Dienstag, 11 April 2023 00:01

VPI Avenger Direct

Obwohl ich mich schon lange mit Analogem beschäftige, bin ich noch nie einem VPI begegnet. Das ändert sich nun – und wie! Der Avenger Direct ist die Nummer drei in der Hierarchie und, auch wenn die Amerikaner lange Zeit einpunktgelagerte Arme favorisierten, mit dem Fatboy-12-Gimbal-3D-Tonarm, einem kardanisch gelagerten 12-Zoll-Modell, bestückt.

Erfreulicherweise hat mir Audio Reference, der deutsche VPI-Vertrieb, den Avenger nicht einfach zugeschickt. Max Merk, der die Händler im Süden der Republik betreut, brachte den recht voluminösen Karton mit fast 30 Kilogramm Plattenspieler in den Hörraum und baute ihn dort auf dem Krion-Plattenspieleraufsatz des linken meiner beiden Artesania-Exoteryc-Racks auf. Dazu wird das Chassis, das auch dem Motor und seiner Steuerungselektronik Platz bietet, in die drei mächtigen Aufnahmen für die in Spikes endenden Säulen gestellt, der Plattenteller plus textiler Matte aufgesetzt und die Basis mit dem Tonarm an eine der drei Säulen geklemmt. Das Chassis beherbergt auch die drei Druckschalter für „Stop“, „33“ und „45“ sowie die IEC-Netzbuchse. Große Rändelräder in den Säulen dienen der waagerechten Ausrichtung des Laufwerks, die Max Merk als Maschinenbauingenieur mit einer Präzisionswasserwaage zum Einrichten von Wellen vornimmt.

Der VPI Avenger Direct ist ein direkt angetriebenes Masselaufwerk in Sandwich-Bauweise
Der VPI Avenger Direct ist ein direkt angetriebenes Masselaufwerk in Sandwich-Bauweise

Vor einem genaueren Blick auf den Tonarm möchte ich Sie kurz mit den Gründen für die Entwickelung des Avenger vertraut machen und dabei auch ein paar Details seiner Konstruktion erwähnen. Dazu paraphrasiere wenige kurze Auszüge aus einem White Paper, das mir Mat Weisfeld, der Sohn des Firmengründers und jetzige Inhaber, freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat und das die Motorkonstruktion bis ins letzte Detail beschreibt. Daran dürften wohl nur Experten von Elektromotoren ihre Freude haben. Ich bin jedenfalls ab einem gewissen Punkt ausgestiegen und auch sicher, dass es weder Ihnen noch mir helfen würde, einen Kurzlehrgang in Motorentechnik einzuschieben, um die Qualitäten des Avengers einschätzen zu können. Deshalb werde ich mich später auf eine Kurzfassung in Sachen Antriebstechnik beschränken. Aber hier erst ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte des Avenger: Harry Weisfelds klassischer Plattenspieler mit Direktantrieb aus dem Jahr 2012 bildete die Grundlage für VPIs weitere Entwicklung des Antriebskonzeptes. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums hat man das ursprüngliche Design weiterentwickelt und auf den neuesten Stand der verfügbaren Technologien gebracht. Im Jahr 2019 wurde dann mit dem Vanquish ein Plattenspieler der „Superklasse“ vorgestellt, ein Weltklasse-Produkt, das mit seinem hohen Preis aber nicht in die Zeit der Pandemie passte. Daher entschied sich VPI, die bei der Entwicklung des Vanquish gewonnenen Erkenntnisse in die Avenger-Serie zu übertragen, und ein kleineres und günstigeres Modell zu realisieren: den Avenger Direct – wobei die Begriffe „klein“ und „günstig“ vor allem in Relation zum Vanquish zu sehen sind, dessen Preis sich im niedrigen sechsstelligen Bereich bewegt und der mit einem passenden Rack mit vier Böden geliefert wird.

Der Plattenpuck wird auf die Achse gesteckt. Das Gewinde ist für den mitgelieferten Kunststoff-Griff vorgesehen, mit dem sich der Teller leichter auf- und absetzen lässt
Der Plattenpuck wird auf die Achse gesteckt. Das Gewinde ist für den mitgelieferten Kunststoff-Griff vorgesehen, mit dem sich der Teller leichter auf- und absetzen lässt


Mat Weisfeld teilt in seiner E-mail mit, dass VPI den Motor des Avenger Direct selbst fertige, der Rotor und Statorteile aber vom amerikanischen Anbieter Thin Gap geliefert würden. Die Statorspulen bestünden aus massivem Kupferdraht mit quadratischem Querschnitt, der zur besseren Schwingungsdämpfung in ein Hochtemperatur-Verbundmaterial eingebettet sei. Die röhrenförmige Konstruktion des Stators widerstehe auch der Biegung unter Last und sorge für eine hervorragende Kühlung. Die Statorspulen wiesen eine überlappende V-förmige Anordnung auf, die den Rotationsübergang von Pol zu Pol glätte und das Rastmoment eliminiere, das bei einfacheren Direktantriebsmotoren auftrete. Außerdem seien die Rotormagnete so geformt, dass sie die Gegen-EMK des Stators beim Übergang von Pol zu Pol glätteten. Dadurch würden die Anforderungen an die Motorantriebsschaltung und die Stromversorgung verringert. Die Rotornabe sei präzisionsbearbeitet, um das 100-Millimeter-Drehgebersystem aufzunehmen, das 2500 Zeitpunkte pro Umdrehung als Positionsrückmeldung an den Servoverstärker liefere. Bei 33 Umdrehungen pro Minute ergebe dies eine Positionsauflösung von 1423 Messungen pro Sekunde, was zu dem extrem geringen „Wow-and-Flutter“ und der außergewöhnlichen Geschwindigkeitsgenauigkeit des Tellers beitrage.

Die Rotormagnete sind so geformt, dass sie die Gegen-EMK des Stators beim Übergang von Pol zu Pol glätten
Die Rotormagnete sind so geformt, dass sie die Gegen-EMK des Stators beim Übergang von Pol zu Pol glätten

Wie im White Paper weiter zu lesen ist, hätten in der Vergangenheit VPI-Plattenspieler mit zunehmendem Drehmoment immer mehr an Fundament und Reinheit der Musik gewonnen – mit massiven Plattentellern, mehreren Riemen, Schwungrädern, Doppelschwungrädern, Doppelmotoren bis hin zu Modellen mit Reibradantrieb. Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Avenger-Direct-Motors liege daher auf der Erhöhung des Drehmoments und der Verbesserung der Geschwindigkeitsstabilität, ohne dadurch die extrem niedrigen Störgeräusche zu beeinträchtigen, für die VPI-Plattenspieler bekannt seien. Dabei bestehe die Herausforderung bei der Entwicklung darin, einen Motor zu verwenden, der bei 2.000 bis 3.000 Umdrehungen pro Minute leistungsfähig und effizient ist, und ihn dann mit 33 Umdrehungen pro Minute zu betreiben. Hinzu komme die Masse und Trägheit des über 12 Kilogramm schweren Plattentellers. In enger Zusammenarbeit mit auf die Motorsteuerung spezialisierten Ingenieuren und bei gleichzeitiger Überwachung des Geräuschs mit einer unmodulierten Platte habe VPI den Motorantrieb für ein hohes Drehmoment und einen geräuscharmen Betrieb feinabstimmen können.

Nicht nur das Chassis, sondern auch der zwölf Kilogramm schwere Plattenteller besteht aus Aluminium und POM. Die Motorachse geht nicht durch den Teller und hat daher keinen Kontakt zur Platte
Nicht nur das Chassis, sondern auch der zwölf Kilogramm schwere Plattenteller besteht aus Aluminium und POM. Die Motorachse geht nicht durch den Teller und hat daher keinen Kontakt zur Platte

Mat Weisfeld führt weiter aus, dass bei der Entwicklung eines Plattenspielers die Entkopplung im Vordergrund stehe. Dabei müsse ein hohes Maß an Entkopplung gegen strukturelle und luftgetragene Vibrationen gewährleistet sein und die Entkopplung sauber in das Erscheinungsbild des Plattenspielers integriert werden. Durch eine Kombination aus verstärkten Verbundstoff-Absorptionspads und der horizontalen Entkopplung mit niedrigem Härtegrad werde die beste Lösung erzielt. Die Avenger Direct-Isolatoren und ihre Befestigung interagierten mit der Masse des Plattenspielers und sorgten für eine hervorragende Breitbandentkopplung sowohl in der vertikalen als auch in der horizontalen Achse. Die Elastomer-Verbundstoff-Pads böten eine hohe Energieabsorption und enthielten keine Weichmacher, die mit den Gehäuseoberflächen interagiere. Das klangliche Ergebnis sei eine verbesserte Fokussierung und Artikulation im Bassbereich, die bis in die unteren Mitten reiche.


Die Periphery Ring Clamp – oder der Außenring – hat nur zur Platte direkten Kontakt. Den seitlichen Abstand zum Plattenteller definieren vier Filzstreifen
Die Periphery Ring Clamp – oder der Außenring – hat nur zur Platte direkten Kontakt. Den seitlichen Abstand zum Plattenteller definieren vier Filzstreifen

Weniger auskunftsfreudig gibt sich VPI beim Fatboy-12-Gimbal 3D: So war auch auf Nachfrage kein Wert für die effektive Masse des Arms zu bekommen. Sein Name enthüllt aber, dass es sich um einen kardanisch gelagerten, 12 Zoll langen Tonarm handelt, dessen Tonarmrohr inklusive Headshell im 3D-Druck entstanden ist. Auch wenn VPIs erste 3D-Arme aus Kunststoff bestanden, bin ich mir nach mehrfacher Tonabnehmer-Montage sicher, dass der Fatboy aus Metall – wahrscheinlich Aluminium – gedruckt wurde. Den möglichen positiven Effekt auf das Resonanzverhalten dieses Fertigungsverfahrens habe ich ja schon im Bericht über das Ortofon SPU Century und Verismo beschrieben. Wie schon erwähnt, wird die Tonarmbasis an eine der drei Säulen geklemmt, auf denen der Avenger ruht. Das heißt auch, dass das Laufwerk mit bis zu drei Tonarmen ausgestattet werden könnte. Auf seiner Basis wird der Arm mit seiner sehr massiven Einrichtung zu Höhenverstellung verschraubt.

Die drei Druckschalter für „Stop“, „33“ und „45“
Die drei Druckschalter für „Stop“, „33“ und „45“

Die Einstellung für den vertikalen Abtastwinkel läuft so satt und geschmeidig, dass eine Veränderungen auch während des Betriebs möglich ist. Der Arm „hängt“ aber nicht nur am Mechanismus zur Höhenverstellung, sondern wird auch noch einmal an einer Stange in der Nähe der Tonarmhalterung geführt. An ersterer und letzterer gibt es jeweils eine Rändelschraube, die nach erfolgter Justage angezogen werden sollte. Der Fatboy ist ein statisch ausbalancierter Tonarm: Die Auflagekraft ist von der Position des Gegengewichts abhängig, die durch eine Rändelschraube am Ende des Arms verändert wird. Auch wenn VPI Antiskating eher ablehnend gegenübersteht, da man der Meinung ist, das Tonarmkabel mit seinem Lemo-Stecker stelle eine ausreichende Gegenkraft gegen den Skating-Effekt dar, verfügt der Fatboy über eine klassische Antiskating-Einrichtung mit Faden, Hebel und verschiebbarem Gewicht. Der Arm hinterlässt einen ebenso soliden und vertrauenserweckenden Eindruck wie das Laufwerksmonument, auf dem er montiert ist.

