tests/19-10-15_spl
 

SPL Phonitor xe

15.10.2019 // Jürgen Saile

Zweitens gibt es einen Schalter mit der Bezeichnung Angle, mit dem die Bühnenbreite schmaler dargestellt werden kann. Bewirkt wird dies dadurch, dass die zeitliche Verzögerung des Signals vom gegenüberliegenden Kanal – bei aktiviertem Crossfeed – in vier Stufen verändert werden kann. Damit lässt sich der Blickwinkel auf die Musiker zwischen 22 und 55 Grad variieren. Die Musiker rücken mehr zusammen und mehr in die Mitte. So, wie man es in Natura auch hören würde. Insgesamt soll sich dadurch auch eine verbesserte Fokussierung in der Mitte ergeben.

Den professionellen Charakter erkennt man auch daran, dass die Beschriftung der Eingänge auch spiegelverkehrt angebracht ist und man somit gut von oben lesen kann. Das Gerät bietet sechs unterschiedliche Eingänge und zusätzlich zwei Kopfhörerausgänge
Den professionellen Charakter erkennt man auch daran, dass die Beschriftung der Eingänge auch spiegelverkehrt angebracht ist und man somit gut von oben lesen kann. Das Gerät bietet sechs unterschiedliche Eingänge und zusätzlich zwei Kopfhörerausgänge

Praktischerweise lässt sich die eingestellte Matrix mit einem Schalter auch komplett abschalten, so dass man sehr schnell vergleichen kann. Grundsätzlich sind diese Effekte nicht von der Hand zuweisen, da die Musik generell für die Wiedergabe mit Lautsprechern produziert wird und nicht für Kopfhörer. Bei der Schaltung handelt es sich übrigens um eine rein analoge Schaltung. Zum professionellen Äußeren tragen auch die beiden VU-Meter bei, die sich zudem in ihrer Empfindlichkeit umschalten lassen. Man kann also auch bei geringen Lautstärken sehen, wie die Zeiger im Takt mitschwingen. Nun ja, für den HiFi-Bereich ist das eher eine Spielerei. Auf der linken Seite gibt es noch einen Regler mit der Bezeichnung Lateralität. Bei genauerem Hinschauen handelt es sich hierbei um einen stinknormalen Balanceregler. Mit einer Bezeichnung aus dem medizinischen Bereich. Wenn wir aber schon einmal dabei sind: Für die Oldies unter uns gibt es also die Möglichkeit über diesen Regler einseitig nachlassendes Hörvermögen geringfügig auszugleichen. Aber natürlich auch minimale Lautstärkeunterschiede bei den Kopfhörern lassen sich damit korrigieren.

Was gibt es noch zusehen? Für den Kopfhörer gibt es jeweils einen symmetrischen XLR-4-Anschluss, sowie einen unsymmetrischen 6,3-Millimeter Klinkenanschluss. Diese beiden Anschlüsse existieren sowohl an der Frontplatte, als auch an der Rückseite. Es können somit zwei Kopfhörer gleichzeitig angeschlossen werden, allerdings nur symmetrische oder nur unsymmetrische. Der benachbarte Ausgang wird automatisch stumm geschaltet. Mit dem Kippschalter an der Front kann zwischen vorne und hinten umgeschaltet werden. Bei einem Feature bin ich nicht so ganz im Klaren, was das Ganze eigentlich soll, der Lautstärkeregler an dem Gerät kann auch ferngesteuert werden. Dazu kann man jede beliebige Fernsteuerung benutzen und den Phonitor entsprechend programmieren. Allerdings ist man durch das Kabel am Kopfhörer zwangsläufig immer in Reichweite des Reglers. Nun ja, irgendetwas werden sich die Jungs von SPL schon dabei gedacht haben. Aber was?

Die beiden Kopfhörer-Ausgänge können sowohl vorne, als auch hinten belegt werden. Zum Umschalten dient der kleine Schalter
Die beiden Kopfhörer-Ausgänge können sowohl vorne, als auch hinten belegt werden. Zum Umschalten dient der kleine Schalter


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