Dienstag, 02 Mai 2023 07:36

Velodyne Acoustics' VI-Q Serie

Die VI-Q Serie mit geschlossenem Gehäuse, leichter Kohlefasermembran und 3-Zoll-Schwingspule überzeugt dank niedriger Verzerrungswerte und einer exzellenten Impulswiedergabe. Mit viel Liebe zum Detail sind die Tieftöner so optimiert worden, dass sie sich im Musik- oder Heimkino-Setup durch eine kompromisslose, präzise Spielweise auszeichnen.

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Mit den drei verfügbaren Größen von 10 Zoll über 12 Zoll bis zu 15 Zoll ist für jede Anwendung der richtige Subwoofer dabei. So kommt sowohl ein kompaktes System im Wohnzimmer als auch ein ausgewachsenes Heimkino immer in den Genuss der passenden Portion Tiefton. Wie bei der Deep Waves Serie steht bei VI-Q aber nicht nur die reine Power, sondern auch die praktische Bedienung im Fokus. Hierfür haben die Entwickler einen 5V-USB-Anschluss platziert, der die Stromversorgung für das kommende V-Connect-System zur kabellosen Verbindung sicherstellt. So können die Subwoofer äußerst flexibel im Raum aufgestellt werden. Ein Trigger-Eingang für die Auto-On-Funktion und ein Pairing-Knopf für die App erleichtern zudem die Bedienung. Auf der Rückseite stellen professionelle XLR-Anschlüsse, Cinch-Eingangsbuchsen für den linken und rechten Kanal sowie Lautsprecherklemmen beste Konnektivität sicher.

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Gerade das besonders kraftvolle 15-Zoll-Modell kann hier mit einem maximalen Schalldruck von bis zu 120 Dezibel aufwarten und leistet mit seiner genau abgestimmten Class-D-Verstärkung beeindruckende 650 Watt RMS respektive 1200 Watt maximal. Dieser Tieftöner stellt natürlich höchste Anforderungen an die Stromversorgung: Ein hocheffizientes Schaltnetzteil mit 2 x 25 A / 650 V MOSFET stellt die konstant hohe Performance des größten VI-Q Modells sicher. Doch auch das 10-Zoll-Gerät mit 450 Watt RMS (850 Watt max.) und der 12-Zoll-Subwoofer mit 500 Watt RMS (900 Watt max.) werten Wohnzimmer oder Heimkino mit technischen Höchstleistungen und einem zeitlos schönen Industriedesign auf. Damit die Leistung auch in gewohnt präziser Weise in Tiefton umgesetzt wird, müssen auch die Gehäuse genau abgestimmt sein: Die massive Front ist deshalb aus einer 21-lagigen Multiplex-Platte mit einer Materialstärke von 50 Millimetern gefertigt, um besonders niedrige Verzerrungswerte zu erreichen. Zudem sitzt die formschöne Treiberabdeckung fest und ohne Magnethalterung, damit das an- und abmontierbare Teil auch bei hohem Pegel an Ort und Stelle bleibt.

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Die automatische Raumkorrektur ist schon lange wichtiger Bestandteil der Flaggschiff-Subwoofer von Velodyne Acoustics. Über die Jahre ist dieses wichtige Feature auch immer mehr bei erschwinglicheren Subwoofern hinzugekommen. Mit der iWoofer™ App zur Raumanpassung samt 25-bandigem parametrischen Equalizer bieten die Modelle der VI-Q Serie den Nutzern nun volle Kontrolle. Über die Software lassen sich zahlreiche DSP-Funktionen auf intuitive Weise steuern: Trennfrequenz, die Einstellung der Phase und verschiedene Presets sind so schnell und einfach angepasst. Mit der Pro-Version kommen sogar noch mehr Funktionen und die genaue, automatische Raumkorrektur hinzu. Nach erfolgreicher Produktregistrierung beim Hersteller gibt es einen Gutschein für die Pro-Version der iWoofer™ App.

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Die VI-Q Serie ist ab Mai im autorisierten Fachhandel erhältlich. Die Preise:

  • VI-Q 10 Zoll: 1.799,00 Euro
  • VI-Q 12 Zoll: 1.999,00 Euro
  • VI-Q 15 Zoll: 2.499,00 Euro

Vertrieb
Audio Reference GmbH
Anschrift Alsterkrugchaussee 435
22335 HAMBURG
Telefon +49 40 53320359
Fax +49 40 53320459
Web audio-reference.de

Weitere Informationen

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Die Audio Group Denmark mit ihren Marken Ansuz, Børresen, Aavik und Access baut ihre Produktpalette kräftig aus: Axxess ermöglicht den günstigen Einstieg in den Klangkosmos der Dänen, Børresens M-Serie lotet die Grenzen des Machbaren aus. Hifistatement war eingeladen, bei der Weltpremiere der Børresen M6 in der Firmenzentrale mit dabei zu sein.

Bei meinem letztem kurzen Besuch in Aalborg im August letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit, die M1, das erste und kleinste Modell der innovativsten und kostspieligsten Lautsprecher-Linie der Audio Group Denmark (AGD), die zuvor auf der High End vorgestellt worden war, in einem optimalen Umfeld zu hören: Das bildeten Aaviks Vollverstärker I-880 sowie der Streamer und DAC aus der 580-Serie. Dazu kamen Ansuz' beste Kabel, Stromverteiler, Racks. Schwingungsdämpfer und natürlich das PowerSwitch D-TC Supreme plus reichlich Sortz und Sparks. Kurz gesagt: alles, mit dem man mechanische und hochfrequente elektromagnetische Schwingungen in den Griff bekommen kann. Allein schon wegen des absolut schwarzen Hintergrunds bot diese Kette ein ganz besonderes Ergebnis.

Ein Blick in das Gehäuse der M6: aktive Tesla Spulen und Analog-Dither-Technology der dritten Generation
Ein Blick in das Gehäuse der M6: aktive Tesla Spulen und Analog-Dither-Technology der dritten Generation

Die Feinzeichnung und die extrem hohe Auflösung ohne jegliche Überbetonung oder Schärfe im Hochtonbereich machten schnell klar, dass die M1 Dank ihres Tief/Mittelton-Chassis mit im 3D-Druck hergestelltem Zirkonium-Korb, der Membran mit zwei Schichten aus Spread-Tow-Kohlefaser, einer Schicht aus Aramidwaben-Abstandshaltern dazwischen und einer Titanschicht mit Ansuz Supreme-Beschichtung und der weiterentwickelten „Analog-Dither-Technology“ mehr zu bieten hat, als das bisherige Topmodell, die 05 Silver Supreme Edition – wenn es nicht gerade um den maximal möglichen Schalldruck und die beiden untersten Oktaven geht. Auch wenn mir recht schnell bewusst wurde, was das Konzept der M1 zu leisten im Stande war, wurde sie nach einigen Stunden intensiven Musikgenusses für mich nicht zum Objekt der Begierde. Dafür bade ich viel zu gerne in extrem tieffrequenten Klangwellen und höre ein Orchester gern mal annähernd in Originallautstärke.

Natürlich kommen auch im Inneren der M6 nur Ansuz' beste Kabel zum Einsatz
Natürlich kommen auch im Inneren der M6 nur Ansuz' beste Kabel zum Einsatz


Lars Kristensen, der Mitbegründer und Mitinhaber der AGD, bot mir dann während eines Telefongesprächs über den voraussichtlichen Liefertermin für Aaviks C-880 und P880 an, einmal die deutlich bassstärkere M3, deren Vorabversion schon einem ausgewählten Publikum auf der Axpona präsentiert wurde, und – wenn denn alles klappt, wie geplant – auch die M6 zu hören. Ich sagte natürlich spontan zu. Als ich dann im Hörraum eintraf, war dort die M3 aufgebaut, in der ihr Entwickler Michael Børresen trotz ihrer Modellbezeichnung vier der oben beschriebenen Tief/Mitteltöner mit dem bekannten, extrem schnellen Bändchen-Hochtöner kombiniert. Der leicht irreführende Name des Lautsprechers ist der Tatsache geschuldet, dass die Vier im asiatischen Raum als Unglückszahl gilt. Aber egal, ob drei oder vier: Selbst wenn es mir schwerfällt, bei den von Lars Kristensen ausgesuchten Tracks mit abgrundtiefen elektronischen Bässen die Tonalität der M3 zu beurteilen, steht für mich nach wenigen Minuten hundertprozentig fest, dass die Kette im Hörraum der AGD meiner deutlich überlegen ist: Sie bildet die Schallereignisse vor einen gänzlich ruhigen Hintergrund ab und produziert Transienten mit ungeheurer Intensität.

Die Kabel liegen zur Montage bereit
Die Kabel liegen zur Montage bereit

Dank der ebenfalls eisenlosen Chassis der 05 SSE wähnte ich mich in Sachen Einschwingverhalten und quasi verzögerungsfreier Beschleunigung der sechs Konusse schon reichlich verwöhnt. Es sei dahingestellt, wie groß der Anteil des Verzichts auf die vier größeren Membranen der 05 und der des Vollverstärkers an der so fantastischen Transientenwiedergabe der M3 ist: So etwas habe ich vorher allerhöchsten mal von einem Hornsystem gehört. Als ich dann einmal kurz Zugriff auf das iPad bekomme und zwei, drei meiner Test-Tracks anspiele, weiß ich, dass allerhöchstens ein mir bekanntes Hornsystem tonal mit der rundum stimmigen und bruchlosen Spielweise der M3 mithalten kann. Aber die fasziniert zusätzlich noch mit einer – natürlich auch dem großen Hörraum und dem großen Abstand der Lautsprecher geschuldeten – Raumdarstellung. Obwohl die Schallwandler hier um einiges weiter von einander als jeweils von Hörplatz entfernt stehen, gibt es nicht das geringste Loch in der Mitte. Und ganz abgesehen vom Klang: Die M3 bezaubern auch mit ihrem Design. Sie erinnern mich an gelungene Architektur und entfernt an die Elbphilharmonie. Für mich sind die M3 Michael Børresens Meisterstück in Sachen Design.

