tests/26-05-05_ifi
 

iFi iDSD Phantom

05.05.2026 // Finn Corvin Gallowsky

Der iDSD Phantom vereint Streamer, DAC und Kopfhörerverstärker in bester iFi-Manier zu einem Alleskönner. iFi erreicht damit die höchstmögliche Ausbaustufe von stationärem HiFi. Abgerundet wird das Paket von einem aufwendigen Gehäuse und sowohl einer Transistor- als auch einer Röhren-Ausgangsstufe.

Gerade im mobilen Bereich hat iFi in der Vergangenheit viele Geräte entwickelt, die einen Vergleich mit dem berühmten Schweizer Allzwecktaschenmesser nicht im Geringsten scheuen müssen. Mit dem Phantom hält die – nahezu – unbegrenzte Vielfalt an Möglichkeiten auch stationär Einzug. Wie bereits einleitend erwähnt, wird ein hochauflösender DAC mit einem Streamer und einem leistungsstarken Kopfhörerverstärker, ähnlich dem des iCAN Phantom ohne Elektrostatenverstärker, verschmolzen. Die Ausgangssektion ist zwischen Transistor- und NOS GE5670S-Röhren umschaltbar. Im Tube+-Modus wird die negative Rückkopplung der Röhre zusätzlich auf ein Minimum begrenzt, um eine noch stärkere Röhren-Charakteristik zu erzeugen. Mit Bit-Perfect, Bit-Perfect+, GTO, Apodising, Transient Aligned sind wie üblich ebenfalls eine Vielzahl digitaler Filter wählbar. Erstmalig ist ein Hochrechnen auf DSD2048 möglich. Zusätzlich ist JVCKENWOODs K2 Filter wie auch schon beim mobilen Valkyrie wieder mit an Bord. Sowohl für die Kopfhörer- als auch Lautsprecherwiedergabe ist XSpace Pro und XBass Pro zum Beeinflussen der räumlichen und der Basswiedergabe verfügbar. Die Einstellung von Gain und eine Abschwächung des Pegels für den Betrieb ultraempfindlicher In-Ears gehört bei iFi zur selbstverständlichen Grundausstattung. Der integrierte Streamer kann sowohl per Spotify-, Tidal- und Qobuz-Connect, aber auch per Roon, Airplay, DLNA und UPnP angesprochen werden. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch ein iPower Elite Netzteil und einen Formatkonverter von Kupfer- auf Glasfasernetzwerkkabel.

Das Gehäusedesign teilt sich der iDSD Phantom mit dem iCAN Phantom
Das Gehäusedesign teilt sich der iDSD Phantom mit dem iCAN Phantom

Dass ich gleich zu Beginn mit einer Flut an technischen Informationen ins Haus falle, soll lediglich untermalen, wie vielseitig der iDSD Phantom ist. Für meinen Test muss ich schon gezielt überlegen, welche seiner Fähigkeiten mich besonders interessieren und in welchen Gerätekombinationen ich ihn gerne hören möchte. Was Spotify und Co schon seit Jahren beherrschen, kann endlich auch Qobuz – eine Ansteuerung von Endgeräten direkt aus der Qobuz App. Da mich in der Vergangenheit besonders die WiFi-Schnittstelle von iFi-Streamern beeindruckt hat, wie beispielsweise 2021 beim ZEN Stream, möchte ich den iDSD Phantom zuallererst in seiner zugänglichsten Konfiguration testen: und als unmittelbaren Zuspieler für meine Endstufe mit WLAN-Verbindung und Qobuz Connect.

Dank der neuen iFi-Nexis-App für Android und iOS ist die Einbindung ins heimische WLAN denkbar einfach. Wurde der Phantom frisch gestartet, findet die App seine Bluetooth-Schnittstelle. Das Passwort für das heimische WiFi kann dann in der App eingegeben und die WiFi-Schnittstelle wird entsprechend aus der App heraus konfiguriert werden. Sofern Ethernet als Quelle am Phantom selektiert wurde, ist er in der Qobuz-App als Abspielgerät anwählbar. Der Name des abgespielten Tracks, des Künstlers, die Bitrate und das Albumcover werden beim Zuspielen über die Qobuz-App auf dem Display des iDSD angezeigt. Akustisch macht dieses leicht einzurichtende Setup bereits Eindruck: Das fantastische Album Hvis ikke de er døde, lever de endnu des dänischen Folk-Trios Stundom erglänzt in freischwebender Räumlichkeit und Schönklang. Gemeinsam mit hochwertigen Aktivlautsprechern kann man mit dem Phantom und Qobuz schon sehr glücklich werden – aber er kann noch viel mehr.


