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XACT PhantomTM USB und LAN

04.04.2025 // Dirk Sommer

Netzwerk- und Streaming-Spezialist Marcin Ostapowicz baut sein Angebot immer weiter aus: Es begann mit Upgrade-Baugruppen für audiophil verwendete Computer und den entsprechenden Kabeln von JCAT und der JPLAY-App. Unter dem Markennamen XACT gibt es inzwischen zwei Server, Gerätefüße und nun auch zwei High-End-Datenleitungen: PhantomTM USB und LAN.

Bisher wurden Kabel ausschließlich unter dem Label JCAT angeboten. Mit dem USB- und dem Reference LAN-Kabel beschäftigte sich Roland Dietl schon vor rund neun Jahren und war davon so angetan, dass er kurz darauf auch die Reference-Variante des USB-Kabels testete.. Aktuell hat JCAT drei USB- und zwei LAN-Kabel im Angebot. Vom LAN-Signature gibt es zusätzlich zur Version mit RJ45-Steckern an beiden Enden auch eine, die auf einer Seite mit einem M12-X-Stecker konfektioniert ist und für die Verwendung mit dem M12 Switch Premium oder Gold gedacht ist. Preislich und qualitativ deutlich darüber sind nun die PhantomTM-Kabel angesiedelt.

Das sind keine zugekauften Kabel von der Stange, die etwa durch zusätzliche Abschirmungen oder besonders gute Stecker aufgewertet werden. Marcin Ostapowicz weist darauf hin, dass es mehr als sieben Stunden dauert, bis ein USB-Kabel in reiner Handarbeit fertiggestellt ist. Die einzelnen Leiter würden mechanisch und hinsichtlich ihrer Impedanz gepaart und dann speziell verdrillt. Durch diese sorgfältige Konstruktion würden Störungen minimiert und die Reinheit des Audiosignals erhalten. Das XACT Phantom™ USB-Kabel werde mit speziell entwickelten Aluminiumsteckern konfektioniert, die für eine sichere und stabile Verbindung sorgten. Die Fertigung des XACT Phantom™ LAN-Kabels erfolge ebenfalls in präziser Handarbeit und nehme genauso viel Zeit in Anspruch wie die des USB-Kabels. Auch beim LAN-Kabel gebe es eine mechanische und impedanzmäßige Paarung der Leiter und danach käme ebenfalls eine innovative Verdrillungstechnik zum Einsatz, auch hier mit dem Ziel, Gleichtaktstörungen zu eliminieren. Das LAN-Kabel besitze hochwertigen Kupferleiter und sei mit einer robusten Abschirmung ausgestattet. Es sei mit den weltbesten RJ45-Steckern ausgestattet, den MFP8 IE GOLD von Telegaertner Japan, die auch in der Internationalen Raumstation (ISS) eingesetzt würden und nicht nur dort für für ein Höchstmaß an Signalintegrität sorgten.

Das USB-Kabel wird mit selbst entwickelten Aluminiumsteckern konfektioniert, die die Buchsen nicht durch ein zu hohes Gewicht strapazieren. Das Kabel ist flexibel genug, um problemlos verlegt zu werden
Das USB-Kabel wird mit selbst entwickelten Aluminiumsteckern konfektioniert, die die Buchsen nicht durch ein zu hohes Gewicht strapazieren. Das Kabel ist flexibel genug, um problemlos verlegt zu werden

In meiner digitalen Wiedergabekette kommt nur ein USB-Kabel zum Einsatz, und zwar zwischen dem Auralic Aries G2.2 und Chord Electronics' M-Scaler. An dieser Stelle darf das PhantomTM USB erst einmal 48 Stunden einbrennen, ohne auch nur im Hintergrund gehört zu werden. Erst dann beginne ich, mich mit dem aktuellen Klang vertraut zu machen, denn so kurz vor der High End spielen sich so einige Testobjekte in der Anlage warm. Da wäre zum ersten die Stenheim Alumine FIVE SX, die sehr gut mit meinem Raum harmoniert und sich dank ihrer Präzision und hohen Auflösung auch schon bei der Beurteilung anderer Komponenten in der Kette bewährte. Für die Beschäftigung mit dem Melco Switch S1 hat mir der Drei H Vertrieb noch einmal einen Melco N1-38 zur Verfügung gestellt, um etwaige Synergieeffekte zwischen den beiden aufspüren zu können. Wie ein abermaliger Vergleich noch mit dem etatmäßigen USB-Kabel zeigte, hat letzterer auch ohne Taktung durch eine externe Clock klanglich klar mehr zu bieten als mein stark modifizierter Melco N1Z H60/2. Kein Wunder also, dass mich die aktuelle Konfiguration dann auch inklusive PhantomTM USB begeistert: Eher zur Einstimmung höre das Titelstück von Art Farmer und Jim Halls Big Blues und erfreue mich an der guten Durchzeichnung, den Transienten bei den Einsätzen von Flügelhorn und Vibraphon, der fetten Bass Drum und des knarzenden Basses. Auch Dank des USB-Kabels spielte die Kette tonal ausgewogen und rhythmisch spannend.


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