Donnerstag, 02 April 2020 00:01

AIR TIGHT Reference Phonoverstärker

Nach längjähriger Entwicklungsdauer präsentiert AIR TIGHT den Reference Phonoverstärker ATE-3011 mit fünf unterschiedlichen Entzerrungsstufen und einem einzigartigem Erscheinungsbild.

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Das Ziel der Entwickler Y. Hayashiguchi und K. Hamada unter der Ägide von Atsushi Miura war es, einen Röhrenphonoverstärker mit einem verfärbungsfreien Schaltungsdesign zu schaffen, das die röhrentypischen Vorzüge auf ein neues rauschfreies und klangliches Niveau bringt. Die besonderen Merkmale:

  • Fünf wählbare Entzerrungskurven für Turnover & Roll-Off (RIAA/NAB/AES/FFRR/Flat),z. B: Decca, Columbia, Blue Note, Atlantic, Teldec, American 78 und Andere, einfach zu kombinieren, umschaltbar
  • illuminiertes Display
  • Röhren Phono EQ in NF-CR-Typ Schaltung (NF für Turnover, CR für Roll-Off)
  • unabhängige Netzschaltung für heater coil und B-Power
  • der kritische Signalbereich der Röhrenschaltung der drei selektierten 12AX7 Doppeltrioden wird durch ein weiteres internes Gehäuse effizient geschirmt. Kupferplatten zur Schirmung, bodenseitig
  • aus einem Stück gezogenes Gehäuse für hervorragende Stabilität und Resonanzableitung
  • 3x Phonoeingang MM, RCA, 2x Phonoausgang Stereo, RCA, 1x Phonoausgang Mono, RCA, für low output MC's wird ein separater Step up Übertrager benötigt
  • alle Bauteile und die Verkabelung wurden nach klanglichen Kriterien ausgewählt
  • Bauteile von Hand verlötet, 100% handmade in Japan
  • Der Verkaufspreis: 22.500 Euro

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Vertrieb
Axiss-Europe GmbH
Anschrift Arturo Manzano
Lorsbacher Str. 31
65719 Hofheim/Ts.
Telefon +49 234 3254190
E-Mail axisseurope@aol.com
Web www.axiss-europe.de

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Mittwoch, 01 April 2020 00:01

Keces E40

geschrieben von

Der taiwanesische Hersteller Keces überzeugte Dirk Sommer bereits mit zwei Phono-Vorstufen unterschiedlicher Preisklassen. Darüber hinaus sind die Netzteile von Keces aus einigen unserer Redaktionsanlagen nicht mehr wegzudenken. Der kompakte Vollverstärker E40 muss sich also mächtig ins Zeug legen, um dem Ruf des Herstellers gerecht zu werden.

Der Markt für günstige Vollverstärker ist hart umkämpft und die Auswahl recht groß. Der wirkliche Kampf herrscht dort jedoch nicht zwischen den verschiedenen Herstellern selbst, sondern viel eher zwischen dem Konzept Stereoanlage und Wireless-Lautsprecher, so zumindest mein Eindruck. Weitestgehend unabhängig vom Alter eines potenziellen Besitzers, scheint die Stereoanlage out zu sein. CDs sind dies ohnehin schon längst, Streaming ist allumfänglich etabliert. Andererseits ist das Revival der Schallplatte kein Geheimnis mehr. Der Keces E40 möchte sowohl das analoge als auch das digitale Lager ansprechen und vom Aufbau einer echten Stereokette überzeugen. Dabei ist er mit allem ausgestattet, was es für den Start benötigt. Er verfügt über zwei Line-Eingänge und einen 47 Ohm MM-Phono-Eingang. Soweit die analoge Sektion. Auf digitaler Ebene bietet er einen internen Analog/Digital-Wandler, der mit 48 Kilohertz bei 16 Bit wandelt, das ist klassisches CD-Format mit leicht erhöhter Abtastrate. Zusätzlich verfügt er über einen Kopfhörerverstärker und einen Pre-Out für den Anschluss eines externen Verstärkers oder Subwoofers. Abgerundet wird der Gesamteindruck durch ein motorisiertes analoges Poti und eine Infrarotfernbedienung. Die Ausstattung ist zwar umfangreich, trotzdem auf das Nötigste reduziert. Um den Wunsch nach einer echten Stereokette zu befeuern, muss der Keces deshalb vor allem eines: sich klanglich durchsetzen. In Anbetracht des in Relation zur Gesamtgröße des Gerätes beachtlich großen Ringkerntrafos verspreche ich mir allerdings einiges.

Sowohl der Trafo, als auch die Elkos sind für ein Gerät dieser Baugröße großzügig bemessen
Sowohl der Trafo, als auch die Elkos sind für ein Gerät dieser Baugröße großzügig bemessen

Das Datenblatt sieht ebenso vielversprechend aus. 65 Watt an vier Ohm im Klasse-A/B-Betrieb sind für einen derart kompakten Verstärker ein Wort und 15 Ampere maximale Stromstärke ebenso. Dass diese Werte nicht an den Haaren herbeigezogen sind, beweist die maximale Leistungsaufnahme von 180 Watt. Die Line-Eingänge versprechen bei einem Signal-Rausch-Verhältnis von 110 Dezibel einen sehr sauberen Signaltransfer. Wenn man Keces kennt, ist das Gehäusedesign keine Überraschung mehr. Das Keces Logo prangt als weißer Aufdruck auf der Front und ist in den mit Belüftungsschlitzen ausgestatteten Deckel eingefräst. Schlicht, unaufdringlich und schick. Die Verarbeitung lässt an keiner Stelle zu wünschen übrig. Das wirklich massive Alugehäuse ist sorgfältig gefertigt und die Einfassung der Schalter und des Potentiometers sehr genau. Optisch und haptisch kommt hier schon High-End-Feeling auf. Das schwarze, gebürstete Aluminium ist einfach ein zeitloser Klassiker, der immer edel wirkt und sich nahtlos in jeden Wohnraum einfügen sollte. Besonders hilfreich ist hierbei die ungewöhnlich kompakte Bauform des Vollverstärkers. Auf einer Grundfläche von 22 mal 22 Zentimetern, bei einer Höhe von weniger als sieben Zentimetern, findet eine ganze Menge Technik Platz. Das Design ist sehr funktional, auf der Vorderseite findet sich außer Logo, Potentiometer und Infrarotschnittstelle ein kleiner An- und Ausschalter nebst LED, ein Quellenwahlschalter und vier weitere beschriftete LEDs, die je nach gewähltem Eingang blau aufleuchten. Auf der Rückseite befindet sich neben der Buchse für den Netzstecker und der Feinsicherung ein Schalter, um das Gerät vollständig abzuschalten. Auf Wunsch muss es also nicht zwangsläufig im Standbymodus auf seinen nächsten Einsatz warten, sondern kann ohne den Stecker zu ziehen oder schaltbare Steckdosenleisten gänzlich stromlos geschaltet werden. Die bereits erwähnten Line-Eingänge und der Phono-Eingang befinden sich nebst dem Pre-Out natürlich auch auf der Rückseite. Für den Anschluss von Lautsprechern sind pro Seite jeweils ein Plus- und Minuspol vorhanden. Ein Schalter zur Wahl der Eingangsspannung befindet sich auf der Unterseite des Geräts unter einer kleinen Abdeckung. Die Standfüße sind wie üblich bei Keces stabil und unerschütterlich fest mit dem Gehäuse verschraubt.

