Freitag, 04 September 2026 07:28

Die Klangbibliothek 2.0 wächst (20)

Vor rund vier Monaten testete Klaus Schrätz das Sumiko Oriole, und es gefiel ihm so gut, dass er unbedingt wissen wollte, was das Startling, das in der Firmen-Hierarchie über dem Oriole rangiert, mehr zu leisten in der Lage ist. Das muss einiges sein, denn in seinem Statement, weist er dem Starling einen Platz im oberen High End Kosmos zu.

Auch wenn wir gerne Aufnahmen mit zuvor beschrieben Tonabnehmern machen – nicht zuletzt, weil diese Rubrik wie wir Ihren Zuschriften entnehmen, viel Anklang findet – klappt das leider nicht immer. So habe ich beispielsweise das Vertere Ruby One wegen des größeren Angebots an passenden Abschlusswiderständen am Aavik Acoustics R-588 statt an Einsteins ansonsten bewährtem The Turntable's Choice getestet. Der R-588 verfügt aber leider nur über unsymmetrische Ausgänge, während die Nagra VI nur symmetrische Eingänge bietet. Ein Symmetrierer im Signalweg hätte die Vergleichbarkeit mit den Tracks, die mit dem Einstein aufgenommen wurden, noch weiter eingeschränkt, weshalb wir im diesem Fall lieber gleich auf die Produktion von Klangbeispielen verzichtet haben. Dass es keine Aufnahmen mit dem Sumiko Oriole gibt, hat hingegen logistische Gründe: Der Tonabnehmer kam zuerst nach Gröbenzell, wo er fotografiert wurde. Mit dem nicht eingespielten Oriole Tracks für eine Klangvergleich aufzunehmen, verbot sich von selbst, und nachdem der Kollege das System eingespielt und seinen Bericht verfasst hatte, musste das Sumiko zurück zum Vertrieb. Zu beiden Tests ist noch nachzutragen, dass bei Klaus Schrätz' Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil ein Lastwiderstand von 100 Ohm eingestellt war, da Sumiko für das Oriole 60 oder mehr Ohm und für das Starling 100 oder mehr Ohm empfiehlt. Bei Einsteins The Turntable's Choice gibt es in diesem Bereich nur Stecker für Lastwiderstände von 85 und 150 Ohm. Ich habe die drei Songs daher aufgenommen, während bei Einstein der höhere der beiden Werte eingestellt war, bin mir aber sicher, dass das Starling die drei Stücke auch an einer Lastimpedanz von 150 Ohm zum Genuss macht.

b_850_0_16777215_10_images_content_basics_26-09-04_klangbibliothek_content.jpg

Zur Klangbibliothek...

Weitere Informationen

  • Imagefolder basics/26-09-04_klangbibliothek
  • Social Introtext Vor rund vier Monaten testete Klaus Schrätz das Sumiko Oriole, und es gefiel ihm so gut, dass er unbedingt wissen wollte, was das Startling, das in der Firmen-Hierarchie über dem Oriole rangiert, mehr zu leisten in der Lage ist. Das muss einiges sein, denn in seinem Statement, weist er dem Starling einen Platz im oberen High End Kosmos zu.

Klangbibliothek.

How Deep Is The Ocean

Tonabnehmer Sumiko Starling
Tonarm SME V
Verkabelung Forceline
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm)
Musik „How Deep Is The Ocean“
Downloadgröße 112,8mb
Recorder Nagra VI
 

Klangbibliothek.

Griff

Tonabnehmer Sumiko Starling
Tonarm SME V
Verkabelung Forceline
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm)
Musik „Griff“
Downloadgröße 158,3mb
Recorder Nagra VI
 

Klangbibliothek.

Duet

Tonabnehmer Sumiko Starling
Tonarm SME V
Verkabelung Forceline
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm)
Musik „Duet“
Downloadgröße 130,3mb
Recorder Nagra VI
 
Donnerstag, 03 September 2026 08:39

Die neue Børresen M-„Gold Signature“-Serie

Die Modelle Børresen M1, M2, M3 und M6 sind jetzt in den „Gold Signature“-Versionen erhältlich, die Technologien enthalten, die ursprünglich für das Flaggschiffmodell M8 Gold Signature entwickelt wurden

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-09-03_borresen_BoerresenM1_GS_WHITE_Side_Cutout_HalfClose_2Speakers.jpg

Audio Group Denmark präsentiert die Gold Signature-Version der Børresen M-Serie und stellt damit die Modelle M1, M2, M3 und M6 Gold Signature vor. Die neuen Versionen bieten Fortschritte in den Bereichen Treiberkonstruktion, Resonanzkontrolle und Rauschunterdrückung, wodurch Børresens ambitionierteste Lautsprecherserie weiter verbessert wird. Jedes Modell behält sein bewährtes Design bei und bietet gleichzeitig ein noch höheres Niveau an musikalischer Leistung.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-09-03_borresen_BM02_GS_-BLACK_SIDE-SKEWED_WIDE.jpg

Die M8 Gold Signature entstand aus der Frage, wie weit die Leistung der M-Serie noch gesteigert werden könnte. Anstatt sich auf eine einzelne Komponente zu konzentrieren, haben Michael Børresen und sein Ingenieurteam das gesamte Treibersystem neu überarbeitet – von der Korb- und Membrankonstruktion bis hin zum Verhalten des Magnetmotors.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-09-03_borresen_BOERRESEN-M3_GS_FRONTSKEWED-TOTAL.jpg

Das Herzstück der Entwicklung ist ein neuer Treiberkorb, der aus massivem austenitischem Edelstahl gefräst, mit der neuesten und fortschrittlichsten Ansuz Signature-Oberflächenbeschichtung behandelt und kryogenisch veredelt wurde, um die mechanische Stabilität weiter zu verbessern. Innerhalb dieser starren Basis befindet sich eine vierlagige Membran, bestehend aus einem Aramid-Wabenkern, Spread-Tow-Kohlefaser-Außenlagen und einer äußeren Titanschicht mit der Ansuz Signature-Beschichtung, was eine außergewöhnliche Steifigkeit mit einer bemerkenswert geringen Masse garantiert.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-09-03_borresen_BOERRESEN-M6_GS_FRONTSKEWED-MEMBRANES_CLOSE.jpg

Der patentierte eisenfreie Magnetmotor wurde zudem durch einen neuen Hybrid-Polring aus einer Kombination von Kupfer, Silber und Gold optimiert. Durch die weitere Reduzierung der Induktivität und die Verbesserung der Linearität ermöglicht diese Konstruktion der Schwingspule und der Membran, auf das Musiksignal mit größerer Geschwindigkeit, Kontrolle und Präzision zu reagieren.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-09-03_borresen_BOERRESEN-M6_GS_FRONTSKEWED-TWEETER-MEMBRANES_CLOSE.jpg

Zusammen mit dem fortschrittlichen RP94 Signature-Bändchenhochtöner, der internen Verkabelung von Ansuz Gold Signature sowie den integrierten Technologien zur Rauschunterdrückung sorgen diese Entwicklungen für eine leisere und kontrolliertere Betriebsumgebung im gesamten Lautsprecher. Das Ergebnis ist nicht nur eine höhere Auflösung, sondern auch ein natürlicheres Gefühl für Timing, Dynamik und Räumlichkeit, wodurch die musikalische Darbietung mit größerer Klarheit, Realismus und Leichtigkeit zur Geltung kommt.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-09-03_borresen_BoerresenM1_GS_FrontSkewedRight_HalfClose.jpg

Die Gold Signature-Performance wird nicht auf neu hergestellte Modelle beschränkt sein. Bestehende Lautsprecher der Børresen M-Serie können ein Upgrade erhalten, das die neuen Gold Signature-Treiber zusammen mit dem RP94 Signature-Bändchenhochtöner umfasst. So können bestehende Besitzer von den neuesten Entwicklungen profitieren und gleichzeitig ihre bereits vorhandenen Lautsprecher behalten. Das Upgrade wird über autorisierte Børresen-Partner angeboten, die die Besitzer während des gesamten Prozesses unterstützen.