Die eisenlosen Chassis mit Reinsilber-Ringen zwischen den Neodymium-52-Magneten und im 3D-Druck erstelltem Zirkonium-Korb
Die eisenlosen Chassis mit Reinsilber-Ringen zwischen den Neodymium-52-Magneten und im 3D-Druck erstelltem Zirkonium-Korb

Nach den ersten akustischen Eindrücken folgt ein Rundgang durch die Firmenräume, von denen nun alle belegt sind. Noch vor knapp zweieinhalb Jahren gab es eine Menge freier Flächen, die erst in Zukunft Verwendung finden sollten. Sie werden nun alle genutzt. Ein paar Quadratmeter wurden allerdings in einen firmeneigenen, sehr gemütlichen Irish Pub mit einer beeindruckenden Spirituosen-Auswahl umgewidmet. Einen noch stärkeren Zuwachs als beim genutzten Raum gibt es bei der Belegschaft. Von diesen eher allgemeinen Betrachtungen lenkten mich aber einige sehr elegante und hohe Gehäuse in Schwarz und Weiß ab: die der M6. An zwei von ihnen wird intensiv gearbeitet, um das erste Pärchen für den folgenden Tag funktionsfertig zu machen.


Die Diffusoren werden mit Tape fixiert, bis der Kleber getrocknet ist
Die Diffusoren werden mit Tape fixiert, bis der Kleber getrocknet ist

Am Anreisetag stehen noch zwei Hörvergleiche auf dem Programm. Wie schon häufiger erwähnt haben Lars Kristensen und Michael Børresen sehr dezidierte Ansichten darüber, welche Materialien dem Klang zuträglich sind und welche nicht. Zum Beleg ihrer Einschätzungen haben sie vier Netzkabel vorbereiten lassen, die sich nur durch die Gehäuse-Kappen der Netzstecker unterscheiden. Hier treten Aluminium, Stahl, Kupfer und Titan gegeneinander an. Die jeweils ausgewählte Leitung verbindet aber weder eine im Signalweg liegende Komponente noch den aktiven Mainz8-Stromverteiler mit einer Steckdose, sondern einen zweiten, der mit keiner Komponente verkabelt ist und nur parallel zur Anlage am Netz hängend seine Filterwirkung entfalten soll – eigentlich eine Stelle, an der man keine große Wirkung erwartet. Aber die beiden AGD-Gründer hätten den Test bestimmt nicht vorgeschlagen, wenn dem so wäre. Und deshalb bin ich nicht wirklich erstaunt, dass der positive Effekt des zweiten, parallel eingesetzten Mainz8 beim Wechsel von Aluminium über Stahl und Kupfer bis hin zu Titan immer deutlicher wird. Erstaunt hat mich lediglich, wie deutlich die Veränderungen im Zusammenspiel mit dieser hochauflösenden Anlage sind.

Arbeitsplatz-Beschallung bei der Audio Group Denmark: Børresen Acoustic und JVC
Arbeitsplatz-Beschallung bei der Audio Group Denmark: Børresen Acoustic und JVC

Obwohl das Gehäuse des I-880 aus Kupfer und Titan besteht, wird es in der Anlage noch von einem darauf gestellten, sogenannten Rezonator beruhigt. Lars Kristensen wechselt dann die Titan- gegen die Zirkonium-Stange des Resonators aus. Wie schon bei den Darkz-Gerätefüßen sorgt Zirkonium für noch bessere klangliche Ergebnisse. Ich würde mich nicht wundern, wenn es in nicht allzu ferner Zeit auch Steckergehäuse aus Zirkonium geben würde…

Die elegante M6 im Hörraum
Die elegante M6 im Hörraum


Als ich dann am nächsten Morgen wieder im Hörraum der AGD eintraf, herrschte dort rege Betriebsamkeit: Die M3 wurden abgebaut und zwei M6 auf Rollwagen liegend hereingebracht. Auch ein kleiner Teil der Belegschaft war gekommen. Geschäftsführer Kent Sørensen legte beim Auf- und Einrichten des neuen Topmodells selbst mit Hand an und hatte anschließend die Hoheit über das iPad für die Musikauswahl – Lars Kristensen hatte morgens einen privaten Termin und konnte daher seine Rolle als Firmen-DJ nicht wahrnehmen. Michael Børresen hatte seinen üblichen Platz in der Mitte der zweiten Reihe eingenommen und harrte sichtlich entspannt der Dinge, die da kommen würden. Schon nach den ersten Takten des ersten Songs schlich sich ein Lächeln auf sein Gesicht: Seine neuste und größte Kreation spielte wohl so, wie er es sich vorgestellt hatte.

Der Bändchen-Hochtöner ist symmetrisch zwischen den Tief/Mitteltönern des Zweieinhalb-Wege-Systems angeordnet
Der Bändchen-Hochtöner ist symmetrisch zwischen den Tief/Mitteltönern des Zweieinhalb-Wege-Systems angeordnet

Nach den ersten Tracks verließ er dann kurz seinen angestammten Platz, um zu hören, wie viel Energie die beiden das Hochtonbändchen flankierenden (Tief-)Mitteltöner nach hinten abstrahlten. Sie arbeiten auf ein hinten offenes Gehäuse, das mit ein wenig Dämpfungsmaterial gefüllt ist. Dass die Formgebung der Gehäusewände den beiden Chassis optimale Arbeitsbedingungen bieten würde, hatte er schon am Vortag beim Betrachten der Impedanzverläufe der gesamten Konstruktion und der Mitteltoneinheit vermutet. Nun bestätigten die M6 dies auch akustisch. Die Abbildung der Instrumente und der imaginären Bühne gelang nun noch einen Tick größer, die Tieftonwiedergabe hatte im Vergleich zur M3 noch einmal an Souveränität zugelegt und Transienten kamen noch einen Hauch präziser und beeindruckender rüber: ganz großes akustisches Kino!

Michael Børresen (3. von links) scheint zu gefallen, was er hört
Michael Børresen (3. von links) scheint zu gefallen, was er hört

Nach etwa einer halben Stunde wurde es dann im Hörraum ruhiger, die Zuhörer kehrten an ihren Arbeitsplatz zurück, und ich machte den mittleren Platz in der ersten Stuhlreihe zu meinem. Auch wenn es ausgesprochen verlockend gewesen wäre, ein paar meiner Lieblingsstücke auf dieser Traumanlage zu genießen, konzentrierte ich mich auf wohlbekannte, aussagekräftige Test-Tracks: Keinen von ihnen hatte zuvor auf diesem extrem hohen klanglichen Niveau gehört. Vor allem die Dimensionen der Darstellung von großen Besetzungen waren eine neue Erfahrung für mich. Aber es ging nicht allein um die Größe: Die M6 verlieh der Abbildung eine extrem körperhafte Dreidimensionalität: Bei Mahlers 3. Symphonie in der Einspielung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks beeindruckten wie immer die Blechbläser und die Pauken in der Eröffnungssequenz, noch mehr aber, wie plastisch bei den sanften Paukenschlägen nach etwa einer Minute der Kessel des Instruments wirkte. Man glaubte, darauf zugehen und ihn berühren zu können. Aber da nützt all meine Schwärmerei nichts. Die M6 – und die M3 – muss man einfach selbst gehört haben. Noch steht nicht fest, ob die M6 auf der High End präsentiert werden wird. Da wollte sich Michael Børresen nach den ersten kurzen Klangeindrücken noch nicht festlegen. Gewiss wird dort aber die M3 zu hören sein, womit ich mich allerdings nur ungern begnügen würde. Da wäre ein Test in den eigenen vier Wänden doch viel reizvoller…


Ein Blick ins Lager für fertige und halbfertige Lautsprecher. Bis auf die Treiber für die X-Serie baut Børresen Acoustic alle Chassis in Aalborg selbst
Ein Blick ins Lager für fertige und halbfertige Lautsprecher. Bis auf die Treiber für die X-Serie baut Børresen Acoustic alle Chassis in Aalborg selbst

Kurz nach meinen ersten Erfahrungen mit den M6 herrschte dann im Hörraum völlige Stille. Grund war ein Stromausfall infolge eines Brandes in einer Umspannstation in der Nähe des Firmengebäudes. Bevor falsche Verdächtigungen aufkommen: An der Lautstärke meiner Hörsession kann es nicht gelegen haben, denn Aaviks I-880 besitzt ein Resonant-Mode-Netzteil mit sehr hohem Wirkungsgrad. Der längere Stromausfall verlangte nicht nur dem inzwischen eingetroffenen und auf die M6 gespannten Lars Kristensen eine Menge Geduld ab, sondern verhinderte auch die gelungene Realisierung einer an sich guten Idee: Um das Wachstum der Belegschaft zu veranschaulichen, hatte ich geplant, wieder ein Foto aller Mitarbeiter vor dem Firmengebäude zu machen, das im Vergleich mit dem aus dem Jahr 2020 recht aussagekräftig sein dürfte. Leider verließen einige der Angestellten, die auch im Home Office produktiv sein konnten, die Firma vor dem geplanten Fototermin.

Ein Vorrat an Chassis mit Silberringen zwischen den Neodymium-Magneten für die SSE-Serie
Ein Vorrat an Chassis mit Silberringen zwischen den Neodymium-Magneten für die SSE-Serie

Sobald der Strom wieder floss, gönnte sich Lars Kristensen ein paar Songs aus seiner Playlist mit der M6 und schlug dann vor, sich noch den deutlich erschwinglicheren Produkten der AGD zu widmen. Mitte April stellten die Dänen eine neue Marke, Axxess, und drei All-in-One-Geräte vor: die Streamer-, Wandler- und Vollverstärker-Kombination Forté, die in drei Qualitätsstufen angeboten wird, die sich vorrangig durch die Menge der eingesetzten Tesla-Spulen und Dither-Schaltungen unterscheiden. Statt Aaviks I-880, dem Streamer aus der 580-Serie und einem Versuchsaufbau, aus dem der DAC der 880-Linie hervorgehen soll, agierte nun eine Forté 1 zum Preis von 5.000 Euro als Quelle und Leistungslieferant. Den Schall wandelte nicht mehr die M6, sondern die Børresen X6 für 20.000 Euro, auch wenn vielleicht die X3 zum halben Preis die noch naheliegendere Wahl gewesen wäre.

Die Kette im Hörraum
Die Kette im Hörraum


Selbstverständlich kommt die „kleine“ Kombi den Topmodellen nicht wirklich nahe, klingt aber in keiner Disziplin wirklich anders: Es ist sofort ohrenfällig, dass Forté und X6 klanglich dieselbe DNA besitzen wie die Referenzmodelle, was natürlich zum Teil auch daran liegen dürfte, dass beide Kombinationen im „sauberen“ Umfeld von Mainz und Sparkz agieren. Als Tuning-Spezialist kann es Lars Kristensen dann nicht lassen, die segensreiche Wirkung von Zirkonium-Darks und Sortz auch im Verbindung mit dem Forté 1 zu demonstrieren – selbst wenn es gewiss sinnvoller wäre, die dafür aufzuwendende Summe gleich in einen Forté 2 oder 3 zu investieren. Doch von solchen Überlegungen lässt sich Lars Kristensen nicht abschrecken: Er wagt es sogar, die M6 mit dem Forté 1 anzusteuern: absolut beachtlich, wie die Endstufe mit etwas über 100 Watt den Nobel-Lautsprecher im Griff hat. Egal, welch stimmige oder irrwitzige Kombinationen Aavik, Ansuz, Axxess und Børresen in ihren beiden Räumen in der Halle 4 auf der High End auch zeigen werden: Ich bin sicher, dass sich ein Besuch dort lohnen wird.

