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Test.
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Raidho TD1.2

08.03.2022 // Roland Dietl

Die Rückseite der TD1.2 – der Bassport ist gut zu erkennen
Die Rückseite der TD1.2 – der Bassport ist gut zu erkennen

Die TD1.2 ist – wie wir gleich noch sehen werden – in vielerlei Hinsicht ein Wunderwerk, aber im Bassbereich kann sie schon aus physikalischen Gründen eben keine Wunder vollbringen. Ich gehe davon aus, dass jeder, der sich für einen Kompaktlautsprecher interessiert, sich dieser Limitierung bewusst ist. Deshalb verzichte ich auf rechtfertigende Beschreibungen wie „angesichts der Größe“ oder ähnlichem. Nur so viel: bei einer großen Bandbreite von Pop- Jazz- und Klassik-Aufnahmen liefert die TD1.2 ein überaus zufriedenstellendes Tiefton-Fundament mit einem sauberen und schnellen Bass. Wer mehr will, dem empfehle ich einen oder besser zwei gute Subwoofer.

Der Lautsprecher wir durch kleine, auf Metallkugeln gelagerte Scheiben vom Ständer entkoppelt
Der Lautsprecher wir durch kleine, auf Metallkugeln gelagerte Scheiben vom Ständer entkoppelt

Und ab jetzt wird es ein wenig überschwänglich. Für das gerade beschriebene Aufstell-Procedere habe ich die entsprechenden Teststücke auf der Sheffield „XLO Test & Burn in CD“ verwendet. Bereits an dieser Stelle war mir aufgefallen, wie außerordentlich realistisch die Stimme des Sprechers von der TD1.2 wiedergegeben wird. Der Sampler Jazz Ballads (Jazz Ballads - 2xHD 24/44,1) bietet ausgezeichnete Aufnahmen schöner Jazz-Balladen in der Interpretation erstklassiger Sängerinnen. Fasziniert höre ich mir „The very thought of you“ mit Emilie-Claire Barlow an. Die Sängerin steht exakt zwischen den Lautsprechern und man kann ihre Präsenz im heimischen Hörraum geradezu fühlen. Genauso beeindruckend ist, wie genau und klar die TD1.2 die Unterschiede in den Stimmen einer Holly Cole, Amanda Martinez oder Jill Barber herausarbeitet. Doch nicht nur das: Es wird auch deutlich, dass die Aufnahmen in unterschiedlichen Studios entstanden sind – mal sehr intim, mal eher direkt und dann wieder eher leicht distanziert aufgenommen, was den Reiz dieses Samplers unter anderem ausmacht.

Die TD1.2 verleiht jeder einzelnen Stimme dieses gewisse „menschliche Element“, das diese damit so ungewöhnlich authentisch und unverwechselbar erklingen lässt. Das schafft eine besondere Verbindung mit dem Zuhörer und lässt mich glauben, dass ich live dabei bin, wenn am Anfang von „Tennessee Waltz“ Allan Taylor den Kollegen Chris Jones nach der richtigen Tonart frägt und dann knarzend seine Gitarre nachstimmt. Wenn dann auch noch genau herausgearbeitet wird, dass Allan Taylor näher am Mikrofon sitzt und seine Stimme deshalb direkter kommt als die von Chris Jones, wird schnell klar, was für ein überragender Lautsprecher die TD1.2 in diesem Bereich ist.


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