte, weil komfortable Alternative ist, da sie sämtliche ebenfalls Funktionen bietet. Die vom Benutzer gewählten Einstellungen der Studio-Ebene – drei sind möglich – lassen sich als Profil abspeichern und individuell benennen. Die Firmware meines Testgerätes war veraltet. Das Update erfolgt über die spezielle Service USB-Schnittstelle vom Windows oder Apple Computer. Dies bekommt man per E-mail aus Florenz umgehend zugeschickt, sobald man auf der Website ein Formular ausgefüllt und abgesendet hat. Alles nicht kompliziert und funktionierte sogar zwischen Weihnachten und Neujahr!

Unten rechts die D/A-Wandler-Platine mit dem AKM-Chip. Mehrfach findet sich das Gold Note Logo eingearbeitet und auch der Name des Entwicklers Giovanni Rialti, der die klangrelevante Verstärkungsstufe im HP-10 kreierte, sowie das Statement „Ich bin ein Italiener“
Unten rechts die D/A-Wandler-Platine mit dem AKM-Chip. Mehrfach findet sich das Gold Note Logo eingearbeitet und auch der Name des Entwicklers Giovanni Rialti, der die klangrelevante Verstärkungsstufe im HP-10 kreierte, sowie das Statement „Ich bin ein Italiener“


Der HP-10 deluxe kostet eine Stange Geld. Dafür bekommt man schon optisch einen beträchtlichen Gegenwert. Mein HP-10 ist schwarz und macht mit seinem dekorativ gestalteten Gehäuse einen wertvollen Eindruck. Auch die Bedienung über den runden Multi-Funktional-Schalter lässt Solidität spüren. Das Gold-Note-Logo wurde ansprechend integriert: einmal klein aber auffällig als goldene Plakette auf der Front und deutlich größer, aber dezent oben im Gehäuse. Hier erkennt man dann auch gut den mit einem Speer bewaffneten Bläser eines Cornu.

Beim Test habe ich einen Fehler gemacht. Aus purer Neugierde habe ich als erste Aktion den HP-10 deluxe mit dem optional erhältlichen und hier zum Testumfang gehörenden externen Netzteil Gold Note PSU-10 Evo betrieben, um auszuprobieren, was das Duo aus meinem betagten Denon AH-D2000 herausholen kann. Um gleich voll einzusteigen, wählte ich ein Preset eines aktuellen Denon-Kopfhörers aus der Vorschlagsliste. Was ich hörte war weit mehr, als ich jemals mit meinem D2000 im Urlaub oder über den Antelope Zodiac plus erlebt habe: Die gesteigerte Energie, mehr Volumen, schönere Klangfarben, verbesserte Detailstrukturen beeindruckten mich gleich mächtig. Jetzt bekam ich richtig Lust auf die Beschäftigung mit dem Gold-Note-Duo, erlebte dann aber gleich darauf einen Rückschlag, als ich den HP-10 deluxe ohne das externe PSU-10 Evo spielen ließ. Dieser Wechsel ist technisch ganz einfach möglich. Das zum Lieferumfang gehörende achtpolige Verbindungskabel zur Stromversorgung kann angeschlossen bleiben. Es ist übrigens sympathisch lang, so dass das Netzteil nicht direkt neben oder gar auf oder unter dem HP-10 platziert werden muss. Ein wenig Abstand kann mögliche Einstreuungen noch besser verhindern. Im Test standen die beiden einen Zentimeter auseinander auf der Acapella Basis, und es war kein Störsignal zu hören. Wenn beide Geräte eine eigene Leitung ans Stromnetz haben, braucht man nur den harten Netzschalter auf der Rückseite des PSU auf „Aus“ zu stellen. Nach einem Neustart läuft dann der HP-10 mit seiner eigenen Stromversorgung, die bei externer Stromspeisung ungenutzt bleibt. Der Zugewinn durch das PSU-10 Evo ist derart groß, dass ich mich nur wegen meiner Test-Disziplin zwang, ohne dieses zu hören. Das speziell für den HP-10 zur noch saubereren und stabileren Stromversorgung entwickelte PSU-10 Evo kostet 1.200 Euro, bietet dafür aber auch ein ebenso üppiges wie interessantes Innenleben, bei dem die drei Trafos sofort auffallen.

Beachtlicher Aufwand im optionalen externen Netzteil PSU-10 evo
Beachtlicher Aufwand im optionalen externen Netzteil PSU-10 evo

Ich habe in Florenz nachgefragt und erfuhr von Giovanni Rialti: „Die PSU-10 EVO verwendet ein Dual-Choke-Induktivfiltersystem in Kombination mit einer hochwertigen linearen Regelung und isoliert den HP-10 von Störungen, Ripple und Schwankungen aus dem Stromnetz. Das Ergebnis ist ein niedrigeres Grundrauschen und eine bessere Fähigkeit, Mikrodetails und feine musikalische Nuancen hörbar zu machen. Im Inneren befinden sich mehrere getrennte Transformatorwicklungen/Versorgungszweige, die jeweils unterschiedliche Bereiche des HP-10 speisen (analog, digital, Steuerung). Diese Trennung reduziert gegenseitige Beeinflussungen zwischen den Stufen und erhöht die wahrgenommene Dynamik sowie die Natürlichkeit – auch mit anspruchsvollen Kopfhörern. Mit angeschlossener PSU-10 EVO verfügt der HP-10 über eine größere Energiereserve und eine bessere Reaktion auf Transienten. Das führt zu mehr Autorität, Kontrolle und Stabilität, auch bei Kopfhörern mit geringer Empfindlichkeit und komplexen Lasten. Mit PSU-10 EVO bleibt die Leistung des HP-10 sowohl bei niedrigen Lautstärken (Details bleiben erhalten, Hintergrund wirkt „schwärzer“) als auch bei hohen Pegeln (weniger Verzerrung, mehr Kontrolle und keine Hörermüdung) auf höchstem Niveau. Die PSU-10 EVO ist ein integraler Bestandteil des modularen Gold Note Konzepts: sie macht den HP-10 skalierbar und bereit für künftige, noch anspruchsvollere Kopfhörer und gewährleistet stets sein volles Potenzial.“ Äußerlich besitzt das Netzteil das gleiche Gehäuse und die gleichen Proportionen wie der HP-10. Durch die dekorativ gestalteten Kühl-Schlitze schimmern jedoch keine roten LEDs wie beim HP-10. Die in die Front eingelassene LED zur Betriebsanzeige strahlt hier dezent blau statt grün beim Kopfhörerverstärker.

Diese Display-Ansicht zeigt auch, welches Profil aktiv ist
Diese Display-Ansicht zeigt auch, welches Profil aktiv ist


Der HP-10 ist ein durch und durch analog und doppelt mono aufgebauter Clas-A-Verstärker. Allein das Digitalteil ist davon ausgenommen. Dessen einziger Eingang ist ein USB-C, an den ich abwechselnd den Eversolo T8 oder den Antipodes Oladra angeschlossen habe. Diese digitale Sektion erledigt ihr Arbeit musikalisch auf hohem Niveau. Allerdings ist ein hochwertiger externe D/A-Wandler, wenn dieser bereits vorhanden sein sollte, möglicherweise die bessere Wahl. Jedenfalls spielte der HP-10 zusammen mit meine Holo Audio DAC für gut 6000 Euro oder auch mit der Plinius Phonostufe nochmals deutlich besser als mit dem integrierten DAC. Man sollte aber fair bleiben. Von einem integrierten D/A-Wandler für 400 Euro mit einem AKM AK4493 Chip darf man nicht die letzte Perfektion erwarten, und gemessen an seinem Preis, will ich dem integrierten Wandler im Deluxe ein dickes Kompliment machen. Wenn nicht das Bessere des Guten Feind ist, kann man mit ihm sehr gut leben und genüsslich in Musik schwelgen. Die Lautstärke wird analog über ein Festwiderstandsnetzwerk in Ein-Dezibel-Schritten geregelt. Für sehr viele gängige Kopfhörer finden sich Preset-Empfehlungen auf der Website. Dazu zählt auch die Wahl des Verstärkungsfaktors. In der höchsten Stufe kann der HP-10 bis zu zehn Volt bereitstellen. Da sollte ganz sicher auch für Leistungsfresser ausreichen.

Hier lassen sich die einzelnen Einstellungen wählen und miteinander kombinieren. Sie können als individuell benennbares Profil gespeichert und jederzeit geändert werden
Hier lassen sich die einzelnen Einstellungen wählen und miteinander kombinieren. Sie können als individuell benennbares Profil gespeichert und jederzeit geändert werden

Zuerst kombinierte ich den HP-10 allein imit meinem Oladra und dem Holo-D/A-Wandler – zweifach verbunden mit einem PAD Elementa per XLR und einen Wireworld Eclipse per Cinch. Ich hörte mich mit dem Final D7000 auf den HP-10 ein ohne eine der unter „Studio“ angebotenen Optionen zu nutzen. Für die ersten Vergleiche suchte ich die beiden ersten Titel, „Rusalka“ und die „Rheinnixen“, aus Fairy Tales von Regula Mühlemann mit den Chaarts Chamber Artists, weil die wunderschöne Stimme und die vielfältige, feine Instrumentierung dieser gelungenen Sony-Einspielung auch mehrfach hintereinander gehört ein Genuss sind. Pur, ohne eine Option in Studio zu aktivieren, klingt die Musik auffallend klar und sauber, keine Tonlage bevorzugend, präzise, konturenscharf und subjektiv extrem neutral. Das kann schon gefallen, wirkt aber relativ sachlich und auch ein wenig emotionsarm, sobald man das Studio-Profil aus der Vorschlagsliste für den Final 7000 erlebt. Für den werden drei Optionen zugeschaltet. Insgesamt sieht das Angebot wie folgt aus:

Es gibt vier Crossfeed-Alternativen. Hierbei wird das Stereosignal unterschiedlich gegen Mono gemischt, um von der für Kopfhörer typischen im Kopf-Lokalisation losukommen und das Musikgeschehen etwas mehr nach vorn zu holen. Die vier Abstufungen scheinen mir hier sehr gut gewählt, auch wenn sie nicht die Perspektive wie beim Lautsprecher-Hören simulieren können. Dies wird man, so meine Überzeugung, möglicherweise irgendwann mit weiterentwickelter Immersive-Technologie erreichen. Mit Crossfeed, wohl dosiert eingesetzt, wird die Darbietung homogener und stimmiger. Zusätzlich dazu kann man eine von drei verschiedene Harman-Kurven hinzufügen. Dazu schreibt Gold Note: „Die drei Harman-Modi H,M und L sind keine einfachen Klangregler oder grundlegenden Equalizer, sondern ausgefeilte analoge Optimierungen, mit denen sich jeder auf dem Markt erhältliche Kopfhörer feinabstimmen lässt. Basierend auf strengen wissenschaftlichen Untersuchungen zur menschlichen Frequenzwahrnehmung verbessern diese Einstellungen die Klangbalance und die Klangfarbenpräzision, ohne den charakteristischen Klang des Kopfhörers zu verändern.“ In der abgebildeten Grafik, können sie die Wirkung der Kurven auf den Frequenzgang sehen. Die drei Harman-Kurven lassen sich miteinander kombinieren, woraus sich sieben (H, M, L, H+M, H+L, M+L, H+M+L) unterschiedliche Möglichkeiten ergeben. Die Auswahl des Dämpfunsfaktors „Low“ oder „High“ wirkt sich auf das Einschwingverhalten der Treiber aus und darf ebenfalls nach Gusto gewählt werden, wobei der höhere Dämpfungsfaktor die Präzision im Bass steigert und der niedrigere ein etwas wärmeres Klangbild generieren kann. Dann haben wir noch den hoch interessanten „Super Flat Mode“, der einen absolut linearen Frequenzgang in den obersten Tonlagen gewährleisten soll, da er dem üblichen Höhenabfall entgegenwirkt. Weiterhin lässt sich unter „Studio“ die Phase um 180 Grad drehen.