Die Netzbuchse sollte für mein Empfinden um 120 Grad im Gegenuhrzeigersinn versetzt montiert werden
Die Netzbuchse sollte für mein Empfinden um 120 Grad im Gegenuhrzeigersinn versetzt montiert werden


Um die Aufhängung und die Dämpfungsgummis des lange nicht genutzten Einstein-Tonabnehmers wieder geschmeidig zu machen, spiele ich ein alte, frisch gewaschene Blues-Scheibe: Alexis Korner und Colin Hodgkinsons White & Blue. Natürlich hat es in meiner Kette seit dem letzten Hören so einige Qualitätssteigerungen gegeben, aber so dynamisch und lebendig habe ich die Stimmen, die recht hart angerissenen Saiten und den eher perkussiv angeschlagenen und nie fülligen E-Bass von diesem Live-Mitschnitt nicht in Erinnerung. Deswegen wechsele ich für einen zweiten Durchgang mit „One Scotch, One Bourbon, One Beer“ zu LaGrange, Thales und Lyra: Das Trio verwöhnt zwar mit etwas wärmeren Klangfarben. Transienten, Lautstärkesprünge und die Intensität von Impulsen beeindrucken mich aber beim VPI plus Einstein-Tonabnehmer noch ein wenig stärker. Ob's am Direktantrieb liegt?

Die massiv ausgeführte Höhenverstellung lässt eine sehr exakte Nivellierung zu. Die Entkopplung des Laufwerks von der Stellfläche ist sehr effektiv, wie ein Klopftest gezeigt hat
Die massiv ausgeführte Höhenverstellung lässt eine sehr exakte Nivellierung zu. Die Entkopplung des Laufwerks von der Stellfläche ist sehr effektiv, wie ein Klopftest gezeigt hat

Ein wenig in Nostalgie schwelgend bleibe ich gleich bei Alexis Korner und zwar seinem Album Juvenile Delinquent: Schon beim ersten Song „Beirut“ zieht die ungewöhnlich fette Bass-Drum die Aufmerksamkeit auf sich. Und dafür gibt es einen Grund, wie der Blick auf's Cover deutlich macht. Tony Hicks spielt neben einem „normalen“ Schlagzeug auch ein Simmons Drum Kit, das in den 80-ern populäre elektronische Schlagzeug mit den charakteristischen sechseckigen Drum-Pads. „Mean Fool“ wird von Colin Hodgkinsons diesmal runden und satten E-Bass-Linien vorangetrieben: Die Wiedergabe strotzt nur so vor Drive und Energie. Bei „The Sphinx“ kommen die Drums wieder mit jeder Menge Dampf und für einen guten Teils des Grooves sorgt der fünfstimmig Background-Choir. Aber VPI und Einstein rücken nicht nur den Rhythmus und den Tieftonbereich in den Fokus. Bei der opulenten Studioproduktion aus dem Jahr 1983 wurde nicht an Hall für Stimmen und Instrumente gespart, und das Nach- und langsame Ausklingen ist sehr lange wahrnehmbar. Auch in Sachen Auflösung und Durchzeichnung können Avenger und Einstein völlig überzeugen.

Der Fatboy 12 Gimbal 3D mit seiner geschmeidig laufenden Höhenverstellung kann nach dem Lösen von zwei Schrauben und dem Abziehen des Lemo-Steckers von seiner Basis entfernt werden. So ist ein schneller Armtausch möglich
Der Fatboy 12 Gimbal 3D mit seiner geschmeidig laufenden Höhenverstellung kann nach dem Lösen von zwei Schrauben und dem Abziehen des Lemo-Steckers von seiner Basis entfernt werden. So ist ein schneller Armtausch möglich

Dick Schorys vielköpfiges New Percussion Ensemble wurde mit wenigen Mikrofonen in natürlicher Akustik – in der Orchestra Hall in Chicago – aufgenommen: Das amerikanisch-deutsche Wiedergabe-Duo lässt einen ein wenig näher an die imaginäre Bühne rücken und verwöhnt mit einer sehr exakten, weit in die Tiefe reichenden Staffelung der Musiker. Durch die vermeintliche Nähe gerät die Abbildung ein kleines Stückchen größer als gewohnt. Die Instrumente wirken dadurch sehr konkret und plastisch, was die Raumillusion ungemein glaubhaft macht. Dass der Tiefbass, die Rhythmik und die Dynamik keinerlei Wüsche offenlassen, war ja nach den Erfahrungen mit den beiden Alexis-Korner-Scheiben zu erwarten gewesen. Die satten Farben der Klänge und die selbst bei leisen Perkussionsinstrumenten zu hörende Interaktion mit dem Raum überraschen mich hingegen sehr positiv. Der analoge Monolith aus Cliffwood in New Jersey erweist sich entgegen allem Anschein auch durchaus als Feingeist.


Bisher habe ich bei allen Scheiben den metallenen Außenring benutzt der nur ganz am Rand ein wenig auf der Platte aufliegt, so dass die Einlaufrille noch fast zu Gänze sichtbar ist. Nun spiele ich die zweite Seite von Bang, Baa-room And Harp noch einmal ohne die Periphery Ring Clamp, und das macht sich recht deutlich bemerkbar: Die tonale Balance verschiebt sich ein klein wenig in Richtung Hochtonbereich, in Tief- und Grundtonbereich büßt die Wiedergabe minimal an Substanz ein, dafür wird bei einigen Perkussionsinstrumenten der metallische Charakter einen Hauch intensiver betont. Das mag Geschmacksache sein. Eindeutig für den Gebrauch des Rings spricht für mein Empfinden aber, dass die Instrumente damit deutlich körperhafter wirken. Ich werde auch bei der weiteren Beschäftigung mit dem VPI nicht auf die Periphery Ring Clamp verzichten. Schade, dass der Durchmesser des Tellers meines LaGrange ein wenig größer ist als der des Avenger und ich den Ring hier nicht auch einmal ausprobieren kann.

Dank getrennter Masseführung kann das Tonabnehmersignal auch von den Cinch-Buchsen brummfrei mit einer symmetrischen Phonostufe verbunden werden – ein entsprechend konfiguriertes Phonokabel vorausgesetzt
Dank getrennter Masseführung kann das Tonabnehmersignal auch von den Cinch-Buchsen brummfrei mit einer symmetrischen Phonostufe verbunden werden – ein entsprechend konfiguriertes Phonokabel vorausgesetzt

Die Wahl von Einsteins The Pickup für den Avenger mit dem 12-Zoll-Arm war eher eine zufällige – und, wie sich herausstellte, eine gute. Die Kombination unterscheidet sich in einigen Aspekten von dem, was ich von Brinkmann, Thales und Lyra gewohnt bin. Und das hat für mich durchaus seinen Reiz. Schon jetzt ist für mich klar, dass sich der VPI Avenger klanglich auf extrem hohen Niveau bewegt. Aber auch, wenn ich mit dem bisher Gehörten wunschlos glücklich bin, sollte ich die bisherigen Eindrücke mit noch mindestens einem weiteren Tonabnehmer untermauern. Aber diesmal lasse ich mich nicht vom Zufall leiten, sondern entscheide mich für das Transrotor Tamino, das ganz hervorragend mit Einsteins recht schwerem The Tonearm in der 12-Zoll-Version harmoniert und sich deshalb auch im VPI Fatboy-12-Gimbal 3D wohlfühlen sollte. Bevor es The Tonearm verlässt höre ich noch dreimal die erste Hälfte von „Mars“ aus Holsts Die Planeten in der Stereo-Laboratory-Ausgabe mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Zubin Metha. Als dann mit dem Tamino die ersten Takte des ersten Satzes erklingen wird schnell klar, welche mit dem Einstein gewonnenen Eindrücke VPI-Laufwerk und -Arm zu verantworten haben, denn auch in dieser Kombination wirkt die Bühne ein Stückchen näher, die Abbildung gerät eine Spur größer und das Tieftonfundament wirkt ungeheuer solide und mächtig. Die Instrumentengruppen werden körperhaft und fest umrissen dargestellt. Ich muss mir eingestehen, dass mir das Tamino in dieser Umgebung noch einen Tick besser gefällt als im langen Einstein-Arm auf dem LaGrange. Wenn das so weitergeht, mutiere ich noch zum Direkt-Antrieb-Fan!

Nach längerer Zeit lege ich mal wieder Dean Peers E-Bass-Solo-Album Ucross auf: Avenger und Tamino machen diese Schwelgerei in Tieffrequentem und Dynamik zu einem Hochgenuss. Bei der frisch gereinigten Scheibe kann man in den Pausen aber auch hören, vor welch ruhigem Hintergrund das Duo die Klänge entstehen lässt. Auch das Spiel mit Effekten wie vor allem Hall und Delay habe ich so differenziert zuvor nicht gehört. Beim Avenger war es gewiss keine Liebe auf den ersten Blick. Anfangs habe ich mich am ein oder anderen Detail gestört. Wenn er so aufgestellt ist, dass die drei Bedienungselemente dem Benutzer zugewandt sind, befindet sich zum Beispiel die Netzbuchse für mich recht unmotivert auf der rechten Seite – unterhalb des Tonarms. Hört man ihn aber mit ein paar seiner Lieblings-LPs, sind solche Marginalien schnell vergessen. Von Scheibe zu Scheibe macht man sich dafür stärker Gedanken über ein mögliches Finanzierungsmodell…

Die Einstelllehre und die Tonarmwaage gehören zum Lieferumfang
Die Einstelllehre und die Tonarmwaage gehören zum Lieferumfang


Abschließend gönne ich mir noch einmal beide Seiten von Zakir Hussains Making Music und kann die vier Musiker im Aufnahmesaal in Jan Eric Kongshausg Rainbow Studio fast vor mir sehen. Die durch die Periphery Ring Clamp unterstützte körperhafte Abbildung setzt das i-Tüpfelchen auf die hervorragende Aufnahme, ja verleiht ihr eine zusätzliche Qualität. Klangfarben, Dynamik, Detailfreudigkeit und Raumdarstellung haben mich ja bei dieser LP auch vorher schon begeistert und tun es auch wieder, wenn der Fatboy-12-Gimbal 3D auf dem Avenger Direct das Transrotor Tamino durch die Rille führt. Bevor ich mich noch allzu sehr an den VPI gewöhne, verfrachte ich ihn lieber mit tatkräftiger Hilfe von Max Merk ins Fotostudio.

STATEMENT

Der Avenger Direct mitsamt dem Fatboy-12-Gimbal 3D hat über die Spitzenleistungen hinaus, die man von Analog-Equipment dieses Niveaus erwarten darf, noch einige klangliche Argumente zu bieten, um selbst einen langjährigen Nutzer von Riemen-getriebenen Laufwerken zum Direkt-Antrieb-Fan konvertieren zu lassen: die Größe der Abbildung, das unerschütterliche Tieftonfundament und die packende Rhythmik. Mich hat der VPI mit seinem satten Drehmoment rundum begeistert!
Gehört mit
Laufwerk Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Einstein The Tonearm 12“, Thiele TA01
Tonabnehmer Transrotor Tamino, Lyra Etna, van den Hul Crimson XGW Stradivarius
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorstufe Audio Exklusive P7, WestminsterLab Quest
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen 05 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Audioquest Dragon XLR, Forcelines, Mainz D2
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Gläss Vinyl Cleaner PRO X, Degritter Mark II, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Thixar Silence, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC Supreme
Herstellerangaben
VPI Avenger Direct
Chassis Aluminum-Acrylic Sandwich
Teller 30-Zentimeter-Aluminum-Teller, 11,3kg
Tonearm Included JMW Fatboy-12-Gimbal
Motor-Art Direktantrieb
Motor Drehmoment 2,68Nm/sec
Hochlauf/Stop-Zeit 1sec
Geschwindigkeitskontrolle 2.500 Impulse pro Umdrehung
Grundfläche 55,3/42,6cm
Abmessungen 55,9/43,2/25,4cm
Gesamtgewicht 27,2kg
Preis 36.000 Euro inkl. Tonarm und Periphery Ring Clamp
Herstellerangaben
Fatboy-12-Gimbal 3D
Abstand Tellerachse/Drehpunkt 300mm
Effektive Länge 313mm
Überhang 13mm
Kröpfungswinkel 17,37°
Mittlere Verzerrung (RMS) 0,27%
Gegengewicht 250gr
Kabel Reference Verkabelung
Einzelpreis 6.000 Euro

Vertrieb
Audio Reference GmbH
Anschrift Alsterkrugchaussee 435
22335 HAMBURG
Telefon +49 40 53320359
Fax +49 40 53320459
Web audio-reference.de

Weitere Informationen

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Am 15. und 16. April veranstaltet die Analogue Audio Association das – inzwischen 34. - Analogforum unter dem Motto „strictly analogue“. Der neue Standort für das Analog-Forum ist nach der erfolgreichen Premiere des Analog-Symposiums im vergangenem November das Van der Valk Hotel Moers. Der Eintritt ist, wie immer, frei!