Optisch ist der Keces eher unauffällig, aber dennoch sehr schick
Optisch ist der Keces eher unauffällig, aber dennoch sehr schick


Für den Hörtest möchte ich zunächst den internen Digital-Analog-Wandler des E40 nutzen. Damit der einlaufende Datenstrom über alle Zweifel erhaben ist, nutze ich als Zuspieler zunächst meinen Melco N1 Server. Der USB-Eingang des Keces wird voll unterstützt und vom Melco sofort erkannt. In einem kurzen Gespräch mit Vertriebschef Robert Ross auf den Norddeutschen HiFi-Tagen Anfang des Jahres erfuhr ich, dass viele Kunden aufgrund der tendenziell eher geringen Leistung von 50 Watt an acht Ohm skeptisch sind. Davon lasse ich mich überhaupt nicht beeindrucken und verdrahte den Verstärker mit meinen großen Dreiwege-Standlautsprechern Magnat Quantum 807. Mit Hohlbananensteckern überhaupt kein Problem. Nutzt man offenen Draht, ist aufgrund der geringen Baugröße der Terminals des Verstärkers bei 2,5 Quadratmillimetern Schluss. Kabelschuhe oder Bananenstecker können, wie in meinem Fall, Abhilfe schaffen und ermöglichen größere Kabelquerschnitte. Mit 93 Dezibel bei 2,8 Volt und einem Meter liefern meine Lautsprecher bereits einen ordentlichen Wirkungsgrad und der Verstärker hat es leicht.

Als ersten Song höre ich Anathemas „Dusk (Dark Is Descending)“ vom Album Distant Satellites – weder ein audiophiler Leckerbissen noch eine schlechte Aufnahme. Einfach ein toller Song einer von mir sehr geschätzten Band, die seit ihrem Debüt eine interessante Genrereise vollzogen hat. Weitestgehend wird das Stück von einer akustischen Gitarre getragen. Der Klang von Stahlsaiten ist für mich oft ein erster Indikator für die Wiedergabequalität einer Kette. Ist neben dem Grundton ausreichend sirrender und ausgewogener Oberton vorhanden, ohne dass es klirrt, ist schon viel gewonnen. In dieser Disziplin punktet der kleine Vollverstärker auf jeden Fall. Der Gesamtklang macht einen eher warmen Eindruck. Speziell im oberen Mittenbereich respektive unterem Hochtonbereich klingt es eher weich, aber definitiv nicht unterbelichtet oder undefiniert. Das beschert dem Ganzen einen sehr angenehmen, runden Charakter und es macht sofort Spaß, dem Keces E40 bei der Arbeit zuzuhören. Die Stimmen von Lee Douglas und Vincent Cavanagh heben sich sehr gut von den übrigen Instrumenten ab. Der eher analytische Stimmcharakter der Aufnahme wird wie gewohnt korrekt wiedergegeben. Darüber, dass der Keces mit seinem Klangcharakter zu sehr von der Aufnahme abweicht, muss man sich also definitiv keine Sorgen machen. Im Hochton tritt der Amp bestimmt und präzise auf. Becken setzen sich gut durch und haben ein gesundes Maß an Präsenz. In den Passagen des Songs, die etwas dichter instrumentiert sind, behält der Vollverstärker überwiegend die Kontrolle und ist in der Lage, die großen Standlautsprecher auch bei hohen Lautstärken überzeugend anzutreiben. Kompression oder hörbare Verzerrungen kann ich nicht feststellen. Lediglich der Bassbereich scheint etwas unruhig zu sein. Die gute Bühnenbreite und die Tiefe der Abbildung überraschen mich. Gepaart mit der guten Instrumentenseparation spielt der Keces E40 schon jetzt deutlich über meine Erwartungen hinaus.

Das Potentiometer verfügt über einen Motor und wandert mit, wenn man über die Fernbedienung die Lautstärke ändert
Das Potentiometer verfügt über einen Motor und wandert mit, wenn man über die Fernbedienung die Lautstärke ändert

Dies ändert sich auch nicht im zweiten Satz aus Rimski-Korsakows Scheherazade (op. 35) in der Einspielung der Berliner Philharmoniker und Herbert von Karajan von 1967 (Deutsche Grammophon, ADD). Gehört als digitale Veröffentlichung von 2016 bei 96 Kilohertz und 24 Bit. Die höhere Samplingrate und Bittiefe sind kein Problem, sie werden passend von meinem Melco Server umgerechnet. Die Garantie, dass wirklich jeder Zuspieler dazu in der Lage ist, ist nicht unbedingt gegeben. Am PC zumindest ist es lediglich eine Frage der Konfiguration des jeweiligen Abspielprogrammes. Übrigens kann ich mir nicht helfen, immer wieder auf Karajan-Einspielungen zurück zu greifen. Zwar sind diese nicht immer unbedingt auch die klanglich hochwertigsten, gehören aber für meinen Geschmack zu den musikalisch beeindruckendsten Einspielungen. Der Keces Vollverstärker gibt alle Instrumente sehr natürlich wieder, und beschert der Aufnahme eine glaubwürdige Räumlichkeit. Das Orchester wirkt wie ein in sich geschlossener Klangkörper, dennoch lösen sich einzelne Instrumentengruppen gut voneinander und breiten sich in ihrer individuellen Größe im Raum aus. Dass es generell eine große Freude ist, diesem abwechslungsreichen, klangfarbenfrohen Stück zu lauschen, brauche ich wohl nicht weiter zu erwähnen. Grobdynamisch kommt der Verstärker kaum in Bedrängnis und auch im feindynamischen Bereich bietet er dem Hörer bereits eine Menge Nuancierungen. Speziell letzteres ist eine Herausforderung an günstige Geräte, doch der Keces schafft es tatsächlich, dem Hörer diese Qualität erfahrbar zu machen. Die Abstufungen und die Durchzeichnung der verschiedenen Instrumente sind in Anbetracht des Preises wirklich auf sehr hohem Niveau. Besonders ist mir der F-Teil mit dem Solo der Klarinette in A im Gedächtnis geblieben. Die Streicher liefern, wie an späterer Stelle nochmals, ein in sich sehr bewegliches Pizzicato und es gelingt mir, jede Instrumentengruppe zu verfolgen.

Die Infrarotfernbedienung bietet Zugriff auf die wichtigsten Funktionen
Die Infrarotfernbedienung bietet Zugriff auf die wichtigsten Funktionen


Vom High-End-Server jetzt zur einfachen Wiedergabe über den USB-Ausgang eines PC und dem Test der Kopfhörerbuchse. Unter Windows 10 wird der im Keces verbaute Digital-Analog-Wandler problemlos erkannt und kann in den Audio-Einstellungen von Windows auf Wunsch als Standardgerät für die Audiowiedergabe eingerichtet werden. Beste Ergebnisse erziele ich wie üblich an meinem Notebook im Akkubetrieb. Das Signal ist merkbar sauberer und störungsfreier als beispielsweise zugespielt über meinen etwas in die Jahre gekommenen Desktop-PC. Beide Geräte sind übrigens bewusst nicht für die Audio-Wiedergabe optimiert, es sind meine Arbeitsgeräte für sämtliche alltägliche Aufgaben. Die Vergleichbarkeit mit jedem beliebigen anderen Computer ist somit gegeben. Besonders bemerkbar macht sich der positive Effekt des Akkubetriebs an In-Ears. Aufgrund ihrer meist niedrigen Impedanz und hohen Empfindlichkeit sind sie prädestiniert dafür, kleinste Störsignale aufzudecken. Aber auch ausgewachsene Kopfhörer profitieren natürlich von einer möglichst guten Quelle. Insbesondere, wenn man stark dynamische Musik wie Klassik hört. In leisen Passagen herrscht einfach mehr Ruhe und Gelassenheit. Während große Kopfhörer meist kaum genug Leistung bekommen können, verhält es sich bei In-Ears oft andersrum und weniger ist mehr. Beide Anforderungen allumfassend zu erfüllen, ist nahezu unmöglich, der Keces schafft den Spagat allerdings sehr gut und Nutzer verschiedenster Kopfhörertypen sollten voll auf ihre Kosten kommen. Die 3,5 Millimeter Klinkenbuchse ist etwas ungewöhnlich, aber wie ich finde eine gute Entscheidung. Wer sich für einen günstigen Vollverstärker, eventuell auch als erstes „echtes“ Stereogerät interessiert, besitzt mit höherer Wahrscheinlichkeit eher Kopfhörer, die ohnehin mit kleiner Klinke ausgestattet sind. Trotzdem ist es ein Irrtum, dem Kopfhörerverstärker den Betrieb von sehr hochwertigen, mit überwiegend 6,3-Millimeter Klinke ausgestatteten Kopfhörern nicht zuzutrauen. Dies wird am Dan Clark Audio, ehemals Mr. Speakers, Ether 2 unter Beweis gestellt. Zwar ist es kein übermäßig kompliziert anzutreibender Kopfhörer, sehr wohl aber ein hochauflösender, der durchaus einen gewissen Pegel benötigt und etwaige Unstimmigkeiten sofort aufzeigen würde.

