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Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

24.02.2026 // Dirk Sommer, Birgit Hammer (Fotos)

Um den Druck der Achse, die die Masse der bewegten Teile trägt, auf den Lagerpunkt zu verringern, entwickelte die Sheffield Hallam University unter der Federführung von Dr. Faris Al-Naemi ein magnetisches Gegenkraftdesign mit zwei leistungsstarken N30H-Neodymium-Eisen-Bor-Magneten. Dadurch wird einerseits der Verschleiß des Lagers minimiert, andererseits reicht die Kraft aber weiterhin für eine effiziente Energieübertragung vom Plattenteller auf das FrACTal-Motor-Chassis aus.

Der OMEGA Drive Motor wird vom ALPHA Drive angesteuert, den Dr. Carl Broomfield and Neil Broomfield von CAAS Audio parallel dazu entwickelten. Aus den oben genannten Gründen braucht er nur ein geringes Drehmoment zu liefern. Um während der Startphase den erheblichen Luftspalt zwischen Stator und Rotor im OMEGA-Antrieb zu überwinden, stellt ein integrierter Mikroprozessor einen speziellen Startalgorithmus bereit. Danach beschleunigt der Alpha Drive den Motor bis zur Synchronität. Die Drehzahl hält dann ein weiterer Mikroprozessor in der Ansteuerungselektronik konstant. Diese generiert auf der Zeitbasis des integrierten 11,2896-Megahertz-Quarzkristalls drei reine Sinuswellen, die von drei diskret aufgebauten, linearen Class-A-Verstärkern aufbereitet werden: Danach stehen drei verzerrungsarme, hochwertige Sinuswellen mit jeweils 1,2 Ampere zur Verfügung: je eine für die Ansteuerung von sieben der insgesamt 21 Spulen. Zusammen mit der großen Trägheit des Plattentellers durch die außen eingesteckten Gewichte aus Edelstahl garantiert der Synchron-Motor die extrem hohe Drehzahlkonstanz des OMEGA Drive.

Der Acryl-Teller hier noch ohne die Stahlgewichte
Der Acryl-Teller hier noch ohne die Stahlgewichte

Auch wenn schon vor 18 Jahren der Continuum Caliburn mit Cobra und Castellon und vor zwölf Jahren der Techdas Air Force One mit dem Graham-Phantom-Elite-Tonarm und dem Techdas-TDCO1-Ti-Abtaster, denen schon damals ein sechsstelliges Preisschild anhaftete, bei mir im Hörraum zu Gast waren, bin ich mir ziemlich sicher, dass bei keinem anderen Laufwerk so viele technische Lösungen hinterfragt und oft neu bewertet wurden wie bei der Kombination von OMEGA Drive Motor und der Ansteuerungselektronik ALPHA Drive.

Der Teller mit den Gewichten in seiner endgültigen Position
Der Teller mit den Gewichten in seiner endgültigen Position


  • Qln – das Interview

    Roland Dietl: Welche Antriebstechnik verwendest Du bevorzugt bei Tief-Mitteltönern? Mats Andersen: Ich bevorzuge eine unterhängende Schwingspulenanordnung. Bei Standard-Treibern hat man eine Schwingspule, die etwa 20 bis 40 Millimeter lang ist, und dann einen Magnetspalt von etwa 5 bis 6 Millimetern. Wenn sich die Schwingspule bewegt, ändern sich die Induktivität und auch die Magnetkraft. Bei unserem Treiber beträgt der Magnetspalt dagegen 20 Millimeter und die Schwingspule ist 11 Millimeter lang. Die Schwingspule bleibt dadurch permanent vollständig…
    07.07.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

    Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD. Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files…
    03.07.2026
  • Keces Euphony

    Die taiwanesische Marke Keces ist inzwischen nicht allein wegen ihres Portfolios exzellenter Analog-Netzteile bekannt und angesehen. Für die neue Phonostufe und den neuen Switch aus der Essential Serie bekam Keces unlängst ebenfalls viel Applaus. Jetzt steht der brandneue Streaming-DAC Essential Euphony zum Test bereit. Als Dirk Sommer unlängst die Keces Phono-Stufe Ephono+ und den Ewave Switch beschrieb, gefielen mir diese Geräte auch wegen ihrer sinnvollen und beim Ewave sogar sehr fortschrittlichen Ausstattung, nämlich den zu-…
    30.06.2026
  • Aavik Acoustics R-588

    Keces' Vorverstärker S4 war der erste Anlass, mich mit einem DS-Audio-Tonabnehmer zu beschäftigen. Für den Erwerb eines W3 sprachen dann meine sehr positiven klanglichen Erfahrungen damit, aber auch die Tatsache, dass immer mehr hoch interessante Phonostufen einen dafür geeigneten Eingang aufweisen würden. Eine davon ist die Aavik R-588. Schon vor meinem Entschluss, meinen Tonabnehmerfundus um ein photoelektrisches Exemplar zu erweitern, hatten beispielsweise Kato san, Angus Leung und Michael Børresen angekündigt, dass in den in Entwicklung…
    26.06.2026
  • Qln Prestige Three Gen 2

    Mit Lautsprechern der schwedischen Marke Qln haben wir uns bei Hifistatement bisher noch nicht beschäftigt. Ein Versäumnis – wie sich gleich zeigen wird. Also kommen wir schleunigst zum Test der brandneuen QLN Prestige Three Gen 2, einem eleganten Standlautsprecher in klassischer Zwei-Wege-Bestückung mit ambitioniertem Anspruch. Die Ursprünge von Qln reichen bis ins Jahr 1977 zurück. Die fundamentale Zielsetzung der damaligen Gründer ist von Beginn an audiophiler Natur, nämlich einen Lautsprecher zu entwickeln, der die Klangbühne…
    23.06.2026
  • Vertere Ruby one

    Die Beschäftigung mit dem Vertere Xtrax vor beinahe anderthalb Jahren hatte richtig Spaß gemacht. Daher nahm ich das Angebot von Andreas Kayser, dem Inhaber des deutschen Vertere-Vertriebs Beat Audio, das neue Topmodell Ruby one zu testen, gerne an. Dafür habe ich sogar eine meiner selbstauferlegten Regeln für Tests gebrochen. Dazu später mehr. Vorrangig freute ich mich darauf, nach Monaten endlich mal wieder längere Zeit nur Schallplatten zu hören. Außerdem unterscheiden sich Xtrax und Ruby one…
    19.06.2026

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