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Lu Kang Audio Spoey 200

30.09.2025 // Finn Corvin Gallowsky

Das erste Mal sind mir die Lautsprecher von Lu Kang Audio in einer sehr guten Vorführung auf der High End 2023 aufgefallen. Zu dem Zeitpunkt waren sie auf dem deutschen Markt noch überhaupt nicht erhältlich. Durch die Aufnahme in das Portfolio des Vertriebs audioware aus Österreich hat sich das jetzt europaweit geändert.

Für den Test der Spoey 200 habe ich mir die Zeit genommen, Firmeninhaber Cheng-Chien „Rox“ Shih und die Marke Lu Kang in Ruhe kennen zu lernen. Als Händler und Vertrieb von Rox‘ Vater gegründet, hat sich Lu Kang Audio in den vergangen 40 Jahren in Taiwan einen Namen machen können. In den frühen Zweitausendern begann die „Lautsprecher-Geschichte“ von Lu Kang, so wie es oft der Fall ist, schlicht und ergreifend, weil das Marktangebot einfach nicht dem Anspruch von Rox‘ Vater gerecht wurde. Folglich begann er selbst eine erste Lautsprecherserie zu entwickeln. Über verschiedene Generationen von Lautsprechern hinweg entstand so schlussendlich die Spoey-Serie wie sie heute existiert. Inzwischen hat Rox die Leitung des Unternehmens und die Entwicklung übernommen und sich seit 2018 daran gemacht, Spoey auch außerhalb Taiwans bekannt zu machen. Seit 2025 hat er mit audioware einen Partner für den europäischen Markt gefunden. Der Vertrieb bietet bis Ende 2025 einen Einführungsrabatt von 20 Prozent auf lagernde Ware an.

Der Spoey 200 ist optisch ein klassischer Zweiwegelautsprecher
Der Spoey 200 ist optisch ein klassischer Zweiwegelautsprecher

Der Spoey 200 ist der drittgrößte Lautsprecher der Serie. Äußerlich mutet er britisch an: klare Konturen, vertrauter Formfaktor und eine Bassreflexöffnung auf der Front. Mit etwa 50 mal 25 mal 30 Zentimetern gehört er zwar eher zur großgeratenen Fraktion der sogenannten Regallautsprecher, erreicht allerdings noch nicht die wirklich ausladenden Dimensionen einschlägig bekannter Briten. Das Hochtragen der Lautsprecher in meine Wohnung weist auf das erste Qualitätsmerkmerkmal hin. Die Gehäuse der Spoey 200 sind mächtige 1,5 Inch dick, was nach Adam Riese etwa 3,8 Zentimeter macht. Somit bringt ein Lautsprecher gemeinsam mit Treibern, Frequenzweiche und anderen Kleinteilen gute 16 Kilo auf die Waage. Sehr beachtlich! Nochmals massiver gestalten sich die passenden Lautsprecherständer aus solidem Aluminium. Mit einem Eigengewicht von 30 Kilogramm sollen sie eine möglichst resonanzarme Aufstellung der Spoey 200 gewährleisten.

Gemeinsam mit dem massiven Ständer und den goldenen Akzenten der kleinen Füßchen entsteht eine edle Anmutung
Gemeinsam mit dem massiven Ständer und den goldenen Akzenten der kleinen Füßchen entsteht eine edle Anmutung


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