Die Analogfraktion bleibt hart, trotzdem gibt es kaum mehr einen HiFi-Liebhaber, der nicht streamt. Das vor wenigen Jahren noch recht spärliche Streamer-Angebot verschiedener Hersteller explodiert dementsprechend. Preisgünstige und gleichzeitig hochwertige Standalone-Streamer sind abgesehen vom Selbstbausektor noch eher dünn gesät.
Mit dem ZEN Stream füllt iFi audio diese Lücke. Die ZEN Serie ist für ihr besonders attraktives Preis-Leistungsverhältnis bekannt, wie ich selbst durch meine Tests des ZEN DAC und ZEN CAN feststellen konnte. Der ZEN Stream bleibt im wahrsten Sinne des Wortes linientreu. Das auf einem 64-Bit-Quad-Core-Prozessor aus der ARM-Cortex-Familie basierende Innenleben findet im bekannten, elegant geschwungenen Gehäuse Platz. Der sehr kleine, praktischen ZEN-Formfaktor bleibt dem Streamer erhalten. Auf der Vorderseite befinden sich lediglich ein Ein-/Ausschalter und ein Knopf zum Herstellen einer Netzwerkverbindung, mit jeweils einer kleinen Statusleuchte. Die LEDs, die Netzwerkzustand und Bitrate anzeigen, sind für meinen Geschmack hingegen etwas groß geraten. Alle relevanten Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Geräts: die Buchse für die WLAN-Antenne, ein kleiner Wahlschalter für verschiedene Betriebsmodi, zwei USB-A-Anschlüsse für je einen DAC und ein Laufwerk, ein USB-C-Anschluss für Firmware-Updates, eine LAN-Buchse, ein Reset-Knopf und der 2,5-Millimiter-DC-Anschluss. Die USB-Anschlüsse sind mit iFis Active Noise Cancellation II aktiv gefiltert und der S/PDIF-Anschluss verfügt über iFis iPurifier. Hinter den klangschönen Eigennamen verbergen sich letztendlich Technologien, die Störfreiheit und gemeinsam mit der internen Clock auf Femto-Niveau niedrigsten Jitter sicherstellen sollen. Das im Lieferumfang enthaltene iFi-iPower-Netzteil lässt mit einer Kabellänge von 2 Metern eine sehr flexible Positionierung zu.
Gleichermaßen flexibel lässt sich der Stream ansteuern, ist er einmal mit dem heimischen Netzwerk verbunden. Spotify und TIDAL erkennen den ZEN Stream als Zielgerät, direkt in der App auf dem Smartphone oder Computer. Qobuz streamt bisher nur von Apple-Geräten via Airplay direkt aus der App, auf Android gehen Qobuz-Nutzer bisher leer aus. In einer Roon-Umgebung funktioniert der kleine Streamer als Bridge, also als virtuelles Hardwaregerät, das direkt aus der Hauptinstanz von Roon angesteuert werden kann. An der Roon-Ready-Zertifizierung wird gearbeitet. Einzig die Unterstützung von Chromecast fehlt bisher vollkommen, soll aber nachgeliefert werden. Gerade diese Option wird noch deutlich mehr Streaming-Optionen eröffnen, als der Streamer ohnehin schon bietet. DLNA/UPnP mit einschlägigen Apps wie BubbleUPnP funktioniert ebenfalls. Mit NAA steht dem ZEN Stream schlussendlich eine etwas exotischere Betriebsart zur Verfügung, bei der Signalysts-HQPlayer die Audiodaten verarbeitet, in einem Datenstrom verpackt an den ZEN sendet. Dem Nutzer steht folglich vollkommen frei, mit welcher Software-Lösung er den ZEN Stream ansteuern möchte. Mittels des rückseitigen Wahlschalters kann man den Betriebsmodus des Streamers auf einen bestimmten Anwendungsbereich limitieren. Alle nicht relevanten Programme werden dann abgeschaltet. Die Wiedergabequalität des Streamers soll so noch weiter optimiert werden. Für den gesamten Test habe ich mich auf die All-in-One Betriebsart beschränkt, da gerade die Flexibilität den Streamer so attraktiv macht. iFi bietet zusätzlich eine browser-basierte Lösung zur Steuerung des ZEN Stream an, es besteht aber, von der unkomplizierten Ersteinrichtung des WLANs mal abgesehen, kein Nutzungszwang. Eine eigene iFi-App befindet sich in Entwicklung. Unabhängig davon, welche Streaming-Methode man nutzt, beherrscht der ZEN bis zu 384 Kilohertz bei 32 Bit und DSD256. MQA wird zur Dekodierung durch einen MQA-fähigen DAC durchgereicht.
Passenderweise steht während des Testzeitraums ein Besuch bei Redaktionskollege Wolfgang Kemper an. So teste ich den ZEN Stream nicht nur in meiner eigenen Kette, sondern kann seine Qualitäten auch gemeinsam mit Wolfgang in seiner deutlich aufwendigeren Anlage evaluieren. Die Einrichtung des ZEN Stream geht dabei leicht von der Hand. Möchte man ihn an einer LAN-Verbindung nutzen, konfiguriert er sich beim ersten Hochfahren selbst, sofern eine LAN-Verbindung gesteckt ist. Auch die Verbindung mit einem WLAN-Netz mit 2,4- oder 5 Gigahertz gestaltet sich recht einfach. Nach dem ersten Einschalten des Streamers benötigt dieser einige Zeit zum Hochfahren. Ist er hochgefahren, leuchtet die linke LED, je nach Netzwerkstatus weiß, cyan, grün, gelb oder rot. Rot bedeutet keine Netzwerkverbindung und ist die erwartete Farbe beim allerersten Gerätestart. Hat man es zu diesem Punkt geschafft, muss die Verbindungstaste auf der Front des Geräts für länger als zwei Sekunden gedrückt gehalten werden, um den Streamer in den Einrichtungssmodus zu versetzen. Man findet ihn jetzt als reguläres WLAN-Netzwerk am PC oder Smartphone und kann sich mit ihm verbinden, um dann mittels der browser-basierten Bedienoberfläche die WLAN-Einrichtung abzuschließen. Dazu öffnet man den Browser seiner Wahl und tippt „http://ifi.local“ oder die IP-Adresse 192.168.211.1 ein. In der sich öffnenden Oberfläche navigiert man zu Einstellungen, dann Netzwerkeinstellungen und kann dort sein Heimnetzwerk wählen und sein Netzwerkpasswort eingeben. Nach Bestätigung verlässt der Streamer den Einrichtungsmodus und ist ab dann als Streamer im Heimnetzwerk verfügbar.
In der Stereokette von Wolfgang beginnen wir mit dem Betrieb per LAN, da sein Netzwerk-Setup dank Ansuz PowerSwitch A2 und Digitalz A2 Netzwerkkabel das Maß der Dinge darstellt. An den USB-Anschluss des Streamers hängen wir den Mutec Reclocker MC-3+ USB, welcher das Signal an den PS Audio Direct-Stream-DAC weitergibt. Wir streamen erste Stücke von Qobuz via BubbleUPnP und der ZEN Stream macht seinen Job unheimlich gut. Die Wiedergabe klingt frisch, rhythmisch beweglich und agil und verfügt über eine gute Feindynamik. Im Vergleich zu Wolfgangs getuntem NUC fällt der ZEN Stream auch mit dem mitgelieferten Netzteil keinesfalls stark ab. Einzig der Hochtonbereich weist einen Anflug von Härte auf. Obwohl der Streamer konstruktionsbedingt wenig empfindlich auf verschiedene Netzteile reagieren sollte, verschwindet die Härte im Hochton vollständig, nachdem wir auf das Linearnetzteil von Wolfgangs NUC umsteigen. Das Ferrum HYPSOS macht sich erwartungsgemäß ebenfalls sehr gut mit dem ZEN Stream. Auch wenn hier, wie bereits öfter in der Vergangenheit, Gerätepreis und Netzteilpreis in einem starken Missverhältnis stehen, lässt sich nicht von der Hand weisen, dass das HYPSOS überdurchschnittliche Ergebnisse liefert. Wer das Maximum möchte, zahlt eben auch den dementsprechenden Preis. Man muss allerdings fairerweise hinzufügen, dass das iFi-Netzteil mit gewaltigem Abstand der Preis-Leistungs-Sieger ist. Denn der qualitative Abstand zu den anderen zwei Netzteilkandidaten ist deutlich geringer als in anderen von mir getesteten Geräte- und Netzteilkonstellationen. Da der DC-Eingang des Streamers 9 bis 15 Volt aufnimmt, haben wir es uns nicht nehmen lassen, mit verschiedenen Eingangsspannungen zu experimentieren – HYPSOS sei Dank. Auch hier tut sich klanglich noch etwas, allerdings in denkbar kleinster Ausprägung. Die Auswirkung beschränkt sich hauptsächlich auf die empfundene musikalische Spannung und macht die Wiedergabe wahlweise etwas zurückhaltender oder explosiver.
Der Umstieg auf die WLAN-Verbindung ist eine echte Überraschung. Während die kabelgebundene Netzwerkverbindung sich erst mit anderem Netzteil am Streamer freispielen konnte und vollumfänglich in die Kette Wolfgangs integrierte, sitzt bei der WLAN-Verbindung bereits mit dem iFi-Netzteil alles auf den Punkt. Bei vielen Geräten ist die WLAN-Schnittstelle eine echte Schwachstelle und von vielen Herstellern gar kategorisch gemieden, am ZEN Stream überzeugt sie jedoch auf ganzer Linie.
Weniger überzeugend ist leider die Bedienoberfläche des Browser-Menüs des Streamers. Auf dem Smartphone bringe ich es nach der Ersteinrichtung nicht zustande sie über „http://ifi.local“ aufzurufen, sondern muss immer die vom Router vergebene IP-Adresse nachschauen und diese im Browser eingeben. Einige Aspekte der Oberfläche sind etwas rudimentär geraten, das Navigieren durch Alben ist etwas umständlich, Albumcover werden nicht geladen, es gibt kaum Anpassungsoptionen. Wenigstens ist die Oberfläche in ihrer Schlichtheit schnell verständlich und die Benutzung ist nur einmalig zur Einrichtung des WLANs notwendig. Eine Ausnahme stellt der Zugriff auf Daten einer an den Streamer angeschlossenen externen Festplatte dar. Leider taucht diese nicht eigenständig im Netzwerk auf und auch ein Zugriff direkt über DLNA respektive BubbleUPnP konnte ich nicht bewerkstelligen. So kommt man zur Wiedergabe von externer Festplatte nicht an der Browser-Bedienoberfläche des Streamers vorbei. Ich hoffe, dass iFi mit der angekündigten iFi-App nachbessert. Allerdings fällt die Wiedergabequalität von externer Festplatte im Vergleich zum Stream von einem anderem im Netzwerk befindlichen Datenträger oder Streaming-Dienst meiner Meinung nach ohnehin ab. Bereits das Streaming von meinem Fritz!NAS im Heimnetzwerk liefert überzeugendere Ergebnisse, aber dazu später mehr. Ein weiteres Bein stellt sich die HiFi-Szene durch Kabel mit opulenten Steckern selbst. Die USB-Anschlüsse des Streamers für einen DAC und externe Datenträger liegen direkt übereinander. Mit einer 0815-USB-Strippe kein Problem, mit nahezu jedem hi-end USB-Kabel wird eine Doppelbelegung unmöglich. Das ist durchaus ärgerlich, aber zu verschmerzen, da die eigentliche Stärke des Streamers – Überraschung – das Streamen ist.
Wieder zurückgekehrt vom Besuchswochenende bei Wolfgang, muss sich der kleine Streamer mit meinem Musikserver Melco N1 AH 60/2 messen. Dieser ist schon etwas in die Jahre gekommen und die neusten Generationen sind ihm bereits klanglich überlegen, aber dennoch ist er mit seiner souveränen, unaufdringlichen Spielweise nach wie vor ein wichtiges Standbein meines Setups. Der von Melco ausgehende Datenstrom wird ebenso wie bei Wolfgang von Mutecs MC-3+ USB reclockt und dann per S/PDIF an meinen Mytek Brooklyn DAC+ weitergereicht. Nachdem mich die WLAN-Schnittstelle des Streamers bereits derart überzeugt hat, verlasse ich mich in meinem Heimnetzwerk gänzlich auf sie, obwohl das LAN-Netzwerk für Audiozwecke nur eine Handbreit entfernt liegt. Das soll schon etwas heißen. Nicht nur die Klangqualität, sondern auch die Zuverlässigkeit und Stabilität der WLAN-Verbindung ist über alle Zweifel erhaben. Zunächst spielt der Melco in üblicher Konstellation, gesteuert über BubbleUPnP, Daten von seiner internen Festplatte. Danach ersetze ich den Melco durch den ZEN Stream. Die wiederum über BubbleUPnP abgespielten Daten lasse ich den kleinen Streamer nach wie vor von der internen Melco-Platte laden. Im Direktvergleich fällt der Streamer wie schon in Wolfgangs Anlage mit einer gewissen Spritzigkeit auf. Der Melco hingegen scheint etwas beruhigter zu spielen und arbeitet charakteristische Klangeigenschaften noch stärker heraus. Von einem qualitativen Unterschied ist kaum zu sprechen, lediglich von einer Frage des Geschmacks. Dies liegt auch daran, dass der Melco in beiden Fällen die Datenquelle ist. Streame ich mit dem ZEN nämlich von meinem Fritz!NAS über BubbleUPnP fehlt Tiefe und Präsenz. Wohlklang stellt sich nicht in ausreichend befriedigender Manier ein. An dieser Stelle kommt ein Tipp von Wolfgang ins Spiel, der sich kürzlich recht angetan vom neuen Audirvana Studio und insbesondere dessen Kernel-Streaming gezeigt hat. Anstelle von BubbleUPnP lasse ich Audirvana Studio auf die Musikdaten des Fritz!NAS zugreifen und diese an den ZEN Stream weiterreichen. Obwohl die Daten noch immer von einem wenig audiophilen Server kommen, gerät etwas mehr Spannung und Dynamik in die Wiedergabe. In dieser Spielweise zieht der Streamer qualitativ dann auch an der Wiedergabe von einer per USB an ihn angeschlossenen externen Festplatte vorbei – ganz ohne einen hochwertigen Datenserver.
