Montag, 13 Februar 2023 09:32

Norddeutsche HiFi–Tage 2023

Seit den letzten, Pandemie bedingt verspäteten Norddeutschen Hifi-Tagen sind knapp sieben Monate vergangen und schon stehen die nächsten an: Am kommenden Wochenende, den 18. und 19. Februar, findet die diesjährigen Veranstaltung im Steigenberger Hotel Treudelberg statt.

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Ivonne Borchert und ihr Team haben eine neue Heimat für ihre Messe gefunden, die sie so beschreiben: „Im wunderschönen Naturschutzgebiet Alstertal gelegen finden Sie das Steigenberger Hotel Treudelberg. Citynah, mit guter Anbindung zum Flughafen, und doch im Grünen. Sie erreichen es dank einer Bushaltestelle direkt vor dem Hotel sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei Anreise mit dem Auto stehen Ihnen Parkplätze im Außenbereich zur Verfügung.“ Aber der neue Ort ist nicht der einzige Veränderung in Sachen regionale Hifi-Messen. Die Süddeutschen Hifi-Tage, die am 16. & 17. September stattfinden werden, ziehen heuer von Stuttgart nach Karlsruhe um, und zwar in das Radisson Blu Hotel in Karlsruhe. Und damit nicht genug: Am 28. und 29. Oktober 2023 werden erstmalig die Frankfurter HiFi-Tage 2023 im Kempinski Hotel Frankfurt am Main veranstaltet.

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Doch zurück nach Hamburg. In 50 Räumen werden Produkte folgender Marken vorgestellt: Aavik, Absolue Créations, Acapella Audio Arts, Acousence, Acoustic Quality (Aqua), Airtech, Ansuz, Apertura Audio, ARAKAS Akustische Spiegel, Aries Cerat, ASCENDO, Atelier Rullit, Atoll, Audes, Audia Flight, AUDIAZ, Audio Analogue, audioquest, Audiovector, audium, AUDREAL, AVM, Axmann Audio, Ayon, B.AUDIO, Balanced Audio Technology (BAT), Bassocontinuo, Benchmark Media, Bergmann Audio, Børresen Acoustics, Bricasti Design, Bruder Jacob Kabel, C.E.C., Canton, Cardas Audio, Cessaro, Chord Company, Chord Electronics, Circle Labs Audio, Cito-Audio, Clic, Creek Audio, Cube Audio, Dan D’Agostino, DARTZEEL, David LaBoga, Deutsches Schallplattenmuseum, Diapason, Econik-Speakers, Einstein Audio, ELAC, Electrocompaniet, ESOTERIC, Fabs-fabulous earphones, Fenn Music, FEZZ, Fischer & Fischer, Graham Audio, Grandinote, Gutwire, Harbeth Audio, Hegel, HiFi Studio Bramfeld, Horns, iFi Audio, in-akustik Kabel, Innuos, INTRADA, KAD AUDIO, KEF, Kleeny, KLEI, Krell, Kubala Sosna, Lange Loudspeakers, Lehmannaudio, LEHR | AUDIO SOLUTIONS, LinnenberG Audio, Lumin, Luxman, Lyngdorf Audio, Lyravox, Manger, Manley Laboratories, MBL, Melco Audio, Meridian Audio, Meters Music, Millennium Audio Vision, Miller & Kreisel, Miyajima Lab, Moonriver Audio, Mudra Akustik, MUSIC HALL, MUSICAL FIDELITY, Neo High End, Nessie Vinylcare, nextgen, Nordost, NuPrime, Oephi, Parasound, Perlisten Audio, Phonar, Phonosophie, PMC, PowerGrip, Pre Audio, Prima, Luna, Primare, Puritan, Pylon Audio, QLN, Quadraspire, Qualio Audio, RCM, Reed, REKKORD, Rogers HiFi, Sbooster, Scheu Analog, SETA-AUDIO, Silberkabel, Silberstatic, Skyanalog, SME, Soulnote, Spendor Audio, SPL, Starke Sound, Stereo, STS-digital, STUdo, SUPRA CABLES, SYMANN SoundBoards, Symphonic Line, ThivanLabs, THORENS, ToneTool, TOP Wing, Transrotor, TRIANGLE, TRIGON, TW Acustic, Uberlight Flex, Ultraudio.de, Valeur Audio, Veddan, Velodyne Acoustics, Vicoustic, Vitus Audio, VPI, VTL, WBT-PlasmaProtect, Weiss Engineering, Westminsterlab, Westone Audio, Wilson Audio, Wilson Benesch, WireWorld, WS Audio, Ypsilon Electronics

Information
Norddeutsche HiFi–Tage 2023
Ort Steigenberger Hotel Treudelberg
Lemsahler Landstraße 45
22397 Hamburg
Telefon +49 40 608220
E-Mail info@treudelberg.com
Web www.treudelberg.com

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  • Social Introtext Seit den letzten, Pandemie bedingt verspäteten Norddeutschen Hifi-Tagen sind knapp sieben Monate vergangen und schon stehen die nächsten an: Am kommenden Wochenende, den 18. und 19. März, findet die diesjährigen Veranstaltung im Steigenberger Hotel Treudelberg statt.

Ob bei Tonabnehmern, die so unspektakulär und homogen spielen, weil sie in allen Disziplinen auf allerhöchstem Niveau agieren, eine Auswahl von nur drei Stücken ausreicht, um ihre Vorzüge zu dokumentieren? Aber beim Lyra Atlas habe ich mich auch nicht gescheut, die drei Aufnahmen für die Klangbibliothek zu machen. Hier die des Ortofon MC Diamond.

Falls Sie sich fragen, wie ich ausgerechnet auf das Atlas komme, ist das schnell erklärt: Es ist auch eines der raren Tonabnehmersysteme, die so stimmig klingen, dass man sie leicht unterschätzen kann. Ein Tonabnehmer der nur in einem Teilbereich Herausragendes leistet, drängt sich damit weitaus mehr in den Vordergrund und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Zu dieser Kategorie zählen weder das Atlas noch das MC Diamond. Sie stehen für High Fidelity im besten Sinne und garantieren langen Musikgenuss: einerseits, weil sie auch bei ausgedehnten Hör-Session nicht im geringsten ermüden, und andererseits, weil man ihrer auch nach Jahren nicht überdrüssig werden wird.

Im Bericht über das Ortofon hatte ich ja darüber berichtet, dass ich einige meiner Lieblings-, nicht aber Test-Stücke benötigte, die enormen Fähigkeiten des MC Diamond zu erkennen. Nein, ich werde sie jetzt nicht noch einmal nennen, um Sie nicht zu beeinflussen. Aber obwohl die Files nur mit 96 Kilohertz aufgezeichnet wurden – beim Start der Klangbibliothek konnten nur sehr wenige Wandler Abtasten von 192 oder mehr Kilohertz verarbeiten – und ich für die Wiedergabe weder meinen modifizierten DAVE noch den M-Scaler verwendet habe, sondern einfach den Analogausgang der Nagra VI mit der Vorstufe verbunden habe, waren die vielen Vorzüge der MC Diamond auch in den Files leicht zu entdecken. Wenn sich Ihnen die Ausnahmestellung des Ortofons nicht beim ersten Hören erschließen sollte, geben Sie ihm eine zweite Chance. Ich bin sicher, dass Ihre Mühen mit einem außergewöhnliche Musikerlebnis belohnt werden.

