Dienstag, 22 April 2008 00:00

Handelsvertretung Werner Möhring

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Handelsvertretung Werner Möhring
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Sonntag, 22 April 2018 23:57

Basswucht trifft auf ultimativen Tiefbass

ASCENDO präsentiert zur High End nicht nur zwei extrem großkalibrige Subwoofer, sondern auch ein aktives Lautsprechersystem mit DSP-Kontrolle, Koax-Treiber und jeder Menge zusätzlicher Membranfläche für den Tiefbass.

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ASCENDO stellt seine neuen Supersubwoofer SMSG24 und SMSG32 vor: Sie verfügen über spezialgefertigte riesige, 60- respektive 81-Zentimeter-Hochleistungsbasstreiber mit 90 Millimetern linearem Hub, 6.000-Watt-Sinus-Verstärker und eine Raum- und Klanganpassung mit Multi-DSP Kontrolle. Der SMSG24 kostet 10.900 Euro, der SMSG32 steht mit 14.900 Euro pro Stück in der Preisliste.

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Der neue Aktivlautsprecher Live 15 ist ein Kraftpaket mit 4.000 Watt Systemleistung, einem sondergefertigten 40-Zentimeter-Hochleistungsbasstreiber und einem 30-Zentimeter-Proficoaxtreiber. Die außergewöhnlich hohe Verstärkerleistung gepaart mit der enormen Flächengröße der Treiber soll den extrem druckvollen, souveränen und unlimitierten Klang der Live 15 bei Beibehaltung aller Vorteile von Einpunktschallquellen ermöglichen. Die direkte Verbindung zwischen Verstärker und Lautsprecherchassis und das extrem schnelle Ansprechverhalten der Profitreiber führt zu den erstaunlichen Beschleunigungs- und Dynamikwerten dieses geschlossenen Drei-Wege-Lautsprechers. Die Live 15 hängt geradezu am Ton. Durch ihre ausgeklügelte Multi-DSP-Kontrolle gehören Raumprobleme der Vergangenheit an. Der Preis: 25.000 Euro / Paar

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Die Ascendo-Neuheiten sind auf der High End im Atrium 4, Zimmer E218 zu hören.

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Während meines Tests der Purist-Audio-Design-Kabelfamilie Genesis haben mich zwei Digitalkabel von Transparent Audio erreicht: das Reference und das Reference XL. Wie es die Namen schon vermuten lassen, handelt es dabei um die beiden hochwertigsten und teuersten Varianten. Transparent Audio bietet die digitalen Verbindungen für S/PDIF und AES/EBU an.

Ich habe zum Testen die 75-Ohm-S/PDIF-Versionen in jeweils 1,5 Meter Länge bekommen. Ein wenig blass wurde ich, als mir der deutsche Vertrieb G8 & friends die Preise mitteilte: Das günstigere der beiden Kabel, das Reference XL kostet 2.360 Euro, das Reference liegt bei 4.490 Euro. Da kommt man schon ins Grübeln und ich gebe zu, dass meine Erwartungshaltung nicht klein war. Aber bevor es ans Hören geht, etwas zum technischen Aufbau der beiden digitalen Verbinder: Es wird hochreines langkristallines Solid-Core-Kupfer verwendet, das im teureren Reference XL dann aber noch einmal deutlich länger ist als beim Reference. Beide Varianten haben einen zweifache Abschirmung, die ebenfalls aus hochreinem OFHC-Kupfer besteht. Die Schirme werden durch eine Mylarfolie voneinander getrennt. Laut Transparent Audio war es Ziel der Konstruktion, Jitter zu reduzieren.

Ich muss zugeben, dass ich dermassen hochwertige und teure Digitalverbindungen bisher nicht in meiner Anlage verwendet habe. Daher war ich regelrecht angespannt, als die ersten Töne aus meinem Kopfhörer kamen. Das Reference und Reference XL habe ich zwischen meinem CD-Laufwerk von North Star Design und meiner Vorstufe von Audio-gd eingesetzt. Die Audio-gd enthält einen sehr guten D/A-Wandler und auch einen hochwertigen, diskret aufgebauten Kopfhörerverstärker. Aufgrund seiner hochauflösenden Wiedergabe erschien mir ein AKG 812 für diesen Test besonders geeignet. Das sollte sich auch so bewahrheiten.

Hier sind beide Kabel zu sehen, das Reference mit rotem Mantel und das Reference XL mit grauer Ummantelung
Hier sind beide Kabel zu sehen, das Reference mit rotem Mantel und das Reference XL mit grauer Ummantelung

Die beiden Testkabel bekam ich von meinem Kollegen Wolfgang Kemper, der sich schon vor mir einige Tage damit beschäftigt hat. Seine Eindrücke können Sie am des Hörtests ebenfalls lesen. Ich kannte seine Höreindrücke nicht. Er hat sie mir erst nach Ende meines Tests mitgeteilt.


Als ich das Reference XL in meine Anlage integriert habe, war diese noch mit den hervorragenden analogen Genesis-Kabeln von Purist Audio Design bestückt. Das tönte so ausgewogen und harmonisch, dass ich gespannt war, was passierte, wenn ich ein dermassen hochwertiges, teures Digitalkabel zwischen CD-Player und D/A-Wandler verwendete. Wie war es denn nun? Einfach grandios! Das Transparent Audio Reference XL fügte sich nahtlos ein. Über meinen Kopfhörer wurde dann so richtig deutlich, was mit einem kompromisslos aufgebauten Digitalkabel möglich ist: Das Maß an Feinauflösung war für mich schier unglaublich. Dabei klang es stets extrem ausgewogen. Diese Verbindung von Musikalität und Feinauflösung habe ich noch nicht oft gehört. Dazu gesellte sich eine sehr differenzierte räumliche Darstellung. Die Ausdehnung in Breite und Tiefe war exorbitant gut. Ich habe selten eine so grosse Spreizung der Rauminformationen zwischen verschiedenen Aufnahmen wahrgenommen.

