Die High End des Jahres 2026 war für mich ein echter Kraftakt. Vielleicht war die direkte Anreise mittels Nightjet am Donnerstagmorgen und die Abreise am Sonntagabend auf gleiche Weise nicht die beste Idee. Sofern möglich, werde ich mir im nächsten Jahr zumindest vor der Messe ein paar Tage Wien gönnen.

Nachdem ich mich am zweiten Tag etwas an die Weitläufigkeit im Hauptgebäude des Austria Center Vienna gewöhnt hatte und die Orientierung langsam funktionierte, fing die Messe an, richtig Spaß zu machen. Obwohl sich am Samstag zusätzlich zu den Fachbesuchern auch alle anderen Besucher gesellten, kam es nirgendwo zu verstopften Gängen, längeren Wartezeiten und Gedränge. Und tatsächlich waren die Laufwege absolut gesehen gar nicht mal viel länger als noch in München. Zumal in vielen Stockwerken Sitzgelegenheiten vorhanden waren. Dies trug insgesamt zu einem deutlich stressfreieren Messeablauf bei. Diese Ansicht teilten auch alle anderen Beteiligten, mit denen ich mich über die Messemodalitäten unterhielt. Die Organisation des Messebetriebs ging überwiegend strukturiert und glatt über die Bühne. Besonders die Logistik wurde vielerorts von den Vertrieben gelobt. Ich bin gespannt, ob sich diese Meinung nach dem Abbau gehalten hat. Dass am Sonntag bereits kurz nach dem Messeschluss um 16 Uhr erste Sattelzüge einfuhren, während die zur U-Bahn strömenden Besucher mit Absperrpfosten und Ausziehgurt gelenkt wurden, zeugte zumindest von einer hocheffizienten Logistik.

Obgleich es mir wichtig war, zumindest alles auf der Messe gesehen, wenn auch nicht notwendigerweise dokumentiert zu haben, sind Kopfhörer dieses Jahr definitiv zu kurz gekommen und ich habe sehr viele spannende Premieren versäumt. Dennoch war die World of Headphones ein besonders gut besuchter Teilbereich der Messe. Gerade hier war auch jüngeres Publikum zu finden. Auf dem Rest der Messe meiner Meinung nach jedoch noch weniger als in München. Was ich dieses Jahr besonders stark wahrgenommen habe, war die Präsenz chinesischer Produzenten. Im HiFi-Bereich verhält es sich scheinbar ähnlich wie auf dem Rest des Tech-Sektors. Besonders stark ist die Präsenz im In-Ear-Bereich und generell dem erschwinglichen Preissegment. Die Preis sind für in Europa produzierende Unternehmen extrem kompetitiv.Abschließend ist die Ortsveränderung der Messe für mich ein Gewinn. Ich bin sehr gespannt, ob die High End Society Erhebungen dazu durchgeführt hat, wie viele deutsche Besucher sie beim Umzug „mitnehmen“ konnte und wie diese Zahl im Verhältnis zum Zugewinn österreichischer Besucher steht.

 

Den Anfang meines Messeberichts macht dieses Jahr Dirk Sommer mit einem Gastbeitrag zu AMR: „Schön, dass es auch auf dieser High End Überraschungen gab. Die größte davon waren für mich die neuen Komponenten von Abbingdon Music Research oder kurz AMR. Anfang der 2000er Jahre begründete die Firma mit dem CD-Player und dem Hybrid-Verstärker der 77er Serie ihre hervorragende Reputation. Ab 2012 standen bei den Entwicklungen dann jedoch die erschwinglichen, technisch hochwertigen und meist portablen Gerätschaften der Schwestermarke ifi audio im Vordergrund. Vor rund acht Jahren hat man dann begonnen, die Luna Series für AMR entwickelt. Die wurde jetzt in Wien der Öffentlichkeit präsentiert, aber nicht laut oder gar effekthascherisch: Nur wer sich vorab einen 20- respektive 40-minütigen Termin reserviert hatte, erhielt Zutritt zur HörKabine in einer der Hallen. Das hatten Roland Dietl und ich natürlich getan.

Die Luna Series ist ein reines Cost-No-Object-Projekt: Der Preis, den während der Präsentation noch niemand genau nennen konnte, für die drei Komponenten dürfte aber über 400.000 Dollar liegen. Dafür bekommt man den Luna Ingenii D/A-Wandler, den Luna Medii Vorverstärker und ein Paar Luna Procellarum Mono-Endstufen. DAC und Preamp werden jeweils von zwei großen externen Netzteilen gespeist. Jeder Mono-Block besteht aus zwei sehr voluminösen Gehäusen, von denen eines die Audio-Schaltungen und das zweite die Stromversorgung beherbergt. Die Verstärker sind in Kooperation mit John Curl entstanden, arbeiten auf FET-Basis, sind vollständig symmetrisch ausgelegt und werden von AMR als „echtes Vier-Quadranten-Design“ bezeichnet: „Die echte Vier-Quadranten-Architektur stammt aus hochkritischen technischen Umgebungen, wie sie bei CERN, der NASA und in den EUV-Plattformen von ASML zum Einsatz kommen. Alle vier Ausgangssektionen bleiben kontinuierlich aktiv und werden unabhängig voneinander geregelt, wodurch der Strom symmetrisch über die gesamte musikalische Wellenform verteilt wird… Vorwärtsantrieb und vom Lautsprecher zurückgeführte Energie (Back IMF) werden identisch behandelt.“ Dadurch soll verhindert werden, dass vom Lautsprecher in den Verstärker geleitete Energie die Stromversorgung der Endstufe beeinflusst. Der Procellarum leistet bis zu 800 Watt an acht Ohm und 1.400 Watt an vier Ohm im Class-AB-Betrieb. Ein Display zeigt an, wie groß der reine Class-A-Betrieb dabei ist und wie viel Leistung wirklich gebraucht wird. Per Fingertipp lässt sich der Class-A-Bereich bis auf die Maximalleistung von 100 Watt an acht Ohm steigern.

Während der Präsentation erschien überraschend Entwickler Colin Farch im Raum und beantwortete unsere Fragen – ein Glücksfall, wie WOD-Chef Werner Obst später anmerkte, da der sehr zurückhaltende Neuseeländer ansonsten den Kontakt zur Presse lieber meidet. Sein Luna Ingenii ist ein D/A-Wandler, bei dem die Signalaufbereitung mit 32 Bit erfolgt. Für die Wandlung stehen drei Verfahren zur Verfügung, da sich AMR bewusst ist, „dass die Wandlung selbst ästhetische Auswirkungen hat“. Daher hat man drei legendäre Wandlungstopologien integriert, die sich architektonisch voneinander unterscheiden:

  • den Philips TDA1541A mit Dynamic Element Matching – für eine romantisch-musikalische Wiedergabe;
  • den Analog Devices AD1862 (R2R) – für einen detailreichen, luftigen und dynamischen Klang;
  • sowie die DSD-Direct Stonehenge-Architektur – für einen kontinuierlichen musikalischen Fluss.“

Bei der Ausgangsstufe hat man die Wahl zwischen New-Old-Stock-Röhren des Typs 12AT7 und FETs. Insgesamt kommen sechs Röhren zum Einsatz. Der Vorverstärker Medii kommt dank einer patentierten Schaltung ohne Lautstärke-Regelungselement im Signalweg aus. Die Verstärkung übernehmen auch hier New-Old-Stock-Röhren. Ein Besonderheit ist auch die Stromversorgung, die nach dem Prinzip einer Luftschleuse arbeiten soll: Eine Kondensatorbank wird vom Netzteil geladen und dann davon getrennt, während sie ihre Energie an eine zweite Kondensatorbank abgibt. Während der erneuten Ladung ist dann die Verbindung zwischen den beiden Energiespeichern unterbrochen. Mehr technische Details gibt es dann, wenn eine – oder mehr – dieser einzigartigen Komponenten ihren Weg nach Gröbenzell finden sollte, was Werner Obst keinesfalls für unmöglich hält. Die Anzahl der verfügbaren Geräte ist übrigens limitiert: Vom Ingenii wird es 176 Einheiten geben, vom Medii 186 Einheiten und vom Procellarum 148 Einheiten.“

 

Das Setup von Acapella hat mich dieses Jahr vollumfänglich begeistert. Die für meine Verhältnisse extrem große, nach Acapella-Maßstäben wohl eher als mittelgroß bis klein zu bezeichnende La Campanella Alto 2 Mark II (67.000 Euro) harmonierte beeindruckend gut mit der akustisch schwierigen Hörkabine. Es herrschte nicht nur Präzision, hoher Detailgrad und Durchhörbarkeit, sondern es wurde schlicht und ergreifend auf höchstem Niveau absolut bruchlos musiziert – eine Fähigkeit, die vielen anderen High End Systemen nicht selten durch Fokus auf andere Superlative verloren geht. Sowohl der Clearaudio Statement als auch der MSB-DAC wurden auf Wunsch von Acapella mit goldenen Akzenten versehen – in dieser Form sind die Geräte Einzelstücke. Das in dieser Kette werkelnde Ferrum HYPSOS durfte seine rostrote Cortenstahlfarbe behalten. Als Streamer diente ein Pink Faun 2.16 Ultra. Im Hörraum spielten die inzwischen bekannten Acapella Monos. Die Stereoendstufe ist inzwischen auch so gut wie fertig. Sie hat lediglich noch nicht auf der Messe gespielt, da sie bisher noch keinen Langzeit-„Stresstest“ unterlaufen hat. Vom vollintegrierten Verstärker mit Hybrid-Röhrenvorstufe gab es bisher nur ein leeres Gehäuse zu bestaunen. Allerdings war dies so schwer wie andernorts der gesamte Verstärker. Es wird beim Gehäuse dermaßen viel Wert auf Resonanzoptimierung gelegt, dass eine dünnwandige Konstruktion keine Option ist. Da kein Schalter gefunden wurde, der haptisch zu überzeugen wusste, wurde eine eigene Schaltermechanik entwickelt. Sowohl Stereoendstufe als auch Endverstärker werden voraussichtlich etwa um die 90.000 Euro kosten.


 

Die Audio Group Denmark stattete wie üblich für die High End gleich drei Hörräume aus. Einer davon war gespickt mit Weltpremieren. Auf den Außenflächen zeigte sich der Aavik M-880 Monoblock (100.000 Euro). Ein U-288 mit durchsichtigem Deckel zeigt wie Streamer, DAC, Vor- und Endverstärker in einem Gehäuse zusammenkommen, mit Kupferplatten gegen elektromagnetische Störungen abgeschirmt werden und mit 72 Active Tesla Coils, 144 Active Square Tesla Coils, 4 analogen Dither-Schaltungen und 8 Anti-Aerial Resonance Coils direkt an den Lautsprecherterminals für niedrigste Störgeräusche optimiert werden. Sowohl der Kompaktlautsprecher Børresen A1 (Paarpreis 10.000 Euro), die kleinere Bassmodul-Ausführung Børresen BM2 (9.000 Euro) und Vollverstärker/Streamer/DAC Aavik U-301 (15.000 Euro) waren Weltpremieren. Die größeren A2 (16.000 Euro) und A3 (21.000 Euro) wurden vor den Hörkabinen ausgestellt. Nebenan spielte die teuerste der drei Anlagen: M1 Gold Signature (110.000 Euro/Paar) und BM3 (18.000 Euro) an I-880 Vollverstärker mit Streamer/DAC SD-880 (je 67.000 Euro) und Ansuz Komponenten und Kabeln aus der D-TC Gold Signature (ebenfalls nicht unter 20.000 Euro zu haben). Die C3 (35.000 Euro) im dritten Hörraum mit 588-Elektronik zu je 25.000 Euro wirkte preislich vergleichsweise fast gemäßigt. Dass die erschwinglicheren Hörräume kaum schlechter klangen, sollte man je nach Sichtweise nicht so laut sagen, oder ausdrücklich betonen.