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Klangbibliothek.

How Deep Is The Ocean

Tonabnehmer Ortofon MC Diamond
Tonarm SME V
Verkabelung Forceline
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (85 Ohm)
Musik „How Deep Is The Ocean“
Downloadgröße 111,8mb
Recorder Nagra VI
 

Klangbibliothek.

Griff

Tonabnehmer Ortofon MC Diamond
Tonarm SME V
Verkabelung Forceline
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (85 Ohm)
Musik „Griff“
Downloadgröße 155mb
Recorder Nagra VI
 

Klangbibliothek.

Duet

Tonabnehmer Ortofon MC Diamond
Tonarm SME V
Verkabelung Forceline
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (85 Ohm)
Musik „Duet“
Downloadgröße 127,8mb
Recorder Nagra VI
 
Donnerstag, 09 Februar 2023 00:01

dCS Audio bei Audio Reference

Audio Reference übernimmt den Vertrieb für dCS und stellt die neueste Generation des Bartòk APEX vor. Die dCS-Ingenieure erforschen kontinuierlich, wie bestehende Produkte verbessert werden können. Dieser Prozess ist durch das Bestreben motiviert, unübertroffene Messwerte und das beste daraus resultierende Musikerlebnis zu liefern.

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Oft kommt die Innovation in Form von Software. Mit dem jüngsten Bartók 2.0 Software-Update hat dCS das DSD-Upsampling verbessert und neue Filteroptionen hinzugefügt. Mapper, die ursprünglich für Vivaldi APEX und Rossini APEX entwickelt wurden, sind jetzt im Bartók verfügbar. Die Mapper steuern, wie die Daten dem Ring DAC™ präsentiert werden. Bartók enthält nun drei Mapper-Einstellungen. Bartók bietet auch DSD128-Fähigkeit und eine zusätzliche Filtereinstellung für DSD.

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Darüber hinaus zeichnen sich die dCS-Produkte durch eine modulare Bauweise aus. Das Design ermöglicht eine zukünftige Aufrüstbarkeit, was dCS in die Lage versetzt, neue Hardware für bestehende Besitzer anzubieten. Das war bereits beim Vivaldi APEX und Rossini APEX der Fall. Jetzt freut sich dCS, den Besitzern die Möglichkeit zu geben, ihre Bartóks aufzurüsten. Die zum Bartók APEX aufgerüsteten Geräte sind in jeder Hinsicht identisch mit dem neuen Modell, einschließlich des APEX-Schildes auf der Rückseite.

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Der Bartók APEX behält die kraftvolle, dynamische und detaillierte Klangwelt des Originals bei und verfeinert die Auflösung auf ein Niveau, das bisher nur mit dem Rossini oder Vivaldi APEX erreicht werden konnte. dCS hat den Bartók APEX entwickelt, um zu informieren und zu inspirieren. APEX setzt einen neuen Maßstab für Transparenz. Es löst die feinsten Details organisch auf und deckt nie zuvor gehörte Texturen und Feinheiten auf. Von den größten dynamischen Schwankungen in der Lautstärke bis hin zu subtilsten Klangveränderungen offenbart der Bartók APEX jeden Aspekt einer Aufnahme mit einem Gefühl von müheloser Raffinesse und Kontrolle.

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Der dCS Ring DAC ist integraler Bestandteil aller dCS DACs und integrierten Musikplayer. Diese neuartige Erfindung – eine von mehreren maßgeschneiderten Technologien, die von dCS entwickelt wurden – ist einer der Gründe, warum dCS-Systeme weltweit für ihre Transparenz und Wiedergabetreue gelobt werden. Sie wurden von Grund auf von dCS entwickelt und sind eine Kombination aus proprietärer Hardware und Software, die über drei Jahrzehnte hinweg sorgfältig verfeinert wurde, um eine überlegene klangliche Leistung zu erzielen. Im Jahr 2022 brachte dCS APEX heraus, ein bedeutendes Update der Ring DAC-Hardware, mit dem man die musikalische Leistung des Vivaldi DAC, Rossini DAC und Rossini Player weiter verbessern konnte. Das Bestreben, stets an der Spitze der Mess- und Musikleistung zu bleiben, bedeutete, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis man ein APEX-Upgrade für Bartók-Besitzer entwickeln würden. Die neueste Generation der Ring DAC APEX-Hardware bringt mehrere Vorteile mit sich. Rauschen und Verzerrungen wurden weiter reduziert, und die Linearität wurde um über 12 Dezibel erhöht. Hörer erleben damit verbesserte Dynamik, Rhythmus und Timing, eine größere Auflösung der Klangbühne und Detailschärfe, schwärzere Hintergründe und einen gesteigerten Sinn für Realismus.

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Für APEX hat das Entwicklungsteam umfangreiche Änderungen an der Hardware des Ring DACs vorgenommen. Mit Ausnahme des Widerstandsarrays, das unverändert bleibt, ist die Hardware des Ring DAC der neuesten Generation komplett neu. Die Verbesserungen umfassen:

  • modifizierte Referenzversorgung des Ring DAC, was zu einer niedrigeren Ausgangsimpedanz führt
  • verbesserte Filter-, Summier- und Ausgangsstufen des Ring-DACs
  • verbesserte Symmetrie der Summierstufen
  • Schaffung einer völlig neuen Ausgangsstufe
  • Neukonfiguration der Hauptplatine des Ring DAC
  • Ersetzen einzelner Transistoren auf der Platine durch ein zusammengesetztes Paar

Bartók APEX ist das Ergebnis akribischer Handwerkskunst, gründlicher Entwicklung und obsessiver Liebe zum Detail – ein Streben nach musikalischer Reinheit, das dCS dazu inspiriert hat, die Grenzen der Klangwiedergabe neu zu definieren. Mit der gleichen Elektronik wie die Vivaldi- und Rossini-Systeme ausgestattet, verfügt es über die neuesten Generationen des Ring DAC™ APEX, der Clocking-Architektur und der digitalen Verarbeitungsplattform – eine einzigartige Kombination aus Hard- und Software, die in ihrer klanglichen und technischen Leistung konkurrenzlos ist.

Der Bartók APEX verbindet Präzisionstechnik mit einer eleganten und zeitlosen Ästhetik. Bartók APEX liefert bei allen Lautstärkeeinstellungen und an allen Ausgängen zuverlässig hervorragende Klangqualität. Dank flexibler und aufrüstbarer Soft- und Hardware kann Bartók APEX mitwachsen und sich weiterentwickeln und so über Jahre hinweg ein hochmodernes Hörerlebnis bieten.

