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MSB Technology Cascade DAC – aktuelle Version

04.08.2026 // Dirk Sommer

Die Bilder könnten zwar den Anschein erwecken, aber ich recycele hier nicht den Cascade-Test von vor zwei Jahren – auch wenn das bei den Temperaturen im Hörraum ein verlockender Gedanke wäre. Der aktuelle MSB-Wandler unterscheidet sich rein äußerlich nicht von dem, den ich Ihnen bereits vorgestellt habe, in Sachen Technik und Klang aber sehr wohl.

Ich habe Jürgen Sachweh, den Inhaber des deutschen MSB-Vertriebs gefragt, was mein damaliges Testmodell von der neuen Version unterscheidet, und er gab die Frage an den MSB Geschäftsführer und Mitinhaber Jonathan Gullman weiter. Der antwortete per E-Mail unter anderem: „Im Grunde genommen ist der Cascade DAC dank Bit Diffusion Technolgie und der neu veröffentlichten Firmware mittlerweile so gut wie ein brandneuer DAC. … Wir hätten beide Upgrades als „Cascade 2“ und „Cascade 3“ verkaufen können, haben dies aber nicht getan, sondern die Upgrades kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Dazu sollte man wissen, dass die Implementierung der Bit Diffusion Technology oder kurz BDT einer – wie MSB es ausdrückt – geringfügigen Hardware-Aktualisierung bedarf: Das Gehäuse, das den DAC beherbergt, muss ins Werk geschickt werden, wo dann in kurzer Zeit eine entsprechende Modifikation vorgenommen wird. MSB berechnet dafür lediglich die Transport- und Handling-Kosten, die Hardware wird ebenso wie die Aktualisierung der Firmware von MSB als kostenloser Service für die Kunden betrachtet. Bei weiteren Fragen zu den Updates sollte man sich hierzulande an Hifi2Die4 wenden.

Der dreiteilige Cascade besteht aus dem Digital Director, dem Gehäuse mit den Wandlern und der analogen Vorstufe sowie der dazugehörigen Powerbase
Der dreiteilige Cascade besteht aus dem Digital Director, dem Gehäuse mit den Wandlern und der analogen Vorstufe sowie der dazugehörigen Powerbase

Zwar war mir bei der Themenplanung schon klar, dass mich die zeitnahe Beschäftigung mit zwei MSB-Wandlern vor das ein oder andere Problemchen stellen würde. Aber wer würde schon nein sagen, wenn er die Gelegenheit bekommt, MSBs Sentinel in einer nicht gänzlich unbekannten Umgebung zu hören, eine Menge Informationen zum Topmodell sowie den Modifikationen des hochgeschätzten Cascade vom Europavertrieb zu erhalten und letzteren DAC anschließend mit in den eigenen Hörraum nehmen zu können? Da nicht feststeht, wie lange ich Zugriff auf den Cascade habe, konnte ich mir mit diesem Bericht auch nicht allzu viel Zeit lassen. Ich kann nur hoffen, dass Sie es für die ansonsten nirgendwo zu findenden Informationen gern in Kauf nehmen, die ein oder andere technische Erklärung ein zweites Mal zu lesen oder etwa zusätzliche Fakten im vor 24 Monaten erschienenen Artikel über den Cascade nachzulesen. Dort können Sie beispielsweise erfahren, warum MSB keine unterschiedlichen Filter mehr anbietet, warum man auf Buffer für den Ausgang verzichten kann, wie die Lautstärkeregelung konzipiert ist, welche Eingänge die integrierte analoge Vorstufe bietet, worauf es bei der hochpräzisen Clock ankommt und was es mit dem „ProISL Interface“ auf sich hat. Das sollte reichen, um Sie auf den ersten Cascade-Test neugierig zu machen.

Von oben nach unten: der Digital Director, der „analoge“ DAC mit integrierter Vorstufe und sein Netzteil, die Powerbase
Von oben nach unten: der Digital Director, der „analoge“ DAC mit integrierter Vorstufe und sein Netzteil, die Powerbase


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