Die verbauten Transistoren stammen vom Hersteller Sanken, anhand ihres Datenblatts lässt sich der Maximalstrom von 15A verifizieren
Die verbauten Transistoren stammen vom Hersteller Sanken, anhand ihres Datenblatts lässt sich der Maximalstrom von 15A verifizieren

In letzter Zeit streame auch ich deutlich mehr über TIDAL als noch vor einigen Monaten. Zwar habe ich nach wie vor aus verschiedenen Gründen Daten lieber fest auf dem Server liegen, anstatt zu streamen, aber die Flexibilität von TIDAL lockt mich immer wieder auf Streifzüge. Zum Beispiel zurück in die 80-er zu Asias Debütalbum und einer der damals ausgekoppelten Singles „Sole Survivor“. Sehr passend, schließlich gelten die 80-er für viele als das goldene Zeitalter der Stereoanlagen und vor allem der Vollverstärker. Die Produktion dieses Albums fasziniert mich immer wieder und ist, wie ich finde, ein gutes Beispiel für den früh-80-er Sound, den ich so liebe. Noch nicht so aufgeblasen wie spätere Produktionen, insbesondere von Asia. Den einzelnen Instrumenten wird mehr Raum und Entfaltungsfreiheit gelassen. Das macht die Aufnahme sehr entspannt. Dennoch klingt sie gleichzeitig sehr energetisch und detailreich, einfach perfekt ausbalanciert. Auch ist der Stil der Band auf ihrem Debüt noch differenzierter und nicht so durchkonstruiert wie auf späteren Alben. Natürlich ist dies letztendlich auch eine Frage des Geschmacks und der Erwartungshaltung, aber über die klangliche Qualität des Debüts lässt sich, glaube ich, nicht streiten. Das wird beim Test der Kopfhörerbuchse sehr deutlich. Im Intro ist jeder einzelne Bestandteil des Schlagzeugs klar und deutlich rauszuhören. Das Ride-Becken auf der linken Seite, das getretene Hi-Hat rechts und die wie üblich mittig sitzende Snare samt Bass-Drum lassen durch ihren Klang perfekt auf die Spieldynamik Palmers schließen, der zu Beginn der Strophe nochmal deutlich kräftiger zulangt als im Intro. Dabei spielt er den sogenannten traditional grip, also die klassische eher seitliche Stickhaltung in der linken Hand. Ich beherrsche diese Stickhaltung überhaupt nicht und spiele seit jeher matched grip, also beide Sticks in identischer Haltung. Deshalb fasziniert es mich sehr, wie viel Kraft und Vehemenz Palmer mit dieser traditionellen Spielhaltung aufbietet.

Die gleichzeitig mit der Strophe einsetzende Hammondorgel bekommt eine ganz eigene Ebene im Mix zugewiesen und rahmt Gitarre, Schlagzeug und Gesang ein. Obwohl die Keyboards eher in den Vordergrund gemischt sind, geht das unverkennbare Gitarrenspiel von Howe nicht unter und hat ebenso seinen festen Platz im Mix. Nach dem Interlude und kurzen Gitarrensolo gibt es in der dritten Strophe einen crescendierenden Pianoakkord, der sich sehr dynamisch in den Vordergrund schneidet. Die ganze Aufnahme klingt einfach cremig. Eine absurde Klangbeschreibung, aber dies trifft den Kern der Sache am besten. Der Hauch Wärme und die nicht ganz neutrale Abstimmung des Kopfhörerverstärkers tun ihr Übriges hierzu. Nutze ich meinen Laptop im Akkubetrieb als Zuspieler, klingt das musikalische Geschehen noch etwas gelöster und freier. Die Instrumente erhalten mehr Raum und Dynamik. Dass all diese Unterschiede an einem internen Kopfhörerverstärker eines Vollverstärkers auszumachen sind, liegt natürlich einerseits an einem fantastischen Kopfhörer, lässt andererseits allerdings auch auf die Qualität des Kopfhörerverstärkers selbst schließen.

Die Rückseite gestaltet sich übersichtlich, alle Buchsen sind zum Korrosionsschutz vergoldet
Die Rückseite gestaltet sich übersichtlich, alle Buchsen sind zum Korrosionsschutz vergoldet


Da ich schon seit langer Zeit keinen CD-Player mehr nutze und alle CDs, die ich aus Sammler- und Nostalgiewert noch als echten Datenträger kaufe, sofort rippe, besitze ich kein klassisches Gerät für den Anschluss per Line-Eingang. Deshalb liegt es mir nahe, einfach mal den Ausgang meines Brooklyn DAC+, der über den Mutec Reclocker MC-3+ USB vom Melco Server gespeist wird, an den analogen Eingang des kleinen Vollverstärkers zu hängen. Mir wird schlagartig bewusst, welches enorm große Potential der Keces mitbringt. Der interne Wandler des E40 wird von meinem Mytek DAC samt Reclocker zwar abgehängt und es wäre schlimm, wenn dies nicht so wäre, schließlich kostet nur der DAC schon fast viermal so viel wie der Vollverstärker. Die Verstärkersektion allerdings läuft in dieser Konfiguration zu Höchstform auf. Es ist schier unglaublich, wie viel Dynamik, Räumlichkeit und Kontrolle aus so einem kleinen Gehäuse möglich ist. Die vorher bemängelte Ungenauigkeit im Bassbereich ist verschwunden. Ich bin wirklich schwer beeindruckt. Keces macht hier meiner Meinung nach alles richtig! Warum? Dieser Vollverstärker ist perfekt für den Einstieg oder den Aufbau einer Zweitanlage, denn sein Herzstück, die Verstärkereinheit, ist beeindruckend gut. Für den Anfang hat man ein solides Startpaket. Dank USB- und Phono-Eingang kann man sowohl analog als auch digital sofort loslegen. Kommt dann der meist unvermeidbare Wunsch, die Wiedergabe zu verbessern, ist mit einem externen DAC, hochwertigen CD-Spieler, der Optimierung des Betriebssystems des Zuspielcomputers, einem Server oder hochwertigeren Phonoverstärker viel zu holen. Vor- und Endstufe des Vollverstärkers werden einen dabei garantiert nicht im Stich lassen und mit jeder Verbesserung der Kette aufblühen und den geneigten Hörer mit Spielfreude überschütten. Die Mission, neue Musikhörer zur Stereoanlage zu bekehren, dürfte als erfüllt bezeichnet werden.