Bevor der kleine Streamer wieder zurück zu Werner Obst geht, bin ich noch neugierig, wie sich die S/PDIF-Schnittstelle schlägt. Diese ist nämlich tunlichst nicht als Dreingabe misszuverstehen! Leider ist USB eine eher schlechte Audioschnittstelle. IFi gibt im ZEN Stream mit Active Noise Cancelling in der USB-Schnittstelle zwar sein Bestes, aber USB bleibt USB. Nicht umsonst setzt die gesamte Redaktion zwischen Quelle und DAC auf eine Aufbereitung oder Umsetzung des USB-Signals in anderes Format. Sei es mit Hilfe eines Mutec Reclockers, Chord Electronics Hugo M-Scalers, SOtM tX-USBultras oder Matrix S/PDIFs. Ein reines USB-Signal geht bei keinem unserer Redakteure direkt in den DAC. Speise ich das S/PDIF Signal des Streams direkt in meinen DAC, erreiche ich nicht ganz die enorme Präzision, rhythmische Verzahnung und vor allem große Ruhe im Klanggeschehen wie mit dem Mutec, aber der Unterschied ist geringer als mir lieb ist. In vielen günstigen Setups dürfte mit der S/PDIF-Schnittstelle ein deutlich besseres Ergebnis als über USB erreicht werden. Lediglich die geringere Samplerate von maximal 192 Kilohertz muss man in diesem Fall in Kauf nehmen. Das schadet der Wiedergabequalität in dieser Betriebsart allerdings in keinster Weise. Abschließend möchte ich als Kernqualität des ZEN Stream nochmals seine Vielseitigkeit hervorheben. Es gibt kaum eine Betriebsart, die er nicht beherrscht. Die Bedienung bleibt gleichzeitig unkompliziert und nutzerfreundlich. Die meisten Apps erkennen den ZEN Stream ohne weitere Umwege und können direkt losstreamen. Er zeigt, dass Musik nicht immer zwangsläufig direkt von einer Festplatte kommen muss, um wirklich gut zu klingen. Sogar in einer sehr hochwertigen Kette konnten Streaming-Dienste dank der handgroßen Portion ZEN nicht nur befriedigende Ergebnisse liefern, sondern eine echt Alternative zur Datenablage auf dem heimischen Hochleistungs-Musikserver darstellen. Schlussendlich skaliert sich die Spielkultur des Streamers mit der Qualität der ihn umgebenen Komponenten.
Gehört mit Finn Corvin Gallowsky
|
|
---|---|
Computer | ThinkPad 470s, Intel i5-6300U @ 2,4GHz, 12GB DDR4-RAM @ 2400MHz, Windows 10 (Roon, foobar2000) |
Router & Zubehör | Fritzbox 7530, Netgear ProSAFE GS108 (mit Keces P3) |
Server | Melco N1 AH 60/2 |
Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit ifi iDefender+) |
Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
DAP | HiBy R6 (HiBy Music App, BubbleUPnP, Qobuz), Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 9 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp) |
Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s |
In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match |
Kabel | Boaacoustic, Sommer, Intona, Furutech, Audioquest, Belden, Glockenklang/Eupen |
Gehört mit Wolfgang Kemper
|
|
---|---|
Computer | Intel Nuc Pentium Silver 1,5 GHz, SSD mit Linear-Netzteil, Daphile-Player 21.01 und Qobuz |
Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 und Audioquest CAT700 Carbon |
Reclocker | Mutec M-3+ Smartclock USB |
DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Sunlight |
Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 |
Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
Lautsprecher | Triangle Grand Concert |
Zubehör | Siltech Royal Signature Universal II USB, Habst DIII AES/EBU, Audioquest Jitterbugs, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral und Supra XL Annorum LS mit Enacom LS, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC, Source und NRG-X2 Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen |
Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
Herstellerangaben
iFi ZEN Stream
|
|
---|---|
Eingangsspannung | DC 9V/1.8A-15V/0.8A (ZEN Stream) AC 100 -240V, 50/60Hz (Netzteil) |
Eingänge | Wi-Fi, Ethernet, USB HDD (Firmwareupdates über OTA und USB-C auf der Rückseite) |
Formate | PCM 384kHz DSD256 voll MQA-kompatibel |
Ausgänge | USB3.0 (Type-A-Buchse) x2 S/PDIF (Coaxial) |
Energieverbrauch | Ohne Signal ~6W Bei Maximalsignal ~10W |
Abmessungen (BxTxH) | 158x100x35 mm |
Gewicht | 578g |
Preis | 399 Euro |
Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
| |
---|---|
Anschrift | Westendstr. 1a
61130 Nidderau |
Telefon | +49 6187 900077 |
info@wodaudio.de | |
Web | www.wodaudio.de |
Die Audio Offensive in Falkensee hat sich einige Paare der LS 8/1 Derek Hughes Signature Edition gesichert, die weltweit auf 100 Paare limitiert ist. Den Lautsprecher mit wohnzimmerfreundlichen Ausmaßen gibt es nur in edlem Teak-Echtholzfurnier. Der Verkaufspreis liegt bei 7.000 Euro pro Paar inklusive der passenden Stands.
Das aktuelle Design basiert auf der BBC-Version des LS3/6. Das Design des LS8/1 hat seine Wurzeln in der Forschung der BBC nach Alternativen zu Papierkonus-Tieftönern in den späten 1960er Jahren und insbesondere in der Arbeit an den LS5/5-Lautsprechern, die Graham Audio ebenfalls herstellt. Das Design behält die Grundlagen des ursprünglichen LS3/6-Designs bei und nutzt moderne Techniken, um die Empfindlichkeit und die Belastbarkeit zu verbessern, insbesondere im Bassbereich, der die größte Schwachstelle des ursprünglichen Lautsprechers war. Die LS8/1 ist ein moderner Klassiker des BBC-Erbes.
Graham LS8/1 Derek Hughes Signature Edition
Vertrieb
Audio Offensive Hifi-Vertrieb
|
|
---|---|
Anschrift | Inhaber: Uwe Heile Münchener Str. 5 14612 Falkensee |
Telefon | +49 3322 2131655 |
Mobil | +49 172 3844155 |
info@audio-offensive.de | |
Web | www.audio-offensive.de |
Es ist brandneu, so dass Sie es noch nicht auf der Website von Charisma Audio finden. Es ist innovativ, weil ein Nadelträger aus weißer Keramik den Abtastdiamanten trägt. Es besitzt die musikalischen Fähigkeiten zum Klassenprimus – und das für 800 Euro. Ein Erlebnis: das Charisma Audio ECO.
Die Einleitung ist meiner anfänglichen Begeisterung geschuldet, die sich bereits in der Einspielphase – Charisma Audio empfiehlt hierfür 30 Stunden – einstellte, ganz einfach, weil der Tonabnehmer schon da erstaunlich gut klang. Nach meiner Erfahrung vor fünf Jahren mit dem auf dem legendären Denon 103 aufgebauten Audio Exklusiv 103, das ja ebenfalls aus dem Hause Charisma Audio stammt und auch weiterhin im wachsenden Portfolio der kanadischen Marke zu finden ist, hatte ich dies nicht erwartet. Mit seinem Preis von 800 Euro ist das neue ECO deutlich preisgünstiger als das 103. Auch Dirk Sommer attestierte in seinem Bericht über das Charisma Audio Signature One kürzlich den ihm bekannten Modellen von Entwickler Bernard Li „ein sehr kundenfreundliches Preis/Genuss-Verhältnis“. Dennoch: das ECO ist klanglich selbstverständlich nicht in die Reihe der allerbesten Systeme einzuordnen. Aber bei der Art, wie es zu musizieren vermag, muss es das auch gar nicht.
Als Plattenspieler für diesen Test wählte ich meinen Kenwood KD-990, einerseits, weil damals das 103 im Zusammenspiel mit ihm sehr gut klang, zum anderen, weil ich davon ausgehe, dass man einen Tonabnehmer für 800 Euro nicht zwingend mit einem 8000-Euro-Plattenspieler wie dem Brinkmann Bardo mit dem Musical-Life-Conductor-Tonarm kombiniert. Auch in einer preisgünstigen Laufwerk-Tonarm-Kombination soll das ECO sein Können beweisen. Ein drittes Argument: Auf diese Weise steht mir immer wieder zum Vergleich der Bardo mit dem Audio-Technica-ART-9-Tonabnehmer zur Verfügung – und das sollte sich noch als sehr aufschlussreich erweisen. Die für das ART-9 eingestellte Impedanz am Plinius Koru beließ ich bei 220 Ohm. Der für das ECO empfohlene Bereich liegt zwischen 100 und 1000 Ohm. Hiermit werde ich später noch experimentieren. Der Verstärkungsfaktor der Phonostufe steht bei gängigen sechzig Dezibel.
Vor dem Hören des Tonabnehmers steht bekanntlich sein Einbau. Bereits hier konnte das ECO Sympathie erheischen, da es mit seinen elf Gramm und dem geradlinigen und vorn runden Systemkörper aus Aluminium bei der Montage angenehm in der Hand lag und sich vor allem leicht justieren ließ. Weitaus wichtiger als diese haptische Qualität ist die Resonanzarmut des massiven Aluminium-Blocks. Mit einem der drei mitgelieferten Schrauben-Paarel für die leichtgängigen Gewindebuchsen lässt sich das ECO im Headshell befestigen. Messtechnisch erwies sich das Resonanzverhalten im Tonarm des KD-990 als sehr unauffällig und ruhig im kritischen Bereich zwischen sechs und sechzehn Hertz. Erst bei 80 Mikron waren bei einer Auflagekraft von 1,9 Pond leichte Abtastverzerrungen zu hören. Der Hersteller empfiehlt Sorgfalt beim Umgang mit dem Keramik-Nadelträger. Sicher ein ernst zu nehmender Hinweis, gilt aber nach meiner Auffassung für jeden Tonabnehmer. Der leider fehlende Nadelschutz ist durch den Warnhinweis nicht wett zu machen. An dieser Stelle sind wir, technisch gesehen, bei der Besonderheit des ECO. Keramik-Nadelträger sind sehr selten zu finden. Die Schweizer Tonabnehmer-Nobelmarke Hifiction verwendet Keramik-Nadelträger bei ihren kostspieligen Tonabnehmern, die nicht einmal für den zehnfachen Preis des ECO zu bekommen wären. Ein weiterer Hersteller kommt mir aktuell nicht in den Sinn. Vergleicht man die Materialien für Nadelträger, die da sind künstlicher Diamant, Rubin, Bor oder Aluminium, so erkennt man unterschiedliche mechanische und klangrelevante Eigenschaften. Der Elastizitätskoeffizient benennt Spannung und Dehnung bei der Verformung des Nadelträgers während der Abtastung und ist an dieser Stelle besonders bedeutsam. So ist ein Diamant-Nadelträger bei gleichen Abmessungen etwa fünfzehn mal verformungsresistenter als Aluminium. Dass eine starre Keramik ebenfalls überlegen sein dürfte, ist leicht vorstellbar. Rigidität ist ein entscheidendes Kriterium für die unverfälschte Weitergabe der vom ECO mit stark elliptisch geschliffenen Diamanten abgetasteten Rillenformung im Vinyl an die Spulen des Moving-Coil-Tonabnehmers. Beim Charisma Audio ECO sind diese aus sauerstofffreiem Kupfer auf eine Trägerkreuz aus Reineisen gewickelt.
Bereits in der Einspielzeit, nach etwa vier bis fünf Stunden, hatte das Klangbild des ECO etwas Faszinierendes. Weil ich noch eine eher leicht raue, etwas unausgewogene Musikdarbietung erwartete, legte ich Peter Greens In The Skies auf den Plattenteller, da dies dieser Musikart nach meiner Einschätzung weniger zum Nachteil gereicht als etwa einem Violinkonzert. Wie gesagt, ich war nicht wenig überrascht, wie homogen und detailreich das ECO bereits jetzt zu Werke ging. Dabei beeindruckten mich in besonderer Weise die intensiven Klangfarben und das seidige, transparente Hochtonspektrum. Das Charisma gefiel mit einer schönen Staffelung und räumlichen Struktur, die jedem Instrument und Peter Greens Gesang in Tiefe und Breite eigenen Raum gab.
Durch die beeindruckende Reproduktion von In The Skies angespornt, wagte ich mich an das in Instrumentierung und Klangfarbenpracht vielfältigere erste Album der Chicago Transit Authority und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Die hölzerne Percussion zum Beispiel war plastisch und beinahe zum Greifen nah. Homogenität und Durchzeichnug, vor allem aber dieser unglaubliche musikalische Fluss machten den Hörgenuss aus. Das bedurfte eines Gegenchecks, auch wenn das ECO bis dahin noch keine zehn Stunden spielen konnte. So hörte ich dann Seite eins mit den wohl zeitlos schönen Songs „Does Anybody Really Know What Time It Is?“ und „Beginnings“ mit meiner Bardo-Referenz. Ja, das war noch einmal ein Sprung in Sachen Lebendigkeit und Offenheit. Aber jetzt kommt's: Keine Sekunde habe ich beim Wechsel zurück auf den Kenwood mit dem Charisma Audio auch nur das Geringste des vorher erlebten Mehr vermisst. Das ECO besitzt etwas Einnehmendes, musikalisch Überzeugendes, das ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht näher beschreiben kann. Mit seiner Darbietung zieht es mich in seinen Bann, und nachdem ich die geniale Chicago-Interpretation von Stevie Winwoods „I'm A Man“ genossen hatte, wollte ich herausfinden, was das ECO aus dem Original der Spencer Davis Group macht, das ich auf einer Best Of-LP von Island Records besitze und das in dynamischer Hinsicht der Chicago-LP nicht das Wasser reichen kann. Es war wirklich nicht schlecht, was das ECO aus diesem Oldie herausholte. Das war mehr als anhörbar und hatte nichts Langweiliges oder Nerviges an sich. Dass es mit dem ECO Spaß macht, auch minderwertiges Material zu hören, ist dem neuen System aus Kanada hoch anzurechnen und im Musik-Alltag ein wichtiger Genuss-Aspekt. Jetzt möchte ich dieses Genre verlassen und zu zarteren Klängen wechseln. Dazu wähle ich das ECM-Reissue von 1990 Jimmy Giuffre 3 1961, das bereits 1961 in New York eingespielt wurde. Jimmy Giuffres Klarinette wird umrahmt von Paul Bleys Piano und dem Kontrabass des damals 20-jährigen Steve Swallow. Diese Musik lebt von ihren Klangfarben in den sensiblen Tonschwingungen. Das ECO kann diese begeisternd vermitteln. Ich bin wirklich beeindruckt von der musikalischen Stimmigkeit und der Spielfreude. Details, Farbe, Nachklingen, Ausschwingen – alles da, und mit feiner Dynamik vorgetragen. Nun will ich erst einmal die restlichen zwanzig Stunden weitere Einspielzeit abwarten. Wird danach noch mehr zu erleben sein? Wenn ich jetzt bereits das Statement formulieren müsste, würde ich schreiben: Das ECO ist so harmonisch, dass es den Hörer in die Musik zieht und ihn nicht wünschen lässt, viel mehr Geld für noch mehr Musikalität auszugeben.