Der Versuchsaufbau für den Wandler der 880-Linie: Er rechnet alle Formate in einen Datenstrom um, der dann nur noch ein analoges Filter durchläuft
Der Versuchsaufbau für den Wandler der 880-Linie: Er rechnet alle Formate in einen Datenstrom um, der dann nur noch ein analoges Filter durchläuft

Die M3 mit ihren vier Konus-Chassis
Die M3 mit ihren vier Konus-Chassis

Die Seitenansicht der M3 lässt ihre elegante Silhouette erkennen
Die Seitenansicht der M3 lässt ihre elegante Silhouette erkennen

Der Forté 1 ist das preisgünstigste Modell der Axxess-Serie
Der Forté 1 ist das preisgünstigste Modell der Axxess-Serie

Die M6 neben der X6: Beide besitzen die gleiche klangliche DNA
Die M6 neben der X6: Beide besitzen die gleiche klangliche DNA

Flemming Erik Rasmussen, Michael Børresen und der Autor im firmeneigenen Irish Pub. Die Aufnahmen dort wurden übrigens nicht beim jetzigen Besuch, sondern schon im August letzten Jahres gemacht
Flemming Erik Rasmussen, Michael Børresen und der Autor im firmeneigenen Irish Pub. Die Aufnahmen dort wurden übrigens nicht beim jetzigen Besuch, sondern schon im August letzten Jahres gemacht


Der ehemalige Gryphon-Chef Flemming Erik Rasmussen arbeitete vor allem bei den Verstärkern der 880-Linie eng mit Michael Børresen zusammen
Der ehemalige Gryphon-Chef Flemming Erik Rasmussen arbeitete vor allem bei den Verstärkern der 880-Linie eng mit Michael Børresen zusammen

Flemming Erik Rasmussen vertraut seine Ideen einem Notizblock an
Flemming Erik Rasmussen vertraut seine Ideen einem Notizblock an

Michael Børresen verwendet für seine Studien zu einem Plattenspieler ein CAD-System
Michael Børresen verwendet für seine Studien zu einem Plattenspieler ein CAD-System

Der Tresen des Irish Pubs
Der Tresen des Irish Pubs

Der Teil der aktuellen Belegschaft, der die Firma wegen des Stromausfalls nicht verlassen hat
Der Teil der aktuellen Belegschaft, der die Firma wegen des Stromausfalls nicht verlassen hat

PS: Die M3 und M6 sind noch so neu, dass auf der Børresen-Website keine technischen Daten zu finden sind. Wir werden sie ergänzen, sobald sie verfügbar sind.

Herstellerangaben
Børresen Acoustic M3
Frequenzgang 25Hz – 50KHz
Wirkungsgrad 90dB/1W
Impedanz 6 Ohm
Empfohlene Verstärkerleistung 50W
Preis 260.000 Euro
Herstellerangaben
Børresen Acoustic M6
Preis 540.000 Euro
Herstellerangaben
Axxess Forte 1
Ausgangsleistung 2 x 100W an 8 Ohm
Digitale Eingänge 1 x Toslink optisch, 1 x BNC S/P DIF, 1 x USB B
Analoger Eingang 1 x Hochpegel (Cinch)
Ausgänge 1 x Vorverstärkerausgang (Cinch), 1 x Lautsprecherausgang, 1 x Kopfhörer (6,3-MIllimeter-Klinkenbuchen)
Anschlussmöglichkeiten 1 x Netzwerk (LAN RJ-45), 2 x USB A
Abmessungen (B/T/H) 370/420/110mm
Gewicht 7,9kg
Preis 5.000 Euro

Hersteller
Ansuz Acoustics
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web ansuz-acoustics.com

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Die Audio Group Denmark mit ihren Marken Ansuz, Børresen, Aavik und Access baut ihre Produktpalette kräftig aus: Axxess ermöglicht den günstigen Einstieg in den Klangkosmos der Dänen, Børresens M-Serie lotet die Grenzen des Machbaren aus. Hifistatement war eingeladen, bei der Weltpremiere der Børresen M6 in der Firmenzentrale mit dabei zu sein.
Freitag, 28 April 2023 14:04

Børresen: Premiere der M6

Besondere Ereignisse erfordern besondere Veröffentlichungstermine: Hifistatement hatte die Gelegenheit, bei der Endmontage der Børresen M6 am Mittwoch und den ersten Klangeindrücken am Donnerstag dabei zu sein. Statt des freitags üblichen längeren Artikels stellen wir Ihnen daher am Wochenende die beiden großen Modelle aus Børresens Top-Serien vor.

Zur letztjährigen High End präsentierte Børresen die M1, einen, was die schiere physische Größe anbelangt, ausgesprochen moderaten, in Sachen Technologie, Klang und leider auch Preis herausragenden Lautsprecher, der – abgesehen vom maximal möglichen Schalldruckpegel und den letzten paar Hertz im Tieftonbereich – sogar die mächtige 05 SSE überflügelte. Während der Axpona in der Nähe von Chigaco feierte dann die M3 ihre Weltpremiere. In dieser Woche wurde dann das erste Exemplar der M6 vollendet, erstmals in den firmeneigenen Hörraum in Aalborg geschafft und an die Referenzanlage angeschlossen. Über die ersten kurzen Erfahrungen mit diesem Cost-No-Object-Lautsprecher werde ich in Kürze an dieser Stelle berichten.

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Hersteller
Audio Group Denmark
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web audiogroupdenmark.com

Weitere Informationen

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Donnerstag, 27 April 2023 00:01

HIFIMAN SUNDARA Silver

2018 erschien HIFIMANs magnetostatischer Kopfhörer SUNDARA erstmals in Europa. Seitdem ist er in seiner Preisklasse das Maß der Dinge und erfreut sich hoher Beliebtheit. Seine hervorragende Auflösung, sein detailreicher und luftiger Klang und seine beeindruckende Musikalität machten ihn schnell zum Preis-Leistungs-Hit bei einem breiten Publikum.

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Ein Wermutstropfen blieb jedoch: der Hochtonbereich des SUNDARA, der auf asiatische Nutzer zugeschnitten war und europäischen Musikhörern gelegentlich überbetont klang. HIFIMAN-Chef Dr. Fang Bian nahm sich der Kritik an und berücksichtigte sie bei der Entwicklung des Nachfolgemodells SUNDARA Silver. Wesentliche Veränderungen erfolgten bei der Bedämpfung der Membran, beim Schutzvlies und beim Lochgitter. Im Ergebnis spielt der SUNDARA Silver gleichbleibend offen, aber noch klangschöner als sein Vorgänger. Das hat insbesondere Vorteile für Freunde langer Hör-Sessions.

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Die Bügelkonstruktion und die Ohrpolster mit ihrem Materialmix aus Kunstleder und PE wurden vom SUNDARA übernommen. Der innere Kunstlederring der Ohrpolster ist perforiert, wodurch die Bedämpfung durch den Schaumstoffring erhöht wird. Wie auch bei den Premium-HIFIMAN-Modellen verjüngen sich die Ohrpolster vorn für ergonomischen Komfort und sind unkompliziert zu wechseln. Im Lieferumfang des SUNDARA Silver sind ein festes Transportetui und ein flexibles 3-Meter-Anschlusskabel enthalten. Dieses ist unempfindlich gegen Mikrofonie und auf der Eingangsseite mit einem angewinkelten 3,5-Millimeter-Stecker versehen. Ein Adapter für 6,35-Millimeter-Klinke-Buchsen liegt bei. Unverändert gilt: Der SUNDARA Silver profitiert von einem kräftigen Kopfhörerverstärker. An einem Mobiltelefon klingt er eher dünn; erst ab 0,5 Watt an 32 Ohm spielt er rundum überzeugend auf. Wer gar ein Watt Leistung zur Verfügung stellt, hört, was in dieser Preisklasse alles möglich ist.

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Herstellerangaben
HIFIMAN SUNDARA Silver
  • Frequenzgang: 6Hz – 75kHz
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Kennschalldruckpegel: 92dB
  • Gewicht ohne Kabel: ca. 342g
  • Lieferumfang: 3-Meter mit 90°-Mini-Klinke auf 2 x Stereo-Klinke, Transport-Etui und Adapter für 6,35-Millimeter-Klinke
  • Preis: 400 Euro

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

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Mittwoch, 26 April 2023 06:39

IOTAVX AVXP 2-840

Der Name der Endstufe verrät es bereits: Zweimal 840 Watt an vier Ohm bei einem Nettogewicht von 30 Kilo sind alles andere als alltäglich. Insbesondere in ihrer Preisklasse ist die AVXP 2-840 eine Ausnahmeerscheinung. Da beeindruckende technische Daten aber noch kein gutes Produkt machen, fühle ich dem Kraftpaket auf den Zahn.

Dafür gilt es zunächst, das Monstrum in meinen Hörraum zu schaffen. Inklusive Versandkarton bringt die Endstufe stolze 34,4 Kilogramm auf die Waage. Der Lieferant kommentierte die Paketübergabe einzig mit dem Wort „schwer“. Vor einigen Jahrzehnten galt dies noch als allgemeingültiges Qualitätsmerkmal von Endstufen. Für Class-A- oder -A/B-Konzepte gilt diese Prämisse noch immer, leistungsstarke Ringkerntrafos und großzügig dimensionierte Siebkondensatoren können nach wie vor nicht einfach beliebig klein ausgeführt werden. Insbesondere wenn hochwertige Bauteile zum Einsatz kommen sollen, resultiert dies unweigerlich in Masse. Da die AVXP 2-840 als Doppel-Mono-Endstufe aufgebaut ist, verfügt sie über einen wirklich enorm großen Ringkerntrafo pro Kanal. Beide gemeinsam können bis zu 2.640 Watt umsetzen. Die Siebkondensatoren für beide Kanäle gemeinsam verfügen über eine Kapazität von 160.000 Mikrofarad. Mit diesen Werten lässt die Endstufe nicht nur Mono-Blöcke sämtlicher Preisklassen alt aussehen, sondern auch moderne Class-D-Endstufen, die meist mehr Leistung als ihre Class-A oder -A/B Pendants bei gleichen Abmessungen liefern können.