STATEMENT

Der Vollverstärker Keces E40 ist ein ideales Einstiegsgerät, bei dem man nicht lange nachdenken muss. Klar, schnörkellos und ohne viel unnötiges Beiwerk liefert der kleine Amp genau das, worauf es ankommt: einen ausgezeichneten Grundsound, der mit jeder Verbesserung der Peripherie mitwächst. Nicht zu vernachlässigen ist dabei seine extrem kleine Bauform und somit vielseitige Anwendbarkeit auch auf begrenztem Raum.
Gehört mit
Computer ThinkPad 470s, Intel i5-6300U @ 2,4GHz, 12GB DDR4-RAM @ 2400MHz, Windows 10 (Roon, foobar2000)
Router & Zubehör TP-Link Archer C7 AC1750, Sagemcom FAST5460, Netgear ProSAFE GS108 (mit Keces P3)
Server Melco N1 AH 60/2
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Sbooster BOTW Eco P&P)
Endstufe NAD C 275BEE
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO X7 Mark II mit AM3A (FiiO Music App, BubbleUPnP, TIDAL)
Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 9 (BubbleUPnP, foobar2000 controller pro, TIDAL)
Kopfhörerverstärker ifi iDSD micro Black Label
Kopfhörer Dan Clark Audio (Mr. Speakers) Ether 2
In-Ears & Zubehör Etymotic ER4SR, Ikko Audio OH10 Obsidian, Vision Ears VE6 X2, ifi IE-Match
Kabel Sommer, Vovox, Cordial, Intona, Furutech, Belden
Herstellerangaben
Keces E40
Leistung 2 x 50W bei 8Ω, 2 x 65W bei 4Ω
Frequenzgang 10Hz – 100kHz
Stromstärke 15A Peak pro Kanal
THD+N <0,008% bei 1kHz A-Weighting, <0,02 % bei 1 kHz A-Weighting für Phono MM
S/NR 110dB A-Weighting, 82dB für MM Phono
Eingangsimpedanz 36 kΩ, 47 kΩ für Phono MN
Kopfhörerausgang 100mW bei 32Ω
D/A Wandler PCM bis 48kHz / 16-bit
Stromeingang 220V-240V
Leistungsaufnahme max. 180 Watt
Gehäuse 3mm Vollaluminium
Abmessungen (BxTxH) 220 x 220 x 66 mm
Gewicht 4kg
Preis 600 Euro

Vertrieb
Robert Ross Audiophile Produkte GmbH
Anschrift Alemannenstr. 23
85095 Denkendorf
Telefon 08466 905030
E-Mail r.ross@robertross.de
Web www.robertross.de

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  • Social Introtext Der taiwanesische Hersteller Keces überzeugte Dirk Sommer bereits mit zwei Phono-Vorstufen unterschiedlicher Preisklassen. Darüber hinaus sind die Netzteile von Keces aus einigen unserer Redaktionsanlagen nicht mehr wegzudenken. Der kompakte Vollverstärker E40 muss sich also mächtig ins Zeug legen, um dem Ruf des Herstellers gerecht zu werden.
Dienstag, 31 März 2020 00:01

PS Audio Stellar und MFSL-LPs

Auch der deutsche PS-Audio-Vertrieb verbreitet gute Nachrichten – und zwar für Analogfans. Vertriebschef Jürgen Sachweh hat einen Tipp „für alle Corona-Eremiten mit Interesse an einem veritablen „Giganten-Schreck“: Der Stellar Phonovorverstärker von PS Audio!“

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Der Stellar Phono-Preamp sei ein klassisches Beispiel für das Ethos von PS Audio: Hervorragende musikalische Leistung zu einem Preis, der weit unter dem zu Erwartenden liege. Jürgen Sachwech fordert Sie zum Vergleich des neuen Stellar Phono-Vorverstärker auf und ist nicht zuletzt wegen der Einstufung in die Klangklasse „A“ in STEREOPHILE und anderer weltweiter Auszeichnungen davon überzeugt, dass Sie beeindruckt sein werden.

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In der derzeitigen Situation bietet er Ihnen ein „Schmankerl“: Die Besteller einer neuen Phonovorstufe erhalten zusätzlich jeweils drei nagelneue MFSL-Schallplatten – bei Bestellung im April bei Hifi2die4 und solange Vorrat reicht.

Vertrieb
HiFi2Die4
Anschrift Austrasse 9
73575 Leinzell
Telefon +49 (0) 7175 909032
E-Mail hifi2die4@gmx.de
Web www.hifi2die4.de

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Montag, 30 März 2020 00:01

Audio Note Deutschland: Corona Rabatt!

Wir hatten versprochen, Sie über alle Aktionen zu informieren, die geeignet sind, in diesen Zeiten den Spaß an der Musik und ihrer Wiedergabe nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen. „Der deutsche AudioNote-Vertrieb reagiert auf die Covid-19-Krise mit einem Nachlass bei Vorkassenzahlung (ausser auf Tiernahrung und Röhren), so Stefan Wörmer.

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Der Chef des deutschen Vertriebs weiter: „Wir wollen auf die Weise die Company unterstützen. Da die Audio-Note-Geräte aber eh eine Vorlaufzeit für die Bauzeit haben, entsteht dem Kunden kaum ein zeitlicher Nachteil, er kann aber auf die Weise etwas sparen und hilft Audio Note durch die Krise zu steuern. Näheres bei Ihrem AudioNote Händler oder beim Vertrieb.“

Vertrieb
Audio Note Deutschland UG (haftungsbeschränkt)
Anschrift Stefan Wörmer
Soltauer Straße 44
29646 Bispingen
Telefon +49 5194 5050599
E-Mail sw@audionote-deutschland.de
Web www.audionote-deutschland.de

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Mittwoch, 29 März 2000 20:49

Audio Note

geschrieben von
Vertrieb
Audio Note Deutschland UG (haftungsbeschränkt)
Anschrift Stefan Wörmer
Soltauer Straße 44
29646 Bispingen
Telefon +49 5194 5050599
E-Mail sw@audionote-deutschland.de
Web www.audionote-deutschland.de

Audiotrade hat sich einiges ausgedacht, um die audiophile Grundversorgung sicherzustellen, und auch andere Hersteller versüßen uns Audiophilen teils mit besonderen Angeboten die Tage der unfreiwilligen Häuslichkeit. Hifistatement wird Sie über diese Aktionen auf dem Laufenden halten und auch weiterhin mit Tests unterhalten.

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Markolf Heimann und das ATR-Team haben bei Ihrer Initiative nicht nur die Kunden im Blick, sondern auch ihre Fachhändler. Hier ihre Pressemitteilung: „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. ATR unterstützt den stationären Fachhandel, der besonders von den temporären Schließungen der Ladengeschäfte betroffen ist, ab sofort mit einem Maßnahmenpaket, um ihn weiterhin handlungsfähig zu halten:

  • Direktlieferungen an Endverbraucher im Auftrag und Namen des Fachhändlers aus dem Lager von ATR: Diese sogenannte „verlängerte Ladentheke“ ermöglicht es dem Fachhandel, telefonisch oder per Mail angenommene Aufträge über die Logistik von ATR ausliefern zu lassen und so weiterhin seine Kunden zu bedienen.
  • Dedizierte Händlerhotline: Um Händleranfragen sinnvoll zu kanalisieren und die Kommunikation zu verbessern, steht für den Fachhandel ab sofort eine eigens reservierte Telefonnummer zur Verfügung.
  • Live-Chat im Internet: Auf der ATR-Webseite www.audiotra.de erreichen Fachhandel und Endverbraucher die Mitarbeiter von ATR werktags von 9.00 bis 18.00 direkt und live zum Dialog rund um Produkte, Daten und Features – schneller als Email und oft besser als am Telefon.