Inzwischen hat das Charisma Audio ECO seine empfohlene Einspielzeit zumindest annähernd hinter sich gebracht und ich lege an einem Sonntagvormittag eine meiner Ewig-Lieblings-LPs auf: Igor Strawinsky Pulcinella-Suite mit der Academy of St.Matin-in-the-Fields unter Neville Marriners Leitung, Decca 1968. Verzeihen Sie mir, wenn ich auch hier wieder von einer großen Überraschung berichten muss: Der musikalische Fluss mit kraftvoller, greifbarer Darstellung der vielfältigen Instrumentierung mit all ihren Klangfarben ist einfach großartig. Zarte, glanzvolle Streicher betören ebenso wie die straffen und energischen Töne der tiefen Streicher und das schillernde Blech der Bläser. Diese Pulcinella-Suite eignet sich bestens, um die Abschlussimpedanz an der Phonostufe zu optimieren. So wechsele ich dann gleich von den bisherigen 220 Ohm auf den empfohlenen Maximalwert von einem Kiloohm. Das kommt mir dann in meiner Anlagenkonfiguration einen kleinen Hauch zu hochtonintensiv vor. Die richtige Anpassung am Plinius Koru finde ich bei 470 Ohm. Wenn ich bei dieser Musik nun zum Vergleich auf Brinkmann Bardo / Musical Life Conductor / ART-9 wechsele ist da immer noch ein deutlicher Unterschied in Sachen Größenzeichnung und Offenheit, die aber wesentlich auch dem teuren Laufwerk und Tonarm zuzuschreiben sind. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass meine etatmäßige Kombi insgesamt und in jeder Hinsicht überlegen ist. Nein, sogar im Kenwood kann das Charisma Audio partiell punkten. Es generiert eine mitreisende musikalische Spannung, die das andere Setup in dieser Weise nicht bieten kann. Das Klangerlebnis des ECO ist stimmig, überzeugend und reproduziert Strawinskys Suite derart schön und packend, dass zumindest ich nichts anderes brauche. Bleibt zu klären, wie sich das eingespielte ECO bei Stimmen und komplexen Orchester verhält: Hören wir also noch einmal Peter Greens Meisterwerk In The Skies. „Seven Stars“ klingt nun runder, homogener als zuvor, der kräftige Bass konturierter. Das ECO hat einen ganz leichten Hang zur weichen Darstellung, womit ich aber keinerlei Nachteile verbinde. Dynamische Attacken klingen im positiven Sinne aggressiv, jedoch nie nervig. Percussionsinstrumente erhalten nun mehr Körper und Farbe. Die Stimme wirkt überzeugend und lebensecht.
Ich lege zur Überprüfung Led Zeppelin II, die LP von 1969 auf, 2. Seite: John Paul Jones' Bass tönt satt und groovt, Robert Plant klingt, wie ich ihn zu kennen glaube. Da ist nichts von freundlicherer Warmzeichnung zu spüren. Kari Bremnes ist die Frauenstimme, die für den nächsten Test herhalten muss. Ich weiß nicht, ob ich sie auf ihrem Album Over En By jemals so attraktiv und fesselnd gehört habe. Mit einbeziehen will ich das gesamte musikalische Ensemble. Dieses Album inszeniert das Charisma ECO mit Feingefühl und Grandezza. Es ist diese fließende Inszenierung, die der Darbietung nicht nur bei diesem Album musikalische Ganzheitlichkeit verleiht. Kann das ECO auch großes Orchester? Das soll der vierte Satz der Symphonie-Fantastique von Hector Berlioz mit dem Chicago Symphony Orchestra, dirigiert von Georg Solti, erschienen auf Stereo-Laboratory 1976 offenbaren. Die Wucht und Straffheit der Pauken und Kontrabässe eingangs des Satzes sind beeindruckend. Frappierend auch die Dynamik des Orchesters. Allein das Kenwood-Laufwerk verhindert hier eine angemessene Größendarstellung und Offenheit. Somit widerspreche ich dann doch dem von mir anfangs formulierten Gedanken, dass dies Charisma Audio ECO für 800 Euro wohl eher für preislich gemäßigte Plattenspieler-Konfigurationen gedacht ist. In ihm steckt viel musikalisches Potential, das es zu entfalten gilt. Leider muss mein Exemplar nun ins Fotostudio, danach möchte ich es für weiteres Hörvergnügen gern zurück haben.
Gehört mit
|
|
---|---|
Plattenspieler | Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 9, Kenwood KD-990 |
Phono-Vorstufe | Plinius Koru |
Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 |
Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
Lautsprecher | Triangle Grand Concert |
Zubehör | Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Elementa Advance und Alzirr XLR, QED Genesis Silver Spiral und Supra XL Annorum LS mit Enacom LS, Audioquest Niagara5000, Hurricane HC, Source und NRG-X2 Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Blue und Orange Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen |
Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
Herstellerangaben
Charisma Audio ECO
|
|
---|---|
Generatorprinzip | Moving Coil |
Gewicht | 11 g |
Gehäusematerial | Aluminium |
Nadelträger | Weiße Keramik |
Nadelschliff | Super elliptisch, nackter Diamant |
Vertikaler | Abtastwinkel 20º |
Spulenträger | Reineisen-Kreuz |
Spulenmaterial | OFC |
Ausgangsspannung | 0,38mV bei 3,54cm/sek |
Impedanz der Spule | 8 Ohm |
Frequenzgang | 20 – 20.000 Hz ±1dB |
Kanalgleichheit | >0,5dB |
Kanaltrennung | >25dB |
Dynamische Nadelnachgiebigkeit | 12µm/mN |
Empfohlener Abschlusswiderstand | 100 - 1000Ω |
empfohlene Auflagkraft | 1,9g ± 0,1g |
Abtastfähigkeit bei 315 Hz | 80µm bei 2g |
Empfohlene Tonarmmasse | mittel |
Einspielzeit | 30 Stunden |
Preis | 799 Euro |
Hersteller/Vertrieb
Audio Exklusiv
|
|
---|---|
Anschrift | Andreas Schönberg Sudetenstrasse 11 63691 Ranstadt |
Telefon | +49 6041 9624217 |
Fax | +49 6041 9624218 |
info@audioexklusiv.de | |
Web | www.audioexklusiv.de |
RRossaudio stellt eine neue Generation von KECES-Power-Conditionern/Netzfiltern vor: Die Ultimate Serie mit dem neuen KECES IQRP-1500 mit seinen 1200VA plus 300 VA Wicklungen.
Jeder Ausgang (300 und 1200 VA) hat eine selbstständige isolierte Wicklung, um im Ringkerntransformator die optimale Filterwicklung für jeden Ausgangsbereich zu erreichen. Vergoldete Ausgangsbuchsen und ein in Metall gekapselter Ringkern-Transformator sorgen für eine störungsfreie und optimale Kontaktierung Ihrer Audio/HighEnd Geräte. Durch die Trennung von Analog und Digital oder Endstufe und Vorstufe mit den unabhängigen 1200-VA- und 300-VA-Wicklungen wird eine Rückwirkung der Audio Geräte ausgeschlossen.
Die Quantum Resonance Technology erzeugt eine angenehme niedrige Resonanzfrequenz, die den Musikgenuss in dem Hörrraum auf eine neue Wohlfühldimension hebt.
Technische Daten:
Zudem hat Robert Ross neues interessantes Zubehör für seine KECES-Linearnetzteile im Angebot: RRossaudio Premium DC Stromkabelin jeder Länge mit hochwertig vergoldeten Ganzmetallsteckern mit zweimal 1,5 Quadratmillimeter Leiterquerschnitt in attraktiver Textilummantelung.
Version 1: mit zwei 5,5/2,5mm DC-Steckern
Version 2: mit einem 5,5/2,1mm und einem 5,5/2,5mm DC-Stecker
Vertrieb
Robert Ross Audiophile Produkte GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Alemannenstr. 23 85095 Denkendorf |
Telefon | 08466 905030 |
r.ross@robertross.de | |
Web | www.robertross.de |
Digitale Audio Prozessoren werden immer beliebter. Und mit dem N6ii hat der chinesische Hersteller Cayin ein Gerät vorgestellt, dass sich in einem Feature von den restlichen Anbietern unterscheidet. Interessiert?
Das Modell N6mk2 soll nicht nur die Lücke zwischen dem Flaggschiff N8 und dem kleineren Modell N5 schließen, sondern das Besondere daran ist sein modularer Aufbau. Es besteht somit aus dem eigentlichen Player und einem Motherboard, wie Cayin das nennt, das den D/A-Wandler sowie die Ausgangsstufe enthält. Der Clou dabei ist, dass man unter verschiedenen Modellen auswählen und somit das Klangergebnis dem persönlichen Geschmack etwas anpassen kann. Zusätzlich ist eine derartige Konstruktion natürlich für die Zukunft gewappnet, für den Fall, dass wieder neue Chips auf dem Markt kommen. Nun werden Sie sicher einwenden, das gibt es von anderen Herstellern schon länger; allerdings wird da nur die Ausgangsstufe gewechselt und nicht zusätzlich der D/A-Wandler.
Gebaut ist das Gerät wie ein Panzer und erinnert somit stark an den N8. Die Front ist asymmetrisch mit abgeschrägten Kanten unten und an der rechten Seite. Minimalistisches Industriedesign könnte man das nennen. An der rechten Seite ein Lautstärkeregler, sowie drei Tasten für start/stopp und vorwärts/rückwärts. Das war es auch schon. Die restlichen Bedienungsmöglichkeiten übernimmt der Touchscreen. Könnte man meinen. Der Lautstärkeregler ist nämlich ein Multifunktionsknopf. Mit diesem lässt sich das Gerät sowie der Monitor zusätzlich ein und aus schalten.
An der Oberseite gibt es drei Ausgangsbuchsen, in der Standardversion mit dem A01 Modul eine 3,5-Millimeter-Klinke für den unsymmetrischen Kopfhörer-Ausgang, sowie ein 4,4-Millimeter Pentaconn Ausgang für den symmetrischen Anschluss. Der fungiert gleichzeitig auch als symmetrischer Line Out. Zusätzlich existiert noch eine extra 3,5-Millimeter-Buchse für den unsymmetrischen Line-Out. Warum hier eine extra Buchse verwendet wird, hat sich mir nicht erschlossen. Der Slot für die MicroSD Karte liegt an der linken Seite, meine 512GB Karte wird problemlos akzeptiert. An der Unterseite werden wir von der mittlerweile üblichen USB-C-Buchse für die Datenübertragung und zum Laden begrüßt. Zudem existiert noch eine I2S-HDMI-Mini-Buchse. Mit seinen 290 Gramm Gewicht ist der N6ii nicht besonders schwer und auch nicht besonders groß, aber aufgrund seiner Dicke hat man schon ein Trumm in der Hand. Hatte ich schon erwähnt, dass die Verarbeitungsqualität hervorragend ist?
Cayin setzt hier Android 8.1 Oreo ein. Google Play ist bereits vorinstalliert, somit werden gängige Streaming-Anbieter wie Tidal oder Spotify unterstützt. Standardmäßig wird der N6 mit dem A01 Board ausgeliefert. Hier setzt Cayin den bewährten AKM-AK4497EQ-DAC-Chip ein. In der Ausgangsstufe werkeln vier OPA 1622 parallel und liefern somit 245 Milliwatt an 32 Ohm unsymmetrisch und 530 Milliwatt symmetrisch.
Zusätzlich zum Test wurde das brandneue R01-Modul mitgeschickt. Die Besonderheit dabei liegt in dem 24Bit R-2R Wandler. Diesem Wandlertyp sagt man ja eine sehr natürliche und organische Wiedergabe nach. Bei dieser Technologie übernimmt ein Widerstandsnetzwerk die Wandlung des digitalen Signals in ein analoges. Klingt einfach, oder? Ist es aber nicht. Für das diskrete(!) Widerstandsnetzwerk setzt Cayin insgesamt 96 Präzisionswiderstände ein. Um die 24-Bit-Decodierung zu ermöglichen werden pro Kanal 48 Widerstände benötigt. Die hier eingesetzten Filmwiderstände sind eine Sonderanfertigung und haben eine Toleranz von +/-0,01 Prozent! Zudem müssen diese äußerst temperaturstabil sein, sonst klingt der DAP im Sommer anders als im Winter.
Das Modul bietet zwei Ausgänge, symmetrisch mit einer Ausgangsleistung von 430 Milliwattt und unsymmetrisch mit 240 Milliwatt an 32 Ohm. Ein Line-Ausgang fehlt hier, damit könnte ich allerdings leben. Für Leute, die ohne symmetrischen Anschluss nicht auskommen können, enthält die Box auch einen Adapter, von 2,5 Millimeter auf 4,4-Millimeter-Pentaconn. Um die Module zu tauschen, benötigt man nun keine Uhrmacherausbildung, sondern man muss lediglich zwei T05 Torx Schrauben an der Rückseite lösen. Weil nicht jeder Haushalt mal eben einen passenden Schraubenzieher in der Schublade parat hat, enthält die Verpackung auch noch ein geeignetes Werkzeug. Ersatzschrauben sind dem Modul ebenfalls beigelegt. Letzteres ist durchaus empfehlenswert, da die Dinger so winzig sind, dass sie nach Herunterfallen wahrscheinlich unauffindbar bleiben.
Die Module sind erfreulicherweise in dem exakt gleichen Farbton gehalten wie der Korpus, so dass sie nicht wie ein Fremdkörper wirken. Der eingebaute Akku besitzt eine Kapazität von geschmeidigen 5900 Milliampere-Stunden, mit dem eine Betriebszeit von 13 bis 14 Stunden möglich sein soll – laut Hersteller. Das halte ich für ein großes Plus an diesem Gerät. Mit der Schnellladefunktion QC 3 kann man einen voll geladenen Akku in etwa zwei Stunden erwarten.
