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Test.
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Raidho TD1.2

08.03.2022 // Roland Dietl

Der Ständer wird über die vier Füße in einer Kugel-/Pfannenanordnung vom Fußboden entkoppelt
Der Ständer wird über die vier Füße in einer Kugel-/Pfannenanordnung vom Fußboden entkoppelt

Diese Fähigkeiten der TD1.2 kommen auch der Wiedergabe akustischer Instrumente in vollem Umfang zu Gute. Auf dem Album Pepe Romero Flamenco! kann man sehr gut hören, welches Können und welche musikalische Reife Pepe Romero bereits in jungen Jahren hatte. Bei dem Stück „Jota“ verbindet sich höchstes technisches Können mit großartiger Musikalität. Der Klang der Solo-Gitarre ist mit der TD1.2 rund und voll, gleichzeitig kommen die Saiten-Anschläge schneller, präziser und dynamischer als ich es sonst gewohnt bin. Genauso überzeugend ist für mich, wie der Hochtonbereich ohne Bruch an den phantastischen Mitteltonbereich anzuschließen vermag. In den Streichersonaten von G.A. Rossini für zwei Violinen, Cello und Kontrabass (Salvatore Accardo - Rossini: 5 Sonate a Quattro - LIM UHD) klingen die Streicher bis in die höchsten Tonlagen samtig und geschmeidig ohne den kleinsten Anflug von Härte.

Hinzu kommt die unglaubliche Schnelligkeit in der Wiedergabe. In der exzellenten Aufnahme des „Streichquartetts Op. 76, No. 5, Finale“ von Joseph Haydn (The Nordic Sound - 2L audiophile reference recordings - 24/192) sprüht das Engegård Quartet nur so vor Spielfreude und mit der TD1.2 befinden wir uns buchstäblich im Zentrum des Streichquartetts. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass genau nicht alle Ecken und Kanten angenehm hörbar glatt gebügelt werden.

Das Bändchen von innen
Das Bändchen von innen

Wenn bei Ihnen nun der Eindruck entstehen sollte, dass die TD1.2 nur bei der Wiedergabe von Stimmen, Soloinstrumenten oder kleinen Besetzungen ihre Stärken hat, dann kann ich Sie beruhigen. Gerade auch bei orchestraler Musik ist die TD1.2 in ihrem Element. Dass sich das Klangbild vollständig von den Lautsprechern löst und eine große räumliche Tiefe besitzt, habe ich als selbstverständlich in dieser Klasse vorausgesetzt. Großartig aber ist, in welcher Form die TD1.2 das macht. In der klanglich exzellenten Einspielung der „7. Symphonie“ von Ludwig van Beethoven mit dem Budapest Festival Orchestra (Beethoven: Symphony No. 7 - Channel Classics, 24/96) unter Iván Fischer entsteht nicht nur in der Tiefe, sondern gerade auch in der Breite eine gewaltige Klangbühne. Direkt hinter den Lautsprechern links und rechts außen werden virtuelle Konzertsaalwände geschaffen, die dem Klangbild eine feste Begrenzung geben und die Tiefenstaffelung der einzelnen Instrumentengruppen ist exzellent. Es besteht auch in Fortissimo Passagen niemals ein Zweifel wo welches Instrument seinen Platz hat – nichts wird verwischt oder zudeckt.


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