Die Menschen verspüren in Zeiten des Zu-Hause-Bleibens einen steigenden Bedarf an Dingen, die ihr Zuhause schöner machen – Cocooning war nie wichtiger als heute, Balsam für die Seele. Dieser Bedarf kann derzeit nur „remote“, also über Telefon und online, sowie über den Versand der Ware gedeckt werden. ATR hilft seinen stationären Fachhändlern dabei, die mögliche Hürde auf dem Weg des Produkts zum Kunden mit seiner Logistik zu überwinden. Der Fachhandel kann sich damit weiterhin auf seine fachlich kompetent beratende Funktion konzentrieren. Und die ist unbedingt erforderlich, denn das direkte Gespräch, der Gedankenaustausch, das Fachwissen und das Vertrauen in den Ansprechpartner sind für viele Kunden wichtige, unverzichtbare Bestandteile ihrer Lust auf HiFi, für die sie jetzt unerwartet viel Zeit haben.

Hier geht zum Markenportfolio von www.audiotra.de

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Donnerstag, 26 März 2020 03:21

Neue Bassocontinuo Website

Es fehlte etwas und dessen war sich Bassocontinuo vollkommen bewusst: Man musste sein Know-how und die Essenz seiner Produkte auf die Website übertragen. Es ist gar nicht so einfach zu erklären, warum es notwendig ist, ein Rack zu verwenden, wenn man Musik in sehr guter Qualität hören möchte.

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Ein Rack wird oft als notwendiges Übel angesehen. Da sieht man oftmals High-End-Systeme, die auf Junk-Racks platziert sind, schlecht entworfen und sicherlich ineffizient, meint man bei Bassocontinuo. Daher verfolgt man seit einem Jahr zwei Wege:

  • Man versucht, die allgemeine Mentalität zu ändern und zu erklären, was wissenschaftlich mit Plattenspielern oder CD-Playern passiert, wenn sie auf eine Fläche gestellt werden, die dafür nicht vorgesehen wurde. Das Hören eines HiFi-High-End-Systems auf einem „Oma-Tisch“ ist diesem abträglich: Es bedeutet, alle wirtschaftlichen Anstrengungen, die unternommen wurden, um die Hifi-Juwelen zu kaufen, zu konterkarieren. Die Händler und Partner von Bassocontinuo haben dieses Konzept zuallererst verstanden: Die Weitergabe dieser Informationen an die Kunden ist eine Konsequenz und der nächste Schritt. Um dies zu erreichen und um Klarheit zu schaffen, hat Bassocontinuo begonnen, mit einer beratenden Ingenieurgesellschaft zusammenzuarbeiten, die für sehr angesehene Automobil-, Luft- und Raumfahrtfirmen arbeitet. Gemeinsam testen sie die Produkte mit speziellen Geräten, die Politecnico in Mailand – eine der besten italienischen wissenschaftlichen Universitäten – verwendet, zertifizieren sie und setzen die Messergebniss in sehr klare und einfache Konzepte um.
  • Bassocontinuo erklärt mit großer Leidenschaft, welchen Hintergrund man hat: die Designphilosophie, den gesamten Produktionsprozess, eine sorgfältige Qualitätskontrolle aller Details, alle Merkmale, die ein Produkt auszeichnen und warum sie Bassocontinuo von übrigen Markt unterscheiden.

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Die neue Website war eine große Herausforderung für ein kleines Unternehmen wie Bassocontinuo. Man hat monatelang gearbeitet und ist endlich angekommen:

  • Die neue Website konzentriert sich auf die Startseite. Dort erklärt Bassocontinuo, warum man sich von anderen unterscheidet, was die wichtigsten Merkmale der eignen Produkte sind und wie sie hergestellt werden
  • Es gibt eigene Seiten für jede Produktlinie: Sie werden nun detailliert mit ihren wichtigsten Merkmalen beschrieben. Eine sehr nützlichen Spinnennetzgrafik erläutert das jeweilige technisches und kommerzielle Profil: So hat man sofort die grundlegenden Eigenschaften und die Positionierung der Produktlinie im Markt im Blick
  • Man hat das Grafikdesign komplett erneuert, um es ansprechender zu gestalten, denn nach nur zwei Jahren ist eine Website veraltet, wenn man bedenkt, wie schnell sich die Technologie verändert
  • Man betrachtet „B by Bassocontinuo“ nicht mehr als reine Produkte, sondern als einen maßgeschneiderten Service, der auf einer Referenzlinie basiert und so hilft, alle zufrieden zu stellen und ein echtes, maßgeschneidertes Produkt zu schaffen

Hersteller
Bassocontinuo Audio Systems Snc
Anschrift via S. Alessandro
88 Bergamo
Bergamo, Lombardia 24122
Italien
E-Mail info@bassocontinuo.it
Web bassocontinuo.biz

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Mittwoch, 25 März 2020 00:29

AudioQuest PowerQuest 3

geschrieben von

Jeder ambitionierte Musikhörer sollte nicht nur seinen HiFi-Geräten, sondern der gesamten Kette die gebotene Aufmerksamkeit widmen, um nicht schon ganz am Anfang Klangqualität zu verschenken. Hier bietet AudioQuest mit seiner PowerQuest 3 Filternetzleiste eine technisch herausragende und gleichzeitig günstige Offerte.

Das passte ja wie die berühmte Faust aufs Auge, als Dirk Sommer mich bat, eine Steckdose zu testen, denn meine derzeitige Netzleiste schien schon allein äußerlich dank meiner oft rüden Handhabung etwas ramponiert und in die Jahre gekommen. Na ja, es handelt sich natürlich nicht um eine „Steckdose“, sondern sagen wir fairerweise eine im Design etwas futuristisch anmutende Netzleiste. Eine Filternetzleiste, sogar mit USB-A Anschlüssen, mit allem Schnick und Schnack also. Dabei brauche ich doch nur drei Steckdosenanschlüsse für meine Phonovorstufe, die Endstufe und den Plattenspieler!

Die AudioQuest PowerQuest 3 Filternetzleiste auf der Seite liegend
Die AudioQuest PowerQuest 3 Filternetzleiste auf der Seite liegend

Ich muss unumwunden einräumen, dass ich selbst das Thema Stromversorgung und Filterung entgegen meiner einleitenden Empfehlung bislang sehr stiefmütterlich betrachtet habe. Dabei ist ja völlig klar, dass Smartphone, WLAN, Streaming & Co. mittlerweile in so gut wie jedem Haushalt für eine gewisse Signalverseuchung sorgen dürften, wenn ich das mal so ganz platt sagen darf. Keine Sorge, es folgt nun keine tiefschürfende technische Analyse des genauen Einflusses der ganzen umher kreuchenden und fleuchenden bösen Hochfrequenzsignale, die es in dieser Form vor 30 Jahren ja noch gar nicht gab und die alle natürlich nichts anderes im Schilde führen, als meine HiFi-Anlage zu befallen. Ob die sich nun tatsächlich über das Stromnetz des Hauses quasi durch die kalte Küche in meine kleinen, feinen Musiksignale schleichen oder irgendwie womöglich auf direktem Wege, weiß ich nicht. Das zu beurteilen, dafür bin ich einfach nicht der richtige Mann. Als Maschinenbauingenieur waren mir Dinge, auf die man nicht mit dem Hammer draufhauen kann, noch nie geheuer, und so verhält es sich bis heute auch mit diesen kleinen fiesen Elektronen, die du ja grundsätzlich einfach ganz schwer gebändigt bekommst. Da versteh ich einfach nichts von. Na ja, fast nichts.

