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SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

03.07.2026 // Dirk Sommer

Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD.

Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files mindestens ebenso gut klingen wie die, die er über Ethernet von einen Netzwerk gebundenen Speicher bezieht – und das ist immerhin ein Melco N1Z H60/2, der mit einem Dreifach-Linearnetzteil und zwei Crucial-SSDs getunt ist. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Musik-Dateien auf der zum Lieferumfang des sMS-2000 gehörenden 500-Gigabyte-Festplatte, auf dem auch das Betriebssystem abgelegt ist. Inzwischen erwarb ich eine 4-Terabyte-Crucial-SSD, die ich dann auf dem dafür vorgesehenen Steckplatz auf der Hauptplatine installierte. Per Fernwartung über Chome Remote Desktop hat dann ein SOtM-Mitarbeiter die Festplatte im Betriebssystem des sMS aktiviert, aber das war es nicht allein: Es wurde auch festgelegt, dass das Betreibssystem des SOtM die 500 Gigabyte-Platte allein nutzt, die Musikdaten aber ausschließlich auf der 4-Tera-Byte-Crucial abgelegt werden. Wie Roland Dietl schon vorausgesagt gesagt hatte, war die Programmierung keine Sache von Minuten, aber nach etwas mehr als einer Stunde konnte ich dann alle Audio-Files vom Melco überspielen, was natürlich bei einer Datenmenge von knapp unter 2 Terabyte noch deutlich länger dauerte.

Danach trat der 4-Terabyte-Speicher seine Reise ins österreichische Stanzach zu CoolTech an, wo Wolfgang Lausecker sie mit seiner ganz speziellen Methode kältebehandelte. Meine vorherigen Experimente hatten gezeigt, dass die kryogene Behandlung einer bereits mit Daten befüllten Festplatte zu einem noch besseren klanglichen Ergebnis führt als die Überspielung von Daten auf eine zuvor auf -180 Grad herabgekühlte SSD. Da muss ich wohl mit dem Bewusstsein leben, dass alle nun neu aufgespielten Audio-Dateien gegenüber den bei Einfrieren des Festplatte bereits abgespeicherten Musikstücken einen Hauch benachteiligt sind.

Oben die SSD mit geringerer Kapazität, auf der jetzt nur das Betriebssystem liegt, unten der kryo-behandelte 4-Terabyte-Speicher mit den Musik-Dateien
Oben die SSD mit geringerer Kapazität, auf der jetzt nur das Betriebssystem liegt, unten der kryo-behandelte 4-Terabyte-Speicher mit den Musik-Dateien

Nach der Rückkehr und dem Einbau in den sMS-2000 lief dieser problemlos wieder hoch und die Festplatte wurde sofort erkannt. Nach einer etwa einstündigen Aufwärmphase ohne eingeschaltete und Wärme verbreitende Endstufe, siegte dann aber die Neugier. Wie schon beim ersten Vergleich von internen und externer, per Ethernet verbundenen SSD angemerkt, macht es einem Jplay leicht, Tracks aus zwei unterschiedlichen Bibliotheken zu vergleichen: Die App zeigt oberhalb der Cover-Ansichten „Minimserver(Eunhasu)“ und „Minimserver(N-184C)“ an. Durch Tippen auf den Servern zugeordnete Symbole kann man die Cover eines jeden der beiden unabhängig von einander aus- oder einblenden. Das schließt Verwechselungen aus.

Nachdem ich Abdullah Ibrahims gesamtes Album Sotho Blue von der internen SSD genossen habe, höre ich vom Melco mehrmals das zuvor überhaupt maximal zweimal gespielte „Prism“, das Arild Andersen komponierte und mit Vassilis Tsabropoulos und John Marshall für das Album The Triangel einspielte. Das Klaviertrio erklingt im besten ECM-Sound: Der Kontrabass besitzt Körper und ist wohl definiert, der Flügel überzeugt mit einer glaubhaften Größe, da er auch in den tiefen Lagen ausreichend Energie freisetzt, und füllt den mittelgroßen Raum. John Marshall beschränkt sich größtenteils auf seine Becken und die Snare, aber das reicht völlig, um den Song entspannt voranzutreiben und einen rhythmischen Sog zu entwickeln.


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