Der Momentum Z Monoblock-Verstärker wurde anlässlich des 15-jährigen Firmenjubiläums entwickelt und verbessert alle Aspekte der Momentum-Plattform. Er liefert 500 Watt an 8 Ω, 1.000 Watt an 4 Ω und 2.000 Watt an 2 Ω mit außergewöhnlicher Kontrolle, Geschwindigkeit und musikalischer Bandbreite.
Mit einem integrierten RJ45-Ethernet-Anschluss bietet der Momentum Z einen Einblick in die Leistungs- und Serviceparameter, die das softwarebasierte Steuerungssystem optimiert. Über jeden Webbrowser können Benutzer die Leistungsdaten des Verstärkers einsehen, darunter Betriebsspannungen, Temperatur, Vorspannung, Gleichstromversatz, 12-Volt-Triggerstatus und mehr – alles wird kontinuierlich überwacht und auf verbundenen Geräten über das Heimnetzwerk angezeigt. Über dasselbe Dashboard lassen sich auch die Einstellungen des Frontpanels steuern, um eine personalisierte Benutzererfahrung zu ermöglichen.
Ein charakteristisches Merkmal der Dan D'Agostino Master Audio Momentum-Verstärker ist die unverwechselbare Verwendung von massiven Kupferkühlkörpern – eine Entscheidung, die sowohl auf der technischen Leistung als auch auf der optischen Ästhetik basiert. Kupfer bietet eine fast doppelt so hohe Wärmeleitfähigkeit wie Aluminium, wodurch die Wärme schneller und gleichmäßiger von den aktiven Bauteilen abgeleitet werden kann. Diese überlegene thermische Effizienz erhöht nicht nur die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, sondern gewährleistet auch optimale Betriebsbedingungen für die kritischen Schaltkreise des Verstärkers und sorgt so für klangliche Stabilität selbst unter höchsten Belastungen. Über seine technischen Vorteile hinaus ist das geformte Kupferdesign zu einem ikonischen ästhetischen Markenzeichen der D’Agostino-Verstärker geworden – ein Symbol für das Bekenntnis des Unternehmens zu kompromisslosen Materialien, sorgfältiger Handwerkskunst und der nahtlosen Verbindung von Form und Funktion.
Der Momentum Z ist der erste Verstärker von D’Agostino, der eine auf Junction Field-Effect Transistors (JFET) basierende Eingangsstufe verwendet. Ganz vorne im Verstärker, wo das empfindliche Musiksignal zum ersten Mal in den Schaltkreis eintritt, ist die Wahl des Bauteils entscheidend. JFETs eignen sich hervorragend für diese Aufgabe, da sie eine extrem hohe Eingangsimpedanz und ein außergewöhnlich geringes Rauschen bieten, wodurch jede Nuance des Quellsignals erhalten bleibt. Aus technischer Sicht arbeiten JFETs so, dass sie eine gleichmäßige, lineare Übertragungscharakteristik mit natürlicher Lastbehandlung bieten. Dieses Design minimiert Verzerrungen und sorgt dafür, dass musikalische Details im Mikrobereich unverfälscht und ohne Verfärbungen in die Verstärkerstufen gelangen. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein ruhigerer Hintergrund, der subtile räumliche Details offenbart, eine natürlichere Präsenz im Mitteltonbereich, die Gesang und akustische Instrumente zum Leben erweckt, und ein Gefühl der Offenheit, das die Klangbühne verbessert. Durch den Einsatz von JFETs in der Eingangsstufe erreicht der Verstärker eine großartige Balance zwischen technischer Präzision und musikalischer Wärme, so dass Aufnahmen sowohl mit Genauigkeit als auch mit emotionaler Wirkung erlebt werden können.
Die vollständig im analogen Bereich arbeitende Ultrahochgeschwindigkeits-Steuerstufe liefert eine sofortige und immense Stromkapazität, während das softwarebasierte Steuerungssystem die Vorspannung und andere Betriebsparameter kontinuierlich in Echtzeit überwacht und so absolute Stabilität und musikalische Kohärenz gewährleistet. Der firmeneigene Kinetic Drive Regulator bringt einen bedeutenden Fortschritt sowohl in der technischen Präzision als auch in der klanglichen Verfeinerung und vereint diese Fortschritte in einer einzigen, elegant ausgeführten Architektur.
Durch die Kombination der feinen Modulationseigenschaften von MOSFETs und der hohen Strombelastbarkeit von Bipolartransistoren ist der Momentum Z immun gegen Wechselstromschwankungen und die leistungsmindernden Aspekte, die Lautsprecher bei der normalen Wiedergabe von Musik über Verstärker mit sich bringen. Der Kinetic Drive Regulator sorgt dafür, dass das Musiksignal rein bleibt und nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt wird, die die viszerale Wirkung und den Realismus zerstören, die den modernen Musikmedien von heute innewohnen. Im Gegensatz zu ungeregelten Architekturen, bei denen die Spannung je nach Musikbedarf und eingehenden Wechselstromschwankungen schwanken kann, sorgt der Momentum Z unter allen Betriebsbedingungen für konstante, extrem stabile Spannung. Diese Stabilität gewährleistet, dass die Ausgangsstufe einen saubereren, wellenfreien Strom erhält, wodurch Rauschen, Verzerrungen und Leitungsstörungen drastisch reduziert werden. Die Vorteile sind sowohl messbar als auch hörbar.
Das Ergebnis ist ein Verstärker, der superschnell, dynamisch und stabil ist. Tiefe Frequenzen gewinnen an Gewicht und Definition mit Tonhöhe und Autorität. Mittlere Frequenzen, von Gesang bis zu Streichern, fließen mit natürlicher Klarheit, während die Höhen weich und dennoch ausgedehnt bleiben, frei von der Rauigkeit, die oft durch weniger ausgefeilte Stromkreise verursacht wird. Da der Verstärker unmittelbar sauberen Strom liefern kann, wenn die Musik dies erfordert, bleiben komplexe Passagen auch bei höheren Lautstärken oder schwierigen Lautsprecherlasten klar und lebendig.
Letztendlich geht das Momentum Z-Netzteil über die Rolle einer herkömmlichen Energiequelle hinaus und fungiert stattdessen als streng regulierte, dynamisch reagierende Plattform für musikalische Genauigkeit. Durch den Einsatz fortschrittlicher Halbleiter und innovative Schaltungsentwicklung erreicht es ein in seiner Klasse unübertroffenes Gleichgewicht zwischen technischer Präzision und ausdrucksstarker Musikalität – Klang mit Präzision, Tiefe und müheloser Autorität.
Der Dan D'Agostino Momentum Z wird ab März des Jahres für 75.000 Euro pro Stück erhältlich sein.
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Vertrieb
Audio Reference GmbH
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| Anschrift | Alsterkrugchaussee 435 22335 HAMBURG |
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Im letzten Jahr erwies sich die Wahl des neuen Veranstaltungsortes für die Norddeutschen Hifi-Tage, das Hotel Le Méridien Hamburg, An der Alster 52, und die des Zeitpunkts – am angestammten Termin am ersten Februar-Wochenende – als Glücksgriff, wie der Zuspruch von Ausstellern und Besuchern bewies. Anders als damals wird aber nun Eintritt erhoben.
Bei den Süddeutschen Hifi-Tagen im letzten Jahr lagen die Preise noch bei 10 respektive 15 Euro für das Tages- und Zweitages-Ticket. Für die Hamburger Ausstellung hat der Veranstalter die Preis angehoben: Dort sind 15 beziehungsweise 20 Euro zu entrichten. Für Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung gibt es deutliche Ermäßigungen. Es wird interessant sein, wie sich diese Neuerung auf die Besucherzahlen auswirken wird. Für alle, die mit dem öffentlichen Personen-Nahverkehr anreisen, ist die Lage des Hotels ideal: Der Hauptbahnhof ist gerade einmal 800 Meter entfernt. Für Auto-Nutzer bieten Ivonne Borchert-Lima und ihr Team einen halbstündlich verkehrenden Shuttle-Service zwischen dem Messehotel und dem Parkplatz auf dem Heiligengeistfeld an: Im letzten Jahr betrug die Parkgebühr fünf Euro und der Transfer zum Hotel war kostenlos. Aktuelle Angaben sind auf der Website nicht zu finden.
Hier noch die Liste der ausgestellten Marken: A&L, Aavik, Acapella, Accuphase, ACCUSTIC ARTS, AIR TIGHT, Analysis Plus, Ansuz, AP Elektroakustik, Aries Cerat, ASCENDO, ATE, ATOLL, Audes, Audia Flight, AudioNostrum, Audio Note, Audio Offensive, Audio Reference, Audiofels, Audiophil FAST, AUDREAL, Auer Acoustics , Avantgarde Acoustic, AVM, Axmann Audio, Axxess, AYON, Backes & Müller, Bassocontinuo, Bauer Audio DPS, beaudioful, Benchmark, Børresen, Boulder Amplifiers, Braun, Bryston, C.E.C., Canton, Cardas Audio, CHARIO, Crystal Cable, Cube Audio, Dan D'Agostino, David Laboga, dCS, Dimi Vesos, EINSTEIN AUDIO, ELAC, ELECTRIC AUDIO, Esprit, EternalArts, Fenn Music, Fezz Audio, Final, Fischer & Fischer, Furutech, GAUDER AKUSTIK, GGNTKT, grell, Grimm Audio, Harman Karbon, Harzsch, Hegel, HIFIMAN, HIFI-ZEILE, HKLIVING, HOLBORNE, Horch House, Horns, Innuos, J.Sikora, JL Audio, Kaiser KAWERO, KEF, Kleeny, KOETSU, Lampizator, Lansche Audio, LEN Hifi, Linnenberg, Loutd, LUNA CABLES, Luxman, Lyravox, MAGNEPAN, Magnetar, Manger, MAPU Speakers, Marten, Mavis, Mola Mola, Mozzaik Audio, MSB, Mudra Akustik, MUSICAL FIDELITY, Nessie Vinylcare, nextgen™,Nordost, NuPrime, PADIS, Perlisten Audio, PHASEMATION, Phonar, PHONOSOPHIE, PLATINE VERDIER, PMC, POWERGRIP, Progressive Audio, PS Audio, Pylon Audio, QUAD, Quadraspire, Qualio, Raidho Acustics, Reed, Revox, Riviera Audio Laboratories, Rogers HiFi, Rowen, RÜBENBURG AUDIO, Scansonic, Schüring High End, Sennheiser, Silberstatic, Skyanalog, SonicThrone® Audio Sessel, sonoro, Sonox, SORANE, Soulnote, Soundsmith, SPL, Staltmanis LAB, Starke sound, STUdo, SUPRA Cable, Swiss HD SYMANN Soundboards, Symphonic Line, Thales, ThivanLabs 218, Thorens 229, ToneTool 220, Transrotor, TRIANGLE, TW-Acustic. UberLight Flex, Velodyne Acoustics, Vitus, Vivid Audio, Voxativ, VPI Industries, VTL, WB Manufacture, WBT, Western, Wilson Audio, WireWorld, WISSELING HIGH END, Workshop Quadrophonie, YG Acoustics, Zavfino.
Für Hifistatement werden Birgit Hammer-Sommer. Carsten Bussler, Finn Corvin Gallowsky und ich vor Ort sein und zeitnah über die Messe berichten.
Informationen
Hotel Le Méridien Hamburg
An der Alster 52,
20099 Hamburg
Tel: +49- (0)40-21000
info@lemeridienhamburg.com
Öffnungszeiten
Sa von 10-18 Uhr
So von 10-16 Uhr
Eintrittspreise
Tagesticket Samstag: 15,00 €
Zweitage Ticket: 20,00 €
Schüler U18: 5,00 €
Studenten: 5,00 €
Mensch mit Behinderung: 5,00 €
Mit dem Transistor-Vollverstärker Virtus I4S und dem D/A-Wandler Verto D4S erweitert Canor sein Portfolio um die neue Foundation-Line, die moderne Ausstattung mit hochwertiger Analog- und Digitaltechnik verbindet. Beide Geräte setzen auf diskrete Schaltungen, eine klare Formensprache mit großflächigen Glasfronten sowie komfortable Touch-Bedienung.
„Viele Musikfreunde suchen heute Geräte, die sich intuitiv bedienen lassen und trotzdem ernsthafte High-End-Technik bieten. Genau hier setzen Verto D4S und Virtus I4S an: moderne Touch-Oberflächen, praxisgerechte Ausstattung und ein Klang, der weit über die Preisklasse hinausreicht – ganz im Sinne des seit Jahren anerkannt hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses von Canor.“
Martin Klaassen, Geschäftsführer IDC Klaassen International Distribution
Der Verto D4S ist der leistungsstarke Digital-Analog-Wandler in der neuen Foundation-Line. Im Inneren arbeiten zwei ESS Sabre 9038 DAC-Chips in Dual-Mono-Konfiguration für hohen Dynamikumfang und äußerst geringes Grundrauschen. Die analoge Ausgangsstufe ist vollständig diskret aufgebaut – auf Operationsverstärker im Signalweg verzichtet Canor konsequent. Der Wandler bietet eine breite Palette an digitalen Eingängen, darunter USB, AES/EBU, Koax, zwei optische Eingänge sowie einen dedizierten TV-Eingang. Zusätzlich stehen je ein XLR- und Cinch-Eingang sowie entsprechende symmetrische und unsymmetrische Ausgänge zur Verfügung. Damit lässt sich der Verto D4S flexibel in unterschiedlichste Ketten integrieren – vom klassischen CD-Transport über Streaming-Bridges bis hin zum Fernseher im Wohnzimmer. PCM-Signale verarbeitet der Verto D4S mit Abtastraten bis 768 Kilohertz, DSD wird sowohl als DoP bis maximal DSD256 als auch nativ bis DSD512 unterstützt. Acht wählbare Digitalfilter ermöglichen eine Anpassung an persönliche Klangvorlieben. Ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist das 18 Zentimeter breite, hochauflösende Farb-Touchdisplay über die gesamte Frontbreite. Es zeigt alle Betriebsparameter klar und übersichtlich an und ermöglicht eine äußerst komfortable, moderne Bedienung direkt am Gerät. Für eine saubere Stromversorgung sorgt ein lineares Netzteil mit getrennten Spannungsreglern für digitale und analoge Sektionen, um gegenseitige Einstreuungen zu minimieren und einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.
Technische Eckdaten Verto D4S (Auswahl)
Der Virtus I4S ist ein eleganter Transistor-Vollverstärker in der neuen Foundation-Line, der gleich mehrere Funktionen in einem Gehäuse vereint: Vollverstärker, Kopfhörerverstärker und Phono-Vorverstärker. Alle Verstärkerstufen arbeiten in Class-AB-Technik und sind in vollständig diskreter Bauweise realisiert. Die Ausgangsleistung beträgt zweimal 120 Watt an vier Ohm respektive zweimal 75 Watt an acht Ohm – genug Reserven auch für leistungshungrige Lautsprecher. Für den Plattenspieler steht eine integrierte Phonostufe für MM- und MC-Systeme mit umschaltbarer Verstärkung (40/46 Dezibel für MM, 60/66 Dezibel für MC) zur Verfügung. Bei den Anschlüssen bietet der Virtus I4S zwei Cinch-Eingänge, einen symmetrischen XLR-Eingang sowie einen Phono-Cinch-Eingang. Ein variabler Cinch-Ausgang erleichtert die Einbindung eines Subwoofers oder einer externen Endstufe. Für Kopfhörer ist eine 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse an der Front integriert. Herzstück des Bedienkonzepts ist ein 45 Millimeter großer runder Touchscreen, der in den zentralen Drehknopf eingelassen ist und einen schnellen Zugriff auf alle Funktionen und Einstellungen ermöglicht. Speziell entwickelte Kühlkörper mit Heatpipe-Technologie sorgen für stabile Betriebstemperaturen. Das Gehäuse aus Aluminium, Stahl und Glas gewährleistet eine hohe mechanische Stabilität, wirksame Abschirmung und prägt die klare visuelle Identität des Verstärkers.
Technische Eckdaten Virtus I4S (Auswahl)
Sowohl der Verto D4S als auch der Virtus I4S folgen einem gemeinsamen Design-Konzept mit breiter Front, großem Display beziehungsweise Touch-Drehgeber und klaren Linien. Die Kombination aus Glas, Aluminium und Stahl unterstreicht den hochwertigen Anspruch der neuen Slim-Line und sorgt zugleich für eine robuste, resonanzarme Konstruktion. Beide Geräte werden in den drei Farbvarianten Silber, Schwarz und Bronze erhältlich sein und lassen sich so optisch harmonisch in verschiedene Wohn- und Anlagenkonzepte integrieren.
Der Canor Verto D4S und der Virtus I4S werden ab Anfang Februar 2026 über den autorisierten Importeur IDC Klaassen International Distribution & Consulting im Fachhandel in Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern erhältlich sein.
Die Preise
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Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
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| Anschrift | Am Brambusch 22 44536 Lünen |
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Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken.
Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der Däne als solcher sympathisch und die dänische Lebensphilosophie mit ihrer ansteckenden Feierlaune, zum Beispiel bei großen Sportevents oder Festivals (Roskilde), kommt mir grundsätzlich entgegen.
Inzwischen bin ich zwar nicht mehr so häufig bei den nordischen Nachbarn, die man von meiner Heimat Hamburg in rund zwei Stunden erreicht. Doch meine Zuneigung für das Land ist im Verlauf der Jahre eher noch größer geworden. Aus gutem Grund: Dänemark ist in meinen Augen ein echtes Hifi-Paradies. Dieses flache Land mit seinen windschiefen Bäumen, in dem gerade mal sechs Millionen Menschen leben, hat so viele hervorragende Hifi-Manufakturen, wie kaum ein anderes dieser Größe. Damit Sie wissen, was ich meine, hier eine kleine, unvollständige Auswahl von renommierten Herstellern: Ansuz, Audiovector, Aavik, Axxess, bergmann, Børresen, Dali, Gryphon, Ortofon, Raidho. Hifi aus Dänemark ist ein echtes Gütesiegel.