Die Front der Endstufe wirkt schlicht und unaufdringlich
Die Front der Endstufe wirkt schlicht und unaufdringlich

Ihr Einsatzzweck dürfte damit eigentlich klar sein. Vornehmlich dient die AVXP 2-840 dazu, wirkungsgradschwachen Lautsprechern Leben einzuhauchen. Selbstverständlich können auch weniger anspruchsvolle Lautsprecher von viel Leistung profitieren, wenn sie in großen Räumen insbesondere bei Live-Pegeln gefordert werden. Auch in Heimkinoumgebungen dürfte sich die IOTAVX wohlfühlen und sich bestens darauf verstehen, den meist größeren Dynamikumfang von Kinoton souverän umzusetzen. Meine Lautsprecher sind mit 93 Dezibel pro Watt und Meter angegeben, und selbst, wenn diese Angabe nicht gänzlich akkurat sein mag, gehören sie ohne Zweifel zum fast schon ungewöhnlich empfindlichen oberen Ende der Skala. Über einen großen Raum verfüge ich auch nicht und als ausgesprochener Lauthörer bin ich regelmäßigen Lesern meiner Artikel ebenfalls nicht bekannt. Was also soll ich mit einer Endstufe, die über 800 Watt pro Kanal liefert? Nun, obwohl besonders leistungsstarken Endstufen der Ruf anhaftet, raubeinig und ungeschliffen aufzutreten, ist es meiner Erfahrung nach oft ganz anders. Durch ihre enormen Leistungsreserven bieten sie feinen Details umso mehr Raum, sich zu entfalten, da sie ihr gesamtes Potential eben nicht schon darauf verwenden müssen, den lauten Tönen gerecht zu werden.

Die Rückseite ist ähnlich überschaubar
Die Rückseite ist ähnlich überschaubar


Doch bevor ich mich kopfüber in die Hörsession stürze, noch ein paar Hintergrundinformationen zur Endstufe: Das IOTAVX-Kernteam sitzt noch immer in England, ist aber über die Jahre immer weiter mit dem deutschen Vertrieb HifiPilot zusammengewachsen. Die HifiPilot-Geschäftsführer Berthold Daubner und Jens Hörmann sind inzwischen direkt involviert in den Prozess der Ideenfindung und Auslegung der Produkte der Marke IOTAVX. Die Entwicklung obliegt nach wie vor hauptsächlich dem Team in England. Ausgangspunkt für die Entwicklung der AVXP 2-840 war zunächst der Wunsch, der erfolgreichen und sehr preiswerten Mehrkanal-Endstufe AVXP1 ein leistungsstärkeres und hochwertiger bestücktes Schwestermodell zur Seite zu stellen. Nicht zuletzt aufgrund von Kundenwünschen entstand dabei auch gleich ein leistungsstarkes Stereomodell. Das Ziel dabei war ein unverwüstliches, funktionales, mit hochwertigen Komponenten solide aufgebautes Arbeitstier mit überzeugenden akustischen Eigenschaften zu erschaffen.

Der Doppel-Mono-Aufbau ist leicht nachzuvollziehen
Der Doppel-Mono-Aufbau ist leicht nachzuvollziehen

Die AVXP 2-840 verfügt tatsächlich nicht über ungewöhnliche Raffinessen, sondern ist im Push-Pull-Design mit guten Komponenten aufgebaut. Mittels je eines Kippschalters pro Kanal kann zwischen einem XLR- oder Cinch-Eingang gewählt werden. Die Lautsprecherterminals sind nicht doppelt ausgelegt, wie es bei manchen Endstufen der Fall ist. Bi-Wiring ist folglich nicht möglich. Der Monobetrieb ist ebenfalls nicht möglich. Aber mal ehrlich, wer benötigt noch mehr Power als zweimal 840 Watt? Das Gehäuse ist stabil, aber aufgrund seiner Größe nicht vollends resonanzarm. Solange die Endstufe aber auf einer stabilen Oberfläche steht, rühren von dieser Warte keinerlei Probleme her. Auch die Verkabelung gelingt problemlos. Meine Furutech-Bananenstecker sitzen schön straff in den Anschlussterminals. Eine gute Verbindung ist schonmal gewährleistet. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu meiner NAD-Endstufe zu haben, steuere ich die IOTAVX zunächst mit Cinch an.

Die Transistoren arbeiten in Push-Pull-Konfiguration
Die Transistoren arbeiten in Push-Pull-Konfiguration

Nach dem Drücken des mit einem dezenten Leuchtstreifen umrandeten Power-Schalters auf der Front, schalten nacheinander drei Relais. Ihr kräftiges Klacken macht Eindruck und steigert die Erwartungen. Wie bereits in meinem letzten Test, beginne ich mit Peter Gabriel. Die Vorfreude auf das neue Album und Konzert ist derart hoch, dass ich die bisher erschienenen Singles bei jeder Gelegenheit höre. Das wunderschöne „Playing For Time“ von kommenden Album i/o höre ich als Bright-Side Mix. Das Stück beginnt ruhig, von Gabriels Stimme dominiert und einem Klavier, einer zurückhaltenden Bassline und einigen Streichern begleitet. Zum Ende steigt Manu Katché am Schlagzeug ein, Tom Cawley spielt dichtere Akkordstrukturen am Piano und die Streicher spielen akzentuierte Achtelnotenmuster. Wie erhofft, kann die Endstufe bereits in den zarten Klängen des Beginns ihre Fähigkeiten ausspielen. Die einzelnen Piano-Anschläge klingen gleichermaßen kontrollierter, leicht härter, akzentuierter, etwas präziser und scheinen doch ausgewogener und leichtfüßiger aus den Lautsprechern zu perlen als mit meiner eigenen Endstufe zuvor. Auch Peter Gabriels Stimme profitiert. Ihre verschiedenen Frequenzbereiche scheinen noch feiner miteinander verwoben. Die Stimme steht schärfer umrissen und plastischer in der Mitte des Stereopanoramas positioniert. Die Wiedergabe scheint mir eine Spur heller zu sein. Dies erweckt zunächst den Eindruck etwas stärker betonter Sibilanten. Beim genaueren Hinhören entpuppt sich dieser Eindruck jedoch als trügerisch. Tatsächlich ist es nämlich so, dass die Sibilanten nicht mehr isoliert herausstechen, sondern stärker in den Gesamtstimmklang integriert werden. Die künstliche Bühne wirkt minimal größer, der wirkliche Unterschied aber ist die Ausgestaltung ihrer einzelnen Ebenen. Sie scheinen viel feinfühliger und exakter positioniert. Richtig deutlich wird dies gegen Ende des Stücks, sobald die Instrumentierung dichter wird. Die Instrumente sind unheimlich klar voneinander getrennt, setzen sich räumlich geradezu voneinander ab. Sie wirken fokussierter, weniger flächig. Auch die Auflösungsfähigkeit der IOTAVX ist größer als die meiner NAD. Durch die besonders starke Zeichnung einzelner Instrumente kommen ein paar mehr Details zum Vorschein, die bei meiner Endstufe stärker ineinanderfließen und miteinander verschmelzen. Im besten Sinne spielt die NAD etwas musikalischer, die IOTAVX hingegen noch genauer, dafür aber minimal weniger geschmeidig. Ihre Kraftreserven sind dabei allgegenwärtig. Zwar agiert auch meine NAD zu keinem Zeitpunkt wirklich komprimiert, aber wie unbeschwert und souverän die AVXP 2-840 die letzten Minuten des Musikstücks darbietet, ist unmöglich zu überhören. Es herrscht so gar keine Spur von Überfrachtung oder Angestrengtheit. Jedem Instrument wird unheimlich viel Bedeutung zugemessen. Die Streicher bleiben wunderbar luftig, Bass und Schlagzeug druckvoll und Peters Stimme schwebt noch genauso unbeeindruckt wie zuvor über allem. Obwohl meine Lautsprecher alles andere als anspruchsvoll sind, vermag es die IOTAVX, ihnen noch mehr Klang zu entlocken. Nur in einem einzigen Punkt ist die Kombination aus viel Leistung und dem hohen Wirkungsgrad meiner Lautsprecher nicht optimal. Da ich zusätzlich verhältnismäßig nah an meinen Lautsprechern sitze, kann ich ein leises Grundrauschen der Endstufe wahrnehmen. Dies ist vollkommen normal und war in dieser Konstellation zu erwarten. Sobald ich mit normaler Lautstärke höre, ist es vollständig maskiert. Lediglich wenn ich spät am Abend sehr, sehr leise höre, nehme ich es aktiv wahr. Je niedriger die Empfindlichkeit ihrer Lautsprecher und je größer ihr Hörabstand, desto besser wird es. Alles unter 90 Dezibel Empfindlichkeit und einem Hörabstand von über zwei Metern würde ich als absolut unkritisch bewerten. Wenn sie zudem ohnehin selten leise hören möchten, sowieso.


Jeder Kanal ist mit 80.000 Microfarad gepuffert
Jeder Kanal ist mit 80.000 Microfarad gepuffert

Als nächstes höre ich „Le Chat Noir“ vom gleichnamigen Album des Saxophonisten Philippe Chrétien. Kennengelernt habe ich dieses Stück auf einer Präsentation der neuen Meta-Technologie von KEF bei einem lokalen HiFi-Händler auf einer KEF Blade. Seitdem habe ich es auch einige Male zu Hause gehört, schließlich ist es immer spannend, Stücke auf High-End-Systemen und anschließend auf seiner eigenen Anlage zu hören. Die große Abbildungsschärfe der IOTAVX ist wieder das zunächst auffällige Merkmal. Insbesondere die Hi-Hat wirkt weniger flächig und offenbart mehr Nuancen. Sie erscheint gleichzeitig etwas zentraler positioniert, das Stereobild kompakter, dafür aber stärker zwischen den Lautsprechern fokussiert und somit etwas besser von den Lautsprechern gelöst. Die Percussionsinstrumente offenbaren eine Fähigkeit der Endstufe, die ich bisher noch gar nicht wahrgenommen hatte: Sie vermag es, schnelle Impulse noch etwas knackiger aufzulösen. So gerät auch die in Sidestick-Technik gespielte Snare Drum akzentuierter. Ihr Hall wiederum wird nicht ganz so stark ausgebreitet wie mit meiner eigenen Endstufe. Nicht zuletzt erklingen die tiefen Bässe kontrollierter und trockener. Wenn das Saxophon einsetzt, wird nochmals klar, dass sich die Endstufe bestens darauf versteht, eine luftige und großzügige imaginäre Bühnentiefe abzubilden. Herrlich, wie unbeschwert frei und beschwingt das Saxofon über der brodelnd groovenden Rhythmussektion abgebildet wird.