Im Bild der spezielle von Transparent Audio entworfene, angeblich jitter-reduzierende Cinch-Stecker, der für das Reference und das Reference XL Kabel verwendet wird
Im Bild der spezielle von Transparent Audio entworfene, angeblich jitter-reduzierende Cinch-Stecker, der für das Reference und das Reference XL Kabel verwendet wird

Besonders aufgefallen ist mir das bei der Carmina Burana CD mit Robert Shaw und dem Atlanta Symphony Orchestra & Chorus auf Telarc: Diese nun schon mehr als 35 Jahre alte Digitalaufnahme glänzt per se mit einer sehr guten räumlichen Staffelung von Orchester und Chor. Was sich dann aber mit dem Reference XL noch an räumlicher Zusatzinformation bot war verblüffend. Die räumliche Trennung von Orchester und Chor und die Darstellung der Chorteile und Einzelstimmen war auf einem extrem hohen Niveau und mühelos wahrnehmbar. Man muss das einfach erlebt haben, sonst kann man es nicht glauben, dass ein Digitalkabel, das nur Nullen und Einsen überträgt, einen solchen Einfluss auf die Wiedergabe haben kann. Das gilt auch für die Wiedergabe von Stimmen, wie zum Beispiel denen von Gregory Porter oder Diana Krall. Feinste Artikulationsgeräusche waren auch hier ohne jegliche Anstrengung wahrnehmbar, ohne dabei vordergründig zu wirken.

Ich habe mich nach diesem Erlebnis kaum getraut, statt des XL das Transparent Reference einzusetzen. Meine Erwartungshaltung war, dass es ähnlich abgestimmt sein wird, nur nicht diese extrem Auflösung bieten könne. Es kam aber anders. Das Reference ist anscheinend schlanker abgestimmt. Die Auflösung befand sich auf ähnlich hohem Niveau, es verhielt sich in meinem Setup aber nicht ganz so rund und harmonisch. Während sich das Reference XL bei scharf aufgenommenen Transienten gnädig zeigte, ohne Feininformationen zu unterschlagen, sagte mir das Reference deutlich, dass die Aufnahme eben nicht besser ist. Möglicherweise ist es näher an der Wahrheit, aber das musikalische Erlebnis eines Reference XL erreicht es nicht ganz. Es kostet ja auch „nur“ etwa die Hälfte eines Reference XL.

Praktisch: die Laufrichtung des Kabels ist auf dem Cinch-Stecker eingeprägt
Praktisch: die Laufrichtung des Kabels ist auf dem Cinch-Stecker eingeprägt


An dieser Stelle möchte ich jetzt gern Wolfgang Kempers Eindrücke im O-Ton einfügen. Lesen Sie einfach selbst: „Ich war nicht wenig überrascht, als ich die beiden S/PDIF-Leitungen von Transparent Audio in meine Anlage integrierte. Sie fanden ihren Platz zwischen meinem Primare DVD30 Laufwerk und meine D/A-Wandlern von Sonic Frontiers SFD-1oder Antelope Zodiac plus. Mein aktueller Maßstab in Sachen digitaler Verbindung ist für mich das Boaacoustic Silver Digital Carbon. Sowohl dieses S/PDIF als auch sein AES/EBU Gegenstück charakterisieren sich durch prachtvolle Klangfarben. Beide Kabel stellen sich erfolgreich möglichen digitalen Schärfen oder Härten entgegen und gestalten in ihrer Tonalität die Musik warm und abgerundet. Als zusätzliche Referenz dient mir zudem ein Sommer-Cable Carbokab AES/EBU.

Das Transparent Reference klingt verglichen mit dem Boaacoustic deutlich weniger warm und öffnet die Raum-Darstellung merklich. Da stellt sich die Frage, was besser gefällt. In meinen Konfigurationen konnte ich beiden Kabeln Positives abgewinnen: Das eine glänzt mit seinen warmen, intensiven Klangfarben, das andere mit seiner überlegenen räumlichen Offenheit mit präzisen Strukturen. Nach langem Hören von CDs unterschiedlicher Genres gefiel mir das Transparent zunehmend besser. Denn im direkten Vergleich wirkte das Boaacoustic gedeckt und nicht so frei. Hier stehen zwei Klangwelten direkt gegenüber und ich bin froh, hier nicht entscheiden zu müssen. Das Sommer Cable stand tonal zwischen den beiden, wirkt aber im Vergleich irgendwie langweilig. Denn es konnte mit keinem eigenen Reiz aufwarten, weder mit einer dem Boaacoustic annähernd ähnlichen Farb-Opulenz noch mit der Offenheit und Genauigkeit des Transparent.

Das graue, teurere Transparent Audio Reference XL ist deutlich dicker als das rote Reference, bleibt dabei aber recht flexibel, so dass es sich genauso gut verlegen lässt wie das dünnere Reference
Das graue, teurere Transparent Audio Reference XL ist deutlich dicker als das rote Reference, bleibt dabei aber recht flexibel, so dass es sich genauso gut verlegen lässt wie das dünnere Reference

Die Beschäftigung mit dem Transparent Reference XL lässt dann alle bisherigen Überlegungen nebensächlich werden – einzig der Preis sorgt für Schluckbeschwerden: Hier habe ich wirklich das Gefühl, die audiophile Himmelstür zu durchschreiten. Denn im Vergleich zum halb so teuren Mitbewerber aus eigenem Hause bildet sich sofort der Eindruck, dass jetzt musikalisch alles richtig ist. Weite Räumlichkeit kombiniert das große Transparent-Audio mit einer mir bis dato in dieser Kabel-Sparte nicht begegneten Griffigkeit von Instrumenten und Sängern oder Sängerinnen. Viel mehr Körperhaftigkeit und gleichzeitig enorme Detail-Präzision heben das XL hervor. Ungekannt viele Feinheiten werden herausgearbeitet und hörbar. Da ist jeder Schritt rückwärts um des Vergleichens willen überflüssig. Dieses Kabel besticht mit seinem Informations-Reichtum, seiner Klarheit und einer damit einhergehenden Reinheit. Man muss schon eine schlecht aufgenommene CD einlegen, damit sich hier sich irgendeine digitale Härte einschleicht. Aber selbst dies ist mit dem XL erträglich. Das Kabel gefällt unter allen Aspekten. Die Klangfarben sind zwar weniger opulent als beim Boaacoustic. Dies ist jedoch kein Defizit, da das XK die tonalen Frben nicht weniger glaubwürdig gestaltet und eher das Gefühl hinterlässt, dass das Boaacoustic etwas zu dick aufträgt. Gleichzeitig überzeugt das Transparent mit mehr Feinheiten bei erheblich verbesserter räumlicher Abbildung. Die Abwesenheit von nervenden Artefakten bei dieser Offenheit und der klaren Reproduktion überzeugt völlig. Die spannungsreiche und rhythmisch mitnehmende Musikalität des großen Transparent Audio fasziniert und bereitet ungemeines Hör-Vergnügen.“ Ich denke, dem ist nichts mehr hinzuzufügen…