 

Audio Reference lud zu einer umfangreichen Pressekonferenz. Mit einer Fläche von 1.800 Quadratmetern, 2 „Konzertsälen“, einem großen, einem kleinen Kino und vielen weiteren Anlagen auf Freiflächen gab es so einiges zu sehen und zu hören. Vor einer der aufwendigsten und teuersten Ketten der gesamten High End, kamen die Gründer/Geschäftsführer der von Audio Reference betreuten Firmen zu Wort. Dan D'Agostino beispielsweise kündigte die Progression Serie ab. Sie wird von der Progression Neo abgelöst. Relentless 800, 1200 und 1600 werden alle um die Z-Technologie verbessert. Letztendlich jage er nicht nach idealen Messdaten, sondern absoluter Musikalität. Daryl Wilson berichtet über das von seinem Vater hinterlassene Erbe und wie die Entwicklung der Wilson Autobiography (1 Million Euro) nicht nur eine technische, sondern auch emotionale Reise war, stets begleitet und beflügelt von Leidenschaft und dem Streben nach Vortrefflichkeit. VTLs Luke Manley berichtete, dass die über fünf Jahre entwickelte Mono-Endstufe Lohengrin (125.000 Euro/Paar) jetzt in Produktion ist. Kerry St. James verweist auf die Anfänge von SME (Scale Model Equipment) als Fertiger von Miniaturautos und auf das heute breit aufgestellte Unternehmen, das nicht nur im Audio-, sondern auch im Luftfahrt- und medizinischen Sektor tätig ist. Außerdem hat SME ein AAA-Label gegründet. Das Audio-Technica 80-MCD1 (11.000 Euro) feiert seine Weltpremiere und ist wohl das einzige derzeit spielende Modell. Sowie die Transientenwiedergabe ein Vorteil der Diamantnadel ist, bleibt die Masse des Werkstoffs ein Nachteil. Um diesen möglichst auszugleichen, wurde genaustens auf die Gewichtsverteilung geachtet. Mir persönlich hat die Einstellung zur Kreislaufwirtschaft von Vicoustics CEO César Carapinha besonders imponiert. Für den Echo Frame GEO, einem mit Sublimationsdruck bedruckten Absorber im Bilderrahmen (381 Euro/Stück) hat er ein Recyclingmaterial entwickeln lassen, das aus gebrauchten PET-Flaschen gewonnen wird. Die Fasern dieses Materials werden nicht geklebt, sondern mittels eines proprietären Verfahrens durch Nadeln „zusammengefilzt“. Eigens dafür wurde eine Fabrik in Indien gebaut und ausgestattet. César zeigte mir Aufnahmen vor Ort. Es handelt sich um eine hochmoderne Einrichtung, in der extrem sauber und strukturiert gearbeitet wird. Perlisten präsentiert die neue X-Series und stattet zusammen mit dCS' ersten 16-Kanal DAC und Trinnov die Kinosäle aus. Mansour Mamaghani zeigt stolz den neuen Riesen-Subwoofer seiner Marke Velodyne Acoustics mit gewaltigen 11 Kilowatt Endstufenleistung.

 

Eversolo ist eine der chinesischen Marken aus Shenzhen, die sich innerhalb kürzester Zeit nachdrücklich auf dem europäischen Markt positioniert haben. Mit wenigen Geräten gestartet, besteht das Portfolio inzwischen aus recht klar in drei Ausbaustufen unterteilbare 6er, 8er und 10er Serien mit verschiedensten Komponenten. Ich habe die Gelegenheit genutzt, den Blick ins Innere der Geräte festzuhalten. Ihr Aufbau ist beeindruckend sauber und hochwertig. Der Wandler Z10 kostet „nur“ 2.000 Euro ist vollsymmetrisch mit zwei AKM AK4191 und AK4499 aufgebaut, nutzte eine R2R-Lautstärkeregelung und war bereits bei Dirk Sommer im Test. Mit der C10 gehört jetzt auch eine Masterclock zur 10er Serie. Der „kleinste“ AMP-F6 basiert auf GaN-FET-Technik und ist für mich damit ein hochspannender Testkandidat. Er liefert bereits 225 Watt an 8 Ohm. Der R8 ist ein R2R DAC mit R2R Laustärkeregelung. Der SA200 ein Streaming-Vollverstärker. Den neuen T10 Streamer habe ich bei der Begeisterung für das Platinendesign von Eversolo versäumt zu fotografieren. Luxsin gehört zum selben Mutterkonzern Zidoo Group und zeigt neben dem B9 Kopfhörerverstärker mit R2R-DAC und austauschbaren Verstärkungsmodulen, was passiert, wenn man chinesische Ingenieure von der Leine lässt. Der kleine Lautstärkeregler des BD9-Wandlers ist abnehmbar und als Fernbedienung nutzbar – klar. Welchen Mehraufwand dies in der Entwicklung macht, dürfte jedem technikaffinen Leser klar sein. Mir fällt aktuell kein anderes Gerät mit dieser Fähigkeit ein, schon gar nicht in dieser sub-10.000-Euro Preiskategorie.

 

Canvas Slogan „The World’s first audiophile Soundbar“ ist zwar durchaus provokativ, man denke beispielweise nur einmal an den Stereomaster von Lyravox, der schon vor gut einem Jahrzehnt das Prinzip Soundbar neu ausgelotet hat, allerdings schmälert dies nicht die Leistung des recht jungen dänischen Unternehmens. Das auf der Messe Premiere feiernde Modell L kostet 7.000 Euro und wusste im Hörraum zu beeindrucken. Durch hochkomplexe DSP-Steuerung und Kombination der Lautsprecher, teilweise kompensieren sie sich gegenseitig, wurde ein Stereobild erreicht, das etwa drei Mal so breit war wie die Canvas selbst. Dabei hörte sich das Ergebnis aber keinesfalls gerechnet, sondern sehr natürlich an. Dank vollständig einstellbarer Halterung passt Canvas zu jedem Fernseher – auch in der Zukunft. Schon beim kleineren Modell konnten verschiedene Fernseherbreiten durch unterschiedlich breite Soundbarblenden optisch nahtlos zu einem einzigen rechteckigen Objekt verschmolzen werden. Die Füße dienen gleichzeitig auch als Wandhalterung. So ist jede Montageart realisierbar – mit oder ohne Fernseher. Natürlich ist die Soundbar App-gesteuert und Streaming-fähig. Mit dem iPhone oder dem Zen Mic (aus dem WiSA-System) ist eine automatische Einmessung auf den Hörraum möglich. Außerdem stehen ein neutrales auf Messtechnik basierendes maximal lineares Preset und ein vom Chefentwickler mit dem Ohr abgestimmtes Organic Preset zu Wahl.

 

Cayin zeigt nahezu sein gesamtes Produktportfolio. Viele Geräte sind erst im Laufe dieses Jahres erschienen. Mit dem Jazz 70 für 1.600 Euro sind 17 Watt im Triodenmodus möglich. Als Endstufenröhre dienen dabei vier EL34 in Class AB Push-Pull. Der Kopfhörerverstärker HA-1A MK3 (1.300 Euro) arbeitet mit JJ 12AU7 / ECC82 und EL84EH / 6BQ5 in Class A. Der HA-6A MK2 (4.500 Euro) verfügt im Gegensatz zu seinem Vorgänger über ein externes Netzteil. Die Soul 170C Röhrenvorstufe (4.500 Euro) bietet eine in zwei Stufen einstellbare Rückkopplung. Die Flaggschiff-Endstufe Soul 170P (7.500 Euro) soll bis zu 60 Class-A-Watt, im Mono-Modus die doppelte Leistung, liefern. Der CP6 CD-Player (1.000 Euro) ist eine Showpremiere und zusätzlich DAC, Bluetooth-Sender und -Empfänger und CD-Ripper.


 

Chord Electronics zeigt neuerlich Geräte, die für den Pro-Audio-Bereich konzipiert sind. Die kleine Blade soll 110 Watt an acht Ohm leisten. Genau wie die neue Ultima 7 setzt er auf eine Class-G-Schaltung, die auf Galliumnitrid-FETs basiert. Die in der Tat niedliche Desktop-Kombi bestehend aus QUTEST DAC (1.700 Euro), Huei Phono-Pre (1.600 Euro) und Anni Vollverstärker (1.600 Euro) bleibt allein durch den ungewöhnlichen Formfaktur und die Gesamtanmutung ein Autorenliebling. Der Quartet Upscaler setzt auf gleich fünf Xilinx FPGAs, um Operationen mit vier Millionen Taps durchführen zu können. Damit soll er die für die Signalrekonstruktion wichtige Sinc-Funktion rechnerisch nahezu 100-prozentig nachbilden können. Außerdem bietet der Quartet erstmals einen Analogeingang zur AD-Wandlung beispielsweise eines Plattenspielers. Die Stromversorgung ist extern ausgeführt.

 

Clearaudios neue Elevation 40 (5.000 Euro) und 55 (5.000 Euro) können mittels USB-Anschluss über eine Powerbank gespeist werden. Besonders sprach mich, obwohl ich nicht mal einen Plattenspieler besitze, aufgrund der künstlerischen Aufmachung das Projekt Vinyl Vision 3000 an. Unter der Feder von DopeYeah! Records, dem Label des Prager Musikclubs Doupě, der dieses Projekt angestoßen hat, sind drei LPs in Sammlerausgaben erschienen. Derzeit umfasst dieses Projekt 3 zu je 300 Stück limitierte LPs: Antonín Dvořák, From the New World, eingespielt von der Tschechischen Philharmonie und Semyon Bychkov, Incognito (InSideOut) ist eine Sammlung verschiedener Coversongs und Isolation (333) ist ein während der Pandemie über Distanz entstandenes Album von Künstlern wie Ian Paice, Glenn Hughes, Don Preston, Chris Jagger, Robbie McIntosh, Blair Cunningham, Hamish Stuart, Laco Déczi.

 

Eine Degritter Mark II für den Tischbetrieb war bereits bei Dirk Sommer im Test. Für besonders umfangreiche Sammlungen oder kommerzielle Nutzung ist die Fonoteek eine noch bessere Wahl. Zusätzlich zur Ultraschallreinigung wäscht sie auch mit Bürsten, trocknet und wird etwa 7.000 Euro kosten.

