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Ayon Iris Signature Streamer

01.09.2026 // Roland Dietl

Eine weitere Besonderheit der höheren Ausbaustufen ist das DSD-Konverter-Modul. Es wandelt eingehende PCM-Signale per DSP wahlweise in DSD64, DSD128, DSD256 oder DSD512 um. Native DSD-Signale werden unverändert am Modul vorbeigeführt. Der verwendete Konvertierungsalgorithmus bleibt Ayon-Geschäftsgeheimnis. Entwickelt wurde das Modul gemeinsam mit StreamUnlimited und weiteren Spezialisten für digitale Audiotechnik. Wie überzeugend dieses Konzept umgesetzt wurde und wie sich die zahlreichen Änderungen klanglich tatsächlich bemerkbar machen, muss letztlich der Hörtest zeigen. Und damit wird es Zeit, die technischen Daten und die Gespräche mit Gerhard Hirt hinter sich zu lassen und den Iris dorthin zu schicken, wo sich seine Qualitäten am unmittelbarsten zeigen: in meine Anlage. Dazu ist der Iris per LAN über meinen SOtM Switch mit meinem Netzwerk verbunden. Die Musik kommt entweder von der internen Festplatte meines SOtM Audio PCs oder direkt von Qobuz. Audio PC und Switch beziehen ihren Takt von der SOtM 10-Megahertz Clock. Gesteuert wird das Ganze mit der JPLAY iOS App. Analogseitig geht es direkt zu den Class-A Mono-Endstufen Stax DA-80M.

Die gesamte analoge Verstärkerstufe mit den hochwertigen Koppelkondensatoren vom Typ Jantzen Silver Z-Cap und Jantzen Superior Z-Cap
Die gesamte analoge Verstärkerstufe mit den hochwertigen Koppelkondensatoren vom Typ Jantzen Silver Z-Cap und Jantzen Superior Z-Cap

Schon nach den ersten Takten wird klar: Der Iris ist klanglich alles andere als ein typischer Vertreter des vermeintlich „warmen“ Röhrenklangs. Seine 6H30-Ausgangsstufe klingt weder weich noch romantisierend, sondern ausgesprochen präzise, transparent und gleichzeitig bemerkenswert selbstverständlich. Den Einstieg macht Michael Jacksons Klassiker „Billie Jean“ (Thriller - Qobuz 24/176). Schon die ersten Bassläufe zeigen, dass der Iris im Tieftonbereich keineswegs auf Zurückhaltung setzt. Der Bass kommt kräftig, trocken und sauber konturiert. Entscheidend ist dabei weniger die Menge an Tieftonenergie als die Kontrolle: jeder Impuls sitzt präzise und bleibt auch bei höheren Pegeln klar nachvollziehbar. Der Iris lässt den Bass arbeiten, ohne ihn unnötig in den Vordergrund zu rücken.

Seine eigentliche Paradedisziplin findet der Iris in den Mitten. Patricia Barbers „What A Shame“ (Café Blue – Qobuz 16/44) gehört zu den Klassikern unter den audiophilen Jazzproduktionen und zeigt eindrucksvoll, wie selbstverständlich der Iris Stimmen in den Raum stellt. Patricia Barbers Stimme besitzt Körper und außergewöhnliche Klarheit, feinste Nuancen der Artikulation werden mühelos nachvollziehbar, ohne dass eine künstliche Präsenz entsteht. Noch eindrucksvoller zeigt sich diese Stärke bei Rebecca Pidgeons „Spanish Harlem“ (The Raven – Qobuz 16/44). Titel und Album stammen aus dem Chesky-Umfeld, das für klanglich ausgezeichnete Produktionen bekannt ist. Pidgeons Stimme steht nicht einfach nur zwischen den Lautsprechern, sondern scheint körperhaft im Raum präsent zu sein. Gleichzeitig bleibt die akustische Umgebung der Aufnahme erstaunlich gut nachvollziehbar. Hier verbindet der Iris Detailauflösung mit einer ausgesprochen natürlichen und plastischen Darstellung.

Die Digital-Sektion im Detail mit dem Streaming Modul (blau) von Stream Unlimited in der Mitte
Die Digital-Sektion im Detail mit dem Streaming Modul (blau) von Stream Unlimited in der Mitte


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