Der „Beipackzettel“, der beiden Kabeln beiliegt, gibt klare Anwendungshinweise…
Der „Beipackzettel“, der beiden Kabeln beiliegt, gibt klare Anwendungshinweise…

STATEMENT

Die Transparent Audio Reference- und Reference-XL-Digitalkabel haben für mich Komponentenstatus. Diese Verbindungen haben mir gezeigt, was alles im Digitalsignal drinsteckt. Wenn da nur der Preis nicht wäre…
Gehört mit Jörg-Peter Schimmel
Computer Apple MacBook Pro mit OS X High Sierra, Audirvana Plus 3
CD-Laufwerk North Star Design CD-Transport Model 192 MKII
Vorverstärker/ DA-Wandler Audio-gd Master 11 Singularity
Kopfhörer AKG 812
Zubehör Lautsprecherkabel Inakustik LS 1202 Single-Wiring, Audio-gd Kabel NF, XLR und Lautsprecherkabel Single-Wiring, Sommer Cable Carbokab NF und XLR, DH-Labs D-110 AES/EBU Digitalkabel, Oyaide USB Kabel
Möbel Watec-Analog Hifi-Regal Stahl/Multiplex
Gehört mit Wolfgang Kemper
Clock Mutec MC-3+Smart Clock USB
DA-Wandler Antelope Zodiac plus, Audio-gd Master 7, Sonic Frontiers SFD-1
CD-Player Primare DVD 30
Vorverstärker Audio-gd Master 9
Endstufe Air Tight ATM-3, NAD 2200 PE oder Spectral DMA-100
Zubehör Audioquest Diamond USB, Audioquest Jitterbug, JIB Boaacoustic, Silver Digital Carbon SPDIF und Krypton AES/EBU, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED, Genesis Silver Spiral LS mit Enacom LS, QED Supremus, Real-Cable HD-TDC, MudrAkustik Max Netzleiste, Mudra und Audioquest, NRG-X2 Netzkabel, AHP Reinkupfer-Sicherungen, Groneberg Wandsteckdosen, mbakustik Raum-Absorber
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis
Herstellerangaben
Transparent Audio Reference Digital
Leitermaterial OFCHC-Kupfer
Abschirmung Zweifach aus OFCHC-Kupfer
Dielektrikum Mylar
Preise 2.070 Euro (1m ) 2.360 Euro (1,5m)
Herstellerangaben
Transparent Audio Reference XL Digital
Leitermaterial OFCHC-Kupfer
Abschirmung Zweifach aus OFCHC-Kupfer
Dielektrikum Mylar
Preise 4.030 Euro (1m), 4.490 Euro (1,5m)

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Die HiFiAkademie stellt mit dem Stream5 eine neue Musikzentrale vor. Das Gerät konnte schon auf den HiFi-Tagen in Hamburg besichtigt werden, an der Software wurde aber noch mit Hochdruck gearbeitet. Jetzt ist es verfügbar.

Eine moderne HiFi-Zentrale muss nicht groß sein. Der Stream5 vereint auf der Fläche eines Din-A4-Blattes eine Fülle von Anschlüssen und Funktionen. Neben den beiden Analogeingängen stehen auch drei Digitaleingänge zur Verfügung. Digitale Signallieferanten können sowohl optisch als auch per Kabel angeschlossen werden. Wer seinen PC anschließen möchte, kann dies über einen USB-Anschluss tun. Mobile Geräte können das Bluetooth-Interface nutzen. Hier bietet der Stream5 neben SBC auch die Übertragung im AAC oder im klangschonenden AptX-Format an. Geräte aus dem Hause Apple können Ihre Musik natürlich auch per AirPlay an den Stream5 senden. Zwei USB-Anschlüsse sind für die Aufnahme von USB-Sticks oder einer USB-Festplatte vorgesehen.

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Ins Netz geht der Stream5 entweder per LAN-Kabel oder per WLAN. Er bindet alle im Netzwerk befindlichen UPnP/DLNA-Quellen ein. Auch der Zugriff auf eine einfache Netzwerkfreigabe ist möglich. Wer einen Ablageort für seine Musikdaten sucht, aber keinen extra Server betreiben will, für den bietet sich der Ausbau des Stream5 mit einer SSD an. Damit ausgerüstet können die Daten bequem über das Netzwerk gelesen und geschrieben werden. Der Stream5 wird damit selbst zum Server und stellt diese Musikdaten anderen Geräten per UPnP/DLNA zur Verfügung.

Eine nicht wegzudenkende Musikquelle ist natürlich das Internet, Neben dem Zugriff auf Internetradio-Stationen aus aller Welt sind die Streaming-Anbieter Tidal, Qobuz und HighResAudio implementiert. Alle drei bieten die Daten lossless in CD-Qualität an. Mit dem passenden Abo liefert Qobuz auch echtes HiRes mit 24bit und bis zu 192kHz. Der Stream5 ist eines der ersten Geräte auf dem Markt, der den brandneuen Streaming-Dienst von Highresaudio.com unterstützt. Dieser liefert generell nur höchstwertige HighRes-Qualität mit mindestens 24bit und Taktraten bis 192kHz.

Bedient wird der Stream5 am Gerät über vier kleine Tasten. Die optische Rückmeldung erfolgt über zwei Vollfarb-LEDs. Damit bleibt das Gerätedesign äußerst dezent. Die Grundfunktionen zur Eingangswahl und zur Pegeleinstellung sind auch per klassischer Infrarot-Fernbedienung steuerbar. Der volle Funktionsumfang eröffnet sich am eingebauten Webinterface. Es muss keine spezielle App installiert werden. Jedes Gerät mit einem Browser kann zur vollständigen Steuerung benutzt werden.