Sie Die komplette M Gold Signature-Serie ist unter audiogroupdenmark.com zu entdecken

„Was wir bei der Entwicklung der Treiber für den M8 gelernt haben, schuf einen völlig neuen Raum – einen neuen Realismus, den wir zuvor noch nicht erlebt hatten. Und natürlich wollten wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, diese Qualitäten ebenfalls zu erleben.“ Michael Børresen, CTO, Audio Group Denmark

Hersteller
Audio Group Denmark
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web audiogroupdenmark.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-09-03_borresen
Dienstag, 01 September 2026 14:10

Ayon Iris Signature Streamer

Auf der High End Vienna haben Dirk Sommer und ich den Ayon Iris erstmals entdeckt – nun steht der außergewöhnliche Streaming-Player bei uns bereits zum Test. So frisch ist der Iris, dass selbst die Roon-Zertifizierung zum Testzeitpunkt noch läuft.

Brandneu, doch der Iris kommt keineswegs aus dem Nichts: Wer die Entwicklung der digitalen Ayon-Komponenten verfolgt hat, erkennt eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema Streaming. Auch wir konnten diesen Weg begleiten – nach dem S3 und dem S10 hatten wir zuletzt den S10 II im Test. Umso interessanter ist, was von rund zwei Jahrzehnten Erfahrung mit Digitaltechnik und Streaming nun im Iris steckt.

Der Ayon Iris von vorne – ein eleganter Auftritt unverkennbar
Der Ayon Iris von vorne – ein eleganter Auftritt unverkennbar

Wie mir Gerhard Hirt erläutert hat, sind in den Iris die gesammelten Erfahrungen mit der Digital-Technik im Allgemeinen und Streaming im Besonderen aus den letzten 15 bis 20 Jahren eingeflossen. Ja, Sie lesen richtig: Auch wenn Ayon vor allem für seine erstklassigen Röhrengeräte bekannt ist, gab und gibt es beim österreichischen Hersteller keinerlei Berührungsängste mit dem Thema Streaming. Bereits 2012 veröffentlichte Ayon einen bemerkenswerten „Leitfaden (Guideline) zum Aufbau einer Infrastruktur für Netzwerkspieler“. Schauen wir uns den Iris genauer an. Schon beim ersten Blick ist klar: Ayon bleibt seiner bisherigen Linie treu. Das massive, schwarz gehaltene Aluminiumgehäuse mit gebürsteten Oberflächen wirkt ausgesprochen hochwertig, während die sanft gerundeten Kanten für die typische Ayon-Optik sorgen. Große Überraschungen bleiben aus – und das ist positiv. Schließlich hat sich genau dieses konsequent umgesetzte Erscheinungsbild längst zu einer Art Markenzeichen des Herstellers entwickelt.

Auch die aufgeräumte Front bleibt dem Ayon-Konzept treu. Unübersehbar dominiert das große, gestochen scharfe 5-Zoll-QVGA-Farb-TFT die Vorderseite. Es informiert über Menüs und Betriebszustände und bleibt dank seiner hohen Darstellungsqualität auch aus größerer Entfernung gut ablesbar. Rechts daneben zeigt ein kleineres Display wichtige Informationen wie Lautstärke, Eingang und Balance an. Auf vielfachen Kundenwunsch zurückgekehrt sind der große Lautstärkeregler links und der dazu symmetrisch angeordnete Eingangswahlschalter rechts. Alternativ lassen sich sämtliche wichtigen Funktionen per Fernbedienung oder App steuern.


Der Eingangswahlschalter mit dem „kleinen“ Display zur Visualisierung
Der Eingangswahlschalter mit dem „kleinen“ Display zur Visualisierung

Die Rückseite zeigt, dass der Iris mehr ist als eine schnöde Weiterentwicklung des Vorgängers S 10 II. Analog stehen ein unsymmetrischer Cinch- und ein vollsymmetrischer XLR-Ausgang zur Verfügung, die nicht parallel betrieben werden können. Zwei Cinch-Eingänge machen den Iris zur vollwertigen Vorstufe. Bei den digitalen Eingängen hat Ayon das Konzept verändert. Der USB-Type-B-Anschluss des S 10 II für die direkte Computerverbindung ist entfallen. Angesichts der konsequenten Ausrichtung auf Netzwerk-Streaming erscheint das logisch. Wer seine Musik ohnehin über das Netzwerk zuspielt, benötigt nicht zwingend eine zweite, parallel dazu verlaufende Verbindung per USB. Ein zusätzlicher USB-Übertragungsweg wäre in diesem Konzept weitgehend redundant. Ob dabei auch Gerhard Hirts mir gegenüber geäußerten Vorbehalte gegenüber USB eine Rolle gespielt haben, sei dahingestellt. Dafür kehren zwei Schnittstellen zurück, die beim S 10 II fehlten, beim noch früheren S3 aber schon einmal vorhanden waren: AES/EBU über XLR und I²S über HDMI. Gerade für hochwertige CD- und SACD-Spieler bieten beide Eingänge eine interessante Anschlussmöglichkeit.

Das große, hervorragend ablesbare Display
Das große, hervorragend ablesbare Display

Besonders interessant ist der I²S-Eingang, denn für diese Schnittstelle gibt es bei externen Geräteverbindungen keinen einheitlichen Standard. Die Signalbelegung kann von Hersteller zu Hersteller variieren, was die Kombination verschiedener Geräte in der Praxis mitunter zur Herausforderung macht. Ayon begegnet diesem Problem elegant: Die I²S-Schnittstelle lässt sich komfortabel per App flexibel konfigurieren und damit an den jeweiligen Zuspieler anpassen. Das macht sie außerordentlich flexibel. Daneben stehen weiterhin ein koaxialer S/PDIF Eingang (Cinch) und ein TOSLINK-Anschluss zur Verfügung. Unverändert geblieben sind auch die beiden USB-Type-A-Anschlüsse an Front und Rückseite zum direkten Anschluss von USB-Speichern. Die Netzwerkanbindung erfolgt kabelgebunden über RJ45 oder drahtlos per WLAN. Damit ist der Iris für seine eigentliche Kernaufgabe, die netzwerkbasierte Musikwiedergabe, bestens aufgestellt. Ein koaxialer S/PDIF-Ausgang erlaubt schließlich die Verbindung mit einem digitalen Aufnahmegerät oder externen D/A-Wandler.

