tests/17-05-02_phisonaudio
 

Phison Audio PD2 und A2.120

02.05.2017 // Peter Banholzer

Für die Klangtests habe ich mir zuerst die DAC-Vorstufe PD2 zur Brust respektive zu den Ohren genommen. In der ersten Hörtestrunde konzentrierte ich mich ausschließlich auf den Vorstufenteil. Die PD2 war bereits eingespielt wie mir Jörg Klein mitteilte. In den letzten Monaten hatte ich eine Menge renommierter Vorverstärker jenseits der 10.000-Euro-Preisklasse privat getestet. Eines kann ich schon mal vorwegnehmen: Mit den allermeisten dieser deutlich teuren Vorstufen kann die PHISON PD2 problemlos mithalten. In der Beurteilung von Vorstufen lege ich besonderen Wert auf die Offenheit, Durchsichtigkeit und Dreidimensionalität in der Musikwiedergabe. Bei Muddy Waters „Big Leg Woman“ aus Folk Singer gibt es ziemlich am Anfang eine Passage, wo man fein gezupfte Gitarrenklänge nur bei wirklich guten Geräten in der nötigen Klarheit hört. Genau das schafft die PD2, die gerade im Hochtonbereich ungemein klar auflöst und ansonsten einen kraftvollen und im besten Sinne des Wortes zupackenden Charakter offenbart.

Die Anschlüsse der Wandlereinheit lassen keine Wünsche offen. Sogar ein eigener Firmware-USB-Anschluss steht zur Verfügung. Der Extension Slot kann für das Phonomodul genutzt werden
Die Anschlüsse der Wandlereinheit lassen keine Wünsche offen. Sogar ein eigener Firmware-USB-Anschluss steht zur Verfügung. Der Extension Slot kann für das Phonomodul genutzt werden

Beim Kriterium Dreidimensionalität geht es für mich neben der räumlichen Breite und Tiefe vor allem auch um die Höhe, damit klein flaches Klangbild entsteht. Dies kann man gerade mit Stimmen am Besten beurteilen. Die Phison PD2 klingt wahrlich alles andere als flach. Zudem sind einzelne Stimmen aus Chören wie bei Julsang von Marianne Mellnäss sehr gut wahrnehmbar. Solostimmen oder einzelne Schallereignisse sind nicht unnötig groß aufgeblasen, sondern extrem gut ortbar.

So müssen moderne Endstufen aussehen: Elegante Integration der Kühlkörper und ein tief eingraviertes Logo
So müssen moderne Endstufen aussehen: Elegante Integration der Kühlkörper und ein tief eingraviertes Logo

Als Nächstes wollte ich erkunden, ob der eingebaute D/A-Wandler auf demselben Niveau wie die Vorstufe agiert und habe meinen Aurender Streamer direkt mit dem USB-Eingang des Phison PD2 verbunden. In meiner üblichen Konfiguration wird der Aurender mit einer Audiobyte Hydra Z USB-Bridge und einem Hydra ZPM Netzteil aufgewertet und läuft mit einem Mytek Brookyn D/A-Wandler mit separatem Netzteil. Der Phison PD2 schaffte es nahezu, dieses Level zu erreichen und bewegte sich auf einem extrem hohen Klangniveau. Die Tendenz der Vorstufe, eine starke und kraftvolle Präsenz in der Musikwiedergabe zu erzeugen, setzte die D/A-Wandlersektion nahtlos fort. Kraftvoll heißt jedoch nicht, dass beim Phison PD2 Liebhaber feingeistiger Musik nicht zum Zuge kommen. Ganz im Gegenteil kann man mir ihr klassische Musik genauso genießen wie stimmungsvolle Jazz-Sessions, wo sie auch feinste Schlagzeugbesen im Hintergrund sauber und prägnant hörbar macht. Zudem kann man durch die Möglichkeit des Feintunings über die Filterwahl individuelle Einstellungen vornehmen und persönliche Präferenzen in der Klangwiedergabe ausleben.


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