Auf der High End Vienna haben Dirk Sommer und ich den Ayon Iris erstmals entdeckt – nun steht der außergewöhnliche Streaming-Player bei uns bereits zum Test. So frisch ist der Iris, dass selbst die Roon-Zertifizierung zum Testzeitpunkt noch läuft.
Brandneu, doch der Iris kommt keineswegs aus dem Nichts: Wer die Entwicklung der digitalen Ayon-Komponenten verfolgt hat, erkennt eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema Streaming. Auch wir konnten diesen Weg begleiten – nach dem S3 und dem S10 hatten wir zuletzt den S10 II im Test. Umso interessanter ist, was von rund zwei Jahrzehnten Erfahrung mit Digitaltechnik und Streaming nun im Iris steckt.

Wie mir Gerhard Hirt erläutert hat, sind in den Iris die gesammelten Erfahrungen mit der Digital-Technik im Allgemeinen und Streaming im Besonderen aus den letzten 15 bis 20 Jahren eingeflossen. Ja, Sie lesen richtig: Auch wenn Ayon vor allem für seine erstklassigen Röhrengeräte bekannt ist, gab und gibt es beim österreichischen Hersteller keinerlei Berührungsängste mit dem Thema Streaming. Bereits 2012 veröffentlichte Ayon einen bemerkenswerten „Leitfaden (Guideline) zum Aufbau einer Infrastruktur für Netzwerkspieler“. Schauen wir uns den Iris genauer an. Schon beim ersten Blick ist klar: Ayon bleibt seiner bisherigen Linie treu. Das massive, schwarz gehaltene Aluminiumgehäuse mit gebürsteten Oberflächen wirkt ausgesprochen hochwertig, während die sanft gerundeten Kanten für die typische Ayon-Optik sorgen. Große Überraschungen bleiben aus – und das ist positiv. Schließlich hat sich genau dieses konsequent umgesetzte Erscheinungsbild längst zu einer Art Markenzeichen des Herstellers entwickelt.
Auch die aufgeräumte Front bleibt dem Ayon-Konzept treu. Unübersehbar dominiert das große, gestochen scharfe 5-Zoll-QVGA-Farb-TFT die Vorderseite. Es informiert über Menüs und Betriebszustände und bleibt dank seiner hohen Darstellungsqualität auch aus größerer Entfernung gut ablesbar. Rechts daneben zeigt ein kleineres Display wichtige Informationen wie Lautstärke, Eingang und Balance an. Auf vielfachen Kundenwunsch zurückgekehrt sind der große Lautstärkeregler links und der dazu symmetrisch angeordnete Eingangswahlschalter rechts. Alternativ lassen sich sämtliche wichtigen Funktionen per Fernbedienung oder App steuern.
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