Hier geht es um einen D/A-Wandler, der zum Aufwändigsten zählt, das in dieser Gerätegattung gebaut wurde – vergleichbar höchstens noch mit dCS' Varèse. Hören konnte ich das Ausnahmegerät zwar nicht in meinem Hörraum, allerdings in einer bereits etwas vertrauten Umgebung. Reicht das, um meine Eindrücke in der Rubrik Tests zu veröffentlichen?
Üblicherweise finden Sie die Schilderung meiner in fremden Gefilden bei Firmenbesuchen gemachten Erfahrungen unter dem Menü-Punkt Feuilleton. Aber diesmal ging es nicht um eine Visite bei einem Hersteller, sondern es drehte sich alles um den MSB Technology Sentinel DAC, den ich in Isen im Penthouse auf dem HECstore erleben durfte. Dort befindet sich der sogenannte Sonic Sanctuary Showroom, in dem Unbelivable-Audio-Chef Marc Lindike die Schallwandler von Acapella Audio Arts präsentiert. Wie an dieser Stelle vor einiger Zeit zu lesen war, beeindruckten mich dort direkt nach ihrem Einzug Acapellas Hyperion mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten. Inzwischen hat Mark Lindike noch jede Menge Optimierungen in Sachen Raumakustik und Lautsprecherpositionierung vorgenommen. Aber was eine Hyperion dort prinzipiell zu leisten vermag, war mir zuvor bekannt.

Am letzten Wochenende war Frank Vermeylen, dessen Vertrieb Very Fine Solution die Produkte von MSB in Europa betreut, zusammen mit Jürgen Sachweh von Hifi2die4, der sich hierzulande um die noble Elektronik aus Kalifornien kümmert, im Penthouse zu Gast, um digitale Quellen einmal richtig auszureizen. Dazu hatte Frank Vermeylen MSBs Stereoendstufe S500 mitgebracht, die jede Menge Leistung für die Acapellas mit ihrem hohen Wirkungsgrad bereitstellten. Die Mono-Version, die MSB M500 war schon vor fünf Jahren in meinem Arbeitszimmer zu Gast und hat mich rundum begeistert: nahezu unfassbar, dass ein solches Watt-Monster so detailreich, filigran und emotional spielen kann. Die Charakteristik der Stereovariante dürfte sich so gut wie nicht von der des Mono-Leistungsverstärkers unterscheiden. Musik-Files von der integrierten Acht-Terabyte-SSD oder aus dem Netz lieferte das Innous-Nazaré-System mit dem Streamer sowie dem Reclocker NazaréFLOW und zwei kaskadierten Netzwerk Switches NazaréNET an den MSB-DAC. Allein der Preis für die Zuspieler liegt ein gutes Stück über 100.000 Euro. Ein separate Vorstufe war nicht von Nöten, da sowohl der MSB Cascade DAC als auch das Topmodell Sentinel diese Funktion übernehmen können. Wie sich beim Test des ersteren herausstellte, klingt seine Vorstufensektion erwartungsgemäß zwar minimal anders als etwa mein WestminsterLab Quest, agiert aber auf demselben extrem hohen Niveau.

© 2026 | HIFISTATEMENT | netmagazine | Alle Rechte vorbehalten | Impressum | Datenschutz
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.