Vertrieb
Audio Reference GmbH
Anschrift Alsterkrugchaussee 435
22335 HAMBURG
Telefon +49 40 53320359
Fax +49 40 53320459
Web audio-reference.de

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Mittwoch, 08 Februar 2023 08:10

Lyravox Karlos

Der Lyravox Karlos ist der preisgünstigste Lautsprecher der Hamburger Manufaktur, jedoch nicht der kleinste. Das typische, eigenwillige Design von Lyravox in Verbindung mit dem aktiven Konzept und einem DSP zur Raumanpassung macht neugierig. Es wird sich zeigen, dass bei Lyravox noch etwas Besonderes hinzukommt, das viel zum Klangerlebnis beiträgt.

Erinnern Sie sich noch an den Testbericht des kompakten Lyravox Karlsson, der meinem Kollege Finn Corvin Gallowsky, der im Hauptberuf täglich mit professionellem Audio und Akustik zu tun hat, ausnehmend gut gefiel? Der Karlsson unterscheidet sich durch seine kleinen Abmessungen und seinen Monitor-Charakter vom Karlos, einem reinrassigen, aber dennoch in den Abmessungen nicht wirklich großen Hifi-Lautsprecher für normale Wohn- und Hörräume bis etwa 40 Quadratmeter, wie auf der Lyravox Website zu lesen ist. Die optisch wahrgenommene Größe ist bei allen Lyravox Modellen abgesehen von dem kleinen Karlsson allerdings nicht gering. Denn bei recht wenig Tiefe ist das 40 Zentimeter breite Gehäuse unseres Testkandidaten durchaus auffällig. Dies allerdings in recht sympathischer Art, wie ich finde, da der Ständer den Karlos nach hinten neigt und so zur gefälligen Optik beiträgt. Technisch und akustisch ist der Standfuß aus Esche, einem Holz, das auch im Instrumentenbau gern genutzt wird, ebenfalls von Bedeutung, da sich unten im Gehäuse eine Belüftungsöffnung für die Aktiv-Elektronik und der Bassreflex-Ausgang befinden.

Karlos in seiner extravaganten Schönheit
Karlos in seiner extravaganten Schönheit

Eigentlich wollte man mir eines der großen Modelle zum Test zur Verfügung stellen, aber mein Hörraum unter dem Dach mit einer Grundfläche von gut zwanzig Quadratmetern bietet Karlos beste Voraussetzungen. Hinzu kommt, dass ich mich sehr gerne mit nicht allzu kostspieligen Komponenten beschäftige. Karlos kostet immerhin 13.800 Euro inklusive der Einmessung im Hörraum durch einen Lyravox-Experten. Dieser Preis beinhaltet praktisch ein komplettes Audio-System abgesehen von der oder den Tonquellen. Eine wertvoll anmutende Fernbedienung aus Metall für alle wichtigen Funktionen und auch einige Anschlusskabel sind im Preis enthalten. Egal, ob Sie analoge oder digitale Tonquellen anschließen möchten, es stehen etliche Eingänge an den Lautsprechern zur Verfügung. Je ein analoger Cinch- und XLR-Eingang erlauben die direkte Verbindung von einem CD-Spieler, Phono-Vorverstärker, Bandgerät oder, wenn man es denn doch möchte, auch einem analogen Vorverstäker. Digitale Eingänge warten in Form von S/PDIF Koax, Toslink oder AES/EBU zum Beispiel auf die Verbindung mit einem Musikplayer oder Streamer. Bis vor einiger Zeit bot Lyravox den Karlos als Modell Karlos-Komplett mit integriertem Streamer an, wovon man inzwischen wieder Abstand genommen hat. Denn die recht schnellen technischen Entwicklungen bei Streaming-Hardware machen eine Produkt-Konstanz beinahe unmöglich, wenn man nicht veraltete Module verwenden will. Die hier zum Test stehenden Karlos tragen noch immer die Zusatzbezeichnung Pure, was jedoch inzwischen keine Bedeutung mehr hat.

Aus dieser Perspektive sind alle drei Chassis zu sehen
Aus dieser Perspektive sind alle drei Chassis zu sehen


Das serienmäßig weiße Gehäuse aus schwerem MDF ist nur 18,5 Zentimeter tief. Die Tiefe über alles von 35 Zentimetern ergibt sich aus der Neigung durch den fest verschraubten Standfuß. Dank der geringen Tiefe braucht der Karlos nur wenige innere Versteifungen, um einen stabilen und ruhigen Korpus zu haben, wie Chefentwickler Jens R. Wietschorke und sein Partner Dr. Götz von Laffert erläutern. Zur Optimierung wurde das MDF-Gehäuse an bestimmten Stellen doppeltschichtig verarbeitet. Wer jemals Lyravox Lautsprecher gesehen hat, weiß, dass ein nach oben abstrahlender Hochtöner zum Konzept gehört. Er ist dank der Schallentfaltung gegen die Raumdecke und deren diffusen Reflektionen verantwortlich für eine räumliche Darstellung, die das Klangbild gänzlich von der recht breiten Gehäusefront löst und Karlos in der Darstellung der musikalischen Bühne in seiner Ortbarkeit verschwinden lässt. Im Karlos erfüllt ein mittig oben im Gehäuse montierter AMT L50 diese Aufgabe. Wie positiv seine Wirkung ist, kann man leicht herausfinden, indem man die beiden AMTs mit einer aufgelegten CD-Hülle oder ähnlichem an ihrer Aufgabe hindert. Der Unterschied hinsichtlich räumlicher Tiefe, Losgelöstheit und auch der Größenzeichnung dürfte auch für gänzlich ungeübte Ohren nicht zu überhören sein.

Auch das Schutzgitter vor dem Basschassis trägt das Firmenlogo, bestehend aus einem J für Jens und einem G für Götz
Auch das Schutzgitter vor dem Basschassis trägt das Firmenlogo, bestehend aus einem J für Jens und einem G für Götz