Netzschalter, Reset-Taster und RJ45 Signalleitungs-Überspannungsschutz
Netzschalter, Reset-Taster und RJ45 Signalleitungs-Überspannungsschutz


Aber dafür gibt es ja Experten wie die von AudioQuest! Gegründet von Bill Low im Jahre 1980 in den USA, hat sich die Firma mittlerweile zu einem der weltweit führenden Anbieter in den Bereichen Kabel, Stromversorgung und weiterem Zubehör entwickelt. Nach eigenem Bekunden ist AudioQuest sogar der größte Kabellieferant für den spezialisierten High-End-Markt. Bei der PowerQuest 3, deren volle Bezeichnung „PowerQuest 3EU Umformer / Überspannungsschutz“ lautet, handelt es sich um eine Netzleiste mit insgesamt acht Netzsteckdosen. Zwei davon sind vorgesehen für den Anschluss von Videobildschirmen, Fernsehern oder Projektoren, zwei weitere sind gedacht für Verstärker, Aktivlautsprecher oder Subwoofer (die alle also einen erhöhten Strombedarf aufweisen) und vier der Ausgänge sind ausgelegt für Audio- oder Videoquellenkomponenten sowie Computer oder Router. An der Stirnseite des hochkant stabil auf seinem Bodensockel stehenden Geräts befindet sich ein schwarzer Kippschalter, der beim Betätigen die Netzleiste einschaltet, für deutlich vernehmbares Klackern der Relais sorgt und so schließlich Betriebsbereitschaft signalisiert. Überhaupt gefiel mir das Gesamtdesign der PowerQuest 3 von vornherein deshalb sehr gut, weil es sich so schön platzsparend hinter dem HiFi-Rack positionieren ließ.

Vier plus vier: im Winkel von 90 Grad zueinander befindliche Netzsteckdosen
Vier plus vier: im Winkel von 90 Grad zueinander befindliche Netzsteckdosen

Augenfälliges Merkmal ist, dass sich vier der Netzanschlüsse auf der schmalen Oberseite befinden und vier auf der relativ großflächigen Seite. Den Netzstecker meiner Endstufe habe ich natürlich in den Hochstromanschluss gesteckt, der Plattenspieler und die Phonostufe wurden bei mir von den „Ultra-linear Filteranschlüssen“ versorgt. Beim Phonovorverstärker war ich mir zuerst nicht ganz sicher, allerdings schied der Videoanschluss aus und auch der zweite, noch freie Hochstromanschluss erschien mir nicht richtig, da mir meine Phonostufe bisher noch nie als Stromsäufer aufgefallen war… Quasi als Lebensversicherung für die angeschlossenen Geräte fungiert der Überspannungsschutz. Eine Abschaltelektronik sorgt bei länger als eine Viertelsekunde anliegenden Wechselspannungen von über 270 Volt für das Öffnen des Hochstromrelais und die Netzausgänge werden abgeschaltet. Zusätzlich leuchtet dann eine rote Warn-LED „Extreme Voltage“. Live erleben musste ich diese Abschaltelektronik zum Glück noch nicht!

Die Abschaltelektronik warnt auf der Stirnseite, sobald sie aktiv ist
Die Abschaltelektronik warnt auf der Stirnseite, sobald sie aktiv ist

Dass es noch vier USB-Hochgeschwindigkeitsanschlüsse zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen ähnlichen Geräten gibt, nehme ich wohlwollend zur Kenntnis. Nicht, dass ich diese im Betrieb meiner Anlage zu nutzen gedenke, das käme ja schon Blasphemie gleich und ich bin mir sicher, meine Uchida würde mir das mit flackernden 2A3 Trioden quittieren. Zumindest projiziert mir meine Phantasie sofort solche Bilder vor mein geistiges Auge. Aber wenn die Kette ausgeschaltet ist respektive ich keine Musik höre, spricht ja nichts dagegen, auch modernes Gedöns mit der AudioQuest Filternetzleiste zu verbinden, um die Akkus aufzuladen.


USB-A Hochgeschwindigkeitsladeanschlüsse
USB-A Hochgeschwindigkeitsladeanschlüsse

Fast hätte ich als Einleitung dieses Absatzes eine Phrase à la „Und wie klingt die Netzleiste nun?“ bemüht, aber das habe ich mir ganz schnell verkniffen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Bei der AudioQuest PowerQuest 3 handelt es sich um eine Filternetzleiste mit diversen Features, die letztlich natürlich dem HiFi-Zubehör zuzuordnen ist und damit freilich noch keinen Komponentenstatus genießt. Bei mir jedenfalls nicht, wobei ich weiß, dass andere das durchaus anders beurteilen. Ich würde ihr deshalb auch keine Klangeigenschaften zuordnen wollen, sondern ich möchte berichten, ob und wenn ja, welche Veränderungen ich denn wahrgenommen habe.

Obwohl ich zu Beginn meiner Hörsessions keine besondere Erwartungshaltung hatte und völlig unvoreingenommen die ersten Scheiben auf den Plattenteller gelegt habe, wurde mir unabhängig vom Musikmaterial sehr schnell bewusst, dass sich etwas verändert hatte. Ich konnte es zunächst schwer in Worte fassen und mir war klar, dass es sich um einen psychoakustischen, unterbewussten Effekt handelte. Am besten lässt es sich mit einem bildlichen Vergleich beschreiben: Die ältere Generation kennt sicherlich noch das schwarz-grau-weiß gekörnte rauschende Fernsehbild nach Sendeschluss aus der Zeit, als es nur drei Programme gab. Nun stelle man sich vor, diese grobkörnige Struktur wird immer feiner, ruhiger und insgesamt dunkler. Das ist nun quasi der Hintergrund der Musik, der in ruhigen Passagen oder Pausen an Schwärze gewinnt. Die Töne, Instrumente und Stimmen kontrastieren davor nun besser und kommen klarer und schärfer umrissen zur Geltung. Es ist insgesamt einfach mehr Ruhe im Klangbild und die Musik selbst scheint etwas mehr in den Vordergrund gerückt zu werden.

Je nach Einsatzzweck filtertechnisch gesondert ausgelegte Anschlüsse
Je nach Einsatzzweck filtertechnisch gesondert ausgelegte Anschlüsse


Wer nun weitere ausschweifende Erklärungen von mir erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Das würde wohl nur in elender Schwafelei enden. Ich kann jedem nur wärmstens ans Herz legen, die Stromversorgung seiner Anlage nicht zu vernachlässigen und sich einmal näher mit dem Thema Netzfilterung und Netzleiste auseinanderzusetzen. Die Baumarktsteckdose für „Zwofuffzich“ gehört ausgemustert und darf allenfalls noch die Kaffeemaschine versorgen, und jeder, der seiner Musikanlage für überschaubares Geld eine anständige Stromversorgung zukommen lassen möchte, der sollte die AudioQuest PowerQuest 3 für 350 Euro in die ganz, ganz enge Wahl ziehen.