Die Software, die ich bereits von anderen Modellen her kenne, stammt vom chinesischen Hersteller Hiby und funktioniert hervorragend. Die Bedienung des Gerätes ist kinderleicht, insbesondere für Benutzer eines Android Handys. Bluetoothfähig ist der N6 natürlich ebenfalls, hier in der Version 4.2. Er bietet aber neben den üblichen Codes AAC und SBC auch die höher auflösenden aptX und LDAC. Wobei letzterer zwar die höchste Datenrate bietet, aber bisher nur mit Sony-Hörern funktioniert.
Vergessen wir einmal das vorher gesagte und kommen zu den wirklich wichtigen Dingen: wie klingt der N6 denn nun? Wobei man sich hier immer vor Augen halten muss, dass der beschriebene Sound auf dem Synergieeffekt mit den eingesetzten Hörern beruht. Ich benutze für den Test deshalb immer verschiedene In-Ears, zum Einsatz kamen der o-Bravo Cupid, der Empire Ears Legend X, sowie ein Vision Ears Erlkönig. Zunächst einmal die Standardversion mit Modul A01: Nach kürzerer Einspielzeit, die ich aus bestimmten Gründen verkürzen musste, klingt der N6 bereits körperhaft, wenig aggressiv, mit natürlichem Klang. Und das mit allen drei In-Ears. Das fängt doch schon mal gut an! Wer die AKM-Chips kennt, würde hier einen eher wärmeren und geschmeidigeren Klang erwarten. Allerdings bringt der Chip in diesem Modul zusätzlich auch eine detailliertere Wiedergabe, ohne dass der harmonische Klang verloren geht. Man könnte sagen, das Beste aus beiden Welten. Der Bassbereich erscheint minimal angehoben, allerdings gab es auch mit dem als sehr bassstark bekannten Legend X kaum Probleme. Wem das trotzdem zu viel sein sollte, der kann mit dem Equalizer leicht nachregeln. Im Gegenzug dazu profitiert ein eher schlanker klingender Hörer, wie der o-Bravo Cupid beispielsweise, enorm vom zusätzlichen Punch.
Die Mitten klingen leicht warm, was Stimmen sehr zu gute kommt und diese sehr natürlich und lebendig erscheinen lässt. Der Hochtonbereich ist etwas nachsichtiger, vielleicht nicht der Detailweltmeister, aber dafür harmonisch in das Gesamtbild passend. Schlecht aufgenommene Scheiben erklingen mit dem A01 erträglicher, Zischlaute sind kaum zu hören. Auch ist kein Rauschen zu hören, auch nicht mit hochempfindlichen In-Ears wie dem Vision Ears Erlkönig. Auffallend ist die packende Dynamik! Ich halte das A01-Modul für eine hervorragend klingende Allround-Karte und für den täglichen Gebrauch bestens geeignet. Wie immer, sollte man auch hier auf einen passenden In-Ear achten!
Die spannende Frage ist nun, was passiert mit dem R01-Modul? Mit der Nachrüstung des R01 Moduls steigt der N6 preislich in die oberste Kategorie auf. Klanglich auch? Auch hier habe ich das Modul erst einmal eingespielt. Leider war hier auch nur eine kurze Zeit möglich.Was jetzt zu hören war, hat mich dann doch überrascht. Und im HiFi-Sektor überrascht mich so schnell nichts mehr. Verbesserungen beruhen ja oft nur auf Nuancen, die primär derjenige hört, der das Geld dafür auf den Tisch gelegt hat. Hier muss ich allerdings sagen, in diesem Falle haben die chinesischen Ingenieure ganze Arbeit geleistet. Das Ding ist einfach in allen Bereichen besser. Und das hört man, auch ohne Feindkontakt. Wobei das Standardmodul schon sehr gut ist.
Das bedeutet allgemein, dass viel mehr Details geboten werden. Und das, ohne dass die Musik zu technisch und analytisch wiedergegeben wird. Alles fügt sich harmonisch zusammen. Instrumente bekommen viel mehr Klangfarben, ein Aspekt, der für mich sehr wichtig ist. Die Obertöne eines Cembalos beispielsweise, werden sehr natürlich wiedergegeben. Genauso Barockviolinen, die in sehr vielen Ketten einfach krätzig klingen. Auch ist die Klangverbesserung bei hochauflösenden Formaten sehr leicht zu hören. Der Bass ist klar und sehr gut kontrolliert. Hat auch genügend Punch. Kontrabässe werden sehr farbig mit vielen Nuancen wiedergegeben. Die feinen Resonanzen, die der riesige Holzkörper produziert, kann man bei guten Aufnahmen hören.
Gesangsstimmen sind eine weitere Stärke des Gerätes. Auch mit den manchmal schwierig wiederzugebenden Sopranstimmen hat der N6 kein Problem. Zudem werden die Sänger sehr körperhaft abgebildet. Der Hochtonbereich fügt sich vollkommen harmonisch ein und liefert jede Menge Details. Kräftig angeschlagene Schlagzeugbecken mit ihren ganzen Obertönen werden sehr sauber und mit Schmackes wiedergegeben. Bei lauten großorchestralen Passagen zerfällt die Musik nicht in einzelne Segmente, sondern wird homogen reproduziert. Auch das Brillantfeuerwerk, das die Manu di Bango Band regelmäßig abbrennt, kommt richtig livehaftig rüber! Stereobühne und Abbildungsfähigkeit sind ebenfalls hervorragend. Was will man mehr? Musikhören mit dem N6/R01 macht einfach Spaß! Mit dem A01 Modul klingen schlechte Aufnahmen erträglicher. Was ein Riesenvorteil in meinen Augen (Ohren) ist. Mit dem R01 bleibt es dabei, allerdings werden zusätzlich noch jede Menge Details geboten.
Mit dem kleinen o-Bravo Cupid kann der N6/R01 schon zeigen, was in ihm steckt. Allerdings läuft er zur Höchstform erst mit Kalibern wie beispielsweise dem Vision Ears Erlkönig auf. Mit diesem bietet der N6 ein eindrucksvolles Musikerlebnis. Die Musik ist lebendig und wird mit dem nötigen Drive wiedergegeben. Die Kombination N6/R01 gehört in die Topklasse der DAPs!
There is no going back to lesser pleasures (Hemingway)
Gehört mit
|
|
---|---|
Digitallaufwerk | Ayon CDT |
D/A Wandler | Borbely Audio |
Laufwerk | Apolyt |
Tonarm | Triplanar |
Tonabnehmer | Clearaudio Goldmund, Van den Hul Grashopper |
Vorstufe | Thomas Mayer 10Y |
Endstufe | Thomas Mayer 211SE Elrog |
Lautsprecher | Wolf von Langa, Ancient Audio Studio Oslo |
Kabel | Audio Consulting Reference RCA, Swisscables Reference NF, Swisscables Reference LS, Auditorium23 LS Swisscables Reference und Reference Plus Netz VertexAQ Jaya Netzfilter, VertexAQ Taga Verteilerdose, VertexAQ Roraima Netzkabel, Audioquest Diamond Digitalkabel, Audioquest Niagara 1000, Audioquest Blizzard Netzkabel |
Mobiles Hifi | Chord Hugo2, Hiby R6 Pro, Lotoo Pawn Gold Touch, Audioquest Dragonfly, Vision Ears Erlkönig, Empire Ears Legend X, oBravo Cupid |
Zubehör | LeadingEdge Gerätebasis, LeadingEdge Minipaneele |
Herstellerangaben
Cayin N6mk2 und R01
|
|
---|---|
Digitaler Wandler | AKM AK4497EQ, R-2R Netzwerk (R01) |
Unterstützte Formate | DSD 256, FLAC, ALAC, AIFF, WAV, APE, WMA, MP3, AAC |
Ausgangsleistung | 245mW an 32Ohm, 240mW (R01) unsymmetrisch, 530mW an32 Ohm, 430mW (R01) symmetrisch |
Speicher | 64 GB intern |
Ausgänge | 3,5mm unsymmetrisch, 4.4 mm Pentaconn symmetrisch Bluetooth: aptX, LDAC, SBC, AAC |
Akku-Kapazität | 5900mAh |
Abmessungen (L/B/H) | 121/70/21mm |
Gewicht | 290g |
Preis | 1.500 Euro 700 Euro R01 Modul |
Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
Telefon | +49 6174 9554412 |
Fax | +49 6174 9554424 |
info@cayin.com | |
Web | www.cayin.de |
Der Röhrenvollverstärker Cayin CS-300A ist eine Rarität für besondere Genießer. Er baut auf den klanglich unübertroffenen 300B-Ausgangsröhren auf. Die beiden direktbeheizten Trioden werden in einer Single-Ended-Konfiguration von einer 6SL7-Spannungs-Verstärkerstufe mit nachgeschalteter 6SN7-Treiberstufe versorgt.
Zwei GZ34-Röhren sind für die kanalgetrennte Hochspannungsgleichrichtung verantwortlich. Diese Anordnung sorgt für einen musikalisch flüssigen Klang mit hervorragender Detailauflösung. Cayin hat mit dem CS-300A einen besonders musikalischen Vollverstärker geschaffen, der trotz puristischer Eintakt-Schaltung acht Watt R.M.S. pro Kanal erreicht, was wirkungsgradstarken Lautsprechern zu einem enorm stimmigen, lebendigen Klang mit Körper und Ausdruckskraft verhilft.
Der Pre-In Eingang bietet die Möglichkeit, den Cayin CS-300A auch als reinen Endverstärker zu benutzen. Verschiedene Abgriffe für 4, 8 und 16 Ohm ermöglichen eine optimale Anpassung der verwendeten Lautsprecher. Ein speziell für diesen Single-Ended-Verstärker entwickelter Ausgangsübertrager mit gesonderten Wicklungsabgriffen für den Kopfhörer-Ausgang macht den CS-300A kompatibel für den Betrieb mit hochwertigen Kopfhörern.
Dem Benutzer steht ein integriertes Messinstrument für den präzisen Biasabgleich der 300B Röhren zur Verfügung. Außerdem findet sich auf der massiven Aluminium-Frontplatte ein zweistufiger Schalter für die individuelle Anpassung der negativen Gegenkopplung. In der Position „0 dB“ ist der Klang weich und offen, mit vielen Details, während bei „-3 dB“ die Wiedergabe klar und scharf umrissen wirkt.
Der Cayin CS-300A wird in Handarbeit mit feinster Punkt-zu-Punkt-Verkabelung aufgebaut. Eine Soft-Start-Schaltung zum Schutz des Verstärkers sorgt für eine längere Lebensdauer der Röhren und der empfindlichen Komponenten. Darüber hinaus verwendet Cayin Hochspannungssicherungen, um im Falle eines Röhrendefekts die übrigen Bauteile schützen. Mit der beiliegenden Fernbedienung im griffsympathischen Metallgehäuse lassen sich alle Funktionen steuern. Der Cayin CS-300A ist ab sofort bei cayin.com für knapp 4.000 Euro erhältlich
Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
Telefon | +49 6174 9554412 |
Fax | +49 6174 9554424 |
info@cayin.com | |
Web | www.cayin.de |
Der weltweit größte Plattenspielerhersteller Pro-Ject schickt sich an, mit der neuen Evolutionsstufe „PRO“ seines Plattenspieler-Dauerbrenners „Debut“ einen neuen Standard in der Einstiegsklasse zu setzen. Dabei herausgekommen ist ein waschechtes High-End-Gerät, das die hausinterne Hierarchie gehörig durcheinanderwürfeln dürfte.
Sollte ich mich wirklich outen als großer Pro-Ject Fan, der sich bereits vor mehr als zehn Jahren den Pro-Ject Debut III mit Ortofon VinylMaster Red gekauft und damit viele, viele Stunden mehr als zufrieden Musik gehört hat? Einerseits könnte ich in Bezug auf den anstehenden Test ja als befangen – und damit zu unkritisch – gelten, andererseits könnte ich Vertrauenspunkte sammeln als erfahrener Pro-Ject Kenner, der genau der Richtige wäre, der aktuellen Inkarnation Pro-Ject Debut PRO mit dem Pro-Ject Pick it PRO auf den Zahn zu fühlen. Ich wähle letztere Option. Und um es an dieser Stelle gleich mal vorweg zu nehmen: Bei dieser Version des inzwischen seit Jahrzehnten gepflegten Plattenspielermodells handelt es sich vielmehr um ein neu entwickeltes Gerät als um eine weitere Evolutionsstufe. Doch der Reihe nach.
Eigentlich wollte ich testmäßig wie vereinbart ganz entspannt in die Sommerpause gehen, als Dirk Sommer – das unbeabsichtigte Wortspiel bitte ich zu entschuldigen – mich anrief und darüber informierte, dass Pro-Ject einen neuen Dreher in der Pipeline habe, der kurzfristig auf den Markt kommen soll, und dass wir eines der ersten Exemplare zum Test bekommen könnten. Unser Chefredakteur brauchte den Gerätenamen nicht einmal vollständig zu Ende aussprechen, als ich mich nach dem Wort „Debut“ selbst schon sagen hörte, dass ich den Test auf jeden Fall kurzfristig machen würde. Also nix mit Sommerpause, selber schuld. Jetzt höre ich schon altvordere High-Ender frotzeln, wie man bei einem Gerät der Brot-und-Butter-Klasse denn so Feuer und Flamme sein kann. Aber – und das nehme ich für mich einfach mal in Anspruch – ich weiß es als alter „Debut-Hase“ eben besser.
Jedenfalls steht der Pro-Ject Debut PRO, der im Paket mit dem Tonabnehmer Pro-Ject Pick it PRO 750 Euro kostet, nun bei mir frisch ausgepackt auf seinem für den Test vorgesehenen Rack. Der eine oder andere mag sich angesichts des aufgerufenen Kurses gar an der oben genannten Einordung in die „Einstiegsklasse“ stören, zumal Pro-Ject selbst ja etliche Dreher im Portfolio hat, die preislich deutlich unterhalb des „Pro“ angesiedelt sind. Sei´s drum, bei mir fällt alles unterhalb von 1000 Euro eben in diese Kategorie. Basta.