Zu diesen außergewöhnlichen Herstellern gehört auch Hans-Ole Vitus aus dem beschaulichen Ort Herning. Der ist rund 300 Kilometer von der Metropole Kopenhagen entfernt und befindet sich in Mitteljütland. Vor rund 30 Jahren hat er mit dem Bau von hochklassigen Verstärkern begonnen. Die ersten verkaufte er an Freunde, dann gründete der passionierte Schlagzeuger – „Ich mag gern richtig hart draufhauen“ – 1995 das Unternehmen Vitus Audio. Sohn Alexander war bereits als Junior ständig in der Werkstatt und begann früh Platinen zu bestücken und SMD-Bauteile zu löten. Mit Anfang 20 gründete Alexander seine eigene Firma AVM TEC und stellte kurze Zeit später seinen ersten Alluxity-Verstärker vor. Da ich bisher nichts mit Alluxity-Verstärkern zu tun hatte, war ich sehr gespannt, als Dirk Sommer mich mit der Aufgabe betraute, den Alluxity Int One mkII für hifistatement zu testen.
Meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht: Bereits beim Auspacken des Verstärkers wurde klar, dass hier ein echtes Schmuckstück angeliefert wurde. Ich platzierte den schicken Dänen zuerst einmal völlig freistehend auf dem Tisch, damit ich ihn von allen Seiten begutachten konnte. Wer ein Faible für schlichtes skandinavisches Design hat, der kann sich an dem schwarzen Gehäuse inklusive des fünf Zoll großen Touchscreens mit 800 mal 480 Pixeln, über das der Verstärker alternativ per Fernbedienung bedient wird, gar nicht sattsehen. Das Gerät bringt stattliche 17,5 Kilogramm auf die Waage. Warum es so schwer ist, das verrate ich später. Neben der sauberen Verarbeitung fällt direkt der eingefräste Namenszug auf der Oberseite ins Auge. Die sauber angephasten Kanten sowie die jeweils sechs ovalen „Lüftungsschächte“ auf jeder Seite sind echte Augenschmeichler. Schon optisch und haptisch sorgt der Alluxity für Emotionen.

Genau das Schaffen von Emotionen gehört zur Philosophie des dänischen Hifi-Produzenten. In der Entwicklungsphase eines Produktes gibt es unzählige Sitzungen, in denen der Familienrat mit Mutter Britta (sie ist ursprünglich Modedesignerin), Sohn Alexander und Vater Hans-Ole über das Design diskutieren. Dass die klangliche Qualität überzeugen muss, ist selbstverständlich. Aber auch der optische Eindruck soll die Kundschaft ansprechen. Das Ziel von Alluxity ist, Audiogeräte anzubieten, die sich optimal in den Wohnraum einfügen, ohne ihn zu dominieren und die ein perfektes Hörerlebnis bieten. Da nicht jeder auf das gängige Schwarz steht, werden die Geräte in weiteren Farben wie Weiß, Mitternachtsblau, Titangrau und Titanorange angeboten. Natürlich werden auch Sonderwünsche erfüllt.

Der Blick auf die Rückseite überraschte mich ein wenig. Nicht, dass es dort unaufgeräumt wirkte oder weniger Qualität geboten wurde. Was mich erstaunte, war die übersichtliche Anzahl von Anschlussmöglichkeiten. Das dürfte man wohl dänischen Purismus nennen. Neben drei Cinch-Anschlüssen gibt es zwei XLR-Eingänge. Alle Buchsen stammen von Furutech. An der linken und rechten Außenseite befinden sich die kernigen Schraubanschlüsse für die Lautsprecherkabel. Der Netzanschluss liegt in der Mitte und darüber befindet sich eine Buchse fürs Netzwerkkabel, über die Firmware-Updates vorgenommen werden können.
Um etwas mehr über den Probanden aus erster Hand zu erfahren, bat ich den Chef von Alluxity, Alexander Vitus Mogensen, per Mail um ein Interview. Es dauerte nicht lange, da erhielt ich eine Antwort. Allerdings nicht von Alluxity-Gründer Alexander, sondern von seinem Vater Hans-Ole, dem Kopf von Vitus Audio. Der sagte mir ein Interview zu und ich war äußerst gespannt zu erfahren, warum er mein Gesprächspartner sein würde. So groß wie die Neugier war meine Überraschung, als Vater Vitus mir erzählte, dass sein Sohn nicht mehr in der Firma aktiv ist und sich stattdessen beruflich neu orientieren würde. „Ich habe die Firmenanteile meines Sohnes übernommen und bin seit dem 1. Januar 2026 alleiniger Inhaber von Vitus Audio und Alluxity“, erklärte er. Somit sei die Marke Alluxity nun in die AVA Group integriert.

Auf die Qualität habe die Veränderung selbstverständlich keine Auswirkungen, betont Hans-Ole Vitus. Einzig der Markenname ist leicht modifiziert – Alluxity by AVA heißt es nun. Wirft man einen Blick auf die Bilder unseres Fotografen Helmut Baumgartner, dann wird schnell klar, warum Der CEO der AVA Group die Alluxity-Serie „den kleinen Bruder von Vitus Audio“ nennt. Schon beim Gehäuse wird deutlich, dass bei der Entwicklung und Herstellung keine Kompromisse eingegangen wurden. Der Int One mkII ist aus einem Alublock gefräst und die verbauten Platinen, auf der sich reichlich SMD-Bauteile befinden, werden in der eigenen Produktionshalle gefertigt. Die beiden diskret aufgebauten Monosektionen werden von einem eigens für den Alluxity hergestellten Ringkerntransformator gespeist. Für den guten Klang hat sich Alexander Mogensen gemeinsam mit seinem Vater für die bereits bei Vitus überzeugenden Leistungstransistoren der Marke Sanken entschieden. Der kraftvolle Vollverstärker beginnt im Class-A- und geht dann über in den Class-A/B-Betrieb. Leider gibt es keinen Phono- oder Digitaleinschub. Aber dafür ist das knappe Alu-Kleid zu eng. Schade.
Was ist anders gegenüber dem Vorgänger Int One? Der mkII verfügt über einen neu gestalteten Vorverstärkerzug, der nun komplett symmetrisch arbeitet, wodurch der Vollverstärker von Eingang bis Ausgang vollständig symmetrisch ist. Das Upgrade soll für geringeres Rauschen, eine höhere Auflösung sowie eine bessere Bandbreite sorgen und es bietet eine um sechs Dezibel höhere Gesamtverstärkung. Zudem wurde die Anzahl der Lautstärkestufen deutlich erhöht, um Schritte von eine Dezibel im Bereich von minus 79 bis plus 13 Dezibel zu ermöglichen. Dadurch kann die Feinabstimmung der Musikwiedergabepegel präziser geregelt werden als beim Vorgänger.

Hören wir einmal rein, wie sich der kompakte Int One mkII in seiner Kernkompetenz schlägt, der Wiedergabe von Musik. Ich fühle ihm gleich mit einer meiner beliebtesten Platten auf den Zahn. Rickie Lee Jones gleichnamiges Debütalbum aus dem Jahr 1979 war schon als Erstausgabe klanglich gelungen. Seitdem gab es durchaus gute Reissues, von denen ich einige besitze. Die One-Step-Ausgabe von Mobile Fidelity (MFSL 2-45010) ist jedoch ein ganz anderes Kaliber. Das Remastering von Krieg Wunderlich stellt alle Versionen, die ich kenne, in den Schatten. Ich lege die 45-er Scheibe auf den Plattenteller des LaGrange und erhöhe leicht den Lautstärkepegel über den Touchscreen. Und sofort kommt alles, was ich so schätze an der Aufnahme: Steve Gadds groovende Beats und die scharf angerissenen Saiten von Gitarrist Buzzy Feiten. Da fehlt nichts. Kontrollierter Bass, trockene Bassdrum, detailgenaue Instrumente und eine großartige Dynamik. Jones‘ Stimme, die manchmal ein wenig piepsig wirkt, kommt wunderbar erwachsen daher. Das nenne ich mal einen guten Einstieg des Int One mk II.
Mir geht es häufig so, dass mich das Hören einer Platte, direkt zu einer anderen führt. Also ziehe ich gleich noch einen Dauerbrenner aus dem Regal, der eigentlich nicht für den Test vorgesehen war. Dire Straits‘ „Sultans of Swing“ vom Album Dire Straits von 1978 ist einfach ein Gute-Laune-Song – wenn die Anlage es hergibt. Meine englische Vertigo-Pressung macht mit dem smarten Dänen richtig Spaß. Das Fingerpicking von Mark Knopfler springt mich über die Consensus-Lautsprecher geradezu an und der Klang seiner Fender Stratocaster ist crisp und so, wie ich es von weit größeren – und teureren – Anlagen kenne. Ich bemerke, wie der treibende Rhythmus die Kontrolle meiner Füße übernimmt – ich „muss“ im Takt mitswingen.

Mal sehen, ob der dänische Beau auch Jazz kann. Ben Websters Saxofonspiel gehört für mich zum feinsten im Jazz. Seine Balladen sind einfühlsam und sorgen stets für eine wohlige Atmosphäre. Ob der Alluxity sensibel genug ist? Ich spiele die 1957 auf Verve erschienene Platte Soulville als Reissue von Analogue Productions und bin beeindruckt. Man spürt den kraftvollen Ton hautnah, erlebt die deutlich vernehmbaren Anblasgeräusche. Keine Verfärbungen oder tonale Ungenauigkeiten, stattdessen bietet der Int One mkII eine warme Klangfülle, die mich zwischendurch an den Klang von Röhren erinnert. Als Oscar Peterson seine Finger über die Tasten gleiten lässt, schwingen die angeschlagenen Saiten mit viel Timbre aus. Das erweckt Emotionen, wie ich sie mir beim Musikhören wünsche.
Der englische Singer-Songwriter Fink hat mit engen Freunden wie Bassist Tim Lefebvre (David Bowie) und Drummer Earl Harvin (Jeff Beck) das Album „The Lowswing Sessions“ im Berliner Tritonus Studio eingespielt. Alles wurde live auf Tape im Studio aufgenommen und dann davon die Lackfolie geschnitten. Fink adaptiert unter anderem Lieblingssongs wie „What Difference Does It Make“ von The Smiths oder Muddy Waters‘ „You Got To Take Sick And Die” und der Alluxity transportiert die dichte Atmosphäre der rein analogen Aufnahmesession unmittelbar in meinen Hörraum. Man merkt der Aufnahme an, dass dort Brüder im Geiste zusammenspielen – die Musik hat einen wunderbaren Fluss. Dabei zeigt der Däne auch, dass er richtig tief in den Bass-Keller hinabsteigen kann. Ein guter Freund, mit dem ich die Platte hörte, merkte an, dass es zu viel des Basses auf der Scheibe sei. Auch davon lässt sich der Int One mkII nicht aus der Ruhe bringen und fällt nicht ins Nervige.

Ich könnte noch eine Menge Beispiele bringen, bei denen mich der Alluxity Int One mkII mit seinen musikalischen Fähigkeiten überzeugt hat. Ganz gleich, ob große Orchester oder wummernde Electronic Beats, glockenklare Gesangsstimmen oder vielschichtige Percussionorgien. Der Vollverstärker ist ein Allrounder, der jede Art von Musik in hervorragender Klangqualität spielt. Er hat keine erkennbaren Schwächen, liefert einen sauberen und schnellen Bass, und seine Mitten und Höhen sind feinsinnig und ausdrucksstark. Er glänzt mit hoher Detailgenauigkeit und musikalischer Tiefe. Hans-Ole Vitus ließ im Gespräch irgendwann fallen: „Die Marke Alluxity wird jetzt in die Vitus Audio-Familie integriert. Das ist der erste Schritt.“ Dann fügte er hinzu: „Wir haben noch einiges vor mit der Alluxity-Serie.“ Was genau, das hat er sich nicht entlocken lassen. Das werden wir dann in einem weiteren Test erforschen. Ich freue mich drauf.
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Gehört mit
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|---|---|
| Plattenspieler | brinkmann LaGrange mit beheiztem Tellerlager |
| Tonarm | TW-Acustic Raven 10.5, brinkmann 12.1, Schwietzer 12.1 |
| Tonabnehmer | Kondo IO-M, Fuuga, brinkmann EMT ti |
| Phonostufe | brinkmann Edison MK II |
| Übertrager | Consolidated Audio Silber |
| NAS | QNAP TS-473 |
| Streamer/DA-Wandler | brinkmann Nyqvist |
| LAN-Switch | Aqvox Switch SE |
| Vorstufe | brinkmann Marconi mk II |
| Endstufen | brinkmann Mono |
| Lautsprecher | Consensus Conspiracy |
| Kabel | Kondo Theme LS-41, HMS Suprema, HMS Grand Finale Jubilee, Cardas Clear Beyond, Kondo KSL-LPz, Breuer, Aqvox LAN Edge |
| Zubehör | Copulare Rack, Acapella Fondato Silenzio, HMS Energia 4/3, Prime Mini 5, AHP-Klangmodul IV G, Furutech Wandsteckdose, Synergistic Research Active Ground Block SE, Plattenwaschmaschine Levar Amano |
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Herstellerangaben
Alluxity Int One mkII
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|---|---|
| Geräteart | Stereo Vollverstärker |
| Ausgangsleistung | 200W (8 Ohm), 400W (4 Ohm), 800W (2 Ohm) |
| Analoge Eingänge | 3 x Cinch, 2 x XLR |
| Ausgänge | 1 x Cinch-Vorverstärkerausgang |
| Leistungsaufnahme | <50W (ohne Last) |
| Eingangsimpedanz | 10kΩ |
| Ausgangsimpedanz | 75mΩ |
| Eingangsempfindlichkeit | 2/4Vrms (RCA/XLR) |
| Frequenzgang | 0 - 800kHz |
| Rauschabstand | >100dB |
| Über alles Verzerrungen (THD) | >0,01% |
| Lautstärke | -79dB bis +13dB |
| Abmessungen B x H x T | 435 x 105 x 335 mm |
| Preis | 10.450 Euro – Schwarz, Weiß, Mitternachtsblau; 11.450 Euro – Titanorange, Titangrau |
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Vertrieb
Audio Offensive Hifi-Vertrieb
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|---|---|
| Anschrift | Inhaber: Uwe Heile Münchener Str. 5 14612 Falkensee |
| Telefon | +49 3322 2131655 |
| Mobil | +49 172 3844155 |
| info@audio-offensive.de | |
| Web | www.audio-offensive.de |
Austrian Audio präsentiert The Arranger, einen High-End-Kopfhörer, der den perfekten Einstieg in die Welt des audiophilen Hörgenusses ermöglicht. Der Arranger wurde für anspruchsvolle Musikliebhaber und Profis gleichermaßen entwickelt und vereint außergewöhnliche Akustik mit einem robusten und zugleich eleganten Design.
Das Herzstück des Arranger ist ein 44-Millimeter-Hochleistungstreiber mit einer diamantähnlichen Kohlenstoff verstärkten Membran (DLC). Diese fortschrittliche Konstruktion bietet überragende Stabilität und Präzision ohne unnötiges Gewicht. Der Treiber wird von Austrian Audios patentiertem Ringmagnetsystem angetrieben, das den Luftstrom optimiert und eine perfekt kontrollierte Membranbewegung für eine originalgetreue Klangwiedergabe gewährleistet.
Der Arranger wurde mit Blick auf Vielseitigkeit entwickelt und unterstützt symmetrische Eingänge über einen 4-poligen Stecker. Er ist kompatibel mit dem mitgelieferten Standard-TRS-Kabel sowie mit optionalen symmetrischen Kabeln, die entweder mit Pentaconn- oder 5-poligen XLR-Steckern ausgestattet sind. Das faltbare Design verbessert die Tragbarkeit und ermöglicht es den Nutzern, kompromisslose Klangqualität überallhin mitzunehmen.
The Arranger
The Arranger ist für knapp 1.000 Euro erhältlich
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Vertrieb
Audio Tuning Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Margaretenstraße 98 1050 Vienna/Austria |
| Headquarter | Wirtschaftspark A5 Wilfersdorf Analogweg 1 2130 Mistelbach/Austria |
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Vertrieb
Markus Wierl GmbH
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|---|---|
| Ansprechpartner | Markus Wierl |
| Anschrift | Wacholderweg 10 86836 Klosterlechfeld |
| Telefon | +49 151 22316655 |
| info@audio-freak.de | |
| Web | audio-freak.de |
Vor kurzem erwähnte ich Dirk Sommer gegenüber, dass ich nach wie vor Interesse an einem Bass-Array-Test in meinem Hörraum samt Bericht hätte. Sofort fiel der Name Markus Wierl, er ist Spezialist für Trinnov und ihr WaveForming für Bass-Arrays. Aus einem Test in den eigenen vier Wänden wurde zunächst ein Besuch beim selbsternannten Audio Freak.
Vorab habe ich mich mit Markus telefonisch ausgetauscht, um herauszufinden, was wir gemeinsam unternehmen möchten. Für einen ersten Bericht hat er mich in seinen Hörraum in Klosterlechfeld eingeladen. Dort betreibt er ein High-End-System auf Basis von Trinnov, meroVinger und Acousence. Wenn alles wie geplant klappt, möchten wir für einen zweiten Bericht auch in meinem Hörraum Trinnovs WaveForming einsetzen.