Der Ringkerntrafo wirkt auf dem Foto viel kleiner als er ist. Beide Trafos gemeinsam machen einen beträchtlichen Teil des Gewichts der Endstufe aus
Der Ringkerntrafo wirkt auf dem Foto viel kleiner als er ist. Beide Trafos gemeinsam machen einen beträchtlichen Teil des Gewichts der Endstufe aus

Als mich Kollege Wolfgang Kemper das letzte Mal besuchte, haben wir einigen Orchesteraufnahmen gelauscht. Ein Feld, auf dem sich Wolfgang deutlich besser auskennt. Hector Berlioz' Fantastische Symphonie in einer Einspielung der Münchener Philharmoniker unter der Leitung von Sergiu Celibidache erschien mir damals stellenweise etwas angestrengt. Insbesondere der vierte Satz verlangte meiner Kette einiges ab. Deshalb bin ich neugierig, ob die Monster-Endstufe für etwas mehr Ruhe und Entspannung sorgen kann. Zunächst höre ich den vierten Satz nochmals mit meiner eigenen Endstufe. In diesem Hördurchlauf erscheint er mir weniger angestrengt, als ich ihn in Erinnerung hatte, soweit, so gut – erfreulich. Beim Wechsel auf die IOTAVX wird dann aber doch klar, dass mehr möglich ist. Wieder lässt die leicht hellere Wiedergabe der AVXP das Geschehen etwas präsenter und minimal weniger geschmeidig klingen. Insbesondere die Geigen wirken etwas härter, was ihrer Authentizität allerdings eher zuträglich ist. Das Orchester wird insgesamt viel freier von den Lautsprechern losgelöst und klingt mehr nach einem eigenständigen Klangkörper als nach einer abgespielten Aufnahme. Die Ansatzlosigkeit der Soloinstrumente ist beeindruckend. Hier paart sich die Auflösungsschärfe der Endstufe eindrucksvoll mit ihrer Kraft. Einzelne Instrumente respektive Instrumentengruppen sind schärfer und klarer voneinander getrennt und erhalten eine größere Eigenständigkeit und Individualität.

Die AVXP lässt einem die Wahl: symmetrisch oder unsymmetrisch
Die AVXP lässt einem die Wahl: symmetrisch oder unsymmetrisch


Abschließend steige ich von der Cinch- auf die XLR-Schnittstelle der Endstufe um. Mehrere Faktoren spielen jetzt eine Rolle. Denn nicht nur der XLR-Eingang an der Endstufe könnte für einen Klangunterschied sorgen, sondern auch der XLR-Ausgang meines DACs. Das Kabel ist ebenfalls ein anderes: Kein Sommer Epilogue mehr, sondern ein mit Neutrik XX-HE-Steckern selbstkonfektioniertes Sommer Carbokab 225. Leider ist der XLR-Betrieb in Zusammenspiel mit meinen Lautsprechern keine langfristige Option, denn das Grundrauschen wird mit der XLR-Verbindung stärker, das war zu erwarten. Nochmals, dies ist kein Fehler des Verstärkers, sondern würde mit vielen ähnlich leistungsstarken Verstärkern und meinen wirkungsgradstarken Lautsprechern auftreten. Die Auswirkungen auf die Wiedergabe sind allerdings als durchweg positiv zu bewerten und überraschen mich regelrecht. So viel Qualitätszuwachs hatte ich nicht erwartet. Während die AVXP 2-840 in der Cinch-Verbindung eher konzentrierter und mit etwas kleinerer Bühne gespielt hat, ändert sich der Eindruck jetzt gänzlich. Die XLR-Verbindung glänzt mit einer unglaublichen Offenheit und Weite. Ich kehre nochmals zum Einstiegssong „Playing For Time“ zurück. Die einzelnen Instrumente und Peter Gabriels Stimme wirken wieder etwas größer in ihrer individuellen Ausdehnung. Die Feinheiten des Pianos sind viel leichter herauszuhören. Das Heben und Senken der Dämpfer, die Verwindung, die bei getretenen oder gelösten Pedalen durch den Korpus des Instruments geht, beides wird plastischer und gleichzeitig zusammenhängender als Einheit dargestellt. Das Zusammenspiel von Basslinie und Pianoakkorden wirkt emotionaler. Die Endstufe scheint noch mehr Kontrolle über die Lautsprecher zu haben und hüllt den Hörplatz deutlich mehr ein. Sie spielt noch etwas präsenter und direkter, gewinnt aber gleichzeitig etwas mehr an Musikalität, wie es eher für meine NAD-Endstufe typisch ist. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Orientierung in beide Richtungen gleichzeitig tatsächlich möglich ist, aber die XLR-Schnittstelle scheint das Mittel der Wahl zum Betrieb der IOTAVX.

STATEMENT

Bei so viel Leistung zu einem derart guten Preis, stand die Befürchtung im Raum, Abstriche machen zu müssen. Diese Befürchtung war vollkommen unbegründet. Die Wiedergabequalität steht dem überragenden Leistungsniveau in nichts nach. Die AVXP 2-840 spielt zwar tendenziell eher direkt und äußerst präzise, ihre enorme Leistungsreserven verleihen ihr aber dennoch eine Fähigkeit zu Ruhe und Gelassenheit und erschaffen eine hochstabile Bühnenabbildung. Insbesondere Lautsprechern, die ein wenig behäbig daherkommen, wird die Kombination mit der IOTAVX unheimlich guttun!
Gehört mit
Router & Zubehör Fritzbox 7530, Netgear ProSAFE GS108 (mit Keces P3)
Server Roon ROCK (Intel NUC10i5FNH)
Transport Silent Angel Munich M1T 4GB (mit Keces P3)
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE, IOTAVX PA3
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz)
Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp)
Kopfhörerverstärker iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match
Kabel Audioquest, Chord Company, Belden, Boaacoustic, Furutech, Glockenklang/Eupen, Sommer
Herstellerangaben
IOTAVX AVXP 2-840
Produkttyp Stereo Endstufe
Dauerleistung 580W (8Ω, 2 Kanäle), 840W (4Ω, 2 Kanäle)
Anschlüsse Cinch-Eingänge, Balanced XLR-Eingänge
Rauschabstand 113 dBA
Klirrfaktor (THD+N) ≤0,015% (Max. Leistung, 1 kHz)
Frequenzgang (+/-1dB) 10Hz - 35kHz
Stromversorgung 115VAC or 230VAC, @ 50/60Hz (automatisch)
Energieversorgung 2 Hochleistungs-Ringkerntrafos; Pufferung: 160.000µF Kapazität
Max. Leistungsaufnahme 2.640W
Standby-Verbrauch <0,5W
Abmessungen (B x H x T) 435 x 183 x 423 (453) mm (inkl. Anschlüsse)
Gewicht 30,4 Kilogramm
Herstellergarantie 2 Jahre
Preis 2.200 Euro

Vertrieb
HifiPilot GmbH
Anschrift Carl-Benz-Str. 5
75056 Sulzfeld
Telefon +49 7269 9196993
E-Mail kontakt@hifipilot.de 
Web www.hifipilot.de

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Der Name der Endstufe verrät es bereits: Zweimal 840 Watt an vier Ohm bei einem Nettogewicht von 30 Kilo sind alles andere als alltäglich. Insbesondere in ihrer Preisklasse ist die AVXP 2-840 eine Ausnahmeerscheinung. Da beeindruckende technische Daten aber noch kein gutes Produkt machen, fühle ich dem Kraftpaket auf den Zahn.
Dienstag, 25 April 2023 00:01

Clearaudios Profiler Tonarm

Der neue Profiler Tonarm stellt eine perfekte Symbiose aus dem Tracer und dem Satisfy Tonarm dar. Durch die Verbindung der Vorzüge beider Bauteile sowie die Standardisierung von Komponenten ergibt sich eine deutliche Verbesserung. Insbesondere die Doppel-Lagerung im Vertikal-Lager und die Resonanzschutz-Kuppel tragen zu dieser Optimierung bei.

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Dieses herausragende Stück feinmechanischer Kunstfertigkeit ist in den Farben Schwarz und Silber erhältlich und das Tonarmrohr besteht aus einer hochwertigen Aluminium-Legierung. Diese ist nicht nur sehr leicht, sondern wurde auch mit speziellen Dämpfungspunkten ausgestattet. Der Profiler Tonarm ist der perfekte Begleiter für die Performance-Serie und wird höchsten Ansprüchen gerecht. Clearaudio ist überzeugt, dass der Profiler eine großartige Ergänzung für jeden Musikliebhaber darstellt und freut sich darauf, dieses innovative Produkt präsentieren zu können.

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Herstellerangaben
clearaudio Profiler
  • Konstruktionsprinzip: Radial-Tonarm: Horizontale Saphirlagerung und vertikale Kugellagerung
  • Material: Aluminium (schwarz/silber), Edelstahl,
  • Aluminium Tonarmrohr (schwarz/silber)
  • Justierbare Tonabnehmer: 3,5 g - 17,0 g
  • Überhang: 17,58 mm
  • Gesamtlänge: 300,00 mm
  • Effektive Länge: 239,58 mm
  • Montage-Abstand (Tonarmdrehpunkt zu Spindel): 222,00 mm
  • Kröpfungswinkel: 24,5°
  • Signalkabel: 1,1 m Direct Wire PLUS konfektioniert mit Cinch
  • Gewicht: ca. 510 g (inkl. Gegengewicht)
  • Preis: 1.900 Euro

Hersteller
clearaudio electronic GmbH
Anschrift Spardorfer Str. 150
91054 Erlangen
Telefon +49 9131 40300100
E-Mail info@clearaudio.de
Web www.clearaudio.de

Weitere Informationen

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Montag, 24 April 2023 00:01

Chord Electronics wieder vereint!

Nachdem DREI H vor zwei Jahren den Vertrieb für die Hifi-Komponenten von Chord Electronics übernommen und diese erfolgreich weiter am Markt etabliert hat, spricht uns der englische Hersteller dem deutschen Vertrieb ein weiteres Mal sein Vertrauen aus.

