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Ayon Iris Signature Streamer

01.09.2026 // Roland Dietl

Das umfangreiche Anschlussfeld lässt keine Wünsche offen
Das umfangreiche Anschlussfeld lässt keine Wünsche offen

Besonderes Augenmerk gilt bei Ayon schon immer der analogen Ausgangsstufe. Ayon verfolgt dabei einen bewusst minimalistischen Ansatz: wenige, aber dafür sehr hochwertige Bauteile und ein möglichst kurzer Signalweg. Im Zentrum steht eine 6H30-Doppeltriode in einer Single-Ended-Class-A-Schaltung, bei der auf Spannungsgegenkopplung vollständig verzichtet wird. Die symmetrischen Ausgänge verfügen jeweils über einen eigenen, vollständig symmetrisch aufgebauten Signalweg. Gegenüber dem S 10 II wurde die Röhrenstufe weiter verfeinert. Neu ist unter anderem die getrennte Regelung der Heizspannung für jede Röhre, wodurch linker und rechter Kanal auch an dieser Stelle vollständig voneinander getrennt werden. Bei der Bauteileauswahl setzt Ayon auf hochwertige audiophile Komponenten, darunter Jantzen-Koppelkondensatoren und eng tolerierte MKP-Folienkondensatoren. Wer den Iris direkt mit einer Endstufe betreiben möchte, sollte darauf achten, dass deren Eingangsimpedanz nicht extrem niedrig ist.

Der Iris von innen. Der modulare Aufbau ist gut zu erkennen: links die analoge Röhrenverstärkerstufe, in der Mitte oben die Streaming-Einheit und darunter das digitale Eingangsmodul, rechts das Netzteil
Der Iris von innen. Der modulare Aufbau ist gut zu erkennen: links die analoge Röhrenverstärkerstufe, in der Mitte oben die Streaming-Einheit und darunter das digitale Eingangsmodul, rechts das Netzteil

Der hohe Aufwand im Signalweg setzt sich in der Stromversorgung fort. Bereits am Netzeingang sorgt eine verbesserte Filterung dafür, dass störende Einflüsse vom Gerät ferngehalten werden. Ein leistungsfähiger R-Core-Transformator versorgt Digital- und Analogsektion über getrennte Wicklungen. Großzügig dimensionierte Siebkondensatoren und insgesamt acht Spannungsregler schaffen stabile Betriebsbedingungen und reduzieren die gegenseitige Beeinflussung der Baugruppen. Der Iris ist vollständig modular aufgebaut und lässt sich jederzeit nachträglich aufrüsten. Den Einstieg bildet der Iris XS mit 6N6-Röhre, einfacherer Bauteilebestückung und ohne DSD-Konverter-Modul. Die Signature-Version bringt im Analog-Teil besonders hochwertige Koppelkondensatoren und eine andere Röhrenbestückung mit. So sind in meinem Testgerät Jantzen Silver Z-Cap und Jantzen Superior Z-Cap und die Röhre 6H30PI-EB verbaut. Die Ultimate-Version legt bei den Bauteilen mit Mundorf Silber/Gold/Oil-Kondensatoren mit speziell selektierten 6H30-Röhren nochmals nach.

Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe
Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe


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