Als erstes fällt mir das vormontierte Ortofon-System ins Auge, auf dem lediglich der Ortofon-Schriftzug zu fehlen scheint. Das ganz augenscheinlich aus der 2M-Serie der Dänen abgeleitete MM-Design, das exklusiv für Pro-Ject gefertigt wird, gibt es übrigens auch separat für 129 Euro zu erwerben. Damit liegt es preislich knapp oberhalb des „kleinsten“ Ortofon 2M Red. Wohl dem, der einen entsprechenden Geräteumsatz wie Pro-Ject hat, um den weltgrößten Tonabnehmer-Spezialisten Ortofon für einen eigenen Dreher einen maßgeschneiderten Pick-up entwickeln zu lassen! Eine Besonderheit ist die für ein MM-System eher geringe laterale Nadelnachgiebigkeit von zwölf Mikrometern pro Milli-Newton, das 2M Red hat im Vergleich dazu beispielsweise eine Compliance von 20 Mikrometern pro Milli-Newton. Damit harmoniert dieser Tonabnehmer sogar mit schwereren Armen, für die üblicherweise eher hart aufgehängte MCs verwendet werden. Ansonsten gibt es viele weitere Ähnlichkeiten: Der Nadelschliff ist wie beim 2M Red elliptisch und soll für eine Abtastfähigkeit von bis zu 70 Mikrometern gut sein. Übrigens: Der transparent-weiße Body des Tonabnehmers ist ein echter Hingucker und für meinen Geschmack todschick und optisch sehr elegant!
Besonders interessant wird zu hören sein, wie gut das Pick it Pro in der Praxis mit dem neu entwickelten Tonarm harmoniert. In dieser Preisklasse ist es schon mehr als erstaunlich, einen Verbundwerkstoff-Tonarm anzutreffen: In diesem Fall handelt es sich um einen 8,6-Zoll Arm, der aus einem Aluminiumrohr mit Karbonfaserbeschichtung besteht. Die Lager zur Aufnahme des Tonarms sitzen in einem sehr massiven Lagerbock aus Metall. Das Tonarmrohr selbst kann übrigens nach dem Lösen einer Schraube verdreht werden, so dass trotz festen Headshells eine Azimut-Justage des Tonabnehmers möglich ist.
Der Aufbau des eigentlichen Plattenspielers geriet übrigens zum Kinderspiel und man könnte hier fast von „Plug and Play“ sprechen. Der Tonabnehmer ist schließlich vormontiert und das Ausbalancieren des Arms mithilfe des Gegengewichts sowie das Einstellen der richtigen Auflagekraft bekommen selbst Ungeübte leicht hin. Viel wichtiger erscheint mir, die sehr gute und sehr saubere Verarbeitungsqualität des Drehers hervorzuheben, die ist in dieser Qualität in dieser Preisklasse schon Maßstab setzend. Haptisch passt hier schon beim Auspacken also alles, und mir persönlich gefällt die elegante Erscheinung der Beschichtung in mattschwarzer Farbe namens „Satin-Signatur“ ausgesprochen gut. Der Antriebsriemen ist ebenfalls schnell um das Motorpulley gelegt. Stichwort Motor: Pro-Ject legt größten Wert auf eine gute Entkopplung des Motors vom Chassis, eine Auffassung, die ich uneingeschränkt teile. Es gibt andere Hersteller, die beispielsweise den Ansatz der schnellen Schallableitung verfolgen und die Motoren knallhart an die „Bretter“ flanschen. Meiner Erfahrung nach führt das jedoch häufig zu unerwünschten Resonanzen. Zudem – und hier spreche ich wieder aus eigener Erfahrung – setzt Pro-Ject in dieser Preisklasse die besten, weil störgeräuschärmsten Motoren ein, die es am Markt für – ins Budget passendes– Geld und gute Worte zu kriegen gibt. Was der Pro-Ject an Laufruhe an den Tag legt, erinnert schon sehr an gute Massedreher.
Natürlich haben wir es hier nicht mit einem Masselaufwerk im klassischen Sinne zu tun, aber der Aluminiumguss-Plattenteller hat schon ein ordentliches Gewicht, was zu einem guten Gleichlauf beitragen kann. Wichtiger noch ist allerdings dessen TPE-Bedämpfung. Dabei handelt es sich um ein thermoplastisches Elastomer mit hoher Vibrationsdämpfung. Das gleiche Material findet sich sinnvollerweise auch in den drei höhenverstellbaren Füßen wieder. Hierzu habe ich generell eine sehr dezidierte Meinung: Aus Komfortgründen ist es natürlich schön, die Möglichkeit der Höhenverstellbarkeit zu haben und den Plattenspieler auf diese Weise bequem exakt „ins Wasser“ setzen zu können. Aber der liebevolle Vinylist setzt die drei Füßchen bitte schön fest und bringt stattdessen den Untergrund ins Lot, auf dem der Pro-Ject zukünftig spielen soll. Hinsichtlich des Unterbaus legte der Debut Pro übrigens keinerlei divenhafte Allüren an den Tag: Ob auf einer fetten Marmorplatte, auf einem entkoppelten HiFi-Rack aus Eichenholz oder auf einer Wandhalterung aus relativ dünnem Multiplex, ich konnte grundsätzlich kaum signifikante Klangunterschiede ausmachen.
Mitgeliefert wird übrigens ein hochanständiges semi-symmetrisches Phonokabel, das bei Pro-Ject unter der Bezeichnung „Connect it Phono RCA-E“ läuft, mit welchem ich den Pro-Ject Debut PRO auch getestet habe. Schließlich ist eine Staubschutzhaube obligatorisch, die ich für die Hör-Sessions aber stets abgenommen habe. Nicht im regulären Lieferumfang enthalten hingegen ist der Plattenpuck „PRO“, den es für 50 Euro extra zu erwerben gibt und den ich jedem Debut PRO Hörer wärmstens ans Herz legen möchte, da bei dessen Verwendung Ruhe und Substanz im Klangbild noch einmal eine lohnende Spur zulegen.
Aber wie klingt dieses elegante „PRO-Setup“ den nun konkret? Immer wieder gerne lege ich zum Beispiel das 2015er-Album Beneath The Skin von Of Monsters and Men auf, da es für mich inzwischen zu einer Art Teststandard geworden ist. Nanna Bryndis Hilmarsdottirs facettenreiche Stimme ist nämlich für jedes Gerät ein echter Prüfstein. Selbst feinste Nuancen ihrer Stimme wie dahingehauchte Töne werden sehr detailliert und extrem realistisch wiedergegeben, wie es scheint, ist der Pro-Ject ein echter Feingeist! Oder wie wäre es mit dem erdigen Klassiker „Thunderstruck“ der Jungs von AC/DC? Das Stück, das bei mir potenziell die Luftgitarre immer griffbereit hält, rockt, fetzt und marschiert genauso, wie es der Rocker in mir liebt. Schnelle, spritzige und brettharte Gitarrenriffs gewinnen durch ein hohes Auflösungsvermögen, welches aber nie in analytische Härte abdriftet. Mit Wucht und Kraft werden Bassläufe und Drums in meinen Hörraum geschleudert. Auch das atmosphärisch dichte Klassikeralbum The Joshua Tree von U2 nahm mich für sich ein wie selten zuvor.
Das für mich relevanteste Merkmal dieses Drehers von Pro-Ject ist eins, das sich mir erst im Laufe längerer Hör-Sessions erschloss: Er macht einfach keine Fehler. Es gibt einfach keine Disziplin, in der der Debut PRO schwächelt, und das macht ihn so gut. Müsste ich besondere Stärken hervorheben, wären dies sein Druck und sein Durchzug im Tiefton, das erinnert mich fast an alte Reibradspieler à la Garrard. Dabei offenbart er eine ganz feine Diktion und ein tolles Rhythmusgefühl. Bärenstark! Jedenfalls erfüllt dieser neue Pro-Ject Debut PRO alte HiFi-Kriterien wie Auflösungsvermögen, Verfärbungsfreiheit und Räumlichkeit mit Bravur, aber darüber hinaus bietet er eben dieses besondere Etwas, diesen emotionalen Kick, der aus HiFi eben High End macht. Mich hätte ehrlich gesagt auch kein doppelt so hoher Preis an diesem Gerät überrascht. Ungeachtet dessen ist dieser Plattenspieler im Zusammenspiel mit dem tollen Tonabnehmer sowie dem fast obligatorischen Puck eine Komponente, die mich total begeistert hat.
Gehört mit
|
|
---|---|
Vorverstärker | Audio Note M2 Phono |
Endverstärker | Sun Audio Uchida SV-2A3H Special Edition |
Lautsprecher | Odeon Rigoletto 2020 |
Zubehör | Reson LSK Lautsprecherkabel, Audio Note AN-S Interconnect Pure Silver NF-Kabel, Netzleiste AudioQuest PowerQuest 3 |
Möbel | Hi-Fi Racks Ltd |
Herstellerangaben
Pro-Ject Debut PRO
|
|
---|---|
Geräteart | Plattenspieler mit Tonarm |
Drehzahlen | 33/45/(78) (elektrische Umschaltung) |
Antriebsprinzip | Riemenantrieb mit elektrischer Steuerung |
Plattenteller | 300mm, Druckguss Aluminiumteller mit Dämpfung und Filzmatte |
Hauptlager | Hochpräzisions-Edelstahl-Achse in Bronzebuchse |
Drehzahlabweichung | 33: +/- 0,40%; 45: +/- 0,50% |
Drehzahlschwankung | 33: +/- 0,16%; 45: +/- 0,14% |
Signal-Geräuschabstand | 68dB |
Tonarm | 8,6“ einteiliger Carbon-Aluminium-Tonarm |
Effektive Tonarmmasse | 10,0g |
Effektive Tonarmlänge | 218,5mm |
Überhang | 18,5mm |
Leistungsaufnahme | 4W / 0W Standby |
Netzteil | 15V DC / 0,8A AC |
Inkludiertes Zubehör | Abdeckhaube, 78 RPM Riemen, 7“ Singleadapter |
Gewicht | 6kg netto |
Abmessungen (BxHxT) | 415 x 113 x 320mm |
Preis | 750 Euro (Pro-Ject Debut PRO) 50 Euro (Pro-Ject Plattenpuck PRO) |
Herstellerangaben
Pro-Ject Pick it PRO
|
|
---|---|
Geräteart | Tonabnehmer MM (Moving Magnet) |
Empfohlene Auflagekraft | 20mN (2,0g) |
Auflagekraftbereich | 18-22mN (1,8-2,2g) |
Nadelnachgiebigkeit | 12μm/mN |
Vertikaler Abtastwinkel | 20 Grad |
Gleichstromwiderstand | 750Ohm |
Induktivität | 450mH |
Empfohlener Abschlusswiderstand | 47kOhm |
Empfohlene Abschlusskapazität | 150-300pF |
Ausgangsspannung bei 1kHz | 4mV |
Übersprechdämpfung bei 1kHz | 22dB |
Abtastfähigkeit bei 315Hz | 70μm |
Übertragungsbereich | 20-20000Hz +/-2dB |
Abtastdiamant | elliptisch |
Verrundung | r/R 8/18μm |
Gewicht | 7,2g |
Preis | 129 Euro |
Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
|
|
---|---|
Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
Telefon | +49 6123 9258956 |
info@audiotra.de | |
Web | www.audiotra.de |
Der Peacock ist Sendy Audios neuester Kopfhörer. Nachdem der Hersteller schon mit dem AIVA für Furore gesorgt hat, präsentiert er nun ein noch aufwändigeres Modell, das selbst anspruchsvollste Hörer*innen überzeugt.
Die Membran hat Sendy Audio in zwei Jahren Entwicklungsarbeit optimiert, um einen idealen Kompromiss aus Stabilität und Gewicht zu erreichen. Es ist gelungen, sie so dünn und leicht zu machen, dass Frequenzen bis 40 Kilohertz bei hoher Belastbarkeit und Impulsivität kein Problem für den Peacock darstellen.
Beim Peacock kommt die Quad-Former Technologie zum Einsatz: Der magnetostatische Treiber besteht aus Doppelmagneten plus doppelten Spulenseiten auf der Membran plus Doppelspulen auf jeder Seite der Membran. Diese insgesamt vier Spulen auf jeder Seite der Membran sorgen dafür, dass die Membran bei gleicher Frequenz überall die gleiche Schwingung erzeugt. Der doppelseitige Magnet sorgt für eine gleichmäßige magnetische Kraft im Feld. Das Ergebnis ist eine hervorragende magnetische Energieumwandlung, gute Konsistenz, geringe Verzerrungen, die für eine exzellente Musikwiedergabefähigkeit sorgen. So wird ein Gefühl des Musikhörens wie in einem lebendigen Konzert vermittelt.
Das Gehäuse selbst wird präzise CNC-gefertigt und sorgt für eine vibrationsfreie und optimale Arbeitsumgebung der Membran und Spulen. Der 24 Karat vergoldete Grill ist ein geschicktes Designelement und gab dem Peacock seinen Namen, da er einem aufgefächerter Pfauen-Schwanz ähnelt. Ihn umgibt eine sauber geschliffene, lackierte und polierte Holzschale, die jedem Peacock eine besondere Haptik und Optik verleihen. Die Ohrpolster gewährleisten einen sehr guten Tragekomfort und sind leicht austauschbar. Ein circa zwei Meter langes, sehr hochwertiges, verdrilltes Kabel liegt dem Kopfhörer bei. Der Kopfhöreranschluss ist als 4,4-Millimeter-Pentaconn-Stecker ausgeführt, der mithilfe der beiliegenden Adapter auf 4-Pin-XLR oder 6,3- Millimeter-Klinke adaptiert werden kann, um Anschluss an alle hochwertigen Kopfhörerverstärker zu ermöglichen. Der Sendy Audio Peacock ist für 1.500 Euro ab sofort im Handel und online via www.audiodomain.de erhältlich.
Sendy Audio wurde von Mr. Zhou und Mr. Pan 2016 gegründet. Kernprodukte sind magnetostatische Kopfhörer für den professionellen und hochwertigen HiFi-Bereich. Sendy Audio ist eine Marke der Dongguan SIVGA Electronic Technology Co., Ltd. Mr. Zhou ist seit fast 20 Jahren im Bereich der Kopfhörerentwicklung tätig. Bevor er Sendy Audio gründete, war er leitender technischer Ingenieur einer führenden Kopfhörerfabrik. Er war verantwortlich für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit, einschließlich Kopfhörerdesign, mechanischer Teile und Produkthandwerk. Während seiner Karriere in der letzten Firma arbeitete Mr. Zhou mit vielen international bekannten HiFi-Kopfhörermarken zusammen und beteiligte sich an der Produkt-F&E-Arbeit, was eine sehr wichtige Rolle für das Wachstum der Marken spielte.