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DREI H freut sich, ab dem 1. Mai 2023 auch für den Vertrieb der Portables / Mobiles in Deutschland und Österreich verantwortlich zu sein. Somit ist Chord Electronics wieder „vereint“. Das Programm besteht aus hochauflösenden D/A-Wandlern, flexiblen Kopfhöhrerverstärkern für Zuhause und unterwegs sowie vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten. Allen gemein ist die überragende Verarbeitungsqualität und der ebenfalls überragende Klang. Mika Dauphin von DREI H zu der Vertriebsübernahme: „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das Chord Electronics uns entgegenbringt. Mit der Übernahme der mobilen Produktsparten ist die gesamte Chord Electronics-Familie wieder vereint. Unser Ziel ist es, die Marke Chord Electronics als Einheit und nachhaltig zu etablieren und gemeinsam mit unseren Händlern weiter aufzubauen.“

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Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

Weitere Informationen

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Freitag, 21 April 2023 08:47

Melco N1-S38

Alle bisherigen Gehäuse-Varianten von Melcos „Digital Music Libraries“ kamen recht schlicht daher, was aber sofort vergessen war, wenn sie die Daten an der LAN- oder USB-Buchse für den Wandler bereitstellten und ihn zu klanglichen Höchstleistungen anspornten. Das neue Topmodell N1-S38 sieht hervorragend aus und besitzt auch ein völlig neues Main Board.

Es ist fast acht Jahre her, dass ich mich erstmals mit einem Melco beschäftigte und seitdem das Laptop als Musikquelle aus Wohn- und Arbeitszimmer verbannt habe. In dieser Zeit hat es immer mal wieder neue Modelle und Upgrades gegeben, die aber auf der Grundlage des ersten Schaltungsdesigns basierten. Aus Sicht der – eigentlich glücklichen – Melco-Besitzer hat jede Verbesserung der Stromversorgung, jede neue Art von Festplatten und die Investition in noch solidere Mechanik wie die der N1Z-Serie leider eine leicht nachvollziehbare Verbesserung gebracht. Ich habe mich sogar verleiten lassen, die Schaltnetzteile meines N1Z/2EX-H60 gegen drei Linear-Netzteile auszutauschen und auch die HDDs gegen SSDs. Aber wie sollte es anders sein: Der Melco mit serienmäßigem fetten, analogen Netzteil und einer statt zwei Festplatten, was den Verzicht auf einen RAID-Controller erlaubt, ließ mein getuntes Modell locker hinter sich. Sie können sicher nachvollziehen, dass ich nach meinen bisherigen Erfahrungen dem Test des neuen Spitzenmodells eher mit gemischten Gefühlen entgegensehe…

Der Melco N1-S38 wirkt schon rein optisch deutlich hochwertiger als all seine Vorgänger
Der Melco N1-S38 wirkt schon rein optisch deutlich hochwertiger als all seine Vorgänger

Allein schon die Optik des N1-S38 macht ihn für mich zum Objekt der Begierde, zumindest in der schwarzen Variante: Hier harmonieren die satten, dunkelgrauen Alu-Applikationen ganz vorzüglich mit der Frontplatte, in der mittig das altbekannte Display zu finden ist. Sobald man das Gerät mit dem unauffälligen, jetzt aber konkav geformten, griffigem Netzschalter zum Leben erweckt, wird die Vorderseite an den Übergängen zu den Alu-Ecken indirekt erst weiß und dann blau illuminiert. Wie üblich startet ein weiterer, längerer Druck auf den Knopf die Prozedur zum Herunterfahren des Systems. Währenddessen leuchten die nicht direkt sichtbaren LEDs rot – gewiss eine Nebensächlichkeit, die dem Gerät aber einen Hauch von Eleganz verleiht.

Rechts und links des Displays wird die Frontplatte indirekt farbig illuminiert. Die Tasten sind konkav geformt, was der Haptik zugute kommt
Rechts und links des Displays wird die Frontplatte indirekt farbig illuminiert. Die Tasten sind konkav geformt, was der Haptik zugute kommt


Das Gehäuse besteht außen aus eloxierten Aluminium-Platten mit einer Dicke von zwei bis fünf Millimetern. Darunter befindet sich ein Gehäuse aus Edelstahl, das bestmöglichen Schutz vor hochfrequenten Störungen bieten soll. Die beiden Stahlbleche unter dem Aludeckel sind so geformt, dass sie eine doppelte Barriere zwischen dem Linear-Netzteil und dem Main Board bilden. Die Basis der gesamten Konstruktion bildet eine drei Millimeter starke Edelstahlplatte, mit der auch die Halterung für die, wie in der Produktinformation betont wird, für diesen Anwendungszweck selektierten SSD mit einer Kapazität von fast vier Terabyte verschraubt ist.

Auf der Rückseite gibt es mehr Anschlüsse als bei jedem Vorgängermodell
Auf der Rückseite gibt es mehr Anschlüsse als bei jedem Vorgängermodell

Alan Ainslie, der den Europa-Vertrieb von Melco leitet und auch die audiophilen ADOT-Medienkonverter entwickelte, für die es seit kurzem ein Upgrade mit zwei SFPs und einem Lichtwellenleiter in Singlemode-Duplex-Technik gibt, war beim N1-S38 leider nicht so auskunftsfreudig wie in der Vergangenheit schon mal. Dass der „große“ Melco einen doppelt so großen RAM-Speicher und eine genauere Clock spendiert bekam und in der Folge noch geringere Jitter-Werte aufweist, hat er dann schließlich doch verlauten lassen. Das Netzteil sei nicht nur leistungsfähiger als das des N10/2-S38, sondern verfüge auch über noch rauschärmere Regler. Die nun vier USB-Buchsen auf der Geräterückseite stammen jetzt von Amphenol, da man lernen musste, dass die bisher verwendeten einschließlich der Neutrik-Variante von extrem schweren USB-Kabeln in Mitleidenschaft gezogen werden konnten. Neu ist auch der Schacht für ein SFP-Modul, der es beispielsweise ermöglich, die Verbindung zum mit dem Statement in Hifi Fidelity prämierten Melco-Switch S100 oder dem noch einmal besseren, aber auch deutlich teureren S10 per Lichtwellenleiter herzustellen. Zudem ist der N1-S38 Melcos erste digitale Musikbibliothek, die über einen Eingang für ein 10-Megahertz-Clock-Signal verfügt. Er ist für eine 50-Ohm-Verbindung ausgelegt.

Getrennte RJ45-Buchsen für den Anschluss eines Players und des Netzwerkes haben bei Melco Tradition. Neu ist der Schacht für SFP-Module zum Anschluss von Lichtleitern
Getrennte RJ45-Buchsen für den Anschluss eines Players und des Netzwerkes haben bei Melco Tradition. Neu ist der Schacht für SFP-Module zum Anschluss von Lichtleitern

Wegen des Platzmangels in meinen Racks steht Melcos neues Schmuckstück zwischen meinem N1Z/2EX-H60 und seinem externen Linear-Netzteil – natürlich von Thixar Silent Feet entkoppelt. Es ist über ein Digitalz D-TC Supreme mit dem Ansuz PowerSwitch verbunden, das jetzt über ein Göbel Lacorde Statement Ethernet mit dem ADOT-Medienkonverter in Kontakt steht. Als erstes habe ich alle Inhalte von der Festplatte des N1-S38 entfernt und einen nicht unbeträchtlichen Teil meiner digitalen Musiksammlung aufgespielt. Für einen ersten Eindruck habe ich Keith Jarrett und Charlie Hadens Jasmine gewählt, das mich trotz aller Wertschätzung für die beiden Musiker bisher immer eigenartig kalt gelassen hat. Das ist jetzt schon bei „For All We Know“, dem ersten Stück des Albums, anders – wobei ich mich keinesfalls festlegen möchte, ob dies an meiner gerade passenden Stimmung oder dem Klang des Melco liegt. Der ist jedenfalls in der Lage, Charlie Hadens so charakteristischen Kontrabass-Ton – er verwendet Darm- statt Stahlsaiten – perfekt zu transportieren. Auch Griffgeräusche und die unvermeidlichen, leisen Gesangsfragmente Keith Jarretts sind deutlich herauszuhören: eine Schwelgerei in Wohlklang. Kein Wunder also, dass ich das Album zur Gänze genieße. Trotz aller Details fließt die Musik völlig entspannt und bleibt dennoch spannend.


Der N1-S38 ist der erste Melco, der von einer externen 10-MHz-Clock getaktet werden kann
Der N1-S38 ist der erste Melco, der von einer externen 10-MHz-Clock getaktet werden kann

Ich hatte geplant, nun mit mehreren meiner Test-Tracks die Unterschiede zwischen dem getunten N1Z/2EX-H60 und dem N1-S38 aufzuspüren, eine unaufwändige Angelegenheit, braucht man in der Lightning-DS-App ja nur zwischen den beiden Musikbibliotheken umzuschalten, aus denen der Auralic Aries G2.1 seine Daten bezieht. Aber es reicht der Anfang von Mahlers Symphonie Nr. 3 mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks aus, um zu erkennen, dass Melcos neues Topmodell einfach mehr zu bieten hat: einen minimal größeren Raum – vor allem in der Höhe –, ein noch solideres, mächtigeres Tieftonfundament, hier und da eine Feininformation zusätzlich und intensivere Klangfarben. Über meine Kette sind die Unterschiede so eindeutig, dass ich mir weitere Vergleiche sparen kann – und das, obwohl ich mit dem N1Z/2 bisher rundum zufrieden war. Wer den N1-S38 mit einem aussagekräftigen Stück auch nur einmal gehört hat, wird nicht mehr zu kleineren Modellen von Melco zurückkehren wollen. Wie gut, dass die akustische Erinnerung bei solchen – für mich dennoch entscheidenden – Nuancen recht kurz ist! Ansonsten müsste ich mir ernsthaft über den Erwerb eines N1-S38 Gedanken machen.