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Für den guten Ton sorgen getrennte Netzteile für Netzwerk- und Analogverarbeitung sowie die Wandler von TI/Burr-Brown. Kontakt zu den Endstufen oder Aktivlautsprechern nimmt der Stream5 per Cinch oder XLR auf. Trotz des prallen Funktionsumfanges und des edlen Gehäuses aus acht Millimeter Aluminium bleibt der Preis mit 1500 niedrig.

Hersteller
HiFiAkademie
Anschrift Zähringerstr. 2
69181 Leimen
E-Mail info@hifiakademie.de
Web www.hifiakademie.de

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Donnerstag, 17 April 2008 23:37

HiFiAkademie

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Bauer Audio übernimmt ab sofort den Deutschland- und Österreich-Vertrieb für Ayre Acoustics. Das Unternehmen aus Boulder, Colorado, produziert Highend-Verstärker und Digitalkomponenten, die sich unter anderem durch trickreiche Schaltungen, einen vollsymmetrischen Aufbau und einen hohen mechanischen Fertigungsaufwand auszeichnen.

In den vergangenen 25 Jahren hat sich Ayre mit Vor-End-Kombinationen im hohen fünfstelligen Dollar-Bereich und modular aufgebauten Digitalplayern in der nordamerikanischen Highend-Szene zu einer ernstzunehmenden Größe entwickelt. Ende 2017 verstarb der illustre Firmengründer Charlie Hansen; seitdem befindet sich Ayre mit zusätzlicher Finanzierung in einer Phase der Erneuerung.

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Zur HIGH END wird Ayre den All-in-one-Player EX-8 vorstellen, der die Marke mit einer attraktiven Kombination aus 2 x 100 Watt Ausgangsleistung, Analog- und Digitaleingängen, lokalem Streaming sowie Spotify, Qobuz und TIDAL hierzulande bekannter machen wird. Der Preis des ab Mai verfügbaren Ayre EX-8: ab 6000 Euro.

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Zum Launch der Kooperation hat sich Willibald Bauer, der Hersteller des Plattenspielers dps, Verstärkung geholt: Seit Anfang April unterstützt Thomas Kunzler (tk@bauer-audio.de) den Münchner Tüftler im Vertrieb und bei der Vermarktung. Kunzler war zuletzt beim Focal- und Naim-Vertrieb Music Line fürs Marketing zuständig.

Vertrieb
Bauer Audio
Anschrift Pollinger Straße 4 
81377 München
Telefon +49 89 7194265
Web www.bauer-audio.de

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Mittwoch, 16 April 2008 23:43

Bauer Audio

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Montag, 16 April 2018 00:01

Zehn Jahre EternalArts

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Einen besonderen Status in der HiFi-Szene hat Dr. Burkhardt Schwäbe schon lange. Kein anderer steht wie er gleichzeitig für moderne Audio-Technik und in die Tage gekommene, aber liebenswerte Schätze aus Studiotechnik und Heim-Audio. Am Abend des zwölften März gab es in seinem Unternehmen EternalArts gleich mehrere Gründe zu feiern.

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Eingeladen waren die deutsche Fachpresse und natürlich Kunden und Freunde des Hauses. Gleich vier Anlässe waren der Grund für Dr. Schwäbe und seine Ehefrau, die einen erheblichen Anteil an der Ausgestaltung der neuen Projekte, Partnerschaften und Räumlichkeiten hat, diesen Abend auszurichten. Als besonderes musikalisches Erlebnis war die Pianistin Iulia Maria Marin engagiert. Die junge Musikerin machte in den letzten Jahren bei Wettbewerben durch erste und vordere Platzierungen auf sich aufmerksam und spielt inzwischen Konzerte mit vielen renommierten Orchestern weltweit. Was Julia Maria Marin den Gästen bot, übertraf die Erwartungen. Ihr gefühlvolles Tastenspiel auf dem EternalArts-Flügel ließ mal Zartheit spüren, mal erschütterte es das Auditorium mit gewaltiger Dynamik. Überwältigend war die Klangfülle, die die Künstlerin in die neuen Räumlichkeiten von EternalArts hineinzauberte, großartig, bravourös und mit unglaublicher Energie. Franz Liszts schwer zu spielende Werke, wie eine seiner Mazurken als letztes Stück, interpretierte Frau Marin mit Kraft und Fluss, so dass den Gästen den Atem stockte und sie bewegte, mit langem Applaus der Künstlerin zu danken. Dr. Schwäbe versprach, dass dies nicht der einzige Auftritt von Iulia Maria Marin in seinen Räumen sein werde.

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JUBILÄUM - Im Dezember des abgelaufenen Jahrs beging EternalArts das zehnjährige Bestehen als HiFi-Gerätehersteller und Restaurationslaboratorium. Seit dieser Zeit Jahren entwickelt die kleine Hannoveraner High-End-Manufaktur mit ihren fünf Mitarbeitern ein Dutzend edler Audio-Komponenten, darunter anerkannt gute Röhrengeräte, die allesamt dem übertragerlosen Schaltungsdesign (OTL) folgen. Da nur dieses Prinzip die eigentliche Klangqualität der Röhre hörbar macht, bezeichnet EternalArts ihre OTL-Verstärker nach Futterman auch als die einzig wahren Röhrenverstärker. Alle Gerätemodelle werden nach wie vor angeboten und unterstreichen damit die Wertigkeit ihrer Konstruktion. Im EternalArts Labor werden seit Gründung die wohl hochwertigsten Restaurationen für High-End-Klassiker in Eigenregie und im Kundenauftrag ausgeführt. Die Begeisterung für die klanglichen Qualitäten analoger Bandmaschinen führte in den letzten fünf Jahren zur Spezialisierung auf deren Wiederherstellung. EternalArts bietet derzeit wohl Europas größtes Angebot an restaurierten Tonband- Geräten verschiedener Hersteller – von der kleinen Nagra bis zur großen Studiomaschine.