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Die Veranstaltung dreht sich komplett und exklusiv um die analoge Musikwiedergabe mit Plattenspieler und Tonbandmaschine. Bis jetzt haben sich rund 60 Aussteller mit über 120 Marken angemeldet. Zu sehen und zu hören gibt es in separaten Hörzimmern und -sälen rein analoges Hifi auf dem Stand der aktuellen Technik. Es gibt einen Sonderraum mit klassischen Geräten der Topliga und ein „Händlerdorf“ mit neuen Geräten und frisch restaurierten Hifi-Klassikern, neuen und Second-Hand LPs und Masterbändern, Phono- und Tuningzubehör und Röhren. Wie immer werden zahlreiche Workshops mit Branchengrößen die Messe ergänzen.

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Samstag

  • 10:30 bis 11:15 Lothar Brand Rock und Pop des Jahres 1973
  • 11:30 bis 12:15 K.H. Fink Lautsprecheraufstellung und deren klangliche Auswirkung
  • 12:30 bis 13:15 Dieter Molitor Plattenwaschmaschinen 2023
  • 13:30 bis 14:15 Daniel Emonts: Technische Hintergründe und Klangphilosophie bei der Lautsprecher Chassis Entwicklung
  • 14:30 bis 15:15 Jürgen Gruner Tonarme und deren klangliche Signatur
  • 15:30 bis 16:15 Rainer Bergmann: von Wacken bis Wagner
  • 16:30 bis 17:15 Thomas Schick: 'Tonabnehmer unter der Lupe. ...Was heißt hier Lupe?'
  • 17:30 bis 19:00 Tonbandkonzerte

Sonntag

  • 11:15 bis 12:00 Lothar Brand: Rock und Pop des Jahres 1973
  • 12:15 bis 13:00 Jürgen Gruner: Tonarme und deren klangliche Signatur
  • 13:15 bis 14:00 Dieter Molitor: Plattenwaschmaschinen 2023
  • 14:15 bis 15:00 Ralph Stens: Klangverbesserung durch akustische Maßnahmen im Selbstbau
  • 15:15 bis 16:00 Tonbandkonzerte
  • 16:15 bis 17:00 Rainer Bergmann: von Wacken bis Wagner

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Folgende Marken werden vorgestellt: Acapella, Acousense, Acoustic Grove System, AHP - Audiophile Hifi – Produkte, Air Tight, Albedo, Analogis, Analog-Tools, Atelier Rullit, Audio Flight, Audio Optimum, Audio Technica, audioculture, Audiodinamica, Audiospecials, Audreal, Blue Aura, Bruder Jacob Audio, BSP - Brilliant Sound Picture, Cardas Audio, CH Precision, Closer Acoustics, Davis Acoustics, Dr. Feickert Analogue, Eternal Arts, Etsuro Urushi, Fabs - fabulous earphones, Fenn Music, Ferrum Audio, Flavoredtune, Grimm Audio, Harbeth, Hemiola Records, HifiZeile (Hifiklassiker von Accuphase, Burmester, Harman Kardon, Luxman, Nakamichi, Revox), hifine, HighEndNovum, Hommage Audio, Horchhouse, Hornkultur, Ikon Akustik, Jazz on Vinyl, KAD Audio, Klanggenau, Kleeny, Koetsu, Kolibri Records, Kroma Atelier, Lárt du son, Lehmann Audio, LEHR | AUDIO SOLUTIONS, Levar, Levin Design, Live Act Audio, Luna Cables, Magaudio, Mal Valve, Manger Audio, Manley Laboratories, Mod Wright Instruments, MoFi, Musikkammer, Mustang, Nessie, Orbiter Audio, Origin Live, Parasound, Perpetuum-Ebner, Phasemation, Phonotastisch, Pre Audio, Project, Pylon, Quadraspire, Reed, Revival Audio, roger schult german audio lab, Schick Liebenthal, Shakti Innovations, SID - Sound Improvement Disc, Silberstatic, Silvercore, Sombetzki, Sonitus, Sorane, Soulines, SPL, SSC - String Suspension Concept, Starter Michell, Sternklang, Straight to tape, Studo, Subbase Audio Manufaktur, Symphonic Line, Talk Electronics (Edwards Audio), Tapemusic, Technics, The Wand, Thorens, Tonetool, Transrotor, Triston, TW Acustic, Uberlight Flex, Ultraudio, Valeur Audio, Van den Hul, Wolf von Langa, WS Audio, wss Kabelmanufaktur, Xavian, YBA, Yuki.

Am Vorabend zum Analogforum finden mit Unterstützung des Kulturbüro Moers an einer externen Location mehrere Livekonzerte statt, die analog mitgeschnitten werden. Diese Konzerte werden „über Nacht" gemastert und die Sessiontapes dann auf dem Analogforum vorgeführt. Ein Raum auf der Veranstaltung ist speziell für Digital Natives reserviert. Zu Hören gibt es hier eine analoge Hifianlage, komplett mit Plattenspieler, streamingfähigem Verstärker und Lautsprechern für unter 1300 Euro. Preislich auf Einsteigerlevel, aber sehr hörenswert! Gespielt wird dort Musikmaterial – natürlich analog – abseits vom Musikgeschmack der Elterngeneration. Selbstverständlich sind aber auf der übrigen Veranstaltung Komponenten auch im Einsteiger-Preislevel zu hören. Musicscouts versorgen auch die anderen Vorführungen auf Wunsch mit einer Auswahl von LPs, die auch und speziell jungen Besuchern gefallen dürften. Jeder Besucher ist eingeladen auch eine eigene – analoge – Musikauswahl mitzubringen.

Hier geht es zum Ausstellungskatalog (pdf).

Information
Analogforum 2023
Termine Samstag, 15. April 2023 von 10:00 Uhr
Sonntag, 16. April 2023 bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort Van der Valk Hotel
Krefelder Straße 169
47447 Moers

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Am 15. und 16. April veranstaltet die Analogue Audio Association das – inzwischen 34. - Analogforum unter dem Motto „strictly analogue“. Der neue Standort für das Analog-Forum ist nach der erfolgreichen Premiere des Analog-Symposiums im vergangenem November das Van der Valk Hotel Moers. Der Eintritt ist, wie immer, frei!
Freitag, 07 April 2023 02:38

Degritter Mark II Bundle

Ich will nicht behaupten, dass das Waschen von Schallplatten mein neues Hobby ist, aber das gute Gefühl, eine wirklich saubere LP aufzulegen, möchte man nicht wieder missen, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat. Das gilt besonders, wenn der Waschvorgang völlig automatisch abläuft wie bei der berührungslos mit Ultraschall reinigenden Degritter.

Die Degritter wurde in Estland entwickelt und wird auch dort gefertigt, nun in der Mark-II-Version. Soweit ich weiß, ist es die einzige programmgesteuerte Schallplattenwaschmaschine, bei der weder Walzen noch Bürsten mit der Platte in Kontakt kommen, sondern nur destilliertes Wasser mit oder ohne ein paar Tropfen Reinigungskonzentrat. Für die Säuberung wird das Wasser von je zwei Ultraschallerregern pro Seite der LP in Schwingung versetzt, die mit einem Frequenz-Sweep zwischen 120 und 125 Kilohertz arbeiten. Die Power-Drive™-2.0-Schaltung sorgt dafür, dass die Erreger im Pulse-Betrieb arbeiten, also schnell aus- und eingeschaltet werden, wodurch die Energie zur Bildung von Luftbläschen im Wasser gleichmäßiger verteilt werden soll, so dass der Energiebedarf sinkt. Bei allen Waschprogrammen beträgt die Leistungsabgabe der vier Ultraschallerzeuger 300 Watt, was laut Produktinformation die höchste Leistung pro Liter Flüssigkeit sei, die bei man bei Schallplattenwaschmaschinen finde.

Die Degritter ist sehr kompakt und benötigt nur wenig Stellfläche
Die Degritter ist sehr kompakt und benötigt nur wenig Stellfläche

Mit jeder Druckwelle entstehen und kollabieren unzählige kleine Vakuumblasen, die Wärme und Wasserstrahlen in Richtung der Platte freisetzen. Dadurch werden Schmutz und Verunreinigungen von der Schallplatte gelöst und entfernt. Die Bläschen sollen einen Durchmesser von 2,5 Mikrometer besitzen und daher auch den Boden einer Schallplattenrille erreichen können, die dort eine Breite von etwa fünf Mikrometern hat. Die Flüssigkeit mit dem gelösten Schmutz durchströmt bei der Degritter ein Filter aus Kunststoffschaum, das nach 50 Waschvorgängen ausgebaut und gereinigt oder ausgetauscht werden soll. Man braucht aber keine Strichliste zu führen, um zu wissen, wann es soweit ist. Das macht das Programm der Degritter für ihren Benutzer: Im Display wird unter den Menü-Punkt „Info“ nicht nur die Zahl der Wäschen angezeigt, sondern die Maschine erinnert auch an den Austausch respektive die Reinigung des Filters. Das Programm überwacht auch die Wassertemperatur und verordnet der Maschine, wenn der Wert von 35 Grad Celsius überschritten wurde, eine Pause, in der das Wasser wieder abkühlen kann.

Mit dem linken Knopf bewegt man sich durch Drehen durch die Menü-Punkte und wählt durch Drücken den gewünschten aus. Der rechte Knopf ändert den ausgesuchten Parameter
Mit dem linken Knopf bewegt man sich durch Drehen durch die Menü-Punkte und wählt durch Drücken den gewünschten aus. Der rechte Knopf ändert den ausgesuchten Parameter


Der Benutzer kann zwischen drei Waschprogrammen wählen, wobei das schnellste zwei Minuten und 15 Sekunden dauert, das längste für stark verschmutzte Platten drei Minuten und 45 Sekunden. Dazu addiert sich noch die Zeit für die Trocknung per Gebläse. In 15-Sekunden-Schritten sind hier bis über 15 Minuten möglich. Dabei ist die Trockendauer von der Drehzahl abhängig, mit der der Ventilator arbeitet und die natürlich auch direkt mit der Geräuschentwicklung der Maschine korrespondiert. Voreingestellt ist hier ein mittlerer Wert bei einer Trocknungsdauer von zweieinhalb Minuten. Bei diesen Werten kamen alle Platten völlig trocken aus der Maschine. Reduzieren sollte man die Trocknungszeit aber nicht: Wie ein Versuch zeigte, sind bei gleichbleibender Ventilatorleistung schon zwei Minuten zu wenig. Auf der Website weist Degritter darauf hin, dass die Luft in der Maschine gefiltert wird, über einen Austausch der Filter wird dort jedoch nichts angemerkt.