Unter dem oberen Aludeckel befindet sich ein Gehäuse aus Edelstahlblechen. Die beiden oberen schirmen auch das Netzteil vom Main Board ab
Unter dem oberen Aludeckel befindet sich ein Gehäuse aus Edelstahlblechen. Die beiden oberen schirmen auch das Netzteil vom Main Board ab

Ich baue jetzt den N1Z/2EX-H60 fürs erste ab, um mehr Platz für weitere Experimente mit dem Testobjekt zu haben. Als ich im Arbeitszimmer noch ein eigenes, nicht mit dem Internet verbundenes Audio-Netzwerk betrieb, hatte ich für die Streamer in Küche, Wohn- und Schlafzimmer einen Melco N1A/2 angeschafft, der über eine Mutec MC-3+ Smart Clock USB mit dem Wandler verbunden war, weil der direkte Anschluss ohne den Mutec klanglich nicht mit dem Weg über einen Renderer wie etwa den Aries Femto konkurrieren konnte. Nach dem Update auf die EX-Version überraschte der „kleine“ Melco dann mit einem deutlich besseren Klang bei der Verwendung des USB-Ausgangs. Deshalb probiere ich nun auch, in wieweit sich beim N1-S38 USB- und LAN-Ausgang – letzterer inklusive „Umweg“ über den Aries G2.1 – unterscheiden. Dazu installiere ich auf dem iPad die Melco-App und verbinde die digitale Musikbibliothek mit dem USB-Eingang von Chord Electronics' M-Scaler. Als Funktionstest starte ich Art Farmer und Jim Halls „Big Blues“ vom gleichnamigen Album. Auch wenn ich den Track zuvor nur per Ethernet abgespielt habe, bin ich mir schon nach den ersten Takten sicher, dass bei der aktuellen Anschlussvariante die besonderen Tieftonfähigkeiten des N1-S38 deutlich werden: So satt kamen weder Bass Drum noch Mike Moores Viersaiter rüber, wenn der N1Z/2EX-H60 die Daten lieferte. Ohne direkten Vergleich macht mich auch die Wiedergabe über USB wunschlos glücklich.

Die Packungsdichte im Inneren ist recht hoch
Die Packungsdichte im Inneren ist recht hoch


Da muss es wohl wieder ein bekanntes Teststück wie die „Improvisation“ von Patrice Heral vom Album Le Concert Des Parfums sein, um präzisere Aussagen machen zu können. Klanglich zählt die Wiedergabe mit dem direkt per USB angesteuerten Wandler mit zum Besten, was ich von diesem Stück je gehört habe, so dass ich mich schon frage, was der Auralic und der Waversa Isolator-EXT-1 da wohl noch bewirken können: Sie lassen den Raum einen Tick voluminöser erscheinen, der Bass kommt mit noch einem Hauch mehr Druck und das gesamte Klangbild wirkt offener, lebendiger und eine Spur heller timbriert. Der Aufwand und die Kosten für die eher marginalen Verbesserungen sind enorm, besonders wenn man auch die Preise für die zusätzlich nötigen Kabel mit ins Kalkül zieht – aber das ist beim Streben nach den letzten zusätzlichen Promille mehr Wohlklang für High-End-Fans ja gewiss nichts neues. Es ist meines Erachtens nach empfehlenswerter, in den besten Melco zu investieren als ein kleineres Modell und den Weg über Ethernet zu wählen. Der steht einem ja später immer noch offen.

Das Main Board wurde komplett neu entwickelt
Das Main Board wurde komplett neu entwickelt

Natürlich möchte ich den N1-S38 auch noch mit einer externen Clock hören. Bei der Beschäftigung mit dem SOtM Switch und der Clock habe ich gelernt, dass es für deren Verbindung sowohl 50- als auch 75-Ohm-Aus- und -Eingänge gibt und einige 10-Megahertz-Clocks und Empfänger für Sinus-, andere für Rechtecksignale optimiert sind. Wie das beim Melco ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Leider weiß ich aber sicher, dass meine Clock und der Melco mit seinem 50-Ohm-Eingang nicht optimal zueinander passen, probieren werde ich die Kombination dennoch. Fehlanpassung hin oder her.

Die 3,8-Terabyte-SSD ist zur Schwingungsberuhigung mit der drei Millimeter starken Basisplatte aus Edelstahl verschraubt
Die 3,8-Terabyte-SSD ist zur Schwingungsberuhigung mit der drei Millimeter starken Basisplatte aus Edelstahl verschraubt

Ob bei Ravi Shankars „West Eats Meat“, der „Improvisation“ oder dem ersten Satz von Mahlers Symphonie Nr. 3 – mit der externen Clock gerät die Abbildung ein Stück größer, der Raum wirkt deutlich tiefer. Ich war von der Wirkung der besseren Taktung so überrascht, dass ich in schneller Folge alle bisherigen Teststücke noch einmal angespielt habe. Aber es gibt keinen Synergieeffekt zwischen einem der Titel und der Wirkung der Clock. Sie bringt den N1-S38 noch einmal auf ein höheres Niveau. Der Unterschied, den die Clock macht, ist viel deutlicher, als der zwischen USB- und Ethernet-Ausgang. In Sachen Tiefton-Energie gibt es zwar keinerlei Verbesserung, aber hier hat der Melco ja schon ohne Clock mehr zu bieten als seine Vorgänger – und zudem ist die Clock nicht optimal für das Zusammenspiel geeignet. Trotzdem: So gut wie mit dem extern getakteten N1-S38 habe ich meine Files noch nie gehört.


Melco setzt bei seinen teureren Modellen schon seit einiger Zeit auf lineare Netzteile
Melco setzt bei seinen teureren Modellen schon seit einiger Zeit auf lineare Netzteile

Da das Ansuz Switch nicht über einen SFP-Schacht verfügt, sich aber in allen bisherigen Vergleichen als dem SOtM Switch mit Clock als deutlich überlegen erwiesen hat, verzichte ich hier auf den Wechsel auf letzteres. Ich will aber nicht ausschließen, dass ich mich in nicht allzu ferner Zukunft noch einmal mit dem N1-S38 beschäftige, dann aber in Kombination mit dem Melco Switch S10 und einer optimal angepassten Clock.

STATEMENT

Der N1-S38 ist der beste Melco aller Zeiten: ganz hervorragend ohne Clock und mit eine klangliche Offenbarung!
Gehört mit
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil, WDMyCloud
Streamer Auralic G2.1 mit 2TB SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Supreme, SOtM sNH-10G
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10
Vorstufe Audio Exklusive P7, WestminsterLab Quest
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen 05 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Supreme und Mainz D2 (2x), Plixir Statement DC, RRossaudio Kabel, SOtM dCBL-BNC75
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Harmonix Room Tuning Disks, Waversa Isolator-EXT-1, ifi Audio LAN Isolator, Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und Plixir Elite BDC, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silence, Eliminator L und Silent Feet 20
Herstellerangaben
Melco N1-S38
Musikspeicher 1 x speziell ausgewählte 3,84TB SSD
Netzwerk-Konnektivität LAN-Anschluss - Gigabit-Ethernet (1000Base-T), dedizierter PLAYER-Anschluss, Gigabit-Ethernet (1000Base-T), SFP-Anschluss (1000 mbps MAX)
USB-Konnektivität USB 2.0-Anschluss USB DAC-dediziert, USB 3.0-Anschluss USB DAC-dediziert/USB-Datei-Import, USB 3.0-Backup-Anschluss, USB 3.0-Erweiterungsanschluss, 1 x USB 3.0-Anschluss an der Frontplatte
USB-Player-Dateiformate DSF, DFF, FLAC, WAV, ALAC, AIFF und AAC
Abtastraten für USB-Player 16-32 Bit (PCM) bis 384 kHz: - automatisches Downsample zur Anpassung an angeschlossene DACs, Gapless PCM-Unterstützung, 1 Bit (DSD) bis 11,3MHz DSD markerlose DSD-Unterstützung, DSD zu 32 Bit PCM Konvertierung wählbar, OLED-Anzeigen für die Abtastrate des Players
Stromversorgung 220-240V oder 110-120V, voreingestellt je nach Standort
Abmessungen 440/82/53mm
Gewicht 14kg
Preis 14.000 Euro

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Alle bisherigen Gehäuse-Varianten von Melcos „Digital Music Libraries“ kamen recht schlicht daher, was aber sofort vergessen war, wenn sie die Daten an der LAN- oder USB-Buchse für den Wandler bereitstellten und ihn zu klanglichen Höchstleistungen anspornten. Das neue Topmodell N1-S38 sieht hervorragend aus und besitzt auch ein völlig neues Main Board.
Donnerstag, 20 April 2023 08:06

Pro-Ject Stereo Box DS3

Das kompakte Kraftpaket ist eine neu überarbeitete klassische integrierte Stereoverstärkerlösung mit 150 Watt pro Kanal an 4 Ohm. Sie bietet einen Phono- (MM- und MC-fähig), drei Line- und einen Bluetooth®-Eingang. Die gesamte Elektronik ist in einem wunderschön gefrästen Vollaluminiumgehäuse verpackt, das sie vor äußeren Einflüssen schützt.

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Die Stereo Box DS3 bietet folgende Eingänge

  • 1x Phono (MM oder MC)
  • 3x Line (CD Spieler, Tuner, etc.)
  • 1x Bluetooth 5.0 AptX HD

 

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Verwenden Sie Ihre Kopfhörer, um Ihre Lieblingstitel privat zu genießen, oder schließen Sie Ihre Lautsprecher mit 4-mm-Bananensteckern, Kabelschuhen oder blanken Drähten an die vergoldeten Lautsprecherausgänge an. Über die variablen RCA-Ausgänge können Sie auch einen Subwoofer oder eine andere Endstufe in Ihr Setup integrieren. Verwenden Sie den fixed Ausgang, um das Audiosignal unbeeinflusst von der Lautstärkeregelung an ein anderes Gerät zu verteilen, um beispielsweise ein Aufnahmegerät zu speisen. Mit der mitgelieferten Fernbedienung können Sie die Lautstärke mit dem motorbetriebenen Potentiometer analog ändern und den Eingang umschalten.

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Besondere Merkmale

  • 2x 150 Watt pro Kanal an 4 Ohm
  • BLUETOOTH® V5.0 - aptX, aptX HD, A2DP Profile
  • Pro-Ject Fernbedienung im neuen Stil
  • Analoge Lautstärkeregelung mit Motor-Potentiometer
  • Dual-Mono-Design
  • 3x Cinch Line Ausgänge
  • Kopfhörerausgang 2 x 450 mW bei 32 Ohm
  • Fixer und variabler Ausgang
  • Trigger Ein- & Ausgang
  • Vergoldete Cinch-Anschlüsse
  • Phono-Eingang – MM- und MC-fähig
  • Schweres Aluminiumgehäuse schützt vor Störungen
  • Magnetische Holzseitenteile separat erhältlich
  • Erhältlich in Silber oder Schwarz
  • Hergestellt in Europa

 

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Herstellerangaben
Pro-Ject Stereo Box DS3
  • Verstärkerleistung: 2x 150W / 80W bei 4/8 Ohm (1%THD)
  • Frequenzgang: 20Hz - 20kHz: - 0,1 dB bis +0,3 dB
  • Rauschabstand: >98dB (105 dB - ‚A‘ gewichtet) bei 1kHz
  • Kanaltrennung: -73dB bei 10kHz
  • THD: < 0,01% bei 10W
  • Phono-Eingangsverstärkung: MM 40dB / MC 60dB
  • Phono-Empfindlichkeit: MM 47k Ohm / MC 100 Ohm
  • Analoge Eingänge: 3 Paar Cinch (Sensitivität: 860 mV)
  • Line-Eingangsimpedanz: 50 kOhm
  • BLUETOOTH®: V5.0; aptX, aptX HD, A2DP profile
  • Varliabler/Fixer Line-Out: 1 Paar Cinch / 1 Paar Cinch
  • Lautsprecheranschüsse: 4mm Ø Bananenstecker, Flachstecker oder Draht
  • Netzgerät: 36V/5,5A DC
  • Standby Leistungsaufnahme: <0,5W
  • Maße (B/H/T): 206/71/211mm
  • Gewicht: 1800g ohne Netzteil

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

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Mittwoch, 19 April 2023 07:33

Ferrum WANDLA D/A-Wandler/Vorverstärker

Das Team von Ferrum liebt es, bahnbrechende Produkte zu entwickeln. Um das zu tun, muss es bei Null anfangen. Es beginnt jedes Projekt mit einer leeren Seite und der Entschlossenheit, die Grenzen des Möglichen zu erweitern. Das neueste Vorzeigeprodukt ist WANDLA, der Konverter. Er soll neue Massstäbe für High-End-Audio-DAC setzen.