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NEUE GESCHÄFTSFELDER - Wer einmal das Ausgangssignal für die Herstellung von LPs oder CDs in Form von Mastertape-Kopien gehört hat, weiß, warum es derzeit ein Revival der Bandmaschine gibt. Deshalb hat EternalArts als neues Geschäftsfeld mit der Marke ‚EternalMasters‘ die Herstellung von Mastertape- respektive Masterfile-Kopien etabliert und freut sich, die Veröffentlichungsrechte des Jazz-Musikers Tommy Schneider erhalten zu haben. Tommy Schneider ist neben Brian Auger Europas bekanntester Virtuose an der Hammond-Orgel, beide stehen in der Tradition des großartigen amerikanischen Organisten Jimmy Smith. Die ersten Kompilationen mit Stücken von Tommy Schneider wurden anlässlich der Norddeutschen HiFi-Tage in Hamburg vorgeführt.


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NEUE PARTNERSCHAFTEN - Eine im letzten Jahr begonnene Zusammenarbeit mit dem jungen Lautsprecherhersteller Live Act Audio entwickelte sich zum Glücksfall. Selten ergab sich im Zusammenspiel von Elektronik und Lautsprecher eine so stimmige homogene Klangwiedergabe wie bei der EternalArts Röhrenelektronik und den Koaxial-Lautsprechern von Live Act Audio. Die nachweislich impulsschnellen EternalArts OTL-Verstärker und die enorm wirkungsgradstarken Punktstrahler von Live Act Audio liefern ein unglaublich dynamisches, echtes und emotionales Musikerlebnis. Aber auch die exklusive Gestaltung der Geräte und Lautsprecher mit ihrem aufwendigen Design verführen zu einem Hörerlebnis der besonderen Art.

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NEUE RÄUMLICHKEITEN - Zur Verbesserung der Begegnungsmöglichkeiten mit den Live Act Audio-Lautsprechern wurde nun in unmittelbarer Nachbarschaft von EternalArts ein Competence Center eröffnet, das die Kernprodukte beider Hersteller in angemessenem stilvollen Ambiente präsentiert. Durch ihre zentrale Lage innerhalb Deutschlands sollen diese von EternalArts betriebenen Studios Interessenten aus allen Regionen einen Besuch ohne allzu lange Anfahrt ermöglichen und die Verbreitung beider Marken fördern. In diesen fünf vollständig unterschiedlich gestalteten Hörräumen, die man auch als audiophile Wohnzimmer bezeichnen könnte, erwartet den interessierten Besucher ein ebenso umfangreiches wie vielseitiges Musikprogramm, das allen musikalischen Neigungen von Jazz bis Klassik gerecht werden möchte.


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Auch wenn dieser Abend ein einmaliges Erlebnis bleiben wird, hat EternalArts gemeinsam mit der süddeutschen Lautsprecher-Manufaktur Live Act Audio hier ein neues Projekt eröffnet, ein außergewöhnliches Forum und Geschäfts-Modell. Künftig stehen die fünf Hörräume nach Termin-Absprache jedem offen und ermöglichen ein intensives Kennenlernen des gesamten Portfolios beider Marken in wirklich anheimelnder Atmosphäre. Selbstverständlich darf man auch die von Dr. Schwäbe wieder bestens fit gemachten Oldtimer bestaunen und kaufen.

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Hersteller
EternalArts Audio Laboratory – Audiophile Gateway Germany
Anschrift Wietzendiek 1 + 15
30657 Hannover-Isernhagen
Telefon +49 511 56375007
E-Mail gateway@audioclassica.de
Web www.audioclassica.de

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Dienstag, 15 April 2008 22:35

EternalArts Audio Laboratory

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EternalArts Audio Laboratory – Audiophile Gateway Germany
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Freitag, 13 April 2018 23:14

Transrotor Massimo mit SME V und Tamino

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Transrotor baut nicht einfach nur hervorragend klingende Laufwerke, Jochen Räkes Kreationen sind immer auch Design-Objekte mit hoher Eigenständigkeit und perfekt bearbeiteten Oberflächen. Beim Massimo orientierte sich der Analog-Spezialist aus dem Bergischen Land an der Devise: form follows function – und schuf damit eines der attraktivsten Laufwerke überhaupt.

Zumindest in den Augen des Autors. Lange Zeit schien sich das Thema Plattenspieler für mich erledigt zu haben: Ich bin mit meinem Laufwerk klanglich zufrieden, begeistere mich eher für einen hochkarätigen Tonabnehmer wie Transrotors Tamino oder einen Tonarm mit neuer Geometrie wie den Acoustical Systems Aquliar. Aber nun steht seit geraumer Zeit der Massimo auf der Krion-Plattform des Artesania Racks – die üblichen Böden hätten für das Zwei-Motoren-Laufwerk nicht ausreichend Platz geboten – und fasziniert mich mit seiner funktionalen Formgebung und dem satten, tiefen Glanz des polierten Aluminiums. Und das, obwohl ich mich seit ein paar Jahren ein wenig am Chrom und Gold nobler Hifi-Komponenten sattgesehen habe und eine eher schlichtere Gestaltung favorisiere. Aber der Massimo thront in seiner massiven Sachlichkeit so – auch optisch – ruhig auf dem über vier Zentimeter dicken Boden aus dem matt grauen Mineralwerkstoff, dass ich ihn mir mehr und mehr als Arbeitsgerät vorstellen könnte.

So nah wie auf diesem Foto stehen Motor und Laufwerk im Betrieb natürlich nicht nebeneinander. Den Pulley und die Oberseite der Motordose schützt eine Abdeckung vor Staub, die hier abgenommen wurde
So nah wie auf diesem Foto stehen Motor und Laufwerk im Betrieb natürlich nicht nebeneinander. Den Pulley und die Oberseite der Motordose schützt eine Abdeckung vor Staub, die hier abgenommen wurde

Das setzt natürlich voraus, dass er sich auch bei intensiver Beschäftigung als klanglich so überzeugend erweist wie bei einem ersten Funktionstest, den Dirk Räke und ich nach dem Aufbau des schon weitestgehend voreingestellt gelieferten Plattenspielers wirklich genossen hatten. Daran hatte natürlich auch der bereites erwähnte, von Yoshio Matsudaira für Transrotor gefertigte Tonabnehmer einen großen Anteil, den ich seit seinem Test der absoluten Tonabnehmer-Elite zurechne. Schön, wieder für ein paar Monate ein Exemplar genießen zu können.

