
Die Rückseite zeigt, dass der Iris mehr ist als eine schnöde Weiterentwicklung des Vorgängers S 10 II. Analog stehen ein unsymmetrischer Cinch- und ein vollsymmetrischer XLR-Ausgang zur Verfügung, die nicht parallel betrieben werden können. Zwei Cinch-Eingänge machen den Iris zur vollwertigen Vorstufe. Bei den digitalen Eingängen hat Ayon das Konzept verändert. Der USB-Type-B-Anschluss des S 10 II für die direkte Computerverbindung ist entfallen. Angesichts der konsequenten Ausrichtung auf Netzwerk-Streaming erscheint das logisch. Wer seine Musik ohnehin über das Netzwerk zuspielt, benötigt nicht zwingend eine zweite, parallel dazu verlaufende Verbindung per USB. Ein zusätzlicher USB-Übertragungsweg wäre in diesem Konzept weitgehend redundant. Ob dabei auch Gerhard Hirts mir gegenüber geäußerten Vorbehalte gegenüber USB eine Rolle gespielt haben, sei dahingestellt. Dafür kehren zwei Schnittstellen zurück, die beim S 10 II fehlten, beim noch früheren S3 aber schon einmal vorhanden waren: AES/EBU über XLR und I²S über HDMI. Gerade für hochwertige CD- und SACD-Spieler bieten beide Eingänge eine interessante Anschlussmöglichkeit.

Besonders interessant ist der I²S-Eingang, denn für diese Schnittstelle gibt es bei externen Geräteverbindungen keinen einheitlichen Standard. Die Signalbelegung kann von Hersteller zu Hersteller variieren, was die Kombination verschiedener Geräte in der Praxis mitunter zur Herausforderung macht. Ayon begegnet diesem Problem elegant: Die I²S-Schnittstelle lässt sich komfortabel per App flexibel konfigurieren und damit an den jeweiligen Zuspieler anpassen. Das macht sie außerordentlich flexibel. Daneben stehen weiterhin ein koaxialer S/PDIF Eingang (Cinch) und ein TOSLINK-Anschluss zur Verfügung. Unverändert geblieben sind auch die beiden USB-Type-A-Anschlüsse an Front und Rückseite zum direkten Anschluss von USB-Speichern. Die Netzwerkanbindung erfolgt kabelgebunden über RJ45 oder drahtlos per WLAN. Damit ist der Iris für seine eigentliche Kernaufgabe, die netzwerkbasierte Musikwiedergabe, bestens aufgestellt. Ein koaxialer S/PDIF-Ausgang erlaubt schließlich die Verbindung mit einem digitalen Aufnahmegerät oder externen D/A-Wandler.

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