tests/26-02-24_wilson
 
Test.
Deutsch English|

Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

24.02.2026 // Dirk Sommer, Birgit Hammer (Fotos)

Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten.

Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte von hifistatement.net darstellt, sei nur am Rande bemerkt. Das macht das Verfassen dieses Berichts ja nicht schwieriger, das tun aber die von Wilson-Bensch-Chef-Entwickler Craig Milnes zu den vielfältigen Innovationen bereitgestellten Informationen in den drei White Papers. So dankbar ich ansonsten auch für technische Erklärungen bin, die nicht auf der Website zu finden sind: All die Alleinstellungsmerkmale des Plattenspielers in aller Ausführlichkeit zu würdigen, würde sogar den in Sachen Textlänge in einem Online-Magazin recht großzügigen Rahmen sprengen und den Artikel außer für ersthafte Kaufinteressenten – Wie viele mögen das hierzulande wohl sein? – nahezu ungenießbar machen. Es gilt also, bei der Darstellung der vielfältigen Überlegungen und den daraus resultierenden Lösungen die wirklich spannenden herauszufiltern und angemessen darzustellen.

Das Prime Meridian System hat die Studer A80 aus dem Arbeitszimmer verdrängt
Das Prime Meridian System hat die Studer A80 aus dem Arbeitszimmer verdrängt

Nur gut, dass ich Ihnen das im Headshell des im GRAVITON®-Ti-Armwand-Tonarm installierte TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge, das Teil des Prime Meridian Systems ist, bereits vor einiger Zeit vorgestellt habe. Trotzdem ist es schier unmöglich, Wilson Benesch' Ausnahme-Plattenspieler mit einem einzigen Artikel gerecht zu werden. Das Thema wird uns sicher mehr als einmal beschäftigen und im zweiten Teil werden Sie dann Bilder in der gewohnten Studioqualität finden, die allerdings nicht von Helmut Baumgartner, sondern dem Hersteller nach unseren Wünschen erstellt wurden: Der Abbau der 369 Kilogramm schweren Komponente im Hörraum, der Aufbau in unserem Fotostudio und abermalige Abbau zum Abtransport war allen Beteiligten einfach nicht zuzumuten. Den ersten Text zum Thema lockern Fotos auf, die bei der Anlieferung des Prime Meridian System gemacht wurden.

Das Boden-Element des R1 Racks liegt an seinem Bestimmungsort
Das Boden-Element des R1 Racks liegt an seinem Bestimmungsort


  • Qln – das Interview

    Roland Dietl: Welche Antriebstechnik verwendest Du bevorzugt bei Tief-Mitteltönern? Mats Andersen: Ich bevorzuge eine unterhängende Schwingspulenanordnung. Bei Standard-Treibern hat man eine Schwingspule, die etwa 20 bis 40 Millimeter lang ist, und dann einen Magnetspalt von etwa 5 bis 6 Millimetern. Wenn sich die Schwingspule bewegt, ändern sich die Induktivität und auch die Magnetkraft. Bei unserem Treiber beträgt der Magnetspalt dagegen 20 Millimeter und die Schwingspule ist 11 Millimeter lang. Die Schwingspule bleibt dadurch permanent vollständig…
    07.07.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

    Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD. Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files…
    03.07.2026
  • Keces Euphony

    Die taiwanesische Marke Keces ist inzwischen nicht allein wegen ihres Portfolios exzellenter Analog-Netzteile bekannt und angesehen. Für die neue Phonostufe und den neuen Switch aus der Essential Serie bekam Keces unlängst ebenfalls viel Applaus. Jetzt steht der brandneue Streaming-DAC Essential Euphony zum Test bereit. Als Dirk Sommer unlängst die Keces Phono-Stufe Ephono+ und den Ewave Switch beschrieb, gefielen mir diese Geräte auch wegen ihrer sinnvollen und beim Ewave sogar sehr fortschrittlichen Ausstattung, nämlich den zu-…
    30.06.2026
  • Aavik Acoustics R-588

    Keces' Vorverstärker S4 war der erste Anlass, mich mit einem DS-Audio-Tonabnehmer zu beschäftigen. Für den Erwerb eines W3 sprachen dann meine sehr positiven klanglichen Erfahrungen damit, aber auch die Tatsache, dass immer mehr hoch interessante Phonostufen einen dafür geeigneten Eingang aufweisen würden. Eine davon ist die Aavik R-588. Schon vor meinem Entschluss, meinen Tonabnehmerfundus um ein photoelektrisches Exemplar zu erweitern, hatten beispielsweise Kato san, Angus Leung und Michael Børresen angekündigt, dass in den in Entwicklung…
    26.06.2026
  • Qln Prestige Three Gen 2

    Mit Lautsprechern der schwedischen Marke Qln haben wir uns bei Hifistatement bisher noch nicht beschäftigt. Ein Versäumnis – wie sich gleich zeigen wird. Also kommen wir schleunigst zum Test der brandneuen QLN Prestige Three Gen 2, einem eleganten Standlautsprecher in klassischer Zwei-Wege-Bestückung mit ambitioniertem Anspruch. Die Ursprünge von Qln reichen bis ins Jahr 1977 zurück. Die fundamentale Zielsetzung der damaligen Gründer ist von Beginn an audiophiler Natur, nämlich einen Lautsprecher zu entwickeln, der die Klangbühne…
    23.06.2026
  • Vertere Ruby one

    Die Beschäftigung mit dem Vertere Xtrax vor beinahe anderthalb Jahren hatte richtig Spaß gemacht. Daher nahm ich das Angebot von Andreas Kayser, dem Inhaber des deutschen Vertere-Vertriebs Beat Audio, das neue Topmodell Ruby one zu testen, gerne an. Dafür habe ich sogar eine meiner selbstauferlegten Regeln für Tests gebrochen. Dazu später mehr. Vorrangig freute ich mich darauf, nach Monaten endlich mal wieder längere Zeit nur Schallplatten zu hören. Außerdem unterscheiden sich Xtrax und Ruby one…
    19.06.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.