Der Iris kann über die hauseigene Ayon App komfortabel konfiguriert und gesteuert werden
Der Iris kann über die hauseigene Ayon App komfortabel konfiguriert und gesteuert werden


Betrachtet man S3, S10 und Iris, zeigt sich damit eine interessante Entwicklung: Einige Schnittstellen wurden zwischenzeitlich gestrichen und finden nun wieder zurück, während USB-B endgültig dem stärker auf Netzwerk-Streaming ausgerichteten Konzept weichen muss. Eine Konstante gibt es: Die Streaming-Einheit stammt weiterhin vom österreichischen Spezialisten StreamUnlimited, mit dem Ayon seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Gerhard Hirt spricht offen darüber, dass Ayon die rasante Entwicklung in diesem Bereich allein kaum stemmen könnte. Beim Iris ist man entsprechend auf der Höhe der Zeit: Tidal Connect, Qobuz Connect und Spotify HiFi Connect lassen sich direkt aus den jeweiligen Apps heraus nutzen. Gegenüber der älteren App-Infrastruktur des S10 II ist das ein deutlicher Komfortgewinn.

Das Menü „Settings“ mit den umfangreichen Konfigurationseinstellungen
Das Menü „Settings“ mit den umfangreichen Konfigurationseinstellungen

Im Zentrum der digitalen Signalverarbeitung stehen zwei AKM-4493-Wandler von Asahi Kasei Microdevices im Dual-Mono-Aufbau. Jeder Kanal verfügt damit über eine eigene Wandler-Einheit. Die Verarbeitung unterschiedlicher PCM- und DSD-Formate gehört bei einem modernen D/A-Wandler-Baustein inzwischen zum erwartbaren Leistungsumfang. Interessanter wird es bei dem, was nach den eigentlichen Wandler-Chips passiert. So wurde das Tiefpassfilter grundlegend überarbeitet und dabei besonderer Wert auf die stimmige Ankopplung an die nachfolgende analoge Röhrenstufe gelegt. Das Tiefpassfilter hat eine entscheidende Funktion im Gesamtkonzept: es bildet die Brücke zwischen digitaler und analoger Welt.

Der große, gerastete Lautstärkeregler
Der große, gerastete Lautstärkeregler

Auch bei der Lautstärkeregelung geht Ayon einen eigenen Weg. Die im AKM 4493 integrierte digitale Pegelregelung bleibt ungenutzt. Stattdessen übernimmt eine vollständig symmetrisch ausgelegte, analoge Schaltung mit dem hochwertigen Chip PGA 2320 die Pegelanpassung. Geregelt wird dabei über ein Widerstandsnetzwerk direkt im analogen Signalweg. Bemerkenswert ist, wie nahtlos diese analoge Lautstärkeregelung in das moderne Bedienkonzept des Iris integriert wurde. Die Lautstärke lässt sich selbstverständlich über die mitgelieferte Fernbedienung verändern, ebenso aber während des Streamings über die Ayon-App auf Smartphone oder Tablet. Besonders elegant ist, dass dafür nicht ausschließlich die Ayon-eigene Anwendung infrage kommt. Auch Apps anderer Anbieter, etwa JPLAY iOS, können diese Funktion nutzen. Die entsprechenden Steuerinformationen werden dazu von der Streaming-Plattform über eine Schnittstelle an die Steuerelektronik des PGA 2320 weitergegeben. Wer den Iris an eine externe Vorstufe anschließt, kann die Lautstärkeregelung auch vollständig aus dem Signalweg nehmen.


Das umfangreiche Anschlussfeld lässt keine Wünsche offen
Das umfangreiche Anschlussfeld lässt keine Wünsche offen

Besonderes Augenmerk gilt bei Ayon schon immer der analogen Ausgangsstufe. Ayon verfolgt dabei einen bewusst minimalistischen Ansatz: wenige, aber dafür sehr hochwertige Bauteile und ein möglichst kurzer Signalweg. Im Zentrum steht eine 6H30-Doppeltriode in einer Single-Ended-Class-A-Schaltung, bei der auf Spannungsgegenkopplung vollständig verzichtet wird. Die symmetrischen Ausgänge verfügen jeweils über einen eigenen, vollständig symmetrisch aufgebauten Signalweg. Gegenüber dem S 10 II wurde die Röhrenstufe weiter verfeinert. Neu ist unter anderem die getrennte Regelung der Heizspannung für jede Röhre, wodurch linker und rechter Kanal auch an dieser Stelle vollständig voneinander getrennt werden. Bei der Bauteileauswahl setzt Ayon auf hochwertige audiophile Komponenten, darunter Jantzen-Koppelkondensatoren und eng tolerierte MKP-Folienkondensatoren. Wer den Iris direkt mit einer Endstufe betreiben möchte, sollte darauf achten, dass deren Eingangsimpedanz nicht extrem niedrig ist.

Der Iris von innen. Der modulare Aufbau ist gut zu erkennen: links die analoge Röhrenverstärkerstufe, in der Mitte oben die Streaming-Einheit und darunter das digitale Eingangsmodul, rechts das Netzteil
Der Iris von innen. Der modulare Aufbau ist gut zu erkennen: links die analoge Röhrenverstärkerstufe, in der Mitte oben die Streaming-Einheit und darunter das digitale Eingangsmodul, rechts das Netzteil

Der hohe Aufwand im Signalweg setzt sich in der Stromversorgung fort. Bereits am Netzeingang sorgt eine verbesserte Filterung dafür, dass störende Einflüsse vom Gerät ferngehalten werden. Ein leistungsfähiger R-Core-Transformator versorgt Digital- und Analogsektion über getrennte Wicklungen. Großzügig dimensionierte Siebkondensatoren und insgesamt acht Spannungsregler schaffen stabile Betriebsbedingungen und reduzieren die gegenseitige Beeinflussung der Baugruppen. Der Iris ist vollständig modular aufgebaut und lässt sich jederzeit nachträglich aufrüsten. Den Einstieg bildet der Iris XS mit 6N6-Röhre, einfacherer Bauteilebestückung und ohne DSD-Konverter-Modul. Die Signature-Version bringt im Analog-Teil besonders hochwertige Koppelkondensatoren und eine andere Röhrenbestückung mit. So sind in meinem Testgerät Jantzen Silver Z-Cap und Jantzen Superior Z-Cap und die Röhre 6H30PI-EB verbaut. Die Ultimate-Version legt bei den Bauteilen mit Mundorf Silber/Gold/Oil-Kondensatoren mit speziell selektierten 6H30-Röhren nochmals nach.

Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe
Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe


Eine weitere Besonderheit der höheren Ausbaustufen ist das DSD-Konverter-Modul. Es wandelt eingehende PCM-Signale per DSP wahlweise in DSD64, DSD128, DSD256 oder DSD512 um. Native DSD-Signale werden unverändert am Modul vorbeigeführt. Der verwendete Konvertierungsalgorithmus bleibt Ayon-Geschäftsgeheimnis. Entwickelt wurde das Modul gemeinsam mit StreamUnlimited und weiteren Spezialisten für digitale Audiotechnik. Wie überzeugend dieses Konzept umgesetzt wurde und wie sich die zahlreichen Änderungen klanglich tatsächlich bemerkbar machen, muss letztlich der Hörtest zeigen. Und damit wird es Zeit, die technischen Daten und die Gespräche mit Gerhard Hirt hinter sich zu lassen und den Iris dorthin zu schicken, wo sich seine Qualitäten am unmittelbarsten zeigen: in meine Anlage. Dazu ist der Iris per LAN über meinen SOtM Switch mit meinem Netzwerk verbunden. Die Musik kommt entweder von der internen Festplatte meines SOtM Audio PCs oder direkt von Qobuz. Audio PC und Switch beziehen ihren Takt von der SOtM 10-Megahertz Clock. Gesteuert wird das Ganze mit der JPLAY iOS App. Analogseitig geht es direkt zu den Class-A Mono-Endstufen Stax DA-80M.

Die gesamte analoge Verstärkerstufe mit den hochwertigen Koppelkondensatoren vom Typ Jantzen Silver Z-Cap und Jantzen Superior Z-Cap
Die gesamte analoge Verstärkerstufe mit den hochwertigen Koppelkondensatoren vom Typ Jantzen Silver Z-Cap und Jantzen Superior Z-Cap

Schon nach den ersten Takten wird klar: Der Iris ist klanglich alles andere als ein typischer Vertreter des vermeintlich „warmen“ Röhrenklangs. Seine 6H30-Ausgangsstufe klingt weder weich noch romantisierend, sondern ausgesprochen präzise, transparent und gleichzeitig bemerkenswert selbstverständlich. Den Einstieg macht Michael Jacksons Klassiker „Billie Jean“ (Thriller - Qobuz 24/176). Schon die ersten Bassläufe zeigen, dass der Iris im Tieftonbereich keineswegs auf Zurückhaltung setzt. Der Bass kommt kräftig, trocken und sauber konturiert. Entscheidend ist dabei weniger die Menge an Tieftonenergie als die Kontrolle: jeder Impuls sitzt präzise und bleibt auch bei höheren Pegeln klar nachvollziehbar. Der Iris lässt den Bass arbeiten, ohne ihn unnötig in den Vordergrund zu rücken.

Seine eigentliche Paradedisziplin findet der Iris in den Mitten. Patricia Barbers „What A Shame“ (Café Blue – Qobuz 16/44) gehört zu den Klassikern unter den audiophilen Jazzproduktionen und zeigt eindrucksvoll, wie selbstverständlich der Iris Stimmen in den Raum stellt. Patricia Barbers Stimme besitzt Körper und außergewöhnliche Klarheit, feinste Nuancen der Artikulation werden mühelos nachvollziehbar, ohne dass eine künstliche Präsenz entsteht. Noch eindrucksvoller zeigt sich diese Stärke bei Rebecca Pidgeons „Spanish Harlem“ (The Raven – Qobuz 16/44). Titel und Album stammen aus dem Chesky-Umfeld, das für klanglich ausgezeichnete Produktionen bekannt ist. Pidgeons Stimme steht nicht einfach nur zwischen den Lautsprechern, sondern scheint körperhaft im Raum präsent zu sein. Gleichzeitig bleibt die akustische Umgebung der Aufnahme erstaunlich gut nachvollziehbar. Hier verbindet der Iris Detailauflösung mit einer ausgesprochen natürlichen und plastischen Darstellung.

Die Digital-Sektion im Detail mit dem Streaming Modul (blau) von Stream Unlimited in der Mitte
Die Digital-Sektion im Detail mit dem Streaming Modul (blau) von Stream Unlimited in der Mitte


Auch in den Höhen zeigt sich die gelungene Abstimmung. Bei Dave Brubecks „Take Five“ (Take Five – Qobuz 16/44) werden Besenarbeit und Beckenspiel fein aufgefächert, Anschläge und Ausklingvorgänge präzise nachgezeichnet. Bemerkenswert ist, dass diese hohe Auflösung nie analytisch oder scharf wirkt. Der Iris spielt offen und detailreich, bleibt dabei aber stets angenehm geschmeidig. Ein schönes Beispiel dafür, wie gut der Iris all diese Eigenschaften zu einem homogenen Ganzen verbindet, ist Nils Lofgrens „Keith Don't Go (Live)“ (Acoustic Live – Qobuz 16/44). Die akustische Gitarre besitzt eine beeindruckende Präsenz, gleichzeitig bleiben die vielen kleinen Informationen der Live-Aufnahme erhalten: das Rutschen der Finger über die Saiten, das Klopfen auf den Gitarrenkorpus und das Echo des Konzertsaals weit hinter den Lautsprechern. Nichts davon wirkt aufgesetzt oder effekthascherisch – der Iris vermittelt vielmehr einen ausgesprochen glaubwürdigen Eindruck von Raum und Live-Atmosphäre.

Album-Ansicht der Ayon App
Album-Ansicht der Ayon App

Besonders beeindruckt hat mich die Qualität der räumlichen Abbildung bei guten Orchesteraufnahmen. In ihrer langjährigen Zusammenarbeit haben Charles Mackerras und das Scottish Chamber Orchestra einen unverwechselbaren und äußerst gelungenen Stil entwickelt, der das Beste aus moderner und historischer Aufführungspraxis vereint. Wie wirkungsvoll diese Mischung sein kann, zeigen die hervorragenden Einspielungen von Mozarts letzten vier Sinfonien (Mozart: Symphonies Nos 38-41 - SCO/Mackerras – Linn Records 24/88). Die auch klanglich sehr gelungene Aufnahme fordert Dynamik, Übersicht und eine überzeugende Tiefenstaffelung. Und genau hier glänzt der Iris. Er bildet das Orchester mit großer Tiefe und glaubwürdiger Staffelung weit hinter den Lautsprechern in einen imaginären Raum ab, ohne mit einer spektakulär aufgeblähten Bühne Eindruck zu schinden. Zusammen mit der ausgeprägten Körperhaftigkeit entsteht ein ausgesprochen realistischer, dreidimensionaler Eindruck. Spannend ist schließlich die Möglichkeit des Iris, PCM-Material per DSP in DSD umzuwandeln. Gerade beim Streaming in CD-Qualität, etwa über Qobuz, empfinde ich sie als reizvolle Option. Dabei geht es für mich weniger um die Frage, ob DSD grundsätzlich besser klingt als PCM, sondern vielmehr darum, welche Variante dem persönlichen Geschmack und der jeweiligen Aufnahme am besten entspricht.