Diese von Gold Note zur Verfügung gestellte Grafik zeigt die Wirkung der Filter auf den Frequenzgang
Diese von Gold Note zur Verfügung gestellte Grafik zeigt die Wirkung der Filter auf den Frequenzgang


Der Vorschlag für den Final D700 lautet Crossfeed 1, Harman H plus M. Der Dämpfungsfaktor bleibt auf der Grundeinstellung High. Dadurch gewinnt das Klangbild beachtlich an Farbe und Energie. Man muss beim Umschalten jedoch berücksichtigen, dass durch die Veränderungen sich auch die subjektive Lautstärke-Wahrnehmung ändert. Zweifelsfrei verbessern die Feinjustierungen die Musikalität, auch weil Regula Mühlemanns Gesang nun deutlich körperhafter erscheint und ihre Stimme besser fokussiert leicht nach vorn rückt. Schaltet man zurück, kommt einem das Klangbild regelrecht farb- und beinahe leblos vor. Man kann diese Profile jederzeit der gehörten Musik ein wenig anpassen, wie beispielsweise Crossfeed bei übermäßiger links/rechts Stereophonie intensivieren bis es gefällt. Oder was ich immer mal wieder gern zugeschaltet habe, war das Super Flat, weil dann vor allem bei Live-Aufnahmen die Atmosphäre der Location noch besser vermittelt wird. Mit dem hochwertigen Final D7000 gelang dies alles hervorragend und optimierte den Hörgenuss erheblich. Auch wenn die einzelnen Einstellungen für sich allein sehr fein agieren, bewirkt die richtige Kombination dann doch einen erstaunlichen Gewinn an musikalischer Qualität und steigert das Hörvergnügen enorm. Es gibt sicher andere exzellente Kopfhörerverstärker, die, möglicherweise dank Röhren, ein Schwelgen in der Musik erlauben. Der Gold Note HP-10 bleibt schon ohne Zusatznetzteil stets ehrlich und lullt niemals ein, sondern überzeugt durch feinsinnige musikalische Stimmigkeit, die emotional berührt. Wenn ich nun das asymmetrische Kabel des Final D7000 gegen ein gleichartiges symmetrisches tausche, gewinnt die Ordnung noch ein wenig an Exaktheit. Dadurch bekommen Stimme und Instrumente einen Hauch mehr Raum, der Bass tönt sauberer und alles klingt beschwingter. Jetzt schalte ich das PSU-10 EVO dazu erlebe eine sauberere, standfestere Darbietung mit verfeinerter Dynamik und artikulierterem Bass. Auch die hohen Tonlagen klingen eine Spur feiner. Alles erscheint jetzt noch ein wenig lebendiger und authentischer. Dem oben genannten Zitat von Giovanni Rialti schließe ich mich hinsichtlich der Klangvorteile gerne an. Er übertreibt nicht.

Die übersichtlich geordnete Rückseite erklärt sich selbst. Die Service-Buchse braucht man für die unkomplizierten Updates
Die übersichtlich geordnete Rückseite erklärt sich selbst. Die Service-Buchse braucht man für die unkomplizierten Updates

Wenn ich meinen Denon AH-D7200 und den Hedd D1 an den Antelope Zodic Plus anschließe, vermitteln die ein sehr unterschiedliches Hörerlebnis. Der Hedd spielt relativ nah, beinahe direkt am Ohr, der Denon deutlich weiter entfernt. Beides ist schön, aber eben anders: Mal gefällt der eine besser, mal der andere. Beim Anfang des ersten Satzes von Mahlers Symphony No.3 mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks macht das jedoch einen gewaltigen Unterschied. Der Denon staffelt erheblich differenzierter im Raum, während der Hedd, etwas überspitzt formuliert, schon fast aufdringlich wirkt. Am Gold Note wird dieser Unterschied bereits ohne jegliche Filter zu Gunsten des Hedd geringer. Durch entsprechende Wahl der Harman Kurven in Verbindung mit Crossfeed 1 verschwindet er beinahe gänzlich, und der D1 spielt frei, unaufdringlich und mit der ihm eigenen Klangfarbenpracht, die besonders bei Einzelinstrumenten oder Gesang geradezu betört.

Die beiden unterschiedlichen analogen Verbindungen vom D/A-Wandler zum HP-10, also XLR und Cinch, klingen unterschiedlich. Das Purist Audio XLR wärmer, das Wireworld in den Mitten vergleichsweise etwas zurückhaltend. Die geeignete Wahl der Harman Kurven gleicht auch dies weitgehend aus und führt zu einer Abstimmung, die meinen Hörvorstellungen perfekt entspricht. Nach diesen Versuchen bin ich überzeugt, dass mit dem HP-10 selbst mit nicht allzu kostspieligen Kopfhörern wie dem D1 und dem AH-D7200 fantastische Klangerlebnisse möglich sind. Da drängt sich der Gedanke auf, ob man nicht zuerst in diesen Gold Note investieren sollte, bevor man einige Tausender für einen noch höherwertigen Kopfhörer ausgibt. Das PSU-10 EVO ist das Tüpfelchen auf dem i, ein deutliches und süchtig machendes. Mit seinen Optimierungsmöglichkeiten ist aber der HP-10 deluxe auch ohne dies bereits ein technisches Werkzeug für musikalischen Hochgenuss.

Das optionale externe Netzteil besitzt die gleichen Abmessungen wie der Kopfhörer-Verstärker selber
Das optionale externe Netzteil besitzt die gleichen Abmessungen wie der Kopfhörer-Verstärker selber


STATEMENT

Der Gold Note HP-10 ist ein Meisterwerk. Von Haus aus mit feiner sachlicher und ehrlicher Diktion abgestimmt, erlauben die Studio-Optionen klanglich begeisternde Anpassungen an den Hörgeschmack. Der HP-10 deluxe ist für dieses Können im besten Sinne preiswert. Das speziell auf ihn abgestimmte externe Netzteil beflügelt ihn zusätzlich und verleiht ihm musikalisch wie emotional das gewisse Etwas.
Gehört mit
Musik-Server/Player Antipodes Oladra G4 mit Roon Server oder Eversolo T8
Netzwerk Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2
Digital/Analog-wandler HoloAudio May Ketsuné Edition oder Antelope Zodiac plus
Plattenspieler Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 20
Phono-Vorstufe Plinius Koru
Kopfhörer Denon AH-D2000, Denon AH-D7200, Final DX-6000, Final D-7000, Hedd D1, RHA T20 In-Ear
Zubehör Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver Cinch, Purist Audio Design Elementa Advance XLR, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, MudraAkustik Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum OrangeSicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Levin Design Vinylbürste
Geräte-Erdung Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis
Herstellerangaben
Gold Note HP-10 deluxe
Kopfhörerverstärker Klasse-A Dual/Mono
Frequenzgang 20Hz-20kHz ± 0.3dB
THD 0,015% bei 1kHz
Signal-Rausch-Verhältnis 110dB
D/A-Wandler AKM AK4493
Bluetooth 5.1 HD aptX
Crossfield einstellbar: Vollspektrum oder Bässe, Mitten, Höhen
Analoger Equalizer Harman Kurven und Superflat
Dämpfungsfaktor einstellbar hoch oder niedrig
Phase einstellbar 0 / 180 Grad
Infrarot-Empfänger für multifunktionale Fernbedienungen
Kopfhörer-Ausgänge 3,5mm Klinke unsymmetrisch; 6,3mm Klinke unsymmetrisch; 4,4mm Klinke symmetrisch; 4-Pin XLR symmetrisch
Line-Ausgänge 1 x unsymmetrisch RCA; 1 x symmetrisch XLR
Analog-Eingänge 1 x unsymmetrisch RCA ( 5Vrms maximal ); 1 x symmetrisch XLR ( 8 Vrms maximal )
Digitaleingänge USB-C bis zu DSD512, PCM 768kHz, Bluetooth 5.1 HD aptX
Kopfhörer-Ausgangsleistung 10 Watt maximal
Netzspannungen 100-240V, 50/60Hz
Leistungsaufnahme maximal 25W
Sicherung 3,15 AMP T
Fernbedienung inklusive
Gehäuseausführungen schwarz, golden, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche
Abmessungen (B/T/H) 20 x 260 x 80mm
Gewicht 3,5kg
Preise HP-10 deluxe 2.390 Euro, HP-10 BT 1.990 Euro, HP-10 1.890 Euro
Herstellerangaben
Gold Note PSU-10 Evo
Technisches Merkmal Vier-Schienen Audio-Netzteil
Spannungsregler zwei ultra-rauscharme Spannungsregler
Maximale Schwankung der Ausgangsspannung 0,05%
Leistungs-Rauschunterdrückung >80dB
Reaktionszeit bei voller Leistung <2,5µsec
Netzspannungen 100-120V / 220-240V mit automatischer Erkennung, 50/60Hz
Gehäuseausführungen schwarz, gold, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche
Abmessungen (B/T/H) 20 x 260 x 80mm
Preis 1.190 Euro

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-02-10_gold
  • Social Introtext Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität?
Montag, 09 Februar 2026 09:35

JPLAY integriert HighresAudio

HighresAudio ist nach Tidal und Qobuz der dritte integrierte Streaming-Dienst in JPLAY und bietet verlustfreie Audioqualität mit bis zu 24 Bit/192 Kilohertz, kuratierte Entdeckungen und Zugriff auf HighresAudio VirtualVault. Die neue Integration ist ab sofort in der neuesten Version der JPLAY-App verfügbar.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-02-09_jplay_content.jpg

Mit HighresAudio in JPLAY erhalten Audiophile Zugang zu einem Streaming-Dienst, der sich auf Studioqualität und verlustfreie Wiedergabe mit bis zu 24 Bit/192 Kilohertz konzentriert, einschließlich vollständig analysierter und verifizierter 24-Bit-Studio-Master. HighresAudio ist bekannt für strenge Qualitätsstandards und einen Katalog, der für Hörer entwickelt wurde, die Wert auf Authentizität und Klangtreue legen, einschließlich kuratierter Wiedergabelisten, Albumbeschreibungen und Künstlerbiografien.

Die wichtigsten Vorteile für JPLAY-Nutzer

  • Drei Streaming-Dienste in einer audiophilen Oberfläche: HighresAudio ergänzt Tidal und Qobuz in JPLAY und vereinfacht so den Zugriff auf mehrere Kataloge und Ihre lokale Bibliothek an einem Ort.
  • Echte hochaufgelöste, verlustfreie Wiedergabe: das Streamen von Musik in verlustfreier Qualität mit bis zu 24 Bit/192 Kilohertz und der Genuss von verifizierten Veröffentlichungen in hoher Auflösung.
  • Redaktionelle Entdeckungen für Musikliebhaber: HighresAudio bietet kuratierte Playlists und Empfehlungen – und in JPLAY können Nutzer Playlists und empfohlene Alben direkt vom Startbildschirm aus verfolgen.
  • Ihre Einkäufe, überall mit HighresAudio VirtualVault: JPLAY-Benutzer können über VirtualVault auf ihre gekauften HighresAudio-Alben zugreifen. Benutzer können Alben, die sie bei HighresAudio gekauft haben, direkt auf das Gerät herunterladen, auf dem die JPLAY-App läuft, um sie lokal abzuspielen, so dass sie überall auf ihre eigene Musik zugreifen können.