 

Das Kopfband habe ich mir natürlich nicht von Mark Knopfler geliehen, sondern es gehört zum Lieferumfang der Final TONALITE In-Ears. Auf ihm müssen QR-Marker angebracht werden, damit im Analyseprozess die Größe der Ohren ermittelt werden kann. Der Kopfhörer nutzt die individuelle HRTF des Nutzers zur Optimierung des Timbres. Ich habe die Technologie in einem Entwicklungsstadium gemeinsam mit 300 anderen Probanden getestet. Die Scans des Kopfes erfolgten bereits mit einem Smartphone, für die Ohren war noch ein hochspezialisierter Scanner nötig. Außerdem war in einem Hörvergleich die Erstellung eines „Geschmacksprofils“ nötig. Inzwischen hat die Technologie als DTAS (Digital Twin Audio Simulation) Serienreife erlangt. Auf Grundlage der 300 Scans wurde eine KI trainiert, die Video und Fotodaten auswerten kann und keinen vollständigen Scan mehr benötigt. Der Scanprozess ist in Finals TONALITE App integriert. Es wurden außerdem die drei deckungsgleichsten Geschmacksprofile fest in die App integriert. So dauert der gesamte Scanprozess samt Auswertung auf Finals Servern etwa 10 Minuten. Im Entwicklungsprozess war hierfür gut eine Stunde notwendig. Wer sich nicht auf die drei Grundprofile verlassen möchte, kann den Hörvergleich in der App zusätzlich durchlaufen, um ein noch natürlicheres Hörerlebnis zu erzielen. Das Ergebnis eines schnellen Tests auf der Messe war schockierend gut. Zwischen Grundsound der Kopfhörer und der Anpassung auf die eigene HRTF liegen klanglich Welten. Nicht nur klingt die Musik natürlicher und schlicht und ergreifend einfach richtiger, sondern, obwohl die Technologie nicht wie bei der Konkurrenz Apple oder Sony auf das Erzeugen einen künstlichen Raumes abzielt, sich rein auf ein natürliches, individuell angepasstes Timbre konzentriert, erschließt sich mit eingeschaltetem Filter ein fantastisches Layering der Musik in allen Dimensionen. Final zeigte hier nicht weniger als die In-Ear-Zukunft. In Anbetracht eines maßgeschneiderten Hörerlebnisses erscheint mir der Preis von 330 Euro geradezu nebensächlich und alle anderen Bluetooth In-Ears werden für mich schlagartig uninteressant. Außerdem zeigt Final seinen DX 10.000 mit Diamanttreiber. Die limitierte Gold Edition wird 9.000 Euro, die normale Ausgabe mit silbernen Akzenten 8.500 Euro kosten. In der Zukunft möchte Final Konzepte entwickeln, um die Timbre-Anpassung auch für andere Kopfhörer zu nutzen.

 

Nach der High End im letzten Jahr hat Norbert Theisges die Leitung des Fink Team übernommen. Spot ist der erste Lautsprecher, der vollständig unter seiner Regie entstanden ist. Er ist sichtlich – zurecht – mächtig stolz auf den Zweiwege-Lautsprecher. Vor dem Hörraum zeigt Canor den neuen Kopfhörer-Vorverstärker-DAC Crius H5S (voraussichtlich 2.000 Euro) in Dual-Mono-Aufbau mit ESS ES9038Q2M. Spot hat Norbert farblich passend mit einem pflanzenbasierten Lack abgestimmt. Die Furniere werden geölt und hartgewachst. Das Gehäuse verfügt über einen hochkomplexen Aufbau in mehreren Lagen mit Dämpfungsmaterial und eingefrästen Resonatoren. Der Bassreflexkanal wurde in über einem Dutzend Iterationen auf die Abwesenheit von Strömungsgeräuschen getrimmt und verfügt ebenfalls über einen integrierten Resonator zur Beseitigung der Stehwellen im Kanal. Der Tweeter stammt aus der Kim, der 6,5-Zoll-Tiefmitteltöner wurde eigens für die Spot entwickelt. Der Hochton ist wie üblich auf der Rückseite mit etwa ±0,4 Dezibel anpassbar. Eine Anpassung des Tieftöners an verschiedenen Verstärkerdämpfungsfaktoren wird ebenfalls möglich sein. Norbert möchte Spot gegen Oktober auf dem Markt haben. Sie wird 10.000 Euro kosten. Massive 8 Zentimeter Echtholzfronten kosten etwa 3.000 Euro Aufpreis. Bisher ist nur Eiche verfügbar, andere Hölzer werden folgen. Im Hörraum spielt sie mit einem offenen und weiten Stereobild, mit einer sehr ausgewogenen Charakteristik. Der Bassbereich hat zwar kräftige Fink-Gene – schon bei Karl-Heinz musste es ordentlich drücken –, allerdings behandelt Spot den Bassbereich in meinen Ohren deutlich feinfühliger und linearer. Sie setzt sowohl trockene Attacken hochpräzise als auch warme, runde, flächige Bässe extrem differenziert um. Die Mitten sind genau im richtigen Maß präsent, ohne zu sehr zu fordern und der Hochton ist im bestem Sinne unauffällig. Ein Lautsprecher der wunderbar zwischen Musikalität und Auflösungsfähigkeit ausbalanciert ist.


 

GSS ist eines der sehr jungen Unternehmen aus der Start-Up Area. Vier junge Menschen, teilweise gerade frisch aus dem Studium, haben hier ein Unternehmen gegründet (seit letztem November ist GSS erst eine GmbH), dass mit einem sehr flachen Subwoofer eine Nische besetzen möchten. Er begünstigt flache Bauweisen, wie sie für Soundbars oder im Automobilsektor gefragt sind. Der Sub verträgt eine Auslenkung von ±17 Millimetern und produziert aus einem geschlossenen Gehäuse mit nur 1,75 Litern 37 Hertz bei -6 Dezibel. Im Gegensatz zu einem Bassreflexgehäuse fällt der Bass unter der Grenzfrequenz weniger steil ab. In der Messevorführung erzeugten die zwei Rücken an Rücken in einem Gehäuse sitzenden Subs mächtig Druck und Tiefgang. Die Anbindung bei 100 Hertz an die kleinen Studiomonitore war dabei absolut mustergültig. Ich hätte die beiden Prototypen am liebsten als hochkompakte Basserweiterung für meinen Audioarbeitsplatz in meinem platztechnisch sehr begrenztem Arbeitszimmer mitgenommen. GSS fertigt bisher den Treiber bisher nur für OEM-Zwecke. So muss ich leider warten, bis erste Hersteller ein fertiges Produkt anbieten.

 

Der Vertrieb IAD lockt mit einem angedeuteten britischen Landsitzvorzimmer in den Hörraum. Dabei stammen bei weitem nicht alle von IAD vertreten Marken von der Insel. Wharfedale und Entwickler Peter Comeau allerdings ohne Frage. Mit ihm spreche ich über die verschiedenen Auslegungen der Serien. Während die moderne Elysian 4R (9.000 Euro/Paar) auch einen ebenso modernen Sound an den Tag legt, bleibt der bisher größte Lautsprecher der Heritage Serie Rosedale (12.000 Euro/Paar) einem traditionellerem britischen Sound treu. Zavfinos Will Tremblett hat Plattenspielerbasen ausgraben, die ihm vor Jahren ein lokaler Künstler zu Einzelstücken veredelt hat. Er hat sie für die Aufnahme der aktuellen Tonarmbasen und Motoren samt Controller überarbeitet. So ist auch der in Zusammenarbeit mit Helmut Thiele entstandene 9-Zoll-Tonarm, der erstmals auf der Messe spielte und ab sofort erhältlich sein solle, mit den Kunstwerken kompatibel. Will beweist wie flexibel seine Kabelsparte ist, und hat ein speziell konfektioniertes Kabel für den Anschluss eines optischen DS audio Tonabnehmers an Soulnotes E-3 Phonovorstufe im Angebot. Als kleines Gimmick verfügt der Stecker um eine haptische Einbuchtung mit zwei Schrauben auf der einen und nur einer auf der anderen Seite. So können die Seiten auch blind gesteckt erfühlt werden. Auf das grüne Zavfino-Exemplar im Ausstellungsraum hat IADs Krey Baumgartl bereits Anspruch erhoben. Er zeigt mir Audiolabs PPA7, einen Mini-Phono-Preamp, der das Plattensignal via aptX auch an Bluetooth-Equipment senden kann. Quad präsentiert neue Regallautsprecher. Der fotografierte Elegan 2 wird 2.000 pro Paar kosten, der kleinere Elegan 1 1.000 Euro pro Paar. Dass der Leak Truespeed für um die 800 Euro als Neuauflage wiederkommt, dürfte bei einigen Fans Freude auslösen. Nebenan bekomme ich Lumins ersten Switch, den N1 mit Linearnetzteil für 2.300Euro zu sehen. Außerdem den neuen Flaggschiff-Netzwerkplayer X2. Die ebenfalls in der Vorführung agierende Music Library L2 war schon bei Dirk Sommer im Test.

 

Luxman feiert sein 100-jähriges Jubiläum mit einem neuen Monoblock und einem Class-A-Vollverstärker. Seit 20 Jahren ist der B-100 der erste neue Monoblock im Portfolio. Er soll 125 Watt an 8 Ohm liefern, 25 davon in reinem Class-A-Betrieb und 1.000 Watt an einem Ohm Peakleistung. Dazu schöpft er aus einem 1.250-VA-Trafo und puffert mit 16 mal 10.000 Mikrofarad. In die Fertigung einer Endstufe fließen rund 39 Arbeitsstunden und sie wird 55.000 Euro kosten. Der L-100C Vollverstärker operiert in reiner Class-A-Manier und soll 20 Watt an 8 Ohm leisten. Neben Phono MM/MC bietet er auch einen Kopfhörerausgang mit symmetrischer 4,4-Millimeter-Buchse auf der Front. Die Lecua-Lautstärkeregelung erfolgt über ein prozessorgesteuertes Widerstandsnetzwerk, so können durch Bauteilalterung keine Probleme entstehen. Der Signalpfad wurde so kurz wie möglich gehalten. Der L-100 wird 12.000 Euro kosten.

 

Matrix ist eine Marke, die mich schon lange fasziniert. Sie ist jetzt bei DREI H im Deutschlandvertrieb. Racks unter der Marke Bastion Audio und Plattenzubehör unter der Marke Oblitz gehören zwar zum Mutterkonzern, werden aber nicht von DREI H vertrieben. Am neuen High-End-DAC ND-1kann per Touchscreen zwischen Übertrager- und OPAmp-Ausgang umgeschaltet werden. Die Streamer/DAC-Kombi MS-1c wird ebenfalls mit Übertragerausgängen gefertigt. Die Audiosektion verfügt über ein lineares, die Elektroniksektion über ein Schaltnetzteil. Der Aufbau des MS-1 ist nicht weniger eindrucksvoll. Nach langer Matrix-Pause bei Hifistatement ist der Test einer neuen Komponente bereits in Planung.

 

MSBs Sentinel DAC besteht aus drei Teilen in drei separaten Gehäusen: dem eigentlichen DAC mit vorgeschaltetem FPGA, insgesamt 32 DAC-Modulen samt Vorverstärker, dem Digital Director, der die gesamte digitale Vorverarbeitung übernimmt und als Schaltzentrale dient, und dem Netzteil mit drei Kanälen, separat gefiltert und jeweils mit zwei Trafos aufgebaut. Der Digital Director wird über Lichtwellenleiter mit dem DAC verbunden. So gut wie alles wird inhouse gefertigt. Selbst die PCBs kommen nicht aus China, sondern von einem lokalen Fertiger aus der Bay Area. Sie sollen deutlich bessere Messdaten aufweisen. Der Sentinel kostet 375.000 Dollar. Der Cascade (95.000 Dollar) verfügt über 8 DAC-Module und der Palisade (59.000 Dollar) über vier. Ihre Digital Director sind identisch. Der Cascade verfügt über einen eingebauten Vorverstärker, benötigt somit Eingangsstufen, die mit Linearnetzteil gespeist werden. Der Palisade verfügt lediglich über den DAC-Ausgang. Da dieser sowieso immer ohne Output Buffer und mit direktem passivem Ausgang ausgeführt ist, benötigt der Palisade kein dediziertes Linearnetzteil.