Player-Ansicht mit ausgewähltem Titel der Ayon App
Player-Ansicht mit ausgewähltem Titel der Ayon App

Bei Mozarts Violinkonzert Nr. 3 mit Iona Brown als Solistin und dem Orchester Academy of St. Martin-in-the-Fields (Mozart: Violinkonzerte Nr. 3 & 4 - Qobuz 16/44) verleiht die DSD128-Konvertierung der Wiedergabe für meine Ohren mehr Geschmeidigkeit und Glanz. Die Solovioline wirkt in den oberen Lagen weniger angestrengt bei gleichzeitig mehr natürlicher Strahlkraft und Intensität. Gleichzeitig gewinnt die Abbildung des Orchesters deutlich an räumlicher Tiefe. Die direkte PCM-Wiedergabe bleibt dagegen für mich einen Hauch detailreicher und unmittelbarer. Bei DSD256 und DSD512 entfernt sich der Charakter zunehmend vom ursprünglichen Ausgangspunkt in PCM. Die Wiedergabe bleibt geschmeidig und gewinnt noch weiter an räumlicher Tiefe, wirkt für mich aber auch kompakter und verliert etwas von Direktheit und Detail. DSD128 ist deshalb mein persönlicher Sweet Spot – gerade bei gestreamtem CD-Material kann diese Einstellung dem Klang das gewisse Extra verleihen.


STATEMENT

Der Ayon Iris begeistert klanglich in jeder Hinsicht und überzeugt zugleich als herausragender, vielseitiger Streaming-Player. Für anspruchsvolle Musikliebhaber eine uneingeschränkte Empfehlung!
Gehört mit
Computer SOtM Audio PC mit Motherboard sMB-Q370, Clock Modul sCLK-EX, USB-Modul tX-USBhubIN und Netzwerk Modul sNI-1G Musikserver mit Intel Xeon E3-1225 3,2 GHz, 4 GB RAM, Windows Server 2019 mit AudiophileOptimizer 3.0, HDPLEX 400W ATX Linear-Netzteil und HDPLEX 200W Linear-Netzteil Diretta Lucia Piccolo Bridge, LattePanda Alpha 864s mit Intel 8th m3--8100y mit Diretta Target Bridge und HDPLEX 200W Linear-Netzteil
Software JPLAY iOS App, MinimServer, JPLAY Femto, JPLAY femtoServer, Roon Server
10-MHz-Clock SOtM SCLK-OCX10
USB SOtM USB Hub tX-USBultra, MUTEC MC-3+ USB
Vorstufe Erno Borbely
Endstufe Stax DA-80m
Kabel und Zubehör AIM NA9, NA6, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Audioquest Pegasus Analog XLR, Van den Hul, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable, SOtM dBCL-BNC, Audioquest Niagara 5000, Sortz RCA, Sortz LAN, Sortz BNC
Herstellerangaben
Ayon Iris Signature Streamer
Digital-Eingänge 75 Ω S/PDIF, TosLink, AES/EBU, I2S/HDMI, 2 x USB-A (externe Festplatte, Vorder- und Rückseite)
Netzwerk-Eingänge RP-SMA Stecker Wifi Antenneneingang (“drahtlose” Netzwerkverbindung), RJ45/LAN Gigabit Ethernet socket (“verkabelte” Netzwerkverbindung)
Digitale Ausgänge 75 Ω S/PDIF (RCA)
Abtastrate bis zu 768 kHz / 32 Bit und DSD512
PCM zu DSD-Konvertierung wahlweise alle PCM-Signale auf DSD64, DSD128, DSD256 oder DSD512
Formate WAV, FLAC, AIF, DSD (DFF, DSF)
Streaming (Protokolle) Tidal Connect, Qobuz Connect, Spotify HiFi Connect, HiResAudio, Airable Radio & Podcasts, Roon ready, UPnP/DLNA
Analog-Hochpegel Eingänge 2 Paar RCA
Analog-Ausgänge 1 Paar RCA und 1 Paar XLR
Gewicht 12kg
Abmessungen 48 x 36 x 12 cm (B x T x H)
Preis Ayon Iris Signature 10.995 Euro
Ayon Iris XS 7.995 Euro
Ayon Iris Ultimate 14.995 Euro

Hersteller/Vertrieb
Ayon Audio
Anschrift Hart 18
A-8101 Gratkorn
Telefon +43 3124 24954
E-Mail ayon@ayonaudio.com
Web www.ayonaudio.com

Vertrieb
AUDIUM / VISONIK
Anschrift Inh. Frank Urban
Catostr. 7B
12109 Berlin
Telefon +49 30 6134740
Fax +49 30 7037939
E-Mail kontakt@audium.de
Web www.audium.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-09-01_ayon
  • Social Introtext Auf der High End Vienna haben Dirk Sommer und ich den Ayon Iris erstmals entdeckt – nun steht der außergewöhnliche Streaming-Player bei uns bereits zum Test. So frisch ist der Iris, dass selbst die Roon-Zertifizierung zum Testzeitpunkt noch läuft.
Montag, 31 August 2026 22:05

50 Jahre Audio Forum Duisburg

Zum 50-jährigen Jubiläum wird das Audio Forum Duisburg neu eröffnet. Das Ziel von Acapella-Senior-Entwickler Alfred Rudolph ist die Weitergabe seines ganzheitlichen Ansatzes „LaMusika“. LaMusika war schon immer der Kerngedanke bei der Entwicklung von Acapella Lautsprechern. Erst wenn die Musik in der Zeit spielt, spielen die Lautsprecher Musik.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-08-31_audioforum_IMG_0855.jpg

Für alle Musikfreunde ist LaMusika im Audio Forum nun in Form von Hausmessen und in Zusammenarbeit mit synergiestarken Hersteller- und Händler-Kooperationen, wie zum Beispiel mit music & more in Moers, zu erleben. Zur Eröffnung erwarten die Besucer drei Tage Musik im Audio Forum mit dem Acapella Sphäron Excalibur!

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-08-31_audioforum_IMG_0788.jpg

Alfred Rudolph schreibt zu diesem Anlass: „Das Audio Forum Duisburg feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Zur gleichzeitigen Neueröffnung möchte ich Sie herzlich einladen. Gerne teile ich auch zu diesem Anlass meine Gedanken, um unseren gemeinsamen Austausch zu bereichern: Das Schönste und Großartigste, was der menschliche Geist je hervorgebracht hat, ist die Musik. Sie begleitet alle Kulturen des Menschen seit Anbeginn und ist gleichzeitig ihre kosmische Dimension. Sie überwindet Grenzen, Generationen und Zeiten und vermag etwas auszudrücken, wofür Worte oftmals nicht ausreichen.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-08-31_audioforum_IMG_2876.jpg

Heute, im Jahr 2026, ist mir klarer denn je, dass ich mein Leben der Musik gewidmet habe – in all ihren Facetten und Ausdrucksarten. In diesem Jahr werde ich 84 Jahre alt, und vor nunmehr rund 64 Jahren begann ich, mich intensiv mit den technischen Aspekten der Musikwiedergabe auseinanderzusetzen. Damals entstand meine erste Lautsprecherbox. Diese „Apfelsinenkiste“ mit Löchern, denen Töne entkamen, hatte für meine Ohren einen so guten Klang, dass ich über sechs Jahre mit ihr Musik hörte. Auch meine Freunde besuchten mich gerade deshalb sehr häufig. Weil auch sie solche Lautsprecher besitzen wollten, gab ich schließlich ihrem Drängen nach – und begann, mich immer intensiver mit dem Bau von Lautsprechern zu beschäftigen.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-08-31_audioforum_IMG_4597.jpg