Mr. Pan ist seit vielen Jahren ein audiophiler Kopfhörerliebhaber. Ausgestattet mit einem sehr scharfen Hörsinn strebt er nach der ultimativen Klangqualität. Mr. Pan hat sozusagen „goldene Ohren“ und verfügt über eine sehr reiche Erfahrung bei der Klangabstimmung von Kopfhörern. Mr. Zhou und Mr. Pan sind Freunde aus Kindertagen. Sie gründeten gemeinsam Sendy Audio, weil sie die gleiche Liebe und Leidenschaft für Musik und das Streben nach Qualität für Kopfhörer haben. Für besonders hochwertige Produkte wurde Sendy Audio als eine eigene Marke gegründet. Design, Entwicklung und Produktion sind integriert, Sendy Audio verfügt über eine eigene Produktionsstätte. Seit Gründung des Unternehmens konzentriert man sich hauptsächlich auf die Forschung und Entwicklung von Kopfhörern und stellt hohe Anforderungen an das Produktdesign. Die ultimative Klangqualität der Produkte steht im Mittelpunkt. Alle Produkte haben ihren eigenen, einzigartigen Stil. Das Material und der Produktionsprozess der Produkte sind von höchstem Standard.
Vertrieb
audioNEXT GmbH
| |
---|---|
Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
Niimbus nimmt den High-End-Anspruch von Violectric auf und treibt ihn auf die Spitze: völlig kompromisslos für den edelsten Klang. Die beiden neuen Modelle US 5 und US 5 Pro verkörpern diesen Entwicklungsansatz bis ins Detail.
Als Quintessenz von 35 Jahren Erfahrung und mit erlesener Schaltungstechnik bringen die brandneuen Kopfhörerverstärker US 5 und US 5 Pro von Niimbus musikalische High-End-Erlebnisse direkt ans Ohr. Gerade die Wiedergabe über Kopfhörer stellt besonders hohe Anforderungen an die Verstärkerelektronik, befindet sich die Schallquelle doch unmittelbar am Kopf. Dank ihres konsequent symmetrischen Dual-Mono-Aufbaus, einer internen Betriebsspannung von 50 Volt und hoher Ausgangsleistung treiben die neuen Flaggschiff-Modelle von Niimbus Kopfhörer jeglicher Bauart mit größter Akkuratesse an. Dabei arbeiten sie besonders stör- und verzerrungsarm und bringen nur feinsten Klanggenuss zu Gehör.
Egal ob hochwertige dynamische Systeme oder Magnetostaten, offene oder geschlossene, hoch- oder niederohmige Kopfhörer: US 5 und US 5 Pro von Niimbus lassen sich flexibel anpassen und verhelfen damit jedem Schallwandler zu audiophilen Höchstleistungen. Die innovative Pre-Gain-Einstellung mit einem weiten Regelbereich von minus 18 bis plus 24 Dezibel gewährleistet niedrige interne Verstärkungsfaktoren und geringstes Rauschen bei allen Kopfhörerimpedanzen. Dabei treiben die vier kraftvollen Verstärkerstufen mit einer Ausgangsleistung bis zu 7000 Milliwatt an 50 Ohm und einer üppigen Ausgangsspannung von 32 Volt in 600 Ohm sowohl hoch- als auch niederohmige Hörer gleichermaßen souverän an. Der geringe Ausgangswiderstand gewährleistet einen hohen Dämpfungsfaktor, was zusammen mit dem aufwendigen Netzteil mit zwei Ringkerntransformatoren und einer Kondensatorkapazität von über 50.000 Mikrofarad für akkurate Transientendarstellung, höchste Dynamik und minimale Verzerrungen unter allen Betriebsbedingungen sorgt.
Neben zwei unsymmetrischen 6,3-Millimeter-Klinkenausgängen erlauben Niimbus US 5 und US 5 Pro auch den Anschluss von symmetrischen Kopfhörern über 4-pol-XLR- oder 4,4-Millimeter-Pentaconn-Verbinder. Dies gewährleistet nicht nur eine maßgeblich verbesserte Kanaltrennung durch individuelle Masseführung, sondern sorgt zudem für eine noch weiter verbesserte Dynamik. Mit ihren vier Verstärkerstufen arbeiten die neuen Niimbus Modelle bei symmetrischer Verkabelung als Push-Pull-Antrieb, wobei positive und negative Membranbewegungen gezielt verstärkt werden. Egal ob wuchtig-dynamische Orchester oder zerbrechlich feine Akustikinstrumente – der Verstärker hat die Kopfhörertreiber immer fest im Griff und liefert ein faszinierend präzises und plastisches Klangbild. Als Signaleingang fungieren ein symmetrischer und zwei unsymmetrische Stereo-Eingänge, während symmetrische und unsymmetrische Line-Ausgänge den Anschluss weiterer Komponenten ermöglichen. Dabei können die Line-Ausgänge wahlweise auf festen oder variablen Pegel eingestellt werden. So werden Niimbus US 5 und US 5 Pro zusätzlich zu Referenz-Vorstufen vor Endverstärkern und aktiven Lautsprechern.
Niimbus verspricht kompromisslose Perfektion bis ins Detail. Entsprechend wurde bei der Entwicklung der Referenzmodelle US 5 und US 5 Pro besonderer Wert auf eine akkurate Lautstärkeregelung gelegt. Die Verstärker erreichen so eine Genauigkeit und Kanalgleichheit, die dem High-End-Anspruch wirklich gerecht wird. Während beim US 5 ein hochwertiges motorisiertes Potentiometer zum Einsatz kommt, verfügt der US 5 Pro mit seinem Relay-Controlled-Attenuator (RCA) über die wohl beste – aber auch aufwendigste – analoge Pegelsteuerung, die heute verfügbar ist. Der Lautstärkeregler ist dabei mit einem Mikrocomputer verbunden, der seinerseits über verschleißfreie Reed-Relais ein Netzwerk von Festwiderständen ansteuert. Beim US 5 Pro von Niimbus umfasst das RCA-Netzwerk beeindruckende 256 diskret realisierte Lautstärkestufen mit einer Schrittweite von 0,4 Dezibel und bietet damit größtmögliche Genauigkeit ohne Signalfärbung. Der hohe Aufwand lohnt sich: Niimbus liefert mit dem US 5 und dem US 5 Pro eine außergewöhnliche Stereobühne mit einer detailreichen räumlichen Aufstellung der Instrumente ohne Artefakte.
Äußerlich präsentieren sich Niimbus US 5 und US 5 Pro in schlichter Anmut: Die zehn Millimeter dicke, schwarz eloxierte Frontplatte fügt sich mit ihrem unscheinbaren Understatement in jedes Ambiente ein. Sie trägt außerdem neben dem Lautstärkeregler auch Ein- und Ausgangswahltasten, einen Balance-Regler und die Kopfhörerausgangsbuchsen. Die aus einem einzigen Metallblock gefräste Fernbedienung steuert alle wichtigen Parameter und bietet insbesondere beim Einsatz der neuen Niimbus Modelle als High-End-Steuerzentrale für hochwertige HiFi-Systeme maximalen Bedienkomfort. Die Form unterstreicht die Prominenz des motorisierten Lautstärkereglers und versprüht damit eine zeitlose Eleganz. Die Fertigung aus hochwertigen Bauteilen durch ausgesuchte und gut ausgebildete Spezialisten in der firmeneigenen Manufaktur am Bodensee trägt zum Niimbus des Besonderen bei – exklusive Qualität für exquisiten Geschmack.
Die Kopfhörerverstärker US 5 und US 5 Pro von Niimbus sind ab Anfang August im ausgesuchten Fachhandel verfügbar. Die Preise betragen 5.000 Euro für den US 5 und 5.500 Euro für den US 5 Pro.
Vertrieb
cma audio GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Münchener Straße 21 82131 Gauting |
gmbh@cma.audio | |
Web | www.cma.audio |
Die Chord Company hat mit der Einführung seiner Chord GroundARAYs eine wichtige Weiterentwicklung seiner einzigartigen ARAY-Technologie zur Minimierung von HF-Rauschen auf den Markt gebracht.
Der GroundARAY ist ein Zubehör zur Hochfrequenz-Rauschunterdrückung der nächsten Generation, das an ungenutzte Steckplätze einer Hi-Fi oder AV-Anlage angeschlossen wird. Es bietet einen niederohmigen Weg für das Durchlassen von HF-Rauschen an, wodurch das Grundrauschen der jeweiligen HiFi-Komponente direkt verbessert wird. Der GroundARAY befindet sich in einem CNC-gefrässten, dickwandigen Aluminiumzylinder. Die Gehäusestärke verhindert, dass der Zylinder selbst HF-Geräusche verursacht.
Der GroundAray ist in sieben Anschlussvarianten erhältlich und somit für eine Vielzahl von digitalen und analogen A/V-Geräten geeignet:
Er profitiert von ünf separaten Rauschunterdrückungs-Systemen, die alle in unter-schiedlichen HF-Rauschbereichen parallel arbeiten, um unerwünschtes elektrisches
HF-Rauschen in Wärme umzuwandeln. Die fortschrittlichen Technologien stellen einen sehr niederohmigen Weg mit hoher Bandbreite für HF-Rauschen zur Verfügung, der das Rauschen effektiv aus der Signalmasse des Geräts „herauszieht“.
Jeder GroundARAY wird in der Fabrik der Chord Company in Wiltshire sorgfältig von Hand gebaut, einschließlich der Systemkomponenten selbst. Der GroundARAY besteht aus einer Reihe von Absorptionsgeräten, die mit einem hochmodernen doppelten Steck-verbindersystem mit ultrahohoher Bandbreite verbunden sind. Die Steckverbinder werden nach einem sehr hohen Standard gefertigt, was eine zeitaufwändige Handmontage durch die Werkstechniker erfordert. Jeder GroundARAY-Zylinder ist mit einem sorgfältig ausgewählten Material gefüllt, um Geräusche zu dämpfen und wird final fixiert, um die Auswirkungen akustischer Vibrationen zu reduzieren.
GroundARAYs sind am effektivsten, wenn sie bei mehreren Geräten in einer Anlage zum Einsatz kommen. Die Zylinder werden dabei einfach in die vorhandenen leeren Steckplätze platziert und können sowohl einzeln als auch mehrfach zum Einsatz kommen – zum Beispiel für linke und rechte Ausgänge et cetera. Bei DACs und Streamern können die GroundARAYs an nicht genutzten Digitaleingängen eingesetzt werden; auch Projektoren und Screens profitieren von den Rauschunterdrückungseffekten.
Doug Maxwell, Sales Director der Chord Company, zu den neuen GroundARAYs: „Nach vier Jahren Forschung und Entwicklung bin ich begeistert, dass unsere neueste Generation der ARAY-Rauschunterdrückungs-Technologie jetzt produziert wird. Das GroundARAY-Projekt war für uns als Unternehmen faszinierend und gibt uns die Möglichkeit, das Rauschen in den Systemen unserer Kunden weiter zu reduzieren, da die neuen Tools unsere Kabeltechnologien TunedARAY und SuperARAY ergänzen Das Beste ist, dass GroundARAY die Geräte, die wir bereits besitzen, verbessert und spürbare Optimierungen für alle Arten von A/V-Geräten bringt; wirklich alle können davon profitieren.“
Der Preis pro GroundARAY liegt bei 675 Euro.
Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
mika.dauphin@drei-h.biz | |
Telefon | +49 40 37507515 |
Extravagant und luxuriös sind die Lautsprecher MUON, BLADE und BLADE TWO von KEF- der britischen Traditionsmarke für Klang und Design. Limitiert auf nur 100 Paare kombiniert die MUON die Designästhetik von Ross Lovegrove mit der einzigartigen Technik von KEF.
Durch die herausragende Dynamik, die hier auf unvergleichliche Präzision und eine klar definierte, akustische Abbildung trifft, zählt die MUON heute zu den außergewöhnlichsten Lautsprechersystemen, die jemals entwickelt und produziert wurden. Die BLADE ist das Ergebnis, bei dem die besten und begabtesten Ingenieure von KEF freie Hand hatten, um den ultimativen Lautsprecher ohne Design- oder Kosteneinschränkungen zu entwickeln. Es dauerte Jahre, das BLADE-Konzept zu verwirklichen, führte aber zu einem Lautsprecher, der wie kein anderer aussieht und klingt. Die BLADE ist der weltweit erste Lautsprecher, bei dessen Produktion die Herstellungskosten eine untergeordnete Rolle spielten. Das Modell erhielt viele renommierte Auszeichnungen und wurden schließlich so erfolgreich, so dass KEF eine zweite Version entwickelte: Die BLADE TWO.
BLADE steht für eine klare Haltung: dafür, die Grenzen des Machbaren auszuloten. Ohne Kompromisse. Die atemberaubenden BLADE und BLADE TWO sind KEFs unvergleichliches Vermächtnis an kontinuierlichen Innovationen seit über 50 Jahren. Die Referenz-Lautsprecher sind das Spitzenmodell der Serie mit vier 225-Millimeter-Tieftönern und einem Uni-Q-Hoch-Mitteltöner (MF/HF-Array) in einem 1590 Millimeter hohen Gehäuse. In Kooperation mit Eric Chan von ECCO Design aus New York konnte KEF eine unverwechselbare visuelle Identität entwickelten, die der überragenden Leistung der BLADE entspricht. Die daraus resultierende Gehäuseform wurde von Brancusis wegweisendem Meisterwerk der Moderne Bird in Space inspiriert. Die schlanken Proportionen, die durch die seitliche Platzierung der Tieftöner ermöglicht werden, verleihen der BLADE eine eigenständige, skulpturale Präsenz. Das Modell wurde so erfolgreich und erhielt so viele renommierte Auszeichnungen, dass KEF eine zweite Version entwickelte: Die BLADE TWO. Dieses hat das gleiche ikonische Design und die identische Technologie mit einem verkleinerten Gehäuse, das in kleineren Räumen aufgestellt werden kann. In den für die BLADE und die BLADE TWO entwickelten leistungsfähigen Frequenzweichen mit optimalen Filtern sind ausschließlich beste Komponenten verbaut, die in einem strengen Verfahren selektiv ausgewählt werden, damit jeder Teil des Signalwegs auf maximale Transparenz ausgelegt ist. Die Blade und Blade II sind im Fachhandel und auf www.kef.com um Preis von 28.000 respektive 25.000 Euro erhältlich.