 

PS Audio präsentiert die PMG Signature Endstufen. Sie werden als S200, M400, S400 und M800 ab etwa 10.000 Euro erhältlich sein. Ihre Typenbezeichnung gibt zum einen den Mono- oder Stereoaufbau, zum anderen ihre Leistung an 4 Ohm an. Die S200 schafft 10 Watt pro Kanal im Class-A-Betrieb, die S400 5 Watt, die M400 30 Watt und die M800 50 Watt. Sie verfügen über eine sehr ungewöhnliche stromverstärkende Schaltung, deren Grundidee eigentlich aus der Funktechnik kommt. Sie erreichen Slew Rates von über 200 Volt pro Mikrosekunde und entgegen üblichen Spannungsverstärkern sehr niedrige und vor allem lineare THD-Werte über alle Frequenzen. Normalerweise steigen Verzerrungen bei konventionellen Konzepten zu hohen Frequenzen hin an. Als weitere Besonderheit sei der Verzicht auf Netzteiltrafos zu nennen. Stattdessen kommen Schaltnetzteile von Hypex zum Einsatz. Zwar musste für ihren Einsatz besondere Sorgfalt auf elektromagnetische Schirmung gelegt werden, der eigentliche Netzeilausgang ist allerdings sehr sauber und störungsfrei. Diese Details waren so spannend, dass ich PS Audios Paul McGowan gar nicht weiter zu den Lautsprechern und dem neuen Subwoofer der Marke befragt habe, aber es gibt ihn – Sie sind hiermit informiert.

 

Bei Raidho wird man vom Prototypen einer TD 4.10 und dem Größengegensatz X1t im Flur begrüßt. Es wird noch etwa ein halbes Jahr dauern, bis der bisher gewaltigste Lautsprecher der TD-Reihe präsentierfertig ist. Er wird wohl 200.000 Euro kosten. Im Vorraum werden die Signature-Ausführungen der TD 1.2, TD 2.2 und TD 3.2 gezeigt. In sie sind die bei der Konstruktion der TD 3.10 gewonnen Erkenntnisse geflossen. Sie verfügen über eine überarbeitete Frequenzweiche, Furutech-Terminals und Isoacoustics Füße. Gegenüber ist die Scanconic HD M-Serie zu sehen. Die „kleine“ M15.2 hat mich im Test kürzlich für sich gewinnen können. Mit der im Hörraum präsentierten X2.8 hält erstmals ein 8-Zoll Treiber in die X-Serie Einzug. In schwarz oder weiß lackierter Ausführung wird der Lautsprecher 27.000 Euro, im matten Walnussfurnier 30.000 Euro kosten. Außerdem neu ist die Reference-Ausführung der X1.6 für 10.000 Euro. Sie wurde mit Nordost Walhalla Innenverkabelung versehen, die Frequenzweiche wurde mit Mundorf-Komponenten veredelt und statt einem Bassreflexrohr, kommt eine Passivmembran zum Einsatz. Die originale X1.6 war ebenfalls bereits bei mir im Test.

 

Mit Nordyx hat Storgaard & Vestskov einen neuen deutschen Vertrieb, der in seinem Hörraum eine Gro präsentierte. Frida, die letztes Jahr nach ihrem Test mit dem Statement in High Fidelity ausgezeichnet wurde, durfte nur im Flur posieren. Im der eigenen Hörkabine von S&V spielte Astrid (43.000 Euro) am Vitus Audio SD-025 Mk.II DAC (26.500 Euro), SL-103 Mk.I Pre (36.000 Euro) und SM-025 Mk.II Monos (55.000 Euro). Die Verkabelung stammte aus der Zensati Angel-Serie. Als Streamer kam ein SD-025 Mk.II (26.500 Euro) zum Einsatz. Ein Hörraum, der mir in Erinnerung geblieben ist. Nicht nur durch die aufgeräumte Optik der Kette, sondern insbesondere durch die vielseitige Musikauswahl. Einer der wenigen Räume in dem es mich nicht gestört hat, wenn auch mal etwas lauter vorgeführt wurde. Astrid behielt stets die Oberhand und das Hörerlebnis blieb trotz sportlichem Abhörpegel geschmeidig, unangestrengt und frei von Härte. S&V bewies mir neuerlich, dass sie die Auszeichnung nicht zu Unrecht erhalten haben.

 

Sigma Acoustics Maat Zenith 3°Edition mit ihren sechs Wegen inklusive Basshorn, GOTO-Treibern und Super-Hochtöner ist wirklich ein ungewöhnlicher Anblick. So deplatziert sie im Hörraum auch wirkte, die holografische, freischwebende Bühne zwischen den Lautsprechern war eine echte Überraschung. Viele Komponenten der Elektronik stammen aus seinen persönlichen Rücklagen, erläuterte mir Italiener Marco Minoccheri, der den Raum betreute. Für Systeme mit ähnlich vielen Kanälen dient der Fluksus Stark mit internem DSP und acht Ausgangskanälen, vor- oder endverstärkt im Graphitcase und kostet 120.000 Euro.

 

Dirk Sommer und Roland Dietl, als von mir ausgewiesener SOtM- und Diretta-Experte, haben auf der High End mit SOtM Chef-Entwickler Il Won Lee ein Interview geführt. Dabei ging es vielmehr um den sMS-500 und generell SOtMs Streamer-Technologie und weniger um das Diretta Protokoll. Dennoch verband dies im Hörraum die Digital-Bausteine der Kette miteinander. Der Entwickler des Diretta-Protokolls war ebenfalls anwesend und zeigte, an welchen Modulen auf Raspberry Pi Basis er aktuell bastelt. Tiefere Einblicke in die Welt von SOtM liefert Ihnen dann schon bald das Interview.

 


Bei Transparent feierte der XL Powerisolator seine Showpremiere. Das High-End-Gerät bietet vier Ausgänge in zwei Filtergruppen und wird 10.000 Dollar kosten. In seiner Exklusivität übertrifft es damit nochmals den Powerisolator Reference, der acht Ausgänge zur Verfügung stellt. Die Front des massiven Aluminiumgehäuses formt eine unendliche Welle, wenn mehrere Geräte nebeneinander platziert werden. So macht die Stromversorgung der Anlage Eindruck. Die alte geschwungene Bauform der Powerisolatoren wird durch das rechteckige Design abgelöst. Neben den bekannten Magnum Opus Kabeln war das neue Actus zu bestaunen. Es wurde maßgeschneidert für eine noch eindrucksvollere Performance des dCS Varèse entwickelt und wird ab 9.400 Dollar kosten.

 

Der neue Transrotor Scala ist in der Grundausstattung (4.500 Euro ohne Arme und System) bereits auf den Zweiarmbetrieb vorbereitet. Dies ist auch die Maximalanzahl an Armen, die das auf dem Max basierende Laufwerk aufnehmen kann. Zwischen 9 und 12 Zoll ist alles möglich. Bei anderen Transrotoren ist es oft so, dass man die Tonarmbasen nach und nach aufrüsten kann, dieses Prinzip wurde mit dem Scala vereinfacht. Außerdem gehören ein Mitlaufbesen und spezielle Silikondämpfern in den Füßen zur Grundausstattung. Zusätzlich ist eine universelle Sockelplatte mit vier Spezialfüßen (1.200 Euro) für eine noch bessere Dämpfung erhältlich. Der TRA 9 (ab 5.900 Euro) kann neuerdings mit in-akustik Referenz AIR Pure Silver ausgestattet werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, kostet das Reinsilberkabel 4.000 Euro Aufpreis. Auf Wunsch können vorhandene Arme aufgerüstet werden. Sie werden dazu bei Transrotor zerlegt, bei in-akustik bestückt und wiederum bei Transrotor endmontiert.

 

Einen ebenfalls spannenden Dreher samt Tonarm fand ich in der Vorführung von Wand, Apertura, Mavis und Kimber Kable. Die spannende Musikauswahl des ursympathischen und dynamischen Wand-Erfinders Simon Brown hielt mich in der Vorführung. Sein 12“ Dark-Light Tonearm kostet 8.900 Euro, der 14-4 Master Turntable 7.500 Euro und wird beim Kauf mit Tonarm um 10 Prozent rabattiert. Die Kalibrator Evo sind Aperturas Neuinterpretation der Ur-Kalibrator. Ihr 22-Zentimter-Woofer soll bis zu 37 Hertz spielen. Sie werden 15.000 Euro kosten.

 

Mit Toscana veröffentlicht Rosso Fiorentino eine spannende Serie Koaxiallautsprecher. Die Kombination aus Alcantara und Leder für das Gehäuse setzt vollkommen neue Akzente. Ich wundere mich ernsthaft, weshalb vorher noch niemand auf diese Kombination für ein Lautsprechergehäuse gekommen ist. Dass gute Ideen in Verbindung mit Textil aus Italien kommen, ist aber eigentlich nicht weiter verwunderlich. Der Standlautsprecher kostet 4.800 Euro pro Paar, der Regallautsprecher und der Center liegen bei etwa 2.800 Euro. Den in der Kette als Streamer agierende iFi iDSD Phantom war kürzlich bei mir im Test. Der Preis von 4.700 Euro für den Phantom bricht zwar etwas aus dem sonst für iFi sehr erschwinglichen Rahmen aus, mit der neuen Ausbaustufe ihres mobilen Multifunktions-Kopfhörerverstärkers iDSD GR 2 machen sie dies wieder wett. Mit 550 Euro ist dieser nämlich günstiger als sein Vorgänger. Er soll bereits ab Mitte des Monats verfügbar sein. Mit Airo gehört zu iFi jetzt auch ein In-Ear-Hersteller. Verschiedenen Bundles beispielsweise mit dem hip dac 3 oder GO link wurden bereits geschnürt. Mit dem Duo und Duo Pro bietet Airo Bluetooth-In-Ears zu 30 Euro und 40 Euro. Der kabelgebundene Astra kostet 50 Euro. Für den Grell hat Dekoni ein passendes Kabel vorgestellt. Durch die etwas längeren Stecker muss man beim Kabeltausch im Gegensatz zum Standardkabel des Grell nicht mehr am Kabel selbst ziehen, sondern kann den Stecker greifen. Das Grundkabel ist mit einem klugen Wechselverschluss ausgestattet. So können verschiedenste Stecker sowohl verstärker- als auch kopfhörerseitig miteinander verbunden werden. Am kunstvoll dekorierten iFi Stand wird die Störungsfreiheit des Ausgangs eines iPower2 aus der SilentPower Subsparte im Vergleich zu einem günstigen Steckernetzteil hörbar gemacht. Außerdem wurden Lösungen für den Installationsbetrieb gezeigt.

 

Den Abschluss macht das Unternehmen Yung Cheng. Es wurde 1993 in Taiwan gegründet, operiert inzwischen aber von China aus und ist auf die Herstellung von Treiberkonussen spezialisiert. Obwohl Rebecca Hsu und ihr Ehemann Will Chang gar kein Produkt für den Endkunden anbieten, waren sie dieses Jahr das erste Mal auf der High End. Als Fertiger für viele internationale Kunden, wollten sie nach jahrelangen Beziehungen ihre Kunden einmal persönlich kennenlernen. Bei ihnen habe ich gute eine halbe Stunde am Stand verbracht. Ich wurde zu einem Stück Pizza eingeladen und wir haben uns über alles Mögliche außer HiFi unterhalten. Diese Begegnung soll stellvertretend für die offene und positive Atmosphäre der Messe stehen.