Was damals aus Neugier, Leidenschaft und dem Wunsch nach besserer Musikwiedergabe begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem wesentlichen Teil meines Lebens. Auf dem Weg über die Architektur begann ich, das Thema „Lautsprecher“ in allen Dimensionen auszuloten. Eine Erkenntnis wurde mir dabei schon sehr früh bewusst: Musik spielt in der Zeit.

b_850_0_16777215_10_images_content_events_26-08-31_audioforum_IMG_7230.jpg

Ist es einer Musikwiedergabeanlage gelungen, diesen zeitlichen Zusammenhang richtig wiederzugeben, vergisst man beim Zuhören die Technik. Man hört nicht länger eine Anlage oder einen Lautsprecher – man hört Musik. Bereits damals wurde bei vielen Wiedergabegeräten verlangt, dass das Zeitverhalten, heute meist als „Timing“ bezeichnet, eine herausragende Stellung einnimmt. Nur beim Lautsprecher wurde dieser Gesichtspunkt lange Zeit nicht mit derselben Konsequenz verfolgt. Ein Rechtecksignal, das praktisch alle Frequenzbereiche in sich vereinigt und dadurch sehr viel über das zeitliche Verhalten eines Systems verrät, spielte im klassischen Lautsprecherbau nur selten eine entscheidende Rolle. Für mich war das anders. Als ich diese Gedanken 1992 formulierte, schrieb ich: „In diesem Jahr 1992 beginnt für mich eine neue Zeitrechnung: Musik spielt in der Zeit und die Lautsprecher spielen Musik.“

Heute, 34 Jahre später, hat dieser Satz für mich nichts von seiner Bedeutung verloren. Im Gegenteil. Die technischen Möglichkeiten der Musikwiedergabe haben sich seitdem gewaltig verändert. Digitale Signalverarbeitung, hochauflösende Aufnahmen, Streaming, moderne Verstärkertechnik, neue Materialien und immer präzisere Messverfahren haben Möglichkeiten geschaffen, von denen man Anfang der 1990er-Jahre nur träumen konnte. Doch trotz aller technischen Entwicklung ist das eigentliche Ziel unverändert geblieben: Die Technik darf nicht zum Selbstzweck werden. Ein guter Lautsprecher soll den Hörer nicht ständig daran erinnern, wie aufwendig seine Konstruktion ist. Er soll vielmehr zurücktreten und der Musik den Raum geben, den sie benötigt. Denn letztendlich geht es nicht um Frequenzgänge, Messwerte oder technische Superlative.Es geht um den Moment, in dem die Wiedergabe so selbstverständlich wird, dass man die Technik vergisst. Es geht um die Stimme eines Sängers, die plötzlich im Raum steht. Um den Anschlag eines Klaviers. Um den Atem eines Musikers. Um die Dynamik eines Orchesters. Und um jene Augenblicke, in denen aus elektrischen Signalen wieder das wird, was am Anfang stand: Musik.

Nach mehr als sechs Jahrzehnten der Beschäftigung mit Lautsprechern und Musikwiedergabe bin ich heute vielleicht mehr denn je davon überzeugt: Technik kann Musik nicht erschaffen. Aber richtig eingesetzt kann sie uns der Musik sehr nahebringen. Und deshalb gilt für mich auch im Jahr 2026 noch immer: Musik spielt in der Zeit. Lautsprecher spielen Musik.“

Information
50 Jahre Audio Forum Duisburg
Ort der Veranstaltung AUDIO FORUM, Koloniestraße 203, 47057 Duisburg
Spezielle Öffnungszeiten Freitag, 04.09., 10:00 Uhr – 19:00 Uhr,
Samstag, 05.09. 10:00 Uhr – 19:00 Uhr und
Sonntag, 06.09.2026 von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei!
Kontakt Tel. 0172-2626020

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/26-08-31_audioforum

Buchardt Audio stellt den neuen E50-S vor, der durch sein durchdachtes Design, präzise Handwerkskunst und innovative Technologie überzeugt. Ab sofort kann der Lautsprecher vorbestellt werden. Der Preis beträgt 4.300 Euro pro Paar. Bis einschließlich 15.09.2026 gibt es 200 Euro Rabatt auf Vorbestellungen. Die Auslieferung erfolgt ab Oktober 2026.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-31_buchardt_A41A5739_d8f61c4d.jpg

„Der E50-S ist kein Lautsprecher, der in allen Disziplinen der Beste sein will. Er ist ein Lautsprecher mit Charakter, der Klangliebe über Messwerte stellt.“
Buchardt Audio

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-31_buchardt_A41A5724.jpg

Der E50-S ist eine Weiterentwicklung des gefeierten E50 und vereint dessen bewährte DNA mit einer Reihe von Optimierungen. Mit einem maßgefertigten Satori 7,5-Zoll-Tieftöner aus TeXtreme®-Material, zwei Passivmembranen statt Bassreflex-Öffnung und einer widerstandsfreien Frequenzweiche bietet er einen präzisen, detaillierten Klang – besonders in den Mitteltönen. Der optimierte Scan-Speak-Hochtöner sorgt für eine natürliche, ermüdungsfreie Wiedergabe.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-31_buchardt_A41A5726.jpg

Im E50-S arbeiten hochwertige Komponenten wie der CNC-gefräste Waveguide in der massiven Holzfront und Jantzen-Komponenten in der Frequenzweiche. Die Passivmembranen ermöglichen ein kompakteres Design – 30 Prozent kleiner als ein Bassreflex-Design – bei gleichzeitig tiefem, kontrolliertem Bass. Dank seiner hohen Empfindlichkeit von 91 Dezibel lässt er sich selbst mit weniger leistungsstarken Verstärkern problemlos antreiben.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-31_buchardt_A41A5774.jpg

Der E50-S ist ideal für kleinere Räume oder Aufstellungen nahe an Wänden. Er überzeugt mit einer breiteren Klangbühne und einem kontrollierten Bass, der trotz seiner Tiefe nie aufdringlich wirkt. Jedes Detail ist durchdacht – von der ästhetischen Beschichtung der TeXtreme®-Kegel bis hin zur optimierten Abstrahlung des Hochtöners.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-31_buchardt_A41A5795.jpg

Weitere Informationen und Vorbestellung: https://www.hifipilot.de/Buchardt-Audio-E50-S

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-31_buchardt_A41A8724.jpg

Vertrieb
HifiPilot GmbH
Anschrift Carl-Benz-Str. 5
75056 Sulzfeld
Telefon +49 7269 9196993
E-Mail kontakt@hifipilot.de 
Web www.hifipilot.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-31_buchardt
Freitag, 28 August 2026 07:21

Sumiko Starling

Mein letzter Test eines Tonabnehmersystems befasste sich mit dem Sumiko Oriole. Nun drehen sich für diesen Test meine Schallplatten unter dem Sumiko Starling, dem teuersten System aus der Sumiko Referenz Serie.