Über HighresAudio

HighresAudio ist ein Musikshop, der ausschließlich hochauflösende 24-Bit-Downloads zum Kauf und Streaming per Abonnement von Aufnahmen mit der höchstmöglichen Abtastrate anbietet und alle Musikgenres abdeckt. Mit mehr als einer Million Titeln im Angebot bietet HighresAudio eine breite Palette an Musik für Hi-Fi-Enthusiasten und Musikliebhaber, die Wert auf Klangqualität legen und diese zu schätzen wissen. HighresAudio wurde von einem Team erfahrener, visionärer und begeisterter Musikexperten und Toningenieure in Deutschland gegründet. Das Team nutzt die technologischen Fortschritte in der Musikindustrie, um Musikliebhabern auf der Suche nach einem authentischen Hörerlebnis zu helfen. HighresAudio entwickelt auch innovative Dienste und Anwendungen und schafft damit neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten für Künstler, Labels und Hersteller von digitalen Audioprodukten.

Verfügbarkeit von HighresAudio

HRA-Streaming ist in mehreren europäischen Märkten verfügbar, darunter: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Niederlande, Italien, Irland, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Norwegen, Schweiz. (Die Verfügbarkeit kann je nach Gebiet und Lizenzierung variieren.)

Die HighresAudio-Integration ist ab sofort in der neuesten Version von JPLAY verfügbar. Aktualisieren Sie die App, melden Sie sich bei Ihrem HighresAudio-Konto an und starten Sie das Streaming. Für den Zugriff auf Streaming-Inhalte ist ein HighresAudio-Abonnement erforderlich. Die JPLAY-App ist in 15 Sprachen verfügbar. Weitere Informationen unter jplay.app.

 

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-02-09_jplay

Zum zweiten Mal finden die Norddeutschen HiFi-Tage im Le Méridien statt. Zentral gelegen, leicht zu erreichen und mit modernen Räumlichkeiten ausgestattet, erweist sich das Hotel abermals als sehr angenehmer Austragungsort für die HiFi-Tage. Auch das zweite Jahr in Folge am gleichen Ort ließ bei mir keine Langeweile aufkommen.

Dieses Jahr hat mir das Gleichgewicht aus preisgünstigen und High-End-Systemen sehr gut gefallen. Viele der Aussteller haben sich Mühe gegeben, Abwechslung zu bieten und andere Konfigurationen, Marken und Produkte in den Fokus gerückt als noch im Jahr zuvor. So empfand ich die Messe, obwohl sich der Standort nicht, wie es für die HiFi-Tage in den letzten Jahren ja öfters der Fall war, verändert hat als frisch, unverbraucht und spannend. Ich hatte das Gefühl, dass noch mehr Aussteller geschlossene Vorführungen anboten. Genauso wie es Birgit Hammer-Sommer für den ersten Bericht schwergefallen ist, alle gewünschten Fotos zu schießen, machten auch mir die Vorführungen das Redakteursleben nicht leichter. Zumal bei einem Besuch aller Räume kaum die Zeit bleibt, allen Vorführungen meine vollumfängliche Aufmerksamkeit zu schenken. Für die Besucher jedoch war das intensive Erleben der Lieblingsmarke oder potenzieller neuer Komponenten auf diese Weise ein Segen. Diese Art der Vorführungen sorgte insgesamt für eine weniger hektische Messe. Zumindest schien es mir so, als herrschte trotz wirklich gut besuchtem Samstag weniger aufgeregtes Gedränge. Insgesamt war die Stimmung sichtlich gut.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-02-06_ndht_DSC_2238.jpg

Wie auf Hotelmessen üblich, waren eher weniger Hörräume akustisch optimiert. Überraschenderweise gab es dennoch kaum akustische Totalausfälle. Die Norddeutschen HiFi-Tage sind damit genau das Pendant, das Veranstaltungen wie die High End brauchen. Natürlich ist das Portfolio auf der High End um ein Vielfaches breiter, aber letztendlich wird dort ein Duell der Giganten ausgetragen. „Normale“ bezahlbare Systeme wie auf den HiFi-Tagen sind dort kaum mehr zu finden. Und genau das macht den Charme von Lokalmessen aus. So langsam scheint das Bewusstsein zu erwachsen, dass es nicht nur um die aufwendigste Technik, sondern auch ein Lebensgefühl geht, das nicht exklusiv sein muss. Gerade junge Marken und Gesichter der Branche scheinen sich darauf zurückzubesinnen. Um Musik geht es natürlich auch, obwohl gerade die Auswahl dieser auf Messen erschreckenderweise manchmal am uninspiriertesten ist – irgendetwas muss an dieser Messe ja noch zu verbessern sein. Wenn sich die Norddeutschen HiFi-Tage auch in den nächsten Jahren ähnlich lebhaft und abwechslungsreich präsentieren, kommen gute Zeiten auf uns zu.

 

Bei Lyravox gab es gleich zwei auf den ersten Blick nicht ersichtliche Premieren. Zum einen spielt der Karlson Mini Tower Monolith (42.000 Euro) das erste Mal überhaupt offiziell im Norddeutschen Raum. Auf der High End des letzten Jahres war er nur zu sehen, nicht zu hören. Für viele Besucher war es folglich ein Erstkontakt mit dem Dreiwege-Lautsprecher aus Kunststein. Für mich, der den Monolith schon recht früh in der Entwicklung hören konnte, gab es dennoch eine Überraschung: Der Karlson Mini Tower ist mit einem neuen Hochtöner ausgestattet: Optisch kaum, klanglich hingegen durchaus feststellbar. Accuton hat ein neues Membranmaterial entwickelt und auf den Namen Crystalid getauft. Es soll eine Härte von 7 auf der Härteskala nach Mohs aufweisen und somit härter als jedes zu verarbeitende Metall sein. Außerdem ist die Masse mit 2,4 Gramm pro Kubikzentimeter deutlich geringer als die Masse des sonst von Accuton verarbeiteten Keramikmaterials Al²O³. Obwohl der Hochtöner seinem Keramikpendant zum Verwechseln ähnlich sieht, sind neben dem Membranmaterial auch die Sicke, Aufhängung und Polplatten verändert. Außerdem hat der Hochtöner jetzt ein etwa 10 Zentimeter tiefes, auf Simulationen basierendes Rückvolumen. Es handelt sich folglich kaum um eine Weiterentwicklung des bisherigen Keramikmodells, sondern viel eher um eine Neuentwicklung. Lyrvox ist von diesem neuen Modell und Material derart überzeugt, dass es zukünftig die bisher üblichen Cell-Keramikhochtöner in allen Modellen ersetzen wird. Der Grad an unaufdringlicher Auflösung und Transparenz in dieser Kette wurde mit schwebender Leichtigkeit, fast beiläufig erreicht. Die Lautsprecher ließen die Musik sprechen, so dass Götz von Laffert in der Vorführung gar nicht speziell für das System geeignete Test-Tracks aussuchte, sondern einfach Seite für Seite spannende Platten laufen ließ. Der Bauer DPS 3 in aktueller Ausführung – für dieses Produktjahr wurde unter anderem das Lager erneuert und ist dank Modularität auch für bisherige DPS 3 nachrüstbar – für 9.700 Euro und Lyravox‘ eigener Phono-Vorverstärker LyraGroove (ab 17.600 Euro) haben sicher ihr übriges zu dieser wunderbaren Vorführung beigetragen. Hier ging es einfach nur um Musikgenuss – nicht mehr und nicht weniger.

 

Auch bei Audio Reference nahm man sich Zeit für geschlossene Vorführungen. Die Impedanz der Wilson Audios Alexx V beträgt in einigen Bereichen nur ein Ohm. Für VTLs Lohengrin mit acht HT88 stellte dies kein Problem dar. Im geräumigen Hörraum war nicht nur die High-End Anlage mit dCS Rossini APEX Player und SME Model 35 zu sehen. Wie schon im letzten Jahr war das mit Velodyne und Perlisten ausgestattete Heimkino zu erleben. In einer weiteren Kette spielte eine Wilson Sabrina V (ab etwa 37.000 Euro) und SME Synergy Diamond Series (etwa 35.000 Euro) mit dem besonderen, glänzenden Gehäuseschliff, dCS- und Dan D’Agostino- Elektronik.


 

Wie üblich ging es bei Auer durch die Tapetentür in den akustisch durchoptimierten Hörraum. Es spielte die Versura V4 (etwa 45.000 Euro) mit großem Basschassis in der Gehäuseseite. Im Vorraum war die V2 (etwa 40.000 Euro) zu sehen, die grundlegend auf die gleichen Treibergene setzt, jedoch ohne das Basschassis in der Seite. Die mächtige Sockelplatte aus der CNC-Fräse untermalt die Verarbeitungsqualität.

 

Wie homogen Raumdesign und Audio miteinander verschmelzen können, bewies HiFi-Blogger und Showroom-Betreiber Dimi Vesos auf eindrückliche Art und Weise. Inneneinrichtung, Deko und Licht von HKLIVING setzten Akzente. Die angenehme Atmosphäre lud viele Besucher zum Verweilen ein. Das interessante Markenportfolio und Dimis sympathische Art waren daran sicher auch nicht unbeteiligt. Jedenfalls bot sich hier einer der Räume, in dem nicht nur die Anlage detailverliebt kuratiert war. Die futuristisch anmutenden Refyn Lautsprecher (16.000 Euro Paarpreis) vom Schweizer Spezialisten Rowen sind allein schon optisch Inbegriff einer modernen Lautsprecherinterpretation – nicht zuletzt durch den eigens entwickelten Linear Motion Transformer II, der für den Mittel-/Hochton zuständig ist. Für die Netzwerkkomponenten in Natursteingehäusen zeichnet der junge Entwickler von Paradin verantwortlich. Er möchte ein stabiles Markenportfolio etablieren und arbeitet aktuell an einem DAC.

 

Bei Eternal Arts ließ ich mich von Lutz van der Marels Begeisterung für Tonbandtechnik anstecken. Während in der Vorführung eine Tascam SM900 an einem Jubiläums-Röhren-Vollverstärker OTL MkIII zu werke ging, wurden Otari MX-5050, Akai GX-646, Technics RS-1500 US und Revox A700 ausgestellt. Alle Maschinen wurden von Lutz repariert, gewartet und justiert. Bei der Technics mussten einige Elkos und die Bremse ersetzt werden. Die Revox benötigte einige neue Anzeigen. Die Ersatzteilversorgung bei Revox ist glücklicherweise sehr gut, jedoch müssen ehemals analoge Anzeigen heute meist durch digitale ersetzt werden. Die Otari benötigte lediglich eine Wartung und Justage. Jede Maschine hat ihre Spezialitäten: Informationen hierzu sind den Aufstellern auf den Fotos zu entnehmen. Der Messschrieb gibt Aufschluss über die Frequenzgänge nach der Justage. Ich sprach mit Lutz darüber, dass es nur noch wenige Spezialisten für Tonbandgeräte gibt und das Wissen droht, nach und verloren zu gehen. Vielleicht doch ein gutes Hobby? Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, sich mit Tonbandgeräten zu befassen, dann sind die Kollegen von Eternal Arts genau die richtigen Ansprechpartner: Für die Wartung ihrer Maschine, den Kauf einer neuen alten Maschine und für Röhren sowieso.

 

Die Lautsprecher von Harzsch fielen schon letztes Jahr durch Understatement auf. Die interessante Treiberkombination aus Beryllium-Hochtöner von SB Acoustics und Accuton-Keramik-Tiefmitteltöner muss man erst einmal so im Griff haben wie Oliver Harzsch. Passiv beschaltet spielten sie im Hörraum nämlich herausragend. Das Zweiwege-Modell Orchestra kostet 12.000 Euro pro Paar. Das mittlere Modell Symphony mit zwei Tiefmitteltönern kostet 22.000 Euro und das Topmodell Concert 30.000 Euro.