STATEMENT

Zum Ende dieses Testberichts habe ich den Vertrieb angerufen, da ich mir noch eine kleine redaktionelle Formalie bestätigen lassen wollte, damit auch alle Angaben korrekt sind. Bei dieser Gelegenheit habe ich gefragt, ob ich eine Rechnung für die PowerQuest 3 bekommen kann, um den fälligen Betrag zu überweisen, denn diese Netzleiste ist und bleibt jetzt fester Bestandteil meiner Musikanlage.
Gehört mit
Phono-Vorstufe EAR Yoshino 834P
Endstufe Sun Audio Uchida SV-2A3
Plattenspieler Rega Planar 8 mit Tonabnehmer Clearaudio Charisma V2
Lautsprecher Diverse DIY Vollbereichsbreitbänder: Open Baffle (Ciare CH250), Transmissionline (Seas FA22RCZ & Seas Exotic F8), Tapered Quarter Wave Tube (Tang Band W8-1772), Backloaded Horn (Fostex FE206En)
Zubehör Reson LSC Lautsprecherkabel, StraightWire Symphony II NF-Kabel
Möbel DIY
Herstellerangaben
Audioquest PowerQuest 3EU
Geräteart Netzleiste mit Filterfunktion
Ausgänge 2 x 4K/8K Video optimierter linearer Filterausgang
2 x Hochstromausgang
4 x ultra-lineare Filterausgänge
4 x USB-Hochgeschwindigkeitsladeanschlüsse (Gesamtkapazität 4,8A)
Überspannungsschutz Abschaltung bei 270V AC
Rauschenableitung >22dB von 30 kHz bis 1 GHz (Differentialbetrieb)
>22dB von 30 kHz bis 1-100MHz (Normalbetrieb)
Maximaler Eingangsstrom 16A effektiv
Signalleitungsschutz RJ45 (Netzwerk)
Länge des Netzkabels 2,1m
Gewicht 2,5 kg
Farbe schwarz / anthrazit
Abmessungen (LxBxH) 393 mm x 80 mm x 188mm
Preis 350 Euro

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/20-03-25_audioquest
  • Social Introtext Jeder ambitionierte Musikhörer sollte nicht nur seinen HiFi-Geräten, sondern der gesamten Kette die gebotene Aufmerksamkeit widmen, um nicht schon ganz am Anfang Klangqualität zu verschenken. Hier bietet AudioQuest mit seiner PowerQuest 3 Filternetzleiste eine technisch herausragende und gleichzeitig günstige Offerte.
Dienstag, 24 März 2020 00:01

PSI Audio Acoustic Load Guide

PSI Audio geht es beim Bau seiner aktiven Studiomonitore um maximale Klangtreue. Ein oft enorm wichtiger Aspekt zum Erreichen dieses Ziels ist der Waveguide. PSI Audio hat den Acoustic Load Guide ALG entwickelt, eine besondere Form des Waveguides, dessen Fokus vorwiegend auf der Anpassung der akustischen Last zwischen Treibermembran und Luft liegt.

Um eine absolut präzise Klangreproduktion sicherzustellen, muss jedes Detail eines Lautsprechers fein abgestimmt sein. Selbst die Form des Gehäuses am Tweeter hat einen bedeutenden Einfluss auf die Audio-Performance. PSI Audio hat einen eigenen Typ von Waveguide entwickelt: den Acoustic Load Guide, kurz ALG. Mit dem ALG verfolgt PSI Audio einen eigenen Ansatz zum Bau eines Waveguides. Die Anwender von professionellen Monitor-Lautsprechern sind mit Waveguide-Speakern vertraut, da die meisten Zwei- und Drei-Wege-Studiomonitore Waveguides nutzen, um ihre Hochtöner zu unterstützen. Das Ergebnis sind Monitore mit einem gleichmäßigeren Klang über das gesamte Spektrum sowie ein breiterer Sweet Spot.

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Aus technischer Sicht handelt es sich beim PSI Audio ALG, wie bei Waveguides im Allgemeinen, um ein sehr kurzes Horn ohne Druckkammer. Diese Bauform wirkt der natürlichen Veränderung des Abstrahlverhaltens im Frequenzverlauf entgegen. Ein Treiber ist keine ideale Punktschallquelle, sondern hat eine bestimmte Oberfläche: seine Membran. Wenn die Wellenlänge des abgestrahlten Schalls kleiner ist als der Membrandurchmesser, heben sich die von den Membranseiten abgestrahlten Frequenzen je nach Hörwinkel gegenseitig auf. Entsprechend werden kürzere Wellenlängen von einem Treiber fokussierter abgestrahlt. Dadurch verändert sich das Abstrahlmuster eines Treibers von einer nahezu ungerichteten Emission der tiefen Frequenzen zu einem konzentrierteren Strahl nach vorne bei höheren Frequenzen.

In einem System mit mehreren Wegen betrifft dieses Prinzip alle verwendeten Treiber, wodurch besonders bei den Trennfrequenzen ein Problem auftritt: Während der Tieftöner einen Frequenzbereich bereits fokussiert abgibt, arbeitet der viel kleinere Tweeter noch nahezu ungerichtet. Diese Ungleichheit zeigt sich in einem deutlichen Sprung an der Grenzfrequenz. Ein Waveguide sorgt für ein stärker gerichtetes Abstrahlverhalten in den tieferen Frequenzen des Hochtöners, während die höheren Frequenzen unverändert bleiben. Dadurch wird das gesamte Abstrahlmuster gleichförmiger und der Übergang vom Tief- zum Hochtöner verläuft weicher.

Die primäre Funktion des Acoustic Load Guide von PSI Audio ist eigentlich die Anpassung der akustischen Last zwischen Schallwandler und Luft. Die optimierte Übersetzung von Membranbewegungen in Luftdruck verleiht den PSI Audio Hochtönern außergewöhnliche Effizienz, so dass sie sehr hohe Schalldrücke bei minimaler Verzerrung erreichen. In Verbindung mit dem verbesserten Abstrahlverhalten und der optimierten Ankopplung an die anderen Treiber erreicht der ALG ein äußerst klares und transparentes Klangbild. Weil seitlich abgestrahlter Schall ebenfalls gleichmäßiger über das Spektrum verteilt ist, gilt dasselbe auch für die Raumreflexionen, wodurch das Gesamtklangbild auch außerhalb des Sweet Spots ebenmäßiger erscheint. So spielt der ALG Waveguide eine wichtige Rolle beim Erreichen des PSI Audio Klangideals: der absolut exakten Reproduktion.

Der ALG Waveguide ist nur eine der zahlreichen PSI-Audio-Technologien, die zur klanglichen Präzision der vollkommen analogen aktiven Monitorlautsprecher beitragen. Gemeinsam mit Compensated Phase Response, Adaptive Output Impedance und den Class G/H Endstufen soll der Acoustic Load Guide eine makellos genaue Darstellung für die Entscheidungsfindung in Recording, Mixing und Mastering bieten. Die Acoustic Load Guide Technologie kommt in allen PSI Audio Monitorlautsprechern zum Einsatz, vom kompakten A14-M bis zum großen Drei-Wege-System A25-M.

Hersteller
PSI Audio
Anschrift Relec SA
Rue de Petits-Champs 11a+b
1400 Yverdon-les-Bains
E-Mail info@psiaudio.com
Web www.psiaudio.com
Vertrieb
AUDIOWERK e. Kfm.
Anschrift Schulstr. 30
55595 Hargesheim
Telefon +49 671 2135420
Fax +49 671 2135419
E-Mail info@audiowerk.eu
Web www.audiowerk.eu

Weitere Informationen

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iFi Audios neuer portabler DAC/Kopfhörerverstärker kommt in einem eleganten, petrolblauen Aluminiumgehäuse mit einem Hauch von Kupfer daher und passt mühelos in jede Hosentasche. Zum Preis von 160 Euro bietet der DAC eine umfangreiche Ausstattung sowie herausragende Hi-Res-Spezifikationen.

Der Hip-DAC ersetzt minderwertige DACs (Digital-Analog-Wandler) und Verstärkerschaltungen in Smartphones, Tablets, PCs und Macs und verbessert den Kopfhörerklang erheblich. Sein Design und seine Leistung heben den iFi Hip-DAC von anderen DACs/Kopfhörerverstärkern seiner Klasse ab. Einfach das Wiedergabegerät über USB mit dem Hip-DAC verbinden und den bevorzugten kabelgebundenen Kopfhörer an das kleine Kraftpaket anschließen und der Hip-DAC liefert einen dynamischen und flüssigen Klang, der den Hörer unweigerlich in seinen Bann zieht. Egal, ob zu Hause, im Büro, im Zug oder im Flugzeug – dieser kleine Wandler und Kopfhörerverstärker ist für Musikliebhaber überall unterwegs ein mehr als nützliches Hilfsmittel.

