tests/20-02-18_ayon
 
Test.
Deutsch English|

Ayon S-10 Netzwerkplayer

18.02.2020 // Roland Dietl

Vor diesem Hintergrund reifte bei Ayon die Idee, dem audiophilen Musikliebhaber eine weitgehende Plug-and-play Lösung an die Hand zu geben. Eine Lösung vor der man keine Angst haben muss und die überhaupt nicht kompliziert ist, weil sie auf die Einrichtung eines NAS-Systems verzichtet und so das Netzwerkthema weitgehend abkürzt und die obendrein noch gut klingt. Hierzu wollte man eine völlig autarke zweite Plattform auf der Basis eines weiteren Streaming Moduls von StreamUnlimited installieren. Allerdings erwies sich das bei Ayon geschätzte JRiver Media Center für dieses Vorhaben als viel zu Ressourcen-fressend für die „kleinen“ Streaming Module. Man hat deshalb einmal ganz „frech“ bei JRiver angefragt, ob man denn nicht eine entsprechend abgespeckte Variante der Software erhalten könnte, die auch auf ARM-Plattformen performant läuft. Wie schon fast zu erwarten, kam erst einmal keine Reaktion von JRiver. Aber man sollte die österreichische Hartnäckigkeit nicht unterschätzen, und Ayon hat einfach mal nachgefasst. Und dann stieß man mit dem Vorhaben bei JRiver tatsächlich auf offene Ohren. Allerdings dauerte es dann noch mehr als ein Jahr, bis der erste Prototyp einer völlig abgespeckten JRiver-Version rein für die Audio-Wiedergabe vorlag. JRiver hat dann sogar das Ayon eigene JRiver Set-up in die Software integriert. Diese spezielle Version heißt jetzt „JRiver Blackbox“ und wird von JRiver ausschließlich an Hersteller vertrieben.

Das DSD-Modul ist gekapselt und vor allzu neugierigen Blicken geschützt
Das DSD-Modul ist gekapselt und vor allzu neugierigen Blicken geschützt

In der „JRiver Blackbox Server“-Version hat der S 10 II jetzt also ein weiteres Streaming-Modul von StreamUnlimited und eine 1-TB-SSD mit vorinstalliertem „JRiver Blackbox“ einschließlich Lizenz an Bord. Zusätzlich erfordert die „Server“-Version ein erheblich modifiziertes Netzteil, das die notwendigen Spannungen präzise bereitstellt. Und wenn man schon einmal dabei ist, dann kann man an der einen oder anderen Stelle auch gleich noch bessere Bauteile für Widerstände und Kondensatoren einbauen und den Selektionsgrad der Röhren erhöhen.

Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe
Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe

Mich interessiert natürlich brennend, wie sich die „Server“-Version in der Praxis schlägt. Doch wie kommt die Musik überhaupt auf die Festplatte des S 10 II? Die Festplatte lässt sich nämlich nicht über das heimische Netzwerk ansprechen. Zunächst müssen wir den S 10 II über den Stand-by-Knopf und dann über den Power-off-Schalter vollständig vom Netz trennen. Jetzt kommt der oben erwähnte, mit USB-SSD bezeichnete USB-Port ins Spiel. Diesen verbinden wir einfach über ein USB-Kabel mit unserem PC. Das ist im Ergebnis so, als würden wir eine externe USB-Festplatte anschließen. Danach erscheint auf unserem PC ein weiteres Laufwerk. Anschließend erstellen wir auf diesem Laufwerk ein neues Verzeichnis mit dem Namen „Musik“, in das wir unsere Musik-Dateien kopieren. Merken Sie es? Wir haben kein Netzwerk benötigt! Anschließend starten wir den S 10 II neu und JRiver liest unsere Musik-Dateien automatisch ein. Was Installation und Bedienung betrifft, ist die „Server“-Version für Musikliebhaber, die sich nicht mit Computer- oder Netzwerk-Problemen herum ärgern möchten, sicherlich eine ganz ausgezeichnete Wahl.


  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026
  • Alluxity Int One mkII

    Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken. Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der…
    27.01.2026
  • Rega Mercury / Solis

    Hifistatement hatte die Möglichkeit, Regas brandneue, im November 2025 erschienene Vor-/Endstufenkombination Mercury/Solis umfassend zu testen. Die Vorstufe hat einen hochwertigen DAC an Bord, die Endstufe liefert circa 300 Watt Ausgangsleistung an vier Ohm Impedanz. Mit diesen Boliden liefert Rega sein Verstärkerstatement! Der Name Rega löst bei mir unmittelbar diverse positive Assoziationen hervor, bislang zugegeben allesamt in der rein analogen Welt der Plattenspieler und Tonabnehmer verortet. So besaß ich unter anderen bereits einen Planar 1 oder…
    20.01.2026
  • Final UX5000

    Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups. Allein optisch spricht mich der UX5000 an. Schlicht und unauffällig, ohne ein Statement setzten zu wollen, um sich zwanghaft von der Masse abzuheben. Aber genau diese unaufgeregte Präsentation in…
    16.01.2026
  • Riviera Audio Laboratories APL1 und AFM70

    Den letzten Bericht über eine Vor-/Endstufen-Kombination schrieb ich vor beinahe anderthalb Jahren. Bis jetzt kam lediglich Wolfgang Kempers Test des Senna-Sound-Duos dazu. Sollte das daran liegen, dass es in diesem Bereich nicht allzu viele Innovationen gibt? Die edlen Amps von Riviera Audio Laboratories sind jedenfalls alles andere als Mainstream. Die Verbreitung von digitalen Verstärkermodulen hat zumindest bei mir dazu geführt, dass mich ein Großteil der modernen Endstufen-Kreationen einfach nicht mehr interessiert. Schaltnetzteile in Kombination mit…
    14.01.2026
  • Keces Ewave

    Nein, wir werden nicht zur PR-Abteilung von Keces oder Robert Ross' Vertrieb, der die Produkte aus Taiwan in Europa betreut und hierzulande vertreibt. Doch bei einem Gespräch über den Ephono+ merkte Robert Ross an, dass er soeben das erste Null-Serien-Modell des Keces-Switch erhalten habe und uns zusenden könne. Da konnte ich nicht widerstehen. Da die Serienmodelle noch im Januar ausgeliefert werden, kann ich mir mit dem Bericht über das Switch auch nicht allzu lange Zeit…
    09.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.