Doch jetzt noch einmal ganz kurz zu den beiden technischen Änderungen beim Cascade – auch wenn ich sie schon im Artikel über den Sentinel erwähnt habe. Bei der Beschreibung der „Bit Diffusion Technology“ kommt mir zugute, dass sich MSB entschieden hat, sie exklusiv zu verwenden und das Wissen darum nicht mit Mitbewerbern teilen möchte. Die eine von zwei verfügbaren Information dazu, dass Dustin Symanski, MSBs Chef-Schaltungsentwickler, die BDT ursprünglich aus der Betrachtung der Beziehung zwischen einem Atom und der Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion eines Elektrons abgeleitet habe, scheint mir jedenfalls nicht dazu angetan sein, die Konkurrenz auf die richtige Fährte zu bringen. In Daniel Francis' Post im MSB Forum kann man noch die kurze Ergänzung finden, dass durch die BDT leichte Umgebungsgeräusche und digitale Artefakte gemildert würden, was zu einem analog-ähnlichen Klang und einer deutlich entspannteren, ermüdungsfreien Wiedergabe beitrage.
Laut Jonathan Gullman hat die Entwicklung des Palisade-DAC Dustin Symanski vor besondere Herausforderungen gestellt, da das unter dem Cascade angesiedelte Modell mit zwei statt mit vier Hybrid-DAC-Modulen auskommen müsse. Dustin Symanskis Lösung für den Palisade habe dann extrem gut funktioniert und die daraus resultierenden klanglichen Ergebnisse seien so beeindruckend gewesen, dass er sie auch in die Firmware des Cascade und des Sentinel integriert habe. Das seien nur geringfügige Änderungen gewesen, die aber enorme klangliche Verbesserungen bewirkt hätten. Mehr Informationen zu den Modifikationen waren beim besten Willen nicht zu bekommen.

Wie schon beim ersten Besuch des Cascade in meinem Hörraum war es auch diesmal nicht einfach, drei Gehäuse mit zwei Netzanschlüssen in meine Kette zu integrieren. Da ich die Stromversorgung von digitalen und analogen Komponenten strikt trenne – dafür sind ein Audioquest Niagara 1200 und 5000 im Einsatz –, wird es vor allen bei den Steckplätzen im Netzaufbereiter für Digitales eng. Diesmal hat mich gerettet, dass seit der Integration des SOtM sMS-2000 mit der eingebauten Vier-Terabyte SSD in die Anlage die Verwendung des Melco als Datenzulieferer obsolet geworden ist – und dass MSB den reinen Wandler inklusive der Vorstufe als analoge Komponente einstuft, da jegliche digitale Signalaufbereitung bereits im Director stattfindet. Im Niagara 5000 für die analogen Gerätschaften gibt es glücklicherweise noch die ein oder andere freie Steckdose. Laut Frank Vermeylen schadet es dem Klang nicht, das Gehäuse mit dem Wandler und den Director übereinander zu stellen, was ja auch durch die speziellen Aufnahmen für die Füße anderer MSB-Komponenten auf der Oberseite der Gehäuse ohne Beschädigungen gut möglich ist. Lediglich zum Netzteil sollte der DAC einen gewissen Abstand wahren. Daher schiebe ich die Powerbase auf ihren vier Cascade Basen dort unter das Artesania Rack, wo zuvor das externe Netzteil des Melco gestanden hat.

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