Wie so oft in unserer Szene wurde für Markus die eigene Leidenschaft zum Beruf. Noch als Endkunde hat er seinen Hörraum auf Basis von einem Trinnov Raumkorrektur- und AV-Prozessor eingerichtet. Auf dem Weg zum Optimum hat er sich immer weiter in die Materie eingearbeitet und ist inzwischen nicht nur Spezialist für Trinnov. Ein echter „Audio Freak“ eben. Unter diesem Namen agiert er als Berater und Händler für verschiedenste HiFi- und Heimkinomarken. Außerdem ist er Mitgründer und inzwischen alleiniger Besitzer von MK Analogue, einem Hersteller von Phono-Komponenten.
In Markus' Hörraum spielt ein 7.11.6-System. Für alle, die sonst nur im Stereoumfeld unterwegs sind, übersetze ich mal. Die 7 schlüsselt sich in einen Center-Lautsprecher, zwei Hauptlautsprecher vorne links und rechts und vier weitere Lautsprecher, jeweils links und rechts neben (Surround) und hinter (Back-Surround) dem Hörplatz auf. Hinter der 11 verbirgt sich die entsprechende, gewaltige Anzahl an Subwoofern. Vier in den Ecken, vier an der vorderen Wand und drei an der hinteren Wand. Die 6 steht für zwei Reihen aus drei Lautsprechern links und rechts an der Decke. Damit ist das System, dessen Herzstück ein Trinnov Altitude 32 Audio-Video-Prozessor mit mächtigem DSP ist, in der Lage, sämtliche modernen Mehrkanalformate wie Atmos, DTS:X Pro und Auro-3D zu dekodieren und wiederzugeben. All das ist in das moderne, von Holz geprägte Ambiente des akustisch optimierten Hörraums integriert. Wenn man in einem derart durchdachten und perfektionierten Setup überhaupt von einem Fokus sprechen kann, dann gilt er dem Haupt-Stereosystem, unterstützt von 11 Subwoofern und der Raumeinmess-Technologie von Trinnov.


Alle eingesetzten Lautsprecher stammen vom Münchener Hersteller meroVinger, teilweise als Sonderanfertigungen. Die Hauptlautsprecher MELO-DI sind in sich schon etwas Besonderes. Sechs Tangband-Breitbandchassis agieren in einem nach hinten offenen Open Baffle Gehäuse. Für den Hochton ist ein Mundorf AMT verantwortlich. Alle Breitbänder sind durch ihren vertikalen Versatz passend auf einen Referenz-Treiber und den Hochtöner verzögert und somit hinsichtlich Phasengang und Impulsantwort optimiert. Dank eines individuell in der Höhe angepassten Standfußes wird der Referenz-Treiber dann auf die im Hörraum vorherrschende Ohrhöhe positioniert. Der MELO-DI sieht einen aktiven Betrieb mit einer externen DSP-Weiche vor und wird somit auf jeden Hörraum optimiert eingemessen. Bei Markus übernimmt dies der Trinnov Altitude. Bis zu 24 Kanälen kann der Audioprozessor der Altitude bei 192 Kilohertz auf 64-Bit-Float rechnen – gewaltig. In Sachen Korrektur-Algorithmik gehört Trinnov ohnehin zu den Marktführern. Das sind ideale Ausgangsvoraussetzungen. Die internen Digital-Analog-Wandler allerdings sind aus audiophiler Sicht weniger ideal. Deshalb nutzt Markus für die Digital-Analog-Wandlung der Hauptkanäle einen audiophilen, externen Acousence multi-dac (13.000 Euro). In der bei Markus eingesetzten Konfiguration bietet er vier DAC-Pfade und einen ADC-Pfad. Die Digital-Analog-Wandler Pfade versorgen jeweils einen der vier Endverstärker-Wege eines Acousence pow-amps (13.000 Euro). So verfügen jeweils das Breitband-Array und der Hochtöner der Hauptlautsprecher über einen eigenen DAC- und einen eigenen Endstufen-Pfad. Die Trinnov-Elektronik agiert für die Hauptlautsprecher folglich als Schaltzentrale und Rechenkern. Dabei übernimmt sie die Funktion einer aktiven Frequenzweiche, regelt die Vorentzerrung und sorgt für die gesamte akustische Korrektur der Lautsprecher und das nahtlose Zusammenspiel mit dem Bass-Array. Als Zuspieler kann jede erdenkliche Quelle dienen. Analoge Quellen werden intern digitalisiert. Für das AMG Viella Laufwerk nutzt Markus anstatt des internen Trinnov-Wandlers den hochwertigen ADC-Weg des Acousence multi-dac. Digitale Quellen wie Audioserver mit USB-Ausgang können mit Formatwandler passend auf AES/EBU oder S/PDIF umgesetzt werden. Alle Altitudegeräte sind außerdem Roon-Endpoints. Lautsprecher, DACs (sofern sie über einen andere Digitaleingang als USB verfügen), ADCs für analoge Quellen und Endstufen können vollkommen frei gewählt werden – jede erdenkliche Konfiguration in jedweder Preis- und Qualitätsklasse ist möglich.

Jetzt fragen Sie als Besitzer einer wunderbaren Stereoanlage ohne Mehrkanal-Ambitionen sicherlich und zu Recht: Weshalb dann überhaupt Trinnov? Es gibt sehr wohl einen gewichtigen Grund, weshalb Sie Trinnov doch interessieren könnte, nach der Vorführung bei Markus würde ich sogar sagen „sollte“. Damit kommen wir zum Kern dieses Berichts: Trinnov WaveForming. Mit dieser Technologie kann am Hörplatz ein vollständig linearer Bass (bei Markus ± 0,9 Dezibel auf einem Hörplatzbereich von 1,6 Metern) ohne jeglichen Einbruch bis 120 Hertz realisiert werden. In einem rechteckigen Hörraum ohne Dachschräge mit entsprechend dimensioniertem WaveForming-Array dürften sogar noch bessere Werte über einen weiteren Bereich erzielt werden. Ein Zustand wie er in wohl keinem Hörraum ohne Bass-Array vorherrscht. Seitdem Trinnov den Altitude CI veröffentlicht hat, ist ein Einstieg in diese Technologie kostengünstiger als bisher möglich. Der Altitude CI bietet in seiner Grundkonfiguration acht Rechenkanäle und kostet 9.500 Euro. Seine acht Rechenkanäle können frei den acht Analogausgängen oder 32 Digitalausgängen zugewiesen werden. Mittels Softwarelizenz können bis zu 32 Rechenkanäle freigeschaltet werden. Ein Paar kostet 1.071 Euro. Somit bezahlt man nur für die Kanäle, die man in seinem Setup auch wirklich benötigt. Wann man mit wie vielen Paaren erweitern möchte, steht einem dabei vollkommen frei.

Damit WaveForming nicht nur eine leere Marketinghülse bleibt, möchte ich Ihnen die physikalische Grundlage gerne in eigenen Worten näherbringen. Im Gegensatz zu manch anderen „Technologien“ basiert WaveForming nämlich auf handfester, effektiver Physik. Modernem Bassmanagement wie Trinnovs WaveForming liegen zwei Kernprinzipien zu Grunde. Die Kontrolle von Raummoden, respektive Reflexionen und die Formung der Wellenfront. In Kombination ein mächtiges Akustikwerkzeug. In Sachen Raummoden sind die meisten Leser, so denke ich, gut informiert. Lassen sie mich trotzdem noch einmal zusammenfassen. Die Ausbreitung von Schall lässt sich am besten über eine Cosinuswelle veranschaulichen. Direkt am Lautsprecher ist der Schalldruck maximal und die Welle somit ebenfalls maximal positiv. Im Freifeld –wenn keine Reflexionen vorhanden sind, beispielsweise draußen auf einer weiten, freien Fläche – kann sich die Welle ungestört ausbreiten. In unseren Hörräumen allerdings, trifft sie unweigerlich auf eine Wand. An dieser wird sie zur gegenüberliegenden Wand reflektiert, von dort wieder zurück. Das geht so lange weiter, bis die Energie der Schallwelle komplett von den Wänden transmittiert und absorbiert, also in Wärme umgewandelt wurde. So entsteht die charakteristische, frequenzabhängige Nachhallzeit eines Raums: RT60. Sie beschreibt, wie lange es dauert, bis ein Schallereignis um 60 Dezibel abgefallen ist. RT30, RT20 oder RT15 sind vergleichbar, aber nicht pauschal dasselbe wie RT60. Das würde hier aber zu weit führen. Markus erklärt Ihnen sicherlich gerne den Unterschied. Meist werden die Werte für die Nachhallzeit bei Frequenzen in Oktavabstand (also einer Verdopplung respektive Halbierung von einer Frequenz zur nächsten) angegeben. Üblich sind 125, 250, 500, 1.000, 2.000, 4.000 und 8.000 Hertz. Anhand der Nachhallzeit lässt sich folglich ablesen wie „trocken“ ein Raum klingt.

Wenn ganzzahlige Vielfache der halben Wellenlänge einer Frequenz genau einer Raumdimension entsprechen, entsteht eine stehende Welle, auch Eigenfrequenz oder Raummode genannt. Passt beispielsweise eine halbe Wellenlänge genau in die längste Raumdimension, wird sie von beiden Wänden gleichphasig reflektiert und überlagert sich perfekt. Es entsteht die tiefste Eigenfrequenz des Raumes. An beiden Wänden herrscht ein Schalldruckmaximum, in der Mitte zwischen den beiden Wänden ein Minimum, respektive Stille. Stimmt die einfache Wellenlänge genau mit dem Wandabstand überein, entstehen Maxima an den Wänden und in der Mitte zwischen beiden Wänden. Zwischen den Maxima entstehen wiederum Minima. Bei Frequenzvielfachen werden die Muster aus Überhöhungen und Auslöschungen komplexer, außerdem bilden sich in jeder Raumdimension verschiedenste Moden. Möchten Sie dies für ihren Hörraum nachrechen, finden sich im Internet unter dem Stichwort Raummodenrechner tolle Werkzeuge. Im Bereich tiefer Frequenzen bis ungefähr 300 Hertz treten Raummoden in recht weiten Frequenzabständen und besonders starker Intensität auf, weshalb sie dort, je nachdem wo im Wellenberg oder -tal man gerade sitzt, besonders störend als Dröhnen oder „Basslöcher“ wahrgenommen werden. Bei höheren Frequenzen treten viele Eigenfrequenzen eng beieinanderliegend auf und werden deshalb nicht mehr individuell als störend wahrgenommen.

Das Reflexionsverhalten im hohen Frequenzbereich ist extrem komplex, jedoch gut durch raumakustische Maßnahmen zu kontrollieren. Auch für tiefe Frequenzen ist das durchaus möglich, nur benötigt man sehr viel Absorberfläche oder viele spezifisch abgestimmte Platten- oder Helmholtzresonatoren. Deshalb wird Raummoden im Bassbereich oft mit einem klassischem (Double-)Bass-Array begegnet. Mindestens zwei Subwoofer an der Frontwand stehen mindestens zwei Subwoofern an der Rückwand gegenüber. Indem die Subwoofer an der Rückwand, genau dann, wenn das Signal der Frontsubwoofer die Rückwand erreicht, das gleiche Signal 180° phasengedreht und mit passendem Pegel ausgeben, addiert sich dieses zu dem von der Wand reflektierten Signal des vorderen Subwoofers und löscht es nahezu vollständig aus. Geht man von einer hundertprozentigen Auslöschung (was in der Praxis wohl nie ganz erreicht werden kann) aus, wandert das Nutzsignal nur einmal durch den Raum und wird nie reflektiert.
Tiefe Frequenzen strahlen, das wissen Sie sicher, kugelförmig ab. Platziert man jedoch mehrere Subwoofer nebeneinander, kann man ihre kugelförmige Abstrahlung auf der Horizontalen bündeln und eine Zylinderwelle erzeugen. Aus diesem Grund findet man bei Großkonzerten eine Reihe von Subwoofern, die nebeneinander vor der gesamten Bühnenbreite stehen. Ihre Schalleistung wird so auf die Zuschauerfläche konzentriert. Verzögert man einige der Subwoofer gezielt, entweder durch ein Delay oder mechanisch, durch das Aufstellen der Subwoofer in einem Bogen statt einer gerade Linie, kann noch präziser gesteuert werden, wie der Schalldruck auf der horizontalen Ebene verteilt sein soll. Es ist technisch dann sogar möglich, das Schalldruckmaximum außermittig zu verschieben. Genau diesen Effekt nutzt Trinnovs Cylindrical WaveForming, wofür mindestens zwei Subwoofer in festen Abständen nebeneinander an gegenüberliegenden Wänden (oder vier Subwoofer in den Ecken) benötigt werden. Das gleiche (Line-)Array-Prinzip setzt übrigens auch das Breitbandarray der meroVinger Hauptlautsprecher ein, allerdings in vertikaler Ebene (wobei es aufgrund der zu hohen Frequenzen hin zunehmenden Richtwirkung weniger effektiv ist). Doch zurück zum Bass: Fügt man Subwoofer auf vertikaler Ebene hinzu, kann die Welle auch vertikal „gesteuert“ werden. Da so eine möglichst homogene ebene Welle erzeugt wird, nennt Trinnov diesen Betriebsmodus Planar WaveForming. Hierzu sind mindestens 5 Subwoofer notwendig. Wie die Aufstellung im Detail aussehen muss, können Sie auf Trinnovs Website nachlesen oder mit dem „Waveforming Design Tool“ selbst ermitteln. Noch besser natürlich: Sie verlassen sich auf Markus' Expertise.

