tests/26-09-25_final
 

Final Tonalite

25.09.2026 // Finn Corvin Gallowsky

Für die Touchkontrolle stehen verschiedene Belegungsoptionen zur Verfügung. Auf Wunsch kann sie auch vollständig ausgestellt werden
Für die Touchkontrolle stehen verschiedene Belegungsoptionen zur Verfügung. Auf Wunsch kann sie auch vollständig ausgestellt werden

2023 hat Final begonnen, Nutzern in ihrem Hauptquartier in Kawasaki einen 3D-Scan und die anschließende Optimierung ihrer ZE8000 anzubieten. Der Service kostete etwa 400 Euro. Für den Scan war teilweise hochspezialisiertes Equipment notwendig. Die Berechnung des individuellen Profils auf der Grundlage des virtuellen 3D-Zwillings mit einem Hochleistungsrechner hat gute acht Stunden in Anspruch genommen. Um diesem Prozess zu vereinfachen, musste Final einen umfangreichen Datensatz verschiedenster Scans aufbauen. Dazu wurden 2024 auf verschiedenen Audiomessen Scans von Probanden angefertigt. Auf der High End konnte ich an diesem Prozess teilnehmen und habe im Anschluss ein spezielles Paar ZE8000 mit meinem persönlichen Hörprofil erhalten. Zusätzlich zu den Scans war außerdem eine recht umfangreiche Online-Hörsession angesetzt, die zum einen der weiteren Abstimmung meines Hörprofils, zum anderen dem Sammeln weiterer Forschungsdaten diente.

Mit der eigens für den Tonalite entwickelten App wurde der gesamte Prozess so weit vereinfacht, dass er in etwa 10 bis 15 Minuten zu bewerkstelligen ist. Anstatt eines gesamten Scans von Kopf, Ohrmuschel und Oberkörper genügen das fotografische Erfassen der Front und beider Seiten des Kopfes in einem automatischen Prozess innerhalb der App und zwei detaillierte Fotos der Ohren. In Versuchen hat sich herausgestellt, dass anhand dieser Daten und dem Abgleich mit der umfangreichen Datenbank bereits sehr genaue Ergebnisse möglich sind. Nach einigen Minuten Berechnungen auf dem Final Server steht das individualisierte Hörprofil dann bereit. Genau genommen sind es drei leicht verschiedene Hörprofile, sogenannte Timbre Koeffizienten, die gewählt werden können. Korreliert mit den gesammelten Daten ergab sich eine Normalverteilung und so werden lediglich die drei häufigsten Koeffizienten angeboten. Dennoch gibt es die Möglichkeit, in zwei Schritten mit jeweils einer mehrminütigen Unterbrechung zum Datenaustausch auf den In-Ears die Koeffizienten noch präziser anhand eigener Musik zu bestimmen.

Ab Werk ist der LDAC-Modus deaktiviert. Er muss über die Tonalite-App aktiviert werden. Gemeinsam mit der High-Gain- und Low-Latency Option befindet sich die Einstellung im über das Menü-Icon oben links auf der App erreichbare Untermenü „Settings“. Es hat etwas gedauert, bis ich das Menü überhaupt entdeckte und habe dementsprechend eine ganze Weile mit dem AAC-Codec gehört. Obwohl er theoretisch transparent sein soll, erschienen besonders Becken oft unsauber und schlecht aufgelöst. Der Wechsel zu LDAC schaffte Abhilfe. Mit dem aufwendigeren Codec kürzere Akkulaufzeiten in Kauf nehmen zu müssen, stört mich persönlich überhaupt nicht. Dass der Aktionsradius der In-Ears bei abgelegten Zuspielgerät in der Wohnung geringer wird, fällt da schon eher ins Gewicht. Im selben Raum habe ich allerdings sehr selten Verbindungsabbrüche erlebt.