 


Dass das Preisgefälle zwischen der Acapella La Campanella (etwa 30.000 Euro) und dem MSB Premier DAC (30.000 Euro) zu den Monoendstufen Energèia Reference (etwa 260.000 Euro) nahezu den Faktor 10 betrug, lag schlicht und ergreifend daran, dass eine kleinere Endstufe sich noch in Entwicklung befindet. Wenn sie fertig ist, wird sie im ebenfalls ausgestellten Gehäuse Platz finden.

 

Die Resonanzbodenlautsprecher Symann Sounboards von Klavierbauer Michael Symann fallen auf jeder Messe auf. Dieses Jahr wurde mir neuerlich bewusst, wie faszinierend anders ihre Wiedergabe ausfällt. Instrumente erhalten eine greifbare, organische Komponente, die man in dieser Form von keinem anderem Audiosystem geboten bekommt. In jedem Lautsprecher sind insgesamt 6 Aktuatoren, jeweils drei untereinander auf der Vorder- und Rückseite, verbaut, die den Resonanzboden zum Schwingen anregen. Durch einen Materialverlauf von 9 bis 6 Millimeter und verschiedene Rippenkonstruktionen stimmt Michael Symann die Lautsprecher in Handarbeit ab. Über 10 Kilohertz unterstützt ein AMT mit vorgeschaltetem Kondensator. Das große, vorgeführte Modell DBS-170 kostet 19.000 Euro, ein kleineres Modell DBS-136 14.000 Euro.

 

Markus Schönrock zeigt den SonicThrone. In dem bequemen Sessel sind 11 Lautsprecher verbaut. Markus und sein Kompagnon Norbert Reinhard haben dabei Treiber gewählt, deren Qualitäten sie aus dem konventionellen Lautsprecherbau kennen und lieben. Für den SonicThrone sollten keine Kompromisse gemacht werden. Da alle Lautsprecher sehr nah um den Hörer platziert sind, spielen Raumeinflüsse kaum eine Rolle. Außerdem wird deutlich weniger Schall in den Raum emittiert als bei einer herkömmlichen Stereoanalage – ideal für Hörsessions am Abend, ohne die Familie, Nachbarn oder andere unfreiwillige Mithörer zu strapazieren. Die Bedienung über den Lautstärkeregler an der Armlehne ist intuitiv und klug programmiert. Es lassen sich außerdem verschiedene Hörsettings abrufen und die Intensität des unter 45 Hertz agierenden Shakers in der Rückenlehne anpassen. Dank des DSP-Kerns des SonicThrones kann nicht nur eine Abstimmung auf den eigenen Geschmack erfolgen, sondern es können beispielsweise auch Hörschwächen ausgeglichen werden. In dem auf der Messe gezeigten Grund-Setting, für das alle Treiber mit einem komplexen Mikrofonarray aufeinander abgestimmt wurden, konnte der SonicThrone bei mir Eindruck machen. Der „Early Bird“ Preis für die Lederausführung samt aller Elektronik und integriertem Streamer beträgt 15.000 Euro. So ist der SonicThrone sofort startklar. Eine HDMI-Buchse für die Gaming- oder Kinoeinbindung verlangt 350 Euro Aufpreis. Ein passender Fußhocker ist ebenfalls gegen einen Aufpreis erhältlich.

 

Zu Alders & Lange lockte mich die klare, ansprechende Formsprache und die Freude, eine Marke gefunden zu haben, die ich selbst noch überhaupt nicht kannte. Wie der Name schon sagt, ist die kleine Manufaktur ein Herzensprojekt von Martin Alders und Heiko Lange. Bisher umfasst das Portfolio mit dem Headman einen Kopfhörerverstärker mit einem Einstiegspreis von 6.250 Euro und die Vinyl-Engine ab 3.750 Euro. Beide Geräte können in verschiedensten Ausführungen gefertigt werden, der Kopfhörerverstärker beispielsweise mit oder ohne Equalizer. Beim Phono-Pre kann man wählen, ob man die Load-, Mode- und Gain-Einstellungen lieber auf der Front-, Rück- oder Unterseite hätte. Vertriebsleiter Daniel Jennen zeigte mir ein Phonoboard und wie es über einen Steckplatz mit verschiedenen Eingangs-Modulen erweitert werden könnte. Außerdem zeigt er die Phono-Einstellvariante mit Mikroschaltern auf der Unterseite.

 


Progessive Audios Extreme I sind seit 2014 ein Aushängeschild der Marke. Dieses Jahr haben sie ein Update erfahren. Vollaktiv kosten sie 8.800 Euro und überraschten mich im Hörraum mit extrem tiefer, präziser Basswiedergabe, die nicht künstlich antrainiert oder erzwungen, sondern homogen und natürlich klang. Generell spielte das System ungemein geschmeidig. Dass Ralf Koenens Power Station dabei eine zentrale Rolle spielte, ist alles andere als unplausibel. Erhältlich in 1 (10.000 Euro) und 3 Kilowatt (14.000 Euro) Ausführung stellt das Gerät an den acht Ausgängen 230 Volt mit einer Toleranz von nur ±2 Millivolt zur Verfügung.

 

Die Audio Group Denmark zeigte Børresens neues Bass Module BM3 (etwa 18.000 Euro) zusammen mit Børresen T5 SSE (etwa 230.000 Euro). Die Lautsprecher und Bass Modules mit ihren vier DCC8 Neo Chassis und analoger Weiche verschmolzen zu einer Einheit ohne jeglichen hörbaren Übergang.

 

Die Kombination aus gradliniger Elektronik von LinnenberG und J.Sikoras ASPIRE mit dem ausdrucksstarken Schwung der aufwendig gefrästen YG-Lautsprecher im Raum von LEN Hifi machte allein optisch etwas her. Zu sehen waren LinnnenberG Audio VS 30 PRE DAC (19.800 Euro), PS 30 Phono (13.400 Euro) und ES 30 Mono (38.000 Euro) mit dem Einstieg in die Welt von J.Sikora (7.750 Euro) und den YG Acoustics (Carmel 37.500 Euro).

 

Bei PS Audio spielten Pre, DAC und SACD Transport zu je knapp 10.000 Euro aus der neuen PGM Signature Reihe an Aspen FR10 (10.000 Euro). Der Vorverstärker war bereits bei Kollege Roland Dietl im Test: eine der Anlagen im gehobenen mittleren Preisbereich, die nicht wirklich weniger Aufsehen als High-End-Offerten erregte.

 

Nachdem die Topmodelle p10.2 und p9.2 bei Phonar zu Special Editions veredelt wurden, war jetzt die p4.2 dran. Inhaber Kai Henningsen und sein Team beweisen dabei mal wieder ein feines Händchen in der Teileauswahl. Als Hochtöner spielt in der p4.2SE einer der neuen Textreme-Hochtöner von Scan Speak in einer Custom Edition. Die noch etwas aufwendigere Ausführung D3004/666000 habe ich als eines der ersten Serienmodelle in Deutschland schon vor einiger Zeit gehört. Als gebührende Ablösung für das bisherige Beryllium-Flaggschiff der Illuminator-Reihe ist er zweifelsohne wie schon sein Vorgänger einer der besten Hochtöner auf diesem Planeten. Er bietet dieselbe hohe Auflösung wie der Beryllium-Tweeter bisher, klingt dabei aber deutlich organischer und sogar noch einen Hauch plastischer. Im Direktvergleich fiel erstmalig auf, dass der Beryllium-Membran eine leichte Härte anhaftet, die so sonst nie sonderlich unangenehm aufgefallen ist. Textreme ist folglich ein hochgradig leistungsfähiges Hochtönermaterial, doch bisher noch nicht in vielen Lautsprechern zu finden: Bei Phonar in der p4.2SE schon. Und das bereits für einen Paarpreis von 4.900 Euro. Auch wenn nicht der ganz „große“ Illuminator zum Einsatz kommt, sind die Textreme-Gene klar hörbar und machen bereits in dieser Konfiguration einen wirklich besonderen Lautsprecher. WBT-nextgen-Terminals und eine Anpassung sowohl für die Höhen als auch wandnahe Aufstellung gehören ebenfalls zur Ausstattung der p4.2SE. Der etwas unter dem Radar laufende Lautsprecher ist für mich so eines der imposantesten Produkte der Messe – nicht zuletzt durch sein meiner Meinung nach ungemein faires Preisschild.


 

Starke Sound hat es sich zur erklärten Aufgabe gemacht, Bluetooth-Boxen-Besitzer eine Stereoanlage schmackhaft zu machen. In einer Kooperation mit Eversolo wird ein Bundle bestehend aus Starke Beta5 Lautsprechern und Eversolo Play für 1.215 Euro angeboten, die CD-Edition des Play kostet 105 Euro Aufpreis. Im Play ist dann schon ein DSP-Preset hinterlegt, um das Zusammenspiel aus AiO-Verstärker und Lautsprechern weiter zu optimieren. Starke Sound entwickelt alle Treiber selbst und bietet ein umfassendes Portfolio aus Lautsprechern – auf der Messe war noch der Halo M1 für 6.000 Euro zu sehen –, Subwoofern und Verstärkern.

 

Dass bei Jan Sieveking Liebe zum Detail großgeschrieben wird, war mir beim Blick auf die Anlage klar. Über den Sinn und Unsinn von Kabel-Liftern lässt sich vortrefflich streiten, aber der aufgeräumte, schon fast skulpturale Look, den Jan und sein Team so erzielte, machten die Anlage zum Kernstück des Raumes. Und wieder habe ich ein besonderes Auge für die Formsprache der Komponenten: Der Schwung des Quadraspire X-Reference Racks (pro Ebene 2.050 Euro), verschmolz mit dem tw-acoustic Raven AC New (20.000 Euro), Tonarm Raven 12.9 (6.000 Euro), kontrastiert durch die kantige tw-acoustic Phonovorstufe RPS 100 (17.700 Euro), Vorverstärker Strumento No. 1 Evo (24.0000 Euro) und Endverstärker Strumento No. 4 (28.000 Euro) von Audio Flight. Als Tonabnehmersystem kam ein Kagami ENA zum Einsatz. Es soll laut Jan sonisch in die Fußstapfen des legendären Lyra Olympos treten. Kogami fertigt nur fünf ENA pro Monat zu einem Stückpreis von 8.800 Euro. Vervollständigt wird das System durch die Marten Mingus Quintet 2 SE (Paar ab 84.000 Euro), Jorma Statement Verkabelung und eine Cardas Nautilus Netzleiste (2.400 Euro) samt Stromverkabelung. Die günstigste Komponente des Systems ist mit 120 Euro das Uberlight Flex: Es sorgt für genügend Licht am Plattenteller.

 

Der Hörraum von IAD war ein schönes Beispiel für die Abwechslung, die die Messe bietet. Im Gegensatz zum letzten Jahr standen ganz andere Marken und Komponenten im Fokus. Will Tremblett beweist bei seinen Zavfino-Laufwerken stets ein besonderes Feingefühl für Materialmix und Farbgebung. So auch beim Zavfino ZV11X mit Crossbow TZ-1 12“ Tonarm (zusammen 15.000 Euro). Die verschiedenen Farbtöne des massiven Aluminiums in Verbindung mit der Leder-Slipmat sind ein Blickfang. Als Vorverstärker arbeitete ein Soulnote E-2 Version 2 (8.500 Euro). Als Digitalquelle wurde eine Quad Platina Streamer/DAC Kombi (3.600 Euro) mit ESS ES9038PRO eingesetzt. Quads ESL 2912X Elektrostaten (17.000 Euro) wurden von einem Soulnote A-2 Version 2 Vollverstärker (8.500 Euro) angetrieben.