Hier geht es um den „Klarspülgang“ (Rinse), die Leistung des Ventilators (Fan power) und den Füllstand im Reinigungsbehälter (Water level)
Hier geht es um den „Klarspülgang“ (Rinse), die Leistung des Ventilators (Fan power) und den Füllstand im Reinigungsbehälter (Water level)

Aber von Anfang an: Wenn die Maschine auf einer ebenen Fläche steht, entnimmt man den Wassertank und befüllt ihn mit etwas mehr als 1,3 Liter destilliertem Wasser, dem man mithilfe der mitgelieferten Pipette vier Tropfen Reinigungsflüssigkeit beifügt. Im Menü belasse ich es bei der mittleren Waschdauer von drei Minuten und navigiere zum Punkt „Degas“: Das Wasser wird aus dem Tank in den Reinigungsbehälter gepumpt und per Ultraschall werden gasförmige Bestandteile aus dem Wasser entfernt und das Wasser mit der Reinigungsflüssigkeit vermischt. Dann sollte man sich noch für die Höhe des Wasserstandes entscheiden, der bestimmt, wie nahe die Flüssigkeit dem Label kommt. Wenn man unsicher ist, kann man mit der mitgelieferten Lehre aus Papier den bespielten Bereich bis zur Auslaufrille der zu waschenden Platte messen und entsprechend zwischen „Low“, „Med“ und „High“ wählen.

Die Degritter sammelt Informationen und zeigt sie im Menüpunkt „Info“ an. Es gab bisher sieben Waschvorgänge, das Filter wurde nicht gewechselt und die Wassertemperatur steigt langsamer als die Lufttemperatur im Fotostudio
Die Degritter sammelt Informationen und zeigt sie im Menüpunkt „Info“ an. Es gab bisher sieben Waschvorgänge, das Filter wurde nicht gewechselt und die Wassertemperatur steigt langsamer als die Lufttemperatur im Fotostudio

Sie merken schon: Bei dieser Maschine wird nichts dem Zufall überlassen. Hat man einmal alle Einstellungen vorgenommen, reicht der Druck auf den Startknopf: Das Wasser strömt in den Reinigungsbehälter, die LP wird benetzt und dann treten die Ultraschallerzeuger in Aktion. Nach der eingestellten Waschdauer wird die Flüssigkeit in den Tank zurückgepumpt. Ist unter dem Menüpunkt „Rinse Wash“ „Yes“ aktiviert, stoppt die Maschine nun den Ablauf und fordert per Display auf, den Tank zu wechseln. Der Behälter mit der Reinigungsflüssigkeit muss gegen den zweiten mitgelieferten Tank mit destilliertem Wasser ohne Reinigungskonzentrat ausgetauscht werden. Dann beginnt eine Art „Klarspülgang“: Die Platte wird mit reinem Wasser behandelt, bevor dies wieder in den Tank zurückfließt.

Ein zweiter Wassertank ist im Degritter Bundle enthalten
Ein zweiter Wassertank ist im Degritter Bundle enthalten

Egal, ob mit oder ohne zusätzlichem Spülgang: Wenn der Waschbehälter leer ist, nimmt der Lüfter seine Arbeit auf, was bei halber Leistung weder laut noch flüsterleise vor sich geht. Danach verkündet ein Signalton, dass die Platte zum Abspielen bereit ist. Auch um das Ausschalten braucht man sich nicht zu kümmern: Nach nicht allzu langer Zeit erlischt das Display und die Maschine schaltet auf „Standby“. Wirklich seht komfortabel!


Ein Adapter für Scheiben mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern gehört ebenso dazu wie einer für Singles (7 Zoll respektive 17 Zentimeter)
Ein Adapter für Scheiben mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern gehört ebenso dazu wie einer für Singles (7 Zoll respektive 17 Zentimeter)

Da Degritter vorschlägt, die Flüssigkeit nach ein oder spätesten zwei Wochen oder 30 Wäschen auszutauschen, um die Maschine vor dem Befall durch Mikrobakterien zu schützen, reinige ich kurz vor Ablauf der Frist die beiden Exemplare meines wohl am häufigsten benutzten Test-Albums Bang, Baa-room And Harp, von denen eines mit Squalan-Öl behandelt wurde. Etwaige Rückstände verbleiben dann wegen des sofort folgenden Flüssigkeitstausches nicht in der Maschine. Und das Ergebnis? Einige Knackser sind verschwunden, die, die durch häufiges Einsetzen der Nadel entstanden sind, naturgemäß nicht. Der größte Teil der Oberfläche sieht aus wie der einer neuen Scheibe, lediglich im Bereich der Auslaufrille sind weiterhin einige Fingerabdrücke zu sehen. Aber darauf, dass diese bei einer berührungslosen Reinigung ohne Bürsten und Walzen, sondern wie bei der Degritter allein durch Ultraschall nicht vollständig verschwinden würden, hatte der deutsche Vertrieb schon bei der Bestellung hingewiesen. Da ich kein Plattenhändler bin, sind mir solche eher kosmetischen Fragen total egal. Für mich zählt, dass gereinigte Platten nicht nur weniger Knackser hören lassen, sondern auch mehr Mikroinformationen preisgeben und schlicht mehr Hörgenuss bereiten. Diesem Anspruch werden mit der Degritter behandelte Scheiben hundertprozentig gerecht.

Hier die übrigen Teile des Lieferumfangs
Hier die übrigen Teile des Lieferumfangs

STATEMENT

Die Degritter mit ihrer Programmsteuerung macht die Plattenwäsche zum Kinderspiel, erlaubt es aber dennoch, auf alle für die Reinigung wichtigen Parameter Einfluss zu nehmen. Erfreulicherweise gibt es neben den Filtern, die auch gereinigt werden können, keine Verschleißteile, was niedrige Betriebskosten garantiert. Auch wenn die berührungslose Ultraschallreinigung nicht jeden Fingerabdruck entfernt, bin ich mit dem Waschergebnis rundum zufrieden und kann die Degritter nur nachdrücklich empfehlen.
Gehört mit
Laufwerk Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, VPI Avenger Direct
Tonarm Einstein The Tonearm 12“, Thales Simplicity II, VPI JMW Fatboy-12-Gimbal
Tonabnehmer Transrotor Tamino, Lyra Olympos, Einstein The Pickup
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorstufe WestminsterLab Quest
Endstufe Einstein The Poweramp, WestminsterLab Rei
Lautsprecher Børresen 05 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Audioquest Dragon XLR, Forcelines, Mainz D2
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Thixar Silence, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC Supreme
Herstellerangaben
Degritter MARK II Bundle
Gewicht 8,7 kg
Abmessungen 37/28/21 cm
Umgebungstemperatur für den Betrieb 10-28 °C
Wassertankinhalt 1,3 l
Leistungsaufnahme AC 100-240 V, 4 A, 50/60 Hz
Verbrauch ~ 320 W bei voller Leistung, ~2 W im Ruhemodus
Sicherung 4 A, träge, 20 x 5 mm, DIN 41.660
Geräuschpegel 70 db
Ultraschallfrequenz 120 kHz mit feinbandigem Frequenzgang
Lieferumfang 7 Inch- & 10 Inch-Adapter (für Singles und Maxis), 2 x abnehmbare Wassertanks, 1 x 100ml Reinigungsflüssigkeit, 5 x Ersatzfilter, 1 x Dosierpipette für den Reiniger, 1 x Wasserstandsmessstreifen, 1 x Netzkabel
Preis 3010 Euro

Hersteller
LIVE ACT AUDIO GmbH
Anschrift Max-Planck-Straße 6
85609 München-Aschheim
Telefon +49 89 54028151
E-Mail info@live-act-audio.de
Web www.live-act-audio.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/23-04-07_degritter
  • Social Introtext Ich will nicht behaupten, dass das Waschen von Schallplatten mein neues Hobby ist, aber das gute Gefühl, eine wirklich saubere LP aufzulegen, möchte man nicht wieder missen, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat. Das gilt besonders, wenn der Waschvorgang völlig automatisch abläuft wie bei der berührungslos mit Ultraschall reinigenden Degritter.
Mittwoch, 05 April 2023 00:01

Hana Umami Blue

Hana Umami Blue heißt der neueste MC-Tonabnehmer, mit dem Hana Chefentwickler Masao Okada-san seiner Referenz Umami Red einen ähnlich aufwändigen, aber erstaunlich günstigen Abkömmling zur Seite stellt.

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Mit Microline-Diamant, Bor-Nadelträger, sowie dem nahezu identischen Duralumin Gehäuse des Umami Red, teilt sich das Umami Blue klangentscheidende Baugruppen mit der hauseigenen Referenz. Wie das rote Umami trägt das mit blau glänzendem Melaminharz beschichtete Low-Output-MC-System den bekannten Auricle™Body aus A7075 Duralumin. Durch die aus einem Aluminiumblock herausgearbeitete Form erhält der aufwändig umbaute Open Air Generator eine optimierte Arbeitsumgebung, die Resonanzen wirkungsvoll eliminiert. Innen arbeitet ein nach unten offen verbauter Open-Air Generator, der mit klassischen Alnico-Magneten praxisgerechte 0, 4 Millivolt Ausgangsspannung generiert. Ein extra leichter, mit 99.999 Prozent reinem Kupferdraht umwickelter Permalloy Kreuzträger ermöglicht beim Umami Blue eine von substanzieller Dynamik, Klangfarben und feiner Auflösung geprägte Musikalität.

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Das Hana Umami Blue ist ab sofort für 2.500 Euro bei ausgesuchten Fachhändlern erhältlich. Hana gewährt auf seine Tonabnehmer 2 Jahre Herstellergarantie.

Herstellerangaben
Hana Umami Blue
  • Frequenzgang: 15 - 50.000 Hz
  • Kanalabweichung: 0.5 dB / 1 KHz
  • Kanaltrennung: 30 dB / 1 KHz
  • Ausgangsspannung: 0.4mV / 1KHz
  • Empfohlene Auflagekraft: 2g
  • Eigenimpedanz 8 Ω / 1KHz
  • Empf. Abschlussimpedanz: > 80 Ω
  • Abtastfähigkeit: 70 μm / 2g
  • Dyn. Nadelnachgiebigkeit: 10 x 10(-6) cm/dyne (10Hz)
  • Eigengewicht: 10.8g

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Highlights des Hana Umami Blue

Microline Diamant: Die Abtastnadel des Umami Blue besteht aus einem hochwertigen Naturdiamanten, der so geschliffen und poliert worden ist, dass die Nadel dem Schneidestichel von Vinyl-Schneidemaschinen für Schallplatten nachempfunden wird. Ein solcher Microline-Schliff wird auch beim HANA Umami Red verwendet, weil er am präzisesten die Rillen einer Schallplatte abtasten kann und somit die feinsten musikalischen Details ohne nennenswerte Verzerrungen wiedergibt.

Bor-Nadelträger: Für das neue Umami Blue hat Chefentwickler Okada-san einen Nadelträger aus Bor ausgewählt. Weil das seltene Halbmetall Bor eine Härte besitzt, die mit einem Naturdiamanten vergleichbar ist, bleibt der Microline-Diamant immer verwindungsteif auf dem Nadelträger positioniert und behält auch bei dynamischen Musikpassagen den optimalen Rillenkontakt. Der massiv ausgeführte Bor-Nadelträger stammt vom Umami Red und ist ein entscheidender Grund für die verlustfreie Abtastung feinster musikalischer Details.

Alnico-Magnetsystem: Das für den HANA Umami Blue Tonabnehmer ausgewählte Alnico-Magnetmaterial, wird auch im Hana ML-Generator verwendet, und sorgt bereits dort für eine authentische Musikwiedergabe. Alnico-Magnete bieten eine vorzügliche Linearität mit reduzierter Sättigung, was eine reiche musikalische Darbietung erzeugt. Die reinen Kupferdrähte (High Purity Copper) sind fachmännisch von Hand auf den Queranker aus Permalloy gewickelt, der auch im Hana ML-Generator zu finden ist. Das reine Eisenpolstück des Umami Blue ist ein weiterer, wichtiger Bestandteil des Hana Umami Red und ML Generators.