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WANDLA verkörpert das beste Design, das Ferrum zu einem sehr erschwinglichen Preis entwickeln kann. Man hat sich von der Formel 1 inspirieren lassen, wo jedes Detail zählt und Perfektion die einzige Option ist. Die Entwickler von Ferrum glauben, dass sie mit WANDLA das gleiche Maß an Perfektion und Liebe zum Detail erreicht haben. Sie haben Hunderte von kleinen und großen Innovationen umgesetzt, um jede Komponente des DACs zu optimieren. Das Ergebnis ist ein satter, detaillierter und transparenter Klang mit einem unglaublich niedrigen Grundrauschen, das jede Nuance durchscheinen lässt. Und wie ein fein abgestimmter Rennwagen bietet WANDLA ein berauschendes Erlebnis.

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Das Herzstück von WANDLA ist die proprietäre ARM-basierte Plattform SERCE. SERCE verarbeitet mit der Software von Ferrum alle eingehenden digitalen Datenströme. Der ARM-Prozessor übernimmt im Alleingang die Aufgaben von fünf Chips und schafft den kürzestmöglichen Signalweg für die audiooptimierten USB-, ARC-, I2S-, koaxialen S/PDIF- und optischen S/PDIF-Anschlüsse. Hinter der Wandlerstufe implementierte das Ingenieursteam einen fortschrittlichen neuen Strom-Spannungs-Wandler und eine Ausgangsstufe, die von seiner Erfahrung bei der Entwicklung der hochgelobten OOR und ERCO profitieren. Basierend auf dem revolutionären Hybriddesign von HYPSOS werden sowohl die analogen als auch die digitalen Sektionen mit mehreren internen Stromversorgungen versorgt, um Interferenzen und Rauschen zu minimieren und die Kanaltrennung zu maximieren.

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Der leistungsstarke Dual-Core ARM-Chip kann viel mehr als nur die Funktionen von WANDLA verwalten. Um den Anwendern eine echte Auswahl zu bieten, werden bei der Markteinführung fünf großartig klingende Digitalfilter zur Verfügung stehen, von denen drei im ESS DAC untergebracht sind. Aber die Leistung von SERCE, dem Herzstück von WANDLA, bietet noch mehr Möglichkeiten. Ferrum will seine eigenen digitalen Filter hinzufügen, um die Filter im DAC zu umgehen. Man hat den berühmten Digitalfilterhersteller HQ Player gebeten, zunächst zwei Filter exklusiv für Ferrum zu entwickeln. Um den WANDLA-Benutzern eine größere Auswahl zu bieten und sie stärker in den Prozess der Anpassung ihres WANDLA einzubeziehen, können nach der Markteinführung weitere spezielle Digitalfilter freigeschaltet werden, wenn die WANDLA-Besitzert mit Ferrum über die sozialen Netzwerke in Kontakt treten. Ferrum hat diese neue und innovative Art der Interaktion mit seinen Kunden zu den digitalen Filtereinstellungen Dynamic Digital Filtering oder DDF genannt. Dieser Prozess wird eine neue Gemeinschaft von Digitalfilter-Spezialisten schaffen: Menschen, die mit Ferrum und ihren WANDLAs auf der Suche nach dem bestmöglichen, maßgeschneiderten Sound interagieren. Diese Zusammenarbeit zwischen den Benutzern und Ferrum ist einzigartig für die Kategorie der DA-Wandler und die Hifi-Gemeinschaft. Ferrum wird eine Auto-Updater-Anwendung für Mac und PC herausbringen, um Firmware-Updates zu erleichtern.

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WANDLA ist nicht nur ein DA-Wandler der Spitzenklasse, sondern auch ein erstklassiger Vorverstärker mit einer vollwertigen IR-Fernbedienung. Ferrum hat zwei neue digital gesteuerte Abschwächer für die Lautstärkeregelung implementiert: wählbar analog oder digital. WANDLA verfügt über eine wirklich symmetrische Topologie, und die Entwickler haben die modifizierten IC-Verstärker und Leistungssektionen auf die nächste Stufe gebracht. Zusätzlich zu den sechs digitalen Eingängen (USB-C, Koax, optisch, AES, ARC und I2S) gibt es einen unsymmetrischen Analogeingang. Dieser Eingang umgeht die gesamte digitale Verarbeitung, um den hochwertigsten analogen Quellen treu zu bleiben. Die Ausgänge sind sowohl symmetrisch (XLR) als auch unsymmetrisch (Cinch) und verfügen über einen konfigurierbaren Trigger. Wie von Ferrum nicht anders zu erwarten, gibt es zwei DC-Power-Eingänge (FPL und 5,5 x 2,5mm DC-Pin), um WANDLA an das mitgelieferte Netzteil oder das HYPSOS anzuschließen. Wie auch immer die Wahl ausfällt, das Ergebnis verspricht, faszinierend zu sein.

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Das Innendesign von WANDLA muss für sich selbst sprechen, um die musikbegeisterte Ferrum-Gemeinde zu begeistern. Aber wie immer wollte man ein hochleistungsfähiges Gerät schaffen, das Spaß macht, wenn man es benutzt und das man gerne anschaut. Deshalb hat Ferrum die Optik durch ein hochauflösendes Touchscreen-Display mit einer sehr einfachen Benutzeroberfläche (UI) aufgewertet. Mit einer Mischung aus Berühren, Drehen und Drücken findet man jede Einstellung innerhalb von Sekunden. Und wenn man das Gerät mit der Fernbedienung bedient, wechselt das Display in den Fernbedienungsmodus, so dass man es auch von der anderen Seite des Raumes ablesen können.

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Natürlich spielt WANDLA mit dem von Ferrum sorgfältig entwickelten Netzteil, das seine einzigartige elektrische Topologie speist, direkt nach dem Auspacken wunderbar. Aber seine Musikalität kann noch höher sein, wenn er mit dem HYPSOS-Stromversorgungssystem gepaart wird. Durch die Verwendung des proprietären FPL-Kabels kann HYPSOS seine Magie tiefer in den WANDLA-Schaltkreisen entfalten als jedes andere Netzteil heute.

WANDLA ist perfekt für audiophile Menschen, die das Beste fur einen erstaunlichen Preis verlangen. Ist der Musikliebhaber von morgen bereit oder in der Lage ist, 30.000 Euro für Unterschiede zu zahlen, die zu winzig sind, um sie zu messen und die für die meisten unhörbar sind. Ferrum bietet jetzt Spitzenqualität zu einem günstigen Preis an und zeigt damit, wie die High-End-Landschaft von morgen aussehen (und klingen) könnte. WANDLA ist dazu bestimmt, das musikalische Herz zu berühren: keine Verfärbungen, geringe Verzerrungen, hohe Dynamik und mehr Musik, mit einem Hintergrund aus absoluter Stille.

Herstellerangaben
Ferrum WANDLA D/A-Wandler/Vorverstärker
  • Betriebsart: vollständig symmetrisch, proprietärer IC-Leistungsverstärker
  • DAC-Chip: ESS Sabre ES9038PRO
  • DAC-Auflösung: 768k/32bit, DSD256
  • Digitale Eingänge: AES/EBU (bis zu 196kHz/24bit, DoP 64), optisches S/PDIF (bis zu 96kHz/24bit), koaxiales S/PDIF (bis zu 192kHz/24bit, DoP 64), USB-C (bis zu 768kHz/32bit, DSD 256), ARC (bis zu 192kHz/24bit), TV-Eingang mit CEC-I2S (bis zu 768kHz/32bit, DSD 256), PS Audio® kompatibel
  • MQA: Decoder und Renderer (für alle digitalen Eingänge)
  • Analoge Eingänge: 1 x Cinch
  • Analogeingang Vmax: 9,5V RMS (2-3,5V RMS empfohlen)
  • Analogeingang Imp: 47kΩ
  • Line-Ausgänge: symmetrisch XLR; unsymmetrisch Cinch
  • Lautstärkeregler: analog mit Bypass-Option / digital nur für DAC-Betrieb
  • Ausgangspegel: @0dBFS, 1kHz Sinus 9,3V RMS symmetrisch, 4,65V RMS unsymmetrisch
  • Frequenzgang: 10Hz - 200kHz +/- 0,1dB
  • Analoger Eingang THD: -123dB @ 2V RMS Ausgangspegel
  • Dyn. Bereich analog: 127dB (A-bewertet)
  • Dyn.-Bereich digital: 122dB (A-bewertet)
  • Crosstalk: -120dB für 1kHz, besser als -100dB für 20Hz-20kHz
  • Ausgangsimpedanz: 22Ω unsymmetrisch
  • Ausgangsimpedanz: 44Ω symmetrisch
  • Leistungsaufnahme: 10W im Leerlauf / 15W max
  • Stromeingänge: 5,5/2,5 mm DC-Anschluss, Mitte positiv, proprietärer 4-poliger FPL-Gleichstromanschluss (FPL), 22-30VDC
  • Netzadapter: 100-240 VAC zu 24VDC
  • Abmessungen (B/T/H): 21,7/20,6/5cm
  • Fernbedienung: im Lieferumfang enthalten
  • Gewicht: 1,80kg
  • Preis: 2.800 Euro

Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
Anschrift Aleje Jerozolimskie 475
05-800 Pruszków
Poland
Telefon +48 22 823 7238
E-Mail info@hem-e.com
Web ferrum.audio

Weitere Informationen

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