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Hifiman Jade II

11.06.2019 // Finn Corvin Gallowsky

Jade hat in der Chinesischen Kultur und Mythologie einen hohen Stellenwert. So ist es nicht verwunderlich, dass Hifiman bei der Neuauflage des Jade-Elektrostaten dem Namen treu bleibt und lediglich eine II hinzufügt. Im Test stelle ich fest, dass der Kopfhörer nicht nur ein Schmuckstück ist, sondern klanglich an sein elegantes Äußeres anknüpft.

In der Produktlinie von Hifiman, dem von Dr. Fang Bian ursprünglich in New York gegründetem und inzwischen von Tianjin, China aus operierenden Unternehmen, finden sich sowohl Magneto- als auch Elektrostaten. Der Jade II ist dabei preislich im Mittelfeld angesiedelt, jedoch deutlich erschwinglicher als ein Shangri-La jr. oder gar das Flaggschiff Shangri-La, das nur auf Bestellung produziert wird. Bei der Konzeption des Jade II war den Entwicklern von Hifiman nicht nur wichtig, dem Erbe der ersten Jade-Generation treu zu bleiben, sondern gleichzeitig einen Kopfhörer samt Treiberverstärker zu erschaffen, der für jeden Musikliebhaber erschwinglich bleiben soll.

Neben einem Cinch- und XLR-Eingang findet sich die Kaltgerätebuchse samt Sicherung und ein Spannungsumschalter auf der Rückseite des Treiberverstärkers
Neben einem Cinch- und XLR-Eingang findet sich die Kaltgerätebuchse samt Sicherung und ein Spannungsumschalter auf der Rückseite des Treiberverstärkers

Das Gehäuse des Transistor-Treiberverstärkers ist denkbar einfach gestaltet. Ein-und Ausschalter, Lautstärkeregler, Quellenumschalter und zwei Stax-Anschlüsse auf der Vorderseite und ein Cinch- und XLR-Anschluss nebst Kaltgerätebuchse auf der Rückseite, mehr braucht der Verstärker nicht. Die Laustärkeregelung erfolgt durch Einzelwiderstände und hat 20 Rasterpunkte. Trotz seiner Schlichtheit macht der Aluminiumblock einen eleganten Eindruck und sorgt durch seine Bauform für ausreichend passive Kühlung der verbauten Komponenten. Er findet bei mir auf meinem Schreibtisch Platz. In Armlänge, so dass ich jederzeit bequem die Lautstärke regeln kann, auch ohne Fernbedienung. Mit seiner nahezu quadratischen Grundfläche bei etwas weniger als 30 Zentimeter Seitenlänge nimmt er schon etwas Platz in Anspruch. Obwohl der Weg von meinem Brooklyn DAC+ zum Verstärker nicht sehr weit ist, nutze ich eine symmetrische Verbindung, zwei Boaacoustic Blueberry SIGNAL.xlr aus meinem letzten Test. Übrigens speist der Verstärker auch problemlos Stax-Kopfhörer und kann durch seinen moderaten Preis durchaus eine Alternative zu Stax-Komponenten sein.

Der Kopfhörer ist mit einem Standard 5-Pol Stax-Anschluss ausgestattet
Der Kopfhörer ist mit einem Standard 5-Pol Stax-Anschluss ausgestattet


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