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Duralumin Auricle™-Gehäuse: Das Hana Umami Blue verfügt über Okada-sans exklusives Auricle™-Gehäusedesign, das erstmals für die hauseigene Referenz Umami Red entwickelt wurde. Dessen Formgebung gleicht der menschlichen Ohrmuschel und bietet dem Open Air-Generator die idealen akustischen Voraussetzungen für einen resonanzarmen Klang. Die eigenständige Gehäuseform wird aus einem A7075 Aluminiumblock CNC-gefräst und ist eine der stärksten und leichtesten Legierungen, die vor allem in der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt wird. Das Umami Blue-Gehäuse verfügt zudem an seiner Vorderseite über eine weiße POM-Einlage, die dort für eine effektive Dämpfung sorgt. Gleichzeitig ist das verwendete POM-Plättchen eine bewußte Hommage an das Hana ML, das als erstes Tonabnehmersystem mit einem kompletten POM-Gehäuse versehen wurde. Die direkt im Auricle™-Gehäuse eingeschnitten Gewindebohrungen stellen eine feste und resonanzarme Verbindung zum Tonarm sicher.

Blaue Melaminharz Beschichtung: HANA verwendet beim Umami Blue ein spezielles Melamin-Duroplast-Verfahren (MTP), was dem Auricle™-Gehäuse seine blau glänzende Oberfläche verleiht. Das ursprünglich von Dupont entwickelte Melaminharz verbindet sich durch Aufdampfen mit dem Aluminiumkörper, indem es 30 Minuten lang bei 120 Grad Celsius gebacken wird. Die wunderschöne Oberfläche verschafft dem Aluminium Gehäuse einen klanglich günstigeren Härtegrad und verbessert das Resonanzverhalten des Systems. Das duroplastische Melaminharz trägt zu einem satten Klang mit erhöhter Klarheit, besserer Abbildung und beeindruckender Bassdefinition bei.

Kryotechnik: Das „Kaltglühen“ bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt wird zur Behandlung des Polschuhs, des vorderen und hinteren Jochs im Umami Blue Generator, sowie bei den hinteren, vergoldeten Signalausgangsstiften praktiziert. Durch diesen kryogenen Prozess verändert sich die molekulare Struktur der leitenden Materialien, was den Spitzenmodellen Umami Blue und Umami Red den letzten Feinschliff gibt.

Vertrieb
High-Fidelity Studio
Anschrift Dominikanergasse 7
86150 Augsburg
Telefon +49 821 37250
Mobil +49 170 3303343
Fax +49 821 153634
E-Mail info@high-fidelity-studio.de
Web www.high-fidelity-studio.de

Weitere Informationen

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Dienstag, 04 April 2023 00:01

Raidho X1.6

Der Raidho X1.6 soll einen Einstieg in die Welt von Raidho darstellen. Er ist mit der gleichen Hingabe zu technischen Details entwickelt und gefertigt wie die Topserie Raidhos. Dabei ist der Preis besonders kundenfreundlich kalkuliert. Der charakteristische Hochtöner soll eine angemessene Repräsentation der Raidho-Gene sicherstellen.

Gleich zu Beginn des Artikels möchte ich Ihnen gestehen, dass die Marke Raidho mich schon immer rein durch ihr optisches Erscheinungsbild angesprochen hat. Die in die massive Alufront eingefassten Treiber und die geschwungenen Gehäuse der TD-Serie sprechen eine deutliche Designsprache und sind gleichzeitig Merkmale technischer Natur, die zu einer besonderen Wiedergabequalität verhelfen sollen. Rein optisch steht die günstigere X-Serie der Prestige-Serie TD in kaum etwas nach. So viel ist bereits sicher. Von Messen mal abgesehen, habe ich keine Raidho-Hörerfahrung und freute mich schon im Vorwege sehr auf eine unmittelbare Begegnung mit dem X1.6. Nachdem Kollege Roland Dietl sich sowohl von der TD1.2 als auch der X1t überaus begeistern ließ, sind meine Erwartungen hoch gesteckt. Als die Raidhos dann bei mir eintreffen, ist der erste Eindruck schwerwiegend. Noch nie hatte ich bei zwei Kompaktlautsprechern so viel zu schleppen. Zu den 11,5 Kilogramm pro Lautsprecher addiert sich der innere Versandkarton und die äußere Versandbox aus Holz, die sicherstellen soll, dass die X1.6 garantiert unversehrt ankommen.

Die X1.6 wirken edel und zeitlos
Die X1.6 wirken edel und zeitlos

Wie zu erwarten, lassen sich die X1.6 in makellosem Zustand aus ihrer Versandverpackung schälen. Die weiße Membran und das Gehäuse in weißem Klavierlack stehen im Kontrast zur schwarzen Alufront und der Hochtöner setzt einen silbrig schimmernden Akzent. Passend, schließlich gilt er als Aushängeschild von Raidho. Der nach dem magnetostatischen Prinzip arbeitende Hochtöner besteht aus einer mit Leiterbahnen versehenen Folie, die auf ein Magnetsystem aufgebracht wird. Er ist übrigens in der gesamten X-Serie baugleich. Im Artikel über den Firmenbesuch bei Raidho lässt sich der Bauprozess eines solchen Treibers genau nachvollziehen. Für den Tiefmitteltonbereich sorgt eine 16,5 Zentimeter Aluminiummembran, deren Außenschicht durch einen aufwendigen Prozess in Aluminiumoxid gewandelt wurde. So soll durch die harte Außenhaut aus Aluminiumoxid respektive Keramik und dem weicheren Kern aus Aluminium eine besonders steife Membran bei gleichzeitig hoher Selbstdämpfung entstehen. Die von Raidho Ceramix getaufte Membran wird durch ein aufwendiges Neodym-Magnetsystem ergänzt, das für eine optimale Belüftung der Titanschwingspule sorgen und durch seinen besonderen Aufbau Verzerrungen des Treibers minimieren soll. Schade, dass das Gehäuse der X1.6 nicht aus Acryl besteht, denn das Magnetsystem ist optisch derart ansprechend, dass man es eigentlich nicht im inneren des Gehäuses verstecken möchte. Ein Membran-Update mit Tantalbeschichtung wie es die X1 erfahren hat, ist vorerst nicht geplant.

Sowohl Hoch- als auch Tiefmitteltöner bilden eine Einheit mit der 20 Millimeter dicken Alugussfront
Sowohl Hoch- als auch Tiefmitteltöner bilden eine Einheit mit der 20 Millimeter dicken Alugussfront


Der X1.6 mit hinten liegender Bassreflexöffnung ist kein aufstellungskritischer Lautsprecher, lediglich auf die Standhöhe sollte möglichst genau geachtet werden. Die Treiber überblenden ideal, wenn sich die Ohrhöhe mittig zwischen ihnen befindet. Kleine Abweichungen verzeiht der X1.6 dabei durchaus. Sie können auch durch Anwinkeln der Lautsprecher korrigiert werden. Insbesondere bei kleineren Hörabständen, wie in meinem Fall, zahlt sich Genauigkeit aus und die Bühnen- und Stimmenwiedergabe profitiert enorm von einer korrekten Standhöhe. In vertikaler Ausdehnung strahlen die Bändchen eher gerichtet ab. In horizontaler Ebene sind sie deutlich gutmütiger. Hier gilt die allgemeine Aufstellempfehlung „stark auf den Hörplatz eingedreht“. Mir gefällt letztendlich eine Aufstellung am besten, bei der die Bändchen etwa zehn Zentimeter am Kopf vorbei zielen, anstatt direkt auf die Ohren ausgerichtet zu sein. Dies ist in meinem Raum der perfekte Kompromiss zwischen Bühnenabbildung und Hochtonpräsenz. Außerdem höre ich die Lautsprecher selbst so am wenigsten als lokalisierbare Schallquellen. Durch Eindrehen spielen die X1.6 in auch in Wandnähe unproblematisch, obwohl dies nicht der Aufstellempfehlung entspricht.

Der Bassreflexport befindet sich auf der Rückseite. Trotzdem sind die Lautsprecher nicht aufstellungskritisch
Der Bassreflexport befindet sich auf der Rückseite. Trotzdem sind die Lautsprecher nicht aufstellungskritisch

Seitdem Peter Gabriel im letzten November eine Tour und sein neues Album i/o angekündigt hat, freue ich mich auf das Konzert diesen Sommer in Berlin. Sowohl auf dem Album als auch live sind seine musikalischen Langzeitmitstreiter Manu Katché, Tony Levin und David Rhodes vertreten. Zu jedem Vollmond wird eine neue Single veröffentlicht. Das Besondere dabei ist, dass jeder Song in drei verschiedenen Mixes veröffentlicht wird. Tchad Blake zeichnet für den Dark-Side-Mix verantwortlich und Mark „Spike“ Stent für den Bright-Side-Mix. Auf Apple Music sind darüber hinaus erste Atmos-Mixes von Hans-Martin Buff verfügbar. Zwei verschiedene Stereomischungen von ein und demselben Song gibt es selten, dabei macht doch gerade diese Erfahrung unheimlich Spaß. Schließlich ist insbesondere in der Popmusik im Gegensatz zur Klassik die Mischung ein entscheidendes kreatives Werkzeug. Ich bin gespannt, welche verschiedenen Details und Elemente die X1.6 aus den zwei verschiedenen Mischungen des Songs „Panopticom“ herausarbeiten werden. Was Peter Gabriel sich bei dem Titel gedacht hat, erklärt er im Full Moon January 2023 Video auf seinem Youtube Kanal. Ich starte mit dem Dark-Side Mix und orientiere mich zunächst mal grob.

Die Alu-Keramikmembran ist makellos eingefasst
Die Alu-Keramikmembran ist makellos eingefasst

