Der iDSD Phantom vereint Streamer, DAC und Kopfhörerverstärker in bester iFi-Manier zu einem Alleskönner. iFi erreicht damit die höchstmögliche Ausbaustufe von stationärem HiFi. Abgerundet wird das Paket von einem aufwendigen Gehäuse und sowohl einer Transistor- als auch einer Röhren-Ausgangsstufe.
Gerade im mobilen Bereich hat iFi in der Vergangenheit viele Geräte entwickelt, die einen Vergleich mit dem berühmten Schweizer Allzwecktaschenmesser nicht im Geringsten scheuen müssen. Mit dem Phantom hält die – nahezu – unbegrenzte Vielfalt an Möglichkeiten auch stationär Einzug. Wie bereits einleitend erwähnt, wird ein hochauflösender DAC mit einem Streamer und einem leistungsstarken Kopfhörerverstärker, ähnlich dem des iCAN Phantom ohne Elektrostatenverstärker, verschmolzen. Die Ausgangssektion ist zwischen Transistor- und NOS GE5670S-Röhren umschaltbar. Im Tube+-Modus wird die negative Rückkopplung der Röhre zusätzlich auf ein Minimum begrenzt, um eine noch stärkere Röhren-Charakteristik zu erzeugen. Mit Bit-Perfect, Bit-Perfect+, GTO, Apodising, Transient Aligned sind wie üblich ebenfalls eine Vielzahl digitaler Filter wählbar. Erstmalig ist ein Hochrechnen auf DSD2048 möglich. Zusätzlich ist JVCKENWOODs K2 Filter wie auch schon beim mobilen Valkyrie wieder mit an Bord. Sowohl für die Kopfhörer- als auch Lautsprecherwiedergabe ist XSpace Pro und XBass Pro zum Beeinflussen der räumlichen und der Basswiedergabe verfügbar. Die Einstellung von Gain und eine Abschwächung des Pegels für den Betrieb ultraempfindlicher In-Ears gehört bei iFi zur selbstverständlichen Grundausstattung. Der integrierte Streamer kann sowohl per Spotify-, Tidal- und Qobuz-Connect, aber auch per Roon, Airplay, DLNA und UPnP angesprochen werden. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch ein iPower Elite Netzteil und einen Formatkonverter von Kupfer- auf Glasfasernetzwerkkabel.

Dass ich gleich zu Beginn mit einer Flut an technischen Informationen ins Haus falle, soll lediglich untermalen, wie vielseitig der iDSD Phantom ist. Für meinen Test muss ich schon gezielt überlegen, welche seiner Fähigkeiten mich besonders interessieren und in welchen Gerätekombinationen ich ihn gerne hören möchte. Was Spotify und Co schon seit Jahren beherrschen, kann endlich auch Qobuz – eine Ansteuerung von Endgeräten direkt aus der Qobuz App. Da mich in der Vergangenheit besonders die WiFi-Schnittstelle von iFi-Streamern beeindruckt hat, wie beispielsweise 2021 beim ZEN Stream, möchte ich den iDSD Phantom zuallererst in seiner zugänglichsten Konfiguration testen: und als unmittelbaren Zuspieler für meine Endstufe mit WLAN-Verbindung und Qobuz Connect.
Dank der neuen iFi-Nexis-App für Android und iOS ist die Einbindung ins heimische WLAN denkbar einfach. Wurde der Phantom frisch gestartet, findet die App seine Bluetooth-Schnittstelle. Das Passwort für das heimische WiFi kann dann in der App eingegeben und die WiFi-Schnittstelle wird entsprechend aus der App heraus konfiguriert werden. Sofern Ethernet als Quelle am Phantom selektiert wurde, ist er in der Qobuz-App als Abspielgerät anwählbar. Der Name des abgespielten Tracks, des Künstlers, die Bitrate und das Albumcover werden beim Zuspielen über die Qobuz-App auf dem Display des iDSD angezeigt. Akustisch macht dieses leicht einzurichtende Setup bereits Eindruck: Das fantastische Album Hvis ikke de er døde, lever de endnu des dänischen Folk-Trios Stundom erglänzt in freischwebender Räumlichkeit und Schönklang. Gemeinsam mit hochwertigen Aktivlautsprechern kann man mit dem Phantom und Qobuz schon sehr glücklich werden – aber er kann noch viel mehr.
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