Nun mag man denken, dass die breite Gehäusefront nachteilig auf das Abstrahlverhalten wirkt. Denn allgemein sind schmale Gehäusefronten angesagt und dies auch aus gutem Grund. Denn sie bieten dem Schall weniger Reflektionsfläche. Einmal abgesehen von der mehr als kompensierenden Wirkung des Ambience-Hochtöners, hat die Breite des Korpus auch positive Auswirkung. Dr. Götz von Laffert schilderte mir, dass bei entsprechender Auswahl geeigneter Chassis das Schallerlebnis direkter und lebendiger würde. So sei denn auch der Accouton Keramik-Hochtöner mit seinem Neodym-Antrieb wegen seines Waveguide-Hornvorsatzes hier genau richtig. Das Tiefmittelton-Spektrum bedient ein ScanSpeak-26W-Zehn-Zöller mit Aluminium-Membran. Besonders dieses Chassis profitiert von der vergleichsweise ausladenden Front, denn es besitzt die Eigenschaft, sehr schnell, beinahe ansatzlos anzusprechen und sei somit für die im positiven Sinne anspringende Dynamik des Karlos mitverantwortlich. Das ScanSpeak-Serien-Chassis erfährt bei Lyravox ein Feintuning hinsichtlich seines Resonanzverhaltens. Die Membran ist mit wenigen an relevanten Stellen aufgeklebten Pads beruhigt. Der Accouton-Hochtöner agiere wegen seines Waveguides aber auch deshalb mit dem Tiefmitteltöner sehr harmonisch, weil er nach Lyravox-Spezifikationen bei Accouton gefertigt wird. Hier handelt es sich also nicht um ein Standard-Chassis. Er wird ohne Waveguide auch in einem höherpreisigen Lyravox-Modell eingesetzt. Dazu kommt die aktive DSP-Weiche, die es ermöglicht, eine exakte Feinabstimmung der Anpassung vorzunehmen, was passiv gar nicht oder nur mit mehr oder weniger leistungsbremsenden Bauteilen möglich ist. Verstärkerleistung ist hinreichend vorhanden, um die zwei frontalen Chassis anzutreiben und auch große Pegel zu realisieren. Eine Class-D Endstufe vom Typ Hypex NCore® der vierten Generation mit 400 Watt treibt den ScanSpeak an. Eine 100-Watt-Class-D gleichen Typs bedient den Keramikhochtöner. Hieran ist der AMT Diffus-Hochtöner passiv angekoppelt. Er arbeitet ab 5000 Hertz praktisch als Superhochtöner. Der DSP ist mit Wandlerchips von AKM bestückt. Bei Lyravox hat man es geschafft, den langen Lieferengpass, der durch den Brand der Produktionsstätte von Asahi Kasei entstanden war, zu überbrücken, so dass man nicht, wie viele andere Hersteller, auf andere Wandlerchips umstellen musste.

Der Ständer aus Holz ist fest verschraubt und neigt Karlos nach hinten. Unten ist die Elektronik eingebaut
Der Ständer aus Holz ist fest verschraubt und neigt Karlos nach hinten. Unten ist die Elektronik eingebaut

Der digitale Signalprozessor erfüllt drei Aufgaben: Erst einmal fungiert er als digitale Frequenzweiche. Dabei trennt er die Frequenzbereiche nicht nur präziser als eine passive Weiche, sondern tut dies mit einer Phasenreinheit, die analog nicht machbar ist. Dr. Götz von Laffert ist selbst begeisterter Vinyl-Hörer- Für ihn steht die für den Einsatz eines DSPs nötige Analog/Digital-Wandlung analoger Signale nicht im Widerspruch zu seine Vinyl-Begeisterung – im Gegenteil, er sieht sie als ideale Ergänzung. Auch der französische Vertrieb, so erfuhr ich, verkaufe neben Lyravox ausschließlich analoge Audio-Komponenten.
Die zweite Aufgabe des DSP ist die Linearisierung des Wiedergabefrequenzganges und die Optimierung der Phase im Raum durch das Einmessen mithilfe eines externen Mikrofons. Dieses wird stets von einem Lyravox-Experten durchgeführt. Das gilt übrigens auch für den Export: Die Vertriebe im Ausland besitzen diesbezüglich umfassende Kenntnisse. Und dann kommt der dritte Aspekt: die klangliche Feinabstimmung durch den Experten vor Ort nach Gehör. Die ist meiner Erfahrung nach das Entscheidende. Darüber wird noch mehr zu sagen sein, weil es musikalisch so bedeutsam ist.


Die Ventilieröffnung der Bassreflex-Konstruktion befindet sich unten im Gehäuse und ist normalerweise nicht zu sehen
Die Ventilieröffnung der Bassreflex-Konstruktion befindet sich unten im Gehäuse und ist normalerweise nicht zu sehen

Der Autor hatte in seiner beruflichen Vergangenheit schon in den 90er Jahren sehr viele Gelegenheiten, digitale Lautsprechersysteme in Wohnräumen einzumessen. Die Vorzüge der Berücksichtigung einer individuellen Raumakustik sind unüberhörbar, aber nicht immer musikalisch von Vorteil. Automatische Korrektur-Systeme kompensieren in der Regel mit hörbarem Erfolg den welligen und tonal verfälschten Frequenzgang in den tiefen Tonlagen und auch im Grundtonbereich. So wird den Raummoden effektiv begegnet. Diese Prozedur kann jeder Laie durchführen, dazu bedarf es keiner besonderen Kenntnisse, sondern nur einer Bedienungsanleitung und des fast immer zum Lieferumfang gehörenden Messmikrofons. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass das Ergebnis sehr oft ein zwar messtechnisch lineares, aber irgendwie steriles, unmusikalisches Klangbild zeigt. Ich möchte sogar behaupten, dass dabei das Emotionale, das Berührende der Musik auf der Strecke bleiben kann. Das hat auch etwas damit zu tun, dass diese Systeme das gesamte Frequenzspektrum zu linearisieren versuchen. Wir brauchen zum Genuss jedoch keinen linearen Frequenzgang, sondern eine tonale Ausgewogenheit, die zum Hörraum und auch zu unserem Hörempfinden passt. Dafür ist die Linearität einer Einmessung nur eine Prämisse. Dies gilt insbesondere, wenn dank der verwendeten Filter mit der Frequenzgang-Verbesserung bezüglich des Raumes auch gleichermaßen eine Phasen-Optimierung einhergeht, wie dies bei Lyravox Lautsprechern stets der Fall ist. Diese Linearisierung ist zwar Voraussetzung, jedoch nicht genug, um musikalisch wirklich zu überzeugen und beim Hören Emotionen und Spaß zu vermitteln.

Der AMT-Superhochtöner sorgt für das großartig offene Klangbild und die ansprechende Bühnendarstellung
Der AMT-Superhochtöner sorgt für das großartig offene Klangbild und die ansprechende Bühnendarstellung

Was Lyravox-Lautsprecher zusätzlich so wertvoll macht, ist das Know-How des Experten. In meinem Falle waren es gleich beide genannten Herren, die die zwei werksseitig eingespielte Karlos bei mir anlieferten. Ich wohne halt nicht weit von Hamburg entfernt, und man überzeugt sich bei Lyravox auch gerne von einer tauglichen Test-Umgebung. Jens R. Wietschorke nahm die Einmessung zur Linearisierung mit Hilfe wobbelnder Signaltöne vor. Anschließend erzählte ich den Beiden etwas über meine Hörgewohnheiten, wie zum Beispiel, dass ich es nicht mag, wenn ich bei Streichern, sei es eine Violine oder ein Cello, nur die Saiten, jedoch nicht den Korpus des Instrumentes wahrnehme. Und da geht’s schon los. Das ist nämlich gar nicht einfach. Der kräftige, warme Körperschall eines Cellos wird ausgeprägter, wenn die Höhen zurückgenommen werden. Aber gerade das will man ja nicht. Denn dann würden im nächsten Musikstück ein Ride-Becken oder Hi-Hat stumpf und ohne jeglichen Glanz ertönen, vom Strahlen des Metalls ganz zu schweigen. So eine Feinabstimmung setzt Erfahrung und Wissen um die Wirkung von verschiedenartigen Filtern innerhalb des Frequenzspektrums voraus. Eine einfache Wahrheit ist allein schon, dass es fast immer sinnvoll ist, Spitzen im Frequenzbild abzuschwächen statt das benachbarte Tal aufzufüllen. Und da ist noch etwas Relevantes, was auch mein Kollege Finn Corvin Gallowsky in seinem Bericht über den Erlkönig xMeMs Montara berichtete: Audiophiles Material in welcher Form auch immer, ob CD, Vinyl oder HighRes-File, ist nur wenig hilfreich. Denn hier hat bereits der Tontechniker oder Mastering-Ingenieur Entscheidendes geleistet, um für ein Maximum an Musikalität zu sorgen. Hiermit lassen sich die nuancierten Schwächen eines Systems nur schwerlich entlarven. Weniger perfekte Aufnahmen sind besser geeignet, solche feinen Schwachstellen auszuloten. Die Wiedergabe audiophiler Aufnahmen leidet anschließend nicht darunter, weil diese ohnehin in sich stimmig sind und sich durch die Feinabstimmung daran nichts ändert.