Damit die beschriebenen Mechanismen ideal ineinandergreifen, müssen alle Subwoofer an verschiedene Positionen im Raum gemessen werden. Passenderweise ist auch Trinnovs Messmikro eine Art Array. Die Version für die Altitude 32 besitzt einen Mehrpol-XLR-Stecker und kostet 840 Euro. Das Messmikro für die CI ist mit einem modernem Ethercon-Anschluss ausgestattet und kostet 950 Euro. Dank mehrerer Mikrofonkapseln in bestimmter Anordnung vereint in einem Gehäuse, ist es in der Lage, Richtungen und Entfernungen aufzulösen. Anhand der Messungen werden dann nicht nur die benötigten Delays und Pegel der einzelnen Subwoofer berechnet, sondern auch spezifische Korrekturfilter, um jeden einzelnen Subwoofer so anzusteuern, wie es für eine homogene Bassverteilung im Raum nötig ist. Das führt nicht nur am Haupthörplatz zu einem sehr linearen Frequenzgang ohne jeglichen Einbruch. Da beim Planar WaveForming die Reflexionsflächen des Raumes im Bassbereich quasi „abgeschaltet“ werden, kann der Nachhall über Trinnovs Software gesteuert werden. Das ist sehr beeindruckend – bereits in der Theorie – in der Praxis in Markus' Hörraum überragend! Dass Trinnovs Mess-Algorithmen dabei nicht nur im Bassbereich effektiv agieren, zeigt sich an den Hauptlautsprechern. Die Breitbänder sind lediglich händisch über zwei Shelving-Filter gezähmt, jedwede weitere Optimierung übernimmt Trinnovs Korrektur-Algorithmus auf Grundlage einer von Markus definierten Target-Kurve im Frequenz- und Phasenbereich, somit folglich auch im Impulsbereich! Sie bestimmten, wie ihr System klingen soll, Markus entwirft die passende Referenzkurve und Trinnov macht den Rest. Der Einsatz eines Bass-Arrays hat zusätzlich den Vorteil, dass die Hauptlautsprecher im tiefen Frequenzbereich entlastet werden und so höhere Frequenzen deutlich profitieren können. Doch wie klingt es denn nun?

Es ist fair vorauszuschicken, dass ich selten die Gelegenheit habe, auf einer derart großzügigen Stereobreite in einem vollkommen der Musikwiedergabe gewidmetem Raum zu hören. Dieses Erlebnis an sich wäre schon beeindruckend. Mit dem, was Trinnov zusätzlich leistet, gerät es höchst außergewöhnlich. Eine ähnlich kontrollierte Wiedergabe im gesamten Frequenzbereich habe ich noch nicht erlebt. Angefangen beim Bassbereich, der unmittelbar dem folgt, was das Musikstück vorgibt. Bei 11 Subs könnte man auf die Idee kommen, dass ihr Zusammenspiel etwas verwischt und ungenau wirkt, aber dank Trinnovs Algorithmen ist das Gegenteil der Fall. Alle 11 Bässe agieren wie ein einziges, schnelles, druckvolles und hochpräzises Chassis. Auch wenn man am Sitzplatz hin- und herrückt, ändert sich daran nichts. Die Homogenität, die das WaveForming verspricht, wird auch eingelöst. Verlangt das Musikstück nach einem weichen, rollenden Bass, wird dies bedient. Ist eine impulsive Attacke gefragt, wird diese anstandslos geliefert – sie beginnt brachial und unvermittelt und endet ganz genau dann, wenn sie es soll. An diese Art der Bassreproduktionen muss ich mich kurz gewöhnen. Nach einiger Zeit wird mir aber klar, dass es das erste Mal überhaupt ist, dass ich wirklich vollumfänglich beurteilen kann, wie der Bassbereich verschiedenster Instrumente in Aufnahmen ausfällt. Das verhältnismäßig lange Ausklingen von Basswellen in üblichen Räumen verhindert eine derart feine Unterscheidung von „weichen“ und „harten“, respektive trockenen Bässen, weil es normalerweise nie ganz trocken wird. Es fehlt einfach die Trennschärfe, die ich in Markus' Raum erleben kann. Gleichzeitig sorgen die 11 gemeinsam agierenden Subwoofer für eine überragende Souveränität. Selbst bei hohen Lautstärken wirkt es so, als würde der Pegel mit Leichtigkeit und ohne jegliche Anstrengung erreicht. Ähnliches gilt auch für die Hauptlautsprecher und mir leuchtet plötzlich ein, weshalb Markus Lautsprecher mit einem Chassis-Array einsetzt. Die einzeln betrachtet kleinen Chassis ermöglichen eine schnelle Ansprache und somit eine gleichermaßen spielfreudige, ansatzlose und agile Wiedergabe. Die in Summe große Membranfläche wiederum sorgt für die Mühelosigkeit bei hohen Pegeln.

Markus und ich hören uns durch verschiedenste Musikstile. Von audiophilen bis hin zu durchschnittlichen Produktionen. Da wir beide eine Leidenschaft für Metal teilen, kommt auch dieses Genre nicht zu kurz. Markus' System verfügt über die Fähigkeit, auch durchschnittliche Aufnahmen ungewöhnlich spielfreudig wiederzugeben. Eine Abstufung zu sehr gelungenen Aufnahmen ist deutlich erkennbar, aber das System deklassiert nichts. Das werte ich als Indiz dafür, dass Linearität eine wichtige, wenn nicht die Grundvoraussetzung für diese Fähigkeit ist – diese Frage versuche ich selbst noch immer vollumfänglich und abschließend zu beantworten. Den Anfang macht Leprous „Have You Ever?“ vom Album Aphelion, das in meinen Hörbeschreibungen immer mal wieder auftaucht. Der tiefe Synth, der das Stück eröffnet, ist für mich ein guter Grundindikator. Die Reproduktion dieses Musikstücks überrascht mich gleich mehrfach. Die großzügige räumliche Komponente, die das System in Tiefe und Breite herausarbeitet, kannte ich bei dem Stück bisher nicht. Die verschiedenen Synths, Drums, Stimme, Gitarren, Effekte, alles ist eindeutig positioniert, klar und feingliedrig voneinander abgegrenzt und doch wird man von der Energie des Stücks überrollt und mitgerissen. Die Instrumente haben gleichzeitig einen kleinen, präzisen Kern und eine enorme Ausdehnung. Sie beanspruchen regelrecht „Fläche“ für sich. Besonders der Synth beeindruckt in dieser Hinsicht. Haben Sie mal eine Lasershow gesehen und können sich das charakteristische Wabern von Bühnennebel in einem breiten, durch den Raum fahrenden Laserstrahl vorstellen? So wirkte der Synth für mich: klar und deutlich vom Laser umrissen, aber in sich beweglich wabernd und changierend. Die Frequenzauflösung im Bassbereich des Stücks konnte ich ebenfalls noch nie so genau analysieren. Der Synth geht weniger tief, als es auf den meisten Systemen wirkt. Bei der Aufnahme der Bass Drum wurde die Tiefstbassenergie im Studio sauber eingefangen und geht noch deutlich tiefer in den Frequenzkeller als der Synth. Gleichzeitig wird die Bass Drum trotz ihres enormen Tiefgangs so impulsgetreu reproduziert, wie ich es sonst eigentlich nur von meinem eigenen Schlagzeug im Proberaum kenne. Auf den meisten Systemen sind diese feinen Unterscheidung kaum differenzierbar, zumal dort Synth und Bass Drum oft ineinander verschwimmen. Klarer voneinander abgegrenzt und eigenständiger als auf Markus' System habe ich sie noch nicht hören können.

In Shaun Martins „Introduction“ vom Album 7Summers ist die Unterscheidbarkeit von Bassinstrumenten gleichermaßen hoch. Während der E-Bass sehr weich und sanft rollend herausgearbeitet wird, hat die Bass Drum eine blitzschnelle Ansprache und wird dem Begriff „Kick Drum“ vollumfänglich gerecht. Im Vergleich zur Bass Drum von Leprous Drummer Baard Kolstad ist die Trommel von Robert "Sput" Searight auf dieser Aufnahme höher gestimmt und ihr Kessel klingt etwas kleiner als die 22-Zoll-Varianter, die Baard spielt. Das lässt sich zwar auch auf anderen Systemen gut heraushören, aber hier hatte ich das Gefühl, die Kessel regelrecht vor mir in ihrer individuellen Größe zu sehen. Ich bin inzwischen nicht mehr sonderlich leicht zu begeistern, aber nahezu alle Test-Tracks zwangen mich unmittelbar zu einem Lächeln. Dass Hedegaards „Ratchets“, ein Messeliebling und somit auf vielen verschiedene Systemen gehört, in Markus' Hörraum eines der breitesten auslöste, versteht sich von selbst. Wir fahren nahe an Club-Lautstärke und nach den Bassschlägen schwingt einfach nichts, überhaupt nichts nach.

Bei orchestraler Musik zahlt sich die Linearität des Systems aus. Einzelne Instrumente des Ensembles klingen natürlich, glaubhaft und charakterstark. Die Unbeschwertheit der Wiedergabe und die räumlichen Darstellung tut ihr Übriges. Wie bisher werden Instrumente unheimlich gut voneinander getrennt. Auch im großorchestralen Kontext sind die Instrumentengruppen in ihrer Ausdehnung und die einzelnen Instrumente innerhalb der Gruppe, sofern die Aufnahme dies zulässt, klar definiert. Sie werden sauber in Breite und auf einer großzügigen virtuellen Bühnentiefe gestaffelt. Zwischen den einzelnen Ebenen, die Instrumente oder Instrumentengruppen in ihrer räumlichen Platzierung einnehmen, herrscht allerdings etwas weniger „Luft“ als ich es von einigen anderen High-End-Systemen kenne. Und obwohl ich übergreifende Detailaufösung alles andere als vermisse, habe ich auch hier schon Systeme gehört, die noch mehr bieten. Allerdings spielten in diesen Systemen dann meist Stereo-DACs, die mit nur zwei Kanälen mindestens so viel kosteten, wie der bei Markus wandelnde Acousence multi-dac mit seinen vier DAC- und zwei ADC-Pfaden. Auch die eingesetzten Endstufen waren meist empfindlich teurer. Ich bin mir sehr sicher, dass auch im „Audio-Freak“-System noch mehr ginge, wenn man an diesen Stellschrauben drehen würde.

Dass das gebotene Niveau nichtsdestotrotz bereits sehr, sehr hoch ist, möchte ich abschließend an einem Stück illustrieren, dass Ihnen und mir von Messen bestens bekannt ist: „Mother Mary“ von Francine Thirteen. Zugegeben, auf Messen sind die Hörbedingungen nie optimal, trotzdem habe ich das Stück so dort noch nirgendwo gehört. Auch nicht auf Systemen, für die eine siebenstellig Summe fällig wird. Mit jedem Element, das im Stückaufbau dazu kommt, wird das Staunen größer. Der tickende Effekt gleich zu Beginn läuft unglaublich stabil und bruchlos auf dem weiten Stereopanorama hin und her und erinnert an den „Laser-Effekt“ des Synths in „Have You Ever?“. Dann, urgewaltig, aus dem Nichts der erste Impuls des Stücks, gefolgt von mehreren, verschiedenen Wiederholungen, die langsam abklingen. Die höher klingenden Wiederholungen, die sich hauptsächlich auf dem linken Kanal abspielen, bewegen sich während des Ausschwingens räumlich von der Lautsprecherebene weit in den Raum hinein auf den Hörplatz zu! Zur Erinnerung: Wir hören nach wie vor Stereo. Der Einschlag der ersten zwei Hauptimpulse des Stücks ist bereits eindrucksvoll, doch dann folgt gemeinsam mit dem dritten darunterliegend der eigentliche Bass. Wie beides gleichzeitig mit unterschiedlichem Charakter – der Impuls knackig, minutiös explosiv und der Bass grollend, tief und energiegeladen im Raum stehend – reproduziert wird, ist einfach nur noch abartig krass. Eine andere Beschreibung als dieser (positive) moderne Ausdruck, zu dem ich sonst nur verbal, aber nicht unbedingt in Schriftform greife, fällt mir einfach nicht mehr ein. Dass dieses Spektakel aufrechterhalten wird, während die Stimme der Sängerin weit hinter der Lausprecherebene steht und von einem Reverb umgeben ist, das sich in alle Richtungen wie eine holografische Kugel ausdehnt, gibt mir den Rest. Die Leichtigkeit, Ansatzlosigkeit und Dynamikfähigkeit über den gesamten Frequenzbereich sind zutiefst beeindruckend.