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  • Social Introtext Die High End des Jahres 2026 war für mich ein echter Kraftakt. Vielleicht war die direkte Anreise mittels Nightjet am Donnerstagmorgen und die Abreise am Sonntagabend auf gleiche Weise nicht die beste Idee. Sofern möglich, werde ich mir im nächsten Jahr zumindest vor der Messe ein paar Tage Wien gönnen.
Donnerstag, 11 Juni 2026 08:43

Wiener (High End) Impressionen 5

Wien 7.Juni: Hier geht es nicht nur um die vielfältigen Aktivitäten auf der Wiener High End, sondern auch um die Angebote, die sich für Freunde der Technik basierten Musikwiedergabe darum gruppierten. Den Anfang macht aber selbstverständlich die offizielle Messe, die dank des neuen Areals mehr bieten kann als bisher.

Dominique Fils-Aimé und ihre Band bezauberten am Samstagabend das Publikum mit ihrer Musik. Die überzeugende Bühnenpräsenz wurde durch das vom eigenen Soundingenieur verantwortete Klangkonzept in der Halle ergänzt. Ein Life-Erlebnis, eingebettet in die Messe, die für gute Musikwiedergabe steht. Gänsehaut-Feeling beim Konzert – so beschrieben es nicht nur Claudia Kazner und Magret Hocher, die mit der Organisation des Messegeschehens betraut sind, sondern auch andere Konzertbesucherinnen ihr Musikerlebnis. Die Magie des Abends erfasste fast alle der circa 500 Konzertbesucher. Nur der sorgsam inszenierte Abschluss – beim letzten Lied ging während des Gesangs von Dominique Fils die Band einer nach dem andern von der Bühne – wurde durch einen nicht enden wollenden Handyklingelton etwas getrübt. Dennoch ein toller Start für die Erweiterung der Aufgabe der Markenbotschafterin der diesjährigen High End.

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Ein für das Gaming-Publikum entwickelter farbenfroher Plattenspieler, der als noch nicht ganz zu Ende entwickelter Prototyp aufgebaut war, soll laut der für diesen Bereich Zuständigen zeigen, dass es auch die Möglichkeit gibt, außerhalb des Spielens die Sound-Tracks auf eine andere, audiophile Art zu erleben. Mit Lautsprechern. Ohne Kopfhörer, einem, eventuell noch bezahlbaren Verstärker und entsprechenden Schallplatten zeigte sich dieses spezielle Angebot. Außerdem wurden in der Gaming-Zone, die es auch schon in der Vergangenheit in München gab, weite Erfahrungsmöglichkeiten wie Kleinstlautsprecher gezeigt und audiophil beschallte Spielbereiche angeboten.

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Die Lage der Start-Up Area wurde von den dort angesiedelten „Nachwuchs-Unternehmen“ als besondere Unterstützung des Veranstalters eingeschätzt: Vor dem Zugang zur nächsten Halle und gegenüber eines Imbiss' wäre es ihnen trotz ihrer überschaubaren Größe möglich, von den Besuchern wahrgenommen zu werden, so einer der Angesprochenen.

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Die Gelegenheit, im Rahmen einer HiFi-Show an Diskussionsrunden von Experten teilzunehmen habe ich schon vor 20 Jahren bei einer HiFi-Show in New York kennengelernt. Allerdings nicht unter so guten Bedingungen wie hier in Wien. Damals fand das Alles in einem anderen als dem Messehotel statt und war daher auch sehr spärlich besucht. Ob im ACV alle Diskussionen die unter dem Label X- PERDS stattfanden, gut besucht waren, kann ich nicht sagen, da ich immer wieder anderweitig auf der Messe unterwegs war, beim Thema THE EVOLUTION OF HIFI REVIEW moderiert von Paul Miller, dem Chefredakteur des weltweit am längsten erscheinenden HiFI-Magazins, ging es jedenfalls lebendig zu. Denn schon bevor der aus Deutschland stammende Kollege das Quartett auf der Bühne ergänzte, kamen interessierte Frage aus dem internationalen Publikum.

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Ein ebenfalls schon in München bestehendes „Neben- oder Erweiterungsangebot“ für HiFi-Interessierte, ist die hifideluxe. Sie hat sich in Wien in direkter Nähe des Austria Center Vienna im 700 Meter entfernten Arcotel Kaiserwasser angesiedelt. Dies war schon in der Vergangenheit Ausstellungsort für die von Dr. Ludwig Flich veranstalteten klangBilder. Die hifideluxe vienna 2026 punktete zwar im Ausstellungsgebäude mit kurzen Wegen, bot aber in diesem Jahr im Erdgeschoß mit zehn und in der fünften Etage mit gerade mal fünf Ausstellungsräumen ein überschaubares Angebot. So konnte man sich in gemächlichem Tempo von Angebot zu Angebot bewegen und in jedem Fall mit Muße hören. Das Genießen der Musik mit den präsentierten Hifi-Komponenten war in einer mit Bedacht gestalteter Umgebung möglich. HiFi hat eben viel mit Ästhetik zu tun. Die zeigte sich besonders im Raum Mississippi. Die Wände waren mit extra für die Messe geschaffen Bildern der Krakauer Künstlerin Małgorzata Karp-Soja gestaltet.

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Die letzte der Wiener (High End) Impressionen. Was fehlt? Das Meiste! Wer wissen will, wie der Sound in den Räumen war oder welche spannenden Neuheiten aufgrund der Angebotsvielfalt hier nicht gezeigt werden konnten, sei eingeladen zum Besuch in Wien. Die High End Vienna 2027 findet vom 06.Mai bis 09.Mai statt.

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  • Social Introtext Wien 7.Juni: Hier geht es nicht nur um die vielfältigen Aktivitäten auf der Wiener High End, sondern auch um die Angebote, die sich für Freunde der Technik basierten Musikwiedergabe darum gruppierten. Den Anfang macht aber selbstverständlich die offizielle Messe, die dank des neuen Areals mehr bieten kann als bisher.

Gefühlt gab es auf der High End 2026 viel mehr zu sehen als noch letztes Jahr in München. Zum Großteil ist dies sicher auf die Vielzahl neuer Eindrücke ob der neuen Räumlichkeiten zurückzuführen. Dennoch, nicht nur die High End selbst, sondern auch das Marken-Portfolio verändert sich.

Ausführlichere Gedanken dazu und generell zu dem neuen High End Erlebnis in Wien werde ich im nächsten, ausführlicheren Bericht mit Ihnen teilen. Bis dahin können Sie sich wie üblich einen ersten mit Bildunterschriften kommentierten Überblick verschaffen.

 

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  • Social Introtext Gefühlt gab es auf der High End 2026 viel mehr zu sehen als noch letztes Jahr in München. Zum Großteil ist dies sicher auf die Vielzahl neuer Eindrücke ob der neuen Räumlichkeiten zurückzuführen. Dennoch, nicht nur die High End selbst, sondern auch das Marken-Portfolio verändert sich.

Wien, 6. Juni: Zu Parallelmessen mag man stehen, wie man will, ich erinnere aber immer gerne daran, dass die heute wohl bedeutendste Show weltweit, die High End, vor über 40 Jahren erstmals parallel zur etablierten Hifi-Messe in Düsseldorf stattfand. Heuer gab es die „Xclusive High End Show Vienna“, mit der Michael Kromschröder hoch hinaus wollte.

Der Geschäftsführer des Klangloft aus der Nähe von München und Importeur von Aries Cerat für Deutschland und Österreich hielt die „Wolke 19“ im Ares Tower acht Gehminuten vom eigentlichen Veranstaltungsort entfernt für das geeignetere Umfeld zur Präsentation seiner Produkte. Die Räumlichkeiten der Wolke 19 umfassen die drei oberen Etagen des Towers im Vienna International Center. Vom 21. Stockwerk aus hat man einen überwältigen Blick über die Stadt und ihr Hinterland, besonders von der den Showroom umgebende Freifläche. Aber das Ambiente war wohl nur ein Argument für die Wahl dieses Veranstaltungsortes. Ein weiteres war gewiss auch, dass hier längere Öffnungszeiten möglich sind, was für eine Business-Messe nicht für Belang sein dürfte, wohl aber für den Musikgenuss in exklusiver Umgebung.

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Leider waren alle unsere Abende verplant, so dass wir nicht in den Genuss des abendlichen Stadtpanoramas kamen. Dafür wurden wir aber durch vier absolute High-End Ketten entschädigt, in denen unter anderen Streaming-Komponenten von Pink Faun und ein Kronos Plattenspieler die Signale bereitstellten. Akustikelemente von Rdacoustic aus Tschechien sorgten trotz der großen Fensterflächen der Räume für guten Sound. Im ersten Raum waren die Lautsprecher von Aequo Audio aus Eindhoven zum Preis von 50.000 Euro zu hören, die sich mittels zweier Regler an die Raumakustik anpassen lassen.

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Im nächsten Raum wurden die Elektrostaten von Prodigio aus Ungarn präsentiert und zwar das elegante Modell Vitorla, das mit 95.000 Euro in der Preisliste steht. Für die nötige Leistung und analoge Signale sorgten natürlich auch hier die Verstärker von Aries Cerat.

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Die Signale des Kronos Perpetual zum Preis von 70.000 Euro plus Discover RS Tonarm –wie immer bei Kronos mit Ein-Punkt-Lager – bereitete die firmeneigenen Phonostufe auf. Digitale Signale wandelte der Aries Cerat Ithaka. Die Schallwandlung übernahmen hier in der Schweiz entwickelten und in Vietnam gefertigten Aria MK2. Das Topmodell der Marke kostet 160.000 Euro und beeindruckte mit einem sehr soliden Bassfundament. Die beiden Elemente pro Seite agierten absolut bruchlos und homogen.

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Im großen Raum von Aries Cerat spielten vor dem aufsehenerregenden Akustikmodul von Rdacoustic die Sirenes zum Paarpreis von 265.000 Euro, ein Konzept bei dem auch Field-Coil-Wandler zum Einsatz kommen. Mindesten ebenso interessant ist das Laufwerk mit zwei Tangential-Tonarmen, von denen einer aus Titan gefertigt wurde. Auch für das nächste Jahr hat Michael Kromschröder wieder einen eigenen Auftritt geplant, diesmal aber in einem anderen der das ACV umgebenden Türme.

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  • Social Introtext Wien, 6. Juni: Zu Parallelmessen mag man stehen, wie man will, ich erinnere aber immer gerne daran, dass die heute wohl bedeutendste Show weltweit, die High End, vor über 40 Jahren erstmals parallel zur etablierten Hifi-Messe in Düsseldorf stattfand. Heuer gab es die „Xclusive High End Show Vienna“, mit der Michael Kromschröder hoch hinaus wollte.

Wien, 4. Juni: Auch langjährigen Analogfans dürfte diese Zahl nicht unbedingt geläufig sein: Auf der Ortofon-Pressekonferenz konnte man erfahren, dass seit rund 40 Jahren kein neuer Nadelschliff entwickelt wurde. Das hat sich nun geändert. In Ortofons neuem Topmodell MC Vertex kommt erstmals ein neuer Nadelschliff zum Einsatz.

