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Phonar Veritas p6.2 NEXT vs p6.2 Match Air – Teil 2

18.04.2023 // Dave Marras Grünwalds

Phonars aktive p6.2 Match Air kommt mit modernster WISA-Streaming-Technologie angeflogen. Ein Vergleich mit den passiven Schwestern ist unumgänglich und wird die Luft meines Hörraums zum Schwingen bringen.

Nachdem mich im ersten Teil dieses Tests Phonars passive Speaker schon zu überzeugen wussten, mache ich mich nun daran, ihre aktiven Pendants aus der Verpackung zu befreien: Es blicken mir in matt gehaltenen Kirschholzfurnier die beiden 27 Kilogramm schweren Standlautsprecher entgegen. Wie bei Ihren passiven Schwestern gibt es die Ausführungen in hochglanz- oder mattschwarz, Walnussfurniert und weiß, weitere RAL-Farben sind auf Anfrage mit Aufpreis jederzeit möglich. Was mir sofort ins Auge sticht, ist die nichtvorhandene Bodenplatte. Der Hexagon-Fuß wurde entfernt, dafür werden stylische und zeitgemäße Ausleger aus gebürstetem schwarzem Aluminium inklusive Spikes mitgeliefert. Die Befestigung der Spikes ist schnell und einfach aufgrund des präzis gearbeiteten Feingewindes erledigt. Zum Schutz unseres von Spielzeugautos zerkratzen Parkettbodens sind passende Teller inkludiert.

Zehn verschiedene Klanganpassungen bietet das leicht zu bedienende DSP-Modul
Zehn verschiedene Klanganpassungen bietet das leicht zu bedienende DSP-Modul

Bei den Lautsprecherchassis zählt der Nachhaltigkeitsgedanke: Hier wird wie bei der Veritas p6.2 NEXT auf einen 130 Millimeter großen Tiefmitteltöner und einen 160 Millimeter messenden Tieftöner aus dem Haus Peerless vertraut. Um das Abstrahlverhalten zu verbessern und sich optisch von der NEXT abzuheben, wurde der Match Air ein neuer, hochauflösender Ring-Radiator der dänischen Firma Scanspeak spendiert. Doch welche weiteren Updates rechtfertigen das für einen Unkostenbeitrag von rund 2.300 Euro angebotene Upgrade? Hier kommt das neue DSP-Modul ins Spiel. Laut Phonars Karsten Grämkow wurde die passive Frequenzweiche gegen das WISA-Empfangsmodul mit neuer DSP-Programmierung mit einem im Vergleich zur Vorgängerserie offensiveren Klangverhalten ausgetauscht – da bin ich doch mal gespannt. Die verbauten Endstufen mit einer Gesamtleistung von 320 Watt wurden von Phonar entwickelt und bieten die Möglichkeit, aufgrund ihrer Power die Nachbarschaft ein wenig in das Hörvergnügen miteinzubeziehen. Der digitale Signalprozessor ist für die Ansteuerung der Endstufen verantwortlich, die ebenfalls digital arbeiten. Als großen Vorteil gegenüber der passiven Frequenzweiche bezeichnet Phonar die präzisere Abstimmung der Flankensteilheit im Bereich der Hoch-, Mittel- und Tieftonanpassung. Insgesamt werden hier zehn verschiedene Klangeinstellungsmöglichkeiten angeboten: Zur Anpassung an den Hörgeschmack respektive Hörraum sind über ein übersichtliches rückseitiges Digitaldisplay neben der linearen Grundabstimmung (Setup 1), Klangkorrekturen im Höhen- und Mittenbereich möglich. Um auch in schwierigen Räumen den Kauf von meist hässlichen Schallabsorbern zu ersparen, bietet die Match Air zwei weitere Klangmodi, bei denen gezielt Bassfrequenzen herausgefiltert werden und stehenden Wellen im Bassbereich entscheidend entgegengewirkt werden kann(Setup 8 & 9).

Auch ein schöner Rücken kann entzücken: Zwei Bassreflexöffnungen sorgen für den nötigen Druck im Tieftonbereich
Auch ein schöner Rücken kann entzücken: Zwei Bassreflexöffnungen sorgen für den nötigen Druck im Tieftonbereich


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