Der spezielle Keramik-Hochtöner koppelt über ein Waveguide an den Raum an
Der spezielle Keramik-Hochtöner koppelt über ein Waveguide an den Raum an


Hier eine Ansicht auf den speziell für Lyravox bei Accuton gefertigten Keramik-Hochtöner
Hier eine Ansicht auf den speziell für Lyravox bei Accuton gefertigten Keramik-Hochtöner

Zuerst arbeiteten beide meiner Lyravox-Gäste an der Feinjustage nach der Linearisierung gemeinsam, was ungefähr so ablief: Dr. G.v.L.: „Nimm mal bitte bei 750 Hertz zwei Dezibel zurück“ J.R.W.: „Ja, aber vielleicht etwas flacher und leicht breitbandiger“. So in etwa ging das hin und her, über das gesamte Frequenzspektrum bis Jens.R. Wietschorke uns verließ, weil er noch einem Kunden in Hannover einen Besuch versprochen hatte. Ich nahm nun seinen Hörplatz ein und wir lauschten dem ersten klassischen Stück. Und einem Zweiten. Ich beschrieb Dr. Götz von Laffert, was mir noch nicht so richtig gefiel. Kein Problem für ihn, der jetzt das Notebook von Jens Wietschorke vor sich hatte und zielführend mit zwei, drei leichten Veränderungen meinen Wünschen entsprach. Respekt! Wie gesagt, hier ist Wissen und Erfahrung wertvolle und unabdingbare Voraussetzung, um derart effektiv im Dienste der Musikalität einzugreifen. Mithilfe der Fernbedienung konnte ich durch Umschalten die lineare Raumeinmessung und die Experten-Abstimmung vergleichen. Der Unterschied ist nicht riesig, wenn man nur schnell hin- und herschaltet. Aber er ist hörbar und entscheidend und bringt das gewisse Etwas. Ich war geradezu erschreckt bei dem Gedanken, was man üblicherweise an Klangqualität verschenkt, wenn man so ein Potential nicht nutzt – und das ist ja leider meist der Fall. Ist es da nicht konsequent und erlaubt, zu fragen, ob es beim Kauf eines Lyravox-Lautsprechers nicht in erster Linie um diese beeindruckende Dienstleistung geht? Für dieses Einmessen und Optimieren auf Raum und Höranspruch verlangt Lyravox 1000 Euro, für den Karlos selber 12.800 Euro. Hinsichtlich des aus der Feinabstimmung nach Gehör resultierenden musikalischen Mehrwerts dürften sich nach meinem Eindruck diese Preise tendenziell auch anders gewichten.

Das Elektronik-Panel bietet reichlich Anschlüsse und zeigt auch die auf der Fernbedienung gewählte Einmessung an
Das Elektronik-Panel bietet reichlich Anschlüsse und zeigt auch die auf der Fernbedienung gewählte Einmessung an

Für den Betrieb wird ein Karlos – in diesem Fall war es die linke Box – per S/PDIF-Leitung mit dem digitalen Ausgang des Musikplayers verbunden. Das mitgelieferte Kabel verbindet diesen als Master fungierenden Karlos mit dem rechten, der im Slave-Modus auf diese Weise sowohl das digitale Musiksignal als auch die Steuerungs-Informationen erhält. Beide Lautsprecher beinhalten komplett die gleiche Technik, also auch DSP und Endstufen. Man könnte die Master/Slave-Zuordnung ebenso andersherum machen. Bei analoger Ansteuerung werden beide Lautsprecher in klassischer Weise links wie rechts direkt angesteuert. Als Tonquelle diente mein Wadia CD-Transport. Alternativ spielte der im anderen Hörraum stehende Antipodes Oladra als reiner Roon-Server, der per WLan mit einem brandneuen Lyravox Custom Streamer verbunden war. Letzterer ist ein nach Kundenanforderung in Hard- und Software konfigurierbarer Universal-Streamer mit ausschließlich digitalen Ausgängen, in diesem Fall konfiguriert als Roon Endpoint. Diese Version hat ein doppeltes Linearnetzteil für Prozessor und Audiosektion, beide mit Supercap-Pufferbank und ein internes Subchassis aus Bronze für die Elektronik.

Dieser Screenshot zeigt die nach der Linearisierungs-Einmessung für meinen Hörraum vom Lyravox-Experten zur musikalisch idealen Abstimmung gesetzten Filter
Dieser Screenshot zeigt die nach der Linearisierungs-Einmessung für meinen Hörraum vom Lyravox-Experten zur musikalisch idealen Abstimmung gesetzten Filter


Wenn ich nun Klang und musikalisches Können des Karlos zu beschreiben versuche, geschieht dies anhand der Abstimmung, wie ich sie mir in meinem Hörraum wünschte. Es gab diesbezüglich zwischen Dr. Götz von Laffert und mir keine Meinungsverschiedenheiten. Er war mit meinen Klangvorstellungen durchaus einverstanden. Aber: Wenn jemand eine etwas andere Abstimmung vorzieht, vielleicht weil er eine bestimmte Musikrichtung präferiert und deren Charakter tonal unterstreichen möchte, ist das kein Problem. Sollte sich im Laufe der Zeit daran etwas ändern oder auch im Falle eines Umzugs, ist eine erneute Experten-Einmessung für derzeit eintausend Euro in Deutschland möglich. Eine gute Nachricht in diesem Zusammenhang ist, dass die Fernbedienung drei Programmierungen abrufbar macht, von denen eine der Linear-Einmessung vorbehalten ist. Auf Platz drei darf man also durchaus noch eine weitere, den persönlichen Gegebenheiten Rechnung tragende Einstellung einrichten lassen. Dr. Götz von Laffert sagte mir, es gäbe immer wieder Kunden, die Lyravox Lautsprecher auch in ihrem Heimkino-Setup nutzen wollen. Es sei kein Problem, eine entsprechende Abstimmung mit hierfür optimaler Charakteristik und Fokussierung, um vielleicht einen Center-Speaker zu vermeiden, abzuspeichern.