Zum Tagesabschluss hören wir noch Platte. Der AMG Viella (15.400 Euro), entkoppelt über Steinplatte und Magaudio Resonance-Absorber (1.700 Euro), spielt mit Korfaudio TA-CF10 (5.200 Euro) Arm und The Goldbug (3.000 Euro) Tonabnehmer an Phonovorstufe MK Analogue MM-PH-AMP (5.000 Euro) mit Übertrager MK Analogue SUT-1L (3.300 Euro). Wie eingangs bereits erwähnt, wird die aufwändige analoge Kette vom Acousence digitalgewandelt. Die besondere Qualität der Plattenwiedergabe büßt durch die Wandlung nichts an Anziehungskraft und Faszination ein. Genau so habe ich es schon oft erlebt, wenn Analoges für ein digital betriebenes System aufbereitet wird.
Ich möchte außerdem nicht unerwähnt lassen, auch wenn dies nicht unbedingt der Fokus des Magazins ist, dass die Mehrkanalwiedergabe, sei es von Musik oder Filmen ebenfalls seinesgleichen gesucht hat. Mit Pure Audio Streaming zeigte mir Markus beispielsweise eine wachsende Plattform für Mehrkanal-Audio. Dune: Part One von Denis Villeneuve konnte mich ebenfalls mitreißen. Die Mischung aus brachialer Kraft und Souveränität mit Leichtigkeit und anstrengungsfreiem, fein aufgelösten Hochton, machte die erste Begegnung mit einem Sandwurm in der Wüste Arrakis wirklich immersiv. Das wunderbar differenzierte HDR-Bild eines modernen DLP-Projektors auf einer Edel-Leinwand beweist, dass Markus nicht nur im Stereobereich, sondern auch für Mehrkanal-Kino keine halben Sachen macht. Mit diesem Hörraum hat er in vielerlei Hinsicht eine Referenz geschaffen.
Wenn Sie neugierig geworden sind, kontaktieren Sie Markus gerne telefonisch oder per E-Mail. Für einen tieferen Einstieg in das Thema finden sich auf seiner Webseite oder seinem Youtube-Kanal viele Ressourcen. Außerdem können Sie ihn auf den anstehenden Norddeutschen HiFi-Tage persönlich treffen. Dort wird er für eine Reportage für seinen Youtube-Kanal vor Ort sein. Später im Jahr können Sie ihm auf der Finest Audio Show Cologne begegnen. Wenn alles wie geplant läuft, dort auch mit einer Vorführung.
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Vertrieb
Markus Wierl GmbH
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| Ansprechpartner | Markus Wierl |
| Anschrift | Wacholderweg 10 86836 Klosterlechfeld |
| Telefon | +49 151 22316655 |
| info@audio-freak.de | |
| Web | audio-freak.de |
Mit der neuartigen Dual-Chassis-Architektur wird die Stromversorgung des HA-6A Mk2 physisch und magnetisch von der Verstärkerschaltung getrennt, um höchstmögliche Klangreinheit zu erreichen. Die vollständig handverdrahtete Punkt-zu-Punkt-Schaltung bietet Single-Ended-Class-A-Technologie, Röhrengleichrichtung und perfekte Anpassung an den Kopfhörer.
Um feinste Klangnuancen und unverfälschten Klangfarbenreichtum auf den Kopfhörer zu zaubern, arbeiten die Endröhren im HA-6A Mk2 im Single-Ended-Class-A-Betrieb. Die Röhren vom bewährten Typus KT-88 können für noch puristischere Verstärkung im Triodenmodus betrieben werden. Mit den neu entwickelten Ausgangsübertragern stehen für Kopfhörer in einem weiten Impedanzspektrum solide Leistungen bis zu zweimal 4,5 Watt bei symmetrischer Nutzung zur Verfügung. Damit bringt der Cayin HA-6A Mk2 auch Kopfhörer mit geringem Wirkungsgrad zu dynamischen Höchstleistungen.
Als Treiberröhren zur Spannungsverstärkung dient ein Pärchen ECC82 respektive 12AU7. Die Hochvolt-Gleichrichtung wird im HA-6A Mk2 ebenfalls von Röhren übernommen, und zwar von einem Paar GZ34 respektive 5AR4 des renommierten Herstellers JJ. Die gesamte Spannungsversorgung ist in einem abgesetzten, galvanisch und mechanisch getrennten Gehäuse untergebracht. So wird eine bestmögliche Isolation und ein für Röhrenschaltungen unglaublich guter Störabstand von 104 Dezibel (A-gewichtet) erreicht. Der HA-6A Mk2 eignet sich daher auch hervorragend für den Betrieb von Kopfhörern mit hohem Kennschalldruck.
Der Cayin HA-6A Mk2 ist nicht nur Kopfhörerverstärker, sondern kann dank derCinch-Pre-Outs auch als wohlklingender Vorverstärker für Aktivlautsprecher oder Endstufen genutzt werden. Analoge Quellen können Signale sowohl asymmetrisch per Cinch-, als auch symmetrisch per XLR-Eingang zuspielen. Zwischen beiden Varianten lässt sich bequem per Schalter wechseln.
Kopfhörer können sowohl asymmetrisch als auch symmetrisch versorgt werden, und zwar sowohl über den 6,3-Millimeter-Klinkenausgang wie auch per 4,4-Millimeter-Pentaconn oder 4-Pol-XLR. VU-Meter auf der Frontseite zeigen die aktuelle Aussteuerung der beiden Kanäle an und geben dem HA-6A Mk2 einen zeitlos-technischen Look.
Der Cayin HA-6A Mk2 bietet nicht nur eine sensationell klingende Single-Ended Verstärkung, er lässt sich auch individuell auf die angeschlossenen Kopfhörer und die Wünsche des Benutzers anpassen: Verstärkungsfaktor und Innenwiderstand können dreistufig an die Impedanz des Kopfhörers angepasst werden. Somit treibt der HA-6A Mk2 Hörer von 8 bis 600 Ohm optimal an. Die Röhren bieten zwei Betriebsarten, zwischen denen jederzeit gewechselt werden kann: den dynamischeren Ultra-Linear-Betrieb (Pentode) und einen puristischen, besonders musikalischen echten Triodenbetrieb. Für weitere Klangexperimente ist ein Austausch der Endstufenröhren vorgesehen, die interne Ansteuerung kann neben der serienmäßigen KT88 sowohl 6550, KT66, als auch KT150 und kompatible Röhren versorgen.
Der Cayin HA-6A Mk2 ist ab sofort wahlweise mit silberner oder mattschwarzer Front erhältlich und wird 4.500 Euro inklusive Mehrwertsteuer kosten.
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Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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| Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
| Telefon | +49 6174 9554412 |
| Fax | +49 6174 9554424 |
| info@cayin.com | |
| Web | www.cayin.de |
Mit der Einführung des Monoblock-Verstärkers Lohengrin Reference erweitert VTL die Grenzen der Hochleistungs-Röhrenverstärkung. Der Lohengrin wurde in fünf Jahren intensiver Forschung und Optimierung entwickelt. VTLs Ziel ist es, Verstärker zu schaffen, die die Musik zum Leben erwecken und den Zuhörern die Absicht des Künstlers näherbringen.
Die VTL-Verstärker sind bekannt für ihr einzigartiges Design und beeindruckende Leistung, die harmonische Opulenz mit Benutzerfreundlichkeit verbindet. Seit langem werden VTL-Verstärker für ihre Fähigkeit geschätzt, Geschwindigkeit, Finesse und musikalische Agilität zu liefern, die normalerweise mit Verstärkern mit geringerer Leistung assoziiert werden. Mit Lohengrin werden diese oft schwer fassbaren Eigenschaften auf ein neues Leistungsniveau gehoben.
Der Lohengrin-Verstärker verfügt über eine Konfiguration mit acht Röhren und gewaltigen 400 Watt Ausgangsleistung, wofür die Treiberstufen und die Stromversorgung des noch leistungsstärkeren Siegfried-Verstärkers beibehalten wurden. Durch den Einsatz von Röhren, die einfacher anzusteuern sind als Transistoren und nicht die bei parallelen Designs üblichen Probleme mit „Stromfressern" aufweisen, erreicht der Lohengrin-Verstärker zudem die optimale Balance zwischen Leistung und Reaktionsfähigkeit. Die Technologie sorgt für eine niedrigere Ausgangsimpedanz, wodurch die erforderliche Absenkung auf die Lautsprecherlast reduziert wird und ein einfacherer, effektiverer Ausgangstransformator möglich ist.
Die präzisionsgeregelten Netzteile halten die Ausgangsröhren auch unter anspruchsvollen Lastbedingungen auf dem optimalen Arbeitspunkt. Das Design ohne Über-Ales-Gegenkopplung, die große Audiobandbreite (-1dB bei 100kHz) und der einstellbare Dämpfungsfaktor des Lohengrin bieten Leistungsfähigkeit und Flexibilität für die Anpassung an die Lautsprecherlast und die Vorlieben des Hörers.
Die Funktionselemente des Verstärkers machen die Bedienung und Kontrolle der Röhren intuitiv und sorgenfrei. Eine vollautomatische Bias-Steuerung und umfassende, mehrschichtige Fehlererkennungssysteme erhöhen die Zuverlässigkeit und vereinfachen die Kontrolle der Ausgangsröhren. Steuerungs- und Diagnoseinformationen können außerdem über eine RS232-Schnitstele abgerufen werden.
Musikalisch ist das Klangspektrum des Lohengrin über den gesamten Frequenzgang perfekt ausgewogen, die Klangbühne ist präzise und weitläufig und sorgt für erstaunlichen Realismus bei der Ortbarkeit von Stimmen und Instrumenten. Der Lohengrin offenbart mit nuancierter Schneligkeit und Realismus mikrodynamische Details - jene subtilen dynamischen Veränderungen, mit denen Musiker Schönheit und Emotionen ausdrücken. Bassinstrumente werden linear, klar und kontroliert wiedergegeben.
Getreu seiner Tradition präsentiert der Lohengrin die Kraft und Autorität des ursprünglichen Ereignisses mit Anmut und Kraft. Der Klang ist frisch, lebendig und immersiv und zieht die Zuhörer tief in die Musik hinein.
Aufbauend auf dem charakteristischen Fundament aus dynamisch ausdrucksstarkem Klang bietet Lohengrin eine außergewöhnliche Unmittelbarkeit, die den Zuhörer über die reine klangliche Genauigkeit hinaus in etwas Subtileres und Wahrhaftigeres hineinzieht: die verborgenen Absichten, schwer fassbaren Emotionen und unausgesprochenen Wahrheiten, die Musiker zu vermitteln versuchen.
Die wichtigsten Features im Überblick:
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Vertrieb
Audio Reference GmbH
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| Anschrift | Alsterkrugchaussee 435 22335 HAMBURG |
| Telefon | +49 40 53320359 |
| Fax | +49 40 53320459 |
| Web | audio-reference.de |
Hifistatement hatte die Möglichkeit, Regas brandneue, im November 2025 erschienene Vor-/Endstufenkombination Mercury/Solis umfassend zu testen. Die Vorstufe hat einen hochwertigen DAC an Bord, die Endstufe liefert circa 300 Watt Ausgangsleistung an vier Ohm Impedanz. Mit diesen Boliden liefert Rega sein Verstärkerstatement!
Der Name Rega löst bei mir unmittelbar diverse positive Assoziationen hervor, bislang zugegeben allesamt in der rein analogen Welt der Plattenspieler und Tonabnehmer verortet. So besaß ich unter anderen bereits einen Planar 1 oder auch einen Planar 8, wobei ich bei den Änderungen der Bezeichnungen über die Jahre nie ganz mitkam, ob es nun korrekt zum Beispiel P1, RP1 oder Planar 1 heißt. Jedenfalls bedürfen diese Dreher keiner weiteren Erläuterung und alle spielen in ihren jeweiligen Preisklassen immer ganz vorn mit. Umso erstaunter war ich, als Chefredakteur Dirk Sommer mich fragte, ob ich Interesse am Test einer neuen Rega Vor-/Endverstärkerkombination hätte. Regas Verstärker sind mir nicht besonders geläufig und bei den Briten rechnete ich auch nicht damit, dass sich Röhren in den Geräten befinden würden. Würde sich meine Begeisterung deshalb in Grenzen halten? I wo! Aber das hat ganz unterschiedliche Gründe, und einer davon liegt sogar außerhalb HiFi-technischer Aspekte.

Roy Gandy, Gründer und langjähriger Kopf von Rega Research, gründete das britische HiFi-Unternehmen Rega im Jahr 1973 und prägte die Marke über mehr als fünf Jahrzehnte als Ingenieur, Designer und Leiter der Firma. Er genießt in der Branche hohes Ansehen, so wurde er unter anderem mit dem „Outstanding Contribution Award“ bei den What Hi-Fi-Awards 2025 für sein Lebenswerk geehrt. Bereits im Oktober 2024 hat Gandy die Firma Rega nicht etwa an externe Investoren verkauft, sondern die volle Eigentümerschaft an einen Trust übertragen, von dem die Mitarbeitenden indirekt profitieren: 100 Prozent seiner Anteile an der Rega Research Ltd. wurden in einen Employee Ownership Trust (EOT) eingebracht, welcher das Unternehmen im Interesse aller Mitarbeitenden besitzt. Dadurch ist Rega offiziell ein mitarbeiterbeteiligtes Unternehmen geworden. Der Trust hält das Unternehmen für die Mitarbeitenden, die als „Begünstigte“ gelten (indirektes Eigentum), der tägliche Betrieb, die Firmenkultur und die Produktentwicklung sollen unverändert fortgeführt werden. Roy Gandy bleibt weiterhin Direktor und ist vor allem in Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb aktiv, also im operativen Geschäft, obwohl er seine Eigentumsanteile abgegeben hat. Die Mitarbeiter profitieren finanziell über Gewinnbeteiligungen, tragen aber kein unternehmerisches Risiko. Hand aufs Herz: Kennen Sie viele Personen in ihrem eigenen Umfeld, denen Sie so ein nobles Verhalten zutrauen würden?

Zurück zu unseren Probanden. Sowohl der Vorverstärker Mercury als auch der Endverstärker Solis kosten jeweils 8450 Euro. Preislich und optisch bilden die beiden Geräte also eine Einheit und ich will nicht verhehlen, dass ich das Design dieser Kombination einfach umwerfend schön finde. Aufeinandergestapelt wie auf unserem Foto bringen die Geräte knapp 40 Kilogramm auf die Waage, da braucht es schon ein stabiles Rack, gleichwohl ich beiden für meine Hörtests jeweils eine eigene Ebene spendiert habe. Haptisch sind die Verstärker schlichtweg perfekt, die Fertigungsqualität ist superb, die Spaltmaße sind durchgehend konstant, es gibt keine scharfen Kanten an den Kühlrippen der Endstufe und selbst die Gehäuseecken sind handschmeichlerisch gerundet.

Der Vorverstärker Mercury verfügt über einen hochwertigen DAC, allerdings bin ich nicht die richtige Person, dieser Digitalsektion auf den klanglichen Zahn zu fühlen; wer mich kennt, weiß, dass ich es nicht so sehr mit der Digitalis in Sachen HiFi habe. Kurz und knapp die technischen Details: Der USB-Eingang ist galvanisch getrennt, um Störungen und Jitter zu reduzieren, die Abtastraten liegen zwischen 44,1 und 192 Kilohertz (USB) respektive zwischen 32 und 192 Kilohertz (koaxial/optisch). Alle üblichen Hi-Res-Dateien, inklusive hochauflösender PCM-Signale und DSD64, können also direkt über den Vorverstärker verarbeitet werden, ohne dass ein externer DAC nötig wäre. Der Mercury verwendet zwei parallel geschaltete Wolfson-DACs zur Verbesserung der Rauschabstände und zur Minimierung von Verzerrungen. Lediglich für ambitionierte Nutzer, die zum Beispiel DSD128, DSD256, MQA oder Sampleraten über 192 Kilohertzbenötigen, wäre ein externer High-End-DAC sinnvoll beziehungsweise notwendig.

Was mich zunächst etwas enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass der Mercury keine Phonosektion mit an Bord hat. Und dass bei den Analog-Experten von Rega! Allerdings wäre es durchaus eine Herausforderung, diese störungsfrei in ein- und demselben Gehäuse zusammen mit dem DAC unterzubringen. Insofern ist dieser Verzicht konsequent und begrüßenswert. Das im Farbton angenehme und hochauflösende Display informiert den Bediener über alle wesentlichen Funktionen und Betriebszustände, die eigentliche Bedienung des Vorverstärkers erfolgt per solider Fernbedienung, die in Sachen Übersicht und Bedienkomfort keine Wünsche oder Fragen offenlässt.


Regas Solis ist als klassischer Stereo-Endverstärker in AB-Schaltung ausgelegt und in zweierlei Hinsicht symmetrisch aufgebaut: Einerseits verfügt er über Eingänge via XLR, andererseits ist der mechanische Aufbau spiegelsymmetrisch für den linken und rechten Kanal. Leistungsmäßig ist die Endstufe eine wahre Wuchtbrumme: Die insgesamt zwölf hochstromfähigen Sanken-Transistoren liefern circa 170 Watt Ausgangsleistung an acht Ohm, ein wahrer Leistungsoverkill mit gnadenlosem Schraubstock-Dämpfungsfaktor. Dieser Verstärker dürfte auch die problematischsten Lautsprecher in den Griff bekommen mit niedrigen, abenteuerlichen Impedanzverläufen oder langhubigen, weich aufgehängten Tieftönern, die nach Kontrolle gieren. Meine anspruchslosen Hochwirkungsgrad-Lautsprecher sind damit also nicht die idealen Partner, daher aktivierte ich wieder meine alte Dynaudio Contour 1.3 MkII für die Hörsessions.

Erstaunlicherweise benötigte die Rega-Kombi bei mir eine recht lange Einspielphase von gut 40 Stunden, bis sie „voll da“ war und ich keine klanglichen Veränderungen mehr wahrnahm. Eine solche Burn-In-Phase benötigen sonst ja eher Röhrenverstärker, allerdings deutete ich diesen Umstand als Hinweis darauf, dass die Geräte wirklich brandneu waren. Wie gerade eben erwähnt, waren meine diversen Breitbänder mit ihren durchweg hohen bis sehr hohen Wirkungsgraden nicht die idealen Spielpartner für die Regas: Die britische Kombi schien irgendwie im Standgas zu tuckern und ihre technischen Qualitäten wurden nicht annähernd gefordert. Mit den stromsaufenden Dynaudios funktionierte es dagegen blendend: Tieftonkontrolle wurde für mich neu definiert. Noch nie hatte ich aus den dänischen Lautsprechern einen besseren Bassbereich gehört mit derart hartem Kick, ohne dabei, sofern auf der Tonkonserve enthalten, die federnde Leichtigkeit wirklich guter Drummer wie Taylor Hawkins oder David Grohl abzuwürgen. Insbesondere das perfekte, von kaum einem anderen Drummer erreichte Timing eines David Grohl gaben die Regas in Kombination mit den Dynaudios in unvergleichlich feiner Diktion wieder („Smells Like Teen Spirit“, Nirvana).