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Aus diesem Grund machte das Team von Ortofon die Pressekonferenz zum Champagner-Empfang. Sparsamer gab man sich allerdings in Sachen technischer Information. Zwar wurde darauf hingewiesen, dass ein neuer Schliff auch eine modifizierte Bedämpfung erforderlich mache und der Magnetfluss im Generator optimiert worden sei. Wichtig sei auch, dass der Diamant mit seinem neuartigen Schliff in eine quadratische Öffnung im Diamantnagelträger eingesetzt werde. Was aber den neuen Schliff von bisherigen unterscheidet, verriet man den zahlreich erschienenen Pressevertreter jedoch nicht. Wie hifistatement.net jedoch aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich beim neuen Schliff um eine Kombination von Micro Ridge und Replikant 10, die besonders bei kritisch ausgesteuerten Passagen im Mitteltonbereich sauberer abtaste. Mehr Informationen gibt es im Test des Vertex zum Preis von rund 15.000 Euro. Ein Exemplar ist schon bestellt.

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Wien, 4. Juni: Kaiserwetter bei der Eröffnung der ersten High End am Kaiserwasser in Wien. Wie so oft in München wurden die zahlreichen Fachbesucher und Pressevertreter, es sind ca. 500 akkreditiert, von strahlendem Sonnenschein ins Austria Center Vienna geleitet.

Bei der erstmals von Manuel Pinke, dem neuen Geschäftsführer der High End Society Service GmbH, gemeinsam mit Claudia Karzner moderierten obligatorischen Pressekonferenz zu Beginn der Messe wurde nicht nur auf die Möglichkeiten der neuen Lokalität, wie viel Raum und so weiter, sondern auch auf das Motto der diesjährigen High End „The Power Of Music“ und die ideale Verbindung zu Wien hingewiesen. Wien ist nun mal ein Ort, bei dem fast jeder Assoziationen zu Musik hat. Seien es Komponisten,Spielstätten oder Musiker. Die diesjährige Markenbotschafterin Dominique Fils-Aimé betonte die Kraft der Musik, sie zeige sich für sie in Schwingungen, Leidenschaft und Emotionen. Musik sei für sie therapeutisch. Auf ihre Inspiration angesprochen verwies sie unteranderem auf Nina Simon. BB King sowie Mozart und schloß mit dem Satz „Jazz Is Freedom“.

Das diese sympathische Musikerin während der High End ein Konzert, das abends und nicht nur für Messebesucher zugänglich ist, gibt, ist eine der Neuheiten dieser Messe. Insgesamt werden im Verlauf der Messe 40 Listening-Session bei verschieden Ausstellern stattfinden.

Was sicher auch eine neue Messeerfahrung ist, ist die sicher gewöhnungsbedürftige Weitläufigkeit des Geländes. Da werden schon einige Kilometer gemacht und das in angenehmer Luft. Kein Mief, keine Hitze. Der Besucherstrom vom Eingang verteilt sich wohltuend. Die folgenden Fotos sind Impressionen des ersten Tags und hauptsächlich in den Hallen der World Of Headphone entstanden.

 

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  • Social Introtext Wien, 4. Juni: Kaiserwetter bei der Eröffnung der ersten High End am Kaiserwasser in Wien. Wie so oft in München wurden die zahlreichen Fachbesucher und Pressevertreter, es sind ca. 500 akkreditiert, von strahlendem Sonnenschein ins Austria Center Vienna geleitet.

Das Austria Center Vienna stellt eine Herausforderung an HiFi-Redakteure dar. Gleich fünf Stockwerke und vier Hallen summieren sich zu einer gewaltigen Fläche, die es abzulaufen gilt. Dabei unterscheidet sich der Charakter der einzelnen Stockwerke teilweise deutlich.

Generell sind die Flure viel weitläufiger als noch in München, was eine luftige und angenehme Atmopshäre schafft. Während auf einigen Stockwerken die Freiflächen dominieren, sind es auf anderen sehr große bis mittelgroße Ausstellungsräume, ein Stockwerk weiter kommt dann fast schon wieder ein Hotelmessencharakter auf. Gemeinsam mit den vier Hallen bietet die „neue“ High End viel Abwechslung. Sowohl die Stockwerke des Hauptgebäudes mit der speziellen vieleckigen Form als auch die Hallen eint die sehr moderne Ausstattung. So schaffen nicht nur die Freiflächen sprichwörtlich „Luft“, sondern überhaupt ist die Atemluft sehr angenehm klimatisiert, die Beleuchtung ist gleichmäßig und flimmerfrei. Im Direktvergleich merkt man dann doch, dass das MOC in München, so gute Dienste es für die High End auch geleistet hat, hier und dort bereits etwas abgerockt war. Und obwohl das MOC zwar durchaus vermisst wird, schließlich waren hier Wege und Abläufe bekannt, zeigt sich das Austria Center Vienna, wie ich finde, von seiner besten Seite. Ich freue mich auf die kommenden Tage und vor allem auf Sie, liebe Besucherinnen und Besucher.

Im Folgenden teile ich mit Ihnen meine Impressionen des ersten Tages in Bildform. Ich musste mich erst einmal darauf konzentrieren, mich überhaupt zurecht zu finden. So bin ich zwar nahezu überall schon einmal gewesen, aber habe es bei weitem nicht geschafft, die Messe in einem ähnlichen Umfang wie unser Fotograf Helmut Baumgartner abzulichten. Ich denke, Sie können dennoch bereits einen Eindruck gewinnen.

 


 


 

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  • Social Introtext Das Austria Center Vienna stellt eine Herausforderung an HiFi-Redakteure dar. Gleich fünf Stockwerke und vier Hallen summieren sich zu einer gewaltigen Fläche, die es abzulaufen gilt. Dabei unterscheidet sich der Charakter der einzelnen Stockwerke teilweise deutlich.
Donnerstag, 04 Juni 2026 09:35

Wiener (High End) Impressionen

Der Umzug der wohl wichtigsten Hifi-Messe weltweit stellt nicht nur die Veranstalter, Aussteller – und Besucher? – vor neue Herausforderungen. Für uns war die Show in München in Heimspiel: Im letzten Jahr kamen fünf der sieben hifistatement.net-Teilnehmer aus München oder dem nahen Umfeld, auch wenn nicht alle Bild- oder Textbeiträge lieferten.

Auch in diesem Jahr wird die Hauptlast die Berichterstattung wieder auf den Schultern von Finn Corvin Gallowsky liegen. Er hat die Aufgabe im letzten Jahr und schon mehrfach mit seinen Berichten über die Audio Video Show in Warschau mit Bravour erledigt. Natürlich werden weder er noch Birgit Hammer unseren Fotografen Helmut Baumgartner ersetzen können, der in den Vorjahren mit seinen Bildern jeweils schon am Abend des ersten Messetages einen nahezu vollständigen Überblick über die Messe anbieten konnte. Dennoch sollte es auch heuer die ein oder andere unkommentierte Fotostrecke geben. Diese sollen durch kurze, Tagebuch-ähnliche Notizen zu Pressekonferenzen, Listening-Sessions und persönliche Eindrücke in lockerer Folge ergänzt werden. So auch heute:

Wien, 3. Juni: Wenn wir schon die Reise in unsere Lieblingsstadt machen, können wir dabei auch gleich zwei Aufgaben erledigen. Es bietet sich an, neben dem Messebesuch auch wieder einmal bei Christoph Stickel in seinem Mastering Studio vorbeizuschauen, damit er den Aufnahmen von Rikard From, die wir im November letzten Jahres im A-Trane in Berlin gemacht hatten, den letzten analogen Schliff verpasst. So sehr wir seinem Können und seinem Geschmack auch vertrauen: Dabei zu sein und bei der ein oder anderen klanglich-ästhetischen Entscheidung mit einbezogen zu werden, ist einfach etwas ganz anderes. Und was der Mastering-Profi macht, ist natürlich nicht nur für uns spannend.

Die Treffen mit Ortofons Ex-Chef-Entwickler Leif Johannsen an einem Tag vor der High End – in den letzten Jahren natürlich in Gröbenzell – sind schon zur Tradition geworden. Warum sollten wir daran etwas ändern, nur weil die High End nach Wien umzieht? Also haben wir ihn einfach ins Mastering Studio eingeladen. Nicht ohne Hintergedanken: Vielleicht gibt er ja schon ein paar Details zum neuen Topmodell von Ortofon preis, das am Donnerstag um 14 Uhr offiziell der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Doch dann kam das Gespräch auf Deep Purple, deren letztes Album Christoph Stickel für eine spezielle LP- und Tonband-Edition gemastert hatte. Die Band wird ebenfalls am Donnerstag um 14 Uhr Stand von Revox Autogramme geben. Schade, dass Leif Johannson zu der Zeit schon was anderes vor hat: Wie der Deep-Purple-Fan im Interview über das Ortofon Verismo enthüllte, war es deren Album Made In Japan, das seine Technik- und Musikbegeisterung weckte. Als dann auch noch Künstlerhafen-Chef Dirk Mahlstedt im Studio erschien, der neben De-Phazz auch Rikard From hierzulande managt, ging es endgültig nur noch um Musik. Das neue Tonabnehmersystem geriet in Vergessenheit…

Inzwischen hatte Christoph Stickel einige Konzepte zur Klangverbesserung erarbeitet, alle ebenso subtil wie elegant und dezent. Schließlich einigten wir uns neben den notwendigen Pegelanpassungen auf minimale Eingriffe, die für viele bei ersten Hören vielleicht unwichtig erscheinen mögen, dem Langzeitgenuss, dem musikalischen Fluss und der Raumdarstellung bei mehrmaligem Anhören aber ungemein förderlich sind. Die LP sollte im Herbst bei einem großen deutschen Label erhältlich sein. Danach ging es dann zu einer Veranstaltung eines renommierten deutsches Vertriebes, der auf der Messe nicht selbst vertreten ist, aber dort natürlich seinen Herstellern hilfreich zu Seite steht. Darüber morgen mehr. DS

Christoph Stickel hat das Band digitalisiert, um schnell verschiedene Mastering-Konzepte zu erstellen
Christoph Stickel hat das Band digitalisiert, um schnell verschiedene Mastering-Konzepte zu erstellen


Die Gerätschaften in der Mastering-Konsole arbeiten analog
Die Gerätschaften in der Mastering-Konsole arbeiten analog

Die Lautsprecher sind perfekt auf den Hörplatz ausgerichtet
Die Lautsprecher sind perfekt auf den Hörplatz ausgerichtet

Die Stücke müssen beim Überspielen vor dem Einsetzen des Applaus' per Hand ausgeblendet werden
Die Stücke müssen beim Überspielen vor dem Einsetzen des Applaus' per Hand ausgeblendet werden

Die Studer A820 dient als Zuspieler
Die Studer A820 dient als Zuspieler

Mit dieser Studer mit deutscher Schichtlage werden die gemasterten Songs aufgenommen
Mit dieser Studer mit deutscher Schichtlage werden die gemasterten Songs aufgenommen

Als Kopfhörerverstärker kommen ein SPL Phonitor und ein Luxsin X9 zum Einsatz
Als Kopfhörerverstärker kommen ein SPL Phonitor und ein Luxsin X9 zum Einsatz

Drei Deep-Purple-Fans (v.l.n.r.): der Autor, Leif Johannsen und Christoph Stickel
Drei Deep-Purple-Fans (v.l.n.r.): der Autor, Leif Johannsen und Christoph Stickel

Dirk Mahlstedt schaut dem Mastering-Ingenieur über die Schulter
Dirk Mahlstedt schaut dem Mastering-Ingenieur über die Schulter

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Dienstag, 02 Juni 2026 08:52

Spendor A1.2

Spendor hat seinen Klassiker A1 verfeinert. Der wichtigste technische Unterschied ist eine zusätzliche Verstrebung, die jetzt direkt hinter dem Tiefmitteltöner sitzt und über eine Sorbothane-Dämpfung mechanisch gekoppelt ist. Dadurch sollen störende Resonanzen reduziert werden. Wir haben uns die Evolutionsstufe A1.2 angehört.