Der Tonarm ist ein noch besserer Bekannter: ein SME V. Wenn es nicht zu emotional klänge, würde ich mein Verhältnis zum SME V als Hassliebe bezeichnen. Aber da bleibe ich lieber auf der sachlichen Ebene und nenne es ambivalent: Zum einen kenne ich einige Tonarme, denen man nach extrem sorgfältiger Justage – zumindest auf meinem Laufwerk – noch ein wenig mehr Wohlklang entlocken kann als dem englischen Klassiker. Zum anderen schätze ich seine sehr durchdachte und leichte Einstellbarkeit sehr. Jeder sorgfältig vorgehende Analog-Fan wird bei SMEs Topmodell gewiß 80 bis 95 Prozent seines beträchtlichen klanglichen Potential abrufen können – auch wenn er nicht mindestens einmal im Monat Tonabnehmer wechselt. Andererseits lernt man die leichte Handhabbarkeit des Arms gerade schätzen, wenn man häufig verschiedene Systeme einbaut. Daher greife ich bei der Erstellung der Einspielungen für hifistatements Klangbibliothek immer auf den Fünfer zurück: Er garantiert sehr gute klangliche Ergebnisse bei überschaubarem Justage-Aufwand.


Das Chassis wir durch Verdrehen der unteren Scheibe ausgerichtet. Den Platz des grob geriffelten Knopfes kann auch eine weitere Tonarmbasis einnehmen
Das Chassis wir durch Verdrehen der unteren Scheibe ausgerichtet. Den Platz des grob geriffelten Knopfes kann auch eine weitere Tonarmbasis einnehmen

Zudem harmoniert der Arm mit einer Vielzahl von Tonabnehmern. Bei der Auswahl seines Untergrundes ist er hingegen wählerischer. Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich den SME vor mehr als zehn Jahren, als der Audiolabor konstant noch das Laufwerk meiner Wahl war, deutlich kritischer gesehen habe als heute. Doch dann empfahl mir Martina Schöner, zwischen Tonarmbasis und den Montagestegen des Arms einmal Silikon-Ringe auszuprobieren, durch die dann die vier Befestigungsschrauben führten: Der Fünfer gab sich nun deutlich lebendiger und klang auch ein gutes Stück offener. Auf dem LaGrange erreichte der Fünfer schon bei direkter Montage auf der Basis ein recht hohes Niveau, was sich durch die Silikon-Ringe aber auch noch einmal leicht steigern ließ. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Fünfer klingt so gut, wie es das Laufwerk erlaubt.

Die Motordose lässt sich mit Hilfe der vier Knöpfe ausrichten. Die Scheiben zum Schutz der Stellfläche gehören zum Lieferumfang
Die Motordose lässt sich mit Hilfe der vier Knöpfe ausrichten. Die Scheiben zum Schutz der Stellfläche gehören zum Lieferumfang

Womit wir endlich wieder beim Massimo wären. Dass er mir als ebenso anmutiges wie praktisches Arbeitsgerät erscheinen will, kommt nicht von ungefähr: Bei seiner Entwicklung hat sich Jochen Räke vom Klassiker Micro Seiki SX5000 inspirieren lassen, bei dem sich ebenfalls die Möglichkeit bot, ihn mit vier Tonarmen zu bestücken, und der vor einigen Jahrzehnten beispielsweise im Handel oder bei Magazinen die ideale Basis für Vergleiche von Armen und Tonabnehmern darstellte. Auch der Massimo besitzt eine überaus solide Basis: Die Achse des invertierten, hydrodynamischen Lagers ist auf einem sechs Zentimeter dicken, massiven Aluminium-Quadrat mit einer Kantenlänge von 31 Zentimetern montiert. Am oberen Ende der Achse befindet sich eine Keramikkugel, auf der ein Lagerspiegel in der Messing-Buchse des Subtellers läuft. Diese Lagerbuchse dient im unteren Bereich selbst als Achse und zwar für die darauf drehend gelagerte Riemenscheibe. Starke Magnete in der Riemenscheibe und im Subteller sorgen dafür, dass die über den oder die Riemen zugeführte Energie den Subteller in Bewegung versetzt. Die Kraftübertragung zwischen Riemenscheibe und Subteller geschieht also völlig berührungslos. Dadurch sollen auch die Reste vom Polrucken des Motors, die ihren Weg über den Riemen zum Laufwerk finden, eliminiert werden.

Der Lagerspiegel liegt unterhalb der Zentrierspindel. Wohl auch deshalb ist die Bohrung des Auflagegewichtes mit Kunststoff zur Entkopplung ausgekleidet
Der Lagerspiegel liegt unterhalb der Zentrierspindel. Wohl auch deshalb ist die Bohrung des Auflagegewichtes mit Kunststoff zur Entkopplung ausgekleidet


Was sich ebenso logisch wie simpel anhört, bedeutet fertigungstechnisch einen erheblich höheren Aufwand als der übliche Antrieb des Subtellers direkt über einen Riemen. Eine dritte Rille auf der Riemenscheibe verrät, dass sie wie der gesamte Subteller auch bei Laufwerken mit Drei-Motoren-Antrieb zum Einsatz kommen kann. Bei Transrotor scheint es wie in der Automobilindustrie einen Modularen Querbaukasten zu geben, aus dem Teile für die Vielzahl von Modellen entnommen werden können. Ich bin überzeugt davon, dass dies einer der entscheidenden Gründe dafür ist, dass man den bestens verarbeiteten und materialaufwendigen Massimo zu diesem wirklich kundenfreundlichen Preis anbieten kann: Mit einem Motor und einer Tonarmbasis steht das Laufwerk mit 8.900 Euro in der Preisliste und selbst mit dem zweiten Motor bewegt er sich noch knapp in vierstelligen Preisregionen. In diesen Preisen inbegriffen sind das verchromte Plattenauflagegewicht und Transrotors aufwändige Motorsteuerung Konstant mit Feinregulierung für die beiden Geschwindigkeiten. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass Transrotor für den Erwerb von SME-Tonarmen und hauseigenen Tonabnehmern zusammen mit dem Laufwerk Paketpreise anbietet, die signifikant unter den Einzelpreisen von Arm und System liegen. Eine zusätzliche Tonarmbasis für Neun-Zoll-Arme kostet moderate 400 Euro, die für Zwölf-Zoll-Arme 600 Euro. Aber es ist ja keine neue Erkenntnis, dass Transrotor seine Produkte ausgesprochen fair kalkuliert.