Auch im klassischen Metier setzte sich dieser Eindruck fort. Mit geradezu unbarmherziger Kontrolle nahm die Solis die Dynaudios in die Zange und ließ den Tieftöner weit in die untersten Oktaven hinabsteigen, von denen ich bislang vermutete, so tief im Keller kann ein solch kleiner Tiefmitteltöner doch gar keine Substanz mehr von sich geben. Weit gefehlt. Hier spielte die Solis ihre technischen Meriten, insbesondere den hohen Dämpfungsfaktor, voll aus. Bei Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ (Yehudi Menuhin, His Master´s Voice, 1985) sorgte der spielerisch leichte, federnde und sehr lebendige Tiefton für eine großartige Raumabbildung. Gleiches galt für das Album Aion (4Ad, 1990) von Dead Can Dance mit Tracks im Renaissance-Stil mit gregorianischem Gesang oder traditionellen Liedern mit altertümlichen Instrumenten wie Drehleier oder Dudelsack. Wieder überzeugte die subjektiv wieselflinke Wiedergabe durch schlackenfreie und blitzsaubere Tieftöne, welche die Rega-Kombi mit schon aufreizender Lässigkeit aus dem Ärmel zu schütteln vermochte. Gleichwohl: All diese Qualitäten, diese spielerische Leichtigkeit und die große Präzision, erstreckten sich bruchlos über das gesamte Frequenzspektrum und nicht nur auf den Tiefton.

Der aberwitzige Leistungsheadroom der Endstufe lud mich zu fiesen Spielchen ein, die ich aber nicht etwa aufgrund zu hoher Lautstärken schnell wieder sein ließ, sondern aus Sorge davor, die Box könnte den armen 13-Zentimeter-Tiefmitteltöner einfach aus der Sicke reißen und mir vor die Füße spucken. Zurück bei gemäßigteren Pegeln, spielten die Regas wieder ansatzlos, zackig und grobdynamisch vollends überzeugend. R.E.M. nahm mich mit Stücken wie „Überlin“ (Collapse into now, Warner Brothers, 2011), „Man on the Moon“, „Everybody Hurts“ oder „Nightswimming“ (Automatic for the People, Warner Brothers, 1992) mit auf eine musikalische Reise, die mir beim Hören stets zweierlei erlaubte: einerseits das Abtauchen in die Musik, andererseits das analytische Sezieren und Konzentrieren auf einzelne Töne, Instrumente oder Geräusche – wenn ich es denn wollte. Die Rega-Kombi ist keine kühle Analytikerin, sondern ein Instrument, das dem Hörer wirklich alle noch so feinen, subtilen musikalischen Ereignisse darbietet und damit ein Neuentdecken geliebter, vermeintlich wohlbekannter Stücke erlaubt.

Auch vermeintlich langweilige Mainstream-Stücke wie „Downbound Train“, „I‘m On Fire“ oder „Dancing In the Dark“ von Bruce Springsteen (Born in the U.S.A., Columbia Records, 1984) blühten förmlich neu auf: Derart frisch, munter und mit kraftvoller Stimme habe ich den alten amerikanischen Barden selten gehört, als habe er eine Flasche Supertrank von Asterix und Obelix bekommen. Das Darstellen feinster Nuancen von Beckenanschlägen, Hi-Hats oder die Wiedergabe subtiler Geräusche beim Anreißen von E-Gitarrensaiten gaben der Musik eine enorme Authentizität. Mir haben diese Mainstream-Evergreens lange nicht mehr so viel Spaß gemacht!

Wir haben es hier mit einer hochmusikalischen High-End-Kombination reinsten Wassers zu tun, die sehr nuanciert, kraftvoll und im besten Sinne neutral klingt. Sie fügt der Musik keinen Eigenklang hinzu, prägt ihr keine eigenen Fingerabdrücke oder andere Artefakte auf, sondern reicht auf eine extrem durchlässige Weise die in sie hineingesteckten Signale verstärkt durch. Wer dachte, der perfekte Verstärker – ein verstärkendes Stück Draht – sei langweilig, der höre sich Regas Mercury und Solis in Kombination an. Selten war aus meiner Sicht eine Verstärkerkombi so nah dran am „Draht“.
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Gehört mit
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| Phonovorverstärker | Pro-Ject Phono Box S2 Ultra mit Pro-Ject Accu Box S2 |
| Plattenspieler | Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO |
| Tonabnehmer | Pro-Ject Pick it PRO |
| Lautsprecher | Dynaudio Contour 1.3 MK II, diverse DIY Vollbereichsbreitbänder: Open Baffle (Ciare CH250), Transmissionline (Seas FA22RCZ & Seas Exotic F8), Tapered Quarter Wave Tube (Tang Band W8-1772), Backloaded Horn (Fostex FE206En) |
| Zubehör | Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject, Connect-it RCA-E |
| Möbel | Hi-Fi Racks Ltd |
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Herstellerangaben
Rega Mercury
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|---|---|
| Geräteart | Vorverstärker mit DAC |
| Netzspannung | 230V AC/50 Hz |
| Eingänge | S/PDIF – koaxial und optisch; 16–24 Bit bei 32/44,1/48/88,2/96/176,4/192kHz; USB; 16–32 Bit bei 44,1/48/88,2/96/176,4/192 kHz PCM oder DSD64 (DoP), asynchron, Stromverbrauch 0 W (<0,5 mA); 1x Line In (XLR), 4x Line In (RCA), 1x Record In (RCA) |
| Ausgänge | 1x Line Out (RCA), 1x Line Out (XLR), 1x Record Out (RCA), 1x Kopfhörerklinke 6,35mm |
| Ausstattung | Fernbedienung |
| Gehäusefarbe | Schwarz |
| Abmessungen (B x T x H) | 435 x 380 x 97mm |
| Gewicht | 14kg |
| Leistungsaufnahme | 50W |
| Preis | 8450 Euro |
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Herstellerangaben
Rega Solis
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|---|---|
| Geräteart | Endverstärker |
| Netzspannung | 230V AC/50 Hz |
| Eingänge | 1x Line (XLR), 1x Line (RCA) |
| Ausgänge | 1x Lautsprecher (4 oder 8Ohm), 4mm Bananenstecker, Kabelschuhe oder blanke Kabelenden |
| Ausgangsleistung | 2x 168Wrms (8Ohm), 2x 305Wrms (4Ohm) |
| Gehäusefarbe | Schwarz |
| Abmessungen (B x T x H) | 435 x 385 x 140mm |
| Gewicht | 24,8kg |
| Maximale Leistungsaufnahme | 500W |
| Preis | 8450 Euro |
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Vertrieb
TAD Audiovertrieb GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Hallwanger Strasse 14 83209 Prien am Chiemsee |
| Telefon | +49 8052 9573273 |
| hifi@tad-audiovertrieb.de | |
| Web | www.tad-audiovertrieb.de |
Die SE100 setzen auf ein zeitloses, quadratisches 29-Zentimeter-Gehäusedesign mit tiefem, mattem PU-„Starry“-Finish, das sowohl im Rack als auch frei im Raum äußerst hochwertig wirkt. Das hochdichte MDF-Gehäuse minimiert Resonanzen und bildet damit die Grundlage für eine neutrale und kontrollierte Wiedergabe.
Im Hochtonbereich arbeitet ein 25-Millimeter-Seidenkalotten-Tweeter mit Neodym-Antrieb, der feinste Details mit luftiger Bühne und exzellenter Auflösung bis weit über 10 Kilohertz transportiert. Instrumente und Stimmen werden klar umrissen im Raum platziert, so dass ein breites, dreidimensionales Klangbild entsteht.
Der 5,25-Zoll-Papierkonus-Tief/Mitteltöner sorgt für natürliche Mitten und einen warmen, körperhaften Grundton, der Stimmen und akustische Instrumente besonders authentisch erscheinen lässt. Dank der hervorragenden Dämpfungseigenschaften des Papierkonus spielt der SE100 kontrolliert, ohne Härten oder künstliche Betonungen.
Im Inneren der SE100 arbeitet die von Eversolo entwickelte Blackedge Core Zwei-Wege-Architektur mit audiophilen Bauteilen, die ein präzises Timing und konsistente Phasenlage sicherstellt. Das Ergebnis ist ein stimmiger, kohärenter Klang, bei dem alle Frequenzbereiche nahtlos ineinandergreifen. Die Frequenzweiche wird mit eng selektierten Bauteilen abgestimmt, unterstützt durch Messdaten aus dem hauseigenen Akustiklabor. So erreicht die SE100 einen weitgehend linearen Frequenzgang mit sauber durchgezeichnetem Bassbereich bis hinunter auf etwa 50 Hertz, wodurch sie auch ohne Subwoofer bereits erstaunlich voll klingt.
Eine hochreine, sauerstofffreie Kupfer-Schwingspule ermöglicht schnelle Impulsantworten und hohe Dynamikreserven. Ob leise, detailverliebte Jazz-Aufnahmen oder dynamische elektronische Musik: Die SE100 wechselt mühelos zwischen feinen Nuancen und kräftigen Peaks.
Die klare Geometrie und die edle Oberfläche machen die SE100 zu einem optischen Highlight, das sich harmonisch in moderne Wohn- und Arbeitsumgebungen einfügt. Die Lautsprecher lassen sich sowohl frei auf Ständern als auch in Möbeln platzieren und bleiben dabei stets elegant zurückhaltend. Ein besonderes Detail ist die Kompatibilität mit Ikea Kallax-Regalen, wodurch sich hochwertige HiFi-Wiedergabe nahtlos in modulare Wohnkonzepte integrieren lässt. Die mitgelieferte, magnetische, akustisch nahezu transparente Frontbespannung schützt die Treiber, ohne die Hochtonwiedergabe hörbar zu beeinflusse
Technische Daten
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Vertrieb
audioNEXT GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
| Telefon | 0201 5073950 |
| info@audionext.de | |
| Web | www.audionext.de |
Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups.
Allein optisch spricht mich der UX5000 an. Schlicht und unauffällig, ohne ein Statement setzten zu wollen, um sich zwanghaft von der Masse abzuheben. Aber genau diese unaufgeregte Präsentation in Verbindung mit der auch haptisch spannenden Oberfläche sorgt dann doch wieder für eine starke Eigenständigkeit. Trotz Plastik vermittelt die Oberfläche durchaus Qualität und Wertigkeit. Final nennt sie nicht ohne Grund „shibo“, was etwas frei übersetzt rau oder texturiert bedeutet. Auch das Kopfband und die magnetisch gehaltenen Ohrpolster aus Kunstleder fühlen sich gut an und runden den positiven Ersteindruck ab.

Das auf der Innenseite der Polster groß aufgedruckte „L“ und „R“ lässt keine Missverständnisse aufkommen. Das ist jetzt keine bahnbrechende Idee und ich bin mir sicher, dass man die Seiten im Alltag ohnehin kaum verwechseln wird, aber immerhin ein kleines Detail, das zeigt, dass auch scheinbaren Nebensächlichkeiten Beachtung geschenkt wurde. Die Größenverstellung mittels des üblichen Schiebemechanismus funktioniert gut und ist robust. Der Tragekomfort der mittelgroßen, etwas härteren Ohrmuscheln ist angenehm. Der dynamische Treiber ist mit 40 Millimetern genau so groß, wie die Treiber so ziemlich aller Konkurrenzprodukte. Das Rechenzentrum des Kopfhörers ist ein Qualcomm QCC3095 System-on-a-Chip. Mal abgesehen davon, dass Qualcomm einer der global Player in Sachen Mikrochips insbesondere im Smartphonesektor)ist, sagt mir die Bezeichnung nicht viel. Ich weiß nur, dass er der aufwendigste Chip der 30xx-Reihe ist und eine verlustlose Bluetooth-Übertragung ermöglicht. Mit Qualcomms eigenem aptX- und Sonys LDAC-Codec unterstützt er neben dem eher rudimentären Bluetooth-Standard SBC und anderen die zwei wichtigsten hochauflösenden Bluetooth-Codecs.

Was mir schon auf der Messe gefallen hat, ist die Möglichkeit, nicht nur die Ohrpolster auszutauschen, sondern auch das Kopfband. Etwas überraschend, aber aus Entwicklersicht alles andere als unklug: Kopfband und Ohrmuscheln werden über USB-C verbunden. Man sollte hier aber nicht davon ausgehen, dass diese Schnittstellen auch „USB“ sprechen, es wurde sich in der Entwicklung lediglich der breit verfügbaren Hardware bedient. Ein wirklich gewichtiges Kaufargument für den UX5000 ist meiner Meinung nach der leicht zugängliche, austauschbare 700-Milliamperestunden-Akku.

Die Bedienelemente sind auf der Außenseite der rechten Ohrmuschel untergebracht. Anstatt auf eine Touch-Oberfläche und Wischgesten zu setzen, ist zur Mediensteuerung ein kleiner Joystick verbaut. Ein langer Druck auf den Stick schaltet den Kopfhörer an und ab. Ein einfacher Klick fungiert als Play/Pause und zum Annehmen und Auflegen eines Anrufs. Ein Doppelklick lehnt einen Anruf ab oder öffnet den jeweiligen Sprach-, respektive KI-Assistenten des verbundenen Endgeräts. Ein Klick nach oben oder unten dient dem Regeln der Lautstärke, und ein Klick vor oder zurück eben genau dieser Aktion in der jeweiligen Playlist. Im Gegensatz zu einer Touch-Lösung sind so kaum Fehleingaben und vor allem die Bedienung mit Handschuhen möglich. Ein zweiter einfacher Knopf dient zum Umschalten zwischen dem Noise-Cancelling- und Ambient-, respektive Pass-Through-Modus.

Der Kopfhörer kann entweder über Bluetooth oder per mitgeliefertem 3,5-Millimeter-Klinkenkabel betrieben werden. Beide Modi benötigen allerdings einen geladenen Akku. Damit arbeitet der DSP des Qualcomm-Chips und auch Noise-Cancelling ist in beiden Betriebsmodi möglich, ich sehe aber nicht wirklich den Vorteil einer Kabelverbindung. Außer unter Umständen eine geringere Latenz für Echtzeitanwendungen wie beispielsweise Gaming. Eine eigene App bietet weitere Einstellungsmöglichkeiten. Auf Wunsch kann das Noise-Cancelling hier abgestellt werden. Ich würde mir wünschen, dass dies auch über den Schalter am Kopfhörer direkt möglich ist, zumal die App auf meinem – zugegeben mit Android 10 veralteten Smartphone – nicht lauffähig ist. Um den ANC-Modus testweise abzuschalten habe ich auf das Smartphone eines Freundes zurückgegriffen. Zusätzlich bietet die App einen 10-Band-Equalizer, Multipoint Verbindungen und Firmwareupdates sind hier ebenfalls möglich. Als Tonschaffender hätte ich mir – zumindest als Option – einen parametrischen Equalizer gewünscht. Zwar ist auch mit den Oktavbändern des 10-Bänders einiges möglich, eine wirklich gezielte Anpassung aber nicht uneingeschränkt.

Grundlegend isolieren die Kopfhörer bereits mechanisch deutlich besser als ich angenommen hatte. Gute Grundvoraussetzungen für das solide agierende Active-Noise-Cancelling. Bei monotonen, rauschähnlichen Geräuschen ist es besonders effektiv. Ich würde mir wünschen, dass Gespräche noch besser gefiltert werden würden. Gerade im Bus oder Zug werden die meisten Hintergrundgeräusche gut unterdrückt und dann stechen weniger gut ausgefilterte Stimmen stärker hervor. Dafür fällt das Noise-Cancelling für meine Ohren sehr angenehm aus. Von einigen anderen ANC-Kopfhörern kenne ich eine Art unnatürliches Druckgefühl auf dem Ohren bei aktiviertem Noise-Cancelling. Das kann ich beim UX5000 nicht feststellen. Die Speerspitze des ANC machen für mich dennoch die Platzhirsche des Marktes unter sich aus. Rein klanglich dominieren für meinen Geschmack die mehr als doppelt so teureren Offerten von Apple oder Bowers & Wilkins. Wie sehr das ANC den Musikgenuss beeinflusst, lässt sich dank der Möglichkeit, die Kopfhörer gänzlich ohne zu betreiben, gut feststellen. Um es abzukürzen: in lauten Umgebungen hat das Noise-Cancelling in meinen Tests immer auch zu einem besseren musikalischen Ergebnis geführt. In sehr stillen Umgebungen kann es vorkommen, dass eingeschaltetes Noise-Cancelling ein Grundrauschen erzeugt. Aber genau in dieser Konstellation kann man es ja dankenswerterweise abschalten.