Einleitend möchte ich kurz auf meine persönliche Perspektive zu diesem Lautsprecher eingehen. Denn was um Himmels Willen interessiert einen Hochwirkungsgrad-Junkie eine kleine Regalbox mit bescheidenem Wirkungsgrad? Tatsächlich habe ich mir diesen Lautsprecher selbst für einen Test ausgesucht, denn im Laufe der Jahrzehnte der Beschäftigung mit HiFi sind die bei mir zu Hause herumstehenden Lautsprecher immer größer und auch einfach „mehr“ in der Anzahl geworden. Das stößt nicht immer bei allen häuslichen Mitbewohnern auf uneingeschränkte Gegenliebe und tatsächlich fragte ich mich irgendwann selbst: Wie lange hast du eigentlich noch Lust, diese großen Trümmer zu Hause zu ertragen? Gibt es nicht kleine, einfache Plug-and-Play-Lösungen zum In-die-Ecke-stellen, die genauso viel Spaß machen? So wie zu Jugendzeiten, als die Boxen dort hingestellt wurden, wo halt Platz im Zimmer war. Und oft kommt es mir heute so vor, als hätte ich damals viel mehr Spaß am Musikhören gehabt.

Der Lautsprecher Spendor A1.2 ist mit seiner Frontfläche, die etwas schmaler als ein DIN A4-Blatt ist, ein wahres Schnuckelchen. Tolles Finish in der Furnierfarbe Oak, superbe Verarbeitung und mit knapp fünf Kilogramm ein echtes Leichtgewicht
Der Lautsprecher Spendor A1.2 ist mit seiner Frontfläche, die etwas schmaler als ein DIN A4-Blatt ist, ein wahres Schnuckelchen. Tolles Finish in der Furnierfarbe Oak, superbe Verarbeitung und mit knapp fünf Kilogramm ein echtes Leichtgewicht

Mir war klar, dass die Spendor A1.2 nicht unbedingt röhrenkompatibel ist, aber hier komme ich zum zweiten „Trigger“, der in Kombination mit dem oben genannten Platzfrust der eigentliche Auslöser für meine Wahl war. Ein geschätzter Freund und gleichzeitig sehr geerdeter HiFi-Fan, der mich oft genug auf den Boden der Tatsachen zurückholt, spielte mir seinen neuen Vollverstärker Musical Fidelity A1 vor. Sie wissen schon, das ist dieser neu aufgelegte Class-A-Klassiker aus den 1980er-Jahren. Ich bin von dem Gerät völlig begeistert und mein Bekannter, seines Zeichens bekennender UK-HiFi-Fan und Anti-HiFi-Gigantomane, ist (beziehungsweise war) auf der Suche nach einem neuen Lautsprecher. Also machte ich mich auf die Pirsch und schließlich waren sie bei mir zu Hause eingezogen, die beiden kleinen, schnuckeligen Spendor A1.2 Regalboxen. Zusammen mit dem leihweise ebenfalls bei mir eingezogenen Musical Fidelity A1, versteht sich. Und meinem Freund, der dank langer begeisterter Hör-Sessions, die er sich nicht entgehen lassen wollte, gefühlt nun ebenfalls bei mir zu wohnen schien…

Die magnetische gehaltene Schutzabdeckung verbirgt den Tiefmitteltöner mit EP77-Polymermembran sowie die 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte. Zum Hören kann die Abdeckung zwar leicht entfernt werden, aus klanglichen beziehungsweise akustischen Gründen ist dies aber nicht erforderlich
Die magnetische gehaltene Schutzabdeckung verbirgt den Tiefmitteltöner mit EP77-Polymermembran sowie die 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte. Zum Hören kann die Abdeckung zwar leicht entfernt werden, aus klanglichen beziehungsweise akustischen Gründen ist dies aber nicht erforderlich


Aber ich greife vor. Mit der A1.2 führte Spendor bereits im letzten Jahr die zweite Generation des kleinsten Modells der A-Line-Baureihe ein. Der Lautsprecher ist als passiver Zwei-Wege-Kompaktmonitor ausgelegt und verwendet wie der evolutionäre Vorgänger ein geschlossenes Gehäusekonzept ohne Bassreflexöffnung. Das ist bemerkenswert, denn die meisten Hersteller helfen den unteren Oktaven gerne mit einem Bassreflexrohr auf die Sprünge, was oft genug in effekthaschenden Luftpumpen-Hüben endet und nicht mehr viel mit High Fidelity im eigentlichen Sinn zu tun hat. Gut ausgelegte geschlossene Konzepte hingegen können aufgrund des als zusätzliche Feder wirkenden eingeschlossenen Luftvolumens durch präziseres Ausschwingen im Bass überzeugen. Die meisten Helmholtz-Resonatoren – also Bassreflex-Boxen – verfügen nach meiner Erfahrung zwar über mehr Tiefbass und mehr Wirkungsgrad aufgrund der zusätzlichen Energie um die Abstimmfrequenz herum, aber das wird in der Regel durch Resonanzen, Phasendrehungen und längere Ausschwingzeiten erkauft. Diese Nachteile wiegen meist schwerer als das vordergründige „Mehr“ an Bass. Geschlossene Konzepte wie die A1.2 kennen solche Sauereien nicht. Die Spendor ist als Regal- beziehungsweise Stativlautsprecher konzipiert, kostet als Pärchen circa 1900 Euro und wird vollständig in Großbritannien hergestellt. Das ist doch mal ein Wort.

Die 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte ist mit einem schützenden Gitter versehen, was ich sehr begrüße. Sie setzt erst bei 4200 Hertz ein, eine hohe Trennfrequenz für den Hochtöner
Die 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte ist mit einem schützenden Gitter versehen, was ich sehr begrüße. Sie setzt erst bei 4200 Hertz ein, eine hohe Trennfrequenz für den Hochtöner

Die elektroakustische Konstruktion basiert auf einem Zwei-Wege-System mit einer relativ hohen Trennfrequenz bei 4200 Hertz, was für eine breitbandige Auslegung des Tiefmitteltöners spricht, denn ein 150-Millimeter-Treiber bündelt bei vier Kilohertz bereits recht stark. Der Tief-Mitteltonbereich wird nämlich von einem solchen 150-Millimeter-Chassis mit EP77-Polymermembran übernommen, für den Hochtonbereich verwendet Spendor eine 22-Millimeter-Polyamid-Gewebekalotte. EP77 ist ein von Spendor entwickeltes Membranmaterial, das auch in den anderen Modellen des Herstellers eingesetzt wird. Über die konkrete Topologie der Frequenzweiche sowie die eingesetzten Bauteile veröffentlichen die Briten keine technischen Einzelheiten. Da der Lautsprecher aber aus der BBC-Tradition hervorgeht, die für möglichst saubere Phasenverhältnisse, breite Überlappung der Chassis und wenig komplexe Filter steht, gehe ich von sechs oder zwölf Dezibel Flankensteilheit pro Oktave aus.

Spendor gibt den typischen Frequenzumfang im Hörraum mit 60 Hertz bis 26 Kilohertz an, die Nennimpedanz beträgt acht Ohm und der Wirkungsgrad liegt bei 83 Dezibel pro Watt und Meter. Bäume ausreißen kann die A1.2 also kaum und als empfohlene Verstärkerleistung nennt Spendor einen Bereich zwischen 25 und 100 Watt. Die Anschlusssektion besteht aus einem einzelnen Paar versenkter Präzisions-Lautsprecherklemmen; Bi-Wiring- oder Bi-Amping-Anschlüsse sind nicht vorgesehen. Kleinleistungstrioden scheiden als Antrieb also aus, trotzdem habe ich einen kleinen Almarro A205A MkII mit fünf Watt Class A Nennleistung zumindest mal ausprobiert, was sich jedoch als Mismatch herausgestellt hat – soviel vorab.

Spendor entwickelt das Membranmaterial EP77 selbst. Physikalisch bündelt ein 150-Millimeter-Chassis bei vier Kilohertz bereits recht stark, was für eine breitbandige und resonanzarme Konstruktion des Tiefmitteltöners spricht
Spendor entwickelt das Membranmaterial EP77 selbst. Physikalisch bündelt ein 150-Millimeter-Chassis bei vier Kilohertz bereits recht stark, was für eine breitbandige und resonanzarme Konstruktion des Tiefmitteltöners spricht


Die wesentliche technische Änderung gegenüber der ursprünglichen A1 betrifft die mechanische Struktur des Gehäuses. Für die A1.2 wurde die interne Konstruktion überarbeitet; nach Herstellerangaben kommt ein verfeinertes internes Verstrebungssystem zum Einsatz, das Gehäusevibrationen reduzieren und die Wechselwirkungen zwischen Chassis und Gehäuse minimieren soll. Spendor nennt in diesem Zusammenhang die Verringerung von Gehäuseresonanzen, also die Reduktion von „cabinet interaction“ sowie die Verminderung von „time smearing“. Zusätzlich wird eine Sorbothane-Dämpfung innerhalb der mechanischen Kopplung des Gehäuses eingesetzt. Sorbothane ist ein viskoelastisches Dämpfungsmaterial, das Schwingungsenergie in Wärme umwandelt und zur mechanischen Entkopplung verwendet wird. Spendor weist ausdrücklich darauf hin, dass die A1.2 auch bei wandnaher Aufstellung sowie in kleineren Räumen eingesetzt werden kann und so habe ich es dann auch gehalten: Die beiden Lautsprecher durften es sich in einem 20 Quadratmeter großen Raum auf Ohrhöhe auf einem Ständer ungefähr 30 Zentimeter von der Rückwand gemütlich machen, mit einem Basisabstand von circa zweieinhalb Metern zueinander. Und weil hier bei mir gerade noch der Röhrenvollverstärker Gallion AudioTS34 gastierte, durfte dieser zunächst die beiden kleinen Briten befeuern. Im Class-AB-Betrieb bringt der Gallion immerhin 40 Watt Ausgangsleistung an die Klemmen, was nominell für die Spendors ausreichen sollte.

Schmale Korbstege sorgen für geringen Luftwiderstand und damit für geringe Resonanzen. Die Sorbothane-Kopplung des Tiefmitteltöners an das Gehäuse vermindert ebenfalls Resonanzen
Schmale Korbstege sorgen für geringen Luftwiderstand und damit für geringe Resonanzen. Die Sorbothane-Kopplung des Tiefmitteltöners an das Gehäuse vermindert ebenfalls Resonanzen

Tatsächlich gingen der Galion und die Spendors eine sehr harmonische Liaison ein. Zwar etwas gemein von mir, aber um dem Tiefton gleich mal auf den Zahn zu fühlen, musste ein Klassiker herhalten: Das Intro von „Hells Bells“ von AC/DC (Back in Black, Atlantic Records, 1980) offenbart unmittelbar jede Schwäche im Tieftonbereich. Ich erwartete keine Wunder, aber die „Höllenglocken“ kamen klar konturiert und mit guter Kontrolle, ohne tumbe Effekthascherei. Natürlich stiegen die Briten nicht so tief in den Keller wie ausgewachsene Standboxen, aber das, was sie darstellten, hatte schon richtig Qualität. Trocken, knackig, konturiert und wieselflink wirkte der Bass, das können viele Bassreflex-Kollegen dieser Gewichtsklasse eben nicht so gut.