Ein Blick auf die üppig bestückte DSP und Verstärker-Einheit
Ein Blick auf die üppig bestückte DSP und Verstärker-Einheit

Wenn ich Musik mit Karlos höre, egal ob von meinem Wadia-Laufwerk oder dem besser klingenden Setup aus Antipodes Oladra und dem neuen Lyravox Streamer, gefällt es mir schon in der Linear-Einstellung. Mit jedem so klingenden passiven Lautsprecher in Kombination mit einem geeigneten Voll- oder Endverstärker wäre ich wahrscheinlich halbwegs zufrieden. Aber nicht wirklich glücklich, weil in meinem Raum der Bass etwas zu zurückhaltend und der Präsenz-Bereich für mein subjektives Empfinden zu ausgeprägt wäre: das Ergebnis der Linearisierung. Dafür habe ich keine Überbetonungen durch Raummoden mehr im Tief- und Grundton, was zu hervorragender Durchhörbarkeit führt, auch ein Ergebnis der Linearisierung. Gänsehaut spüre ich da nur bei wenigen Musikstücken, die mir ohnehin stets unter die Haut gehen. Wenn ich nun auf der Fernbedienung die musikalische Feinabstimmung durch den Lyravox-Experten aufrufe, ändert sich zwar das Klangbild nicht enorm, aber die Musikalität in einem Maße, dass ich auf keinen Fall auf Linear zurückschalten will. Jetzt fangen auch meine Füße an, sich im Rhythmus mitzubewegen. Ich merke, dass Stimmen mehr Körper bekommen, ohne dass das Klangbild zusammenschmilzt und seinen Nuancen-Reichtum verliert. Die Musik bleibt nicht nur transparent, sie gewinnt an Authentizität und das Klanggeschehen bildet sich auf der großen Bühne homogener und ansprechender ab. Die Standorte einzelner Instrumente sind klar umrissen und wirken wie angenagelt. So vermittelt Karlos emotional ein weit schöneres, packenderes Erlebnis und überzeugt rational mit Wahrheitstreue.

Der Tief-Mitteltöner ist ein Serienchassis von ScanSpeak®
Der Tief-Mitteltöner ist ein Serienchassis von ScanSpeak®

Die Pads auf der Membran sind beim Tief-Mitteltöner nicht serienmäßig. Lyravox verbessert auf diese Weise das Resonanzverhalten
Die Pads auf der Membran sind beim Tief-Mitteltöner nicht serienmäßig. Lyravox verbessert auf diese Weise das Resonanzverhalten


Egal ob Blasinstrument, Streichinstrument oder Schlagwerk: Sie alle vermittelt Karlos mit einem sehr hohen Maß an Echtheit. Wir dürfen bitte nicht vergessen, dass wir es hier mit dem preisgünstigsten Modell der Hamburger Manufaktur zu tun haben. Ich weiß, dass noch mehr Auflösung und Klangfarbe möglich ist. Auch wenn der hier aufgerufene Preis mehr als Kleingeld ist: Die Musikalität des Karlos liegt deutlich über dem, was man für den Preis erwarten darf. Denn zu den eben genannten Eigenschaften kommt ein dynamische Verhalten und die in dieser Weise nur bei Breitbändern oder Hornlautsprechern zu findende losbrechende Energie, die selbst bei kleinen Besetzungen mit natürlichen Instrumenten deutlich spürbar ist. Cecilias Bartoli erlebte ich mit ihren Liedern vom Album St. Petersburg enorm kraftvoll und ansprechend. Ihr Mezzosopran geriet dabei niemals überzeichnet oder gar nervig, auch nicht bei hoher Lautstärke. Nach meiner Erfahrung liegt das große Defizit aller Hifi-Anlagen im Vergleich zur Live-Musik gleich welchen Genres darin, dass die Direktheit und Körperlichkeit von Instrumenten nicht wirklich vermittelt wird. Das kann Karlos auch nicht voll umfänglich. Aber Karlos fasziniert auch deshalb, weil er es schafft, dieses Defizit kleiner zu machen, ohne die konstruktiven Nachteile von Breitbändern und Hornsystemen einzubringen. Karlos klingt ehrlich. Das ist schon sehr viel und rechtfertigt seinen Kaufpreis. Was er aber bei optimaler Einstellung an Hörvergnügen bereitet, hebt ihn aus dem Gros der Konkurrenz hervor. Vergesst den Rest der Welt und genießt Musik mit ihm, möchte ich sagen. Aber Wermutstropfen gibt es dennoch: Karlos macht klar hörbar, wie gut die Tonquelle ist. Man kann einen Bluetooth-Empfänger anschließen und per Smartphone Musik zuspielen. Für den Anfang mag´s gehen, aber es geht eben viel mehr. Was Karlos sehr gut kann, ist leise spielen. Schon bei sehr niedrigen Hörpegeln ist spürbar, dass auch am unteren Frequenzband-Ende Dynamik da ist. Das ist wichtig, weil es möglicherweise schwer fällt, zu später Stunde den Karlos durch einfachen Tastendruck auf der eleganten Metall-Fernbedienung auszuschalten.

Die Fernbedienung ist elegant und funktioniert einwandfrei
Die Fernbedienung ist elegant und funktioniert einwandfrei