Nach dem Besprechen aller übrigen relevanten Punkte können wir uns jetzt endlich im Detail mit der akustischen Leistung befassen. Mit GoGo Penguins „Fallowfield Loops“ vom neusten Album Necessary Fictions beweist der Final für einen Bluetooth-Kopfhörer eine überraschend ausgewogene Wiedergabe. Wie bei anderen Bewerbern auch steht der Bassbereich im Vordergrund, ist dabei jedoch keinesfalls so absurd überbetont, wie es manchmal der Fall ist. Vor allem maskiert er andere Frequenzbereich nicht. Er ist gut kontrolliert, konturiert und detailreich. Es lässt sich beispielsweise wunderbar heraushören, dass im Stück zwei verschiedene Bass Drums, respektive Bass Drum Sounds eingesetzt werden. Zum Beginn des Stücks klingt die Bassdrum eher hoch gestimmt und knackig, wie es bei einer kleinen (Jazz- oder Fusion-) Bass Drum oft der Fall ist. Sobald das Stück Fahrt aufnimmt, wird die kleine Bass Drum von einer tieferen Bass Drum abgelöst. Zwei der meiner Meinung nach mindestens drei verschiedenen Snare Drums sind leicht voneinander zu unterscheiden, da sie deutlich unterschiedlich hoch gestimmt sind. Die anderen zwei liegen in ihrer Größe und Stimmung nah beieinander. Der vierte Sound gegen Ende des Stücks könnte durchaus eine der ersten drei Trommeln sein, lediglich mit gelockertem Teppich. Kurzum, mit dem UX5000 sind schon eine ganze Menge Details herauszuhören. Auch die Becken werden fein herausgearbeitet, ohne aufdringlich zu werden. Für meinen Geschmack dürfte hier zwar noch etwas mehr Hochtonglitzer im Spiel sein, aber unterbelichtet sind die Höhen dennoch auf keinen Fall. Überhaupt gefällt die Verteilung der verschiedenen Instrumente auf dem Stereopanorama. Die einzelnen Trommeln, Becken und auch der Bass und das Klavier sind klar positioniert und sehr gut voneinander differenziert. Die Bühne wird weniger tief dargestellt, als das beispielsweise mein Beyerdynamic dt 880 black edition vermag. Letzterer ist jedoch halboffen konzipiert. Auch wenn der Palma DHS-1 bewiesen hat, dass kaum Klangunterschiede zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern bestehen können, würde ich mal argumentieren, dass eine geschlossene Konstruktion es, besonders im unteren Preisbereich, schwerer hat, eine „luftige“ Wiedergabe zu erzeugen. Bühnentiefe hin- oder her, während der dt 880 eher etwas diffus spielt, zeichnet sich der UX5000 durch seine besonders präzise Instrumentenseparation aus. Gerade bei komplexer moderner Musik und dichten, weniger dynamischen Mischungen passt diese Präzision richtig gut ins Bild.

„The Light“ der Progressive-Metal-Band Seventh Wonder vom Album The Testament marschiert mit dem UX5000 mit einem ordentlich Schub Energie durch die Gehörgänge. Und dennoch lassen Gitarren, Synth-Flächen, Drums und Bass genügend Platz für die Stimme von Sänger Tommy Karevik. Überhaupt macht das Album auf den Kopfhörern eine Menge Spaß. Sie schaffen genau den Spagat zwischen einer guten Auflösung, die mich kein Detail vermissen lässt und einer doch gefälligen, im besten Sinne „gesoundeten“ Wiedergabe, die imperfekte Aufnahmen verzeiht.
Bei Ravels Piano Trio in A-Moll, das mich kürzlich in der Elbphilharmonie zutiefst beeindruckt hat, kommt der UX5000 an seine Grenzen. Die für mich besonders emotionale Einspielung des Florestan Trios für Hyperion (1999) wird nicht ganz mit der Dynamik und Prägnanz herausgearbeitet, die ich mir wünschen würde. Die Instrumente klingen zwar durchaus natürlich und nicht verfälscht, aber es fehlt ihnen doch etwas Lebendig- und Leichtigkeit. Selbst dieses Stück macht das Noise-Cancelling in lauten Umgebungen genießbar, auch wenn ich es nur für diesen Test außerhalb der Ruhe meiner eigenen vier Wände gehört habe. Zu Hause, in stiller Umgebung, sorgt das Abschalten des ANC nicht nur für weniger Hintergrundrauschen, sondern beschert der Wiedergabe tatsächlich etwas mehr Raum und gibt den Instrumenten zumindest einen Hauch mehr an sonst vermisster Lebendigkeit.
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Gehört mit
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|---|---|
| Router & Zubehör | Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3) |
| Server | PrimeCore Audio A7 |
| Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
| DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+) |
| Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
| Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
| Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
| DAP | FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz) |
| Smartphone | Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO) |
| Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
| Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition |
| In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH |
| Kabel | Audioquest Diamond USB & Carbon USB, Chord Company Shawline USB, Belden, Boaacoustic Evolution BLACK.power-16, EAhibrid EAL 2000, Furutech LAN-8 NCF Plus, Glockenklang/Eupen, Sommer Epilogue |
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Herstellerangaben
FINAL UX5000
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|---|---|
| Kommunikationsmethode | Bluetooth® 5.4 |
| Frequenzbereich | 20 Hz bis 40 kHz |
| Unterstützte Codecs | SBC, AAC, aptX™, aptX™ Adaptive, LDAC™ |
| Unterstützte Profile | A2DP, AVRCP, HSP/HFP |
| Kontinuierliche Musikwiedergabezeit | ANC aktiviert: bis zu 45 Stunden, ANC deaktiviert: bis zu 65 Stunden |
| Ladezeit | Ungefähr 2 Stunden |
| Batteriekapazität | 700 mAh |
| Gewicht | 310 g |
| Preis | 250 Euro |
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Pro-Ject hat Anfang der 2000er Jahre die Box Design Mini-High-End-Audiokomponenten auf den Markt gebracht, darunter Phono-Vorverstärker, DACs, Kopfhörerverstärker und Vorverstärker. Dieser waren zwar deutlich kleiner als der klassische 44-Zentimeter-HiFi-Standard waren, verfügten aber über eine hervorragende Hardware.
Durch die Verkleinerung der Gehäuse und die Verwendung von externen Netzteilen, die negative magnetische und elektrische Einstrahlungen reduzieren, konnte Pro-Ject den Preis für die gegebene Klangqualität drastisch senken. Heute wird dieses Konzept von vielen Marken kopiert, insbesondere aus Fernost, aber auch aus Europa. Pro-Ject hat nun beschlossen, sein Programm zu erneuern und mit überlegener Hardware und Funktionen erneut Maßstäbe zu setzen. Die ersten beiden Produkte werden die Head Box S3 B und dievs Head Box DS3 B sein.
Heutzutage werden moderne Kopfhörer immer besser in ihrer Qualität und erfordern leistungsstärkere Kopfhörerverstärker. Pro-Ject hat nun neue Kopfhörerverstärker mit hervorragender Konnektivität und leistungsstarken, echten symmetrischen Schaltungen entwickelt, die in dieser Preisklasse ungewöhnlich sind. Gestützt auf umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit und sorgfältige Hörtests war es das übergeordnete Ziel, den besten Kompromiss zwischen Klangqualität und Leistung zu finden.
Es gibt viele Angebote, insbesondere aus Fernost, die enorme Leistungsdaten bieten, manchmal sogar mehr als zwei Watt an 30 Ohm. Das sieht im Datenblatt gut aus, garantiert aber nicht die beste Klangqualität. Wie bei normalen Leistungsverstärkern für Lautsprecher gilt auch hier: Die richtige Kombination sorgt für den besten Klang. Die Head Box S3 B treibt 98 Prozent aller gängigen Kopfhörer mühelos an und sorgt dabei für eine hervorragende Klangreinheit. Die Headbox DS3 B verdoppelt die Leistung des S3 auf 1,5 Watt an 30 Ohm und treibt damit auch seltene und komplexe Kopfhörer an.
Viele Kopfhörerverstärker verfügen über symmetrische Anschlüsse, was jedoch nicht bedeutet, dass die Verstärkung wirklich symmetrisch ist. Oft sind nur die Anschlüsse parallel zu den unsymmetrischen Single-Ended-Anschlüssen angeordnet. Sowohl die Head Box S3 B als auch die DS3 B sind vollständig symmetrisch ausgelegt. Während die Head Box S3 B aufgrund des Preises einige hochwertige ICs verwendet, ist die Head Box DS3 B vollständig diskret aufgebaut. Der Klang der S3 ist reichhaltig und offen, voller Details, während die DS3 mehr Wärme und Kraft hinzufügt.
Die Head Box S3 B ist ab Januar zum Preis von 400 Euro, die Head Box DS3 B für 700 Euro im Fachhandel erhältlich.
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Den letzten Bericht über eine Vor-/Endstufen-Kombination schrieb ich vor beinahe anderthalb Jahren. Bis jetzt kam lediglich Wolfgang Kempers Test des Senna-Sound-Duos dazu. Sollte das daran liegen, dass es in diesem Bereich nicht allzu viele Innovationen gibt? Die edlen Amps von Riviera Audio Laboratories sind jedenfalls alles andere als Mainstream.
Die Verbreitung von digitalen Verstärkermodulen hat zumindest bei mir dazu geführt, dass mich ein Großteil der modernen Endstufen-Kreationen einfach nicht mehr interessiert. Schaltnetzteile in Kombination mit analogen Verstärkerschaltungen hingegen schrecken mich seit den positiven Erfahrungen mit Chord Elektronics' Leistungsverstärkern schon länger nicht mehr ab. Wenn man aber beispielsweise bei Plattenproduktionen weder Kosten noch Mühen scheut, um das Signal, das in die Rille gepresst wird, durchgängig auf der analogen Ebene zu belassen, erscheint es einem nahezu als Sakrileg, es nur für den letzten Verstärkungsschritt bei der Wiedergabe ins Digitale und zurück zu wandeln. Das gilt zumindest für mich. Glücklicherweise sehen das die meisten meiner Kollegen deutlich entspannter. Bei mir kommt auch noch dazu, dass ich durch Einsteins The Preamp und The Poweramp, Audio Exklusivs Vorstufe P7 sowie WestminsterLabs Quest schon relativ verwöhnt bin. Da passiert es dann immer seltener, dass eine zum Test bestellte Vor-/Endstufen-Kombination den audiophilen Erlebnishorizont noch einmal erweitert. Das geschah zuletzt mit den beiden DarTZeels. Und auch das Riviera-Trio scheint das Zeug dazu zu haben.

Einerseits ist es mir von digitalen Endstufenmodulen abgesehen recht egal, mit welchen Bauteilen und Schaltungen ein Entwickler versucht, seine Vorstellung vom besten Klang umzusetzen. Andererseits hinterläßt die nachdrücklich vertretene Ansicht der Kollegen Helmut Baumgartner und Roland Dietl, dass für höchsten Musikgenuss Class-A-Endstufen nahezu unverzichtbar seien, auch bei mir ihre Spuren – und genau in dieser Betriebsart arbeiten Riviera Audio Laboratories' Mono-Endstufen. Doch bevor ich mich näher damit beschäftige, sollte ich Ihnen die Firma kurz vorstellen, da hier bisher noch keine Produkte des italienischen Herstellers Thema waren: Riviera Audio Laboratories wurde im Jahr 2017 von Luca Chiomenti und Silvio Delfino gegründet. Zu dieser Zeit konnten beide schon auf lange Tätigkeiten in der Audio-Industrie zurückblicken. Ihre Werdegänge werden auf der Website recht ausführlich dargestellt. Einige mir wichtig erscheinende Fakten habe ich für Sie extrahiert.

Luca Chiomenti wuchs einem Umfeld auf, in dem Musik, sowohl live als auch reproduziert, eine zentrale Rolle spielte. Daher studierte er zunächst Elektrotechnik am Polytechnikum Mailand und arbeitete dann seit Anfang der 1990er Jahre als Designer in der Audio-Industrie. Sein besonderes Interesse galt seit seiner Studienzeit den Beziehungen zwischen elektronischen respektive elektroakustischen Geräten und biologischen und neurosensorischen Systemen. Zu Anfang seiner beruflichen Tätigkeit entwickelte er ein Ruhestrom-Servoregelungsssytem für die Endstufen von Bartolomeo Aloia. Als ehemaliger Besitzer einer Referenza D100 – und natürlich der passenden Vorstufe PST 200 – kann ich übrigens nur Gutes über die Produkte dieses Herstellers sagen. Luca Chiomenti schrieb auch für einige italienische und internationale Publikationen wie etwa Fedeltà del Suono, Stereo und Sound Practices. Bei Costruire HiFi war er Chefredakteur. Nach der Gründung einer eigenen Marke zur Entwicklung und Produktion von Verstärkern, hocheffizienten Lautsprechern und handgefertigten Kabeln beriet er weitere Hersteller und Marken, bevor er 2017 beschloss, die Ergebnisse seiner Forschung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck gründete er mit seinem Partner Silvio Delfino das Unternehmen Riviera Audio Laboratories.
Silvio Delfinos' Vaters vermittelte ihm schon in jungen Jahren die Liebe zur HiFi-Technik. In seiner Kette fanden sich Komponenten von Micro Seiki, Marantz und AR. Silvio Delfino erwarb im Alter von zwölf Jahren seine erste E-Bassgitarre und teilte seine Leidenschaft und sein Wissen mit Freunden, indem er half, ihre Stereoanlagen zusammenzustellen und aufzubauen. Die Faszination für sein Hobby ging so weit, dass er – gerade 18 Jahre alt geworden – statt sein erstes Autos zu kaufen, lieber seine Lautsprecher aufrüstete. Vier Jahre später machte er sein Hobby zum Beruf und gründete mit zwei Partnern die CSL Sound Ltd in San Diego, Kalifornien, um Sonus Faber, Cabre und Chario in den USA zu vertreiben. 1985 kehrte er nach Italien zurück und schrieb für die Magazine Stereoplay, Digital Audio Club und Suono. In letzterem war er als Kolumnist, Koordinator und Chefredakteur tätig. Danach hob er zusammen mit Gianfranco Maria Binari Fedeltà Del Suono aus der Taufe und war bis 1998 dessen Direktor. Danach war er beratend tätig – unter anderem auch für Aloia – und an der Entwicklung von Klipsch' Heritage- und Palladium-Linie beteiligt. Seit 2017 arbeitet er wieder mit Luca Chiomenti zusammen und zwar in ihrer eigenen Firma: Riviera Audio Laboratories.

Ich hatte ja anfangs schon angemerkt, dass die Riviera-Verstärker aus dem Mainstream herausragen. Dabei geht es weder um das eigenständige – und wie ich finde, sehr gelungene – Design, die hervorragende Verarbeitung noch die hohe Qualität der Bauteile und Grundschaltungen. Nein, es ist leider etwas komplizierter: Am Anfang des Riviera-Projekts definierte Luca Chiomenti, dass ein Verstärker ein Audio-Signal so originalgetreu wie möglich reproduzieren muss – und zwar für den Zuhörer und nicht für Messequipment. Das sei ein gewaltiger Unterschied. Aber dazu müsse man zuerst einmal verstehen, wie das menschliche Gehör funktioniert. Schon zu Beginn seiner Studien habe er gelernt, dass durch zahlreiche Abhandlungen belegt sei, dass beim Hören eines reinen Tons harmonische Verzerrungen im Ohr und insbesondere in der Cochlea erzeugt würden. Bei einem Pegel von 90 Dezibel betrügen die Verzerrungen der zweiten Harmonischen etwa 10 Prozent, bei Obertönen höherer Ordnung nehme der Pegel proportional zur Ordnung des Obertons ab. Das Spektrum der Obertöne hänge auch noch vom Pegel und der Frequenz des reinen Tons ab.