 

AP-Elektroakustik feierte auf den Norddeutschen HiFi-Tagen Premiere. Hinter dem Kürzel stecken Andreas Suciu und Peter Neumann. Ihr passiver Monitor 30P verfügt über eigens entwickelte Chassis – was ich bei einer derart kleinen, aufstrebenden Firma für bemerkenswert erachte. Ein 220-Millimeter-Tieftöner arbeitet in Downfire-Konfiguration, ein 180-Millimeter-Treiber als Tiefmitteltöner und ein 55-Millimeter-Konushochtöner strahlen konventionell nach vorne ab. Das Paar kostet 9.400 Euro, die Standfüße 400 Euro Aufpreis. Auf Wunsch kann der 30P um das aktive Bassmodul 20A (9.000 Euro) erweitert werden. Es arbeitet als Downfire-Upfire-Konzept und ist somit Impulskompensiert.

 


Raidho zeigte, wie bereits letztes Jahr, einen großen Querschnitt durch das Markenportfolio zu dem auch Scansonic HD gehört. Ein Scansonic HD Lautsprecher wird wohl schon bald bei uns im Test sein. In der von Morten Nielsen, der inzwischen CEO des Mutterkonzerns Dantax Radio A/S ist, moderierten Vorführung spielte zunächst Scansonics M30.2 (3.500 Euro pro Paar) an einer Weltpremiere, dem von Andy Moore vorgeführten Leema Acoustics iD85. Der Class-AB-Vollverstärker leistet 85 Watt pro Kanal und verfügt über einen internen DAC. Er wird 2.500 Euro kosten. Raidhos mächtige TD3.10 (ab 120.000 Euro) schloss die Vorführung eindrucksvoll. Ein Leema Tucana II Integrated betrieb die Lautsprecher gemeinsam mit einem Leema Hydra II in Bi-Amping-Konfiguration.

 

Sonoro ist eine weitere Marke, die versucht, die monetäre Einstiegshürde in ernst zu nehmendes HiFi so niedrig wie möglich zu setzen. In angenehmer Hörraumatmosphäre wurden ebenfalls geschlossene Vorführungen abgehalten. Für ihre Signature-Reihe ist Sonoro eine Kooperation mit dem Fink Team eingegangen. Hinter der Entwicklung stecken folglich echt HiFi-Veteranen. Die Orchestra Shaped Signature kostet 3.000 Euro und spielte in der Vorführung gemeinsam mit Sonoros Maestro Quantum Verstärker (2.000 Euro) offen, leichtfüßig und zugänglich. Ein Gesamtsystem für gerade so unter 5.000 Euro, das sich definitiv nicht vor der Konkurrenz verstecken muss.

 

Audionostrum zeigte die große Triton (ab 22.000 Euro pro Paar) und kleinere Saturn Pandora (15.000 Euro proPaar) mit passenden Ständern (4.900 Euro pro Paar). In der Saturn Pandora ist das besondere, von Audionostrum entwickelte, Orbital Driver System verbaut. Ein Mittel-/Hochtöner ist in einem Horn untergebracht. Von vorne, aus gegenüberliegender Richtung spielt ein (Ultra-)Hochtöner in das Horn. So soll ein besonders natürlicher Mittelhochtonbereich entstehen. Trotz hoher Präsentationslautstärke blieb die Saturn Pandora entspannt und anstrengungsfrei.

Abschließend noch einige weitere Fotos interessanter Produkte und Vorführungen mit Bildunterschriften:

 

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/26-02-06_ndht

Für die erste Messe des Jahres waren zwei Berichte geplant: einer von unserem Röhrenspezialisten Carsten Bussler und danach der von Finn Corvin Gallowsky. Aber die Grippewelle fordert ihren Tribut, weshalb wir beim ersten Artikel umdisponieren mussten: Meine Gattin und ich haben fast alle Räume der Ausstellung besucht und das Gesehene dokumentiert.

Dafür, dass wir Ihnen nicht aus allen Zimmer Impressionen liefern können, gibt es gleich zwei Gründe: Zum einen fand heuer eine Vielzahl von geschlossenen Vorführungen statt. Die Vorträge der Aussteller oder externer Moderatoren wurden vom Publikum gerne angenommen, verhinderten aber den freien Zugang zu den Objekten der Begierde. Zum anderen war die Messe trotz des in Hamburg erstmals erhobenen, nicht unbeträchtlichen Eintritts besonders am Samstag nahezu gleich gut besucht wie im Vorjahr, mit der Folge, dass man wegen des Andrangs an Interessierten in einigen Räumen keinen Platz zum Fotografieren hatte.

Zusätzlich zur eigentlichen Veranstaltung gab es zumindest für die Presse auch schon im Vorfeld Termine. So hatte Audio Reference bereits am Freitag in seine Geschäftsräume eingeladen, wo der dCS Varèse seine akustische Deutschland-Premiere feierte. Die Streamer/Wandler-Kombination in fünf separaten Gehäusen war im Vergleich zum dCS Vivaldi zu hören, der im Test derart beeindruckte, dass er mit einem Statement in High Fidelity-Award ausgezeichnet wurde. Mehr zum Vergleich der beiden Digital-Boliden in nicht allzu ferner Zukunft an dieser Stelle. In den Ausstellungsräumen auf der Messe waren dann vorab erstmals die Serienversionen der VTL-Lohengrin-Monos und einige Produkte von SME zu hören, die neu ins Portfolio aufgenommen wurden. Doch nun unsere Eindrücke von den Norddeutschen Hifi-Tagen 2026.

 


 


 

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/26-02-03_ndht
  • Social Introtext Für die erste Messe des Jahres waren zwei Berichte geplant: einer von unserem Röhrenspezialisten Carsten Bussler und danach der von Finn Corvin Gallowsky. Aber die Grippewelle fordert ihren Tribut, weshalb wir beim ersten Artikel umdisponieren mussten: Meine Gattin und ich haben fast alle Räume der Ausstellung besucht und das Gesehene dokumentiert.
Freitag, 30 Januar 2026 06:36

Dan D'Agostino Momentum Z

Der Momentum Z Monoblock-Verstärker wurde anlässlich des 15-jährigen Firmenjubiläums entwickelt und verbessert alle Aspekte der Momentum-Plattform. Er liefert 500 Watt an 8 Ω, 1.000 Watt an 4 Ω und 2.000 Watt an 2 Ω mit außergewöhnlicher Kontrolle, Geschwindigkeit und musikalischer Bandbreite.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-30_dan_DA-MomentumZ-Hero-frei.jpg

Mit einem integrierten RJ45-Ethernet-Anschluss bietet der Momentum Z einen Einblick in die Leistungs- und Serviceparameter, die das softwarebasierte Steuerungssystem optimiert. Über jeden Webbrowser können Benutzer die Leistungsdaten des Verstärkers einsehen, darunter Betriebsspannungen, Temperatur, Vorspannung, Gleichstromversatz, 12-Volt-Triggerstatus und mehr – alles wird kontinuierlich überwacht und auf verbundenen Geräten über das Heimnetzwerk angezeigt. Über dasselbe Dashboard lassen sich auch die Einstellungen des Frontpanels steuern, um eine personalisierte Benutzererfahrung zu ermöglichen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-30_dan_DA-MomentumZ-Front.jpg

Ein charakteristisches Merkmal der Dan D'Agostino Master Audio Momentum-Verstärker ist die unverwechselbare Verwendung von massiven Kupferkühlkörpern – eine Entscheidung, die sowohl auf der technischen Leistung als auch auf der optischen Ästhetik basiert. Kupfer bietet eine fast doppelt so hohe Wärmeleitfähigkeit wie Aluminium, wodurch die Wärme schneller und gleichmäßiger von den aktiven Bauteilen abgeleitet werden kann. Diese überlegene thermische Effizienz erhöht nicht nur die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, sondern gewährleistet auch optimale Betriebsbedingungen für die kritischen Schaltkreise des Verstärkers und sorgt so für klangliche Stabilität selbst unter höchsten Belastungen. Über seine technischen Vorteile hinaus ist das geformte Kupferdesign zu einem ikonischen ästhetischen Markenzeichen der D’Agostino-Verstärker geworden – ein Symbol für das Bekenntnis des Unternehmens zu kompromisslosen Materialien, sorgfältiger Handwerkskunst und der nahtlosen Verbindung von Form und Funktion.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-30_dan_DA-MomentumZ-Internal.jpg

Der Momentum Z ist der erste Verstärker von D’Agostino, der eine auf Junction Field-Effect Transistors (JFET) basierende Eingangsstufe verwendet. Ganz vorne im Verstärker, wo das empfindliche Musiksignal zum ersten Mal in den Schaltkreis eintritt, ist die Wahl des Bauteils entscheidend. JFETs eignen sich hervorragend für diese Aufgabe, da sie eine extrem hohe Eingangsimpedanz und ein außergewöhnlich geringes Rauschen bieten, wodurch jede Nuance des Quellsignals erhalten bleibt. Aus technischer Sicht arbeiten JFETs so, dass sie eine gleichmäßige, lineare Übertragungscharakteristik mit natürlicher Lastbehandlung bieten. Dieses Design minimiert Verzerrungen und sorgt dafür, dass musikalische Details im Mikrobereich unverfälscht und ohne Verfärbungen in die Verstärkerstufen gelangen. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein ruhigerer Hintergrund, der subtile räumliche Details offenbart, eine natürlichere Präsenz im Mitteltonbereich, die Gesang und akustische Instrumente zum Leben erweckt, und ein Gefühl der Offenheit, das die Klangbühne verbessert. Durch den Einsatz von JFETs in der Eingangsstufe erreicht der Verstärker eine großartige Balance zwischen technischer Präzision und musikalischer Wärme, so dass Aufnahmen sowohl mit Genauigkeit als auch mit emotionaler Wirkung erlebt werden können.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-30_dan_DA-MomentumZ-Rear.jpg

Die vollständig im analogen Bereich arbeitende Ultrahochgeschwindigkeits-Steuerstufe liefert eine sofortige und immense Stromkapazität, während das softwarebasierte Steuerungssystem die Vorspannung und andere Betriebsparameter kontinuierlich in Echtzeit überwacht und so absolute Stabilität und musikalische Kohärenz gewährleistet. Der firmeneigene Kinetic Drive Regulator bringt einen bedeutenden Fortschritt sowohl in der technischen Präzision als auch in der klanglichen Verfeinerung und vereint diese Fortschritte in einer einzigen, elegant ausgeführten Architektur.

Durch die Kombination der feinen Modulationseigenschaften von MOSFETs und der hohen Strombelastbarkeit von Bipolartransistoren ist der Momentum Z immun gegen Wechselstromschwankungen und die leistungsmindernden Aspekte, die Lautsprecher bei der normalen Wiedergabe von Musik über Verstärker mit sich bringen. Der Kinetic Drive Regulator sorgt dafür, dass das Musiksignal rein bleibt und nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt wird, die die viszerale Wirkung und den Realismus zerstören, die den modernen Musikmedien von heute innewohnen. Im Gegensatz zu ungeregelten Architekturen, bei denen die Spannung je nach Musikbedarf und eingehenden Wechselstromschwankungen schwanken kann, sorgt der Momentum Z unter allen Betriebsbedingungen für konstante, extrem stabile Spannung. Diese Stabilität gewährleistet, dass die Ausgangsstufe einen saubereren, wellenfreien Strom erhält, wodurch Rauschen, Verzerrungen und Leitungsstörungen drastisch reduziert werden. Die Vorteile sind sowohl messbar als auch hörbar.