STATEMENT

Der Lyravox Karlos ist eine musikalisch gelungene Synthese aus Gehäusekonzept, zueinander stimmigen Chassis mit dem für Lyravox typischen Ambiente-Hochtöner, modernen Class-D Endstufen und dem DSP. Nach Linearisierung im Hörraum und der musikalischen Feinabstimmung nach Gehör durch den Lyravox-Experten spielt Karlos ungemein begeisternd, und zwar alles, was Sie erleben möchten.
Gehört mit
CD-Laufwerk Wadia WT 3200
Musikserver Antipodes Oladra
Musikplayer Lyravox Custom Streamer mit doppeltem Linearnetzteil
Zubehör MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, Boaacoustic Evo.black Power für Karlos, Puritan Ultimate Mains für Lyravox Streamer, SPDIF.Kabel Lyravox LyraLink Coax (identisch mit der zum Lieferumfang gehörenden digitalen Verbindung zwischen Karlos Master und Slave), DH-Labs D-750 Coax, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters
Herstellerangaben
Lyravox Karlos
Bauart Dynamisch, 2 Wege plus Diffusfeld-Hochtöner, Bassreflex (downfire), vollaktiv 2 x Class D mit DSP-Signalverarbeitung und integrierter Vorstufe. Master-Slave-Konfiguration mit digitalem Interlink
Frequenzgang 28 – 28.000 Hz raumabhängig
Konstruktionsprinzip 2 Wege plus Ambience-Tweeter, Bassreflex (unten)
Elektronik 1 x 400 Watt und 1 x 100 Watt Class D NCore® der 4. Generation. Mehrkanal- Hi-Res-DSP mit integrierter, fernbedienbarer Vorstufe für digitale und analoge Quellen (update-fähig)AES digital XLR (über Hauptlautsprecher)
SPDIF digital RCA Koax (über Hauptlautsprecher)
Toslink digital Lichtleiter (über Hauptlautsprecher)
XLR analog symmetrisch (jeweils rechts / links)
RCA analog (‚Cinch‘) (jeweils rechts / links)
Anschlüsse AES digital XLR (über Hauptlautsprecher)
SPDIF digital RCA Koax (über Hauptlautsprecher)
Toslink digital Lichtleiter (über Hauptlautsprecher)
XLR analog symmetrisch (jeweils rechts / links)
RCA analog (‚Cinch‘) (jeweils rechts / links)
Gehäusekonzept Gehäuse aus Schwer-MDF, teilweise gedoppelt, gezielt versteift, mehrkomponentige Schallkammerdämmung. Baßreflex bodenseitig. Standkufen (verschraubt) aus Stativholz (Esche), tiefschwarz geölt. Oberfläche Mehrschicht-Nanocoating matt ultrasmooth (ringfest, Möbelqualität) in Reinweiß NCS-S 0500N. Individuelle RAL- oder NCS-Farbtöne gegen Aufpreis
Klangeinstellungen Bis zu drei Custom-Klangpresets nach Experten-Einmessung im Hörraum. Z.B. zusätzliche Presets für ältere Quellen, historische Aufnahmen oder Kino-Ton mit virtuellem Center.
Hochtöner Accuton® Vollkeramik 30 mm Neodym
Diffusfeld-Hochtöner AMT L50
Tiefmitteltöner Tiefmitteltöner ScanSpeak® 26W Aluminium 10“
Innenverkabelung Reinstkupfer OCC mit jeweils angepassten Querschnitten
Empfohlene Raumgröße 12 - 40 m2 (bei normaler Wohnraumhöhe bis 2,8 m)
Empfohlener Hörabstand 2 - 5 m
Empfohlener Wandabstand 0,5 - 1,5 m (mit Raumeinmessung ab 0,15 m)
Maße (B/H/T) 40 x 87,5 x 37cm mit Ständer
Gewicht 22 Kilogramm
Garantie 3 Jahre auf Elektronik, 5 Jahre auf Mechanik, 10 Jahre Ersatzteilgarantie
Preis 13.800 Euro inklusive Einmessung (innerhalb Deutschlands) und Fernbedienung
Lieferumfang Aluminium-Fernbedienung zur Steuerung aller Funktionen inkl. Quellenwahl und Klang-Presets; 2 x Netzkabel; 4,5 m Lyra-Link SPDIF-Verbindungskabel Haupt- und Sekundärlautsprecher; Staubschutzhüllen; Bedienungsanleitung
Produktvarianten Karlos Analog nur mit analogen Eingängen, zum Betrieb an externen Vorstufen, ohne Fernbedienung und Interlink-Kabel. Karlos Monolith mit Massiv-Kunststeingehäuse und Accuton® Cell® C25 Hochtöner

Hersteller
Lyravox Gerätemanufaktur GmbH & Co. KG
Anschrift Jaffestraße 6
21109 Hamburg
Telefon +49 40 320897980
E-Mail info@lyravox.de
Web lyravox.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/23-02-08_lyravox
  • Social Introtext Der Lyravox Karlos ist der preisgünstigste Lautsprecher der Hamburger Manufaktur, jedoch nicht der kleinste. Das typische, eigenwillige Design von Lyravox in Verbindung mit dem aktiven Konzept und einem DSP zur Raumanpassung macht neugierig. Es wird sich zeigen, dass bei Lyravox noch etwas Besonderes hinzukommt, das viel zum Klangerlebnis beiträgt.
Dienstag, 07 Februar 2023 07:41

Audiolab 7000 Serie

Mit der Einführung der neuen 7000 Serie erweitert Audiolab seine HiFi-Familie um drei beeindruckende Mitglieder: Der Vollverstärker 7000A, der CD-Transport 7000CDT und der Streaming-Player 7000N Play sind zwischen der vielfach ausgezeichneten 6000 Reihe und der 9000 Referenzreihe angesiedelt.

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Die Audiolab 7000 Serie tritt in große Fußstapfen: Die 6000 Reihe begeisterte Anwender und Fachpresse gleichermaßen, mit der 9000 Serie hat Audiolab zudem neue Maßstäbe gesetzt. Das Team um Chefdesigner Jan Ertner hat es sich dementsprechend zum Ziel gemacht, die neuen Modelle mit denselben Tugenden auszustatten und sie zwischen den erfolgreichen Vorgängern zu positionieren. Aufbauend auf der 6000 Serie wurden 7000A, 7000CDT und 7000N Play in jeder Hinsicht weiter verbessert und auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht – klanglich, aber auch mit neuen Features und modernem Bedienkonzept. Dazu gehört unter anderem das intuitive IPS LCD Display mit grafischer Benutzeroberfläche, wie es auch bei der 9000 Serie zum Einsatz kommt. So werden Einstellungen und Wiedergabeinformationen glasklar und elegant dargestellt.

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Der neue Vollverstärker 7000A präsentiert sich ganz klar in der Tradition des erfolgreichen 6000A, geht aber bei Klang, Vielseitigkeit und Bedienung noch einen großen Schritt weiter. Ausgestattet mit einem eigens entwickelten, massiven 250VA-Ringkerntrafo bietet der Class-AB-Leistungsverstärker satte 70 Watt pro Kanal an 8 Ohm respektive 110 Watt an 4 Ohm. Dabei kommt eine CFB (Complementary Feedback) Topologie zum Einsatz, die sowohl für überragende Linearität als auch Temperaturstabilität sorgt. Im Herzen des 7000A sitzt der wegweisende ESS-ES9038Q2M-32-bit-DAC-Chip mit patentierter HyperStream® II Architektur. Das Ergebnis all dieser Bemühungen ist ein kompromissloses Klangerlebnis voller Dynamik, das jede Nuance des Quellmaterials zum Leben erweckt.

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Musik kommt heutzutage aus vielen Quellen. Dieser Tatsache trägt Audiolab beim 7000A Rechnung und sorgt für besten Klang – egal, wo die Lieblingsmusik herkommt. Neben drei analogen Cinch-Eingängen für Zuspieler wie beispielsweise CD-Player stehen auch je zwei Coax- und SPDIF-Anschlüsse zur Verfügung. Eine hochwertige MM-Phono-Vorstufe lässt Vinyl-Schätze in voller klanglicher Pracht erstrahlen. Aber auch die unkomplizierte Wiedergabe von Mobilgeräten ist dank Bluetooth aptX im Handumdrehen möglich. Darüber hinaus trägt Audiolab dem Trend Rechnung, hochwertige Audiokomponenten im Heimkino-Wohnzimmer zu integrieren: Über einen HDMI ARC Anschluss lässt sich der 7000A ganz einfach mit modernen Smart TVs verbinden, um diese in neue Klangdimensionen zu katapultieren. Per USB kann auch Musik vom Computer zugespielt werden. Neben der „Roon Tested“-Zertifizierung hat der Vollverstärker noch ein Ass im Ärmel: Als vollwertiger MQA-Decoder ist er perfekt für das Zusammenspiel mit dem Tidal „HiFi Plus“ Service geeignet.