Um es nicht zu kompliziert zu machen: Die für Luca Chiomenti wichtigsten Erkenntnisse sind, dass das Ohr in seinem Inneren einen hohen Anteil an Harmonischen erzeuge und Ohr und Gehirn diese harmonischen Verzerrungen unterdrücke. In der Folge nähmen wir nur den reinen Klang wahr. Das gelte aber nicht nur für die vom Ohr selbst erzeugten Obertöne, sondern auch für andere harmonische Verzerrungen, wenn sie die gleiche Obertonverteilung aufwiesen. Bei einer anderen Verteilung der Harmonischen allerdings nehme das Gehör die Obertöne als unterschiedliche Töne und damit als störend wahr. Daher wirke ein Verstärker, der ein dem des menschlichen Ohr ähnelndes Verzerrungsspektrum erzeuge, sehr transparent und sauber, selbst wenn sein messbarer Wert für Totale Harmonische Verzerrungen (THD) relativ hoch sei. Das klassische Mittel, um diese Verzerrungen zu vermindern, sei die negative Rückkopplung. Doch leider reduziere sie die niedrigen harmonischen Verzerrungen viel stärker als die hohen Obertöne. Sie verzerre also das Verzerrungsspektrum, so dass es nicht mehr dem des menschlichen Ohrs entspreche. Deswegen vermeide Riviera Audio Laboratories Gegenkopplung so weit wie möglich, indem man auf Über-Alles-Gegenkopplung ganz verzichte und die lokale auf ein Minimum reduziere: Riviera-Verstärker würden nur für diejenigen Messungen optimiert, die eine echte Korrelation mit dem Hörerlebnis zeigten, ohne unnötige technische Virtuosität anzustreben.

Wem diese Zusammenfassung von Luca Chiomentis Ausführungen zu wenig detailreich erscheint, dem sei die ausführliche Version auf der Website von Riviera Audio Labs ans Herz gelegt. Dort nennt er auch die Punkte, auf die er bei der Entwicklung seiner Verstärker den höchsten Wert legte: Nach dem oben Dargestellten verwundert es nicht, dass die Optimierung – nicht Minimierung – der Amplituden- und Frequenzverzerrung oberste Priorität genießt. Luca Chiomenti betont, dass sich sein Vorgehen grundlegend von dem anderer Hersteller unterscheidet, die dem Signal künstlich erzeugte, als euphonisch geltende Verzerrungen hinzufügen. Ihm gehe es vielmehr darum, dass Restverzerrungen minimiert wurden und in ihrer Form denen des menschlichen Ohrs so nahe wie möglich kommen. Dass eine negative Gegenkopplung dabei keinesfalls hilfreich ist, hatte ich ja schon erwähnt. Um niedrige Verzerrungswerte zu erreichen, arbeiten alle Verstärkerstufen in den Riviera-Amps in Class A, da dies die Garantie für eine maximal mögliche Linearität sei. Darüber hinaus sei bei Leistungsverstärkern die Kombination von Röhren und MOSFets die beste Lösung, da die Triode in der Single-Ended-Konfiguration der beste Spannungsverstärker sei und eine Form der „natürlichen” Verzerrung biete, die der gewünschten sehr nahe komme. Insbesondere MOSFets seien die erste Wahl, wenn es um hohe Leistungen und niedrige Impedanzen gehe. Bei korrekter Ansteuerung zeigten sie ein ausgezeichnetes Verzerrungsverhalten.

Weitere Entwicklungsziele sind eine gute Open-Loop-Bandbreite, die absolute Stabilität bei jeder Last und ein angemessener Dämpfungsfaktor, den Luca Chiomenti mit Werten zwischen 15 und 30 – ähnlich wie bei sehr guten Röhrenverstärkern – beziffert. Des weiteren verzichtet er auf aktive Schutzschaltungen und widmet den Netzteilen besondere Aufmerksamkeit: In allen Riviera-Geräten gebe es immer mindestens zwei Trafos und fünf separate Stromversorgungen. Die für die Röhrensektion verfüge immer über π-Filter und sei stabilisiert. Bei der Stromversorgung von Endstufen und Vollverstärkern setze er ebenfalls auf π-Filter und viele kleine und schnelle Kondensatoren statt auf zwei große. Netztrafos werden von Hand in einem Betrieb in der Nähe der Fertigungsstätte gewickelt unter Luca Chiomentis Aufsicht gewickelt. Die Line-Ein- und Ausgangsübertrager werden nach Riviera-Spezifikationen von Lundahl hergestellt.
Nach einer solchen Menge technischer Informationen sollten wir einen Blick auf die Komponenten werfen: Der APL1 ist eine Hochpegel-Vorstufe mit drei unsymmetrischen und zwei symmetrischen Eingängen. Dazu kommt noch ein weiterer Cinch-Eingang für die Tape-Schleife. Die Schaltung ist durchgängig unsymmetrisch, hinter den XLR-Eingängen desymmetrieren Übertrager das Signal. Ausgangsseitig stehen neben dem Tape-Anschluss noch drei Anschlusspaare zur Verfügung; vor den beiden Cinch-Ausgängen liegen ebenso wie vor den XLR-Buchsen Ausgangsübertrager, da diese nach Meinung Luca Chiomentis auch dem Klang der beiden Single-Ended-Ausgänge zugute kommen. Ganz klassisch gibt es ein motorbetriebenes Drehpotentiometer – hier stammt es von Alps – und eine Balance-Regelung über Festwiderstände, die hinter den für die Verstärkung zuständigen ECC82 respektive 12AU7 liegt. Die Veränderung des Ausgangspegels ist die einzige Funktion, die auch mit der ganz aus Metall bestehenden Fernbedienung möglich ist.

Die AFM70 sind Class-A-Mono-Endstufen mit einer nominellen Leistung von 70 Watt an acht respektive 140 Watt an vier Ohm. Neben dem harten Netzschalter auf der Rückseite und der „Power“-Taste auf der Frontplatte ist der Schalter für die Wahl des Cinch- oder XLR-Eingangs das einzige Bedienelement. In meinem Hörraum stehen die Monos jeweils auf einer SSC Big Magic Base und sind über Audioquest Tornado HC mit den Hochstromausgängen des Niagara 5000 verbunden. Dafür, dass ich erst nur die AFM70 in meine Kette integriere, gibt es gleich zwei Gründe: Zum einen ist die Vorstufe so hoch, dass ich sie nicht einfach im Rack gegen die WestminsterLab Quest auswechseln kann, sondern größere Umstellungen vornehmen muss, um die APL1 unterzubringen und zum anderen bin ich wirklich neugierig, wie die Monos mit den hübschen VU-Metern klingen.
Da das Verstärkertrio bereits eingespielt ist, brauchen die AFM70 nur eine relativ kurze Zeit zum Akklimatisieren im Hörraum. Nachdem sie diesen im Leerlauf um zwei, drei Grad erwärmt haben, geht’s mit Seeing des Tord Gustavsen Trios los. Das Album gehört weder zu denen, von denen ich Stücke zum Testen verwende, noch habe ich es in letzter Zeit häufig gehört. Aber dennoch ist mir sofort klar, dass ich es nie zuvor so intensiv, klangfarbenstark und emotional ansprechend gehört habe. Die Musik fließt und ist dennoch dynamisch und rhythmisch akzentuiert. Die Instrumente werden bestens differenziert und scheinen trotzdem eng mit einander verflochten zu agieren. Da geht es nicht einfach nur um die Tiefe der imaginären Bühne – die lässt sowieso keine Wünsche offen –, sondern die Nähe des Zuhörers zum musikalischen Geschehen. Sie merken schon: Die AFM70 nehmen mit Qualitäten für sich ein, die sich den üblichen Hifi-Kriterien entziehen und nur schwer in Worte zu fassen sind. Aber das war bei den DarTZeels ja auch nicht anders.

Nach diesem ersten, ungemein positiven Eindruck hörten meine Gattin und ich am Abend den zweiten Teil einer Qobuz-Neuerwerbung, Sonus Variegata vom Jazzorchester Voralberg, auf die wir durch eine Kritik im Jazz Podium aufmerksam geworden waren, natürlich auch über die Riviera-Monos. Schon nach dem ersten Stück, merkte meine Gattin an, dass der zweite Teil des neuen Albums sie deutlich stärker anspreche, als der am Vorabend, was ja wahrscheinlich an den Verstärkern mit den warm leuchtenden Leistungsanzeigen liege. Das bestätigte zwar meine bisherigen Erfahrungen mit den Monos, machte mich aber gleichzeitig um so neugieriger darauf, wie sie mit einem der aussagekräftigen Teststücke klingen. Die sind eigentlich beim abendlichen Musikgenuss tabu, aber mir wurde eine Ausnahme erlaubt. Bei den Blechbläsern zu Beginn des ersten Satzes von Mahlers Symphonie Nr. 3 wurde unsere ungemein positive Einschätzung der AFM70 bestätigt: Die plastisch abgebildete Instrumentengruppe weit hinten auf der tiefen Bühne schien einen geradezu in den Raum zu ziehen, und Reflexionen von der gegenüberliegenden Wand des Saales waren klar und deutlich zu vernehmen.
Dann setzten die Pauken und die tiefe Trommel ein – und Enttäuschung machte sich breit. Zwar stimmte im Folgenden fast alles: Detailfülle, Durchzeichnung, Luftigkeit und tonale Ausgewogenheit. Doch der Druck, den wir von den Kesseln und Fellen gewohnt waren, baute sich nicht zu hundert Prozent auf. Dadurch wirkte die gesamte Darbietung ein wenig gebremst. Da der Musikgenuss ja nicht in Arbeit umschlagen sollte, ließen wir es damit bewenden und hörten keinen weiteren der bekannten Test-Tracks. Am nächsten Morgen starte ich dann Arild Andersens I You Look Far Enough: Bei den Pauken auf „If You Look“ vermisste ich ein wenig Energie, war aber von der plastischen Darstellung der Perkussionsinstrumente und der Positionierung der Synthesizer-Klänge weit hinten links im imaginären Raum begeistert. Auf „Svev“ und den folgenden Stücken fehlte es dem holzig-warmen Sound des Kontrabasses keinesfalls an Volumen, die Klangfarben der Instrumente umschmeichelten den Zuhörer, sprachen ihn auf der Gefühlsebene stark an. Wenn da doch nur noch ein bisschen mehr „Slam“ in der untersten Oktave gewesen wäre! Aber vielleicht war dieser Wunsch auch nur mein Luxusproblem: Viele Lautsprecher sind in diesem Frequenzbereich schon längst ausgestiegen…

Jetzt gilt es abzuwägen, worauf ich beim Test der Vorstufe am leichtesten verzichten kann: Das wäre gewiss – Achtung Spoiler! – der hervorragend klingende SOtM sMS-2000, aber der residiert im rechten der beiden Artesania-Racks, während meine Vorstufe eine Ebene im linken beansprucht. Will heißen: Die Kabel von der Vorstufe zu Endstufe könnten zu kurz sein, wenn der APL1 den Platz des SOtM einnimmt. Da bleibt nur eines: Der Melco muss dem Riviera-Vorverstärker weichen, mit der Konsequenz, dass ab sofort die Dateien nicht mehr von den Festplatten des Melco, sondern aus dem Netz von Qobuz gestreamt werden. Aber auch da gibt es ja Mahlers Symphonie Nr. 3, auch wenn sie auf diesem Weg bezogen erfahrungsgemäß ein paar Prozent schlechter klingt als vom Melco. Doch ein paar Prozent fallen jetzt nicht mehr ins Gewicht: Der APL1 verhilft den AFM70 zu meiner großen Überraschung genau zu dem, was ich bisher vermisst habe: Druck und Geschwindigkeit auch bei den tiefsten Frequenzen! Erklären kann ich mir das nicht, wohl aber hören. Nun stehen die Class-A-Monos Einsteins The Poweramp auch im extremen Tieftonbereich in so gut wie nichts mehr nach. Und die beschriebenen, begeisternden Fähigkeiten der AFM70 werden durch den Wechsel zum Riviera-Vorverstärker keinesfalls geschmälert, eher ist das Gegenteil der Fall. Hier muss man einfach zusammen hören, was zu zusammen entwickelt wurde.

Da das Verstärkertrio so gut miteinander harmoniert, verzichte ich darauf, die Vorstufe mit meinem Endverstärker auszuprobieren. Anders als die digitale Wiedergabekette wird die analoge durch die Unterbringung des Riviera-Vorverstärkers im Rack nicht beeinträchtigt, und deswegen kommt das letzte Stück in diesem Bericht von einer Schallplatte: Carla Bleys Life Goes On. Das Titelstück des Albums hatte mich ja auch schon bei der Wiedergabe über das DarTZeel-Duo sofort in seinen Bann gezogen und geradezu euphorisiert: „Zwischen den sparsamen Tönen und Akkorden des Intros entsteht Dank der darTZeels eine spannende Beziehung, Ein- und Ausschwingvorgänge und die klanglichen Färbungen der einzelnen Töne erlangen plötzlich eine Bedeutung, die zuvor nicht erkennbar war.“ Mit dem Riviera-Trio geht es mir sehr ähnlich. Auch hier ist das gewisse Etwas, dass sie von anderen High-End-Verstärkern unterscheidet, sehr schwer in Worte zu fassen – aber deutlich zu erleben.
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Gehört mit (Arbeitszimmer)
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| Plattenspieler | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith |
| Tonarm | Einstein The Tonearm 12“ und 9“, AMG 12JT, Thales Simplicity II |
| Tonabnehmer | Einstein The Pickup, Lyra Olympos, DS Audio W3 |
| Phonostufe | Einstein The Turntable's Choice |
| NAS | Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil |
| Streamer | Auralic Aries G2.2, SOtM sMS-2000 |
| Streaming App | JPLAY for iOS 1.0.21 |
| Up-Sampler | Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
| D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil |
| LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature, SOtM sNH-10G |
| 10-MHz-Clock | SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8 |
| Vorverstärker | WestminsterLab Quest |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Børresen T5 SSE |
| Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, Dragon XLR, ForceLines, Swiss Cables, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 (2x), Rossaudio Kabel, SOtM dCBL-BNC75 |
| Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, Chord Company PhonoARAY, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Finite Elemente Carbofibre°-HD und Statement, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Degritter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Waversa EXT- 1 und EXT-Reference, Thixar Silent Feet 20 |
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Herstellerangaben
Riviera Audio Laboratories APL1 Vorverstärker
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|---|---|
| Schaltung | Vollröhren-Audioschaltung, rein Class A, Zero Feedback, stabilisierte Stromversorgung mit doppeltem π-Filter |
| Eingänge | 2 x XLR sym. (transformatorgekoppelt), 3 x Cinch unsym., 1 x Tape (Cinch) |
| Ausgänge | 2 x Cinch unsym. (transformatorgekoppelt), 1 x XLR sym. (transformatorgekoppelt), 1 x Tape (Cinch) |
| Verstärkung | 8dB |
| Eingangsimpedanz | 47k |
| Verwendete Röhren | 2x ECC82/12AU7 |
| Abmessungen (B/H/T) | 44/16,4/50,5cm |
| Gewicht | 21kg |
| Preis | 27.000 Euro |
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Herstellerangaben
Riviera Audio Laboratories AFM70 Mono-Endstufe
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|---|---|
| Leistung | 70W (an 8 Ohm) |
| Besonderheiten | keine Rückkopplung, rein Class A, Hybridschaltung |
| Eingänge | 1 x Cinch unsym, 1 x XLR sym. (Transformator) |
| Verstärkung | 22dB |
| Eingangsempfindlichkeit | 220mVrms für 1W an 8 Ohm (2,83Vrms); 1,87Vrms für 70W an 8Ohm (24 Vrms) |
| Eingangsimpedanz | 47k |
| Röhrenbestückung | 1x ECC82/12AU7 |
| Abmessungen (B/H/T) | 34/19,5/48,5cm |
| Gewicht | 30kg |
| Paarpreis | 60.700 Euro |
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Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
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|---|---|
| Ansprechpartner | Jan Sieveking |
| Anschrift | Plantage 20 28215 Bremen |
| Telefon | +49 421 6848930 |
| kontakt@sieveking-sound.de | |
| Web | www.sieveking-sound.de |