  • Vertere Ruby one

    Die Beschäftigung mit dem Vertere Xtrax vor beinahe anderthalb Jahren hatte richtig Spaß gemacht. Daher nahm ich das Angebot von Andreas Kayser, dem Inhaber des deutschen Vertere-Vertriebs Beat Audio, das neue Topmodell Ruby one zu testen, gerne an. Dafür habe ich sogar eine meiner selbstauferlegten Regeln für Tests gebrochen. Dazu später mehr. Vorrangig freute ich mich darauf, nach Monaten endlich mal wieder längere Zeit nur Schallplatten zu hören. Außerdem unterscheiden sich Xtrax und Ruby one…
    19.06.2026
  • Canor Foundation Line Virtus I4S und Verto D4S

    Die neue Vollverstärker und Digital/Analog-Wandler der Canor Foundation Line erfreuen nicht allein wegen ihrer eleganten Optik, sondern auch dank ihrer Preise. Die kostspieligeren Komponenten aus dem Hause Canor verwöhnten stets mit beeindruckender Musikalität und waren daran gemessen preiswert. Profitiert die Foundation Line von deren Genen? Auf der Canor Website findet man in der Beschreibung des Virtus-I4S-Vollverstärkers gleich als Überschrift den Hinweis, dass mit „modernsten, teilweise aus der Referenzserie adaptierten Technologien und Konzepten für ein überzeugendes…
    16.06.2026
  • Spendor A1.2

    Spendor hat seinen Klassiker A1 verfeinert. Der wichtigste technische Unterschied ist eine zusätzliche Verstrebung, die jetzt direkt hinter dem Tiefmitteltöner sitzt und über eine Sorbothane-Dämpfung mechanisch gekoppelt ist. Dadurch sollen störende Resonanzen reduziert werden. Wir haben uns die Evolutionsstufe A1.2 angehört. Einleitend möchte ich kurz auf meine persönliche Perspektive zu diesem Lautsprecher eingehen. Denn was um Himmels Willen interessiert einen Hochwirkungsgrad-Junkie eine kleine Regalbox mit bescheidenem Wirkungsgrad? Tatsächlich habe ich mir diesen Lautsprecher selbst für…
    02.06.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    The first, rather lengthy article about Wilson Benesch' Prime Meridian system dealt solely with the turntable unit, consisting of the OMEGA Drive, ALPHA Drive, the FrACTal damping system in which the motor and tonearm are mounted, and the R1 Rack. Now, in addition to introducing the tonearm and cartridge, we finally turn to the sound of the turntable. The fact that the Prime Meridian system's turntable is driven by a motor with one and a…
    29.05.2026
  • Galion Audio TS34

    Der kanadische Hersteller Galion Audio hat seinen KT88-bewehrten Vollverstärker TS120 SE als Basis für die Entwicklung eines günstigeren Modells mit EL34-Röhren genommen, den TS34. Ein interessantes Feature ist die Möglichkeit, zwischen Class A und Class AB umzuschalten, was ihn von vielen anderen EL34-Designs unterscheidet. Mir war Galion Audio bis zum Test des Röhrenvorverstärkes „Navy“ im Herbst des letzten Jahres noch nicht bekannt. Das junge Unternehmen aus Québec in Kanada wurde von Thomas Tan gegründet, der…
    26.05.2026
  • XACT N1 Switch

    Manchmal dauert es etwas länger, bis ein Test zustande kommt. Nicht immer ist ein Testgerät auf Hersteller- oder Vertriebsseite für Hifistatement verfügbar und dann müssen bei uns auch noch die entsprechenden Testkapazitäten vorhanden sein. Doch nun hat endlich alles geklappt und ich kann Ihnen den XACT N1-LAN-Switch vorstellen. XACT ist die jüngste Marke von Marcin Ostapowicz, der seit 2010 in der High-End-Audio-Branche tätig ist und sich von Anfang an auf die Streaming-orientierte digitale Audiowiedergabe spezialisiert…
    22.05.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.