Das Ergebnis ist ein Verstärker, der superschnell, dynamisch und stabil ist. Tiefe Frequenzen gewinnen an Gewicht und Definition mit Tonhöhe und Autorität. Mittlere Frequenzen, von Gesang bis zu Streichern, fließen mit natürlicher Klarheit, während die Höhen weich und dennoch ausgedehnt bleiben, frei von der Rauigkeit, die oft durch weniger ausgefeilte Stromkreise verursacht wird. Da der Verstärker unmittelbar sauberen Strom liefern kann, wenn die Musik dies erfordert, bleiben komplexe Passagen auch bei höheren Lautstärken oder schwierigen Lautsprecherlasten klar und lebendig.

Letztendlich geht das Momentum Z-Netzteil über die Rolle einer herkömmlichen Energiequelle hinaus und fungiert stattdessen als streng regulierte, dynamisch reagierende Plattform für musikalische Genauigkeit. Durch den Einsatz fortschrittlicher Halbleiter und innovative Schaltungsentwicklung erreicht es ein in seiner Klasse unübertroffenes Gleichgewicht zwischen technischer Präzision und ausdrucksstarker Musikalität – Klang mit Präzision, Tiefe und müheloser Autorität.

Der Dan D'Agostino Momentum Z wird ab März des Jahres für 75.000 Euro pro Stück erhältlich sein.

Vertrieb
Audio Reference GmbH
Anschrift Alsterkrugchaussee 435
22335 HAMBURG
Telefon +49 40 53320359
Fax +49 40 53320459
Web audio-reference.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-01-30_dan
Donnerstag, 29 Januar 2026 02:39

Norddeutsche HiFi-Tage 2026

Im letzten Jahr erwies sich die Wahl des neuen Veranstaltungsortes für die Norddeutschen Hifi-Tage, das Hotel Le Méridien Hamburg, An der Alster 52, und die des Zeitpunkts – am angestammten Termin am ersten Februar-Wochenende – als Glücksgriff, wie der Zuspruch von Ausstellern und Besuchern bewies. Anders als damals wird aber nun Eintritt erhoben.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-01-29_ndht_content.jpg

Bei den Süddeutschen Hifi-Tagen im letzten Jahr lagen die Preise noch bei 10 respektive 15 Euro für das Tages- und Zweitages-Ticket. Für die Hamburger Ausstellung hat der Veranstalter die Preis angehoben: Dort sind 15 beziehungsweise 20 Euro zu entrichten. Für Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung gibt es deutliche Ermäßigungen. Es wird interessant sein, wie sich diese Neuerung auf die Besucherzahlen auswirken wird. Für alle, die mit dem öffentlichen Personen-Nahverkehr anreisen, ist die Lage des Hotels ideal: Der Hauptbahnhof ist gerade einmal 800 Meter entfernt. Für Auto-Nutzer bieten Ivonne Borchert-Lima und ihr Team einen halbstündlich verkehrenden Shuttle-Service zwischen dem Messehotel und dem Parkplatz auf dem Heiligengeistfeld an: Im letzten Jahr betrug die Parkgebühr fünf Euro und der Transfer zum Hotel war kostenlos. Aktuelle Angaben sind auf der Website nicht zu finden.

Hier noch die Liste der ausgestellten Marken: A&L, Aavik, Acapella, Accuphase, ACCUSTIC ARTS, AIR TIGHT, Analysis Plus, Ansuz, AP Elektroakustik, Aries Cerat, ASCENDO, ATE, ATOLL, Audes, Audia Flight, AudioNostrum, Audio Note, Audio Offensive, Audio Reference, Audiofels, Audiophil FAST, AUDREAL, Auer Acoustics , Avantgarde Acoustic, AVM, Axmann Audio, Axxess, AYON, Backes & Müller, Bassocontinuo, Bauer Audio DPS, beaudioful, Benchmark, Børresen, Boulder Amplifiers, Braun, Bryston, C.E.C., Canton, Cardas Audio, CHARIO, Crystal Cable, Cube Audio, Dan D'Agostino, David Laboga, dCS, Dimi Vesos, EINSTEIN AUDIO, ELAC, ELECTRIC AUDIO, Esprit, EternalArts, Fenn Music, Fezz Audio, Final, Fischer & Fischer, Furutech, GAUDER AKUSTIK, GGNTKT, grell, Grimm Audio, Harman Karbon, Harzsch, Hegel, HIFIMAN, HIFI-ZEILE, HKLIVING, HOLBORNE, Horch House, Horns, Innuos, J.Sikora, JL Audio, Kaiser KAWERO, KEF, Kleeny, KOETSU, Lampizator, Lansche Audio, LEN Hifi, Linnenberg, Loutd, LUNA CABLES, Luxman, Lyravox, MAGNEPAN, Magnetar, Manger, MAPU Speakers, Marten, Mavis, Mola Mola, Mozzaik Audio, MSB, Mudra Akustik, MUSICAL FIDELITY, Nessie Vinylcare, nextgen™,Nordost, NuPrime, PADIS, Perlisten Audio, PHASEMATION, Phonar, PHONOSOPHIE, PLATINE VERDIER, PMC, POWERGRIP, Progressive Audio, PS Audio, Pylon Audio, QUAD, Quadraspire, Qualio, Raidho Acustics, Reed, Revox, Riviera Audio Laboratories, Rogers HiFi, Rowen, RÜBENBURG AUDIO, Scansonic, Schüring High End, Sennheiser, Silberstatic, Skyanalog, SonicThrone® Audio Sessel, sonoro, Sonox, SORANE, Soulnote, Soundsmith, SPL, Staltmanis LAB, Starke sound, STUdo, SUPRA Cable, Swiss HD SYMANN Soundboards, Symphonic Line, Thales, ThivanLabs 218, Thorens 229, ToneTool 220, Transrotor, TRIANGLE, TW-Acustic. UberLight Flex, Velodyne Acoustics, Vitus, Vivid Audio, Voxativ, VPI Industries, VTL, WB Manufacture, WBT, Western, Wilson Audio, WireWorld, WISSELING HIGH END, Workshop Quadrophonie, YG Acoustics, Zavfino.

Für Hifistatement werden Birgit Hammer-Sommer. Carsten Bussler, Finn Corvin Gallowsky und ich vor Ort sein und zeitnah über die Messe berichten.

Informationen
Hotel Le Méridien Hamburg
An der Alster 52,
20099 Hamburg
Tel: +49- (0)40-21000
info@lemeridienhamburg.com

Öffnungszeiten
Sa von 10-18 Uhr
So von 10-16 Uhr

Eintrittspreise
Tagesticket Samstag: 15,00 €
Zweitage Ticket: 20,00 €
Schüler U18: 5,00 €
Studenten: 5,00 €
Mensch mit Behinderung: 5,00 €

 

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-01-29_ndht_logo.png

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/26-01-29_ndht
Mittwoch, 28 Januar 2026 06:20

Foundation-Line: Neu bei Canor

Mit dem Transistor-Vollverstärker Virtus I4S und dem D/A-Wandler Verto D4S erweitert Canor sein Portfolio um die neue Foundation-Line, die moderne Ausstattung mit hochwertiger Analog- und Digitaltechnik verbindet. Beide Geräte setzen auf diskrete Schaltungen, eine klare Formensprache mit großflächigen Glasfronten sowie komfortable Touch-Bedienung.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_CANOR-Silver-COMBO.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_CANOR-Verto-D4S-Silver-B.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_CANOR-Virtus-I4S-Silver-B.jpg

„Viele Musikfreunde suchen heute Geräte, die sich intuitiv bedienen lassen und trotzdem ernsthafte High-End-Technik bieten. Genau hier setzen Verto D4S und Virtus I4S an: moderne Touch-Oberflächen, praxisgerechte Ausstattung und ein Klang, der weit über die Preisklasse hinausreicht – ganz im Sinne des seit Jahren anerkannt hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses von Canor.“
Martin Klaassen, Geschäftsführer IDC Klaassen International Distribution

Der Verto D4S ist der leistungsstarke Digital-Analog-Wandler in der neuen Foundation-Line. Im Inneren arbeiten zwei ESS Sabre 9038 DAC-Chips in Dual-Mono-Konfiguration für hohen Dynamikumfang und äußerst geringes Grundrauschen. Die analoge Ausgangsstufe ist vollständig diskret aufgebaut – auf Operationsverstärker im Signalweg verzichtet Canor konsequent. Der Wandler bietet eine breite Palette an digitalen Eingängen, darunter USB, AES/EBU, Koax, zwei optische Eingänge sowie einen dedizierten TV-Eingang. Zusätzlich stehen je ein XLR- und Cinch-Eingang sowie entsprechende symmetrische und unsymmetrische Ausgänge zur Verfügung. Damit lässt sich der Verto D4S flexibel in unterschiedlichste Ketten integrieren – vom klassischen CD-Transport über Streaming-Bridges bis hin zum Fernseher im Wohnzimmer. PCM-Signale verarbeitet der Verto D4S mit Abtastraten bis 768 Kilohertz, DSD wird sowohl als DoP bis maximal DSD256 als auch nativ bis DSD512 unterstützt. Acht wählbare Digitalfilter ermöglichen eine Anpassung an persönliche Klangvorlieben. Ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist das 18 Zentimeter breite, hochauflösende Farb-Touchdisplay über die gesamte Frontbreite. Es zeigt alle Betriebsparameter klar und übersichtlich an und ermöglicht eine äußerst komfortable, moderne Bedienung direkt am Gerät. Für eine saubere Stromversorgung sorgt ein lineares Netzteil mit getrennten Spannungsreglern für digitale und analoge Sektionen, um gegenseitige Einstreuungen zu minimieren und einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_CANOR-Bronze-COMBO.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_CANOR-Virtus-I4S-Bronze-A.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_03-verto-d4s-bronze-web-export.jpg

Technische Eckdaten Verto D4S (Auswahl)

  • 2 × ESS 9038 in Dual-Mono-Konfiguration
  • Digitaleingänge: USB, AES/EBU, Koax, 2 × optisch, TV
  • Analogeingänge: 1 × XLR, 1 × Cinch
  • Ausgangsspannung: 4V RMS (XLR), 2V RMS (Cinch) bei 0dBFS
  • PCM bis 768kHz, DSD (DoP) 64/128/256, DSD nativ 64/128/256/512
  • 8 wählbare Digitalfilter
  • 18-cm-Farb-Touchdisplay über die Frontbreite
  • Abmessungen (B × H × T): 430 × 75 × 300mm, Gewicht: 8,5kg

Der Virtus I4S ist ein eleganter Transistor-Vollverstärker in der neuen Foundation-Line, der gleich mehrere Funktionen in einem Gehäuse vereint: Vollverstärker, Kopfhörerverstärker und Phono-Vorverstärker. Alle Verstärkerstufen arbeiten in Class-AB-Technik und sind in vollständig diskreter Bauweise realisiert. Die Ausgangsleistung beträgt zweimal 120 Watt an vier Ohm respektive zweimal 75 Watt an acht Ohm – genug Reserven auch für leistungshungrige Lautsprecher. Für den Plattenspieler steht eine integrierte Phonostufe für MM- und MC-Systeme mit umschaltbarer Verstärkung (40/46 Dezibel für MM, 60/66 Dezibel für MC) zur Verfügung. Bei den Anschlüssen bietet der Virtus I4S zwei Cinch-Eingänge, einen symmetrischen XLR-Eingang sowie einen Phono-Cinch-Eingang. Ein variabler Cinch-Ausgang erleichtert die Einbindung eines Subwoofers oder einer externen Endstufe. Für Kopfhörer ist eine 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse an der Front integriert. Herzstück des Bedienkonzepts ist ein 45 Millimeter großer runder Touchscreen, der in den zentralen Drehknopf eingelassen ist und einen schnellen Zugriff auf alle Funktionen und Einstellungen ermöglicht. Speziell entwickelte Kühlkörper mit Heatpipe-Technologie sorgen für stabile Betriebstemperaturen. Das Gehäuse aus Aluminium, Stahl und Glas gewährleistet eine hohe mechanische Stabilität, wirksame Abschirmung und prägt die klare visuelle Identität des Verstärkers.