Etwas gediegenere Kost wie zum Beispiel Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ (Yehudi Menuhin, His Master´s Voice, 1985) überzeugte in Sachen Raumstaffelung und Klangfarbentreue ungemein. Streicher und Blasinstrumente kamen in ihren Klangfarben sehr echt und authentisch rüber, hier half der Galion Audio gewiss ein gutes Stück mit, in der Tendenz leicht warme und weiche Hochtonglanzlichter zu setzen. Die Instrumente hatten ausreichend Luft zur Entfaltung um sich herum und sowohl die Breiten- als auch die Tiefenstaffelung überzeugten mich.

Gänsehautmomente erzeugte das Album Aion (4Ad, 1990) von Dead Can Dance. Renaissance-Musik mit gregorianischem Gesang und mittelalterlichen Instrumenten wie Drehleier und Dudelsack erfordern tonale Sauberkeit und subtile Feindynamik. Und auch hier erlaubten sich die kompakten Monitore von Spendor nicht die geringsten Schwächen: Fein nuancierte Vokale beim Gesang klangen realistisch und sehr fein aufgelöst, S-Laute kamen ohne crispe oder scharfe Akzente aus. Die historischen Instrumente spielten farbstark und natürlich auf, feinste Klangverästelungen wurden sehr sauber aufgelöst und schwangen detailliert aus.

Ohne viel Schnick-Schnack kommt das stabile und für seinen Zweck mehr als ausreichend dimensionierte Terminal daher und nimmt Bananas, Litzen oder Kabelschuhe auf
Ohne viel Schnick-Schnack kommt das stabile und für seinen Zweck mehr als ausreichend dimensionierte Terminal daher und nimmt Bananas, Litzen oder Kabelschuhe auf


Beim Wechsel des Verstärkers traute ich zunächst meinen Ohren nicht. Der Galion Audio TS34 wurde in die Pause geschickt und nun durfte der Musical Fidelity A1 ran. Trotz geringerer Nennleistung als der Galion wurde die gesamte Spielart nun schneller, frischer, spritziger und irgendwie einfach lebendiger. Es gibt so Momente im HiFi-Leben, da hast du das Gefühl, dass etwas einrastet, dass zwei Komponenten einfach wie füreinander geschaffen sind. Dies war so ein Moment! Das kann auch daran liegen, dass beide aus einem britischen Stall kommen. Was lag also näher als Brit-Pop aufzulegen: Oasis spielten etwa „Don´t Look Back In Anger“ und „Wonderwall“ so enthusiastisch und aus einem Guss, wie ich es selten erlebt habe –und das meine ich absolut und völlig preisklassenunabhängig. Oder The Verve mit mit „Lucky Man“ (Urban Hymns, Hut Recordings/Virgin, 1997): Das Klangbild baute sich aus der Mitte heraus auf, aus dem Stimmenbereich, und die Frequenzbandenden fügten sich einfach harmonisch ein. Klar, es fehlte die autoritäre Substanz feister Großboxen oder die feinstoffliche Hochtonauflösung guter Hörner, aber hey, solche Vergleiche verboten sich einfach, denn hier spielten hochmusikalische, integrierende Monitor-Lautsprecher, die fast so bruchlos wie sehr gute Breitbänder klangen.

Für mich persönlich war die Spendor A1.2 ein sehr heilsamer Ausflug heraus aus Hochwirkungsgrad- und Röhrengefilden, hinein in das Hier-und-jetzt-HiFi zum Auf-dem-Teppich-bleiben. Wer bezahlbare und aufstellungsunkritische hifidele Kleinlautsprecher sucht, der höre sich die Spendor A1.2 unbedingt an und hänge sie an den richtigen Verstärker. Die von mir verwendeten Geräte können dabei nur ein kleiner Fingerzeig sein, aber es würde mich stark wundern, wenn es da draußen noch viele vergleichbare „Matches“ wie das mit dem Musical Fidelity A1 gäbe.

STATEMENT

Spendor ist mit der Evolutionsstufe A1.2 die gekonnte Weiterentwicklung seines ohnehin tollen Einstiegs-Klassikers gelungen. Feine Auflösung, gutes Timing, hohes Tempo und eine saubere Darstellung ohne analytische Härte bilden die genetische Basis dieser technisch gelungen Lautsprecher. Mit dem richtigen Spielpartner gibt es dann noch pure Spielfreude drauf zu, was mir in dieser Preisklasse den allerhöchsten Respekt abnötigt.
Gehört mit
Phonovorverstärker Pro-Ject Phono Box S2 Ultra mit Pro-Ject Accu Box S2
Plattenspieler Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO
Tonabnehmer Pro-Ject Pick it PRO
Vollverstärker Galion Audio TS34; Almarro A205A MkII, Musical Fidelity A1
Zubehör Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject, Connect-it RCA-E
Möbel Hi-Fi Racks Ltd
Herstellerangaben
Spendor A1.2
Prinzip geschlossener 2-Wege-Regallautsprecher
Treiber Hochtöner: 2mm Polyamid-Kalotte; Tief-/Mitteltöner: 150 mm EP77 Polymer-Membran
Empfindlichkeit 83dB/W/m
Frequenzgang 60–2600Hz
Übergangsfrequenz 4200 Hz
Nennimpedanz 8 Ohm (Minimum 6,4 Ohm)
Abmessungen(HxBxT) 308 x 165 x 186mm (T)
Gewicht 4,8kg pro Lautsprecher
Belastbarkeit 100W
Empfohlene Verstärkerleistung 25-100W
Furniere Black Oak, Walnut, Oak, Satin White
Gehäusematerial MDF
Preis 1900 Euro

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

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  • Social Introtext Spendor hat seinen Klassiker A1 verfeinert. Der wichtigste technische Unterschied ist eine zusätzliche Verstrebung, die jetzt direkt hinter dem Tiefmitteltöner sitzt und über eine Sorbothane-Dämpfung mechanisch gekoppelt ist. Dadurch sollen störende Resonanzen reduziert werden. Wir haben uns die Evolutionsstufe A1.2 angehört.
Montag, 01 Juni 2026 04:20

HIGH END Vienna 2026

Inzwischen dürfte es sich herumgesprochen haben: In Sachen High End ist in diesem Jahr alles anders. Sie findet nicht wie üblich im Mai und oft beginnend am Tag von Christi Himmelfahrt in München, sondern erstmal im Austria Center Vienna in der österreichischen Hauptstadt statt und beginnt heuer an Fronleichnam, dem 4. Juni.

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An der Dauer hat sich natürlich nichts geändert: Vier Tage lang werden spannende Innovationen und bewährte Klassiker präsentiert. Wie üblich sind die beiden ersten Tage Fachbesuchern und Pressevertretern vorbehalten, während die Messe am Samstag und Sonntag allen Interessierten offensteht. Schon Ende Januar zeichnete sich ab, dass die Messe ein Erfolg sein würde. Die High End Society formulierte es in eine Pressemitteilung so: „Der Umzug ins Austria Center Vienna ist ein bedeutsamer Schritt in der Geschichte der HIGH END. Der neue Veranstaltungsort punktet mit vielversprechenden Perspektiven in einem modernen, zukunftsorientierten Umfeld und bietet Ausstellern sowie Besuchern gleichermaßen ein ansprechendes, innovatives Umfeld für den Austausch über neueste Technologien, Trends und Visionen. Wien, als Welthauptstadt der Musik, verbindet Tradition und Zukunft und macht die Veranstaltung 2026 zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. … Ein weiteres Highlight: Die kanadische Sängerin Dominique Fils-Aimé begleitet die HIGH END Vienna 2026 als Markenbotschafterin. Mit ihrer einzigartigen Stimme und künstlerischen Ausdruckskraft hat sie es zu internationalem Ansehen gebracht und wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Dominique Fils-Aimé wird auf der Messe anwesend sein und die Veranstaltung mit ihrer charismatischen Ausstrahlung bereichern. Als Künstlerin, die Musik in ihrer emotionalen Tiefe und kulturellen Bedeutung lebt, unterstreicht sie die kreative Dimension der Audiobranche und die verbindende Kraft des Musikhörens. … Die vollständige Ausbuchung und die starke internationale Beteiligung spiegeln die enorme Relevanz der HIGH END Vienna 2026 wider. Mit großer Vorfreude blickt die Branche auf inspirierende Begegnungen, innovative Lösungen und unvergessliche Klangmomente. Eine lebendige Atmosphäre, die Mischung aus B2B-Plattform und emotionalem Messeerlebnis sowie eine herausragende Klangkultur machen die HIGH END VIENNA zu einem Event, das sowohl die Fachwelt als auch Musikliebhaber aus aller Welt begeistert. Das Publikum ist eingeladen, Teil dieses einzigartigen Ereignisses zu werden und gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten die Zukunft des guten Tons zu feiern.“

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Inzwischen steht auch fest, dass die Markenbotschafterin Dominique Fils-Aimé am Samstag, 6. Juni 2026 ein exklusives Konzert im Austria Center Vienna gibt und gemeinsam mit ihrer Band das aktuelles Album „My World Is The Sun“ präsentiert, mit dem sie seit einigen Monaten erfolgreich auf Welttournee ist. Das Konzert markiert ein Debüt: Erstmals steht mit Dominique Fils-Aimé eine Markenbotschafterin der Messe selbst auf der Bühne. Damit entsteht ein außergewöhnlicher Live-Auftritt, bei dem die Verbindung von Musik und audiophiler Klangkultur auf besondere Weise spürbar wird. „Mit diesem Konzert schaffen wir ein einzigartiges Event, das weit über den Messekontext hinausgeht“, betont Manuel Pinke, Geschäftsführer der HIGH END SOCIETY Service GmbH. „Dominique Fils-Aimé verkörpert perfekt das diesjährige Motto „Power of Music“ – der emotionalen Kraft von Musik, die Menschen verbindet. Wir freuen uns sehr, dass sie diese für uns live im Rahmen der HIGH END zum Ausdruck bringt.“

Die Eintrittskarten für das Konzert kann man ebenso wie die für die Messe ausschließlich online im Ticketshop erwerben.

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Veranstaltungsort
Austria Center Vienna (ACV)
Bruno-Kreisky-Platz 1
1220 Wien | Österreich

Veranstaltungsdatum
4. bis 7. Juni 2026

Öffnungszeiten
Donnerstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag: 10:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag und Freitag nur geöffnet für Fachbesucher:innen mit Vorabregistrierung.

Ticketpreise
B2B-2-Tagesticket: 39 Euro
B2B-4-Tagesticket: 59 Euro
Tagesticket Samstag: 20 Euro
Tagesticket Sonntag: 20 Euro
Die Tickets gibt es ausschließlich online im Ticketshop.
Studierende erhalten bei Vorlage Ihres Studentenausweises freien Eintritt!

Veranstalter
HIGH END SOCIETY Service GmbH
Vorm Eichholz 2g
42119 Wuppertal
Telefon: +49 202 702022
E-Mail: info@highendsociety.de
web: www.highendsociety.de

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Weitere Informationen

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