Das Hauptmenü der Tonalite App
Das Hauptmenü der Tonalite App


  • Ferrum BROEN

    Auf der High End 2025 ließ man bei Ferrum durchblicken, dass an einem Streamer gearbeitet wird. Die Ferrum Streaming Control Technology, mit der die Musikwiedergabe mittels der Fernbedienung Ferrums DAC WANDLA steuerbar ist, war bereits eine Vorbereitung auf den Streamer und das Schaffen eines gesamten Ferrum-Ökosystems. Im Oktober 2025, wenige Monate nach der High End letzten Jahres waren auf der Audio Video Show in Warschau dann bereits erste BROEN Vorserienmodelle in Betrieb. Auf der diesjährige…
    06.10.2026
  • Linear Tube Audio Century

    Century heißen die Röhren-Mono-Endverstärker von Linear Tube Audio, die ohne Ausgangsübertrager auskommen und sich dennoch grundlegend von anderen OTL-Konzepten unterscheiden. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, was die patentierte ZOTL-Technologie des Entwicklers so besonders macht und wie sie sich klanglich auswirkt. Für diesen Test haben Dirk Sommer und ich uns eine Arbeitsteilung vorgenommen, bei der ich (Carsten Bussler) mich auf die Technik der Century-Monos sowie die Hintergründe zu Linear Tube Audio und die Zusammenarbeit mit…
    29.09.2026
  • Ortofon MC Vertex

    Die bisherigen Topmodelle von Ortofon, das Anna, das Anna Diamond und das Diamond, ähnelten einander auch optisch stark. Das Vertex macht schon durch sein Erscheinungsbild klar, dass es anders ist. Es ist der erste Tonabnehmer mit einem Diamanten mit Vertex-Schliff. Soweit mir bekannt, ist das der erste neue Nadelschliff seit rund 40 Jahren. Aber das ist nicht die einzige Veränderung gegenüber dem MC Diamond: Der Generator des Vertex besitzt einen deutlich höheren Innenwiderstand, die Nadelnachgiebigkeit…
    15.09.2026
  • Phonar Veritas M4.2 SE

    Es hat mir bislang stets Vergnügen bereitet, mich mit Phonar Lautsprechern zu beschäftigen. Nach einem Test kaufte ich die Veritas 9.2 SE und genieße seitdem ihre Musikalität. Phonar überzeugte immer wieder mit einem außergewöhnlich attraktiven Preis-Klang-Verhältnis. Bestätigt die neue, kompakte Phonar Veritas M4.2 SE diese Erfahrungen? Mein eindrucksvollstes Phonar-Erlebnis hatte ich vor zwei Jahren mit der Standbox Veritas p4.2 Next, die aktuell für einen Paarpreis von 2400 Euro auf der Phonar-Website zu sehen ist. Genau…
    08.09.2026
  • Ayon Iris Signature Streamer

    Auf der High End Vienna haben Dirk Sommer und ich den Ayon Iris erstmals entdeckt – nun steht der außergewöhnliche Streaming-Player bei uns bereits zum Test. So frisch ist der Iris, dass selbst die Roon-Zertifizierung zum Testzeitpunkt noch läuft. Brandneu, doch der Iris kommt keineswegs aus dem Nichts: Wer die Entwicklung der digitalen Ayon-Komponenten verfolgt hat, erkennt eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema Streaming. Auch wir konnten diesen Weg begleiten – nach dem S3 und…
    01.09.2026
  • Sumiko Starling

    Mein letzter Test eines Tonabnehmersystems befasste sich mit dem Sumiko Oriole. Nun drehen sich für diesen Test meine Schallplatten unter dem Sumiko Starling, dem teuersten System aus der Sumiko Referenz Serie. Nachdem ich überaus positiv überrascht vom Test des Oriole war und dies Peter Laitenberger vom deutschen ATR Vertrieb mitteilte, empfahl mir dieser mir doch einmal das Sumiko Starling anzuhören. Gesagt, getan und bereits wenige Tage später kam das kleine Päckchen mit dem Starling zu…
    28.08.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.