Trotz aller Vorschusslorbeeren war ich mir bis zu den ersten Klängen nicht sicher, ob mich das Bändchen überzeugen wird. Meine Bändchen-Vorurteile werden aber ab der ersten Sekunde weggeblasen. Ich befürchtete eine Überbrillanz im Hochton und kalte, emotionslose Mitten. Das Gegenteil ist der Fall, die Raidhos reproduzieren den Song sehr energiegeladen und druckvoller, als ich erwartet hatte, von Kälte oder Emotionslosigkeit nicht der Hauch einer Spur. Insbesondere das Timing vom Bändchen im Zusammenspiel mit dem Tiefmitteltöner fesselt mich sofort. Jeder Impuls, egal welchem Frequenzbereich er entspringt, scheint dieses gewisse Extra an Nachdrücklichkeit und ausgesandter Energie zu haben. Der Bassbereich verfügt über eine angenehme Fülle und Rundheit, büßt dabei aber nicht im Geringsten an Präzision oder Durchzeichnung ein. Ähnliches gilt für den Hochton, auch er liegt eher auf der warmen Seite der Dinge. Wie er gleichermaßen kein einziges Detail unterschlägt, Hochtonglanz liefert, aber trotzdem nie deplatziert, überambitioniert oder gar spitz daherkommt, muss ich erstmal verdauen. Stimmen verleiht die Abstimmung einen körperhaften Grundton, mit weichem, fließenden Präsenzbereich und die X1.6 vermögen, spitze S-Laute zwar aufzuzeigen, aber auch bei nicht perfekten Aufnahmen niemals in den Vordergrund treten zu lassen. Trotz der leicht zurückgenommenen oberen Mitten, respektive tiefen Höhen, spielt die X1.6 mit einer gewissen Direktheit. Sie zeichnet Hallräume, künstlich oder echt auf die Aufnahme gebannt, dadurch sehr scharf umrissen, aber weniger zwischen den Lautsprechern aufgespannt, als viel eher in Richtung des Hörers projiziert. Damit wäre ich beim nächsten Punkt, der Fähigkeit zur Raumabbildung. Diese ist bei den Raidhos enorm groß, im wahrsten Sinne des Wortes. Von meinen Lautsprechern bin ich es gewohnt, dass sie den Raum einer Aufnahme als einen sich von den Lautsprechern nach hinten ausdehnenden Halbkreis reproduzieren. Schallquellen werden dabei unmittelbar auf oder leicht vor oder hinter der Kreisbahn platziert. Viel mehr vermögen meine Lautsprecher nicht zu leisten. Die X1.6 hingegen bilden den Raum als Rechteck ab, das sich sowohl hinter die Lautsprecher als auch weit in Hörerrichtung erstreckt. Schallquellen können dabei vollkommen frei an jeder beliebigen Position in dieser Fläche auftauchen. Im Bright-Side Mix von „Panopticom“ kann ich dementsprechend mit Leichtigkeit feststellen, dass Peters Stimme tiefer in den Mix eingebettet ist, und sich etwas hinter der Lautsprecherebene befindet. Im Dark-Side Mix hingegen steht sie klar im Vordergrund, eher vor den Lautsprechern und spricht mich viel direkter an. Der Dark-Side Mix präsentiert sich insgesamt komprimierter, obwohl er dann im Chorus fast wieder luftiger erscheint. Schlagzeug und Bass formen ein von der Snare dominiertes Fundament, das den Song mit den anderen Instrumenten gemeinsam als Einheit antreibt und der Stimme die wichtigste Rolle zuweist. Als besonders faszinierend ist die Wiedergabe des Sounds, der auf einem Synth wohl irgendetwas mit Chimes oder Bells heißen würde, in der ersten Strophe hervorzuheben. Die blubbernden Glöckchen scheinen aus dem Inneren der Lautsprecher herauszusprudeln, als hätten sie dort ihren Ursprung. Dass Schallquellen hinter der Lautsprecherebene wahrnehmbar reproduziert werden können, ist nichts Neues. Dass Lautsprecher als eigene Schallquelle kaum wahrnehmbar sind, was dann gerne als „verschwinden“ derselbigen bezeichnet wird, ist auch ein bekannter Effekt. Dass zwei Lautsprecher in meinem Raum aber derart homogen als Einheit spielen habe ich selten erlebt. Wie Schallereignisse, die hart nach links oder rechts auf nur einen Lautsprecher gepannt sind, beispielsweise besagter Synth-Sound, gleichzeitig großzügig in die Bühnentiefe platziert werden können, begeistert mich sehr. Im Vergleich verschiedener Lautsprecher hält meine recht nahe Sitzposition bei einer geringe Basisbreite von etwa 1,8 Metern Unterschieden dieser Art das Brennglas vor. Was die X1.6 in dieser Konstellation vollbringt, ist dementsprechend hervorzuheben und man darf schwer davon ausgehen, dass sich diese Fähigkeit bei großzügigeren Sitz- und Lautsprecherabständen potenziert. Doch zurück zur Musik: Der Bright-Side Mix lässt den einzelnen Instrumenten mehr Luft zum Atmen und stellt an einigen Stellen Instrumente prominenter heraus. Hierzu gehören beispielsweise der Synth vor der ersten Strophe oder die Gitarren im Chorus. Beide Tracks offenbaren die Fähigkeiten der Raidhos wunderbar. Insbesondere die individuelle Größe der Instrumente ist sehr ausgewogen auf den Punkt gebracht: Es gelingt nicht nur ihre Positionierung in der imaginären Raumtiefe, sondern auch ihre Ausdehnung in dieser Dimension. So etwas habe ich in dieser ausgeprägten Form mit einem passiven Lautsprecher in meinem Hörraum noch nicht gehört.


Meine Furutech-Bananenstecker sitzen in dem Terminal ausgezeichnet. Mehr als Single-Wiring braucht es nicht
Meine Furutech-Bananenstecker sitzen in dem Terminal ausgezeichnet. Mehr als Single-Wiring braucht es nicht

Bei Snarky Puppys Album Family Dinner Part One zeigen die Raidos, dass sie sich durchaus aufs Zurechtsortieren des anspruchsvollen Arrangements des Livemitschnitts verstehen. Die Interpretation des Stücks „Gone Under“ von und mit Shayna Steele ist ein stampfendes Groove-Ungetüm. Die Aufnahme hat Ecken und Kanten und ist sicher nicht perfekt, aber genau das macht sie so spannend. Das Fender Rhodes gleich zu Beginn des Stücks wird von den X1.6 herrlich butterweich bei gleichzeitig minutiöser Detailreproduktion herausgearbeitet. Im späteren Verlauf gesellen sich noch Hammond, E-Bass, Gitarren, Schlagzeug, Percussion und eine Bläsersektion zum Geschehen. Die kompakten Lautsprecher haben alle Instrumente im Griff und halten sie viel trennschärfer auseinander, als ich der Aufnahme überhaupt zugetraut hätte. Auf manchen Lautsprechern können einem die Bläser durchaus auf die Nerven gehen, und auch, wenn Shayna richtig loslegt, sticht die Stimme schon recht weit aus dem Arrangement hervor. Das Tuning der Raidhos mildert die kleinen Unzulänglichkeiten der Aufnahme absolut gelassen, galant und wohldosiert ab. Es klingt ein wenig runder, gefälliger und zugänglicher als ich es gewohnt bin. In dieser Hinsicht kann man den Raidhos einen eigenen Charakter nicht absprechen. Sie verstehen es, weniger guten Aufnahmen ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Trotzdem bringen sie so viele Details aus jeglichen Aufnahmen wie selten ein Lautsprecher. Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist, aber der Frequenzverlauf entscheidet für mich nach wie vor an erster Stelle, ob mir ein Lautsprecher gefällt oder nicht. Der Lautsprecher kann auf der Zeitebene noch so beeindruckend sein, die Bühne kann noch sonst wie groß und weitläufig sein, wenn mir das Frequenztuning eines Lautsprechers nicht gefällt, dann könnte ich nicht mit ihm leben. Obwohl ich nicht nur beruflich darauf angewiesen bin, sondern mich darüber hinaus auch aus persönlicher Vorliebe mit maximal linearen Lautsprechern umgebe und auch nicht davor zurückschrecke mit DSPs nachzuhelfen, treffen die Raidhos bei mir (natürlich ohne Korrektur) einen Nerv. Obwohl die X1.6 nicht zu den allerlinearsten Vertretern ihrer Spezies gehören, ist ihre Abstimmung hochgradig schlüssig. Egal ob ich mich am Morgen, oder nach einem Arbeitstag an die Raidhos setze, jedes Mal fesseln sie mich sofort, und das Hören macht über Stunden hinweg einfach nur Spaß. Dabei agieren sie hochmusikalisch, souverän, ermüdungsfrei und somit langzeittauglich. Bei meinen eigenen Lautsprechern schwankt dieser Eindruck deutlich stärker. Mal bin ich wunschlos glücklich, an anderen Tagen oder mit bestimmten Musikstücken wünsche ich mir Veränderung.

Die massiven Gewindehülsen zeugen von der Fertigungsgüte des Gehäuses
Die massiven Gewindehülsen zeugen von der Fertigungsgüte des Gehäuses

Einen besonderen Effekt bietet auch das Stück „Draisine Song“ vom Album Dig It To The End der schwedischen Band Tonbruket. Ich mag an ihm den entspannt säuselnden Dialog zwischen der Gitarre auf dem rechten Kanal und den Keys auf dem linken. Während die Gitarre auf verschiedenen Lautsprechern stets trennscharf abgebildet wird, verschwimmen die Keys mitunter ein wenig. Den X1.6 gelingt es, auch die Keys nachdrücklich herauszuarbeiten, und sie lassen beide Instrumente dennoch zart ineinander schmelzen. Ein ähnlich besonderes Erlebnis wie der glockig blubbernde Synthsound in Peter Gabriels „Panopticom“ ist diesmal der ebenfalls schwer kategorisierbare Sound, der nach kleinen auf den Boden gestreuten Metall- oder Glasstückchen klingt. Auch dies ist ein Klang, den ich selten so prägnant aus dem Gesamtarrangement herausgearbeitet und räumlich positioniert hören konnte. Er scheint ebenfalls direkt hinter der Hochtöner-Membran zu schweben. Und genau diese ist aufgrund ihrer Magnetostat-Bauweise für die besondere Fähigkeit zum Herausarbeiten derartigen Details verantwortlich. In diesen Momenten, in denen sich die Raidhos besonders hervortun, machen sie klar, dass die „kleinere“ X-Serie keinesfalls ein Kompromiss sein muss. Sie spielen bereits auf derart hohem Niveau, dass ein Aufstieg in die TD-Serie für ein Gros der Hörerschaft überhaupt nicht relevant sein dürfte.

Das aufwendige Neodym-Magnetsystem ist optisch sehr ansprechend
Das aufwendige Neodym-Magnetsystem ist optisch sehr ansprechend


Eine präzise Bühnendarstellung und ein eher rundes, warmes Tieftonprofil prädestiniert Lautsprecher gemeinhin für orchestrales Material. Dies wird zweifelsohne auch für die X1.6 gelten. Ich erwarte, dass ihre Gutmütigkeit in besonders geschmeidigen Klängen resultieren und ihre Auflösungsfähigkeit gleichermaßen das breitbandige Timbre von Orchestern herausarbeiten wird. Ob die Erwartung der Realität entspricht, finde ich mit Antonín Dvořáks 9. Sinfonie in der Einspielung des London Symphony Orchestra und Sir Colin Davis heraus. Ich bin zunächst doch überrascht von ihrer Autorität. Zwar hatte ich auch zuvor ab und an mal laut gehört, aber mit welcher Macht die doch recht kompakten Lautsprecher das Orchester abzubilden wissen, ist außergewöhnlich. Auch in Forte-Passagen sind die X1.6 weit entfernt von Kompressionsartefakten oder Angestrengtheit. Insbesondere die Blechsektion wird voller Attacke und explosiv reproduziert. Hier sind die X1.6 voll in ihrem Element. Scheinbar spielerisch und mit Leichtigkeit gelingt es ihnen, die akustisch hochkomplexe Materie in Wohlklang zu übersetzen. Wieder schaffen sie den Spagat zwischen angenehmer, zugänglicher Reproduktion der Aufnahme, ohne diese aber zu verfälschen, und einer detaillierten, ausgewogenen, aber an den richtigen Stellen auch fordernden und vor allem äußerst glaubwürdigen Abbildung der Orchesterinstrumente. Gerade das impulsive Ende des ersten Satzes ist ein Hochgenuss. Die fließende Geschmeidigkeit des zweiten Satzes und die Ausdrucksstärke der verschiedenen Instrumente im zweiten Satz ist gleichermaßen hinreißend. Das Durchhören verschiedenster Aufnahmen lässt mich die Tiefenstaffelung der Lautsprecher nochmals besser einordnen. Denn obwohl diese großzügig ist, bleibt ihr eigentlicher Glanzpunkt ihre Präzision. Es wird keinesfalls räumliche Tiefe vorgegaukelt, sondern entsprechend der Aufnahme wiedergegeben. Aufnahmen, die Räumlichkeit auf beeindruckende Weise einfangen, klingen dann auch genau so: beeindruckend.