Nachdem ich überaus positiv überrascht vom Test des Oriole war und dies Peter Laitenberger vom deutschen ATR Vertrieb mitteilte, empfahl mir dieser mir doch einmal das Sumiko Starling anzuhören. Gesagt, getan und bereits wenige Tage später kam das kleine Päckchen mit dem Starling zu mir nach Hause. Auspacken und am Linn Ittok Tonarm installieren war schnell erledigt. Nun begann die eher langweilige Einspielphase. In der Zwischenzeit trug ich einige technische Details über das System zusammen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Das Starling ist ein Low-Output-MC-Abtaster mit einer Ausgangsspannung von 0,5 Millivolt und einer Innenimpedanz von 28 Ohm. Mit dieser Impedanz ist es kompatibel mit den meisten MC-Phonovorverstärkern am Markt. Auf den aus massivem Bor bestehendem Nadelträger ist der Abtastdiamant aufgeklebt.

Ebenso wie das Oriole wird das System in einem schmucken Holzkästchen geliefert, umgeben von einer Banderole, auf der auch die wichtigsten technischen Daten vermerkt sind
Ebenso wie das Oriole wird das System in einem schmucken Holzkästchen geliefert, umgeben von einer Banderole, auf der auch die wichtigsten technischen Daten vermerkt sind

Der Diamanten des Starling besitzt einen MicroRidge-Schliff. Hierzu gibt man dem Diamanten zunächst eine stark elliptische Form, aus der dann ein umlaufender Kontakt-grat herausgearbeitet wird. Hierdurch entsteht zur Rillenflanke hin ein lediglich 3-4µm betragender Verrundungsradius. Viel feiner geht‘s nicht und man könnte sich angesichts eines so scharfen Stichels Sorgen um seine Platten machen. Muss man aber nicht, da die Kontaktfläche des MicroRidge-Schliffs durch ihre lange vertikale Ausdehnung im Vergleich zum klassischen sphärischen Schliff ungleich größer ist – zur feinen Abtastung kommt also bei korrekter Justage ein besonders schonender Umgang mit dem Vinyl und hierdurch eine deutlich höhere Lebensdauer.

Dieser besondere Nadelschliff erfordert allerdings eine erheblich präzisere Montage als bei normalen elliptischen oder konischen Nadeln. Wegen der langen vertikalen Ausdehnung der Kontaktfläche sorgen bereits kleine Azimuthfehler – also ein von vorne betrachtet verkantetes Eintauchen der Nadel in die Rille – für hörbare Asymmetrien und Verzerrungen. Auch der durch die Tonarmhöhe beeinflussbare vertikale Abtastwinkel (VTA) macht sich bei falscher Einstellung bemerkbar. Trotzdem ist die korrekte Justage kein Hexenwerk. Zum einen helfen die geraden und zum Teil rechtwinkligen Flächen des Gehäuses und der gut sichtbare Nadelträger bei der Montage. Zum anderen bekommt man während der Justage eine direkte akustische Rückmeldung, man hört sofort, wenn was nicht stimmt. Und weiß sofort, wenn alles passt. Die offene Bauweise des Systems hat leider auch Nachteile, denn da die gesamte Generator-Baugruppe ungeschützt frei liegt braucht es nicht viel, um die empfindliche, exponierte Hardware unwiederbringlich in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Also ist Vorsicht bei jeglicher Handhabung während der Installation des Tonabnehmers geboten.


Hier kann man sehr schön die offene Gehäusekonstruktion sehen
Hier kann man sehr schön die offene Gehäusekonstruktion sehen

Die Montage der Nadelspitze mittels einem Tröpfchen Klebstoff auf dem Nadelträger senkt im Vergleich zu in einer Fassung befestigten Nadeln die Masse der bewegten Teile. Ebenso ist das sehr steife Borstäbchen mit seinen 0,3 Millimeter Durchmesser leichter als ein Nadelträger aus Aluminium. Die Spulen des Generators sind aus extra dünnem Kupferdraht gewickelt, was ebenfalls zu einer geringen beweglichen Masse führt. Die Spulen werden aus speziell ausgewähltem, hochreinem Kupfer gewickelt, das Signale mit minimalen Verlusten und Verzerrungen übertragen kann. Für den Dämpfer verwendet Sumiko eine spezielle synthetische Gummimischung, um Resonanzen zu kontrollieren, Verzerrungen zu minimieren und eine gute Spurführung zu ermöglichen.

Der Bor Nadelträger sitzt fest im Aluminiumröhrchen, an dessen Ende sich die kreuzförmige Spule befindet
Der Bor Nadelträger sitzt fest im Aluminiumröhrchen, an dessen Ende sich die kreuzförmige Spule befindet

Alle Tonabnehmer der Reference-Serie besitzen ein offenes Gehäuse mit einer vergleichsweise massiven Montageplatte aus einer speziellen Aluminiumlegierung. Diese Gehäusekonstruktion senkt das Risiko von resonanzbedingten Verzerrungen und Verfärbungen, die durch herkömmliche Tonabnehmergehäuse entstehen können. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung der neuen Tonabnehmern lag Sumiko zufolge auf der Resonanzkontrolle – die massiven Montageköpfe kommen ja nicht von ungefähr. Um interne Resonanzen weiter zu reduzieren werden die einzelnen Komponenten des Magnetkreises mechanisch gedämpft. Der Tonabnehmer wiegt 9,5 Gramm, so dass sich bei einer lateralen Nadelnachgiebigkeit von zwölf Mikrometer pro Millinewton die Montage in einem Tonarm mit mittlerer bis schwerer Masse empfiehlt.

Wie oben beschrieben besteht der Nadelträger beim Starling aus Bor und der daran befestigte Diamant besitzt einen MicroRidge-Schliff. Als Vergleichssystem diente ein Benz Micro Glider Tonabnehmer, ein Klassiker bei Systemen mit einer offenen Bauweise. Beim Glider ist der Nadelträger ebenfalls aus Bor und der Diamant besitzt genau wie der beim Starling einen MicroRidge-Schliff.


Die Kopfplatte des Systems besteht aus einer speziellen Aluminiumlegierung
Die Kopfplatte des Systems besteht aus einer speziellen Aluminiumlegierung

Allgemein wird bei MM und MC Systemen eine Einspielzeit von 40 bis 100 Stunden empfohlen. Der positive Effekt einer Einspielzeit lässt sich sowohl messen als auch erklären: Der Nadelträger ist im Tonabnehmer in elastischen Gummipuffern gelagert. Natürlich unterscheiden sich verschiedene Tonabnehmer in Material und Qualität auch dieser Gummilager. Allen aber ist gemein, dass sich ihre Elastizität sich mit der Zeit ändert. Gute Gummilager werden nach einer Einspielzeit elastischer, während sie nach längerer Zeit hart und spröde werden. In der Einspielzeit orientieren sich die Moleküle der Gummimischung neu. Dies führt zu einer schnelleren und flexibleren Auslenkung des Tonabnehmers. Er kann den Rillenauslenkungen schneller folgen, die Abtastfähigkeit des Systems nimmt zu.