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Dem Audiolab 7000CDT CD-Transport ist seine Herkunft deutlich anzumerken: Optisch an den 6000CDT angelehnt hat Audiolab ihm zahlreiche Qualitäten des 9000CDT mit auf den Weg gegeben. Neben dem IPS-LCD-Farbdisplay kommt auch ein Read-Ahead-Buffer zum Einsatz, der vom Flaggschiff-Modell inspiriert ist. Das Aluminiumgehäuse eliminiert zuverlässig störende Vibrationen, das CD-Laufwerk ist zudem elektromagnetisch abgeschirmt und mit einer eigenen Stromversorgung ausgestattet. Die Master Clock mit hochpräzisem Kristalloszillator sorgt für minimalen Jitter sowohl über den optischen als auch über den Coax-Ausgang. Ein USB-A-Anschluss erlaubt auch die Wiedergabe aller gängigen Formate wie WAV, AAC, WMA und auch MP3. Mit elegantem Design, Funktionsvielfalt und exzellenter Signalübertragung ist der Audiolab 7000CDT nicht nur der perfekte Spielpartner für den 7000A, sondern auch für jedes hochwertige HiFi-Setup.

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Der Audiolab 7000N Play bringt kabelloses Audiostreaming mit höchster Qualität ins HiFi-Setup. Dank DTS-Play-Fi steht jederzeit die ganze Welt der Musik zur Verfügung – von der eigenen Musikbibliothek über Streamingdienste wie Spotify, Tidal, Deezer, Qobuz und Amazon Music bis hin zu tausenden Radiosendern. Darüber hinaus ist der 7000N Play für noch mehr Flexibilität auch mit Apple Airplay 2 kompatibel und erlaubt die einfache Wiedergabe von Apple Music. Zusätzlich zur perfekt synchronen, verlustfreien Übertragung kabellos per WLAN über DTS-Play-Fi steht auch ein Ethernet-Anschluss für die Verbindung per Netzwerkkabel zur Verfügung. Ob Android, iOS, Kindle Fires oder Windows, ob von Computer, Tablet, Smartphone oder sogar Smartwatch – der Audiolab 7000N Play bringt Musik aus jeder Quelle ins ganze Haus. Und das völlig unkompliziert im Handumdrehen: Einfach die DTS-Play-Fi App herunterladen und innerhalb von Minuten Musik genießen, ohne umständliche Login-Prozeduren oder aufwändige Einrichtung.

Die neue Audiolab 7000 Serie ist jetzt im Handel erhältlich, wahlweise in klassischem Schwarz oder elegantem Silber. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.300 Euro für den Vollverstärker 7000A, 650 Euro für den CD-Transport 7000CDT und 650 Euro für den Streamer 7000N Play.

Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
Anschrift Johann-Georg-Halske-Str.11
41352 Korschenbroich
Telefon 02161/61783-0
Web www.iad-audio.de
E-Mail hifi@iad-gmbh.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/23-02-07_audiolab

Nominated for a Grammy in the category "Best Engineered Album, Classical" was the team that recorded and mastered John Williams' 2nd Violin Concerto with Anne-Sophie Mutter and the Boston Symphony Orchestra conducted by the composer: Bernhard Güttler, Shawn Murphy, Nick Squire and Christoph Stickel. Congratulations!

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Hifistatement has taken the award as an opportunity to publish the interview with Christoph Stickel, which we did before we knew about the nomination, today again in written form a bit streamlined and linguistically smoothed in German and also in English. I readily admit that I would have spared the work of turning the audio recording of the interview published in German some weeks ago into text if our cooperation partners Highfidelity.pl and positive-feedback.com had not also been interested in this interview. But even Luis Fernandes, who as a graduate translator firmly rooted in the hi-fi scene is responsible for most of our English texts, declined a simultaneous translation. That let only the written form.

The list of nominees
The list of nominees

But back to the Grammys: last night the awards for the productions released in 2022 were handed out. In the category "Best Engineered Album, Classical", a total of five albums were nominated. One of them was the one mentioned above, which unfortunately was not the winner. But the nomination alone may be considered a special award.

The Academy has chosen Shawn Murphy, Charlie Post, Gary Rydstrom and Michael Romanowski as the winners
The Academy has chosen Shawn Murphy, Charlie Post, Gary Rydstrom and Michael Romanowski as the winners

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  • Social Introtext Nominated for a Grammy in the category "Best Engineered Album, Classical" was the team that recorded and mastered John Williams' 2nd Violin Concerto with Anne-Sophie Mutter and the Boston Symphony Orchestra conducted by the composer: Bernhard Güttler, Shawn Murphy, Nick Squire and Christoph Stickel. Congratulations!

Für den Grammy in der Kategorie „Best Engineered Album, Classical“ war das Team nominiert, das John Williams' 2. Violin-Konzert mit Anne-Sophie Mutter und dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung des Komponisten aufgenommen und gemastert hat: Bernhard Güttler, Shawn Murhphy, Nick Squire und Christoph Stickel. Herzlichen Glückwunsch!

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Hifistatement hat die Auszeichnung zum Anlass genommen, das Interview mit Christoph Stickel, das wir gemacht haben, bevor wir von der Nominierung wussten, heute noch einmal in schriftlicher Form ein wenig gestrafft und sprachlich geglättet zu veröffentlichen – für alle, die die Ausführungen des Mastering-Ingenieurs lieber lesen möchten. Wer jedoch Lebendigkeit einem gewissen Perfektionismus vorzieht, kann das spontane, ohne Netz und doppelten Boden geführte Interview hören, das weiterhin verfügbar ist. Ich gebe gerne zu, dass ich die Arbeit gescheut hätte, den Audio-Mitschnitt in Text zu verwandeln, wenn unsere Kooperationspartner Highfidelity.pl und positive-feedback.com nicht auch an diesem Interview interessiert gewesen wären. Aber selbst Luis Fernandes, der als fest der Hifi-Szene verwurzelter Diplom-Übersetzter für die meisten unserer englischen Texte verantwortlich zeichnet, lehnte eine Simultan-Übersetzung ab. Da blieb nur die Schriftform.

Die Liste der Nominierten
Die Liste der Nominierten

Doch zurück zu den Grammys: Gestern Nacht wurden die Auszeichnungen für die im Jahr 2022 erschienen Produktionen vergeben. In der Kategorie „Best Engineered Album, Classical“ waren insgesamt fünf Alben nominiert. Eines davon war das oben genannte, das leider nicht der Gewinner war. Aber schon die Nominierung darf als besondere Auszeichnung gelten.

Die Academy hat Shawn Murphy, Charlie Post, Gary Rydstrom und Michael Romanowski zu den Gewinnern gekürt
Die Academy hat Shawn Murphy, Charlie Post, Gary Rydstrom und Michael Romanowski zu den Gewinnern gekürt

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  • Social Introtext Für den Grammy in der Kategorie „Best Engineered Album, Classical“ war das Team nominiert, das John Williams' 2. Violin-Konzert mit Anne-Sophie Mutter und dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung des Komponisten aufgenommen und gemastert hat: Bernhard Güttler, Shawn Murhphy, Nick Squire und Christoph Stickel. Herzlichen Glückwunsch!

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