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Die DAC-Sektion basiert auf einem Burr-Brown-Chip, den iFi Audio aufgrund seiner flüssigen, musikalischen Klangqualität und „True Native“-Architektur in vielen seiner Produkte verwendet. In Kombination mit einer speziellen iFi-Schaltung soll dies dem Hip-DAC eine exzellente Klangqualität in allen möglichen digitalen Audioformaten, einschließlich bitgenauem PCM, nativem DSD und MQA ermöglichen, dem hochauflösenden Streaming-Codec, wie er von TIDAL Masters verwendet wird.

Hochauflösende PCM- und DXD-Audiodaten werden mit Abtastraten bis zu 384 Kilohertz unterstützt, außerdem auch DSD-Dateien von 2,8 bis 12,3 Megahertz (DSD64, 128 und 256). Dank des True Native-Designs des Burr-Brown-Chips gehen PCM und DSD separate Wege. Dadurch bleiben sowohl PCM als auch DSD bis zur Analogwandlung in ihrer nativen Form ‚bitgenau‘, was bei den meisten anderen DACs/Kopfhörerverstärkern nicht der Fall ist. Auf beiden Seiten des Lautstärkereglers befinden sich ein Paar LEDs, die entsprechend die Farbe wechseln, um das jeweilige Format und die Abtastrate der gerade abgespielten digitalen Musikdatei anzuzeigen.

Eine umfassende Taktverriegelung beseitigt Jitter (digitale Verzerrung), wobei iFi Audios GMT-Femto-Präzisions-Taktsystem verwendet wird, um die Integrität des digitalen Signals bis zur Umwandlung in ein analoges Signal aufrechtzuerhalten. Ein weiteres Schaltungsmerkmal, das diesen und andere DACs von iFi kennzeichnet, ist der XMOS-Chip, der am USB-Eingang empfangene Audiodaten verarbeitet und in-house programmiert wird. Anstatt auf serienmäßig gelieferte Firmware zurückzugreifen, die normalerweise nicht für audiophilen Klang optimiert ist, programmiert iFi Audio also seine eigene maßgeschneiderte Firmware zur Verbesserung der Audioverarbeitung.

So ermöglicht es die kontinuierliche Software-Entwicklung von iFi Audio, über Firmware-Updates Funktionen hinzuzufügen oder zu optimieren, so dass der Hip-DAC individuell auf die Wiedergabeprioritäten des Benutzers zugeschnitten werden kann und dauerhaft auf dem neuesten Stand bleibt. Benutzer können sogar verschiedene Versionen der iFi-Firmware herunterladen und installieren, um bei Bedarf mit verschiedenen digitalen Filtern zu experimentieren.

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Die Verstärkerschaltung des Hip-DACs ist symmetrisch aufgebaut – ungewöhnlich für einen DAC/Kopfhörerverstärker zu diesem Preis. Die symmetrische Schaltung umfasst zudem eine Reihe hochwertiger und sorgfältig ausgewählter Komponenten, darunter ein kundenspezifischer iFi-OV-Operationsverstärker, TDK C0G-Keramikkondensatoren der Klasse 1, ein rauscharmes Präzisions-Stromversorgungs-IC von Texas Instruments und ein hochwertiger analoger Lautstärkeregler. Der Kopfhörerverstärker hat eine Nennleistung von 400 Milliwatt und kann je nach Impedanz des angeschlossenen Kopfhörers über 700 Milliwatt am symmetrischen Ausgang liefern.

Die Verstärkerstufe verfügt über eine schaltbare Verstärkung, die von iFi als „PowerMatch“ bezeichnet wird. Damit wird der Pegel der Ansteuerung an die Last des Kopfhörers angepasst, indem die Eingangsempfindlichkeit und damit die Signalstärke angepasst wird. Bei hochempfindlichen Kopfhörertypen wie In-Ear-Monitoren sollten Sie den „PowerMatch“ in seiner niedrigeren Einstellung belassen, um eine extrem rauscharme Leistung zu erzielen. Wenn Ihre Kopfhörer jedoch mehr Antrieb benötigen – so wie etwa die meisten On- respektive Over-Ear-Typen –, drücken Sie die „PowerMatch“-Taste auf der Vorderseite, um die Verstärkung zu erhöhen.

„XBass“ ist eine weitere vom Benutzer wählbare Funktion; eine ausgeklügelte Form der Bassanhebung, welche die tiefen Frequenzen verstärkt, ohne den Mitteltonbereich dabei in Mitleidenschaft zu ziehen – besonders nützlich bei Ohrhörern und offenen Kopfhörern, denen es womöglich an Tiefbass mangelt. „XBass“ arbeitet vollständig im analogen Bereich und nicht in der digitalen Signalverarbeitung über DSP und kann in den Signalweg hinein- oder ausgeschaltet werden.

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Der USB-Eingang des iFi Hip-DAC verarbeitet Audiodaten bis zu 32 Bit/384 Kilohertz, unterstützt den ‚SuperSpeed‘-USB 3.0-Standard und ist zu USB 2.0 abwärts kompatibel. Er arbeitet asynchron, das heißt, die Datenrate wird ausschließlich durch die spezielle Audio-Taktschaltung des Hip-DAC reguliert, um eine genaue, jitterfreie Datenübertragung unabhängig vom Quellgerät zu gewährleisten.

Der Hip-DAC verfügt über zwei USB-Anschlüsse (Typ-A für Audiodaten und Typ-C zum Aufladen). Ungewöhnlich: Der Eingang vom Typ-A ist mit einen „männlichen“ statt mit einem typischen „weiblichen“ Anschluss ausgestattet. Diese Anordnung bietet eine größere mechanische Integrität als die USB/Micro-USB-Anschlüsse, die üblicherweise an DACs/Kopfhörerverstärkern zu finden sind. Sie bietet außerdem einen Vorteil für iPhone- und iPad-Nutzer, da sie Apples Lightning-zu-USB-Kamera-Adapter direkt unterstützt, ohne dass ein zusätzlicher USB-Adapter erforderlich wäre (Dieser Kamera-Adapter ist allerdings nach wie vor erforderlich, um Apple iOS-Geräte mit USB-Geräten von Drittanbietern zu verbinden).

An iFis neuem DAC/Kopfhörerverstärker stehen zwei Ausgänge zur Verfügung: eine unsymmetrische 3,5-Millimeter-Buchse und ein symmetrischer 4,4-Millimeter-Pentaconn-Ausgang, so dass Kopfhörer mit symmetrischen Anschlüssen die Vorteile des Differenzverstärker-Designs des Hip-DAC voll ausnutzen können. Darüber hinaus profitiert der 3,5-Millimeter-Ausgang von der iFi-eigenen S-Balanced-Schaltung, die Verzerrungen halbiert, wenn sie mit normalen, unsymmetrischen Kopfhörern verwendet wird. Das ist besonders bei hochempfindlichen In-Ear-Monitoren von Vorteil. In Kombination mit der „PowerMatch“-Funktion des Hip-DAC liefern diese Ausgänge eine überragende Leistung in dieser Preisklasse.

Der 2200 Milliamperestunden starke Akku des Hip-DAC hält je nach Lautstärkepegel und Leistungsbedarf der angeschlossenen Kopfhörer etwa acht bis zwölf Stunden. Er wird mit drei USB-Kabeln geliefert: einem USB-C OTG (On-The-Go)-Kabel, das sich ideal für den Anschluss von Android-Geräten und PCs/Macs mit USB-C-Ports eignet; einem USB-Kabel (Typ-A) und einem Ladekabel Typ-A auf USB-C.

Der mobile USB-DAC/Kopfhörerverstärker Hip-DAC ist ab sofort lieferbar und kostet 160 Euro.

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

Weitere Informationen

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