Der Massimo mit abgenommenem Teller: Die Riemen treiben die Riemenscheibe, die drehbar auf dem Subteller gelagert ist. Das Drehmoment wird berührungslos durch Magnete von der Riemenscheibe auf den Subteller übertragen
Der Massimo mit abgenommenem Teller: Die Riemen treiben die Riemenscheibe, die drehbar auf dem Subteller gelagert ist. Das Drehmoment wird berührungslos durch Magnete von der Riemenscheibe auf den Subteller übertragen

So sehr der Massimo mich auch optisch erfreute, ernsthaft auseinandergesetzt habe ich mich mit ihm erst, als ich den Bericht über die Plattenspieler-Justage-Software Analogmagik schrieb und nicht allein meinen Lagrange mit zwei Tonarmen und Systemen messen wollte. So kommt es, dass dies einer der wenigen, wenn nicht der einzige Test in Hifistatement ist, bei dem auch Messwerte der Komponenten ermittelt wurden – und sich alle im grünen Bereich befanden: Die Arm/Systemresonanz liegt knapp unter elf Hertz, die Gleichlaufwerte sind deutlich besser als vorgeschrieben und es gibt auch keine Auffälligkeiten bei der Vibrationsmessung. Aber das hätte ich auch nicht anders erwartet.

Da ich aus einer Mischung von Bequemlichkeit und Neugierde – im Digitalen gibt es einfach mehr spannende Entwicklungen als bei der Analogtechnik – in letzter Zeit sehr wenige Schallplatten gehört hatte, war ich überrascht, wenn nicht gar entsetzt, was ich mir da ohne Not entgehen lasse. Zum Einspielen nach wochenlanger Nichtbenutzung lockerte ich die Aufhängung und Dämpfung des Tamino mit David Hollands Emerald Tears, ECM1109: Das Soloalbum ist eine Schwelgerei in warmen Klangfarben und tiefen Impulsen. Der Kontrabass besitzt Wucht und Körper. Besonders schön kommt der Titelsong rüber, bei dem Dave Holland es ruhiger angehen und seinen Bass intensiv singen lässt. Ich bilde mir ein, dass der Klang hier sinnlicher und greifbarer ist, als wenn er von einem digitalen Tonträger käme. Den Vergleich verkneife ich mir aber – nicht weil ich befürchte, in meiner analogen Schwärmerei widerlegt zu werden, sondern weil ich die CD nicht besitze, es – soweit ich weiß – keinen Highres-Download gibt und ich nicht bereit bin, eine der CDs zu erstehen, die bei Amazon für fast 150 Euro (!) angeboten werden.

An der Motorsteuerung namens Konstant lassen sich die Motoren einschalten sowie die Geschwindigkeit wählen und fein einstellen
An der Motorsteuerung namens Konstant lassen sich die Motoren einschalten sowie die Geschwindigkeit wählen und fein einstellen


Da drehe ich die Scheibe lieber um und genieße Dave Hollands Interpretation der Miles-Davis-Komposition „Solar“, eine rasend schnelle Folge tiefer Noten, die Massimo und Co. bestens differenziert und mit einer Fülle an Details wie etwa Griffgeräuschen rüberbringen. Die Platte muss ich nicht allzu lange nach ihrer Einspielung erworben und auch häufig mit Arm/System-Kombinationen abgespielt haben, die zum damals studentischen Budget, nicht aber zu High-End-Ansprüchen passten. Es knistert und knackt hin und wieder zwar vernehmlich, was aber nichts daran ändert, dass der gestrichene Bass etwa in „Flurries“ herrlich knarzt und vor Energie nur so strotzt. Die tieffrequenten Böen verwehen eine schelle Folge von Flageoletts im dezenten Hall des Raumes: Tamimo und der Rest des Trios lassen auch in Sachen Detailverliebtheit und Hochtonenergie nicht anbrennen. Ja, Transrotors Tonabnehmer begeistert mich in diesem Umfeld genauso, wie vor fast zwei Jahren im Thales Simplicity oder im Aquliar. Aber es sollte mich ja nicht überraschen, dass Jochen und Dirk Räke es als langjährige Vertriebspartner von SME verstehen, für den Fünfer eine nahezu ideale Plattform zu entwickeln.

Der Blick in die Motorsteuerung: links oben die beiden Zehngang-Potentiometer zur Feineinstellung der Geschwindigkeit
Der Blick in die Motorsteuerung: links oben die beiden Zehngang-Potentiometer zur Feineinstellung der Geschwindigkeit

Weil es so schön war, mache ich gleich mit einem ECM-Solo-Album weiter. Aber keine Angst: Dass hier nur eine Person aktiv ist, heißt keinesfalls, dass auch diesmal nur ein Instrument im Mittelpunkt steht. Auf Blue Sun, ECM 1250, ist Ralph Towner an der klassischen und der 12-saitigen Gitarre, am Flügel und am Prophet 5 Synthesizer zu hören, ja, und zusätzlich auch noch auf dem Waldhorn und dem Cornet sowie mit diversen Perkussionsinstrumenten. Die Studiotechnik macht's möglich, dass er auf einigen der sieben Eigenkompositionen wie eine hart groovende Combo klingt. So macht mein Lieblingssong auf dieser Scheibe, „C.T. Kangaroo“, schnell klar, dass die beiden Transrotors und der SME auch rhythmisch nichts anbrennen lassen. Das Tamino bezaubert mit satt schillernden Klangfarben und beweist eine Detailverliebtheit, die nie ins Helle oder Analytische kippt. Das hohe Auflösungsvermögen macht auch eine so dichte Komposition wie „Wedding Of The Streams“, wo sich Synthesizer-Sounds, Glocken – auch aus dem elektrischen Klangerzeuger? – und Gitarrenmelodien umspielen, zu einem Hochgenuss.