Die MUON besticht durch ihre überragende Mischung aus Design und Funktionalität. Entstanden ist der Lautsprecher als Kooperation zwischen den erfahrenen KEF-Ingenieuren und der Design-Ikone Ross Lovegrove. Der Prozess, mit dem die MUON konzipiert wurde, bedeutete, dass Ross Lovegrove in der Tat den Klang skulpturierte, indem er die Technologie mit einer zielgerichteten Form „enthäutete“: Die endgültige Form entstand durch einen evolutionären Prozess, der sie perfekt an ihren Zweck anpasst. Der Lautsprecher ist eine wirklich bemerkenswerte Symbiose aus Tontechnik und hochmodernem Design. Das Gehäuse wird individuell aus supergeformtem Aluminium gefertigt, abgestimmt und mit einem Zertifikat geliefert, das den individuellen Frequenzgang jedes Lautsprechers zeigt. Die MUON ist auf lediglich 100 Paare limitiert. Einer der Gründe, warum die MUON eine so hervorragende Klangqualität bietet, ist ihre ungewöhnlich große Übertragungsbandbreite. Damit ist sie in der Lage, subtile, fast unhörbare Töne im oberen und unteren Frequenzband zu reproduzieren. Wir können sehr tiefe Bässe spüren und Tests haben gezeigt, dass wir sehr hohe Frequenzen wahrnehmen, so dass diese zusätzlichen Informationen den Realismus des Gesamtklangbildes erhöhen. Die Art und Weise, wie Ross Lovegrove in der MUON die Form um den Sound gewickelt hat, zeigt, dass großartiges Design und erstklassiger Sound in einem Produkt koexistieren können. Die MUON ist auf Anfrage im ausgewählten Fachhandel und auf www.kef.com um Preis von knapp 200.000 Euro erhältlich.
Vertrieb
GP Acoustics GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Kruppstraße 82-100 45145 Essen Deutschland |
Telefon | +49 201 170390 |
info.de@kef.com | |
Web | de.kef.com |
Der Name der amerikanischen High-End-Schmiede lässt mich rätseln: Starke Sound – wird das ausgesprochen, wie Nike, also „Neiki“ oder „Naik?“ Ich sehe mir ein Interview mit den Firmengründern an und bin schlauer: „Stark“ wie der Name des Marvel-Helden Tony Stark. Ob mein Testkandidat auch das Zeug zum „Hifi-Hero“ hat, gilt es herauszufinden.
Seit 2009 im Business, hat das Team um Scott DeLoache, den Chief Design Director, Spring Qin als Chief Marketing Officer und Chief Technical Officer Dan Wiggins ein Ziel vor Augen: Lautsprecher zu bauen, die sowohl den Liebhaber des Stereosounds als auch den Heimkinofan gleichermaßen glücklich machen. Nach über zehn Jahren hat sich das Portfolio von Starke Sound inzwischen vergrößert. Neben den Speaker-Serien Halo und Brio/Brev sind Verstärker und Subwoofer zu finden. Alle Produkte werden im eigenen Hause designt und gefertigt, was in der heutigen Zeit der Globalisierung und des Outsourcings längst nicht mehr selbstverständlich ist.
Unsere Testobjekte kommen in standardisierten Kartons, gepolstert in angepasstem Schaumstoff und – mein Herz geht auf – zum Glück nicht in Plastikfolie eingewickelt, sondern verpackt in violette Filztaschen, verziert mit Echtlederfinish und eingestanztem Logo. So, dann öffnen wir mal das „Filztascherl“. Meine Augen, geblendet von der knallgelben Hochglanzlackierung, entdecken einen Speaker, der eindeutig das gemeinsame Kind von Iron Man und dem Transformer Bumblebee sein könnte. Meine Hauszierde kann sich den Kommentar „Spongebob Schwammkopf“ nicht verkneifen. Aber Scherz bei Seite, was ich hier entdecke ist top verarbeitetes Industriedesign. Die ein Zentimeter dicke und äußerst stabile, gebürstete Alufront ist mit acht Inbusschrauben am MDF-Gehäuse befestigt und beherbergt drei Treiber, was die üblicherweise gängigen zwei bei Regallautsprechern übertrifft. Perfekt eingepasst in die jeweiligen Ausfräsungen und auch mit Inbus-Köpfen montiert blicken mir ein 13 Zentimeter großer Basstreiber und ein zehn Zentimeter großer Mitteltöner entgegen. Die Membranen beider bestehen aus Carbonfasern. Im Gegensatz zum Tieftöner mit seinem frei strahlenden Konus-Lautsprecher enthält der Mitteltöner zusätzlich noch einen kupferfarbenen Phase-Plug. Darüber, geschützt von zwei vertikalen Metallstäben, thront der circa einen Zentimeter eingelassene und 25 Millimeter große Seiden-Tweeter. Die eloxierte, kupferne Schallführung erinnert stark an einen Horntrichter. Rechts darunter in gleicher Farbe das Logo der in Los Angeles hergestellten Speaker. Alle drei Treiber sind nach LMF-Technik (Linear Motor Force) entworfen. Hierbei handelt es sich um eine von Chefentwickler Dan Wiggins patentierte Erfindung, die nachweislich die Audioverzerrung reduziert. Durch die Implementierung eines idealen linearen und vergrößerten Magnetfelds für die Treiberspule entstehen folglich kaum Kompressionseffekte.
Auf der Rückseite befindet sich der eingelassene, trompetenförmige Bassreflexkanal aus Aluminium. Darunter liegt das hochwertig und sehr gut verarbeitete Single-Wire-Anschlussterminal – Experimentierfreudige werden hier Bi-Wiring vermissen, aber mal ehrlich, wer nutzt schon die unterschiedlichsten Anschlussmöglichkeiten? Jeweils drei konterbare und höhenverstellbare Spikes werden mitgeliefert. Sie lassen sich ohne zu verkannten einwandfrei an der Bodenplatte montieren und einstellen. Mit Maßen von 180 Millimeter Breite, 385 Millimeter Höhe und 258 Millimeter Tiefe finden die Zwillinge aus Kalifornien auf jedem Sideboard Platz. Mit elf Kilogramm Gewicht gehört die IC-H1 Elite eher zu den Schwergewichten im Kompaktbereich – ich stelle mir gerade den Versuch vor, beide Lautsprecher auf ein Hochregal zu hieven und lache herzlich dabei. Wer sich diesen Kraftakt ersparen möchte kann für jeweils 700 Euro die dreibeinigen Boxenständer STAND3 erwerben.
Ein Upgrade des Hochtöners von Seide auf Beryllium ist möglich und schlägt ebenfalls mit knapp 700 Euro zu Buche. Der Tweeter kann durch die Eigenschaften dieses seltenen Erdmetalls – Beryllium hat den fünffachen Härtegrat von Aluminium und wiegt gleichzeitig nur 40 Prozent dessen – schneller agieren und erzeugt dadurch einen besseren Hochfrequenzgang. Wem die Farbauswahl – gelb, weiß und schwarz mit jeweils silberner oder schwarzer Alufront – für die Gehäuse nicht ausreicht, für den sind auch diverse Custom-Paintings auf Anfrage machbar. Im Manual wird eine Parallelaufstellung der Boxen empfohlen, der Hörer sollte innerhalb eines Winkels von 45 bis 60 Grad zu ihnen Platz nehmen. Ich entscheide mich nach einigem Herumexperimentieren, das Pärchen ein wenig angewinkelt auf meinen Hörplatz ausgerichtet aufzustellen. Dann kann es endlich ans Testhören gehen.
Der Tarantino Soundtrack von Django Unchained darf zuerst die Starke Sounds herausfordern. Ich höre das Laden eines Revolvers, James Russos markante Stimme schleudert mir ein „Who’s that, stumbling around in the dark?“ entgegen und ich fühle mich sofort an die Originalton-Vorstellung an einem frostigen Montagabend im Dezember 2012 erinnert. Es folgt der Titelsong „Django“. Sofort fällt mir die detaillierte und zugleich brillante Auflösung auf. Rocky Roberts Stimme erfüllt den Raum, jedes einzelne Instrument findet sich am richtigen Ort klar und differenziert, nichts ist überlagert.
„The Braying Mule“, ein Instrumental des wohl größten Italo-Western-Komponisten Ennio Morricone, zeigt mir die gekonnte Stereodarstellung der beiden Speaker auf: Das Xylophon bleibt auf dem rechten Kanal, links ertönt die Querflöte, die Percussion kann ich je nach Instrument dem jeweiligen Kanal exakt zuordnen, die Gitarren rücken dezent in den Hintergrund – ja so wünsche ich mir das! Auch das ebenfalls von Signor Morricone komponierte Stück „Ancora Qui“ zeigt die Stärken der Starke auf. Das Zusammenspiel zwischen Elisa Toffolis Stimme und den Streichern harmoniert, es herrscht kein Mangel an Details. Nachdem ich mir Tarantinos Longplayer dreimal am Stück zu Gemüte geführt habe, beschließe ich nach einer kleinen Pause einen Stilwechsel.
An Evening with John Petrucci & Jordan Rudess startet meine zweite Session. Petrucci an der Akustik- respektive E-Gitarre und Mr. Rudess am Piano brillieren mit ihren virtuosen, sich duellierenden musikalischen Ergüssen bei dieser Live-Aufnahme. Selbst die Tonflut der beiden Dream-Theater-Mitglieder wird ohne jegliche Einbußen an Brillanz vorgetragen. Jeder Flageolett-Ton der E-Gitarre wirkt harmonisch, nichts ist überspitzt. Ein Vergleich mit meinen Referenzboxen, den Grand Verus III Bookshelf von Aperion Audio, ist unumgänglich. Schnell wird mir klar, dass in Puncto Stereodarstellung und Auflösung die Starke Sounds im Vorteil sind. Bei dem fast vierfachen Preis von circa 3.600 Euro für das Pärchen darf man das aber auch erwarten.
Nun habe ich Lust auf mehr Live-Musik bekommen. Können Starke Sounds Kompaktlautsprecher Metallicas erstes S&M-Konzert mit genügend Power wiedergeben? Voller Vorfreude lausche ich „The Ecstasy of Gold“. Wer schon einmal auf einem Konzert der Kalifornier war, kennt die Mystik, die Morricones Intro auslöst, wenn James Hetfield und Co. die Bühne betreten und bereit sind, das Stadion zum Toben zu bringen. Auch der erste Teil von „The Call of Ktulu“ überzeugt mich sofort, doch sobald Bass Drum und Bass einsetzen, fehlt mir etwas. Der Attack ist da, aber ich vermisse den Punch. Ich ändere die Position der Speaker, rücke sie näher an die Wand, um die Basswiedergabe zu verstärken. Es ist besser, trotzdem wünsche ich mir mehr Druck im Tieftonbereich. Auch hier kann Starke Sound Hilfe anbieten, schließlich hat man sieben unterschiedliche Subwoofer im Portfolio.
Eindeutig lässt sich die Handschrift von Chef-Ingenieur Dan Wiggins erkennen. Um die hervorragende Auflösung der Speaker nicht zu mindern, wurde auf den Kompromiss verzichtet, mit Komprimierung mehr Druck in den tieferen Lagen zu erzeugen. Die Lösung mit dem Anschluss eines zusätzlichen Subwoofers lässt zwar manches Portemonnaie bluten, wird aber die beste und individuellste Lösung sein. Trotz dieses kleinen Wermutstropfens genieße ich das komplette Live-Konzert. Die Räumlichkeit fesselt mich und die komplexen Klangbilder des Zusammenspiels des Metal-Quartetts mit dem San Francisco Symphony Orchestra werden überragend dargestellt.
Nach der ganzen Live-Action kehre ich wieder zur Filmmusik zurück. Daft Punks Tron Legacy lässt mich tief in die weiten Sphären der elektronischen Welt eintauchen. Die Intensität des dynamischen Duos aus Starkes Soundschmiede ist überwältigend. Von „Overture“ über „The Grid“ bis hin zum „Finale“ es geht hier inzwischen nicht nur um Klang, sondern auch um Emotionen. Ja die beiden Kompaktlautsprecher erzeugen unglaublich viel Gefühl aufgrund ihrer Feinzeichnung, ohne klinisch und kühl zu wirken.
Ich blicke meine Musiksammlung durch und entdecke einen weiteren Soundtrack: Transformers – Revenge of the Fallen. Optisch passt das perfekt, wie sieht es klanglich aus? Mir fällt sofort auf, dass die beiden Amerikaner ihre Stärke schon bei niedrigem Pegel präsentieren – die Definition. Dies kann gerade für den zur Miete lebenden Musikliebhaber, der den Ärger mit den Nachbarn vermeiden muss, ein großer Vorteil sein. Der etwas fehlende Punch im Bassbereich bei höherer Lautstärke fällt dann nicht so sehr ins Gewicht. Von Linkin Parks „New Divide“ über Green Days „21 Guns“ bis hin zu „Almost Easy“ der neuen Metal-Götter Avenged Sevenfold, jeder Song bereitet mir schon bei Zimmerlautstärke Freude. Bei größerer Lautstärke jedoch, gebe ich dennoch meiner Referenz den Vorzug. Gerade für die Liebhaber von etwas lauterer Übertragung – und hier zähle ich mich dazu – wäre es interessant, die beiden Starke Sounds mit einem Subwoofer zu kombinieren.
Nach dem Ausflug ins härtere Gitarren-Genre darf es das 2004 erschienene Duett „Here we go again“ sein. Zwei der wohl größten Songwriter unserer Zeit, Ray Charles und Nora Jones, fordern die IC-H1 Elite. Und meine Erwartung wird nicht enttäuscht. Agil und mit Leichtigkeit wird das Zusammenspiel von Rays leicht angerauten und souligen Vocals mit Noras von Melancholie angehauchter Singstimme wiedergegeben. Sanft von Besen gestreichelt hallt die Snaredrum, die Hammond-Orgel gepaart mit Mister Charles unvergleichlichen Pianospiel, so kann ich dieses Musikstück in vollen Zügen genießen. Ich wage noch einen finalen Ausflug zur Klassik. Der „Radetzky-Marsch“ aufgeführt vom Orchester der Wiener Staatsoper und dirigiert von Josef Leo Gruber: Schon nach den ersten vier Takten beim Einsetzen der weltberühmten Melodie bemerke ich, wie ich anfange mitzuwippen. Ob es Johann Strauss (Vater) auch so erging, als er das erste Mal die Aufführung seines Opus Nr. 228 hörte? Liszt „Liebestraum Nr. 3“ interpretiert von Lang Lang kommt im Vergleich zum opulenten Marsch sanft, fast zerbrechlich daher. Die technische Brillanz des chinesischen Ausnahmepianisten, veredelt durch die beiden 3-Wege-Kompaktlautsprecher, verwandelt meinen Hörraum in einen Konzertsaal. Ja, hier demonstrieren die beiden Speaker, dank ihrer detailreichen Abbildung ihr wahres Können.