In dieser Detailaufnahme sind die Leiterbahnen des Hochtöners gut erkennbar
In dieser Detailaufnahme sind die Leiterbahnen des Hochtöners gut erkennbar

STATEMENT

Die Raidho X1.6 stehen im Dienste der absolut ermüdungsfreien und maximal erfüllenden Musikwiedergabe. Sie spielen nicht nur gemessen an ihrer Größe dynamisch und einnehmend, mit eigenem Charakter und gleichermaßen beeindruckend schlüssig. Fast beiläufig liefern sie dabei eine der präzisesten Bühnendarstellung, die ich bisher in meinem Hörraum genießen durfte und unterschlagen kein einziges, noch so kleines musikalisches Detail.
Gehört mit
Router & Zubehör Fritzbox 7530, Netgear ProSAFE GS108 (mit Keces P3)
Server Roon ROCK (Intel NUC10i5FNH)
Transport Silent Angel Munich M1T 4GB (mit Keces P3)
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE, IOTAVX PA3
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz)
Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp)
Kopfhörerverstärker iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match
Kabel Audioquest, Chord Company, Belden, Boaacoustic, Furutech, Glockenklang/Eupen, Sommer
Herstellerangaben
Raidho X1.6
Konzept Zweiwege Bassreflex mit Bassreflexport auf der Rückseite
Treiber 1 x Raidho Bändchen Hochtöner, 1 x 6,5” Raidho Ceramix Treiber
Trennfrequenz 3.500 Hertz
Frequenzgang 45Hz – 50.000 Hertz (+/-3dB)
Empfindlichkeit 87 dB 2,83 V/m
Nennimpedanz >6 Ohm
Empfohlene Verstärkerleistung >50 W (Obwohl laut Raidho auch mit Röhrendstufen gute Ergebnisse erzielt wurden)
Farben schwarzer oder weißer Klavierlack
Abmessungen (B/H/T) 200/360/265mm
Gewicht 11,5 Kilogramm
Preis 7.300 Euro

Hersteller/Vertrieb
Raidho Acoustics
Anschrift co/Dantax Radio A/S
Denmark
9490 Pandrup
Bransagervej 15
Telefon +45 98 24 76 77
E-Mail sales@raidho.dk‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬
Web raidho.dk

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  • Social Introtext Der Raidho X1.6 soll einen Einstieg in die Welt von Raidho darstellen. Er ist mit der gleichen Hingabe zu technischen Details entwickelt und gefertigt wie die Topserie Raidhos. Dabei ist der Preis besonders kundenfreundlich kalkuliert. Der charakteristische Hochtöner soll eine angemessene Repräsentation der Raidho-Gene sicherstellen.
Montag, 03 April 2023 08:12

3. Generation der Ansuz PowerSwitches

Ansuz stellt mit Stolz die neue PowerSwitch-Generation der 3-Serie vor. Mit der Integration von technologischen Fortschritten hat Ansuz die Ansuz PowerSwitch-Modelle X-TC, A2 und D2 deutlich verbessert.

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In dem Bestreben, das volle akustische Potenzial von Musik zu erschließen, arbeiten die Ansuz-Ingenieure ständig mit einem aufgeschlossenen, innovativen Ansatz. Diese kontinuierliche Entwicklung bedeutet für Ansuz, dass es nun an der Zeit ist, diese technologischen Fortschritte in der Ansuz PowerSwitch-Serie anzuwenden und zu integrieren. Diese Integration soll einen neuen Standard für höchste Rauschunterdrückung und Resonanzkontrolle setzen. Die Ansuz PowerSwitch-Generation der 3-Serie wurde mit dem Ziel entwickelt, ein sauberes Streaming-Signal für das Hifi-System zu liefern. Um dies zu erreichen, hat Ansuz seine fortschrittlichen und bahnbrechenden Audiotechnologien zur Rauschunterdrückung und Resonanzkontrolle eingesetzt. Das bedeutet, dass praktisch keine störenden Geräusche mehr vom PowerSwitch zu den anderen Audiokomponenten in der HiFi-Anlage übertragen werden. Das eingehende Audiosignal kann sein volles akustisches Potenzial vor einem pechschwarzen Hintergrund uneingeschränkt entfalten. So kommt man in den Genuss einer größeren und authentischeren Klangbühne mit lebendiger Musikalität und sorgfältiger Fokussierung auf subtile und feine musikalische Details.

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Die analoge Dithertechnologie hat ihren Ursprung im Radar, wo sie ein stärkeres Signal und damit eine größere Reichweite ermöglicht. Aktive Teslaspulen senden pulsierende Signale mit genau definierten Frequenzen. Diese Signale werden gegenphasig gesendet. Dieses Prinzip hat Ansuz für seine Audiotechnik übernommen. Dadurch wird das Musiksignal deutlich verstärkt und Hintergrundgeräusche werden eliminiert. Ansuz hat diese Technologie für High-End-Audioanwendungen weiterentwickelt und verfeinert und erst kürzlich die dritte Generation der analogen Dithertechnologie vorgestellt. Diese ist auch im Spitzenmodell der Lautsprecherserie, der Børresen M1, und im Spitzenmodell der Aavik-Verstärker, dem 880, integriert. Selbstverständlich verfügt auch die neue Ansuz PowerSwitch-Generation über die neueste Version der Ansuz Analog-Dither-Technologie.

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Das wichtigste Funktionsprinzip der Ansuz-Tesla-Spule besteht darin, dass zwei Spulen in entgegengesetzter Richtung gewickelt werden: eine Spule und eine Gegenspule. Ansuz nennt dies eine „doppelt invertierte Spule“. Die beiden Spulen führen beide Spannung, und wenn eine der Teslaspulen auf eine Spannungsspitze stößt, wird die Gegenspule aktiviert, um das Rauschen zu beseitigen. Da es sich bei diesen Störspitzen um reine Spannung handelt, die praktisch keine Ladung trägt, ist die Auslöschung recht gut, aber nicht perfekt. Wenn man mehrere Teslaspulen parallel schaltet, wird die Rauschunterdrückung noch weiter verbessert. Die wahrgenommene Schwärze in der Musik wird viel deutlicher spürbar, ebenso wie die Reinheit und Klarheit des Klangs. Im Ansuz Power Switch der dritten Generation werden verschiedene Arten von Teslaspulen verwendet, da sich ihre individuellen Eigenschaften ideal ergänzen und verstärken.

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Ansuz hat die neuen PowerSwitches der dritten Generation auch mit der neuesten und fortschrittlichsten Version der Tesla-Spulen-Technologie ausgestattet: der Ansuz Active Zirconium Anti-Aerial Resonance Tesla Coil. Eine beeindruckende Verbesserung der Anti-Aerial-Resonanzspulen-Technologie von Ansuz basiert auf der Integration eines Zirkoniumstabs in das Design der Anti-Luft-Resonanzspule. Dessen Eigenschaften ermöglichen ein noch nie dagewesenes hohes Maß an Resonanzkontrolle, was zu einem natürlichen Klangbild mit herausragender musikalischer Raffinesse führt. Das Gehäuse des PowerSwitch der dritten Generation wurde entwickelt, um Klangverzerrungen zu vermeiden. Der störende Klangeinfluss, der von dem Material ausgeht, aus dem das Gehäuse besteht – in der Regel Aluminium – resultiert aus dessen mechanischen Resonanzen. Um diese Klangverzerrungen zu eliminieren, verwendet Ansuz einen innovativen Verbundwerkstoff auf natürlicher Basis, der die mechanischen Einflüsse, insbesondere die Hysterese, reduziert. Das klangliche Ergebnis ist deutlich hörbar und stellt einen weiteren markanten Eckpfeiler im Streben von Ansuz nach dem ultimativen Musikerlebnis dar. Die Ansuz PowerSwitches der dritten Generation verfügen über die Line/Stage-Sektion der Ansuz Powerbox. Dieser Powerbox-Teil überträgt das Signal der Ansuz PowerBox auf die fortschrittlichere Ansuz-Kabelserie und sorgt für noch mehr Rauschunterdrückung.

Hersteller
Audio Group Denmark
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web audiogroupdenmark.com

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Freitag, 31 März 2023 01:09

ifi Audio LAN iSilencer

Kürzlich zeigte sich bei der Beschäftigung mit LAN-Filtern, dass diese selbst in Ethernet-Verbindungen, in denen Lichtwellenleiter einen Teil des Signaltransports übernehmen und eine galvanische Trennung bewirken, noch klangliche Verbesserungen bewirken können. Dass die Filter nicht kostspielig sein müssen, beweist ifi mit dem LAN iSilencer.

Wer sich intensiv mit der Wiedergabe von Musik-Files, egal ob sie aus dem Netz gestreamt werden oder von einem heimischen Netzwerk-gebundenen Speicher kommen, beschäftigt hat, hat in den letzten Jahren gewiss gelernt, dass es beim Ringen um Klangqualität vor allem um die größtmögliche Unterdrückung von hochfrequenten Störungen und Rauschen geht. Das ist einer der Gründe dafür, dass anders als bei analogen Quellen bei digitalen Ketten der kürzeste Weg nicht immer der erfolgversprechendste ist. Allerdings sind beispielsweise die Filter von SOtM und die Isolatoren von Waversa – vor allem der in der Reference-Version – nur in einer ebenso kostspieligen wie gut klingenden und recht hochauflösenden Kette sinnvoll einzusetzen, allein schon wegen ihrer Preise zwischen 400 und über 4.000 Euro.

Eine Seite des iSilencers ist als RJ45-Stecker ausgeführt, so dass man für die Verbindung mit dem empfangenden Gerät kein weiteres Kabel benötigt
Eine Seite des iSilencers ist als RJ45-Stecker ausgeführt, so dass man für die Verbindung mit dem empfangenden Gerät kein weiteres Kabel benötigt

Doch nun bietet ifi Audio seinen iSilencer für nicht einmal 90 Euro an. Der bewirkt wie die beiden SOtM-iSO-CATs eine galvanische Entkopplung zwischen den Kabeln und den Geräten, zwischen denen er eingesetzt wird. Im Inneren des iSO-CAT 7 übernehmen vier kleine Trafos diesen Job, beim Sechser sind diese in einem Gehäuse zusammengefasst. Die Herkunft des Trafo-Quartetts ist nicht zu erkennen, das Bauteil im iSO-CAT 6 ist ein HanRun HR602498, der heute wohl nicht mehr angeboten wird. Im iSilencer findet sich ein Pulse HX5084NL. Hinzu kommen noch einige Kondensatoren und zwei weitere Bauteile, deren Bezeichnung so gut wie nicht identifizierbar ist, vermutlich Dioden.

Die Bauform mit RJ45-Stecker und -Buchse legt auch fest, dass der iSilencer nicht am Anfang, sondern am Ende eines Ethernet-Kabels zum Einsatz kommt
Die Bauform mit RJ45-Stecker und -Buchse legt auch fest, dass der iSilencer nicht am Anfang, sondern am Ende eines Ethernet-Kabels zum Einsatz kommt

Anders als die iSO-CATs besitzt der iSilencer keine zwei RJ45-Buchsen, sondern deren eine plus einen RJ45-Stecker. Dadurch spart man sich eine zusätzliche Kabelbrücke, die, wie ein Versuch mit Audioquest-Carbon-Käbelchen statt schnöder Beipack-Strippen zeigte, durchaus einen Einfluss auf die Wiedergabequalität haben. Aber wenn man keine einfachen Kabel aus dem Lieferumfang in den Signalweg zu legen braucht, können sie den Klang auch nicht verschlechtern. Andererseits hilft eine Kabelbrücke gleich welcher Qualität, die Buchse des empfangenen Geräts vor allzu starker Belastung durch schwere Kabel zu schützen. Der iSilencer hingegen wirkt mechanisch eher kontraproduktiv als Hebel. Da ist es ratsam, ihn ein wenig abzustützen – besonders Besitzer von Göbel-Kabeln dürften wissen, wovon ich spreche.


Das zentrale Bauteil im iSilencer ist der Übertrager von Pulse zur galvanischen Trennung
Das zentrale Bauteil im iSilencer ist der Übertrager von Pulse zur galvanischen Trennung

Nachdem ich die entsprechenden Holzklötzchen bereitgelegt habe, höre ich Ravi Shankars „West Eats Meet“, während sich noch der iSO-CAT 7 zwischen dem ADOT-Medienkonverter und Ansuz' PowerSwitch D-TC Supreme befindet, dann ersetze ich das SOtM-Filter durch den iSilencer. Und dieser Wechsel macht sich keineswegs negativ bemerkbar. Das ifi-Filter erweckt sogar den Eindruck, dass die Band das Tempo leicht anzieht und mit mehr Spaß zur Sache geht. Auch bei Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 mit den Duisburger Philharmonikern gibt es so gut wie keinen Unterschied zwischen den beiden Filtern. Wenn überhaupt, erzeugt der iSO-CAT 7 die Illusion einer ein paar Zentimeter tieferen Bühne, was dem ifi spätestens beim Blick auf die Preisschilder aber keineswegs anzukreiden ist.