Das fantastische Tamino fertigt My Sonic Lab nach den Klangvorstellungen von Transrotor
Das fantastische Tamino fertigt My Sonic Lab nach den Klangvorstellungen von Transrotor

Aber ich möchte Sie nicht damit langweilen zu schildern, mit welchem Genuss ich eine Reihe meiner Lieblingsscheiben auf dem Massimo gehört habe. Um die Qualitäten des Laufwerks besser einschätzen zu können, habe ich meinem SME V auf den Brinkmann LaGrange gebaut und anschließend darin das Transrotor Tamino justiert. Jetzt kann ich innerhalb von eine paar Minuten den Tonabnehmer zwischen dem Fünfer auf dem Massimo und dem Fünfer auf dem LaGrange tauschen. Auf dessen Teller liegt Albeniz – Frühbeck De Burgos Suite Espangnola, deren „Asturias“ für jede Kette eine Herausforderung darstellt: Die mächtigen, messerscharfen Bläsereinsätze und Paukenschläge dürfen die Raumillusion, die die lebendigen – oder leicht nervösen – Streichergruppen zuvor aufgebaut haben, nicht zusammenbrechen lassen. Das geschieht, wie ich weiß, beim LaGrange nicht. Im auf dem Massimo montierten SME V begeistert das Tamino mit einem noch etwas größeren Raum, einem Hauch mehr Farbe im Klangbild und minimal mehr Druck im Tiefbass: Tamino und SME fühlen sich auf dem Transrotor noch eine Spur wohler als auf dem Brinkmann – zumindest bei dieser Scheibe.


Und nun kommt sie doch! Nein, nicht Dick Schorys unvermeidliches Bang Baaroom And Harp, sondern Keith Jarretts Standards Live, ECM 1255: „God Bless The Child“ gibt untrügerisch darüber Auskunft, wie gut ein Plattenspieler den ungeheuren Drive rüberbringen, den der Pianist im Zusammenspiel mit Gary Peacock und Jack DeJohnette entfaltet. Hier sorgt der LaGrange für einen Hauch mehr Groove, verleiht den recht präsent abgemischten Becken allerdings auch einen Tick mehr Biss. Dabei geht es um Marginalien: Weder neigt das Tamino auf dem Massimo zur Behäbigkeit, noch auf dem LaGrange zur Schärfe, nein es harmoniert einfach großartig mit dem Fünfer und bringt die minimal unterschiedlichen Tendenzen der beiden hervorragenden Laufwerk zu Gehör.

Massimo, SME V und Tamino bilden eine stimmige Einheit
Massimo, SME V und Tamino bilden eine stimmige Einheit

Transrotors Top-Tonabnehmer muss ja wieder zurück auf firmeneigene Laufwerk. Da bietet es sich an, vor dem Umbau noch eine Scheibe der anderen Art auf dem Brinkmann zu spielen: den Soundtrack des Films The Hot Spot. Darauf sind Taj Mahal, John Lee Hooker und Miles Davis zusammen zu hören. Auf „Coming To Town“ fehlt zwar Taj Mahal, aber der im Ocean Way Studio fett produzierte Sound macht einfach Spaß. Die fünf Instrumente stehen im Breitwandformat vor einem. Tim Drummonds E-Bass rollt tief und sonor, Miles Davis Trompete badet im Hall und die Snare knallt aus der Tiefe des Raums, dazu die Stimme John Lee Hookers – einfach klasse! Noch mehr Cinemascope kann man dann genießen, wenn sich das Tamino und die LP wieder auf dem Transrotor befinden: Die Abbildung gerät noch Stückchen größer, die Instrumente werden noch ein wenig klarer differenziert. Wieder ein kleiner Vorteil für Massimo, SME V und Tamino: Es sollte gemeinsam spielen, was gemeinsam entwickelt wurde!

Rechts unten spiegelt das Chassis des Massimo die Unterseite des Tellers wider. Die Formgebung soll stehenden Wellen entgegenwirken
Rechts unten spiegelt das Chassis des Massimo die Unterseite des Tellers wider. Die Formgebung soll stehenden Wellen entgegenwirken

STATEMENT

Die klare Gestaltung des Massimo hat es mir angetan. Aber wichtiger: Er klingt so gut, wie er aussieht, und bietet dem SME V eine ideale Basis. Und mit diesen beiden harmoniert Transrotors Top-System ganz hervorragend – auch wenn man eigentlich nicht glauben möchte, dass ein derart kostspieliger Tonabnehmer auf einem minimal günstigeren Laufwerk Höchstleistungen erreicht. Hier tut er es! Transrotors Trio ist schlicht eine Traum-Kombination – zum absolut fairen Preis.
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Einstein The Tonearm 9, AMG 12JT Turbo Tonearm, SME V
Tonabnehmer Lyra Etna, Einstein The Pick-Up
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher LumenWhite WhiteLight Anniversery, Kaiser Acoustics Kawero! Classic
Kabel Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Clearaudio Matrix, Sun Leiste,Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Transrotor Massimo
Chassis aus massivem Aluminium 
Plattenteller Aluminium, 80mm, ca. 15 kg
Lager hydrodynamisches Plattentellerlager mit Magnetkopplung (TMD)
Netzteil Transrotor Konstant mit aufwändiger Motorsteuerung und Feinregulierung, angepasste Frontplatte
Ausbaustufen auf bis zu vier Tonarmarme aufrüstbar, Tonarmbasen stufenlos verstellbar, auf Betrieb mit zwei Motoren aufrüstbar
Zubehör Auflagegewicht Chrom
Preise Massimo mit einem Motor 8.900 Euro
zweiter Motor 1050 Euro
SME V (in Verbindung mit Laufwerk) 4.365 Euro
TR Tamino (in Verbindung mit Laufwerk) 10.500 Euro
vorgestelltes Modell 24.815 Euro

Hersteller/Vertrieb
Räke HIFI Vertrieb GmbH
Anschrift Irlenfelder Weg 43
51467 Bergisch Gladbach
Telefon +49 2202 31046
E-Mail transrotorhifi@t-online.de
Web www.transrotor.de

Weitere Informationen

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