Technische Eckdaten Virtus I4S (Auswahl)

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_CANOR-Black-COMBO.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_CANOR-Verto-D4S-Black-A.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-28_canor_Canor-Virtus-I4S-black22.jpg

  • Leistung: 2 × 120W / 4Ω, 2 × 75W / 8Ω
  • Class-AB-Verstärker, voll diskrete Schaltung
  • Phonostufe: MM 40/46dB, MC 60/66dB
  • Eingänge: 2 × Cinch, 1 × XLR, 1 × Phono (Cinch)
  • Variabler Ausgang: 1 × Cinch
  • Kopfhörerausgang: 6,3-mm-Klinke
  • Abmessungen (B × H × T): 430 × 75 × 310mm, Gewicht: 11kg

Sowohl der Verto D4S als auch der Virtus I4S folgen einem gemeinsamen Design-Konzept mit breiter Front, großem Display beziehungsweise Touch-Drehgeber und klaren Linien. Die Kombination aus Glas, Aluminium und Stahl unterstreicht den hochwertigen Anspruch der neuen Slim-Line und sorgt zugleich für eine robuste, resonanzarme Konstruktion. Beide Geräte werden in den drei Farbvarianten Silber, Schwarz und Bronze erhältlich sein und lassen sich so optisch harmonisch in verschiedene Wohn- und Anlagenkonzepte integrieren.

Der Canor Verto D4S und der Virtus I4S werden ab Anfang Februar 2026 über den autorisierten Importeur IDC Klaassen International Distribution & Consulting im Fachhandel in Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern erhältlich sein.

Die Preise

  • Canor Verto D4S: 2.500 Euro
  • Canor Virtus I4S: 2.800 Euro

Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
Anschrift Am Brambusch 22
44536 Lünen
Telefon +49 231 22178822
E-Mail info@mkidc.eu
Web www.idc-klaassen.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-01-28_canor
Dienstag, 27 Januar 2026 02:51

Alluxity Int One mkII

Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken.

Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der Däne als solcher sympathisch und die dänische Lebensphilosophie mit ihrer ansteckenden Feierlaune, zum Beispiel bei großen Sportevents oder Festivals (Roskilde), kommt mir grundsätzlich entgegen.

Inzwischen bin ich zwar nicht mehr so häufig bei den nordischen Nachbarn, die man von meiner Heimat Hamburg in rund zwei Stunden erreicht. Doch meine Zuneigung für das Land ist im Verlauf der Jahre eher noch größer geworden. Aus gutem Grund: Dänemark ist in meinen Augen ein echtes Hifi-Paradies. Dieses flache Land mit seinen windschiefen Bäumen, in dem gerade mal sechs Millionen Menschen leben, hat so viele hervorragende Hifi-Manufakturen, wie kaum ein anderes dieser Größe. Damit Sie wissen, was ich meine, hier eine kleine, unvollständige Auswahl von renommierten Herstellern: Ansuz, Audiovector, Aavik, Axxess, bergmann, Børresen, Dali, Gryphon, Ortofon, Raidho. Hifi aus Dänemark ist ein echtes Gütesiegel.

Das hochwertige Gehäuse des Alluxity Int One mkII ist aus einem Aluminiumblock gefräst. Rechts und links sind die üppigen Schächte für die Gerätekühlung zu erkennen
Das hochwertige Gehäuse des Alluxity Int One mkII ist aus einem Aluminiumblock gefräst. Rechts und links sind die üppigen Schächte für die Gerätekühlung zu erkennen

Zu diesen außergewöhnlichen Herstellern gehört auch Hans-Ole Vitus aus dem beschaulichen Ort Herning. Der ist rund 300 Kilometer von der Metropole Kopenhagen entfernt und befindet sich in Mitteljütland. Vor rund 30 Jahren hat er mit dem Bau von hochklassigen Verstärkern begonnen. Die ersten verkaufte er an Freunde, dann gründete der passionierte Schlagzeuger – „Ich mag gern richtig hart draufhauen“ – 1995 das Unternehmen Vitus Audio. Sohn Alexander war bereits als Junior ständig in der Werkstatt und begann früh Platinen zu bestücken und SMD-Bauteile zu löten. Mit Anfang 20 gründete Alexander seine eigene Firma AVM TEC und stellte kurze Zeit später seinen ersten Alluxity-Verstärker vor. Da ich bisher nichts mit Alluxity-Verstärkern zu tun hatte, war ich sehr gespannt, als Dirk Sommer mich mit der Aufgabe betraute, den Alluxity Int One mkII für hifistatement zu testen.


Meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht: Bereits beim Auspacken des Verstärkers wurde klar, dass hier ein echtes Schmuckstück angeliefert wurde. Ich platzierte den schicken Dänen zuerst einmal völlig freistehend auf dem Tisch, damit ich ihn von allen Seiten begutachten konnte. Wer ein Faible für schlichtes skandinavisches Design hat, der kann sich an dem schwarzen Gehäuse inklusive des fünf Zoll großen Touchscreens mit 800 mal 480 Pixeln, über das der Verstärker alternativ per Fernbedienung bedient wird, gar nicht sattsehen. Das Gerät bringt stattliche 17,5 Kilogramm auf die Waage. Warum es so schwer ist, das verrate ich später. Neben der sauberen Verarbeitung fällt direkt der eingefräste Namenszug auf der Oberseite ins Auge. Die sauber angephasten Kanten sowie die jeweils sechs ovalen „Lüftungsschächte“ auf jeder Seite sind echte Augenschmeichler. Schon optisch und haptisch sorgt der Alluxity für Emotionen.

Die Fernbedienung ist ebenfalls aus Aluminium gefertigt. Ihre Tasten sind beleuchtet, sie liegt gut in der Hand und bietet ein wunderbares Anfassgefühl
Die Fernbedienung ist ebenfalls aus Aluminium gefertigt. Ihre Tasten sind beleuchtet, sie liegt gut in der Hand und bietet ein wunderbares Anfassgefühl

Genau das Schaffen von Emotionen gehört zur Philosophie des dänischen Hifi-Produzenten. In der Entwicklungsphase eines Produktes gibt es unzählige Sitzungen, in denen der Familienrat mit Mutter Britta (sie ist ursprünglich Modedesignerin), Sohn Alexander und Vater Hans-Ole über das Design diskutieren. Dass die klangliche Qualität überzeugen muss, ist selbstverständlich. Aber auch der optische Eindruck soll die Kundschaft ansprechen. Das Ziel von Alluxity ist, Audiogeräte anzubieten, die sich optimal in den Wohnraum einfügen, ohne ihn zu dominieren und die ein perfektes Hörerlebnis bieten. Da nicht jeder auf das gängige Schwarz steht, werden die Geräte in weiteren Farben wie Weiß, Mitternachtsblau, Titangrau und Titanorange angeboten. Natürlich werden auch Sonderwünsche erfüllt.

Zur Philosophie des skandinavischen Minimalismus von Firmengründer Alexander Vitus Mogensen gehört die unkomplizierte Bedienung über das stylische Touchpad
Zur Philosophie des skandinavischen Minimalismus von Firmengründer Alexander Vitus Mogensen gehört die unkomplizierte Bedienung über das stylische Touchpad

Der Blick auf die Rückseite überraschte mich ein wenig. Nicht, dass es dort unaufgeräumt wirkte oder weniger Qualität geboten wurde. Was mich erstaunte, war die übersichtliche Anzahl von Anschlussmöglichkeiten. Das dürfte man wohl dänischen Purismus nennen. Neben drei Cinch-Anschlüssen gibt es zwei XLR-Eingänge. Alle Buchsen stammen von Furutech. An der linken und rechten Außenseite befinden sich die kernigen Schraubanschlüsse für die Lautsprecherkabel. Der Netzanschluss liegt in der Mitte und darüber befindet sich eine Buchse fürs Netzwerkkabel, über die Firmware-Updates vorgenommen werden können.


Um etwas mehr über den Probanden aus erster Hand zu erfahren, bat ich den Chef von Alluxity, Alexander Vitus Mogensen, per Mail um ein Interview. Es dauerte nicht lange, da erhielt ich eine Antwort. Allerdings nicht von Alluxity-Gründer Alexander, sondern von seinem Vater Hans-Ole, dem Kopf von Vitus Audio. Der sagte mir ein Interview zu und ich war äußerst gespannt zu erfahren, warum er mein Gesprächspartner sein würde. So groß wie die Neugier war meine Überraschung, als Vater Vitus mir erzählte, dass sein Sohn nicht mehr in der Firma aktiv ist und sich stattdessen beruflich neu orientieren würde. „Ich habe die Firmenanteile meines Sohnes übernommen und bin seit dem 1. Januar 2026 alleiniger Inhaber von Vitus Audio und Alluxity“, erklärte er. Somit sei die Marke Alluxity nun in die AVA Group integriert.

Nicht üppig, aber auch nicht knauserig: Die Rückseite bietet drei Furutech-Buchsen für Cinch-Stecker sowie zwei XLR-Eingänge. Der RJ-45 Anschluss dient zum Einbinden des Alluxity ins hauseigene Netzwerk und zum Firmware-Update
Nicht üppig, aber auch nicht knauserig: Die Rückseite bietet drei Furutech-Buchsen für Cinch-Stecker sowie zwei XLR-Eingänge. Der RJ-45 Anschluss dient zum Einbinden des Alluxity ins hauseigene Netzwerk und zum Firmware-Update

Auf die Qualität habe die Veränderung selbstverständlich keine Auswirkungen, betont Hans-Ole Vitus. Einzig der Markenname ist leicht modifiziert – Alluxity by AVA heißt es nun. Wirft man einen Blick auf die Bilder unseres Fotografen Helmut Baumgartner, dann wird schnell klar, warum Der CEO der AVA Group die Alluxity-Serie „den kleinen Bruder von Vitus Audio“ nennt. Schon beim Gehäuse wird deutlich, dass bei der Entwicklung und Herstellung keine Kompromisse eingegangen wurden. Der Int One mkII ist aus einem Alublock gefräst und die verbauten Platinen, auf der sich reichlich SMD-Bauteile befinden, werden in der eigenen Produktionshalle gefertigt. Die beiden diskret aufgebauten Monosektionen werden von einem eigens für den Alluxity hergestellten Ringkerntransformator gespeist. Für den guten Klang hat sich Alexander Mogensen gemeinsam mit seinem Vater für die bereits bei Vitus überzeugenden Leistungstransistoren der Marke Sanken entschieden. Der kraftvolle Vollverstärker beginnt im Class-A- und geht dann über in den Class-A/B-Betrieb. Leider gibt es keinen Phono- oder Digitaleinschub. Aber dafür ist das knappe Alu-Kleid zu eng. Schade.

Was ist anders gegenüber dem Vorgänger Int One? Der mkII verfügt über einen neu gestalteten Vorverstärkerzug, der nun komplett symmetrisch arbeitet, wodurch der Vollverstärker von Eingang bis Ausgang vollständig symmetrisch ist. Das Upgrade soll für geringeres Rauschen, eine höhere Auflösung sowie eine bessere Bandbreite sorgen und es bietet eine um sechs Dezibel höhere Gesamtverstärkung. Zudem wurde die Anzahl der Lautstärkestufen deutlich erhöht, um Schritte von eine Dezibel im Bereich von minus 79 bis plus 13 Dezibel zu ermöglichen. Dadurch kann die Feinabstimmung der Musikwiedergabepegel präziser geregelt werden als beim Vorgänger.