Auf der zweilagigen Platine befinden sich auch noch sechs Kondensatoren und zwei Dioden
Auf der zweilagigen Platine befinden sich auch noch sechs Kondensatoren und zwei Dioden

Nach etwas längerer Abstinenz greife ich mal wieder zu Abdullah Ibrahim und Ekayas „Calypso Minor“ vom Album Sotho Blue. Dank jeder Menge Druck im Tiefbass, einer schönen Raumillusion, satter Klangfarben und heftiger Transienten wird der Song mit dem iSilencer im Signalweg zum Hochgenuss. Das ist nicht anders, wenn das SOtM-Filter wieder mit im Spiel ist. Wenn ich einen Unterschied benennen müsste, wäre dies nun nur ein ganz klein wenig mehr Luft um die Snare und die Bläser – wobei ich mir aber sicher bin, dass ich die Filter im Blindtest nicht unterscheiden könnte. Zum Abschluss lasse ich mich mal wieder in das Refektorium des Klosters von Noirlac versetzten. Dort improvisiert Patrice Heral auf seinem Schlagwerk und bringt den riesigen Raum zu nachklingen: Und wieder unterscheidet sich die Wiedergabe abhängig davon, welches Filter gerade aktiv ist, nur marginal. Für mich ist der LAN iSilencer in Sachen Klang-Tuning die Entdeckung dieses noch jungen Jahres – selbst wenn der iSO-CAT hier und da noch einen minimalen Vorteil bringt.

STATEMENT

Endlich ist eine der effektivsten klangverbessernden Maßnahmen in digitalen Wiedergabeketten, die galvanische Trennung in der Ethernet-Verbindung, erschwinglich geworden – dank der Fertigung in vergleichsweise riesigen Stückzahlen. Wer den ifi Audio Lan iSilencer in seiner digitalen Kette nicht ausprobiert, ist selber schuld! Sein Preis kann – wie angedeutet – jedenfalls nicht mehr als Gegenargument angeführt werden. Ein Glücksfall!
Gehört mit
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil, WDMyCloud
Streamer Auralic G2.1 mit 2TB SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Supreme, SOtM sNH-10G
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10
Vorstufe Audio Exklusive P7, WestminsterLab Quest
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen 05 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Supreme und Mainz D2 (2x), Plixir Statement DC, RRossaudio Kabel, SOtM dCBL-BNC75
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Harmonix Room Tuning Disks, Waversa Isolator-EXT-1, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und Plixir Elite BDC, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silence, Eliminator L und Silent Feet 20
Herstellerangaben
ifi LAN iSilencer
Eingang RJ45 Buchse
Ausgang RJ45 Stecker
Geschwindigkeit 1000/100/10 Mbsps
Unterstützte Geräte Notobooks, Router, Switches, WLAN Geräte et cetera
Abmessungen 73,5/19/16 mm
Gewicht 17 g
Preis 90 Euro

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

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  • Social Introtext Kürzlich zeigte sich bei der Beschäftigung mit LAN-Filtern, dass diese selbst in Ethernet-Verbindungen, in denen Lichtwellenleiter einen Teil des Signaltransports übernehmen und eine galvanische Trennung bewirken, noch klangliche Verbesserungen bewirken können. Dass die Filter nicht kostspielig sein müssen, beweist ifi mit dem LAN iSilencer.
Donnerstag, 30 März 2023 00:01

Die Pro-Ject Power Box RS2 Sources

Die Power Box RS2 Sources ist ein leistungsstarkes Linearnetzteil für bis zu vier 20V-Quellen der Pro-Ject-RS/RS2-Serie. Sie liefert sauberen Strom an alle Geräte, verbessert die Klangqualität und reduziert die Anzahl der Stecker in der Steckdosenleiste.

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Die Power Box RS2 Sources ist das beste Netzteil für Pro-Ject RS/RS2 Quell-Komponenten. Durch die Platzierung des Netzteils außerhalb der Hauptgehäuses vermeidet sie potenzielle Störgeräusche und Signalverunreinigungen. Linearnetzteile liefern saubere Energie über einen schweren Ringkerntransformator und eine ausgeklügelte Hochkapazitätsfilterung. Die daraus resultierende Klangqualität ist beeindruckend und schlägt normale Schaltnetzteile deutlich. Zusätzlich zu den klanglichen Verbesserungen vermeidet die Power Box RS2 Sources Kabelsalat. Die Power Box RS2 Sources ist in schwarz oder silberfarben erhältlich.

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Die neue Power Box RS2 Sources ist in Europa entworfen und wird von Hand gefertigt. Pro-Ject entwickelt technisch hochwertige Geräte in einem Gehäuse, das nur so groß ist wie nötig. Das spart Rohstoffe, und dank des zeitlosen Designs und des stabilen Aluminiumgehäuses ist die Power Box RS2 Sources wie für die Ewigkeit gebaut. Mit hochwertigen Materialien, Bauteilen und einem durchdachten Design ist Pro-Ject Branchenvorreiter.

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Features

  • versorgt vier 20V-RS/RS2-Geräte
  • eine einzige Stromversorgung für alle RS/RS2-Quellen
  • verbesserte Abbildung und Detailauflösung
  • hochreine, schaltnetzteilfreie Spannungsversorgung
  • Soft-Start-System: kein Einschaltstromstoß
  • Audio-optimierter Ringkerntransformator
  • Haupttrenntransformator mit Kupferfolienabschirmung
  • präzise geregelte Gleichrichtung der Sekundärspannung
  • hohe Filterkapazität (10.000 μF)
  • Kondensatoren mit niedrigem ESR
  • rauscharme Komponenten mit Überspannungsschutz
  • robustes Aluminiumgehäuse schützt vor Störungen
  • erhältlich in schwarz oder silberfarben
  • hergestellt in Europa

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Die Power Box RS2 Sources ist ab April 2023 zu einem Preis von knapp 1000 Euro bei Pro-Ject-Händlern erhältlich.

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

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Samstag, 29 März 2003 08:44

PIEGA SA

Hersteller
PIEGA SA
Adresse Bahnhofstrasse 29
8810 Horgen
Schweiz
Telefon +41 44 7259042
Mittwoch, 29 März 2023 08:37

PIEGA Premium Wireless Gen2 Serie

Eine vollwertige High-End-Anlage und flexible, drahtlose Streaming-Lautsprecher: Die neuen Modelle der PIEGA Premium Wireless Gen2 Serie sind beides in einem. Diese Aktivlautsprecher spielen dank hochwertiger Wandlertechnik, Raumeinmessung und geschlossener Boxengehäuse auch bei ungünstiger Aufstellung dynamisch, ausgewogen und impulsgenau.

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Alle drei Modelle sind vielseitig, einfach einzurichten, leicht zu bedienen und lassen sich über das separat erhältliche PIEGA connect plus als Hub drahtlos mit einer Vielzahl von Quellen verbinden. Eine eingebaute Netzwerkfunktionalität und die Kompatibilität zu Apple Airplay, Google Chromecast, Roon Ready, Spotify Connect, DLNA und Bluetooth ermöglichen komfortables Streaming ohne weitere Anpassungen. Per HDMI-ARC kann der Hub an praktisch jede vorhandene Installation mit Fernseher angeschlossen werden. Klassische Analog- und Digitaleingänge machen jede PIEGA Premium Wireless Kombination zu einer audiophilen Komplettanlage, die keine Grenzen bei der Auswahl der Musikquellen setzt.

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Die gesamte Technik des Vorverstärkers, HiRes-D/A-Wandlers und der Steuerung ist im kompakten PIEGA connect plus verbaut. Diese drahtlose Schaltzentrale kann verdeckt in der Nähe einer kabelgebundenen Quelle, etwa dem Fernseher oder dem Computer, installiert werden. Eine bidirektionale Funkfernbedienung oder die Smartphone PIEGA Control App für iOS- und Android-Geräte machen die komfortable Bedienung zum Kinderspiel. Die Weiterleitung der Musiksignale an die Aktivlautsprecher erfolgt unkomprimiert und drahtlos mit einer Auflösung von bis zu 96 Kilohertz und 24 Bit. Außer einem Stromkabel benötigen die Lautsprecher weder Anschlüsse noch weitere Komponenten zum Aufbau einer eleganten High-End-Anlage.

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Die vollaktiven High-End-Lautsprecher Premium 301 Wireless Gen2, Premium 501 Wireless Gen2 und Premium 701 Wireless Gen2 liefern raumfüllenden und detailreichen Klang auch in akustisch schwierigen Umgebungen. Mit der Einführung der zweiten Generation verzichtet PIEGA auf Bassreflextechnik, was der Impulswiedergabe und Tieftonpräzision zugute kommt und größere Flexibilität bei der Aufstellung, etwa in einer Raumecke, ermöglicht. Über die iOS-Variante der PIEGA Control App und ein iPhone lässt sich zudem eine Einmessung an die vorhandene Raumakustik und die Aufstellung im Frequenzbereich unter 500 Hertz vornehmen. Weitere klangliche Anpassungen an den Hörgeschmack und die Raumakustik in Mittel- und Hochton sind mit dem Equalizer in der App möglich.

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Klassische Lautsprechertechnik in Manufakturqualität: Alle drei Modelle sind mit in der Schweizer Manufaktur gefertigten Linear Drive Ribbon Hochtönern ausgestattet. Die von PIEGA selbst entwickelten und im Haus handgefertigten Planar-Hochtöner sind für ihren luftigen, fein aufgelösten und impulsgenauen Klang berühmt. Das weltweit geschätzte Siegel „Made in Switzerland“ bürgt für höchste Qualität und Fertigungsgenauigkeit. Die Premium 501 Wireless Gen2 und 701 Wireless Gen2 sind in vollaktiver 3-Wege-Technik aufgebaut und steuern Tieftöner, Mitteltöner und Hochtöner mit jeweils eigenen Verstärkerzweigen an. Eine Gesamtleistung von 180 respektive 200 Watt bei den Standlautsprechern und 100 Watt beim Kompaktmodell lässt ausreichend Spielraum für sehr dynamische Musikwiedergabe. Die Standlautsprecher sind gegenüber der ersten Generation mit zusätzlichen Tieftönern ausgestattet, um die Dynamikreserven der bisherigen Bassreflexmodelle mit der Präzision geschlossener Bassgehäuse verbinden zu können. Die PIEGA Premium Wireless Gen2 Serie ist in einem nahtlosen Aluminiumgehäuse gehalten und wird in der Manufaktur in Horgen am Zürisee von Hand gefertigt. Alle Modelle sind in Alu-Oberfläche gebürstet, schwarz eloxiert oder weiß lackiert erhältlich.

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Preise, Ausführungen und Verfügbarkeit

  • Die PIEGA Premium Wireless Produkte sind bei autorisierten Fachhändlern ab sofort erhältlich. Alle Preise verstehen sich pro Stück:
  • PIEGA Premium 301 Wireless Gen2: 1475,00 / 1675,00 Euro (Alu / schwarz, weiß)
  • PIEGA Premium 501 Wireless Gen2: 2975,00 / 3175,00 Euro (Alu / schwarz, weiß)
  • PIEGA Premium 701 Wireless Gen2: 3750,00 / 3950,00 Euro (Alu / schwarz, weiß)
  • PIEGA connect plus: 590,00 Euro
  • PIEGA connect (Transmitter ohne Streaming): 290,00 Euro

Hersteller
PIEGA SA
Adresse Bahnhofstrasse 29
8810 Horgen
Schweiz
Telefon +41 44 7259042

Weitere Informationen

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