Die vergoldeten Anschlusspins sind farblich markiert und zwecks besserer Montage des Tonarmkabels am Ende etwas verjüngt
Die vergoldeten Anschlusspins sind farblich markiert und zwecks besserer Montage des Tonarmkabels am Ende etwas verjüngt

Nach der Einspielzeit legte ich zuerst das Album Jazz at the Pawnshop, Atr Mastercut Recording, auf. Das Sumiko Starling öffnet bei diesem Album einen grösseren Raum als das Benz Glieder, strukturiert diesen nochmals besser und stellt das Klanggeschehen holografischer und dreidimensionaler dar. Das Starling richtet den Fokus merklich stärker auf die Detailauflösung und die Ausleuchtung des Hochtons und es ist objektiv gesehen das tonal neutraler spielende System, zumal es im Bass die Zügel fester in der Hand hält und den Tiefton straffer kontrolliert. Weniger körperlich spürbaren Druck erzeugt es dabei nicht – im Gegenteil, die Drum-Impulse von Egil Johansen im Solo während „Take Five“ blitzen überfallartig hervor und sind ebenso schnell wieder weg. Das Vibraphon beim „Limehouse Blues“ klang mit dem Starling klarer und transparenter als mit dem Glider. Wie bei den Höhen zeichnete sich auch die Mitteltonwiedergabe des Starling durch Klarheit, Offenheit und die Fähigkeit aus, instrumentale und gesangliche Klangfarben überzeugend wiederzugeben. Die Streicherklänge waren vorbildlich, wie ich im dritten Satz von Haydns Streichquartett in d-Dur op. 76 Nr. 2 „The Quinten“ hörte, aufgeführt vom Lindsay String Quartet, Live At The Wigmore Hall. Dieser Satz enthält einen Kanon mit zwei Violinen, die in Oktaven zusammenspielen, drei Takte später folgen Bratsche und Cello. Das Starling vermittelte die unterschiedlichen Rhythmen sowie die Resonanzen der Bratsche und die Tonalitäten von Holz und Bogen.

Der Abtastdiamant mit Micro-Ridge-Schliff wir mit einer recht großen Menge Klebstoff auf dem Nadelträger fixiert
Der Abtastdiamant mit Micro-Ridge-Schliff wir mit einer recht großen Menge Klebstoff auf dem Nadelträger fixiert


In Erinnerung an die großartige Bonnie Tyler legte ich "Faster Than The Speed Of Night" vom 1983 erschienenen gleichnamigen Album auf. Das opulente Intro erklingt raumgreifend und wuchtig aus den Schallwandlern. Die raue Stimme von Bonnie klingt kräftig und wird präzise abgebildet, wirkt aber zu keiner Zeit aggressiv. Überhaupt ist die Neutralität bei der Stimmenwiedergabe eine der großen Stärken des Starling. Davon profitiert der zahnlos nuschelnde RL Burnside auf I Wish I Was In Heaven Sitting Down, Fat Possum Records, genauso wie Muddy Waters, bei dessen hochdynamischen Einsätzen auf „My Home Is In The Delta“, Album Folk Singer, MFSL, jedes Mal das wippende Bein ein kleines bisschen höher ausschlug. Die Wiedergabe zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Auflösung über den gesamten Frequenzbereich aus und bietet eine echt wirkende Räumlichkeit. Das Starling ist hochgenau, aber nie zu detailverliebt, samtig schimmernd im Ton, aber zugleich struktur- und timing-stark, kräftig und kontrolliert im Bassbereich ist es ein System, das einen Platz im oberen High End Kosmos finden wird.

STATEMENT

Das Sumiko Starling bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung. Zum Preis von 2400 Euro erhält man ein System der Spitzenklasse, von dem sich viele teurere Systeme eine dicke Scheibe abschneiden können.
Gehört mit
Plattenspieler Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager
Tonarm Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern
Tonabnehmer Benz Micro Glider
Phonostufe Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil
Vorverstärker VTL TL 6.5 II
Endstufen QUAD II
Lautsprecher Consensus Audio Lightning
Kabel Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord
Zubehör Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G
Herstellerangaben
Sumiko Starling
Ausgangsspannung 0,5mV
Verstärkeranschluss Phono MC
Nadelträger Bor
Nadelnachgiebigkeit, lateral 12µm/mN bei 100Hz
Empf. Tonarm-Typ mittelschwer bis schwer
Abtastdiamant MicroRidge (r/R 2,5 x 75μm)
Empf. Auflagekraft 20mN (2,0g)
Impedanz 28 Ohm
Empf. Abschlusswiderstand > 100 Ohm
Frequenzgang 12 - 50.000Hz
Kanalseparation 35dB bei 1kHz
Gewicht 9,5g
Preis 2.400 Euro

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-08-28_sumiko
  • Social Introtext Mein letzter Test eines Tonabnehmersystems befasste sich mit dem Sumiko Oriole. Nun drehen sich für diesen Test meine Schallplatten unter dem Sumiko Starling, dem teuersten System aus der Sumiko Referenz Serie.
Donnerstag, 27 August 2026 07:51

Velodyne Acoustics MiniVee X in Acrylglas

Wo bei klassischen Subwoofern das Gehäuse den Blick auf die Technik versperrt, gewährt die Acrylglas-Version des MiniVee X einen direkten Einblick in sein Innenleben. Die gegenüberliegenden Treiber im Force-Cancelling-Design, die massive Konstruktion der Frontplatte und die aufwendig ausgelegte Antriebstechnik werden so zu Gestaltungselementen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-27_velodyne_Aufmacher_MINIVEE_X_AC.jpg

Auch mit diesem spektakulären Erscheinungsbild steht die technische Performance weiterhin im Mittelpunkt. Die aufwendige Konstruktion mit zusätzlichen Gehäuseverstrebungen sorgt für hohe Stabilität und eine besonders resonanzarme Wiedergabe. Die beiden 8-Zoll-Treiber, dabei ein aktiver und ein passiver, sind gegenüberliegend angeordnet und reduzieren durch das Force-Cancelling-Design zusätzlich, dass es unerwünschte Gehäuseschwingungen gibt. Eine 2-Zoll-Schwingspule mit vierlagiger Wicklung ermöglicht dabei einen kraftvollen und präzisen Membranhub. Mit 350 Watt RMS bietet der MiniVee X reichlich Leistung für druckvolle und zugleich kontrollierte Tieftonwiedergabe im Heimkino und für den Bass der Lieblingsmusik.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-27_velodyne_02_MINIVEEX_AC_i.jpg

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-27_velodyne_03_MINIVEEX_AC.jpg

Mit der Acrylglas-Version zeigt Velodyne Acoustics, dass ein Subwoofer nicht nur akustisch, sondern auch optisch eine zentrale Rolle im Wohnraum spielen kann. Die sichtbare Technik macht den MiniVee X zu einem Designobjekt, das sich besonders für moderne HiFi- und Heimkino-Installationen eignet. Gleichzeitig bleibt die umfangreiche Konnektivität erhalten: Neben Cinch- und LFE-Eingängen stehen Lautsprecherklemmen sowie XLR-Anschlüsse zur Verfügung. Die Steuerung und Anpassung an den Hörraum erfolgt komfortabel über die Velodyne Acoustics Auto EQ App, mit der sich unter anderem Lautstärke, Übergangsfrequenz, Phase und die automatische Raumkorrektur einstellen lassen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_26-08-27_velodyne_04_MINIVEEX_AC.jpg

Die Acrylglas-Version des Velodyne Acoustics MiniVee X ist ab sofort erhältlich. Der Preis beträgt 2.000 Euro.

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-08-27_velodyne
Seite 1 von 223

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.