Zwei der sogenannten Power-Module sorgen dafür, dass dem potenten Vollverstärker in keiner Situation der Dampf ausgeht
Zwei der sogenannten Power-Module sorgen dafür, dass dem potenten Vollverstärker in keiner Situation der Dampf ausgeht


Hören wir einmal rein, wie sich der kompakte Int One mkII in seiner Kernkompetenz schlägt, der Wiedergabe von Musik. Ich fühle ihm gleich mit einer meiner beliebtesten Platten auf den Zahn. Rickie Lee Jones gleichnamiges Debütalbum aus dem Jahr 1979 war schon als Erstausgabe klanglich gelungen. Seitdem gab es durchaus gute Reissues, von denen ich einige besitze. Die One-Step-Ausgabe von Mobile Fidelity (MFSL 2-45010) ist jedoch ein ganz anderes Kaliber. Das Remastering von Krieg Wunderlich stellt alle Versionen, die ich kenne, in den Schatten. Ich lege die 45-er Scheibe auf den Plattenteller des LaGrange und erhöhe leicht den Lautstärkepegel über den Touchscreen. Und sofort kommt alles, was ich so schätze an der Aufnahme: Steve Gadds groovende Beats und die scharf angerissenen Saiten von Gitarrist Buzzy Feiten. Da fehlt nichts. Kontrollierter Bass, trockene Bassdrum, detailgenaue Instrumente und eine großartige Dynamik. Jones‘ Stimme, die manchmal ein wenig piepsig wirkt, kommt wunderbar erwachsen daher. Das nenne ich mal einen guten Einstieg des Int One mk II.

Mir geht es häufig so, dass mich das Hören einer Platte, direkt zu einer anderen führt. Also ziehe ich gleich noch einen Dauerbrenner aus dem Regal, der eigentlich nicht für den Test vorgesehen war. Dire Straits‘ „Sultans of Swing“ vom Album Dire Straits von 1978 ist einfach ein Gute-Laune-Song – wenn die Anlage es hergibt. Meine englische Vertigo-Pressung macht mit dem smarten Dänen richtig Spaß. Das Fingerpicking von Mark Knopfler springt mich über die Consensus-Lautsprecher geradezu an und der Klang seiner Fender Stratocaster ist crisp und so, wie ich es von weit größeren – und teureren – Anlagen kenne. Ich bemerke, wie der treibende Rhythmus die Kontrolle meiner Füße übernimmt – ich „muss“ im Takt mitswingen.

Edler Look: Die angephasten Kanten des Gehäuses lassen die hochwertige Verarbeitung des dänischen Schmuckstücks erkennen
Edler Look: Die angephasten Kanten des Gehäuses lassen die hochwertige Verarbeitung des dänischen Schmuckstücks erkennen

Mal sehen, ob der dänische Beau auch Jazz kann. Ben Websters Saxofonspiel gehört für mich zum feinsten im Jazz. Seine Balladen sind einfühlsam und sorgen stets für eine wohlige Atmosphäre. Ob der Alluxity sensibel genug ist? Ich spiele die 1957 auf Verve erschienene Platte Soulville als Reissue von Analogue Productions und bin beeindruckt. Man spürt den kraftvollen Ton hautnah, erlebt die deutlich vernehmbaren Anblasgeräusche. Keine Verfärbungen oder tonale Ungenauigkeiten, stattdessen bietet der Int One mkII eine warme Klangfülle, die mich zwischendurch an den Klang von Röhren erinnert. Als Oscar Peterson seine Finger über die Tasten gleiten lässt, schwingen die angeschlagenen Saiten mit viel Timbre aus. Das erweckt Emotionen, wie ich sie mir beim Musikhören wünsche.

Der englische Singer-Songwriter Fink hat mit engen Freunden wie Bassist Tim Lefebvre (David Bowie) und Drummer Earl Harvin (Jeff Beck) das Album „The Lowswing Sessions“ im Berliner Tritonus Studio eingespielt. Alles wurde live auf Tape im Studio aufgenommen und dann davon die Lackfolie geschnitten. Fink adaptiert unter anderem Lieblingssongs wie „What Difference Does It Make“ von The Smiths oder Muddy Waters‘ „You Got To Take Sick And Die” und der Alluxity transportiert die dichte Atmosphäre der rein analogen Aufnahmesession unmittelbar in meinen Hörraum. Man merkt der Aufnahme an, dass dort Brüder im Geiste zusammenspielen – die Musik hat einen wunderbaren Fluss. Dabei zeigt der Däne auch, dass er richtig tief in den Bass-Keller hinabsteigen kann. Ein guter Freund, mit dem ich die Platte hörte, merkte an, dass es zu viel des Basses auf der Scheibe sei. Auch davon lässt sich der Int One mkII nicht aus der Ruhe bringen und fällt nicht ins Nervige.


Optimale Raumnutzung: Der Transistorverstärker ist vollkommen getrennt in zwei Monosektionen aufgebaut, die vom üppigen Ringkerntrafo mit Strom beliefert werden
Optimale Raumnutzung: Der Transistorverstärker ist vollkommen getrennt in zwei Monosektionen aufgebaut, die vom üppigen Ringkerntrafo mit Strom beliefert werden

Ich könnte noch eine Menge Beispiele bringen, bei denen mich der Alluxity Int One mkII mit seinen musikalischen Fähigkeiten überzeugt hat. Ganz gleich, ob große Orchester oder wummernde Electronic Beats, glockenklare Gesangsstimmen oder vielschichtige Percussionorgien. Der Vollverstärker ist ein Allrounder, der jede Art von Musik in hervorragender Klangqualität spielt. Er hat keine erkennbaren Schwächen, liefert einen sauberen und schnellen Bass, und seine Mitten und Höhen sind feinsinnig und ausdrucksstark. Er glänzt mit hoher Detailgenauigkeit und musikalischer Tiefe. Hans-Ole Vitus ließ im Gespräch irgendwann fallen: „Die Marke Alluxity wird jetzt in die Vitus Audio-Familie integriert. Das ist der erste Schritt.“ Dann fügte er hinzu: „Wir haben noch einiges vor mit der Alluxity-Serie.“ Was genau, das hat er sich nicht entlocken lassen. Das werden wir dann in einem weiteren Test erforschen. Ich freue mich drauf.

STATEMENT

Der Alluxity Int One mkII ist ein richtig guter Verstärker. Wer es kompakt, schick und musikalisch mag, dem empfehle ich, einen Hörtermin beim Händler zu vereinbaren und sich einen Eindruck seiner großartigen Fähigkeiten zu verschaffen: Ich verspreche Ihnen, dass es danach nicht so einfach ist, sich für ein anderes Gerät in der Preisklasse zu entscheiden. Der kleine Däne ist ein großer Wurf, der nicht nur exzellent Musik macht, sondern mit seinem edlen Design auch optisch ein Charmeur ist.
Gehört mit
Plattenspieler brinkmann LaGrange mit beheiztem Tellerlager
Tonarm TW-Acustic Raven 10.5, brinkmann 12.1, Schwietzer 12.1
Tonabnehmer Kondo IO-M, Fuuga, brinkmann EMT ti
Phonostufe brinkmann Edison MK II
Übertrager Consolidated Audio Silber
NAS QNAP TS-473
Streamer/DA-Wandler brinkmann Nyqvist
LAN-Switch Aqvox Switch SE
Vorstufe brinkmann Marconi mk II
Endstufen brinkmann Mono
Lautsprecher Consensus Conspiracy
Kabel Kondo Theme LS-41, HMS Suprema, HMS Grand Finale Jubilee, Cardas Clear Beyond, Kondo KSL-LPz, Breuer, Aqvox LAN Edge
Zubehör Copulare Rack, Acapella Fondato Silenzio, HMS Energia 4/3, Prime Mini 5, AHP-Klangmodul IV G, Furutech Wandsteckdose, Synergistic Research Active Ground Block SE, Plattenwaschmaschine Levar Amano
Herstellerangaben
Alluxity Int One mkII
Geräteart Stereo Vollverstärker
Ausgangsleistung 200W (8 Ohm), 400W (4 Ohm), 800W (2 Ohm)
Analoge Eingänge 3 x Cinch, 2 x XLR
Ausgänge 1 x Cinch-Vorverstärkerausgang
Leistungsaufnahme <50W (ohne Last)
Eingangsimpedanz 10kΩ
Ausgangsimpedanz 75mΩ
Eingangsempfindlichkeit 2/4Vrms (RCA/XLR)
Frequenzgang 0 - 800kHz
Rauschabstand >100dB
Über alles Verzerrungen (THD) >0,01%
Lautstärke -79dB bis +13dB
Abmessungen B x H x T 435 x 105 x 335 mm
Preis 10.450 Euro – Schwarz, Weiß, Mitternachtsblau; 11.450 Euro – Titanorange, Titangrau

Vertrieb
Audio Offensive Hifi-Vertrieb
Anschrift Inhaber: Uwe Heile
Münchener Str. 5
14612 Falkensee
Telefon +49 3322 2131655
Mobil +49 172 3844155
E-Mail info@audio-offensive.de
Web www.audio-offensive.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-01-27_alluxity
  • Social Introtext Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken.
Montag, 26 Januar 2026 06:25

Austrian Audio - The Arranger

Austrian Audio präsentiert The Arranger, einen High-End-Kopfhörer, der den perfekten Einstieg in die Welt des audiophilen Hörgenusses ermöglicht. Der Arranger wurde für anspruchsvolle Musikliebhaber und Profis gleichermaßen entwickelt und vereint außergewöhnliche Akustik mit einem robusten und zugleich eleganten Design.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-26_austrian_TheArranger_side_black_6000px.jpg

Das Herzstück des Arranger ist ein 44-Millimeter-Hochleistungstreiber mit einer diamantähnlichen Kohlenstoff verstärkten Membran (DLC). Diese fortschrittliche Konstruktion bietet überragende Stabilität und Präzision ohne unnötiges Gewicht. Der Treiber wird von Austrian Audios patentiertem Ringmagnetsystem angetrieben, das den Luftstrom optimiert und eine perfekt kontrollierte Membranbewegung für eine originalgetreue Klangwiedergabe gewährleistet.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-26_austrian_TheArranger_horizontal_white_6000px.jpg

Der Arranger wurde mit Blick auf Vielseitigkeit entwickelt und unterstützt symmetrische Eingänge über einen 4-poligen Stecker. Er ist kompatibel mit dem mitgelieferten Standard-TRS-Kabel sowie mit optionalen symmetrischen Kabeln, die entweder mit Pentaconn- oder 5-poligen XLR-Steckern ausgestattet sind. Das faltbare Design verbessert die Tragbarkeit und ermöglicht es den Nutzern, kompromisslose Klangqualität überallhin mitzunehmen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-01-26_austrian_TheArranger_side_white_6000px.jpg

The Arranger

  • Empfindlichkeit: 110dBspl/V
  • Frequenzbereich: 5Hz - 30 kHz
  • THD (@1kHz): <0,1%
  • Impedanz: 25Ω
  • Eingangsleistung: 155mW
  • Anschluss: 3.5mm
  • Adapter (inkludiert): 3.5mm auf 6.3mm
  • Abmessungen: 200 x 175 x 85 mm
  • Gewicht (ohne Kabel): 320g

The Arranger ist für knapp 1.000 Euro erhältlich

Vertrieb
Audio Tuning Vertriebs GmbH
Anschrift Margaretenstraße 98
1050 Vienna/Austria
Headquarter Wirtschaftspark A5 Wilfersdorf
Analogweg 1
2130 Mistelbach/Austria

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-01-26_austrian
Seite 1 von 214

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.