Gehört mit
|
|
---|---|
Phono-Vorstufe | NAD PP2 |
Verstärker | DENON PMA-535 R |
Plattenspieler | Technics 1210-SL MKII mit Tonabnehmer Ortofon Blue MM |
CD-Laufwerk | DENON DCD-735r |
DA-Wandler | Dynavox Mini-DAC II Digital/Analog-Wandler |
Lautsprecher | Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf |
Kabel / Zubehör | KabelDirekt, Monster Cable 400i Stereo, Mogami 2535, Oelbach Nobsound Speaker Selector Switch |
Herstellerangaben
Starke Sound IC-H1 ELITE
|
|
---|---|
Lautsprecher-Typ | 3-Wege – Kompaktlautsprecher |
Konstruktionsprinzip | Bassreflex |
Hochtöner | 1-Zoll-Starke custom made Pinnacle Ring with Starke LMF Technology™ |
Mitteltöner | 4-Zoll-Starke Carbon Fiber Pinnacle Ring with Starke LMF Technology™ |
Tieftöner | 1 x 5.25-Zoll-Starke Carbon Fiber Pinnacle Ring with Starke LMF Technology™ |
Frequenzgang | 55 - 28.000 Hz (+/- 2dB) |
Trennfrequenzen | 300 Hz / 2.900 Hz |
Impedanz | 4 Ohm |
Wirkungsgrad | 89 dB (2,83 V / 1 m) |
Abdeckung | keine |
Anschlüsse | vergoldet |
Abmessungen (B/H/T) | 18/38,5/25,8 cm |
Gewicht | 11 kg |
Farbe | schwarze Alufrontplatte mit schwarzen Piano-Lack-Finish, silberne Alufront mit gelben oder weißen Hochglanz-Finish, diverse Custom-Paintings sind auf Anfrage möglich |
Herstellergarantie | 10 Jahre |
Einspielzeit | 50 - 100 Stunden |
Paarpreis | ca. 3.600 Euro |
Vertrieb
Audio Reference GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Alsterkrugchaussee 435 22335 HAMBURG |
Telefon | +49 40 53320359 |
Fax | +49 40 53320459 |
Web | audio-reference.de |
30 Jahre Project Audio Systems sind ein guter Grund für einen besonderen Plattenspieler: Pro-Ject präsentiert den Debut PRO. Das Spitzenmodell der Debut Line, das wieder einmal neue Maßstäbe in seiner Preisklasse setzen wird.
Der neu entwickelte, einteilige 8,6-Zoll-Hybrid-Tonarm ist in Carbon-Aluminium Sandwich-Bauweise konstruiert. Die hieraus resultierende hohe Steifigkeit sorgt bei gleichzeitig optimaler Bedämpfung für eine äußerst präzise Abtastung der Schallplattenrille. Sowohl der vertikale Abtastwinkel (VTA) als auch der Azimut lassen sich einstellen, wodurch der Tonarm jederzeit an neue Gegebenheiten angepasst werden kann, beispielsweise im Falle eines Tonabnehmerwechsels, oder wenn eine neue Plattentellerauflage zur Anwendung kommt. Die Aluminiumbauteile des Debut PRO werden ebenso wie der Lagerblock mit modernster CNC-Technologie gefertigt und sind mechanisch und optisch perfekt aufeinander abgestimmt. Durch die Veredelung mit Nickel wird eine noch härtere und resistentere Oberflächenqualität erzielt. Optisch führt dies zu einem sehr eleganten und modernen Design.
Eigens für den Debut PRO hat Pro-Ject in Zusammenarbeit mit Ortofon einen neuen, audiophilen Tonabnehmer entwickelt: Den Pick it PRO. Der Pick it PRO überzeugt durch einen lebendigen und robusten Klang bei gleichzeitig hohem Dynamikumfang. Die Abtastung durch den elliptisch geschliffenen Diamanten ermöglicht eine sehr detaillierte und verzerrungsarme Wiedergabe. Das transparente Gehäusedesign dieses MM-Tonabnehmers unterstreicht dies zusätzlich. Ziel bei der Entwicklung des Pick it PRO war einmal mehr ein bestmögliches Preis- / Leistungsverhältnis mit perfekter Fertigungsqualität „Made In Europe“.
Die präzise, elektronisch gesteuerte Geschwindigkeitsregelung des Debut PRO garantiert jederzeit genaueste und stabilste Drehzahlen des Plattentellers. Ein Kippschalter dient zum Wechsel der Geschwindigkeit von 33 U/Min auf 45 U/Min. Schelllackplatten können mit dem im Lieferumfang enthaltenen Rundriemen ebenfalls wiedergegeben werden. Eine neue Motoraufhängung sorgt für die perfekte Entkopplung des Motors, um jegliche Motorvibrationen vom Tonabnehmer fernzuhalten.
Der Aluminium-Plattenteller wird im Druckgussverfahren gefertigt und in einem weiteren Arbeitsschritt nochmals nachbearbeitet und präzisionsgewuchtet. In den Teller ist ein Ring aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) eingearbeitet. Dieser Ring bedämpft Resonanzen nahezu vollständig und reduziert die Gleichlaufschwankungen auf ein absolutes Minimum. Das Ergebnis ist ein perfekter Plattenteller. Das Chassis des Debut PRO wird aufwändig aus MDF gefertigt und in acht Schichten von Hand lackiert. Zusammen mit den höhenverstellbaren Füßen aus Aluminium entsteht ein zeitlos eleganter und klanglich überragender Plattenspieler. Der Pro-Ject Debut PRO ist ab Ende August zum Preis von 750 Euro im Fachhandel erhältlich. Der Preis für den optional erhältlichen Record Puck PRO beträgt 50 Euro.
Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
|
|
---|---|
Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
Telefon | +49 6123 9258956 |
info@audiotra.de | |
Web | www.audiotra.de |
Die wirklich empfehlenswerte Verwendung von Lichtleitern macht Ethernet-Kabel keinesfalls obsolet, im Gegenteil: Statt eines braucht man in vielen Fällen zwei, zu jedem Medienkonverter eins. Dass Wolfgang Kemper nach seinem Test einige Wireworld-Kabel erworben hat, werte ich als Empfehlung und habe daher zwei Platinum Starlight Ethernet bestellt.
Wireworld-Kabel waren übrigens unter den ersten High-End-Strippen, die ich in meinem frisch eingerichteten Hörraum kennenlernte, nachdem ich mein Hobby zum Beruf gemacht hatte. Sie haben mich dann eine ganze Zeit lang begleitet. Natürlich kam ich während des folgenden Vierteljahrhunderts mit immer abgefahreneren Kabeln in Kontakt. Daher habe ich auch gleich das Platinum Starlight Ethernet bei Phonar Akustik, dem deutschen Wireworld-Vertrieb, bestellt. Das ist das Topmodell des Ethernet-Trios der Kabelspezialisten aus Florida. Bei allen liegen die vier Leiterpaare parallel zueinander und sind nicht den Spezifikationen für CAT-Kabel entsprechend miteinander verdrillt. Wireworld nennt seine Kabelgeometrie „Tite-Shield Twinaxe Technology“ und weist darauf hin, dass die in Internet-Server-Installationen verwendeten Kabel ebenfalls eine Twinaxe-Geometrie aufwiesen. Die vier Paare seien jeweils von einer dreilagigen Abschirmung umgeben.
Das „Composilex 3“-Isoliermaterial habe man selbst entwickelt, wobei man besonders darauf geachtet habe, dass die eigene Materialmischung einen möglichst niedrigen triboeletrischen Effekt bewirke. Denn die mechanische Reibung zwischen Isolator und Leiter – etwa durch Schallanregung von Außen – habe einen elektrischen Effekt zur Folge, der das Signal verunreinige und so Detailinformation überdecke. Die „Composilex 3 Insulation“ weise sogar einen geringeren triboeletrischen Effekt auf als DuPont-Teflon. Die drei verschiedenen Ethernet-Kabel unterscheiden sich vorrangig durch die Qualität des Leitermaterials: Kupfer, silberplattiertes Kupfer und Silber. Das Platinum Starlight Ethernet besitzt Leiter aus 7N-Silber, die im Ohno-Continuous-Casting-Verfahren produziert werden – das am besten leitende Material, das existiert, wie David Salz, Gründer und Inhaber von Wireworld, es nennt.
Wie schon im ersten Bericht über eine wirklich erschwingliche Lichtwellenleiter-Strecke erwähnt, verursachen – leider klanglich sehr einflussreiche – Linearnetzteile und hochwertige Ethernet-Kabel vom Router zum Medienkonverter und vom zweiten Konverter zum LAN-Switch höhere Kosten als die beiden elektrisch/optischen Wandler und der Lichtleiter zusammen. Sogar wenn man in spezielle, für audiophile Zwecke optimierte Konverter wie den ADOT oder den Sonore investiert, stehen die Preise für High-End-Ethernet-Kabel in keinem sinnvoll erscheinenden Verhältnis zur Lichtwellenleiter-Technik. Aber dennoch habe ich schon in Verbindung mit den einfachen 10Gtec-Konvertern zwischen der Fritzbox und einen von ihnen ein Audioquest Diamond von 1,5 Metern Länge eingesetzt. Ich möchte einfach wissen, was klanglich möglich ist.
Das Diamond zwischen ADOT und Router ersetze ich nun durch das einen Meter lange Wireworld, das übrigens noch etwas günstiger ist als 75 Zentimeter Diamond, die für die zu überbrückende Strecke aber nicht ausreichen. Das Platinum Starlight macht schon mit den ersten Tönen klar, dass es auf demselben Niveau spielt wie das Diamond. In puncto Dynamik und Lebendigkeit lassen beide keine Wünsche offen. Minimale Unterschiede gibt es in Sachen Abbildung und Atmosphäre: Das Wireworld lässt den Aufnahmeraum einen Tick kühler erscheinen, suggeriert dafür aber mehr Tiefe. Durch die vermeintlich größere Entfernung wirken die Instrumente einen Tick kleiner. Ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht damit gerechnet hätte, dass sich ein mal eben in die Anlage eingeschleiftes Kabel so perfekt in die über längere Zeit sorgfältig abgestimmte Kette integriert. Spielfreude und die Tiefe der imaginären Bühne sind die Schokoladenseiten des Platinum Starlight. Für seine klanglichen Meriten ist der Preis überaus fair.
Ich bin mir dessen wohl bewusst, dass ich das Wireworld für eine recht ungewöhnliche Anwendung eingesetzt habe: Es ist nicht leicht zu erklären, warum ein Kabel zwischen Router und Medienkonverter überhaupt einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Klang hat. Aber es ist nun einmal so. Trotzdem werde ich das Platinum Starlight auch noch an anderer Stelle hören: dem allein als Datenspeicher – oder NAS – agierenden Melco und dem Weiss DAC 502, der sich gerade einspielt und dank seiner Ethernet-Schnittstelle auch als Streaming-Bridge eingesetzt werden kann. Zuerst war der Weiss mit dem Wireworld verbunden, der Melco sendete die Daten von Schostakowitschs Symphonie Nr.15 mit dem Duisburger Symphonieorchester. Der Weiss vermittelte einen ähnlichen Raumeindruck wie den, den ich von M-Scaler und DAVE gewohnt war, die Klangfarben changierten eine Spur mehr zum Gedeckteren, was in den lauten Passagen durchaus angenehm war. Das Diamond verschob die klangliche Balance wieder ein wenig ins Silbrige: Bei leisen Passagen klangen Raum und Orchester dadurch ein wenig offener, bei lauten nicht ganz so geschmeidig wie mit dem Platinum Starlight, bei dem ich allerdings eine Spur Frische vermisste. Nach den bisherigen Erfahrungen hätte ich erwartet, dass das Wireworld bei „Calypso Minor“ im Tieftonbereich vielleicht ein bisschen zu viel des Guten tut und den Flügel einer Spur seiner – durchaus angenehmen – Härte und Spontanität beraubt. Aber dem ist nicht so. Beim „Calypso“ ziehe ich das Platinum Starlight vor: Es staffelt die Instrument ein wenig klarer in der Tiefe und umgibt sie mit einem Hauch mehr Luft. Hier verbietet es sich, von Qualitätsunterschieden zwischen Diamond und Platinum Starlight zu sprechen. Die Differenzen fallen eher in den Geschmacksbereich. Da kann man sich nur den eigenen Präferenzen und dem Klang der eignen Kette entsprechend für das eine oder andere entscheiden.
Gehört mit
|
|
---|---|
NAS | Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil, WDMyCloud |
Streamer | Auralic G2.1 mit 2TB SSD |
Up-Sampler | Chord Electronics Hugo M-Scaler Ferrum Hypsos |
D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil, Weiss DAC 502 |
LAN-Switch | SOtM sNH-10G i mit Keces P8, Ansuz PowerSwitch D-TC Supreme |
10-MHz-Clock | SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8 und AudiaZ DC-Kabel |
Vorstufe | Audio Exklusive P7, Einstein The Preamp |
Endstufe | Einstein The Poweramp |
Lautsprecher | Göbel Epoque Aeon Fine |
Subwoofer | Velodyne DD+ 10 (2x), MSB Sub-Isolator |
Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und Dragon Bi-Wiring, Diamond Ethernet und Fog Lifters, Swiss Cables, SOtM dBCL-BNC, AudiaZ Clock-Kabel, Ansuz Digitalz D-TC Supreme und Mainz D2 |
Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Arya Audio Revopods, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter |
Herstellerangaben
Wireworld Platinum Starlight Ethernet
|
|
---|---|
Leitermaterial | OCC 7N Solid Silver |
Leiterdurchmesser | 0,26mm2 |
Schirmung | Tite-Shield Technologie |
Stecker | 24K goldplattiert |
Wellenwiderstand | 100 Ohm |
Preise | 850 Euro für einen Meter 1450 Euro für zwei Meter 2050 Euro für drei Meter 3250 Euro für fünf Meter 6250 Euro für zehn Meter 600 Euro für jeden weiteren Meter |
Vertrieb
Phonar Akustik GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Industriestr. 8 – 10 24963 Tarp |
Telefon | +49 4638 89240 |
info@phonar.de | |
Web | www.phonar.de |